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Netzpiloten @Fitness Blogger Konferenz

Mit dem Ziel die Welt gemeinsam gesünder und fit zu machen, findet am 24. und 25. November zum zweiten Mal die Fitnessblogger-Konferenz in Hannover statt. Wir sind erstmals als Partner mit dabei und sehr gespannt auf die in Deutschland einzigartige Veranstaltung. Auf der FiBloKo könnt ihr  Sport- und Fitness-Blogger kennenlernen, euch austauschen und Interessantes über die aktuellen Trends erfahren.

Welche Speaker werden da sein?

Auf der Bühne der FiBloKo erlebt ihr Paula Thomsen vom Blog Laufvernarrt, Personal Coach Maximilian Longrée und die Bloggerin Nadin Eule-Mau. Auch Youtuberin Carina Stöwe, Influencer-Marketing Experte Florian Frech und Ausdauerblogger Torsten Pretzsch werden sicherlich spannende Insights geben. Fitness-Bloggerin Sabrina Wolf und SEO-Experte Andreas Kreuziger runden die Sprecher-Riege ab. Besonders gespannt sind wir natürlich auf  den Gründer und Veranstalter der Konferenz  Jahn Sterley .

Um welche Themen geht es?

  • Selbstständigkeit als Blogger
  • Authentizität auf Social Media
  • Verantwortung als Influencer
  • Suchmaschinenoptimierung
  • Eigenes Buch als Erfolgsmotor

Und sonst noch? – 15% Netzpiloten Rabatt!

Mit dem Rabattcode „Netzpilot15“ könnt ihr 15% auf eure Tickets erhalten. Dafür müsst ihr im Bestellvorgang „Werbecode eingeben“ anklicken.

Im „Limited VIP Package“ sind übrigens nicht nur beide Konferenztage und drei Workshops nach Wahl enthalten. Auch die Teilnahme an der Mastermind Session, ein Meet and Greet mit einem der Speaker/innen und professionelles Feedback zu eurem Blog sind enthalten. Außerdem könnt ihr am Aftershow Event teilnehmen. Wir hoffen, ihr seid schon fit für die FiBloKo.

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Im Test: Samsung Gear Sport und Samsung Gear IconX (2018)

Samsung Gear Sport und Gear IconX (2018)

Auch wenn es draußen noch so heiß ist. Sport und Fitness bleiben für viele Menschen wichtig. Selbst im Urlaub wollen mindestens 20 Prozent der Urlauber nicht auf Smartwatch und Fitnesstracker verzichten, hat der Bitkom herausgefunden. Und Sportfunktionen sind nunmal die beliebtesten Eigenschaften der Computeruhren. Mit der Samsung Gear Sport und den passenden In-Ear-Kopfhörer Samsung Gear IconX (2018) haben wir zwei besonders gut aufeinander abgestimmte Fitness-Wearables getestet. Beispielsweise lassen sich Spotify-Playlisten auf der Uhr und den Kopfhörern abspeichern, sodass beim Jogging kein Smartphone und keine Internetverbindung nötig sind.

Beide Geräte kamen in hochwertigen Verpackungen an, die ein ähnliches Design haben. Gear Sport ist mit Gear IconX kompatibel und beides sorgt für ein einzigartiges Sporterlebnis mit den Lieblingsliedern, die dazu motivieren sich zu bewegen. Das farbenfrohe Duo hat mich überzeugt und dazu gebracht mehr Sport zu treiben. Hier die Details meines Tests im Zusammenspiel mit einem iPhone.

Samsung Gear Sport Blue

Die Samsung Gear Sport ist die Nachfolgerin der Gear 3, die wir neben der Apple Watch als die derzeit beste Smartwatch betrachten. Auch in der vierten Generation hat die Gear-Uhr ein rundes Display und ein Armband aus Silikon. Auf dem Markt sind zwei Farbvarianten des Bandes verfügbar: blau und schwarz. Die Uhr erweckt einen sportlichen Eindruck. Am Rande des Displays montierte der Hersteller eine drehbare Lünette, mit der man zwischen den Bildschirmen wechseln kann. Das Gerät ist in zwei Knöpfe ausgestattet, einmal „Zurück“ und einmal „Home“.

Kompatibilität mit iOS

Idealerweise verfügt man, neben der Gear Sport über ein Samsung-Smartphone, damit alle Funktionen einwandfrei mitmachen. Mit einem iPhone verläuft das ganze zwar etwas ruckeliger, dennoch funktioniert die Samsung-Uhr unter iOS grundsätzlich. Ein Samsung-Account ist erforderlich, um auf die Gear S App zuzugreifen und die Uhr mit dem iPhone zu verbinden. Anschließend ist es auch empfehlenswert, die Samsung Health App zu installieren, um die Aktivität, die Mahlzeiten, den Schlaf und das Gewicht im Überblick zu haben. Die Health-App von Samsung zählt zu den besten Sport-Apps der großen Android-Hersteller.

Kompatibilitätstabelle, Quelle: samsung.com

Technische Daten

Mit einem Super AMOLED-Display, das in der Diagonale 30,2 Millimetern misst, ist die Samsung Gear Sport groß genug, sodass man alles erkennen kann. Trotzdem sieht sie nicht klobig aus. Sie passt also sowohl auf einen männlichen sowie einen weiblichen Handgelenk.

In der Uhr befindet sich ein 1 GHz Dual-Core Prozessor und fünf Sensoren: Beschleunigungs-, Lage-, Puls- und Lichtsensor, sowie ein Barometer. Mit vier Gigabyte Gerätespeicher eignet sich die Uhr perfekt für Spotify-Playlists, die man im Offline-Modus über die kompatiblen Gear IconX EarPods hören kann.

Die Batterielaufzeit beträgt dabei bis zu sechs Tagen, abhängig von der Nutzungshäufigkeit. Das Gerät kann man innerhalb von zwei Stunden wieder komplett aufladen.

Apps und Notifications

Die Computeruhr ist eine prima Nachrichtenzentrale. Auf die Smartwatch werden Benachrichtigungen von Instagram, WhatsApp, Snapchat, Telegram, Kicker, Slack, Twitter, Facebook Messenger und vielen weiteren übertragen.

Samsung Gear Sport zählt eure Schritte und erkennt, wenn man länger unterwegs ist. Dies stuft sie dann als Spaziergang ein und somit als leichtes Workout. Das Tempo wird auch erkannt.

Sollte man einen Bürojob ausüben und länger als eine Stunde inaktiv bleiben, fragt die Smartwatch, ob man Torsodrehungen machen möchte. Fünf reichen, um die Aktivität auf dem richtigen Stand zu halten.

Eine Überraschung war für mich die Schlafbewertung. Ich empfehle es, die Uhr nachts oder wenigstens nachmittags beim Schlafen anzubehalten. Die Gear Sport verfolgt deinen Schlafrhythmus und schickt Feedback. Nach dem Aufwachen erscheint eine kurze Übersicht. Dort ist einsehbar, wie tief man geschlafen hat, die tatsächliche Schlafzeit, die Effizienz und die Anzahl der verbrannten Kalorien.

Samsung Gear Sport und Fitness

Nun aber zum Sport. Den meisten Spaß bringt die Fitnessübersicht. Wer gerne läuft, schwimmt oder Rad fährt, ist mit der Samsung Gear Sport bestens ausgestattet. Die Smartwatch ist wasserdicht, also muss man sich keine Sorgen machen, dass sie beim Schwimmen kaputt geht.

Ich habe das Gerät beim Joggen ausprobiert und bin mit der Leistung völlig zufrieden. Die Uhr teilt einem die durchgemachte Strecke mit, sowie die durchschnittliche Geschwindigkeit, die verbrannten Kalorien und den Puls. Die Gear Sport unterteilt dann die Leistung anhand des Pulses in der Abstufung mäßig über heftig bis Maximum.

