All posts under bildung

Schule: Lässt sich der Fortschritt durch Verbote aufhalten?

Obwohl vielen Kindern und Jugendlichen das Mitbringen von Smartphones in die Schule verboten ist, besagt eine aktuelle Studie des Meinungsforschungsinstituts Aris das genaue Gegenteil. // von Lars Sobiraj Im Auftrag des Branchenverbands BITKOM wurden bundesweit 512 Schüler weiterführender Schulen im Alter von 14 bis 19 Jahren befragt. Für sie gehören [...]
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MOOC: Der deutsche Diplom-Ingenieur

Lecture Lecture (adapted) (Image by Alan Levine [CC0 Public Domain] via Flickr)
In seinem ersten MOOC präsentiert sich der deutsche Diplom-Ingenieur als eine etwas in die Jahre gekommene Marke auf der Suche nach Modernität. Letzthin stolperte ich zufällig über den MOOC der TU9. TU9 ist ein Zusammenschluss der neun deutschen, technischen Universitäten, die das Ziel verfolgen, das deutsche Ingenieurwesen gemeinsam zu repräsentieren. [...]
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Offener MOOC – Dein Weg zu einem kostenlosen MBA?

MOOC – digital Studenten (Bild: Jisc [CC BY-NC-ND 2.0 UK], via Flickr)
Einen Master of Business Administration (MBA) zu absolvieren ist sehr attraktiv, aber kostenlose Angebote sind schwer zu finden. Kann ein offener MOOC Abhilfe schaffen? // von John Rice Immer wieder wird vorgeschlagen, dass man sich mit entsprechenden Sorgfalt und Hingabe einen kostelosen Master of Business Administration zusammenstellen kann. Wahrscheinlich wird [...]
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5 Lesetipps für den 8. Dezember

In unseren Lesetipps geht es um die Netzneutralität auf europäischer Ebene, Programmierung für Mädchen, YouTube-Videos auf Facebook, den Sprachassistenten auf Windows 10 und Nordkoreas Cyber-Krieg. Ergänzungen erwünscht.

  • NETZNEUTRALITÄT Zeit Online:Spezialdienste: Bundesregierung will Netzneutralität mit Hintertür: Auf europäischer Eben will die Bundesregierung sich für eine Verankerung der Netzneutralität einsetzen. In dem vorgelegten Papier, lehnte sich diese deutlich an die Position des europäischen Parlaments an. Sogenannte Spezialdienste sollen nur unter engen Auflagen erlaubt werden. Kehrseite bleibt allerdings ein großes Schlupfloch der Provider: Diese Dienste können aus der Beschränkung von Datenvolumina und Übertragungsgeschwindigkeiten ausgenommen werden.

  • PROGRAMMIERUNG Bits-N-Kids: Nicht nur zur Weihnachtszeit: ‘Made with code’ will Mädchen zum Programmieren bringen: Mit „Made with code“ sollen Mädchen in Richtung IT bewegt bzw. das Thema Entwicklung interessanter gemacht werden. Hierbei will das Programm Mädchen inspirieren, sich stärker für Programmierung zu interessieren. Dabei werden auf der Website verschiedene kleine Programmierprojekte angeboten, die sich an den Interessen junger Mädchen orientieren.

  • FACEBOOK OnlineMarketingRockstars: Diskriminiert Facebook YouTube zugunsten eigener Videos?: Facebook ist mit seiner eigenen Bewegtbild-Plattform schon seit einiger Zeit aktiv. Nun allerdings werden immer mehr Stimmen laut, dass Facebook seinem Konkurrenten YouTube den Hahn abdreht. Nutzer beschweren sich, dass Videos von YouTube nicht mehr einfach zu teilen sind. Dies merke man auch an den Klickzahlen, die bei YouTube nach und nach nach unten gehen. Dieser Vorgang sei angeblich schon seit mehreren Monaten feststellbar.

  • MICROSOFT t3n: Windows 10: Microsoft bringt Sprachassistentin Cortana auf Desktop-PCs: Microsoft bringt mit Windows 10 die Sprachassistentin Cortana auf die Desktop-PCs. Laut dem aktuellen Zeitplan wird sich die Veröffentlichung des neuen Betriebssystems zwar noch etwas hinziehen (Frühherbst 2015), allerdings steht jetzt schon fest, dass eine neue Sprachassistentin schon mit an Bord sein wird. In dem Video von Tech-Blog wird gezeigt, wie das Ganze schon funktioniert.

  • CYBER KRIEG 20 Minuten: Nordkorea bildet Cyber-Krieger aus: In einem geheimen „Büro 121“ rekrutiert Nordkorea Cyber-Krieger, welche Cyber-Angriffe gegen den Nachbarn Südkorea, die USA und andere nicht befreundete Länder planen und durchführen. Allein im vergangenen Jahr wurden mehr als 30.000 Computer in südkoreanischen Banken durch Schadsoftware lahmgelegt.

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5 Lesetipps für den 28. Oktober

In unseren Lesetipps geht es um Coworking, wie unsere Bildung sein müsste, Uber, ein Denkmal für die Wikipedia und Smart Guns bei der Polizei. Ergänzungen erwünscht.

  • COWORKING Deskmag: Neue Fraunhofer-Studie zur „Faszination Coworking“: Dass die meisten Coworking Spaces einfach irgendwie „cool“ sind, wissen inzwischen wohl die meisten, die je damit in Berührung gekommen sind. Doch – was genau ist es, was diese Faszination des Coworking ausmacht? Worauf sollten Coworking Spaces achten, um eine solche Anziehungskraft zu entfalten? Wie reagieren herkömmliche Unternehmen auf die Sogwirkung, die Coworking offenbar auslöst? Ist eine Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Coworking Spaces denkbar? Diese und eine Reihe weiterer Fragen wurden vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation untersucht und in einer aktuellen Studie veröffentlicht.

  • BILDUNG Ramen.io: Technology and the Humanities: Die Digitalisierung wirkt sich auch auf verschiedenste Art und Weise auf die Bildung aus. Doch die Antworten der Politik geraten gedanklich oft zu kurz: Ein Laptop für jedes Kind, Informatik als Pflichtfach, mehr Medienkompetenz in der Schule (zumindest für die Schüler, aber zu selten für die Lehrer). Auf Ramen.io kommentiert Blossom-Geschäftsführer Thomas Schranz diese vermeintlichen Lösungen und bietet auch interessante Alternativen an.

  • UBER Slate.com: Uber says its drivers make great money, but its math just doesn’t add up: Auf Slate.com setzt sich die Wirtschaftsjournalistin Alison Griswold mit der Mathematik hinter und vor allem in Uber auseinander. Kernfrage ist, wie viel eigentlich die Fahrer verdienen, denn Ubers Angaben scheinen doch mit über 90.000 US-Dollar im Jahr etwas hoch. Was an den Aussagen der mit 17 Milliarden US-Dollar bewerteten Firma dran ist, kann im sehr gut recherchierten und aufgebreiteten Artikel nachgelesen werden.

  • WIKIPEDIA CNET: A Wikipedia monument? It’s true (we’re pretty sure): In der polnischen Stadt S?ubice, direkt gegenüber von Frankfurt/Oder, steht nun das erste Denkmal für die Wikipedia, mit der die Initiatoren ein Zeichen für die Bedeutung von freiem Wissen setzen wollen. Eingeweiht wurde es bereits letzte Woche Mittwoch, weshalb ich mich gerade frage, wieso ich erst sechs Tage später auf der Website eines US-Mediums davon lese. Neben dem Ausflugstipp an unsere Leserschaft aus Berlin und Brandenburg, kann die Meldung auch als Warnung gesehen werden, seine Filter mal neu zu justieren.

