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Art Selfie: Google sieht jeden als Kunstwerk

Image by Stale Grut unsplash com

Google expandiert im Bereich Unterhaltung. Vor kurzem hat der Großkonzern eine neue App vorgestellt – Google Arts & Culture, eine App mit der man ein Art Selfie schießen kann. Ein was?

Jeder, der ein Smartphone besitzt und durchschnittlich mehr als eine Stunde mit Browsen verbringt, musste schon mal auf Bilder von normalen Menschen in Museen gestoßen sein, die den Kunstwerken auffällig ähnlich sind. Wenn nicht, dann seht ihr hier ein Beispiel. Solche Zufälle gibt es, aber diese passieren so selten, dass man letztendlich niemals alle unterhaltsamen Ähnlichkeiten sehen wird.

Doch Google hat sich eine Idee einfallen lassen, die dies einfacher macht. Die neue App ermöglicht es ein Art Selfie zu machen. Zuerst ist es ein ganz normales Bild. Dann vergleicht es Google mit unzähligen Kunstwerken, die von verschiedenen Museumspartnern zur Verfügung gestellt wurden. Im Anschluss werden das Selfie und das Gemälde zusammengestellt, sodass man die Ähnlichkeit besser erkennen kann. Es wird nicht nur ein Werk gezeigt, sondern mehrere. Daneben der prozentuale Anteil der Reminiszenz.

Leider kann man keine gespeicherten Bilder verwenden, um sie mit den Gemälden zu vergleichen. So sehe ich bei Müdigkeit aus, wie das Porträt von Godschalck van Halmale, welches im Rijksmuseum hängt. Na toll.

Art Selfie by Nina Brzeska

Bietet die App mehr als nur Art Selfie?

Art Selfie ist nur eins der vielen Tools in der Google Arts & Culture App. Auf dem eigenen Handy kann man sich auf eine virtuelle Tour durch die Top 10 Museen der Welt begeben oder Artikel über fremde Kulturen durchstöbern. Detaillierte Aufnahmen von berühmten Kunstwerken gehören auch zu den Highlights des Programms. Alles natürlich beschriftet und erklärt.

Die Idee hinter dieser Entwicklung ist es, die Kultur und Kunst der heutigen Gesellschaft näher zu bringen. Museen werden heutzutage nur von der jungen Generation besucht, wenn es ein fester Punkt einer Klassenfahrt ist. Viele Jugendliche haben keinen Lieblingsmaler, weil sie die Künstler nicht kennen. Mit einer auf den ersten Blick banalen App schafft es Google vielleicht Kunst wieder ins Leben zu rufen! Und vielleicht findet der eine oder andere seine Leidenschaft darin, dadurch dass er einfach mal sehen wollte, welchem Kunstwerk er ähnelt.

Eine Frau in St. Louis, USA, hat sogar durch ihr Art Selfie das Portät ihrer Urgroßmutter gefunden, so der offizielle Blog von Google.

Eure Art Selfies könnt ihr in der kostenlosen Google Arts & Culture App schießen. Diese ist für iOS und Android verfügbar.


Image by Stale Grut / unsplash.com

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  • CES 2018 stern: TV-Giganten und knuffige Alltags-Helfer: Das sind die Highlights der CES 2018: Die Consumer Electronics Show – oder kurz CES – 2018 neigt sich dem Ende zu – und wir waren übrigens auch vor Ort! Wie jedes Jahr stellt die Messe den Auftakt für das folgende Tech-Jahr dar und setzt die kommenden Trends. Eines lässt sich aber jetzt schon sagen: künstliche Intelligenzen und Sprachassistenten werden die Technik-Welt und auch den Alltag vieler Nutzer weiterhin beschäftigen. Aber auch die Automobil-Industrie und TV-Hersteller sorgten in Las Vegas für Aufsehen.

  • SMART HOME androidpiloten: Google Home Mini vs. Echo Dot: der große Vergleich: Kampf der Mini-Giganten: die Androidpiloten haben sich die Mini-Versionen der beiden größten Smart-Home-Hersteller mal genauer angesehen. Google Home Mini versus Amazon Echo Dot – wer hat die Nase vorn? Was viele vor ein bis zwei Jahren noch skeptisch machte, hält heute schon Einzug in viele Haushalte. Sprachassistenten in smarten Lautsprechern lagen 2017 vielerorts unter den Weihnachtsbäumen. Technik-Experte Timo Brauer hat sich die beiden Helferlein genauer angesehen und weiß, welcher sich für welchen Nutzer eignet.

  • FACEBOOK spiegelonline: Neuer Newsfeed: Facebook stuft Inhalte von Medien und Firmen zurück: Facebook führt einen neuen Feed ein. Inhalte durch Medienhäuser, Unternehmen und politische Gruppen sollen zurückgestuft werden. Dafür sollen dann Beiträge von Freunden und Familien wieder sichtbarer werden. Zuckerberg möchte, auf den Wunsch vieler Nutzer, Facebook damit wieder zum Urpsrungsgedanken zurückbringen und die Plattform zum Austausch persönlicher Verbindungen zurückführen. Inhalte von Facebook-Seiten werden zwar trotzdem noch im Feed auftauchen, der Algorithmus wird aber so geändert, dass Beiträge von Facebook-Freunden priorisiert werden. Unternehmens-Seiten müssen also künftig noch tiefer in die Tasche greifen, um sichtbar zu bleiben.

  • INFLUENCER t3n: Wenn ein Youtube-Star eine Leiche filmt: Wie viel Verantwortung haben Influencer?: Das neue Jahr hatte kaum begonnen und schon war es wohl einer der Aufreger des Jahres: Youtuber filmt Leiche. Der US-amerikanische Content-Creator Logan Paul lädt ein Video zu seinem Besuch im japanischen “Suizidwald” hoch und stößt auf einen Mann, der sich an einem Baum erhängt hat. Statt die Kamera auszumachen hält Paul weiterhin drauf, zeigt den Körper nr spärlich zensiert. Was darauf folgte war ein Shitstorm sondergleichen, warf aber gleichzeitig auch Fragen auf. Wie haben Plattformen und Influencer auf solche Fälle zu reagieren, wo liegt die Verantwortung? Influencer-Experte Simon Staib von Blogfoster weiß mehr.

  • INSTAGRAM handelsblatt: Kein Kuscheln mit Quokkas auf Instagram: Sie zählen sicherlich zu den niedlichsten Tieren der Welt. Quokkas waren eine ganze Zeit lang ein viraler Hit, zahlreiche User posierten mit den knuffigen Tieren für Selfies, um das dann mit dem Hashtag #quokkaselfie auf Instagram hochzuladen. Tierschützer haben sich jetzt aber gegen den Trend ausgesprochen, die Selfies würden die Wildtiere zu sehr stressen. Instagram pflichtet dem zu und schaltet sich ein. Wenn dieser oder ähnliche Hashtags also gesucht werden, zeigt Instagram dem Nutzer künftig einen Hinweis zu Umweltschutz.

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  • DIGITALE ASSISTENTEN Horizont: So könnten digitale Assistenten die Welt der Medien und Marken verändern: Digitale Assistenten und smarte Lautsprecher werden in den Haushalten immer beliebter. Auch eine Bitkom-Studie hat dies genauer belegen können. Im Oktober vergangenen Jahres haben nur etwa fünf Prozent der Befragten von smarten Lautsprechern gehört. Im Mai waren es bereits 69 Prozent. Allerdings wollen hier alle großen Marktteilnehmer wie Apple, Microsoft, Google und Amazon am Markt mitmischen. Es eröffnen sich neue Innovationen und Möglichkeiten. Amazons Alexa und Cortana von Microsoft sollen sich beispielsweise in Zukunft vernetzen können. Erste Ansätze sind hier gut erkennbar: Amazons Echo sucht im Netz jetzt schon nach Informationen über die Suchmaschine Bing von Microsoft und nicht über Google. Es bleibt spannend, wer von allen großen Pionieren am Markt das Rennen mit seinen digitalen Assistenten machen wird.

  • FACEBOOK Heise: Facebook erreicht Millionen Deutsche, die es nicht gibt: Wie ist es möglich, dass man auf Facebook mehr Leute erreicht, als es eigentlich gibt? Das hat sich auch das australische Fachmedium Adnews gefragt und Interessantes herausgefunden: In Deutschland erreicht auf Facebook geschaltete Werbung etwa zwölf Millionen Deutsche im Alter von 20 bis 29 Jahren. Allerdings hat Deutschland nur 9,2 Millionen Einwohner, die in diesen Altersabschnitt passen. Das sind somit 30 Prozent, die angeblich mehr erreicht werden. Facebook erklärte dazu, dass die Zahlen lediglich auf Schätzungen beruhen und dass die Zahlen zeigen sollen, wie viele User theoretisch erreicht werden könnten. Zudem könnten auch andere Gründe in diese Zahlen reinspielen, wie unter anderem die falschen Angaben in den User-Profilen.

  • URHEBERRECHT Spiegel: Streit um Affen-Selfie beigelegt: Vermutlich kennen die meisten das berühmte Affen-Selfie, bei dem der Affe Naruto die Kamera des Naturfotografen David J. Slater nutzte und ein Foto von sich schoss. Nach einem jahrelangen Streit um die Urheberrechte, bei dem die Tierrechtsorganisation Peta darauf bestand, dass die Urheberrechte beim Affen Naruto liegen, konnten sich die Tierschutzorganisation und der Naturfotograf schließlich doch außergerichtlich einigen. Hier erklärte sich David J. Slater dazu bereit, künftig 25 Prozent seiner Einnahmen an dem Selfie-Bild, gemeinnützigen Organisationen zu stiften, die sich für den Schutz von Makaken – also Narutos Artgenossen – einsetzen.

  • CARSHARING NGIN-Mobility: Wie dieser Gründer Autobesitzer zum Sharing bewegen will: Wenn man seinen eigenen Wagen mit anderen teilt – SnappCar schlägt genau das vor. Allerdings ist das alles andere als einfach, denn wer will schon sein eigenes Auto mit fremden Leuten teilen? Ein Peer2Peer-Carsharing-Dienst aus den Niederlanden will jedoch dieses Geschäftsmodell durchsetzen, damit herumstehende Autos, die nicht bewegt werden, mit anderen geteilt werden können. Wie genau das Konzept sich auch unter anderem in Deutschland durchsetzen soll und ob der Carsharing-Dienst auch in Länder über Europa hinaus expandieren wird, erklärt Mitgründer Victor van Tol in einem Interview.

  • SEO t3n: Bilder-SEO: Mit optimierten Bildern das Google-Ranking pushen Wenn wir eine Webseite mit Inhalten füllen ist es nicht nur wichtig auf den richtigen Text zu achten, sondern auch auf ansprechende Bilder. Sie lockern das Gesamtbild und erfreuen auch den Seitenbesucher. Wenn jedoch auf optimierte Bilder verzichtet wird, verzichtet man auch gleichzeitig auf SEO-Potenzial. Der Grund dafür ist, dass Webseiten mit Bildern besser gerankt werden. Sie helfen beispielsweise Google dabei, den Inhalt der Seite sinnvoller einzuordnen. Hierbei gibt es noch viele weitere Punkte, die bei einer erfolgreichen Bilderoptimierung beachtet werden müssen.

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IFA-Kurztest: Die Polaroid Pop verbindet Selfiekultur und Sofortbild-Trend

Polaroid_Pop_Image by Anne Jerratsch

Es ist die Geste des 21. Jahrhunderts. Manch einer nutzt sie tagtäglich, andere nur zu bestimmten Gelegenheiten, der eine nutzt Hilfsmittel dafür, anderen reichen die angewinkelten Arme aus, und die für ihre Selbstdarstellung berühmt gewordene Kim Kardashian hat ein ganze Buch darüber veröffentlicht: Das Selfie ist aus unserer Kultur nicht mehr wegzudenken.

Dabei sind die schnell geschossenen Selbstportraits fast immer als Statusmeldung gemeint. Schau her, wo ich gerade bin, wen ich getroffen habe, wie die Lage ist. In den sozialen Netzwerken verteilt, erfährt schnell jeder, der es wissen will, wer sich wo und in welcher Gesellschaft aufhält.

Doch je schneller die Bilder geschossen sind, desto kürzer ist auch ihre Halbwertszeit auf den digitalen Speichern. Der traditionsreiche US-Hersteller Polaroid will das wieder ändern. Mit seiner Polaroid Pop will er an alte Zeiten anknüpfen und das Selfie – und natürlich auch beliebige andere Motive – wieder zurück auf das Papier bannen.

Happy Birthday, Polaroid!

Polaroid feiert in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag und will mit der Pop irgendwo zwischen Tradition (Bilder zum Anfassen) und Innovation anknüpfen. Mit der Digitalkamera zum Sofortdrucken hat Polaroid die erste Sofortbildkamera gebaut, bei der sich das Display auf der Rückseite befindet.

Dabei setzt Polaroid auf das simple Design der Anfangstage und eine möglichst einfache Handhabe. In Verbindung mit der kostenlosen Polaroid Print-App, die auch verschiedene Filter anbietet, können hier Schnappschüsse kreativ gestaltet werden.

Rund und bunt: Das Design der Polaroid Pop

Die Pop kommt in einem farbenfrohen Design daher. Der Korpus ist aus stabilem schwarzem Plastik, die Ecken sind kindgerecht abgerundet. An einer Seite befindet sich eine bunte Schlinge. Die gleichfarbige Unterseite ist aus festem Gummi und abnehmbar. Hier wird neben dem Fotopapier auch die microSD-Karte im Gehäuse versenkt. Das 4″-Display hat eine Touchfunktion. Auf der Rückseite der Kamera findet sich die Fotolinse und ein Dual-LED Blitz.

Back to the Roots mit Print

Im Inneren der Pop befindet sich ein mobiler Drucker, der ähnlich dem bewährten Trennbildverfahren arbeitet. Die Kassette wird mit 10 einzelnen Spezialpapierblättern geladen. Hier ist sich Polaroid dem klassischen Polaroidformat von 8,9 x 10,8 Zentimetern und dem klassischen Rahmen treu geblieben. Beim Druck werden die ins Papier eingebetteten Zinkristalle aktiviert.

Polaroid_Pop_Innenleben_Image by Anne Jerratsch

Die Schnittstelle ins Heute: Starker Sensor, Video und Funk

Mit einem 20 Megapixel starken CMOS-Sensor sowie dem integrierten Bildstabilisator sollen die Bilder ruckelfrei aufgenommen werden können. Doch nicht jeder Schnappschuss gelingt und nicht jedes Foto möchte man ausgedruckt vor sich liegen haben.

Hier hat die Pop mitgedacht: Mittels WLAN und Bluetooth können die Schnappschüsse auch direkt aufs Smartphone geschickt werden.

