Alle Beiträge zu dokumentation

5 Highlights aus den Mediatheken!

20180801 Mediathekentipps KW 31
In den kostenlosen Mediatheken warten unzählige tolle Filme, Serien-Episoden und Dokumentarstücke auf ihre Entdeckung. Hier ist meine Auswahl für den August: ein Road-Movie von Fatih Akin, eine Krimi-Serie über Amnesie und drei Dokumentationen. Viel Spaß beim Streamen! Digital Africa – Ein Kontinent erfindet sich neu Es heißt, dass der afrikanische [...]
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5 Highlights aus den Mediatheken!

In den kostenlosen Mediatheken und Streaming-Plattformen warten unzählige tolle Filme, Serien-Episoden und Dokumentarstücke auf ihre Entdeckung. Hier ist meine Auswahl für Juli: zwei Dramen, zwei Dokus und ein ganzes Themen-Dossier. Viel Spaß beim Streamen! Laurence Anyways Drama von Xavier Dolan: Als Laurence (Melvil Poupaud) seiner Freundin Fred (Suzanne Clément) gesteht, [...]
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Field Of Vision: Dokumentarfilmkunst als Online-Journalismus

Field Of Vision
Eine Plattform für Filmemacher will die Produktion dokumentarischer Formate flexibilisieren und visuellen Journalismus neu erfinden. Mit dabei: Laura Poitras. Der von Ebay-Gründer Pierre Omidyar finanzierte Projektzusammenhang First Look Media experimentiert seit einiger Zeit mit unterschiedlichen Online-Formaten: Nach dem investigativen Magazin The Intercept um Glenn Greenwald und dem Team von reported.ly [...]
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Digital Diaries: Sexualität weltweit

YouTube (Image: dandy [CC BY 4.0], via Sketchport
Für die erste Folge der Doku-Reihe „Digital Diaries“ wurden Videoblogger aus der ganzen Welt zum Thema Sexualität und Internet befragt. // von Larissa Werner Wie verändert das Internet unsere Sexualität? Wie unterscheiden sich Liebesbeziehungen in Deutschland, Japan und den USA? Wie mischt sich der Staat in das Sexualleben seiner Bürger [...]
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Interview mit Major Bueno zu der Tour Bueno

Mit der Tour Bueno widmen sich die beiden Game-Designer Benedikt Hummel und Marius Winter einer neue Herausforderung, bei der sie in 11 Städten, jeweils 48 Stunden lang, ein Spiel mit 11 anderen Game-Designern entwickeln. // von Lukas Menzel In sieben Wochen, neun Ländern und elf Städten möchte das Entwicklerduo Major [...]
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5 Lesetipps für den 2. Dezember

In unseren Lesetipps geht es heute um die Google-Doku der ARD, die Generator Hostels, Yelp, Journalismus in der Ich-Form bei der Vice und Ello. Ergänzungen erwünscht.

  • GOOGLE Berliner Zeitung: ARD-Doku zu Google – High Heels statt Enthüllung: Gestern lief in der ARD eine Dokumentation über die vermeintliche Macht von Google. Sie war lange angekündigt und es entwickelte sich ein regelrechter Hype um den Enthüllungsjournalismus. Das Ergebnis enttäuschte dann durch den Fokus auf nahezu belanglose Aspekte der Debatte um Google anstatt die wichtigen Fragen zu klären und durch Täuschung der Zuschauer. In der Berliner Zeitung hat Jonas Rest eine lesenswerte Kritik der Sendung veröffentlicht. Statt die Sendung in der Mediathek nachzuschauen, empfehle ich eher den Artikel von Steffan Heuer und Thomas Ramge übers Scheitern von Google-Projekten in der November-Ausgabe der Brandeins (noch nicht freigeschaltet).

