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Das neue Twitter Design – Schlanker, aber mit neuen Features

Als ich kürzlich auf Twitter ging, dachte ich zuerst, irgendetwas verstellt zu haben. Die Trends waren auf der anderen Seite und den oberen Rand zierte nun zusätzlich ein Hashtag-Symbol. Ich habe Google nach Neuigkeiten zu Twitter befragt: Nichts. Ich habe auf Twitter geschaut, ob irgendein Hashtag dazu trendet: Nichts. Das neue Design wird derzeit nämlich erst Stück für Stück ausgerollt und ich war einer der Glücklichen, die es nun zu Gesicht bekommen haben. Warum nicht nutzen, um meine Eindrücke mit der Allgemeinheit zu teilen? Außerdem könnt ihr das neue Design auch problemlos selbst ausprobieren.

Übrigens: Offenbar testet Twitter derzeit verschiedene Designs. Meine Erfahrungen sind damit also eventuell nicht allgemeingültig, da sie sich nur auf ein Design beziehen.

Mehr Trends im Twitter Redesign

Als Erstes sticht die obere Leiste ins Auge. Wo zuvor Startseite, Mitteilungen und Nachrichten neben ihrem Icon auch eine Beschriftung hatten, fällt diese nun weg. Zumindest für den geübten Social Media Nutzer sind die Icons allerdings aussagekräftig genug. Hinzu kommt ein neues Symbol in Form eines Hashtags.

Unter diesem Symbol werden euch, wie schon auf der Twitter-Hauptseite, Trends aus eurem ausgewählten Land vorgestellt. Darüber hinaus werden aber auch Beiträge und Personen, basierend auf den Personen, denen ihr folgt, vorgeschlagen.

Schlanker mit zwei Spalten

Eine weitere Änderung, die stark ins Auge fällt, ist das schlankere Design. Statt drei Spalten beschränkt sich das Design auf nur noch zwei. Die linke Spalte des alten Designs fällt weg. Die Kurzübersicht des eigenen Accounts wurde gestrichen und die Trends sind auf die rechte Seite über die „Wem folgen?“-Empfehlungen gewandert.

Der Hauptbereich ist von der Größe her trotzdem gleich geblieben, lediglich die rechte Spalte bekommt etwas mehr Platz spendiert. Insgesamt beansprucht das neue Design aber weniger Breite und sieht deutlich aufgeräumter und damit moderner aus als zuvor.

Etwas mehr mobile

Allerdings geht das neue Twitter Design auch einen Schritt weiter Richtung Mobile. Das Design ist klar auf Mobilgeräte ausgelegt, obwohl sich da auch die Twitter-App anbietet. So gibt es das sternchenartige Symbol aus der App, über das ihr auswählen könnt, ob ihr lieber die besten oder die neuesten Tweets angezeigt bekommen wollt. Mir kam die Timeline etwas seltsam vor, bevor ich entdeckt hatte, dass einfach nur die „besten Tweets“ voreingestellt waren. Erst dann bemerkte ich das neue Symbol und habe mir wieder meine chronologische Timeline zurückgeholt.

Etwas schade ist, dass mir in der Suche unter den neuesten Tweets nicht mehr angezeigt wird, wie viele neue Tweets seit der letzten Aktualisierung hinzugekommen sind. Das war immer ganz interessant, um abzuwägen, ob sich eine Aktualisierung lohnt. Vielleicht ist das Design an der Stelle aber auch einfach noch nicht komplett.

Ebenfalls sehr mobil-orientiert sind die Kippschalter, um beispielsweise den Dunkelmodus oder den neuen Datensparmodus einzuschalten. In diesem werden Bilder und Videos nur geladen, wenn ihr es ausdrücklich wünscht. Sehr brauchbar, wenn man mobil unterwegs ist und das monatliche Limit schon wieder fast erreicht oder sogar überschritten ist.

Setze ein (Lese-)Zeichen

Das neue Twitter Design bietet nun übrigens die Möglichkeit, Lesezeichen zu setzen. Endlich! Wie oft habe ich schon nach lustigen Tweets gesucht, die ich zeigen wollte und musste dann bemerken, dass diese überraschend weit zurückliegen. Wo ihr vorher unten rechts unter dem Tweet diesen als Direktnachricht verschicken konntet, habt ihr nun die Möglichkeit, den Tweet als Direktnachricht zu senden, den Link zum Tweet zu kopieren oder ihn als Lesezeichen hinzuzufügen.

Die Lesezeichen findet ihr in den Account-Informationen zwischen den Listen und den Moments. Die Lesezeichen lassen sich später entweder einzeln oder auch alle gleichzeitig entfernen. Für mich ist das Lesezeichen-Feature ein ganz klarer Zugewinn. Wenn man jetzt noch Tweets nachträglich bearbeiten könnte (oder zumindest innerhalb der ersten Stunde), wäre ich fast restlos glücklich.

Die lustigsten oder besten Tweets einfach als Lesezeichen setzen um sie später einfacher zu finden. Echt praktisch! Image by Stefan Reismann

Das neue Twitter Design selbst ausprobieren

Auch wenn ich das neue Twitter Design automatisch bekommen habe, können auch andere in den Genuss kommen. Zumindest auf unserem Firmenaccount haben wir nun eine Mitteilung oben in der rechten Spalte, die uns über das neue Design informiert. Auch im Menü gibt es ganz unten den Punkt „Probiere das neue Twitter aus“.

Und keine Sorge, das neue Design ist keine Einbahnstraße. Im neuen Design gibt es die Möglichkeit, über das Menü zum alten Twitter zurück zu wechseln.

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Image by Thomas Pajot via stock.adobe.com

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Faktencheck gegen Fake News!

DAS FINDEN WIR GUT: Das unabhängige Recherchezentrum CORRECTIV, das mit einer eigenen Redaktion falsche Informationen im Internet bekämpft! Ihr Projekt  CORRECTIV.Faktencheck hat es sich zur Aufgabe gemacht Meldungen, die eventuell Falschmeldungen sein könnten,  sachlich, neutral und faktenbasiert zu überprüfen. Übrigens versucht die Redaktion die Bezeichnung „Fake News“ zu vermeiden, da sie den Begriff oft politisch instrumentalisiert sieht. 

Es geht also um gezielte Falschinformationen, die zum Teil aus wirtschaftlichen, zum Teil aus politischen Zwecken verbreitet werden. Dabei versuchen solche Fake News so auszusehen wie die News etablierter Medien, was den Verbraucher täuschen soll. Insbesondere die Sozialen Medien eignen sich offenbar hervorragend, um solche falschen Informationen zu verbreiten. Ein populäres Beispiel für die Wirkung von Fake News ist der letzte US-Wahlkampf. Auf Facebook verbreiteten sich besonders in der Endphase des Wahlkampfs vermehrt falsche Informationen. Laut Spiegel Online richteten sich diese mehrheitlich gegen die Verliererin Hillary Clinton

Journalismus ohne wirtschaftliche Zwänge

CORRECTIV ist ein gemeinnütziges Recherchezentrum mit Büros in Essen und Berlin und wurde 2014 gegründet. Das Zentrum hat sich den unabhängigen und wahrheitsgemäßen Journalismus auf die Fahne geschrieben. Die gemeinnützige GmbH finanziert sich dabei hauptsächlich über Spenden und darf aufgrund ihrer Unternehmensform keine Gewinne erwirtschaften. Neben den Faktenchecks betreibt CORRECTIV auch unabhängige Recherchen zu aktuellen Themen und stellt diese Kooperationspartnern, Bürgern und Bloggern zur Verfügung. Das Ziel der Organisation ist es, eine aufgeklärtere Gesellschaft durch ihren gemeinnützigen Journalismus zu fördern.

Das Unternehmen ist dabei transparent, was seine eigene Arbeitsweise angeht. Für seine eigenen Recherchen, hat sich CORRECTIV zum Beispiel ein Statut verfasst, das öffentlich einsehbar ist. Auf der Webseite findet ihr außerdem Beschreibungen zu der Vorgehensweise bei den Recherchen sowie den Faktenchecks des Recherchezentrums.

Wie kommen die Beiträge zu CORRECTIV.Faktencheck?

Die Beiträge, die das Recherchebüro prüft, kommen über mehrere Wege. Zum einen gibt es für Nutzer die Möglichkeit Artikel oder Posts, die dubios erscheinen bei Facebook, oder direkt an CORRECTIV.Faktencheck zu melden. Zum Anderen ist CORRECTIV.Faktencheck Teil einer Kooperation mit Facebook. Dadurch schlägt ein Algorithmus von Facebook der Redaktion Videos, Bilder und Posts mit Links zu Artikeln vor, die potenziell falsch sein könnten. Häufig handelt es sich dabei um Posts, die Nutzer als Falschmeldung gemeldet haben. Andere Aspekte, wie die Kommentare unter einem Post, beleuchtet der Algorithmus dabei vermutlich auch. Es ist aber nicht ganz klar wie der Algorithmus genau funktioniert.

Zu den geprüften Meldungen veröffentlicht CORRECTIV.Faktencheck auf seiner Seite Artikel, in denen die Redaktion die Meldung einordnet und bearbeitet. Solltet ihr also im Internet oder sonst wo irgendwelche Fakten aufschnappen, die euch unglaubwürdig erscheinen, könnte es sich lohnen einen Blick auf die Seite zu werfen. Falls es zu der Meldung noch keinen Artikel gibt, könnt ihr sie direkt an CORRECTIV.Faktencheck weitergeben.

Die Kooperation mit Facebook

Facebook hat 2016 eine Kooperation mit 35 Faktencheckern aus 24 Ländern ins Leben gerufen, um Falschmeldungen entgegenzuwirken. CORRECTIVE.Faktencheck ist Teil davon. Die  teilnehmenden Organisationen sind dabei alle von dem unabhängigen International Fact Checking Network (IFCN) verifiziert und müssen dementsprechend unparteiisch sein und strenge Auflagen an ihre Transparenz erfüllen.

