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Amazon Music: Alexa legt auf

„Alexa, spiele Rock aus den 90ern.“ Über Amazon Echo können wir Alexa schon lange Befehle zum Abspielen von Musik geben. Nun hat auch die Amazon Music App nachgezogen. Sie ist sowohl auf iOS, als auch auf Android mit Alexa Hands-free verfügbar und bietet den vollen Umfang der Sprachsteuerung.

Musik ohne Ende, ganz ohne Hände

Ist die Amazon Music App geöffnet und im Vordergrund, könnt ihr jetzt die bekannten Sprachfeatures nutzen, die auch für Echo-Geräte verfügbar sind. So könnt ihr nicht nur euren Lieblingskünstler abspielen lassen. Alexa sucht euch passende Musik je nach Stimmung, Aktivität, Jahrzehnt oder Songtext aus. Ebenso könnt ihr natürlich Playlists anlegen und diese von Alexa abspielen lassen. Mit einfachen Sprachbefehlen könnt ihr auch die Musik pausieren oder zwischen Songs der Playlist vor- und zurückspringen.

Schon zuvor waren Sprachbefehle in der App möglich. Allerdings musstet ihr stets erst auf den Alexa-Button tippen, ehe ihr Sprachbefehle erteilen konntet. Neuerdings braucht ihr nur noch das bekannte Schlüsselwort „Alexa“, damit die App auf euren Befehl aufmerksam wird. Gerade während der Autofahrt dürfte der Hands-free-Modus ein sehr willkommenes Feature sein.

Um Alexa Musik auflegen zu lassen, müsst ihr übrigens Kunde von Amazon Music Unlimited oder Prime Music sein. 

Beispiele für Alexa-Befehle

Alexa reagiert auf eine ganze Reihe von Befehlen und kann passend nach euren Wünschen Musik suchen. Hier ein paar Beispiele zu den Möglichkeiten der Sprachsteuerung:

  • „Alexa, spiele das Lied mit dem Text ‚Is it me you’re looking for?‘ “
  • „Alexa, spiele die Playlist ‚Motivation‘. “
  • „Alexa, spiele Musik zum Kochen.“
  • „Alexa, spiele die Musik, die ich gestern gehört habe.“
  • „Alexa, spiele Musik aus den 80ern, die ich schon länger nicht gehört habe.“
  • „Alexa, spiele Kiss Songs aus den 70ern.“

Auch andere Befehle möglich

Der neue Modus erleichtert euch übrigens nicht nur die Musikwahl erheblich. Auch abseits der Musik dürft ihr einen Großteil der Standardfunktionen von Alexa verwenden. So könnt ihr bei geöffneter Amazon Music App eure Sprachassistentin beispielsweise nach Auskunft über das Wetter bitten.

Holt euch Alexa mit Amazon Echo in die Wohnung (Provisionslink)


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Archos Hello Connect: Alexa und Google Assistant in einer App für das ganze Smart Home

Archos Hello Connect

Der eigentlich für Smartphones bekannte französische Hersteller Archos möchte einen Fuß in die Tür des Smart Home kriegen. Dazu macht er nicht nur den Echo-Lautsprechern von Amazon Konkurrenz. Auch eine Alternative zu Google Home will Archos etablieren. Dazu bringt das Unternehmen die App Archos Hello Connect für Android-Smartphones sowie für den smarten Lautsprecher Archos Hello.

Die App bietet Zugriff auf die beiden Sprachassistenten Amazon Alexa und Google Assistant. Mit ihr sollen Nutzer ab Ende Juli nicht nur einzelne Geräte steuern können, sondern auch vielfältige Vernetzungsszenarien erstellen und bedienen können. Das soll mit allen Geräten möglich sein, die sich über die Cloud-Plattform des Anbieters Tuya Smart vernetzen lassen.

Eine App als Universalfernbedienung für das Smart Home

Mithilfe von Archos Hello Connect sollen Nutzer smarte Geräte hinzufügen, einrichten und Befehle dafür erstellen können. Anhand derer lassen sich dann beispielsweise Lampen, Steckdosen, Heizungen, Klimaanlagen, Überwachungskameras und vieles mehr steuern – einfach per Sprachbefehl.

Archos will mit der App offenbar gleich mehrere aktuelle Anwendungsprobleme im Bereich des Smart Home lösen. Und zwar ist Alexa bisher erst auf wenigen Smartphones wie dem HTC U12+ integriert. Mit der App Archos Hello Connect werden viel mehr Nutzer Alexa auf ihrem Smartphone verwenden können. Außerdem ist es immer noch nicht selbstverständlich, Geräte verschiedener Hersteller gemeinsam miteinander nutzen zu können. Indem Archos mehrere Ökosysteme integriert, macht es die Bedienung deutlich einfacher.

Dafür, dass möglichst viele smarte Geräte unterstützt werden, sorgt die Plattform von Tuya Smart. Die hierzulande noch kaum bekannte Vernetzungsplattform schlägt ähnlich wie beispielsweise Conrad Connect eine Brücke zwischen den Geräten von mehr als 10.000 Herstellern. Die App Archos Hello Connect dockt an das System von Tuya Smart an.

Archos Hello Connect ab Ende Juli downloaden

Die App erscheint laut Archos ab Ende Juli für Android-Smartphones im Google Play Store. Gleichzeitig fällt der Startschuss für Smart-Home-Zubehör von Archos. So soll ab dem Zeitpunkt auch eine WLAN-fähige Glühbirne von der französischen Marke im Handel erscheinen. Ähnlich wie die Glühbirnen von beispielsweise Philips Hue ermöglicht die Archos Smart WiFi Bulb verschiedene Lichtstimmungen auf Knopfdruck bzw. per Sprachbefehl. Sie wird jedoch deutlich günstiger als die Produkte von Platzhirsch Signify sein und soll nur rund 20 Euro kosten.

Archos Smart WiFi Bulb
Neben einer Smart-Home-App bringt Archos Ende Juli auch eine smarte Glühbirne auf den Markt. Image by Archos

Die beiden smarten Lautsprecher aus der Reihe Archos Mate, die das Modell Archos Hello ergänzen, erscheinen hingegen erst später, voraussichtlich im Oktober.

Smart Home bei Amazon (Provisions-Link)


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Archos Mate ab Oktober verfügbar: intelligente Sprachassistenten in zwei Größen

Archos Mates

Archos bringt ab Oktober zwei neue KI-fähige Sprachassistenten auf den Markt. Die Archos Mates kombinieren dabei Sprachassistent und Bild und sollen außerdem in zwei unterschiedlichen Zollgrößen verfügbar sein. Beide Modelle lassen sich dann vom Nutzer über Amazons Sprachdienst Alexa per Frage aktivieren und bieten dann Unterstützung bei täglichen Aufgaben. Ob Terminkalender, Wetterprognosen oder Kochrezepte – beiden Geräte vom Typ Archos Mate liefern beispielsweise auf Nachfrage alle erdenklichen Nachrichten und Informationen.

Archos Mate: HD-Displays und Hi-Fi Klang

Die neuen Archos Mates managen ebenfalls Video-Anrufe oder das smarte Zuhause, denn sie lassen sich einfach nutzen, um 
Beleuchtung und Überwachungskameras zu steuern oder Heizung und Klimaanlage zu regeln. Außerdem kann der smarte Assistent Musik Fotos oder Videos verwalten und abspielen, denn beide Geräte sind entsprechend mit HD-Displays und einem omnidirektionalen Sound-System für präzise Hi-Fi-Klangqualität ausgestattet. Das Pariser Design-Team von Archos hat die Archos Mates in einer ovalen und einer viereckigen Form konzipiert.

Im Inneren arbeitet bei beiden Mates ein Quad-Core Prozessor. Ferner verfügen die Archos-Assistenten über Bluetooth und Wifi-Konnektivität sowie ein fünf Megapixel auflösende Kamera. Zwei Mikrofonen für die Kommunikation mit Alexa sind ebenso obligatorisch. Die 5-Zoll-Version bietet einen 1.500 mAh großen Akku, während die 7-Zoll-Variante über 3.000 mAh Akkuleistung verfügt. Archos bringt seine neuen Mates im Oktober 2018 ab 129 Euro in den Handel. Sie liegen damit unterhalb der Preise für den Amazon Echo und den Google Home, sind aber teurer als Echo Dot und Google Home Mini. Tatsächlich konkurrieren die beiden Archos-Geräte auch eher mit Amazon Echo Show und Amazon Echo Spot.

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Gigaset Smart Home: Aktionsbundles öffnen Tür zum intelligenten Wohnen

Gigaset Smart Home

Smart Home für Alle, dachte sich Gigaset, und bringt jetzt vier günstige Aktionsbundles für ein vernetztes Zuhause auf den Markt. Dabei wird Heimautomation ohnehin immer beliebter. Ob smarte Lautsprecher mit virtuellen Assistenten, intelligente Heizungssteuerung oder vernetzte Rauchwarnmelder. Die Verbreitung von Smart-Home-Produkten ist in den vergangenen drei Jahren laut einer Deloitte Studie um bis zu 67 Prozent gestiegen. Demnach ist aber auch jedem Dritten die Anschaffung einer Smart-Home-Lösung noch zu teuer. Das System Gigaset Smart Home will hier punkten.

Mit den vier neuen Aktionsbundles bringt Gigaset nun also ein Smart Home-Angebot, das sich viele Mieter und Eigentümer leisten können. Denn bis 30. September erhalten Kunden für 79 Euro eines von vier Smart-Home-Bundles zum Schutz von Wohnungen und Häusern; das smoke pack, das elementary pack, das security pack sowie das Gigaset plug pack. Jedes Pack besteht aus einer Basisstation und zwei Sensoren und lässt sich entsprechend über die App für Android und iPhone steuern. Zusätzliche Kosten für die sichere Datenspeicherung in der Gigaset Cloud, fortlaufende Software-Updates oder die Nutzung des Systems entstehen nicht. Jedes Pack ist außerdem jederzeit erweiterbar.

Das Rauchwarnmelder Paket: Gigaset smoke pack

Rauchwarnmelder sind in Deutschland mittlerweile Standard und es gibt viele günstige Angebote, die dieser Pflicht genüge tun. Die beiden Rauchwarnmelder aus dem Gigaset smoke pack können aber mehr als die Standardgeräte. Sie warnen nicht nur lokal vor Feuer und Rauch sondern senden via Gigaset Cloud und Smartphone-App auch Nachrichten an jeden Ort der Welt. Das Bundle lässt sich außerdem mit der Gigaset Alarmsirene erweitern, die im Notfall mit rund 100 Dezibel vor Rauch warnt.

Rundumschutz gegen Wasser und Feuer: Gigaset elementary pack

Wer testen möchte, welche Möglichkeiten Gigaset Smart Home gegen Elementarschäden bietet, kann sich mit dem Gigaset elementary pack nicht nur vor Feuer, sondern auch Wasserschäden warnen lassen. Das Paket besteht aus einem Rauchwarnmelder und einem Wassersensor, der sich flexibel in der Wohnung positionieren lässt. Darüber hinaus kann man mit dem Wassersensor die auslösenden Faktoren für eine mögliche Schimmelbildung beobachten, denn der Sensor überwacht auch Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit.