  • GENERATOR HOSTELS Skift: Generator Hostels on Creating the New Hostel Experience: Seinen Flug und das Hotel per Smartphone zu buchen ist heute schon Realität. Auch vor Ort dann mit dem Smartphone die Rechnung zu bezahlen. Genauso wie das Gemeckere, wenn es kein kostenloses WLAN gibt. Die sogenannten Millennials reisen mit einem gewissen Anspruch an einen modernen Service. Klappt etwas nicht wie gewünscht, wird drüber gebloggt, wie ich am Freitag über meine Hamburger Hotelerfahrungen. Carl Michel, CEO der Generators Hostels, ist sicher dessen bewusst und gibt im Interview Einblick in die zukünftigen Herausforderungen des Hotelgewerbes.

  • YELP Time.com: Yelp CEO on Why He Turned Down Google: Das Time Magazin hat sich telefonisch mit Yelps CEO und Mitgründer Jeremy Stoppelman unterhalten, der einen interessanten Einblick in seinen bisherigen Werdegang gibt, wie sein Bewerbungsgespräch bei Elom Musk lief und warum er ein Übernahmeangebot von Google ablehnte.

  • VICE American Journalism Review: Vice, and the Trend of First-Person Journalism: In den gestrigen Lesetipps haben wir einen taz-Artikel über die Vice empfohlen, heute gibt es ergänzend dazu einen Artikel von Dustin Levy für die American Journalism Review, in dem ein besonderer Aspekt der Berichterstattung der Vice erklärt wird: der Ich-Journalismus. Die Vice-Autoren zelebrieren Events über die sie dann berichten und stellen sich persönlichen Herausforderungen.

  • ELLO Nieman Journalism Lab: Finance media’s hottest club is Ello: Wir haben das soziale Netzwerk Ello sehr früh getestet und darüber berichtet. Für mich war der Hype schon vorbei, bevor er hierzulande erst los ging. Vielleicht habe ich mich zu früh verabschiedet, denn neben den üblichen Leuten, mit denen ich aber auch schon anderswo vernetzt bin, hat eine Gruppe US-amerikanischer Finanzjournalisten die Plattform für sich entdeckt und eine aktive Untergruppe gegründet.

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5 Lesetipps für den 18. August

In unseren Lesetipps geht es um mobile Nachrichten-Apps, Cyberpunk, die Zukunft von LinkedIn, Überwachung und Startups, die auf Datenschutz setzen. Ergänzungen erwünscht.

  • MOBILE FIRST Monday Note: The Future of Mobile Apps for News: Auf Mondaynote.com haben Frédéric Filloux und Jean-Louis Gassée einen Artikel über die Zukunft mobiler Nachrichten-Apps geschrieben und mir klar gemacht, warum ich die Apps von Süddeutsche.de, Stern.de & Co. so schlimm finde, warum das auch sieben Jahre nach dem ersten Smartphone noch so ist und wie sich Nachrichten-Apps in Zukunft entwickeln werden. Die Antwort hat viel mit dem Verständnis von Technologie und die Auswertung von Nutzerdaten zu tun, also zwei Sachen mit denen man sich in Deutschland gerne schwer tut.

  • CYBERPUNK Open Culture: 1990 Documentary Featuring William Gibson & Timothy Leary Introduces the Cyberpunk Culture: Unmittelbar mit der Digitalisierung unser Gesellschaft entstand der Begriff „Cyberpunk“, der seit den 80er Jahren in Videospielen, der Literatur, Filmen und natürlich der Berichterstattung über Technologisierung verwendet und geprägt wurde. Colin Marshall hat auf Openculture.com ein interessante Dokumentation aus dem Jahr 1990 ausgegraben, die man sich hierzulande mithilfe der Umleitung über einen Proxy-Server anschauen kann und die einen spannenden Einblick in Cyberpunk gibt.