  • ÜBERWACHUNG Golem.de: US-Polizei testet Onlineüberwachung von Dienstwaffen: Auf Golem.de schreibt Nico Ernst über einen Test in zwei US-amerikanischen Polizeidienststellen: die Dienstwaffen von Polizisten werden um ein kleines Griffstück ergänzt, dass durch Sensoren u.a. das Ziehen und Abfeuern der Pistole in Echtzeit erfassen und an die Behörde funken. Was eine rechtliche Entlastung der Polizei bringen soll, stellt aber ebenso eine Form der Onlineüberwachung von für die Polizei arbeitenden Individuen dar. Es ist zum Glück unwahrscheinlich, dass es etwas ähnliches in Europa geben wird.

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Studium Digitale per MOOC

Salford Business School launches unique open access online course (adapted) (Image by University of Salford Press Office [CC BY 2.0] via Flickr)
Mit einigen MOOCs lassen sich jetzt ECTS-Leistungspunkte sammeln. Das fordert das traditionelle Universitätsmodell aus Anwesenheitspflicht und festem Lehrplan heraus. Verschulte, vorgefertigte Bachelor- und Masterstudiengänge lassen heute wenig Raum für individuelle Persönlichkeitsbildung. Ergänzende Online-Kurse – oder MOOCs – zur Verfolgung eigener akademischen Interessen werden immer beliebter, waren bisher aber nicht vom [...]
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5 Lesetipps für den 24. September

In unseren Lesetipps geht es heute um Schulbücher im Netz, Drohnen von Facebook, Lokaljournalismus, Sicherheit in der Cloud und das Unternehmen Nintendo. Ergänzungen erwünscht.

  • BILDUNG deutschlandradiokultur: Schulbücher aus dem Netz: Viele Schulbücher sind im Prinzip nach ein paar Jahren schon wieder veraltet. Daher recherchieren viele Lehrer ihre Unterrichtsmaterialien lieber selbst im Netz zusammen. Einen Lehrer hat diese Arbeit so geärgert, dass er eine Internet-Plattform für Bücher gegründet hat. Doch sind Schulen schon für den Schulbuch-O-Mat bereit?

  • FACEBOOK t3n: Facebook schickt Internet-Drohnen ab 2015 in die Luft: Ab 2015 soll auch der Internetriese Facebook Drohnen in die Lüfte schicken. Diesen Zeitplan stellte das Unternehmen vergangenen Montag vor. Die unbemannten Flugobjekte sollen über dem Flugverkehr fliegen und die Größe eines kommerziellen Flugzeuges haben. Die ersten Tests mit den Internet-Drohnen in kontrollierter Umgebung plant Facebook 2015.

  • JOURNALISMUS Juliane Wiedemeier: Endstation Winzerfest: Lokalzeitungen sind langweilig geworden. Von Feuerwehrfesten bis hin zu Kirmesberichterstattungen wird jedes Thema aufgegriffen, was irgendwie Platz im Lokalteil findet. Das Internet allein ist eigentlich gar nicht Schuld am Aussterben der Zeitungen. Die Zeitungen selbst schaufeln ihr eigenes Grab, findet Juliane Wiedermeier.

  • CLOUD iRights: Datentresor für die Cloud: Die Cloud ist in vielen Bereichen schon fast undenkbar. Fotos, Videos und andere Daten werden von zu Hause und von unterwegs in den virtuellen Speicher geladen. Das ist zwar praktisch, aber was ist mit dem Datenschutz? Die richtige Verschlüsselung gibt es, nur welche davon sicher ist, muss geprüft werden. Anbieter und Möglichkeiten im Check!

  • NINTENDO Süddeutsche: 125 Jahre Nintendo – Spielkarten für die Mafia, Videospiele für die Massen: Vor 125 Jahren startete ein Erfolgsunternehmen – Nintendo. Seit Jahrzehnten ist das Traditionsunternehmen für seine Videogames berühmt. Heute machen dem Konzern vor allem Smartphones das Leben schwer. Kostenlose Spaß- und Minispiele ruinieren das Geschäft. Nun muss sich Nintendo neu erfinden, um zu bestehen.

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Jugend hackt! – Jugendliche programmieren die Gesellschaft

Willkommen bei Jugend Hackt 2014 (adapted) (Image by Open Knowledge Foundation Deutschland [CC BY 2.0] via Flickr)
Am Wochenende fand in Berlin das 3-tägige Camp „Jugend hackt“ statt, bei dem sich 120 Jugendliche aus Europa zum Hacken trafen. Nach den Enthüllungen von Edward Snowden ist die digitale Überwachung überall in unseren Köpfen präsent. So fand sich das Thema auch bei der Veranstaltung „Jugend hackt“ in Berlin wieder. [...]
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5 Lesetipps für den 13. August

In unseren Lesetipps geht es heute um die Netzkultur während der Ukraine-Krise, Spiele-Entwickler auf dem Markt, Facebook-Eltern, Programmierung als Schulfach und Regeln in der Kommentarfunktion. Ergänzungen erwünscht.

  • JOURNALISMUS Politik Digital: Netzhysterie und Ukraine-Krise: Wenn es um den Konflikt in der Ukraine geht, sind viele Online-Foren voll von Halbwahrheiten, vereinfachten Sichtweisen und offenen Verschwörungstheorien. Doch dieses Phänomen einfach nur als digitales Grundrauschen abzutun, ist gefährlich. Damit sich vermeintlich alternative Narrative nicht durchsetzen, bedarf es eines kritischen Journalismus – der sich auch vor Selbstkritik nicht scheut.

  • GAMES Golem.de: Wooga: Die Kunst, ein Spiel zu killen: Nicht jede gute Idee wird sofort zum Kassenschlager im Gamestore. Eine optimale Einschätzung für Spiele-Entwickler und für deren Spiele ist nicht oft gegeben und kommt in vielen Fällen auch zu spät. Woran Entwickler merken, dass ihr Projekt keine Marktchancen hat, und was sie daraus lernen können, erklärt Adam Telfer von Wooga.

  • FACEBOOK Fotos von Kindern auf Facebook?: Nicht nur die Großeltern bekommen die neusten Bilder von den Enkeln. Mittlerweile posten viele Eltern die Bilder ihrer Kleinen auch auf Facebook, Twitter und Co. Dass die Kinder irgendwann auch mal wachsen und älter werden, vergessen die meisten Erziehungsberechtigten. Was mit unbedenklichen Fotos anfängt, könnte sich Jahre später zum Cybermobbing entwickeln.

  • BILDUNG Handelsblatt: Der Transformer: Algorithmen in der Grundschule: In England ist es nun soweit, dort beginnt man Programmierung als verbindliches Schulfach einzuführen. Was dort nun für die Schüler zwischen 5 und 15 Jahren zum Alltag wird, ist in Deutschland kaum vorstellbar. Hierzulande investiert man Geld weiterhin in Papier.

  • NETZKULTUR Süddeutsche.de: Warum das Netz eine neue Streitkultur braucht: Von antisemitischen Äußerungen bis hin zu rassistischen Reaktionen in sozialen Netzwerken – Kommentare im Netz brauchen klare Regeln, damit ein fairer Umgang untereinander gewahrt bleibt. Ein Plädoyer für eine bessere öffentliche Streitkultur von Dirk von Gehlen.

