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Mehrwertiges Unternehmertum vom Bodensee – Interview mit PioneerPort Chefin Insa Sjurts

Die Zeppelin Universität in Friedrichhafen am Bodensee liegt geographisch zwar eher abgelegen aus der Sicht der digitalen Hotspots wie Berlin, Hamburg, Köln und München, aber von dort machen immer wieder erfolgreiche Start-ups von sich reden. Jetzt hat die Präsidentin, Prof. Dr. Insa Sjurts, das Gründerzentrum PioneerPort geschaffen. Es soll jungen Gründern mit frischen Ideen auf den Markt helfen. Unser Gastautor Andreas Wrede hat mit ihr gesprochen über das neue interdisziplinäre Start-up Gründerzentrum zwischen Wirtschaft, Kultur und Politik. 

Bevor es zur Gründung des PioneerPort kam, Frau Sjurts, welche erfolgreichen Start-ups sind aus der Zeppelin Universität (ZU) hervorgegangen?

Die ZU ist seit jeher Gründeruniversität. So gab es schon vor der institutionellen Einrichtung des PioneerPort an unserer Universität immer wieder Gründungsvorhaben, die weit über Friedrichshafen hinaus Beachtung erfahren haben. Und das alles lange vor der Zeit, als Hochschulen breitflächig das Thema Gründung für sich entdeckt haben. Nennen könnte ich hier – und das ist wirklich nur beispielhaft –„DeinBus.de“, „blogfoster“, „Parkpocket“, „knusperreich“ oder aber auch „GoodJobs“.

Bei GoodJobs handelt es sich um eine Plattform, auf der Interessierte Jobs mit gesellschaftlicher Wirkung finden – egal ob es um die Themen Nachhaltigkeit, Bildung, Innovation oder Soziales geht.

blogfoster ist eine Softwarelösung zur individuellen Monetarisierung und Analyse von Blogs weltweit. Alle Bereiche der Webseitenvermarktung, die vormals von Vermarktern und Agenturen für Webseitenbetreiber abgewickelt wurden, können nun über das einfach zu bedienende Drag & Drop-Interface von blogfoster gesteuert werden – auch via Tablet oder Smartphone. Die Einbindung von blogfoster funktioniert innerhalb einer Minute und in jede Webseite.

Das Ziel von Parkpocket ist es, über ein innovatives Parkplatz-Sharing-Konzept Vermieter von Parkplätzen und potentielle Mieter zusammen zu bringen. Dieses Start-up ist inzwischen eine eigenständige Abteilung bei der Continental AG.

knusperreich war der erste Online-Anbieter ofenfrischer Bio-Cookies in Deutschland. Die 14 exklusiven Kreationen werden in Handarbeit und mit Bio-Zutaten gebacken und anschließend versendet. Dabei stand die Ofenfrische besonders im Vordergrund: Gebacken wurde nur auf Bestellung, nicht auf Lager. Eine schnelle Abwicklung sorgte zusätzlich dafür, dass innerhalb von 24 Stunden nach Herstellung die Bestellung beim Kunden ankommen. Unsere Gründer haben das Start-up inzwischen an mymuesli veräußert.

Zuletzt sei noch der Pionier im deutschen Busmarkt DeinBus.de zu nennen. DeinBus.de hat die Liberalisierung des Bus-Fernreise-Verkehrs vor Gericht erstritten und als erstes Unternehmen jenseits der Bahn ein eigenes Streckennetz durch Deutschland angeboten.

Seit 2017 finden unsere Studierenden in der Co-Working-Fläche des PioneerPort und mit dem dortigen Coaching und den Workshop-Angeboten erstmals einen Hafen für ihre außergewöhnlichen Gründungsideen. So wollen wir den Gründer-Spirit weiter befördern und sichtbar machen.

Wie kam es zur Idee bzw. zur Gründung des ZU PioneerPort, wie lange hat es gebraucht bis das Konzept entwickelt war?

Die Idee war leicht gefunden, denn die ZU versteht sich seit ihrer Gründung im Jahr 2003 als Gründeruniversität. Sie war damals selbst Start-up. Und sie trägt den Namen eines der bedeutendsten Pioniere schlechthin, nämlich Ferdinand Graf von Zeppelin. Deshalb lag es in der Natur der Sache, Gründungsaktivitäten unserer Studierenden aktiv zu unterstützen. Dies geschah zwar schon immer, allerdings auf vielfältige Weise und mit sich weiter entwickelnden Konzepten.

Mit der Einrichtung des PioneerPort in Form eines Co-Working-Spaces an unserem SeeCampus haben wir dem Gründertum nun auch institutionell ein Gesicht gegeben. Das Beratungs- und Workshop-Angebot zu gründungsrelevanten Themen, das den Gründerteams nach einem zweistufigen Auswahlverfahren zur Verfügung steht, ist professionell und erfolgsorientiert. Wir wollen unsere Teams nach vorne bringen.

Von der Konzeption bis zum Start des PioneerPort verging dabei nur knapp ein halbes Jahr. Seither steht die Entwicklung aber nicht still. Wir sammeln laufend Erfahrungen, verbessern hier und optimieren da. Es ist ein laufender Prozess. Vor allem unser Netzwerk entwickelt sich hochdynamisch, der Kranz der Partner wächst schnell. Und so soll es weitergehen. Sich selbst als Start-up begreifen und mit immer neuen Ideen dem Thema Gründertum an unserer Universität Raum und Sichtbarkeit geben.

Haben Köpfe außerhalb der ZU an der Konzeption mitgewirkt?

Aber ja! Allen voran ist hier unser Gründercoach und Mitglied im Leitungsteam des PioneerPort Thomas Brandt zu nennen. Er war zuvor Geschäftsführer der Luftschiffbau Zeppelin GmbH und hat in seiner Vita weitere spannende Stationen, wie CFO bei Greenpeace oder auch Mitglied in der Geschäftsführung bei Dornier aufzuweisen. Mit seinem einzigartigen Kompetenz- und Erfahrungshintergrund ist er der ideale Gründercoach für unsere studentischen Start-ups und steht ihnen gerade in der von uns geförderten Seed-Phase als Mentor, Coach und Freund zur Seite.

Auch mit Corporates, die sich auf der Fläche mit Ausgründungen niedergelassen haben, stehen wir in Austausch. Dabei handelt es sich vorwiegend um die Innovationsabteilungen, welche beispielsweise neue Geschäftsmodelle entwickeln. Der Dialog von studentischen Gründerteams und Corporates ist eine Win-win-Situation für beide Seiten.

Und schließlich haben wir gebündelte Expertise in unserem Beirat des PioneerPort. Hier kommen regelmäßig gründungsinteressierte und gründungsaffine Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Gesellschaft zusammen und bringen mit ihren Ideen und Kontakten die Entwicklung des noch jungen Gründerzentrums voran.

Prof. Dr. Insa Sjurts ist seit 01.04.2015 Präsidentin, Sprecherin der Geschäftsführung, sowie Inhaberin des Lehrstuhls für Strategisches Management und Medien an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen am Bodensee.
Wie viele Teams haben im ersten Jahr den PioneerPort durchlaufen, welche Teams würden Sie dabei besonders hervorheben wollen bzw. welche Teams werden in 2019 weitergefördert?

Die Förderung bezieht sich immer auf sechs Monate mit der Möglichkeit, sich danach nochmals für eine Anschlusszeit von weiteren sechs Monaten zu bewerben. In der ersten Kohorte konnten wir vier, in der zweiten Kohorte schon zwölf Gründerteams im PioneerPort begrüßen.

Teams, die sich schon Sichtbarkeit erarbeitet haben, sind beispielsweise „bewelo“ und „laketyre“. „bewelo“ ist eine Plattform zum Gesundheitsmanagement, die eine Incentivierung des Fahrradfahrens anstrebt. Die Idee von„laketyre“ ist der B2B-Handel mit Reifen und Felgen; das Team konnte bereits im ersten Jahr einen hohen sechsstelligen Umsatz generieren.

Zu Beginn des Jahres 2019 wachsen wir nochmals: es werden dann insgesamt 15 Gründerteams auf der Fläche des PioneerPort beheimatet sein. Fünf der Teams befinden sich dabei in der zweiten Förderphase.

Inwieweit würden Sie sagen, dass der PioneerPort für andere Universitäten Vorbild-Charakter hat und wohin soll der weitere Weg des PioneerPort noch führen – gibt es eine Vision?

Der PioneerPort hat ganz viel zu tun mit der Region. Er befindet sich am Bodensee und er liegt in Baden-Württemberg – also in dem Bundesland, das gerade als die EU-Region mit dem höchsten Innovationspotential identifiziert wurde. Ausgehend vom universitären Hintergrund will unser Gründerzentrum Impulsgeber und Moderator sein der Gründerszene am Bodensee. Wir wollen einen aktiven Beitrag leisten, dass diese Region auch über ihre Grenzen hinaus so erkannt wird wie sie ist: nämlich als eine hochdynamische und ideenstarke, genuin internationale Community mit einer langen Historie großer Vordenker und einer Dichte von kreativen Potentialträgern, die so ihresgleichen sucht.

Und vielleicht noch ein Aspekt, der den PioneerPort besonders macht: Bei uns hat auch das mehrwertige Unternehmertum seinen Platz. Für uns ist Unternehmertum mehr, als nur die Bereitstellung von preiswerteren, innovativeren oder einfach zusätzlichen Gütern und Dienstleistungen.

Uns ist daran gelegen, Lösungen für gesellschaftliche Problemstellungen unter marktwirtschaftlichen Bedingungen bereitzustellen. Dabei muss nicht zwingend die ökonomische, sondern kann auch beispielsweise die soziale, kulturelle oder ökologische Wertschöpfung im Vordergrund stehen. In diesem Sinne „mehrwertige“ Unternehmensgründungen von Studierenden und weiteren Partnern, werden damit zu einem gesellschaftlich verantwortlichen Transfer zwischen Universität und Gesellschaft.

Auffallend ist, dass in Deutschland in den meisten Start-ups Frauen noch deutlich unterrepräsentiert sind. Woran liegt das, braucht es eine Start-up-Quote?

Dieses Phänomen beobachten wir auch bei uns im PioneerPort. In unseren Gründerteams sind nur zehn Prozent der Gründer Frauen. Das soll anders werden, auch hier wollen wir Impulse setzen. Aber wir wollen bestimmt keine Quote installieren. Wir wollen vielmehr Female Founder ermutigen, sich zu zeigen. Wir wollen sie in ihren Gründungsideen begleiten. Die Universität ist dafür ein idealer Raum. Und wir gehen auch wissenschaftlich dem Thema nach, wie wir weibliche Gründer noch besser ermutigen und fördern können: Ein Mitglied unseres Leitungsteams arbeitet hier an einer entsprechenden Studie. Es gibt in Wissenschaft und Praxis noch viel zu tun.

Wo steht der PioneerPort in zehn Jahren, Frau Sjurts?

In zehn Jahren steht der PioneerPort für ein dynamisches und verantwortungsbewusstes Gründerzentrum am Bodensee, in dem junge Gründerinnen und Gründer – begleitet durch erfahrene Praktiker und je nach Wunsch auch durch Wissenschaftler unterstützt – mutig Gründerideen entwickeln und zur Marktreife bringen können. Das alles in einem geschützten Raum, wie ihn nur eine Universität bieten kann, die selbst durch ihre eigene Geschichte noch ganz nah ist an der Start-up Idee. Der Mut, Neues nicht nur zu denken, sondern auch umzusetzen, liegt in unserer Universitäts-DNA. Das geben wir unseren Gründerinnen und Gründern mit. Und wir geben ihnen mit, dass Scheitern kein Manko ist, sondern von unschätzbarem Wert, wenn man damit richtig umgeht.

Und was ich mir auch in 10 Jahren erhoffe: Eine noch intensivere Verbindung mit den Corporates der Region in allen Fragen rund um Gründung. In der Bodenseeregion liegt so viel Potential. Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir es heben und sichtbar machen.

Und schließlich wollen wir unsere jungen Gründer auch hier in Friedrichshafen und in der Region halten. In einer Region, die ihresgleichen sucht: Quasi eingebaut international, mit Weltmarktführern aus unterschiedlichen Branchen, Hidden Champions bei den kleinen und mittleren Unternehmen. Wenn das zusammen kommt mit mutigen Querdenkern – wer braucht dann noch Berlin?

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Netzpiloten @IoTcamp

Mit smarten Technologien und interaktiven Geschäftsmodellen das Leben der Menschheit einfacher gestalten – ein guter Ansatzpunkt über den ihr mehr auf dem IoTcamp erfahren könnt. Dafür versammeln sich alle Interessierten, Unternehmer und Gründer am 12. und 13. Oktober im innovativen  Space Shack Berlin.

Worum es genau geht? – Um die Vollvernetzung und um Künstliche Intelligenz im Zeichen des Internet of Things. Es geht um Fragen, die unsere Zukunft betreffen und unsere Realität. Zudem erfahrt ihr mehr über aktuelle Forschungen und Entwicklungsstände. Anlass genug, um sich das Barcamp – veranstaltet von der Cassini Consulting GmbH – nicht entgehen zu lassen.

Beim IoTcamp spontan die Themen mitbestimmen

Was ist eigentlich ein Barcamp? Bei dem aus der Bloggerszene entstanden völlig freien Format (wir lieben es!), werden weder die einzelnen Sessions noch die Sprecher vorher festgelegt. Und das macht das Ganze so spannend. Die Teilnehmer entscheiden erst am Morgen des Konferenztages, wie die Planung verläuft.

Es ist das erste Mal, dass das IoTcamp an zwei Tagen veranstaltet wird. Während wir also am 12. Oktober spannende Businessaspekte und Entwicklungen neuer Geschäftsmodelle kennenlernen, geht es dann am 13. Oktober über Entwicklungs- und Anwendungsfragen.

Um welche Themen wird es gehen?

  • Business-Modellentwicklung
  • IoT-Strategie
  • Success Stories
  • Industrial Internet of Things

Dabeisein ist alles!

Wer sich das spannende Barcamp und den sicherlich angeregten Austausch untereinander nicht entgehen lassen möchte, sollte also nicht lange zögern und sich die passenden Tickets sichern. Wir wünschen zwei tolle Tage!

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Netzpiloten @Pirate Summit

Wer sein Wissen in Sachen Startup vertiefen und sich mit anderen Startup-Gründern vernetzen möchte, der sollte sich die drei Tage vom 03. – 05. Juli rot im Kalender anstreichen. Denn in Köln eröffnet zu dieser Zeit der Pirate Summit für alle Interessierten, Gründer und Investoren seine Tore.

Drei Tage volles Programm

Bereits 2011 startete der Pirate Summit als eine Konferenz für Unternehmer mit dem Fokus Startup-Gründer untereinander zu vernetzen. Wer sich also mit Gleichgesinnten aus anderen Startups zusammentun oder von anderen Gründern lernen möchte, ist hier genau richtig.

Mit über 1.000 Teilnehmern, 250 Investoren, 60 Startup Pitches und über 50 Experten Sessions wird allen Besuchern und Gründern an drei Tagen das geboten, was sie für ihr eigenes Startup brauchen.

Bereits am ersten Tag könnt ihr euch auf einen tollen Abend beim beliebten Pirate BBQ bei leckeren Getränken und toller Gesellschaft freuen. Tauscht euch aus, vernetzt euch und genießt den Abend, bevor es an den folgenden beiden Tagen bunt wird.

An Tag zwei geht es dann nämlich in die Vollen, denn hier dreht sich alles um das Networken untereinander. Anders als bei anderen Events sind hier jedoch keine Panels und nur sehr wenige Keynotes zu erwarten. Vielmehr erwartet die Besucher anregende 1:1-Meetings, Masterclasses für alle relevanten Gründerthemen und gemütliche Lagerfeuer.