Hier kann man noch einmal genauer aussuchen, welches der Motive es später auf das kristalline Bild schaffen soll. Die Polaroid Pop verfügt natürich auch über die unvermeidliche Videofunktion. Hier sind Aufnahmen in HD-Qualität mit 1080p möglich.

Kurztest: Gehäuse, Menü, Bildqualität

Mit ihrer robusten Verarbeitung und den voluminösen Formen sowie den quietschbunten Farben erinnert die Pop eher an eine Unterwasserkamera oder an ein Kinderpielzeug als an die nächste Generation der Kameratechnik. Zudem ist die Pop recht massiv gebaut, so dass es schwierig werden dürfte, zugleich den Partydrink festzuhalten und gleichzeitig auf den Auslöser zu drücken. Zum Glück bewahrt in solchen Fällen die Schlinge das Gerät vor dem Zerschellen auf dem Dancefloor. Mit den Filtern und Zusatzfunktionen lässt sich wunderbar herumspielen. Laut Hersteller werden die Filter auch je nach Saison angepasst – so dürften im Herbst bereits die ersten Halloween- und Weihnachtsmotive mit dabeisein. Im Test war die Auswahl noch etwas dürftig.

Und wie sehen die Bilder selbst aus? Beim ersten Testbild sind die Farben leider eher dunkel und rauschig geraten. Für eine Partykamera, die wahrscheinlich unter eher miesen Lichtbedingungen zur Anwendung kommen soll, ist die Qualität hier eher mittelmäßig zufriedenstellend. Auf Nachfrage erfuhr ich, dass der Akku leider nicht allzulange halten würde – maximal eine bis anderthalb Stunden dauert der Spaß, bis die Kamera wieder ans Kabel muss.

Die Kamera soll ab Oktober in den Läden stehen. Sie ist in den Farben Schwarz, Weiß, Pink, Grün, Blau und Gelb erhältlich und kostet rund 250 Euro.


Images by Anne Jerratsch


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  • FACEBOOK süddeutsche: Dieses Programm zeigt Ihnen, was Facebook über Sie weiß: Auf Facebooks Servern lebt ein Doppelgänger von jedem seiner Nutzer. Vergangenen Woche stellten die beiden Programmiererinnen Hang Do Thi Duc und Regina Flores Mir eine Erweiterung für Googles Chrome-Browser mit dem prägnanten Namen „Data Selfie“ vor. Data Selfie ist eine Browser-Erweiterung, die dem User die Machine-Learning-Algorithmen vor Augen halten soll und uns zeigt, welche Informationen über uns gesammelt werden, ob bewusst oder unbewusst. Durch diese Daten erstellt Facebook ein digitales Abbild von den Nutzern und ihrer angenommenen Persönlichkeit, Data Selfie hält uns demnach den digitalen Spiegel vor.

  • FAKE NEWS horizont: ZDF startet Faktencheck-Projekt zur Bundestagswahl: #ZDFcheck17 – das ist der Hashtag zum neuen Anti-Fake-News-Projekt des ZDF zur Bundestagswahl 2017. Der Sender hatte bereits zu vergangenen Wahlen ähnliche Projekte aufgesetzt, aber das Thema Fake News ist bekanntlich derzeit brisanter denn je. Das Projekt soll nach den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen am 14. Mai starten. Das Team wird sich aus Redakteuren aus verschiedenen Fachbereichen zusammen setzen, welches seine Erkenntnisse für TV, Online und Social Media aufbereiten soll und wird in der ZDF-Nachrichten-Redaktion angesiedelt sein.

  • WISSENSCHAFT golem: Angewandte Science Fiction: Das Science Fiction Genre ist dazu da technische Entwicklungen weiterzuspinnen und davon zu träumen, was einmal möglich wäre. Der Plan des britischen Unternehmens Tokamak Energy grenzt schon fast daran. Sie haben vor, bis 2025 Strom aus Kernfusion zu produzieren. Aussicht auf Erfolg gibt es kaum. Trotzdem ermöglichen die Pläne des britischen Unternehmens einen Einblick in die Schwierigkeiten bei der Entwicklung von praktisch nutzbaren Kernfusionsreaktoren.

  • UMWELT t3n: MIT-Forscher verwandeln Luftverschmutzung in Tinte- und verkaufen sie auf Kickstarter: Aus Luft Geld machen? Ein Team ehemaliger MIT-Wissenschaftler hat jetzt genau das vor! Die sogenannte „Air-Ink“ ist ein nachhaltiges Kickstarter-Programm des Graviky Labs, das sich mit Luftverschmutzung auseinandersetzt. Aus Abgasen, wie solchen aus Schornsteinen oder Auspuffen, soll demnach mittels einer neu entwickelten Methode Tinte gewonnen werden. Demnach reichen schon 30 bis 40 Minuten Auto-Abgase für eine Stift-Füllung. Es ist nicht die flächendeckende Lösung für das weltweite Problem der Luftverschmutzung, aber dennoch ein revolutionäres Konzept.

  • SMART HOME stern: “Alexa, wo ist der Schnuller?” – So veränderte Amazon Echo unseren Familienalltag: Das Internet of Things ist derzeit regelrecht omnipräsent in der Tech-Welt. Gerade “Smart Home” Artikel stehen dabei im Fokus, so auch allen voran Amazons “Alexa”-System auf dem Echo-Lautsprecher. Dieser ist seit gestern nun auch ohne Einladung frei verfügbar. So nützlich der sprachgesteuerte Lautsprecher auch sein mag, so verhängnisvoll ist er auch mit Kindern im Haus. Autor Malte Mansholt schildert sein Familienleben mit Alexa und wie die künstliche Intelligenz schon beinahe zum Familienmitglied wird.

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  • FACEBOOK süddeutsche: Ein Selfie mit der Kanzlerin bringt Facebook in Bedrängnis: Trivialer geht es fast nicht – ein Selfie. Das im September 2015 aufgenommene Bild wurde dem jungem Syrer Anas Modamani allerdings zum Verhängnis. Als er gerade einen Monat in Deutschland war, posierte er zusammen mit Angela Merkel in Berlin. Jetzt steht er vor dem Würzburger Landgericht, Grund dafür ist Hetzte auf rechten Seiten, die den Teenager als Terroristen diffamieren. Inwieweit Facebook hier mitverantwortlich ist und ob eine gewisse Sorgfaltspflicht verletzt wurde, soll jetzt entschieden werden.

  • PAYPAL venturebeat: PayPal launches Slack bot for peer-to-peer payments: Chatbots sind gefühlt in aller Munde. Der Bezahl-Dienst PayPal hat jetzt auf der Team-Messaging-App Slack seinen eigenen Bezahl-Bot gelauncht. Der Bot lässt Nutzer mit dem Shortcode „/paypal“ peer-to-peer (P2P) Zahlungen von bis umgerechnet rund 9.300 Euro ausführen. PayPal hat rund 5 Millionen tägliche Nutzer und mit dem Bezahl-Bot nun ihren ersten dieser Art veröffentlicht. Auf Slack gibt es im Gegensatz rund 900 Bots für die Automatisierung von Aufgaben.

  • NETZNEUTRALITÄT zeit: Ein Deregulierer, wie Trump ihn mag: Ajit Pai ist der von Trump eingesetzte neue Vorsitzende der Federal Communications Commission (FCC) und wartet nicht lange, um aktiv zu werden. Er beginnt direkt damit, seine eigene Behörde, die Regulierung zur Netzneutralität in den USA, zu entmachten. Bislang untersagte diese Providern, den Internetverkehr gegen Bezahlung zu bevorzugen. Die Sorge um ein „Zwei-Klassen-Internet“ ist jetzt groß.

  • YOUTUBE cnet: Youtube takes on Facebook Live with mobile live streaming: Youtube zieht, nach Facebook oder Instagram, nun auch mit bei der mobile Live-Streaming-Welle. Was im Juni verpsrohen wurde, soll jetzt bald verfübgar sein und zunächst für beliebte Youtuber, also mehr als 10.000 Abonennten, verfügbar sein. Neu ist Live-Streaming für die Video-Plattform allerdings nicht, seit 2015 ist es über die Sparte “Youtube Gaming” möglich, Gaming-Content zu streamen. Das neue Feature „Super Chat“ soll es zudem Zuschauern ermöglichen, direkt mit den Youtubern zu sprechen, allerdings gegen einen Preis.

  • ROBOTER heise: Fahrender Last-Roboter als Begleiter für Menschen: Gestern war “Liebe-deinen-Roboter-Tag”, klingt komisch, ist aber so. Dieser Tag soll sich auf die Interaktion zwischen Mensch und Roboter fokussieren. Beispielsweise arbeitet derzeit eine US-Tochterfirma des Vespa-Herstellers Piaggio an einem kleinen Roboter, der als Helfer für Menschen fungieren soll und Lasten von bis zu 20 Kilogramm befördern kann. Der blaue, runde Helfer soll, ebenfalls wie der Aktionstag, dazu anregen, über die Rolle der Roboter in unserer Gesellschaft und deren Zukunft nachzudenken.

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  • CYBERSECURITY heise: Bundesregierung: Mit Verbeamtung IT-Fachkräfte für Cybersecurity gewinnen: IT-Sicherheitsspezialisten können jetzt möglicherweise von der Bundesregierung verbeamtet werden. Dies lies sie zumindest in der Antwort auf eine Anfrage der Linksfraktion verlauten. So soll das neu geschaffene Mobile Incident Response Team (MIRT) des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aus zehn IT-Fachkräften bestehen. An der Universität der Bundeswehr soll dazu bis 2019 der Studiengang „Cybersicherheit“ etabliert werden, der IT-Spezialisten direkt für den Dienst in der Bundeswehr qualifizieren soll.

  • FAKE NEWS netzpolitik: “Fake News kann Propaganda sein, Facebook kann Lügen sein” – die Social-Bots-Debatte bei CDU/CSU: In der von der CDU/CSU veranstalteten Diskussion zum Thema “Strategien gegen Hass im Netz” ging es um Themen wie Social Bots, Fake News und Hate Speech. Als sowohl analog, wie digitales „Grundrecht“ beschrieb Bundestagsfraktionsvorsitzender der CDSU/CSU, Volker Kauder, das Recht auf Meinungsfreiheit. Betont wurde, bei rund 29 Millionen Nutzern allein in Deutschlande, der Mitarbeitermangel bei Facebook, um gezielt gegen Fake News, Propaganda oder Hate Speech vorzugehen.

  • YAHOO horizont: Warum sich die Yahoo-Übernahme durch Verizon weiter verzögert: Zuletzt verließ Konzernchefin Marissa Mayer die Firma und nun steht die Übernahme durch Verizon immer noch auf der Kippe. Für Yahoo läuft es seit der Bekanntgabe des Milliardendeals im Juli 2016 und der Öffentlichmachung eines umfangreichen Datendiebstahls im Dezember 2016 eher durchwachsen. Die US-Börsenaufsicht SEC geht nun der Frage nach, ob Yahoo zu spät über die Cyber-Attacken auf den Internet-Konzern informiert hat.

  • APPLE giga: Apple und Foxconn wollen gigantische Fabrik in den USA errichten: Trump will die Produktion von Apple-Geräten ins eigene Land bringen. Auf einer Unternehmensfeier bestätigte Foxconn-Chef Terry Gou, dass es in den USA eine Apple Display-Fabrik geben soll. Ein solches Unternehmen könnte bis zu 60.000 Arbeitsplätze schaffen. Fraglich ist nur, inwieweit dies politischen Charakter hat und ob Apple sich diesem nun beugt. Der neu vereidigte Präsident hatte zuvor im Wahlkampf scharf gegen das Unternehmen geschossen und die Job-Auslagerung nach China kritisiert.

  • GESELLSCHAFT carta: Shahak Shapira und der #yolocaust: Warum nicht mit Bäm?: Das jüdische Denkmal in Berlin wird täglich von tausenden Menschen besichtigt und nicht selten als Plattform zur sozial-medialen Selbstinszenierung benutzt. Der jüdische Satiriker Shahak Shapira hat jetzt mit seinem Kunstprojekt #yolocaust darauf aufmerksam gemacht. Dafür nimmt er frei verfügbare und bestehende Selfies und Bilder von den öffentlich zugänglichen sozialen Medien der Besucher und inszeniert sie mittels Fotomontage drastisch neu.

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  • WHATSAPP sueddeutsche: Whatsapp muss Geschäftsbedingungen ins Deutsche übersetzen: Die allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) vieler Konzerne sind Kritikern schon immer ein Dorn im Auge. Diese Bedingungen seien oft intransparent und benachteiligend für ihre Nutzer. Hier trifft es vor allem Nutzer aus Deutschland, da nicht viele AGBs in Deutsch umgewandelt werden. Das soll sich nun ändern, denn das Berliner Kammergericht droht dem Messenger Whatsapp mit einer nicht geringen Geldstrafe. Eine viertel Millionen soll Whatsapp also bezahlen, falls sie der Anordnung nicht nachgehen, ihre AGBs zu übersetzen.

  • TWITTER bloomberg: Twitter to Stop Counting Photos and Links in 140-Character Limit: Wer auf Twitter unterwegs ist, der kennt das typische Problem. Um seinen Emotionen freien Lauf zu lassen, hat jeder Nutzer genau 140 Zeichen zur Verfügung. Das kann einen leicht zur Weißglut bringen, wenn man den perfekten Satz im Kopf hat und dieser dann ein paar Zeichen zu lang ist. Und an Bilder und Links musste auch noch gedacht werden – „musste“. Damit ist jetzt nämlich Schluss! Twitter hat angekündigt Bilder und Links aus der 140 Zeichen-Regel zu entnehmen. Dadurch hat der Nutzer nun mehr Platz und kann ganz lässig seine Botschaften mit Bildern und Links untermalen.

  • HACKER heise: Medizin-Hacker bauen künstliche Bauchspeicheldrüsen für Diabetiker: Die Entwicklung von verschiedensten Technologien in der Medizin erleichtert vielen Diabetikern das Leben. Doch einigen Betroffenen geht die Entwicklung nicht schnell genug- sie bauen sich selbst ihre Werkzeuge. Dana Lewis und ihr Ehemann Scott Leibrand arbeiten als Netzwerktechniker bei Twitter. Dana ist Diabetikerin und zusammen mit ihrem Mann ein Programm geschrieben, das eine automatische Insolinzufuhr für den Körper regeln soll. 50 andere Personen benutzen die Erfindung des Ehepaares schon.

  • STARTUP gruenderszene: Ein 30-Millionen-Dollar-Exit war dem 14-jährigen Gründer zu wenig: Warum findet man bei vielen öffentlichen Sportanlagen oder Spielplätzen eigentlich öfter keine Erste Hilfe Ausrüstung? Eine Frage, die sicher schon viele Menschen durch den Kopf geschossen ist. Taylor Rosenthal aus Alabama hat das Problem angepackt und einen Pflasterautomaten entwickelt. Ein Vergnügungspark war begeistert und wollte hundert Maschinen kaufen. Eine größere Firma aus dem Gesundheitswesen bot Taylor 30 Millionen Dollar für sein Unternehmen an. Er lehnte das Angebot ganz souverän ab, weil er sein Unternehmen erst wachsen lassen will. Das Interessante ist – Taylor ist erst 14 Jahre alt.

