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Stream Radar – Film & Doku Tipps im April

Die Mediatheken sind voll! Darum haben wir die besten kostenlosen Dokus, Filme und Serien herausgesucht, die du im April streamen kannst. In diesem Monat bereisen wir ganz Europa: wir lernen neue Facetten vom Pariser Ghetto kennen, besuchen einen Erotikfilm-Dreh in Kopenhagen und helfen einem deutsch-dänisch-belgischen Ermittlerteam bei der Aufklärung einer Mordserie. Viel Spaß beim Streamen!

Venus – Nackte Wahrheiten

Die zwei dänischen Filmemacherinnen Lea Glob und Mette Carla Albrechtsen planen einen Erotikfilm und machen dazu einen offenen Casting-Call. Junge Frauen Mitte 30 sind aufgerufen, ganz offen über ihren Körper, ihre sexuellen Erfahrungen und Wünsche zu sprechen. Je weiter der Dreh voranschreitet, desto klarer wird ihnen, dass ihr Film aus diesen intimen Casting-Sessions entstehen wird.

Arte / Verfügbar bis 12.11. / Zur Doku

Mädchenbande

Marieme (Karidja Touré) wächst im Pariser Ghetto auf, wo prekäre soziale Verhältnisse und sexistische Hierarchien herrschen. Als sie sich einer Mädchengang anschließt, findet sie das erste Mal richtig Halt, Verständnis und Selbstbewusstsein. Aber nach einer Weile merkt sie, das sich auch diese Clique den Machos unterwerfen muss.

Arte / Verfügbar bis 30.04. / Zum Film

Resistance Fighters – Die globale Antibiotika-Krise

Jährlich sterben 700.000 Menschen durch multiresistente Keime – also Bakterien, die unempfindlich gegen Antibiotika sind. Die Resistance Fighters kämpfen dafür, dass wir noch lange etwas von der medizinischen Wunderwaffe haben. Die Doku begleitet Ärzte, Wissenschaftler, Patienten und Diplomaten.

Arte / Verfügbar bis 17.04. / Zur Doku

Rätselhafte Welt der Quanten

Quantenphysik? Klingt kompliziert. Die Doku gibt Einblicke in die alltägliche Bedeutung der Wissenschaft. Die Lastertechnologie zum Lesen von optischen Speichermedien wie CDs und DVDs würde ohne Quantenphysik zum Beispiel nicht existieren.

3sat / Verfügbar bis 28.03.2024 / Zur Doku

The Team (Staffel 1)

„The Team“ erzählt die Geschichte eines europäischen Ermittlerteams, das in Berlin, Kopenhagen und Antwerpen eine mysteriöse Mordserie aufzuklären hat. Mit dabei: Lars Mikkelsen, Jasmin Gerat, Veerle Baetens.

ZDF / Verfügbar bis 12.05. / Zur Serie

 

STREAM RADAR 03

Dead End (Staffel 1)

Eigentlich wollte die Forensikerin Emma (Antje Traue) nur den 75. Geburtstag ihres Vaters (Michael Gwisdek) feiern. Doch in ihrer verschlafenen Heimatstadt gibt es plötzlich einen Toten nach dem anderen. Und einige sind keines natürlichen Todes gestorben – so wie von Emmas Vater Peter, dem örtlichen Leichenbeschauer, irrtümlich festgestellt. Weil der immer schusseliger wird und Emma zu allem Überfluss menschliche Knochen in seinem Kühlschrank findet, ist sie nicht nur als Tochter, sondern auch als kompetente Kollegin gefragt.

ZDFneo / Verfügbar bis 08.06. / Zur Serie

Neukölln Unlimited

Die Geschwister Lial, Hassan und Maradona wachsen in Berlin Neukölln auf. Ihre Jugend ist von der Leidenschaft für Breakdance und Musik, sowie vom Kampf ihrer Familie für ihr Bleiberecht geprägt. Seit 16 Jahren leben sie schon ohne sicheren Aufenthaltsstatus in Deutschland. Die Doku zeigt, wie sich die jungen Neuköllner behaupten und wovon sie träumen.

bpb / Dauerhaft verfügbar / Zur Doku

Charité (Staffel 2)

Neue Leute, neues Kapitel: In der zweiten Staffel wird die Medizingeschichte von 1943 bis 1945 beleuchtet, die eine höchst politische, aber ebenso perfide gut organisierte ist. Mit Jannik Schümann, Mala Emde, Ulrich Noethen und Hans Löw.

Das Erste / Verfügbar bis 18.04. / Zur Serie

Epidemie Einsamkeit

Immer mehr Menschen vereinsamen – trotz Internet und Großstädten. Denn gerade wegen der Vernetzung sind wir nicht mehr länger darauf angewiesen Familie und Freunde in der unmittelbaren Umgebung zu haben. Und so nehmen wir Jobs am anderen Ende des Landes an und finden uns plötzlich in einer völlig fremden Umgebung wieder. Einsamkeit kann nachweislich Schlafstörungen verursachen und in die Depression führen. Wie soll man aus diesem Teufelskreis ausbrechen?

3sat / Verfügbar bis 15.02.2024 / Zur Doku

Die Berater der Reichen und Mächtigen – Die Macht der „Big Four“

Die vier größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften erwirtschaften nicht nur selber 130 Milliarden Euro im Jahr, sie prüfen auch die Bilanzen nahezu aller multinationalen Konzerne. Ganz nebenbei helfen sie beim Finden von Steuerschlupflöchern. In einer umfangreichen Recherche wollen Reporter von WDR, NDR und Süddeutsche Zeitung herausfinden: Wie mächtig sind diese Beraterfirmen wirklich?

WDR / Dauerhaft verfügbar / Zur Doku

 

STREAM RADAR 02

Hard Sun (Staffel 1)

Nachdem die Londoner Polizisten Charlie (Jim Sturgess) und Elaine (Agyness Deyn) bei der Arbeit auf streng geheime Dokumente gestoßen sind, ändert sich mit einem Mal alles für die beiden. Denn nun werden sie vom Geheimdienst höchstpersönlich gejagt.

ZDF / Verfügbar bis 07.03. / Zur Serie

Blochin: Die Lebenden und die Toten

Blochin (Jürgen Vogel) heißt der Mann, der schon einmal für tot erklärt war und inzwischen gemeinsam mit Dominik Stötzner (Thomas Heinze) bei der Mordkommission 7 in Berlin arbeitet. Zwei Typen, die gegensätzlicher nicht sein könnten und dennoch zur Nähe gezwungen sind, da Blochin mit Dominiks Schwester angebandelt hat. Als ein neuer Fall ansteht, müssen die Ermittler mehr in Blochins krimineller Vergangenheit graben, als ihnen lieb ist.

ZDF / Verfügbar bis 07.04. / Zur Serie

Exit – Mein Weg aus dem Hass

Die norwegische Filmemacherin Karen Winther gehörte in ihrer Jugend erst einer linksextremen Gruppe an und war später sogar als Neonazi aktiv. Doch ihr gelang der Ausstieg aus dem extremistischen Milieu! Für ihre Dokumentation sprach sie mit Menschen überall auf der Welt, denen es ebenso gelungen ist ihre Radikalisierung hinter sich zu lassen – viele setzen sich heute zum Beispiel für Gewaltprävention ein.

Arte / Verfügbar bis 27.02. / Zur Doku

Das Märchen von der Inklusion

Inklusion ist, wenn jeder Mensch überall dabei sein kann – bei der Ausbildung, am Arbeitsplatz, beim Wohnen und in der Freizeit. Doch leider funktioniert der Alltag längst nicht so märchenhaft, wie man sich das wünschen würde. Das Radio-Bremen-Team begleitet z.B. die zehnjährige Nike mit Down-Syndrom, die in der Regelschule gehänselt wurde und nun wieder eine Förderschule besucht. Die Geschichten der Protagonisten zeigen, dass es längst kein Allheilmittel für Inklusion gibt und wir alle mehr dafür tun müssen.

Das Erste / Verfügbar bis 21.01.2020 / Zur Doku

Früher oder später

Wem gehört die Zukunft in Schönsee? Die Jungen verlassen das Dorf in der Oberpfalz und die Alten sterben. Wir lernen Ernst und Roswitha Schöfl kennen, die einen letzten Versuch unternehmen als Totengräber wenigstens davon zu profitieren. Der Höhepunkt der vier Kapitel (die sich an den Jahreszeiten orientieren), ist der Zuzug einer veganen Kommune, die das leere Hotel im Ort kauft.

BR / Verfügbar bis 28.02.2019 / Zur Doku-Reihe

 

STREAM RADAR 01

It’s a Free World

Drama von Ken Loach: Als die schlagfertige Angie (Kierston Wareing) ihren Job in einer Personalvermittlung verliert, gründet sie kurzerhand ihre eigene Agentur und steigt in das Geschäft mit Gastarbeitern aus Osteuropa ein. Zusammen mit ihrer Freundin Rose (Juliet Ellis) will sie den Einwanderern etwas zu tun geben – auch wenn sie dabei so manche Gesetze missachten.

Netzkino / Dauerhaft verfügbar / Zum Film

Labaule & Erben

Nach einer Idee von Harald Schmidt: Wolfram Labaule (Uwe Ochsenknecht) muss den Verlegerposten des elterlichen Zeitungsimperiums übernehmen, als sein Vater urplötzlich verstirbt. Völlig unvorbereitet muss er sich nun Vorwürfen über gefälschte Reportagen stellen, Intrigen im Haus abfedern und der allgemeinen Medienkrise trotzen. Mit dabei: Inka Friedrich, Irm Hermann, Lena Dörrie & Lukas Rüppel.

SWR / Verfügbar bis 27.06.2019 / Zur Miniserie

Eine Armlänge Welt

Dokumentarfilm von Susanne Bohlmann: Sven leidet am Usher-Syndrom, durch das er langsam seine Hör- und Sehsinne verliert. Seit 2010 ist er bereits vollkommen blind. Nur einen Traum möchte er sich unbedingt verwirklichen: einmal im Leben den 800km langen Jakobsweg zu laufen. Zusammen mit seiner Assistentin Taubblinden-Almuth macht er sich an die Planung, die allein zwei Jahre dauern soll. Auf dem Weg wechseln sich dann sieben Begleiterinnen dabei ab, sich um ihn zu kümmern.