  • LINKEDIN The Economist: Workers of the world, log in: Das kommt jetzt vielleicht aus der Schublade mit den Aufschrift „Phantasievolle Geschäftsmodelle“, aber im The Economist ist ein interessanter Artikel erschienen, der erst lesenswert erklärt, wie LinkedIn die Vermittlung von professionellen Berufstätigen revolutionierte, durch das enorme Mitgliederwachstum in Zukunft aber höhere Ziele haben könnte. Wohl kein Unternehmen sammelt global so viele Daten über Arbeitsmärkte wie LinkedIn. Was liegt da näher als den weltweiten Arbeitsmarkt zu analysieren und damit der größte Wirtschaftsversteher der Welt zu werden? Das ist nicht nur für die Wissenschaft interessant, sondern auch für die Politik und expansionsfreudige Unternehmen. Sie sind am Zug, Mr. Weiner.

  • ÜBERWACHUNG Noisey: How Boston Police Used Facial Recognition Technology to Spy on Thousands of Music Festival Attendees: Nach dem Bombenanschlag beim Boston-Marathon wirkte es so, dass die Stadt vor allem durch Gesten der Solidarität auf den Terrorismusakt reagiere. Die Polizei natürlich nicht, wie sich jetzt über ein Jahr später bei einem weiteren Bostoner Großevent zeigt. Zwar war wenig Polizei auf dem Musik-Festival zu sehen, das lag aber daran, dass fast das gesamte Publikum elektronisch überwacht wurde und Gesichtserkennungssoftware zum Einsatz kam. In Vices Musikableger Noisey schreibt Luke O’Neil über die Überwachung des Festivals und das Gefühl, wie ein Verdächtiger behandelt zu werden.

  • STARTUPS Wall Street Journal: Snowden wird zum Geburtshelfer für Startups: Im Wall Street Journal schreibt Stephan Dörner über Startups, die die durch Edward Snowden aufgedeckte Überwachung zum Anlass genommen haben, ihr Geschäftsmodell auf den europäischen Standortvorteil Datenschutz aufzubauen. Wenn aber ein paar Mailanbieter, wenig erfolgreiche und schlecht umgesetzte Messenger, sowie ein Serveranbieter, von dem Sicherheit auch schon vor Snowden erwartet wurde, alles sind, was als Reaktion der Startup-Szene angesehen werden kann, sehe ich eigentlich keine richtige Wirkung. Und warum sollten sich auch Firmen nach einem angeblichen Sicherheitsbedürfnis der Kunden ausrichten, wenn diese weiterhin Dienste wie Facebook, Dropbox, Google. Skype oder WhatsApp nutzen? Die deutschen Standards im Datenschutz sind wirklich gut, aber Nutzungsverhalten macht nicht an Ländergrenzen halt.

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5 Lesetipps für den 26. September

In unseren Lesetipps geht es u.a. um das genaue Hinhören bei den Koalitionsverhandlungen, Jugendbewegung in der DDR, Pippi Langstrumpf Prinzip, 100 Tage mit Google Glass und das Filmfest in Hamburg. Ergänzungen erwünscht.

