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Netzpiloten @ //Slash

Chasing new tech ist für uns Netzpiloten natürlich von jeher ein großer Spaß! Deshalb lieben wir Hackathons und freuen uns, dass wir vom 29. bis 31.März beim Slash Hackathon in Berlin dabei sein werden. An der Berliner CODE Universität kommen für ein Wochenende 100 Teilnehmer aus mehr als 20 Ländern zusammen um coole Tech-Projekte anzugehen. Die Teilnehmer sind zugleich auch Vortragende, was die Veranstaltung in dieser Form einzigartig macht. Wir freuen uns drauf!

Welche Mentoren werden da sein?

Zu den Mentoren des Wochenendes gehört Jaycee Day, Senior UI/UX & Conversational Designer. Sie hat unter anderem einen Chatbot für Zalando entwickelt und Fallstudien für die UC Berkeley geschrieben. Spannend wird es sicherlich auch mit Philipp Adamidis, Incubation Manager beim Max-Planck IT Inkubator. Als Jungunternehmer und Mitbegründer eines E-Sport-Unternehmens bringt er die nötigen Kompetenzen und Erfahrungen in der Unternehmensgründung mit. Wir freuen uns auch auf den smarten Boas Bamberger, Co-Founder & Head of Data Science, AIVY. Der junge Doktorand hat Erfahrungen in verschiedenen Studien-und Arbeitsbereichen, unter anderem in professionellem Recruitment und wird ebenfalls sein fachliches Wissen mit den Anwesenden teilen.

Um welche Themen und Formate geht es?

  • Startup-Tour
  • Workshops
  • BarCamp
  • Get together & activities

Und sonst noch?

Die Slash Hackathon ist eine Initiative von Studierenden für Studierende. Applications sind bereits geschlossen, aber wir werden hier auf Netzpiloten.de über das Event berichten.

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Die Netzpiloten sind Partner des INTERACTIVE Festival 2017

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In Köln findet am 16. und 17. August das INTERACTIVE Festival 2017 statt. Bei dieser Veranstaltung treffen die Themen digitale Kultur und Wirtschaft aufeinander. Zum fünften Mal kommen in der Rheinmetropole Experten und Interessierte zusammen und passend dazu gibt es dieses Jahr auch fünf Schwerpunkte der Veranstaltung: Retail, Community, Media/VR, Sports und Growth.

Das Wissen vermitteln euch die Experten mithilfe verschiedener Module. Es handelt sich um Vorträge, interaktive Panels und Workshops, bei denen euch geballtes Wissen und die neuesten Erkenntnisse aus unserer digitalisierten Gesellschaft erwarten.

Darum gibt es das Festival

Ins Leben gerufen wurde das INTERACTIVE Festival im Jahr 2012/ 2013. Ortsansässige Kreative und Macher stellten fest, dass Köln durchaus das Potenzial einer Digitalstadt besitzt. Allerdings gab es zu der Zeit noch kein Forum für diese Strömung. Aus der Not machten sie eine Tugend – und so fand schon im darauffolgenden Sommer, im Juni 2013, das erste Festival statt, damals noch unter dem Namen INTERACTIVE Cologne. Von Anfang an beeindruckte das Festival mit einem außergewöhnlichen Format-Mix, den es sich auch im fünften Jahr bewahrt hat.

Wer hier genau richtig ist

Das INTERACTIVE Festival spricht ein breites Publikum an. Alle, die Teil der Kreativ- und/ oder Digitalbranche sind, sollten sich das Festival nicht entgehen lassen, aber auch User und Bürger, die die digitale Transformation und Disruption verstehen wollen, kommen hier auf ihre Kosten.

Wie wird digitale Technologie unser Leben verändern? Macht sie Dinge einfacher oder komplizierter? Welche Auswirkungen hat sie auf die Wirtschaft, auf die Politik, oder auf jeden von uns? Das Festival wird Antworten auf diese Fragen liefern, indem es sie in Vorträgen, Workshops, bei Hackathons und Parties thematisiert.

Interessante Speaker und spannende Vorträge

Freut euch unter anderem auf diese Speaker:

Das INTERACTIVE Festival findet in der Industrie- und Handelskammer zu Köln statt. Hier bekommt ihr eure Tickets.

+++ Rabattaktion +++

Mit uns kommt ihr günstiger an Tickets! Statt 150 Euro zahlt ihr für euer Ticket nur noch 99 Euro. Gebt dazu einfach den Rabattcode „NETZ2017IAC“ ein und sichert euch eure vergünstigten Tickets.