ZDF/ Verfügbar bis 15.02.2019 / Zur Doku

Smart Cities – Nachhaltig leben in der Stadt

Schon heute lebt über die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten – bis 2050 werden noch einmal 2,5 Milliarden Menschen hinzu kommen. Dadurch nehmen nicht nur die Herausforderungen an Stadtplaner, Bürokratie und Verwaltung zu, sondern auch an die Lebensqualität selbst. Die Doku zeigt Positivbeispiele, wie diese Transformation gelingen kann.

ZDF / Verfügbar bis 17.11.2019 / Zu Doku

 

STREAM RADAR 12

Das Salz der Erde

Der Fotograf Sebastião Salgado hat auf allen Kontinenten die Spuren unserer sich wandelnden Welt und Menschheitsgeschichte dokumentiert. Der Film von Wim Wenders zeigt auf visuell höchst beeindruckende Weise das Leben und die Arbeit des Brasilianers.

SWR / Verfügbar bis 21.11.2019 / Zur Doku

Where to Invade Next

Was können die USA von anderen Ländern lernen? Michael Moore will es genau wissen und marschiert als Ein-Mann-Armee in Europa und Tunesien ein. Wo immer er seine US-Flagge in fremden Boden rammt, will er keine Territorien und Ölfelder erobern, sondern gute Ideen. Und zwar solche, mit denen Länder wie Deutschland, Frankreich und Italien gute Arbeits- und Lebensbedingungen für ihre Bürger geschaffen haben. Egal ob faire Löhne oder gesundes Schulessen, kostenlose Bildung oder menschenwürdige Gefängnisse: Michael Moore klaut alles, was er kriegen kann.

Arte / Verfügbar bis 09.02.2019 / Zur Doku

Die purpurnen Flüsse – Melodie des Todes (Staffel 1)

Vierteilige Krimi-Reihe in Spielfilmlänge: Kommissar Niémans (Olivier Marchal) und seine Kollegin Camille Delaunay (Erika Sainte) ermitteln in einem abgelegenen Kloster. Ein Mönch starb unter mysteriösen Umständen, und der Schlüssel zur Aufklärung liegt in seiner Handfläche.

ZDF / Verfügbar bis 03.02.2019 / Zur Serie

Precious – Das Leben ist kostbar

Ausgezeichnet mit zwei Oscars: Die 16-jährige Claireece „Precious“ Jones (Gabourey Sidibe) ist schwarz, fettleibig, ungebildet – und bereits zum zweiten Mal schwanger von ihrem eigenen Vater. Ihre einzige Zuflucht sind Tagträume von Reichtum und Glamour. Doch um wirklich etwas zu ändern, müsste sie erst einmal anfangen lesen und schreiben zu lernen. Nur von ihrer Mutter (Mo’Nique) darf sie auf keine Hilfe hoffen.

Watchbox / Dauerhaft verfügbar / Zum Film

Only Lovers Left Alive

Adam (Tom Hiddleston) ist ein depressiver Vampir in Detroit, der die Ewigkeiten auf Erden nur mit viel guter Musik und Kunst aushält. Als ihn aber nicht mal das richtig aufmuntert, muss seine Geliebte Eve (Tilda Swinton) von ihrem Wohnort Tanger zu ihm reisen. Mit ihr findet Adam wieder sein Gleichgewicht. Das ist jedoch nicht von Dauer – denn plötzlich taucht Eves Schwester (Mia Wasikowska) auf und bringt alles extrem durcheinander.

3sat / Verfügbar bis 17.10.2019 / Zum Film

 

STREAM RADAR 11

Das Hohe Haus – Bewährungsprobe für den Bundestag

Vor genau einem Jahr – am 24. Oktober 2017 – trat der neu gewählte Bundestag zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Erstmals mit vertreten: die AfD. Phoenix hat zu diesem Anlass einen Blick hinter die Kulissen der parlamentarischen Arbeit geworfen und zeigt, mit welchen Bewährungsproben die Demokratie dieser Tage zu kämpfen hat. Hat sich der Ton verändert? Wackeln etwa die Grundpfeiler unserer Republik? Unter dem gleichen Titel („Das Hohe Haus“) hat übrigens schon Roger Willemsen ein empfehlenswertes Buch über den Deutschen Bundestag geschrieben.

Phoenix/ Dauerhaft verfügbar / Zur Doku

Lammbock

Kai (Moritz Bleibtreu) und Stefan (Lucas Gregorowicz) bauen Marihuana an. Getarnt als Pizzalieferanten, verkaufen sie das Zeug, das sie auch selbst gern rauchen. Eigentlich läuft alles gut, aber Stefan beschleichen langsam Zweifel an seinem Lebensstil. Richtig schwierig wird alles aber erst, als Ungeziefer die Graspflanzen befällt. Jetzt brauchen sie Hilfe, die jedoch nicht leicht zu finden ist.

Tele5 / Verfügbar bis 05.11. / Zum Film

24 Hours – Two Sides of Crime (Staffel 1)

Die belgisch-deutsche Thriller-Serie beleuchtet eine Geiselnahme abwechselnd aus den Sichten innerhalb und außerhalb einer Bank. Drinnen sehen wir Geiselnehmer und Opfer, draußen Ermittler und Presse. Erst nach und nach setzt sich für den Zuschauer ein komplettes Bild der Ereignisse zusammen.

ZDF/ Verfügbar bis 17.05.2019/ Zur Serie

Ist es anstrengend, ein YouTube-Star zu sein?

Gesine Enwaldt ist 55 und kennt YouTube nur über ihre Kids. Doch sie weiß, dass Jugendliche heute davon träumen „YouTube-Star“ zu werden. Für das Recherche-Format STRG_F hat sie sich also gefragt, wie eigentlich die Arbeitsbedingungen für Leute wie Dagi Bee, LeFloid und Masha Sedgwick aussehen und wie anstrengend ihr Job wirklich ist.

STRG_F / Dauerhaft verfügbar / Zur Doku

Die Protokollantin (Staffel 1)

Freya (Iris Berben) hat vor elf Jahren ihre Tochter verloren, der Fall ist aber bis heute nicht richtig geklärt. Als der mutmaßliche Mörder aus dem Gefängnis entlassen werden soll und ihre Arbeit beim LKA Berlin ihr einen ganz ähnlichen Fall präsentiert, macht sich Freya selbst auf die Suche nach Antworten.

ZDF / Verfügbar bis 18.04.19 / Zur Serie


Foto-Credit: Arte, Lea Glob, Mette Carla Albrechtsen, Peripher

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5 Highlights aus den Mediatheken!

20180801 Mediathekentipps KW 31

In den kostenlosen Mediatheken warten unzählige tolle Filme, Serien-Episoden und Dokumentarstücke auf ihre Entdeckung. Hier ist meine Auswahl für den August: ein Road-Movie von Fatih Akin, eine Krimi-Serie über Amnesie und drei Dokumentationen. Viel Spaß beim Streamen!

Digital Africa – Ein Kontinent erfindet sich neu

Es heißt, dass der afrikanische Kontinent eine Stufe der Digitalisierung einfach übersprungen hat: Von Kenia bis Ghana arbeiten unzählige Startups daran mobile Technologien überall im Land verfügbar zu machen. Die Arte-Doku zeigt, wie das Bezahlen mit dem Smartphone in die entlegensten Dörfer vordringt, Drohnen über Erntefeldern kreisen und welchen Mehrwert die Blockchain-Technologie für das Gesundheitswesen darstellt.

Arte / Verfügbar bis 29.08.: Zur Doku

Michael Jackson’s Journey from Motown to Off the Wall

Regisseur Spike Lee beleuchtet in seiner Doku die jungen Zwanziger der Pop-Legende. Damals konnte sich Michael Jackson über seine ersten Chart-Erfolge als Solo-Künstler freuen, wonach seine Karriere so richtig abhob. Den internationalen Durchbruch bescherte ihm schließlich 1979 sein Album „Off the Wall“ – dem bis dahin weltweit erfolgreichsten Album eines schwarzen Künstlers.

3sat / Verfügbar bis 16.10.: Zur Doku

Tschick

Erst sieht es so aus, als würde Außenseiter Maik (Tristan Göbel) die Sommerferien allein zuhause verbringen. Doch dann kreuzt sein Mitschüler Tschick (Anand Batbileg) auf und überredet ihn, zusammen eine Reise ohne Karte und Kompass durch die ostdeutsche Provinz zu starten. Ein chaotischer und nicht ganz ungefährlicher Roadtrip beginnt.

WDR/ Verfügbar bis 04.08.: Zum Film

Tabula Rasa (Staffel 1)

Seit einem Autounfall leidet Mie (Veerle Baetens) unter Amnesie und ist ohne ihr Notizbuch verloren. Doch nun muss sie sich um jeden Preis erinnern: Ein Mann ist verschwunden und Inspektor Wolkers (Gene Bervoets) ist überzeugt: Mie ist die letzte, die ihn womöglich lebend gesehen hat.

ZDF / Verfügbar bis 05.01.2019: Zur Serie

Das Notfall-Dilemma – Moralisch richtige Entscheidungen sind nicht programmierbar

Wie reagieren Menschen, wenn um sie das Chaos ausbricht? Wen soll man retten, wenn man sich in Bruchteilen von Sekunden zwischen zwei Menschen entscheiden muss? Notfälle, Unfälle und Unglücke passieren immer wieder – und nun versuchen wir Menschen diese Entscheidungsfähigkeit auch in selbstfahrende Autos zu implementieren. Doch nach welchen Kriterien hat das stattzufinden?

ZDF / Verfügbar bis 2023: Zur Doku


Image Arte, Sony Legacy Recordings

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5 Highlights aus den Mediatheken!

In den kostenlosen Mediatheken und Streaming-Plattformen warten unzählige tolle Filme, Serien-Episoden und Dokumentarstücke auf ihre Entdeckung. Hier ist meine Auswahl für Juli: zwei Dramen, zwei Dokus und ein ganzes Themen-Dossier. Viel Spaß beim Streamen!