  • GADGETS mashable: Smile for the world’s first automated selfie stick: Der Selfie-Stick ist für einige coole Fotos verantwortlich. Die simple Idee, sein Smartphone an eine Stange zu befestigen, ist auf dem Markt eingeschlagen. Man sieht die Sticks einfach überall. Nun sorgt ein Selfie Stick aus den USA für Aufsehen. Kleine Scheinwerfer an der Seite der Smartphone Befestigung und Ventilatoren am Griff, die die Haare in die Luft wirbeln sollen. Ein kleines, mobiles Fotostudio könnte man meinen. Leider ist dieser Stick nicht auf dem Markt und nur Teil einer Promo-Aktion.

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Das perfekte Selfie – wo liegen die Grenzen?

Selfies. (adapted) (Image by Connie Ma [CC BY-SA 2.0] via Flickr)

Warum riskieren Menschen ihr eigenes oder das Leben anderer für das perfekte Selfie? Das Jahr 2016 war bisher kein gutes Jahr für den Selfie-Trend. Im Februar reichten argentinische Touristen ein La-Plata-Delphinjunges herum, damit jeder der Umstehenden ein Selfie mit ihm schießen konnte. Das bedrohte Tier starb langsam während der Prozedur an den Folgen des Stresses und der Hitze. Kurz darauf, Anfang März, musste ein Schwan dran glauben,  nachdem ein Tourist ihn aus einem See in Mazedonien gezogen hatte – und das nur für ein Selfie. Während die Tode beider Tiere bereits für eine große Empörung sorgten, riskieren Menschen eigentlich noch viel mehr, um ein perfektes Foto zu schießen – nämlich ihr eigenes Leben. Im Jahr 2015 hatte die russischen Behörden sogar eine Kampagne ins Leben gerufen, die mit dem Spruch warnte: “Ein cooles Selfie könnte Dich Dein Leben kosten.” Was ist der Grund dafür? Die Polizei schätzt, dass fast 100 Russen an dem Versuch, ein “Draufgänger”-Selfie sowie Fotos von sich selbst in gefährlichen Situationen zu schießen, gestorben sind oder zumindest verletzt worden. Zu den Beispielen hierfür zählen eine Frau, die durch den Schuss einer Pistole verletzt wurde (immerhin: sie überlebte), zwei Männer, die eine explodierende Handgranaten in der Hand hielten (sie sind allerdings dabei gestorben) sowie Menschen, die auf den Dächern von Zügen Fotos schießen. Auch große Höhen führten zu Todesfällen durch Selfies. Eine polnische Touristin fiel von einer Brücke in Sevilla (Spanien), als sie versuchte ein Selfie zu schießen – sie starb dabei. Und ein Pilot einer Cessna verlor im Mai 2014 die Kontrolle über sein Flugzeug, als er versuchte, ein Selfie im Flug zu machen und tötete dabei sich selbst und seine Passagiere. Nicht nur gefährliche Momente der Selfie-Bessenheit führten zum Tod. Ein Jugendlicher, der an Dysmorphophobie litt, versuchte sich das Leben zunehmen, nachdem er hunderte Stunden mit dem Versuch verbracht hatte, ein perfektes Selfie zu schießen. Menschen, die regelmäßig Selfies posten, werden oft als narzisstisch und geschmacklos bezeichnet. Mit Social Networking-Apps wie Snapchat, die zunehmend beliebter werden, greift auch der SelfieTrend weiter um sich. Also: Was ist hier los? Was hat es mit dem Selbstportrait auf sich, das zu einem Teil unserer Kommunikation geworden ist? Und warum fühlen sich einige dazu gezwungen, das perfekte Selfie zu schießen und dabei das eigene Leben oder das der anderen (einschließlich derer von Tieren) zu riskieren? Noch gibt es keine konkrete Antwort auf diese Frage, aber als Psychologe finde ich, dass dieses Phänomen, das auf einzigartige Weise das 21. Jahrhundert beschreibt, es Wert ist, näher untersucht zu werden.

Eine kurze Geschichte des Selfie

Einem amerikanischen Fotografen namens Robert Cornelius wird das erste Selfie zugeschrieben: Im Jahr 1839 benutzte Cornelius eine der ersten Kameras. Er stellte die Kamera auf und lichtete sich selbst ab, als er ins Bild lief. Die höhere Verfügbarkeit von Schnappschusskameras im 20. Jahrhundert führte zu einem Anstieg der Selbstportraits, bei denen sich viele die (heute noch populäre) Methode des Fotografierens vor dem Spiegel zu Nutze machten. Die Selfie-Technik machte einen großen Sprung nach vorne mit der Erfindung des Handys mit integrierter Kamera. Und schließlich kam natürlich der Selfie-Stick. Für einen kurzen Moment wurde dieser Stick hoch gelobt – die Times bezeichnete ihn als eine der besten Erfindungen des Jahres 2014. Die Kritiker jedoch nannten ihn passenderweise “Naricisstick” (dt. etwa: “Narzissmus-Stick”). Die Sticks sind nun in vielen Museen und Parks, einschließlich des Walt Disney-Resorts, verboten. Trotz der Kritik gegenüber Selfies wächst ihre Popularität stetig an. Eindeutige Zahlen scheint es nicht zu geben, wobei Schätzungen zu den täglich geposteten Selfies zwischen einer Million bis hin zu 93 Millionen, allein auf Android-Geräten, beträgt. Wie hoch die tatsächliche Zahl auch sein mag, eine neue Umfrage des Pew Research Centers aus dem Jahr 2014 hat gezeigt, dass der Selfie-Hype besonders die jüngere Generation betrifft. Während 55 Prozent der Generation Y regelmäßig Selfies in ihren sozialen Netzwerken teilen, so wussten bei der sogenannten stillen Generation (denjenigen, die zwischen 1920 und 1945 geboren worden sind) nur 33 Prozent, was ein Selfie überhaupt ist. Ein Bericht aus Großbritannien deutet zudem darauf hin, dass jüngere Frauen den aktiveren Teil bei der Selfie-Erstellung einnehmen und bis zu fünf Stunden jede Woche mit Selbstportraits beschäftigt sind. Der wichtigste Grund für sie: Gut auszusehen. Weitere Gründe sind: einander eifersüchtig machen oder fremdgehende Partner ihre Fehltritte bereuen zu lassen.

Selbstbewusstseinsschub oder Instrument des Narzissmus?

Einige sehen Selfies als eine positive Entwicklung. Die Psychologieprofessorin Pamela Rutledge glaubt, dass Selfies die “normalen Menschen” zelebrieren. Und die Psychologin der UCLA Andrea Letamendi ist der Auffassung, dass Selfies “jungen Erwachsenen erlauben, ihre Gefühle auszudrücken und wichtige Erfahrungen zu teilen.” Andere argumentierten damit, dass ein Selfie das Selbstbewusstsein stärken könnte, indem gezeigt wird, wie “umwerfend” sie sind. Des Weiteren können währenddessen noch wichtige Erinnerungen gesichert werden. Selfies werden trotzdem oft eher negativ assoziiert. Während sie manchmal als Mittel zur Stärkung des Selbstbewusstseins herausgestellt werden, zeigte eine europäische Studie den gegenteiligen Effekt. Die Zeit, die mit dem Anschauen von Selfies in sozialen Medien verbracht wird, kann zur Entwicklung eines negativen Körpergefühls bei jungen Frauen beitragen. Neben Verletzungen, Todesfällen und diversen Geschmacklosigkeiten scheint ein weiteres Problem des Selfies zu sein, dass sie etwa die Ursache oder Folge zum Narzissmus sind. Peter Gray, der für “Psychology Today” schreibt, beschreibt Narzissmus als “ein arrogantes Bild vom eignen Selbst in Verbindung mit einer relativen Gleichgültigkeit gegenüber anderen”. Narzissten neigen dazu, ihre Begabungen zu überschätzen und reagieren mit Wut auf Kritik. Mit hoher Wahrscheinlichkeit neigen sie dazu andere zu mobben, statt ihnen zu helfen. Gray zufolge zeigen Umfragen unter Hochschulstudenten, dass diese Charaktereigenschaft heute noch verbreiteter ist als vor 30 Jahren. Stehen Selfies und Narzissmus also wirklich in Beziehung zueinander? Die Psychologin Gwendolyn Seidman vermutet, dass es durchaus einen Zusammenhang gibt. Sie führt zwei Studien an, die das Vorkommen von Facebook-Selfies in einer Stichprobe von 1000 Personen untersucht. In der Stichprobe zeigten Männer, die eine höhere Anzahl an Selfies posteten, eine Tendenz zu narzisstischen Zügen. Unter den weiblichen Teilnehmern stand die Anzahl der geposteten Selfies im Zusammenhang mit einer als “dem Verlangen nach Bewunderung” bezeichneten Unterform des Narzissmus, die mit “dem Gefühl, über einen besonderen Status oder Privilegien zu verfügen und über anderen zu stehen‚” definiert wird. Im Endeffekt scheinen Selfie und Narzissmus also tatsächlich miteinander zusammenzuhängen.

Wie wir uns gegen andere aufrüsten

Selfies scheinen die bevorzugte Art der Selbstdarstellung in dieser Generation zu sein. Psychologen, die sich mit der Selbstwahrnehmung beschäftigen, nehmen an, dass unser Selbstbild und wie wir es projizieren, von zwei Faktoren abhängen: Vertrauenswürdigkeit (wie haltbar sind Behauptungen, die ich über mich anstelle?) und Vorteilhaftigkeit (wie attraktiv, talentiert und erstrebenswert sind die Behauptungen, die ich über mich anstelle?). In diesem Sinne ist das Selfie das perfekte Medium: Es ist ein einfaches Werkzeug, um Beweise für ein aufregendes Leben, außergewöhnliche Talente und Fähigkeiten, einzigartige Erfahrungen, persönliche Schönheit und Attraktivität zu liefern. Als Psychologe halte ich es nicht nur für wichtig, nachzufragen, warum Menschen Selfies posten, sondern auch warum sie betrachtet werden. Die Untersuchungen lassen vermuten, dass Menschen sich einfach gerne Gesichter anschauen. Selfies ziehen nun einmal mehr Aufmerksamkeit und mehr Kommentare an als alle anderen Fotos. Sie werden durch unsere Freunde und Bekannte weitergetragen, die sie mit jeder Menge Likes und anderen Formen der Bestätigung in den sozialen Medien belohnen. Eine Erklärung für die Ursache, warum Menschen von Selfies angezogen werden, könnte auf das psychologischen Gefüge der sozialen Vergleichstheorie beruhen. Der Begründer der Theorie, Leon Festinger, behauptete, dass Menschen einen inneren Drang besitzen, sich selbst mit anderen zu vergleichen. Wir verhalten uns auf diese Weise, um unser Selbstwertgefühl zu verbessern (Selbstverstärkung), uns zu bewerten (Selbstbewertung), uns selbst zu bestätigen, dass wir so sind, wie wir es uns denken (Selbstbestätigung) und um besser zu werden als wir bereits sind (Selbstverbesserung). Es handelt sich hierbei um eine Liste, die eine Reihe von Ursachen anführt, die zunächst sehr positiv scheinen. Leider sieht die Wirklichkeit nicht so positiv aus. Diejenigen, die dazu neigen, Selfies zu posten, scheinen weniger Selbstbewusstsein zu besitzen als diejenigen, die keine posten. Letztendlich ziehen Selfies Aufmerksamkeit auf sich, was eine gute Sache zu sein scheint. Aber das tun Autounfälle auch. Die Bestätigung, die durch Likes und positive Kommentare in sozialen Medien entsteht, ist belohnend – besonders für die Einsamen, Isolierten und Unsicheren. Die Tatsachen weisen alles in allem (einschließlich der Tode von Menschen und Tieren!) darauf hin, dass es bei diesem Hype nur wenig zu verherrlichen gibt. Dieser Artikel erschien zuerst auf “The Conversation” unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) “Selfies” by Connie Ma (CC BY-SA 2.0)


The Conversation

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Sind Selfies die neuen Sicherheitspasswörter?

Selfie (image by JudaM [CC0 Public Domain] via Pixabay)

Bei dem nächsten Online-Einkauf oder Anruf bei der Bank könnte es schon sein, dass man nicht mehr versuchen muss, sich an sein Passwort zu erinnern. Immer mehr Banken bevorzugen Spracherkennungstechnologien, um die Identität von Kunden zu überprüfen. Mastercard kündigte sogar an, Fingerabdrücke oder Selfies als Identitätsnachweis bei Online-Einkäufen zu akzeptieren.

Aber heißt das automatisch, dass man bald alle seine Passwörter vergessen kann? Noch lautet die Antwort: “Nein”. Banken führen Spracherkennungstechnologien (in der Forschungsliteratur oft bekannt als “Sprecher-Identifikation”) und Gesichtserkennung primär zur Verifizierung durch, nicht zur alleinigen Identifikation. Diese Technologien sind ein sinnvolles Werkzeug zur Überprüfung, ob eine Person diejenige ist, für die sie sich ausgibt, denn Maschinen können lernen, wie eine Person in Normalfall aussieht oder spricht. Aber um einen einzelnen Kunden aus einer großen Gruppe von möglichen Stimmen oder Gesichtern in der Datenbank einer Bank zu identifizieren, stellen sie noch keine gute Methode dar.

Damit Spracherkennung funktionieren kann, muss der Unterschied zwischen der eigenen und anderen Stimmen (Inter-Sprecher-Varianz) immer größer sein als der Unterschied zwischen der eigenen Stimme jetzt und zu einem anderen Zeitpunkt (Intra-Sprecher-Varianz). Dasselbe gilt für die “Selfie-Erkennung”: Man muss dem normalen Ich mehr ähneln als irgendwer anders. In der Praxis ist das nicht immer der Fall. Je mehr Stimmen oder Gesichter ein System miteinander vergleicht, desto wahrscheinlicher ist es, dass es zwei Beispiele findet, die sich sehr ähnlich sind.

Man denke nur an all das, was die Stimme beim Gespräch am Telefon verändern kann: ein verdecktes oder kaputtes Mikrofon, Müdigkeit, Schmerzen in Mund oder Hals, wenn man Alkohol getrunken hat, wenn man gerade etwas isst, ein schlecht sitzendes Gebiss – all diese Faktoren lassen die Intra-Sprecher-Varianz riesig werden. Bei der Gesichtserkennung verändern Bartwuchs, Hautveränderungen, Make Up, Brillen, Beleuchtung oder Kopfbedeckungen das Erscheinungsbild.