Nach einem Tag voller Innovation, Motivation und Networking könnt ihr am großen legendären Lagerfeuer teilnehmen und Teil einer einzigartigen Party sein. Trinkt ein Gläschen Rum und lasst noch einmal die tollen Gespräche und Eindrücke des Tages auf euch wirken, während ihr bei der traditionellen „Nubbelverbrennung“ dabei seid.

Tag drei startet mit einem leckeren Katerfrühstück. Anschließend besichtigt ihr die besten Startups, die Köln zu bieten hat und erhaltet einen Blick hinter die Kulissen. Hierbei könnt ihr durch verschiedene Themenbereiche reisen. Wählt aus, ob eure Besichtigungen eher industrie-, bühnen-, oder technikspezifisch verlaufen sollen. Egal wie ihr euch entscheidet, ihr bekommt hier von Experten die besten Cases und Storys präsentiert.

Begleitet von Speakern und Experten

Der Pirate Summit wartet mit namhaften Speakern aus den unterschiedlichsten Branchen auf. Von ihnen lernt ihr alles Wissenswerte zum Thema Gründen und Startups. Tauscht euch aus, schnappt euch nützliche Best Cases und rüstet euch mit geballtem Wissen für euer eigenes Startup auf. Dabei dient keine geringere Räumlichkeit als Kölns beliebte Location Odonien die perfekte Kulisse.

Wenn ihr diese drei spannenden Tage nicht verpassen und Teil dieses abenteuerlichen Events sein möchtet, dann könnt ihr hier noch Tickets ergattern!


Images by Pirate Summit

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Netzpiloten @EBSpreneurship

Es ist bereits das zehnte Mal, dass Investoren, Studenten, Unternehmer und die, die es noch werden wollen, auf dem EBS Campus im Reingau aufeinandertreffen. Denn vom 19. bis 20. Oktober findet erneut der EBSpreneurship statt.

Hierbei handelt es sich um den größten von Studenten organisierten Kongress mit dem diesjährigen Fokus auf das Zusammenspiel von Finanzen und Technik.

Highlights für Jedermann

Wie schon in den Vorjahren können Besucher sich auf ein vielfältiges Programm freuen. Dabei erwartet sie spannende Vorträge von namhaften Speakern wie unter anderem Peter Holzer – Autor des Buches “Mut braucht eine Stimme” – oder auch Rouven Dresselhaus von Cavalry Ventures.

Zudem können sich die Teilnehmer auf anregende Podiumsdiskussionen mit Experten und Referenten freuen, bei denen es um interessante Themen wie Künstliche Intelligenz oder auch um die Zukunft der Mobilität geht.

Besonders sinnvoll ist an den beiden Tagen außerdem die Möglichkeit, sich untereinander zu vernetzen. Die Chancen stehen besonders gut sich seinen Praktikumsplatz zu ergattern oder gar andere Gründer mit ins Boot zu holen. Die Optionen scheinen an den beiden Tagen beinahe unbegrenzt.

Neben spannenden Workshops unter anderem zu den Themen Social Media oder Unternehmens- und Marktsimulationen können Teilnehmer hier ihr Wissen auffrischen und von den Besten lernen, um sich in Zukunft ein sicheres Standbein zu schaffen.

Diese beiden Tage sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen, denn hier ergeben sich zahlreiche Chancen für Gründer, Investoren, Unternehmer und Studenten. Aber auch Interessierte, die erst noch den großen Schritt in die Gründerszene wagen wollen, sind auf dem Kongress herzlich willkommen. Seid dabei, wenn Wissen auf Innovation trifft und vernetzt euch untereinander!

Tickets ergattern und dabei sein!

Wenn ihr euch den EBSpreneurship nicht entgehen lassen wollt, dann könnt ihr euch schnell Studenten-, Early Bird-, oder Unternehmer-Tickets besorgen.

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Die Netzpiloten sind Partner der StartupCon 2017

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Lust bei der StartupCon 2017 dabei zu sein? Dann gewinnt bei uns 3×1 Ticket oder sichert euch hier 30% Rabatt aufs Ticket! Teilnahmebedingungen


Das Mekka für Startups und Innovatoren: Die StartupCon 2017 gilt als Deutschlands große Gründerkonferenz und findet dieses Jahr in Köln statt. Hier treffen Investoren, Entscheider aus der Industrie und Meinungsbilder aus Medien und Presse aufeinander, um Gründern Wissen, Kontakte und den Geist des Entrepreneurship zu vermittelt.

Denn Startups haben großen Einfluss auf die Politik und Wirtschaft, im nationalen sowie internationalen Fokus. Damit Europa seine Rolle als Vorreiter behalten und weiter ausbauen kann, braucht es junge Unternehmern mit kreativen Ideen und guten Kontakten. Daraus entstand die Idee 2014 die StartupCon zu gründen.

Ziel der StartupCon ist es somit in der Startup-Szene zu vernetzen und neue Kooperationen zu bilden, sowie Synergien aus alteingesessenen Unternehmen und frischen, jungen Startups zu fördern.

Somit ist die StartupCon ultimativer Hotspot, um Kontakte zu knüpfen und in Dialog zu treten – egal ob als Aussteller, Besucher oder Interessierter. Es wird dieses Jahr 200 Speaker geben, wie z.B. den Founder von Lakestart, Klaus Hommels, und den Entrepreneur Cyriac Roeding. Zudem werden rund 5000 Besucher erwartet. Und ihr könnt auch dabei sein!

Wann & wo? 

Am 11.10.2017 in der LANXESS Arena in Köln.

Und hier gibt es noch Bilder vom letzten Jahr, Broschüren und weiter Informationen für euch.

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Die Netzpiloten sind Partner des EBSpreneurship Forum

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Am 15. und 16. September findet nun schon zum 8. Mal das EBSpreneurship Forum statt. Es ist der größte von Studenten organisierte Kongress mit dem Schwerpunkt Gründerwesen. Investoren, Gründer und Studenten treffen auf dem Event aufeinander, dass auf dem Campus der EBS Universität im Rheingau stattfinden wird. Auf dem Programm stehen dieses Jahr wieder Panel Diskussionen, Keynotes von Unternehmern und eine Pitch Challenge.

Die vier Elemente des Forums

  • Speaker, Panels und Workshops:
    Eingeladen sind dieses Jahr wieder viele Gründerpersönlichkeiten, die von ihren Erfahrungen, Berufswegen und ihren Unternehmen erzählen unter anderem Ferry Heilemann (CEO FreightHub), Sebastian Diemer (CEO bezahlt.de) und Marcus Börner (Founder ReBuy). Ein weiteres Highlight wird die EBSpreneurship Idea Challenge, in dem Teilnehmer ihre Idee pitchen können und attraktive Preise gewinnen können.
  • EBSpreneurship Village
    Unternehmen presentieren ihre Produkte und Services. Für Interessierte oder Investoren eine Möglichkeit einen Einblick zu bekommen und mit jungen Unternehmen in Kontakt zu treten.
  • Exklusive Interviews
    Teilnehmern des Forums wird die Möglichkeit gegeben an exklusiven Interviews teilzunehmen. Diese Gespräche sind entweder zwischen Partnern oder auch anderen Teilnehmern der Konferenz.
  • Speed Networking
    Gründer und Investoren können sich in einer etwas anderen Art des Speed Dating in schnellen Runden kennenlernen und vernetzen. Ideen können diskutiert oder Geschäftsideen verhandelt werden. Besonders für junge Unternehmer mit großen Ideen ist das eine Chance, die man nicht verpassen sollte.

Warum dabei sein?

Das EBSpreneurship Forum richtet sich an alle, die Gründerluft schnuppern wollen, erfolgreiche Unternehmer und Investoren als Redner und in Workshops erleben möchte. In dem Zwei-Tages-Ticket sind außerdem Übernachtung bei einem Studenten vor Ort, Verpflegung, Shuttle Services und Eintritt zur Aftershow Party enthalten. Alle Informationen zu den verschiedenen Tickets sind hier zu finden. Wer sich vorab ein Bild von der Veranstaltung machen möchte, kann sich hier den Aftermovie vom letzen Jahr anschauen.

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Die Netzpiloten sind Partner vom Bits & Pretzels Founders Festival

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Was als Gründerfrühstück im Münchener Löwenbräukeller startete ist mittlerweile ein dreitägiger Pflichttermin für alle Gründer, Gründungsinteressierte und Investoren. Am 24. – 26.September findet zum vierten Mal das Bits & Pretzels Festival statt, erneut mit einem hochkarätigen Line-up an Speakern und Workshop Leitern. Das Festival beginnt mit vielen Keynotes, Panel Diskussionen, Workshops aber vor allem viele Möglichkeiten für junge Entrepreneure. Unter anderem die Startup Acadamy mit zehn Masterclasses, die man als Gründer besucht haben muss. Themen sind zum Beispiel: Wie mache ich gute PR? Wie baue ich ein MVP auf? Wo bekomme ich gute Programmierer her? Alle unter der Leitung von einflussreichen Speakern aus der digitalen Branche.

Eine weitere große Chance für Gründer bietet der Pitch Contest. 100 Startups werden aus allen Bewerbern ausgewählt, die vor einer Jury präsentieren dürfen. Der Gewinn: Ein Ticket zu Richard Bransons Extreme Tech Challenge 2018 oder ein Sonderpreis vom ProSiebenSat.1 Accelerator. Als

Abschluss des Festivals dient das große Oktoberfest Networking, direkt in einem Festzelt auf dem größten Volksfest der Welt. Unter zwei verschiedenen Konzepten können Gründer Kontakte knüpfen, diskutieren und Ideen austauschen, entweder mit einem der 150 Experten oder in einer Themenrunde. Es gilt das Prinzip First Come – First Serve: wer zu erst kommt, mahlt zuerst.

Was man nicht verpassen sollte

Über 50 Speaker sind bereits bestätigt, mit vielen großen Namen der Startup Szene. Im Vorjahr war unter anderem Oskar-Preisträger Kevin Spacey oder Virgin-Gründer Richard Branson anzutreffen. Auch dieses Jahr sind große Namen zu finden:

Seid dabei!

Wenn ihr im September in München dabei sein wollt könnt ihr hier ein spezielles Netzpiloten Partner-Ticket erwerben. Mit dabei ist neben dem 3-Tages-Ticket ein Bits & Pretzels Hoodie. Gebt beim Kauf den Partnercode: PARTNER_NW17 ein! Wir wünschen euch viel Spaß!

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Die Netzpiloten sind Partner der EU-Startups Conference

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In Berlin findet am 13. April die EU-Startups Conference statt. Das Event wird einmal im Jahr veranstaltet und gilt als Flaggschiff-Veranstaltung von EU-Startups.com. Es werden über 400 Gründer, Gründungsinteressierte, Business Angels, VCs, und Medienleute erwartet.

Die Veranstaltung ist ideal zum Networken und für aufstrebende Entrepreneurs und Investoren, die in Europa gründen wollen, geeignet. Außerdem wird Platz sein für sogenannte Fireside Chats (dt. Kamingespräche), also Gespräche in gemütlicher Atmosphäre, an denen auch viele der international erfolgreichen Gründer teilnehmen werden.

Die Speaker, die vor Ort sein werden, sind bekannte Entrepreneurs und Investoren, darunter:

Hier seht ihr einige Impressionen aus dem letzten Jahr:

Lukrativer Wettbewerb

Ein weiterer Programmpunkt wird der Pitch-Wettbewerb sein. Alle Teilnehmer, das sind 15 Startup-Teams, haben drei Minuten Zeit, um das Publikum und eine strenge Jury, bestehend aus bekannten Investoren, von ihrer Idee zu überzeugen. Auf den Gewinner wartet ein Preis, der mit 17. 500 Euro dotiert ist.

Der Veranstaltungsort ist das HTW Audimax in Berlin. Hier bekommt ihr Tickets für die EU-Startups Conference.

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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • DATENSCHUTZ heise: Britische Innenministerin will Zugriff auf WhatsApp & Co.: Amber Rudd, Innenministerin von Großbritanien, fordert Zugriff auf Messenger-Dienste wie WhatsApp. Rudd äußerte sich dahingehend in einem Fernsehinterview mit der BBC vor dem Hintergrund des Terroranschlags in London. Demnach sei es „vollkommen inakzeptabel“, dass Sicherheitsbehörden die Nachrichten von Messenger-Apps nicht einsehen könnten. Zwar zöge sie es vor, eine Einigung mit den entsprechenden Unternehmen zu finden, sie sei aber auch bereit, eine Umgehung der Verschlüsselung zu finden. Ausschlaggebend für diese Stellungnahme war die Tatsache, dass der Attentäter kurz vor dem Anschlag imn Regierungsviertel noch über WhatsApp kommuniziert hatte.

  • GLASFASERAUSBAU golem: AT&T baut Millionen Glasfaserverbindungen: Der US-amerikanische Mobilfunkanbieter AT&T hat angekündigt, den Ausbau des Glasfasernetzes verstärkt voran zu treiben. Während derzeit rund 4 Millionen Haushalte in 51 städtischen Regionen an das Glasfasernetz angeschlossen sind, sollen es im Jahr 2019 bereits 12,5 Millionen Haushalte in 61 städtischen Regionen sein. Verizon und der TV-Kabelnetzbetreiber Comcast dürften mit ähnlichen Ausbauplänen folgen. Google Fiber hingegen expandiert nicht mehr. In zehn Städten wurde der Ausbau gestoppt oder ausgesetzt.

  • HYPERLOOP t3n: Lufthansa prüft Einsatz der Elon-Musk-Idee: Bei einem Hyperloop handelt es sich um ein Reisemodell, bei dem Kapseln auf 1.200 km/h beschleunigt werden. Die Strecke Berlin – München könnte so in unter 30 Minuten bewältigt werden. Sowohl die Lufthansa als auch die Deutsche Bahn zeigen Interesse an dem Gaschäftsmodell. Besonders die Lufthansa sieht hierin eine Alternative für innerdeutsche Flugverbindungen. Die Firma Hyperloop Transportation Technologies (HTT) aus der Slowakai arbeitet bereits an Plänen für die Strecke Bratislava – Wien. Frühestens 2020 könnte die Strecke eröffnet werden.

  • CYBERWAR Welt: Google-Vordenker fordert Genfer Konvention für Cyberkriege: Der US-Informatiker und Google-Chefstratege Vinton Cerf sorgt sich um die wachsende Gefahr von Hackerangriffen und fordert eine globale Genfer Konvention für Cyberkriege. „Wir sind mittlerweile so abhängig davon, dass die Software, mit der wir uns im Alltag umgeben, funktioniert, dass jegliche Störung großen Schaden anrichten würde. Ich bin darüber wirklich in tiefer Sorge”, sagte Cerf der „Welt am Sonntag“. „Bisher gibt es noch nicht einmal einen Dialog darüber, dabei brauchen wir dringend gemeinsame Absprachen über die Kriegsführung via Internet.“ Der 73-jährige gilt als einer der Väter des Internet. Cerf schlägt vor, in einer Art globaler Genfer Konvention für Cyberkriege festzulegen, welche Art von Angriffen strikt verboten seien. „Es ist schlimm genug, dass wir uns im Alltag ständig mit digitalen ‚Schädlingen’ wie Viren oder Trojanern herumschlagen müssen. Aber wenn jemand, insbesondere eine staatliche Macht, bewusst das Internet eines anderen Landes torpediert, hat das noch mal eine andere Dimension”, sagte Cerf weiter.