Laurence Anyways

Drama von Xavier Dolan: Als Laurence (Melvil Poupaud) seiner Freundin Fred (Suzanne Clément) gesteht, dass er von nun an eine Frau sein möchte, stellt das ihre Liebe auf die Probe. Doch die zwei können nicht ohneeinander. Zusammen kämpfen sie gegen Widerstände, Vorurteile und Zweifel, aber immer wieder auch gegeneinander.

Arte / Verfügbar bis 30.09.: Zum Film

Mai 68 – Was bleibt 50 Jahre nach der Revolte? bei Arte

Dieser Tage gehen wir gegen Rechts oder für die Seenotrettung auf die Straße. Vor 50 Jahren haben Studenten für das Ende der kapitalistischen Ausbeutung, Unterdrückung und Entfremdung demonstriert. In dem Arte-Dossier „Mai 68“ beleuchten gleich mehrere Dokus, wie es zu der 68er-Bewegung kam und was von ihren Zielen übrig blieb.

Arte / Verfügbar bis 20.07. oder länger: Zu den Dokus

Der Tintenfisch und der Wal

Familiendrama von Noah Baumbach: Zwischen Joan (Laura Linney) und Bernard (Jeff Daniels) funkt es nicht mehr. Also lassen sich die beiden Autoren scheiden. Am härtesten trifft das ihre Söhne Walt (Jesse Eisenberg) und Frank (Owen Kline), die sich von der Situation überrumpelt und im Alltag ziemlich allein gelassen fühlen. Mit einem Mal fangen alle vier an sich immer komischer zu verhalten.

Watchbox / Dauerhaft verfügbar: Zum Film

Hinter den Kulissen: Das Phantasialand

Das Phantasialand ist einer der ältesten Freizeitparks in Europa und hält neun Weltrekorde für seine Fahrgeschäfte. Es betreibt die bestbesuchte Dinner Show Deutschlands und hat den größten chinesischen Gebäudekomplex außerhalb Asiens. Als Märchenpark vor gut 50 Jahren gestartet, muss sich der Park immer wieder neu erfinden, um im harten Konkurrenzkampf der Freizeitparks ganz vorne zu bleiben.

WDR / Verfügbar bis 29.06.2019: Zur Doku

Wie Free-to-Play-Games euch das Geld aus der Tasche ziehen

Überall sieht man Banner für Gratisgame wie Clash of Clans & Co. – sie versprechen schnelle Unterhaltung und auch ein bisschen Nervenkitzel. Doch was passiert, wenn man wirklich in den Pixelwelten vorankommen möchte? Der Spielfortschritt geht schnell richtig ins Geld. STRG_F-Reporter Johannes Edelhoff hat sich die Tricks der Spieleindustrie angeschaut und selbst zwei Monate exzessiv gezockt.

STRG_F / Dauerhaft verfügbar


Image NFP marketing & distribution*, Arte

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Nach einem Jahr Filmfestival Futurale: Was haben wir über die Zukunft der Arbeit gelernt?

futurale-image-by-tom-maelsa-via-bmas

Zwölf Monate, 25 Städte und 175 Diskussionrunden: Ein Jahr lang zog das Filmfestival Futurale des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales durch Deutschland. Knapp 9000 Besucher schauten sich in dieser Zeit sieben Filme zur Zukunft der Arbeit an – und diskutierten im Anschluss darüber. In der vergangenen Woche ging das Festival zu Ende. Welche Erkenntnisse bleiben?

Filme hinterfragen Ideen der Arbeitswelt

Das Festival war ein weiterer Baustein des Grünbuchs Arbeiten 4.0 des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Ziel war es, die Bürger aktiv in den Dialog um die Zukunft der Arbeit mit einzubinden. Was bedeutet eigentlich Arbeiten 4.0? Ist Technologie unser Freund oder unser Feind? Werden wir alle unsere Häuser in Zukunft mit einem 3D-Drucker bauen? Wie sieht der Arbeitsplatz der Zukunft aus? Diese und viele weitere Fragen wurden bei der Futurale thematisiert und vor allem diskutiert. Das BMAS hatte dafür bewusst aktuelle Filme herausgesucht oder solche, die noch nicht in deutschen Kinos gezeigt wurden und natürlich Produktionen gewählt, die auch genügend Gesprächsstoff lieferten. Die sieben ausgewählten Filme thematisieren so auf unterschiedliche Weise aktuelle und zukünftige Herausforderung unserer Arbeitswelt.

So geht es bei „Silicon Wadi“ um die Startup-Szene von Technologieunternehmen in Tel Aviv. Die Dokumentation begleitet vier junge Unternehmer und geht dabei der Faszination aber auch den Herausforderungen der Gründerszene nach. Auch der Dokumentarfilm „Digitale Nomaden – Deutschland zieht aus“ begleitet junge Menschen in Deutschland auf ihrem Weg in eine neue ortsunabhängige Arbeits- und Lebenswelt.

Please Subscribe“ zeigt dabei an vielen Praxisbeispielen wie eine solche Arbeit im Internet heutzutage aussehen kann und wie junge Menschen durch YouTube-Videos reich werden. An solch neue Formen der Arbeit knüpft auch die Produktion „Mein wunderbarer Arbeitsplatz“ an, der die aktuelle Führungskultur in Unternehmen hinterfragt. In eine ähnliche Kerbe schlägt auch „Deine Arbeit, dein Leben“. Die WDR-Produktion zeigt, was Arbeit heute in einer ehemals so industriell geprägten Region wie Nordrhein-Westfalen bedeutet.

Unsere Ideen von Arbeitsform und Arbeitsraum werden damit herausgefordert. Ähnliches wird im Film „Ik ben Alice“ thematisiert, wenn es darum geht, wie unsere Arbeitswelt durch Roboter revolutioniert werden könnte. Wie weit Technologie gehen und sein darf ist auch eine Frage, die in „Print the Legend“ aufgegriffen wird, einer Dokumentation über die Entwicklung der 3D-Drucker in den USA.

Futurale offenbarte großes Diskussionspotential

Nach den Vorführungen gab es eine Gesprächsrunde zwischen Zuschauern und regionalen Experten rund um die Themen der Filme. Das Feedback war dabei, je nach Veranstaltung, sehr unterschiedlich, erklärt das BMAS gegenüber den Netzpiloten: „Wir hatten Veranstaltungen mit 300 Gästen, aber auch welche mit 15. Das hat aber Qualität und Intensität der Diskussionen nicht beeinflusst. Bei einer eher gering besuchten Spätvorstellung des Films „Digitale Nomaden – Deutschland zieht aus“ lief die Diskussion im Anschluss zwei Stunden und wurde letztendlich nur durch die Schließung des Kinos durch den Betreiber beendet.“

Das BMAS hat dabei beobachtet, dass gerade die digitalen Nomaden und die Thematik von Robotern, die menschliche Arbeiten übernehmen, die Zuschauer besonders bewegt hat: „Bei den digitalen Nomaden war das Publikum häufig gespalten in eine Hälfte, die sofort in den Flieger steigen würde, um es den Nomaden gleichzutun und die andere Hälfte, die die Nomaden eher als egoistische Selbstoptimierer empfand. Der Film „Ik bin Alice“ wiederum, eine holländische Produktion über ein Modellversuch, bei dem ein Pflegeroboter auch zur sozialen Interaktion bei drei alten Damen eingesetzt wird, wurde überall heiß diskutiert. Viele Gäste fanden das Konzept eines Social Robots verstörend und erschreckend.“

Dabei wurden die Filme nicht nur bei den eigentlichen Vorführungen diskutiert, der Diskurs wurde auch auf der Webseite der Futurale oder bei Twitter unter dem #Futurale weitergeführt.

Screenshot by Marinela Potor

Dabei gab es vor allem zwei große Themenfelder, die die Zuschauer beschäftigten. Das war einmal die Entgrenzung von Arbeit und Freizeit durch ständige Erreichbarkeit – möglich gemacht durch moderne Technologie.

Das andere Thema ist die Angst vor der Automatisierung von Arbeitsprozessen und somit dem Verlust von Arbeitsplätzen.

Screenshot by Marinela Potor
Screenshot by Marinela Potor

Interessant war dabei zu beobachten, wie anfangs futuristisch anklingende Themen für die Zuschauer durch das Festival viel nahbarer wurden. Vielen war beispielsweise gar nicht klar, dass es auch in Deutschland das Geschäftsmodell YouTube gibt oder wo überall schon Roboter eingesetzt werden. Hier konnten die regionalen Experten Aufklärungsarbeit leisten und so die Diskussion anregen, erklärt das BMAS im Rückblick: „Durch die regionalen Experten auf den Podien wurden die Themen geerdet und konkretisiert. Wenn beispielsweise ein Geschäftsführer eines 3D-Druckunternehmens aus der Region über seine Arbeit berichtet, wird das Thema des amerikanischen Films Print the Legend schnell vor Ort fassbar.”

Die Zukunft der Arbeit bietet Chancen

Insgesamt hat die Futurale gezeigt, dass Arbeiten 4.0 ein Thema ist, das Menschen im ganzen Land beschäftigt. Dahinter steckt nicht nur Angst und Sorge, sondern auch Zuversicht und Hoffnung auf neue, gerechtere Arbeitswelten, die wir mit unserer Kreativität und mithilfe von Technologien selbst mitgestalten können.

Dahinter stecken Herausforderung, aber auch Chancen glaubt das BMAS: „Erwerbsbiographien werden in Zukunft wahrscheinlich dynamischer sein, als das heute meistens der Fall ist. Klassische Nine-to-five-Jobs, die man sein Leben lang beim selben Arbeitgeber verrichtet, werden seltener. Deshalb werden wir immer wieder auch Lernphasen brauchen, um unser Know-how auf dem neuesten Stand zu halten, oder auch um ganz neue Kompetenzen aufzubauen. Auch hier ist jeder Einzelne gefragt und muss offen bleiben für Neues.“

Die Ergebnisse der Futurale sollen bis zum Ende des Jahres in einem Weißbuch veröffentlicht werden.