Im Rahmen dieser Kooperation veröffentlicht die Redaktion auf ihrer Website ebenfalls Artikel zu den Facebook-Meldungen und verknüpft diese mit den entsprechenden Facebook-Beiträgen. Die Facebook-Posts bewertet das Redaktionsbüro dabei als „Wahr“, „Gemischt“, „Falsch“, „Meinung“, „Satire“ oder „Falsche Überschrift“. Laut Facebook werden die mit „Falsch“ markierten Beiträge nun seltener ausgespielt oder erscheinen weiter unten im Newsfeed. Außerdem erhalten Nutzer, die den Beitrag teilen wollen einen Hinweis, dass es sich dabei um eine falsche Meldung handelt. Sehen Nutzer den entsprechenden Post, zeigt Facebook ihnen darunter direkt den Artikel von CORRECTIV.Faktencheck. Dabei geht schon aus der Überschrift hervor, ob es sich um eine Falschmeldung handelt oder nicht.

Wie läuft die Prüfung eines Beitrags?

Hat CORRECTIV.Faktencheck eine Meldung über eine potenzielle Falschinformation erhalten, beginnt die eigentliche Überprüfung des entsprechenden Artikels. Das Recherchebüro geht dabei verschiedene Punkte durch. So zum Beispiel, um welchen Verfasser es sich bei einer Meldung handelt und ob sich dieser verifizieren lässt. Auch beleuchtet man die Intention des Beitrags. So gelten satirische Beiträge zum Beispiel nicht als Falschmeldungen. Die Frage wer von einem Artikel betroffen ist sowie der Kontext, indem Aussagen getroffen werden, spielen ebenfalls eine Rolle. Schlussendlich werden aber auch die harten Fakten, Zahlen und Quellen überprüft. Eine detailliertere Ausführung dazu findet ihr hier.

Die Bewertungskala

Um eventuelle Falschmeldungen richtig einordnen zu können, benutzt CORRECTIV.Faktencheck eine Skala aus sieben Punkten. Diese reicht von „gänzlich richtig“, über „in einigen Teilen falsch“ bis hin zu „gänzlich falsch“. Eine genauere Aufschlüsselung der Bewertung findet ihr dann jeweils in den dazugehörigen Artikeln.

In Zeiten in denen Falschmeldungen teilweise als Instrument zur Meinungsbildung dienen, ist es in meinen Augen wichtig, dass es unparteiische Prüfer wie CORRECTIVE.Faktencheck gibt. Ich hoffe dieser Artikel erinnert euch daran, nicht alles, was ihr im Internet lest, zu glauben! (Bis auf diesen Artikel natürlich)


Image by Corrective Presse

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Steckt doch mal das Smartphone weg

Wovon du in den Social Networks kein Bild teilst, ist nie wirklich geschehen. Das ist das Mantra einer Zeit, in der wir alles von unserem Frühstück bis hin zu unseren Haustieren und Kindern auf Instagram und Co dokumentieren. Aber müssen wir wirklich alles im Internet teilen? Können wir nicht auch einfach schöne Momente genießen und später davon erzählen? Der Zwang alles dokumentieren zu müssen, nimmt uns die Fähigkeit, sich einfach fallen zu lassen.

„Ich stehe wirklich leibhaftig hier“

Nicht falsch verstehen: Ich habe nichts gegen Social Media. Ich habe einen aktiven YouTube-Kanal und auf Twitter ist die Marke von 5.000 Tweets auch schon längst gefallen. Ein großer Teil meines Lebens findet also längst in Social Networks statt.

Schon mit 16 Jahren besuchte ich fleißig Konzerte. Auch mehr als zehn Jahre später ist für mich das Liveerlebnis etwas Besonderes, auch wenn ich nicht mehr um jeden Preis in den vorderen Reihen stehen muss. Ein paar Reihen weiter hinten zu stehen kann aber nicht allein dafür verantwortlich sein, dass ich oft nicht mehr die gleiche Energie im Publikum spüre. Natürlich wird das Publikum einer Band über die Zeit älter und weniger agil. Trotzdem scheint vor allem die größte Erfindung des 21. Jahrhunderts Schuld zu sein: Das Smartphone.

„Kannst du bitte aufhören mich zu filmen? Ich stehe wirklich leibhaftig hier“, sprach Weltstar Adele einen Fan 2016 während ihres Konzerts an. „Das ist nämlich keine DVD, sondern ein richtiges Konzert. Ich wünsche mir, dass du meine Show genießt, denn draußen stehen eine Menge Leute, die das auch gerne würden, aber keine Karte mehr bekommen haben“.

Adele ist damit nicht allein. Auch der ehemalige White Stripes-Sänger Jack White und Comedian Chris Rock verbannen die Smartphones aus ihren Shows. Dafür nutzen sie Beutel des amerikanischen Startups Yondr. Diese Smartphone-Hüllen verriegeln sich innerhalb einer No-Smartphone-Zone von selbst und lassen sich erst nach der Veranstaltung oder außerhalb des Bereichs wieder öffnen. Nach Angaben des Herstellers, können Arenen bis zu einer Größe von 20.000 Plätzen abgedeckt werden.

Früher war alles besser – zumindest einiges.

Ich will mich da selbst nicht ausnehmen. Auch ich habe auf Konzerten schon den ein oder anderen Song aufgenommen. Zwar verschwand mein Smartphone danach wieder, doch klatschen, springen und mitgröhlen ließ sich währendessen nicht – immerhin wollte ich eine halbwegs qualitative Aufnahme.

Ein Großteil der filmenden Besucher achtet aber nicht einmal auf die Qualität. Es wäre ja nur halb so schlimm, wenn jemand wirklich hochwertig aufnimmt, und es auf YouTube hochlädt. Doch nur ein Bruchteil wird wirklich hochgeladen und nochmal weniger Videos haben dann auch noch eine Audioqualität, in der man das ganze Lied durchhält.

Einige nehmen ihr Smartphone während des Konzerts gefühlt gar nicht aus der Hand. Sie erleben das Konzert größtenteils durch ihr Display, sind teils sogar nebenher am chatten. Das ist nicht nur respektlos gegenüber der Band, die sich die Seele aus dem Leib spielt. Es beraubt auch sie selbst der Möglichkeit, einfach nur einen geilen Abend zu haben.

Es fiel mir besonders auf, als ich mir kürzlich den legendären Queen-Auftritt vom Live Aid-Benefizkonzert angeschaut habe. Ein Stadion voller Fans und alle schienen einfach nur die Zeit ihres Lebens zu haben. Aber auch bei einer alten In Extremo-DVD von 2005 dachte ich mir kürzlich „Wow! Das komplette Publikum macht mit und kein Leuchten in der Menge“.

Wenn der Papst Erleuchtung bringt

Dabei sind es nicht nur Konzerte, die seit Smartphone und Social Networks anders ausschauen. Bei der letzten Papstwahl dokumentierte NBC’s Today Show den Unterschied zwischen den Ernennungen 2005 und 2013. Bei der Ernennung Papst Benedikts hatte nur vereinzelt jemand sein Mobilgerät zur Hand. Acht Jahre später erblickte man ein Meer von Smartphones und Tablets, als Papst Franziskus ernannt wurde.

An sich ist das Smartphone ja fantastisch. Es vernetzt uns wie noch nie zuvor und ist in vielen Situationen ein praktischer Helfer. Wenn ich nicht gerade ein Buch dabei habe, fühle ich mich ohne Smartphone in der Bahn aufgeschmissen. Es ist meine eigene Blase, in der ich mich vor Blickkontakt mit anderen Fahrgästen flüchte und die Zeit „sinnvoll“ nutzen kann. Genau diese Blase vernichtet aber auch soziale Interaktion, wo sie angebracht wird.

Social Networks sind Social Killer

Wenn ich mich mit Freunden treffe, um einen Film zu schauen, gibt es nichts Störenderes, als wenn jemand dauernd mit dem Smartphone beschäftigt ist. Warum sich gemeinsam treffen, wenn andere dann offenbar trotzdem wichtiger sind?

Es sagt ja niemand was, wenn man zwischendurch schaut, ob man nicht eine wirklich wichtige Mitteilung bekommen hat. Auch einen lustigen Tweet kann man mal rumzeigen oder das gemeinsame Beisammensein mit ein bis zwei Bildern festhalten. Es stört aber wenn man sich extra trifft und der andere mehr damit beschäftigt scheint auf WhatsApp zu schreiben.

Man stelle sich auch vor, welche Signale man kleinen Kindern sendet, wenn das Smartphone offenbar immer Vorrang hat. Das nehmen auch die Kleinsten wahr. Es entwickelt sich eine paradoxe Erkenntnis: Ausgerechnet Social Networks scheinen unser direktes soziales Umfeld zu beeinträchtigen.

Dank dieser Netzwerke können wir allerdings auch Freundschaften über große Entfernungen pflegen. Auch die Organisation von Helfergruppen beim Hochwasser 2013 über Google Maps und Facebook oder die Aktion #HamburgRäumtAuf nach dem G20-Gipfel wären ohne Social Networks nicht möglich gewesen.

Trotzdem dürfen wir uns alle hinterfragen, ob wir wirklich alles teilen müssen oder ob wir uns nicht selbst auch eines Erlebnisses berauben, wenn wir manche Momente nicht einfach in unserer eigenen Erinnerung festhalten.


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Instagram: Fast jeder zehnte Account ist fake

Jakob Owens unsplash com

In den letzten Jahren ist es für viele Unternehmen in der digitalen Branche essentiell geworden, dass potentielle Mitarbeiter einen gewissen Status in den Social Media haben. Am meisten zählt die Follower-Zahl auf Instagram. Klar, das Verhältnis zwischen den „Gefällt mir“-Angaben und der Anzahl an Abonnenten sollte stimmen, aber den besonderen ersten Eindruck erzeugt eben das Letztere.