Daraus ergibt sich, dass Banken mit einer relativ großen Wahrscheinlichkeit die Identität des Anrufers oder Selfie-Knipsers “überprüfen”, aber keine unbekannte Stimme oder Fotografie “identifizieren” können. Daher muss es auch in naher Zukunft noch Mittel geben, seine Identität zu beweisen – und die beste Methode bleibt nach wie vor eine  geheime PIN oder ein Passwort.

In Malaysia musste ein Fahrer, der die Fingerabdruck-Authentifizierung in seine neue Mercedes S-Klasse einbauen ließ, musste im Jahr 2005 auf sehr schmerzhafte Weise erfahren, dass biometrische Daten durchaus gestohlen werden können. Als Diebe entdeckten, dass sein Wagen nur mit einem Fingerabdruck gestartet werden kann, raubten sie nicht nur sein Auto, sondern auch seinen Finger.

Ein “Stimmabdruck” kann auf die gleiche Art gestohlen werden. Alles was man dazu braucht, ist eine gute Sprachaufnahme der Person. Dasselbe gilt auch für Systeme, die den Benutzer auffordern, einen bestimmten Ausdruck oder PIN auszusprechen. Interaktive Systeme, die Challenge-Response-Protokolle (die den Benutzer beispielsweise bitten, einen ungewöhnlichen Ausdruck zu wiederholen) verwenden, erhöhen die Schwierigkeitsstufe für den Angreifer, können aber bereits mit aktuellster Technik überwunden werden.

Gesichtserkennung (wie die, die dazu benutzt wird, um Selfies zu identifizieren), Lippen lesen und Iris-Scanner sind alles visuelle Methoden, die gestohlen oder mit Bildern und Videos vorgetäuscht werden können.

Mehr biometrische Daten

Die Lösung scheint entweder aus zusätzlichen,geheimen Informationen zu bestehen (was allerdings bedeutet, sich an noch mehr erinnern zu müssen), oder verschiedene Arten von biometrischen Informationen miteinander zu kombinieren. Leider sind Methoden, die eine Kamera benötigen, nur bedingt nützlich: der Nutzer muss zum Beispiel in eine Kamera schauen, er darf keine Brille tragen und auch keine Kleidung, die Gesicht und Augen verdecken könnten, man benötigt ausreichend Beleuchtung – und das System sollte wohl eher nicht in Badezimmern benutzt werden.

Andere Forscher untersuchen zurzeit das biometrische Potential, die individuellen und einmaligen Gehirnströme einer Person mit einem Headset oder Kopfhörern aufzunehmen. Diese Technologie steckt allerdings noch in den Kinderschuhen.

Eine für mobile Geräte entwickelte Technologie ist ein Ultraschall-Scanner, der Teile der Gesichtsform einer sprechenden Person aufzeichnet. Das beinhaltet nicht einfach nur eine Aufnahme des Gesichts, sondern eine Aufnahme der Mundbewegungen, während die Person redet. Der biometrische Aspekt ist nicht nur an den Klang der Stimme gebunden, sondern beinhaltet auch die Art, wie sich der Mund bei der Stimmerzeugung verändert. Die benötigte Hardware ist in den meisten Smartphones bereits integriert.

Man stelle sich vor, man kommt in eine Bäckerei und will ein knuspriges Bauernbrot erstehen. Man könnte es mit zur Theke nehmen und sagen: “Das würde ich gerne kaufen.” Der Bäcker würde antworten: “Das macht dann zwei Pfund. Möchten Sie mit dem Einkauf fortfahren?” – “Ja, bitte”, würde man antworten und auf das “Okay” warten, bevor man mit seinem neu erstandenen Brot aus dem Laden spaziert. Kein Bargeld, keine Zahlungskarte und keine persönlichen Details müssen preisgegeben werden.

Die Szene mag anmuten wie aus der guten alten Zeit, als man seinen Dorfbäcker noch persönlich kannte und alles anschreiben lassen konnte. Aber ambitionierte Forscher arbeiten hart an der Umsetzung, damit genau diese Zukunft möglich wird. Das Smartphone wird Sprachauthentifizierungs- und Spracherkennungs-Technologien verwenden, um die Bank zu bevollmächtigen, dass sie Zahlungen durchführen kann. Die Bank wird dem Bäcker elektronisch die Transaktion bestätigen. Währenddessen wird eine Videoaufnahme von dem Verkauf bei der Bank und dem Bäcker hinterlegt. Obwohl man sein Passwort noch nicht frühzeitig entsorgen sollte, kann man hier in den nächsten Jahren spannende Entwicklungen erwarten.

Dieser Artikel erschien zuerst auf “The Conversation” unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image „Selfie“ by JudaM (CC0 Public Domain)


The Conversation

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Lesetipps für den 27. August

In unseren Lesetipps geht es heute um die WDBJ-Schießerei, rassistische Angriffe auf Flüchtlinge, YouTube-Gaming, Zalando und soziale Medien. Ergänzungen erwünscht.

  • WDBJ Poynter: Should you use the video and the fax from the WDBJ shooting? Viele Menschen fragen sich, ob es ethisch vertretbar ist, das Video, in dem ein Kameramann und eine Reporterin von WDBJ, während eines Interviews erschossen wurden, im Netz zuteilen. Die Meinungen sind gespalten. Zu bedenken ist aber, dass das Video im Netz gezeigt werden müsse, nicht etwa, weil es die Schießerei zeigt, sondern auch einen Einblick auf den Schützen gewährt. Alleine dies, sollte Anlass genug sein, um das Video im Netz zu zeigen. Außerdem hat der Schütze die Tat selber aufgenommen und sie den sozialen Medien zugänglich gemacht. Auch dieses Video ist ein Beweis, der geteilt werden müsse. Wichtiges Hintergrund wissen steckt hinter diesen Aufnahmen. Man kann unter anderem gut erkennen, wie nahe der Täter an den Opfern gestanden hat.

  • FLÜCHTLINGE SPIEGEL ONLINE: Facebook: Heiko Maas fordert Löschung fremdenfeindlicher Posts: Bundesminister Heiko Maas hat Facebook in einem Brief aufgefordert, rassistische Bemerkungen gegenüber Flüchtlingen sofort zu löschen. Außerdem findet er es unpassend, dass anstößige beziehungsweise pornografische Posts bei Facebook, wegen moralischer Bedenken sofort gelöscht werden. Warum also nicht auch bei fremdenfeindlichen Beiträgen? Der Bundesminister hat den Facebook-Verantwortlichen zu einem Gespräch gebeten, welches voraussichtlich am 14. September stattfinden wird. Außerdem erinnerte er daran, dass Facebook gesetzlich dazu verpflichtet sei, rechtswidrige Inhalte umgehend zu löschen.

  • YOUTUBE GAMING Süddeutsche.de: Google startet Live-Streaming-Plattform Youtube Gaming: In den USA und Großbritannien startet gerade die neue Streaming Plattform Youtube-Gaming. Hinter diesem Namen verbirgt sich eine Plattform von Google, die Computerspielern ermöglicht, Live-Videos zu veröffentlichen. Allerdings hingt sie dem Marktführer Twitch.tv noch deutlich hinterher. Vorher mussten bei YouTube noch Live-Streams angemeldet werden, ab jetzt soll aber jeder die Möglichkeit haben, Videospiele live übertragen zu können. Ziemlich spannend dürfte für die Nutzer der Chat sein, denn hier können sich die Zuschauer live miteinander unterhalten. Wann YouTube-Gaming allerdings nach Deutschland kommt, kann noch nicht genau gesagt werden.

  • ZALANDO Horizont: Zalando Kampagne: Modefans sollen nicht mehr schreien, sondern teilen: Share your Style – In der neuen Herbst/Winter Kampagne, will der Zalando-Chef ein neues großes Internetphänomen starten. Das Mode-Selfie. Die Idee dahinter ist sehr einfach: Zalando möchte mit seinem eigens entwickelten Social Hub auf dem eigenen Portal, zum Forum für Modestatements und Inspirationssuche werden. Nicht nur ein Werbespot soll diese Kampagne bewerben, sondern das Unternehmen setzt auch auf Online- und Printanzeigen und Plakate. Die Modefans sind dazu aufgerufen worden, nicht mehr vor Freude zu schreien, sondern ihren Style zu teilen

  • SOZIALE MEDIEN business2community: 3 Reasons Why Social Media is One of the Most Important Marketing Tools: Jemandem auf Instagram zu folgen oder Freundschaftsanfragen auf Facebook zu bekommen, war früher eher weniger spektakulär. Aber heute haben mittlerweile soziale Medien einen hohen Stellenwert in unserem Leben und einen großen Einfluss auf die Art und Weise, wie wir mit anderen kommunizieren. Hier gibt es drei Gründe, warum soziale Plattformen ein wichtiger Punkt, unter anderem für Marketing-Programme, geworden sind: Soziale Medien bilden eine Community. Sie bieten außerdem Kunden die Möglichkeit, sich zwischen den vielen Unternehmen auszudrücken und soziale Medien ermöglichen den Kunden Produkte zu finden, von denen sie nicht gewusst haben, wie man diese finden und kaufen kann.

CHIEF-EDITOR’S NOTE: Wenn Ihnen unsere Arbeit etwas wert ist, zeigen Sie es uns bitte auf Flattr oder indem Sie unsere Reichweite auf Twitter, Facebook, Google+, Soundcloud, Slideshare, YouTube und/oder Instagram erhöhen. Vielen Dank. – Tobias Schwarz

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#FromWhereIStand – Ein schöner Online-Trend auf Instagram

instagram (adapted) (Image by Jens karlsson [CC BY 2.0] via Flickr)

Immer wieder überraschen uns neue Online-Trends und Internetphänome, wie zum Beispiel #FromWhereIStand auf Instagram.

Für soziale Netzwerke, wie YouTube oder Facebook, sind die verschiedensten Online-Trends typisch für den Alltag geworden. Neben den berühmten “Selfies”, oder dem mittlerweile weniger beliebten “Duckface”, zieht auch Instagram mit. #FromWhereIStand, übersetzt “Aus meiner Sicht” oder “Wie ich es sehe”, heißt das Internetphänomen, das derzeit mit großer Begeisterung auf der Plattform kursiert. Ein neuer Hashtag, mit einer neuen Bedeutung.

Was verbirgt sich dahinter?

Hinter dem Begriff “#FromWhereIStand” verbirgt sich nicht anderes als eine neue Art von Selfies. Nur hier steht nicht das eigene Gesicht im Vordergrund, sondern die eigenen Füße. Es soll mit diesen Bildern zum Ausdruck gebracht werden, dass man sich tatsächlich an diesem Ort befindet. Es geht nicht darum, wer am besten auf den Bildern aussieht, sondern um das Drumherum. Ein Bild von seinen eigenen Füßen am Strand oder auf einem Berg, sollen den Zuschauern ein schönes Gefühl vermitteln und jeden dazu veranlassen mitzumachen.

Im folgenden habe ich fünf #FromWhereIStand-Fotos, die ich auf Instagram gefunden habe, zusammen kuratiert:

1. Auch als Beweis, dass man wirklich direkt vor einer großen Schildkröte gestanden hat, eignet sich diese Art von Selfie.

 

FROM WHERE I STAND @andrewkuttler // keep tagging #fromwhereistand #fwisfeed

Ein von FROM WHERE I STAND™ (@fromwhereistand) gepostetes Foto am

2. Egal an welchem Ort, die Fotos wirken eigentlich immer echt und alles andere als gestellt.

 

Una vez que haz avanzado, resulta complicado regresar al origen. Así pasa con la vida! Ein von Brenda Osorio (@obo_obo) gepostetes Foto am

3. Im Fokus steht das Drumherum, oft ist die Landschaft das Beeindruckenste an den Bildern.

 

MORE ON SNAPCHAT #champagnelife

Ein von The Blond Macaron (@theblondmacaron) gepostetes Foto am

4. Auch die Liebsten finden auf diesen Fotos ihren Platz.

5. Nebeneffekt: Andere an seinem Alltag teilhaben zu lassen und das bloß anhand von Bildern.


Image (adapted) „Instagram“ by Jens karlsson (CC BY 2.0)


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Fotos und Selfies sind gut für Museen (…aber bitte ohne Sticks!)

Curse of the Selfie Stick (adapted) (Image by Larry Miller [CC BY-SA 2.0] via flickr)

Selfies in Museen werden immer beliebter, was einigen Kulturliebhabern zuwider ist. Selfies bedrohen jedoch nicht die Kultur, sondern machen sie erfahrbar. Zwei der größten Musikfestivals in den USA haben beschlossen, Selfie-Sticks in diesem Jahr zu verbieten, um herumwedelnde Konzertbesucher zu verhindern und den anderen eine gute Sicht auf die Bühne zu ermöglichen. Sie schließen sich damit der National Gallery in London und anderen Museen an, wie auch dem Metropolitan Museum of Art in New York, dem Versailler Schloss und noch einigen anderen.

In den Museen wurde das Verbot aus pragmatischen Gründen ausgesprochen, um die Sicherheit der Sammlungen zu gewährleisten. So weit, so gut. Stöcke an sich sind gefährlich, wenn man mit ihnen herumwedelt, besonders in der Nähe von zerbrechlichen Kunstwerken. Wieso sollte es also bei Selfie-Sticks anders sein?

Diese Kontroverse hat jedoch noch etwas anderes zu Tage gefördert. In den Debatten rund um das Verbot der neuen Sticks nimmt man an, dass das Selfie selbst eine der letzten Manifestationen der jahrzehntealten Trennung zwischen “uns und denen provoziert: Zwischen denjenigen, die die Museumssammlungen “richtig anwenden (wie beispielsweise zur Bildung oder der kulturellen Weiterentwicklung) und denen, die sie “falsch anwenden (zur Ablenkung oder Unterhaltung).

Smartphones, soziale Medien wie Twitter oder Instagram und die Aufhebungen des Fotoverbots in vielen Museen, haben in den letzten Jahren den Museumsbesuch und das Selfie verschmelzen lassen. Der Trend hat sich sogar zu einer etablierten kulturellen Aktivität gewandelt. So findet der Museum Selfie Day nun schon zum zweiten Jahr in Folge statt. Wie Mar Dixon schreibt, soll die Veranstaltung “den Spaß und die Lockerheit der Museen noch mehr hervorheben”. Hier werden die Besucher aktiv aufgefordert, sich aktiv mit den Objekten in einem Museum zu beschäftigen und ein Selfie zu twittern. So kamen Tausende von Fotos zustande (manche eher touristisch, manche originell).

Der Hashtag #MuseumSelfie ist mittlerweile ein Phänomen geworden. Zuletzt wurde es für niemand geringeren als das Krümelmonster adaptiert, während es eine Tour durch ein paar New Yorker Museen machte. Die Selfies, die man danach twittern kann, und die Fotos, die dann auf Instagram landen, bringen die Menschen in die Museen und lassen sie über die Sammlungen reden. Aber für manche sind ist das auch schon zu viel.