Wer jedoch lieber ins Fitnessstudio geht und mit den Geräten trainiert, für den habe ich schlechte Neuigkeiten. Die Smartwatch ist für die Latzugmaschine, Beinpresse, Ab- und Adduktionsmaschine und alle sonstigen Geräte so gut wie nutzlos. Im Menü „Trainieren“ findet man bestimmte Übungen, die angeklickt werden müssen, um das Training zu starten. Eine Ausnahme ist die Rudermaschine, die als eine der Optionen erscheint. Natürlich hat Samsung die Gear Sport in eine Funktion ausgestattet, die sich „Anderes Workout“ nennt, doch außer Zeitmessung kann dir die Uhr hier nicht weiterhelfen.

Samsung Gear Sport
Samsung Gear Sport im Fitnessstudio. Image by Nina Brzeska

Doch nicht alles ist im Fitnessstudio verloren. Die Smartwatch ist in die Funktionen „Laufband“, „Stepper“, „Heimtrainer“ und „Ellipsenmaschine“ ausgestattet. So kannst du deine Ausdauer gezielt trainieren und überwachen. Die Gear Sport vermittelt am Ende, ähnlich wie beim Joggen, wie dein Training gelaufen ist und stuft die Anstrengung in mäßig, heftig und Maximum ein.

Perfektion sieht anders aus

Ein paar Kleinigkeiten, die mich an der Uhr stören: Sie sollte jedes Mal aufleuchten, wenn ich mein Handgelenk so drehe, als würde ich die Zeit kontrollieren wollen. Das tut sie leider nicht immer. Öfter will ich schnell die Zeit überprüfen, was mir durch die Fehlfunktion nicht gelingt. Dann muss ich die Lünette einmal drehen, um den Bildschirm anzuschalten.

Ein weiterer Aspekt ist das Versprechen, dass die Gear Sport erkennt, wenn man mit dem Auto unterwegs ist und keine Benachrichtigungen durchkommen lässt, um den Fahrer nicht abzulenken. Mehrfach jedoch habe ich die Vibration an meinem Gelenk gespürt, während ich am Steuer saß. Die Erklärung dafür liegt wahrscheinlich an meinem Fahrverhalten – ich besitze einen Wagen mit automatischem Getriebe und habe die rechte Hand öfter am Lenkrad als die linke. Da ich die Uhr am linken Handgelenk trage, ist es wahrscheinlich, dass der Mangel an Bewegung des linken Armes die Smartwatch glauben lässt, ich wäre nicht am Steuer des Fahrzeuges.

Samsung Gear IconX

Die kabellosen Kopfhörer Gear Icon X in der Modellgeneration 2018 sind nach dem Konzept von True Wireless konzipiert. Ebenso wie etwa die Jaybird Run oder die Apple Airpods verfügen sie wirklich über kein Verbindungskabel mehr. Auch über keines zwischen den beiden Lautsprechern. Bereits das erste Modell hat uns gefallen. Die Version von 2018 wurde minimal ergonomischer designt und verfügt über mehr Software-Funktionen.

Die Gear Icon X (2018) sind in den Farben Grau, Schwarz und Pink verfügbar. Ich habe sie in der letzteren Farbe erhalten. Die kleinen Stöpsel sind nicht größer als eine Traube und kommen mit einem Ladeetui der Größe eines Eis. In der Box befindet sich außerdem ein Aufladekabel mit einem USB-Anschluss und ein Tütchen mit verschiedenen Eartips und Wingtips (Größen: S, M, L). Auf den ersten Blick wirken die Kopfhörer wie normale Ohrstöpsel, worauf ich mehrmals angesprochen wurde.

Samsung Gear IconX 2018
Samsung Gear IconX 2018. Image by Nina Brzeska

Kompatibilität mit anderen Geräten

Zwar funktioniert Samsung Gear IconX (2018) als MP3-Player ohne zusätzliche Geräte, doch viele Nutzer beruhen heute auf der Musikauswahl von Streaming-Diensten wie Spotify oder Deezer. Dies macht es unmöglich, Lieder auf die Kopfhörer herunterzuladen, denn das Gerät sieht keine App-Installation vor. Wer aber noch über Lieder im MP3-Format verfügt, kann sich über 3,4 Gigabyte Speicher freuen.

Mit dem Smartphone verbindeen sich Gear IconX (2018) problemlos über Bluetooth. Genauso mit der Smartwatch. Wichtiger Tipp: Wer gerne Musik über die Gear Sport hören möchte, muss erst mal die Verbindung zwischen den Kopfhörern und dem Handy manuell trennen. Sonst sitzt man eine Stunde lang da und wundert sich warum nichts funktioniert.

Samsung Gear IconX 2018: das verbirgt sich dahinter

Über den Sound der Kopfhörer kann man sich echt nicht beschweren. Dafür, dass die IconX so klein sind, ist der Klang beeindruckend. Unterwegs hört man so gut wie nichts von der Außenwelt. Im Vergleich zu den Standard-Kopfhörern sind sie von sehr guter Qualität.

Wie bereits erwähnt, besitzen die Ohrhörer drei Sets an Aufsätzen in verschiedenen Größen, um sich perfekt ans Ohr anzupassen. Beim ersten Aufsetzen ist mir direkt aufgefallen, dass die bereits aufgesetzte Wingtips und Eartips in Größe M zu groß sind. Ich habe die S Aufsätze genommen und der Tragekomfort ist definitiv gestiegen. Doch trotzdem scheint es so, als wären meine Ohrmuscheln zu klein sogar für das kleinste Aufsatz-Set. Nach etwas mehr als einer Stunde drücken die Hörer gegen meine Ohren, sodass ich sie irgendwann weglegen muss. Ein großer Pluspunkt: es ist so gut wie unmöglich, dass die IconX während des Laufens rausfallen.

Eine hervorragende Funktion für alle Android-Nutzer ist der eingebaute Fitnesstracker. Wer Spaziergänge oder Joggen als sportliche Aktivität bevorzugt, kann sich freuen, dass das Gerät die Durchschnittsgeschwindigkeit, Distanz und den Kalorienverbrauch aufzeichnet. Diese Funktion bleibt leider für iOS-User aus, denn die erforderliche App „Samsung Gear“ ist nicht im App Store verfügbar.

Steuerung

Was die Gear IconX (2018) interessant macht, sind die Touchpads an beiden Hörern, die die Steuerung einfacher machen. Einmaliges Tippen bedeutet Pause/Wiedergabe. Mit zweimal tippen kommt man zum nächsten Lied, durch dreimal tippen – zum vorherigen. Einmal tippen und halten bedeutet Anruf ablehnen oder Menüoptionen vorlesen (hier wieder die eigeschränkte Kompatibilität mit iOS). Zweimal tippen und halten switcht zur nächsten Playlist, was für Streamingdienste nicht funktioniert. Um die Lautstärke zu erhöhen oder zu reduzieren muss man hoch- oder runterwischen.

Der Hersteller verspricht eine Akkulaufzeit von fünf Stunden beim Streamen der Musik vom anderen Gerät. Diese Laufzeit bezieht sich jedoch nicht auf die Hörer selbst, sondern auf die Laufzeit des Etuis. Das heißt: einmalig halten die Gear IconX maximal zwei Stunden. Das Etui kann den Ohrhörern eine Laufzeit von fünf Stunden insgesamt verleihen, bevor man wieder das Kabel anschließen muss, um das Etui aufzuladen.

Test-Fazit

Die Smartwatch Samsung Gear Sport hat mich dazu gebracht, wieder mehr Sport zu treiben. Sie ist der perfekte Begleiter für Einsteiger und Fortgeschrittene. Im Alltag kann sie schnell langweilig werden, da die Funktionen eingeschränkt sind (vor allem für iPhone-Nutzer). Für den nicht all zu niedrigen Preis von 350 Euro, den Samsung anbietet, würde es nicht schaden, die Funktionen zu perfektionieren.