  • POLITIK lumma: Legenden der politischen Argumentation: Nach der Wahl ist bekanntlich vor den Koalitionsverhandlungen. Eine eindeutige Zuordnung der Argumente bzw. der Argumentationen einzelner ist nicht neu. Den tieferen Sinn, diese  zu deuten und zu verstehen, das ist die Kunst.
  • DOKU kaputtmutterfischwerk: “This ain’t California – Rollbrettfahrer in der DDR”: Freundschaft die sich verliert, als die Freiheit beginnt. Ein Kontrast zwischen Staat und jungen Leben – Auf der einen Seite Hotpants, Sex und Musik, auf der anderen die Verordnung und Eingrenzungen. “This ain’t California” ist eine gelungene Collage von einer enormen Jugendbewegung in der DDR. Die DDR konnte auch anders.
  • MARKT t3n: Das Pippi-Langstrumpf-Prinzip als Schlüssel zum Misserfolg: „Zwei mal drei macht vier, widewidewitt und drei macht neune, ich mach mir die Welt, widewide wie sie mir gefällt“. Eine Unternehmensstrategie, die weder für eine erfolgreiche Zielgruppengewinnung, Produktentwicklung noch für Kundenzufriedenheit steht. Im Gegenteil, Innovationen anderer werden nur müde belächtelt oder gar missachtet. Werden Entwicklungen und Bedürfnisse von Kunden somit komplett ingoriert, ist das PLP-System angekommen.
  • GOOGLE GLASS readwrite: My First 100 Days With Google Glass: Eine kleine Erzählung zur Nutzung und dem Umgang mit Google Glass in den ersten 100 Tagen. Egal ob im Business- oder Privatbereich. Konversationen beginnen mit Google Glass immer gleich: “What are those glasses you’re wearing?”
  • FILM taz: Gemischt kalkuliert – Filmfest Hamburg: Seit heute läuft wieder das Filmfest in Hamburg. Eine gesunde  Mischung zwischen Alltagsserien und ausländischen Autorenfilmen. Vom 26. September bis zum 5. Oktober gibt es eine reichhaltige Auswahl von verschiedenen Filmemachern unterschiedlicher Länder und Genres.
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Mediathekenumschau vom 08. September

Es ist so eine Sache mit den Mediatheken: Für viele Digital Natives sind sie schon Fernsehersatz – alles ist überall abrufbar. Doch nur auf Zeit: Gerade die öffentlich-rechtlichen Programme sind oft nach einer Woche wieder offline. Verlängertes Fernsehen statt digitales Archiv. Bevor sie verschwinden, fischen wir die besten Perlen aus der TV-Flut.

MENSCHEN ZUR WAHL: Volksvertreter

3Sat +++ Sendung vom 4. September: Politik mal mit den Mitteln des Dokumentarfilms gezeigt. Das heißt, ohne schnelle Schnitte, mit Zeit zum Nachdenken und Beobachten und, zumindest wirkt es so, ohne dass jedes Wort in PR-Gold abgewogen wird und der politische Gegner einen Strick drehen kann. Siegfried Ressel stellt fünf Bundestagsabgeordnete bei ihrer täglichen Arbeit in Berlin und in ihrem Wahlkreis vor. So entschleunigt zeigt der Film ohne Off-Kommentar, dass Politiker auch Menschen sind. Was abgedroschen klingt wirkt wie Balsam, zum Beispiel wenn die FDP-Abgeordnete Sylvia Canel im Zug von Männer- und Frauensprache spricht und dabei ehrlicher wirkt, als die mächtigen Frauen in Kanzleramt und Ministerien. Die Einzelinterviews – ein toller Einfall der 3Sat-Redaktion – sind übrigens in der Mediathek auch in langer Form abrufbar.

AUCH DABEI: Die Wahl der Migranten

zdf kultur +++ Forum am Freitag +++ Sendung vom 6. September, weitere Folgen: Ganz andere Form, ähnlicher Inhalt. Obwohl, wie ähnlich sind Bundestagskandidatinnen und -kandidaten mit eigentlich ihren Konkurrenten ohne Migrationshintergrund ? Die lockere und distanzlose Caféatmosphäre wie beim Interview mit der SPD-Abgeordneten Aydan Özoguz und der erklärende Off-Ton nerven ab und zu ein wenig, aber auch hier gibt es die Möglichkeit, eine sonst wenig beachtete Form Poltiker kennenzulernen. 5,8 Millionen Wahlberechtigten mit Migrationshintergrund stehen übrigens sieben Millionen Menschen in Deutschland gegenüber, die auf Grund fehlender Staatsangehörigkeit gar nicht erst wählen dürfen. Viele von ihnen zahlen Steuern und sind bestens integriert, wie die Kommentatorin der Berliner Zeitung, Mely Kiyak, empört feststellt. Der Frage nach der demokratischen Teilhabe dieser Menschen müssen sich die bisher befragten Kandidaten in der Sendung nicht stellen. 