Einige Kritiker freuten sich über das Verbot des Selfie-Sticks und nahmen dies als Anlass, sich generell über Selfies und Fotos in Museen zu beschweren. Brian Sewell schrieb in der Times, dass sie ein echtes Museums-Erlebnis ruinieren: “Jeder, der wirklich nur dort hin kommt, um sich ein Bild anzuschauen, kann das nicht tun, denn die Leute sind viel zu beschäftigt damit, Fotos zu schießen.” Ähnlich geht es Jonathan Jones, der im Guardian schreibt, Fotos in Museen sind nur dazu da, “um die Massen zu bespaßen”. Er beklagt die Veränderungen in der Besucherkultur der Galerien und geht sogar so weit, dass er Selfies, Kameras und Smartphones eine “seelische Bedrohung” nennt, weil es in ihrer Anwesenheit nicht möglich sei, in eine „versonnene Betrachtung“ zu versinken, für die die Museen ja wohl gedacht seien.

Hier haben wir das “wir und die anderen: traditionalistische Kunstkritiker, für die ein Museum eine Art Tempel für höhere Dinge darstellt, und die Selfie-Jäger, für die Museen neue Orte zum Entspannen geworden sind. Was besonders absurd ist, ist die Idee, dass diese beiden nie aufeinander treffen dürfen. Es ist ja nicht so, dass lehrreiche Erfahrungen nicht auch Spaß machen könnten oder dass man nicht auch beim versonnenen Betrachten unterhalten werden dürfe.

Was die Museen selbst angeht, müssen sie ihre unternehmerische Notwendigkeit, ein großes Publikum anzuziehen, mit der wichtigen Bewahrungs- und Kommunikationsarbeit abgleichen. Dies ist bei Weitem kein neues Problem, aber mit der neuen Fotopolitik und der neuen Technik könnte hier ein Spielraum für neue Lösungen geschaffen werden.

Auf den Philippinen wurde neulich die Ausstellung “Kunst auf der Insel eröffnet. Dort wird das Thema in einer drastischen Abwandlung präsentiert: ein komplettes Museum, das nur gebaut worden ist, um darin Selfies zu schießen. Statt echter Kunstwerke sind die Räume mit 3D-Repliken gefüllt, die zu Interaktionen und lustigen Fotoideen einladen. Man kann in Van Goghs “Sternennacht wortwörtlich hineinklettern oder den fliegenden Schuh aus Fragonards “Schaukel“ fangen, um danach die Fotos auf die Facebook-Seite des Museums hochzuladen. Die Seite hat inzwischen mehr Likes als die National Portrait Gallery in London (was auch immer das für ein Gradmesser für Erfolg sein mag) und bekommt so jede Menge Aufmerksamkeit.

Bei “Kunst auf der Insel handelt es sich weniger um ein Museum, als viel mehr um einen Vergnügungspark mit dem Thema “Museum“. Aber seine Popularität hat sogar Kritiker wie Jones zu einer neuen Sichtweise gebracht. Währenddessen kann man mit dem Europeana-Projekt “VanGo Yourself auf völlig neue Weise in Kunstwerke „hineingehen. Das Projekt “VanGo Yourself will Nutzer und deren Freunde anregen, selbst Kunstwerke nachzustellen und selbst Umgebungen, Posen und Kompositionen zu finden, die zu dem Bild passen. Die nachgestellten Fotos werden dann in den sozialen Medien geteilt und neben das Original gestellt.

Mit solch speziellen Angeboten wie dem Selfie oder den romantischen Kompositionen, erfüllt VanGo Yourself auf kreative Weise den allgemeinen Wunsch, mit Kunst auf Fotos spielen zu können. Zugleich kommt die Kritik auf, dass die Fotos das intensive Hinsehen ersetzen. Durch Auftritte im Stil des Tableau vivant (dt.: “lebendes Bild) und anderen kunstvollen Ansätzen wird vorausgesetzt, dass man sich eingehend mit dem Objekt beschäftigt haben muss. Frank Thinnes, einer der Erfinder, merkte an, dass viele der Einsendungen nicht nur eine Nachstellung sind, sondern eine vielsagende “Neuinterpretation des Bildes und seiner Botschaft”.

Das Rijksstudio hat sich auch zur Aufgabe gemacht, inspirierende Neuinterpretationen seiner Ausstellungsstücke anzustoßen. Das Rijksmuseum entschied sich dazu, 200.000 hochaufgelöste Abbildungen aus seiner Sammlung öffentlich zugänglich zu machen. Es sorgt so dafür, dass die Besucher “zu ihren eigenen Künstlern” werden, sagt Publikationsleiter Martijn Pronk. Die Nutzer können die Bilder in alles umwandeln, was ihnen gefällt – Kleidung, Tapeten, natürlich auch als Bilder, wie ursprünglich gedacht. Ihre Kreativität wird durch den jährlich verliehenen Rijksstudio Award belohnt.

Selfies und Fotospielereien mit Ausstellungsstücken zerstören also nicht zwangsläufig das Erlebnis der Museumsbesucher oder versagen ihnen die eingehende Auseinandersetzung mit der Sammlung. Im Gegenteil: hierbei kann eine völlig neue Art ausprobiert werden, die Kluft zwischen Kunstwerk und Betrachter zu überbrücken. Aber die Selfie-Sticks können ruhig draußen bleiben.

Der Artikel ist zuerst auf theconversation.com erschienen und unter CC BY-ND 4.0 lizensiert. Übersetzung von Anne Jerratsch.


Image (adapted) „Curse of the Selfie Stick“ by Larry Miller (CC BY-SA 2.0)


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Die 10 beliebtesten Touristenspots für Selfies

selfiestange_foto (Bild: cegoh (CC0))

Selfis sind nicht nur eine beliebte Form der Selbstdarstellung, sondern weren auch gerne zur mit beliebten Sehenswürdigkeiten im Hintergrund geknipst. AttractionTix hat nun die zehn beliebtesten Touristenspots für Selfies auf Instagram ermittelt. // von Lukas Menzel

selfiestange_foto (Bild: cegoh (CC0))

Wer kennt sie nicht, die Selfie-machenden Touristen, die sich vor beliebten Sehenswürdigkeiten ablichten. Nun hat die britische Buchungsplattform AttractionTix ein Ranking der beliebtesten Touristenspots für Selfies auf Instagram erstellt. Dafür wurde basierend auf Google von der Foto- und Videoplattform Instagram ausgewertet, wie viele Treffer es zu Suchbegriffen wie „Eiffel Tower Selfie“ gibt. Wir zeigen euch die zehn beliebtesten Touristenspots für Selfies.

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5 Lesetipps für den 9. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um Freiheit als Reaktion auf Charlie Hebdo, Gedanken zu Instagram, ein Leben rettendes Selfie, Uber und das Urheberrecht. Ergänzungen erwünscht.

  • FREIHEIT Gigaom: Charlie Hebdo murders are no excuse for killing online freedom: Es ist einer der widerlichsten Reflexe in der Politik: unsere Freiheit ablehnender Terorrismus wird mit unserer Freiheit abschaffender Überwachung geantwortet. Man kann nach Vorfällen wie dem in Paris fest damit rechnen, dass konservative Politiker Forderungen aufstellen, die nicht zu einer demokratischen Gesellschaft passen. David Meyer, Berliner Korrespondent von Gigaom, antwortet so einem Reflex lesenswert in seinem Artikel und allein schon in der Überschrift: „Charlie Hebdo murders are no excuse for killing online freedom“.

  • INSTAGRAM Franziskript: Ein paar Gedanken zu Instagram: Auf ihrem Blog hat sich Franziska Bluhm, Online-Chefredakteurin bei der Wirtschaftswoche, ein paar Gedanken über das von Facebook aufgekaufte Foto-Netzwerk Instagram gemacht, die Vor- und Nachteile aufgezählt und dabei festgestellt, dass sie inzwischen lieber auf Instagram als auf Twitter ist. Ein Fakt, der auch dem Nutzungsverhalten von Jugendlichen entsoricht, wie usner Autor Lukas Menzel erst Mitte der Woche beschrieb.

  • SELFIE Alaska Dispatch: Alaska State Troopers encourage lifesaving selfies for backcountry enthusiasts: Im Newsletter des Social Media Watchblog habe ich einen Artikel über ein wirklich schönes Beispiel gefunden, wie ein oft nur als oberflächlich abgetanener Trend auch sinnvoll genutzt werden kann. Selfies können nämlich Lebens rettende Informationen übermitteln, weshalb die Polizei in Alaska jetzt Outdoor-Fans dazu auffordert, Selfies bei Kletter- und Bergtouren zu machen und gleich öffentlich zu posten, damit z.B. bei Lawinen anhand von Landschaftsbildern, GPS-Daten oder der Kleidung den Verunglückten schneller geholfen werden kann.

  • UBER BuzzFeed News: The Danger Of Calling Uber A „Tech Company“: Einer Analyse von Uber auf BuzzFeed muss man nach dem inzwischen berühmten Abendessen von Emil Michael nicht allzuviel Glauben schenken, denn das Medium hat zwar einen vermeintlichen Sknadal aufgedeckt, sich dabei aber selber nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Charlie Warzel ist in einem Artikel einen interessanten Gedanken nachgegangen, mit dem man sich trotzdem beschäftigen sollte: Wenn Uber ein Technologie-Unternehmen ist, welche Konsequenzen muss man dann beim Umgang mit der Firma ziehen und ist Uber überhaupt ein Technologie-Unternehmen oder nicht nur ein etwas anderes Taxi-Unternehmen? Die Frage kann man anders als Warzel beantworten, von der Antwort hängt aber ab, wie man auf die offenen Fragen der durch Uber ausgelösten Disruption und Möglichkeiten beantwortet.

  • URHEBERRECHT Zeit Online: Warum Google 345 Millionen Links entfernen sollte: Die Woche meldeten wir schon einmal in den Lesetipps, dass es bei Google zu einem gewaltigen Anstieg der entfernten Links zu urheberrechtlich geschützten Inhalten gekommen ist. Von ein paar Hundert sogenannten Takedown Requests stieg die Zahl auf über 345 Mio. Anfragen. Das hat drei Gründe, wie Patrick Beuth sehr lesenswert auf Zeit Online erklärt: 1. Die Popularität von P2P-Netzwerken, 2. die Branche der privaten Urheberrechtsdurchsetzung und 3. Google vereinfachtes Beschwerde-Verfahren. Doch was alles rechtlich nachvolziehbar scheint, führt in der Praxis zu Kollateralschäden, wie z.B. Github-Projekte zeigen.

Die morgendlichen Lesetipps und weitere Linktipps am Tag können auch bequem via WhatsApp abonniert werden. Jeden Tag informiert dann Netzpiloten-Projektleiter Tobias Schwarz persönlich über die lesenswertesten Artikel des Tages. Um diesen Service zu abonnieren, schicke eine WhatsApp-Nachricht mit dem Inhalt arrival an die Nummer +4917622931261 (die Nummer bitte nicht verändern). Um die Nachrichten abzubestellen, einfach departure an die gleiche Nummer senden. Wir werden, neben dem Link zu unseren morgendlichen Lesetipps, nicht mehr als fünf weitere Lesetipps am Tag versenden.

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5 Lesetipps für den 15. Dezember

In unseren Lesetipps geht es um Uber, das Urheberrecht beim Selfie eines Affen, Google Loon, Videos auf YouTube und Facebook, sowie Nachtzüge. Ergänzungen erwünscht.

  • UBER The Washington Post: Uber pressures regulators by mobilizing riders and hiring vast lobbying network: Rosalind S. Helderman hat für die Washington Post einen wirklich lesenswerten Artikel über das Lobbing von Uber geschrieben, der ohne Bashing auskommt und sich auf die journalistische Darstellung der Strategie konzentriert. Uber steht in der Debatte oft für Disruption (des Taxi-Gewerbes), selten für Innovation (im Bereich von Same Day Delivery), aber so gut wie nie für einen Modernisierungsfaktor in der Regulierung, die vor 100 Jahren ebenfalls von Lobbyverbänden geschaffen wurden, die jetzt ihre Monopole und Positionen sich auflösen sehen. Dabei nutzt Uber seine Community und zeigt einen weiteren Machtfaktor auf, denn Gestrige haben meist keine Freunde mit Smartphones.

  • URHEBERRECHT Techdirt: Photographer Threatens Copyright Experts With His Confused Understanding Of Copyright: Am Samstag bekam ich eine Ausgabe von iRights‘ netzpolitischen Jahresrückblick „Das Netz 2014/2015„, in der mich das berühmte Affen-Selfie wieder anschaute. Der Besitzer der Kamera, mit der sich der Affe selber fotografierte, David Slater, beanspruchte das Urheberrecht auf das Foto. Dies führte zwar leider nicht zu einer Diskussion über die sich auflösenden Grenzen zwischen Mensch und Affe, aber über das Urheberrecht. Slater kämpft weiterhin dafür, dass das Bild ihm zugesprochen wird und bekam nun von Sherwin Siy eine alles zusammenfassende Antwort, die Mike Masnick auf Techdirt.com veröffentlicht und kommentiert hat.

  • GOOGLE CNET: Google, France space agency partner up on Project Loon: Eines der interessantesten (und wohl auch sympathischstes) Google-Projekte kommt nach Europa. Die französische Raumfahrtagentur CNES kooperiert mit Google bei Project Loon, den Internet anbietenden Ballons. Google profitiert hierbei von den Erfahrungen der Agentur mit der Ballonfahrt, während Frankreich durch die Ballons sein Internetangebot verbessern könnte. Schon jetzt haben die Ballons mehr als 3 Millionen Kilometer geschafft, dem nächst werden wohl ein paar im französischen Himmel dazu kommen.

  • VIDEO Broadmark: Sind Facebook- und YouTubeaufrufe eine Währung?: In seiner Kolumne auf Broadmark.de zeigt Julian Banse einen interessanten Unterschied zwischen den in Konkurrenz zueinander stehenden Videos von YouTube und Facebook. Beide Plattformen lösen differenzierte Sehgewohnheiten aus, denn Facebook-Nutzer gucken vor allem kürzere Videos, wogegen YouTube-Nutzer längere Videos (zwischen fünf und sieben Minuten) schauen, in denen auch Werbung vor und im Video möglich ist. Facebooks Reichweite scheint größer zu sein, YouTube punktet noch mit dem besseren Umfeld für Werbung.