Einsteigerpaket für Einbruchsschutz: Gigaset security pack

Kompakten und unauffälligen Schutz gegen Einbrecher soll ferner das Gigaset security pack bieten. Türsensor und Alarmsirene an Wohnungs- oder Balkontüren können unterscheiden, ob eine Tür normal geöffnet oder ein Einbruchsversuch unternommen wird. Die Alarmsirene sollte den Täter verschrecken. Außerdem erhält der Nutzer via Gigaset Cloud ein Push-Notification und ist sofort informiert. Wer besonders viel Wert auf Überwachung legt, könnte das System überdies mit der Gigaset Überwachungskamera oder weiteren Fenstersensoren ergänzen.

Smarte Lichtsteuerung: Gigaset plug pack

Das Gigaset plug pack beinhaltet zwei Schaltsteckdosen, die sich von der Kaffeemaschine bis zur Sofalampe mit nahezu jedem Gerät kombinieren lassen. In Verbindung mit dem Gigaset Regelmanager in der Smart-Home-App lassen sich damit alle möglichen Steuerungskonzepte umsetzen. Gigaset Smart Home ist außerdem mit Amazon und Google, sodass sich das vernetzte Heim auch über Sprachebefehle fernsteuern lässt.

Die Aktionsbundles von Gigaset Smart Home im Überblick

  • smoke pack: Eine Basis und zwei Rauchwarnmelder
  • elementary pack: Eine Basis, ein Rauchwarnmelder und Wassersensor
  • security pack: Eine Basis, ein Türsensor und eine Sirene
  • plug pack: Eine Basis und zwei Steckdosen

Alle Bundles sind während der Aktion bis 30. September zum Preis von 79 Euro im Handel verfügbar. Dort finden sich auch alle anderen Produkte von Gigaset Smart Home.

Smart-Home-Produkte von Gigaset bei Amazon (Provisions-Link)


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Smart Home per Sprache steuern: 5 Tipps wie Alexa und Google aufs Wort hören

Smart Home per Sprache steuern

Mit Sprachkommandos Licht, Raumklima, Gartenbewässerung und andere Haustechnik zu bedienen, ist bequem und macht Spaß. Doch wer wegen bekannter Sprachassistenzen wie Amazon Alexa und Google Assistant erstmals richtig Lust auf das Thema Smart Home bekommt, fragt sich vielleicht: „Was soll ich eigentlich sagen?“ Amazon und Google bieten Einsteigern dafür quälend lange Befehlslisten. Denn die Helferlein brauchen konkrete Anweisungen, Umschreibungen verstehen sie oft nicht. Wer allerdings die Systematik dahinter kennt, muss keine Befehlstiraden auswendig lernen. Wir verraten wertvolle Tipps, wie Verbraucher ihr Smart Home per Sprache steuern.

Dies ist der erste Teil einer Serie, in der wir zusammen mit der Smart-Living-Plattform Conrad Connect erklären, wie sich das vernetzte Heim dank automatischer Abläufe viel einfacher bedienen lässt.

Tipp 1: Hey, immer erst das Signalwort. Ok?

Sollen Alexa oder Google Assistant ein Smart Home per Sprache steuern, muss immer erst ein sogenanntes Aktivierungswort fallen. Bei den beiden bekannten Diensten lauten sie „Alexa“ und „Ok, Google“ oder „Hey, Google“. „Die Mikrofone der smarten Lautsprecher verarbeiten die Sprachbefehle erst, wenn sie das Signalwort gehört gehaben. Daher muss der erste Satz eines Befehls immer damit beginnen“, erklärt Giorgi Jashiashvili, Technik-Experte bei Conrad Connect. Wer möchte, kann in der Alexa-App auch „Computer“ als Aktivierungswort einstellen. Damit können sich Star-Trek-Fans einen langersehnten Traum erfüllen.

Tipp 2: Klartext reden

Nach dem Aktivierungswort für die Lautsprecher Amazon Echo oder Google Home folgt die eigentliche Anweisung. Dazu gehört ein Verb in der Befehlsform, das gemeinte Gerät bzw. Gerätegruppe und schließlich der Raum, in dem die Aktion ausgeführt werden soll. Natürlich darf auch der Zielzustand nicht fehlen. Damit sind beispielsweise die Grad-Zahl, die die Heizung erreichen soll, oder die Lichtfarbe und Lichthelligkeit einer smarten Lampe gemeint. „Stellen“, „Anmachen“, „Aktivieren“, „Ausschalten“ und die jeweiligen Gegenteile sind typische Verben, die Alexa und Google Assistant verstehen.

Philips Hue und Google Home
Die Sprachanweisung „Starte Szene Feierabend“ kann für schöne Stimmung sorgen. Image by Philips

Ob Nutzer sagen „Licht im Bad ausschalten“ oder „Dimme das Licht auf 50 Prozent im Wohnzimmer“ ist dabei gleich. So viel Sprachverständnis besitzen die Assistenten durchaus. „Die Reihenfolge ist nicht wichtig, aber alle Teile der Anweisung müssen vorhanden sein. Sonst weiß der Sprachassistent nicht, was er tun soll und wo er es tun soll“, betont Giorgi Jashiashvili.

Wer sein Smart Home per Sprache steuern will, muss also Klartext reden. „Heize im Wohnzimmer auf 22 Grad!“ muss es heißen. Indirekte Aufforderungen wie „Mir ist kalt“, versteht hingegen noch keine Sprachassistenz.

Tipp 3: Smarte Szenen erleichtern die Sprachbedienung

Bequemer und einfacher lassen sich Anweisungen erteilen, wenn Nutzer sogenannte Szenen verwenden. Dabei aktivieren oder deaktivieren sie verschiedene Geräte in einem oder mehreren Zimmern gleichzeitig. Und zwar mit einem einzigen Begriff oder einer Phrase, die Nutzer zuvor selbst festgelegt haben.

So könnten sie beispielsweise mit der Anweisung „Alexa, starte Szene ‚Feierabend‘ mit Conrad Connect“ die Lichttemperatur aller Glühbirnen im Wohnzimmer auf einen tropischen Sonnenuntergang färben, die Heizung auf wohlige 23 Grad heizen und die smarte Steckdose die Musikanlage starten lassen. „Verwenden Nutzer Szenen, benötigen sie keine detaillierten Sprachanweisungen mehr. Das vereinfacht die Bedienung nochmals enorm“, betont Giorgi Jashiashvili von Conrad Connect.

Tipp 4: Deutlich sprechen, Fremdwörter meiden

Was das akustische Hörverstehen betrifft, sind Alexa, Google Assistant und andere Sprachdienste schon sehr weit. Selbst mit Anweisungen aus der anderen Ecke des Zimmers kommen die Mikrofone der smarten Lautsprecher oft klar. Jedoch mit genuschelten Befehlen haben sie die gleichen Probleme wie menschliche Ohren.

„Eine deutliche und klare Aussprache ohne laute Hintergrundgeräusche verbessert die Signalverarbeitung erheblich und vermeidet, dass man eine Anweisung wiederholen muss“, erklärt Giorgi Jashiashvili von Conrad Connect.

Unabhängig von der Aussprache der Nutzer stoßen die smarten Assistenzen allerdings bei Eigennamen und Begriffen aus anderen Sprachen oft an ihre Grenzen. Wenn man etwa Deutsch und Englisch in einem Satz zu mixt, macht dies Alexa und Google Assistant immer mal wieder ratlos.

Tipp 5: Smart Home per Sprache steuern – oder mit Sensor

Gehen Sprachanweisungen wiederholt ins Leere, wenn Nutzer ihr Smart Home per Sprache steuern, strapaziert das die Nerven. Denn schließlich sollen die smarten Helfer das Leben einfacher machen und nicht komplizierter. „Um sprachliche Missverständnisse zu vermeiden, sollten Nutzer komplexe Smart-Home-Szenarieren nicht durch mündliche Anweisungen, sondern sensorbasiert bedienen“, rät Technik-Experte Giorgi Jashiashvili.

Giorgi Jashiashvili von Conrad Connect
Wer sein Smart Home möglichst individuell nach seinen Wünschen gestalten möchte, sollte auf eine sensorbasierte Automation setzen, empfiehlt Giorgi Jashiashvili, Technik-Experte bei der Smart-Living-Plattform Conrad Connect.

Wer die Technik seines vernetzten Heims über die Smart-Living-Plattform Conrad Connect automatisch steuern lässt, braucht keine App und keine Sprachbefehle. Damit Licht, Heizung und andere Geräte reagieren, genügt es, wenn ein Bewegungssensor registriert, dass der Bewohner das Heim betritt. Ein weiterer Vorteil: Conrad Connect berücksichtigt auch äußere Bedingungen. Dann schaltet sich das Wohlfühllicht wirklich nur nach Sonnenuntergang ein.

Zudem verschafft eine zeitgemäße Heimautomatisierung weiteren Komfort. So warnt die smarte Schreibtischlampe vor schlechter Büroluft, der vernetzte Regensensor spornt bei gutem Wetter zum Joggen an und die intelligente Bewässerungsanlage stoppt, damit man trockenen Fußes in den Garten gelangt. So wird das Smart Home erst wirklich smart. Einfach ausprobieren!

Hier geht es zu den nächsten Folgen unserer Smart-Living-Serie, die in Zusammenarbeit mit Conrad Connect entsteht:

2: Kleines Smart-Home-Lexikon: 15 wichtige Begriffe zur Heimautomation
3: Heimautomation für Einsteiger: So einfach geht intelligentes Wohnen
4: Smart-Home-Projekt im Eigenbau: 5 praktische Vernetzungsbeispiele für intelligentes Wohnen
5: Fünf Mythen zum Smart Home und warum sie nicht mehr stimmen


Images by Amazon, Philips, Conrad Connect

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Die Netzpiloten sind Partner des ECC-Forums

In wenigen Tagen öffnet das ECC-Forum in den Balloni Hallen Köln seine Tore. Alle diejenigen, die sich mit den Themen rund um E-Commerce auseinandersetzen und mehr über die Möglichkeiten und Chancen die die heutige Technologie bietet, wissen möchten, sollten sich daher den 12.04 unbedingt merken.

Neue Wege zum Kunden

An diesem Tag dreht sich alles um das Motto „Neue Wege zum Kunden“. Durch die voranschreitende Technologie und die Innovationen im Online-Handel, wird es für Händler zunehmend schwerer ihre Kunden auf angemessener Höhe zu erreichen und neue Services zu bieten. Händler brauchen hier nicht nur neue Ideen und Ansätze. Vielmehr benötigen sie auch neue Strategien und Konzepte.

