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  • UBER Heise: Uber will verstärkt E-Bikes und Elektroautos in Deutschland vermitteln: Neben seinen Autos, will der Fahrdienst-Vermittler in Zukunft auch E-Bikes in Berlin auf die Straßen lassen. Schon ab Sommer sollen Nutzer dann, laut Uber-Chef Dara Khosrowshahi, die E-Bikes nutzen können. Dies ist der Beginn einer neuen Uber-Strategie, um künftig nicht nur Autos auf der Plattform anzubieten. Zudem gab es eine weitere Neuerung, die in den vergangenen drei Monaten in München getestet wurde und nun auch in Berlin Anklang finden soll. Hierunter wurden unter dem Namen UberGreen etwa 30 Elektroautos in München getestet. Sobald der Dienst auf Berlin ausgeweitet wird, wird, so wie in München auch, voraussichtlich das Modell Renault Zoe angeboten.

  • WHATSAPP Chip: Das Foto-Chaos ist vorbei: Neue Version von WhatsApp behebt nerviges Problem: Vermutlich kennen viele WhatsApp-Nutzer das Problem: Sobald Fotos über den Messenger ausgetauscht werden, finden diese sich auch im eigenen Fotoalbum wieder. Manchmal können Bilder dann doppelt und dreifach im Ordner auftauchen und man muss anfangen Bilder auszusortieren. In seiner neuesten Beta-Version hat WhatsApp nun eine Lösung für das Problem gefunden. Die Funktion “Medien Sichtbarkeit” soll nun verhindern, dass Bilder ungewollt im Fotoalbum landen. Mit einem Haken können Nutzer dann einstellen, ob sie die Bilder und Videos auch gleichzeitig im Fotoalbum speichern wollen oder nicht. Vorerst ist die Beta-Version nur für Android-User nutzbar, iPhone-Nutzer müssen sich scheinbar noch gedulden. Zudem bleibt abzuwarten, wann das Feature in der richtigen WhatsApp-Version verfügbar sein wird.

  • AMAZON WirtschaftsWoche: Amazon vernichtet massenhaft Neuware: Derzeit werden bei Amazon massenhaft neuwertige Produkte entsorgt. Hierbei handelt es sich laut einigen Aussagen der Mitarbeiter, neben Retouren, auch um neuwertige Produkte wie beispielsweise Spülmaschinen, Kühlschränke, Matratzen und Möbel. Der Onlinehändler streitet diesen Vorwurf nicht ab, erklärt aber, dass es stetig auf der Suche nach Verbesserungen in den Prozessen sei, um so wenig Produkte wie nur möglich entsorgen zu müssen. Staatssekretär im Bundesumweltministerium – Jochen Flasbarth – fordert Amazon auf, für dieses Verhalten eine Erklärung abzugeben. Auch die Umweltorganisation Greenpeace fordert ein gesetzliches Verschwendungs- und Vernichtungsverbot für Ware die noch gebrauchsfähig oder neuwertig ist.

  • APPLE MacTechNews: Sammelklage wegen Apple Watch: „Alle Apple-Uhren haben Konstruktionsfehler“: Apple wird sich auf eine Sammelklage wegen potenzieller fehleranfälliger Hardware einstellen müssen. Laut der Klageschrift sollen bei der Apple Watch alle Modelle, die bislang veröffentlicht wurden, wegen eines Konstruktionsfehlers besonders anfällig für Beschädigungen sein. Hierbei sind scheinbar alle Displays der Geräte bei normaler Nutzung schon nach wenigen Wochen kaputt. Beispielsweise bricht hierbei der Display oder löst sich vom restlichen Uhrengehäuse. Zudem lautet der Vorwurf, dass Apple schon zum Verkaufsstart von dem Konstruktionsmangel gewusst habe.

  • GOOGLE MAPS Chip: Google Maps als Navi nutzen: Feature in iOS 12 wird Autofahrer freuen: Eine gute Nachricht für Apple-Nutzer: In Zukunft werden diese nämlich nicht mehr auf die Apple-eigenen Navis angewiesen sein, sondern können mit dem Feature CarPlay künftig auch Navi-Apps von Drittanbietern integrieren. So kann auf dem Apple-Phone problemlos Google Maps als Navi genutzt werden. Diese Möglichkeit bietet sich dann mit Erscheinen des neuen Apple Betriebssystems iOS 12.

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  • YOUTUBE t3n: Youtube will eigenen Musik-Streamingdienst starten: Damit die Nutzer endlich bezahlen, plant Youtube im kommenden Jahr seinen eigenen Streamingdienst. Hierfür habe die Plattform schon das Musiklabel Warner Music Group an Land gezogen. Zudem sei Youtube auch mit Sony und Universal im Gespräch. Diese Gespräche finden allerdings schon seit über einem Jahr statt. Der Versuch von der Plattform einen Streamingdienst einzuführen, ist jedoch nicht das erste Mal. Schon im Jahr 2014 wurde Youtube Music Key ins Leben gerufen, was im Jahr 2016 zu Youtube Red wurde. Die Nutzer zeigten daran nur wenig Interesse. Bleibt abzuwarten, wie sich der neue Streamingdienst, der unter dem Namen Remix erscheinen soll, bei den Nutzern im kommenden Jahr durchsetzen wird.

  • TAXIMARKT Handelsblatt: Angriff auf das Taxi-Monopol: Auf dem Taximarkt herrscht in Deutschland ein stetiger Wandel. App-Anbieter wie Uber, Mytaxi oder auch BlaBlaCar nehmen einen zunehmend großen Stellenwert in der Personenbeförderung ein. Für neue Anbieter wird der Eintritt in den Markt durch verschiedene Regelungen jedoch immer schwieriger. Experten raten der Politik daher, dass sie die Chancen der Digitalisierung nutzen müsse, um den Taximarkt zu liberalisieren. In der vergangenen Legislaturperiode, sah das noch so aus: Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CDU) sah zum Thema „Liberalisierung des Taxi-Markts“ keinen Handlungsbedarf. Nun heißt es allerdings vom Digital- und Verkehrsexperten der Unions-Bundestagsfraktion, Thomas Jarzombek (CDU), dass eine neue Koalition sich mit der Modernisierung des Personenbeförderungsrechts auseinandersetzen sollte.

  • GROUPON Horizont: Groupon bietet neuen Service für die Geschenksuche: Noch keine Weihnachtsgeschenke zu Weihnachten? Der Rabatt-Anbieter Groupon kann da weiterhelfen. Mit einer SOS-Hotline und einem Geschenke-Guide, soll das Finden von Geschenken für die Liebsten nun einfacher ablaufen. Die Weihnachtskampagne “Die Unbeschenkbaren” stellt daher einen Telefondienst zur Verfügung, der von “echten Schwiegermüttern” besetzt ist. Der Geschenke-Guide bietet zudem Präsent-Empfehlungen an, die dem Suchenden Inspirationen zum Schenken liefern sollen. Wer also auf der verzweifelten Suche nach Geschenken ist und einen “Unbeschenkbaren” in der Familie oder im Freundeskreis hat, sollte dort einfach mal vorbeischauen.

  • CHROME t-online: Warum Sie den Chrome-Browser aktualisieren sollten: Über eine kritische Schwachstelle im Chrome Browser konnten Angreifer ganze Computer übernehmen. Insgesamt gab es 37 Schwachstellen der letzten Version des Browsers, die jetzt mit einem Update geschlossen wurden. In vielen Fällen könnten Angreifer Speicherfehler provozieren und so Schadcodes ausführen. Falls das Update nicht automatisch ausgeführt wird, sollten User beachten es manuell im „Hilfe“-Menü zu installieren. Gleichzeitig zum Sicherheitsupdate wurden zudem die Chrome-Apps aus dem Web-Store genommen. Bereits installierte Apps sollen laut Google noch bis Anfang 2018 funktionieren.

  • INSTAGRAM Giga: Instagram plant Angriff auf WhatsApp mit Aufspaltung: Nach Snapchat sagt Instagram jetzt auch indirekt dem Messenger WhatsApp den Kampf an. Die Facebook-Tochter testet derzeit eine neue App, den Kurznachrichtendienst „Direct, der so mit WhatsApp und dem Facebook Messenger in direkter Konkurrenz stehen soll. Sowohl WhatsApp und Instagram gehören zwar beide zum Facebook-Konzern, ähnlich wie dort sollen aber private Nachrichten und öffentliche Inhalte in Instagram besser getrennt werden. In sechs Ländern ist Direct zum Testen bereits verfügbar und bewirbt sich selbst mit exklusiven Filtern, um sich den Usern schmackhaft zu machen.

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Uber & Co. sind keine Leitbilder für die Next Economy

Uber (adapted) (Image by freestocks-photos [CC0 Public Domain] via Pixabay

Die diesjährige Next Economy Open war geprägt durch Live-Sessions, die sich dem technokratischen Verständnis der Digitalisierung in den Weg stellen. Wir kleben das Wort „Digital“ vor Leerformeln und lassen den Rest beim Alten. So kommt man nicht weiter. All das, was wir privat im Social Web vorleben und erleben, spiegelt sich in der Wirtschaftswelt nicht wider. Wir laufen den falschen vulgärkapitalistischen Vorbildern wie Uber & Co. hinterher und deklarieren das als digitale Avantgarde. Das machte Winfried Felser in seiner Session zur Neuerfindung der ökonomischen Theorie deutlich.

In Deutschland schwankt man dabei zwischen Technologieverweigerung und einer fast naiven Herangehensweise an das Thema der Digitalisierung mit großen Kinderaugen. Statt die Essenz der neuen Logik der Netzökonomie zu erkennen, verliert man sich in einem Technologie-Fetisch und einer Überschätzung von Nischen und Einzelphänomenen wie Uber. Oder man ergeht sich in digitalen Cargo-Kulten und gibt sich mit Ersatzhandlungen wie Digital Labs, Tourismus in Zukunftszonen oder Startup-Maßnahmen zufrieden.

Triviale Formen der Digitalisierung

So etwas tut nicht weh, ist aber auch keine wirkliche Transformation“, kritisiert Felser. Ein Starren auf unpassende Metaphern führe in die Irre. Beispielsweise das Goodwin-Mem: Uber habe keine Taxis und Airbnb keine Hotels – Laber-Rhabarber. Das sei die triviale Form der Digitalisierung. Die große Transformation sieht anders aus. „Erst neue Werte werden die Kollaborationslogik im Kontext von solchen Plattformen massiv verändern. Grenzen müssen sich nicht nur durch Digitalisierung, sondern vor allem durch Aufhebung der Egos auflösen.

Nicht mehr der von Adam Smith beschriebene kontrakt-basierte Egoismus mobilisiert Potenziale, sondern der gemeinsame Sinn oder das wechselseitige soziale Interesse. „Plattformen in diesem Sinne sind mehr als Uber. Jeder kollaborative Kontext kann mehr oder weniger Plattform sein“, erläutert Felser. Hier findet sich der Dreiklang der Next Economy Open wieder: Matching – Managen – Moderieren. Menschen organisieren sich in unterschiedlichen Kontexten immer wieder neu. Entscheidend sind Fähigkeiten und nicht mechanistische Befehlsstrukturen. In Unternehmen lösen sich interne Silos wie PR, Marketing, Vertrieb, Produktion und Service auf. Sie transformieren sich eher in Richtung von Coaching-Plattformen, um die Kompetenzen von Menschen zu aktivieren.

Die Praxis wird die Mainstream-Ökonomik demontieren

Das gilt auch für die Ökonomie als Ganzes: „In der Auseinandersetzung um eine ‚Neue Wirtschaftswissenschaft‘ sollten nicht Fragen der Form, sondern des Inhalts diskutieren werden. Neue Modelle wären sogar eine Chance für die Reformatoren. Dann würde schnell klar, wie unzureichend viele klassische Modelle und Theorien sind“, sagt Felser. Aber vielleicht repräsentiert der „Theorie-Streit“ auch die falsche Schlacht. „In einer hochdynamischen, exponentiellen Netzwerk-Ökonomie läuft die Entwicklung der Praxis in vielen Fällen der theoretischen Durchdringung voraus. Insofern kann eine Etablierung neuer Logiken in der Praxis – wie sie schon längst seit Jahren geschieht – in the long run eher Theorie treiben als dies innerhalb der Theorie-Communities möglich wäre“, spekuliert Felser.

Klar im Vorteil ist die transformative Ökonomik gegenüber dem Mainstream in der Wertedebatte. Nach Ansicht von Felser zeigt sich immer klarer, dass die Botschaft der „Digitalisierung“ alleine keine Heilsbotschaft darstellt. Gerade das Silicon Valley und die Stadt San Francisco wandeln sich zunehmend zu Ikonen einer Dystopie, wo das Heil nur Wenigen zugutekommt und eine „exklusive“ Gesellschaft systematisch Außenseiter schafft. Es gibt immer mehr normativ geprägte Initiativen, um nicht in Richtung der von Anderson und anderen formulierten neo-feudalen Strukturen und einer neuen Unmenschlichkeit abzurutschen.

Qualität statt Quantität

Dazu zählt auch Conny Dethloff von der Otto Group. „Wir entmenschlichen unsere Gesellschaft und damit auch unsere Wirtschaft. Erfolg, nachgewiesen in Daten, ist das Maß aller Dinge, nicht der Mensch und die Natur. Quantität hat Vorrang vor Qualität.“ Die Lücke zwischen „Mensch“ und „Maschine“ werde kleiner. „Aber wir bewegen uns nach unten den Maschinen entgegen, nicht die Maschinen zu uns empor“, sagte Dethloff in seiner #NEO17x Session.

Er nennt das „Dataismus“ und „Methodizismus“: „Wir lagern unsere Verantwortung in ‚externe‘ Strukturen Prozesse, Methoden, Rollen, Organigramme, Standards, Best Practice und Kennzahlen aus, um unsere Unsicherheit und Ungewissheit zu absorbieren. Dies ist allerdings nur scheinbar der Fall. Wir müssen Natur und Mensch wieder mehr in den Vordergrund rücken. Natur und Mensch ist das Maß aller Dinge, nicht Technologie und daraus abgeleitet den Erfolg. Technologie darf kein Selbstzweck sein, sondern nur Mittel zum Zweck“, so das Plädoyer von Dethloff. Die Next Economy fällt also nicht vom Himmel. Sie muss von uns gestaltet werden. Das Notiz-Amt sieht eine sehr anspruchsvolle Themen-Agenda für die Next Economy Open 2018.


Image (adapted) „Uber“ by freestocks-photos [CC0 Public Domain]


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Bad News, Everyone: Chatbots ohne Emotionen übernehmen den Kundenservice

Headset (adapted) (Image by ronaldo [CC0 Public Domain] via Pixabay)

Es ist heutzutage nicht einfach, einen echten Menschen ans Telefon zu kriegen. Nahezu jedes Mal, wenn man seine Bank, seinen Arzt oder irgendeinen anderen Service anrufen muss, wird man höchstwahrscheinlich von einem vollautomatischen Service begrüßt. Dieser wurde scheinbar nur dafür gemacht, um uns davon abzuhalten, mit jemanden zu sprechen, der tatsächlich für das Unternehmen arbeitet. Und dank der auf dem Vormarsch befindlichen Chatbots dürfte das bald noch schlimmer werden.

Chatbots sind Programme, die sich künstlicher Intelligenz bedienen. Sie werden häufig in Apps oder Nachrichtenservices eingesetzt. Die Bots sind darauf ausgerichtet, die Fragen von Leuten im Gesprächsstil zu beantworten, anstatt sie nur in die Richtung der korrekten Antwort zu leiten, wie es eine Suchmaschine tut. Unternehmen wie Uber, Lufthansa und Pizza Express nutzen sie bereits, um die Anfragen von Kunden entgegen- und Buchungen anzunehmen – und für noch vieles mehr.

Sie haben das Potential, einige Aspekte des Kundenservices zu verbessern und sind sicherlich einfacher zu nutzen als automatisierte Telefonsysteme, die schon Schwierigkeiten haben, einfache Angaben zu verstehen. Doch sie sind trotzdem ein weiteres Hindernis, das Kunden von einem realen Menschen trennt, der in der Lage ist, schwierigere Fragen zu beantworten und, ganz wichtig, das Mitgefühl und Entgegenkommen zeigt, das elementar für einen guten Kundenservice ist. Es kann gut sein, dass Chatbots dies sowohl Kunden als auch Unternehmen auf die harte Tour herausfinden lassen werden.

Den Kundenservice, oder zumindest einen Teil davon, zu automatisieren, ist für viele Unternehmen ein verlockender Gedanke. Nicht nur sind die menschlichen Mitarbeiter den Unannehmlichkeiten des Jobs weniger ausgesetzt – es kann auch dabei behilflich sein, viele gängige oder triviale Probleme herauszufiltern, bevor die kostspielige Arbeitszeit eines Menschen dafür geopfert wird. Dies könnte Unternehmen dabei unterstützen Kosten zu sparen. Gleichzeitig werden diejenigen Kunden zufriedengestellt, die lediglich eine einfache Lösung für Standardprobleme benötigen.