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Wie Deutschland die Digitale Bildung verschläft

Digitale Bildung (Bild: Brad Flickinger [CC BY 2.0], via Flickr)
Vor allem der Bildungsbereich muss in Deutschland für die Digitalisierung fit gemacht werden, doch die Politik droht die Entwicklung zu verschlafen. // von Henning Tillmann Die Digitalisierung schreitet voran: Unser Medienkonsum und Kommunikationsverhalten hat es schon vollständig erfasst. Ein Bereich ruht aber in den wohligen, miefigen und vor allem analogen [...]
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Crowdfunding-Projekt: „Die Bildung und das Netz“

Im Interview mit Netzpiloten.de spricht Martin Lindner über sein Crowdfunding-Projekt „Die Bildung und das Netz. Wie leben und lernen wir im digitalen Klimawandel?“ // von Kristin Narr Bildung und Lernen verändern sich gerade tiefgreifend, aber wie genau? Wir wissen es noch nicht recht, aber Martin Lindner möchte mit dem Crowdfunding-Projekt [...]
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Podcast #4: Wie geht digitale Bildung? Auf der Suche nach Visionären

Education Reform: Insert your favorite “Wrath of Khan” joke blog title here (adapted) (Image by opensource.com [CC BY-SA 2.0] via Flickr)
Wie geht digitale Bildung? Der vierte Netzpiloten-Podcast hat auf der re:publica 2014 Antworten und Visionäre gesucht. Im vierten Netzpiloten-Podcast haben sich Jenny Genzmer und Tobias Schwarz auf der re:publica 2014 mit dem Thema „Digitale Bildung“ beschäftigt und sich auf die Suche nach Visionären gemacht. Gefunden haben sie Guido Brombach, Bildungsreferent [...]
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Or Be Programmed

Wenn die Zukunft wirklich digital sein sollte, dann muss sich etwas ändern und dafür müssen wir schon bei den Kindern ansetzen: Program or be programmed. Informatikunterricht. Gab es schon in den 80ern an meiner Schule, hatte ich nicht, denn, ihr erinnert euch, meine Eltern führten auf meinem Rücken und mit meiner Unterstützung damals den Kulturkampf gegen Computer, obwohl wir später sogar zu den ersten gehörten, die BTX zu Hause hatten, aber das ist eine andere Geschichte.

Tablets, Smartboards. Ein Thema, das Eltern erregt und elektrisiert. Aktuell mal wieder aufgrund eines Schulmodells in Hamburg. Was haben wir im Elternrat auch um die weitere Einführung von Smartboards gerungen, wie fehlgenutzt auch immer die in der Praxis teilweise werden.

Was mich ärgert (ich kam darauf aufgrund einer Diskussion mit Hansjörg Schmidt, den ich nicht nur aber auch als Netz- und Medienpolitiker in Hamburg schätze und der nicht die Ursache des Ärgers ist), ist aber, wenn die beiden Dinge miteinander verknüpft werden. Oder gar in einem Atemzug genannt. Und das hängt mit einem Thema zusammen, zu dem Nico Lumma neulich was schrieb, das ich nicht wiederfinde, weil die Suche in seinem Blog für mich unbrauchbar ist. Der Idee, dass alle Schülerinnen eine Programmiersprache lernen sollten, dass es wie Fremdsprachen zum Basiscurriculum einer höheren Schule gehöre.

Update: Hier beispielsweise, sagt Nico, habe er das geschrieben, wie sonst auch überall immer (hier, hier und hier). Danke. Lesen.

Mit dem ersten meiner vier Kinder bin ich ja nun fast einmal durch das Schulsystem hindurch. Ok, in Hamburg. Und die anderen drei durchlaufen es. Und nun wechseln wir nach Schläfrig-Holstein in die Schulen, wenn alles klappt.

In keinem Fall meiner Kinder ist eine aus meiner Sicht auch nur rudimentär angemessene Mediennutzung Teil ihres Unterrichts gewesen. Aktueller Höhepunkt war, dass Tertius auf meine Anregung hin sein Baumtagebuch, das er im Nawi-Unterricht anfertigen muss, als Blog führt (was ihn, wie überraschend, tatsächlich motiviert, was eine handschriftliche Papiervariante nicht gekonnt hätte) – aber es keine Lösung dafür gab, wie er dieses Tagebuch dann in der Schule vorführt (außer es auszudrucken, was ja auch keine Lösung sein kann), obwohl der Lehrer die Idee mit dem Blog gut fand. Der Computer im Bioraum ist irgendwie nicht online oder so. Bereits vorher erlebte ich bei einem der beiden Großen so himmlische Dinge wie eine Lehrerin, die für die Bebilderung eines Referats empfahl, diese Bilder doch „von Google“ zu nehmen.

Kopf –> Tisch.

Meine Befürchtung ist – und die ist sicher nicht völlig aus der Luft gegriffen, denn ich beteilige mich ja nun schon seit mehr als zehn Jahren an der Elternmitarbeit in Schulen und mache noch länger mit bei Schulpolitik -, dass es zwar total wichtig ist, schon diese rudimentären Dinge glattzuziehen im Unterricht, aber der Fokus auf Smartboards und Tablets dazu führt, das weit wichtigere und dringendere Thema Informatik, Programmieren, Verständnis für Programme und Sprachen vollständig zu verdrängen. Dass die Frage der technischen Ausstattung der Schule sozusagen Symbolpädagogik für alles ist, was mit „dem Computer“ (und das heißt für die Generation der aktuellen Eltern und Lehrerinnen allzu oft auch noch „dem Internet“) zu tun hat. Smartboards da – alles ist gut.

Nix ist gut. An den Schulen meiner Kinder gibt es recht viele Smartboards. Aber keinen qualifizierten oder qualifizierenden Informatikunterricht. Geparkt im Wahlpflichtbereich in der Mittelstufe (Klasse 9 und 10) finden einige wenige uninspirierte und nicht inspirierende Einheiten statt, in denen einfache Spiele programmiert werden. Eine privatempirische Stichprobe in einer zehnten Klasse eines Gymnasiums ergab, dass keiner der Schüler (Mädchen wählten das Fach nicht) sich erinnern konnte, welche Sprache sie benutzt hatten oder warum. Oder für sich hätte behaupten wollen, er hätte was gelernt. Mag Pech sein, das glaube ich aber nicht. Vielleicht liegt es auch daran, dass dann die naturwissenschaftlichen Profile in den Oberstufen es so schwer haben, genug Schülerinnen zusammenzubekommen. Naja.

Ohne bisher Erfahrungen damit gemacht zu haben, finde ich den Weg, den die beiden Oberstufen in Eutin gehen, ganz interessant. In dieser kleinen „Stadt“ in Ostholstein werden meine Kinder ab dem Sommer wohl zur Schule gehen. Dort gibt es jeweils naturwissenschaftliche Profile in der Oberstufe, die als eines der beiden profilgebenden Fächer Informatik haben. Ob Informatik eine Naturwissenschaft sei, will ich hier mal nicht diskutieren – aber die Profile werden sehr gut angewählt. Informatik wird hier in der so genannten Eingangsstufe (früher: Klasse 11, heute: Klasse 10) neu aufgenommen, gleich auf einem Niveau, das für Jugendliche interessant ist, gleich mit fünf Wochenstunden, gleich so, dass es auch in die Abiturprüfung läuft. Einer meiner Jungs wird das wählen, dann werde ich es beobachten können. Primus hätte auch Lust dazu, aber da ihm das erste Jahr fehlt, kann er das nicht mehr aufholen, weil sein Informatikunterricht in der Mittelstufe im Vergleich dazu nur Killefitz war.