Image by Tom Maelsa


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Dokureihe „How to make it in Berlin“ – Den Berliner Traum leben

Badstr Gewachsen auf Beton (Image by OTFW [CC BY SA 3.0] via Wikimedia Commons

Wenn der amerikanische Traum, die preußische Arbeitsmentalität und die Berliner Freigeisterei aufeinander treffen, entsteht eine Dokumentationsreihe wie How to make it in Berlin. In 10 Mini-Folgen von rund fünf Minuten erzählen Justine Simonson und Marcus Lehmann die Geschichte von zehn innovativen Berliner Entrepreneurs:

Für uns ist Berlin einfach ein Spielplatz für Kreative und Menschen, die ihr Leben einfach in vollen Zügen genießen wollen. Du willst in Berlin vielleicht nicht Millionär werden und die Reise wird sicher nicht einfach, aber du machst genau das, wovon du immer geräumt hast. Und darum geht es doch schließlich im Leben, oder? sagt Justine Simonson im Gespräch mit den Netzpiloten.

Mit „make it“ ist dabei aber nicht unbedingt gemeint, dass die Entrepreneure das große Geld machen, sondern vielmehr, dass sie ihre Träume haben Realität werden lassen. Inspiriert von der Dokumentation „How to make it in America“ zog das Paar durch Berlin und fand dabei viele innovative Menschen mit bizarren bis leicht verrückten Geschäftsideen, die alle tatsächlich ihren Berliner Traum leben.

Inspirierende Macher-Mentalität

Simonson und Lehmann, ursprünglich aus den USA, zog es gleich mehrmals nach Berlin. Sie kamen nicht nur wegen der inspirierenden Atmosphäre, sondern auch, weil Lehmann die deutsche Staatsbürgerschaft hat und es ihn schon immer gereizt hatte, das Leben in Deutschland kennen zu lernen. Hinzu kam, dass sie das Berlin-New York Media Residency Fellowship erhielten: „Damit war klar, wir fahren nach Berlin,“ lacht Justine Simonson. Fasziniert von der Macher-Mentalität der Menschen, die sie in der Hauptstadt kennen lernten, entstand nach und nach ihre Dokumentation, erklärt Lehmann:

Die Dokumentation entstand auch aus unserer Liebe zum Reisen und unserer Faszination für alles was lokale Kultur ist. Wir wollten das in unseren Folgen festhalten, aber auch zeigen, dass Selbstständigkeit zwar riskant ist, aber auch sehr lohnenswert.

Das trifft nicht nur auf ihre Protagonisten, sondern auch auf die beiden Filmemacher zu. Beide sind seit vielen Jahren in der Filmindustrie tätig, fanden aber, dass es Zeit wurde, ein eigenes Projekt auf die Beine zu stellen. So ist „How to make it in Berlin“ auch ein wenig die Erfolgsgeschichte dieser beiden Filmemacher, die es nun selbst „schaffen wollen.

Eine Liebeserklärung an Berlin

In den Folgen geht es beispielsweise um einen traditionellen Barbershop, um eine Lichtdesignerin, um einen Feinkostladen oder um zwei Eismacher, die sich „Zwei dicke Bären“ nennen. So unterschiedlich ihre Geschäftsmodelle sind, so haben die dokumentierten Entrepreneure doch eins gemeinsam. Sie haben sich getraut, ihre Ideen, so verrückt sie auch schienen, einfach in die Tat umzusetzen – wobei die Reise sicherlich bei keinem einfach war. Sie alle haben viel Arbeit, Schweiß und unzählige schlaflose Nächte in ihre Unternehmen gesteckt. Die Angst und Panik gemischt mit Euphorie, die ein selbständiges Leben mit sich bringen, wird in jeder Folge deutlich – meistens dann, wenn sich die Protagonisten mit einem Lachen an ihre chaotischen Anfänge erinnern. Jede Folge macht dabei deutlich: Es ist nicht einfach, seinen Träumen zu folgen, aber es lohnt sich.

Obwohl dabei Berlin als Stadt nur im Hintergrund fungiert, wird auch klar: Es ist genau die kreative Atmosphäre, das inspirierende Umfeld dieser Stadt, was all diese Menschen angetrieben hat und es ihnen letztlich ermöglicht hat, ihre Ideen in die Tat umzusetzen. Nicht umsonst gilt Berlin auch als die Startup-Metropole. Somit wirkt „How to make it in Berlin“ auch wie eine Liebeserklärung an die Stadt.

Berlin soll dabei nur der Anfang sein. Das Paar möchte mit ihrem Konzept in weitere Länder reisen und andere Entrepreneure von Norwegen bis Australien vorstellen. Die letzte Berliner Folge „Big Stuff Smoked BBQ“ kam passend zum Hochsommer heraus und macht definitiv Hunger auf mehr!


Image „Badstrasse Gewachsen auf Beton“ by OTFW (CC BY SA 3.0)


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Syrische Flüchtlinge dokumentieren ihre Flucht via Social Media

Syrian Refugees Crisis - HUNGARY IGNORANCE (adapted) (Image by Freedom House [CC0 Public Domain] via Flickr)

Syrische Flüchtlinge dokumentieren ihre Flucht auf Instagram und Facebook mit Smartphone-Schnappschüssen. Fotos sind für syrische Flüchtlinge oft der einzige Weg, um ihre Flucht in Erinnerung zu behalten und zu dokumentieren. Doch viele von ihnen haben die Bilder ihrer Flucht nicht nur geknipst, sondern sie danach auch auf sozialen Netzwerken wie Instagram oder Facebook veröffentlicht: als Erinnerung, als Mahnung, als Nachricht und als Botschaft. In einem Hotel in Athen hat Netzpiloten-Autorin Marinela Potor zwei syrische Flüchtlinge getroffen, die ihr ihre Geschichte erzählt haben, zusammen mit Fotos von der Flucht.

Wer in den Urlaub fährt, macht Fotos. Wer als Syrer auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung ist auch. Was zunächst merkwürdig anmutet, ist eigentlich ganz logisch. Viele Flüchtlinge posten ihre Fotos auf sozialen Netzwerken, nicht nur um die Flucht zu illustrieren und festzuhalten, sondern auch um sie zu verarbeiten. Um ihren zurückgebliebenen Verwandten und Freunden zu zeigen, dass es ihnen gut geht. Um anderen Flüchtlingen Hoffnung zu machen. Um auf der schwierigen Flucht wenigstens einige wenige schöne Momente zu schaffen – selbst wenn es nur das Lächeln für den Schnappschuss ist.

Eindrucksvolle Fluchttagebücher in Bildern

So haben auch Maziad Aloush und Kamal Kawsara ihre Flucht aus Syrien, Land um Land, Grenzzaun um Grenzzaun, in Bildern festgehalten. Maziad ist mit seinen Brüdern per Boot und über Land nach Deutschland geflüchtet. Kamal ist über Boote, Busse und ein Flugzeug nach Belgien geflohen. Ihre Flucht-Fotos haben sie mit ihren Smartphones gemacht, um sie später auf Facebook oder Instagram zu veröffentlichen.

Auch Monate nach ihrer Flucht, schauen sie noch die alten Bilder an und erinnern sich and beschwerliche, aber auch an schöne Momente ihrer Flucht. Viele der Fotos erinnern in ihrer Selfie-Pose an ganz normale Urlaubsfotos, doch wer genau hinguckt erkennt schnell: diese Fotos haben wenig mit einem entspannten Ferienausflug zu tun. Sie zeigen wie die Flüchtlinge tagelang zu Fuß über die Balkanroute wandern, wie sie ohne Essen und ohne ein Dach über dem Kopf Schritt für Schritt ihrem Zielland näher kommen.

Flüchtlingsbilder wie die von Maziad und Kamal zeigen die schwierigsten, aber auch die hoffnungsvollsten Momente ihrer Flucht. So ist ein eindrucksvolles Bild-Tagebuch ihrer Flucht entstanden.

Ankunft in Europa

 

A photo posted by Maziad Aloush (@maziad.aloush) on

Endlich Europa! Maziad hat zum ersten Mal in seinem Leben (und das auch noch Nachts im Dunkeln) ein Boot gesteuert, um aus der Türkei zur griechischen Insel Lesbos zu gelangen. Nachdem ihm ein Schlepper um all sein Erspartes betrogen hatte, konnte er es sich nur so leisten, sich und seine zwei Brüder nach Europa zu bringen. Während Kamal tagelang vergeblich darauf wartet, mit gefälschten Pass per Flugzeug nach Frankreich zu fliegen, schaut er sich die Akropolis an. “Ich musste dabei an Syrien denken und wie viele historische Bauten dort durch den Krieg zerstört wurden.”

 

A photo posted by Maziad Aloush (@maziad.aloush) on

 

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Um nach Mazedonien zu kommen, mussten Maziad und seine Gruppe 84 Kilometer zu Fuß durch den Wald stapfen. “Wir hatten nur Datteln zu essen und sehr wenig Wasser. An einem Punkt hatten wir kein Wasser mehr, und es war sehr heiß. Genau dann sind wir an eine Bergquelle gekommen – das war das beste Wasser, was ich je getrunken habe.” Einen einfacheren Weg gibt es nicht, denn dies ist die einzige Route, mit der Maziad und die anderen die strikten Grenzkontrollen in Mazedonien umgehen.

Kamal hat es mit sieben falschen Pässen nicht geschafft, einen Flug nach Frankreich zu bekommen. Er beschließt deswegen, mit dem Boot zurück nach Rhodos zu fahren und hofft, dass er dort mit seinem allerletzen Pass durch die Passkontrolle gelassen wird.

Die neue Heimat

Kamal hatte Glück. Er konnte mit seinem letzten Pass von Rhodos nach Paris fliegen. Hier holt ihn sein Bruder ab und sie fahren gemeinsam in Kamals neue Heimatstadt: Brüssel. Seit drei Monaten ist er mittlerweile hier und lernt schon fleißig Französisch: “Ich fühle mich sehr wohl hier und hoffe, dass ich die Sprache schnell lerne und mich möglichst schnell in die Gesellschaft aktiv einbringen kann.”

Nach vielen Monaten auf der Flucht sind sie endlich am Ziel. Maziad und seine Brüder werden von ihrem Cousin in Düsseldorf am Bahnhof abgeholt. Mittlerweile sind sie in einer Flüchtlingsunterkunft in Dorsten bei Dortmund – und warten immer noch darauf, dass ihr Aufenthaltsantrag geprüft wird.