Auf dem ECC-Forum wird allen Teilnehmern genau das geboten. Namhafte Speaker wie unter anderem Marcus Diekmann von Matratzen Concord oder Ashley Corpe-Höffken des Unternehmens Vorwerk (Twercs) geben die besten Tipps und Insights aus ihren Branchen und zeigen ihre bisher umgesetzten Konzepte zu den Themen:

  • Content Commerce
  • Influencer Marketing
  • Sprachsteuerung
  • Mobile Commerce
  • User Experience
  • Social Media und vieles mehr …

On Top noch ein Award

Das ECC-Forum wird mit der Verleihung des Deutschen Onlinehandel-Awards 2018 gekrönt. Dieser wird bereits am 11. April 2018 zum 7. Mal durch das ECC Köln verliehen. Hier werden die besten Online-Shops aus Kundensicht in unterschiedlichen Branchen und Kategorien ausgezeichnet.

Seid am 12.04 dabei und sammelt neue Erkenntnisse, Kontakte und vor allem das nötige Know-how im E-Commerce. Hier könnt ihr euch die Tickets sichern.

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Fünf Tipps für das Smartphone im Winter

creativefamily - stock adobe com Smartphone im Winter

Wir stecken mitten in der kalten Jahreszeit und verpacken uns in dicke Klamotten, um nicht kläglich zu erfrieren und unsere Gesundheit zu erhalten. Allerdings sollten wir das nicht nur für uns selbst tun, sondern auch für unsere Geräte, die wir bei uns tragen. So auch das Smartphone, was ohnehin sehr empfindlich gegenüber Wärme und Kälte ist. Im Netz gibt es einige hilfreiche Tipps wie unser Smartphone im Winter vor der Kälte am besten schützen können. Auch der Digitalverband Bitkom hat diesbezüglich klare Empfehlungen, was gerade bei Kälte zu beachten ist. Wir haben für euch einmal die nützlichsten Tipps und Tricks zusammengetragen.

Packt euer Smartphone im Winter warm ein

Wir wissen, wie warm wir uns anziehen müssen, sobald wir im Winter unsere vier Wände verlassen. Auch das Smartphone sollte gut verpackt sein damit es den kalten Temperaturen nicht so stark ausgesetzt wird. Hierfür gibt es Hüllen, die das Smartphone im Winter bestens schützen. Am besten eignen sich hier wasserdichte oder wärmeisolierende Hüllen wie beispielsweise aus Neopren. Bei Amazon findet ihr eine Riesenauswahl an geeigneten Smartphone-Taschen für diese Jahreszeit.

Körperkontakt ist wichtig

Sobald ihr euch draußen aufhaltet, solltet ihr euer Smartphone im Winter nah bei euch am Körper tragen. Gerade bei niedrigen Temperaturen, kann der Akku vom Smartphone oder auch von eurer Powerbank weniger Energie speichern. Ab und an kann es sogar zu Prozessor-Schwächen kommen, wenn es so richtig kalt wird. Beim iPhone kommt es sogar vor, dass es sich von alleine ausschaltet. Sinnvoll ist es daher, wenn ihr das Gerät nahe bei euch tragt. Am besten in der Jacken- oder auch in der Hosentasche. So wird es gar nicht erst extremen Temperaturschwankungen ausgesetzt. Hierbei kann es nämlich zur Bildung von Kondenswasser kommen, was die Funktionen des Geräts ebenfalls stark beeinträchtigen kann. Lasst das Smartphone im Winter also auch nicht im Auto liegen, denn auch das kühlt nach kurzer Zeit sehr stark aus.

Achtung bei der Wahl der Handschuhe

Es ist vor allem wichtig, dass Smartphone-Besitzer auf die Wahl der Handschuhe achten. Ganz normale Handschuhe, können den ohnehin schon angegriffenen Bildschirm in der Kälte, nicht richtig bedienen. Praktischerweise gibt es dafür vorgesehene Handschuhe, die es ermöglichen, den Bildschirm des Smartphone im Winter schadlos zu benutzen. Zu finden sind diese unter dem Namen “Touchscreen-Handschuhe” oder “Screen-Gloves” in vielen Shops wie unter anderem Zalando oder bei Tchibo.

Auf ein Headset zurückgreifen

Draußen ist es kalt, aber ein dringender Anruf muss getätigt werden? Dann ist es durchaus sinnvoll auf ein Headset zurück zu greifen, damit das Smartphone weiterhin im Warmen verweilen kann. Mithilfe eines Headsets kann man allerdings nicht nur telefonieren, sondern auch per Sprachsteuerung das Smartphone benutzen. So ist gewährleistet, dass ihr es, ohne dem Gerät zu schaden, auch Anrufe draußen im Kalten machen könnt.

Ein warmer Platz zum Aufladen

Sobald ihr ins Warme kommt und euer Smartphone aufladen möchtet, ist es wichtig, dass ihr dem Gerät ein wenig Zeit zum aufwärmen einräumt. Das Smartphone auf einen Heizkörper zu legen, bringt allerdings auch nichts. Es ist also besser, wenn es von alleine wieder eine normale Temperatur aufnimmt, denn erst dann kann der Akku auch wieder eine volle Leistung erzielen.

Wenn ihr mehr interessante Beiträge vom Bitkom lesen möchtet, dann schaut einfach mal auf Bitkom.org vorbei. Der Digitalverband bietet regelmäßige spannende Themen rund um Medien, Technik und Digitalisierung.


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Amazon Echo im Test: Der vernetzte Lautsprecher für Einsteiger erklärt

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Amazon Echo ist ein smarter Lautsprecher und das Zuhause von Alexa, der virtuellen Amazon-Assistentin. Ähnlich wie die angekündigten Geräte Google Home und Apple HomePod ist es ihre Berufung, euch einfache Aufgaben abzunehmen, indem ihr sie einfach per Sprachbefehl diktiert. Angefangen bei Internet-Recherchen über die Steuerung eures Smart Home, bis hin zur Buchung von Reisen und Bestellungen bei Amazon. Alexa soll all das und noch mehr für euch erledigen können. Ich habe Alexa und ihre Behausung in den letzten Wochen auf Herz und Nieren geprüft, und bin dabei zu einem durchwachsenen Ergebnis gekommen.

Wie Alexa euch im Alltag helfen kann

Alexa hat bei uns vor einigen Wochen Einzug erhalten. Nachdem die ganze Familie sie ausgiebig getestet, gefordert und beleidigt hat, und dabei kläglich an der harten Schale des „Entschuldigung, das weiß ich leider nicht“ gescheitert ist, steht sie nun im Flur im ersten Stock. Mittlerweile hat sich Alexa fest in unseren Alltag integriert und einige Aufgaben an sich gerissen, die sie einfach am besten kann.

Dabei könnt ihr Alexa einfach über Sprachbefehle steuern. Wichtig ist, dass ihr jedes Kommando mit „Alexa, …“ beginnt. Die einzige Ausnahme ist, wenn sie eine Rückfrage stellt und die Mikrofone im Zuhörmodus selbstständig wieder aktiviert. Man kann das Keyword auch ändern, wenn einem der Name „Alexa“ nicht gefällt. Wenn ihr wissen wollt, was Alexa kann, sagt ihr „Alexa, stell dich vor“.

Die Wettervorhersage? Kein Problem, Alexa weiß, wie das Wetter an ihrem Standort oder an einem beliebigen Ort weltweit ist. Wenn man möchte, kann man Alexa Artikel in den Amazon-Warenkorb legen lassen. Brav liest sie dann die komplette Artikelbezeichnung vor, was schon einmal eine halbe Minute dauern kann. Gut, dass man sie jederzeit mit dem Kommando „Alexa, stopp!“ unterbrechen kann.

Bei meiner Familie besonders beliebt ist auch die Radio-Funktion. Über die Verknüpfung mit TuneIn kann man die meisten Radiosender in der Umgebung hören, sowie unzählige thematisch sortierte Playlists abspielen lassen.

Praktisch finde ich auch, dass man per Sprachbefehl die Musikwiedergabe steuern kann. Besonders gelungen finde ich dabei, dass das intuitiv funktioniert, genau so, wie man es erwartet. „Alexa weiter“ für den nächsten Track, „Alexa lauter/ leiser“, um die Lautstärke anzupassen und „Alexa zurück“, um von vorn zu beginnen.

Ohne Amazon Prime sind viele Funktionen von Alexa allerdings nicht nutzbar, was im im Alltag hinderlich ist. Daher habe ich mir für meinen Praxistest einen kostenlosen 30-tägigen Test-Account zugelegt.

Alexa hat die Skills: Neue Funktionen einfach dazulernen

Einige Dinge kann Alexa schon von Haus aus. Viele andere Dinge muss sie erst noch lernen. Amazon bietet dem Nutzer damit die Möglichkeit, seinen Sprachassistenten zu personalisieren. Dies erledigt ihr mit einem sogenannten Skill. Einer dieser Skills ist beispielsweise die App der Deutschen Bahn. Alexa kann mehr oder weniger gut Bahnverbindungen heraussuchen. Das funktioniert – wenn überhaupt – aber nur mit dem Keyword „Deutsche Bahn“ und nicht mit DB, Bundesbahn, Bahn oder DB Navigator. Praktisch ist allerdings, dass man nicht einmal die entsprechende App auf dem Gerät installiert haben muss. Es genügt, wenn der Skill aktiviert ist.

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Image by Amazon

Eine weitere nützliche Funktion von Alexa ist die tägliche Zusammenfassung. Dabei kann man sich ganz individuell die Nachrichten des Tages vorlesen lassen. Quellen dafür sind standardmäßig die „Tagesschau in 100 Sekunden“ und die Nachrichten der BILD-Zeitung. Erweitern lässt sich der Überblick beispielsweise mit Deutschlandfunk-Nachrichten und dem Wetterbericht.

Einen Skill könnt ihr mit der Alexa-App für Android und iOS einrichten. Diese Seite bietet eine Übersicht der unzähligen Skills aus verschiedensten Kategorien, von Nachrichten über Sport bis hin zu Lifestyle.

Wichtig ist, dass ihr immer die jeweiligen Schlüsselbegriffe nennt, die für die Sprachsteuerung eines Skills vorgesehen sind. Dahingehend ist Alexa weniger flexibel als Siri, die auch natürliche Sprache versteht. Da es so wichtig ist, die richtigen Keywords zu benutzen, um den vollen Funktionsumfang nutzen zu können, sind sie in der Alexa App im Bereich Skills nachzulesen.

Die App: bitte nachbessern!

Die Alexa-App ist auch in anderer Hinsicht für die Nutzung von Amazon Echo wichtig. Etwa, wenn ihr im Musik-Katalog stöbern wollt. Die Applikation ist zwar soweit logisch aufgebaut und überrascht mich immer noch mit ihrem Funktionsumfang. Allerdings wünsche ich mir für die Zukunft einige Verbesserungen in der Performance.