MODERNE REPORTER: Deals mit Waffen

zdf kultur +++ VICE-Reports +++ Sendung vom 6. September: Beängstigend, die Neue Welt, in die einen die Investigativ-Hipster der VICE-Reports ziehen. Sie besuchen Waffenmessen und stellen verschwiegenen Einkäufern und gesprächigen „Drone-Dealern“ nach. Wie schon bei den anderen Reportagen über Designer-Drogen oder Massentierhaltung zeichnet sich das Format durch einen erfrischenden Hands-on-Journalismus aus, der mit reichlich Chuzpe daher kommt. Geschickt verwebt die Produktion auch immer mehr deutsche Beiträge in die Sendereihe, die sich auch aus dem für ein internationales Publikum gemachten Material vom Youtube-Kanal des VICE-Magazines bedient. Das ehemalige Skater-Label operiert inzwischen weltweit mit einem sehr profitablen Kultstatus. Die Partnerschaft tut dem ZDF gut, auch wenn das Mutterhaus aus den USA inzwischen einiger Kritik ausgesetzt ist, besonders nach dem Einstieg des Murdoch-Imperiums vor wenigen Wochen.

AUFNAHMEZUSTAND: Dillon

3Sat +++ Sendung vom 5. September: 

Die junge Musikerin Dillon aus einer deutsch-brasilianischen Familie klingt schön. Die Musik an sich – Dillon verwebt ihre kindliche Ausnahmestimme mit zauberhaft leisen elektronischen Arrangements – ist schon ausreichend, um in diese Studioaufnahme reinzuhören. Doch es geht hier auch um mehr: Die Produktionen aus dem Berliner „Funkhaus der DDR“ gehören zu dem besten, was man im Musikfernsehbereich zur Zeit geboten bekommt. Die wunderschön geschnittenen Darbietungen im Tonstudio schaffen eine besondere Atmosphäre, ganz anders, als es eine Konzertaufnahme vermag. Hinzu kommen kurze Interviewsrecken und zauberhafte Situationen, die sich quasi während der Arbeit im Studio ergeben. Schön gemacht. Auch die Auswahl der eingeladenen Künstler zeugt von Geschmack: Von Boy über CocoRosie bis Little Dragon sind tolle Indie-Perlen dabei.

 

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st_ry: Eine Crowdfunding-Reportage mit Daniel Bröckerhoff

st_ry ist eine Video-Dokumentation im Netz. Produziert von professionellen Fernsehmachern, mitbestimmt und finanziert von der Crowd – also von Fans, Zuschauern, Unterstützern. Thema der ersten Doku-Reihe ist “Ich will meine Daten zurück” – unser alltäglicher Umgang mit Datenschutz und Privacy und unsere Angst vor “Datenkraken”. Was weiß Facebook, was weiß [...]
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WikiLeaks Reportage – Rebellen im Netz

WikiLeaks LogoDass WikiLeaks aus Geldmangel gescheitert ist, macht mich persönlich sehr betroffen. Dass die Schließung eine vorübergehende Sache ist, hoffe ich dennoch. WikiLeaks galt lange Zeit als demokratischer, als die meisten Parlamente, die sich diesen Stempel aufsetzten. Chefredakteure der wichtigsten Zeitungen der Welt tummelten sich um Assange und sein Projekt. Regierungen kührten WikiLeaks und die Macher zum Staatsfeind Nr. 1. Das Projekt jedoch gab vielen Menschen die Hoffnung zurück, dass man nicht nur etwas von oben nach unten, sondern auch von unten nach oben verändern kann. Dass WikiLeaks in der Tat ein starkes Vermächtnis in den Gedanken der Menschen und im Umgang mit Demokratie hinterlassen hat, versuchen viele Kritiker und Realisten derzeit zu relativieren. Zum absoluten Bedauern meinerseits.