  • NACHTREISEZUGVERKEHR Skift: End of Berlin-Paris Sleeper Train Signals Last Call for Europe’s Night Trains: „Ich dachte, ich hätte WLAN, aber es war okay.“ Mit dieser Einschätzung eines mexikanischen Reisenden endet die letzte Fahrt des Nachtzugs zwischen Berlin und Paris. Und sie offenbart das Problem: die Nachtzüge sind alles andere als modern und deshalb auch nicht sehr beliebt. Doch anstatt zu modernisieren, stellt die Deutsche Bahn die Verbindung jetzt ein, dazu werden weitere Strecken nach Kopenhagen, Amsterdam, Prag und Basel gestrichen. Doch Nachtzüge wären wirtschaftlich sinnvoll und klimapolitisch nachhaltig, wie eine Studie der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen herausfand. Und sie würden auch wieder angenommen werden, wenn sie den Ansprüchen der heutigen Zeit (Strom, WLAN, Rauchverbot) genügen würden.

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Sponsored Post: Werdet das Sölden-Gesicht 2015

Sölden

Der Ski-Ort Sölden im Ötztal sucht sein Gesicht für das Jahr 2015. Jeder kann es werden und zudem tolle Preise gewinnen.

Sölden

Sölden ist ein kleines Dorf, im Ötztal in Tirol in über 1.000 Meter Höhe gelegen. Und gleichzeitig ein wichtiges Tourismusgebiet für den Wintersport mit über zwei Millionen Übernachtungen im Jahr. Jetzt sucht Sölden sein Gesicht 2015 und jeder kann es werden. Wer das Sölden-Gesicht 2015 werden möchte, braucht bloß ein Selfie von sich aufzunehmen und sein Sölden-Gesicht auf der Seite selfie.soelden hochzuladen. Dabei kann das Selfie gemacht werden, wo auch immer man sich gerade befindet.

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5 Lesetipps für den 27. Oktober

In unseren Lesetipps geht es heute um emanzipierende Selfies, Netflix-Konkurrent Qello, #theconf-Highlights, Bitcoin und die Schulden-Strategie von Amazon. Ergänzungen erwünscht.

  • SELFIE Zeit Online: Das nackte Selbst: Ich möchte diesem Gastbeitrag von Edition F-Chefredakteurin Teresa Bücker auf Zeit Online nicht mit zu vielen Worten anteasern, er sollte einfach gelesen werden. Sie setzt sich mit dem Selfie als einen Akt der Emanzipation auseinander. Das soll hier kein Lesebefehl sein, sondern ein gut gemeinter Ratschlag, diesen Artikel nicht zu verpassen.

  • QELLO PandoDaily: Qello is quietly building a “Netflix for music films” — and maybe building the future of digital video: In einem lesenswerten Beitrag auf PandoDialy wirft David Holmes einen Blick in die Nische neben Netflix und stellt den Streaming-Dienst Qello vor, der für 4,99 US-Dollar im Monat Konzertfilme und Musik-Dokumentationen anbietet. Was Qello zeigt, findet sich nur zum Bruchteil auch auf Netflix oder Hulu wieder und schon gar nicht im Fernsehen, was den Dienst so wertvoll für Musikinteressierte macht.

  • THE CONFERENCE Ole Reißmanns Blog: Was ich auf #theconf in Malmö gelernt habe: Auf seinem Blog listet der SPON-Redakteur Ole Reissmann in einem Rückblick seine persönlichen Highlights der „The Conference“ statt, die im August in Malmö stattfand. Diese skandinavische Version der re:publica hat rund tausend „Kreative und Irgendwas-mit-Internet-Menschen“, wie Reissmann es formuliert, zusammengebracht, um über die digitale Zukunft zu reden.

  • BITCOIN Welt.de: Bitcoin erlebt sein Comeback: Laut Welt-Finanzredakteur Daniel Eckert „kaum bemerkt“ (–> hier geht es zu unseren Newslettern, um mehr zu bemerken), macht Bitcoin weltweit Fortschritte als Zahlungsmittel. Trotz des etwas holprigen Einstiegs und der seltsamen Überschrift gibt Eckert einen lesenswerten Einblick in die Digitalwährung, benennt spannende Beispiele für die wachsende Relevanz von Bitcoin und zeigt auf, wo das wahre Potenzial des Netzgeldes liegt. Anfang Februar haben wir zusammen mit Politik Digital im 11. Berliner Hinterhofgespräch das Thema Bitcoin diskutiert – die Hangout-Debatte findet sich hier zum nachschauen.

  • AMAZON Quartz: Why Amazon has no profit—and why it works: Als Amazon letzte Woche seine aktuellen Zahlen bekannt gegeben hat, gab es vor allem in meinen diversen Timelines viel Hohn und Spott, denn vom traditionellen Wirtschaftsdenken her, kann es einem Unternehmen nicht gut gehen, dass keinen Gewinn macht und noch mehr Schulden anhäuft. Benedict Evans erklärt auf Quartz, was Amazon eigentlich macht und wieso es erfolgversprechend sein kann, denn das Unternehmen bastelt an der Zukunft des E-Commerce. Die Frage ist, wie lange die Aktionäre auf Jeff Bezos warten.

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Wir sind WWW-eltmeister!

Die Mannschaft auf dem Weg zur Fanmeile, Berlin (15.07.2014) (adapted) (Image by mw238 [CC BY-SA 2.0] via Flickr)

Cloudcuckoohome – Geschichten aus der digitalen Wolke! Hier resümiert die Netzpiloten Kolumnistin Miriam Pielhau regelmäßig über ihr tagtägliches Leben in der digitalen Welt. Wir sind Weltmeister!“ Oder phonetisch korrekter: „Wiä sind Wältmeistaaaaaaa!“ Seit dem magischen Sonntagabend habe ich diesen Satz gefühlte hundert Male glücklich gequiekt, gelacht, gesungen. Auch Tage später wache ich manchmal morgens auf und der erste Gedanke schickt mir ein Grinsen auf die Lippen. Weltmeister. Wir. Und zwar wir alle. Ich gebe es unumwunden zu: ich habe glühend mitgefiebert. Wie fast immer, wenn Turnierfußball gespielt wird. Wie verrückt. Und: auf allen Kanälen. Konkret äusserte sich das so: der Konsum und die Benutzung der digitalen Medien und ihrer Inhalte hat sich bei äquivalent zur Quoten-Entwicklung in der ARD verhalten. Schuss nach oben in astronomische Höhen. Was Nutzungsdauer und -frequenz und Vielfalt der gesuchten Themen betraf. Fleißig habe ich lustige oder ernst gemeinte Artikel, die ihren Weg zu Facebook fanden oder dort entstanden gelesen, geliked, geteilt. Ich habe mich mit Begeisterung an analogen Tippspielen im Freundeskreis, aber auch bei einem inoffiziellen im Twitterumfeld beteiligt. Auch wenn ich zu meiner Schande gestehen muss, dass ich nach der Vorrunde vergaß, die K.O.-Spiele einzuschätzen und daher entgegen meinem sonst selbstredend untrügerischen Gespür am Ende weit abgeschlagen im Nirvana der fußballtipperischen Bedeutungslosigkeit versank. Doch damit nicht genug. Das @DFB_Team hat mich als neue Followerin dazu gewonnen. So wie fast alle Nationalspieler, die auf dieser Plattform zu finden sind. Ich hab Selfies mit Karnevalsbemalung in schwarzrotgelb gemacht. Und zwar Mittags um 12. Hernach wurden sie in die digitale Welt gesandt. Ja: ich war mittendrin und nicht nur dabei. Und dieses Mal so sehr wie nie. Zumindest ist das meine Schlussbilanz. Rückblende. Die erste WM, an die ich mich bewusst erinnere, ist die von 1990. Ich war frisch und fröhlich pubertierend und eigentlich im Dauerkicher-Modus. Fußball hatte ich in das Zentrum meines Radars gerückt, weil sich auch Benni im Zentrum meines Radars befand. Benni war irre süß. Und großer Fußballfan. Nicht nur zu Weltmeisterschaften, sondern wenn die reguläre Bundesliga angepfiffen war mit Leib und Seele ein FC Bayern München-Anhänger. Nie wieder konnte ich alle Spieler des bajuwarischen Erfolgsclubs, ihre Positionen, Schwächen und Stärken besser wiedergeben, als in jenen Tagen. Aus purer Liebe natürlich. Nicht unbedingt aus tiefstem Interesse. Wo denken Sie hin. Für das Turnier 1990 in Italien begann ich allerdings eine eigene, von Benni unabhängige Leidenschaft zu entwickeln. Wegen Italien, meinem absoluten Lieblingsland bis zu diesem Zeitpunkt. Und wegen der Euphorie, die sich breit machte und von der ich mich bereitwillig erfassen ließ. Das gemeinsame Mitfiebern im Garten der Nachbarn vor diesem unfassbar kleinen TV-Gerät. Das Wetten abschließen, Tippen und Punkte sammeln. Panini-Bildchen habe ich selbstverständlich auch noch und nöcher gekauft. Weil es Spaß gemacht hat und mir immer wieder Anlass für aufregende Zufallsberührungen mit meinem Schwarm gab – wenn ich nämlich mit Benni doppelte Bilder tauschte. Das alles – das hatte was. Tippen. Tauschen. Sammeln. Kleben. Spiele gucken. Hoffen. Bangen. Jubeln. Das waren die Disziplinen 1990. 24 Jahre später sieht das Ganze in mancher Hinsicht etwas anders aus. Wir durften es alle miterleben. Das Fußballvergnügen ist längst in der Multimedialität angekommen. Und das auf drei unterschiedlichen Ebenen: wenn es um den Infogehalt (1), den Unterhaltungswert (2) oder eben auch nur die Überbrückung (3) zäher Spielphasen geht. Im Detail habe ich das so erlebt: Jeder von uns durfte ein bisschen „Mutti“ sein. Jeder konnte auf eine Art den Spielern in die Kabine folgen, wie sonst nur Angie M., die Bundes-Mama, mit der Lizenz zum Trikottausch. Möglich macht es die Twitter-/Selfie-/Handyfoto-Begeisterung einiger Nationalhelden. Eine gefühlte Nähe, die es früher nicht gab. Die den Stars nichts von ihrem Nimbus nimmt und sie dennoch gleichzeitig verbindlicher und volksnäher macht. Oder aber der kollektive #Aufschrei nach ungerechten Schiri-Entscheidungen. Haben Sie das Bild noch im Kopf? Nur wenige Sekunden nach dem nicht gepfiffenen Foul im Strafraum inkl. gerechtfertigtem Elfer gegen Christoph Kramer machten Beweisfotos, die die Härte des Vergehens zeigten in den sozialen Netzwerken die Runde. Wirklich. Nur Sekunden danach. Bemerkenswert. Auch Fußball-Apps schossen in diesem Juni wie Pilze aus dem feuchtnassen Herbstlaub-Boden. Wenngleich alle mir bekannten Modelle in ihrer Funktionsweise herzlich zu wünschen übrig ließen. Einige Lacher hatten wir allerdings, wenn wir in größerer Runde spannenden Partien folgten und endlos lange 60 Sekunden nach einem Treffer, nach allen Live-Tickern und Live-Streams das Handy eines meiner Freunde lauthals „Toooor“ verkündete. Besser spät als nie. Wäre ich in der Pampa gewesen ohne fließend Wasser und Strom und Hoffnung auf Zivilisation gewesen, ich hätte diese Information geschätzt. Auch mit enormer Zeitverzögerung. So führte sich das Programm selbst zum Absurden. Ebenso habe ich beobachtet, wie langweiligere Spiele kurzerhand gecandycrusht wurden. Ein Handyspiel mit großem Suchtpotenzial, hab ich mir sagen lassen. Oder aber der unterforderte Zuschauer konzentrierte sich aufs gemeinschaftliche Langeweile austauschen in den gängigen Communities. Das machte das Öde zwar nicht flotter. Aber war prima Beschäftigungstherapie für die Wartezeit bis zur nächsten spektakulären Szene. Muss ich an dieser Stelle erwähnen, dass ich als treues Fußballturnier-Fangirl selbstverständlich auch bei zähen Spielen mit all meiner Aufmerksamkeit und meinen müden Augen auf dem Spielfeld hing? Und dass ich das Fernsehbild nicht mit dem Display meines Handies betrogen habe? Muss ich nicht. Gut. Meine multimediale WM endete erst am Montag „danach“. Ich habe am Final-Sonntag meine Vorfreude getwittert. Ich habe Videos von Belanglosigkeiten an diesem Tag gemacht. Für mich. Und für den Fall, dass das ein denkwürdiger Tag werden würde. Ich habe die letzten Sekunden des Spiels bis zum Schlusspfiff gefilmt. Inklusive dem Siegerjubel der Menschengruppe, mit der ich gucken durfte. Ich habe die Nacht lachend und glücklich beschlossen, indem ich auf irgendeiner der öffentlichen Plattformen dem DFB-Team ein recht uneloquentes „Ihr seid die Geilsten!“ schriftlich entgegen gegröhlt habe.

Am nächsten Tag Clips von TV-Sendern über unsere Nationalelf angeklickt. Stories über Heimreise, Ankunft, den Empfang am Brandenburger Tor. Immer und immer wieder. Ich war virtuell dabei, hatte Gänsehaut und konnte diese per Mausklick wiederholen so oft ich wollte. Mit diesem wohligen Gefühl klingt die WWW-M für mich gemählich aus. Der Nachhall ist dank der Nachlese und dem einfachen, beliebig häufigen Zugriff darauf länger als sonst – zumindest ist das mein Eindruck. < ß>Keine vier Tage nach dem Finale passiert der Super-GAU. Also zumindest empfinden das Multimediamenschen als GAU, soviel steht fest. Der omnipotente Steuerknüppel meiner multimedialen Weltmeisterschaft und im übrigen auch meines sonstigen Berufslebens – das Mobiltelefon – fällt mir beim Spülen ins Wasser. Fragen Sie nicht, warum ich unbedingt mit feucht-glitschigen Fingern ans bimmelnde Handy rangehen musste. Heute bin ich auch klüger.

Kurzum: das Telefon ist kaputt. Trotz blitzschnellem Rettungseinsatz und Trockenföhn-Versuch. Ich wähne meine gesamten Aufzeichnungen der WM 2014 im digitalen Nichts und verfalle in eine kurze, aber ordentlich quengelnde Trauerphase. Menno Menno Menno. Nachdem mich die Besinnung wieder hat, mache ich es wie früher. Ich rufe die Bilder im Kopf hervor. Und mit jedem Gedanken an die besonderen Momente werden sie so stark, dass sie, so ereifere ich mich, mit den Jahren nur an Farbe und Strahlkraft gewinnen können. Statt, wie befürchtet, zu verblassen. Stunden später klage ich einer Freundin mein Leid. Das ja gar nicht mehr so sehr mein Leid sein will, höchstens noch ein Seufzen mit Schulterzucken. Ich nestle am Ersatzgerät herum. Sie dreht sich beim Hinausgehen noch einmal zu mir um und raunt: „…und deinen ganzen Krams holst du dir einfach aus der digitalen Wolke wieder. Weißte, ne?“ „Jaja….ähm: JA?! JAAAAAAAA!“


Image (adapted) „Die Mannschaft auf dem Weg zur Fanmeile, Berlin (15.07.2014)“ by mw238 (CC BY-SA 2.0)


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Das Problem mit Selfies an Gedenkstätten

Wo hört Dummheit auf und wo beginnt Respektlosigkeit? Die heutige Selfie-Kultur provoziert diese Frage – Duckfaces vor der Gaskammer in Auschwitz sind eben nicht ganz unverfänglich. //von Anna Maria Landgraf

SULAWESI or CRESTED BLACK MACAQUE (Macaca nigra).   Sulawesi, Indonesia.