Doch mittlerweile heißt es, die Agenturen seien davon nicht überzeugt. Die Follower würden an Bedeutung verlieren. Das liegt daran, dass ein Research-Unternehmen namens Ghost Data eine Untersuchung durchgeführt hat, bei der teilweise schockierende Informationen rauskamen. Auf Instagram sind 9,5 Prozent der Accounts fake. Solche Profile sind nicht echt. Sie existieren nur, um die Followerzahlen von Influencern zu steigern.

Instagram verwendet immer neue Algorithmen, um die Lücken im Kampf mit Fake-Accounts zu schließen. Doch auch die Leute, die an Bots Geld verdienen, werden schlauer. Mittlerweile gibt es auch echte Accounts, die durch eine Automatisierung Interaktionen führen können. Und in dem Fall ist es deutlich schwieriger, den permanenten Spam wirkungsvoll zu bekämpfen.

Bots sind gefährlich, denn sie sind in großem Maße dafür zuständig, politische Propaganda zu verbreiten.

Was sind die möglichen Folgen der hohen Bot-Anzahl?

Laut Instagram seien die Zahlen der aktiven Fake-Accounts sehr niedrig. Wenn man aber bedenkt, dass Facebook 580 Millionen Profile gelöscht hat und Twitter aktiv und regelmäßig seine User-Liste „reinigt“, dann könnte man behaupten, Instagram sei den Bots gegenüber nicht konsequent genug.

Jetzt sieht man die zwei Extreme, in die die beliebte Plattform verfällt. Auf der einen Seite wurden bereits einige Influencer wegen Werbeanzeigen verurteilt und müssen bei jeder Kleinigkeit mit Abmahnungen rechnen. Andererseits guckt Instagram bei einer steigenden Rate von Fake-Accounts dann abr doch nicht zu genau hin.

Offensichtlich schadet diese Tatsache dem Unternehmen, denn so verliert es an Bedeutung und Glaubwürdigkeit in den Augen der Agenturen. Dies wird nicht das Ende von Instagram sein, doch es ist der erste Schritt in diese Richtung. Jetzt bleibt es nur abzuwarten und zu schauen, ob auch Insta bald eine große Aufräum-Aktion startet.


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Weniger geleckte Kommunikation vonnöten, Herr Braatz

Tweet megaphone concept

Liebe Führungskräfte twittert nicht, stellt jemand ein, der es gelernt hat und lasst den machen“, empfiehlt auf Twitter ein Herr Braatz und verbindet seine Social-Web-Kalenderweisheiten dann noch mit Rundumschlägen gegen Klaus Eck und den Autor dieser Kolumne. „Ich lese nix mehr von den beiden, wenn ich es vermeiden kann. GS ist ein ganz schlimmer Dampfplauderer ohne Ahnung von Management, E. hüpft immer auf das neueste Thema. Vor zwei oder drei Jahren sollten alle Snapchat machen“, schreibt Mister Rating-Agentur, um im Nachgang seinen denunziatorischen Impuls als Versehen zu rechtfertigen.

Eigentlich wollte er das als Privatnachricht schreiben – kicher. Nun möchte ich seine Verwirrung nicht als Twitter-Inkompetenz abkanzeln. Aber das Interface beim Versenden von Privatnachrichten unterscheidet sich doch erheblich von der Eingabemaske für normale Tweets. Geschenkt.

Sollten Top-Manager auf Twitter aktiv sein?

Herr Braatz plädiert jedenfalls dafür, dass sich Protagonisten des Top-Managements nicht im Social Web bewegen sollten. Das könne man delegieren. Was für eine originelle und tiefschürfende Replik. Nun war die Überschrift für den Cebit-Talk mit Klaus Eck und Stefan Pfeiffer von IBM eher metaphorisch gedacht, um zu testen, wie Unternehmen mit dem Thema umgehen.

Werden Twitter und Co. immer noch für Marketing-Blabla missbraucht oder gibt es Ansätze für offene Kommunikation und Dialog-Formate? Braatz könnte ja mal CEOs fragen – etwa Tina Müller von Douglas. Aber da fehlt wohl der Zugang.

Es gibt immer noch Kontrollverlust-Ängste

Generell dominiere bei vielen Führungskräften eher die Angst vor dem Verlust an Kontrolle, um auf Twitter, Facebook oder LinkedIn aktiv zu werden, so Eck. „Man bekommt ein direktes Feedback vom Kunden und von Leuten, die das Unternehmen vielleicht nicht so toll finden. Damit umzugehen, ist halt nicht so einfach.“ In anderen Ländern geht man damit wesentlich experimentierfreudiger um und nutzt die Netzwerkwirkung für eine Verbesserung von Produkten und Diensten – beispielsweise Tesla-Chef Elon Musk.

Wer Kommunikation delegiert, erntet halt weniger Zustimmung in der Netzöffentlichkeit.

Fremdgesteuerte Twitter-Accounts werden durchschaut

Wenn die Kommunikationsabteilung die Twitter-Accounts der Vorstände betreibt, merkt man das sofort“, so die Erfahrung des Marketingfachmanns Pfeiffer. Natürlich sollten die PRler mit Rat und Hilfe den Topmanagern zur Seite stehen. „Aber es zählt halt die Persönlichkeit, die hinter einer Social Web-Präsenz steht. Es können nicht nur die offiziellen Statements verbreitet werden oder vorgeplante Tweets. So etwas ist langweilig und geht nach hinten los“, sagt Pfeiffer.

Eck fügt zur Beruhigung an, dass Vorstände ja nicht zehn Tweets am Tag veröffentlichen müssen. Ein relevanter Tweet pro Woche oder Monat würde genügen. Wichtig sei die Vorbildfunktion. Und Twitter wurde in der Cebit-Runde nur beispielhaft erwähnt.

IBM-Chef nutzt LinkedIn

IBM-Chef Matthias Hartmann hat sich für LinkedIn entschieden. Was ja völlig in Ordnung geht. Führungskräfte sollten nur die neuen Mechanismen der direkten Kommunikation verstehen“, erläutert Pfeiffer. So wie Boris Palmer, der als Oberbürgermeister von Tübingen sich zum Social Media-Star entwickelt hat. „Als Kommunalpolitiker geht man klassischer Weise auf den Marktplatz, um mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen und zu lernen, was die Menschen bewegt. Wenn allerdings der virtuelle Marktplatz wie Facebook immer relevanter wird, dann muss ich als Politiker auch da hingehen. Wir müssen da darüber hinaus aktiv sein, um den Extremisten nicht das Feld zu überlassen“, sagte Palmer bei der Streaming-Konferenz der Bundeszentrale für politische Bildung.

Die Meinungsbildung finde immer mehr über das Smartphone statt. Deshalb sollten alle Meinungsbildner das ernst nehmen. „Schneller können Rückmeldungen gar nicht laufen. Ich bekomme über Facebook mittlerweile mehr Bürgeranfragen als über meine offizielle E-Mail-Adresse“, betont Palmer. Das zeige sehr deutlich, wie bedeutsam die Plattform ist.

Facebook als virtueller Marktplatz für den Tübinger Oberbürgermeister

Alle relevanten Kommentare werden von ihm persönlich beantwortet. Und das innerhalb weniger Stunden. Schneller könnte die Bürgerschaft mit dem Oberbürgermeister gar nicht kommunizieren. Wenn der Gemeinderat eine Anfrage hat, dauert das in der Regel zwei Monate. Die klassischen Formen der Kommunikation werden zunehmen obsolet, meint Palmer, der bei seinen Antworten keine Pressestelle dazwischen schaltet. Die würden das meistens nur glätten. „Ich bin im Social Web sichtbar, erkennbar und auch angreifbar“, resümiert Palmer. Damit könne er aber gut umgehen.

Gleiches gilt für das Cebit-Livestudio von IBM. Man arbeitet ohne Freigabeschleifen und Autorisierungen. Es geht um direkte Rückmeldungen. „Wir aktivieren damit auch die Belegschaft, die immer mehr bereit ist, sich zu exponieren“, sagt Pfeiffer. Das gehe vom CEO bis zum Spezialisten für Mainframe-Computer. Die Rolle der PR sollte sich auf das Moderieren und die Unterstützung dieser Kommunikationsformate konzentrieren. Weniger geleckte Kommunikation verbreiten und die Leidenschaft der Mitarbeiter für ihre spezifischen Themen wecken.

Das Notiz-Amt entdeckte in Livestreaming-Aktivitäten wahre Naturtalente – etwa Andreas Thomasch, Platform Leader & Manager von IBM, der bildhaft darlegte, was die vielfach totgesagte Mainframe-Technologie noch immer sehr relevant ist für die Nutzung von Smartphone-Diensten.


Zakokor / stock.adobe.com

 

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  • INSTAGRAM LITE handy.de: Instagram Lite: Spar-Version der Foto-App schon jetzt testen: Facebook hat es schon vorgemacht und Instagram zieht jetzt nach! Mit Instagram Lite wird demnächst die abgespeckte Version der Foto-App in Deutschland erscheinen. Mit nur rund 573 KB braucht die Light-Version nur einen Bruchteil des Speicherplatzes der Haupt-App – der beträgt rund 32 MB. Die App ist als Einsteigerversion der Haupt-App zu betrachten, Funktionen umfassen das Posten von Stories und Beiträgen im Feed. Lediglich das Senden von Direktnachrichten und die Einbindung ist nicht möglich – zumindest noch nicht. Auch diese Funktionen seien geplant und sollten in den nächsten Monaten implementiert werden.