Doch menschliche Angestellte durch künstliche zu ersetzen, ist nicht ganz so einfach. Zunächst einmal ist die Sprache mit all ihren Variationen und Fehlern – und obwohl es mittlerweile wirklich beeindruckende Fortschritte im automatischen Sprachverstehen und Übersetzen gibt, bleibt dies eine schwierige Angelegenheit. Vollautomatische Vertreter sind immer noch deutlich weniger kompetent und sprachbewusst. Bei manchen Problemen wäre es daher schwierig, wenn nicht unmöglich, diese zu kommunizieren.

Gut, aber nicht gut genug

Talent ist die Fähigkeit, gute Leistung abzuliefern. Können ist die Fähigkeit, eine ungewöhnlich schwierige Situation zu lösen. Die Ausnahme zu beherrschen, ist eine Kunst, und bei gutem Kundenservice geht es oft um die ungewöhnlichen oder unerwarteten Fälle, die auch noch potentiell verärgerte Kunden mit sich bringen. Während Chatbots überzeugende Antworten auf simple Fragen geben können, ist künstliche Intelligenz dennoch noch nicht schlau genug, mit seltenen und außergewöhnlichen Fällen umgehen zu können.

Unternehmen mögen dies zu Anfang nicht als ein Problem sehen, da Chatbots eine neue Möglichkeit darstellen, um Kunden zu sortieren, deren Anliegen einen gewissen Extraaufwand mit sich bringt. Nur diejenigen Kunden, deren Anliegen den Bot irritieren, werden zu einem menschlichen Angestellten weitergeleitet. Doch die Kommunikation mit einem verwirrten Computer kann schnell als ein frustrierender Vorgang wahrgenommen werden, und kann dazu führen, dass sich der Kunde noch mehr über den Service ärgert als zuvor. Auf lange Sicht könnte er schließlich dazu ermuntert werden, anderswo Geschäfte zu machen – besonders, wenn es schwer ist, zur Problemlösung endlich an einen menschlichen Vertreter weitergeleitet zu werden, sollte der Bot nicht in der Lage sein, zu helfen.

Eine Erfahrung dieser Art habe ich selber gemacht, als ich nach einem Zugausfall versuchte, ein Taxi zu ergattern. Als ich den einzigen lokalen Anbieter, von dem ich die Nummer hatte, anrief, wurde ich zu einem vollautomatischen Service weitergeleitet, der absolut nicht in der Lage war, den Abholort zur verstehen, obwohl ich schon alle Variationen des Namens und der Aussprache probiert hatte, die mir eingefallen waren.

Durch eine glückliche Fügung wurde ich irgendwie zu einem menschlichen Gesprächspartner durchgestellt. Doch bevor ich mein Anliegen vortragen konnte, hieß es: „Ich stelle Sie an das Buchungssystem durch“ – und der Teufelskreis begann von vorn. Die traurige Geschichte endete mit einem sehr langen Fußmarsch, dem glücklichen Aufgelesenwerden durch ein Taxi in einer ansonsten weitgehend menschenleeren Gegend, und dem Schwur, dieses Taxiunternehmen zu meiden, wo nur möglich.

Vollautomatische Systeme mögen in der Lage sein, gängige Probleme zu lösen. Doch sie können sich noch nicht auf außergewöhnliche Umstände einstellen oder gar erkennen, dass die Anpassungsfähigkeit einer menschlichen Interaktion vonnöten ist. Und aus Kundensicht geht das Problem noch weiter: Einige Situationen erfordern nicht bloß menschliches Verständnis und Problemlösefähigkeit, sondern auch eine Spur Mitgefühl und Empathie.

Ein Chatbot kann so programmiert sein, einen bestimmten Gesprächsstil anzunehmen, doch dieser wird sich in unerwarteten oder schwierigen Zusammenhängen dennoch seltsam fehl am Platz anhören. Zum heutigen Zeitpunkt gibt es keinen praktizierbaren Fahrplan in der Forschung im Bereich künstlicher Intelligenz, wie man etwas implementieren könnte, das menschlichem Mitgefühl überzeugend nahekommt.

Neben der tatsächlichen Lösung ihres Problems benötigen verärgerte Kunden manchmal vielmehr ein paar nette Worte und die Möglichkeit, sich bei jemandem auszusprechen, der bereitwillig zuhört. Und häufig beruht guter Kundenservice auf Gesten des Entgegenkommens, die nach Ermessen eines individuellen Angestellten ausfallen, der eher dem eigenen Mitgefühl als einem festen Regelwerk folgt.

Aufgrund der starken Kontextabhängigkeit der Situation ist es für die künstliche Intelligenz sehr schwer, dies nachzubilden. Meiner Meinung nach ist Kontextverständnis noch immer eines der extrem schwer fassbaren und ungelösten Probleme der künstlichen Intelligenz – und wird es auch noch für eine ganze Zeit bleiben.

Davon abgesehen werden Chatbots und andere Kundendienste, die auf künstliche Intelligenz zurückgreifen, aufgrund des kostensparenden Versprechens und anderer Vorteile, die Automatisierung mit sich bringt, in den kommenden Jahren drastisch auf dem Vormarsch sein. Das wahrscheinliche Ergebnis ist ein umso technokratischerer Umgang mit Problemen und weniger Flexibilität. Schlimmer noch: Sollte der Algorithmus deutlich verfeinert werden, wird der Prozess der Entscheidungsfindung immer intransparenter und lässt immer weniger Raum für die mildernde menschliche Intervention.

Wenn wir das verhindern wollen, müssen wir uns bewusst werden, dass der Weg zur Hilfe nicht mit guten Vorsätzen gepflastert ist, sondern darin liegt, zu verstehen, wie eingeschränkt die künstliche Intelligenz ist, wenn es um das Verstehen von Kontexten, Ausnahmefällen und menschlichen Umständen geht.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Headset“ by ronaldo (CC0 Public Domain)


The Conversation

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Können sich alte Industriekonzerne zu Plattformen wandeln?

Automobilindustrie(adapted)(Image by MikesPhotos[CC0 Domain] via Pixabay)

Das autonome Fahren sei nicht alleine beherrschbar, zitiert Spiegel Online den BMW-Chef Harald Krüger. Genauso sehe es bei neuen Mobilitätsdiensten aus, also bei der Frage, wie die Menschen sich künftig jenseits des eigenen Autos und des bekannten öffentlichen Nahverkehrs fortbewegen, etwa mit selbstfahrenden Shuttlebussen.

„Das Automobil als Wirtschaftsfaktor reicht nicht mehr. Die Branche muss sich neu erfinden. Denn künftig werden die Autokäufer von heute dank autonom fahrenden Fahrzeugen eher neue Mobilitätsdienste nutzen, um ihr Ziel zu erreichen – und diese verstärkt mit anderen Nutzern teilen“, schreibt Spiegel Online-Redakteurin Kristina Gnirke. Gerade bei der Entwicklung autonom fahrender Autos zeige sich jedoch, wie knifflig dieser Wandel für die Autohersteller wird. Bislang würde jeder Konzern lieber seinen eigenen Weg ausprobieren.

Abwehrschlachten nach alten Rezepten

Und nicht nur das. Die Lobbyisten, wie VDA-Präsident Matthias Wissmann ergehen sich in überflüssigen Abwehrschlachten zur Bewahrung alter Konzepte. Da werden dann mahnende Stimmen sogar als „Feinde des Verbrennungsmotors“ tituliert. Auf diesem Diesel-Niveau sollte man nicht weiter agieren und seine Zeit mit Software-Updates verschwenden, kritisiert D2030-Geschäftsführer Klaus Burmeister bei der Vorstellung des Memorandums ‚Der Zukunft eine Stimme geben‘ in Berlin.

‚Es geht nicht um den Diesel. Es geht darum, bis 2030 ein vernetztes Mobilitätssystem zu erfinden, welches intermodal mit allen Verkehrsträgern in der Lage ist, weltweit zu konkurrieren. Wie bekommen wir einen Wandel hin‘, fragt Burmeister.

Die Gestern-Orientierung von Auto-Lobby und Politik lässt sich auch am Bundesverkehrswegeplan ablesen.

Teer, Beton und keine Infrastruktur für autonome Mobilität

„Da werden bis 2030 fast 300 Milliarden Euro in Teer und Beton investiert. Nur 500 Millionen Euro gehen in die vernetzte Infrastruktur für autonome Mobilität. Da stimmt das Bild nicht“, so Burmeister.

Aber können die Industriekonzerne mit ihrer alten Ego-Logik überhaupt anders agieren? Das bezweifelt Professor Martin Kornberger im Netzpiloten-Interview. „Die Prinzipien des Marktes gelten unternehmensintern nicht.“ Da setze man auf Hierarchie, Fließband-Fertigung und Kommandowirtschaft. Es seien zwei Systeme, die parallel laufen. „Das Versprechen des Marktes soll durch das Gegenteil eingelöst werden. Dieser Widerspruch steckt tief in der marktwirtschaftlichen Theorie und kann nur schwer überwunden werden“, erläutert Kornberger.

Plattformen als Ausweg

Die Auseinandersetzung mit Plattformen sei ein Ausweg. „Es gibt dort Marktelemente, Freiheitsgrade und sogar starke soziale Bindungen. Es gibt Nutzer, die freiwillig mitmachen. Die Autoindustrie braucht ein Ökosystem, das insgesamt Mobilität erzeugt. Diese Herausforderung wird in Wirtschaftskreisen fast überhaupt nicht diskutiert. Das ist aber die komplementäre Seite zur Veränderung der Technologie“, betont der Organisationswissenschaftler. Man könne das nicht nur auf neue Antriebsverfahren reduzieren.

Die Verschiebung in diesem alten Machtgefüge wolle keiner angehen. Man verharrt in der überkommenden Logik. Uber sei vom Ansatz her richtig gewissen. In der Ausführung wirke das allerdings monopolisierend und sei genauso limitierend wie die etablierten Konzepte. Es wäre tausendmal spannender, wenn es dabei Pluralität geben würde. Können die alten Industriekonzerne die Transformation zu Plattformen überhaupt bewerkstelligen?

Kornberger ist skeptisch: „Die Beispiele aus der Wirtschaftsgeschichte belegen eher das Gegenteil. Die Kutscher haben nicht das Automobil erfunden. Genauso wenig waren die Eiswürfel-Lieferanten die Wegbereiter für Kühlschränke. Es steckt unendlich viel Beharrungsvermögen und Macht in den Strukturen. Da ist es einfacher, bis zur letzten Minute Schreibmaschinen herzustellen als zu versuchen, ins Computer-Business einzusteigen. Es passiert relativ selten, dass sich große Unternehmen neu erfinden.“ Das ist ein dystopisches Szenario für die Platzhirsche. Von Einzelakteuren erwartet Kornberger keine Änderungen.

Kollektives Handeln organisieren

Relevant seien einzig und allein organisatorische Stellschrauben. „Das ist etwas Kollektives und das stimmt mich optimistisch, weil man zum ersten Mal kollektives Handeln durch das Internet anders organisieren kann. Es ist viel einfacher geworden, sich zu vernetzen. Projekte wie Wikipedia sind dafür die besten Beispiele. Die Kreativität der Crowd kann schon sehr beeindruckend sein, wenn man sie richtig organisiert.“ Wie kann das traditionelle Management dort hinkommen? Unternehmen wie BMW operieren doch noch nach Methoden des 19. Jahrhunderts. Sie sollten sich diese Methoden anschauen und damit experimentieren. „Das ist nicht Rocket Science. Die Top-Manager sollten endlich ihre Kontrollverlust-Ängste ablegen“, empfiehlt Kornberger von der Lyion Business School. Ob die alte Führungsgarde die dafür nötige Imagination mitbringt, darf bezweifelt werden.

Anstellen und Einstellen – da liegt das Problem im Personalmanagement

Müssen Nachwuchskräfte mit einem anderen Denken rekrutiert werden? „Die ganze Idee mit Anstellen und dann Einstellen ist der Kern der Hierarchie. Der oder die Richtige soll für einen genau definierten Job gefunden werden. Im Netzwerk läuft das anders.“ Wann werde dort jemand mit seinem Wissen relevant? Das sei abhängig von der Resonanz, vom Kontext und nicht vom Organigramm. „Die individualisierte Personalauswahl in Unternehmen tut sich damit schwer. Auf Plattformen ist diese Frage ausgelagert. Die behandeln das sehr viel flüssiger und dynamischer“, resümiert Kornberger im Vorfeld der Kölner Fachmesse Zukunft Personal. Das Notiz-Amt wird dort am 19. und 20. September in Halle 3.1 Stand F27 zum #StudioZ verwandelt und in Interviews mit Experten des Personalmanagements weiter diskutieren.


Image(adapted)„Automobilindustrie“by MikesPhotos [CC0 Public Domain]


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  • MOBILITÄT golem: Grüne wollen Elektroautos mit 6.000 Euro fördern: Dass die Grünen sich für das Klima aussprechen ist nichts Neues. Doch jetzt wollen sie umweltbewusste Autofahrer zusätzlich unterstützen und jedes Auto mit emissionsfreiem Antrieb mit 6.000 Euro unterstützen. Diese Begünstigung läuft nach einem Bericht des Spiegels solange, bis eine Millionen solcher Autos auf den Straßen fahren. Doch trotz dieses großzügigen Angebotes scheint der Plan nicht wirklich zu funktionieren. Die Zahlen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle zeigen nämlich seit Beginn des Programmes, dass nur 2000 Anträge auf einen zukünftigen Kauf gestellt wurden. Doch Özdemir stellt klar, dass er hinter diesem Projekt stehe, denn er machte in einem Interview deutlich, er werde nur mit einer Partei in Koalition gehen, die mit seinen Punkten zum Thema Elektromobilität übereinstimmen.

  • GELDANLAGE heise: Angst vorm Digitalen: Deutsche zögern bei Geldanlage im Netz: Das Digitale ist ein fester Bestandteil in unserer Gesellschaft geworden und wird von der deutschen Bevölkerung fleißig genutzt. Nicht aber wenn es um das Anlegen von Geld geht, denn da traut man dem Netz noch nicht über den Weg. Bankgeschäfte abzuwickeln oder aber bargeldlos Bezahlen, ist in Deutschland noch nicht angekommen. Haben Unternehmen wie Vaamo, Easyfolio, Ginmon oder Liqid, die damit werben eine Alternative zur klassischen Bankberatung zu sein, überhaupt eine Chance? Zurzeit sieht es noch nicht so aus, fest steht jedoch, dass sich die Deutschen als fleißige Sparer erweisen. Das hat sich das Hamburger Fintech Deposit Solutions zu Nutzen gemacht und bietet eine revolutionäre Methode an, mit der ihre Kunden trotzdem weiterhin sicher mit Festzins sparen können.

  • GAMESCOM horizont: Gamescom endet mit Besucherrekord: Nach fünf Tagen ist die Gamescom, die größte Messe für Computer- und Videospiele, jetzt vorbei und kann mit einer Rekord-Summe von über 350.000 Besuchern aus 106 Länder abschließen. Doch auch harte Kritik musste die Branche dieses Mal einstecken, denn die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, warf der Branche vor zu wenig gegen die Suchtgefahr vorzunehmen. Mortler hatte schon letztes Jahr auf dieses Problem aufmerksam gemacht, doch sei ihrer Meinung nach nicht genügend darauf eingegangen worden sein. Dass sie damit nicht übertreibt, zeigt eine Studie der DAK-Gesundheit von 2016, nach der jeder zwölfte männliche Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 12 und 25 Jahren von Spielsucht geplagt ist. Ein Thema mit dem sich in der Zukunft neben den Chancen, die die Digitalisierung bringt, auch auseinandergesetzt werden muss. 

  • UBER gruenderszene: Expedia-CEO soll neuer Chef bei Uber werden: Nach endlosen Skandalen gibt es jetzt anscheinend einen neuen Chef für Uber. Der Nachfolger dem Firmengründer Travis Kalanick soll Doro Khosrowshahi sein. Der 48-Jährige ist der erfolgreiche Chef von Expedia, die Reiseseite die bereits 2005 gegründet wurde. Er war zwar nicht die erste Wahl, soll jedoch den Schaden der letzten Monate wieder in Ordnung bringen. Eine offizielle Bestätigung des neuen Chefs soll heute öffentlich gemacht werden.

  • INSTAGRAM t3n: Die 5 größten Fehler deutscher Politiker auf Instagram: Wenn Politiker social media nutzen wollen, funktioniert das nicht immer so perfekt. Die fünf größten Fehler, die dabei auftreten, werden hier zusammengefasst. Ein Fehler ist es, wenn Politiker gar nicht erst versuchen auf Instagram und Co. tätig zu sein, denn somit verpassen sie die Chance ihre Interessen auch den jüngeren Wählern näher zu bringen. Die fehlende Authentizität ist auch so eine Sache. Gestelltes Lächeln, gefakter Handschlag, all das wird den Politkern in ihrer Karriere eingeimpft, auf Instagram bringt ihnen diese Ausbildung jedoch gar nichts. Auch die Anstrengung den richtigen Ton zu treffen nervt viele Jugendliche und schreckt die potenziellen Wähler ab. Es zeigt sich also immer wieder, die Zeiten ändern sich und nicht jedem fällt das so leicht.