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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • ÜBERWACHUNG sueddeutsche: Wer sich überwachen lässt, bekommt Amazon-Gutscheine: Einfach 25 mal durch den Bahnhof Berliner-Südkreuz schlendern und man bekommt einen 25 Euro Amazon-Gutschein? Hört sich erst mal sehr verlockend an, aber der Haken ist da vor allem der Datenschutz. Am Montag hat die Bundespolizei mit der Suche nach Testpersonen begonnen und jetzt gibt es bereits 275 Teilnehmer . Die Testpersonen verdienen das Geld mit ihren persönlichen Daten, sie sollen „regelmäßig, im besten Fall mehrmals täglich“ den Bahnhof durchqueren. Damit soll eine Software zur Gesichtserkennung „trainiert“ werden.

  • MOBILITÄT mobile-zeitgeist: PwC Studie: Hamburg Spitzenreiter bei Digitalisierung der Mobilität: Hamburg liegt an der Spitze im deutschen Vergleich, was digitale Mobilität angeht. Zu diesem Ergebnis ist jetzt die Wirtschaftsprüfungs- und Unternehmensberatungsgesellschaft PwC in einer Studie gekommen. Dabei punktet die Hansestadt vor allem hinsichtlich der Digitalisierung der Infrastruktur, insgesamt müsse der öffentliche Personennahverkehr aber noch innovativer werden, heißt es. Ebenfalls weit vorne im Digitalisierungs-Ranking liegen Stuttgart, Berlin und München

  • HACKATHON theguardian: refugee hackathons and 3D printing: apps for the world’s displaced people: Wenn man zur Flucht gezwungen ist und nur einen Gegenstand mitnehmen kann, was wird das sein? Heute ganz klar das Smartphone, die Möglichkeit, Kontakt zu Familie und Freunden zu haben ist in solch einer Situation essentiell. Generell haben Smartphones den Akt des Flüchtens stark verändert. Beispielsweise die Organisation Techfugees – hier CEO Josephine Goube im Interview – macht es sich zum Ziel, Geflüchteten durch Technologie zu helfen und veranstaltete erst einen Hackathon in Jordanien und plant weitere.

  • ONLINE-BANKING welt: Sichere Alternativen zum sensiblen mTAN-Verfahren: Vielen Menschen bereitet Online-Banking immer noch ein unsicheres Gefühl – tatsächlich sind mTANs recht sensibel und können leicht gestohlen werden. Längst gibt es aber bessere Verfahren zum sicheren Geld überweisen. Auf mTANs sollte beispielsweise am Besten gleich ganz verzichtet werden, eine sichere Alternative stellen beispielsweise TAN-Generatoren dar. Als sehr sicher gilt das Onlinebanking per Signaturkarte und Tastatur-Kartenlesegerät über die Verfahren HBCI (Homebanking Computer Interface) oder dessen Nachfolger Secoder. Voraussetzung dafür ist neben dem Lesegerät aber auch eine Finanzsoftware.

  • UBER heise: Ubers Investoren machen Druck: Uber-Chef Kalanick muss Posten komplett aufgeben: Der US-amerikanische App-Fahrdienst Uber steht schon seit einiger Zeit für seine Praktiken in der Kritik. Schon das Top-Management des Unternehmens sah sich in letzter Zeit sehr aufgewühlt. Um einen kompletten Neuanfang zu ermöglichen, fordern wichtige Anteilseigner jetzt auch den Rückzug des Gründers Travis Kalanick. Vor allem fehlendes Trinkgeld für die Fahrer als offizielle Option in der App war immer ein Kritikpunkt. Mittlerweile hat Kalanick dem Druck auch beigegeben und ist zurückgetreten.

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Das war der #neuenähe-Hackathon 2016

Hackathon (adapted) (Image by Andrew Eland [CC BY-SA 20] via flickr)

Dieser Beitrag ist Teil einer Artikelreihe zum gemeinsamen Event und Hackathon von Microsoft und der Aktion Mensch für mehr Inklusion und Teilhabe im Netz.