Die Smartwatch von Samsung ist ein cooles Gadget für mehr Motivation beim Sport, das aber eine überschaubare Auswahl an Funktionen für den Büro-Alltag anbietet.

Die Samsung Gear IconX (2018) sind für meinen Geschmack mit einem Preis von 230 Euro zu teuer angesetzt. Kabellose Kopfhörer sind zwar eine nette Abwechslung zu den ewig verknoteten Kopfhörern mit Kabel, doch trotzdem nehme ich meine Standard-Kopfhörer überallhin mit. Wenn der Akku bei den IconX leer ist, greife ich zu meinen alten Hörern zurück. Für diejenigen, die sich das Leben ohne kabellosen Ohrhörer nicht mehr vorstellen können, sind die IconX aber keine schlechte Idee.

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Images by Samsung; Nina Brzeska

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Fit in den Frühling: Was kann der Fitnesstracker Fitbit Charge 2?

Adam Birkett - via unsplash

Vor einigen Wochen habe ich angefangen, mich mit dem Thema Fitnesstracker auseinanderzusetzen. Dafür habe ich den Huawei Band 2 Pro getestet, der mir wirklich sehr gut gefallen hat. Bevor ich mich jedoch für einen endgültigen Kauf entscheiden wollte, brauchte ich einen Vergleich. Da ich diesen noch nicht hatte, wollte ich unbedingt noch den Fitbit Charge 2 testen.

Ausgepackt und dann?

Vom Design des Fitbit Charge 2 war ich von Anfang an begeistert. Der Fitbit Charge 2 sieht nicht nur super aus, er sitzt auch sehr bequem, was ich Anfangs beim Huawei Band 2 Pro zu bemängeln hatte. Er wirkt mit seiner Breite von gerade mal 21,45 mm entgegen meinen Erwartungen überhaupt nicht klobig, sonbdenr ist sehr unauffällig und anschmiegsam. Passend zu seinem schlanken Design kann man noch viele weitere Armbänder erstehen. Dabei gibt es die Fitbit in verschiedenen Größen passend für jedes Handgelenk. Außerdem ist der Fitbit Charge 2 schweiß-, spritzwasser- und regendicht. Allerdings sollte man den Tracker unter der Dusche oder beim Schwimmen nicht tragen.

Los geht’s!

Das Einrichten hat sich etwas in die Länge gezogen. Das Aktualisieren brach immer wieder ab, sodass ich einige Male neu starten musste. Das kann allerdings auch an meinem Smartphone liegen, da dieses nicht offiziell von Fitbit unterstützt wird und die Bluetooth-Verbindung immer wieder abbricht. Nachdem das Gerät es dann zehn Minuten geschafft hat, die Aktualisierung durchzuziehen, ging es endlich los.

Zunächst benötigt man die App, die man sich im Google Play Store oder im Apple Store kostenlos herunterladen kann. Die dazugehörige App für den Fitbit Charge 2 hat mir in ihrer Aufmachung sehr gut gefallen. Sie ist sehr übersichtlich gestaltet und bietet viele Möglichkeiten, seine Fitness und täglichen Daten zu überblicken. Wer das Ganze lieber am großen Bildschirm tun möchte, kann das auch in der Fitbit-Browserversion erledigen.

Fitbit Dashboard Browser
Sowohl in der App als auch in der Browser-Version kann man alles genau überblicken. Screenshot by Jennifer Eilitz

Wie funktioniert die Fitbit?

Das OLED-Display zeigt die Uhr im gewünschten Design an. Hierbei kann man sich für verschiedene Anzeigeoptionen entscheiden. Die Bedienung ist sehr einfach. Am seitlichen Knopf drücken, um das Display einzuschalten oder einfach den Arm anheben, so als würde man auf die Uhr schauen, dann schaltet sich das Gerät automatisch an. Sobald der Arm wieder eine andere Position einnimmt, geht dieser wieder aus. Auf der Uhr kann man nun hin- und herswitchen, entweder anhand des Knopfes oder indem man oberhalb des Bildschirms tippt. Laut Hersteller soll die Akkulaufzeit des Trackers etwa fünf Tage betragen, was ich gut bestätigen kann. Das Aufladen geht ebenfalls sehr einfach und nimmt lediglich ein bis zwei Stunden in Anspruch.

Ein Alleskönner

Die App verfügt über viele Funktionen die die tägliche Nutzung sinnvoll einteilen.

Tagesziele: In der App erhält man einen Überblick über die gelaufenen Schritte. Klickt man direkt auf das Symbol, zeigt sie zudem eine ausführliche Statistik mit den wöchentlichen Zielen. Ich versuche täglich auf mindestens 6.000 Schritte zu kommen. Daneben zeigt sie noch die Anzahl an Etagen, da das Gerät mit einem Höhenmesser ausgestattet ist. Somit können deine gelaufenen Etagen, die gelaufenen Kilometer, die verbrannten Kalorien und die aktiven Minuten aufgezeichnet werden.

Aktive Stunden: Die Fitbit möchte, dass man sich auch innerhalb der einzelnen Stunden genügend bewegs und fordert den Nutzer daher einmal in der Stunde auf, etwa 250 Schritte zu gehen. Hat man das Ziel erreicht, bekommt man einen pinken Punkt angezeigt, der sagt, ob man das Ziel erreicht hat oder nicht.

Die Anzahl an aktiven Stunden bestimmt man bei den Einstellungen. Meine aktiven Stunden befinden sich in einer Zeit zwischen sechs Uhr am Morgen und 18 Uhr am Abend. In dieser Zeit bin ich den Tag über unterwegs und kann anschließend schauen, wie viele Stunden ich dann auch tatsächlich geschafft habe.

Freunde: Wer nicht alleine trainieren möchte, muss das auch nicht tun. Man kann seine Freunde einladen, mit denen man Wettkämpfe austragen will. Man kann seine Freunde allerdings auch motivieren oder spaßeshalber necken, wenn man mit deren Leistungen nicht zufrieden ist.

Neben den Einstellungen gibt es natürlich eine ganze Reihe Möglichkeiten, sich selbst zu kontrollieren. Du kannst beispielsweise das wöchentliche Training festlegen und einstellen, an wie vielen Tagen man unter der Woche trainieren will. Oder man überwacht die eigenen Schlafgewohnheiten.

Höre auf das, was dein Herz dir sagt

Mit dem Fitbit Charge 2 hat man seine Herzfrequenz immer im Auge. Sowohl der Tracker als auch die App zeigen auf Abruf die Herzfrequenz an. Man kann herausfinden, wie viele Schläge pro Minute das eigene Herz braucht, oder wann es sich in der Ruhefrequenz befindet. Zudem kann man seine Sporteinheiten, Fettverbrennung und Cardiofitness besser kontrollieren.

Essen, Kalorien, Trinken: Zu einem sportlichen und gesunden Alltag gehört natürlich auch eine gesunde Ernährung. Auf der Fitbit Charge 2-App kann man alles eintragen, was du am Tag zu dir genommen und wie viel du getrunken hast. Die App zeigt an, wie viele Kalorien mn bereits zu sich genommen hat. Die Mglichkeiten sind erstaunlich weitreichend. Man kann fast alles eintragen und die App weiß sofort Bescheid. Sie wusste sogar die Angaben zu meinem Salat, den ich mir morgens auf meinem Weg am Bahnhof gekauft habe. Diese Funktion gefällt mir mitunter am besten, da ich endlich sehe, wie viel ich am Tag eigentlich zu mir nehme, ohne mühsam Kalorien zählen zu müssen.

Gemeinsam geht’s besser: Gamification deluxe

Ist der Sportsgeist so richtig entfacht, kann man mit dem Fitbit Charge 2 mehrere Tage an virtuellen Wettrennen teilnehmen – und das an allen Orten der Welt. Wenn dabei ein bestimmtes Zwischenziel erreicht wird, erhält man Panoramafotos von dem Ort, an dem man das Rennen austrägt. Wenn man aber lieber alleine auf Reise gehen möchte, kann man auch an einem Solorennen teilnehmen und zum Beispiel gemütlich durch New York spazieren.

