Ich glaub‘ es hackt: scoopcamp Hackathon 2014

In nur 24 Stunden Echtzeit ein eigenes digitales Projekt auf die Beine stellen? Wer sich dieser spannenden Herausforderung stellen möchte, sollte sich schnell zum scoopcamp Hackathon anmelden. Am 3. und 4. September 2014 ist wieder soweit: Das scoopcamp und der vorangehende Hackathon öffnen ihre Tore. Bereits seit 2009 veranstalten Hamburg@work und 2014 nun erstmals nextMedia.Hamburg zusammen mit der dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH die Innovationskonferenz für Onlinejournalisten mit großem Erfolg. Mehr als 250 Experten, Entscheider und Innovatoren aus der IT- und Medienbranche diskutieren über Trends und aktuelle Themen an der Schnittstelle zwischen Redaktion, Programmierung und Produktentwicklung. Besonderen Focus legen die Veranstalter natürlich auf digitale Themen wie Data Journalism und Social Media.

Das Programm

Burt Herman (Storify), Jigar Mehta (Matter Ventures) und Ken Schwencke (LA Times Data Desk) eröffnen als internationale Speaker den Konferenzteil. Neben weiteren interessanten Vorträgen und Diskussionen in den Workshops gehört auch der Hackathon zu den Highlights des scoopcamps. Am Vortag treffen sich daher Unternehmen, Redakteure, Entwickler und andere kreative Köpfe, um sich in Teams zusammen zu finden und innerhalb von nur 24 Stunden mit ausreichend Hingabe, einer Extraportion Wagnis und vor allem sehr viel Spaß eine innovative Idee auf die Beine zu stellen. „New Storytelling“ lautet im diesem Jahr das Oberthema.

Wie und mit welchen Mitteln Geschichten erzählt werden, obliegt allein der Vorstellungskraft und dem Ideenreichtum der hoffentlich zahlreichen Teilnehmer. Ob am Ende nun eine App, ein Widget oder ein spezielles Tool herauskommt, bleibt allein den Storytellern überlassen. Als einzige Vorgabe muss zum Abschluss eine vorzeigbare Demonstration herauskommen. Präsentiert wird das Ergebnis dann im Rahmen des scoopcamps – ganz stilecht – auf der Bühne des Theaters Kehrwieder in der Hamburger Speicherstadt vor dem sicherlich staunenden Fachpublikum.

Im Vorjahr konnte das Team der Deutschen Welle mit der Open Source-App „Know Your Data – Tell Your Story“ den Grundstein für eine benutzerfreundliche Auslese von digitalen Fingerabdrücken legen. Oder „Hyperlocal Audio Storytelling“, ein von audioguide.me entwickeltes Widget, dass mobil veröffentlichte, lokale Inhalte auf Websites von Nachrichtenmagazinen hörbar macht, wusste ebenfalls zu überzeugen. Aber auch spaßige Ideen wie „Reeperbahn Festival in Motion“, eine Live-Karte der Zuschauerbewegungen des Hamburger Kiez, die das NDR Team auf Basis von Smartphone Daten erstellt hat, blieben in Erinnerung. Und nicht zu vergessen die Interaktive-Website „Agiler Journalismus“ von Thoughtworks, die es Journalisten erlaubt, eine Rahmen-Geschichte aus direkter User Interaktion zu erzählen.

Große Namen und spannende Themen

Zum Abschluss des Hackathon wartet noch eine prominent besetze Diskussionsrunde auf das Publikum. Mit Anita Zielina (stern.de), Jochen Wegner (Zeit Online), Sebastian Matthes (Huffington Post) und Sven Gösmann (dpa) konnten führenden Vertreter der deutscher Medien für einen sicherlich spannenden Talk gewonnen werden. Moderiert wird die Runde zum Thema „Wie kommt das Neue in den Newsroom – Innovation in der Redaktion“ von Christian Meier vom Branchendienst Meedia.de.

Wer sich nun inspiriert fühlt und sich der Herausforderung stellen möchte – egal ob Unternehmen oder Freelancer – sollte seine Projektskizze schnellstmöglich einreichen und sich per Email unter scoopcamp@faktor3.de zum scoopcamp anmelden.

Mit der Henri-Nannen-Schule, Deutsche Welle und der Hamburg Media School haben bereits schon namenhafte Teilnehmer zugesagt.

Die aktuelle Broschüre über den Hackathon 2014 kann übrigens auch hier eingesehen werden.

Wir sind jedenfalls sehr neugierig, auf welche innovativen und „positiv-verrückten“ Ideen die Teilnehmer in diesem Jahr wieder kommen werden. Nur noch wenige Wochen und wir werden es erfahren. Aktive Hackathon-Teilnehmer bekommen natürlich Gratiszugang für das scoopcamp (also Konferenz und Workshops) am Folgetag.

Besuchertickets können direkt über www.scoopcamp.de bezogen werden.


Image (adapted) „Everybody needs a hacker“ by Alexandre Dulaunoy (CC BY-SA 2.0)


Oliver Bernt

genoss eine klassische Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann bevor er im Jahre 2000 in die Welt der Media Agenturen wechselte. Als Einkäufer lernte er dabei vor allem die kaufmännische Seite der Werbewirtschaft kennen. 2014 erkundete der waschechte Hamburger nun seine kreative Seite, indem er seine ersten Sporen als Redakteur bei den Netzpiloten verdiente.


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