Wenn man an Inklusion denkt, ist das Internet nicht zwingend der erste Ort, der einem in den Sinn kommt. Cyber-Mobbing, Hatespeech und auch einfach schlechte Usability für Menschen mit Behinderungen überwiegen derzeit noch. „Neue Wege gehen und damit Begegnungen schaffen“ – das haben sich Aktion Mensch und Microsoft für den ersten #neuenähe -Hackathon zur Aufgabe gemacht. Vom 25. Bis 27. November hat die Veranstaltung für mehr Inklusion und Teilhabe im Netz im Berliner Microsoft Office stattgefunden.

Getreu des Namens „Hackathon“ haben es sich vielfältige Entwicklerteams, bestehend aus rund 60 Teilnehmern mit und ohne Behinderung, zum Ziel gemacht, Projekte innerhalb eines Programmier-Marathons zu entwickeln, die Lösungen und Ansätze für bestimmte Themen und Technologien darstellen. Zum ‚Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung‘ am 1. Dezember veranstalteten die Verantwortlichen schließlich eine feierliche Preisverleihung, bei der die Gewinner-Projekte mit insgesamt 30.000 Euro Fördergeld ausgezeichnet wurden und die Möglichkeit haben, die jeweilige Idee als Start-up auf den Markt zu bringen.

Entwickeln und Einbeziehen – darum ging es in den prall gefüllten 48 Stunden des Hackathons. Insgesamt drei Teams konnten sich dabei besonders beweisen und wurden als Gewinner ausgezeichnet. Inklusion braucht Innovation – genau das war das Ziel des Hackathons und mit vielen tollen Projekten wurde damit ein Schritt in die richtige Richtung für mehr Barrierefreiheit im Netz und im Umgang mit Software gemacht.

„I’m pickin‘ up good vibrations“

WhatsApp, Facebook, Skype – eigentlich muss man gar nicht mehr aufs Smartphone schauen, um zu wissen, über welchen der zahlreichen Social-Media-Kanäle, ganz zu schweigen vom kultigen, aber veralteten „oh oh“-Ton des Messengers ICQ man diesmal kontaktiert wurde. Nicht nur der Smartphone- und Multimedia-Alltag ist stark über auditive Einflüsse gesteuert, sondern auch das ganz normale ‚real life‘. Als Mensch ohne Behinderung und mit allen Sinnen denkt man schon mal, man wäre im Signal-Wirrwarr verloren. Aber wie bewältigen dann Menschen mit Sinnes-Behinderungen, wie beispielsweise Gehörlose, den audiovisuellen Alltag?

Diese Frage stellte sich das Team rund ums Projekt „Good Vibrations“ innerhalb des Themenbereichs „Interchangable Communication“. Die fünf Jungs aus Berlin konnten mit ihrer Idee auf ganzer Linie überzeugen. Die App rund um ein Smartband, das Geräusche wie beispielsweise ein Türklingeln übersetzt, richtet sich auf die Bedürfnisse von hörbehinderten Menschen aus. Zweck der App ist es, Hörbehinderten den Umgang mit dem häufig auf auditive Inputs ausgerichteten Alltagsgegenständen durch die Vibrationsfunktion des dazugehörigen Armbandes zu erleichtern.

Was bisher eher mit einer kompletten Wohnungsausstattung oder gar einem Signalhund üblich war, soll jetzt Inklusion im Smartphone-Zeitalter bewirken. Indem die App Alltagstöne und Signale, wie etwa den Wecker oder auch mal im Notfall einen Feueralarm, durch ein vibrierendes Gerät am Handgelenk spürbar macht, wird der Alltag eines Gehörlosen in der lauten Gesellschaft so immerhin ein wenig einfacher. Key-Aspekte des Projekts sind also die praktische Usability im Haushalt, die angestrebten geringen Kosten für das Armand und kein Bedarf für einen Umbau der Wohnung oder ähnliches. Hier stellt sich das Projekt nochmal mit eigenen Worten im Pitch vor:

Das Team hat zudem die Chance, sich für die dritte Auswahlrunde des viermonatigen Microsoft Accelerator-Programms in Berlin zu qualifizieren. Dort können sie ihre Idee mit fachkundiger Unterstützung marktreif machen. Dabei stehen ihnen Mentoren und Coaches zur Seite und das Projekt kann in zahlreichen Workshops zusammen weiterentwickelt werden. Jedes Jahr im Dezember werden die ausgearbeiteten Projekte schließlich präsentiert.