Anleitungen: Wer sich mit Training und sportlichen Übungen schwertut, kann sich ganz einfach Anleitungen auf der App ansehen, die einem genügend Inspiration liefert, um sein eigenes Training in den eigenen vier Wänden zu starten. Wenn nan dabei auch noch die Leistungen seiner Freunde checken möchte, kann man sich mit ihnen vernetzen und schauen, welche Ziele und Fortschritte sie machen. Man kann sie unterwegs motivieren, necken und ihnen Nachrichten senden.

Stell dich auf was ein!

Das Menü beim Fitbit Charge 2 ist variierbar, dafür gibt es deutliche Pluspunkte. Ich habe mich für meine Schritte, meine Herzfrequenz, Stoppuhr, Relaxen und für Laufen, bzw. verschiedene Trainingsarten entschieden. Wenn ich mit dem Sport beginne, lasse ich den Sportmodus laufen, der mir durchgehend meine Herzfrequenz und die Zeit anzeigt. So kann ich genau sehen, ob mein Training effektiv ist und ich mich zumindest im Fettverbrennungsmodus befinde.

Eine für mich persönlich schöne Nebensache ist das Empfangen von Nachrichten auf dem Fitbit Charge 2. Hier kann man zwischen herkömmlichen SMS, Kalenderbenachrichtigungen, Anrufen und WhatsApp-Nachrichten auswählen. Manch einer mag sich durch das Vibrieren am Handgelenk vielleicht gestört fühlen, ich hingegen finde diese Funktion sehr praktisch. So schaue ich tatsächlich weniger auf mein Smartphone. Schade finde ich allerdings, dass ich, anders als beim Huawei Band 2 Pro, meine Emails nicht auf dem Tracker anzeigen lassen kann.

Fazit: Fitbit Charge 2 gewinnt durch Punktsieg

Nachdem ich endlich einen Vergleich hatte muss ich sagen, dass mir der Fitbit Charge 2 noch besser gefällt als der Huawei Band 2 Pro. Das liegt aber weniger an den Funktionen, sondern vielmehr an der vielseitigen Fitbit-App. Hier hat der Nutzer tatsächlich viele Möglichkeiten, sich selbst und seine sportlichen Aktivitäten zu überwachen. Auch das schlanke Design des Trackers und der App hat mich überzeugen können.

Leider kann ich persönlich die Verbindung zwischen Smartphone und Fitnesstracker nicht vollkommen auskosten, da mein Smartphone leider nicht von Fitbit unterstützt wird. Immer wieder kommt es zu fehlgeschlagenen Synchronisierungen und auch das Empfangen der Nachrichten auf dem Tracker wird ständig unterbrochen. Das nervt wirklich enorm. Vor dem Kauf sollte man also unbedingt darauf achten, ob das eigene Smartphone kompatibel mit dem Gerät ist.

Unabhängig davon bin ich sowohl mit der App als auch mit dem Fitnesstracker recht zufrieden. Ich nutze den Fitbit Charge 2 mittlerweile tatsächlich jeden Tag, um meine Schritte zu kontrollieren. Abends oder auch mal zwischendurch schaue ich in die App, um meine Mahlzeiten und mein Trinkverhalten dort einzutragen.

Wer sich selbst und seine sportlichen Fortschritte genau überprüfen möchte, gerät mit der Fitbit Charge 2 an einen wirklich guten Fitnesstracker. Die dazugehörige App bietet mehr als genügend Möglichkeiten und Hilfestellungen, um die eigene Fitness im Alltag ganz einfach auszubauen.

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Images and Screenshots by Jennifer Eilitz

Adam Birkett – via unsplash.com

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Wohlfühlmaßnahmen bei der Arbeit: So funktioniert es nicht

Two sporty women doing exercise abdominal crunches, pumping a press on floor in gym concept training (adapted) (Image by Nayana Thara k [CC0 Public Domain] via Flickr)

Wohlbefinden am Arbeitsplatz ist ein sehr wichtiges Thema. Immer mehr Firmen führten bereits Maßnahmen ein, um das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu steigern. Dazu zählen unter anderem eine kostenlose Mitgliedschaft im Fitnessstudio sowie eine Gesundheitsversicherung, um auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter eingehen zu können.

Die Denkweise hinter diesen Maßnahmen hat sehr viel mit einer Steigerung der Produktivität zu tun. Mein Kollege Cary Cooper schrieb, dass Kulturen, die das Wohlbefinden verbessern wollen, „eine entscheidende Rolle innehaben und dies nicht nur eine nette Begleiterscheinung, sondern verpflichtend sein muss.“

Genau diese Quintessenz ist wichtig. Aber nicht immer sind diese Maßnahmen, die in erster Linie die Leistung der Organisation verbessern sollten, vereinbar mit dem Wohlbefinden der Mitarbeiter. Neueste Studien von Mitarbeitern einer großen Mittelschule zeigen, dass es mindestens zwei Arten von Wohlbefinden innerhalb einer Organisation gibt:

Es gibt eine „rationale“ Art von Wohlbefinden, die mit Produktivität und Leistungsfähigkeit verbunden ist. Diese Art wird durch Angebote wie einer kostenlosen Mitgliedschaft im Fitnessstudio oder einer Krankenversicherung verstärkt. Es gibt auch eine „emotionale“ Art von Wohlbefinden, die wir nur grob ausmachen können und die die Basis für eine gute Zusammenarbeit ist. Diese wird durch ein gegenseitiges Verhältnis, das nicht auf Ausbeutung beruht, einem respektvollen Miteinander sowie gegenseitiger Unterstützung gefördert. Dieses Wohlbefinden ist sehr wichtig für eine liebevolle Umgebung und schafft Freiraum für Kreativität.

Die meisten Firmen konzentrieren sich auf die rationale Art des Wohlbefindens, die die emotionale Seite des Wohlbefindens in drei wichtigen Punkten vernachlässigt:

1. Alles dreht sich nur um Produktivität

Maßnahmen bezüglich des Wohlbefindens der Mitarbeiter werden sehr oft von einer rationalen Herangehensweise auf die Produktivität und die Leistungsfähigkeit abgeleitet. Diese Maßnahmen können sehr hilfreich sein, um die besten Mitarbeiter zu gewinnen und zu behalten.

In der untersuchten Schule fanden wir heraus, dass einige Maßnahmen für das Wohlbefinden in Verbindung mit professioneller Entwicklung sowie mit Gesundheitsprogrammen stehen, um Mitarbeiter wieder schneller zurück an den Arbeitsplatz zu bringen. Sich um das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu kümmern, ist sehr wichtig. Warum also sollten Arbeitgeber nichts für diese Bemühungen tun, um das Wohlbefinden zurückzubekommen?

Spätestens dann, wenn sich Mitarbeiter wie Verbrauchsgüter fühlen, aus denen so viel wie möglich herausgeholt werden soll, gibt es ein Problem. Wohlfühlmaßnahmen nur aufgrund der Hintergedanken bezüglich Produktivität zu fördern, kann dem Mitarbeiter das Gefühl vermitteln, nicht persönlich wertvoll zu sein. Das wiederum kann die emotionale Ebene des Wohlbefindens beeinflussen.

Es spricht nichts dagegen, die emotionale und die rationale Art des Wohlbefindens zu verbinden. Eine Voraussetzung dafür ist jedoch ein behutsamer Umgang mit dem Mitarbeiter. Zudem sollte man sich nicht nur auf bestimmte Maßnahmen beschränken oder die Idee nur im Schein unterstützen. Die Erfahrung zeigt, dass es die Angestellten nicht sonderlich gutheißen, wenn ihnen deutlich gemacht wird, dass ihnen nur etwas ermöglicht wird, damit sie anschließend eine Gegenleistung erbringen oder um die Verpflichtungen gegenüber des Arbeitgebers zu vermeiden.