  • GOOGLE DUPLEX t-online: Das sagen die ersten Tester über Google Duplex: Eine KI-Stimme, die fast nicht von einem Menschen zu unterscheiden ist. Als Google erstmals ihren Assistenten Duplex ankündigte, reagierte die Öffentlichkeit gleichermaßen mit Schrecken und Faszination. In einem aktuellen Demo-Video zeigt Google jetzt den Telefon-Assistenten. Der kann beispielsweise Reservierungen für den Nutzer tätigen, ohne dass dieser selbst zum Hörer greifen muss. Jetzt gibt es die ersten Tester-Stimmen zum smarten Assistenten. Google Duplex soll dann in den nächsten Wochen auf den Markt kommen.

  • PATENTSTREIT tagesschau: Apple und Samsung einigen sich – Patentstreit ums Smartphone beendet: Sieben Jahre hat er angedauert – der Patentstreit zwischen Apple und Samsung. Der große Apfel hat seinem koreanischen Konkurrenten 2011 Plagiat vorgeworfen – Samsung soll das Design von iPad und iPhone gestohlen haben. Die Unternehmen legten den Streit jetzt bei, stellten das Verfahren ein und konnten sich außergerichtlich einigen. Ursprünglich startete Apple-Gründer Steve Jobs die Fehde, um den Konkurrenten Samsung zu untermauern. In einem ersten Verfahren hat das Gericht Apple schließlich auch Recht gegeben. Die Konkurrenz durch die Koreaner besteht aber bis heute.

  • AR golem: Pokémon Go – Niantic öffnet seine AR-Plattform für Drittentwickler: Augmented Reality soll bald so flüssig wie nie funktionieren. In 2016 löste die Firma Niantic mit ihrer AR-App Pokémon Go einen globalen Hype aus. Einwandfrei funktionierte die AR-Technologie zu diesem Zeitpunkt aber nicht immer. Jetzt hat Niantic ein englisches Startup übernommen, sich in London niedergelassen und eine neue AR-Technologie vorgestellt, die das Verschmelzen der echten und simulierten Welt noch flüssiger macht. Das Stichwort dabei ist Machine Learning – dadurch sollen sich die echte und erweiterte Realität noch besser verstehen.

  • TRANSPARENZ t3n: Facebook und Twitter zeigen euch alle Anzeigen eines Accounts: Auf Facebook und Twitter soll künftig wieder für mehr Transparenz gesorgt werden. Der Nutzer kann jetzt einsehen, welche Anzeigen ein Account erstellt hat. Im Jahr 2016 gerieten die Plattformen während der US-Wahl mächtig in Kritik. Im Zuge des Wahlkampfes machten Fehlinformationen auf Social Media die Runde. Wie die Anzeigen eines Seitenbetreibers bei Facebook oder Twitter eingesehen werden können, zeigen die Kollegen von t3n.

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  • WHATSAPP CHIP: Werbung in WhatsApp: Alptraum vieler Nutzer wohl bald Realität: Bisher war die Nutzung von WhatsApp fernab von jeglicher Werbung. Allerdings könnte sich dieses bald ändern. Das soziale Netzwerk Facebook möchte nun mit dem WhatsApp-Messenger Geld machen. Das Ganze könnte dann etwa so aussehen, dass User die ersten fünf Chats in ihrem Verlauf sehen und anschließend einen Werbebanner über Produkte und Dienstleistungen vorfinden, auf welchen sie dann klicken können. Ebenso könnte es möglich sein, dass WhatsApp-Nutzer sich auf Push-Nachrichten mit Werbetexten einstellen müssen. Bleibt abzuwarten, wie lange wir WhatsApp noch angenehm werbefrei nutzen können.

  • GOOGLE NEWS GoogleWatchBlog: Bericht: Google Play Kiosk wird eingestellt; Magazine, Abos & YouTube werden in Google News integriert: Ein großes Update für Google News steht an. Hierbei soll sich neben der direkten Integration von YouTube-Videos auch die gesamte Oberfläche erneuern. Zudem ist eine Magazin-Sektion geplant, bei dem User einzelne Abos verwalten können. Nutzer sollen dann alles noch schneller finden können, was sie benötigen. Der eher weniger populäre, jedoch häufig genutzte Google Play Newsstand, soll dann komplett eingestellt werden.

  • SKY Q Netzwelt: Sky Q: Neue Oberfläche ab sofort verfügbar: In Deutschland hält Sky Q jetzt Einzug auf unseren Bildschirmen. Nachdem es schon eine ganze Weile in Italien und Großbritannien verfügbar ist, können wir nun auch das Home-Entertainment-System des Pay-TV-Senders nutzen und ebenfalls auf die On-Demand-Inhalte von Sky Go und Sky Kids zugreifen. Zum Teil sollen diese Inhalte sogar in Ultra HD ausgestrahlt werden. Allerdings erwartet Sky-Nutzer noch mehr. Somit haben diese Zugriff auf die ARD- und ZDF-Mediatheken und weiteren Smart-TV-Apps. Über Sky Q soll zudem auf fünf Geräten gleichzeitig auch das Programm aus dem deutschen Free-TV abrufbar sein. Ein weiterer Ausbau von Sky Q ist bereits im Sommer vorgesehen.

  • TWITTER Tagesschau: Sicherheitslücke bei Twitter entdeckt: Twitter-Nutzer sind derzeit aufgerufen, ihr Twitter-Passwort vorsorglich zu ändern. Grund dafür ist eine Sicherheitslücke bei der Passwörter in einer internen Protokolldatei ungeschützt gespeichert wurden. Diese Panne sei schon seit mehreren Wochen bekannt. Mittlerweile ist der Fehler wieder behoben und es gebe bisher auch keine Hinweise darauf, dass Daten geklaut oder missbraucht wurden. Um aber auf der sicheren Seite zu sein, sollten Nutzer sich dennoch ein neues Passwort zulegen.

  • FACEBOOK Handelsblatt: So will Facebook uns verkuppeln: Auf Facebook haben rund 200 Millionen Menschen ihren Status als Single angegeben. Für Mark Zuckerberg ist das etwas, woran man arbeiten sollte. Also wird Facebook jetzt unter anderem zur Datingseite. Wie genau das Ganze aussehen soll, ist noch nicht bis ins Detail bekannt. Es gibt jedoch einige Anzeichen, was Nutzer erwartet. Die Dating-Funktion läuft über einen neu angelegten Account, bei dem der Nutzer nur mit seinem Vornamen zu sehen sein wird. Lediglich Flirt-Interessierte können das Profil sehen – für die eigenen Facebook-Freunde wird das Flirt-Profil nicht sichtbar sein und diese werden auch nicht als Flirtpartner vorgeschlagen. Mit einem Klick auf ein Herzsymbol gelangen Nutzer dann direkt zum Dating-Profil. Für Zuckerberg liegen bei der neuen Funktion vor allem der Datenschutz und die Privatsphäre der Nutzer im Fokus.

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Vero – Hype um die neue Social Media App

Wer sich viel im Netz und sozialen Medien aufhält, wird wohl kaum daran vorbei gekommen sein. Quasi über Nacht bahnte sich die neue Social Media App Vero mit einem unverwechselbaren Hype ihren Weg auf die Smartphones dieser Welt. Tatsächlich schlummert die App aber schon seit 2015 im Apple-Store. Aber was genau ist das “neue” Social Network und wird es dem Hype gerecht?

Nein zu Werbung und Datensammlerei, ja zu User-Content!

Social-Media-Plattformen wie Facebook und die Unternehmenstochter stehen vermehrt in der Kritik. Bezahlte Posts von Firmen und Influencern prägen die Feeds der User und die Algorithmen nehmen scheinbar kleinen, aufstrebenden Gewerben und Künstlern die nötige Reichweite, um ihr Following wachsen zu lassen. Vero will das ändern und hat dafür sogar ein Manifest aufgesetzt.

Wie bei jedem “Next Big Thing” war der Hype auch zu Vero anfangs groß. Auf Twitter vermuteten manche User hinter dem schlagartigen Hype schon eine Influencer-Kampagne.

Grund zur Begeisterung vieler war das Versprechen der App-Entwickler. Die App wird so als „True Social“ App bezeichnet. In Vero wird deshalb (noch) auf Werbung und Bezahl-Reichweite verzichtet – der User soll nur das sehen, was er sehen möchte und in der tatsächlichen chronologischen Posting-Reihenfolge. Ein nobles Versprechen, das aber auch die Frage nach der Finanzierung der App aufwirft. Für die ersten Millionen Nutzer soll Vero daher noch komplett kostenlos sein, alle, die sich danach anmelden, dürfen dann jährlich mit einem kleinen Betrag rechnen. Das traf zunächst auch auf viel Anklang in der Netzgemeinde. Allmählich schlagen die Meinungen teilweise aber auch um. Vor allem die AGB verunsichern aber viele User, da gepostete Bilder frei weiter verwendet und bearbeitet werden dürfen – was aber auf Instagram und Co. auch nicht anders ist.

Was kann die App?

Vero lässt sich wohl am besten als Facebook mit einer Prise Instagram beschreiben. Wenn ihr die App öffnet, findet ihr im chronologischen Feed, alle Inhalte von Freunden und Seiten, denen ihr folgt. Die Suchanzeige öffnet sich mit Trends, Vorschlägen und aktuell beliebten Hashtags.

Ihr könnt Freunde hinzufügen, Profilen aber auch gleichzeitig folgen. “Freunde” können zudem in die Kategorien “Bekannte”, “Freunde” und “Enge Freunde” eingeteilt werden und eure geteilten Inhalte so auch individuell nur für bestimmte Gruppen zugänglich gemacht werden. Ähnlich wie bei Twitter und Instagram, gibt es bei Vero aber auch Hashtags.

Wenn ihr Postings erstellt, habt ihr sechs verschiedene Optionen: Kamera, Link, Musik, Film/TV, Buch und Ort. Literarische Ergüsse durch reine Text-Postings sind dadurch also gar nicht möglich, was aber auch nicht stört. Das „Empfehlungs“-Feature durch die Posting-Optionen Musik, Film/TV und Buch sind eine nette Idee sich mit Freunden gezielt zu den Themen auszutauschen.

