Beliebte Sprachassistentin: So hilft euch Siri im Alltag

Sprachassistenten werden beliebter, wie eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom zeigt. Demnach möchten jeder vierte Deutsche einen smarten Assistenten nutzen, um Smart-Home-Produkte zu steuern. Ebenfalls beliebt ist mit 14 Prozent das Abrufen von Verkehrsnachrichten und knapp dahinter mit 13 Prozent ist der Anteil der Befragten, die sich E-Mails und Kurznachrichten vorlesen lassen. Der Rest entfällt auf das Erfahren von Sportnachrichten per Stimme, das Bestellen von Waren im Internet und das Musikhören über den Lautsprecher. Auch, wenn Google mit Google Home und Amazon mit Alexa nachgelegt haben, so bleibt Apple‘s Siri bisher das ausgereifteste Produkt.

Seit der Einführung im Herbst 2011 hat Apple seine Sprachassistentin Siri fortlaufend verbessert. Inzwischen hat sich der virtuelle Assistent fest in das Nutzungsverhalten der Besitzer von iPhone, iPad, Apple TV und Apple Watch integriert. Viele möchten ihn nicht mehr missen. Nachdem mit der neusten iOS-Version 10 inzwischen auch die Interaktion zwischen Siri und Apps von Drittanbietern klappt, hat sich Siris Mehrwert mit vielen neuen Funktionen noch mal gesteigert. Schaut mal, was Siri alles für euch tun kann!

Eure persönliche Sprachassistenz einrichten

In den Einstellungen auf iPhone und iPad könnt ihr Siri aktivieren und an eure Bedürfnisse anpassen. Ihr könnt Siri beibringen, euch beim Namen zu nennen, indem ihr eure Kontaktinformationen zuweist. Spricht sie euren Namen falsch aus, könnt ihr sie verbessern. Außerdem reagiert sie auf das Kommando „Hey Siri“, dass auch ohne Drücken des Home-Buttons funktioniert. In den Einstellungen könnt ihr zudem zwischen einer männlichen und einer weiblichen Stimme wählen.

Siri versteht sich auch mit anderen Apps gut

Zu Beginn verstand sich Siri nur mit Apples eigenen Apps. Seit iOS 10 kann sie auch mit anderen Apps zusammenarbeiten. Zum Beispiel kann man sich mit ihrer Hilfe ein Taxi über die App MyTaxi rufen. Auch WhatsApp-Nachrichten kann Apples Sprachassistentin inzwischen verschicken. Und wenn man das möchte, und alles richtig konfiguriert hat, erledigt sie sogar Überweisungen. Möglich ist dies über die Banking-App Azimo. Sagt Siri dazu: „Überweise meinem Bruder 20 Euro“. So eine Kooperation funktioniert auch mit Pinterest, sodass ihr Siri nach Inspiration suchen lassen könnt. Im Test konnte Siri allerdings nur die App öffnen.

In Verbindung bleiben

Siri kann euch helfen, Kontakt zu Familie, Freunden, Kollegen und anderen Bekannten aufzunehmen. Beispielsweise könnt ihr Siri jemanden für euch anrufen lassen. Dazu müsst ihr nicht nicht zwangsläufig den Namen nennen, unter dem derjenige im Adressbuch steht. Siri kann sich inzwischen das Verhältnis merken, in dem ihr zu jemandem steht. Dazu müsst ihr einen entsprechenden Eintrag im Adressbuch hinterlassen. Es stehen etliche Verwandtschaftsgrade sowie hierarchische Ebenen im beruflichen Kontext zur Verfügung. Außerdem lassen sich sogar eigenen Verhältnisse hinzufügen. So ist es möglich, Siri zu sagen, „Ruf Schatz an“.

Mit Siri den Alltag organisieren

Siri kann für euch Ereignisse im Kalender erstellen oder euch an Dinge erinnern. Wenn gewünscht, erfolgen diese Erinnerungen nicht nur zu einer festgelegten Uhrzeit, sondern auch, wenn ihr einen bestimmten Standort erreicht. Ihr könnt Siri also sagen: „Erinnere mich daran, sobald ich das Haus verlassen habe.“ Siri kennt euren Kalender und gibt euch gerne eine Auskunft, wann der nächste Termin ist, ob ihr am Nachmittag noch Zeit für einen neuen Termin habt und warnt euch auch, wenn ihr dabei seid, Terminsalat zu machen.