2. In die Privatsphäre eindringen

Manche Menschen empfinden Maßnahmen bezüglich des Wohlbefindens als Eindringen in ihre Privatsphäre, speziell in Firmen, die gentechnische Tests sowie kostenlose Fitbits, die Daten rund um die Bewegung aufzeichnen, anbieten.

Bei der untersuchten Organisation zeigte sich, dass circa die Hälfte der Mitarbeiter sogar die angebotenen Krankenversicherungsmaßnahmen ablehnten. Der Grund dafür ist das Misstrauen des Managements und der vermeintliche Wunsch, die jeweiligen Mitarbeiter wieder zum Arbeiten zu bewegen. Die Mitarbeiter waren besorgt, dass das Management möglicherweise Zugriff zu den persönlichen und gesundheitsrelevanten Daten von ihnen oder ihren Angehörigen erhalten könnte.

Ein weiterer Punkt des Wohlfühlprogramms war die Standardisierung des Unterrichts mit einem Vier-Punkte-Plan rund um einen „ausgezeichneten Unterricht“. Die Idee dahinter war, den Lehrern das Unterrichten zu erleichtern und Möglichkeiten für professionelle Entwicklung und Wohlbefinden zu schaffen. Die Mitarbeiter merkten jedoch, dass das den Autonomiestatus verringerte und ließen wegen des fehlenden Vertrauens viele Gefühle unbeachtet.

3. Nicht zu bewältigende kulturelle Angelegenheiten

Wohlfühlmaßnahmen können zu sehr auf die individuelle Ebene gerichtet sein. Diese Maßnahmen beziehen sich nicht immer auf organisatorische, kulturelle oder gruppenbezogene Angelegenheiten. Im schlimmsten Fall können diese Maßnahmen vom Arbeitgeber ausgenutzt werden, um den eigenen Einfluss auf krankheitsbedingte Ausfälle der Mitarbeiter herunterzuspielen. 

Wir haben in unserer Studie herausgefunden, dass sich Mitarbeiter nach jener Zeit sehnen, in der der Betrieb als Familie verstanden wurde. Eine Zeit, in der Wohlfühlangelegenheiten auf betrieblicher statt auf individueller Ebene behandelt wurden. Statt auf Wohlfühlmaßnahmen durch das Bereitstellen von betrieblicher Gesundheitspolitik einzugehen, würden sich Mitarbeiter freuen, wenn direkt auf innerbetriebliche Probleme eingegangen werden würde – etwas, das durch die Professionalisierung sowie die Standardisierung völlig in den Hintergrund gedrängt wurde.

Wenn Wohlfühlmaßnahmen weiterhin auch nur aus betriebsbedingten Gründen angeboten und die Angelegenheiten der Mitarbeiter nicht miteinbezogen werden, können diese das Wohlbefinden der Mitarbeiter sogar verschlechtern und das Gefühl der Autonomie gefährden. Dies kann zu Diskrepanzen zwischen Management und Mitarbeitern führen – und so hat niemand etwas davon.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Two sporty women doing exercise abdominal crunches, pumping a press on floor in gym concept training“ by Nayana Thara k (CC0 Public Domain)


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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • DATENSCHUTZ Zeit Online: Facebook wehrt sich gegen Verbot des Datenabgleichs: Nun wird zu härteren Mitteln gegriffen. Grund: Der Datenabgleich zwischen WhatsApp und Facebook. Nachdem es deutschen Datenschützern nicht gelang Facebook zu der Abgabe einer Unterlassungserklärung zu bewegen, untersagt der Hamburgische Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar nun WhatsApp per Verwaltungsanordnung Daten deutscher WhatsApp-Nutzer mit Facebook abzugleichen. Außerdem ist der Pressemitteilung der Behörde zu entnehmen, dass bereits übertragene Daten gelöscht werden müssen. Der Austausch der Daten sei lediglich dann rechtmäßig, wenn auf beiden Seiten eine gültige Rechtsgrundlage vorliege. „Eine wirksame Einwilligung der Nutzer hat Facebook jedoch nicht eingeholt“, sagt Caspar.

  • HERE t3n: Informationen über Stau und Unfälle: Here lässt Autos miteinander sprechen: Nicht nur Navigationsgeräte und Smartphones sollen uns zukünftig über nervige Staubildungen informieren, sondern auch unsere Autos selbst. Dies kündigt der Kartendienst Here kurz vor dem Beginn der Automesse in Paris an. Fahrzeuge von den Herstellern Audi, BMW und Daimler sollen dafür untereinander Daten über die Verkehrslage austauschen. Der Austausch der Daten, die anonymisiert werden, soll dabei über den Cloud-Dienst Open-Location-Platform erfolgen. Geplant ist, dass der Dienst bereits im ersten Halbjahr 2017 in Europa zur Verfügung steht.

  • AMAZON Golem: Amazon will den Schlüssel zur Haustür: Seit Kurzem ist es möglich Produkte wie Toilettenpapier oder Hunde- und Katzenfutter ganz einfach, per Knopfdruck, auf Amazon zu bestellen. Nun geht das Unternehmen noch einen Schritt weiter und will sich in Zukunft freien Zugang in Häuser, Wohnungen und Garagen ermöglichen. Geschehen soll dies mittels fernbedienbaren Schlössern, sogenannte Smartlocks, die dem Paketboten einmaligen Eintritt gewähren sollen. Damit will Amazon verhindern, dass Pakete gestohlen werden bzw. die Kunden sich lange Wege zur Post sparen. Um das Projekt umzusetzen, arbeitet Amazon mit dem Schlosshersteller August und dem Garagentürhersteller Garageio zusammen.

  • APPLE WATCH Mac Life: Apple Watch soll Schlaf beobachten und mehr Fitness-Features bekommen: Kaum auf dem Markt, brodelt die Gerüchteküche rund um die Apple Watch 2 bereits wieder. Konkret geht es um neue Features, die angeblich geplant sein sollen. Diese beziehen sich vor allem auf neue Fitness-Features und darauf, dass die Uhr in Zukunft unseren Schlaf überwachen soll. Theoretisch wäre die Schlafüberwachung mit der aktuellen Hardware bereits möglich, jedoch fehlt bisher eine geeignete App. Außerdem rät Apple dazu, die Smartwatch über Nacht aufzuladen anstatt zu tragen.

  • PLEX heise online: Mediaserver Plex zieht es in die Amazon-Cloud: Der Anbieter des proprietären Streaming-Servers Plex kooperiert zukünftig mit Amazon. Inhalte werden in die Cloud geladen und sind somit überall über eine Internetverbindung abrufbar. Für 60 US-Dollar pro Jahr soll man in Amazon Drive beliebig viele Medien ablegen können. Die Inhalte aus der Plex Cloud sind dann über PC, Mac, iOS, Android, Windows Phone, Spielekonsolen sowie diverse Streaming-Boxen und Smart-TVs abrufbar. Auch wenn die Plex Cloud aktuell noch nicht verfügbar ist, gibt es bereits eine Anmeldeliste für den Beta-Test.

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Der Trend geht zur Bewegung: Vier neue Wearables

BT Paralympic World Cup 2009 Athletics Men's T54 - 800 Metres. (adapted) (Image by Stuart Grout [CC BY 2.0] via flickr)

Bei den neuen Fitness-Wearables dürfte für jeden etwas dabei sein. Wer einfach nur gerne einen Überblick über Bewegung und Kalorienverbrauch hat und dabei vielleicht auch den Puls im Auge behalten oder die Schlafqualität überwachen will, für den sind einfachere Fitnesstracker wie der Fitbit Charge 2 oder TomTom Touch ideal. Die Whitings Steel HR richtet sich an diejenigen, die die Optik, Materialien und Verarbeitung einer klassischen analogen Armband zu schätzen wissen und Fitnessfreaks, die per GPS ihre Lauf- oder Radtouren genau aufzeichnen wollen, sind bei der Samsung Gear S3 gut aufgehoben. Letztere bietet dank Apps auch eine Vielzahl anderweitiger Funktionen, ist aber auch deutlich teurer als einfachere Fitnessbänder.