  • HASSKOMMENTARE Spiegel: Sie sind hier: Aktion gegen Hetze auf Facebook: Der 43-jährige Hannes Ley aus Hamburg kämpft bei Facebook gegen Hasskommentare. Nachdem er lange Zeit beobachtete, wie der Umgangston im Internet besonders bei sensiblen Themen immer rauer wurde, gründete er die Facebook-Gruppe „#Ichbinhier“, der sich binnen drei Monaten 27.000 User anschlossen. Sie treten als deeskalierende Kommtentatoren unter öffentlichen Breiträgen auf und versuche, Konflikte zu entschärfen. Jeder Kommentar wir dabei mit dem Hashtag #Ichbinhier markiert. Werden Mitglieder der Gruppe angegriffen, erhalten sie Unterstützung von anderen Mitgliedern.

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Die Netzpiloten sind Partner des Start & Found

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In Hamburg findet vom 28. bis zum 30. April zum siebten Mal das Start & Found statt. Der Startup Hackathon, der bis jetzt Startup Weekend Hamburg hieß, richtet sich an alle, die eine Business-Idee im Kopf haben, aber nicht über die richtigen Kontakte verfügen. Auch wer ein professionelles Feedback haben will, ist bei Start & Found genau richtig. In den letzten sechs Jahren gingen aus der Veranstaltung zahlreiche Startups hervor, von denen zwölf sehr erfolgreich sind. Damian Qipo, einer der Organisatoren des Ideen Accelerators, erklärt: „Die neue Marke soll den Start für die Weiterentwicklung unseres Eventformats in den nächsten Jahren einläuten. Wir wollen Unternehmertum mit unserem Event in Deutschland noch stärker fördern und junge Gründer mit alten Hasen vernetzen.“

Am Start & Founds nehmen 140 Gründungsbegeisterten mit verschiedenen Expertisen teil. Die Teams bestehen aus Teilnehmern mit technischen, grafischen und kaufmännischen Fähigkeiten. Am Freitagabend beginnt das Event, das auf 54 Stunden ausgelegt ist. Am Ende werden drei Preise verliehen: „Best Over All“, „Best Pitch“ und „Best Design“. Doch obwohl der Zeitplan eng getaktet ist, werden Networking und Spaß nicht zu kurz kommen. Allerdings sollten sich die ehrgeizigen Gründer gut vorbereiten, denn die strengen Jurymitglieder wollen überzeugt werden, dass es nicht nur ein vage Idee, sondern um ein konkretes und unterstützenswertes Geschäftsmodell handelt. Um die Anwesenden zu überzeugen, hat jedes Gründerteam nur 60 Sekunden Zeit.

Zu den erfahrenen Mentoren, die dieses Jahr vor Ort sind, zählen Laurent Burdin, Gründer Space & Lemon und Nils Seger, Gründer RCKT. Erste Jurorin ist Juana M. Sacristan.

Die Veranstaltung findet im Mindspace Hamburg am Rödingsmarkt statt. Hier könnt ihr euch registrieren.

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  • FACEBOOK allfacebook: Gerücht: Facebook ändert Verifizierung von Seiten massiv: Seit ein paar Wochen brodelt es in der Gerüchteküche. Immer wieder hört man aus verschiedenen Ecken, dass es eine große Änderung am Verifizierungsverfahren geben wird. Wir haben noch einmal genauer recherchiert in ein paar US-Foren und bei ein paar Facebook Ansprechpartnern, von denen man leider immer recht wenig erfährt. Inzwischen sind wir etwas schlauer und können über ein paar Details berichten. Im Fokus steht dabei, dass das bisherige System sowohl für den Nutzer als auch den Administrator transparenter werden soll.

  • BKA handelsblatt: BKA beginnt bald Test von Software zur Gesichtserkennung: Das Bundeskriminalamt (BKA) startet in Kürze mit dem Test einer Gesichtserkennungssoftware. Dies geht aus der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linken-Fraktion im Bundestag hervor, die der Deutschen Presse-Agentur am Montag vorlag. Die Software solle „im Bereich der religiös motivierten Kriminalität“ eingesetzt werden. „Die Aufnahme eines Probewirkbetriebs steht in Kürze bevor“, hieß es. Das System gleicht automatisch Gesichter, die per Videoüberwachung erfasst werden, mit Aufnahmen in Datenbanken ab. Eine solche Maßnahme ist umstritten.

  • CEBIT golem: Bedrucktes Papier rein, unbedrucktes wieder raus: Wie ein riesiger Zauberkasten mutet Epsons Paperlab A-8000 an, wenn im Einschub bedruckte A4-Blätter eingezogen und aus dem Ausgabefach unbedrucktes Papier herauskommt. Auf der Elektronikmesse Cebit 2017 in Hannover wurde die experimentelle Recyclingmaschine erstmals in Europa ausgestellt. Zur detaillierten Funktionsweise der Maschine hält sich das japanische Unternehmen noch bedeckt. Paperlab zerkleinert Abfallpapier mechanisch erst zu einer Art Papierwolle. Anschließend wird diesem Zwischenprodukt eine geheime Chemikalie in Pulverform beigemengt.

  • HAMBURG gruenderszene: In Hamburg entsteht ein riesiger Digital-Hub: Hammerbrook ist nicht gerade als der fortschrittlichste Bezirk in Hamburg bekannt. Die Gegend zwischen der schnieken Hafencity und dem trubeligen Sankt Georg beherbergt einige Büros, und gilt zwar als im Kommen, ist derzeit aber noch eher ruhig. Doch bald könnte sich das ändern. Das Hamburgische Welt-Wirtschafts-Institut (HWWI) und die Kreativagentur Interpol Studios wollen ein Zentrum für die Digitalszene der Stadt schaffen, berichtet das Hamburger Abendblatt. In dem Gebäude sollen beispielsweise Startups mit der öffentlichen Verwaltung, Wissenschaftlern und Verbänden zusammenarbeiten.

  • DATENSCHUTZ heise: US-Richter: Google soll alle Suchenden eines Namens identifizieren: Der US-Suchmaschinenanbieter Google ist von einem Richter im US-Bundesstaat Minnesota dazu verpflichtet worden, alle Personen zu identifizieren, die Ende 2016 nach dem Namen einer ganz bestimmten Person gesucht haben. Das berichtet Ars Technica unter Berufung auf den Journalisten Tony Webster, der das Gerichtsdokument entdeckt hat. Demnach geht es dem Gericht darum, einen Betrug aufzuklären, in dessen Rahmen 28.500 US-Dollar vom Konto eines Mannes aus der Kleinstadt Edina abgehoben wurden. Dazu hatte der Betrüger einen gefälschten Pass benutzt.

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Netzpiloten sind Partner beim Startup Camp Berlin 2017

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Am 07. und 08. April findet in Berlin das Startup Camp Berlin 2017 (SCB17) statt. Das SCB17 bringt Gründer, Entrepreneurs, Investoren und Studenten zusammen. Ziel ist es, Erfahrungen miteinander zu teilen und gemeinsam die Zukunft zu gestalten.

Die Veranstalter sind der Bundesverband Deutsche Startups e.V., Berlin Startups und deutsche-startups.de. Auf der Konferenz werden euch die Speaker im Rahmen ihrer Präsentation Einblicke in ihre Kenntnisse geben und ihr Wissen mit euch teilen. Wenn ihr selbst ein Produkt auf den Markt gebracht hat, könnt ihr mit den Experten eine Fallstudie durchführen. Dadurch erreicht ihr ein breiteres Publikum, bestehend aus Studenten, Entrepreneurs, Gründern, Kunden, Investoren und potentiellen zukünftigen Partnern.

Die Organisatoren, selbst Entrepreneurs, die ihre eigenen Unternehmen aufgebaut und verkauft haben. Seit 2005 haben sie mehr als 200 Veranstaltungen und Meet-Ups organisiert. Mit ihrer Hilfe seid ihr schlauer bei der Gründung und werden schneller wachsen. Unter den erfolgreichen Speakern, die für euch vor Ort sein werden, sind unter anderem:

Parallel zum Konferenzgeschehen finden so genannte Focus Camps statt. Diese werden von Kuratoren organisiert und durchgeführt. Themen der bislang insgesamt 15 Focus Camps sind in diesem Jahr unter anderem: FinTech, HR, Business Creation for Startups, Incubatoren & Acceleratoren, Marketing & PR sowie Digital Health und viele weitere.

Die Veranstaltung findet in der Humboldt Universität in Berlin statt. Unter dem Hashtag #SCB17 auf Twitter bleibt ihr auf dem Laufenden und teilt eure Meinung mit einer relevanten Zielgruppe.

+++ Rabattaktion +++

Hier könnt ihr euch Tickets für die Veranstaltung sichern. Wenn ihr euer Ticket bucht, benutzt exklusiv den Rabattcode „Netzpiloten_at_SCB17“. Die ersten fünf von euch erhalten damit 15 Prozent Rabatt.

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Netzpiloten sind Partner der HEUREKA

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Am 20. Juni findet in Berlin zum sechsten Mal die HEUREKA – The Founders Conference statt. Die englischsprachige Konferenz richtet sich an Early Stage Start-Ups, Investoren und Corporates. Der Veranstalter ist der Digitalverlag Vertical Media. Das Ziel der Konferenz ist, junge Gründer und Startup-­Interessierte zu inspirieren und sie auf ihren steinigen Gründerweg vorzubereiten, sowie sie mit Kapitalgebern und anderen Gründern auf internationalem Level zu vernetzen. Es werden mehr als 800 Besucher erwartet. Auf der Konferenz werdet ihr sowohl auf alte Bekannte als auch auf neue Gesichter treffen.

HEUREKA 2017: Gründergeschichten

Die Konferenz steht dieses Jahr unter dem Motto „Gründergeschichten“. Im Vordergrund sollen sowohl Erfahrungen von erfolgreichen als auch von gescheiterten Unternehmensgründungen stehen. Wie fühlt es sich beispielsweise an, zehn Jahre lang am Markt zu bestehen? Und was ist das für ein Gefühl, wenn man am Ende einer langen Reise einsehen muss, dass es nicht funktionieren wird und man sein Unternehmen für die Planinsolvenz anmelden muss?

Die HEUREKA ist eine Application-only-Konferenz. Die Qualifikation erfolgt dabei über ein Bewerbungsformular auf der Website des Veranstalters. Zugelassen werden alle, die gründen wollen, die gerade gründen oder die bereits gegründet haben, außerdem alle, die investieren oder einen Mehrwert für die Digitalszene bieten. Vergünstigte Early-Bird-Tickets erhaltet ihr noch bis zum 31. März. Nach der Konferenz gibt es dieses Jahr noch eine Aftershow-Party. Für die Besucher stehen ein DJ Line-up und kühle Getränke bereit.

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Die Netzpiloten sind Partner beim ONLINE HANDEL


+++ GEWINNSPIEL +++

 

Kurz vor knapp haben wir noch ein besonderes Highlight für euch. Ihr habt nämlich noch bis zum 31. Januar die Chance, ein Ticket für das Event zu gewinnen. Einfach klicken, mitmachen und Daumen drücken. Viel Glück!


Am 07. und am 08. Februar 2017 findet in Berlin zum 13. Mal die Veranstaltung „ONLINE HANDEL“ statt. Der Veranstalter ist das Management Forum der Verlagsgruppe Handelsblatt GmbH. Bei dem Event, das sich an die Online-Handel-Community richtet, warten exzellente Redner mit spannenden Themen aus der E-Commerce-Branche auf. Themen, über die unter anderem referiert wird, sind: „Coming of age – Next steps für den Online Handel“, „Amazon Best Practice – Power Retailer“ und „Wie können Corporates und Startups am besten voneinander profitieren – Von der Kooperation bis zur kompletten Übernahme“.

Außerdem wird zum inzwischen 6. Mal der Online-Handel-Award verliehen. Die ECC Köln hat dafür 10.000 Konsumenten befragt. Die am besten bewerteten Online-Shops werden auf der „ONLINE HANDEL“ ausgezeichnet.

Des Weiteren gibt es vertiefende Seminare. In diesen sogenannten „Deep Dives“ werden Themen rund um die Bereiche Marketing und Organizational Development behandelt.

Vortragende sind: Andreas Bartmann, Geschäftsführer Globetrotter; Jürgen Bock, Leiter Kulturentwicklung OTTO und Berater für Unternehmenskultur; Stephanie Cox, Initiator chancen:reich; Florian Färber, Geschäftsführer ZipJet GmbH; Alexander Graf, Herausgeber kassenzone.de; Dr. Florian Heinemann, CEO Projekt A Ventures; Joël Kaczmarek, Chefredakteur digital kompakt; Tijen Onaran, Gründerin Women in Digital e.V. und startupaffairs; Sebastian Pollok, Gründer & Geschäftsführer Amorelie.de; Daniel Raab, Managing Director ProSiebenSat.1 Commerce GmbH; Karsten Schaal, Gründer und Managing Director food.de sowie Kornelia Telkes und Eszter Kerdö, Geschäftsführung KALA Fashion.

Die Veranstaltung findet im nhow, in den Räumlichkeiten des nh-Hotels statt. Die Adresse ist Stralauer Allee 3, 10245 Berlin.

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Macht das Arbeiten in Startups krank?

Es ist zwei Uhr morgens in Colorado. Sarah Jane Coffrey schreckt hoch und checkt panisch ihre E-Mails. Sie hat Angst, dass sie eine wichtige Nachricht verpasst hat – obwohl sie mal wieder bis in die Nacht gearbeitet hat. Sie ist nicht nur müde, sie ist erschöpft, am Ende ihrer Kräfte. So hatte sie sich das glamouröse Startup-Leben nicht vorgestellt. Rückblickend erinnert sie sich an ihre schlimmsten Momente ihrer ersten Startup-Erfahrung: „Bald fing ich an, bei der Arbeit zwei oder drei Mal die Woche auf der Toilette zu weinen. Es gab zwar manchmal konkrete Gründe für die Tränen, aber meistens weinte ich aus dem starken Gefühl der Überwältigung heraus.“

Wenn der Mythos Startup zu bröckeln beginnt

Das widerspricht eigentlich komplett dem Image der Gründerszene. Denn wohin man schaut, Startups sind der letzte Hype. Gründer sind die neuen Rockstars. Sie sind kreativ, verändern die Welt und durchbrechen festgefahrene Strukturen der Arbeitswelt. Wer möchte nicht in so einem Umfeld arbeiten?

Menschen wollen, dass ihre Arbeit bedeutungsvoll ist. Sie wollen etwas beeinflussen, ihre Talente nutzen, wertgeschätzt werden. Und sie wollen natürlich auch mit ihrer harten Arbeit die Karriereleiter schneller erklimmen als sie das je in einem klassischen Unternehmen könnten.“ So erklärt zumindest Sarah Jane Coffrey im Netzpiloten-Gespräch die Faszination, die die Gründerszene auf viele ausübt. Doch was, wenn dieser Mythos anfängt, zu bröckeln?                                           

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Sarah Jane Coffrey by Sarah Jane Coffrey

Sarah Jane Coffrey ist nicht die einzige, die mit viel Enthusiasmus bei einem Startup zu arbeiten anfing und dann, nach Monaten oder sogar Jahren, in denen 60-Stunden-Wochen die Norm sind, in ein tiefes Loch fällt. Miriam Goos, Neurologin und Gründerin von Stressfighter Experts, einer Burnout-Prävention-Firma, kennt viele solcher Beispiele aus ihrer täglichen Arbeit: „Je höher wir fliegen, desto tiefer können wir fallen“, sagt Goos. Was so poetisch klingt, ist für Betroffene aber alles andere als romantisch. Denn sie leiden meist unter Burnout, Depression, sozialer Vereinsamung – oder allem zusammen. 