Fazit, vorläufig: Meine Kinder brauchen keine Computerräume in der Schule und kein iPad oder so einen Kram. Meine Kinder brauchen Lehrerinnen, die selbst wissen, was mit internetbasierten Medien im Unterricht möglich ist. Und meine Kinder brauchen das Angebot eines qualifizierten Informatikunterrichts, der keine Medienerziehung ist sondern eher Fremdsprachenunterricht. Mit den gleichen Abstufungen und Zielen wie anderer Fremdsprachenunterricht – denn nicht alle meine Kinder werden fließend eine andere Sprache sprechen oder gar Bücher schreiben in dieser Sprache. Aber alle sollen Code lesen können und wissen, wie sie rausfinden, wie man da was rausfindet.

Update: Ich habe den Gedanken noch einmal weitergeführt und in die Bildungsdebatte eingeordnet. Hier entlang, wenn ich bitten darf.

tl;dr

Program or be programmed (Rushkoff)


Dieser Beitrag erschien zuerst auf Haltungsturnen.de.


 


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5 Lesetipps für den 7. Mai und 5 Lesetipps für den zweiten rp14-Tag

In unseren Lesetipps geht es um Google in der Schule, den Erfolg von Musik auf Vinyl, DuckDuckGo vs. Google, die neue Silk Road, die Zukunft des sozialen E-Commerce und die re:publica 2014. Ergänzungen erwünscht.

  • GOOGLE CNET: Google unveils Classroom, a tool designed to help teachers: Google hat einen interessanten Use Case vorgestellt, wie die Produkte des Suchmaschinenriesens intelligent in der Schule eingesetzt werden können. Mal abgesehen von der Eigenwerbung des Unternehmens für seine Produkte zeigt dieser Fall Möglichkeiten des vernetzten Lernens und der Organisation des Bildungswesen durch digitale Mittel. Und wie viel in diesem Bereich noch nicht getan wurde.
  • MUSIK Ars Technica: Largest vinyl record pressing plant in the US is expanding: Seit Jahren schon steigen die Verkaufszahlen für Vinyl-Schallplatten, wenn auch nur im niedrigen einstelligen Bereich. Doch trotz iTunes, Spotify und AmazonMP3 scheint sich das Geschäft mit den durch digitale Bearbeitung wirklich sehr guten Tonträgern wieder zu lohnen. Die in den USA größte Schallplattenpresse baut aus, denn sie erwarten, dass der Trend noch weiter geht. Interessanterweise hat der Erfolg der Schallplatte etwas mit dem Erfolg digitaler Musik zu tun.
  • SUCHMASCHINE TIME: DuckDuckGo Is About to Become a Far More Powerful Google Alternative: Die vor allem durch ihre sehr nutzerfreundlichen Privatsphäre-Einstellungen bekannte Suchmaschine DuckDuckGo plant die nächste Version der Suchmaschine, mit mehr Funktionen und einem neuen Design. Die meisten dieser Neuerungen verringern den Abstand zum von Google gesetzten Standard erheblich, so dass hier vielleicht die meist nur Datenschutz-Aktivisten bekannte Alternative langsam in den Mainstream vorrücken könnte.
  • SILK ROAD Techdirt: Silk Road 2.0 Now Larger Than Silk Road Ever Was: Wie beim Kampf gegen Napster, als nach der Zerschlagung der Musiktauschbörse lauter neue Dienste entstanden, die den vermeintlichen Pionier ersetzten, ist auch der von den US-Bundesbehörden zerschlagene Online-Marktplatz Silk Road, berühmt für die einen Teil davon ausmachenden Schwarzmarkt-Geschäfte und das hier mit Bitcoins bezahlt werden konnte, inzwischen durch neue Anbieter ersetzt wurden, die noch größer und erfolgreicher sind, als ihr Vorgänger.
  • E-COMMERCE CNET: Why Amazon wants you to use Twitter hashtags to shop: Gestern haben wir in den Lesetipps über die Kooperation von Amazon und Twitter berichtet, die ermöglicht, dass in Tweets gesendete Links zu Produkten auf Amazon direkt in den eigenen Warenkorb wandern können, ohne Twitter zu verlassen. Donna Tam hat sich für CNET dieses neue Feature genauer angesehen und erklärt dir Vorteile für beide Unternehmen und wie wir in Zukunft online einkaufen könnten.

  • RP14 I Zeit Online: Unterwandern gegen Überwachen: Ein paar Online-Petitionen unterzeichnen ist zu wenig: Auf der re:publica rufen Aktivisten zu Unterwanderung der Politik und zur technischen Aufrüstung der Massen auf, wie Eike Kühl auf Zeit Online schreibt. Zusammen mit Sascha Lobos Aufforderung, das System von innen heraus zu verändern, scheint nach den Jahren des Hypes um die Piratenpartei wieder mehr Realitätssinn in die sich politisierende Netzgemeinde zu kommen.
  • RP14 II Heise Online: Asyl for Snowden!: Bei allem Wachstum und der damit einhergehenden Kommerzialisierung der re:publica ist das Wesen der Blogger-Konferenz immer noch erkennbar. Zwei der wichtigsten Themen war die Forderung nach Asyl für Edward Snowden und Solidarität mit in Asien inhaftierten Bloggern, wie Stefan Krempl auf Heise.de schreibt.
  • RP14 III Tagesschau.de: Politik ohne Politiker: Auf Tagesschau.de wundert sich WDR-Reporter Christian Feld, dass es in Zeiten des Europawahlkampfs und politischer Skandale wie der Überwachung so wenig Politiker auf der re:publica gibt. Dabei übersieht er aber, dass die sich hier treffende Zivilgesellschaft politischer wird, ein klarer Fortschritt zu den letzten Jahren.
  • RP14 IV BR.de: #Auftanken, bitte!: Eine Zapfsäule mit USB-Schnittstelle lädt auf der re:publica zum Auftanken ein. Wikimedia kämpft damit für die Verbreitung von öffentlichen Daten. Im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk erklärt Mathias Schindler die auf Twitter trendende #Datentankstelle.
  • RP14 V Zeit Online: Hauptsache Hasselhoff: Don’t believe the hype: David Hasselhoff soll auf der re:publica über digitale Freiheit sprechen. Er redet vor allem über sich selbst und die Mauer. Und am Ende singt er doch. Steffi Dobmeier zeigt in ihrem Artikel, dass wirklich niemand etwas verpasst hat, der nicht auf der re:publica war oder da war, aber nicht zum Vortrag von David Hasselhoff ging. Inhaltlich kam da nämlich überhaupt nichts bei raus.

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5 Lesetipps für den 20. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um das neueste Patent von Jeff Bezos bei Amazon, Reddit, wie Chats angeblich soziale Netzwerke ersetzen, die Debatte um Freiheit im Internet und Bildung im digitalen Zeitalter. Ergänzungen erwünscht.