Selfies mit der typischen Instagram-Optik gehören für Jugendliche zum Wochenend-Trip dazu. Das Foto mit der besten Freundin im Hotelzimmer-Spiegel ist schnell gemacht. Zum wahren Kunststück wird es, wenn das Setting eine dunkle Vorgeschichte hat: wie zum Beispiel Auschwitz. Oder das Holocaust-Denkmal in Berlin. Da möglichst elegant den Übergang zwischen Thai-Food-Bildern und Duckface-Selfies zu finden ist nicht ganz einfach. Zugegeben. Aber mit ein wenig Feingefühl ist auch das zu schaffen – einfach das überhebliche Grinsen und die Player-Pose weglassen.

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5 Lesetipps für den 15. Juli

In unseren Lesetipps geht es um Journalismus in der Zukunft und von woanders für hier, Facebook, den Routerzwang und ein Medienprojekt über den ersten Weltkrieg. Ergänzungen erwünscht.

  • JOURNALISMUS I Rhein-Zeitung: Die WM der Selfies war nur der Anfang: Für den Redakteur Marcus Schwarze von der Rhein-Zeitung zeigte die Weltmeisterschaft im Herrenfußball bereits erste Ansätze eines automatischen Journalismus, der seiner Meinung nach in ein oder zwei Jahren schon Alltag in den Redaktionen sein könnte. Dann werden wohl Maschinen einen Teil der Berichterstattung übernehmen.
  • FACEBOOK iRights.info: Was uns Facebooks Experimente lehren: Facebook experimentiert mit unseren Gefühlen, wie aus einer jüngst veröffentlichten Studie hervorgeht. Damit steht Facebook laut Danah Boyd nicht allein. Auf iRights.info schreibt sie, dass Medien und IT-Unternehmen das jeden Tag ebenfalls machen. Es führt aber vor Augen, dass wir weder Einblick noch Kontrolle über die Algorithmen der Unternehmen haben, die unsere Daten nutzen.
  • ROUTERZWANG Heise.de: Stellungnahmen zur Anhörung spiegeln massiven Widerspruch: Die Bundesnetzagentur hat die Stellungnahmen zum Thema Zwangsrouter lieblos veröffentlicht, wie Dusan Zivadinovic auf Heise.de berichtet. Nun hat ein anonymer Bearbeiter die Pro- und Kontra-Argumente aus den über 300 Eingaben extrahiert. Das ganze Ausmaß des Widerspruchs von Zwangsroutern wird so klar.
  • JOURNALISMUS II Nieman Journalism Lab:: How some news orgs use time zones to their advantage to operate 24/7: Über das Finale des an der Ostküste der USA ausgetragenen Stanley Cups haben die Eishockey-begeisterten Finnen von einem Reporter aus Australien erfahren, denn um am Morgen im eigenen Land immer die neuesten Nachrichten schon aufbereitet anbieten zu können, setzen immer mehr Medienunternehmen auf im Ausland stationierte Reporter. Joseph Lichterman stellt im Blog des Nieman Journalism Lab diese Praxis vor.
  • ERSTER WELTKRIEG MDR: Medienprojekt zeigt wie Weltkrieg das Leben veränderte: Mit dem Medienprojekt „Heimatfront 1914-1918 – Als hier alles anders wurde …“ versucht sich der MDR Sachsen-.Anhalt und die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt in einem interessanten Projekt, um den Kriegsalltag im heutigen Sachsen-Anhalt und den darauffolgenden Aufbruch in ein neues Zeitalter erlebbar zu machen. Interessant ist, neben der historischen und politischen Ebene des Bildungsprojektes, dass sich ein Öffentlich-Rechtlicher Sender als Akteur versucht.

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5 Lesetipps für den 20. Juni

In den Lesetipps geht es um Internet Governance beim EuroDIG, Crowdfunding und Journalismus, die Zukunft der Arbeit, eine Selfie-Diagnose und E-Books. Ergänzungen erwünscht.

  • EURODIG Politik Digital: Ist das Internet kaputt? „Es kommt darauf an“: Noch nie wurde so viel über das Wesen, die Struktur und die Zukunft des Internets gesprochen wie zurzeit. Auch auf dem European Dialogue on Internet Governance 2014 (EuroDIG) suchten sehr unterschiedliche Akteure Antworten auf die Frage, ob und warum das Vertrauen ins Netz verspielt ist und wie es wiederhergestellt werden könnte.
  • JOURNALISMUS PandoDaily: When it comes to crowdfunding, reporting is absolutely crushed by comic books: Paul Carr hat sich die neue Kategorie für journalistische Projekte auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter angesehen und festgestellt, das selbst die erfolgreichsten Projekte nur ein zehntel der Summe eingesammelt haben, die Comic-Projekte schaffen. Sein Fazit: Journalisten müssen Zeichnen lernen. So oder so sollte mehr über visuelle Elemente im modernen Journalismus nachgedacht werden.
  • ARBEIT 2.0 Somewhere’s Blog: Interview with Mike Pearce on the future of work: Ein lesenswertes Interview mit dem Development Manager von MOO, Mike Pearce, über die Zukunft der Arbeit und seine Ansichten darüber, wie eine kreative Unternehmenskultur in einer Firma etabliert werden kann.
  • SCHLAGANFALL CNET: Selfie diagnosis – Woman captures stroke on phone as it happens: Alle zwei Minuten hat jemand einen Schlaganfall in Deutschland. Nach Herz- und Krebserkrankungen sind Schlaganfälle hierzulande die dritthäufigste Todesursache. Eine Frau in Toronto hat einen vermeintlichen Schlaganfall mit ihrem Smartphone aufgenommen und so eine Verdachtsdiagnose bestätigen können. Die Selfie-Diagnose brachte Gewissheit über ihren Zustand.
  • E-BOOK Tarnkappe.info: Wie können wir aus Buchpiraten Konsumenten machen?: Morgen findet in Berlin die Electric Book Fair statt und unser Autor Lars Sobiraj wird ein Panel über Buchpiraten moderieren. Auf seinem Blog setzt er sich zur Vorbereitung mit der Zahlungsmoral im Internet auseinander und wie aus sogenannten Buchpiraten zahlende Konsumenten gemacht werden können.

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5 Lesetipps für den 31. März

In unseren Lesetipps geht es heute um unser Gesicht und Technologie, wie aus einem Selfie ein Meme wurde, Airbnb, eine 13. These zur Zukunft des Journalismus und die Kommunikation der Bundesregierung. Ergänzungen erwünscht.

  • VON ANGESICHT ZU ANGESICHT Cnet: Why are tech companies trying to take over my face?: Unsere Gesichter sind erstaunlich wichtig in diesem ansonsten auf den Austausch und die Vernetzung von Informationen basierenden Internet. Chris Matyszczyk fragt sich vor dem Hintergrund der Akquise von Oculus Rift durch Facebook, warum es die Technologie-Unternehmen des Silicon Valley auf sein Gesicht abgesehen haben. Was wollen sie in seinen Fokus rücken, dass für sie so wichtig ist?
  • SELFIE BuzzFeed: A Blogger Discovered The Selfie She Took At The Hair Salon Was Turned Into A Viral Anti-Obamacare Meme: Nach einem missglückten Versuch sich die Haare zu färben machte die Bloggerin Helene Sula ein ironisches Selfie mit Tränen in den Augen und veröffentlichte es auf ihrem nichtöffentlichen Facebook-Profil. Doch trotz der Sicherheitseinstellungen und des Urheberrechts hat jemand das Bild genommen und daraus ein Meme gegen das Pläne des US-Präsidenten zur Gesundheitsversorgung gebastelt. Doch die Geschichte geht noch weiter…
  • AIRBNB PandoDaily: Airbnb accidentally invited a journalist to their first ever customer focus group: Me: PandoDialy-Redakteur Dan Raile wurde von Airbnb zu einem Gespräch mit zwei weiteren Airbnb-Gastgebern eingeladen, in dem niemand wusste, dass Raile als Journalist arbeitet und er sich im Gespräch mit dem Leiter der Abteilung „Global Hospitality“ wiederfand, der die Meinung dieser dreiköpfigen Gruppe wissen wollte. Wie der Journalist vermeintlich die Strategie von Airbnb veränderte, erklärt er auf der Seite seines Arbeitgebers PandoDialy.
  • JOURNALISMUS Der Aufreger: 13. These zur Zukunft des Journalismus: Der Journalist und freischreiber-Gründungsmitglied Kai Schächtele ergänzt auf seinem Blog die 12 Thesen von Bernd Ulrich und Jochen Wegner um eine 13. These: „Debatten zur Zukunft des Journalismus sind wie Th(e)s(e)n (o)hn(e) V(o)k(a)l(e), solange sie Geld aussparen“. Es hat keinen Sinn, über die Zukunft zu sprechen, wenn wir nicht endlich damit beginnen, gemeinsam zwischen Print und Online konstruktiv über Geld zu sprechen, sprich die Neuverteilung der Ressourcen.
  • KOMMUNIKATION Hamburger Wahlbeobachter: Die Bundesregierung erreicht junge Bürger nicht: In einem Gastbeitrag auf dem Blog des Hamburger Wahlbeobachter schreibt die Studentin Madlen Leukefeld, dass es unter jungen Menschen ein mangelndes Interesse an Online-Angeboten der Bundesregierung gibt. Ein Hauptproblem der Angebote im Netz stellt deren primäre Ausrichtung auf die eigene Repräsentation und die simple Informationsweitergabe dar. Es fehlt an interaktiven Funktionen, die den jungen, interessierten Bürger tatsächlich am politischen Geschehen teilhaben lassen.

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Das Selfie hat mehr mit Kapitalismus zu tun als mit Narzissmus

Selfie (adapted) (Image by Anke Allaert [CC BY 2.0] via Flickr)

Das Smartphone-Selbstporträt, kurz Selfie genannt, ist weniger Ausdruck unserer Selbstverliebtheit als vielmehr Selbstvermarktung in ökonomisch schwierigen Zeiten. Frontkameras von Smartphones gepaart mit Social-Media-Diensten wie Facebook und seiner Tochter Instagram haben einen Trend ausgelöst, der sogar offiziell im Oxford Dictionary steht und 2013 zum englischen Wort des Jahres gewählt wurde: Selfie. Die Selbstporträts auf Armlänge, die vom Teenager bis zum Hollywoodstar schon viele Millionen Menschen gemacht haben, sind ein Ausdruck des weit verbreiteten Narzissmus, wird oft analysiert. Doch diese Erklärung greift zu kurz. Denn Selfies haben weniger mit Selbstverliebtheit als vielmehr mit Selbstvermarktung zu tun.

Das Selfie sei eine „Momentaufnahme unserer Seele„, die „Demokratisierung des Starkults„, ein „neues visuelles Genre„, liest man derzeit. Allesamt spannende Gedanken zu den Selbstporträts, doch eine gute Erklärung, warum so viele Menschen Selbstporträts im Netz veröffentlichen, liefern sie nicht. Oft kreist die Selfie-Debatte – auch durch mein Zutun, wie ich zugeben muss – um den Narzissmus als Ursache des Phänomens. „Übertriebene Selbstbezogenheit, ein unersättliches Bedürfnis nach Anerkennung sowie die Übersteigerung des eigenen Selbst ins Grandiose“ – Selfies, die gerne an schönen Orten mit schönen Menschen und schönen Bildfiltern gemacht werden, passen gut zu der Definition von Narzissmus, wie sie etwa der deutsche Pädagoge Heinz-Peter Röhr in seinem Buch „Narzißmus – das innere Gefängnis“ gibt.

Unter Leistungsdruck

Doch sind nun wirklich alle Menschen, die auf den mehr als 200 Millionen mit dem Hashtag #me gekennzeichneten Instagram-Fotos zu sehen sind, Narzissten, die sich selbst über alles lieben und süchtig nach Bewunderung sind? Warum sieht man dann auch viele nachdenkliche, gelangweilte, ungeschminkte, übermüdete oder gestresste Leute auf den Bildern? Leute, die so aussehen, als würden sie gar nicht so recht wissen, wie sie posieren sollen, als wären sie unfreiwillig in den Fokus geraten? Und dann aber trotzdem auf “Upload” klicken? Wie kommen dann folgende Selfies zustande, wie ich sie kürzlich in den Social-Media-Streams sah: Einer, der sich selbst am Samstag auf dem Weg in die Arbeit fotografiert, eine andere hielt ihr Diplomzeugnis in die Kamera, ein anderer winkte von einer exklusiven IT-Konferenz?

Wer ein Selfie veröffentlicht, den treibt nicht allein seine innere Selbstverliebtheit, der wird auch von außen getrieben. Menschen in den USA, Europa oder Asien, wo die meisten Selfies gemacht werden, leben heute de facto in von Leistungsdruck und Gewinnstreben geprägten Gesellschaften, in denen immer stärker um immer weniger Ressourcen (v.a. Jobs, siehe Arbeitslosenraten in Südeuropa) konkurriert wird. Der Narzissmus, den wir in den Millionen Selfies sehen, hat seine Wurzel im Kapitalismus. „Gier ist ein zentrales Symptom der narzisstischen Bedürftigkeit der meisten Bürger der westlichen Konsumgesellschaften. Besonders ausgeprägt ist sie bei den Trägern gesellschaftlicher Macht anzutreffen: bei Politikern, Managern und Stars„, schreibt etwa der Psychoanalytiker Hans-Joachim Maaz in seinem Buch „Die narzisstische Gesellschaft„.