Wählt man im Bereich „Musik und Bücher“ beispielsweise „Prime Music“ und dann „Alle Künstler (A-Z)“ aus, dauert es erst einige Sekunden, bis die Auflistung geladen ist. Eine Suche nach einem speziellen Künstler gibt es ebenso wenig wie die Möglichkeit, zu einem bestimmten Buchstaben zu springen. Wählt man dann einen Künstler aus, wird die zufällige Wiedergabe von Songs dieses Künstlers gestartet. Meist sind es nur wenige Lieder, die für Amazon-Prime-Mitglieder verfügbar sind. Wer sich dann allerdings überlegt, dass er statt X Ambassadors doch lieber Musik von ZAYN hören möchte, fängt wieder ganz von vorne im Hauptmenü an und ist minutenlang mit Scrollen beschäftigt.

Es gibt zwei Varianten des Amazon Echo

Der vernetzte Lautsprecher Amazon Echo kommt in schwarz und oder weiß. Das Gerät hat eine zylindrische Form. Lautsprecher und Mikrofone befinden sich in der unteren Hälfte, wo die Oberfläche durchlöchert ist. Der oberste Teil lässt sich drehen, hier kann manuell die Lautstärke eingestellt werden. Auf der Oberseite befindet sich eine Taste zum manuellen Aktivieren des Zuhörens, sowie eine Taste zum Stummschalten, so dass das Mikrofon deaktiviert wird. Ein LED-Band bildet den oberen Rand. Sagt man das Aktivierungswort, leuchtet dieser blau und an der Stelle, aus der die Stimme kommt, grün. Wenn der Sprachbefehl verarbeitet wird, wandert der Lichtimpuls im Kreis. Ist das Mikrofon aus, leuchtet das Band rot. Amazon Echo kostet zurzeit beim Hersteller 179,99 Euro.

Eine deutlich kleinere Version trägt den Namen Amazon Echo Dot. Sie besteht sozusagen nur aus dem obersten Teil, hat ebenfalls das LED-Band und verfügt über die Taste zur manuellen Aktivierung der Spracherkennung und die Stummschaltetaste. Darüber hinaus gibt es noch zwei Tasten zur Lautstärkenregulierung. Auch der Amazon Echo Dot ist in schwarz oder weiß verfügbar. Im Moment liegt der Preis für den Amazon Echo Dot beim Hersteller bei deutlich günstigeren 59,99 Euro.

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Amazon Echo Dot. Image by Amazon

Amazon Echo und der Datenschutz

Es ist nicht so ganz einfach, sich vorzustellen, dass Alexa im einem Moment noch ein Gehör haben soll, wie ein Sieb – alles, bis auf das Aktivierungswort würde sie vergessen – und im nächsten Moment genau zuhören soll. In den häufig gestellten Fragen zu Alexa heißt es dazu:

„Amazon Echo und Echo Dot verwenden eine geräteinterne Stichworterkennung, um das Aktivierungswort zu erkennen. Wenn diese Geräte das Aktivierungswort erkennen, leiten sie Audiodaten in die Cloud, einschließlich eines Sekundenbruchteils vor Äußerung des Aktivierungswortes.“

„In die Cloud“ – das bedeutet, die Daten werden an einen Server irgendwo auf der Welt weitergeleitet. Im Zweifelsfall kann dieser Server auch in einem Land stehen, dass einen niedrigeren Datenschutzstandard hat als Deutschland. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen sieht durch Amazons Lautsprecher den Datenschutz gefährdet. Sie weist darauf hin, dass Hacker Amazon Echo als Wanze missbrauchen könnten. Auch die Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Andrea Voßhoff, warnt vor den Gefahren durch Alexa, wie sie im Interview mit der WirtschaftsWoche erklärte.

Leider gehen die Probleme in puncto Datenschutz bei Alexa noch einen Schritt weiter. Wie Amazon in seiner Datenschutzerklärung darlegt, werden darüber hinaus noch sogenannte „automatische Informationen“ weitergeleitet. Diese umfassen so ziemlich alles, was ein Internetriese wie Amazon an Daten über seine Kunden erfassen kann, von der IP-Adresse über Cookies bis hin zu Scroll-Verhalten, hier detailliert nachzulesen.

Test-Fazit Amazon Echo

Wer Alexa im Gewand von Amazon Echo zuhause hat, kann sich einige lästige Handgriffe ersparen. Besonders in stressigen Situationen oder wenn man gerade keine Hand frei hat, ist es praktisch, per Sprachbefehl kleine Aufgaben zu erledigen. Mich hat allerdings gestört, dass Alexa noch sehr unflexibel ist und nur dann vernünftig funktioniert, wenn man Keywords oder Skills druckreif ausspricht. Außerdem fehlen mir die Smart-Home-Geräte, die ich mit Alexa hätte verbinden können. Ich stelle mir vor, dass man sich dadurch noch viele weitere Handgriffe ersparen kann. Wer die entsprechenden Geräte sowie Alexa im Haus hat, ist aber definitiv auf den Haushalt der Zukunft vorbereitet.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Androidpiloten


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Beliebte Sprachassistentin: So hilft euch Siri im Alltag

Siri-Logo (Image by Apple)

Sprachassistenten werden beliebter, wie eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom zeigt. Demnach möchte jeder vierte Deutsche einen smarten Assistenten nutzen, um Smart-Home-Produkte zu steuern. Ebenfalls beliebt ist mit 14 Prozent das Abrufen von Verkehrsnachrichten und knapp dahinter mit 13 Prozent ist der Anteil der Befragten, die sich E-Mails und Kurznachrichten vorlesen lassen. Der Rest entfällt auf das Erfahren von Sportnachrichten per Stimme, das Bestellen von Waren im Internet und das Musikhören über den Lautsprecher. Auch, wenn Google mit Google Home und Amazon mit Alexa nachgelegt haben, so bleibt Apple‘s Siri bisher das ausgereifteste Produkt.

Seit der Einführung im Herbst 2011 hat Apple seine Sprachassistentin Siri fortlaufend verbessert. Inzwischen hat sich der virtuelle Assistent fest in das Nutzungsverhalten der Besitzer von iPhone, iPad, Apple TV und Apple Watch integriert. Viele möchten ihn nicht mehr missen. Nachdem mit der neusten iOS-Version 10 inzwischen auch die Interaktion zwischen Siri und Apps von Drittanbietern klappt, hat sich Siris Mehrwert mit vielen neuen Funktionen noch mal gesteigert. Schaut mal, was Siri alles für euch tun kann!

Eure persönliche Sprachassistenz einrichten

In den Einstellungen auf iPhone und iPad könnt ihr Siri aktivieren und an eure Bedürfnisse anpassen. Ihr könnt Siri beibringen, euch beim Namen zu nennen, indem ihr eure Kontaktinformationen zuweist. Spricht sie euren Namen falsch aus, könnt ihr sie verbessern. Außerdem reagiert sie auf das Kommando „Hey Siri“, das auch ohne Drücken des Home-Buttons funktioniert. In den Einstellungen könnt ihr zudem zwischen einer männlichen und einer weiblichen Stimme wählen.

Siri versteht sich auch mit anderen Apps gut

Zu Beginn verstand sich Siri nur mit Apples eigenen Apps. Seit iOS 10 kann sie auch mit anderen Apps zusammenarbeiten. Zum Beispiel kann man sich mit ihrer Hilfe ein Taxi über die App MyTaxi rufen. Auch WhatsApp-Nachrichten kann Apples Sprachassistentin inzwischen verschicken. Und wenn man das möchte, und alles richtig konfiguriert hat, erledigt sie sogar Überweisungen. Möglich ist dies über die Banking-App Azimo. Sagt Siri dazu: „Überweise meinem Bruder 20 Euro“. So eine Kooperation funktioniert auch mit Pinterest, sodass ihr Siri nach Inspiration suchen lassen könnt. Im Test konnte Siri allerdings nur die App öffnen.

In Verbindung bleiben

Siri kann euch helfen, Kontakt zu Familie, Freunden, Kollegen und anderen Bekannten aufzunehmen. Beispielsweise könnt ihr Siri jemanden für euch anrufen lassen. Dazu müsst ihr nicht nicht zwangsläufig den Namen nennen, unter dem derjenige im Adressbuch steht. Siri kann sich inzwischen das Verhältnis merken, in dem ihr zu jemandem steht. Dazu müsst ihr einen entsprechenden Eintrag im Adressbuch hinterlassen. Es stehen etliche Verwandtschaftsgrade sowie hierarchische Ebenen im beruflichen Kontext zur Verfügung. Außerdem lassen sich sogar eigene Verhältnisse hinzufügen. So ist es möglich Siri zu sagen, „Ruf Schatz an“.

Mit Siri den Alltag organisieren

Siri kann für euch Ereignisse im Kalender erstellen oder euch an Dinge erinnern. Wenn gewünscht, erfolgen diese Erinnerungen nicht nur zu einer festgelegten Uhrzeit, sondern auch, wenn ihr einen bestimmten Standort erreicht. Ihr könnt Siri also sagen: „Erinnere mich daran, sobald ich das Haus verlassen habe.“ Siri kennt euren Kalender und gibt euch gerne eine Auskunft, wann der nächste Termin ist, ob ihr am Nachmittag noch Zeit für einen neuen Termin habt und warnt euch auch, wenn ihr dabei seid, Terminsalat zu machen.

Siri macht Musik, erklärt euch Bücher

Siri hat den Rhythmus im Blut. Sie kann für euch Lieder spielen und anhalten, ein Lied vor- oder zurückspulen. Außerdem kann die Sprachassistenz ähnliche Lieder suchen, wenn euch gefällt, was ihr gerade hört. Ich mag besonders die Funktion „Spiele das beliebteste Lied aus dem Jahr XY„. Voraussetzung dafür ist, dass ihr Apple Music aktiviert habt. Aber auch mit Filmen und Büchern kennt sich Siri aus. Wo und wann welcher Film in der Nähe läuft verrät sie euch ebenso gerne wie sie Bücher aus dem iBooks-Store zu eurer Mediathek hinzufügt. Eine weitere hilfreiche Funktion finde ich, dass Siri im Internet nach Zusammenfassungen von Büchern oder Filmen suchen kann. Sagt dazu einfach: „Worum geht es in …?“

Unterwegs

Auch, wenn ihr gerade nicht Zuhause seid, könnt ihr euch mithilfe von ein paar Sprachkommandos das Leben leichter machen. Siri kennt zum Beispiel immer den kürzesten Weg. Wo in der Nähe ein gemütliches Café oder ein beliebtes Restaurant sind, weiß sie ebenfalls. Auch, wenn ihr nur eure Bedürfnisse nennt, kann die Assistentin euch unterstützen. Eine gescheite Antwort erhaltet ihr zum Beispiel auf dieses Sätze:

  • Ich brauche eine Aspirin.
  • „Wo kann ich mir die Haare schneiden lassen?“
  • Ich muss bald tanken.
  • Ich brauche einen guten Elektriker.

Im Auto

Praktisch ist auch die Nutzung von Sprachbefehlen im Auto. Ihr wisst ja, dass es verboten ist, während der Fahrt das Handy ans Ohr zu halten, eine Nachricht zu tippen oder zu lesen. Dies könnt ihr Siri erledigen lassen. Sie arbeitet außerdem mit Apple’s CarPlay zusammen, einer abgespeckten Version von iOS, die sich in die Betriebssysteme einiger Autohersteller integrieren lässt. Hier findet ihr eine Auflistung der Hersteller und Modelle, bei denen das möglich ist. Die Digitalassistentin kann dann während ihr fahrt Anrufe annehmen und tätigen, Nachrichten vorlesen, verfassen und verschicken.