Emotionen erkennen

Menschen und deren teilweise subtilen und nur nuanciert unterschiedlichen Emotionen sind nicht immer leicht zu lesen und einzuschätzen, schon gar nicht mit einer Beeinträchtigung. Das Team Metrilus hat deswegen eine Technologie entwickelt, die Emotionen erkennen soll. Mittels einer digitalen Körper- und Spracherkennung sollen Mimik und Gestik der Personen erkannt und eingeordnet werden.

Die aus dem Raum Nürnberg und Erlangen stammende Metrilus GmbH gibt es bereits seit 2010. Sie spezialisiert sich in 3D-Sensorik und deren Nutzen für computerbasierte Assistenzsysteme. Zum Hackathon haben sie zwei junge Entwickler aus ihrem Team geschickt, die an einer softwarebasierten Technologie mit dem Namen „Emotionserkennung“ arbeiteten.

Der Software-Prototype erkennt Gesichtsausdrücke und projiziert daraufhin den Smiley-Äquivalent zur jeweiligen Emotion auf den Bildschirm. Doch Emotion setzt sich noch aus so viel mehr zusammen, deswegen soll auch mittels einer Spracherkennung eine Diskrepanz zwischen Mimik und Tonfall erkannt werden. Beispielsweise fällt es Personen mit dem Asperger-Syndrom besonders schwer, Gestik oder Mimik zu deuten, die Technologie würde eine Kommunikation und ein besseres Miteinander also definitiv bereichern.

Kommunikation sollte Menschenrecht sein

Gregor Biswanger ist CEO bei CleverSocial und hat mit „Projekt Werner” beim Hackathon eine echte Herzenssache realisiert. Sein älterer Bruder Werner ist schwerstbehindert, kann nicht laufen, sprechen oder schlichtweg selbstständig sein. Kommunizieren kann der 32-jährige ausschließlich mit seiner Mutter, selbst der jüngere Bruder, der mit ihm aufgewachsen ist, hat Probleme damit. Das wollte Gregor so aber nicht akzeptieren. Die Fähigkeit, barrierefrei mit behinderten Menschen zu kommunizieren, ist für ihn laut eigener Aussage ein Menschenrecht – und so hat er das nach seinem Bruder benannte „Projekt Werner“ ins Leben gerufen.

Den Startschuss für das Projekt gab Gregor bereits Anfang 2016 mit einem Aufruf an Entwickler und Programmierer, mit denen er schließlich im März einen eigenen Hackathon in Ingolstadt veranstaltete.

Zur Entwicklung wurden Hardwares wie die Intel RealSense-Kamera oder die Microsoft Kinect verwendet, wobei letztere vor allem durch ihre Zugänglichkeit – denn sie ist ganz einfach im Elektrohandel erhältlich – bestochen hat. Mausklicks sind beispielsweise durch das Microsoft Tobii eye-tracking -System möglich, das Schließen des linken oder rechten Auges ist dann das Äquivalent des jeweiligen Mausklicks und funktioniert laut den Entwicklern präziser als gedacht.

Konkret soll die Software die Mimik des Nutzers erkennen und so eine gesichtsgesteuerte Browserbedienung am PC ermöglichen. Persönliches Highlight für Gregor: zum ersten Mal im Leben seines Bruders Werner kann dieser etwas selbstständig kontrollieren, ohne direkt auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein.

Sein Anliegen war es auch, dass das „Projekt Werner“ ein Open Source-Programm ist, also für jeden zugänglich und kostenfrei – eben, wie er sagt, ein Recht zur Kommunikation für jeden. Als seine erste hochoffizielle Amtshandlung mit „Projekt Werner“ möchte Werner Mädchen anschreiben!


Image (adapted) „Hackathon“ by Andrew Eland (CC BY-SA 2.0)


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Coding da Vinci Nord: Der Kultur-Hackathon kommt nach Hamburg

Coding da Vinci 2015 - Auftakt (Image by Open Knowledge Foundation Deutschland [CC by 2.0] via Flickr

Coding da Vinci ist ein Event aus Berlin, das sich seit 2014 dafür einsetzt, dass digitalisierte Informationen von Kulturinstitutionen – wie beispielsweise Museen – für alle frei zugänglich und nutzbar gemacht werden. 2016 wird es unter dem Namen „Coding da Vinci Nord“ erstmals in Hamburg stattfinden. Ziel des Projektes ist die Vernetzung von Kulturinstitutionen mit Entwickler_innen, Designer_innen, Geisteswissenschaftler_innen und Künstler_innen: Im Rahmen von Kultur-Hackathons, die vom Kick-off-Wochende bis zur Präsentation der Projekte mehrere Wochen dauern, entstehen aus diesen frei nutzbaren Kulturdaten Apps, Dienste, Spiele und Visualisierungen. Das bringt für die Teilnehmer_innen vor allem Spaß an der Entwicklung mit ungewöhnlichen, nicht-kommerziellen Daten und Erfahrungsaustausch mit anderen.