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  • WAHL googlewatchblog: Google Trends & 2Q17: Google startet neues Trends-Portal zur Bundestagswahl 2017: Welche Suchanfragen machen die Deutschen em häufigsten zur Bundestagswahl? Welche Partei ist online am beliebtesten? Wo liegen ihre Interessen? Google hat ein Trendportal redaktionell aufgearbeitet und stellt nun diese Daten zur Verfügung. Erst kurz davor hatte Google angekündigt, dass Politiker zur Bundestagswahl selbstverfasste Politikerinformationen in den Suchergebnissen anzeigen lassen können. In einem andren Portal zeigt Google auch an, mit welchen Suchbegriffen die Spitzenkandidaten verknüpft sind. Damit kann die Suchmaschine zu einem aktiven Wahl-Werkzeug werden.

  • GAMING heise: Studie: Computerspiele könnten die Gedächtnisbildung beeinflussen: Eine kanadische Studie hat nun den Einfluss von Videospielen auf die Gehirnentwicklung haben. Ergebnisse sind unter anderem, dass Spiele weder einen rein negativen oder rein positiven Einfluss haben. Die Veränderungen hängen davon ab, welche Art von Lernen die Spieler bevorzugen. Die Forscher sind zuversichtlich, dass sie mit den Ergebnissen, die sie aus dieser Studie gewonnen haben, weitere Phänomene erklären zu können.

  • WATCH zeit: Reality TV statt Hochglanzdrama: Facebook ist jetzt auch im Fernsehmarkt. Denn das Netzwerk finanziert mit „Watch“ nun eigene Fernsehinhalte. Über Facebook Watch sollen Mitglieder von Facebook demnächst exklusive Serien und Filme streamen können – direkt aus der App. Der Service soll kostenlos sein. Die Videos in Facebook Watch sind momentan noch empfehlungen von abbonierten Freunden, soll allerdings um ein breites Angebot erweitert werden. Gemessen werden die Empfehlungen an der Anzahl der Reaktionen, beispielsweise des Lach-Smileys. In einem Blogeintrag stellen Produzenten des Dienstes auch Livestream Möglichkeiten und ständige Kontaktaufnahme mit den Videomachern in Aussicht.

  • UBER handelsblatt: Großaktionär verklagt Ex-Chef Kalanick: Angesichts fallender Bewertungen am Kapitalmarkt verklagt Benchmark Capital, einer der größten Investoren des Fahrdienstvermittlers Uber, das Unternehmen und seinen früheren Vorstandschef Travis Kalanick. Die Vorwürfe seien Betrug, Verletzung der Sorgfaltspflicht und Vertragsmissbrauch. Der Investor fordert aufgrund der vielen Skandale und Ereignisse innerhalb von Uber Schadensersatzzahlungen. Uber hatte zuletzt große Einschnitte in den gehandelten Bewertungen hinnehmen müssen, so dass Benchmark Capital mit 20 Prozent Stimmrecht anhand ihrer Aktien ein sehr wichtiger Investor für die Zukunft von Uber ist.

  • SNAPCHAT spiegel: Snap-Aktie stürzt ab: War der Weg an die Börse doch nicht das Richtige? Snapchats Mutterfirma Snap Inc. Enttäuscht auch mit dem zweiten Quartalsbericht an der Wall Street. Trotz wachsender Nutzerzahlen konnte das Unternehmen keine hohen Umsätze verzeichnen. Der Verlust stieg drastisch von 116 Milliarden auf 443 Milliarden US-Dollar. Diesen Verlust konnte auch der um 150 Prozent gestiegene Umsatz nicht ausgleichen. Der Grund für die fallenden Zahlen sind Konkurrenzdienste wie Instagram, die einst einzigartige Funktionen von Snapchat kopieren.

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  • ROOMBAS wired: Roombas sollen private Wohnungen für Google und Amazon scannen: Das Unternehmen iRobot hat seit seiner Gründung schon viele Haushaltsroboter verkauft, am erfolgreichsten die der Reihe Roomba, die die Wohnungen autonom reinigen können und durch Infrarotsensoren Hindernisse, wie Möbel und Kanten, in der Wohnung erkennen. Seit 2015 gibt es eine kleine Neuerung, wobei die Roombas über ein Karten- und Visualisierungssystem verfügen, so kann die Wohnung kartografiert werden und die Reinigung geht noch schneller und hindernisloser. Interessant sind diese Lagepläne für Google, Apple und Co., die ihre intelligenten Assistenten wie Alexa damit optimieren könnten. Ein Problem be dem Datenschutz könnte es jedoch geben, da private Raumaufzeichnungen bestehen.

  • CHROME t3n: Chrome hat den Browser-Krieg gewonnen – sagt der ehemalige Technikchef von Mozilla: Der ehemalige Technikchef Andreas Gal nimmt Stellung zu dem Konkurrenzkampf um Chrome und Firefox. Firefox habe demnach keine Chance mehr gegen Chromes Marketing gehabt. Messen kann man den Verlust von Firefox daran, dass im Vergleich zu den Jahren davor 22 Prozent weniger Firefox-Installationen aktiv waren. Die genauen Zahlen des Verlaufes veröffentlichte Andreas Gal zuletzt auf Github. Eine Verbesserung für Firefox scheint nicht in Sicht zu sein, da Goole und Chrome es verstehen würden ihre Monopolstellung geschickt zu nutzen um Eigenwerbung zu betreiben.

  • EPLAYER horizont: ProSiebenSat.1 Puls 4 und 4Sports vermarkten ePlayer von Perform Media Germany: Ab jetzt investieren ProSiebenSat.1 Puls 4 und 4 Sports in die Online Vermarktung des ePlayers der Perform Group, die monatlich um die 120 Millionen User erreicht. Der Inhalt von ePlayer bezieht sich unter anderem auf digitale Sportinhalte und ihre Zusammenarbeit sei ein wichtiger Schritt in Richtung Zukunft, so die Leitung 4Sports, Sportvermarktung bei ProSiebenSat.1 Puls 4. Zu unterschätzen ist der ePlayer nicht, denn er ist im deutschsprachigen Raum der mit dem attraktivsten Videocontent, der einer der größten europäischen Fußball-Ligen wie die LaLiga, die Premier League und die Serie A mit innehat.

  • UBER NGIN: Japanischer Tech-Konzern will Milliarden-Anteil an Uber übernehmen: Der japanische Telekommunikations- und Medienkonzern Softbank soll jetzt bei Uber einsteigen, etwa ein neuer Großinvestor? Spekulationen blieben offen, bis jetzt hat sich keiner der beiden Parteien dazu geäußert und auch das Wall Street Journal beruft sich auf Insiderwissen. Genauere Pläne seien nach dem Wall Street Journal zwischen den beiden Konzernen sowieso erst zu machen, wenn der Vortsnad neu besetzt worden ist. Aufgrund der Anschuldigungen im Thema Sexismus und Diskriminierung schadet der Mitgründer Travis Kalanick dem Ruf des Unternehmens zunehmend.

  • GROUPIFY gruenderszene: Dieser Gründer liefert Onlineshops mit einer smarten Idee deutlich mehr Kunden: Gemeinsam shoppen? Das hat der Groupify-Gründer Alex von Harsdorf erfunden. Mit dem neuen Start-up können Freunde zu einem Onlineshop eingeladen werden, so sollen sich unter anderem die Versandkosten geteilt werden. Trotz des großen Potenzials hat das Unternehmen bis jetzt auf Investoren oder Investitionen in das Marketing von außerhalb verzichtet, ein Gespräch mit einigen Investoren schien aber bereits schon gemacht worden zu sein.

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  • ROBOCOP golem: Dubai führt Polizeiroboter für Patrouillen ein: Bei der 360° Überwachung sollen jetzt kleine, selbstfahrende Miniatur-Polizeiautos der Polizei in Dubai unter die Arme greifen. Als Helfershelfer werden sie Menschenmengen beobachten und nach gesuchten Personen fahnden. Informationen, wie beispielsweise Kamerabilder, schicken sie ihren Kollegen dann an die Zentrale. Zur Orientierung hilft eine eingebaute Wärmebildkamera, sowie ein GPS. Was diese neue Technologie insgesamt kostet und wie viele Roboter eingesetzt wurden, ist derzeit aber noch unbekannt.

  • ELEKTROMOBILITÄT ngin: Dieses Startup will die Blockchain in den Mobilitätssektor bringen: Die Elektromobilität ist an sich eine gute Sache, scheitert jedoch zuweilen an den fehlenden Ladesäulen. Das Essener Startup Motionwerk will dem nun Abhilfe schaffen, indem sie private Ladesäulenbesitzer und E-Autofahrer miteinander vernetzten will. Mit einer App können sich so Anbieter und Nachfrager registrieren, die Abrechnung soll dann über die Blockchaintechnologie laufen, über die einprogrammierte Verträge (Smart Contracts) Lade- und Zahlvorgänge selbstständig betätigt werden können. In Zukunft soll somit ein flächendeckendes Ladesäulennetz möglich werden.

  • BODYCAMS heise: Bahn will bundesweit Sicherheitspersonal mit Bodycams ausstatten:
    Die Bahn will jetzt bei größeren Einsätzen Körperkameras zum Schutz des Sicherheitspersonals einsetzen. Getestet wurden diese schon länger und haben sich anscheinend bewährt. Doch Datenschützer warnen vor dem Gebrauch. Der netzpolitische Sprecher der SPD beispielsweise fürchtet solche, wie kürzlich bei der Bahn geschehenen Hackerangriffe, welche den Missbrauch der aufgenommenen Daten bedeuten könnte. Zwar sei der Schutz des Sicherheitspersonals mit äußerster Aufmerksamkeit zu verfolgen, dennoch bräuchte es eine Transparenz der Bahn im Umgang mit den aufgenommenen Daten.

  • UBER horizont: Uber baut Marketing in Österreich aus: Das Investition in lokales Markting wichtig ist, beweist Uber, indem es zurzeit Stellenausschreibungen in Wien bekannt gab. Die Website ließ verlauten, dass unter anderem ein Communiy Operations Manager für den DACH-Raum und ein Marketing Operations Manager gesucht werde. Zwar hatte Uber in der letzten Zeit mit Skandalen zu kämpfen, den Wachstumsdrang scheint dies jedoch keinen Abbruch zutun. Ob sich die Strategie bewährt wird sich zeigen. Die Kooperation mit Rapid Wien im Mai schien jedoch bereits erfolgreich gewesen zu sein.

  • GESETZ handelsblatt: „Testballon für die EU-Kommission“:
    Das umstrittene Netzwerkdurchsuchunsgesetz ist verabschiedet. Konsequenzen wird dies vor allem für Internetplattformen wie Facebook haben, E-Mail- und Messengerdienste bleiben von diesem Gesetz unberührt. Ziel für diese Einführung ist die Verminderung bzw. Abschaffung der Hassbotschaften, Volksverhetzungen oder der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten in den sozialen Netzwerken. An sich hält Brüssel diesen Entwurf für eine gute Sache, unsicher sind sie sich jedoch noch welche Auswirkungen dieses Gesetz auf die Meinungsfreiheit haben könnte.

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  • UBER handelsblatt: Die Uber-Revolution frisst ihren Vater: Die Revolution, sie frisst ihre eigenen Kinder, sagte einst Danton in einem Stück Büchners, jetzt ist Literatureschichte Wirklichkeit geworden, musste der Uber-Chef Travis Kalanick nun feststellen. Der Uber-Chef tritt nun nach der Forderung von fünf Investoren endgültig zurück. Nach den vielen Skandalen der vergangenen Zeit fürchten sich die Investoren nun vor einer Abwertung, einen kompletten Rückzug von Travis Kalanick können sie jedoch nicht erwarten, da der ehemalige Uber-Chef immer noch die Mehrheit der Stimmrechte an Uber besitzt.

  • INTERNET zeit: Lädt noch: Der Bund fördert zwar das Internet auf dem Land, dennoch ist es noch sehr ausbaufähig. Ist das in einem Land wie Deutschland überhaupt möglich? Technische Partizipation- die ist mit einem so langsamen Internet heute gar nicht mehr möglich und der Ausbau von leistungsstarken Breitbandnetzen scheint auf der Stelle zu stehen. Beim Ausbau der Glasfasernetze beispielsweise liegt Deutschland sogar auf Platz 22, kaum ein anderes Land ist schlechter. Die Diskrepanz zwischen Land und Stadt ist immer noch zu groß und wieweit diese Beeinträchtigungen schlussendlich gehen können, zeigt dieser Artikel anhand einer Familie in Schlamberg.

  • VERMESSUNG spiegel: Deutsche wollen beim Einkaufen nicht vermessen werden: Cookies waren gestern, jetzt rüstet auch der Einzelhandel auf und möchte durch Vermessung die Werbung perfekt auf den jeweiligen Kunden anpassen. Im Gegensatz zu Europa ist die Mehrheit der Deutschen jedoch gegen eine solche Vermessung beim Einkauf. Diese soll durch das Anzapfen von WLAN- und Bluetooth-Verbindungen per Handys möglich werden. Firmen in Deutschland sind bereits dabei sich mit solchen Produkten auseinanderzusetzen. Doch die offene Tracking-Regel stößt auch bei den Verbraucherschützern auf harte Kritik Der vzvb möchte vorab eine Einverständniserklärung der Kunden, bevor die einzelnen Supermärkte die Erlaubnis haben, die Handys ihrer Kunden zur Vermessung anzuzapfen. Die Entwicklungen bezüglich dieses Themas werden sich aber erst noch zeigen.

  • KEYWORD golem: GSM-Abschaltung schon im kommenden Jahr: Sunrise schaltet sein GSM-Netz ab. Zwar war die Abschaltung erst zum Ende des Jahres geplant, der Schweizer Mobilfunk- und Fernsehbetreiber gab die Meldung jedoch schon jetzt bekannt. Im ersten Quartal liefen noch circa 9% über GSM, doch jetzt folgen sie dem Trend von anderen Betreibern wie Telstra, der Ende vergangegenen Jahres auch sein 2G heruntergefahren hatte. Zwar wird Sunrise zukünftig somit auch keine SM-Geräte mehr unterstützen, dennoch erhalten die G2 Kunden Tauschangebote.

  • LIKES t3n: Online-Shopping: Mit Facebook-Likes bezahlen: Du likest und bezahlst in einem. Die bekannte Marke Strellson hat sich mal wieder etwas ganz Spezielles ausgedacht. Ihr neuer Like-Shop ermöglicht es Kunden Teile aus der neuen Frühjahr/Sommer-Kollektion zu erstehen, die Währung ist hierbei in Likes. Im Shop kann er seinen eigenen Post erstellen, dadurch wird der Post direkt auf seine Facebook-Pinnwand gepostet. Nun heißt es nur noch Abwarten und Tee trinken, denn der mit den meisten Likes bekommt das neue It-Piece. Eine neue Zahlungsmöglichkeit wird diese Methode eher nicht, bei großem Anklang jedoch vielleicht verlängert.

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  • ÜBERWACHUNG sueddeutsche: Wer sich überwachen lässt, bekommt Amazon-Gutscheine: Einfach 25 mal durch den Bahnhof Berliner-Südkreuz schlendern und man bekommt einen 25 Euro Amazon-Gutschein? Hört sich erst mal sehr verlockend an, aber der Haken ist da vor allem der Datenschutz. Am Montag hat die Bundespolizei mit der Suche nach Testpersonen begonnen und jetzt gibt es bereits 275 Teilnehmer . Die Testpersonen verdienen das Geld mit ihren persönlichen Daten, sie sollen „regelmäßig, im besten Fall mehrmals täglich“ den Bahnhof durchqueren. Damit soll eine Software zur Gesichtserkennung „trainiert“ werden.

  • MOBILITÄT mobile-zeitgeist: PwC Studie: Hamburg Spitzenreiter bei Digitalisierung der Mobilität: Hamburg liegt an der Spitze im deutschen Vergleich, was digitale Mobilität angeht. Zu diesem Ergebnis ist jetzt die Wirtschaftsprüfungs- und Unternehmensberatungsgesellschaft PwC in einer Studie gekommen. Dabei punktet die Hansestadt vor allem hinsichtlich der Digitalisierung der Infrastruktur, insgesamt müsse der öffentliche Personennahverkehr aber noch innovativer werden, heißt es. Ebenfalls weit vorne im Digitalisierungs-Ranking liegen Stuttgart, Berlin und München

  • HACKATHON theguardian: refugee hackathons and 3D printing: apps for the world’s displaced people: Wenn man zur Flucht gezwungen ist und nur einen Gegenstand mitnehmen kann, was wird das sein? Heute ganz klar das Smartphone, die Möglichkeit, Kontakt zu Familie und Freunden zu haben ist in solch einer Situation essentiell. Generell haben Smartphones den Akt des Flüchtens stark verändert. Beispielsweise die Organisation Techfugees – hier CEO Josephine Goube im Interview – macht es sich zum Ziel, Geflüchteten durch Technologie zu helfen und veranstaltete erst einen Hackathon in Jordanien und plant weitere.

  • ONLINE-BANKING welt: Sichere Alternativen zum sensiblen mTAN-Verfahren: Vielen Menschen bereitet Online-Banking immer noch ein unsicheres Gefühl – tatsächlich sind mTANs recht sensibel und können leicht gestohlen werden. Längst gibt es aber bessere Verfahren zum sicheren Geld überweisen. Auf mTANs sollte beispielsweise am Besten gleich ganz verzichtet werden, eine sichere Alternative stellen beispielsweise TAN-Generatoren dar. Als sehr sicher gilt das Onlinebanking per Signaturkarte und Tastatur-Kartenlesegerät über die Verfahren HBCI (Homebanking Computer Interface) oder dessen Nachfolger Secoder. Voraussetzung dafür ist neben dem Lesegerät aber auch eine Finanzsoftware.