Gerade Gründer haben nach Meinung von Goos diese große Fallhöhe. „Anders als Angestellte in einem langweiligen Bürojob, um es mal ganz platt zu sagen, wissen Gründer sehr genau, warum sie arbeiten. Sie verwirklichen ihre eigenen Ideen und oft steckt natürlich auch noch viel Eigenkapital im Startup. Da ist die Motivation natürlich sehr hoch“, erklärt Goos gegenüber den Netzpiloten.

Hohe Ideale, große Ziele und persönliche Investitionen sind natürlich riesige Antriebe, um voll durchzupowern. Das wäre an und für sich etwas sehr Positives. Problematisch wird es aber dann, wenn diese hohen Erwartungen nicht erfüllt werden. Gerade bei Startups, wo vieles noch im Anfangsstadium ist und Gründer sich selbst unter sehr viel Zeit- und Gelddruck setzen, können diese Erwartungen schnell enttäuscht werden. Die Folge: Burnout.

Wie eine Sucht

Deshalb vergleicht Miriam Goos die Vorgänge von Burnout im Gehirn durchaus mit einem Suchtverhalten. „Wenn Gründer ihre ersten Ideen umsetzen und Erfolge haben, wird das Belohnungszentrum im Gehirn aktiviert und es kommt zur Dopaminausschüttung. Dieses Glücksgefühl macht süchtig und ist so stark, dass Gründer weitermachen. Wenn dann aber die Stimuli überraschend ausbleiben, weil etwa der gewünschte Umsatz oder ein bestimmtes Ziel nicht erreicht wurden, sinkt die Dopaminkonzentration stark ab. Man fällt in ein Loch. Daraus entsteht eine Unsicherheit und auch Angst vor dem ausbleibenden Erfolg, das Immunsystem leidet und auch die emotionale Stabilität und die geistige Leistungsfähigkeit sinken ab.“

Nicht selten führt das bei Gründern tatsächlich auch zu Drogenkonsum. Vor allem Drogen, die die Performance steigern, seien bei Gründern beliebt, sagt Goos. Sarah Jane Coffrey hat in der Startup-Szene in Denver vor allem exzessiven Alkoholkonsum erlebt. Der eine oder andere Drink nach der Arbeit sei sicher okay, doch die Trinkkultur, die sie erlebt hat, deute darauf hin, dass man mit Alkohol tiefere Probleme kaschiere, sagt Coffrey: „Wenn das Team sich regelmäßig betrinkt und das Dampf ablassen nennt, weil alle kontinuierlich Überstunden schieben, dann ist das kein Stressventil, dann ist das ein Zeichen dafür, dass etwas gewaltig kaputt ist.“

Tabu-Thema Burnout in der Gründerszene

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Miriam Goos by Philipp Goos

Goos ist überzeugt davon, dass die Erlebnisse von Coffrey auch auf Deutschland zutreffen, auch wenn das Thema „Drogenproblematik“ in der Startup-Szene hierzulande noch absolut Tabu ist. Das ist nicht weiter verwunderlich, wenn man bedenkt, dass es zum Beispiel noch nicht mal eine offizielle Anlaufstelle für Gründer gibt, die über Probleme wie Stress oder Burnout sprechen möchten.

Dabei wäre es wichtig, die Burnout-Symptome früh zu erkennen. Zu Miriam Goos kommen die meisten Kunden erst, wenn sie am Ende sind. Sie leiden unter Schlaflosigkeit, hohem Blutdruck, ernähren sich mangelhaft, arbeiten ohne Unterlass und gehen dabei sehr hart mit sich selbst ins Gericht. Die meisten ihrer Klienten beschweren sich aber darüber, dass sie nicht abschalten können. „Sie haben eine ständige Autobahnfahrt ihrer Gedanken im Gehirn und müssen erstmal lernen, das Tempo wieder herauszunehmen. Ich nehme sie dann zum Beispiel mit zu einem Spaziergang und dann üben wir bewusst ganz, ganz langsames Gehen. Das allein schon fällt den meisten unglaublich schwer.“

Leider wird diese „Always-On-Mentalität“ selten als etwas Problematisches erkannt, sagt Coffrey: „Was das Ganze noch schlimmer macht ist ja gerade die Tendenz dazu, diesen sehr intensiven Lebensstil als etwas Glamouröses darzustellen. Ich zucke jedes Mal zusammen, wenn ich einen Tweet über die Arbeit um drei Uhr morgens mit dem Hashtag #startuplife sehe. Das ist doch nicht sexy, das ist  sehr traurig.“

Coffrey selbst hat ebenfalls lange gebraucht, um sich einzugestehen, dass ein solches Leben ungesund ist. Mittlerweile arbeitet sie bei Reboot, einem Unternehmen, das Startups coacht. Doch der Prozess der Selbsterkenntnis ist lang und schwierig. Daher wäre es wichtig, die Anzeichen von Burnout in Startups nicht zu verherrlichen oder zu ignorieren, sondern offen zu diskutieren.

„Manchmal reichen auch 80 Prozent“

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Susann Hoffmann und Nora-Vanessa Wohlert by Jennifer Fey

In Deutschland trauen sich mittlerweile, wenn auch noch sehr vereinzelt, die ersten Gründer, offen über die Schattenseiten von Startups zu sprechen. Dazu gehört auch Nora-Vanessa Wohlert, Mitgründerin des Webmagazins Edition F. Im ersten Unternehmensjahr versuchten sie und ihre Geschäftspartnerin Susann Hoffmann ein tolles Magazin auf die Beine zu stellen, ein kleines Team zu leiten, eine Unternehmenskultur aufzubauen und Investoren zu finden – und all das natürlich auf einmal. „Die Wahrheit ist: Gründen ist herausfordernd. Immer wieder kommen Zweifel. Ängste. Harte Entscheidungen. Die Sorge um das Geld. Die Sorge um den Erfolg. Erwartungen. Zeitmangel“, schreibt Wohlert über ihre eigene Erkenntnis, dass das Startup-Leben nicht immer so glamourös ist, wie es klingt. 

Etwa ein Jahr ging das so, bis Wohlert klar wurde, dass sie so nicht mehr weitermachen wollte: „Ich hatte in dem Jahr keinen Urlaub, habe mir kein Gehalt gezahlt und mir selbst auch einfach nichts gegönnt. Ich habe mir zum Beispiel in eineinhalb Jahren wirklich gar nichts für mich selbst gekauft“, erinnert sie sich im Gespräch mit den Netzpiloten. Erst als ein Unbekannter sie bei Facebook fragt, wann sie anfangen würde zu leben statt zu arbeiten, macht es Klick bei Nora-Vanessa Wohlert.

Sie hatte die Warnungen ihres Umfelds größtenteils ignoriert, sich selbst nie eine Pause gegönnt und sich selbst auch nie die Zeit genommen, sich zu den vielen kleinen und großen Erfolgen als Gründerin zu gratulieren. „Ich habe zum Glück mittlerweile einen Weg gefunden, mir selbst das Abschalten zu erlauben. Ich habe erkannt, dass ich ersetzbar bin – und dass das eine Entlastung ist. Auch habe ich meinen Perfektionsdrang etwas gedrosselt, manchmal reichen auch 80 Prozent.“ Das scheinen bei Wohlert keine leeren Worthülsen zu sein – sie bereitet sich gerade auf ihren Urlaub nach Thailand vor.


Image „burnout“ by moritz320 (CC0 Public Domain)


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Netzpiloten sind Partner der „Gründen, Fördern, Wachsen“

Zum 5. Mal lädt die Gründen, Fördern, Wachsen Gründer, Start-ups und Gründungsinteressierte nach Frankfurt am Main ein. Die Veranstaltung findet am 16. November von 16:30 bis 21 Uhr im THE SQUAIRE und im Rahmen der „Gründerwoche Deutschland“ für Hessen statt.

In mehr als 1.000 Workshops, Seminaren oder Planspielen wird sich im Rahmen der Aktion bundesweit rund um das Thema berufliche Selbstständigkeit ausgetauscht. Die „Gründen Fördern, Wachsen“ entsteht unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung entsteht und richtet sich an Gründer, Start-ups und Gründungsinteressierte und potentielle Entrepreneure aus den Bereichen schnell wachsende Technologien und Dienstleistungen sowie Partner, Investoren, Coaches und Akteure der Gründerszene.

Die Teilnahme ist für Gründer, Start-ups, Studenten und Gründungsinteressierte kostenfrei und einen Überblick über das Programm gibt es auf der Website.

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Ticken Entrepreneure anders?

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Was haben Entrepreneure, was andere Menschen nicht haben? Diese Frage fasziniert seit jeher die Finanzwelt und die Wissenschaft gleichermaßen. Was treibt jemanden an, völlig neue Wege zu gehen? Und wie schaffen es diese kreativen Denker, nicht nur neue Produkte auf den Markt zu bringen, sondern damit unsere Gesellschaft zu verändern?

Geschäftsmänner wollen Gewinne machen, Entrepreneure die Welt verändern

Entrepreneure ticken einfach anders. Das ist die einfache Antwort auf all diese Fragen. Dabei muss man zunächst den Entrepreneur, Gründer oder Unternehmer vom klassischen Geschäftsmann unterscheiden. Denn nicht jeder Mensch, der ein Unternehmen hat, ist auch automatisch ein Entrepreneur. Viele von ihnen sind schlicht und einfach Geschäftsleute. Ein Geschäftsmann will Geld verdienen. Ein Unternehmer dagegen möchte Dinge fundamental verändern. Während Manager etwa eine klare Zielvorgabe haben – nämlich Gewinne maximieren – definieren Unternehmer ihre Ziele selbst, in Form von vielen Möglichkeiten.

Unternehmerisches Denken vs. Geschäftssinn
Unternehmerisches Denken vs. Geschäftssinn via Effectuation.org (Quelle:Effectuation.org)

Diese Grafik zeigt, wie Entrepreneure sich von anderen Menschen unterscheiden. Sie denken nicht in Zielsetzungen, sondern in Problemstellungen. Wissenschaftler nennen dieses Mindset auch Effectuation.

Dieser Begriff ist vornehmlich von Saras D. Sarasvathys bahnbrechender Forschungsarbeit zum unternehmerischen Denken geprägt. Nach Sarasvathy wird den meisten von uns beigebracht, kausal-rational zu denken. Das bedeutet: Es gibt ein Ziel und verschiedene Wege, um zum Ziel zu gelangen. Wir lernen unser Leben lang, den optimalen – also den schnellsten, billigsten, effizientesten – Weg zum Ziel zu finden. Unternehmer wiederum ticken ganz anders. Sie werden oft von Idealismus angetrieben. Geldverdienen steht für sie oft erst an zweiter Stelle. Das erlaubt es ihnen auch, um die Ecke zu denken. Das ist es was Sarasvathy „Effectuation“ nennt. Die Society for Effectual Action definiert den Begriff folgendermaßen: „Effectuation ist eine Idee mit Zielstrebigkeit – ein Wunsch, durch die Schaffung von neuen Firmen, Produkten, Märkten, Dienstleistungen und Ideen, den Zustand der Welt und das Leben von Individuen zu verbessern.“

Vorsicht vorm Klischee „Entrepreneur“

Es braucht also einen ganz bestimmten Typ Mensch für solch unternehmerisches Denken. Effectuation ist dabei nicht alles, was einen Entrepreneur ausmacht. Studien haben gezeigt, dass Entrepreneure generell offener, selbstbewusster aber auch neurotischer sind als Otto Normalverbraucher.

Psychologischer Vergleich Entrepreneure vs. Angestellte.(Quelle: Barclays (PDF))
Psychologischer Vergleich Entrepreneure vs. Angestellte.(Quelle: Barclays (PDF))

Auch wenn es natürlich nicht DEN Entrepreneur gibt und Wissenschaftler immer wieder davor warnen, das Klischee des risikobereiten, kreativen, ehrgeizigen Unternehmers zu verbreiten, scheint es trotzdem etwas zu geben, das Forscher an Entrepreneuren fasziniert. Vielleicht liegt das gerade daran, dass Unternehmer anders denken, wir aber immer noch nicht ganz verstehen, warum. Das erklärt wahrscheinlich auch, warum es so viele oft auch widersprüchliche Studien zu diesem Thema gibt.

Neue Studie zeigt: Entrepreneure haben „kundschaftlerische Hartnäckigkeit“

Eine neue Studie der Universität Trier versucht, darauf neue Antworten zu geben. In ihrer Arbeit legen die Forscher nahe, dass es grundlegende psychologische Unterschiede zwischen Entrepreneuren und anderen Menschen gibt. In einem Experiment mit knapp 450 Teilnehmern konnten sie feststellen, dass Gründern so etwas wie eine kundschaflterische Hartnäckigkeit inneliegt. Die Forscher nennen dies „exploratory perseverence“ und meinen damit eine grundlegende Offenheit beim Treffen von Entscheidungen. Diese „exploratory perserverence“ ist nach Meinung der Forscher eine grundlegende Eigenschaft von Unternehmern.

In ihrem Versuch zeigen die Wissenschaftler, dass Entrepreneure ihre ganz eigene Art haben, Entscheidungen zu treffen. Das gilt nicht nur für Geschäftsentscheidungen, sondern grundsätzlich. Damit zeigen die Forscher, dass Entrepreneure tatsächlich psychologisch anders gestrickt sind.

Zunächst brauchen sie oft viel länger, um sich zu entscheiden. Das liegt daran, dass Unternehmer gerne erst alle Fakten, Statistiken und Informationen sehen und abwägen möchten, bevor sie einen bestimmten Weg einschlagen. Gleichzeitig ist ihnen dabei auch klar, dass jede Entscheidung auch schief gehen kann. Der Studie nach haben Unternehmer für Fehlentscheidungen eine höhere Toleranz als andere Menschen. Das liegt laut Forschungsteam auch daran, dass Entrepreneure dieses Scheitern eher als Lernprozess begreifen und sie auch daraus wertvolle Informationen für zukünftige Geschäftsentscheidungen ziehen können.

So waren die Unternehmer in der Studie bereit, auch offensichtlich fehlerhafte Entscheidungen länger zu verfolgen. Während also ein typischer Mensch bei einer Fehlentscheidung schnell einen neuen Kurs einschlägt, warten Entrepreneure länger ab und schauen, wohin dieser fehlerhafte Kurs eigentlich führt.

Ein weiteres interessantes Ergebnis der Studie: Entrepreneure haben oft das Gesamtbild im Kopf. Sie denken bei Lösungswegen eher parallel als linear. Das heißt: Wenn es eine Auswahl an mehreren Optionen gibt, sind Unternehmer eher bereit, mehrere dieser Optionen zu betrachten und sie dabei auch immer wieder aus neuen Blickwinkeln zu prüfen. Denn es könnte ja sein, dass ihnen beim ersten Mal etwas entgangen ist. So sind Entrepreneure auch eher bereit, gescheiterten Ideen eine zweite Chance zu geben.

Auch wenn es also keinen typischen Entrepreneur gibt, Gründer ticken offensichtlich anders. Ihre Form zu denken ist nicht geradlinig und selten nur an finanziellen Ergebnissen orientiert. Sie sind im Grunde Idealisten mit einem riesigen Tatendrang. Während es also in vorigen Jahrhunderten oft die Entdecker waren, die uns neue Wege aufzeigten, sind vielleicht die Entrepreneure die Weltveränderer des 21. Jahrhunderts.


Image „Lissabon“ by stefy89 (CC0 Public Domain)


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Der Buzzword-Check: Wie innovativ ist der Commerce-Sektor in Deutschland?

lightbulb (image by Unsplash [CC0 Public Domain] via Pixabay)

Einen guten Eindruck über die Innovationskraft der deutschen Gründerszene vermitteln Plattformen wie die Bits&Pretzels, die vom vergangenen Sonntag bis Dienstag in München stattgefunden hat. In sechs Themen-Clustern haben Startups Besucher und Investoren mit ihren Drei-Minuten-Pitches von ihrer Geschäftsidee überzeugt – oder eben nicht. Die von den Veranstaltern ausgemachten Innovationsfelder waren Future Commerce, Fast Mobility, Hot Lifestyle, Sophisticated IoT, Smart Company und Big Money.