  • BILDUNG herrlarbig.de: Ein „Rant” für digitale Bildung …: Eigentlich wollte der Gymnasiallehrer und Blogger Torsen Larbig nur ein Video von der re:publica 2013 einbetten, in dem Tanja und Johnny Haeusler über das aktuelle Bildungssystem sprechen, doch schnell setzte sich Larbig ebenfalls mit dem Thema auseinander und herauskam ein lesenswerter Rant für die Bildung im digitalen Zeitalter.
  • DEBATTE Carta: Lobo und Morozov – Zu einfach und zu kompliziert: Für Sascha Lobo ist die Sache enttäuschend, aber einfach: das Internet ist kaputt. Punkt, das war’s. Das nimmt er ganz naiv persönlich. Die Entgegnung von Evgeny Morozov ist dagegen von der gewohnten Komplexität. Recht hat er, aber wen erreicht er damit? Auf Carta schreibt Armin Berger über die aktuelle Debatte um digitale Freiheit, die für ein altes Märchen ist.
  • CHAT Hyperland: Chats statt soziale Netze – Der Rückzug ins Private: Auch wenn Andreas Winterer im Fazit ehrlicherweise eingesteht, nicht wirklich die Zukunft vorhersehen zu können und die Voraussage, dass Chatsysteme in Zukunft soziale Netzwerke ablösen werden, da sich die Menschen ins vermeintliche Private zurückziehen, mehr als diskussionswürdig ist, ist sein Artikel ein lesenswerter Beitrag über moderne Kommunikation im Digitalen. Und dann noch im neuen Design des Hyperland-Blog.
  • REDDIT Süddeutsche.de: Reddit – Die selbsternannte Titelseite des Internets: Reddit bezeichnet sich gerne als die Titelseite des Internets und auch für uns gehört es zum Redaktionsalltag, mehrmals am Tag ein Blick auf die Seite zuwerfen, denn hier lassen sich oft die neuesten Themen finden. Und noch mehr. Hakan Tanriverdi erklärt auf Süddeutsche.de, was es noch so gibt und wie die Seite funktioniert.
  • AMAZON CNET News: Amazon to ship things before you’ve even thought of buying them?: Amazon-Gründer Jeff Bezos war schon immer groß darin, Features anzukündigen, die erst in weiter Zukunft kommen. Jetzt hat er ein Patent für „vorhersehbare Paketverschickung“ angemeldet, dass Amazon erlauben wird, aufgrund von Kundendaten wie alten Bestellungen, der Wunschliste und Neuerscheinungen zu erraten, wann welcher Kunde was bestellt. Das wird dann natürlich nicht automatisch ohne Bestellung geliefert, aber schon so nah am Kunden gelagert, dass vielleicht sogar am Tag der Bestellung geliefert werden könnte.

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Der Verein D64 startet Initiative zur Förderung von Creative Commons

Der netzpolitische Verein „D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt e. V.“ startet eine Initiative zur Förderung von Creative Commons in Deutschland // von Nico Lumma Smartphones und soziale Netzwerke machen das Teilen von Inhalten im Internet immer einfacher. Zentrale digitale Kulturtechniken wie Sharing oder Remix stehen dabei aber häufig im [...]
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5 Lesetipps für den 3. Dezember

In unseren Lesetipps geht es heute um Native Advertising auf Tumblr, digitalen Altruism, die Pläne der Großen Koalition für die digitale Bildung, die Telekom setzt anstatt Drosselung auf Volumentarife und Facebook zieht Nachrichten den viralen Beiträgen im Newsfeed vor. Ergänzungen erwünscht.

  • NATIVE ADVERTISING CNET News: Tumblr launches another mobile ad product: Rund ein halbes Jahr nach dem Yahoo! das Blogging-Netzwerk Tumblr für eine Milliarde US-Dollar gekauft hat, sind jetzt Pläne für Werbung im Stream der Nutzer bekannt geworden. 2012 hat Tumblr 13 Mio. US-Dollar mit Werbung verdient, durch die gesponserten Beiträge soll dies erhöht werden. Ab Januar soll die Werbung vor allem in den mobilen Anwendungen angezeigt werden.
  • DIGITALER ALTRUISM TIME.com: Altruism in the Digital Age: Kharunya Paramaguru schreibt im Techland-Blog des Time Magazin über den Stand des Altruism im Digitalen, denn neben der Selfie-Kultur entstehen auch viele Plattformen, die zum Helfen, Teilen und Schenken verleiten. Selbstlosigkeit und Philanthropie sind noch neue Konzepte im Internet, deren Entwicklung abgewartet werden sollte.
  • DIGITALE BILDUNG Hyperland: Große Koalition will die digitale Schule voranbringen: Auf Zeit Online schreibt Christiane Schulzki-Haddouti über die digitale Bildung im Koalitionsvertrag. Zwar wurde in letzter Minute das Vorhaben gestrichen, alle Schüler mit mobilen Endgeräten auszustatten, dafür sollen aber Lehrmaterialien und Schulbücher möglichst unter freie Lizenz gestellt werden, damit die Materialien problemfrei auch online verwendet werden können.
  • DROSSELKOM Süddeutsche.de: Telekom hebt Drosselung auf und will auf Volumentarife setzen: Die Telekom beugt sich dem Urteil des Kölner Landgerichts und streicht die seit Mai geltende Drossel-Klausel aus den Verträgen. Dafür will das Unternehmen in Zukunft Volumentarife einführen und den BEgriff „Flatrate“ nur noch dann verwenden, wenn es sich auch wirklich um eine Flatrate handelt.
  • FACEBOOK TIME.com: Facebook to Post More News on NewsFeed, Bury Memes: Facebook hat mal wieder am eigenen Algorithmus rumgebastelt: Nachrichten sollen im Newsfeed höher dargestellt werden als virale Post wie Memes oder Fotos. Das soziale Netzwerk setzt dabei auf „hochwertigen Content“ von Nachrichtenquellen und prominenten Nutzern. Ziel ist es, interessanter für die Nutzer zu werden.

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Kinder lernen Programmieren durchs Anfassen

In seiner Kolumne beschäftigt sich Nico Lumma mit dem Medienwandel und Kompetenzen die damit einhergehen. Nicht nur im Beruf, sondern auch in der Schule und Familie. Ich habe mir damals, als wir nix hatten, Programmieren selber beigebracht, auf einem Commodore C64. Dazu habe ich ein, zwei Bücher gelesen, eine C64 Zeitschrift jeden Monat verschlungen und ansonsten viele Zeilen Code von anderen Programmierern gelesen und so versucht, zu verstehen, warum da etwas funktioniert. Ich bin eigentlich nie über write-only Code hinausgekommen, es tat, was es sollte, aber man hat nur schwer verstanden, wieso eigentlich. In der Schule sollte uns irgendwann das Programmieren mit einer Computersprache beigebracht werden, die speziell für Kinder und Jugendliche entwickelt worden war. Bei Logo konnte man eine kleine Schildkröte über den Bildschirm laufen lassen, um Striche zu zeichnen. Nun ja, ich war in der 7. Klasse und so richtig begeistert war ich davon nicht, vor allem nicht nach meinem Selbststudium, das mir ermöglichte, es auf dem Bildschirm krachen und blinken zu lassen.

 
Kinder haben es heutzutage viel leichter. Nicht nur, weil ihre Eltern unter Umständen selber mit Computern aufgewachsen sind und daher ein gesteigertes Interesse am Programmieren mitbringen, sondern auch, weil man nicht mehr warten muss, bis Firmen aus dem Bildungsbereich auf die Idee kommen, etwas zu entwickeln, was Kindern und Jugendlichen gefallen könnte. Heutzutage gibt es Kickstarter und dort finden sich immer wieder Projekte, die von interessierten Menschen finanziell unterstützt werden, so dass sie irgendwann das Licht der Welt erblicken können. 
 
So haben knapp 14.000 Menschen das Projekt Robot Turtles untestützt, das als Brettspiel konzipiert bereits Kindern im Vorschulalter die Logik des Programmierens näher bringen soll. Dabei ist Robot Turtle als Brettspiel konzipiert und nimmt somit den Eltern die Sorge, dass die Kinder zu lange vor einem Display hocken könnten, sollten sie das Spiel faszinierend finden. Ursprünglich sollten $25.000 eingesammelt werden, es wurden dann doch $631,230, was man durchaus als Gradmesser dafür nehmen kann, wie wichtig derartige Hilfsmitteln für das Erlernen von Programmiersprachen mittlerweile sind. Primo hingegen erinnert sehr stark an Logo, nur dass Kinder hier ein kleines Auto anhand von Instruktionen fahren lassen können, die sie durch das Stecken von kleinen Symbolen zu einem Programmablauf verbinden können. Nach nur wenigen Tagen zeichnet sich auch hier ab, dass viele Unterstützer gefunden werden können. Primo basiert auf Arduino und viel Holz, was daher sehr kindgerecht wirkt und an anderes Spielzeug für Kinder erinnert. Für etwas ältere Kinder bietet sich Kano – a computer anyone can make an. Kano ist ein spezielles Bundle von Komponenten und Software rund um den beliebten Mini-Computer Raspberry Pi, das es Kindern ermöglicht, nicht nur ihren eigenen Computer ganz alleine zusammenzubauen, sondern auch gleich die ersten kleinen Spiele zu entwickeln. 
 