  • UBER heise: Ubers Investoren machen Druck: Uber-Chef Kalanick muss Posten komplett aufgeben: Der US-amerikanische App-Fahrdienst Uber steht schon seit einiger Zeit für seine Praktiken in der Kritik. Schon das Top-Management des Unternehmens sah sich in letzter Zeit sehr aufgewühlt. Um einen kompletten Neuanfang zu ermöglichen, fordern wichtige Anteilseigner jetzt auch den Rückzug des Gründers Travis Kalanick. Vor allem fehlendes Trinkgeld für die Fahrer als offizielle Option in der App war immer ein Kritikpunkt. Mittlerweile hat Kalanick dem Druck auch beigegeben und ist zurückgetreten.

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  • E-BAN sueddeutsche: Laptop-Verbot auf USA-Flügen zeichnet sich ab: Reisende in die USA dürfen wahrscheinlich in Zukunft ihren Laptop nicht mehr im Handgepäck mitführen. Das Verbot für Elektronikgeräte betraf zuvor nur eine zehn Flüghäfen in Nah Ost, soll jedoch auch auf Europäische Flughäfen ausgeweitet werden, so die Sicherheitsbehörden der Vereinigten Staaten. Die folgenden Sicherheitskontrollen können nicht nur zu erheblichen Verspätungen führen, sondern auch einem Buchungsrückgang für Fluggesellschaften. Derzeit ist noch unklar wann genau der E-Ban eintritt, es müssen noch viele Fragen geklärt werden.

  • FACEBOOK golem: Facebook geht gegen Ad-Schleudern vor: Beiträge von Webseiten, die mit minimalem Inhalt und viel Werbung, sollen demnächst durch einen neuen Algorithmus aus dem Newsfeed der Nutzer herausgefiltert und weniger angezeigt werden. Einige Beispielseiten wurden in eine künstliche Intelligenz eingespeist und diese soll ähnliche Webseiten identifizieren und filtern. Für Contentproduzenten, die Wert auf Inhalte legen könnte das einen Zuwachs von Lesern bedeutet, da ihre Posts deutlich häufiger angezeigt werden sollen.

  • POWERPOINT t3n: Powerpoint kann Präsentationen jetzt in Echtzeit übersetzen: Ab sofort keine Sprachbarrieren mehr bei Powerpoint Präsentationen. Microsoft stellte auf der Entwicklerkonferenz Build eine neue Funktion für das Präsentationsprogramm vor, mit der Folien in Echtzeit übersetzt werden können. Die Übersetzungen sollen als Untertitel angezeigt werden. Bis jetzt kann die Erweiterung insgesamt zehn Sprachen verstehen, unter anderem auch Deutsch. Die Funktion soll nicht nur Übersetzungsschwierigkeiten beheben, sondern auch für Hörgeschädigte eine Erleichterung sein.

  • STREAMING welt: Amazon veranstaltet künftig exklusive Konzerte: Wo sind die Grenzen für die Angebote des Internetriesen aus Seattle? Nach Tablets, E-Readern, Smart-Homes und Streaming will Amazon zukünftig auch Konzerte über seinen Prime Service übertragen. Die Konzerte sollen eine begrenzte Zuschauerzahl haben, um eine Exklusivität zu garantieren. Andere Streaming Services wie Netzflix haben ebenfalls damit begonnen Shows von Stand-Up Comedians über ihre Plattform zu übertragen, Apple veranstaltet ebenfalls seit Jahren das Apple Music Festival – Live gestreamt für Nutzer. Ob Amazon in diesem Markt sein nächstes Standbein findet, wird sich zeigen.

  • UBER spiegel online: EU-Generalanwalt ergreift Partei für Taxibetriebe: In den USA ist der Fahrdienstvermittler Uber schon etabliert, in Europa hat sich der EU-Generalanwalt nun für die Taxi-Betriebe ausgesprochen. Da die App dem Verkehrssektor zuzuordnen sei, stehe es den Staaten frei, die Tätigkeit der Firma zu reglementieren, erklärte der zuständige Generalanwalt. Das Unternehmen selbst sieht sich als reiner Online-Vermittlungsdienst, und wollte sich somit den Regelungen für Taxi-Unternehmen entziehen. Das Urteil des EuGH folgt.

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  • WHATSAPP meedia: 175 Millionen Status-Nutzer: Auch WhatsApp überholt Snapchat beim Stories-Feature: Es war nur ein Nebensatz von Mark Zuckerberg auf der Telefonkonferenz mit Analysten, doch er hatte es in sich. Die zugekaufte Facebook-Tochter WhatsApp bringt es gerade mal zehn Wochen nach dem Start ihres Stories-Features, das bei der Messenger-App Status heißt, bereits auf 175 Millionen tägliche Nutzer. Stories-Pionier Snapchat wurde damit binnen weniger Wochen ein zweites Mal von einer Facebook-Tochter abgehängt. CEO Evan Spiegel kann an der Wall Street aber wenigstens mit einer Nachricht zur Werbevermarktung punkten.

  • SPACEX dw: SpaceX erstmals in militärischer Mission: Bislang hat die Firma des Milliardärs Elon Musk Aufträge für die zivile Raumfahrt erledigt. Jetzt beförderte eine Rakete von SpaceX zum ersten Mal ein militärisches Objekt ins All, vermutlich einen Spionagesatelliten. Nachdem der ursprünglich für Sonntag geplante Start wegen eines defekten Sensors verschoben wurde, hob die Falcon-9-Rakete am Montagmorgen (Ortszeit, 13.15 Uhr MESZ) in Cape Canaveral in Florida ab. An Bord war ein offiziell nicht näher beschriebenes Objekt des Nationalen Aufklärungsamtes der USA (NRO). Dabei handelt es sich um einen militärischen Nachrichtendienst, der Spionagesatelliten herstellt und betreibt. Bekannt ist mit der Bezeichnung NROL-76 lediglich der Name des Objekts,

  • DIGITALISIERUNG politik-digital: „Wenn die Möglichkeit da ist, unterrichte ich digital!“ Einblicke in die Lehrerwelt: Facebook, Twitter, Youtube und Co sind für viele Lehrkräfte eher Fluch als Segen. Die Ablenkung durch soziale Medien beeinträchtigt das Lernverhalten der Schüler. Doch ist dies wirklich der Fall? Denn im Zusammenhang mit der Digitalisierung und der Bildung wird auch viel über die Lehrer und Lehrerinnen geredet. Kommen sie mit dem Wandel gut klar? Wollen sie überhaupt irgendwas ändern? Um diese Mutmaßungen zu beenden, wurde nachgefragt. Im Gespräch mit dem Schweizer Deutschlehrer Philippe Wampfler geht es um seinen eigenen digitalen Unterricht, Tipps für Neueinsteiger und das Mädchen-Jungen-Klischee.

  • UBER sueddeutsche: Das Chaosprinzip: Irgendwie ist Uber nichts Halbes und nichts Ganzes. Zumindest in vielen europäischen Städten. Die Idee von Uber ist klasse, setzt sich in einigen Ländern nur nicht so richtig durch. Sei es durch rechtliche Verordnungen oder negative Eskalationen der Uber-Spitze. Also was hilft diesem mittlerweile 70 Milliarden teuren Dienstleistungsunternehmen? Das Prinzip Chaos hält an, obwohl mittlerweile auch schon Kai Diekmann zum Beratergremium gehört.

  • SOCIAL MEDIA techtag: Wie beliebt ist Social Media bei Jugendlichen?: Der Jugend-Internet-Monitor in Österreich zeigt auf, welche sozialen Netzwerke von den Jugendlichen dort favorisiert werden. Grund genug, einen kleinen Vergleich zu Deutschland zu ziehen. Eines vorweg: WhatsApp, YouTube, Instagram und Snapchat sind die Netzwerke schlechthin – egal im welchem Land wir uns befinden.

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  • ROBOTER heise: Wir sollten vorbereitet sein: Laut einer US-Studie soll jeder Roboter rund 3 menschliche Arbeitskräfte ersetzen. Zwei Ökonomen hatten sich mit dieser Thematik im Zuge der Debatte um die Auswirkungen von intelligenten Maschinen auf den Arbeitsmarkt auseinander gesetzt. Daron Acemoglu vom MIT und Pacual Restrepo von der Boston University haben anhand von Daten aus der Vergangenheit ermittelt, dass Roboter bis zu 6,2 Prozent menschlicher Arbeitskräfte ersetzen können. Was das über die Zukunft der Arbeit aussagt, ist aber noch ungewiss.

  • GOOGLE spiegel: Google will Fake News in Suchergebnissen bekämpfen: “Project Owl” ist ein neues Projekt von Google, welches gestern angekündigt wurde und “minderwertigen Content” aus den Suchergebnissen und anderen Diensten verbannen soll. Damit geht Google gezielt gegen Fake News und Hassbotschaften vor. Websiten sollen demnach zunächst von Testpersonen bewertet werden, um auch die Treffsicherheit des Algorithmus zu verbessern. Google wird bei Autocomplete-Vorschlägen künftig auf Begriffe verzichten, die als sexuelle Beschimpfung, Hassrede oder als Bedrohung bestimmter Gruppen empfunden werden können. Die Begriffe können zudem bewertet und gemeldet werden.

  • FACEBOOK zeit: Facebook darf WhatsApp-Daten weiterhin nicht nutzen: In Hamburg hat ein Gerichtsbeschluss Facebook darin eingeschränkt, auf personenbezogene Daten deutscher WhatsApp-Nutzer zuzugreifen. Facebook hat den Messaging-Dienst zwar 2014 gekauft, das Urteil schützt jetzt jedoch Telefonnummern und personenbezogene Daten, wenn die Betroffenen nicht eingewilligt haben. Auch zu den verschlüsselten Kurznachrichten wird Facebook weiterhin keinen Zugang haben, da diese verschlüsselt sind.

  • GEAR 360 curved: Samsung Gear 360 (2017) im Test: Schon die erste Gear 360 machte vieles richtig, aber die neue 2017er Version will noch vieles besser machen. 360-Grad-Fotos und –Livestreams sollen noch besser gemacht werden und vor allem soll sie mit fast allen Smartphones funktionieren – der Vorgänger war nur mit Galaxy-Geräten von Samsung kompatibel. Verwendbar ist sie aber selbstverständlich auch gänzlich ohne Smartphone. Die neue Gear verfügt über einen Griff, die Kugelform und ein benötigtes Stativ entfallen also. Fotos erreichen eine maximale Auflösung von 15 Megapixeln.

  • UBER watson: Uber stellt Pläne für fliegende Taxis vor – erste Tests ab 2020: Uber hebt ab und hat eingies vor! Das Unternehmen stellte gestern Pläne vor, ab 2020 erste Tests für fliegende Taxis durchzuführen. In den jeweiligen Städten sollen dann sogenannte “Vertiports” die Fluggeräte starten und landen lassen können. Das Projekt ist zunächst nur für Dallas und Dubai geplant. Das Unternehmen argumentiert, dass die Straßen vollgestopft mit Autos und teuer im Unterhalt seien und man deshalb in die Luft ausweichen müsse. Beförderungskosten sollen zudem zeitnah mit denen von heutigen Fahrdiensten vergleichbar sein. Aber Uber ist nicht das einzige Unternehmen, das hoch hinaus will.

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  • GESELLSCHAFT zeit: Japans smarte Utopie: Während die Politik hierzulande über die Industrie 4.0 und ihre Folgen diskutiert, ist Japan schon einen Schritt weiter: Auf der Cebit in Hannover präsentierte das Partnerland seine Pläne für eine „Gesellschaft 5.0“. „Wir stehen am Anfang des fünften Zeitalters der Menschheitsgeschichte. Nach Industrie 4.0 kommt Society 5.0, in der sich alles untereinander vernetzt“, sagte Premierminister Shinzo Abe in seiner Rede. Das Konzept blieb da noch etwas konturlos. In einer Anzeige der Financial Times, in der die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt dafür warb, wurde die Vision etwas schärfer. Gesellschaft 5.0 bedeutet die fünfte Entwicklungsstufe der Menschheitsgeschichte, nach dem Jäger und Sammler, Agrar-, Industrie- und Informationszeitalter komme nun das Zeitalter der Vernetzung. „In dieser ultrasmarten Gesellschaft“, heißt es in der Zeitungsanzeige, „wird Japan weiter die Netzwerk- und Internet-der-Dinge-Kapazitäten von fortgeschrittenen Innovationen in der Herstellung bis in jeden Winkel der Gesellschaft ausbauen und dramatisch die Lebensqualität verbessern und das Wirtschaftswachstum ankurbeln.“ Sensoren, Roboter, Big Data und Cloud Computing würden in die Gesellschaft „integriert“, um Menschen zu helfen, „unüberwindbare“ Probleme zu lösen.

  • DATENSCHUTZ breitband: Internet-User in den USA als neue Geldquelle: In den USA gibt Trump die User-Daten zum Verkauf frei. So versteht er den Markt. Reichtum durch Daten. Tatsächlich ist es aber viel schlimmer als das klingt, denn es geht um die Daten, die die Internet Service Provider über ihre Nutzer sammeln können. Nicht einmal Google oder Facebook, allseits als Datenkraken verschrien, haben so viel Einsicht in das tägliche Internetverhalten der Menschen. Jeder Webseiten-Besuch, jede App, jegliche Nutzungszeiten, Downloadstatistiken werden über den Provider erfasst und können verkauft, vermarktet werden. Zusätzlich haben vor allem die Provider sehr genau Daten zu den Nutzern selbst!

  • MICROSOFT golem: Kritik an Microsoft-Monopol in der Verwaltung: Der ehemalige Abteilungsleiter für Informationstechnik und Cybersicherheit im Innenministerium, Martin Schallbruch, hat die IT-Beschaffung der Verwaltungen kritisiert, weil diese fast ausschließlich auf proprietäre Software von Microsoft setzen: „Viele staatliche Verwaltungen sind so abhängig von diesem einen Anbieter, dass sie nicht mehr die Wahl haben, welche Software sie nutzen wollen. Damit laufen die Staaten Europas Gefahr, die Kontrolle über ihre eigene IT-Infrastruktur zu verlieren“, sagte er dem Tagesspiegel.

  • GOOGLE horizont: Uber bestreitet Ideen-Klau bei Google: Uber hat vor Gericht den Vorwurf zurückgewiesen, seine selbstfahrenden Testwagen seien mit gestohlener Technologie der Google-Roboterautos unterwegs. Die Google-Schwesterfirma Waymo will als ersten Schritt eine einstweilige Verfügung gegen Uber erreichen, die das Roboterwagen-Programm des Fahrdienst-Vermittlers lähmen könnte. Sechs Wochen nach der explosiven Waymo-Klage legte Uber nun erstmals ausführliche Argumente zur Verteidigung vor.

  • E-MOBILITÄTheise: Passagierflüge mit Elektroflugzeugen sollen in zehn Jahren beginnen: Zwei Start-ups aus den USA sowie etablierte Hersteller arbeiten intensiv an Flugzeugen, die statt mit Kerosin mit Strom fliegen sollen. Zunum Aero, hinter dem Boeing und die Airline JetBlue stehen, will Anfang der 2020er Jahre mit elektrischen Flügen von US-Regionalflughäfen beginnen, Wright Electric aus dem Inkubator Y Combinator verfolgt ähnliche Pläne, und auch Siemens und Boeing selbst zeigen Interesse an dem Thema. Das berichtet Technology Review online in „Start-ups wollen elektrisch fliegen“.

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Die Aufsteiger des Jahres in der Digitalbranche

Wendeltreppe 1 (adapted) (Image by Sasan Seyfi [CC BY-SA 2.0] via Flickr)

Wie in jedem Jahr gab es auch in 2014 wieder einige Unternehmen, die besonders auf sich aufmerksam gemacht haben. Hier sind unserer Meinung nach die Aufsteiger des Jahres. Noch vor einem Jahr wäre es undenkbar gewesen, dass Apple und Samsung schon bald einen weiteren Konkurrenten auf dem Smartphone-Markt fürchten müssen. Aber Xiaomi ist im letzten Jahr um über 200 Prozent gewachsen und wird wohl in den nächsten Jahren die Marktführer angreifen können. Doch auch die sozialen Netzwerke bekamen bunte Konkurrenz. Während Instagram mit einer einfachen Bedienung und Fotos anstelle von Text überzeugt, setzt Pinterest auf ein Geschäftsmodell, das aus wirtschaftlicher Sicht für die Zukunft von sozialen Netzwerken stehen könnte. Die beiden wertvollsten Startups der Welt sind dagegen Uber und Airbnb. Beide Unternehmen stehen für die neu aufgekommene Sharing-Economy. Und noch etwas eint die Unternehmen: beide Geschäftsmodelle stehen gerade aufgrund des Erfolges immer wieder in der Kritik.

Xiaomi

Das chinesische Unternehmen Xiaomi ist mit rund sechs Prozent Marktanteil der drittgrößte Smartphone-Hersteller der Welt hinter Samsung und Apple. Dabei gelang es den Chinesen, den Geräteabsatz innerhalb nur eines Jahres um über 200 Prozent auf aktuell 17 Millionen Geräte im dritten Quartal 2014 zu erhöhen.