Diese 47-minütige Reportage, deren Link ich gestern mal wieder aus meinen Lesezeichen ausgegraben habe, spiegelt ganz gut die Geschichte Assanges und die von WikiLeaks von Beginn bis kurz vor Ende wider. Besonders schockierend ist dabei der Part des Colleteral Murder Videos, also die Aufnahmen des vorsätzlichen Mordes an Presseleuten und zivilen Bürgern, durch die Hand des amerikanischen Militärs. Die Veröffentlichung dieses Videos, dass einem jedes mal wieder einen Schauer über den Rücken laufen lässt, steht stellvertretend für sämtliche Missetaten, die durch WikiLeaks an die Oberfläche gebracht worden.

WikiLeaks hat viel erreicht und bedarf weiterer Unterstützung. Auch von euch!

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DOKU: ON THE BRINK

Diese 20minütige Dokumentation diskutiert Auswirkungen der vernetzten Gesellschaft auf eine spannende Weise:

In On The Brink we discuss the past, present and future of connectivity with a mix of people including David Rowan, chief editor of Wired UK; Caterina Fake, founder of Flickr; and Eric Wahlforss, the co-founder of Soundcloud. Each of the interviewees discusses the emerging opportunities being enabled by technology as we enter the Networked Society. Concepts such as borderless opportunities and creativity, new open business models, and today’s ‚dumb society‘ are brought up and discussed…

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Podiumsdiskussion zur Vorführung von „Page One“

page oneMit Beginn des Web 2.0 wurde es für Medienhäuser und Nachrichtenagenturen aus dem Printbereich immer schwieriger ihren gewohnten Status als Sprachrohr der Bürger und intellektuellen Elite standzuhalten. Durch Online-Newsportale und Blogs ist die Verarbeitung von Nachrichten beschleunigt worden und in der Masse, der zu konsumierenden Artikel, auch um einiges günstiger. Die großen Verlage sind heftigen Sparzwängen unterlegen, weil der Verkauf von Zeitungen immer stärker einbricht und somit auch die Einnahmen durch Anzeigen schrumpfen. Restrukturierungen und Entlassungen verbreiten außerdem große Unruhe in den Redaktionen. Es ist eine schwierige Zeit für den klassischen Journalismus und dennoch ist es auch die Zeit in der die Bedeutung von Plattformen wie Wikileaks und Twitter steigt.

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Activate: iProtest with Debbie Chan (Al Jazeera Doku)

activate„Activate“ ist eine Reihe von Dokumentationen die Aktivisten aus der ganzen Welt portraitiert. Die von Al Jazeera ausgestrahlte erste Folge – „iProtest“ – widmet sich der chinesischen Aktivisten Debby Chan, die sich für bessere Arbeitsbedingungen in den Foxconn Fabriken engagiert.

Das Unternehmen Foxconn, das u.a. Hardwareteile für Apple herstellt, ist schon des Öfteren in den Schlagzeilen gewesen. Zu Letzt durch eine Explosion in den Werken bei Chengdu, bei dem drei Menschen starben. Doch nicht nur das. Letztes Jahr haben sich aufgrund von unzumutbaren Arbeitsbedingungen insgesamt 18 Mitarbeiter das Leben genommen.

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Presspauseplay – Kreativität im Digitalen Zeitalter

presspauseplay Seit gestern ist die Dokumentation „Presspauseplay“ komplett online zu sehen. Die Doku beschäftigt sich mit Kreativität im Digitalen Zeitalter und ist wirklich inspirierend. Personen wie Sean Parker (Napster), Seth Godin, Robyn, Moby und Al Doyle sowie Felix Martin von Hot Chip kommen zu Wort. Sie geben teilweise auch kritische Kommentare zum Thema Internethypes und Mittelmäßigkeit ab.

The digital revolution of the last decade has unleashed creativity and talent of people in an unprecedented way, unleashing unlimited creative opportunites. But does democratized culture mean better art, film, music and literature or is true talent instead flooded and drowned in the vast digital ocean of mass culture? Is it cultural democracy or mediocrity?