Fazit

Heutzutage erliegen viele Dinge im Internet dem “Next Big Thing”-Syndrom. Für etwa einen Tag bis zu einer Woche müssen sich Apps, News, Memes und mehr der Feuertaufe der Langlebigkeit im Internet unterziehen. Ob wir in den kommenden Monaten noch über Vero reden, bleibt abzuwarten. Potenzial hat die App definitiv und wenn sich das Konzept des Bezahl-Algorithmus- und werbefreien Feeds durchsetzt, kann sie sich definitiv durchsetzen. Ob man sich nur noch ein Social Media Profil antun will, das ebenso wie die anderen regelmäßig mit Inhalten versorgt werden möchte, ist fraglich.

Vero ist für iOS– und Android-Geräte verfügbar.


Image by Nils Hansen

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  • AMAZON golem: Amazon Go: Sechs weitere kassenlose Supermärkte geplant: Können Aldi, Lidl und Co. bald einpacken? Es scheint manchmal so, je mehr News man zu dem kassenlosen Supermarkt Amazon Go des E-Commerce-Riesen hört. Es war nur eine Frage der Zeit, bis der Online-Versandhändler auch in die analoge Verkaufswelt ging. Im Januar 2018 öffnete dann der erste Supermarkt ohne Bezahlen. Jetzt – knapp einen Monat später – sind bereits weitere sechs kassenlose Supermärkte geplant. Nach der ersten Filiale im Amazon-Sitz Seattle sind weitere dort und in Los Angeles geplant. Das Konzept scheint anzukommen! Allerdings kommt keine digitale Neuerung ohne Startschwierigkeiten aus. Bei Amazon Go kommt es so vor allem zu Anstehzeiten an den Kassen, aufgrund der Identifizierung des Kunden durch einen QR-Code.

  • TWITTER t3n: Twitter sperrt tausende verdächtige Konten und verschärft Regeln für Automatisierungen: Auf Twitter kommt es derzeit vermehrt zu verdächtigen Aktivitäten. Das Unternehmen reagierte und sperrte jetzt mehrere tausend Accounts auf einmal. Dies geschah um ihre Echtheit zu prüfen und Social Bots auszuschließen. Erst nach Angabe der Telefonnummer dürfen sie wieder aktiviert werden. Twitter stand zuletzt im Zuge der Russlandermittlungen von Sonderermittler Robert Mueller wegen seiner Sicherheitsstandards in der Kritik. Twitter will es Social Bots dadurch schwerer machen, die Trendthemen auf seiner Plattform zu manipulieren.

  • IPHONE heise: „iPhone-Thriller“ von Starregisseur Steven Soderbergh startet auf Berlinale: Die meisten von uns drehen auf ihrem Smartphone maximal ein kleines Urlaubsvideo mit einer Höchstdauer von ein paar Minuten. Der Gedanke einen ganzen Film auf den mobilen Geräten zu filmen wirkt ungewöhnlich. Im Zuge der Berlinale wurde in dieser Woche der Psychothriller “Unsane – Ausgeliefert” von Regisseur Steven Soderbergh präsentiert, der komplett mit einem iPhone in 4K gedreht wurde. Genau das hält der Regisseur für einen „Game Changer“ fürs Kino. Technisches Experiment oder eine tatsächliche Alternativen zu klassischem Equipment?

  • INSTACARD gruenderszene Das Imperium des 2012 von Apoorva Mehta gegründeten Lieferdienst-Giganten “Instacard” bröckelt. Schlechte Kunden- und Mitarbeiterbewertungen, Geldstrafen sowie Herausforderungen für die Zukunft – für das 2015 von “Forbes” als “vielversprechendste Firma Amerikas” ausgezeichnete Unternehmen könnte es trotz gutter Bilanzen besser laufen. Seit der Übernahme des wichtigen Kooperationspartner “Whole Food” durch E-Commerce-Riese “Amazon” steht die Firma vor schweren Verhandlungen über die zukünftige Geschäftsausrichtung des einstigen Startups. Hinzu kommen hohe Bußgelder wegen Steuerbetruges sowie Beschwerden von Arbeitnehmer- und Kundenseite aufgrund von Hungerlöhnen beziehungsweise fehlender Betriebsstruktur.

  • TELEKOM t-online: AVM stellt Fritzbox 7583 für Highspeed-Internet vor Es ist soweit – Eine neue Fritzbox, die Fritzbox 7583, wurde entwickelt. Die Firma AVM stellt das neue Router-Modell pünktlich auf der MWC in Barcelona vor. Sowohl für Provider mit Breitbandanschluss (Supervectoring), sowie diejenigen mit Glasfasernetzwerk (G.fast) ist das “Multitalent” zu haben. Dennoch werden Benutzer vorerst nicht das Privileg der Spitzensurfgeschwindigkeit haben. Das deutsche Netz wird weiterhin nicht mehr als die Hälfte der jetzt möglichen 600 Mbit/s beziehungsweise 3 Gbit/s unterstützen. Auch SPD und CDU streiten nach wie vor über den Ausbau der deutschen Netzversorgungen, weshalb der Empfang wohl weiter, mit wenigen Ausnahmen, vom Verteiler der jeweiligen Einzelhaushalte abhängen wird.

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    Chelsea Manning kandidiert für den US-Senat

    Image US Congres by Gang via Adobe_Stock_com

    Chelsea Manning, bekannt als Whistleblowerin und als Aktivistin, will sich für den US-Bundesstaat Maryland in den Senat wählen lassen. Das kündigte sie in Form eines Videos an. Mannings Kandidatur zeugt von bemerkenswertem Mut. Sie könnte die gesellschaftlichen Anliegen, für die sie sich seit Jahren einsetzt, erheblich weiter bringen. Zudem sollte Mannings Bereitschaft, sich nach den Regeln des Systems für ihre Werte und Ziele einzusetzen, deutlich zeigen, was von einem großen Teil der an ihrem Verhalten geäußerten “Kritik” zu halten ist.

    Whistleblowerin und Häftling

    Chelsea Manning ist vor allem als Whistleblowerin bekannt. Im Jahr 2010 leitete die damalige US-Armeeangehörige zahlreiche Geheimdokumente, die Fehlverhalten der Army und anderer US-Behörden aufdeckten, an die Leaking-Website WikiLeaks weiter. WikiLeaks verdankt Manning einige seiner spektakulärsten Leaks.

    Allerdings wurde Manning verraten und in einem Aufsehen erregenden Prozess zu einer 35-jährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Erst Anfang 2017 wurde sie als eine der letzten Amtshandlungen von Präsident Barack Obama begnadigt.

    Aktivismus

    Ihr Leben in Freiheit widmete Chelsea Manning vor allem dem Aktivismus. Auf Instagram und Twitter verbreitet die 30-Jährige Fotos aus ihrem Leben, aber immer wieder auch politischem Content an ihre große Anhängerschaft. Auch wenn sie nach den spektakulären Leaks von 2010 nicht mehr viel mit WikiLeaks zu tun zu haben schien, steht sie nach wie vor zur Notwendigkeit von mehr politischer Transparenz. Vor allem aber ist sie eine entschlossene Kämpferin für die Rechte der LGBTQ-Gemeinde.

    In den letzten Monaten wurde Manning zu einer der größten Kritikerinnen von US-Präsident Donald Trump. Die Abneigung basiert auf Gegenseitigkeit – bereits kurz nach der Entscheidung seines Amtsvorgängers, Manning vorzeitig aus der Haft zu entlassen, tat Trump auf Twitter seinen Unmut über diesen Entschluss und über Mannings Handlungen kund.

    Manning gegen die Mächtigen

    Ihren Entschluss, für den Senat zu kandidieren, gab Manning auf Twitter in Form eines Videos bekannt. Darin bezeichnet sie die aktuellen Zeiten als „herausfordernd“, als „Zeiten von Unterdrückung und Hass“. „Wir brauchen nicht mehr oder bessere Anführer – wir brauchen jemanden, der bereit ist, zu kämpfen,“ so Manning in ihrer Botschaft, die sich vor allem gegen Machtmissbrauch der Mächtigen richtet.

    Kandidatur für die Demokraten

    Manning will für die Partei der Demokraten antreten. Ihr Gegner in den demokratischen Vorwahlen dürfte der angesehene, seit zwölf Jahren im Senat sitzende Ben Cardin werden. Es wird sich zeigen, ob Manning mit ihrem Kampfgeist und ihrer Social-Media-Präsenz die Wählerinnen und Wähler ausreichend von sich überzeugen kann, um diesen erfahreneren Gegner zu schlagen.

    Ein mutiger Schritt

    Mannings Kandidatur für den Senat zeigt deutlich, wie unsachlich und dumm ein Teil der gegen sie geäußerten Kritik ist. Wer auf diese Weise ein politisches Amt anstrebt, ist weder unpatriotisch noch eine Verräterin noch lediglich an unkonstruktiver Kritik interessiert. Er macht sich die Dinge auch bestimmt nicht übermäßig einfach, indem er vorhandene und sinnvolle legale Möglichkeiten, ein Problem zu lösen, ignoriert. All diese Dinge sind Manning schon vorgeworfen worden. Und ihre Unterstützerinnen und Unterstützer wussten schon lange, was davon zu halten war.

    Vor allem aber ist Mannings Kandidatur ein Zeichen der Hoffnung. Vor allem für die LGBTQ-Gemeinde, aber auch für alle, die sich gesellschaftliche Veränderungen wünschen. Eine Aktivistin, die wegen ihrer Überzeugungen im Militärgefängnis saß und nun versucht, die Mächtigen in ihrem eigenen Spiel zu schlagen. Das ist in jedem Fall eine spannende, inspirierende Geschichte. Ob Mannings Mut von Erfolg gekrönt wird, wird sich nun zeigen.