Das Lexikon aus der Cloud

Apples Sprachassistentin hilft euch bei vielen kleinen Fragen des Alltags. Hier ein paar Anregungen.

  • Wie viel sind 7 Prozent Trinkgeld auf 85 Euro?
  • Wie hoch ist der Mount Everest?“
  • Wie viel ist ein Viertel von 128?“
  • Wie viel ist 1 Euro in US-Dollar
  • Wie hat der HSV zuletzt gespielt?“
  • Zeige mir Bilder von Tim Cook.“
  • Wie viel Tage noch bis Weihnachten?“
  • Wie steht der DAX?“

Spaß muss sein

Zu guter Letzt noch ein paar unterhaltsame Frotzeleien, die ihr mit eurem virtuellen Assistenten austauschen könnt, wenn euch gerade langweilig ist.

  • Wirf einen Würfel.
  • Wie macht ein Fuchs?“
  • Kannst du auch Dirty Talk?“
  • Was ist besser? iPhone oder ein Samsung Handy?“
  • Warum vibrierst du?“
  • Was ist Null geteilt durch Null?“
  • Wann wird die Welt untergehen?“
  • Wie viele Mitarbeiter von Apple benötigt man, um eine Glühbirne zu wechseln?“

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HomeKit im Praxistest: Apples Smart Home wird endlich bewohnbar

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Seit zwei Jahren versucht Apple mit HomeKit einen Fuß ins vernetzte Heim zu bekommen. Nach langer Bauphase nimmt die Smart-Home-Plattform endlich brauchbare Konturen an. So kündigte Apple auf der WWDC 2017 an, die Anforderungen für die Entwickler zu lockern und die Einrichtung für Konsumenten zu erleichtern, wie 9to5Mac berichtet. Schon jetzt ist die Auswahl an Apple-kompatibler Haustechnik deutlich größer als noch zum Marktstart. Mittlerweile gibt es viele smarte Produkte, die auch dann in Frage kommen, wenn ihr – so wie ich – als Mieter keine baulichen Veränderungen an Haus und Wohnung vornehmen dürft. Welche Möglichkeiten und welchen Mehrwert bietet Smart Home mit Apple HomeKit inzwischen? Eine Bestandsaufnahme.

Das steckt dahinter: Apple HomeKit kurz erklärt

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HomeKit-Geräte lassen sich über das Kontrollzentrum des iPhone steuern. Screenshot by Berti Kolbow-Lehradt

Kurzer Crashkurs für Einsteiger, die erstmals intensiver mit Smart Home á la Apple befassen. Mit HomeKit möchte Apple einen Standard etablieren, mit dem sich vernetzte Haustechnik bequem im Alltag bedienen lassen soll. Denn heutzutage lässt sich allerlei Haushaltseinrichtung per WLAN oder Bluetooth fernsteuern. Das gilt etwa für Lampen, Sicherheitskameras und Steckdosen, aber auch für Thermostate, Schlösser oder Türklingeln.

Doch lange Zeit war das nicht mehr als eine umständliche Spielerei, weil die Hersteller auf eigene Steuer-Apps und Funkprotokolle setzten. HomeKit schlägt eine Brücke und macht aus all diesen Insellösungen eine vernetzte Technik-Landschaft. So können Nutzer seit iOS 10 ihre HomeKit-fähigen Geräte zentral über Apples Home-App auf iPhone, iPad und Apple Watch steuern.

In iOS ist sie besonders tief integriert. Dort ermöglicht sie auch im Kontrollzentrum den Zugriff auf die wichtigsten Funktionen, wenn ihr zweimal nach links wischt. Für den Apple TV gibt es keine eigene Home-App. Dennoch spielt die Set-Top-Box als Steuerzentrale eine wichtige Rolle, sofern ihr eure HomeKit-Geräte auch von unterwegs aus fernsteuern wollt. Dazu muss lediglich iCloud aktiviert sein. Natürlich stellt sich dabei die Frage nach der Sicherheit der Daten und deren Angreifbarkeit. Zum Glück gehört das Datensammeln an sich – anders als etwa bei Google – nicht zum Geschäftsmodell von Apple.

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Mittels Siri könnt HomeKit-Geräte per Sprachbefehl ein- oder ausschalten. Screenshot by Berti Kolbow-Lehradt

Eine App-Bedienung ist übrigens nicht die einzige Option. Alternativ leitet Apples Sprachassistenz Siri eure Kommandos an die entsprechenden Geräte weiter. Wem es auf der Couch zu dunkel zum Lesen wird, der geht nicht mehr zum Lichtschalter, sondern bleibt sitzen und ruft in sein iPhone: „Siri, mach das Licht im Wohnzimmer an.“ Ähnlich wie Amazon und Google möchte Apple mit dem angekündigten HomePod bald auch einen Lautsprecher bieten, der Sprachkommandos entgegennimmt.

„Szenen“ helfen bei der Heimautomatisierung

Ein weiteres Feature: Weil sich die Geräte dank der gemeinsamen Plattform über die Hersteller-Grenzen hinweg verstehen, lässt sich eine respektable Heimautomatisierung realisieren. Mit der „Szenen“-Funktionen können Nutzer mehrere Geräte auf einmal ein- oder ausschalten. Beispielsweise aktiviert eine iPhone-Nutzerin in einem Werbeclip gleichzeitig die Jalousien und Kaffeemaschine, einfach, indem sie Siri einen „Guten Morgen“ wünscht.

Auch komplexere Automatisierungsroutinen sind möglich. In solchen Fällen lösen definierte Sensor-Werte vorgewählte Aktionen aus. Einen Ventilator automatisch anspringen zu lassen, wenn die Temperatur einen definierten Wert übersteigt, ist auf diese Weise ein Leichtes.

Diese Geräte verstehen sich mit HomeKit

Nach einem schleppenden Start in 2015 ist die Zahl mit der Home-App steuerbaren Geräte auf eine Größe gestiegen, die den Aufbau eines Smart-Home-Netzwerks aus HomeKit-Produkten sinnvoll macht. Apple zählt 17 Produktkategorien und 113 erhältliche oder angekündigte Produkte, die viele Einsatzzwecke abdecken (Stand Juni 2017). Leider ist davon hierzulande erst rund die Hälfte der Produkte erhältlich. Ob ein Gerät mit Apple Home kompatibel ist, verrät das „Works with HomeKit“-Logo auf der Verpackung.

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Anhand dieses Logos erkennt ihr, ob das Gerät mit Apples Smart-Home-Plattform zusammenarbeitet. Image by Berti Kolbow-Lehradt

In Sachen Beleuchtung verstehen sich zum Beispiel die Leuchtmittel und Lampen von Philips Hue ebenso mit Apple Home wie die LED-Panels von Nanoleaf Aurora. Der deutsche Hersteller Elgato bietet in seiner Connected-Home-Produktreihe Eve einen breiten Strauß vernetzter Sensoren und Steckdosen. Neben Elgato haben auch Honeywell, Tado und Netatmo HomeKit-taugliche Heizthermostate im Programm. Zudem misst Netatmo mit seinem Healthy Home Coach das Raumklima sowie den Lärmpegel und leitet diese Werte an die Home-App weiter.

Eine erste HomeKit-fähige Indoor-Überwachungskamera ist auch erhältlich: Die Omna 180 Cam von D-Link. Im Gegensatz dazu soll Logitechs gerade vorgestellte Sicherheitskamera Circle 2 soll erst in Kürze ein HomeKit-Update erhalten. Schade: Viele andere vielversprechend klingende Kategorien wie smarte Türschlösser und Ventilatoren sind vorerst nur den Nutzern von Apple Home in den USA vorbehalten.

Die kompakteste, aber keine vollständige Übersicht über hierzulande erhältliche HomeKit-Produkte bietet der deutsche Apple Store. Auch Apple-Händler Gravis ist in Sachen HomeKit gut sortiert. Eine erschöpfende HomeKit-Liste inklusive Preisvergleich ist bei Tink zu finden.

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Es gibt immer mehr passende Geräte für Apple HomeKit, zum Beispiel von Elgato, Philips, Netatmo und D-Link

HomeKit in der Praxis

Ein Praxistest mit aktueller Apple-Hardware auf jüngstem OS-Stand sowie einer Reihe von HomeKit-kompatiblen Geräten führt zu einem erfreulichen Ergebnis – allerdings mit Verbesserungspotenzial. Zum Einsatz kommen dabei Hue-Glühbirnen von Philips, außerdem die Klimasensoren Eve Room und Eve Weather sowie die Steckdose Eve Energy und der Bewegungsmelder Eve Motion von Elgato. Ferner habe ich die Überwachungskamera Omna 180 von D-Link und den Healthy Home Coach von Netatmo getestet. Die Test-Exemplare stellten mir die Hersteller sowie der Apple-Händler Gravis zur Verfügung.

Ihre Kernaufgabe als Bindeglied erfüllt die HomeKit-Plattform einwandfrei. Das getestete Zubehör lässt sich mühelos hinzufügen. Entweder gelingt das über die herstellereigene App oder – noch einfacher – über Apples Home-App. Im zweiten Fall liest die Kamera einen HomeKit-Code auf dem Produkt oder dessen Verpackung ein.

Anschließen im normalen Betrieb die jeweiligen Geräte per App ein- oder auszuschalten, klappt

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Per HomeKit-Code liest die Kamera das Gerät und bindet es in die Apple-Home-App ein. Screenshot by Berti Kolbow-Lehradt

reibungslos. Auch die Szenen-Funktion, mit der ich mehrere Geräte auf einmal steuere, macht ihren Job einwandfrei. Nachdem ich meinen Apple TV als Steuerzentrale richtig konfiguriert habe, kann ich sogar aus der Ferne mit dem iPhone auf die vernetzten Geräte zugreifen. Noch einfacher als die App-Bedienung ist jedoch die Sprachfunktion.

Ich finde es einfach cool, mit einem „Hey Siri“-Zuruf das Licht zu bedienen oder die Temperatur abzufragen. Mein liebster Life-Hack bisher: Weil ich meinen nicht-smarten Standventilator mit der HomeKit-Steckdose Elgato Eve Energy verbunden habe, brauche ich ihn nicht mehr von Hand einzuschalten. Stattdessen kann ich per Sprachkommando einfach die Steckdose aktvieren, um mir kühle Luft um die Ohren pusten zu lassen.

Das darf noch besser werden

So gut die App- und Sprachsteuerung über Apple Home auch funktioniert – die App-Gestaltung selbst dürfte gern übersichtlicher und selbsterklärender sein. Ein großes Manko in Sachen Oberflächendesign ist die Kachel-Optik. In die Zeilen der kleinen Quadrate passt zu wenig Schrift, sodass sie viele Begriffe unvollständig anzeigen. Dadurch lässt sich zum Teil nur erraten, welche Geräte und Sensoren gerade gemeint sind. Möchte ich Sensorwerte abrufen, sind die herstellereigenen Apps mitunter übersichtlicher.