Als Grund für den Erfolg lässt sich der niedrigere Preis nennen, für 300 Euro bekommt man ein Smartphone von Xiaomi, während Smartphones von Samsung beispielweise um die 400 Euro und mehr kosten, aber auch die Hardware braucht sich vor der Konkurrenz nicht zu verstecken. Und da Xiaomi bislang nur in Asien verkauft, stehen mit Europa und den USA noch sehr große Märkte offen, die Xiaomi in den nächsten Jahren ebenfalls erobern möchte. Dafür laufen aktuell Verhandlungen, die dem Unternehmen ein zusätzliches Kapital von 1,5 Milliarden US-Dollar einbringen könnten.

Pinterest

Das soziale Netzwerk Pinterest unterscheidet sich in einem gewichtigen Aspekt von anderen Netzwerken wie Facebook. Jedes von einem der aktuell 70 Millionen Nutzern hochgeladene Bild aus Kategorien wie Home, Arts oder Food wird automatisch mit einem Link zur Originalquelle angezeigt. Das ist besonders aus werbewirtschaftlicher Sicht sehr interessant, da Pinterest somit nicht nur als soziales Netzwerk funktioniert, sondern zeitgleich als Einkaufsberater fungiert. Aus dem Grund ist es nur wenig überraschend, dass das Startup nach seiner Gründung im März 2010 von Ben Silberman inzwischen mit einem Wert von fünf Milliarden US-Dollar auf Rang neun der wertvollsten Startups der Welt zu finden ist. Besonders außerhalb der USA, aus denen derzeit rund 80 Prozent der Nutzer stammen, besteht aber auch noch sehr viel Potential für weiteres Wachstum in den nächsten Jahren.

Instagram

Erst vor wenigen Tagen gab Instagram bekannt, jetzt mehr aktive Nutzer als Twitter zu haben. Dabei ist das soziale Netzwerk, das anders als die Konkurrenz vor allem auf Fotos setzt, in den letzten Monaten wesentlich stärker gewachsen, nämlich um 100 Millionen Nutzer in weniger als einem Jahr. 90 Millionen Bilder werden täglich vor allem von jungen Menschen hochgeladen. Der Grund hierfür ist einfach zu erklären. Bilder wirken für diese oftmals deutlich attraktiver als Text, Twitter erscheint zu umständlich, Instagram punktet in Sachen Bedienung. Inzwischen wird der Wert von Instagram auf 35 Millarden US-Dollar geschätzt, was einer Steigerung von 16 Milliarden und somit fast einer Verdopplung entspricht. Noch im April 2012 war das Netzwerk für eine Summe von nur einer Milliarden Dollar von Facebook übernommen worden.

Uber

Uber ist wohl eines der umstrittensten Unternehmen des Jahres gewesen, aber auch eines der erfolgreichsten. Der Fahrdienstvermittler fiel immer wieder auf negative Weise auf, indem beispielweise Topmanager Emil Michael mit der Möglichkeit drohte, Kritiker ausspionieren zu lassen und mit unliebsamen Details unter Druck zu setzen. Trotz allem ist Uber in den letzten Monaten rasant gewachsen, Investments in Milliardenhöhe ermöglichten optimale Bedingungen zum Expandieren und ein Wachstum von geschätzten 300 Prozent im Jahr deutet weiterhin auf eine steigende Bedeutung des Unternehmens hin. Und Uber hat weiterhin viel ungenutztes Potenzial, da das Angebot besonders in vielen Schwellenländern noch nicht aktiv ist.

Airbnb

Ähnlich wie Uber hat auch der Anbieter von Wohnungssharing Airbnb immer wieder mit aufkommender Kritik zu kämpfen. Besonders die Hotelbranche wehrt sich gegen das Unternehmen, dessen Nutzer gegen eine Provision ihre Wohnungen für einen kurzen Zeitraum untervermieten. Dabei sollen laut einer Untersuchung in New York 72 Prozent, also ein Großteil, der untervermieteten Wohnungen illegal gewesen sein. Dennoch ist der Erfolg von Airbnb unverkennbar: Von Inc. wurde das Startup als Unternehmen des Jahres 2014  ausgezeichnet, der Wert wird inzwischen auf 13 Milliarden US-Dollar beziffert, einzig Uber ist somit noch wertvoller. Über 800.000 Reisende mieten derweil pro Jahr eine Privatunterkunft über Airbnb, was das Unternehmen zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten für die Hotelbranche werden lässt.


Image (adapted) „Wendeltreppe 1“ by Sasan Seyfi (CC BY-SA 2.0)


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  • DATENKLAU FAZ: Datendiebstahl bei über einer Milliarde Yahoo-Nutzerkonten: Erneut gab der Internet-Konzern Yahoo bekannt, dass Kriminelle an die Daten von Nutzern gelangt sind. Betroffen sind dieses Mal mehr als eine Milliarde Konten. Bereits im September kam heraus, dass mindestens 500 Millionen Nutzerprofile betroffen sind. In Einzelfällen soll den Hackern sogar die Kombination aus Sicherheitsfrage und passender Antwort vorliegen, die gebraucht wird, um ein vergessenes Passwort zu ändern. Die Attacken fanden im August 2013 sowie Ende 2014 statt. Der Telekom-Konzern Verizon hatte geplant, das Yahoo-Webgeschäft zu kaufen, angesichts der aktuellen Nachrichtenlage komme der Deal jetzt aber auf den Prüfstand.

  • TRUMP Stern: Donald Trump umgarnt plötzlich Internet-Giganten: Noch während des Wahlkampfes hatten sich die CEOs von Internet-Giganten wie Apple, Google, Microsoft, Amazon und Facebook fast geschlossen gegen Trump gestellt und stattdessen für seine Konkurrentin Hillary Clinton geworben. Bei einem Gipfeltreffen in New York mit dem designierten Präsidenten gab sich Trump nun gönnerhaft. Er bot den Geschäftsmännern an, jederzeit für sie erreichbar zu sein. Außerdem sei er für sie da, um ihnen zu helfen, damit es ihnen gut ginge. Zudem seien sie eine unglaubliche Gruppe von Leuten, die es so nur einmal auf der Welt gäbe.

  • APPLE heise: Apple warnt vor Netzteilen und Akkus von Drittanbietern: Apple warnt auf der firmeneigenen Website vor Netzteilen und Akkus von Drittanbietern. Die Geräte könnten „Sicherheitsrisiken bergen“. In einer Klage gegen eine Firma, die auf Amazon nachgemachte, als echt deklarierte Produkte verkauft, heißt es, die gefälschten Lade-Accessoires könnten überhitzen, Feuer fangen und tödliche Stromschläge verursachen. Tatsächlich konnte eine unabhängige Studie nachweisen, dass von 400 im Online-Handel bezogenen Geräten 397 Stück durch einen einfachen Sicherheitstest fielen, da die mangelnde Isolierung zu Stromschlägen führen kann.

  • UBER t3n: US-Behörde verbietet selbstfahrende Autos in San Francisco: Das DVM (Department of Motor Vehicles) in Kalifornien geht gegen Uber vor. Das Unternehmen hatte ohne Erlaubnis angefangen, selbstfahrende Autos auf die Straße zu bringen. Die Behörde wies Uber jetzt an, diese wieder zu entfernen. Daraufhin erwiderte der Taxi-Konkurrent, dass stets ein Fahrer an Bord sei, weswegen der Befehl hinfällig sei. Zum Thema Verkehrssicherheit tauchte jüngst ein YouTube-Video auf, das ein Uber-Fahrzeug dabei filmt, wie es eine rote Ampel überfährt. Dies sei eine Gefährdung des Straßenverkehrs, weshalb die Anordnung der Behörde laut San Francisco Examiner sehr wohl begründet sei.

  • AMAZON golem: Amazon liefert Paket mit Drohne aus: Im englischen Cambridge ist es Amazon gelungen, einem Kunden die Bestellung mittels einer Drohne zu liefern. In dem Paket enthalten waren eine Fire-TV-Box und eine Tüte Popcorn. Die Drohne legte das Paket auf einer Landemarkierung im Garten des Bestellers ab und flog zurück. In den USA ist dieses System bislang nicht gestattet, da der Piloten Sichtkontakt mit der Drohne halten muss, wodurch sich der Einsatz bisher praktisch unmöglich gestaltet. In Großbritannien sind die Lieferungen testweise und nur in einem bestimmten Gebiet in der Region Cambridge erlaubt. Auch in Deutschland werden solche Tests durchgeführt, DHL erprobt den Einsatz von Paketkopters in dritter Generation.

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  • MOBILE-PAYMENT zeit: Das Smartphonegeld kommt: Für einen kurzen Moment machte Apple auf seiner Website neugierig auf Apple Pay in Deutschland. Den Dienst zum bargeldlosen Bezahlen gibt es in den USA schon länger und auch in Frankreich und der Schweiz kann man seit kurzem mit dem Smartphone bezahlen. Grund dafür könnte die Bargeldliebe der Deutschen sein, so wird noch mehr als die Hälfte der Einkäufe im Einzelhandel bar bezahlt. Trotzdem wollen deutsche Banken das Konzept ab Anfang 2017 anbieten und zunächst auf Android-Systemen testen.

  • AMAZON golem: Amazon verhandelt Übernahme für 1 Milliarde US-Dollar: Amazon.com wählt die Flucht nach vorne und will Konkurrenten aufkaufen. Der Online-Handels-Riese stehe so zurzeit in Verhandlungen um Souq.com für eine Milliarde US-Dollar aufzukaufen. Das Unternehmen ist eine Handlesplattform der Vereinigten Arabischen Emirate, Ägyptens und Saudi Arabiens. Zunächst sollten nur 30 Prozent der Firma zur Verhandlung stehen, aber Amazon plant nun die Übernahme. Das Unternehmen würde sich so einen beachtlichen Fußabdruck auf dem e-Commerce Markt des nahen Ostens verschaffen. Die Verhandlungen laufen noch.

  • UBER welt: Deutsche Taxi-Branche sagt Uber den Kampf an: Deutsche Taxi-Unternehmen arbeiten jetzt an einer Taxi-Sharing App. Diese soll Anfang 2017 in die App-Stores kommen und damit dem Platzhirsch auf dem Markt, dem US-Unternehmen Uber, Konkurrenz machen. Kunden sollen so zwischen normalen Taxen und einem Sammeltaxi wählen können, welches dann selbstverständlich günstiger wäre. Zunächst soll das Vorhaben in Hamburg starten, wo sofort mit 600 Taxen begonnen warden könnte. Das alles soll eine Antwort auf die weitgreifenden Uber-Expansionen sein und laut den verantwortlichen als fairen Wettbewerb für Bewegung im Markt sorgen.

  • VIRTUAL COMMERCE t3n: Nicht immer nur die Großen: Virtual-Commerce-Lösungen für kleine Händler: Virtual Reality ist schon lange nicht mehr nur das Steckenpferd der Gaming-Industrie und soll nun auch für kleine Unternehmen funktionieren. Ein kleiner Weinladen und ein Concept Store haben ihren Shop virtuell nachgebaut, um ein Virtual-Commerce-Erlebnis zu bieten. Dazu wurde der Laden ähnlich wie bei Google Street View, hochauflösend fotografiert und durchdigitalisiert. Eine solche Laden-Digitalisierung soll dann schon nach rund zwei Wochen realisierbar sein.Virtual Commerce soll eine Lösung für kleineHändler sein, sich von der Masse abzuheben und das Gefühl des Ladengeschäfts auch online übermitteln zu können.

  • DROHNEN digitaltrends: This humongous beast of an anti-drone gun isn’t quite as nasty as it looks: Drohnen-Hobbypiloten scheinen derzeit aus dem Boden zu sprießen. Doch nicht jeder davon ist auch immer mit den Richtlinien und Gesetzen vertraut. Besonders für Flughäfen, wichtige Einrichtungen und Gefängnisse stellen die “unmanned aerial vehicles” kurz UAV ein wahres Problem dar. Die australische Firme DroneShield hat deswegen jetzt die sogenannte DroneGun entwickelt, die auf den ersten Blick verheerender aussieht als sie ist und die UAVs mit einem Signal zur Landung zwingt. So sollen die Übeltäter also besser überführt werden, weil di Drohnen so auch nicht beschädigt werden. Die DroneGun soll nun auch international vermarktet werden.

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Die Netzpiloten sind Partner des NKF Summit

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Am 7. Dezember findet in Berlin der NKF Summit Vol. 1 statt. Das ist die Veranstaltung, bei der Cooperates und Startups lernen, miteinander zu arbeiten. Eingeladen sind zahlreiche Experten, die Vorträge halten und Sessions leiten werden. Über 25 Speaker werden dabei ihre Kenntnisse präsentieren.

Mit dabei ist Christian Lindner, Bundesvorsitzender der FDP. Er referiert darüber, warum Startups und Corporates vor allem in Deutschland sich dringend annähern müssen. Olaf Koch, CEO der Metro AG, ist ebenfalls vor Ort. In seinem Vortrag geht es um die Startup-Strategie der Metro AG. Marius Swart, Global Innovation Director der Coca-Cola Company, spricht über die Fallstudie Coca-Cola Incubator. Jörg Rheinboldt, Managing Director der Axel Springer Plug and Play Accelerator GmbH gibt Einblicke in die Arbeitsweise und Strategie von Plug and Play. Einen Fireside-Check wird es bei Christoph Weigler, General Manager Germany der Uber Germany GmbH geben. Peter Lennartz, Head Startup Initiative Berlin + GSA EY erklärt das Erfolgsmodell „Lab“ der Firma.

Am 6. Dezember findet als Aufwärmübung schonmal die optionale Startup-Tour statt, außerdem der Lean-Startup-Workshop und die Reception, weiter geht es dann am 7. Dezember.

+++ Rabattaktion +++

Alle Netzpiloten-Fans erhalten 250 Euro Rabatt beim Ticketkauf. Gebt einfach den Code Netzpiloten beim Ticketkauf ein und spart, was das Zeug hält!

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  • MICROSOFT golem: Microsoft tritt gegen Slack an: Microsoft Teams soll dem Messaging-Dienst Slack Konkurrenz machen. Die Software arbeitet ähnlich wie die der Mitbewerber von Atlassian oder Slack mit einem Chat, der in beliebig viele Räume unterteilt werden kann. Die Chats lassen sich durchsuchen, archivieren und mit zusätzlichen Daten anreichern, die allen Teilnehmern zur Verfügung gestellt werden. Auch die Integration weiterer Dienste ist möglich. Emojis und Memes gibt es ebenfalls.

  • YOUTUBE googlewatchblog: YouTube Red: Nur wenige Nutzer sind bereit, für YouTubes Abo-Modell zu zahlen: Über viele Jahre hat YouTube zur Monetarisierung der eigenen Plattform rein auf Werbung gesetzt und hat dadurch nicht nur riesige Umsätze eingefahren, sondern hat dadurch auch die Grundlage zur Finanzierung des Lebensunterhalts von tausenden YouTube-Stars gelegt. Seit dem vergangenen Jahr kam zusätzlich noch das Angebot YouTube Red dazu, mit dem man die Nutzer zur Kasse bitten möchte – doch dieses kommt laut neuesten Zahlen überhaupt nicht an. Mit YouTube Red bietet Google gegen eine monatliche Gebühr von 9,99 Dollar den Power-Nutzern der eigenen Plattform einige Vorteile: Als erstes sind die Videos danach komplett werbefrei und so entfällt die lästige Wartezeit bis zum Ende der Werbung. Außerdem können Videos heruntergeladen und später auch Offline angesehen werden – allerdings nur innerhalb der App. Als drittes können Videos auch im Hintergrund und ohne aktive App abgespielt werden. Und viertens – fast das wichtigste – ist das Play Music Abo auch noch mit enthalten.

  • SKYPE heise: Belgien: 30.000 Euro Strafe für Skype wegen mangelnder Überwachungshilfe: Der Microsoft-Tochter Skype wurde jetzt von einem belgischen Gericht eine Geldbuße in Höhe von 30.000 Euro auferlegt. Das Verfahren lief seit 2012 und Grund dafür war die laut Anklägern nicht ausreichende Unterstützung von Strafverfolgern bei der Überwachung Verdächtiger. Lediglich Verbindungsdaten wurden übermittelt, nicht aber Inhalte. Der Internet-Telefonie Anbieter äußerte sich dazu, dass sie sowohl den Datenschutz der Nutzer als auch die rechtlichen Vorgaben des jeweiligen Landes berücksichtigen müssten.

  • UBER t3n: Uber gestaltet App übersichtlicher, fügt neue Funktionen hinzu: Ubers App wurde durch das Hinzufügen von neuen Diensten zunehmend unübersichtlicher. Immer wieder fragten sich Nutzer, ob sie UberBlack, UberX oder UberPool bestellen wollen. Laut Uber wollten sie bei ihrem Start vor sieben Jahren eine einfache App auf den Markt bringen, um jetzt mit den vielen neuen Angeboten besser umzugehen, haben sie sich in diesem Jahr für ein komplettes Redesign der App entschieden. Die neue App wird in den nächsten Wochen weltweit für alle Nutzer verfügbar sein, sowohl iOS- als auch Android-Nutzer können das Update laden. Uber ist heute bereits in mehr als 450 Städten aktiv.