    Gang / stock.adobe.com


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    • AMAZON PCWelt: Patentanmeldung: YouTube-Konkurrent von Amazon?: Google wird ab 1. Januar 2018 seine YouTube-App nicht mehr für Amazons Fire-TV-Geräte zur Verfügung stellen . Damit protestiert das Unternehmen gegen Amazons Weigerung, Google-Produkte zu verkaufen, die in Konkurrenz zu den eigenen Produkten stehen – wie etwa Google Chromecast oder Google Home. Amazon verbietet außerdem die Nutzung von Amazon Video auf dem Chromecast.

    • UNSER APPLEPILOTEN-HIGHLIGHT Wallets, Portfolios, Spiele: die besten Bitcoin-Apps fürs iPhone: Während der Bitcoin sein Kursziel für 2017 längst übertroffen hat und Satoshi Nakamoto, Erfinder des Bitcoins, irgendwo in sich hinein grinst, kommen für uns Nutzer immer mehr Bitcoin-Apps auf den Markt. Das Angebot reicht von der Brieftaschen-App für virtuelle Währung über Bezahl-Anwendungen bis hin zu Spiele-Apps. Wir haben eine kleine Übersicht mit den besten Bitcoin-Apps für Kryptowährungs-Einsteiger zusammengestellt.

    • TWITTER netzpolitik: Twitter sperrt Account des ägyptischen Menschenrechtlers Wael Abbas: Twitter hat den Menschenrechtler und einen bekannten Chronisten der ägyptischen Revolution gesperrt – wegen Hate Speech. Was das Unternehmen dem Aktivisten genau vorwirft und ob das autoritäre ägyptische Regime Druck auf Twitter ausgeübt hat, ist nicht bekannt. Vor ein paar Tagen hat Twitter den Menschenrechtsaktivisten und Blogger Wael Abbas auf seiner Plattform gesperrt. Twitter begründet den Schritt gegen Abbas mit einem Verstoß gegen die Geschäftsbedingungen, insbesondere die Regeln für „Hateful Conduct“. Eine genaue Begründung blieb das Unternehmen dem Menschenrechtler allerdings schuldig.

    • WANNACRY zeit: US-Regierung macht Nordkorea für Cyberattacke verantwortlich: Die USA haben Nordkorea für die weltweite Cyberattacke mit der Schadsoftware WannaCry verantwortlich gemacht. „Die Attacke war groß angelegt und hat Milliarden gekostet, und Nordkorea ist direkt verantwortlich“, schrieb US-Heimatschutzberater Tom Bossert in einem Gastbeitrag für das Wall Street Journal. „Wir erheben diesen Vorwurf nicht leichtfertig. Er basiert auf Beweisen. Wir sind auch nicht allein mit unseren Erkenntnissen“, sagte Bossert, ohne näher zu erläutern, um was für Beweise es sich handele.

    • UNSER NETZPILOTEN-HIGHLIGHT iPhone & Co.: Mehr Akku für alle dauert nicht mehr lange: Es geht in jedem Jahr weiter mit den Veröffentlichungen von Apple – und natürlich auch mit dem Medienrummel. Es ist viel über das iPhone X, das Ende des Home-Buttons, die „Face ID“-Funktion, das drahtlose Aufladen und noch über vieles mehr geschrieben worden. Irgendwo auf der Liste der Neuerungen war eine verbesserte Akkulaufzeit, zumindest für das iPhone X. Dies wird Dank seines neuen, aufgemotzten A11-Bionik-Prozessors ermöglicht.

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    • BITCOIN faz: Nobelpreisträger fordert Bitcoin-Verbot: Joseph E. Stiglitz ist ehemaliger Chef der International Economic Association und 2001 wurde ihm der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften verliehen. Stimmen wurden kürzlich laut über ihn, da der Nobelpreisträger nun ein Bitcoin-Verbot fordert. Die Kryptowährung erlebt gerade einen regelrechten Hype und wer sich früh damit eingedeckt hat, kann im digitalen Geld schwimmen. Stiglitz spricht Bitcoin jedoch jeglichen Nutzen ab und plädiert daher über ein Verbot. Der US-Amerikaner hält das Konzept nur aus zwei Gründen für erfolgreich. So ist es nicht reguliert und umgeht staatliche Kontrollen, Stiglitz sieht die Aufgabe der Schaffung einer Währung eher in den Händen einer Regierung.

    • MACOS heise: Root-Lücke in macOS High Sierra: Sicherheits-Update hat Nebenwirkungen: Der Schock war erstmal groß, als Experten am Dienstag eine dramatische Sicherheitslücke im neuen MacOs High Sierra von Apple entdeckt haben. Das Update, das die Lücke schließen soll, ist jetzt verfügbar und wird von allen Rechnern mit Online-Verbindung automatisch heruntergeladen. Zwar wurde die Lücke nun geschlossen, so kommt das Update gleichzeitig aber auch nicht ganz ohne Nebenwirkungen. Das Update führt unter Umständen zu Problemen bei der Dateifreigabe. Nutzer berichten, dass der entfernte Zugriff auf die per File Sharing geteilten Verzeichnisse des Macs nicht länger funktionieren. Einen manuellen Workaround hat Apple zur Abhilfe bereits veröffentlicht.

    • TWITTER zeit: Ein Deutscher will Donald Trump gelöscht haben: Für ungefähr 11 Minuten war es in Twitter regelrecht ruhig – ungewohnt ruhig. Wie sich herausstellte war der Account des US-Präsidenten Donald Trump – @realdonaldtrump – auf der Kurznachrichten-Plattform für die Dauer des Zeitraums offline. Trump nutzt Twitter nur zu gerne für seine geistigen Ergüsse und verbrachte gefühlt auch einen Großteil seines Wahlkampfes auf der Plattform. Jetzt soll sich ein Deutscher dazu bekannt haben. Das Ganze ist angeblich unabsichtlich und als “Verkettung unglücklicher Zufälle”, aber gleichzeitig auch am letzten Arbeitstag des zuständigen Mitarbeiters geschehen.

    • SNAPCHAT wired: Ein Redesign soll Snapchat retten: Nachahmung ist bekanntlich die höchste Form der Anerkennung. Im Geschäft kann das allerdings schnell zum unverhofften Aus des Konkurrenten führen. So geschieht das derzeit auch langsam zwischen Snapchat und Instagram. Das Story-Feature der Plattform Instagram hat Snapchat fast den Garaus gemacht. Ein Update soll die App jetzt doch noch vor dem Aus bewahren. Das neue Design soll über getrennte Feeds für News und Freunde verfügen. Dieser Schritt soll auch der Verbreitung von Fake News entgegenwirken, wie Snap-Chef Evan Spiegel erklärt.

    • WHATSAPP t3n: Whatsapp down: Messenger auch in Deutschland mit Störungen: Über Nacht trendet #whatsappdown mit derzeit fast 48.000 Tweets auf Twitter. Auch die Whatsapp-Alternative Telegram schafft es dank des Ausfalls bei dem Branchenprimus in die Trending Topics. Denn am vergangenen Donnerstagabend ging bei dem Kurznachrichtendienst WhatsApp erstmal gar nichts mehr. Der letzte Totalausfall des Messengers ist dabei noch gar nicht mal lange her. Diesmal klagten Benutzer weltweit, vor allem aber in Europa und Südamerika, über Störungen bei der App.

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    Wie Plattformen Politik machen: USA und Deutschland im Vergleich

    USA (adapted) (Image by Zoltan Kovacs [CC0 Public Domain] via Unsplash)

    Vor allem Facebook, aber auch Google und Twitter stehen unter dem Druck der Politik: Welche Rolle haben ihre Dienste bei der Wahl von Donald Trump gespielt? Der US-Kongress untersucht derzeit die Rolle, die die Gatekeeper der Online-Öffentlichkeit im Präsidentschaftswahlkampf gespielt haben. Auch Protagonisten russischer Provenienz haben die Plattformen dazu genutzt, um durch Falschmeldungen die öffentliche Meinung zu manipulieren. Im Fokus steht dabei die direkte Adressierung von Nutzern durch Anzeigen mit politisch relevanten Inhalten. Wie und in welchem Umfang die Unternehmen diese Einflussnahme ermöglicht haben, dazu mussten Vertreter der Firmen bei parlamentarischen Anhörungen aussagen.

    Citizen Zuckerberg

    Facebook hatte schon vor den Hearings bestätigt, dass solche Anzeigen platziert wurden und Twitter bereits publik gemacht, dass für die russische Regierung tätige Medien wie Russia Today und Sputnik seit 2011 global Werbung für 1,9 Millionen $ geschaltet haben. Diese Summe will das Unternehmen nun für Forschung über zivilgesellschaftliches Engagement auf der Plattform einerseits und ihre manipulative Nutzung andererseits spenden.

    Gründer und Facebook-Vorstandsvorsitzender Mark Zuckerberg hat sich hingegen in einer Videobotschaft zu Wort gemeldet und Schritte angekündigt, „um die Integrität des demokratischen Prozesses zu schützen.. So die Diktion des mächtigen Medienunternehmers, der eine verlegerische Verantwortung für Inhalte doch kategorisch ausschließt. Die New York Times resümiert die Aktivitäten mit Blick auf eigens angeheuerte PR-Berater und ganzseitige Zeitungsanzeigen so: Facebooks Hauptquartier sei seit Monaten im Krisen-Modus um den Image-Schaden einzudämmen.