Auch den Assistenten für automatisierte Vorgänge finde ich nicht benutzerfreundlich genug. Er ist unter

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Was soll das bedeuten? Die Anleitung in im Automations-Menü ist zum Teil sehr kryptisch. Screenshot by Berti Kolbow-Lehradt

dem Punkt „Automation“ unten rechts in der Menüleiste der Home-App zu finden. Darüber lassen sich ereignisbasierte Aktionen programmieren. Etwa, dass sich die mit dem Ventilator verbundene Steckdose startet, wenn die Raumtemperatur einen Schwellenwert übersteigt oder wenn die Omna 180 registriert, dass ich den Raum betrete.

Jedoch sind die Oberflächen-Elemente des Automationsmenüs zum Teil leider so kryptisch beschriftet, dass es mich mehrere Versuche kostet, die korrekte „If this, then that“-Regel zu erstellen. Intuitiv geht anders. Allerdings nervt diese Fummelei nicht allein in der Home-App von Apple, sondern auch in der Eve-App von Elgato, in der sich mittels HomeKit ebenfalls solche Routinen programmieren lassen. Das ist bedauerlich. Denn erst mit solchen Automationsregeln wird ein vernetztes Zuhause auch im Wortsinne zu einem Smart Home.

Fazit

Mit der HomeKit-Plattform macht Heimvernetzung richtig Spaß! Einrichtung und manuelle Bedienung per App oder Siri funktionieren einwandfrei. Wer bereits als Apple-Nutzer über ein iPhone oder ein iPad verfügt, findet leichten Zugang zum Thema Smart Home. Er braucht dann nur noch passende Haushaltstechnik, die mit dem HomeKit-Label versehen ist. Das Zubehörsortiment ist hierzulande noch klein, aber es wächst kontiniuerlich. Zudem genügt die Auswahl, um sich ein alltagstaugliches HomeKit-Szenario zusammenzustellen.

Nachbessern darf Apple gerne noch in bei der Oberfläche der Home-App und bei der Automatisierungsfunktion. Mehr Übersichtlichkeit und Verständlichkeit würden den Mehrwert der Plattform nochmals deutlich steigern. Beim derzeitigen Stand werden viele entnervt darauf verzichten, komplexere Routinen vorzuplanen. Insgesamt hat sich Apple HomeKit nach zweijähriger Reifezeit zu einer ordentlichem Plattform entwickelt, die das Smart-Home-Thema einen breitenwirksamen Schub geben dürfte.

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Apple Home-App. Image by Berti Kolbow-Lehradt

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  • REPUBLICA heise: Social-Media-Kanäle der Öffentlich-Rechtlichen heftig umstritten: Heute ist der letzte Tag der re:publica in Berlin. Hans Demmel, Vorstand des Verbands Privater Rundfunk und Telemedien, äußerte auf der Media Convention große Vorwürfe den Öffentlich Rechtlichen Medien ARD und ZDF gegenüber. Mit ihren Angeboten auf Sozialen Medien wie Facebook und Twitter würden sie den amerikanischen Großkonzernen Gelder zuspielen. Auch aufgrund dieser Debatte befinden sich die öffentlich Rechtlichen jetzt erneut unter Legitimitätsdruck.

  • AMAZON golem: Amazon zeigt Alexa-Gerät mit Bildschirm und Kamera: Amazon hat jetzt den “Echo Show” vorgestellt. Die neue Version des Flagschiff-Geräts Echo mit der integrierten KI Alexa verfügt jetzt auch über Kamera und Display. Das Echo Show wird über einen 7-Zoll-Bildschirm und eine 5-Megapixel-Kamera verfügen. Wie auch der Vorgänger wird es per Sprachsteuerung über Alexa gesteuert und zeigt deren Antworten nun auch gleichzeitig auf dem Display. In den USA wird Echo Show gegen Ende Juni verfügbar sein, hierzulande muss man noch etwas länger warten.

  • GOOGLE spiegel online: Leistungsschutzrecht kommt vor EuGH: Der Streit zwischen Google und deutschen Verlegern geht jetzt vor den europäischen Gerichtshof. Das Gesetz dient dem Schutz verlegerischer Leistungen vor Zugriffen durch Suchmaschinen wie Google. Geklärt werden soll, ob die Bundesregierung die EU-Kommission über die Verabschiedung des Gesetzes hätte informieren müssen. Google betonte, dass sie mit den Verlegern zusammenarbeiten wollen und keinesfalls weitere juristische Auseinandersetzungen anstreben. Fraktionsabgeordnete im EU Parlament fordern jetzt unter anderem auch ein europaweites Leistungsschutzgesetz.

  • WINDOWS t3n: Update fixt „schlimme Code-Ausführungslücke“ in Windows: “This is crazy bad” verkündigte Tavis Ormandy, Mitglied von Googles Security-Spezialeinheit Project Zero, am Montag. Er und seine Kollegin Natalie Silanovich hatten eine dramatische Windows-Lücke, einen selbst verbreitenden Wurm, entdeckt. Schon in der Nacht zum Dienstag konnte diese, laut der Experten, schlimmste Code-Ausführungs-Lücke in Windows der letzten Zeit geschlossen werden. Abhilfe schafft ein simples Update.

  • FOODORA gründerszene: Foodora testet kleine Lieferroboter: Der Gastro-Lieferdienst Foodora testet jetzt die Lieferung mit Robotern in Hamburg. Bestellungen sollen mit den Robotern schneller zum Kunden kommen und mithilfe spezieller Isolierungen das Essen warm halten. Nur mithilfe eines Smartphones kann der Kunde den Frachtraum öffnen. Zurechtfinden sollen sich die Roboter mithilfe verschiedener Sensoren und durch ständige Überwachung durch die Zentrale. Diese Neuerung würde allerdings auch einen Rückgang der Fahrradkuriere bedeuten.

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Test: Apple AirPods klotzen mit smarter Technik, geizen mit Bass

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Um Apples groß angekündigte kabellose Kopfhörer AirPods herrschte lange Zeit viel Lärm um nichts. Erst mit monatelanger Verspätung kamen die Kopfhörer auf den Markt. Und auch zum Erscheinen dieses Artikels müssen Online-Käufer sich noch gedulden, bis sie das 180 Euro teure Lauscherpaar in den Händen halten. Die Wartezeit im Apple Store beträgt sechs Wochen. Mir lag inzwischen bereits ein Test-Exemplar vor. Vor meinem geistigen Ohr erklang die Frage: Lohnen sich Kaufpreis und Wartezeit? Am liebsten möchte ich mit einem Sprachbefehl antworten: „Siri, sag’ mal Apple, die AirPods sind nicht schlecht, da geht aber noch mehr.“

Warum Apple einen Bluetooth-Kopfhörer bringt

Die Auswahl an kabellosen Kopfhörern mit Bluetooth ist groß. Auch Apples Tochterfirma Beats mischt in diesem Bereich mit. Warum bringt Apple dann unter eigener Marke ein eigenes Modell heraus? Das lässt sich nur mit einem Blick auf die aktuelle iPhone-Generation 7 (Plus) verstehen (hier zu Test). Sie verzichtet auf einen Klinkenstecker. Ist der Lightning-Port fürs Aufladen belegt, kann das iPhone nur noch mit Funkkopfhörern kommunizieren. Die AirPods sollen als Referenz dafür herhalten, wie sich Apple smarte, kabellose Kopfhörer von heute vorstellt.

Das Design: Ein Griff ins Klo

Die Formsprache schauen sich andere Hersteller aber bitte gefälligst nicht ab. Die weißen Kopfhörer sehen einem Mundstück für eine Elektro-Zahnbürste täuschend ähnlich. Und die im Lieferumfang enthaltene weiße Transportbox mit den abgerundeten Ecken mutet wie ein Spender für Zahnseide an. Das Transportgehäuse lässt sich ja außer Sichtweite in der Hosentasche verstauen, aber diese Kopfhörer empfinde ich in der Öffentlichkeit als ästhetisch total indiskutabel. Beim Praxistest in der U-Bahn habe ich mich geradezu geniert.

Apple AirPods Toothbrush
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Gut vernetzt im Apple-Ökosystem

Immerhin erfüllt das Verlängerungsstück der Ohrknöpfe einen höheren Zweck. Sie bieten Platz für die ganzen Chips, Mikros und andere Sensoren, die in den AirPods stecken. Diese Technik-Innereien ermöglichen ein paar ziemlich clevere Funktionen.

Apple hebt besonders den selbst entwickelten W1-Chip hervor. Damit lassen sich die AirPods in meinem Praxistest mit einem iPhone 6 so einfach und schnell verbinden, wie zuvor mit keinem anderen Bluetooth-Kopfhörer. Einfach Bluetooth auf dem iPhone aktivieren, die AirPods in die Nähe des iPhones halten und – zack – bestätigt ein eingeblendetes Fenster die erfolgreiche Kontaktaufnahme.

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Ist dieses Pairing mit einem Apple-Gerät einmal vollzogen, kann ich die AirPods sogar an meinem iPad und iMac oder meiner Apple Watch verwenden – ohne weitere Einrichtung. Die Einstellungen wurden einfach automatisch per iCloud übernommen. Etwa im Bluetooth-Menü des iMac tauchen die AirPods dann bereits auf. Wähle ich sie aus, ist die Verbindung umgehend hergestellt.

Ob ich die AirPods im Ohr trage, erkennt ein Infrarotsensor. Entferne ich die Kopfhörer, unterbricht die Musik selbständig. Praktisch!

Sprachsteuerung per Siri nicht zu Ende gedacht

Die smarte Sensorik ist auch deshalb so wichtig, weil es keine physischen Bedienelemente an den Kopfhörern selbst gibt. Bei der Musiksteuerung kommt Apples Sprachassistentin Siri eine große Rolle zu. Habe ich mir bei Siri Gehör verschafft, stellt sie für mich auf Wunsch die Musik lauter und leiser oder ruft bestimmte Titel und Playlisten auf. Das klappt zuverlässig. Siris Dienstantritt gelingt jedoch nicht immer. Ein Doppeltipp auf die AirPods soll sie eigentlich aktivieren, führt aber in meinem Test nur in etwa der Hälfte der Fälle zum Erfolg.

Daher betrachte ich die Sprachsteuerung der AirPods als unausgereiftes Konzept. Selbst wenn Siri in neun Fällen reagiert und nur im zehnten nicht, wäre sie der Zuverlässigkeit einer physischen Fernbedienung an der Ohrmuschel immer noch unterlegen.

Außerdem ist es natürlich eine groteske Vorstellung, in der U-Bahn oder anderen öffentlichen Räumen die AirPods per Sprache zu steuern. Stattdessen dürften die meisten Nutzer das iPhone aus der Tasche holen und die Aktion am Gerät selbst vornehmen. Besteht keine Internetverbindung, müssen sie das sogar. Denn als cloud-basierter Dienst benötigt Siri auch für die Musiksteuerung Zugriff auf Apples Sprachserver. Sorry Apple, diese Idee ist in Sachen Usability nicht zu Ende gedacht.