„Im Vergleich zu den anderen Clustern war der Commerce Cluster mit Abstand der am weitesten Entwickelte. Das gilt sowohl für die Qualität der Pitches als auch die Innovationskraft“, so Marie Hélène Ametsreiter, Partner beim Seed-Investor Speedinvest und Mitglied in der Jury, die den besten Pitch gekürt hat.

So hat es dann auch ein Startup, das im Commerce-Cluster angetreten ist, geschafft, den Sieg im kategorieübergreifenden Pitch-Wettbewerb mit nach Hause zu nehmen. Freya Oehle begeisterte die Jury mit ihrer Plattform für individuelle Preisbildung Spottster. Das Prinzip dahinter ist einleuchtend: Kunden geben einen Wunschpreis an, zu dem sie ein Produkt kaufen möchten. Der Händler kann dann wiederum entscheiden, ob er das Produkt zum reduzierten Preis abgibt und erhält außerdem wertvolle Daten für seine Preisgestaltung. „Es war das ausgereifteste Produkt und eines, das erfolgreiche Kennzahlen zeigen konnten“, meint Ametsreiter, die sich über erfolgreiche Female Founder freut.

Freya Oehle bei der Siegerkür (Image by Freya Oehle)
Freya Oehle bei der Siegerkür (Image by Gesine Märten)

#Plattformen

Die vorgestellten Ideen hinterließen den Eindruck, dass die Stärke deutscher Gründer und Gründerinnen im E-Commerce in der Weiterentwicklung von Plattformansätzen liegt, die Anbieter und Kunden in unterschiedlicher Weise in der Nische oder der Fläche zusammenbringen und provisionsbasiert verdienen. Von acht vorgestellten Geschäftsideen lag sechs ein Plattformgedanke zugrunde. Erfolgsgeschichten wie die von airbnb, uber oder Helpling haben die neuen Gründer offensichtlich inspiriert, ihr Glück in Vermittlungsmodellen zu suchen.

Spottster im Pitch-Finale (Image by Gesine Märten)
Spottster im Pitch-Finale (Image by Gesine Märten)

#Shareconomy

Viele Plattformen eint der Gedanke, Menschen zu verbinden, um Produkte gemeinsam zu nutzen. Recommerce und Collaborative-Consumption-Ansätze sind nicht neu, doch die Umsetzung wird ausgefeilter. So hat Mark Kugel mit seinem Team ein Prinzip gesucht, mit dem Privatpersonen ihre Besitztümer möglichst unkompliziert verleihen können, wenn sie nicht in Gebrauch sind. Bei der Entwicklung der Geschäftsidee seines Startups Useley hat er deshalb einen Fokus auf die logistische Umsetzung gelegt. „Der Trend geht für uns klar dahin, den Produkten einen längeren Lebenszyklus zu geben. Unsere Mitglieder wissen es außerdem zu schätzen, Stücke von Menschen zu erwerben, die eine Geschichte zu erzählen haben“, so Martina Löhner von Kleiderkreisel, einer Recommerce-Plattform, die seit 2008 am Markt ist.

„We put the sharing back into the shareconomy“ sei auch der häufigste Satz, den er gehört habe, bestätigt Raphael Thierschmann von Rakuten. Das Unternehmen aus Japan tätigt strategische Zukäufe unter anderem mit der Absicht, Innovationsfelder zu erschließen. Auf der Bits&Pretzels hat Rakuten die Pitches daher auch durch die Investorenbrille verfolgt.

Wer mit der Erwartung kam, dass sich die Startups im Commerce Cluster mit den neuen Spielzeugen – hier seien die Stichworte künstliche Intelligenz, Virtual Reality und Blockchain genannt – austoben, kam nicht ganz auf seine Kosten. Auch Raphael Thierschmann hat Ansätze vermisst, die „die virtuelle Welt noch besser in die Kohlenstoffwelt integrieren, vor allem, wenn man weiß, was wir gerade vorantreiben.“ Rakuten sei sehr aktiv mit eigenen Research Instituten, doch dabei noch nicht einmal der größte Player im Forschungsbereich.

#Blockchain

Thierschmann glaubt an das Potenzial von Kryptowährungen, da es noch keine wirklich kundenfreundliche Lösung gibt, die tatsächlich unabhängiges, länderübergreifendes Zahlungswesen bietet. Rakuten, das seit 2015 die Zahlung mit Bitcoins ermöglicht, hat erst kürzlich ein Blockchain Lab in Belfast eröffnet. Hier beschäftigt man sich mit dem Potenzial der Blockchain-Technologie unter anderem für den E-Commerce-Sektor. Damit ist Rakuten nicht allein: Auch der chinesische E-Commerce-Riese Alibaba entwickelt über den unternehmenseigenen Zahlungsdienst Alipay gerade eine blockchain-basierte Cloud-Plattform.

#VirtualReality

Nicht nur Kevin Spacey sieht in Virtual Reality einen „Game Changer“, wie er in seiner Keynote auf der Bits&Pretzels betonte. Auch für Ametsreiter und Thierschmann ist es eines der großen Buzzwords. „Virtual Reality macht einfach Spaß. Gemeinsam mit unserem Online-Markplatz Priceminister hat unser Institute of Technology in Paris eine virtuelle Shopping-Boutique entwickelt, in der Kunden mit VR-Brille einkaufen können. Aktuell ist das noch ein Prototyp, aber die ersten Tests waren vielversprechend. Ich bin sehr gespannt, was dabei herauskommt“, so Thierschmann über die Pläne von Rakuten.

#ArtificialIntelligence

Die Marketing- und Commerce-Branche sieht in AI kurzfristig ein Einsatzszenario für Chatbot-Lösungen. Schon auf der dmexco wurden Chatbots zum nächsten großen Trend erklärt. Und auch Rakuten streckt die Fühler in diesem Bereich aus. In den Startup-Pitches im Commerce-Cluster auf der Bits&Pretzels waren diesbezüglich noch keine Ansätze zu sehen.

Auf dem Gründer-Festival in München zeigen sich die deutschen Newcomer stattdessen mit pragmatischen, soliden Ansätzen. „Das Niveau der technischen Entwicklungen in Deutschland ist sehr hoch. Wir sehen, dass die Entwicklungen in Europa sehr oft viel nachhaltiger und durchdachter sind“, so Ametsreiter. Die entscheidende Frage sei, wann der richtige Zeitpunkt für AI, Machine Learning und Virtual-Reality-Anwendungen gekommen ist. Es sei für alle schwer abzuschätzen, wann ein Trend in die Breite geht und die Usability gegeben ist, die es kommerziell tragfähig macht. Martina Löhner von Kleiderkreisel hingegen hat die Hoffnung, künftig nicht nur technologische Innovationen zu sehen, sondern neue ideelle Ansätze, die authentisch und nah am Menschen sind.


Image „Lightbulb“ by Unsplash (CC0 Public Domain)


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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • VW Handelsblatt: Neue Vorwürfe gegen Volkswagen: Erneut gerät VW im Abgasskandal unter Druck. Die EU-Kommission beschuldigt VW in einem Medienbericht zufolge, in 20 EU-Ländern gegen Verbraucherschutzgesetze verstoßen zu haben. VW will sich dazu nicht weiter äußern. Analysten schätzen, dass die Aufarbeitung des Skandals um manipulierte Abgaswerte den Konzern am Ende insgesamt zwischen 20 und 35 Milliarden Euro kosten wird.
  • Apple Die Welt: Das neue iPhone soll keinen Kopfhöreranschluss mehr haben: Am 7.September stellt Apple das neue iPhone vor und es könnte erstmals der Anschluss für Kopfhörer fehlen. Man hat auf den bisher veröffentlichten Fotos keinen Kopfhöreranschluss gesehen. Zukünftig sollen die Kopfhörer im Apple-Ökosystem nur noch per Funk oder über Apples eigenen Lightning-Stecker angeschlossen werden können. Dies könnte zukünftig ein Problem für viel Nutzer werden.
  • SAMSUNG HORIZONT: Samsung startet Umtauschaktion für Galaxy Note 7: Nachdem Samsung den Verkauf des neuen Vorzeigemodell Galaxy Note 7 gestoppt hat, kann man nun das Smartphone wieder kostenlos zurückgeben und gegen ein neues umtauschen. Die Geräte wurden vom dem südkoreanischen Technologieunternehmen aus dem Verkehr gezogen, nachdem es vermehrt Fälle von Akkubrand gab. Das Galaxy Note 7 wurde erst vor zwei Wochen in den USA und etlichen anderen Ländern auf den Markt gebracht. Was genau das Problem verursachte, ist bisher nicht bekannt.
  • E-BIKES SPIEGEL ONLINE: Kaufprämie für E-Bikes: Verkehrsklubs fordern Subventionen von bis zu 4000 Euro: Nachdem nun die E-Autos Prämien bekommen sollen, fordert der Verkehrsklub Kaufprämien für E-Bikes. Weil das E-Bike oder Pedelec das Fahrradfahren bequemer und schneller macht, lassen die Menschen ihr Auto stehen. Die Folge wären, dass es weniger Verkehr gäbe und bessere Luft für alle. Die Prämie soll aber nur für E-Bikes gelten, die auch einen gewissen Zweck erfüllen.
  • BEATS heise online: Monster-Klage gegen Beats-Gründer ist gescheitert: Einst waren Noel Lee und seine Firma Monster Geschäftspartner von Beats und dessen Gründern. Nachdem Lee hinausgedrängt wurde und Apple Milliarden für Beats zahlte, fühlte sich Lee über den Tisch gezogen. Er wollte gegen den Beats-Gründer klagen, doch nun ist die Klage gescheitert, da der Richter keine Anspruchsgrundlage fand.
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  • DARKNET sueddeutsche: Das verbirgt sich hinter dem Darknet: In den letzten Tagen ist ein bestimmtes Wort immer wieder zu hören, wenn es um den Amoklauf in München geht – „Darknet“. Eine Art digitaler Schwarzmarkt. Auf diese Internetseiten kommt man nicht ohne eine bestimmte technische Ausrüstung. Bestimmte Software-Systeme müssen installiert sein, die die IP-Adresse verstecken und so für Anonymität im Netz sorgen. Der Schütze aus München kam so an seine Glock 17. Wie können Ermittler gegen diese Schattenwelt ankämpfen?
  • STARTUPS gruenderszene: Bund spendiert weitere 10 Milliarden Euro für Startups: Deutschland hat das Zeug dazu, um in der digitalen Weltwirtschaft ganz vorne mit dabei zu sein. Was momentan noch fehlt, sind Eigenschaften wie Mut und die Euphorie, die man seit Jahren im kalifornischen Silicon Valley begutachten kann. Damit innovative Ideen nicht auf Grund der Angst des Scheiterns im Keim erstickt werden, will das Bundesfinanzministerium nun einen Fonds für Gründer einrichten, der mit günstigen Kredit-Konditionen überzeugen soll. Finanzminister Schäuble stellt 10 Milliarden Euro in Aussicht.
  • AMAZON reuters: Amazon gets permission from UK to explore drone deliveries: Der amerikanische Online-Versandhändler Amazon ist mit der britischen Regierung eine Partnerschaft eingegangen. Konkret geht es um Versand durch kleinere Drohnen. Mit dieser Partnerschaft hofft Amazon die neue Versandmöglichkeit schneller benutzten zu können. Amazon soll geplant haben, dass bereits im nächsten Jahr die ersten Pakete offiziell von einer Drohne zu Kunden innerhalb des Vereinigten Königreiches gebracht werden sollen.
  • TWITTER recode: Twitter’s new video ad actually explains what Twitter is for: Was macht man eigentlich mit Twitter? Viele Menschen sind verwirrt, wenn sie über Twitter diskutieren. Einigen ist unklar, für was die Plattform gut ist. Vor allem in Deutschland hat Twitter es schwer, seitdem der große Konkurrent Facebook da ist. Der Konzern hat nun eine neue Video-Werbung erstellt, die klar stellen soll, wofür Twitter existiert.
  • US-WAHLKAMPF mashable: Bernie Sanders hits Donald Trump with sick bern on Twitter: Bernie Sanders war die große Hoffnung der jungen amerikanischen Bevölkerung, um den Schuldenwahnsinn für Studienzeiten zu beenden und die Kluft zwischen Arm und Reich wieder zu stabilisieren. Vor ein paar Wochen wurde klar, dass wohl Hillary Clinton auf Seiten der Demokraten das Rennen machen wird. Auch wenn er unterschiedliche politische Meinungen vertritt, so mahnte Sanders für Einigkeit bei den Demokraten und die Unterstützung von Hillary Clinton, damit Donald J. Trump auf keinen Fall Präsident wird. Dieser versuchte auf Twitter die Demokraten zu spalten. Sanders und Clinton reagierten souverän.
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There’s no working like Coworking

The Hub Islington (adapted) (Image by Impact Hub [CC BY-SA 2.0] via flickr)

Den Coffee-Shop-Ketten entsprungen, erobern Coworking-Spaces die Großstädte der Welt. Wer nicht rechtzeitig mitzieht, bleibt schnell auf der Strecke. In den vergangenen Wochen bin ich im Rahmen meiner mobilen Arbeit viel unterwegs gewesen. Ein geliehener Schreibtisch in Zürich, ein Café in Charmonix, ein Hotel in Stockholm, wo ich eine Messe zum Thema Möbel und Licht besucht habe, und dieser Blogpost kommt aus einem alten knarrenden, hölzernen Hotel nahe St. Moritz zu euch. ‚Ben, du hast dich verändert‘, höre ich euch sagen. Vielleicht. Ich habe nun eine kostspielige Croissant- und Koffein-Sucht entwickelt, aber so bin ich nun mal. Ähem.

Ich finde es leicht, unterwegs von praktisch überall aus zu arbeiten, allerdings erkenne ich ebenso den Wert von speziell dafür vorgesehenen Coworking-Arbeitsplätzen für diejenigen ohne festes Büro. Coworking ist ohne Zweifel das Modewort 2015/16 und ist gleichzeitig zum Grundnahrungsmittel für Telearbeiter und Startups geworden.

Aber es ist kein neues Phänomen, es hat sich nur jüngst einen Namen gemacht. Seit Jahren sind Starbucks und Costa-Filialen von Leuten übersät, die in ihre MacBooks vertieft sind. Andere Leute haben sich Büroräume geteilt, Geschäftsräume in Startup-Gründerzentren gepachtet oder Schreibtische von lokalen Unternehmen angemietet. Neu beim Coworking ist, dass der coole, lockere Startup-Style nun auf den Hauptstraßen angekommen ist. Versucht mal, das fünfmal in Folge zu sagen.

Hinzu kommen ausgefallene, nützliche Möbel, schnelles und zuverlässiges Wi-Fi, flexible Mitgliedschaften und unterschiedliche Locations. Verglichen mit den Cafés auf der Hauptstraße lässt sich festhalten, dass die Möhrentorte essenden Großmütter, sowie die schreienden Kleinkinder, heimlich einfach ausgeschlossen wurden. Nicht böse gemeint, aber diese Plätze sind zum Arbeiten da. Zum Coworking.