    Freilich geht es dabei nicht nur um das öffentliche Ansehen des Social Network. Vielmehr versuchen die Strategen aus dem Silicon Valley eine weitergehende staatliche Regulierung ihrer Geschäftsmodelle zu verhindern. Denn inzwischen haben drei Senatoren eine Gesetzesinitiative ergriffen und den „Honest Ads Act“ für mehr Transparenz bei der politischen Online-Werbung auf den Weg gebracht: Es soll in Zukunft nachvollziehbar sein, wer inhaltlich und finanziell für die Veröffentlichung einer Polit-Anzeige verantwortlich ist.

    Dieser Forderung sind Facebook und Twitter bereits mit Ankündigungen zuvorgekommen. Sie beinhalten die Kennzeichnung und Offenlegung der Anzeigen, die von einem Akteur geschaltet werden. Die betreffenden Inhalte werden dann in einem öffentlich zugänglichen Archiv vorgehalten. Darüber hinaus sollen verausgabte Summen und erreichte Zielgruppen genannt werden. Facebook stellt sogar in Aussicht, diejenigen Inserenten politisch relevanter Inhalte, die sich nicht als solche zu erkennen geben, durch Maßnahmen des maschinellen Lernens automatisch zu identifizieren.

    Dark Posts und Silicon Valley Embeds

    Damit wird nicht nur auf die aktuelle Diskussion um eine auswärtige Intervention reagiert. Bereits während des US-Wahlkampfs wurde kritisiert, dass insbesondere die Trump-Kampagne bei Facebook unzählige Varianten von Anzeigen für die unterschiedlichsten Zielgruppen lanciert hat. Diese sogenannten „Dark Posts“ sind nicht auf der für alle zugänglichen Präsenz von Donald Trump bei Facebook sichtbar gewesen, sondern wurden nur im News Feed von jeweils für relevant erachteten Nutzersegmenten ausgespielt. Insofern konnten sich Beobachter keinen Überblick über die Gesamtheit der getätigten Aussagen verschaffen, um beispielsweise Inkonsistenzen oder schmutzige Varianten von Wahlwerbung zu entdecken.

    Die angekündigten Maßnahmen sind zwar weitgehend, doch sie adressieren nur einen Aspekt der Problematik, die mit der durch die Plattformen konstituierten politischen Öffentlichkeit verbunden ist. Eine aktuelle Studie von Daniel Kreiss und Shannon McGregor enthüllt nämlich das immense Ausmaß, mit dem “Technology Firms Shape Political Communication”. Die Kommunikationswissenschaftler zeigen, wie eng Facebook und Twitter, aber auch Google (und Microsoft) mit den Wettbewerbern zusammengearbeitet haben.

    Die Technologie-Firmen haben mit eigens dafür abgestelltem Personal den Politikern, die ihre Dienste nutzen wollten, aktiv unter die Arme gegriffen. Sie stellten ihre Instrumente vor und machten Vorschläge zu deren Einsatz. Dies gilt vor allem für die Identifizierung und Adressierung relevanter Zielgruppen durch Anzeigen, von denen die Plattformen am ehesten finanziell profitieren. Insofern wurden nicht nur die Digital-Strategien der kollaborierenden Kandidaten direkt beeinflusst.

    Gerade die Kampagne von Donald Trump hat davon profitiert, insofern sie mit minimalem Personaleinsatz operierte. Dieses Defizit gegenüber der personell aufwändig aufgestellten Organisation von Hillary Clinton konnte also durch die Kompetenz aus dem Silicon Valley kompensiert werden.

    Plattformen: Der Blick nach Deutschland?

    In den USA stehen Facebook, Google und Twitter unter politischem Druck, weil sie Anzeigen von Akteuren aus Russland mit manipulativen Inhalten publiziert haben. Der US-Kongress untersucht derzeit die Rolle, die die Gatekeeper der Online-Öffentlichkeit im Präsidentschaftswahlkampf gespielt haben. Gibt es vergleichbare Erkenntnis für die Rolle der Technologie-Firmen beim Bundestagswahlkampf?

    Die Macht der Informationsintermediäre“ ist zwar auch in der deutschen Debatte ein Thema und ein Forschungsnetzwerk des Hans-Bredow-Instituts widmet sich sogar den Algorithmed Public Spheres. Doch die politische Kommunikationsforschung in Deutschland überlässt das Thema eher dem Datenjournalismus oder einer ebenfalls quantifizierenden Political Data Science.

    Demgegenüber bewegen sich die Autoren der US-Studie über den direkten Einfluss großer Digital-Unternehmen auf die datenbasierte Kampagnenführung in der Tradition der qualitativen Sozialforschung. Sie haben sich in das Feld begeben, in dem die Kontakte zwischen Technologie-Firmen sowie politischen Kandidaten und Kampagnen in den USA angebahnt werden. Dort präsentieren die Firmen ihre Dienstleistungen und Produkte auf den Parteitagen der Kontrahenten. Mit dem betreffenden Personal wurden dann Interviews geführt, die Ausmaß und Inhalt der Kollaborationen zu Tage förderten.

    Digitale Doppelgänger

    Anhaltspunkte für ähnlich enge Kooperationen gibt es auch in Deutschland. Ende September berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg über den Online-Wahlkampf der Alternative für Deutschland: „The German Far Right Finds Friends Through Facebook“. Die AfD habe die auch für rechtspopulistische Parteien und Kandidaten in anderen Ländern tätige US-Agentur Harris Media angeheuert. Deren Vertreter habe bei seinem Deutschland-Aufenthalt direkt Facebooks Berliner Dependance aufgesucht, um eine Arbeitsbeziehung zur Anzeigenabteilung zu etablieren.

    In den Fokus sei dabei das von Facebook angebotene Marketing-Instrument der Lookalike Audiences geraten: Ausgehend von bekannten Angaben zu den Abonnenten der AfD-Präsenz bei Facebook wurde eine gleich große Gruppe mit ähnlichen Eigenschaften aus der Gesamtheit der deutschen Nutzer gebildet, die dann für Werbemaßnahmen der Partei ins Visier genommen wurde.

    Abgesehen von dieser Episode haben sich die Plattformen allen Parteien als relevanter Partner für die Kommunikation mit der Wählerschaft angedient. Instrument dieser Annäherung waren vor allem Informationsangebote über die politischen Positionen von Kandidierenden und Parteien. Diese Formate wurden den Nutzern von Facebook und Google bei algorithmisch passender Gelegenheit prominent angezeigt. Die Angaben zu Personen und Positionen konnten die betreffenden Akteure dabei selbst verfassen.

    Vielleicht lässt sich diese Praxis am ehesten als freiwilliges Äquivalent zur kostenfrei ausgestrahlten Wahlwerbung im Rundfunk verstehen. Eine Parallele zum TV-Duell drängt sich darüber hinaus bei einem weiteren Angebot auf: YouTube veranstaltete zunächst mit Angela Merkel und später mit Herausforderer Martin Schulz für Internet-Verhältnisse epische Einzelinterviews. Bei diesem kamen diverse YouTube-Influencer zum Einsatz, die die beiden Kandidaten im firmeneigenen Berliner YouTube-Space befragten.

    Dazu gab es im Gegensatz zu dem von der Kanzlerin in ein ihr genehmes Format verhandelten TV-Duell redaktionelle Einspieler und sogar Wortmeldungen von Zuschauern der beiden Livestreams, die von Google und YouTube auf der jeweiligen Startseite beworben wurden. Auch wenn auf diesem Weg noch keine enorme Reichweite erzielt wurde, dürfte den Kommunikationsstrategen in den Parteizentralen doch klar geworden sein, welcher Kanal in Zukunft den Draht zu Erstwählern herzustellen vermag.


    Image (adapted) „USA“ by Zoltan Kovacs [CC0 Public Domain]


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    280 Zeichen bei Twitter: Eine riskante Strategie

    Tweet up (adapted) (Image by Maryland GovPics [CC BY 2.0] via flickr)

    Das soziale Netzwerk Twitter hat seine Tweets nun auf 280 Zeichen angehoben, um den Nutzern zu ermöglichen „sich leichter auszudrücken“. Auf den ersten Blick sieht dies bloß nach einem netten, neuen Feature aus. Aber dieser Schritt zeigt zwei Möglichkeiten auf, wie Twitter dem schmalen Grat zwischen Erfolg und Scheitern folgt.

    Erstens zeigt dieser Schritt, wie schwierig es ist, die richtige Balance zu finden, um sich sowohl zu unterscheiden und sich zugleich dem anzupassen, was die Konkurrenten bietet. Zweitens birgt diese neue Maßnahme Gefahren für das instabile Businessmodell, so dass Twitter weiterhin kein Profitgeschäft ist. 

    In der Ankündigung, dass es mehr Platz für längere Nachrichten gibt, argumentierten Aliza Rosen, die Produktmanagerin bei Twitter, und der Softwareingenieur Ikuhiro Ihara, dass manche Sprachen mehr Zeichen als andere brauchen, um eine Nachricht auszudrücken. In der Annahme, dass die meisten Nutzer keine Vergleichsgrundlage haben, schlugen sie vor, dass Frustration über die  traditionelle Begrenzung aufkommen wird, wenn man einigen englischsprachigen Nutzern mehr Platz für Nachrichten bietet. Aber ihr Post beinhaltet einen Widerspruch:

    „Bei Twitter geht es darum, sich kurz zu fassen. Dies ist es, was es zu einem tollen Mittel macht, um am Ball zu bleiben. Die Tweets kommen direkt zum Punkt. Man kann sofort auf alle erforderlichen Informationen oder Gedanken, die von Bedeutung sind, zugreifen. Das ist etwas, was wir niemals ändern werden.“

    Dieser Widerspruch ist das Kernstück des Dilemmas, dem sich alle Plattformen der sozialen Medien stellen müssen. Wenn sie erfolgreich Nutzer anziehen wollen, müssen sie etwas Besonderes bieten. Doch wenn neue Konkurrenzunternehmen auftauchen, müssen sie etwas Neues liefern. Das bedeutet meistens, dass sie Features von anderen Services eingebinden. Man vergisst leicht, dass es nur wenige Jahre nach dem Beginn von Twitter im Jahr 2006 noch nicht möglich war, ein Bild in einen Tweet einzubinden – man konnte nur auf ein Bild verweisen, dass sich woanders befindet. Außerdem musste man auf die Länge der URL achten.