Auch er sieht seine Zukunft in Deutschland: “Ich hoffe, es dauert nicht mehr lange, bis wir die Papiere haben. Dann kann ich endlich anfangen zu arbeiten und ein Flugticket für meine Eltern kaufen. Sie sind noch in Syrien – und sie sollen nicht wie ich über Land nach Deutschland kommen müssen.”

Unvergessliche Bilder

Wie auch viele andere Flüchtlinge haben auch Maziad und Kamal ihre Flucht nicht nur für sich, sondern auch für andere in Bildern auf sozialen Netzwerken wie Instagram oder Twitter festgehalten. Sie werden ihre Flucht sicherlich niemals vergessen, doch sie wollen auch, dass die Welt sie nicht vergisst. Ihre Bitte an die Netzpiloten: “Bitte veröffentlicht unsere Fotos! Wir möchten, dass so viele Menschen wie möglich unsere Bilder und unsere Geschichte sehen!”


Image (adapted) “Syrian Refugees Crisis – HUNGARY IGNORANCE” by Freedom House (CC0 Public Domain)


 

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Field Of Vision: Dokumentarfilmkunst als Online-Journalismus

Field Of Vision

Eine Plattform für Filmemacher will die Produktion dokumentarischer Formate flexibilisieren und visuellen Journalismus neu erfinden. Mit dabei: Laura Poitras. Der von Ebay-Gründer Pierre Omidyar finanzierte Projektzusammenhang First Look Media experimentiert seit einiger Zeit mit unterschiedlichen Online-Formaten: Nach dem investigativen Magazin The Intercept um Glenn Greenwald und dem Team von reported.ly um Andy Carvin, das Beiträge aus sozialen Medien kuratiert, geht es nun um nicht-fiktionale Filme als Medium kritischer Berichterstattung. Auch für dieses Vorhaben steht wieder eine prominente Persönlichkeit, nämlich die für die Snowden-Doku Citizenfour mit dem Oscar ausgezeichnete Laura Poitras.

Geleitet wird Field Of Vision von einem dreiköpfigen Team: Neben Poitras gehört dazu der Filmemacher A.J. Schnack, der etwa Dokumentationen über Musiker gedreht hat (zum Beispiel “Kurt Cobain: About a Son”) und Charlotte Cook, die bis vor kurzem beim Dokumentarfilmfestival in Toronto tätig war.

In einem Interview haben die drei Verantwortlichen ausführlich über ihre konzeptionelle Vision Auskunft gegeben. Grundlegend dafür ist das Selbstverständnis als “filmmaker-driven platform”, die als Aufführungsort für Produktionen fungiert, welche auch anderweitig etwa auf Festivals oder im TV gezeigt werden können.

Insofern ist Field Of Vision aber nicht als Online-Outlet zur Zweitverwertung von Ausschnitten aus fertigen Dokumentarfilmen konzipiert, während die Publikation von Nebenprodukten nicht ausgeschlossen ist. Und schließlich will man auch selbst als Auftraggeber operieren, der die Produktionskosten übernimmt. Redaktionell ist eine Kooperation mit den Journalisten von The Intercept intendiert; das Magazin übernimmt auch das fact-checking und die Veröffentlichung der Beiträge.

Ambitionierter Ausblick

Formal stehen dabei kurze Episoden im Vordergrund, “pairing very artistic filmmaking with journalism” (Cook). “We’re also really excited about episodic, multipart or thematic storytelling”, gibt Schnack zu Protokoll. Zur Konkretisierung werden dazu verschiedene Bezugspunkte genannt: Einer ist Convention, ein Multi-Autoren-Film über den Parteitag der US-Demokraten, auf dem Barack Obama 2008 für die Präsidentschaftskandidatur nominiert wurde.

Ein anderes Vorbild ist das britische TV-Format World In Action, das von 1963 bis 1998 produziert wurde. Es gilt als investigativ, links-liberal, verfolgte einen visuellen Kampagnen-Journalismus und assoziierte sich intensiv mit der zeitgenössischen Pop-Kultur. Auf diese nimmt auch Poitras Bezug, wenn sie das Storytelling bei der Netflix-Erfolgs-Serie House Of Cards als ein weiteres Vorbild nennt.

Und außerdem fühlt man sich dem soziologischen Stil des Cinéma Vérité verpflichtet: Die direkte Interaktion zwischen Filmemacher und Gefilmtem soll nicht verschleiert, sondern zum Gegenstand der ästhetischen Reflexion werden. An solchen Kategorien orientiert kulminiert der Ausblick schließlich in der programmatischen Parole, die Poitras ausgibt: “expand the language of visual journalism”.

Programm-Vorschau

Wie das aussehen könnte zeigen vorab im Netz veröffentlichte Ausschnitte respektive Standbilder mit Titeln von Filmen und den Namen ihrer Macher. Laura Poitras selbst startet mit einer Serie über das Asyl von Julian Assange in der Ecuadorianischen Botschaft in London. Ebenfalls angekündigt sind “Notes from the Border”, ein Beitrag zum Thema Flucht von Iva Radivojevic.

Coming soon from @ivarad

A photo posted by Field of Vision (@fieldofvision) on

Sie hat ihr Debüt mit dem durch Crowdsourcing finanzierten und preisgekrönten Film Evaporating Borders vorgelegt. Heloisa Passos beschäftigt sich mit dem Verhältnis von Obdachlosen und ihren Hunden in Brasilien, Kirsten Johnson mit militärischer Überwachung in Kabul, Dustin Guy Defa thematisiert Kunst und Rebellion in Detroit und um LGBT-Rechte geht es Michel Palmieri und Donal Mosher unter dem Titel “Peace in the Valley”.

Die Premiere dieser Beiträge findet übrigens offline statt, nämlich beim New York Filmfestival, wo es einen eigenen Programmpunkt dazu gibt: Field Of Vision: New Episodic Nonfiction.

Flexibilisierung des Formats Dokumentarfilm

Ob das Projekt tatsächlich unseren Horizont erweitert, wie sein Name andeutet, bleibt abzuwarten. Die intendierte Innovation scheint zunächst vor allem in der Flexibilisierung des dokumentarischen Formats zu liegen: Kurze Inhalte, die schneller produziert sowie online publiziert werden können und dadurch einen Beitrag zu aktuellen Diskussionen leisten.

Vielleicht könnte also “Field of Vision” nicht ästhetisch, aber strukturell ähnliches bewirken, wie VICE im News-Bereich oder die Streaming-Dienste im Feld der Fernsehserien.


Teaser & Image by Field Of Vision


CHIEF-EDITOR’S NOTE: Wenn Ihnen unsere Arbeit etwas wert ist, zeigen Sie es uns bitte auf Flattr oder indem Sie unsere Reichweite auf Twitter, Facebook, Google+, Soundcloud, Slideshare, YouTube und/oder Instagram erhöhen. Vielen Dank. – Tobias Schwarz

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Digital Diaries: Sexualität weltweit

YouTube (Image: dandy [CC BY 4.0], via Sketchport

Für die erste Folge der Doku-Reihe „Digital Diaries“ wurden Videoblogger aus der ganzen Welt zum Thema Sexualität und Internet befragt. // von Larissa Werner

Doku-Reihe des WDR: "Digital Diaries"

Wie verändert das Internet unsere Sexualität? Wie unterscheiden sich Liebesbeziehungen in Deutschland, Japan und den USA? Wie mischt sich der Staat in das Sexualleben seiner Bürger wie etwa in Russland ein? Welche Probleme haben Liebespaare in Indien und der Türkei? Die Doku-Reihe „Digital Diaries“, eine Kooperation des WDR mit der Videoplattform dbate.de, hat dazu Videoblogger auf der ganzen Welt befragt. Larissa Werner hat sich die erste Folge, die am 3. September um 23.20 Uhr im WDR ausgestrahlt wird, schon angesehen.

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Interview mit Major Bueno zu der Tour Bueno

Mit der Tour Bueno widmen sich die beiden Game-Designer Benedikt Hummel und Marius Winter einer neue Herausforderung, bei der sie in 11 Städten, jeweils 48 Stunden lang, ein Spiel mit 11 anderen Game-Designern entwickeln. // von Lukas Menzel

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In sieben Wochen, neun Ländern und elf Städten möchte das Entwicklerduo Major Bueno es schaffen, in Zusammenarbeit mit elf anderen Game-Designer in jeweils 48 Stunden elf Videospiele entwickeln. Das zumindest ist das Ziel von der Tour Bueno, dem zweiten großen Projekt der Game-Designer Bededikt Hummel und Marius Winter. Doch nicht nur, dass ein solches Projekt äußerst gewagt ist, die Tour Bueno wird auch für Aussenstehende erlebbar, denn ARTE Creative begleitet diese filmerisch in elf Webdokumentationen. Passend zum Auftakt der Dokureihe haben wir Benedikt Hummel und Marius Winter interviewt und mit ihnen über ihr neues Projekt, die Herausforderung ein Spiel in nur 48 Stunden zu entwickeln und Game-Design an sich gesprochen.

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5 Lesetipps für den 2. Dezember

In unseren Lesetipps geht es heute um die Google-Doku der ARD, die Generator Hostels, Yelp, Journalismus in der Ich-Form bei der Vice und Ello. Ergänzungen erwünscht.

  • GOOGLE Berliner Zeitung: ARD-Doku zu Google – High Heels statt Enthüllung: Gestern lief in der ARD eine Dokumentation über die vermeintliche Macht von Google. Sie war lange angekündigt und es entwickelte sich ein regelrechter Hype um den Enthüllungsjournalismus. Das Ergebnis enttäuschte dann durch den Fokus auf nahezu belanglose Aspekte der Debatte um Google anstatt die wichtigen Fragen zu klären und durch Täuschung der Zuschauer. In der Berliner Zeitung hat Jonas Rest eine lesenswerte Kritik der Sendung veröffentlicht. Statt die Sendung in der Mediathek nachzuschauen, empfehle ich eher den Artikel von Steffan Heuer und Thomas Ramge übers Scheitern von Google-Projekten in der November-Ausgabe der Brandeins (noch nicht freigeschaltet).