 

Das ist der Hackathon, der wirklich Spaß macht, weil mal kein Business, sondern Kultur im Vordergrund steht – einfach Klasse!“, meinte Coding da Vinci-Teilnehmer Eric schon im vergangenen Jahr.

Die Projekte, die im Rahmen der Berliner Hackathons 2014 und 2015 entstanden sind, kann man sich auf der Website von Coding da Vinci ansehen. Darunter ist beispielsweise eine App zur Bestimmung von Pflanzenarten, welche Daten des Botanischen Gartens nutzt oder eine Anwendung, welche den Nutzer anhand von Bildern aus dem Stadtmuseum Berlin auf einen historischen Streifzug schickt. Auch Hardwareprojekte wie der Cyberbeetle oder der verspielte zzZwitscherwecker sind bei Coding da Vinci entstanden.

Ab in den Norden

Am 17. und 18. September startet Coding da Vinci Nord in Hamburg mit einem Auftakt-Event, zu dem ca. 125 Teilnehmer_innen erwartet werden. Im Anschluss können die Teams, die sich vor Ort finden, sechs Wochen lang an ihren Projekten tüfteln, bevor sie in einer Abschlussveranstaltung unter Beisein der Öffentlichkeit prämiert werden. Coding da Vinci Nord wird von einem Team von neun ehrenamtlichen Mitarbeiter_innen organisiert. Das Projektmanagement in der Hansestadt übernimmt Philipp Geisler, der auch bei „Code for Hamburg“ ehrenamtlich tätig ist.

CDV-Nord_Kacheln-2016

Im Unterschied zu den Berliner Veranstaltungen werden die Institutionen und Teilnehmer dieses Jahr vorwiegend aus dem norddeutschen Raum und nicht mehr aus ganz Deutschland stammen. „Die regionale Ausrichtung des Hackathons soll für mehr Nachhaltigkeit in den Beziehungen zwischen den Kulturinstitutionen und den Entwickler_innen sorgen“, erklärt Geisler den lokaleren Fokus. „Wir können den Entwicklerteams aus der Region persönliche Treffen und Workshops vor und während der Hackathon-Phase bieten.“ Auch die Unterstützung von kleineren Institutionen bei der Aufbereitung der Datensets sei so einfacher umsetzbar: „Kulturinstitutionen sind oft noch unsicher, ob sie ihre Daten freigeben sollen“, so Geisler. „Coding da Vinci ist auch entstanden, um diese Angst abzubauen.“

Hanseatisch hacken

Der Standort Hamburg für das erste lokale Event hat sich laut Philipp Geisler daraus ergeben, dass die hier angesiedelten Museen schon recht weit sind in der Digitalisierung ihrer Daten. Das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe hat beispielsweise seine Sammlung, soweit sie bereits digitalisiert wurde, öffentlich ins Netz gestellt und stellt diejenigen Werke unter Public Domain, bei denen die ursprünglichen Urheberrechte ausgelaufen sind. Neben dem Museum für Kunst und Gewerbe werden auch das Archäologische Museum Hamburg, die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky und das Museum der Arbeit beim Hackathon im September dabei sein. Aktuell ist das Team um Geisler damit beschäftigt, weitere Institutionen bei der Bereitstellung von Datensets zu unterstützen sowie finanzielle Mittel für das Projekt zu sichern.

Für Hamburg selbst bietet die Veranstaltung großes Potenzial. Philipp Geisler meint:

Coding da Vinci macht die Diskussion rund um offene Daten einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich und und bringt durch die Vernetzung zwischen der Kultur- und Entwicklerszene sowie durch unsere Beratung etwas Schwung in die Entwicklung.

Auch werden unter den Projekten naturgemäß einige sein, die sich mit hanseatischer Historie auseinandersetzen und den Bürgern einen neuen Zugang zur Geschichte der eigenen Stadt ermöglichen.

Wer nun Lust bekommen hat, das Ganze selbst auszuprobieren, kann sich ab Ende Juni per Mail hier anmelden. Wir wünschen frohes Hacken!