AirPods sitzen gut, geizen mit Bass, schirmen nicht ab

Bei der Passgenauigkeit geht Apples „Keep it simple“-Credo immerhin auf. Die AirPods gibt es in genau einer Größe, Silikonaufsätze für den maßgefertigten Einsatz im Ohr sind nicht vorgesehen. Dennoch sitzen die Knöpfe stabil in meinen Ohren. Dem Vernehmen nach ist das bei der Mehrheit der Träger der Fall.

Apple AirPods
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Dass Apple auf eine klassische In-Ear-Bauweise mit tiefer Verankerung im Gehörgang verzichtet, hat aber auch gravierende Nachteile. Die AirPods schirmen so gut wie gar nicht ab. Weder halten Umgebungsgeräusche fern, noch schützen sie meine Sitznachbarn davor, durch meine Musik belästigt zu werden.

Angesichts dieses Formfaktors überrascht es auch nicht, dass die AirPods sehr bass-arm klingen. Gerade bei den kleinen Treibern von In-Ears hängen Bassintensität und die Position im Gehörgang eng zusammen.

In anderen klanglichen Teildisziplinen überzeugen die AirPods. Sie machen auf mich einen sehr detailreichen, räumlichen Eindruck. Die Bluetooth-Verbindung hatte auf naher Distanz in meinem Testzeitraum keinen einzigen Aussetzer. Weil die AirPods dabei aber eben so unfassbar dünn klingen, ist das nur ein schwacher Trost.

Das perfekte Telefonie-Headset

Die einwandfreie Detailwiedergabe in den Mitten und Höhen kommt den AirPods beim Einsatz als Telefonie-Headset zugute. Zudem filtern die integrierten Richtmikrofone störende Umgebungsgeräusche souverän heraus. Ich kann mich an keinen Bluetooth-Kopfhörer mit besserer Sprachqualität erinnern. Auch meine Gegenüber verstanden mich einwandfrei, so, als säße ich am Hörer eines Festnetztelefons.

Akkulaufzeit nur mit Transportbox brauchbar

In den kleinen Knöpfen ist natürlich nicht viel Platz für einen Akku. Und all die smarten Funktionen zehren auch noch vom knappen Energievorrat. Mit bis zu fünf Stunden Laufzeit bis zur nächsten Aufladung sind die AirPods daher akkumäßig etwas kurzatmig aufgestellt.

Apple AirPods
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Nur in Kombination mit der Transportbox ist die Akkulaufzeit praxistauglich. Sie beinhaltet einen eigenen Akku, der die AirPods bis zu vier Mal aufladen können soll, ehe sie selbst per Lightning-Kabel neue Energie tanken muss. Rund 24 Stunden maximale Akkulaufzeit sind ein gehobener Wert. In meinem Praxistest kam ich mit dieser Größenordnung prima über die Runden, ohne überraschend mit leeren Kopfhörern dazustehen.

Fazit: AirPods als Technologie-Demo für Apple-Fans

Unterm Strich bietet Apple mit den AirPods einen viel versprechenden Ausblick darauf, wohin die Reise bei smarten Kopfhörern geht. Das Pionier-Produkt teilt jedoch das Schicksal vieler anderer Modelle der ersten Generation. Für den Einsatz im Alltag einer breiten Masse taugen sie nicht. Das ungewöhnliche Design mit seinem Zahnhygiene-Flair ist sozial kaum akzeptabel, die Sprachbedienung ist nicht ausgereift, der bass-arme Klang ist nicht standesgemäß in dieser Preiskategorie.

Die einfache Vernetzung mit Apple-Geräten ist hingegen prima gelungen. Und als Telefonie-Headset machen die AirPods eine Top-Figur. Dies allein reicht aber nicht für eine Kaufempfehlung. Zur Anschaffung der AirPods ist nur Apple-Fans zu raten, die sich ihr Exemplar einer historisch bedeutsamen Technologie-Demo sichern wollen.


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  • ADOBE golem: Adobe entwickelt Sprachsteuerung für Bildbearbeitung: „Wie wäre es, wenn Sie einen intelligenten Assistenten bei der Bildbearbeitung hätten?“, fragt Adobe und liefert auch gleich die Antwort in Form eines kleinen YouTube-Videos. Dort sehen wir einen Bildbearbeiter, der einfache Aufgaben mündlich ans Programm delegiert. Noch hat Adobe keine Software veröffentlicht, mit der eine sprachgesteuerte Bildbearbeitung möglich ist. Es ist jedoch gut vorstellbar, dass auch komplexere Änderungen möglich wären.

  • ALPHABET gruenderszene: Alphabet gibt das Drohnen-Projekt Titan auf: Mit der Umwandlung von Google zu Alphabet sind viele Investitionen in andere Geschäftsfelder von Alphabet übernommen oder auch nur notdürftig integriert worden. Jetzt scheint es ein großes Aufräumen zu geben, denn wie Alphabet mittlerweile bestätigt hat, wurde die nächste Abteilung geschlossen: Das Start-Up Titan Aerospace hat den Betrieb und die Entwickler der Drohnen eingestellt.

  • INSTAGRAM t3n: Instagram Stories starten mit Video-Ads: Instagram hat am Mittwoch bekannt gegeben, dass sie in den nächsten Wochen für Instagram-Business-Tools auch Insights starten. Instagram-Profile, die in ein Business-Profil umgewandelt wurden, bekommen damit mehr Einblicke in den Erfolg ihrer Stories. Außerdem bekommen Werbetreibende bald die Möglichkeit, Werbung in Stories zu schalten. 

  • APPLE heise: Apple verliert wichtigen Mac-Produktdesigner angeblich an Tesla: Apple hat offenbar einen weiteren wichtigen Mitarbeiter verloren: Der für die Mac-Entwicklung zuständige Senior Director of Design, Matt Casebolt, arbeitet inzwischen für Tesla als Entwicklungschef für „Schließelemente und Mechanismen“. Der Wechsel sei bereits im Dezember erfolgt. Casebolt hat dem Bericht zufolge zuletzt die Entwicklung des neuen MacBook Pro mit Touch Bar geleitet und war zuvor am neu eingeführten Mac Pro beteiligt. 

  • GOOGLE googlewatchblog: Android Wear 2.0 und die Google-Smartwatches kommen Anfang Februar: Vor knapp drei Jahren hat Google bei dem damaligen Wearable-Trend mitgemacht und hat das Smartwatch-Betriebssystem Android Wear vorgestellt. Nun wurde mit der Version 2.0 der Nachfolger angekündigt. Laut einer E-Mail an Wear-Entwickler wird das neue Betriebssystem Anfang Februar vorgestellt und zur Verfügung stehen. 

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Amazon Echo bringt die KI nach Hause – und das früher als gedacht

Amazon_Echo (adapted) (Image by Scott Lewis [CC BY 2.0] via Flickr)

Was soll all die Aufregung um den sprachgesteuerten Hauslautsprecher, den Amazon Ende September in Deutschland und Großbritannien veröffentlicht hat? Das Gerät ist in den USA seit über einem Jahr erhältlich und hat sich als absoluter Hit herausgestellt. Die Verkaufszahlen wurden auf 1,6 bis 3 Millionen Einheiten geschätzt. Allerdings widersprechen diese Zahlen dem Einfluss, den solch ein Gerät, das mit künstlicher Intelligenz arbeitet, auf das moderne Zuhause schon in naher Zukunft haben könnte. Echo erlaubt es nicht nur, unsere Musik per Sprachsteuerung auszuwählen, dies ist nur die erste von vielen verschiedenen Smart-Home-Anwendungsmöglichkeiten, die weit über einfache Aufgaben wie das bloße Steuern von Musik oder Beleuchtung hinausgehen. Es nutzt einen Assistenten mit künstlicher Intelligenz namens Alexa, der es Nutzern ermöglicht, auf Informationen und Dienstleistungen aus dem Internet zuzugreifen und persönliche Organisationstools zu nutzen. So können Sie beispielsweise eine Pizza bestellen oder ein Taxi rufen, das Wetter oder Termine in Ihrem Kalender abfragen – alles nur durch eine Anfrage an Alexa. Somit ist es Apples Siri recht ähnlich, macht aber, was Mikrofon und KI Technologie anbelangt, demgegenüber deutlichere Fortschritt. Im Hinblick auf die Spracherkennung und Anfragenausführung arbeitet es treffsicherer als vergleichbare Geräte. Dies gilt für alle Bereiche in Ihrem Zuhause, wo das Gerät Sie hören kann.

Ich habe nun das vergangene Jahr mit Amazon Echo gelebt, nachdem ich es aus den USA über eBay importiert hatte. Es ist ein erstaunliches Werkzeug, das man selbst erlebt haben muss, um zu begreifen, warum es das Potenzial hat, den Gedanken vom intelligenten Assistenten für jedes Zuhause erfolgreich zu machen. Daher überrascht es nicht, dass selbst Amazons CEO Jeff Bezos sagte, es werde möglicherweise der vierte Amazon-Hauptservice, gleich nach der Verkaufsstelle, dem Cloud-Speicher und den Mobilgeräten. Viele von uns haben sich bereits an mangelhafte Spracherkennungssysteme und fehleranfällige Benutzung unserer Smartphones gewöhnt. Allerdings hat Amazon bereits zwölf Monate vor der Konkurrenz damit begonnen, ein Hochpräzisionsmikrophon und eine verfeinerte Spracherkennung zu entwickeln. Dadurch hat das Unternehmen gegenüber anderen einen deutlichen Vorsprung erhalten. Der Unterschied zu anderen KIs ist, dass Alexa statt einer einzelnen Software 300 ihrer eigenen Apps nutzt (die Amazon „skills“, also Fähigkeiten, nennt), um das Gerät mit entsprechenden Fähigkeiten auszustatten. All dies schafft ein System, das besser integriert und höher entwickelt ist und gleichzeitig ein Minimum an Einrichtung bzw. Konfiguration erfordert. Das ist eine durchaus signifikante Entwicklung im Aufkommen des vernetzten Zuhauses, die auf uns zukommt, während wir von der Epoche der PCs und mobilen Geräte zusteuern auf die Epoche des Internets der Dinge. Eine Epoche, in der Computerchips sich in beinah allen Geräten des täglichen Lebens finden lassen, die wir benutzen. Echo ist wohl das erste erfolgreiche System, dem es gelungen ist, diese Lücke zu schließen. Sein Spracherkennungsservice verknüpft, zusammen mit der Sensorik, Ihr Zuhause mit einer Lieferkette des Amazon Markts, die viele, wenn nicht sogar alle Ihrer Bedürfnisse bedient. Es ist vielleicht noch etwas früh für ein solches Gerät, aber es wirft dennoch die Frage auf, wie andere Geschäfte, Banken und Entertainmentunternehmen eventuell auf diese Technologie reagieren müssen, da es im Endeffekt einen Zwischenhändler zwischen Ihnen und den Kunden platziert. Anstatt zu einem Direktanbieter zu gehen, erledigen Sie eine Bestellung nun über Amazon mit Echo. Die IT-Industrie nennt das einen Aggregator oder eine Service-Broker-Plattform. Dies ist das allseits angestrebte, mythische Ziel vieler Tech-Unternehmen, die der Dienstleister aller erhältlichen Dienste werden wollen.