  • LINKEDIN digitaltrends: LinkedIn now tells you how much you should be earning, in exchange for your salary info: Das soziale Netzwerk LinkedIn gibt jetzt bekannt, dass Arbeitnehmer in Erfahrung bringen können, welches Gehalt in ihrer Branche und gemäß ihrer Berufserfahrung durchschnittlich gezahlt werden sollte. Das sogenannte Tool LinkedIn Salary wird es Nutzern möglich machen die idealle Stelle nach bestbezahltem Standort und Boni herauszufiltern. Bevor man diesen Dienst allerdings nutzen kann, muss das bisherige Gehalt angegeben werden. Zum Launch ist LinkedIn Salary zunächst in den USA, Kanada und Großbritannien verfügbar.

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Uber zerstört die Share Economy mit seinen fahrerlosen Autos

Taxi Cabs vs Uber (adapted) (Image by Aaron Parecki [CC BY 20] via Flickr)

Die Ankündigung von Uber, dass das Unternehmen in Pittsburgh, USA, fahrerlose Autos einführen will, stellt nicht nur die Zukunft der Share Economy, die auch durch Ubers Hilfe etabliert wurde, sondern auch die Zukunft von Beschäftigungsverhältnissen im weiteren Sinne in Frage. Eines ist aber sicher: Obwohl sich Uber verändert, wird die Art, wie es unsere Arbeitsweise verändert hat, bestehen bleiben.

Uber ist praktisch zum Synonym für Ideen für neue Geschäftsmodelle geworden. Es ist so bekannt, dass tatsächlich sogar ein neues Wort daraus entstanden ist – „ubersation“ – das die Art von Arbeit beschreibt, die über Online-Plattformen in sogenannten Share Economies verwaltet wird. Die Firma ist in vielerlei Hinsicht ein Sinnbild des flinken Ideenreichtums, mit dem der Kapitalismus es schafft, von der Technologie gestützt Wirtschaftskrisen zu überleben, neue kreative Lösungen für alte Probleme zu finden und sich am laufenden Band selbst neu zu erfinden.

Fahrerlose Autos sind nur ein weiteres Beispiel dafür. Nachdem es 2009 gegründet wurde, ein Jahr nach Airbnb und Taskrabbit, war Uber eines der ersten Serviceunternehmen, das einen Weg fand, Investitionen großer Mengen in abwertenden Anlagen zu vermeiden, wie zum Beispiel einen Fuhrpark, spezielle Werkzeuge oder teure Immobilien. Die Lösung? Das Risiko wurde ausgelagert und die Vermögenswerte anderer Leute genutzt.

Im Original-Modell von Uber fielen die Kosten des Kaufens und Wartens der Autos den Fahrern, beziehungsweise Eigentümern, zu, nicht der Firma. Die Einstellung gegenüber Arbeitern war ähnlich: wieso in die eigene Arbeitskraft investieren, mit all der Verantwortung die damit einhergeht, ein Arbeitgeber zu sein, wenn man den Service von Menschen nutzen kann, die für ihre eigene Ausbildung, ihre Ferien und ihre Rente zahlen und die Verantwortung für ihre Ausfallzeit selbst tragen?

Onlineplattformen behaupten, dass sie keine Arbeitgeber seien – sie seien nur ein Hightech-Gesprächspartner zur Bereitstellung und Anforderung von Diensten. Sie profitieren, indem sie bei allen Transaktionen Reduzierungen durchführen. Und sie können mit minimalen Investitionen schnell in neue Märkte expandieren.

Vorteile nutzen

Einer der Gründe, warum Uber so viel mehr öffentliche Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat als andere Plattformen die Arbeit auf Abruf anbieten (wie Taskrabbit, Handy, Upwork oder PeoplePerHour) ist, dass es einen Bereich betreten hat – den der Taxiservices – wo die Arbeiter bereits organisiert waren. Taxifahrer in vielen Städten haben eine lange Geschichte des Zusammenschlusses vorzuweisen, um Regeln festzulegen und mit öffentlichen Behörden über Dinge wie Standardtarife, die Standorte der Taxistände und die Bedingungen für den Erhalt einer Lizenz zu verhandeln.

Das steht im Gegensatz zu Menschen, die Dienstleistungen wie das Putzen von Fenstern, Gartenarbeit, Kinderhüten oder Möbelmontage zur Verfügung stellen, wie es andere Plattformen anbieten. Londoner Taxifahrer der „Black Cabs“ verbringen normalerweise 4 Jahre damit, sich das „Wissen“ anzueignen, also alle möglichen Routen durch die Stadt zu kennen. Dies ist eine Voraussetzung für den Erhalt einer Lizenz. Es ist daher nicht überraschend, dass der Einstieg von Uber in ihren Markt einen Proteststurm hervorrief.

Der Erfolg von GPS machte vieles von dem hart erarbeiteten Wissen obsolet und öffnete das zuvor wohlgehütete Gebiet des Taxifahrens jedem Menschen mit einem Auto und einem Smartphone, der sich etwas dazuverdienen wollte. Niedrigere Preise machten private Fahrten außerdem für die Menschen erschwinglich, die früher eine Taxifahrt als gelegentlichen Luxus angesehen haben.

Diese Vorteile konnten aber nicht für immer anhalten. Wettbewerber erschienen auf der Bühne. Öffentliche Behörden wurden für die Notwendigkeit, diese neue Art von Taxiservice zu reglementieren, sensibilisiert – was, wenn es einen tödlichen Unfall gäbe? Was, wenn der Fahrer oder der Fahrgast angegriffen würden? Wer wäre für die Versicherung zuständig? Auch die Fahrer fingen bald an, sich wie ausgebeutete Arbeiter zu fühlen, statt unbeschwerte Unternehmer sein zu können.

Wenn Uber schon die Gebühren festlegte und vorschrieb, wie sie zu arbeiten hatten, sollten sie dann nicht auch anfangen, die Verantwortungen eines Arbeitgebers zu übernehmen? Uber war deshalb sowohl in den USA als auch in Großbritannien mit gerichtlichen Verfahren konfrontiert. Manche der Uber-Fahrer aus den USA haben sogar als Alternative ihre eigene Kooperation mit Fahrern von Lyft, einem ähnlichen Service, aufgebaut.

Ruhig bleiben und weitermachen

In der Zwischenzeit ist Uber zu einem riesigen Unternehmen mit weltweiter Ausbreitung und einem Umsatz von 1,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2015 geworden. Sein letzter Versuch, sich selbst neu zu erfinden, nimmt interessanterweise eine der klassischen Strategien der Industrie aus der Vergangenheit auf, um den Profit zu steigern – die Automatisierung. Während es den Plan der Vergangenheit, die Arbeiter die Investitionen allein machen zu lassen, beiseite schiebt, steckt Uber sein eigenes Geld in eine neue Technologie: fahrerlose Autos. Wenn sich das Risiko auszahlt, wird dies wahrscheinlich mehrere Auswirkungen haben.

Die Position traditioneller Taxiunternehmen wird weiterhin unterminiert werden, indem günstigerer Service angeboten wird (möglicherweise auch die Stellen von Ubers eigenen Eigentümern oder Fahrern). Zudem werden auch Wettbewerber verdrängt werden. Neuanbieter auf diesem Markt der fahrerlosen Taxis würden in eine Flotte solcher Fahrzeuge investieren müssen. Dies könnte die Nahezu-Monopolstellung, die Uber schon in manchen Städten hat, festigen und den Namen Uber so zum Synonym für Taxiservice machen, wie es zum Beispiel Hoover für Staubsauger oder Kleenex für Taschentücher ist. Wenn uns die Geschichte eines lehrt, dann ist es, dass dies nicht zu Massenarbeitslosigkeit führen wird.

Bereits vorhandene Uber-Fahrer würden möglicherweise arbeitslos werden, aber diese Form von Restrukturierung verheißt nur, dass neue Jobs geschaffen werden, während und obwohl sie andere zerstört. Fahrerlose Autos könnten aus professionellen Fahrern das machen, was Waschmaschinen aus Wäschereiarbeitern machten. Der Kapitalismus aber, zerstörerisch wie immer, macht weiter wie zuvor.

Wenn das nun aber die Zukunft von Uber ist, was wird dann aus der Zukunft der ‚uberisation‘? Die Beweise sprechen dafür, dass es Teil eines großen Trends ist, der unaufhaltsam wächst. In allen Wirtschaftsbereichen wird Arbeit auf Abruf als neue Form für Jobs gelten, die von Aushilfslehrern über Agentur-Krankenschwestern und Supermarktkassierern bis hin zu Callcenter-Angestellten reichen.

Eine neue Studie mit 2238 Menschen, die wir an der Hertfordshire Business School durchführten, legte nahe, dass drei Prozent der erwachsenen Bevölkerung Großbritanniens „mindestens wöchentlich“ für Online-Plattformen arbeiten, während viele mehr (etwa elf Prozent) dies hin und wieder tun. Geschätzte 2,5 Prozent der Arbeitnehmer haben Null-Stunden-Verträge und sechs Prozent haben einen befristeten Vertrag.

Die letzten Statistiken der Regierung des Vereinigten Königreichs zeigen, dass mehr als eine Million Menschen einen Zweitjob haben und knapp fünf Millionen Menschen selbstständig sind. Uber mag sich verändern, solange es aber keine radikalen Veränderungen in der Arbeitsregelung und des Sozialsystems gibt, sieht es so aus, als wäre die ‚uberisation‘ gekommen, um zu bleiben.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Taxi Cabs vs Uber“ by Aaron Parecki (CC BY 2.0)


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  • WHATSAPP t3n: Whatsapp: Videochat-Funktion ab sofort auf Android-Smartphones nutzbar: Mit WhatsApp können Android-Nutzer ab sofort auch Videochats durchführen. Der Anbieter der weltgrößten Messenger-App hat die Funktion über das Beta-Programm großflächig ausgerollt. Schon im Dezember letzten Jahres gab es Berichte, dass WhatsApp eine Videotelefonie-Funktion intern testet. Im Mai dieses Jahres wurde die Testphase für den Videochat ausgeweitet – seit Dienstag kann sie jeder Android-Nutzer über den Beta-Kanal des Play-Stores installieren. Die Qualität von Video und Audio ist derzeit selbst im WLAN-Netz noch nicht optimal, es sollte aber nicht vergessen werden, dass die Funktion sich noch im Beta-Stadium befindet. iPhone-Besitzer sind ebenso noch außen vor. Allerdings soll WhatsApp schon eine aktualisierte App bei Apple eingereicht haben, mit der die Funktion auch für iOS-Geräte einsetzbar wird.

  • BLACKBERRY ZDNET: Blackberry stellt Android-Smartphone DTEK60 vor: Mit dem DTEK60 bringt Blackberry einen neuen Vertreter seiner nach eigenen Angaben besonders sicheren Android-Smartphones auf den Markt. Das Gerät hat ein großes, hochauflösendes Display, einen schnellen Prozessor und eine 21-Megapixel-Kamera. Das Gerät ist eine technisch verbesserte Version des DTEK50, mit dem es das Design teilt. Anders als beim Vorgänger stammt die Hardware-Ausstattung des DTEK60 aus dem Oberklassebereich. So hat das Smartphone einen 5,5 Zoll großen Bildschirm, der mit 2.560 x 1.440 Pixeln auflöst. Das ergibt eine Pixeldichte von 534 ppi, was Displayinhalte scharf darstellen sollte. Im Inneren des Gerätes arbeitet Qualcomms Snapdragon 820, ein Vierkernprozessor mit einer maximalen Taktrate von 2,15 GHz.

  • APPLE horizont: Apple will im Weihnachtsgeschäft Rückgang stoppen: Apple will mit dem iPhone 7 im anstehenden Weihnachtsgeschäft die seit Jahresbeginn andauernde Talfahrt stoppen. Der Konzern prognostizierte für das laufende Vierteljahr einen etwas höheren Umsatz als im Rekordquartal vor einem Jahr. Zugleich gingen die Geschäftsrückgänge auch in den vergangenen drei Monaten trotz des Starts des neuen iPhone-Modells weiter. Das führte wie erwartet zum ersten Geschäftsjahr mit einem Umsatzrückgang seit 15 Jahren.

  • GOOGLE Golem: Google arbeitet angeblich an AR-Headset: Gerade erst hat Google mit Daydream eine eigene Plattform inklusive Hardware im Bereich Virtual Reality vorgestellt und schon geht das ganze in die nächste Runde: Schon seit längerer Zeit kursiert das Gerücht über eine weitere Brille, die weit über Daydream und Virtual Reality hinaus geht und das gesamte Thema auf eine neue Stufe heben soll. Jetzt gibt es neue Belege über das in Entwicklung befindliche Headset. Das neue Headset soll, anders als die Cardboard- und Daydream-Betrachter, ohne ein Smartphone als Display auskommen. Stattdessen arbeitet es wohl mit eigenen Displays und soll die Augmented-Reality-Elemente mit Hilfe von Eye-Tracking-Sensoren und weiteren Sensoren platzieren.

  • UBER Wirtschafts Woche: Roboter-Lastwagen liefert 50.000 Dosen Bier: Uber hat in den USA mit einem hochautomatisiert fahrenden Lkw 50.000 Dosen Bier ausgeliefert. Damit hat Uber demonstriert, wie die Zukunft der Logistikbranche aussehen könnte. Ein hochautomatisiert fahrender Lkw des Startups Otto, das Uber gekauft hat, legte laut einem Bericht von Bloomberg eine Distanz von rund 190 km über die Interstate 25 zurück. Uber reklamiert damit die erste kommerzielle Lieferfahrt mit einem automatisiert fahrenden Lkw für sich. Hinter dem Steuer befand sich kein Fahrer. Das Fahrzeug fuhr allerdings in Colorado nur eine Highway-Strecke entlang, die zuvor vermessen worden war.

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  • APPLE Computer Bild: Apple iPhone 8: News, Gerüchte, neue Funktionen: 2017 feiert das Apple-Smartphone Zehnjähriges-Jubiläum. Ist das iPhone 7 also nur ein Testlauf, um zu sehen, welche Änderungen die Kundschaft akzeptiert? 2017 soll das iPhone 8 kommen. Vielleicht plant Apple eine einmalige Sonderausgabe vom iPhone 8, quasi eine Art Jubiläums-Smartphone herauszubringen. Einem Bericht von Nikkei zufolge, soll Apples Zulieferer Foxconn an Plänen für ein Gehäuse aus Glas arbeiten.
  • UBER heise online: Uber entdeckt den Luftraum: Senkrechtstarter in Planung: Uber will Kunden künftig über den Luftraum transportieren, um Staus auf den Straßen von Großstädten zu vermeiden. Der Fahrdienstvermittler arbeitet, einem Recode-Bericht zufolge, an Luftraum-Taxis, mit denen Kunden gerade in Großstädte bequem von A nach B gelangen können – und zwar deutlich schneller als über die viel befahrenen Straßen.
  • FACEBOOK Süddeutsche Zeitung: Facebook-Nutzer können jetzt verschlüsselt chatten: Am 25. September endete die Frist, um WhatsApps neuen AGBs zu widersprechen. Am selben Tag schaltete Facebook eine neue Funktion für seinen Messenger frei. Wer dort eine neue Unterhaltung beginnt, kann diese als „geheim“ markieren, denn Facebook hat die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für den Messenger aktiviert. Damit kann man die geheime Unterhaltung aktivieren und Nachrichten verschicken, die für Geheimdienste und Kriminelle unlesbar sind.
  • AIR BERLIN Handelsblatt: Wird die Krisen-Airline jetzt zerschlagen?: Der Fluggesellschaft Air Berlin droht der radikale Umbau. Bekannt ist, dass Etihad mit Lufthansa über die Übernahme der dezentralen Strecken von Air Berlin, jenseits der Drehkreuze Berlin und Düsseldorf, verhandelt. Die Airline-Tochter von Tui hat rund ein Dutzend Flugzeuge mit Personal an Air Berlin vermietet – zu angeblich hervorragenden Konditionen für den Reisekonzern. Der Vertrag belastet die ohnehin seit Jahren schwer angespannte Bilanz von Air Berlin zusätzlich.
  • IRAN politik-digital: Nationales-Internet-Projekt des Iran: Zensur oder Schutz?: Iranische Browser, Suchmaschinen und E-Mail-Services gibt es schon seit ein paar Jahren. Dennoch bleiben die beliebtesten Online-Dienste in der iranischen Bevölkerung weiterhin zensierte, wie z.B. Facebook, YouTube und Twitter. Das unberechenbare World Wide Web soll an die digitale Leine genommen werden. Ein sauberes und reines Internet heißt die Maxime, kurz: Internet Halal. Das arabische Wort „Halal“ bedeutet so viel wie „zulässig“ und gestattet nur Online-Inhalte, die nach islamischem Recht erlaubt sind.
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  • APPLE t3n: 7 neue Funktionen von iOS 10: Nachdem das iPhone 7 vorgestellt wurde, ist nun das neue Betriebssystem iOS 10 rausgekommen. Das Update gibt es für alle Geräte ab iPhone 5, iPad mini 2, iPads der 4. Generation und iPod Touch der 6. Generation. 7 neue Funktionen wie z.B. die Intelligente Tastatur, man kann ab sofort mit einer einzigen Tastatur in mehren Sprachen schreiben, ohne ständig diese wechseln zu müssen, hält das neue Update bereit.
  • CHINA Welt: Wirtschaft in China stabilisiert sich wieder: Chinas Wirtschaft scheint wieder zulegen zu können. In China wächst vor allem die Nachfrage nach Autos stark. Außerdem gab es noch 1,13 Millionen zusätzliche Arbeitsplätze im August. Der Sprecher Sheng Laiyun sehe „positive Veränderungen und viele Lichtblicke“, besonders in der Realwirtschaft, bei der Vorlage der Wirtschaftsdaten für den Einzelmonat August.
  • ADBLOCKER Trending Topics: „Adblocker werden den Markt verändern, weil sie zeigen, dass die Big-Data-Geschäftsmodelle nicht funktionieren“: 100 Millionen Nutzer soll Adblock Plus laut Angaben des Herstellers haben. Weltweit setzt der irischen Firma PageFair zufolge jeder fünfte Smartphonenutzer auf einen Werbeblocker. Bereits 2013 wurde bekannt, dass sich Google und Amazon mit Eyeo arrangierten und sich von der Werbeblockade freikauften. In Brüssel braut sich derzeit ein Gewitter zusammen, das die Geschäftsmodelle der großen Silicon-Valley-Riesen massiv infrage stellt.
  • UBER heise online: Schweiz lockert Regeln für Taxis wegen Konkurrenz mit Uber & Co.: Gestern stimmte in der Schweiz der Nationalrat mit deutlicher Mehrheit für eine Lockerung der strengen Vorschriften für Taxifahrer. Taxifahrer befänden sich im Nachteil gegenüber des Fahrdienstes Uber. Der Schweizer Nationalrat will gleiche Ausgangsbedingungen für den Wettbewerb zwischen Taxifahrern und Fahrdiensten wie Uber. Aktuell unterliegen Taxifahrer speziellen Vorschriften, beispielsweise einer Bewilligung für berufsmäßige Personentransporte, einer Fahrtenschreiberpflicht oder speziell geregelten Arbeitszeiten.
  • IOS Süddeutsche Zeitung: Rückkehr des „Ziegelsteins“: iPhone-Nutzer berichten von Update-Problemen Kaum ist iOS 10 rausgekommen, da gibt es schon Probleme. Viele Nutzer berichten von Update Problemen wie z.B. dass das Wlan-Update auf iOS 10 iPhone und iPad im Wartungsmodus einfriert. Das Problem lässt sich nur durch eine Wiederherstellung reaktivieren.
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Algorithmen können fairer sein als Menschen