This is the question addressed by PressPausePlay, a documentary film containing interviews with some of the world’s most influential creators of the digital era.

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Video: Foo Fighters Garage Tour (Doku)

Das neue Album der Foo Fighters „Wasting Light“ wurde komplett in der Garage des Leadsängers Dave Grohl eingespielt. Eine Selbstvertändlichkeit, dass man dann auch ein paar Konzerte in den Garagen der Fans spielt. Die gerade frisch erschienene Dokumentation „Garage Tour“ zeigt einige Auftritte in den verschiedenen Garagen. Es wurde laut, es wurde rockig, es wurde typisch Foo Fighters. Aus einem riesigen Fundus an Material wurde am Schluß diese sehenswerte 40-minütige Doku zusammen geschnitten. Viel Spaß beim Gucken!

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Video: Hurricane Festival 2011 (Arte-Doku)

Es ist eines der größten Open-Air-Spektakel Deutschlands. Das dreitägige Hurricane Festival in Scheeßel findet in diesem Jahr zum 15. Mal statt. Auch 2011 stürmen wieder Tausende von Besuchern das Gelände der Motorrad-Sandrennbahn Eichenring und verwandeln dieses in ein großes Musikevent. Arte zeigt in 90 Minuten Filmmaterial die Highlights diese Festivals.

Viel Spaß beim Schauen!

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BBC Digital Revolution: neuer dokumentarischer Ansatz

Die BBC arbeitet an einer Dokumentation über das Internet. Mit der vierteiligen Produktion „Digital Revolution“ scheint sie sich den Herausforderungen stellen zu wollen, die das Netz dem Fernsehen stellt: das Team hat ein Blog eingerichtet, mit dem man in Austausch mit den Nutzern treten möchte. Produzent Russel Barnes dazu:

So we have decided to adopt a radical, open-source approach to the production process. We don’t just want to observe bloggers from on high; we want to blog ourselves and get feedback and comment on our ideas. Weiterlesen »

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Qipit: Kopiergerät trifft Document Sharing

Logo qipitEs ist ein Allgemeinplatz: die Welt wird zunehmend digital. Zu blöd, dass man manche Dinge immer noch mit der Hand aufschreibt. Zumindest einige von uns. Dabei können solche Notizen so einfach verloren gehen: das Haus brennt ab, man lässt den Block igendwo liegen usw. Wie schön wäre es, sie auch digital zu haben…

Glücklicherweise hat der halbwegs moderne Mensch von heute immer eine Digitalkamera in irgendeiner Form dabei. Qipit macht sich das zu Nutze: Fotos von Dokumenten können hochgeladen werden, anschließend macht qipit den Rest. Es analysiert die Dateien, schneidet unnötige Ränder ab, begradigt die Dokumente und setzt sie als einfache Schwarz-Weiß-Umsetzung zum tonerschonenden Ausdrucken oder Faxen um. Eine sehr spezielle Aufgabe mit einem begrenzten Einsatzgebiet. Aber taugt qipit auf diesem begrenzten Gebiet? Weiterlesen »

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„You don’t know who Bob Dylan is???“ Doku zur Musikbranche

Drüben bei Nerdcore wird auf die Doku „Before the music dies“ von Andrew Shapter and Joel Rasmussen hingewiesen, die die aktuelle Pop-Rock-Plastik-Musik-und-Radio-Szene kritisch beleuchtet. Die entlarvenden Blicke hinter die künstliche Fassade von Pop- und Rocksternchen und die Interviewpassagen mit echten Legenden der Musikszene machen die Doku absolut sehenswert. Wer Lust hat zu erfahren, wie Formatradio funktioniert und welchen Stellenwert „Kunst“ in der Pop-Welt der Gegenwart noch hat, der möge bitte den Playknopf drücken.