Urban_Station_Coworking (Image by Jennifer Morrow [CC BY 2.0] via Flickr
Image: (adapted) „Urban Station Coworking Space“ by Jennifer Morrow (CC BY 2.0)

Die Coworking-Welt dreht sich weiter

So verbreitet sich der Trend in unseren Städten. Wir sind nun Zeugen des Wettbewerbs um Marktanteile, während die Großen ihre Asse aus dem Ärmel ziehen, ähnlich wie beim Kampf um Premium-Cafés in den Nullerjahren. Vermieter reißen Zimmerdecken heraus, enthüllen Mauerwerk, bauen Café-Ladentische aus Sperrholz und heuern tätowierte Baristas schneller an, als du fragen kannst: “Ey, wo sind denn hier die Fahrradständer?”. Coworking hat jetzt sogar eine eigene Wikipedia-Definition – es ist ein Name, so bekannt wie Simon Cowell oder Gok Wan. Und schon bald könnte das Wort selbst so irreführend sein wie die beiden letztgenannten.

Voisins Coworking (Image by Manuel Schmalstieg [CC BY 2.0] via Flickr
Image: (adapted) „Voisins Coworking | Cafe — 2014-12-03“ by Manuel Schmalstieg (CC BY 2.0)

Die Leute wollen das produktive, Google-ähnliche Arbeitsumfeld mit trendy Kollegen. Der hochwertige Kaffee, Internetzugang und Adresse sind allesamt potentielle Dealbreaker. Coworker mögen die Routine, “ins Büro zu gehen”. Einzelarbeiter, die es gewohnt sind, von Zuhause aus zu arbeiten, profitieren von einer Umgebung, die einen fokussierten und positiven Ort schafft, an dem inmitten des städtischen Trubels Dinge erledigt werden, mit der zusätzlichen Option, ähnlich-denkende “CEO- und Gründer”-Persönlichkeiten zu treffen.

Betahaus (Image by Harald [ha75] [CC BY 2.0] via Flickr
Image: (adapted) „Betahaus“ by Harald [ha75] (CC BY 2.0)

Viele Coworking-Arbeitsplätze bieten zusätzliche Räumlichkeiten, Mitglieder-Datenbanken, Helpdesks, IT-Fehlerbehebung und Hausmeister-Services an. Manche sogar spezielle Veranstaltungen und Seminare. Gemeinschaften und Netzwerke werden gebildet. Neue Firmen ebenso. Diese Arbeitsplätze geben einer neuen Generation von Koffein-befeuerten Jungunternehmen einen Kontext. Größere Unternehmen schenken dem Trend ebenfalls Beachtung mit Banken, die Geschäftszweige in Coworking-Räumen eröffnen, um neue Startups zu unterstützen (und an sich zu reißen). Der neue Filialleiter wird jetzt “Dee” genannt, trägt kurze Hosen und hat immer einen Knopf seiner Kopfhörer im Ohr. Er ist jetzt cool.

Aber es hört hier nicht auf. Einige Großbanken bieten nun kostenlose Coworking-Plätze an, um mögliche zukünftige Inhaber in Next-Generation-Einrichtungen abzuchecken.

“Werden wir bald eine eigene Coworking-Marke von Starbucks sehen?”

 

Der alternde Coffeeshop muss jetzt liefern, richtig? Sie müssen kämpfen, um Colin, den hungrigen Bereichsleiter mit dem grauen Anzug und dem Dell-Laptop, in den eigenen Reihen zu halten. Ich habe gelesen, dass einige Coworking-Arbeitsplätze lokal mit Kaffee-Ketten zusammenarbeiten, aber werden wir bald Plätze von einer Starbucks-eigenen Coworking-Marke sehen? Oder so etwas wie “Costa Co-work”? Mit Sicherheit werden sie, wenn der Trend ins Rollen kommt, mit einem wesentlich größeren Schluck aus ihren Kaffeebehältern antworten.

Hub Zürich woring_space (Image by visualpun.ch [CC BY 2.0] via Flickr)
Image: (adapted) „Hub Zu?rich work space“ by visualpun.ch (CC BY-SA 2.0)

Andererseits setzen immer noch viele Eigentümer auf das altbekannte Modell “gewartete Büroräume”, ergänzt durch buchbare Meeting-Räume, graue Teppiche und Sessel aus schwarzem Leder. Ernsthaft jetzt?

Serviced Office (Image by Ted Eytan [CC BY 2.0] via Flickr
Image: (adapted) „18f.gsa.gov 42466“ by Ted Eytan (CC BY-SA 2.0)

“…aber das ist der Preis, wenn man erstmal abwartet: Man verpasst den Moment.”

Vor zwei oder drei Jahren habe ich einem großen gewerblichen Eigentümer ein Coworking-Modell vorgestellt. Ich schlug vor, dass die Trennwände entfernt werden sollten, dass das Erdgeschoss entfernt werden sollte, um die Deckenhöhe zu vergrößern, und dass die Räumlichkeiten gleichzeitig von der Straße besser zu sehen sein müssten. Entfernt die buchbaren (also: leeren) Meetingräume mit den 16 Stühlen zu Gunsten offener Räume, die flexibel für mehrere Zwecke ausgelegt und IT-unterstützt sind. Baut eine Kaffee-Bar mit Hockern, weichen Sitzgelegenheiten und Kaffeetischen. Macht das Licht weicher. Fügt Orte für das Selbststudium und einen offenen Meetingbereich hinzu. Der Projektmanager mochte diese Ideen, aber der Direktor würgte ab. Sie vertagten die Entscheidung und letztendlich gab es keinerlei Fortschritt zu verzeichnen. Jetzt versuchen sie mit der Coworking-Invasion Schritt zu halten. Aber das ist der Preis, wenn man erstmal abwartet: Man verpasst den Moment.

Ich warte mit gespannter Erwartung und frage mich, wer den ersten Schritt (weltweiten Ausmaßes) wagt. Wird ein großes Kaffeehaus eine Coworking-Firma aufkaufen oder einen Mitbeteiligungs-Deal erzielen? Ist das vielleicht sogar schon passiert und ich habe nichts davon mitbekommen? Was ist mit anderen Lebensmittel- und Getränkeketten wie Pret a Manger in Großbritannien oder (aktuell unter Druck) McDonalds – werden sie reagieren? Wird sich ein großer Büroraumvermieter seines verstaubten Images entledigen und ein innovatives Coworking-Modell enthüllen? Wie dem auch sei, ein paar Unternehmen sollten aufwachen und am Co-Kaffee schnuppern.

Dieser Artikel erschien zuerst auf “Furniture Strategist”. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung des Autors.


Image (adapted) “The Hub Islington” by Impact Hub (CC BY-SA 2.0)


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Wir haben keinen Mark Zuckerberg, aber viele Solopreneure

Laptop-Start (Image by vanmarciano(CC0)via Pixabay)

Wird über netzökonomische Aspekte in der Öffentlichkeit gesprochen, denkt man automatisch an die großen Kaliber des Silicon Valley und die neuen Zuckerbergs, die sich am Horizont abzeichnen. Es werden nur jene ernstgenommen, die das ganz große Rad drehen oder zumindest prahlerisch behaupten, irgendwann in der ersten Liga der Internet-Giganten mitzuspielen. Traditionell bekommt man als Gründer auch in Deutschland den Rat, ein komplettes Unternehmen zu planen mit Rechnungswesen, Controlling, Fragen des Gesellschaftsrechts, Finanzen, Gebäude und Mitarbeitern. Bei allem soll der Gründer einen Überblick haben. Am besten noch mit BWL-Expertise. Und immer wieder kommt die Empfehlung von schlauen Beratern, wie wichtig doch die Finanzierung sei – entweder mit Bankkrediten oder Risikokapital. Der Sprung in die Selbstständigkeit führt dann ganz schnell in eine neue Abhängigkeit von Kapitalgebern. Man wird zum Angestellten in seiner eigenen Firma. Weiterlesen »

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5 Lesetipps für den 30. November

In unseren Lesetipps geht es heute um das neue iPhone7, die Lieferdrohne von Amazon, Trending Topics bei Facebook, Siemens und Spencer – dem Flughafen-Roboter. Ergänzungen erwünscht.

  • IPHONE7 turn-on.de: iPhone 7 soll ohne Kopfhörer-Anschluss kommen: Gerüchten zufolge will Apple beim neuen iPhone 7 auf einen Kopfhöreranschluss verzichten. Der Lightning-Anschluss des Smartphones, könnte dann als Standard-Port für Kopfhörer dienen. Der Grund, warum Apple auf den klassischen Kopfhöreranschluss verzichten möchte ist: Das neue iPhone 7 soll noch dünner werden. Jetzt lautet die Frage, ob iPhone Nutzer gerne auf die Benutzung von herkömmlichen Kopfhörern verzichten möchten. Apple plant angeblich seine EarPods mit Lightning-Anschluss mit dem iPhone 7 mitzuliefern. Außerdem müssten auch andere Hersteller ihre Kopfhörer ebenfalls überarbeiten.

  • AMAZON DIE WELT: Amazon: Online-Händler stellt “Prime Air” und Lieferdrohne vor: Amazon enthüllte eine neue Version der Amazon-Drohne, die einem Flugzeug ähnelt und bis zu 24 Kilometer zurücklegen kann. Unter dem Namen Amazon Prime Air bietet der Online-Händler die Lieferung in ungefähr 30 Minuten an. Auch andere Unternehmen denken über eine Drohnen-Lieferung nach wie beispielsweise die Deutsche Post. Allerdings ist die US-Flugaufsichtsbehörde noch etwas vorsichtig mit dem Einsatz von Drohnen, was Amazon jedoch stark kritisiert.

  • FACEBOOK VentureBeat: This Chrome extension replaces Facebook’s trending topics with any RSS feed: Die Trending Topics bei Facebook können für die Nutzer sehr aufregend sein, wenn man sich für Informationen über Stars und auch Sport interessiert. Allerdings kann man sich jetzt auch mit dem sogenannten Fluffblocker wichtige Nachrichten über das Weltgeschehen anzeigen lassen. Der Fluffblocker ist eine Erweiterung von Google Chrome. Sobald man diese Erweiterung hinzugefügt hat und sich anschließend bei Facebook anmeldet, sieht man, dass die Trending Topics mit denen von der New York Times oder auch anderen Quellen ausgetauscht wurden.

  • SIEMENS t3n: Venture Capital von Siemens: Technologiekonzern soll Startup-Schmiede planen: Siemens will eine eigene Startup-Schmiede unter dem Namen Innovations AG gründen. Diese Firma soll Risikokapital an Startups und an seine eigenen Mitarbeiter vergeben. Sobald diese eine Geschäftsidee entwickelt haben, erhalten sie im Erfolgsfall die Kapitalbeteiligung am Unternehmen und einen Mindestgehalt. Wenn sich das Startup am Markt durchsetzt, so können die Gründer das Startup an die Innovations AG verkaufen. Es heißt jedoch auch, dass im Falle eines Misserfolgs, die Gründer den Konzern wohl verlassen müssen.

  • ROBOTER heise online: Roboterführer Spencer im Flughafentest: Wird Roboter Spencer der neue Helfer an Flughäfen? Ein Roboter, der Menschen autonom zu ihrem Ziel am Flughafen bringen soll, wenn diese den Weg nicht finden können, wird ab heute im Amsterdamer Flughafen Schiphol getestet. Allerdings wird Spencer vorerst an Testpersonen ausprobiert, bevor man ihn auf echte Fluggäste loslässt. Über ein Touchscreen an der Torso-Front von Spencer, kann der Gast dann mit ihm kommunizieren und auch Fluginformationen erhalten. Man kann gespannt sein, inwieweit Roboterguides in Zukunft auf Flughäfen zu finden sein werden.

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Das große Startup-Fressen

Leyla on her BlackBerry (adapted) (Image by leyla.a [CC BY-SA 2.0] via Flickr)

Gesunde Ernährung und die einfache Zustellung von Lebensmitteln ist für viele Jungunternehmen in Österreich zum Betätigungsfeld geworden – mit wachsendem Erfolg. Banken, Medien, Transport, Medizin, Hotellerie, Handel – und jetzt unsere Lebensmittel. Für Startups hat sich Ernährung und Gesundheit in wohlhabenden Gesellschaften zu einem großen Trend entwickelt, in dem auch Investoren viel Geld liegen sehen. Treiber des Startup-Trends ist aber nicht nur der Wunsch nach einem gesünderen Leben, sondern auch die ganz normale Faulheit der Konsumenten. 

1. Delinski

Unter dem Motto “smart table booking” ist das Startup Delinski von Gründer Lukas Zielinski angetreten, um Nutzern eine Art Restplatzbörse für Restaurants anzubieten. Damit Lokale leere Tische leichter füllen können, lassen sie sich auf der Plattform listen. Nutzer können dort gegen eine Gebühr von fünf Euro einen Tisch (in derzeit 186 Restaurants in Wien und Graz) reservieren und bekommen dafür 30 Prozent Ermäßigung (ausgenommen sind Sonderangebote, Mittagsmenüs, Tabakwaren und in manchen Restaurants Weine, die mehr als 100 Euro kosten).

2. Feinkoch

Im 6. Wiener Bezirk gelegen, ist der Laden Feinkoch von Gründer Simon Jacko möglicherweise die Blaupause für den Single- bzw. Workaholic-Supermarkt der Zukunft. Denn hier kauft man nur genau das, was die Feinkoch-Rezepte vorgeben und keinen Gramm mehr. Die benötigten Mengen sind vorportioniert, und wer zu faul zum rausgehen ist, kann sich die Lebensmittel zu Ladenöffnungszeiten in Wien innerhalb von 60 Minuten per Fahrradboten zustellen lassen. Je nach Zutaten kostet ein Gericht pro Person zwischen 5 und 8 Euro, man kann natürlich auch Mengen für mehrere Personen kaufen bzw. bestellen.

3. Frische Fritzen

Das Startup aus dem niederösterreichischen Wieselburg hat nichts mit der bekannten Biermarke Wieselburger zu tun, sondern sich ursprünglich auf Biomüsli spezialisiert. Die Idee: Man beliefert die Kundschaft mit selbstkreierten Müsli-Joghurt-Variationen, die untertags für eine gesündere Ernährung vor allem im Job sorgen sollen. Mittlerweile hat das Dreier-Team allerdings eingestehen müssen, dass der Fokus ausschließlich auf Müsli wohl zu eng war. Seit dem 1. Oktober sind die Kunden an den auf vegetarische Speisen spezialisierten Liefer-Dienst Ritabringts.at aus Wien übergeben worden, der die beliebtesten Müsli-Variationen in sein Menü aufgenommen hat.

4. FoodNotify

Das Startup FoodNotify von Gründer Thomas Primus hat sich die seit Dezember 2014 in der EU verpflichtenden Allergenkennzeichnungen von Lebensmitteln zum Geschäft gemacht. Das Startup hilft Restaurants dabei, ihre Speisekarten einfach mit den Kennzeichnungen (z.B. für Gluten, Krebstiere, Erdnüsse, uvm.) zu versehen. Primus hat außerdem einen Deal mit dem Großhändler Metro an Land gezogen. Gastwirte, die bei Metro einkaufen, können sich automatisch eine Auflistung der Allergene, die in den gekauften Lebensmitteln enthalten sind, über eine App besorgen.

5. KochAbo

Die Marke KochAbo, die in Österreich dank der Werbung mit ORF-Moderator Andi Knoll durchaus Bekanntheit erreicht hat, soll nach der Übernahme durch den Berliner Zutaten-Lieferdienst Marley Spoon vorerst erhalten bleiben. 2012 gegründet, soll KochAbo 2014 pro Woche 70.000 Euro Umsatz gemacht haben und profitabel gewesen sein. Für KochAbo klappte die Expansion nach Deutschland nicht, jetzt ist es quasi das Vehikel für die Ausweitung des Geschäftsbereichs in die andere Richtung.