code(image by geralt [CC0 Public Domain] via Pixabay)

Amazon hat kürzlich damit angefangen, Lieferungen am selben Tag in ausgewählten großstädtischen Gegenden anzubieten. Das mag für viele Kunden gut sein, doch die Markteinführung zeigt auch, wie computerisierte Entscheidungsfindung eine hohes Maß an Diskriminierung fördern kann.

Sinnvollerweise begann die Firma mit ihrem Service in Gegenden, in denen die Lieferkosten am niedrigsten waren, indem sie die Postleitzahlen von dicht besiedelten Orten sowie die Anzahl existierender Amazonkunden ermittelten, deren Einkommensniveau hoch genug war, um regelmäßig Produkte, für die Lieferung am selben Tag verfügbar waren, zu erwerben. Die Firma gab eine Internetseite an, auf der Kunden ihre Postleitzahl eingeben konnten, um zu sehen, ob eine Lieferung am selben Tag bei ihnen möglich wäre. Enthüllungsjournalisten bei den Bloomberg News nutzten diese Seite zur Erstellung einer Karte, die die Gegenden mit dem Amazon-Lieferangebot am selben Tag zeigt.

Die Bloomberg-Analyse zeigte, dass viele ärmere, städtische Gegenden von diesem Service ausgeschlossen waren, während in wohlhabenderen Nachbarschaften dieser Service angeboten wurde. Viele dieser ausgeschlossenen armen Gegenden wurden vorwiegend von Minderheiten bewohnt. Beispielsweise wurde in Boston das komplette Stadtgebiet abgedeckt – bis auf den Bezirk Roxbury. Der Service deckte in New York City beinahe sämtliche Bezirke ab, während die Bronx außen vor blieb. In Chicago wurde die verarmte South Side ausgelassen, während die wohlhabenderen nördlichen und westlichen Vorstädte mit einbezogen wurden.

Man ist versucht, zu denken, dass datenbasierte Entscheidungen unvoreingenommen sind. Jedoch zeigen Forschung und wissenschaftliche Diskussionen nach und nach, dass Unfairness und Diskriminierung bestehen bleiben. In meinem Onlinekurs zu Datenethik lernen die Studenten, dass Algorithmen diskriminieren können. Allerdings gibt es einen Silberstreif am Horizont: Wie auch die Bloomberg-Studie zeigt, kann es die Tatsache, die Entscheidungsfindung auf Daten zu gründen, auch einfacher machen, aufkommende Vorurteile zu entdecken.

Voreingenommenheit kann unbeabsichtigt sein

Unfaire Szenarios, wie bei der Lieferpolitik von Amazon, können aus vielen Gründen entstehen, inklusive versteckter Verzerrungen – beispielsweise der Annahme, dass die Bevölkerung einheitlich über die Stadt verteilt ist. Die Entwickler von Algorithmen haben wahrscheinlich nicht die Absicht, zu diskriminieren, und merken es möglicherweise gar nicht, dass sich ein Problem eingeschlichen hat.

Amazon erklärte Bloomberg, dass man keine diskriminierenden Absichten verfolgte, und alles spricht dafür, dass diese Aussage wahr ist. Als Antwort auf den Bloomberg-Bericht haben Stadtbeamte und andere Politiker Amazon dazu aufgerufen, dieses Problem zu beheben. Die Firma reagierte schnell darauf und fügte die ehemals ausgeschlossenen ärmeren städtischen Postleitzahlen zu ihren vom Service abgedeckten Gegenden hinzu.

Eine ähnliche Frage hat sich bei Uber gestellt. Hier sah es zunächst so aus, dass in Gegenden, die eher von einer weißen Bevölkerung bewohnt wurde, ein  besserer Service angeboten wurde. Es ist wahrscheinlich, dass noch mehr Einzelhandel- und Serviceindustriebeispiele in Zukunft gefunden werden, die unabsichtlich durch Algorithmen diskriminieren.

Wird von den Algorithmen zu viel verlangt?

Wir sollten einen Moment innehalten, um zu prüfen, ob wir übermäßige Ansprüche an die Entscheidungen von Algorithmen stellen. Firmen, die stationär arbeiten, treffen ständig standortbezogene Entscheidungen und beziehen dabei Kriterien ein, die sich nicht allzu sehr von denen Amazons unterscheiden. Solche Filialen versuchen, Standorte zu finden, die für eine große Menge potenzieller Kunden mit Geld zum Ausgeben in Frage kommen.

Konsequenterweise entscheiden sich nur wenige Geschäfte dafür, sich in ärmeren innerstädtischen Nachbarschaften niederzulassen. Vor allem im Zusammenhang mit Lebensmittelgeschäften ist dieses Phänomen ausführlich erforscht worden, und der Term „food desert“ („Lebensmittelwüste“) wird benutzt, um städtische Gegenden zu beschreiben, in denen die Einwohner keinen geeigneten Zugang zu frischen Lebensmitteln haben. Diese Standortverzerrung ist weniger gut untersucht, wenn es zu Einzelhandelsgeschäften im Allgemeinen kommt.

Als ein bezeichnendes Beispiel schaute ich mir die 55 Standorte von Target, einer großen Einzelhandelskette, in Michigan an. Als ich jede Postleitzahl in Michigan danach sortierte, ob das Durchschnittseinkommen verglichen mit dem landesweiten Durchschnittseinkommen hier in der unteren oder oberen Hälfte lag, fand ich heraus, dass nur 16 der Targetläden (29 Prozent) in den Gegenden mit Postleitzahlen aus der unteren Einkommenshälfte lokalisiert waren. Mehr als zweimal so viele, 39 Läden, befanden sich in den Gegenden mit den Postleitzahlen der reicheren Hälfte.

Diskriminierung identifizieren

Darüber hinaus findet sich keine einzige Target-Filiale in Detroit, während sich in den reicheren Vorstädten von Detroit diverse Läden befinden. Trotzdem gab es noch keinen öffentlichen Aufschrei mit dem Vorwurf, dass Target durch seine Niederlassungsentscheidungen arme Menschen diskriminiert. Es gibt zwei Hauptgründe, warum die Sorge über Amazon gerechtfertigt ist: Rigidität und Dominanz.

Rigidität hat sowohl mit dem Entscheidungsfindungsprozess des Online-Einzelhändlers als auch mit dem Ergebnis zu tun. Amazon entscheidet, welche Postleitzahlgegenden in das Servicegebiet fallen. Wenn ein Kunde nur eine Straße von der Grenze, die Amazon gesetzt hat, entfernt wohnt, liegt er außerhalb der Servicegegend und kann wenig dagegen tun. Im Gegensatz dazu kann jemand, der in einer Postleitzahlgegend ohne Target-Filiale lebt, dennoch bei Target einkaufen – auch wenn er länger braucht, um dorthin zu kommen.

Es ist außerdem wichtig, wie dominant ein Einzelhändler in den Köpfen der Verbraucher ist. Während Target nur einer von vielen Sportartikelverkäufern ist, genießt Amazon als Interneteinzelhändler Marktdominanz und zieht daher mehr Aufmerksamkeit auf sich. Solch eine Dominanz ist charakteristisch für die heutigen Internetgeschäfte, die nach dem Motto „The Winner takes it all“ funktionieren.

Während ihre Rigidität und Dominanz unsere Sorge über Onlinegeschäfte vergrößern mögen, so helfen sie uns doch auch, ihre Diskrimination besser zu entdecken als bei stationären Geschäften. Bei einer traditionellen Ladenkette müssen wir schätzen, wie lang ein Anfahrtsweg für den Kunden maximal sein darf. Wir müssen uns außerdem des Zeitfaktors bewusst sein: Fünf Meilen zur nächsten Autobahnausfahrt ist nicht das gleiche wie fünf Meilen durch vollgestopfte Straßen in Richtung der anderen Seite der Stadt. Außerdem kann die Anreisezeit selbst in Abhängigkeit von der Tageszeit stark variieren. Nachdem man identifiziert hat, in welchen Gegenden ein Geschäft wahrscheinlich seinen Service anbietet, werden diese Gegenden nicht eins zu eins deckungsgleich mit den geographischen Einheiten sein, für die uns Statistiken über Rasse und Einkommen vorliegen. Zusammengefasst ist die Analyse chaotisch und bedarf eines großen Aufwands.

Im Gegensatz dazu haben Journalisten bei Bloomberg wohl nur wenige Stunden gebraucht, um eine Karte mit der Servicegegend Amazons zu erstellen und diese mit dem Einkommen oder der Rasse in Beziehung zu setzen. Wenn Amazon das betriebsintern vollzogen hätte, hätten sie dieselbe Analyse in nur wenigen Minuten durchführen können – und sie hätten vielleicht die Probleme gesehen und schon vor der Einführung des Services der Lieferung am selben Tag behoben.

Wie vergleichen Menschen?

Lassen Sie uns einen Blick auf ein ganz anderes Beispiel werfen, um zu sehen, wie die gleichen Punkte auf viele Dinge zutreffen. ProPublica hat eine exzellente Analyse von Rassendiskriminierung durch einen Algorithmus, der die Wahrscheinlichkeit, dass ein Krimineller wieder das Gesetz bricht voraussagt, veröffentlicht. Dieser Algorithmus berücksichtigt Dutzende Faktoren und kalkuliert eine Wahrscheinlichkeitseinschätzung. ProPublicas Analyse fand signifikante systematische Rassenverzerrungen, und das, obwohl Rasse nicht einmal unter den spezifischen berücksichtigten Faktoren war.

Ohne den Algorithmus würde ein menschlicher Richter eine ähnliche Einschätzung abgeben, als Teil einer Strafzumessung oder Bewährungsentscheidung. Die menschliche Entscheidung würde vielleicht ein umfassenderes Set von Faktoren berücksichtigen, so wie beispielsweise das Auftreten des Kriminellen vor Gericht. Aber wir wissen aus psychologischen Studien, dass menschliche Entscheidungsfindung voll von Verzerrung und Vorurteilen ist, selbst wenn wir versuchen, möglichst fair zu sein.

Jegliche Fehler, die aus den Verzerrungen in Entscheidungen menschlicher Richter entstehen, sind aber voraussichtlich bei verschiedenen Richtern unterschiedlich bewertet worden – und sogar bei verschiedenen Entscheidungen, die von ein und demselben Richter getroffen werden. Insgesamt mag es Rassendiskriminierung durch unterbewusste Vorurteile geben, dies aber endgültig festzustellen, ist schwierig. Eine amerikanische Studie des Justizministeriums fand deutliche Hinweise darauf, dass bei der Verurteilung weißer und schwarzer Häftlinge Unterschiede bestehen, konnte aber nicht klar bestimmen, ob die Rasse selbst ein Faktor bei diesen Entscheidungen war.

Im Gegensatz dazu wird der Algorithmus, den ProPublica überprüft hat, bei tausenden von Fällen über viele Staaten hinweg genutzt. Seine Rigidität und das hohe Volumen erleichtern die Aufgabe, eine mögliche Diskriminierung festzustellen – und kann Wege bieten, das Problem effizient zu beheben.

Das Nutzen von Informationstechnologie scheint die Unterschiede und Daten deutlicher und leichter verfügbar zu machen. Was gestern noch unter den Teppich gekehrt werden konnte, schreit heute nach Aufmerksamkeit. Während wir immer mehr Nutzen für datengelenkte Algorithmen finden, ist es noch nicht üblich, deren Fairness zu analysieren, vor allem vor der Einführung eines neuen, datenbasierten Services. Um dies zu erreichen, muss ein langer Weg des Messens und Verbesserns der Fairness dieser immer wichtiger werdenden computerisierten Kalkulationen gegangen werden.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image ”Algorithmen” by geralt (CC Public Domain)


The Conversation

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Wie Uber in China abgestürzt ist

taxi (image by laurapuig4 [CC0] via pixabay)

Uber hat seinen Austritt aus dem chinesischen Taximarkt durch eine Fusion mit dem Erzrivalen Didi Chuxing in einem 35 Milliarden US-Dollar schwerem Deal bekannt gegeben. Uber verkauft sein operatives Geschäft an Didi, wobei Berichten zufolge Investoren von Uber China einen Anteil von 20% an Didi erhalten.

Dies steht für eine große Niederlage für den Technik-Giganten aus San Francisco nach einer langen und hart umkämpften Schlacht um die Vorherrschaft um Chinas Taximarkt. Uber versuchte, dort erfolgreich zu sein, wo andere westliche Unternehmen gescheitert waren und musste, wie auch Google und Amazon zuvor erkennen, dass die chinesischen Märkte stark konkurrenzbetont, bei sehr geringen Handelsspannen sind. Zu allem Überfluss wurde Uber Opfer des Geschäftsmodells, dass seinem Erfolg in zahlreichen anderen Ländern zugrunde liegt – dem Netzwerkeffekt.

Ubers Geschäftsmodell basiert darauf, als Erster einen Markt zu betreten, um dann seine Größe und seine Ausmaße so rasant zu entwickeln, dass folgende Wettbewerber benachteiligt sind, bis hin zu einem erzwungenen Marktaustritt. Ubers Erfolg in anderen Ländern folgte dieser Formel. Durch seine Position als Erster am Markt erzeugt Uber rasantes Wachstum durch Subventionen, sodass sowohl günstige Fahrten für Passagiere angeboten, als auch Fahrer mit Boni angelockt werden können.

Wenn die Passagierzahlen steigen, zieht dies auch mehr Fahrer an, die mehr Einnahmen durch die Beförderung erhalten. Höhere Fahrerzahlen führen zu einer schnelleren Reaktion auf Kundenbedürfnisse und geringere Kosten – und so gewinnt man Kunden. Dieses Modell führt üblicherweise zu einer Situation, in der der Sieger alles für sich beansprucht, da die, die später auf den Markt drängen, ebenso Passagiere anlocken müssen, ohne jedoch die Fahrer vorrätig zu haben, um einen wettbewerbsfähigen Service anbieten zu können.

Zweitbester

Das Modell des Netzwerkeffektes schüttete Uber Dividenden in den USA und vielen europäischen Städten aus, doch in China war Didi Chuxing zuerst da. Als Produkt einer Fusion zwischen den führenden einheimischen Unternehmen am Taximarkt, den Diensten Didi Dache und Kuaidi Dache, wird der Marktanteil von Didi Chuxing auf 80 Prozent geschätzt. Dieser kommt ebenfalls durch den offensiven Einsatz von Subventionen zustande.

Wer später dazustößt, kann eigentlich auch gleich aufgeben. Die Kosten, die überwunden werden müssen, um den Marktführer hinter sich zu lassen, sind enorm, wie Uber in China erfahren hat. Die Versuche, in den chinesischen Markt mit Hilfe von Rabatten und Werbung einzutreten, haben zu Unternehmensverlusten von etwa 2 Milliarden US-Dollar geführt.