Image by Kathrin Kaufmann
Beitragsbild „Coding da Vinci 2015 – Auftakt“ by Open Knowledge Foundation Deutschland [CC by 2.0]


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BotCamp 2016:?Der Weg zum ersten Chat-Bot für Festivals und Konferenzen

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Der erste BotCamp-Hackathon fand vom 28. bis 29. Mai 2016 im Ahoy! Berlin statt und wurde von kreait und Red Bull ausgerichtet. Ziel der Veranstaltung war es, sich mit Gesprächsalgorithmen auseinanderzusetzen und nach geeigneten Nutzungskonzepten zu suchen. Mein persönliches Ziel war es, mehr über die Vor- und Nachteile der schriftlichen und teil-automatisierten Interaktion mit Marken herauszufinden.

Build the conversation

Zusammen mit Denis Weber, Marvin Schramm, Andreas Böhm und Rouven Malecki habe ich mich innerhalb des 24-stündigen Hackathons dem Thema Events gewidmet. Wir sind alle große Musikfans und da war es schnell beschlossene Sache, dass wir uns an die Umsetzung eines Chat-Bots für Festivals und andere Großveranstaltungen machen wollten. Denn je mehr Menschen an einem Fleck zusammenkommen, desto leichter ist es, den Überblick zu verlieren ?—? und dabei können einem Bots super helfen.
Mit der Snapchat-Story kann man einen kleinen Eindruck vom Hackathon gewinnen:

Bevor wir mit dem Coden begonnen haben, mussten wir uns erst einmal darüber einig werden, welche Rolle so ein halb-intelligenter Begleiter auf einem Festival oder einer Konferenz einnehmen sollte. Als besonders großen Pain-Point haben wir empfunden, dass man sich für jede Veranstaltung eine eigene App herunterladen muss. Da wäre es doch viel einfacher, mit dem Organisator oder dem Veranstalter einfach eine Konversation im bestehenden Messenger am Laufen zu haben! Unser Bot sollte also die Identität des jeweiligen Events annehmen können. Um den Prototyp möglichst einfach zu halten und niemanden auf die Füße zu treten, überlassen wir den Teil mit der Persönlichkeit jedoch den späteren Markenvertretern. Wir waren viel mehr daran interessiert, den Funktionsumfang aufzuzeigen.
Und so sah das aus:

20160602 BotCamp 2016 02 Post-its
Funktionsübersicht für den Prototypen, Image by David Streit

Chat-Bots zeichnen sich durch eine dialogbasierte Nutzerführung aus. Unsere Frage lautete daher: Was könnte ein Nutzer vor, während und nach einem Event mit den Organisatoren absprechen wollen? Von Fragen über Problemmitteilungen waren erste Use-Cases schnell gefunden. Sollte eine Formulierung mal nicht einer eindeutigen Antwort aus den FAQs zugeordnet werden können, setzen wir auf menschlichen Support, der individuelle Anfragen bearbeitet und diese dann mit den richtigen Schlagworten neu in den Datenbestand einpflegt. So ließen sich mit der Zeit auch Nischenthemen automatisch beantworten. Daneben kann der Veranstalter natürlich auch Hinweise und Ankündigungen in die Konversation posten.

Als besonderes Highlight sollte der EventBot nicht nur mit mir sprechen können, sondern auch über die Personen Bescheid wissen, mit denen ich zusammen unterwegs bin. Dafür müssten alle Teilnehmer einer Gruppe zugewiesen werden, um sich untereinander austauschen und Informationen über die anderen abfragen zu können. Das wäre vergleichbar mit einem moderierten Themenkanal. Durch die Check-in-Funktion ist es möglich, abzufragen, wo sich meine Begleiter gerade aufhalten, weiterhin könnten Abstimmungen stattfinden, wann man das nächste Mal wieder gemeinsam eine Bühne besuchen möchte. Für den Veranstalter ergeben sich zahlreiche Vorteile, da er durch die geplanten und tatsächlichen Nutzerbewegungen auf dem Gelände sowohl die Bühnen-Auslastung als auch den Bedarf an Getränkewagen und Toiletten optimieren kann.