  • GENERATOR HOSTELS Skift: Generator Hostels on Creating the New Hostel Experience: Seinen Flug und das Hotel per Smartphone zu buchen ist heute schon Realität. Auch vor Ort dann mit dem Smartphone die Rechnung zu bezahlen. Genauso wie das Gemeckere, wenn es kein kostenloses WLAN gibt. Die sogenannten Millennials reisen mit einem gewissen Anspruch an einen modernen Service. Klappt etwas nicht wie gewünscht, wird drüber gebloggt, wie ich am Freitag über meine Hamburger Hotelerfahrungen. Carl Michel, CEO der Generators Hostels, ist sicher dessen bewusst und gibt im Interview Einblick in die zukünftigen Herausforderungen des Hotelgewerbes.

  • YELP Time.com: Yelp CEO on Why He Turned Down Google: Das Time Magazin hat sich telefonisch mit Yelps CEO und Mitgründer Jeremy Stoppelman unterhalten, der einen interessanten Einblick in seinen bisherigen Werdegang gibt, wie sein Bewerbungsgespräch bei Elom Musk lief und warum er ein Übernahmeangebot von Google ablehnte.

  • VICE American Journalism Review: Vice, and the Trend of First-Person Journalism: In den gestrigen Lesetipps haben wir einen taz-Artikel über die Vice empfohlen, heute gibt es ergänzend dazu einen Artikel von Dustin Levy für die American Journalism Review, in dem ein besonderer Aspekt der Berichterstattung der Vice erklärt wird: der Ich-Journalismus. Die Vice-Autoren zelebrieren Events über die sie dann berichten und stellen sich persönlichen Herausforderungen.

  • ELLO Nieman Journalism Lab: Finance media’s hottest club is Ello: Wir haben das soziale Netzwerk Ello sehr früh getestet und darüber berichtet. Für mich war der Hype schon vorbei, bevor er hierzulande erst los ging. Vielleicht habe ich mich zu früh verabschiedet, denn neben den üblichen Leuten, mit denen ich aber auch schon anderswo vernetzt bin, hat eine Gruppe US-amerikanischer Finanzjournalisten die Plattform für sich entdeckt und eine aktive Untergruppe gegründet.

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Arte+7: Journalismus von morgen – die virtuelle Feder

Read the News (adapted) (Image by Everjean [[CC BY 2.0], via flickr)

In den nächsten sieben Tagen in der Mediathek und am 9. September noch einmal auf Arte im Fernsehen, kann man den sehenswerten Longview von den Autoren Philippe Kieffer, Pierre-Olivier François und Marie-Éve Chamard, quasi das Pendant zum immer beliebter werdenden Longread, noch einmal sehen. Und es lohnt sich, denn dem Autoren-Trio ist ein sehr unterhaltsamer Film gelungen, der erfrischenderweise weder das Alte glorifiziert, noch das Neue diskreditiert.

Aus dem Artikel zur Doku:

Stirbt die Tageszeitung bald aus? Seit etwa 20 Jahren bedroht die digitale Revolution die Papierwelt. Das Business-Modell der Printpresse hat den Boden unter den Füßen verloren. In der Dokumentation erleben die zwei Medienexperten Philippe Kieffer und Marie-Eve Chamard vor Ort, wie führende Verlage, Chefredakteure, Journalisten und Leser darauf reagieren.

Über ein Jahrhundert lang war die Zeitung in allen großen Demokratien das wichtigste Informationsmedium. Aber kurz nach der Millenniumswende hat sich das schlagartig geändert. Heute beobachtet man ein weltweites Zeitungssterben. Immer mehr Nachrichten werden immer schneller verbreitet, inzwischen jedoch über digitale Kanäle wie Websites, Blogs und soziale Netzwerke. Wie kam es dazu? Wie reagieren die großen Verlagshäuser? Hat die Stunde der Roboter und der Algorithmen schon geschlagen, oder wird es noch einen Journalismus mit menschlichem Antlitz geben? Die Fragen, die „Journalismus von morgen“ aufwirft, betreffen uns schon jetzt alle.

Doch in der Dokumentation kommen nicht nur die großen Verlagschefs, Chefredakteure und Journalisten zu Wort, sondern auch die Wegbereiter und Profiteure des digitalen Wandels, die Software-Unternehmen, deren aus Code und Algorithmen bestehenden Produkte für die eine Seite Schuld an der vermeintlichen Krise in den Medien sind, für andere in der Debatte aber die Lösung darstellen, denn sie ermöglichen die Produktion und den Konsum von Journalismus in der Zukunft.


Image (adapted) “Read the News“ by Everjean (CC BY 2.0)


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5 Lesetipps für den 18. August

In unseren Lesetipps geht es um mobile Nachrichten-Apps, Cyberpunk, die Zukunft von LinkedIn, Überwachung und Startups, die auf Datenschutz setzen. Ergänzungen erwünscht.

  • MOBILE FIRST Monday Note: The Future of Mobile Apps for News: Auf Mondaynote.com haben Frédéric Filloux und Jean-Louis Gassée einen Artikel über die Zukunft mobiler Nachrichten-Apps geschrieben und mir klar gemacht, warum ich die Apps von Süddeutsche.de, Stern.de & Co. so schlimm finde, warum das auch sieben Jahre nach dem ersten Smartphone noch so ist und wie sich Nachrichten-Apps in Zukunft entwickeln werden. Die Antwort hat viel mit dem Verständnis von Technologie und die Auswertung von Nutzerdaten zu tun, also zwei Sachen mit denen man sich in Deutschland gerne schwer tut.

  • CYBERPUNK Open Culture: 1990 Documentary Featuring William Gibson & Timothy Leary Introduces the Cyberpunk Culture: Unmittelbar mit der Digitalisierung unser Gesellschaft entstand der Begriff „Cyberpunk“, der seit den 80er Jahren in Videospielen, der Literatur, Filmen und natürlich der Berichterstattung über Technologisierung verwendet und geprägt wurde. Colin Marshall hat auf Openculture.com ein interessante Dokumentation aus dem Jahr 1990 ausgegraben, die man sich hierzulande mithilfe der Umleitung über einen Proxy-Server anschauen kann und die einen spannenden Einblick in Cyberpunk gibt.

  • LINKEDIN The Economist: Workers of the world, log in: Das kommt jetzt vielleicht aus der Schublade mit den Aufschrift „Phantasievolle Geschäftsmodelle“, aber im The Economist ist ein interessanter Artikel erschienen, der erst lesenswert erklärt, wie LinkedIn die Vermittlung von professionellen Berufstätigen revolutionierte, durch das enorme Mitgliederwachstum in Zukunft aber höhere Ziele haben könnte. Wohl kein Unternehmen sammelt global so viele Daten über Arbeitsmärkte wie LinkedIn. Was liegt da näher als den weltweiten Arbeitsmarkt zu analysieren und damit der größte Wirtschaftsversteher der Welt zu werden? Das ist nicht nur für die Wissenschaft interessant, sondern auch für die Politik und expansionsfreudige Unternehmen. Sie sind am Zug, Mr. Weiner.

  • ÜBERWACHUNG Noisey: How Boston Police Used Facial Recognition Technology to Spy on Thousands of Music Festival Attendees: Nach dem Bombenanschlag beim Boston-Marathon wirkte es so, dass die Stadt vor allem durch Gesten der Solidarität auf den Terrorismusakt reagiere. Die Polizei natürlich nicht, wie sich jetzt über ein Jahr später bei einem weiteren Bostoner Großevent zeigt. Zwar war wenig Polizei auf dem Musik-Festival zu sehen, das lag aber daran, dass fast das gesamte Publikum elektronisch überwacht wurde und Gesichtserkennungssoftware zum Einsatz kam. In Vices Musikableger Noisey schreibt Luke O’Neil über die Überwachung des Festivals und das Gefühl, wie ein Verdächtiger behandelt zu werden.

  • STARTUPS Wall Street Journal: Snowden wird zum Geburtshelfer für Startups: Im Wall Street Journal schreibt Stephan Dörner über Startups, die die durch Edward Snowden aufgedeckte Überwachung zum Anlass genommen haben, ihr Geschäftsmodell auf den europäischen Standortvorteil Datenschutz aufzubauen. Wenn aber ein paar Mailanbieter, wenig erfolgreiche und schlecht umgesetzte Messenger, sowie ein Serveranbieter, von dem Sicherheit auch schon vor Snowden erwartet wurde, alles sind, was als Reaktion der Startup-Szene angesehen werden kann, sehe ich eigentlich keine richtige Wirkung. Und warum sollten sich auch Firmen nach einem angeblichen Sicherheitsbedürfnis der Kunden ausrichten, wenn diese weiterhin Dienste wie Facebook, Dropbox, Google. Skype oder WhatsApp nutzen? Die deutschen Standards im Datenschutz sind wirklich gut, aber Nutzungsverhalten macht nicht an Ländergrenzen halt.

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5 Lesetipps für den 26. September

In unseren Lesetipps geht es u.a. um das genaue Hinhören bei den Koalitionsverhandlungen, Jugendbewegung in der DDR, Pippi Langstrumpf Prinzip, 100 Tage mit Google Glass und das Filmfest in Hamburg. Ergänzungen erwünscht.