Der Drang, den chinesischen Markt zu dominieren, kam direkt von Uber-Chef Travis Kalanick. Er war an Ubers Lancierung in China stark beteiligt – das erste Mal bei einer Reise zur Markterschließung im April 2013. Andernorts haben sich seine Investitionen im Allgemeinen ausgezahlt. Mit den Profiten aus Geschäften in 75 anderen Ländern, die die Geschäfte in China subventionieren, hatte Kalanick zweifellos gehofft, dass sich die Investition in China am Ende genauso auszahlen würde. Letztlich musste man sich mit einer Hilfestellung von Didi Chuxing zufriedengeben, bei der man wenigstens noch das Gesicht wahren konnte.

Das Versprechen und die Fallstricke Chinas

Der chinesische Markt wurde schon zum Investitionsgrab für viele westliche Unternehmen. Trotz Sensibilität für die einzigartigen Eigenschaften des chinesischen Marktes (etwa durch den Aufbau eines eigenen Konzerns wie Uber China, um mit lokalen Investoren zusammenzuarbeiten), teilt Uber dieses Schicksal.

Obwohl die chinesischen Märkte hunderte Millionen Konsumenten bieten, sind sie sehr wettbewerbsorientiert. Nicht nur, dass Technologie und Know-How schwer zu schützen sind, die Wettbewerber sind oft verstaatlicht und müssen keinen Gewinn abwerfen. Didi Chuxing erhält erhebliche Investitionen von Chinas Internet-Giganten Tencent und Alibaba, ebenso vom Staatsfonds des Landes CIC sowie von Apple.

Wenn Unternehmen sich weltweit ausstrecken, benötigen sie üblicherweise einen Partner, der die Kultur, die Kontakte, den Vertrieb und den Markt selbst versteht. Das Ziel ist in der Regel, den örtlichen Partner zu übernehmen, sobald der multinationale Konzern Verständnis für den Markt entwickelt hat. Doch in China kommt durch die Schwierigkeit des Marktes häufig das Gegenteil vor, so dass multinationale Konzerne von ortsansässigen Partner aufgekauft werden.

Beispielsweise wurde die Biermarke Snow des Brauereigiganten SABMiller, die schätzungsweise 20 Prozent der Anteile des chinesischen Biermarktes hält, zu Jahresbeginn für einen Spottpreis von 1,5 Milliarden US-Dollar an China Resource Enterprise, seinen staatseigenen Partner, verkauft. Andere Unternehmen wie Tesco und Groupon haben den Markt ebenfalls verlassen. Westliche Unternehmen bringen oft ihr Wissen, ihre Erfahrungen, ihre Technologie und ihr Können mit – und lassen sie dann da. Im Fall von Uber ist dies die Gegenleistung für 20 Prozent Aktienbeteiligung an Didi Chuxing. Wenn Yahoos Erfahrungen mit Alibaba etwas sind, nach dem man sich richten kann, könnte dies der beste Weg sein, um profitabel an diesem schwierigen Markt beteiligt zu sein.

Insgesamt zeigt Ubers Ausstieg die Problematik später Markteintritte in web-basierten „Netzwerk-Märkten“, die auf einen Wandel in der Technologie oder der Markttrends warten müssen, bevor sie florieren. Er zeigt auch die Schwierigkeit der chinesischen Märkte, die ein enormes Marktvolumen bieten, aber in hohem Maße wettbewerbsorientiert sind. Der Vorteil liegt oft bei ortsansässigen Wettbewerbern. Hierbei reiht sich Uber in eine lange Kette von Unternehmen aus der ganzen Welt ein, deren Vorstandsetagen ihre Verluste in Chinas Märkten bedenken und ihre Möglichkeiten abwägen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf “The Conversation” unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image „Taxi“ by laurapuig4 (CC0 Public Domain)


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  • INNENPOLITIK Netzpolitik: Erstmal haben: Regierung will Zentralstelle für Entschlüsselung. Wofür genau weiß sie noch nicht: Das Innenministerium plant eine neue Entschlüsselungsinstitution: die Zentralstelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereicht (ZITiS). Bundeskanzlerin Angela Merkel stellte auf der Pressekonferenz am vergangenen Donnerstag einen Neun-Punkte-Plan für mehr Sicherheit vor.
    Die ZITis ist einer dieser Punkte, jedoch wurden Informationen darüber bisher nur über den Rechercheverbund aus Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR bekannt. Das Ziel der Zentralstelle sei die technischen Fähigkeiten von Sicherheits- und Strafverfolgungsbehörden an aktuelle Ereignisse anzupassen.
  • TESLA Gruenderszene: Tesla gibt Einblick in seine 5-Milliarden-Gigafactory: Tesla-CEO Elon Musk präsentierte am vergangenen Wochenende seine Gigafactory in Nevada. In dieser Produktionsstätte möchte Tesla Batterien für eineinhalb Millionen Fahrzeuge im Jahr produzieren. Ab 2017 möchte der Elektroauto-Hersteller die ersten Batterien herstellen. Die volle Kapazität der Produktion wird jedoch erst in einigen Jahren erreicht. Der Bau des Produktionsgebäudes begann im November 2014 und die Kosten betragen insgesamt fünf Milliarden Dollar. An der Grundfläche gemessen, ist die Gigafactory mit etwa 55.000 Hektar das größte Gebäude der Welt.
  • FACEBOOK Adage: Facebook Is Testing Mid-Roll Video Ads in Facebook Live: Facebook testet nun Mid-Rolls, sogenannte Werbeunterbrechungen während Videos, von Vertragspartnern. Diese Unterbrechungen sind die ersten Anzeigen von Facebook, die direkt in Videos auf dem sozialen Netzwerk vorkommen. Bei den Tests hat eine Gruppe von Partnern die Möglichkeit kleine Werbepausen in ihre Facebook Livestreams einzubauen.
    Bisher bezahlte Facebook die Herausgeber und die Prominenten sogar für Livestreams, da die Plattform kein Modell für die Werbung in Videos hatte. Außerdem zögerte Facebook immer mit Pre-Roll Spots, Werbeanzeigen vor den Videos, weil CEO Mark Zuckerberg diese als störend empfand.
  • ANDROID Heise: Android benachrichtigt Nutzer beim Hinzufügen neuer Geräte: Ab sofort können Android-Nutzer beim Hinzufügen eines neuen Endgeräts zum Google-Konto auf eine im Betriebssystem integrierte Funktion zurückgreifen. Bisher benachrichtigte Google die Nutzer per klassischer E-Mail. Die neue Funktion enthält außerdem Informationen zum Ort der Aktivität, Browser und der IP-Adresse. Der Nutzer kann im Anschluss daran bestätigen, ob der Zugriff gewollt war und Schritte zum Sichern des Kontos einleiten. In der Ankündigung erwähnte der Konzern, dass die Kunden diese Benachrichtigungen viel wahrscheinlicher lesen als eine E-Mail.
  • UBER Golem: Uber plant für 500 Millionen US-Dollar eigenen Kartendienst: Damit sich Uber Fahrer besser orientieren können, möchte der Fahrdienstleister einen eigenen Kartendienst aufbauen. Über eine halbe Milliarde US-Dollar steckt Uber in das Projekt, dadurch möchte man sich auch von der Abhängigkeit von Google lösen. Brian McClendon schrieb für Uber einen Blogbeitrag darüber. Er teilte mit, dass exakte Karten das tragende Element des Angebots und das Rückgrat des Geschäfts seien. Speziell ausgerüstete Fahrzeuge tragen das Datenmaterial in den USA und Mexiko zusammen.
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  • MUSIK STREAMING theverge: Kanye West is demanding that Apple buy Tidal from Jay Z: Kanye West ist einer der erfolgreichsten Rapper aller Zeiten. Er hat auf sozialen Netzwerken eine riesige Gefolgschaft. Sein Twitter Account zählt rund 24,7 Millionen Follower. Diese Reichweite benutzte er nun, um Apple zu überzeugen und unter öffentlichen Druck zu setzen. Der Konzern verhandelt seit langem mit Wests bestem Freund Jay Z, der einen Musik Streamingdienst ins Leben gerufen hat. Auf Twitter schrieb Kanye West am Samstag: „Lassen wir diesen dummen Schwanzvergleich. In 100 Jahren sind wir alle tot. Also gebt den Kindern die Musik.“ Der Tweet wurde 120 Tausend mal geliked und 40 Tausend mal retweetet.
  • DATEN sueddeutsche: Millionen Daten von Flugreisenden jahrelang ungeschützt im Internet: Beim Berliner Flugticket-Großhändler Airticket gab es über Jahre eine schwerwiegende Sicherheitslücke. Das Unternehmen zählt viele große Online-Reisebüros zu ihren Kunden. Über Jahre hinweg sollen die Daten von Millionen Flugreisenden im Netz abrufbar gewesen sein. Kriminelle konnten so mit wenig Aufwand an alle persönlichen Daten gelangen, die der Kunde für eine Flugbuchung abgibt – das schließt bei einigen Kunden die Bankdaten mit ein.
  • POKÈMON GO heise: Pokémon Go: Erstes Update und Aus für Kartendienste: Es ist soweit. Die erfolgreichste Spiele-App im iTunes Store bekommt sein erstes Update. Neben Fehlerbehebungen wird es eine Änderung geben, die bei vielen Nutzern Unmut auslösen könnte. Nach der Veröffentlichung des Augmented-Reality-Games sind Kartendienste entstanden, um den Spielern alle Pokémon im Umkreis von mehreren Kilometern zu zeigen. Diese Kartenanbieter haben nun Unterlassungsforderungen von Nintendo erhalten. Viele Pokémontracker sind kurz danach offline gegangen.
  • UBER financialtimes: Uber to pour $500m into global mapping project: Der Online-Vermittlungsdienst für Fahrdienstleistungen „UBER“ möchte nicht mehr von Google Maps abhängig sein. Seit geraumer Zeit fahre man kreuz und quer durch die USA und Mexico, um die Straßen des Heimatmarktes zu tracken. Man wolle außerdem bald in anderen Ländern damit beginnen. Diese Unabhängigkeit kostet UBER vorerst 500 Millionen Dollar. Dieses Vorhaben macht UBER und Google zu noch größeren Rivalen, die einmal eng zusammengearbeitet haben.
  • FACEBOOK wired: Facebook legt neue Zahlen vor – und wächst mit Werbung: Direkt nach Facebooks Quartalsbericht stieg der Aktienkurs des Unternehmens um acht Prozent auf den neuen Rekordwert von 131 Dollar pro Anteil. Inzwischen verdient die Firma von CEO Mark Zuckerberg einen Großteil ihres Geldes auf mobilen Endgeräten: 84 Prozent der Werbeeinnahmen kamen im vergangenen Quartal von Smartphones, schreibt Business Insider. 75 Prozent der Umsätze stammen aktuell allerdings aus Europa und den USA — in Asien gibt es für das soziale Netzwerk also noch Wachstumspotenzial.
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  • DIGITALISIERUNG faz: Behörden fürchten Digitalisierung mehr als Flüchtlingskrise: Die Bewältigung der Flüchtlingskrise steht zwar auf der politischen Agenda weit oben – für die öffentliche Verwaltung in Deutschland gilt das aber nur mit Abstrichen: Eine Mehrheit der Behördenleiter erwartet, dass ihre mit Abstand größte Herausforderung der kommenden fünf Jahre die Digitalisierung und der Umstieg auf elektronisch geführte Akten sein werden. Die Unterbringung und Integration von Flüchtlingen steht für sie nur auf Platz fünf der Themen mit großem Handlungsbedarf. Das zeigt eine Studie der Hertie School of Governance, die dieser Zeitung vorliegt. Für die Studie wurden rund 1200 Behördenleiter aller staatlichen Ebenen befragt.

  • UBER heise: Daimler: Uber ist uns zu teuer: Daimler-Chef Dieter Zetsche kann sich eine Zusammenarbeit mit dem Fahrdienst-Vermittler Uber vorstellen. „Wir können potenziell in manchen Bereichen kooperieren und in anderen Konkurrenten sein“, sagte Zetsche am Mittwoch auf der Internet-Konferenz Axel Springer Noah Berlin. Zugleich schränkte er ein, dass es nichts Konkretes anzukündigen gebe. Für einen Einstieg sei Uber mit einer Bewertung von zuletzt mehr als 60 Milliarden US-Dollar für Daimler allerdings zu teuer, betonte Zetsche.

  • DATENSCHUTZ netzpolitik: Investigatory Powers Bill: Großbritannien stimmt für Überwachungsgesetz: Mit den Stimmen weiter Teile der Labour Party hat die konservative britische Regierung den Investigatory Powers Bill, eines der weitestgehenden Überwachungsgesetze westlicher Demokratien, durch das Parlament gebracht. Nur die Scottish National Party, die Liberal Democrats und Abgeordnete der Grünen stimmten dagegen. Das Gesetz wurde mit 444 zu 69 Stimmen angenommen.

  • SERVER golem: Robuste Server für die Grenzbereiche der Daten: Hewlett Packard Enterprise (HPE) hat zwei neue Server der neuen Produktfamilie Edgeline angekündigt. Die Server EL1000 und EL4000 gehören nicht in Rechenzentren, sondern an die sogenannte Edge des Internet of Things (IoT). Sie sollen also dort eingesetzt werden, wo die Daten anfallen, statt die Daten vom Ort des Geschehens ins Rechenzentrum zu schieben.

  • JOB berufebilder: 7 Tipps fürs Fern-Recruiting: Auch wir bei den Netzpiloten führen oft mit BewerberInnen Vorstellungsgespräche via Skype. Gute Tipps für zukünftige Angestellte oder Praktikanten können da sehr gut weiterhelfen. Ein erfolgreiches Video-Interview beginnt nämlich mit der richtigen Einstellung zu diesem. Eine gute Vorbereitung und die Chance, dem Wunscharbeitgeber schon auf diesem Wege davon zu berichten, warum man genau die richtige Besetzung für die freie Position sei.

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  • UBER techcrunch: Uber takes its most significant investment yet at $3.5 billion from Saudi Arabia: Das Ridesharing-Unternehmen „Uber“ regiert unangefochten den amerikanischen Markt. Schon länger steht der Plan international zu expandieren. Während man es in einigen Ländern Schwierigkeiten gibt, steht Uber nun im Mittleren Osten kurz davor einen weiteren Markt unter seine Kontrolle zu bringen. Gestern gab das Unternehmen bekannt, dass eine Investition von 3,5 Milliarden Dollar angenommen wurde. Das Geld kommt aus dem Public Investment Fund (PIF) Saudi Arabiens. Das Land möchte sich mehr von der Abhängigkeit des Ölverkaufs lösen und in Unterhaltung und Tourismus investieren.
  • KÜNSTLICHE INTELLIGENZ mashable: Bill Gates: AI is the holy grail: Die Code Conference 2016 hatte gestern Tech-Prominenz zu Besuch. Der ehemalige CEO von Microsoft, Bill Gates, gab sich die Ehre. Gates war vor allem in einem Thema sehr enthusiastisch – Künstliche Intelligenz. „Wir haben in den letzten fünf Jahren mehr Fortschritt gehabt, als jemals zuvor in der menschlichen Geschichte“, so Gates. Er sei davon überzeugt, dass in knapp zwanzig Jahren Roboter mehr physische Arbeiten ausführen werden, als Menschen.
  • SNAPCHAT digiday: Game, set, match: Wimbledon inks a three-year deal with Snapchat: Soziale Netzwerke setzen mehr auf Sport Events. Nachdem Twitter eine Partnerschaft mit der NFL bekannt gab, steigt nun auch Snapchat tiefer in die Materie ein. Am 27. Juni beginnt das prestigeträchtigste Tennis-Turnier der Welt. Wimbledon öffnet erneut seine Tore und möchte seinem traditionellen und etwas spießigem Image einen digitalen Touch verabreichen. Eine dreijährige Partnerschaft mit Snapchat wurde bekannt gegeben.
  • STARTUP gruenderszene: Number26 kündigt hunderte Konten: Das Berliner Fintech Startup „Number26“ zieht den Groll vieler Kunden auf sich. Ohne Grund wurde hunderten Konten der Banking App einfach gekündigt. Die Kündigungen sind rechtlich unantastbar. Das Image des Unternehmens allerdings nicht. „Mit der Kündigungswelle stößt Number26 die betroffenen Kunden vor den Kopf und man kann sich schon fragen, ob das bei einer internetaffinen Kundschaft eine gute Idee ist. Wenn die Erfahrung dann nicht besser, sondern sogar schlechter ist, weil man als Kunde plötzlich im Regen steht, produziert das Unsicherheit und Skepsis“, so Dirk Eilinghoff vom Verbauchermagazin Finanztip.
  • SPOTIFY thenextweb: Spotify has a plan to make money, but it’s still no match for Apple and Google: Der Musik Streaming Dienst „Spotify“ wird von vielen Nutzern geliebt. Bei gemütlichen Abenden läuft die Lieblingsliste auf Spotify im Hintergrund, auch beim Fertigmachen für eine Clubnacht ist bei einigen Spotify die Wahl. Doch das Unternehmen hat schwer zu kämpfen. Bei 30 Millionen zahlenden Kunden, muss es rund 40 Millionen kostenlose Nutzer kompensieren. Jetzt soll ein neuer Plan her.
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