Ökonomie der Aufmerksamkeit

Im Kapitalismus, oder sagen wir Marktwirtschaft, das ist leichter verdaulich, steht das Streben nach Gewinn an erster Stelle. Die Profilseiten auf Social-Media-Diensten, die von der staatlichen Behörden über Arbeitgeber bis zu Lehrern permanent gescreent werden können, werden von immer mehr Menschen als ihre Visitenkarte im Netz angesehen und dementsprechend gestaltet. Gut geführte Profile bei Facebook, Twitter oder Instagram sind Tools, mit denen der Einzelne versucht, aus der Masse zu stechen, indem er Reichweite (viele Follower, Fans, Freunde etc.) aufbaut und sich seine Ich-Marke im Netz schafft. Die Botschaften, die dann via Selfie verbreitet werden können, lauten nicht: „Seht her, wie schön ich bin!„, sondern: „Seht her, wie fleißig/erfolgreich/zielstrebig ich bin!“ In Jobanzeigen wird das, wofür das Selfie im Digitalen stehen, meist implizit gefordert, (kommunikativ, ausgezeichnetes Netzwerk, einwandfreies Auftreten, etc.), die Nachrichtenseite Stern.de hat das bei der Suche nach neuen Online-Journalisten Anfang des Jahres sogar explizit gemacht:

Sie wollen in einer Redaktion arbeiten, in der Kreativität, Experimente, humorvolle und unkonventionelle Zugänge zu Themen und Projekten erwünscht statt verboten sind? In der Ihr Instagram-Kanal, Ihr Blog oder Ihre Twitter-Credibility mehr zählen als Ihr formeller Lebenslauf? In der Ideen und Engagement wichtiger sind als Hierarchien?

Der Einzelne und die Masse

Damit sind Selfies wichtiger Teil einer Maschinerie, die über Erfolg und Nichterfolg entscheidet. Im Online-Journalismus, etwa bei Stern.de, ist eigene Social-Media-Reichweite bereits Grundvoraussetzung, um einen Job zu bekommen, und beim Online-Journalismus wird es nicht bleiben. Überall dort, wo Menschen mit anderen Menschen zu tun haben, wird Social-Media-Reichweite Teil des Humankapitals, vom Bankangestellten bis zum Kellner. Und damit haben Selfies ihre Wurzel nicht bloß im Narzissmus, sondern sind Vehikel zur Selbstvermarktung in einer Wettbewerbsgesellschaft, in der sich der Einzelne gegen die Masse durchsetzen muss.

Machen wir ein Gedankenexperiment: Würden wir morgen jedem Nordkoreaner, die in einem Land leben, in der der Einzelne nichts zählt und der Staat alles, ein Smartphone in die Hand drücken – würden sie überhaupt auf die Idee kommen, ein Selfie von sich im Internet zu veröffentlichen?


Image (adapted) „Selfie“ by Anke Allaert (CC BY 2.0)


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5 Lesetipps für den 30. Dezember

In unseren Lesetipps geht es heute um das Leistungsschutzrecht für Presseverlage, das beliebte Bashing von Amazon, James Franco erklärt das Selfie-Phänomen, eine Geräte verwanzende Hacker-Einheit der NSA und warum gedruckte Kalender immer noch beliebt sind. Ergänzungen erwünscht.

  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT iRights.info: Willkommen in der Sackgasse – Das Leistungsschutzrecht für Presseverlage: Auf iRights.info geht Till Kreutzer der Frage nach, welche Auswirkungen das Leistungsschutzrecht für Presseverlage für Verleger, IT-Dienstleister, Nutzer und Journalisten haben wird. Bei den Antworten auf häufige Fragen zeigt sich: Das neue Recht wird kaum einen Nutzen haben, dafür aber viel Schaden anrichten. Ein lesenswerter Beitrag über das von der Presseverlagslobby bei der Bundesregierung bestellte Gesetz.
  • AMAZON Kassenzone: E-Commerce ist unfair und macht einsam: In der Vorweihnachtszeit war Amazon ein beliebtes Thema in den Medien. Zum einen aufgrund unserer enormen Bestellwut, die das Logistikunternehmen aus den USA groß gemacht hat, zum anderen, weil das Unternehmen sehr unsozial mit seinen Saisinarbeitern umgeht. Alexander Graf schreibt lesenswert über die Mythen, die dem so beliebten Bashing von Amazon zu Grunde liegt.
  • SELFIE The New York Times: The Meanings of the Selfie: Der US-amerikanische Schauspieler James Franco ist zur Zeit ein sehr begeisterter Instagram-Nutzer und hat dadurch auch das Phänomen Selfie für sich entdeckt. Von den US-Medien gleich zum Selfie King ernannt, darf Franco in der New York Times über die Macht dieser mit dem Smartphone geschossenen Selbstporträts schreiben.
  • ÜBERWACHUNG Zeit Online: Snowden-Dokumente enthüllen NSA-Hackereinhait TOA: Die NSA unterhält eine eigene, seit Jahren wachsende Hackertruppe, die jedes technische System angreift und sogar Lieferungen von bestellten Computern oder anderen Geräten an Zielpersonen abfängt, um Schadsoftware oder sogar Wanzen einzubauen und dann erst an den Empfänger zu schicken. Auf Zeit Online stellt Patrick Beuth die NSA-Hackertruppe namens TAO genauer vor, die auch in Deutschland operiert.
  • KALENDER Futurezone.at: Klassische Kalender verkaufen sich trotz Digitalisierung: Immer zum Jahreswechsel erlebt der traditionelle Kalender in Druckforn ein eigentlich wenig erstaunliches Comeback, denn trotz der Digitalisierung unseres Arbeitsalltags und der Verbreitung von Smartphones, Tablets und Computern in jeglicher Form, bieten Kalender einen schnellen Überblick. Digitale und analoge Kalender müssen sich nicht gegenseitig ausschließen, sondern können sich auch geschickt ergänzen.

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5 Lesetipps für den 12. Dezember

In unseren Lesetipps geht es um Algorithmen bestimmenden Journalismus, ein Obdachloser lernt eine App zu programmieren, der Smarty Ring, Markus Lanz und der Shitstorm sowie die Geschichte eines Selfie. Ergänzungen erwünscht.

  • ALGORITHMUS Carta: Der Guardian setzt Roboter als Chefredakteur ein: Der Guardian setzt Roboter als Chefredakteur ein. Na ja, beinahe – jedenfalls sind es keine Blechgesellen wie C-3PO. Der britische Guardian lässt künftig eine wöchentliche Zeitung von einem Roboter bestücken. Gemeint ist damit, dass Algorithmen darüber entscheiden, welche Stücke in die neue Wochenzeitung kommen sollen. Auf Carta beschreibt Boris Hänssler das Vorhaben der britischen Journalisten.
  • PROGRAMMIEREN CNET: Homeless man learns to code, launches app: Im August stellte der Programmierer Patrick McConlogue den Obdachlosen Leo Grand vor die Wahl: 100 Dollar oder 16 Stunden Coding-Unterricht. Grand wählte den Unterricht und entwickelte eine App namens „Trees for Cars“, eine Carpooling-App mit Fokus auf den Umweltschutz.
  • SHITSTORM W&V: Wie „Wetten, dass..?“-Mann Lanz mit dem Shitstorm umgeht: „Wetten, dass..?“-Moderator Markus Lanz hat von Beginn an mit Anfeindungen gerechnet. Der Augenblick, in dem er als Nachfolger von Thomas Gottschalk den Zuschlag für den Showklassiker im ZDF bekommen habe, sei „kein Tag der Freude“ gewesen. Mit Blick auf das „Bashing“ im Netz meint er: „Wenn der Shitstorm kommt, müssen Sie in der Lage sein, gedanklich einfach mal die Spülung zu drücken. Wenn Sie das nicht tun, gehen Sie kaputt.“
  • WEARABLES Zeit Online: Smarty Ring zeigt Uhrzeit, Mails und SMS an: Noch ist unklar, welche Rolle Wearable Gadgets spielen werden, aber verschiedene Firmen entwickeln neue Geräte. Auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo wird gerade Geld für den „Smarty Ring“ gesammelt. Der Ring soll sich mit dem Smartphone verbinden und auf seinem Display die Uhrzeit, eingehende E-Mails und SMS anzeigen. Der Ring soll 175 US-Dollar kosten. Die Auslieferung soll, wenn alles gutgeht, im April 2014 beginnen.
  • SELFIE Correspondent: The story behind „that selfie“: Ein Foto von der Trauerfeier für Nelson Mandela sorgte für viel Wirbel. Darauf zu sehen ist US-Präsident Barack Obama, der britische Premierminister David Cameron und die dänische Premierministerin Helle Thorning Schmidt, die ein „Selfie“ von den drei Politikern machte. Das Bild scheint eine interessante Geschichte zu erzählen, viel interessanter sind aber die Geschichten, die die Medien daraus lasen. Der Fotograf des Fotos. Roberto Schmidt, schreibt auf dem AFP-Blog seine Geschichte auf.

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5 Lesetipps für den 26. November

In unseren Lesetipps geht es heute um Crowdfunding im Koalitionsvertrag, Drohnenjournalismus in Thailand, wie Jugendliche mit Social Media Trauer verarbeiten, die Kündigung des Copyranter bei Buzzfeed und Neuerungen bei Instagram. Ergänzungen erwünscht.

  • CROWDFUNDING Ikosom: Was bedeutet der Koalitionsvertrag für die Crowdfunding-Branche in Deutschland?: Crowdfunding wird an vielen Stellen prominent im Koalitionsvertrag erwähnt, aber was heißt das für die Crowdfunding-Branche ingesamt in Deutschland? Welche Stellschrauben wird die Große Koalition, wenn sie denn zustande kommt, in den vier Kategorien des Crowdfundings drehen? Wo wird Crowdfunding erleichtert, wo erschwert werden und welche Plattformen werden ihr Geschäftsmodell überdenken müssen? Karsten Wenzlaff vom Institut für Kommunikation on sozialen Medien gibt einen Ausblick.
  • DROHNENJOURNALISMUS The Atlantic: Thailand’s Protests Produce Surprising Innovation In Journalism: Die politischen Proteste in Thailand, die von den Medien wenig beachtet werden, haben zu neuen Innovationen im Journalismus geführt. Neben Piratensendern im Fernsehen und Rundfunk setzen Journalisten Drohnen für die Berichterstattung ein und geben einen neuen Blick auf die Geschehnisse.
  • TRAUER 2.0 taz.de: „Selfies“ bei Beerdigungen: Auf taz.de hat Volontärin Julia Neumann einen lesenswerten Artikel über die Trauerverarbeitung von Jugendlichen auf Instagram geschrieben. Unter dem Hashtag #Funeral setzen sich die Heranwachsenden auf eine erst einmal unverständliche Art und Weise mit dem Tod auseinander – sie posieren auf Beerdigungen, machen Witze und Duckfaces. Doch Trauerpsychologen ordnen dieses Verhalten dann gut in Formen der Trauerverarbeitung ein.
  • BUZZFEED Gawker.com: Top 10 best ever wtf omg reasons Buzzfeed fired me, lol!: Buzzfeed hat in den letzten 18 Monaten seine Belegschaft vervierfacht. Einer der neuen Redakteure war der „Copyranter“ Mark Duffy, der gestern überraschend gekündigt wurde. Weniger überraschend, wenn man die subjektive Top 10-Liste von Duffy liest, warum er gekündigt wurde. Eine persönliche Abrechnung, die man so auch nicht glauben muss, die aber zwischen den Zeilen einen interessanten Einblick in die Buzzfeed-Redaktion gibt.
  • INSTAGRAM Gigaom: What is Instagram’s next big thing?: Langsam kommen die seit der Übernahme von Instagram erwarteten Veränderungen bei dem von Facebook für eine Milliarde gekauften Foto-Netzwerk an. Demnächst sollen Unternehmen die Möglichkeit für Werbung auf Instagram bekommen und die User werden wohl eine Messenger-Funktion erhalten, ähnlich der bei Facebook, wie Om Malik auf Gigaom schreibt.

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5 Lesetipps für den 18. Oktober

In unseren Lesetipps geht es um die erste Selfie-Gallerie, den Zitatestreit im deutschen Verlagswesen, Filesharing-Suchmaschine isoHunt schließt, was Zeitungsmacher von Google lernen können und soziale Netzwerke in China. Ergänzungen erwünscht.

  • SELFIES Cnet: Selfies get their own gallery in London: In London hat die „National #Selfie Portrait Gallery“ eröffnet. Im Projekt zeigen 19 Künstler ihre Videoprojektarbeiten zu dem Thema Selfies. Spätestens damit haben die selbst mit dem Smartphone aufgenommenen Porträts einen neuen Status als gesellschaftliches Phänomen gewonnen.
  • ZITATE Carta: Zum Streit zwischen FAZ und buch.de: Früher war alles so einfach: Die Buchverlage schickten kostenlose Rezensionsexemplare an die Redaktionen, und im Gegenzug duldeten die Presseverlage die Verwendung von griffigen Rezensenten-Urteilen in Werbeanzeigen und Buchkatalogen oder auf den Rückseiten von Buchumschlägen. Doch im Bestreben, jedes nachgedruckte Wort zu Geld zu machen, stehen sich Buch- und Presseverlage erstmals als Kontrahenten gegenüber. Doch am Ende werden vor allem die freien Autoren das Nachsehen haben.
  • FILESHARING Ars Technica: BitTorrent search site IsoHunt will shut down: Die BitTorrent-Suchmaschine isoHunt wird nach über 10 Jahren geschlossen. Die US-Version der vom Kanadier Gary Fung gegründeten Seite muss außerdem dem US-amerikanischen Filmstudioverband 110 Millionen US-Dollar bezahlen. Darauf einigten sich beide Seiten, um einem Rechtsstreit aus dem Weg zu gehen. Ob die Filmstudios jemals Geld sehen werden, ist aber ungewiss.
  • MEDIENWANDEL W&V: Was Zeitungsmacher von Google lernen: Google macht es vor und ändert aufgrund der Anfragen und Bedürfnisse der Nutzer ständig die Such-Parameter. Mehr über den Leser wissen – das sollten auch Tageszeitungen, fordert „FAZ“-Geschäftsführer Tobias Trevisan am Donnerstag auf den Medientagen München. Man müsse mehr über den einzelnen Leser erfahren, um Zusatzgeschäfte machen zu können. Die Zukunft liege aber im Datenmanagement-Geschäft.
  • SOZIALE NETZWERKE Zeit Online: Wie China die sozialen Netzwerke auswertet: 600 Millionen Chinesen haben einen Internetzugang, die meisten von ihnen sind in sozialen Netzwerken wie den twitterähnlichen Kurzmitteilungsdiensten Weibo aktiv, dass trotz aller Zensur eine verblüffende Dynamik entwickelt. Die Zensoren schauen genau auf kritische Beiträge – auch, weil die Kommunistische Partei erfahren will, was das Volk denkt.

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Smartphone-Selfies: Narzisstische Selbstporträts der Generation “Social”

Eitelkeit ist nur einer von vielen Gründen, warum junge Menschen Bilder von sich online stellen.

Stars tun es, Millionen Teenager tun es, und die IT-Industrie will, dass wir es alle tun: Selfies. Die Selbstporträts, die mit den Front-Kameras von Smartphones und Tablets geschossen und über Apps im Internet veröffentlicht werden, zählen mittlerweile zu den wichtigsten Content-Arten im Social Web. Sie sind aber nicht nur Ausdruck einer selbstverliebten Internet-Generation, sondern zeugen auch von der Verunsicherung junger Menschen in einer schöngezeichneten Welt.

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