Was spricht dagegen?

Das Feedback der frühen Anwender von Echo aus den USA war solide. Nach meiner Erfahrung entfällt das Argument, das Gerät habe keinen Bildschirm, was die Interaktion erschweren würde, wenn man das Gerät einfach nutzt. Die Sprachinteraktion wirkt natürlich und wenn es wirklich ein Problem mit dem System gibt, liegt das eher daran, dass man erst den Umfang der Fähigkeiten des Systems verinnerlichen sollte, als sie direkt zum Laufen bringen zu wollen. Ein Gerät, das ständig auf Spracheingaben wartet (und das Unternehmen ist um die Klarstellung bemüht, dass anderweitige Konversationen nicht aufgezeichnet werden), wirft zweifelsohne die Frage nach der Privatsphäre auf, genauso wie es all unsere anderen verknüpften Geräte tun. Echo und Alexa arbeiten mit den entsprechenden Sicherheitsprotokollen, die viele Leute bereits nutzen, wenn sie online einkaufen oder den Cloud-Dienst von Amazon nutzen. Wie privat diese Systeme allerdings wirklich sind und welche Missbrauchsrisiken sie bergen, muss untersucht werden, sobald Amazon oder andere Smart-Home-Unternehmen damit einen Zugang nicht nur zu unseren Bankdaten, sondern auch zu unseren privaten Gesprächen erhält. Echo repräsentiert eine neue Art von Schnittstelle, die zusammen mit bahnbrechenden Konzepten im Bereich der virtuellen Realität Dienstleistungen im Hinblick auf Sprachsteuerung vorantreibt, die den innovativen Umgang mit Computern schon 2017 und den darauffolgenden Jahren prägen wird. Google hat in den USA bereits Google Home ein ganzes Jahr später auf den Markt gebracht und auch andere Unternehmen arbeiten momentan an ähnlichen Ansätzen. Das erstaunliche daran ist, dass dies eine Zukunftsvision darstellt, die viel eher als derzeit angenommen eintrifft. Wir sind zwar noch weit von allgemein künstlicher Intelligenz entfernt, mit Maschinen, die wie Menschen denken und handeln – aber die Tage von Tastatur und Maus sind gezählt. Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Amazon_Echo“ by Scott Lewis (CC BY 2.0)


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  • APPLE giga: Apple zum Verkaufsstart des iPhone 7: Schlechte Chancen für direkte Store-Mitnahme: Heute sollte eigentlich der Verkaufsstart des neuen Apple iPhone 7 sein. Wer plante heute in den Apple Store zu gehen und das neue Handy ohne Vorbestellung zu kaufen, muss sich wohl etwas anderes überlegen. Laut Apple sind in den Läden nämlich nur noch wenige Stückzahlen verfügbar und manche Modelle sogar gar nicht mehr. Das iPhone 7 Plus und das iPhone 7 in Diamantschwarz (Jet Black) sind zurzeit ausverkauft. Grund dafür ist die hohe Nachfrage während der Vorbestellphase seit dem 9.September.

  • SAMSUNG t3n: Samsung Galaxy S8: Früherer Release, mit Dual-Kamera und ohne 3,5-mm-Kopfhörerbuchse: Aufgrund der Probleme mit dem Galaxy Note 7 gibt es nun das Gerücht, dass Samsung die Vorstellung und den Verkaufsstart des Galaxy S8 vorziehen möchte. Durch dieses Verfahren könnte das Unternehmen die durch den Note-7-GAU verfehlten Umsatzziele teilweise wieder auffangen. Außerdem wird es das Galaxy S8 wahrscheinlich ausschließlich im edge-Design geben und es werden zwei Varianten erscheinen. Eine weitere Vermutung besagt, dass dem neuen Modell der Kopfhöreranschluss fehlen wird und eine Dual-Kamera vorhanden sein wird. Noch sind es nur Gerüchte, aber es ist durchaus möglich, dass der Sprung zum Galaxy S8 größer wird als der vom S6 zum S7.

  • AMAZON heise: Verbraucherzentrale NRW klagt gegen Amazons Dash-Knöpfe: Die Verbraucherzentrale NRW möchte nun vor Gericht gegen die Dashbuttons von Amazon vorgehen. Unter anderem fehle der Hinweis, dass ein Druck auf den Knopf eine kostenpflichtige Bestellung auslöst. Ein weiterer Kritikpunkt sei, dass der Gesamtpreis und die wesentlichen Produkteigenschaften bereits vor der Bestellung deutlich werden müssen. Bei dem Dashbutton erfolgt das, aber erst nachdem man den Knopfdruck betätigt hat. Hinzu kommt, dass Amazon sich erlaubt den Preis und die Versandkosten für die jeweiligen Produkte zu ändern.

  • TELEKOM golem: Update auf iOS 10 bringt WLAN-Telefonate auf das iPhone: Mit Apples neuem Software-Update iOS 10 können iPhone-Besitzer nun ohne Mobilfunkempfang telefonieren, wenn sie Kunden der Telekom sind. Dazu wird lediglich eine WLAN-Verbindung benötigt. Diese Funktion ist besonders hilfreich, wenn der Mobilfunkempfang schlecht ist, aber man eine gute WLAN-Verbindung hat. Die Nutzer sind bei WLAN Calling weiterhin über ihre Mobilfunkrufnummern erreichbar.

  • DATENSCHUTZ stern: Diese Internetriesen lauschen mit – aber was passiert mit den Daten?: Seit dem iPhone 4s erlebte die Sprachsteuerung eine rasante Entwicklung. Egal ob Siri, Google Now oder Amazons Lautsprecher Echo – alle drei hören zu und schicken die Daten durchs Netz. Das Vorgehen der digitalen Assistenten ist immer gleich: Man gibt einen Befehl, dieser wird aufgenommen, in die Cloud geschickt und dort verarbeitet. Google wertet die Audioanfragen aus, um die eigenen Dienste und die persönliche Nutzererfahrung zu verbessern. Teilweise können aber auch Werbeeinblendungen auf den gesammelten Daten basieren. Wie die Daten genau bearbeitet werden ist unbekannt. Auch Apple speichert die Audiodaten zur Qualitätskontrolle für zwei Jahre. Jedoch werden diese anonymisiert und vom Benutzer entkoppelt.

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5 Lesetipps für den 6. Januar

In den Lesetipps geht es um Sprachsteuerung per Smartwatch, Twitter und seine Kurzbeiträge, Facebook, einen fragwürdigen Wahlkampfspot und um Elektroautos. Ergänzungen erwünscht.

  • SPRACHSTEUERUNG Golem.de: Sprachsteuerung per Smartwatch: Volvo lässt Fahrer mit ihrem Auto sprechen: Mit seinem eigenen Auto sprechen? In Zukunft möchte Volvo genau das! Über das “Fitness-Wearable Microsoft Band 2” sollen Autobesitzer künftig per Spracheingabe mit ihrem Auto kommunizieren können. Mit diesen Sprachbefehlen sind Navigationsziele ganz einfach einzugeben. Selbst die Türen lassen sich mit der Volvo-On-Call-App öffnen. Mit diesen und vielen anderen Möglichkeiten, ist diese App zwar nicht die erste, mit der man Autos über eine Smartwatch bedienen kann, aber die erste, mit der man Sprachbefehle an sein Auto sendet. Schon im Frühjahr soll die Sprachfunktion bei den Volvo-Modellen, ab dem Baujahr 2012, möglich sein.

  • TWITTER SPIEGEL ONLINE: Twitter: 140 Zeichen Grenze soll offenbar 10.000 Zeichen weichen: 140 Zeichen reichen nicht. Twitter ist dabei, die 140-Zeichen-Grenze von Tweets aufzuheben und diese auf 10.000 Zeichen zu erhöhen. Jack Dorsey begründete, dass die derzeitigen Tweets bereits umgangen werden, indem viele Nutzer Screenshots von längeren Texten posten. Das Verhalten der Nutzer beobachte er schon seit längerem. Wie es heißt, würde sich an der Darstellung der Nachrichten nichts ändern, da sie dennoch in Kurzform angezeigt und sich erst bei einem Klick auf die Meldung komplett öffnen würden.

  • FACEBOOK t3n: Ohne Google: Facebook arbeitet an Notfallplan für Android-App: Facebook hat anscheinend für alles eine Lösung. So auch für den eventuellen Rauswurf der Facebook App aus dem Google Play Store. Zwar ist davon bislang noch nicht die Rede, jedoch ist nicht zu vergessen, dass Google und Facebook Kontrahenten sind und sich jeder um sich selbst kümmert. Für diesen Fall versucht Facebook jetzt verschiedene Wege zu finden, um die App weiterhin bereitstellen zu können, sollte der Fall eines Rauswurfs eintreten. Neben vielen Ideen besteht unter anderem die Option, dass das soziale Netzwerk mit Smartphone-Herstellern kooperiert, damit diese die Anwendung auf den Geräten schon vorinstallieren können.

  • WAHLKAMPFSPOT FOCUS Online: Donald Trump: Wahlkampfspot verwechselt Mexiko mit Marokko: Bei der US-Präsidentschaftskandidatur steht Donald Trump derzeit an der Spitze. Mit seinen provozierenden Äußerungen erlangt er stets die Aufmerksamkeit der Wähler. So auch in einem Fernsehspot, wofür er eine Menge Kritik einstecken musste. Denn in diesem Spot wetterte Trump gegen Einwanderer aus Mexiko und zeigte stattdessen Bilder von Menschen aus Marokko. Das Wahlkampfteam von Trump jedoch wehrte sich gegen die Kritik der Wähler und erklärte, dass man die Bilder “bewusst” ausgewählt habe.

  • ELEKTROAUTOS heise online: Umfrage: Großes Interesse an Elektroautos in Deutschland: Wie eine Bitkom-Studie ergab, interessieren sich rund 69 Prozent der Deutschen für Elektroautos – allerdings gibt es ein paar Bedingungen, die erfüllt werden müssen. Die Akkuleistung sollte, laut den Befragten, genauso lange anhalten wie eine normale Tankfüllung. Auch der Preis spielt eine große Rolle und ebenso der Komfort, auf den viele Autofahrer nicht verzichten möchten. Der Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder schließt aus diesen Ergebnissen jedoch, dass die Verbraucher durchaus offen für E-Autos sind.

CHIEF-EDITOR’S NOTE: Wenn Ihnen unsere Arbeit etwas wert ist, zeigen Sie es uns bitte auf Flattr oder indem Sie unsere Reichweite auf Twitter, Facebook, Google+, Soundcloud, Slideshare, YouTube und/oder Instagram erhöhen. Vielen Dank. – Tobias Schwarz

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