6. Porcella

Wer sich “Fleischraritäten aus biologischer Landwirtschaft” aus dem Waldviertel (z.B. Karree vom Turopolje-Schweinoder oder Rostbraten vom Waldviertler Blondvieh) frei Haus liefern lassen möchte, der bestellt bei Porcella von den Gründern Gregor Einetter und Miriam Strobach. Sie haben Kooperationen mit Biolandwirten und dem Biofleischermeister Roman Schober, um das Fleisch österreichweit an die Haustüren der Kunden zu liefern – denn die müssten ansonsten direkt zum Hof fahren, um Fleisch dieser Qualität zu kaufen.

7. Rita bringt’s

Der 2014 von Rita Huber gegründete Lieferdienst Ritabringts.at hat sich auf die Zustellung von vegetarischen Speisen in Wien (Achtung: noch nicht in allen Bezirken) spezialisiert. Die Jungfirma kocht täglich (ausschließlich Biozutaten, versteht sich von selbst) frisch und liefert die Mahlzeiten an Adressen in Wien aus. Jeden Tag gibt es eine andere Suppe und Hauptspeise sowie einen anderen Salat, außerdem gibt es wie unter Punkt 3 erwähnt, die Müslis von den Frischen Fritzen. Wer ein Menü ordert, muss etwa zehn Euro einrechnen, Liefergebühr gibt es keine (die Lieferung kommt zwischen zehn und zwölf Uhr).

8. Treats

“Casual Health Food” ist das Spezialgebiet des Wiener Startups Treats von den Gründerinnen Camilla Sievers und Ines Grangl. Sie wollen Kunden (und vor allem Firmenkunden) per Post gesunde Snacks und Kaltgetränke zusenden, ab liebsten im Abonnement. Zur Auswahl gibt es derzeit unterschiedliche Boxen wie “vegan”, “organic” oder “protein”, die jeweils etwa 14 Euro kosten und verschiedene Nuss- und Trockenfrüchte sowie Riegel beinhalten. Unternehmen, die ihre Mitarbeiter mit Treats-Produkten versorgen, verspricht man mehr Produktivität und weniger Krankentage.

9. Yipbee

Für Faule oder Leute, die keine Zeit haben, schickt das Startup Yipbee der Gründer Patrick Pammer und Umut Kivrak, Studenten in den Supermarkt. Innerhalb von zwei Stunden sollen sie es in Wien (Montag bis Sonntag) schaffen, die Waren, die man auf der Webseite angibt, nach Hause liefern zu können. Der Mindestbestellwert liegt bei 15 Euro, die Liefergebühr bei 5,99 Euro. Yibe hat das Waldviertler Familienunternehmen Kiennast vom Geschäftsmodell überzeugt und sich ein Investment abgeholt, außerdem haben das Linzer Software-Unternehmen Catalyst und Eberhard Dürrschmid, Geschäftsführer des Spiele-Entwicklers Greentube, investiert.

10. Zuper

Zuper ist der direkte Konkurrent von Yipbee und wurde von David Savasci, Thomas Taschauer und Thomas Wagner gegründet. Innerhalb von zwei Stunden soll man Waren von Hofer, Billa, Merkur und lokalen Bio-Supermärkten online bestellen und nach Hause geliefert bekommen. Die Liefergebühr hängt vom Gewicht ab (0 bis 15 Kilo kosten 4,90 Euro, 15 bis 25 Kilo kosten 7,90 Euro), der Mindestbestellwert liegt bei 25 Euro. Neben der Liefergebühr will man Umsatz auch über Rabattaktionen mit den Supermarktpartnern machen. Michael Ströck, ehemaliger CEO von KochAbo, konnte bereits als Investor gewonnen werden.


Image (adapted) “Leyla on her BlackBerry” by leyla.a (CC BY-SA 2.0)


 

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Startup Academy begeistert Schüler fürs Unternehmertum

Schreiben (image by StartupStockPhotos [CC0] via pixabay)

100 Schülerinnen und Schüler werden bei der Startup Academy für das Gründen eines eigenen Unternehmens begeistert. Dazu laden „Jugend gründet“ und die WHU – Otto Beisheim School of Management am 14. November 2015 auf den Campus der WHU in Vallendar ein. „Mit der Startup Academy möchten wir das Wissen der Jugendlichen, einschließlich unserer Alumni, über wirtschaftliche Zusammenhände und das Thema Gründen vertiefen und weiter verfestigen und nicht zuletzt die Gelegenheit zum Austausch und Netzwerkaufbau bieten“, so Professorin Barbara Burkhardt-Reicht, Leiterin von „Jugend gründet“.

Es wird interaktive Vorträge von erfolgreichen Gründern und Workshops geben, die von Professoren und Studierenden abgehalten werden, bei denen die Schüler lernen, worauf man achten muss, wenn man schon Unternehmer ist oder erst noch sein eigenes Unternehmen gründen will. Außerdem wird einen Abend vor dem Event ein Treffen ehemaliger Teilnehmer von „Jugend gründet“ stattfinden, mit denen sich die Teilnehmer austauschen können.

Erfolgreiche Gründer berichten aus erster Hand

Mengting Gao (Co-Gründerin von Kitchenstories), Professor Christoph Hienerth (WHU), Uwe Horstmann (Co-Gründer von Project A), Sven Lackinger (Co-Gründer von evopark) und Christian Vollmann (Co-Gründer von nebenan.de, eDarling, MyVideo, iLove und Vorstandsmitglied im Bundesverband deutsche Startups) sind nur einiger der Redner, die den Jugendlichen näher bringen, wie es ist, ein Unternehmen auf die Beine zu stellen und weiterzuführen.

Paul Nietzschmann und David Rheinbay, beide Mitglieder des studentischem Organisationsteam WHU SmartUp, erklären: „WHU-Absolventen haben in den vergangenen Jahren zahlreiche erfolgreiche Unternehmen gegründet – von Zalando über Rocket Internet bis hin zu Sozialunternehmen wie Bookbridge. Wir hoffen, dass wir viele Schülerinnen und Schüler ebenfalls für Unternehmertum begeistern können.“

Teilnehmerkosten für Schüler werden übernommen

Schüler können kostenlos an der Startup Academy teilnehmen und auch für die Unterkunft müssen sie nichts zahlen. Außerdem werden bis zu 50 Euro Fahrtkosten erstattet. Alle interessierten Schüler und Schülerinnen ab der neunten Klasse, sowie ehemalige Teilnehmer und Teilnehmerinnen von „Jugend gründet“ sind herzlich eingeladen. Ab sofort kann sich für die Veranstaltung beworben werden.


Teaser & Image “Schreiben” (adapted) by StartupStockPhotos (CC0 Public Domain)


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Erdbeerwoche.com: “Die Regel ist nach wie vor ein Tabuthema”

Erbeerwoche (Bild: Jakob Steinschaden [C])

Ein österreichisches Startup hat es sich zum Ziel gesetzt, Frauenhygiene nachhaltiger, gesünder und umweltverträglicher zu machen. // von Jakob Steinschaden

Erbeerwoche (Bild: Jakob Steinschaden)

Biotampons, Biobinden und wiederverwendbare Produkte für die Monatshygiene: Das österreichische Startup Erdbeerwoche.com, das Annemarie Harant und Bettina Steinbrugger gegründet habn, will das Thema Nachhaltigkeit im Bereich der Frauenhygiene vorantreiben. 2015 steht neben der Expansion nach Deutschland und in den CEE-Raum auch die Bewusstseinssteigerung bei Gynäkologen und an Schulen an.

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5 Lesetipps für den 5. Mai

In unseren Lesetipps geht es um das soziale Netzwerk 8, Hart aber Fair, Probleme der Hebammen, Startups und um die Entrepreneur’s Organisation. Ergänzungen erwünscht.

  • TV Frankfurter Allgemeine: TV-Kritik „Hart aber fair“: Der könik krif zum telefon: In der gestrigen Ausgabe von Hart aber Fair ging es um ein Thema, welches viele Deutsche beschäftigt und welches viel Diskussionsbedarf bietet: das deutsche Bildungssystem. Gäste waren unter anderem Mirko Drotschmann, Florian Langenscheidt oder Josef Kraus. In einer Kritik zur Sendung beschreibt Sandra Kegel die Diskussion und kritisiert dabei, dass sie nach einem guten Start eher ins Belanglose abgedriftet sei.

  • SOCIAL NETWORK t3n: Social Network „8“: Videos und Fotos für eine Handvoll Dollar posten: Das soziale Netzwerk 8 möchte Nutzer für Inhalte bezahlen. Es ist nicht das erste Netzwerk, dass so versucht, Benutzer zu generieren, doch zurzeit wahrscheinlich das lukrativste für die Nutzer. 80 Prozent der Umsätze von 8 sollen an die Nutzer gehen, bisher mehr als bei jedem anderen Netzwerk. Mit dem Netzwerk soll eine Alternative zu Youtube geschaffen werden, der Fokus liegt auf Videos und Fotos.

  • HEBAMMEN Kleinerdrei: Elend ohne Ende – Warum wir keine Lösung für die Geburtshilfe finden: In einem Gastbeitrag auf Kleinerdrei.org berichtet Hester Hansen über die momentanen Probleme der Hebammen und der Geburtenhilfe. Zurzeit schließen immer mehr Kreissäle, auf Sylt zum Beispiel sind Geburten garnicht mehr möglich. Schwangere Frauen sollen entweder auf dem Festland gebären. Auch heute, am internationalen Tag der Hebammen, sollen viele Aktionen das große Problem in den Fokus der Öffentlichkeit rücken.

  • STARTUP t3n: „Shut up and take my Wohnung“ – Dieses Startup zahlt dir deine Miete: Das Startup Flatbook möchte Verreisenden ihre Miete bezahlen. Klingt zu schön um wahr zu sein? Ist es eigentlich auch, doch das Unternehmen möchte es trotzdem möglich machen. Flatbook zahlt Mietern 100 US-Dollar und bittet dafür um die Erlaubnis, die gesamte Wohnung auszuräumen, neu zu möblieren und dann zu vermieten. So sollen sowohl die Mieten für die Zeit der Abwesenheit bezahlt als auch für besonders günstige Wohnungen gesorgt werden.

  • EO Gründerszene: Wenn Gründer ihr Sushi von nackten Frauenkörpern naschen…Nach einer großen Feier in LA, welche von der Entrepreneur’s Organisation ausgerichtet wurde, gibt es Online viel Kritik an dem Gründernetzwerk. Der Grund hierfür ist ein Foto von der Feier, auf welchem eine nackte Frau zu sehen ist, auf deren Körper Sushi serviert wird. Viele Gründerinnen sind empört über dieses Foto, da es ein überaus frauenfeindliches Bild auf das Gründernetzwerk EO wirft.

Die morgendlichen Lesetipps und weitere Linktipps am Tag können auch bequem via WhatsApp abonniert werden. Jeden Tag informiert dann Netzpiloten-Projektleiter Tobias Schwarz persönlich über die lesenswertesten Artikel des Tages. Um diesen Service zu abonnieren, schicke eine WhatsApp-Nachricht mit dem Inhalt arrival an die Nummer +4917622931261 (die Nummer bitte nicht verändern). Um die Nachrichten abzubestellen, einfach departure an die gleiche Nummer senden. Wir werden, neben dem Link zu unseren morgendlichen Lesetipps, nicht mehr als fünf weitere Lesetipps am Tag versenden.

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Der Mittelstand im digitalen Partisanen-Kampf

Social Media (Bild by narcisio1 [CC 0], via pixabay)

Sie sind der Motor der deutschen Industrie. Die Mittelständler oder auch „Hidden Champions“. So ehrenhaft der Status auch klingt, sie müssen ihren Weg ins Zeitalter der Digitalisierung finden. Besser heute, als morgen. Sobald es um die Heldentaten der stolzen deutschen Industrienation geht, werden Politiker und Lobbyisten nicht müde zu betonen, wie wichtig sie für uns sind – die sogenannten „Hidden Champions“, die Mittelständler, die Industrie- und Technologieunternehmen. Mit knapp 16 Millionen Beschäftigten erwirtschaften sie rund 2,1 Billionen Euro pro Jahr, heißt es im Ankündigungstext des republica-Vortrages von Marco Petracca mit dem verheißungsvollen Titel „Online? Bringt uns nichts! – Ein deprimierender Lagebericht aus den Chefbüros deutscher Industrieunternehmen“.

Die Unsichtbarkeit der heimlichen Giganten liege vielleicht daran, dass der überwiegende Teil ihrer Produkte und Leistungen keine direkte Relevanz für unser tägliches Leben habe – schließlich braucht niemand eine Rohrbiegemaschine oder eine Industriepumpe im Privathaushalt.

Und es liegt auch daran, dass diese Unternehmen meist irgendwo in der tiefen Provinz sitzen. In einer Welt, deren Horizont an der nächsten Autobahn endet und die sehr weit weg von dem ist, was wir im Netz als Arbeitswelt verstehen.

Im sauerländischen Konferenzraum verpennt man die Digitalisierung

Die geschichtsträchtigen, oft inhabergeführten und deshalb manchmal leider auch sehr konservativen Unternehmen finden in der Netzwelt genauso wenig statt wie in unserem unmittelbaren Alltag. Das ist die Hauptschwäche des Mittelstandes:

Denn wenn heute jeder mit jedem online kommuniziert, Geschäfte zunehmend nicht mehr im sauerländischen Konferenzraum, sondern weltweit im Browser getätigt werden, Arbeitsplätze nach digitaler Sexyness ausgewählt werden, das Netzwissen unseren Alltag und unsere Kultur prägt, stellt sich die Frage, wie diese Traditionsunternehmen in Zukunft bestehen sollen

,so die republica.

Petracca wagte im Mai zur Berliner Bloggerkonferenz einen Erklärungsversuch. Es liege wohl nicht an der Technik, sondern vielmehr an einem kulturell schwierigen Mix aus Ingenieurs-, Provinz- und Mittelstandsdenken. Besonders in diesen Unternehmen wird nach Ansicht von Professor Peter von Mitschke-Collande unterschätzt, dass die Digitalisierung nur zu 20 Prozent eine Frage der Technologie ist.

80 Prozent der Aufgaben liegen im Management und im Verhalten der vernetzten Privat- und Geschäftskunden. Es reicht dabei nicht aus, ein wenig mehr IT und Social Web einzusetzen, um die eigene Organisation zukunftsfähig zu machen.

Die ultimative Kollmann-Frage

Maschinenbauer, Logistiker, Robotik-Spezialisten und Zulieferer sollten sich deshalb die geniale, pointierte und existentiell wichtige Frage stellen, die Professor Tobias Kollmann beim Netzökonomie-Campus in der Cebit-Mittelstandslounge in die Diskussion warf: „Welches Startup mit einer tollen innovativen Idee aus dem Silicon Valley würde mit viel Geld Ihre Branche kaputt machen?

Dummerweise ist das Digitale vielfach nicht Teil der Erlebniswelt von Führungskräften, bestätigt Mind Business-Berater Bernhard Steimel beim netzökonomischen Diskurs in Hannover: „Dadurch schneiden sie unheimlich viel nicht mit. Sie delegieren solche Angelegenheiten lieber an irgendwelche Abteilungen.“

Asymmetrischer Krieg

Steimel spricht gar vom asymmetrischen Krieg, den die Silicon Valley-Partisanen anzetteln. Bei der Gründung von neuen Plattformen, Apps oder Anwendungen sind die jungen Himmelsstürmer „waffentechnisch“ noch unterlegen. Kompensiert wird das mit Nadelstich-Attacken und Zermürbung, um die überlegene Partei zum Rückzug zu zwingen, die ihre Kräfte schlichtweg überdehnt hat.