Fitbit Charge 2: Motiviert und entspannt

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Auf der IFA hat Fitbit, einer der Pioniere im Bereich Fitness-Tracking, das Nachfolgemodell zum sehr beliebten Charge HR vorgestellt. Der Charge 2 bietet weiterhin Schrittzähler, Pulsmesser und Schlafanalyse, hat aber auch einige neue Funktionen, die dabei helfen sollen, die Trainingsmotivation zu erhöhen.

Bewegungserinnerungen lassen das Band vibrieren, wenn man wieder einmal zu lange regungslosslos herumgesessen ist. Außerdem errechnet die zugehörige Smartphone-App mit Hilfe schon absolvierter Trainings-Sessions das eigene Fitnessniveau, welches dann mit dem anderer Nutzer in der gleichen Altersgruppe verglichen werden kann.

Wer denkt, schon genug Sport getrieben zu haben, kann den Charge 2 auch zur Entspannung nutzen. Per App wird der Nutzer durch zwei- oder fünfminütige Atemübungen geleitet. Das Armband misst dabei die Herzfrequenz, um zu überprüfen, ob die Entspannungübung erfolgreich ist. Das Gehäuse ist spritzwassergeschützt und das OLED Display vier mal grösser als beim Vorgänger, was die gleichzeitige Anzeige von mehr Daten erlaubt. Der Charge 2 wird noch diesen Monat zum Preis von 160 Euro im Handel erhältlich sein.

Withings Steel HR: Für die Liebhaber klassischer Armbanduhren

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Die zu Nokia gehörende französische Firma Withings schafft es, in ihrem Modell Steel HR die meisten Funktionen eines modernenFitnesstrackers im edlen Stahlgehäuse einer analogen Uhr unterzubringen. Aktivitäten wie Gehen, Laufen und Schwimmen sowie die Schlafphase werden getrackt und können per zugehöriger App analysiert werden. Wie der Name schon andeutet, ist im neuesten Modell von Whitings nun auch ein Pulsmesser mit an Bord.

Zusätzlich kann die Steel HR auf einem digitalen Minidisplay, das ins analoge Zifferblatt integriert ist, Notizen vom Smartphone oder die Herzfrequenz anzeigen. Anzeigen und Funktionen werden über einen Multifunktionsknopf am Gehäuse gesteuert. Die Whitings Steel HR ist bis 50 Meter Tiefe wasserdicht und wird demnächst ab 189,95 Euro erhältlich sein.

TomTom Touch: Körperfettmessung inklusive

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Der niederländische Hersteller TomTom, den meisten Konsumenten wohl als Anbieter von Navigationsgeräten bekannt, hat auf der IFA mit dem TomTom Touch sein erstes Fitnessarmband vorgestellt und der Neuling hat gleich einen Knaller zu bieten. Das Touch ist das erste Gerät dieser Art, mit dem man den Körperfett- und Muskelanteil am Körper messen kann. Im Konsumentenbereich musste man dafür bisher zur Körperanalysewaage greifen. Wenn das Touch deren eher enttäuschende Präzision verbessern könnte, wäre ihm eine Spitzenplatzierung im Popularitätsranking der Fitness-Community sicher.

Natürlich bietet das Touch auch all die herkömmlichen Funktionen, die man von einem Fitnesstracker erwartet. Schrittzähler, Schlafanalyse, Pulsmesser und Kalorienzähler sind alle mit an Bord. Die Bedienung erfolgt über einen Touchscreen und laut Hersteller hält das Amrband fünf Tage mit einer Akkuladung durch. Das TomTom ist nur spritzwassergeschützt, also nicht zum Schwimmen oder für andere Wassersportarten geeignet. Aktivitäten wie Radfahren, Laufen oder das Training im Fitnessstudio lassen sich aber alle tracken und mittels App analysieren. Das TomTom kann ab sofort für 149 Euro vorbestellt werden.

Samsung Gear S3: Smartwatch mit Fitnessfunktionen

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Im Gegensatz zu den oben beschriebenen Fitnesstrackern ist Samsungs ebenfalls zur IFA vorgestellte Gear S3 eine ausgewachsene Smartwatch, auf der man Anrufe annehmen, bargeldlos bezahlen und eine Vielzahl an Apps installieren kann. Dank wasserdichtem Gehäuse und kratzfestem OLED-Display, GPS-Sensor sowie Alti – und Barometer ist die S3 aber auch der ideale Begleiter für den Fitnessfreund.

Neben all den üblichen Fitnesstracker-Funktionen können dank GPS beim Laufen oder Radfahren auch ohne Telefon die exakten Routen und Bewegungsdaten aufgezeichnet werden. Beim Wandern oder sonstigen Outdoor-Aktivitäten hilft es beim Navigieren und im Notfall kann sogar ein SOS-Signal mit genauen Standortdaten an vorher bestimme Kontakte gesendet werden. Zudem können mit Hilfe der barometrischen Druckmessung Wetterveränderungen, z.B. im Gebirge, rechtzeitig erkannt werden. Natürlich können auch Workouts im Fitnessstudio getrackt werden und sogar ganze Trainingsprogramme auf der Uhr abgerufen und überwacht werden.

Kontrolliert wird die Gear S3 über den 1,3 Zoll grossen Touch Screen mit einer Auflösung von 360 x 360 Pixeln oder die Lünette. Die Uhr wird in zwei Designversionen erhältlich sein. Das “Frontier”-Modell bietet martialische Outdoor-Optik, während die “Classic”-Version eher den Liebhaber klassischer Chronographen erfreuen wird. Im Inneren der Gehäuse gibt es aber keine Unterschiede. Wer soviel Funktion will, muss leider etwas tiefer in die Tasche greifen. Beide Gear S3 Modelle können zur Zeit für 449 Euro vorbestellt werden.

Fazit

Bei den neuen Fitness-Wearables dürfte für jeden etwas dabei sein. Wer einfach nur gerne einen Überblick über Bewegung und Kalorienverbrauch hat und dabei vielleicht auch den Puls im Auge behalten oder die Schlafqualität überwachen will, für den sind einfachere Fitnesstracker wie der Fitbit Charge 2 oder TomTom Touch ideal. Die Whitings Steel HR richtet sich an diejenigen, die die Optik, Materialien und Verarbeitung einer klassischen analogen Armband zu schätzen wissen und Fitnessfreaks, die per GPS ihre Lauf- oder Radtouren genau aufzeichnen wollen, sind bei der Samsung Gear S3 gut aufgehoben. Letztere bietet dank Apps auch eine Vielzahl anderweitiger Funktionen, ist aber auch deutlich teurer als einfachere Fitnessbänder.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „Androidpiloten“ unter CC BY-ND 4.0.


Header-Image (adapted) „London Marathon“ by Malcolm Murdoch (CC BY-SA 2.0)

Images by Lars Rehm, Jonas Haller, Fitbit, TomTom


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Machen uns Fitness-Tracker wirklich fitter?

Huawei P8 & Talkband Launch in London - Hands-On (adapted) (Image by Martin @pokipsie Rechsteiner [CC BY-SA 2.0] via flickr)

Nahezu 20 Millionen Fitness-Tracker wurden im vergangenen Jahr verkauft. Diese digitalen Geräte – die alles, beginnend mit der Herzfrequenz bis zur Anzahl der Schritte, messen – werden unter dem Versprechen verkauft, dass sie dem Besitzer helfen Gewicht zu verlieren. Der Besitzer wird dadurch fitter und glücklicher. Bedauerlicherweise ist die Forschung zur Untermauerung von deren Nutzen, sowie bei zahlreichen anderen Sportleistungsprodukten, begrenzt.