Zusammenhänge verstehen und Code entwickeln

Da ich kein Programmierer bin, habe ich das Coden den anderen überlassen und mich ganz um das Konzept, die Story und den Pitch gekümmert. Pro-Tipp für Designer und Nicht-Techies auf Hackathons: Helft, wo ihr könnt und lernt die ganzen technischen Zusammenhänge! Ich habe somit versucht, das große Ganze zu überblicken und die Funktionsweise der Plattformen zu verstehen, die wir im Code angesteuert haben. Der EventBot setzt etwa auf Smooch.io ?—? mit dem Dienst lassen sich diverse Messenger-Plattformen über ein einziges Interface bespielen (wie etwa Facebook Messenger, Telegram, WeChat etc.). Dieser wurde mit dem Textanalyse-Tool api.ai gekoppelt, welches unsere Logik mit einem Verständnis über die ausgelesenen Worte und deren Bedeutung verknüpfen konnte. Taucht beispielsweise der Name einer Band im Zusammenhang mit „I am at“ auf, gilt das als Check-in.
Als größte Herausforderungen sehen wir bisher die deutsche Spracherkennung. Während der Bot auf Englisch schon erstaunlich gut funktioniert, braucht es noch ein wenig Training in der Analyse deutscher Texte und Satzstrukturen.

Auswertung

Nach 24 Stunden Hacken dann die große Überraschung: Unser EventBot wurde von der Jury am Ende als beste Idee auszeichnet! Besonders gefielen die Fokussierung auf ein reales Problem, unser sozialer Ansatz (Freunde verbinden), die Vermarktungschancen als Whitelabel-Lösung für Organisatoren von Events jeder Größe sowie auch die gestalterische und technische Umsetzung. Yippieh! Im Event-Bereich kommt erschwerend hinzu, dass auf dem Gelände selbst oft “Verhältnisse wie in der Dritten Welt” herrschen (so ein Teilnehmer bezogen auf Infrastruktur und Netzverfügbarkeit) und man tausende Menschen dabei unterstützen muss, ihren individuellen Interessen nachzugehen. Ein Bot könnte diese Aufgabe erfüllen.

Meiner Meinung nach haben Chat-Bots spitzenmässige Aussichten, die Interaktion mit Marken zu revolutionieren. Und dabei rede ich nicht von eindimensionalen Kaufabsichten, wie uns Facebook zur f8-Konferenz gezeigt hat, sondern von realen Bedürfnissen: Ich möchte mich mit einem Problem vertrauensvoll an eine Marke wenden können, von der ich hoffe, dass sie mir zur Seite steht. Und so lange man mir hilft und sich die Konversation zweckgebunden entwickelt, ist es mir auch egal, dass ich mich mit einem Bot unterhalte. Hauptsache, ich erreiche bei Bedarf eben auch einen echten Support-Mitarbeiter (siehe Amazon Mayday). Die Kür wäre es nun, wenn es Firmen im Gespräch gelingt, einen positiven Eindruck von ihren Werten zu vermitteln und dem Bot etwas Identität zu verleihen. Dafür braucht es nicht zwangsläufig ein ausgefallenes Maskottchen. Aber als Company muss man sich doch erstmals die Frage stellen, wie man eigentlich „klingen“ möchte.


Images by David Streit


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Die Apps World 2015 kommt nach Berlin!

Appsworld Germany (Bild: Apps World)

Die Apps World ist das größte Multi-Plattform-Event der App-Industry. In diesem Jahr findet sie vom 22. bis 23. April 2015 zum ersten Mal in Berlin statt.

Appsworld Germany (Bild: Apps World)

Um die große Entwickler-Community in der Region zu unterstützen und den Appetit auf regionsspezifischen Content zu steigern, wurde die Apps World auf die Beine gestellt. Die Veranstaltung bringt sein berühmtes interaktives Format Ende April nach Berlin.

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Ich glaub‘ es hackt: scoopcamp Hackathon 2014

Everybody needs a hacker (adapted) (Image by Alexandre Dulauno [CC BY SA 2.0] via Flickr)

In nur 24 Stunden Echtzeit ein eigenes digitales Projekt auf die Beine stellen? Wer sich dieser spannenden Herausforderung stellen möchte, sollte sich schnell zum scoopcamp Hackathon anmelden. Am 3. und 4. September 2014 ist wieder soweit: Das scoopcamp und der vorangehende Hackathon öffnen ihre Tore. Bereits seit 2009 veranstalten Hamburg@work und 2014 nun erstmals nextMedia.Hamburg zusammen mit der dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH die Innovationskonferenz für Onlinejournalisten mit großem Erfolg. Mehr als 250 Experten, Entscheider und Innovatoren aus der IT- und Medienbranche diskutieren über Trends und aktuelle Themen an der Schnittstelle zwischen Redaktion, Programmierung und Produktentwicklung. Besonderen Focus legen die Veranstalter natürlich auf digitale Themen wie Data Journalism und Social Media.