Wer als etablierte Kraft nur auf Google, Facebook oder Apple starrt, werde von Neulingen wie Uber und Co. überrollt, sagt der Smart Service-Experte. Der Springer-Verlag macht es schon richtig, fast die komplette Führungsriege als Hospitanten ins Silicon Valley pilgern zu lassen. Hier bekomme man nach Ansicht von Steimel die überfälligen Erweckungserlebnisse, um böse Überraschungen für das eigene Geschäftsmodell zu antizipieren. Nur über eigene Aktivitäten kann man den blinden Fleck bei der Digitalisierung korrigieren.

Wer beherrscht die Plattformen?

Passives Zuschauen oder die Delegation der digitalen Hausaufgaben sind der falsche Weg: Auch der Ruf nach dem Staat oder die Einführung von Schutzgesetzen, gerichtlichen Verboten und Reglementierungen helfen nicht weiter.„Das ist eine wirtschaftliche Aufgabe, die eine Plattform braucht“,fordert Kollmann. So genüge es für die Heizungsindustrie nicht, Daten digital auslesen zu können. Über die Verbrauchswerte lasse sich eine neue Energiehandels-Plattform zu den Heizungselementen etablieren, um zu entscheiden, über welche Energieträger das abgerechnet wird. Wer das in die Hand bekommt, dominiert den kompletten Markt.„Wir denken alle noch materiell und in alten Produktkategorien, sogar Mister Zetsche, wenn er sein altes Auto nicht durch Apple bedroht sieht, da er nicht die Experience-Ökonomie versteht, wo Produkt- und Branchen-Grenzen eingerissen werden“, erklärt Winfried Felser von der Unternehmer-Plattform Competence Site. Wenn diese Einsicht bei den liebwertesten Gichtlinge der Wirtschaft nicht von innen kommt, müssen sie ihre Kompetenzen stärker vernetzen und auf Kollaboration setzen.

Startups als Bündnispartner

So sollten sich Startups und Mittelständler als Bündnispartner positionieren. Wenn die Digitalisierungs-Expertise in der eigenen Firma nicht vorhanden ist, muss man sie sich in Netzwerken holen. Umgekehrt sollten die Technologie-Versteher die nötigen Business-Fähigkeiten bei etablierten Größen der Wirtschaft abholen. Nur in einer Kombination der unterschiedlichen Fähigkeiten können wir den Angreifern aus dem Silicon Valley Paroli bieten

,sagt Felser in der Cebit-Mittelstandslounge. Einen ersten Annäherungsversuch wagten übrigens der Bundesverband IT-Mittelstand und Bundesverband Deutsche Startups mit einem Gesprächsformat in der Cebit-Mittelstandslounge unter dem Titel „M@tch digital“.

Lehrpläne gehören geändert

Ein Problem der mangelhaften digitalen Kompetenz der Wirtschaft sieht Kollmann in Forschung und Lehre.„Wir bilden für die digitale Wirtschaft nicht aus. Das findet in den Lehrplänen einfach nicht statt.“ Hier verortet der Vorsitzende des Beirats „Junge Digitale Wirtschaft” des Bundeswirtschaftsministeriums ein großes Handicap, weil dadurch nicht nur die Fachkräfte für die digitale Transformation in Mittelstand und Konzernen fehlen, sondern auch zu wenig Gründer aus den Hochschulsystemen herauskommen. Hier müsste dringend eine Basis für die nächste Gründergeneration gebildet werden.

„Wir müssen diese Themen in die Bachelor-Studiengänge reinbekommen“,so das Plädoyer von Kollmann. Diese Strukturen für die Aus- und Weiterbildung fehlen auch in Berufsschulen und IHK-Lehrgängen. „Das muss ganz schnell auf die Agenda kommen, um eine Professionalisierung in den Unternehmen voranzutreiben“, betont Kommunikationsberater Frank Michna. Der Netzökonomie-Campus will das ändern und Wirtschaft, Startups, Wissenschaft sowie digitale Vordenker zusammenbringen. In regelmäßigen Käsekuchen-Diskursen via Hangout on Air und das NetzökonomieCamp Ende November in Paderborn.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf The European.


Teaser & Image by narciso1 (CC 0)


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Entrepreneurship im Journalismus

Abstrakt (adapted) (Image by Meditations [CC0 Public Domain] via Pixabay)

In den USA gründen in der Medienkrise viele Journalisten eigene Unternehmen. Aus dieser Innovationsfreude und Risikobereitschaft sind spannende Projekte wie Vice oder Buzzfeed entstanden. In Deutschland fehlt es dagegen bisher noch am Mut für radikal neue Konzepte. Zwar gibt es mit Krautreporter und EDITION F erfolgreiche Gründungen, doch die meisten Innovationen kommen noch von oben, von den Verlagen und Medienhäusern. Einzelne Journalisten sind seltener bereit, vom Grund auf Neues zu starten – dabei wäre es gerade dafür an der Zeit.

Unternehmerisches Denken im Journalismus

Die meisten Journalisten sind Idealisten. Das gilt insbesondere für Berufseinsteiger – das Problem nur: Idealismus ist noch kein Garant für Erfolg. Experten sind sich einig: Es braucht zusätzlich mehr unternehmerisches Denken.

„Da es immer weniger Anstellungen für Journalisten gibt, sind Tätigkeiten als freier Journalist oder innerhalb eines kooperativen Arbeitsverbundes von Selbständigen eine typische Alternative.“, sagt etwa Jost Küpper, freiberuflicher Dozent für Journalistik an der Hochschule Macromedia. „Journalisten müssen in der Lage sein, unternehmerisch zu denken.“
Das gilt vor allem für Journalisten, die ein eigenes Projekt starten wollen. Oft sind die Ideen gut, die Umsetzung aber nicht. „Journalisten sind getragen von Idealismus und vernachlässigen oft das Finanzielle. Darin liegt der häufigste Fehler: Die Angebote sind zwar gut, können aber langfristig nicht unterhalten werden, da die Organisations- und Finanzierungsstrukturen zu wenig durchdacht wurden“, sagt Dominique Strebel, Studienleiter an der Schweizer Journalistenschule MAZ.

Was ist also notwendig, um auf dem Markt mit dem eigenen Projekt Erfolg zu haben? „Ein ordentlicher Businessplan, eine erstklassige journalistische Ausbildung, Organisationstalent, souveränes Auftreten, betriebswirtschaftliche Kenntnisse, Rücklagen für mindestens zwei Monate und eine gründliche Vorbereitung fürs Marketing“, sagt der freie Journalist Wolfgang Kiesel. Er hat zwei Bücher geschrieben, die sich mit Existenzgründung und freiem Arbeiten im Journalismus beschäftigen.

Julian Heck ist freier Journalist und Dozent mit den Schwerpunkten Medien und Startups. Für ihn gibt es kein Patentrezept für eine erfolgreiche Gründung – aber ein Mindestmaß an unternehmerischen Fähigkeiten sollte vorhanden sein, sagt er. „Die muss man als Journalist aber nicht alle selbst besitzen, weil sie auch ein anderes Teammitglied haben kann oder externe Experten hinzugezogen werden können.“

Unternehmerisches Denken gehört also dazu. Einige Ausbildungsangebote gehen auf die Entwicklung ein und bieten Fort- und Weiterbildungen in Sachen Unternehmertum – leider sind das noch nicht alle. „Viele Ausbildungsstätten haben so etwas wie Selbstvermarktung, Existenzgründung oder Buchhaltung in ihre Lehrpläne integriert. Allerdings ist das bisher noch oft ein Randthema“, sagt Heck.

Gute Beispiele: Krautreporter und EDITION F

In den USA scheint Gründen einfacher zu sein als in Deutschland. Das liegt für die Experten vor allem an der höheren Risikobereitschaft. Diese Mentalität sei hierzulande nicht so stark ausgeprägt, Medienmacher seien eher vorsichtig und verlassen sich auf bewährte Strukturen,sagt Michael Geffken, Direktor der Leipziger School of Media. „Deutsche Medienmacher können von Amerika lernen, dass Geschäftsmodelle jenseits des klassischen Modells nicht von vornherein verdammt werden sollten.“

Dozent Heck fordert zudem mehr Unterstützung für Gründer seitens Politik, Wirtschaft und Ausbildung. „In den USA wird viel mehr ausprobiert“, sagt er. Allerdings müsse man auch im Hinterkopf behalten, dass der englischsprachige Markt um ein Vielfaches größer sei.

Auch wenn Deutschland noch nicht die gründerfreundlichsten Perspektiven für Journalisten bietet, gibt es doch einige Fälle, die zeigen, dass es auch hier möglich ist. Krautreporter oder EDITION F zum Beispiel. Was haben die richtig gemacht?

„Krautreporter sucht den Kontakt zu den Lesern und Userinnen – von der Themenfindung über die Finanzierung bis zu Recherche und Feedback. Die Nutzer sind also Geldgeber, Informanten und Leser in einem“, sagt Strebel von der Journalistenschule MAZ. Diese Nähe zu den Mitgliedern biete großes Potential.

EditionF hingegen vereinbare so ziemlich alles, was ein erfolgreiches Journalisten-Startup ausmacht, sagt Dozent Heck. „EDITION F hat als Magazin für karrierebewusste Lifestyle-Frauen eine thematische Nische gefunden, es stecken sehr sympathische Gründerinnen dahinter, das Magazin ist im Netz sehr präsent, aber doch unaufdringlich, es besitzt mit Native Advertising, einer Jobbörse und einem Marktplatz ein solides finanzielles Konzept und EDTION F setzt ebenfalls auf eine starke, treue Community.“


Image (adapted) „Abstrakt“ by Meditations (CC0 Public Domain)


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Wie ist eigentlich das Leben als Gründer?

Creative Company Conference 2011 (adapted) (Image by Sebastiaan ter Burg [CC BY-SA 2.0] via Flickr)

Work-Life-Blending statt vermeintliche Balance – Das Leben als Gründer ist härter als es von außen wirkt, doch auch genauso lohnenswert. Sieben von zehn Startups überleben nicht. Das schreckt viele junge Europäer ab, so eine aktuelle Studie zu Arbeitsmarkt, Karriere und Digitalisierung des internationalen Vodafone Instituts. Gründer, die den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt haben, bereuen ihn nicht. Das Unbekannte sehen sie als Chance, Scheitern als Zwischenschritt zum Erfolg.

Das ist der letzte Aufruf für alle Passagiere des Fluges…„. Peter Langmar, Gründer des internationalen Tech-Startups Brickflow, kennt dies nur zu gut. Der 28-Jährige ist fast das ganze Jahr „on the road„, um Investoren zu treffen, Kontakte zu potenziellen Partnern zu knüpfen und sich über neue Technologien zu informieren. 2013 lebte er auf drei Kontinenten – in Paris, Tallin, Santiago de Chile, Budapest und New York. In seiner Heimatstadt Budapest, in der das Brickflow-Team derzeit arbeitet, verbringt er nur wenig Zeit. Nur jede dritte oder vierte Woche ist er in der ungarischen Hauptstadt. Vor allem im Herbst, wenn große internationale Startup-Festivals der IT-Branche, wie das Pioneers Festival in Wien, die Web Summit in Dublin oder Slush in Helsinki stattfinden, ist er bis zu 20 Tage pro Monat unterwegs. Arbeit und Freizeit verschmelzen dabei oft.

Was ist Arbeit, was Freizeit?

Statt Work-Life-Balance diskutiert die Branche nun Work-Life-Blending – für viele engagierte Gründer längst Lebensmotto. Auch Johann Huber, 28-jähriger Mitgründer des Startups Soma Analytics, ist wie Peter Langmar oft unterwegs. SOMA Analytics misst, managed und reduziert Stress in Firmen mit einer Smartphone-App auf wissenschaftlich validierter Basis. Mitarbeiter erhalten durch die App personalisiertes Feedback, Tipps und Übungen um besser mit Stress umgehen zu können. Das gesamte Geschäftsmodell ist auf das Work-Life-Balance-Problem ausgerichtet. Gerade auf Startup Veranstaltungen wird er daher oft mit anderen Gründern angesprochen. Mindestens einmal im Monat nimmt er an einer internationalen Veranstaltung teil. In der Londoner Startup-Szene, in der Soma Analytics beheimatet ist, netzwerkt Johann jeden zweiten Abend. Mit gesunder Ernährung, Sport und gezielter Organisation meistert er das Startup-Leben und das mit Leidenschaft.

Ich kann und will nicht wirklich zwischen Work und Life differenzieren. Ich brenne für meine Arbeit, verstehe ‚Arbeit‘ nicht unbedingt als ‚Arbeit‘ im herkömmlichen Sinn.“ ?Für sein junges Startup, das er gemeinsam mit drei Freunden vor rund 18 Monaten gegründet hat, weil ein Bekannter durch mangelnde Work-Life–Balance kurz vor dem Burnout stand, legte er sogar sein Ingenieurstudium vorübergehend auf Eis, obwohl nach dem Studienende hohe Einstiegsgehälter und ein sicherer Job in Aussicht standen. Dass es gut läuft, Johann und seine Mitgründer haben Bestätigung und Investitionen durch Wettbewerbe wie die EIT ICT Labs Idea Challenge erhalten, reduziert den Stress, nimmt den Druck aber nie ganz heraus. Das junge Team arbeitet noch immer mehr als 12 Stunden pro Tag.

Mut zur Unsicherheit

100 prozentige Erfolgsgarantien gibt es in der Gründerszene nicht. Unsicherheit ist der ständige Begleiter eines Entrepreneurs. Die IT-Branche unterscheidet sich dabei kaum von anderen Bereichen. Laut dem Startups R.I.P.-Report des Analytics- und Research-Unternehmen CB Insights straucheln mehr als die Hälfte der jungen Unternehmen noch vor der Erreichung der ersten Million. Sieben von zehn Startups überleben nicht. Diese Unsicherheit schreckt viele junge Europäer ab. Eine aktuelle Studie des Vodafone Institute belegt, dass jeder dritte 18 bis 30jährige keine Karriere in der Digitalindustrie anstrebt. Nur 13 Prozent wollen in der IT-Branche durchstarten. Jedoch nicht in Startups. 70 Prozent der deutschen Befragten sagen „Nein“ . Sie schrecken die Arbeitsmenge (46 Prozent), die schwierige Work-Life-Balance (43 Prozent) sowie die fehlende Berufserfahrung (40 Prozent), die Berufsanfänger oft mitbringen. Auf der anderen Seite der Medaille schätzen junge Gründer vor allem, dass sie sich selbst verwirklichen und eigene Ideen umsetzen können (44 Prozent), ihr eigener Chef sind (38 Prozent) und im Idealfall mehr verdienen als Angestellte (29 Prozent), so die Ergebnisse der aktuellen Vodafone Studie.

Die Unsicherheit über Zukunft, Märkte, Mitarbeiter, Geld, Beziehungen, Unsicherheit, keine Pläne machen zu können„, ist daher Johann Hubers größter Stressfaktor, aber auch sein größter Motivator. „Man muss lernen, mit Unsicherheit umzugehen und daraus eine Stärke zu machen!“ Für Peter Langmar, Johann Huber und all die mehr als 3.000 Gründer, die sich auf dem Pioneers Festival, der Web Summit und der Slush präsentiert haben, ist das Leben eines Angestellten keine Alternative. Sie leben für ihre Ideen, werden diese auch im kommenden Jahr präsentieren, um Investoren und Kunden von ihrem Produkt, dem Geschäftsmodell und dem Team zu überzeugen. „Sollte das aktuelle Produkt von Brickflow nicht funktionieren, richten wir das Unternehmen neu aus. Wir haben viele Ideen und einige sind bereits gescheitert. Das hat uns nur motiviert, mit frischen Ansätzen neu durchzustarten.


Image (adapted) „Creative Company Conference 2011“ by Sebastiaan ter Burg (CC BY-SA 2.0)


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