  • POLITIK lumma: Legenden der politischen Argumentation: Nach der Wahl ist bekanntlich vor den Koalitionsverhandlungen. Eine eindeutige Zuordnung der Argumente bzw. der Argumentationen einzelner ist nicht neu. Den tieferen Sinn, diese  zu deuten und zu verstehen, das ist die Kunst.
  • DOKU kaputtmutterfischwerk: “This ain’t California – Rollbrettfahrer in der DDR”: Freundschaft die sich verliert, als die Freiheit beginnt. Ein Kontrast zwischen Staat und jungen Leben – Auf der einen Seite Hotpants, Sex und Musik, auf der anderen die Verordnung und Eingrenzungen. “This ain’t California” ist eine gelungene Collage von einer enormen Jugendbewegung in der DDR. Die DDR konnte auch anders.
  • MARKT t3n: Das Pippi-Langstrumpf-Prinzip als Schlüssel zum Misserfolg: „Zwei mal drei macht vier, widewidewitt und drei macht neune, ich mach mir die Welt, widewide wie sie mir gefällt“. Eine Unternehmensstrategie, die weder für eine erfolgreiche Zielgruppengewinnung, Produktentwicklung noch für Kundenzufriedenheit steht. Im Gegenteil, Innovationen anderer werden nur müde belächtelt oder gar missachtet. Werden Entwicklungen und Bedürfnisse von Kunden somit komplett ingoriert, ist das PLP-System angekommen.
  • GOOGLE GLASS readwrite: My First 100 Days With Google Glass: Eine kleine Erzählung zur Nutzung und dem Umgang mit Google Glass in den ersten 100 Tagen. Egal ob im Business- oder Privatbereich. Konversationen beginnen mit Google Glass immer gleich: “What are those glasses you’re wearing?”
  • FILM taz: Gemischt kalkuliert – Filmfest Hamburg: Seit heute läuft wieder das Filmfest in Hamburg. Eine gesunde  Mischung zwischen Alltagsserien und ausländischen Autorenfilmen. Vom 26. September bis zum 5. Oktober gibt es eine reichhaltige Auswahl von verschiedenen Filmemachern unterschiedlicher Länder und Genres.
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Mediathekenumschau vom 08. September

Es ist so eine Sache mit den Mediatheken: Für viele Digital Natives sind sie schon Fernsehersatz – alles ist überall abrufbar. Doch nur auf Zeit: Gerade die öffentlich-rechtlichen Programme sind oft nach einer Woche wieder offline. Verlängertes Fernsehen statt digitales Archiv. Bevor sie verschwinden, fischen wir die besten Perlen aus der TV-Flut.

MENSCHEN ZUR WAHL: Volksvertreter

3Sat +++ Sendung vom 4. September: Politik mal mit den Mitteln des Dokumentarfilms gezeigt. Das heißt, ohne schnelle Schnitte, mit Zeit zum Nachdenken und Beobachten und, zumindest wirkt es so, ohne dass jedes Wort in PR-Gold abgewogen wird und der politische Gegner einen Strick drehen kann. Siegfried Ressel stellt fünf Bundestagsabgeordnete bei ihrer täglichen Arbeit in Berlin und in ihrem Wahlkreis vor. So entschleunigt zeigt der Film ohne Off-Kommentar, dass Politiker auch Menschen sind. Was abgedroschen klingt wirkt wie Balsam, zum Beispiel wenn die FDP-Abgeordnete Sylvia Canel im Zug von Männer- und Frauensprache spricht und dabei ehrlicher wirkt, als die mächtigen Frauen in Kanzleramt und Ministerien. Die Einzelinterviews – ein toller Einfall der 3Sat-Redaktion – sind übrigens in der Mediathek auch in langer Form abrufbar.

AUCH DABEI: Die Wahl der Migranten

zdf kultur +++ Forum am Freitag +++ Sendung vom 6. September, weitere Folgen: Ganz andere Form, ähnlicher Inhalt. Obwohl, wie ähnlich sind Bundestagskandidatinnen und -kandidaten mit eigentlich ihren Konkurrenten ohne Migrationshintergrund ? Die lockere und distanzlose Caféatmosphäre wie beim Interview mit der SPD-Abgeordneten Aydan Özoguz und der erklärende Off-Ton nerven ab und zu ein wenig, aber auch hier gibt es die Möglichkeit, eine sonst wenig beachtete Form Poltiker kennenzulernen. 5,8 Millionen Wahlberechtigten mit Migrationshintergrund stehen übrigens sieben Millionen Menschen in Deutschland gegenüber, die auf Grund fehlender Staatsangehörigkeit gar nicht erst wählen dürfen. Viele von ihnen zahlen Steuern und sind bestens integriert, wie die Kommentatorin der Berliner Zeitung, Mely Kiyak, empört feststellt. Der Frage nach der demokratischen Teilhabe dieser Menschen müssen sich die bisher befragten Kandidaten in der Sendung nicht stellen. 

MODERNE REPORTER: Deals mit Waffen

zdf kultur +++ VICE-Reports +++ Sendung vom 6. September: Beängstigend, die Neue Welt, in die einen die Investigativ-Hipster der VICE-Reports ziehen. Sie besuchen Waffenmessen und stellen verschwiegenen Einkäufern und gesprächigen „Drone-Dealern“ nach. Wie schon bei den anderen Reportagen über Designer-Drogen oder Massentierhaltung zeichnet sich das Format durch einen erfrischenden Hands-on-Journalismus aus, der mit reichlich Chuzpe daher kommt. Geschickt verwebt die Produktion auch immer mehr deutsche Beiträge in die Sendereihe, die sich auch aus dem für ein internationales Publikum gemachten Material vom Youtube-Kanal des VICE-Magazines bedient. Das ehemalige Skater-Label operiert inzwischen weltweit mit einem sehr profitablen Kultstatus. Die Partnerschaft tut dem ZDF gut, auch wenn das Mutterhaus aus den USA inzwischen einiger Kritik ausgesetzt ist, besonders nach dem Einstieg des Murdoch-Imperiums vor wenigen Wochen.

AUFNAHMEZUSTAND: Dillon

3Sat +++ Sendung vom 5. September: 

Die junge Musikerin Dillon aus einer deutsch-brasilianischen Familie klingt schön. Die Musik an sich – Dillon verwebt ihre kindliche Ausnahmestimme mit zauberhaft leisen elektronischen Arrangements – ist schon ausreichend, um in diese Studioaufnahme reinzuhören. Doch es geht hier auch um mehr: Die Produktionen aus dem Berliner „Funkhaus der DDR“ gehören zu dem besten, was man im Musikfernsehbereich zur Zeit geboten bekommt. Die wunderschön geschnittenen Darbietungen im Tonstudio schaffen eine besondere Atmosphäre, ganz anders, als es eine Konzertaufnahme vermag. Hinzu kommen kurze Interviewsrecken und zauberhafte Situationen, die sich quasi während der Arbeit im Studio ergeben. Schön gemacht. Auch die Auswahl der eingeladenen Künstler zeugt von Geschmack: Von Boy über CocoRosie bis Little Dragon sind tolle Indie-Perlen dabei.

 

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Terms And Conditions May Apply: Der Datenschutz-Film

Die Dokumentation „Terms And Conditions May Apply“ bringt den dramatischen Kampf um die Privatsphäre auf die Leinwand.

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Google, Facebook und Apple wurden schon welche gewidmet, jetzt ist die andere Seite dran: Mit der Dokumentation “Terms And Conditions May Apply” hat der US-Filmemacher Cullen Hoback einen längst überfälligen Streifen zum Thema Privatsphäre im Internet gedreht. Im Kern geht es um die Nutzungsbedingungen, denen wir als Nutzer von Google, Facebook, Amazon oder eBay zustimmen müssen – und deren Kleingedrucktes beängstigende Folgen für die Verwendung unserer Daten durch Wirtschaft und Staat bedeuten.

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st_ry: Eine Crowdfunding-Reportage mit Daniel Bröckerhoff

st_ry ist eine Video-Dokumentation im Netz. Produziert von professionellen Fernsehmachern, mitbestimmt und finanziert von der Crowd – also von Fans, Zuschauern, Unterstützern.

st_ry-reporter

Thema der ersten Doku-Reihe ist “Ich will meine Daten zurück” – unser alltäglicher Umgang mit Datenschutz und Privacy und unsere Angst vor “Datenkraken”. Was weiß Facebook, was weiß Payback, was wissen Schufa und Einwohnermeldeamt von uns? Reporter Daniel Bröckerhoff macht sich über 6 Monate auf die Suche nach Antworten.

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WikiLeaks Reportage – Rebellen im Netz

WikiLeaks LogoDass WikiLeaks aus Geldmangel gescheitert ist, macht mich persönlich sehr betroffen. Dass die Schließung eine vorübergehende Sache ist, hoffe ich dennoch. WikiLeaks galt lange Zeit als demokratischer, als die meisten Parlamente, die sich diesen Stempel aufsetzten. Chefredakteure der wichtigsten Zeitungen der Welt tummelten sich um Assange und sein Projekt. Regierungen kührten WikiLeaks und die Macher zum Staatsfeind Nr. 1. Das Projekt jedoch gab vielen Menschen die Hoffnung zurück, dass man nicht nur etwas von oben nach unten, sondern auch von unten nach oben verändern kann. Dass WikiLeaks in der Tat ein starkes Vermächtnis in den Gedanken der Menschen und im Umgang mit Demokratie hinterlassen hat, versuchen viele Kritiker und Realisten derzeit zu relativieren. Zum absoluten Bedauern meinerseits.

Diese 47-minütige Reportage, deren Link ich gestern mal wieder aus meinen Lesezeichen ausgegraben habe, spiegelt ganz gut die Geschichte Assanges und die von WikiLeaks von Beginn bis kurz vor Ende wider. Besonders schockierend ist dabei der Part des Colleteral Murder Videos, also die Aufnahmen des vorsätzlichen Mordes an Presseleuten und zivilen Bürgern, durch die Hand des amerikanischen Militärs. Die Veröffentlichung dieses Videos, dass einem jedes mal wieder einen Schauer über den Rücken laufen lässt, steht stellvertretend für sämtliche Missetaten, die durch WikiLeaks an die Oberfläche gebracht worden.

WikiLeaks hat viel erreicht und bedarf weiterer Unterstützung. Auch von euch!