Zwar werden die Anforderungen an junge Programmierer immer umfangreicher, aber es gibt tolle Projekte, um schon Kindern den Einstieg zu ermöglichen. Ich hätte das damals sehr toll gefunden, aber ich bin mir sicher, dass meine Kinder an derartigen Projekten sehr viel Spaß haben werden.

 


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5 Lesetipps für den 19. November

In unseren Lesetipps geht es heute um die Netzpolitik der Großen Koalition, den Stand der Paywall bei US-Medien, Hacker unterstützen den Journalismus, die Sondersitzung des Bundestags zur NSA und Finnland denkt über Programmierkurse an Grundschulen nach. Ergänzungen erwünscht.

  • NETZPOLITIK Zeit Online: CDU/CSU und SPD entschärfen ihre eigene Netzpolitik: Wer sich in Deutschland für Netzpolitik interessiert, hat in den vergangenen Wochen mit großem Interesse die Verhandlungen zwischen CDU/CSU und SPD im Unterausschuss Digitale Agenda verfolgt. Teilwiese mit Argwohn – zu Recht, wie Patrick Beuths Analyse der Ergebnisse auf Zeit Online zeigt. Im letzten Moment haben die zukünftigen Netzpolitiker der Großen Koalition die wenigen Verhandlungsergebnisse noch einmal kräftig aufgeweicht.
  • PAYWALL Newsonomics: As Digital First Media Announces Its Paywalls, 41% of US Dailies Will Soon Have Them: Gestern kündigte der Chef von „Digital First Media“, John Paton, eine Paywall für all seine Medien an – insgesamt über 75 Zeitungen. Medienforscher Ken Doctor erklärt Patons Taktik und zeigt, warum bereits 41 Prozent der US-Medien auf Paywalls setzen, die bei digitalen Nachrichtenkonsumenten sehr umstritten sind.
  • JOURNALISMUS Berliner Gazette: Wie bei der “New York Times” Hacker und Journalisten zusammenarbeiten: Eine Frage treibt derzeit viele Journalisten um: Muss ich programmieren können? Dabei spielt Technik-Angst häufig eine größere Rolle als Neugier. Brian Abelson, der bei der New York Times arbeitet, ist ein Beispiel dafür, dass es auch anders gehen kann: Er ist erst durch seine Arbeit für die Zeitung zum wahren Datenexperten geworden. Berliner Gazette-Autorin Julia Müller portraitiert den News-Nerd.
  • BUNDESTAG Spiegel Online: Union und SPD üben beim Thema NSA schon Große Koalition: Die gestrige Sondersitzung des Bundestags zur NSA-Affäre war eine Besonderheit. Zwar saßen noch CDU/CSU und FDP auf der Regierungsbank, doch die SPD zeigte schon Solidarität mit die Union und schonte sie. Dazu kommt eine Verletzung der Geschäftsordnung, was die undemokratische Schwäche der Opposition zeigt, wenn es zu einer Großen Koalition kommt. Die Sondersitzung mitten in den Koalitionsverhandlungen trägt wenig zur Sache bei, meinen Annett Meiritz und Philipp Wittrock auf Spiegel Online.
  • FINNLAND Mashable: Finland Eyes Programming Classes for Elementary School Students: Das finnische Bildungssystem erreicht bei Rankings steht die vorderen Plätze. Das hat verschiedene Gründe – weniger Hausaufgaben, die Kinder bleiben lange zusammen und das Verhältnis zwischen Kindern und Lehrern ist persönlicher gestaltet. Gegenüber Mashable kündigte der finnische Europa- und Außenhandelsminister Alexander Stubb an, dass Prorammieren bald auch an Grundschulen unterrichtet werden könnte.

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5 Lesetipps für den 11. November

In unseren Lesetipps geht es um die gewünschte Netzpolitik des Bundesinnenministeriums, unser kulturelles Erbe, digitale Bildung, die Debatte um ein Internetministerium und vom GCHQ gefälschte LinkedIn-Profile. Ergänzungen erwünscht.

  • NETZPOLITIK Netzpolitik.org: Die Wunschliste des Bundesinnenministerium für mehr Überwachung: Verschiedene Medien haben in der vergangenen Woche über ein Forderungspapier des Bundesinnenministeriums für die gerade laufenden Koalitionsverhandlungen berichtet. Darin findet sich eine Wunschliste für mehr Überwachung, angefangen bei den Mautdaten bis hin zur flächendeckenden Überwachung unserer gesamten Internetkommunikation. Markus Beckedahl stellt auf Netzpolitik.org einen Auszug der netzpolitischen Forderungen vor.
  • KULTURELLES ERBE iRights.info: Nofretete, das Internet und unser kulturelles Erbe: In der digitalen Welt müssen Museen ihre Arbeit neu ausrichten und zugleich ihrem öffentlichen Auftrag treu bleiben. Von der Zusammenarbeit mit neuen Institutionen und privaten Akteuren können sie profitieren – wenn der Zugang dadurch nicht beschränkt wird. Wie erklärte Paul Klimpel bei der Jahreskonferenz des Network of European Museum Organisations (NEMO) und nun auch im von iRights-Blog.
  • BILDUNG Hyperland: Die Uni der Zukunft braucht keine Hörsäle mehr: In der Bildungsrepublik Deutschland vollzieht sich ein enormer Wandel in den deutschen Universitäten. Hörsäle werden überflüssig, denn der Unterricht findet verstärkt im Internet satt. Auf dem ZDF-Blog Hyperöand schreibt Christiane Schulzki-Haddouti über MOOCs und einen digitalen Bildungs-Tsunami.
  • INTERNETMINISTERIUM Carta: Wer jetzt einen Internetminister fordert, stellt die Weichen falsch: Die Netzpolitik ist ein noch junges Politikfeld. Vor dem Hintergrund der rasanten Entwicklung des Digitalen in unserer Gesellschaft wird das manchmal vergessen. Auf Carta ruft Wollgang Michal deshalb zur Geduld auf, denn eine große Koalition ist nicht das geeignete Umfeld für ein zartes Start-Up namens Internetminister.
  • LINKEDIN Spiegel Online: Britischer GCHQ nutzt gefälschte LinkedIn-Seiten: Spiegel Online berichtet, dass laut einem von Edward Snowden gesammelten Dokument der britische Geheimdienst GCHQ das belgische Telekommunikationsunternehmens Belgacom überwacht. Um bestimmte Mitarbeiter zu infiltrieren, baute der GCHQ Kopien von LinkedIn-Profilen nach und stattete diese mit einer Spähsoftware aus. So verschaffte sich der Geheimdienst Zugang zu den Belgacom-Computern.

 

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5 Lesetipps für den 28. Juni

In unseren Lesetipps geht es heute um den Relaunch von Mister Wong, was ein gutes Social TV ausmacht, die Preise für das Musik-Streaming, ein Blog von Hobby-Detektiven und den digitalen Wandel in der Bildung. Ergänzungen erwünscht.