In unserer neuesten Untersuchung machten wir bekannt, dass es kaum Belege dafür gäbe, dass der Besitz eines Fitness-Trackers die Gesundheit verbessert. Erkenntnisse zu deren Wirksamkeit stützen sich oft auf einzelne Berichte von Menschen, die von ihren Erfahrungen berichten.Eine aktuelle Studie beobachtete zwar, dass die Schrittzähler eine Zunahme der körperlichen Bewegung bei den einzelnen bewirkte; Jedoch nahmen diese auch an regelmäßigen Beratungen über ihren erzielten Fortschritte teil. Ähnliche Interventionen unter Einbeziehung von Schrittzählern, ohne die Unterstützung einer medizinischen Fachkraft, zeigten keine langfristige Wirkung.

Offene Türen einrennen

Es ist erwiesen, dass Fitness-Tracker eher von Personen gekauft werden, die bereits gesund leben und lediglich ihre Fortschritte verfolgen möchten. Inaktive Menschen möchten nicht täglich oder sogar stündlich an ihre Untätigkeit erinnert werden. Allerdings lässt der Reiz des Neuen, wie so einige Neujahrvorsätze, Beispielweise der Besuch im Fitnessstudio, bei Fitness-Tracker mit erschreckendem Tempo nach, sogar unter Personen mit bereits gesundem Leben. Studien deuten darauf hin, dass mehr als jeder dritte Nutzer nach sechs Monaten aufhört das Gerät zu tragen und die Hälfte innerhalb eines Jahres das Gerät nicht mehr benutzen. Woran kann das liegen?

Oftmals benötigen diese Geräte ein nachträgliches Maß an Hingabe, was für einige Menschen zu viel ist. Ein Beispiel für eine kleine “zerstörende Hingabe” ist die Notwendigkeit, die Geräte regelmäßig – manchmal täglich – aufzuladen. (Man vergleiche dies mit einer Armbanduhr, die nur einmal alle paar Jahre eine neue Batterie benötigt.)

Könnten wir übermäßig abhängig werden von Überwachungsgeräten, die uns fitter erscheinen lassen als wir tatsächlich sind? Exzessive Eigenüberwachung hat sich als unbequem, aufdringlich und unangenehm erwiesen – insbesondere bei Personen mit einem vorhandenen schlechten Gesundheitszustand – außerdem wird man ständig an das Altern erinnert, durch das ständige verfolgen der eigenen Fitness.

Natürlich wird vorausgesetzt, dass diese Geräte in erster Linie präzise und sicher funktionieren. Jedoch variierte sich die Genauigkeit bei dem Vergleich von verschiedene Geräte beträchtlich. Die Fehlerquoten mancher Geräte liegt bei 25%.

Des Weiteren ist der Verbraucher üblicherweise nicht Eigentümer seiner Daten, die von seinem Gerät aufgezeichnet werden, ihm wird nur gestattet, in zusammenfassende Statistiken einzusehen. “Rohdaten” werden beim Hersteller gespeichert und regelmäßig an andere Organisationen weiter verkauft. Es ist nicht klar, wie diese Daten sicher verwahrt und anonymisiert werden, angesichts der Tatsache, dass jegliche Datenübertragungsgeräte auch gehackt werden kann. Dies könnte dazu führen, dass Daten verloren gehen, gestohlen oder verfälscht werden.

Bessere Nachweise erhalten

Geräte werden unter der Annahme verkauft, dass sie die Gesundheit verbessern, auch wenn es zurzeit an Beweisen dafür mangelt. Die Erforschung neuer Designs sollten das Ziel verfolgen, die einen ähnlichen Ansatz haben wie eine gewöhnlicher Arzneimitteltest, um die Wirksamkeit von Fitness-Tracker zu demonstrieren, bevor sie auf den Markt erscheinen.

Wenn ein Medikament an Menschen getestet wird, ist eine randomisierte kontrollierte Studie das Entscheidende für die Untersuchung auf Wirksamkeit. Einer Gruppe von Patienten wird das zu testende Medikament verabreicht und einer anderen Gruppen (den Kontrollgruppen) könnte ein anderes Medikament oder ein Placebo gegeben werden. Auf diese Weise kann ein neues Medikament im Vergleich zu bestehenden Medikamenten oder Placebos – oder beiden – getestet werden.

Eine ähnliche Methode, die drei Gruppen von Teilnehmern involviert, könnte die Wirksamkeit von tragbaren Fitness-Tracker testen. Mit dem Zufallsprinzip wird eine Gruppe ausgewählt, die nur Fitness-Tracker erhält, eine zweite Gruppe wird aufgefordert, ihre täglichen Aktivitäten in einem Tagebuch zu protokollieren. Die dritte Gruppe hingegen bekommt kein Ortungsgerät und muss auch nicht ein Tagebuch führen. Allen drei Gruppen wird, neben Tipps zur Aufrechterhaltung eines gesunden Lebensstils, ein Fitnessprogramm zur Verfügung gestellt, das sie befolgen müssen. Der Trainingszustand kann daraufhin auf längere Zeit beobachtet werden, um zu erkennen welche Gruppe die meisten Fortschritte in ihrer Fitness erzielen. Dies würde nicht nur ihre Fähigkeit, das Verhalten zu ändern, ans Licht bringen, sondern mit den Ergebnissen können Personen identifiziert werden, die am ehesten von solchen Geräten profitieren.

Dieser Artikel erschien zuerst auf “The Conversation” unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) “Huawei P8 & Talkband Launch in London – Hands-On” by Martin @pokipsie Rechsteiner (CC BY-SA 2.0)


The Conversation

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Runtastic: Wie die Adidas-Tochter App-Abonnenten gewinnen will

Running Man (Image: Kyle Cassidy [CC BY SA 3.0], via Wikimedia Commons .jpg

Seit der 220-Millionen-Euro-Übernahme des Paschinger Fitness-App-Start-ups Runtastic durch den Sportriesen Adidas ist mehr als ein halbes Jahr vergangen. Ein halbes Jahr, in dem die Firma rund um CEO Florian Gschwandtner einen deutlichen Fokus an den Tag legt. Wurden zuvor am laufenden Band neue Apps auf den Markt geworfen (es gibt sogar eine namens “Butt Trainer” für knackige Hintern), wurde seit der Runtastic-Übernahme genau eine App veröffentlicht: Results. Die Software für Bodyweight-Training (man trainiert mit dem eigenen Körpergewicht überall, wo man will, und muss nicht ins Fitnesscenter) ist prinzipiell kostenlos, hat aber ein großes Ziel: Den Nutzer zum monatlich zahlenden Kunden zu machen.

Das neueste Update für Results bietet dem Nutzer einen neuen Trainingsplan für zwölf Wochen, HD-Videos mit Übungen und einen Ernährungsplan. 60 Euro bezahlt man pro Jahr mindestens, wenn man in den vollen Genuss der Inhalte kommen will und wie die Testimonials Franz, René, Julia oder Ana Fett ab- und Muskeln aufbauen will. In drei Monaten, so verspricht die Adidas-Tochter, soll man sich mit Hilfe der App eine herzeigbare Strandfigur erarbeiten können.

Mit Freemium zum konstanten Revenue Stream

Das Freemium-Modell (Basisversion gratis, Vollversion im kostenpflichtigen Monatsabo) gilt gerade bei Apps als vielversprechend – Vorbild sind erfolgreiche Firmen wie Spotify, Dropbox und selbst Google mit dem Online-Speicher Drive, die Premium-Nutzer monatlich zur Kasse bitten. Für Runtastic, das sich bei Results ordentlich vom Münchner Start-up Freeletics inspirieren ließ und dessen App (80 Euro/Jahr in der Vollversion) preislich unterbietet, bedeutet dieses Modell bei Erfolg einen steten Revenue Stream. Anstatt ständig Apps auf den Markt zu werfen zu müssen, für die man einmalig einen kleinen Download-Preis bezahlt, sollen künftig im Monatsrhythmus Einnahmen generiert werden. Am Ende gibt der Nutzer viel mehr Geld für das Abo aus, als er je für Einzel-Apps berappt hätte.