Siri macht Musik, erklärt euch Bücher

Siri hat den Rhythmus im Blut. Sie kann für euch Lieder spielen und anhalten, ein Lied vor- oder zurückspulen. Außerdem kann die Sprachassistenz ähnliche Lieder suchen, wenn euch gefällt, was ihr gerade hört. Ich mag besonders die Funktion „Spiele das beliebteste Lied aus dem Jahr XY“. Voraussetzung dafür ist, dass ihr Apple Music aktiviert habt. Aber auch mit Filmen und Büchern kennt sich Siri aus. Wo und wann welcher Film in der Nähe läuft verrät sie euch ebenso gerne wie sie Bücher aus dem iBooks-Store zu eurer Mediathek hinzufügt. Eine weitere hilfreiche Funktion finde ich, dass Siri im Internet nach Zusammenfassungen von Büchern oder Filmen suchen kann. Sagt dazu einfach: „Worum geht es in …?“

Unterwegs

Auch, wenn ihr gerade nicht zuhause seid, könnt ihr euch mithilfe von ein paar Sprachkommandos das Leben leichter machen. Siri kennt zum Beispiel immer den kürzesten Weg. Wo in der Nähe ein gemütliches Café oder ein beliebtes Restaurant sind, weiß sie ebenfalls. Auch, wenn ihr nur eure Bedürfnisse nennt, kann die Assistentin euch unterstützen. Eine gescheite Antwort erhaltet ihr zum Beispiel auf dieses Sätze:

  • Ich brauche eine Aspirin.
  • Wo kann ich mir die Haare schneiden lassen?“
  • Ich muss bald tanken.
  • Ich brauche einen guten Elektriker.

Im Auto

Praktisch ist auch die Nutzung von Sprachbefehlen im Auto. Ihr wisst ja, dass es verboten ist, während der Fahrt das Handy ans Ohr zu halten, eine Nachricht zu tippen oder zu lesen. Dies könnt ihr Siri erledigen lassen. Sie arbeitet außerdem mit Apple‘s CarPlay zusammen, einer abgespeckten Version von iOS, die sich in die Betriebssysteme einiger Autohersteller integrieren lässt. Hier findet ihr eine Auflistung der Hersteller und Modelle, bei denen das möglich ist. Die Digitalassistentin kann dann während ihr fahrt Anrufe annehmen und tätigen, Nachrichten vorlesen, verfassen und verschicken.

Das Lexikon aus der Cloud

Apples Sprachassistentin hilft euch bei vielen kleinen Fragen des Alltags. Hier ein paar Anregungen.

  • Wie viel sind 7 Prozent Trinkgeld auf 85 Euro?
  • Wie hoch ist der Mount Everest?“
  • Wie viel ist ein Viertel von 128?“
  • Wie viel ist 1 Euro in US-Dollar?“
  • Wie hat der HSV zuletzt gespielt?“
  • Zeige mir Bilder von Tim Cook.“
  • Wie viel Tage noch bis Weihnachten?“
  • Wie steht der DAX?“

Spaß muss sein

Zu guter Letzt noch ein paar unterhaltsame Frotzeleien, die ihr mit eurem virtuellen Assistenten austauschen könnt, wenn euch gerade langweilig ist.

  • Wirf einen Würfel.
  • Wie macht ein Fuchs?“
  • Kannst du auch Dirty Talk?“
  • Was ist besser? iPhone oder ein Samsung Handy?“
  • Warum vibrierst du?“
  • Was ist Null geteilt durch Null?“
  • Wann wird die Welt untergehen?“
  • Wie viele Mitarbeiter von Apple benötigt man, um eine Glühbirne zu wechseln?“

Image by Apple

Dieser Artikel erschien zuerst bei Applepiloten


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Niklas Hamburg

Niklas Hamburg

Mit dem Fachabi halb in der Tasche, sammelt er die andere Hälfte gerade ein. Letzte Station: ein Praktikum in der Redaktion bei den Netzpiloten. Mitglied des Netzpiloten Blogger Networks.

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