  • MISTER WONG Basic Thinking: Mister Wong goes Fashion: Unser Netzpiloten-Autor Tobias Gillen hat auf Basic Thinking über dern Relaunch von Mister Wong geschrieben, dass sich vom Bookmarking-Dienst zur Social Fashion-Plattform wandeln will. Etwas neues zu probieren, findet er sinnvoll, ob es aber ein Shopping-Dienst sein muss, weiß auch er nicht.
  • SOCIAL TV W&V: Was macht ein gutes Social-TV-Format aus?: Was macht eigentlich ein gutes Social-TV-Format aus? W&V hat dazu die Aussagen von ein paar Branchengrößen gesammelt und stellt die neueste Studie zu dem Thema vor, in der A.T. Kearney zum Ergebnis kommt, dass durch Social TV getriebene Online-Werbeumsätze bis 2016 jährlich um 25 Prozent steigen könnten.
  • STREAMING Time.com: This Is What Apple’s Paying Music Labels on iTunes Radio: Streaming-Dienste werden immer beliebter. Doch die Einnahmen lohnen sich für die meisten Musiker kaum. Das Internet-Radio Pandora zahlt $0,12 pro Klick. Apple zahlt nur leicht mehr. Für jedes im iTunes Radio gespielte Lied zahlt Apple im ersten Jahr $,014, danach nur noch $0,13 und beteiligt die Musiker zu 15 Prozent an den Werbeeinnahmen.
  • BLOGOSPHÄRE Zeit Online: In ihrer Freizeit jagen diese Blogger Mörder im Internet: Michelle McNamara betreibt in den USA einen Blog für ungelöste Mordfälle. Sie und andere Freizeitermittler versuchen, der Polizei zu helfen. Manchmal gelingt das sogar, wie der interessante Artikel von Boris Hänßler zeigt.
  • BILDUNG herrlarbig.de: Von der Digitalisierung, freien Bildungsmaterialien und dem Lernen im digitalen Leitmedienwandel: Das „Internet und Gesellschaft Co:llaboratory e.V.“ hat sich in seiner 6. Initiative mit dem „Lernen in der digitalen Gesellschaft“ beschäftift. In diesem Zusammenhang reflektierte Jöran Muuß-Merholz die Frage, was Open Educational Ressources (Freie Lern-/Bildungsmaterialien; kurz: OER) mit digitaler Integration und Medienkompetenz zu tun haben. Torsten Larbig hat dazu eine lesenwerte Replik über Lernen im digitalen Medienwandel geschrieben.

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Pflichtfach Informatik? Warum Schulen Superkräfte unterrichten sollten

Blue Glow (adapted) (Image by [CC BY 2.0] via Flickr)
Katharina Große, Tinka genannt, schreibt in ihrer Kolumne über den digitalen Wandel in unserer Gesellschaft. Diesmal geht es um die Notwendigkeit von Informatikunterricht an Schulen. Sollte Informatikunterricht als Standardfach in Schulen unterrichtet werden? Vor einigen Tagen wurde ich Zeuge einer sehr erhitzten Diskussion zu dem Thema, die sich im Grunde [...]
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Technik und Gaming fehlen im Unterricht – Farmville statt Fontane

Game Design Open House (adapted) (Image by Vancouver Film School [CC BY 2.0] via Flickr)
Unsere bildungsbürgerliche Elite kann vielleicht Schillers Glocke auswendig runterbeten, versagt aber bei der Unterscheidung von Bits und Bytes. Zeit für einen Besuch bei der Gamescom. So sieht die digitale Wirklichkeit in der Bimbes-Republik aus: Störerhaftung zur Unterbindung von offenen WLAN-Netzen, Leistungsschutzrecht für überforderte Altverleger, taktische Angriffe der Telekom gegen vermeintliche [...]
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Crowdfunding-Aktion für mehr Wohlstand durch Schwarmintelligenz

Lebenslanges Lernen ist seit Jahren ein gern bemühtes Motto. Durch den digitalen Wandel unserer Gesellschaft wird dies aktueller denn je. Mit ununi.TV gibt es jetzt eine reale Plattform dafür, um Veränderungen mit Wissen zu begegnen. In der Arbeitswelt steigen für jeden die Anforderungen durch die rasanten gesellschaftlichen Veränderungen des digitalen [...]
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Or Be Programmed

Der österreichische Schriftsteller Oskar Kokoschka sagte, dass ihm aus der Schulzeit nur seine Bildungslücken in Erinnerung geblieben sind. Ähnlich wird es wohl einmal den Kindern von Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach gehen, die in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft leben werden, ohne die notwendige Ausbildung bekommen zu haben.

Informatikunterricht. Gab es schon in den 80ern an meiner Schule, hatte ich nicht, denn, ihr erinnert euch, meine Eltern führten auf meinem Rücken und mit meiner Unterstützung damals den Kulturkampf gegen Computer, obwohl wir später sogar zu den ersten gehörten, die BTX zu Hause hatten, aber das ist eine andere Geschichte. Tablets, Smartboards. Ein Thema, das Eltern erregt und elektrisiert. Aktuell mal wieder aufgrund eines Schulmodells in Hamburg. Was haben wir im Elternrat auch um die weitere Einführung von Smartboards gerungen, wie fehlgenutzt auch immer die in der Praxis teilweise werden.

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Bildungsangebote im Web brauchen Breitband

In seiner Kolumne beschäftigt sich Nico Lumma mit dem Medienwandel und Kompetenzen die damit einhergehen. Nicht nur im Beruf, sondern auch in der Schule und Familie.

drosselkom

Der große Aufreger der vergangenen Woche war die Ankündigung der Telekom, nicht nur ihre Flatrates künftig mit einer Volumenbeschränkung zu versehen, sondern auch noch ihre eigenen Dienste gegenüber Diensten der Konkurrenz zu bevorzugen. Argumentativ wollte die Telekom die Aufregung dadurch begrenzen, dass sie a) darauf verwies, dass derzeit nur 3% der Telekom-Kunden die Schwelle von 75 Gigabyte erreichen würden, die zur Drosselung führen würde, und dass b) die Regelung erst ab 2016 eingeführt werden würde.

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Brauchen wir einen Rechtsanspruch auf IT?

Junge Leute erkennen die Vorteile von Technologie in gesellschaftlichen Lebensbereichen und fordern ein Recht darauf ein, damit auch Alte und einkommensschwache Bürger am digitalen Wandel teilhaben können.

Am 10. Dezember 1948 haben sich die Vereinten Nationen zusammengeschlossen und die Erklärung der Menschenrechte verabschiedet. Darin enthalten sind Punkte wie die Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit oder auch die Gleichberechtigung. Seitdem wurde die Menschenrechtscharta ständig erneuert. Es kamen beispielsweise hinzu: der Pakt über Bürgerliche und Politische Rechte sowie der Pakt über Wirtschaftliche, Soziale und Kulturelle Rechte. Weiterlesen »

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Manfred Spitzers Digitale Demenz – Der digitale Kaputtmacher

Manfred Spitzer kommt in seinem Buch Digitale Demenz nicht nur zu falschen Schlüssen. Es stellt auch eine Bedrohung für das bisher Erreichte in Bildung und Kindererziehung dar.

Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer kommt am Schluss seines Buches „Digitale Demenz“ zu einem resoluten und unmissverständlichen Urteil: „Digitale Medien führen dazu, dass wir unser Gehirn weniger nutzen, wodurch seine Leistungsfähigkeit mit der Zeit abnimmt.“. Ich muss ein Geständnis machen. Es war quälend und für mein Gehirn sicherlich eine Belastung. Das Spitzer-Werk wurde von mir in digitaler Version konsumiert und ich spürte förmlich die Schrumpfung meines Geistes. Weiterlesen »

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Warum das iPad in deutsche Schulen gehört

warum das ipad in deutsche schulen gehört

Computerunterstütztes Lernen oder auch e-Learning ist eines der großen Themen, das Medienwissenschaftler und Bildungsexperten nicht erst seit gestern umtreibt. Klar ist, dass der Computer und alle seine Ableger in Verbindung mit dem Internet große Chancen eröffnen auf Wissen zuzugreifen und es zugänglich zu machen. Auf der anderen Seite streiten sich aber auch die Geister, wie viel Konsum dieser digitalen Medien gut für uns ist und vor allem wie der Aufbau der Infrastruktur von Print auf Digital finanziert werden soll. Möchte man aber über vorteilhafte Entwicklungen sprechen, dann kann man aktuell kaum ein geeigneteres Beispiel heranziehen als den Einfluss des iPads in der Bildung.

Der Tablet-Computer iPad hat in seiner kurzen Lebenszeit von in etwa zwei Jahren einen beeindruckenden sowie rasanten Einfluss ausgeübt, dessen Einzug vor allem auch in den Universitäten und Schulen weltweit zu spüren ist. Wofür andere Medienträger wie Computer, Laptop, DVD-Player oder gar der Videoplayer lange Zeit brauchten, um von den Bildungseinrichtungen anerkannt und genutzt zu werden, hat das iPad nur wenig Monate gebraucht um Akzeptanz zu finden. Oft genug haben sich Schulträger in der Vergangenheit erst dann einem Fortschritt geöffnet, wenn dieser schon längst wieder durch andere Innovationen ersetzt wurde. Das hing zum einen damit zusammen, dass alteingesessene Strukturen nicht in Frage gestellt worden und zum anderen aber auch dass den meisten Schulen, gerade in Deutschland, ganz einfach das Geld für eine flächendeckende Anschaffung neuer Geräte fehlte.

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Educamp #ecco12: Flugstunden in Köln

Am vergangenen Wochende war ich in Köln beim neunten Educamp – einem Barcamp über Bildung mit den Neuen Medien. Hier kommt mein kleiner Rückblick – mit Lernapps ohne Programmierkenntnissen, Screencasts in der Schule, digitalen Lerntypen, der Identität in digital sowie einigen Überlegungen zum Verhältnis von Medien, Wissen und Lernen.

Es war mein zweiter Besuch bei einem Educamp – 2009 verschlug es mich nach Ilmenau, die anderen passten zeitlich nicht oder waren zu weit weg. Ausreden, ich weiß. Beim Kölner Educamp konnte ich sie beim besten Willen nicht gelten lassen, und so möchte ich euch hier meine persönlichen Erlebnisse auf dem neunten Educamp schildern. Ihr könnt einzelne Themen gerne überspringen, wenn sie euch nicht interessieren – die Überschriften geben genügend Anhaltspunkte.

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AG Podcasting: Podcasts als Bildungsmedium

Podcasts sind seit ihrem großen Hype im Jahr 2005 in der Netzlandschaft angekommen. Doch sind es nicht einfach nur Audiosendungen im Internet, sondern nicht selten spielen interessante Konzepte im Hintergrund eine Rolle. Ein Beispiel dafür ist die AG Podcasting, bei der Andreas Auwärter an der Universität Koblenz das Medium in Bildungskontexten einsetzt. Wir waren vor Ort…

Bild: Hörstoff über RSS – das Podcast-Logo von Peter Marquardt (Lemotox, CC BY SA)

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Changing Paradigms

Netzpiloten VideotippSir Ken Robinson referiert eine Stunde zum Thema Kreativität und Erziehung bzw. Bildung. Ein echter Leckerbissen. Robinson war früher mal Kunstprofessor, berät aber seit einigen Jahren viele internationalen NGOs und supranationale Organisationen wie die UNESCO, die EU und den Europarat. Außerdem ist er im angelsächsischen Raum als Buchautor bekannt geworden (The Element: How Finding Your Passion Changes Everything, Out of Our Minds:Learning to be Creative)
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Verantwortung 2.0: eSpenden für Bildung

Wer seit einigen Jahrzehnten auf dieser Welt ist, der hat das Paralleluniversum der Parteienpolitik schnell als Interessenvertreter der einflußreichen Branchen- und Industrieverbände entlarvt. Dass die Parteien die Steuergelder nach wenig nachhaltigen, kaum gerechten und selten sinnvollen Aspekten verteilen, ist eine Binsenweiheit. Die Kanzlerin hat Hunderte Milliarden ohne jede Bedingung in die Banken geschenkt. Ihr Vorgänger öffnete unser Land für Derivathandel und Hedge-Fonds. Es besteht kein Anlaß zur Hoffnung, dass von den Parteien humane Handlungen ausgehen, die das Zusammenleben auf Erden ausgleichend fördern. Aber wir können selbst etwas tun. Nehmen wir doch die Radikalliberalen ernst und handeln einfach selbstbestimmt und stolz ohne Betrachtung der mediokren Personen, die sich für ein Amt in diversen Aufsichtsräten einschleimen müssen, weil sie es nicht anders schaffen, dorthin zu kommen.

Ein tolle Beispiel wie man nicht die Bildung der Banken sondern die der Kinder untertützen kann, machen uns die Amerikaner vor. Auf donorschoose.org geben Lehrer ihre Vorhaben, ihren Bedarf und ihren Standort ein. Man kann sogar angeben, wie bedürftig die jeweilige Gemeinde ist, in der sich die Schule befindet, was bei den stolzen Datenschützern in Deutschland sicher einen Ansturm der Entrüstung bedeuten würde, weil die Kinder bei der Veröffentlichung stigmatisiert würden.

Aber angenommen das könnte man anonymisieren, dann würde so jeder, der will, die Schule in seinem Ort, in seinem Viertel oder irgendwo weit weg ein schönes Projekt unterstützen. Die Kindern könnten so die teuren Bahnreisen (warum sind die noch immer nicht kostenlos für Klassenfahrten? Wo leben wir eigentlich?), Eintrittskarten für Weltraumcenter oder Wissenschaftsausstellungen bezahlt bekommen. Ich brauche bei genauer Betrachtung zunächst kein betterplace, dass die großen Projekte in der weiten Welt unterstützt. Ich bräuchte im Gegenteil ein hyperlokales Spendenportal, in dem ich etwas unterstützte, dass ich möglicherweise bei Überzahlung/Überspendung sogar zu einem Spendenfest besuchen könnte. Es wird langsam Zeit, dass wir das Jammern und die ewigen Talkshows als Profilneurosenküche einfach kommentarlos beiseite legen und anfangen…

Aber wo sind die Lehrer, die sich tolle Projekte ausdenken, die online beschreiben und ein Konto dafür einrichten? Und wo sind die Software-Firmen, die sich so ein Projekt ausdenken und es als bestmögliche CSR-Maßnahme auch noch in die Gazetten dieser Welt bringen, damit viele mitmachen.

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Neue Lerner, neues Lernen, altes Bildungssystem?

Heute morgen bin ich auf ein Video aufmerksam geworden, das ganz schön das aktuelle Problem der Bildung und Ausbildung Jugendlicher veranschaulicht. Zwar am Beispiel der USA, aber in weiten Teilen, denke ich, übertragbar auf Deutschland und andere Länder. Es entsteht und besteht bereits eine große Kluft zwischen der Art und Weise wie Jugendliche mit Blogs, Podcasts, Wikis, Online-Communities etc. umgehen, und dem Wissen, das Lehrkräfte in diesen Bereichen mitbringen. Aber jetzt erstmal: Einschalten, mitlesen, nachdenken! Weiterlesen »

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