[via Nerdcore]

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Von der Empfängnis bis zur Geburt: RealBirthTV

Hier kommt die Zukunft des RealityTV! Nachdem sich Erwachsene in einem Bunker eingeschlossen, Prominente im Dschungel zur Sau und Kinder erziehen haben lassen, offenbaren der Italiener Erik Stipparo und seine australische Frau Jodi ihre Schwangerschaft unter RealBirthTV.com. Das ist jedenfalls der Anspruch „der ersten unabhängigen Internet RealityTV Show, die sich auf die eine gesamte Schwangerschaft konzentriert.“

Die Entwicklungen in der Schwangerschaft, die Gelüste und Gedanken, die man sich in dieser Phase macht, werden in Film, Bild, Ton und Text an die Öffentlichkeit getragen. Zum Glück haben die beiden sich entschlossen, den Akt der Zeugung im Dunkel zu lassen.

„The only thing we wont share with you is the conception, because that may change the nature of the site, and i’m sorry to say we didn’t film it.“

Für die Blogpiloten stellen Erik und Jodi ihr Projekt vor:


What is Realbirthtv from realbirthtv.com on Vimeo.

Die Besucher der Seite sind dazu aufgerufen sich einzubringen, indem sie Tipps für den Namen des Babys abgeben (ob die Vorschläge tatsächlich aufgenommen werden, bleibt unklar) und können auf sein Geschlecht tippen. Erik und Jodi suchen aber auch nach Unterstützern und Werbern. Die Einnahmen sollen dazu benutzt werden, dem Kind eine sichere Zukunft zu bieten. Das ist angesichts der offensichtlich Lebenssituation der beiden sicherlich kein ganz falscher Ansatz, sind doch beide Vorzeigexemplare der digitalen Bohème.

Look und Feel von RealBirthTV wirken sehr professionell, das Layout der Seite ist herrlich bunt. Sogar der Familienhund wird eingebunden. Besonders den Videos merkt man Eriks Hintergrund als Videocaster für den italienischen InternetTV-Sender N3TV an, sie sind durchweg ordentlich produziert. Inhaltlich besticht RealBirthTV durch eine angenehme Offenheit, was die Probleme kreativen Lebens in prekären Verhältnissen angeht. Die Suche nach Geld zieht sich durch viele Beiträge und ist auch im Projekt selbst angelegt. Damit wird RealBirthTV sympathisch und umgeht das Fremdschämpotential, das sonst so viele RealityTV-Formate mit sich bringen.

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Web2Null-Dokumentarfilm stellt die deutsche Webszene vor

Ein spannender Dokumentarfilm über die deutsche Web 2.0 Szene entsteht derzeit mit Web2Null Der Film.

Mit Unterstützung der Hochschule der Medien in Stuttgart dokumentieren Anne Arndt, Felix Kolb und Heiko Brandsch die deutsche Netzszene. Ziel des Films? „Die Web 2.0 Szene in Deutschland anhand von ausgewählten Persönlichkeiten greifbar machen, indem Beweggründe und Strategien der Akteure transparent gemacht werden.“

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Pirates of Silicon Valley

Am Freitag, den 20. April, widmet sich der TV-Sender arte ab 22:10 Uhr dem Thema Internet und neue Medien. Auftakt des Themen-Spätabend ist die französische Dokumentation „Wer hat Angst vor Google?„.
Sylvain Bergère und Stéphane Osmont beleuchten darin die Erfolgsgeschichte des Suchriesen und lassen Google-Macher, -Fans und -Kritiker zu Wort kommen.

Danach sendet arte um 23:45 Uhr „Die Silicon Valley Story“ (1999), eine Inszenierung der Anfangsjahre von Microsoft und Apple als Spielfilm, in dem Michael Hall als Bill Gates und Noah Wyle als Steve Jobs gegeneinander antreten.
Der Film hält sich nicht an allen Stellen an die selbst auferlegte Pflicht zur dokumentarischen Wahrheit, berichtet aber spannend und mit Witz über den Aufstieg und die Rivalität zwischen Bill Gates und Steven Jobs.
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