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DOKU: ON THE BRINK

Diese 20minütige Dokumentation diskutiert Auswirkungen der vernetzten Gesellschaft auf eine spannende Weise:

In On The Brink we discuss the past, present and future of connectivity with a mix of people including David Rowan, chief editor of Wired UK; Caterina Fake, founder of Flickr; and Eric Wahlforss, the co-founder of Soundcloud. Each of the interviewees discusses the emerging opportunities being enabled by technology as we enter the Networked Society. Concepts such as borderless opportunities and creativity, new open business models, and today’s ‚dumb society‘ are brought up and discussed…

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Podiumsdiskussion zur Vorführung von „Page One“

page oneMit Beginn des Web 2.0 wurde es für Medienhäuser und Nachrichtenagenturen aus dem Printbereich immer schwieriger ihren gewohnten Status als Sprachrohr der Bürger und intellektuellen Elite standzuhalten. Durch Online-Newsportale und Blogs ist die Verarbeitung von Nachrichten beschleunigt worden und in der Masse, der zu konsumierenden Artikel, auch um einiges günstiger. Die großen Verlage sind heftigen Sparzwängen unterlegen, weil der Verkauf von Zeitungen immer stärker einbricht und somit auch die Einnahmen durch Anzeigen schrumpfen. Restrukturierungen und Entlassungen verbreiten außerdem große Unruhe in den Redaktionen. Es ist eine schwierige Zeit für den klassischen Journalismus und dennoch ist es auch die Zeit in der die Bedeutung von Plattformen wie Wikileaks und Twitter steigt.

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Activate: iProtest with Debbie Chan (Al Jazeera Doku)

activate„Activate“ ist eine Reihe von Dokumentationen die Aktivisten aus der ganzen Welt portraitiert. Die von Al Jazeera ausgestrahlte erste Folge – „iProtest“ – widmet sich der chinesischen Aktivisten Debby Chan, die sich für bessere Arbeitsbedingungen in den Foxconn Fabriken engagiert.

Das Unternehmen Foxconn, das u.a. Hardwareteile für Apple herstellt, ist schon des Öfteren in den Schlagzeilen gewesen. Zu Letzt durch eine Explosion in den Werken bei Chengdu, bei dem drei Menschen starben. Doch nicht nur das. Letztes Jahr haben sich aufgrund von unzumutbaren Arbeitsbedingungen insgesamt 18 Mitarbeiter das Leben genommen.

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Presspauseplay – Kreativität im Digitalen Zeitalter

presspauseplay Seit gestern ist die Dokumentation „Presspauseplay“ komplett online zu sehen. Die Doku beschäftigt sich mit Kreativität im Digitalen Zeitalter und ist wirklich inspirierend. Personen wie Sean Parker (Napster), Seth Godin, Robyn, Moby und Al Doyle sowie Felix Martin von Hot Chip kommen zu Wort. Sie geben teilweise auch kritische Kommentare zum Thema Internethypes und Mittelmäßigkeit ab.

The digital revolution of the last decade has unleashed creativity and talent of people in an unprecedented way, unleashing unlimited creative opportunites. But does democratized culture mean better art, film, music and literature or is true talent instead flooded and drowned in the vast digital ocean of mass culture? Is it cultural democracy or mediocrity?

This is the question addressed by PressPausePlay, a documentary film containing interviews with some of the world’s most influential creators of the digital era.

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Video: Foo Fighters Garage Tour (Doku)

Das neue Album der Foo Fighters „Wasting Light“ wurde komplett in der Garage des Leadsängers Dave Grohl eingespielt. Eine Selbstvertändlichkeit, dass man dann auch ein paar Konzerte in den Garagen der Fans spielt. Die gerade frisch erschienene Dokumentation „Garage Tour“ zeigt einige Auftritte in den verschiedenen Garagen. Es wurde laut, es wurde rockig, es wurde typisch Foo Fighters. Aus einem riesigen Fundus an Material wurde am Schluß diese sehenswerte 40-minütige Doku zusammen geschnitten. Viel Spaß beim Gucken!

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Video: Hurricane Festival 2011 (Arte-Doku)

Es ist eines der größten Open-Air-Spektakel Deutschlands. Das dreitägige Hurricane Festival in Scheeßel findet in diesem Jahr zum 15. Mal statt. Auch 2011 stürmen wieder Tausende von Besuchern das Gelände der Motorrad-Sandrennbahn Eichenring und verwandeln dieses in ein großes Musikevent. Arte zeigt in 90 Minuten Filmmaterial die Highlights diese Festivals.

Viel Spaß beim Schauen!

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BBC Digital Revolution: neuer dokumentarischer Ansatz

Die BBC arbeitet an einer Dokumentation über das Internet. Mit der vierteiligen Produktion „Digital Revolution“ scheint sie sich den Herausforderungen stellen zu wollen, die das Netz dem Fernsehen stellt: das Team hat ein Blog eingerichtet, mit dem man in Austausch mit den Nutzern treten möchte. Produzent Russel Barnes dazu:

So we have decided to adopt a radical, open-source approach to the production process. We don’t just want to observe bloggers from on high; we want to blog ourselves and get feedback and comment on our ideas. Weiterlesen »

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Qipit: Kopiergerät trifft Document Sharing

Logo qipitEs ist ein Allgemeinplatz: die Welt wird zunehmend digital. Zu blöd, dass man manche Dinge immer noch mit der Hand aufschreibt. Zumindest einige von uns. Dabei können solche Notizen so einfach verloren gehen: das Haus brennt ab, man lässt den Block igendwo liegen usw. Wie schön wäre es, sie auch digital zu haben…

Glücklicherweise hat der halbwegs moderne Mensch von heute immer eine Digitalkamera in irgendeiner Form dabei. Qipit macht sich das zu Nutze: Fotos von Dokumenten können hochgeladen werden, anschließend macht qipit den Rest. Es analysiert die Dateien, schneidet unnötige Ränder ab, begradigt die Dokumente und setzt sie als einfache Schwarz-Weiß-Umsetzung zum tonerschonenden Ausdrucken oder Faxen um. Eine sehr spezielle Aufgabe mit einem begrenzten Einsatzgebiet. Aber taugt qipit auf diesem begrenzten Gebiet? Weiterlesen »

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„You don’t know who Bob Dylan is???“ Doku zur Musikbranche

Drüben bei Nerdcore wird auf die Doku „Before the music dies“ von Andrew Shapter and Joel Rasmussen hingewiesen, die die aktuelle Pop-Rock-Plastik-Musik-und-Radio-Szene kritisch beleuchtet. Die entlarvenden Blicke hinter die künstliche Fassade von Pop- und Rocksternchen und die Interviewpassagen mit echten Legenden der Musikszene machen die Doku absolut sehenswert. Wer Lust hat zu erfahren, wie Formatradio funktioniert und welchen Stellenwert „Kunst“ in der Pop-Welt der Gegenwart noch hat, der möge bitte den Playknopf drücken.

[via Nerdcore]

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Von der Empfängnis bis zur Geburt: RealBirthTV

Hier kommt die Zukunft des RealityTV! Nachdem sich Erwachsene in einem Bunker eingeschlossen, Prominente im Dschungel zur Sau und Kinder erziehen haben lassen, offenbaren der Italiener Erik Stipparo und seine australische Frau Jodi ihre Schwangerschaft unter RealBirthTV.com. Das ist jedenfalls der Anspruch „der ersten unabhängigen Internet RealityTV Show, die sich auf die eine gesamte Schwangerschaft konzentriert.“

Die Entwicklungen in der Schwangerschaft, die Gelüste und Gedanken, die man sich in dieser Phase macht, werden in Film, Bild, Ton und Text an die Öffentlichkeit getragen. Zum Glück haben die beiden sich entschlossen, den Akt der Zeugung im Dunkel zu lassen.

„The only thing we wont share with you is the conception, because that may change the nature of the site, and i’m sorry to say we didn’t film it.“

Für die Blogpiloten stellen Erik und Jodi ihr Projekt vor:


What is Realbirthtv from realbirthtv.com on Vimeo.

Die Besucher der Seite sind dazu aufgerufen sich einzubringen, indem sie Tipps für den Namen des Babys abgeben (ob die Vorschläge tatsächlich aufgenommen werden, bleibt unklar) und können auf sein Geschlecht tippen. Erik und Jodi suchen aber auch nach Unterstützern und Werbern. Die Einnahmen sollen dazu benutzt werden, dem Kind eine sichere Zukunft zu bieten. Das ist angesichts der offensichtlich Lebenssituation der beiden sicherlich kein ganz falscher Ansatz, sind doch beide Vorzeigexemplare der digitalen Bohème.

Look und Feel von RealBirthTV wirken sehr professionell, das Layout der Seite ist herrlich bunt. Sogar der Familienhund wird eingebunden. Besonders den Videos merkt man Eriks Hintergrund als Videocaster für den italienischen InternetTV-Sender N3TV an, sie sind durchweg ordentlich produziert. Inhaltlich besticht RealBirthTV durch eine angenehme Offenheit, was die Probleme kreativen Lebens in prekären Verhältnissen angeht. Die Suche nach Geld zieht sich durch viele Beiträge und ist auch im Projekt selbst angelegt. Damit wird RealBirthTV sympathisch und umgeht das Fremdschämpotential, das sonst so viele RealityTV-Formate mit sich bringen.

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Web2Null-Dokumentarfilm stellt die deutsche Webszene vor

Ein spannender Dokumentarfilm über die deutsche Web 2.0 Szene entsteht derzeit mit Web2Null Der Film.

Mit Unterstützung der Hochschule der Medien in Stuttgart dokumentieren Anne Arndt, Felix Kolb und Heiko Brandsch die deutsche Netzszene. Ziel des Films? „Die Web 2.0 Szene in Deutschland anhand von ausgewählten Persönlichkeiten greifbar machen, indem Beweggründe und Strategien der Akteure transparent gemacht werden.“

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Pirates of Silicon Valley

Am Freitag, den 20. April, widmet sich der TV-Sender arte ab 22:10 Uhr dem Thema Internet und neue Medien. Auftakt des Themen-Spätabend ist die französische Dokumentation „Wer hat Angst vor Google?„.
Sylvain Bergère und Stéphane Osmont beleuchten darin die Erfolgsgeschichte des Suchriesen und lassen Google-Macher, -Fans und -Kritiker zu Wort kommen.

Danach sendet arte um 23:45 Uhr „Die Silicon Valley Story“ (1999), eine Inszenierung der Anfangsjahre von Microsoft und Apple als Spielfilm, in dem Michael Hall als Bill Gates und Noah Wyle als Steve Jobs gegeneinander antreten.
Der Film hält sich nicht an allen Stellen an die selbst auferlegte Pflicht zur dokumentarischen Wahrheit, berichtet aber spannend und mit Witz über den Aufstieg und die Rivalität zwischen Bill Gates und Steven Jobs.
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