Das Programm

Burt Herman (Storify), Jigar Mehta (Matter Ventures) und Ken Schwencke (LA Times Data Desk) eröffnen als internationale Speaker den Konferenzteil. Neben weiteren interessanten Vorträgen und Diskussionen in den Workshops gehört auch der Hackathon zu den Highlights des scoopcamps. Am Vortag treffen sich daher Unternehmen, Redakteure, Entwickler und andere kreative Köpfe, um sich in Teams zusammen zu finden und innerhalb von nur 24 Stunden mit ausreichend Hingabe, einer Extraportion Wagnis und vor allem sehr viel Spaß eine innovative Idee auf die Beine zu stellen. „New Storytelling“ lautet im diesem Jahr das Oberthema.

Wie und mit welchen Mitteln Geschichten erzählt werden, obliegt allein der Vorstellungskraft und dem Ideenreichtum der hoffentlich zahlreichen Teilnehmer. Ob am Ende nun eine App, ein Widget oder ein spezielles Tool herauskommt, bleibt allein den Storytellern überlassen. Als einzige Vorgabe muss zum Abschluss eine vorzeigbare Demonstration herauskommen. Präsentiert wird das Ergebnis dann im Rahmen des scoopcamps – ganz stilecht – auf der Bühne des Theaters Kehrwieder in der Hamburger Speicherstadt vor dem sicherlich staunenden Fachpublikum.

Im Vorjahr konnte das Team der Deutschen Welle mit der Open Source-App „Know Your Data – Tell Your Story“ den Grundstein für eine benutzerfreundliche Auslese von digitalen Fingerabdrücken legen. Oder „Hyperlocal Audio Storytelling“, ein von audioguide.me entwickeltes Widget, dass mobil veröffentlichte, lokale Inhalte auf Websites von Nachrichtenmagazinen hörbar macht, wusste ebenfalls zu überzeugen. Aber auch spaßige Ideen wie „Reeperbahn Festival in Motion“, eine Live-Karte der Zuschauerbewegungen des Hamburger Kiez, die das NDR Team auf Basis von Smartphone Daten erstellt hat, blieben in Erinnerung. Und nicht zu vergessen die Interaktive-Website „Agiler Journalismus“ von Thoughtworks, die es Journalisten erlaubt, eine Rahmen-Geschichte aus direkter User Interaktion zu erzählen.

Große Namen und spannende Themen

Zum Abschluss des Hackathon wartet noch eine prominent besetze Diskussionsrunde auf das Publikum. Mit Anita Zielina (stern.de), Jochen Wegner (Zeit Online), Sebastian Matthes (Huffington Post) und Sven Gösmann (dpa) konnten führenden Vertreter der deutscher Medien für einen sicherlich spannenden Talk gewonnen werden. Moderiert wird die Runde zum Thema „Wie kommt das Neue in den Newsroom – Innovation in der Redaktion“ von Christian Meier vom Branchendienst Meedia.de.

Wer sich nun inspiriert fühlt und sich der Herausforderung stellen möchte – egal ob Unternehmen oder Freelancer – sollte seine Projektskizze schnellstmöglich einreichen und sich per Email unter scoopcamp@faktor3.de zum scoopcamp anmelden.

Mit der Henri-Nannen-Schule, Deutsche Welle und der Hamburg Media School haben bereits schon namenhafte Teilnehmer zugesagt.

Die aktuelle Broschüre über den Hackathon 2014 kann übrigens auch hier eingesehen werden.

Wir sind jedenfalls sehr neugierig, auf welche innovativen und „positiv-verrückten“ Ideen die Teilnehmer in diesem Jahr wieder kommen werden. Nur noch wenige Wochen und wir werden es erfahren. Aktive Hackathon-Teilnehmer bekommen natürlich Gratiszugang für das scoopcamp (also Konferenz und Workshops) am Folgetag.

Besuchertickets können direkt über www.scoopcamp.de bezogen werden.


Image (adapted) „Everybody needs a hacker“ by Alexandre Dulaunoy (CC BY-SA 2.0)


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