Eine theoretische Rechnung: Würden zehn Prozent der weltweit 80 Millionen registrierten Runtastic-Nutzer das Results-Abo um 60 Euro/Jahr nehmen, würde die Adidas-Tochter damit pro Monat 28 Millionen Euro Umsatz machen.

Apple und Google als Herrscher über die beiden mit Abstand wichtigsten App-Marktplätze mögen solche Freemium-Modelle natürlich auch ganz gern. Während sie bei Gratis-App wie Facebook, das in seinen Apps mit Werbung Milliardenumsätze macht, durch die Finger schauen, bekommen sie bei den Abos, die als In-App-Käufe abgewickelt werden, 30 Prozent der Umsätze. Kein Wunder, werden vor allem in Apples App Store den Usern immer wieder Freemium-Apps empfohlen.

Nächste Ausbaustufe IoT

Von einer Verzahnung von Runtastic- und Adidas-Produkten ist bis dato noch nichts zu merken. Weder die Uhren-Kollektion “Moment” (TrendingTopics.at berichtete) von Runtastic noch der mit Sensoren und Bluetooth ausgestattete micoach Smart Ball von Adidas hat mit Diensten oder Produkten der jeweils anderen Firma etwas zu tun. Da Adidas seine Tochter aber als Plattform für die Vernetzung von Bällen, Handgelenkgeräten, Bekleidung oder Schuhen sieht, wird im Hintergrund aber wohl bereits an einer Integration gearbeitet.

Und da heißt es Gas geben: Adidas reagierte mit dem Runtastic-Kauf einerseits auf den Hauptkonkurrenten Nike, der mit seinen Nike+-Produkten immer mehr in Richtung vernetzte Sportgeräte geht, andererseits auf Under Armour, das die Apps Endomondo (85 Mio. US-Dollar und Myfitnesspal (475 Mio. US-Dollar) übernommen hat. Der nächste Rivale im Ring ist die japanische Sportfirma Asics: Sie kaufte sich erst vor wenigen Tagen den Runtastic-Konkurrenten Runkeeper um 85 Mio. US-Dollar.


Image “Running Man” by Kyle Cassidy (CC BY SA 3.0)


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Exit an Adidas: Ein runtastischer Moment für Österreich?

Die Nachricht am vergangenen Mittwoch ist eingeschlagen wie eine Bombe: Der deutsche Sportkonzern Adidas hat das österreichische Startup Runtastic, bekannt für seine Fitness-Apps, für 220 Millionen Euro aufgekauft. Während Adidas bereits von der digitalen Vernetzung all seiner Produkte träumt – vom Ball über Bekleidung bis zum Schuh -, erhofft sich die österreichische Startup-Branche finanzielle Impulse für neue Ideen.

Die vier Runtastic-Gründer Florian Gschwandtner, Alfred Luger, René Giretzlehner und Christian Kaar, das sieht man auf ihren aktuellen Facebook-Fotos, kommen aus dem freudigen Grinsen nicht mehr heraus – immerhin sind sie nach dem Adidas-Deal nun viele Millionen Euro schwer und auch ihr Business Angel Hans Hansmann, der sehr früh in das Startup investierte, hat nun deutlich mehr am Konto als zuvor. Das bedeutet zweierlei: Sowohl die Runtastic-Gründer als auch Hansmann, einer der wichtigsten Startup-Investoren des Alpenlandes, haben nun sehr viel Kapital zur Verfügung, das sie unter anderem in österreichische Startups investieren könnten.

Die Runtastic-Übernahme könnte aber noch einen anderen Effekt haben: Spätestens jetzt werden sich internationale Geldgeber und Konzerne sehr genau in Österreich umschauen, ob sie hier Finanzierungen stellen wollen oder Übernahme-Kandidaten finden. Im Kleinen hat das schon begonnen: Startups wie mySugr (Diabetes-Apps), Prescreen (E-Recruiting-Software) oder ChatGrape (firmeninternes Messaging) haben 2015 bereits Millionenfinanzierungen aus dem Ausland erhalten (mehr dazu hier).

So groß die Euphorie ist, gibt es aber auch Zweifler: In der Online-Ausgabe der österreichischen Tageszeitung “Der Standard” kommentierte Journalist Gianluca Wallisch: “Sind wir also auch die Startup-Kings? Mitnichten. Wir sind weit davon entfernt.” Aufgrund einer verschlafenen Innovationspolitik der österreichischen Regierung sieht er die Gefahr, dass Österreich zum reinen Absatzmarkt verkommt.

Die Zahl jener, die Österreich den Rücken kehren und es woanders versuchen wollen, ist nicht gerade klein. Diesen Braindrain negiert die Politik bisher – so wie sie es auch verabsäumt, unser Land für hochqualifizierte ausländische Fachkräfte interessanter zu machen, so Wallisch.

Jüngstes Beispiel: Das auf schnelles Video-Streaming spezialisierte Kärntner Startup Bitmovin ist auf dem Weg ins Silicon Valley.

Der Druck aus den USA

Für Adidas, bei einem Jahresumsatz in 2014 von 14,5 Mrd. Euro, sind 220 Mio. Euro (sie wurden bereits vergangene Woche an den vormaligen Mehrheitseigner Axel Springer, die Runtastic-Gründer und Hansmann überwiesen) nicht wenig Geld. Die Erwartungen liegen dementsprechend hoch, denn Adidas spricht bereits von der “intelligenten Vernetzung von Bällen, Handgelenkgeräten, Bekleidung oder Schuhen” – Runtastic mit seinem Sport-Portal mit 70 Millionen registrierten Nutzern soll da offenbar als digitale Drehscheibe für die vernetzten Produkte dienen.

Der Kaufpreis dürfte aber noch aus einem anderen Grund so hoch sein: In Sachen Wearables, Apps und Internet of Things hat es der deutsche Konzern noch nicht weit gebracht, während die US-Konkurrenz schon einige Schritte weiter ist. Nike bedient mit seinen Nike+-Produkten bereits relativ erfolgreich jene Generation, die auf Self-Tracking mittels Apps und Wearables abfährt. Und der US-Sportartikelhersteller Under Armour hat neben der Übernahme des Runtastic-Rivalen MyFitnessPal um 475 Mio. US-Dollar auch eine Kooperation mit Google in der Tasche, bei der es um die Digitalisierung von Kleidungsstücken geht (“Project Jacquard”). Diesen Herausforderungen muss sich Adidas stellen, um mit seiner starken Brand in einer immer digitaleren Zielgruppe relevant zu bleiben. Und damit steht die Runtastic-Übernahme auch unter folgendem Stern: Ein europäischer Konzern muss sich gegen die digitale Übermacht aus den USA wehren.


Image (adapted) “Handshake – 2 men” by Flazingo Photos (CC BY-SA 2.0)


 

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The Quantified Self in health and lifestyle

If there’s one area where we can really see tracking taking off, it’s medical and lifestyle. We deliberately combine both as the boundaries are increasingly blurry: Whereas medical emcompasses all things health-related, by lifestyle we mean to include the kind of active lifestyle that the fitness & sports industries portrait.

There’s hardly a week where no new service or app is launched, or a new self-tracking hardware shipped.

That’s not surprising in itself. After all, in the medical sphere tracking body data has always been a tool of the trade. Tell a diabetic about your fascination with body tracking and they’ll give you an odd look, after all they’ve been doing it for years. What is fascinating, though, is how QS applications have been moving towards the mainstream. Step by step, these services have become easier to use, slicker, better designed. In other words, they’ve started to make it fun to track your body.

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