     

    Als sich die Menschen an die größere Flexibilität von Facebook und später auch Instagram gewöhnten, musste auch Twitter Möglichkeiten bieten, um Bilder, Links und Videos einzubeziehen. Die Wahrheit ist, dass die Begrenzung auf 140 Zeichen längst der Vergangenheit angehört hat.

    Nichtsdestotrotz bietet Twitter auch weiterhin ein Format, das viele anspricht. Man kann eine kurze Nachricht verfassen, begleitet von Links, Bildern und einem kurzen Video und es für andere Twitter-Nutzer veröffentlichen. Man muss keine „Freunde“ festlegen. Und obwohl man nicht alle Reaktionen und Antworten mag, die man bekommt, bringt man seinen Post wahrscheinlich erfolgreich an das Publikum, das man sich wünscht.

    All diese Features zeigen, warum Twitters Businessmodell von Natur aus instabil ist. Es kostet eine Menge Geld, um die Leistungen anzubieten, für die sich die Menschen gratis anmelden, die jedoch nicht unbedingt gewillt sind, Werbungen und bezahlten Content zu akzeptieren. Die Menschen wenden sich von Twitter ab, wenn ihr Feed zu viele Sachen beinhaltet, die sie nicht ausgewählt haben. Deswegen konnte Twitter noch nie genug Einkommen generieren, um die Ausgaben zu decken. Es ist noch immer nicht rentabel, genau wie früher.

     

     

    Twitter und Trump

    Vor zwei Jahren, als ich einen Kurs mit dem Titel ‚Understanding Media‘ unterrichtete, habe ich oft in den Diskussionen angebracht, dass sich Twitter in einer prekären Situation befindet. Dann kam Trump. Ein Vorteil, den Twitter schon seit seinen Anfängen hat, ist, dass es immer ein Thema in den Medien war – ob im Sport, in Unternehmen, im Fernsehen oder in Online-Zeitschriften. Nichtsdestotrotz konnte die Anziehung des neuen Präsidenten zu dieser spezifischen Plattform nicht vorhergesehen werden. Dies führte zu einem exponentiellen Wachstum an Artikeln, bei denen Twitter erwähnt wird. Aber dies war nicht genug, um grundliegende Probleme zu korrigieren.

    Wie der Technik-Journalist Charles Arthur im Guardian im Februar schrieb, könnte noch nicht einmal Donald Trump Twitter aus dem Loch herausholen, in dem es steckt. Die Quartalsergebnisse des Unternehmens zeigten einen Verlust von 167 Millionen US-Dollar – im Vergleich zu 90 Millionen US-Dollar im Vorjahr – bei einer Umsatzentwicklung von 638 Millionen US-Dollar an. Es gab nirgendwo eine eindeutige Idee, wie man den Profit steigern könne – trotz der Tatsache, dass die häufigen Ausbrüche des US-Präsidenten halfen, die Zahl der Nutzer von zwei Millionen auf 319 Millionen zu steigern. 

    Twitter existiert in einer höchst kompetitiven Welt und schaut ständig Mitbewerbern wie Sina Weibo auf die Finger. Das Unternehmen behauptete Anfang des Jahres, Twitter bei den Nutzerzahlen übertroffen zu haben. Sina Weibo bietet mehr Platz in den Postings als Twitter. Aber seit für alle die Zeichengrenze auf das Doppelte angehoben wurde, wirkt es, als wäre der Fehdehandschuh aufgenommen worden. Allerdings tut diese Veränderung zunächst nur wenig dafür, um die grundlegenden Probleme zu lösen, die hier noch immer bestehen.

    Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


    Image (adapted) „Tweet up“ by Maryland GovPics (CC BY 2.0)


    The Conversation

     

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    • REDDIT t3n: Kein Reddit für Nazis: Onlineplattform schließt rechtsradikale Foren: Die Onlineforen-Plattform Reddit ist ein wahrer Pool an verschiedenen Themen, Gruppierungen und Meinungen. In sogenannten Subreddits kann sich zu allerlei möglichen Themen ausgetauscht werden, manchmal sucht man in diesen Unterforen aber vergeblich nach Moral wie man sie im richtigen Leben erwarten würde – und manchmal sind solche Inhalte sogar gesetzeswidrig, gewaltverherrlichend etc.. Reddit hat jetzt aber einen bedeutenden Schritt gegen Hassbotschaften im Netz gestartet und seine Richtlinien dementsprechend geändert. Denn zuvor waren rechtsradikale Inhalte auf der Plattform zumindest geduldet. Etliche Hass- und Nazi-Foren, wie /r/NationalSocialism und /r/ Rechtsradikalismus – sogenannte „Subreddits“ – wurden jetzt geschlossen. Ex-Chef Yishan Wong lehnt eine solche Art der „Zensur“ – selbst bei solchen Inhalten – jedoch ab.

    • EPRIVACY wired: Die ePrivacy-Verordnung macht das Netz datenschutzfreundlicher: Das EU Parlament hat sich gestern mit 318 gegen 280 Stimmen für besseren Schutz gegen Tracking und für verschlüsselte Kommunikation entschieden. Netz- und Werbeunternehmen müssen jetzt strengere Richtlinien befolgen und das Surfen im Interent und der Umgang mit Apps wie WhatsApp, Google Mail etc. sollte jetzt ein Stück weit sicherer sein. Ein Stück mehr ePrivacy für Europa, jedoch erst einer von vielen, die noch getätigt werden müssen.

    • TWITTER zeit: Twitter verbannt RT und Sputnik als Werbekunden: Wer, wie, wo, was bei der US-Wahl 2016 beeinflusst oder manipuliert hat ist nicht ganz klar. Vor allem russischen Medienquellen werden Beeinflussugnsversuche vorgeworfen. Auch die beiden Medienunternehmen RT und Sputnik sollen mutmaßlich manipuliert haben. Twitter zieht jetzt zur Verantwortung und last beide Medienhäuser nicht länger Werbung auf ihrer Plattform schalten. Twitter bestätigte im Vorfeld, dass zur US-Präsidentschaftswahl im letzten November gezielt russisch finanzierte Inhalte zugunsten des Kandidaten Donald Trump platziert wurden.

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    • TELEKOM t3n: Bundesnetzagentur untersagt Teile des Stream-On-Tarifs der Telekom: Der umstrittene Streamingdienst von Telekom – StreamOn – wurde jetzt von der Bundesnetzagentur geprüft und einige Details davon untersagt. Der Tarif ermöglicht es bestimmte Dienste wie Netflix oder Spotify nicht aufs Datenvolumen anrechnen zu lassen. Das Verbot geht auf die Kritik zurück, dass das Angebot nicht europaweit verfügbar ist. Entsprechende Aktivisten werfen der Telekom also eine Verletzung der Netzneutralität vor, die Roamingfreiheit wird also verletzt. Neben der Telekom ist auch Vodafone seit Ende September mit einem solchen Tarif auf dem Markt. Nach aktueller Aussage der Telekom teile man die Auffassung der Behörde aber nicht. Die Bundesnetzagentur hat hier ebenfalls eine Prüfung angekündigt.

    • SAMSUNG curved: Galaxy S9 soll im Februar vorgestellt werden: Das neue Modell der beliebten Samsung Galaxy Reihe – das Galaxy S9 – soll Gerüchten zufolge im Februar 2018 vorgestellt werden. Dieser Meinung ist zumindest der rusissche Redakteur Eldar Murtazin auf Twitter, der auch schätzt, dass das Smartphone mit dem Snapdragon 845 ausgestattet werden wird, dem Nachfolger-Chipsatz des Snapdragon 835. Mit einer Präsentation im Februar 2018 würde Samsung nach dem Galaxy Note 7 Akku-Disaster 2016 und der verspäteten Veröffentlichung des Galaxy S8 2017 wieder zum gewohnten Zeitplan von Präsentationen im Frühjahr zurückkehren. Eine Veröffentlichung während des nächsten Mobile World Congress scheint also wahrscheinlich.

    • GOOGLE t3n: Auch Google findet massenhaft Politik-Anzeigen aus Russland: Nicht nur Facebook sei zum US-Wahlkampf im Auftrag Russlands für Anzeigensysteme genutzt worden sein, auch Google-Dienste wären laut eines Zeitungsberichts der Washington Post von ähnlichen Anzeigen mit Falschinformationen betroffen gewesen. Der Konzern habe Hinweise auf entsprechende Werbung zum Beispiel bei Google-Tochter YouTube und beim E-Mail-Dienst Gmail entdeckt. Facebook hatte im September Stellung zu den Inhalten genommen und wird sich, ebenso wie Twitter, zum 1. November nochmals vor dem US-Kongress zu dem Thema äußern. Google hat sich bisher noch nicht zum Thema geäußert und ob der Konzern ebenfalls an der Anhörung teilnehmen wird, bleibt offen.

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    Gelten Facebook-Likes als Äußerung der Meinungsfreiheit?

    Tasten Facebook (adapted) (Image by bykst [CC0 Public Domain] via Pixabay)

    Australier sind oft überrascht, wenn sie erfahren, dass ihre Verfassung kein Recht zur freien Meinungsäußerung beinhaltet. Auch das Recht zur politischen Rede, die verfassungsrechtlich impliziert ist, wird dort immer komplizierter, wo die Menschen auf Internetplattformen ihre Meinung äußern können.

    Der kürzlich von der „Australian Public Service Comission“ (APSC) veröffentlichte Leitfaden für öffentlich Bedienstete hat dieses Problem genauer herausgestellt. Dieser erklärt Angestellten, dass sie gegen ihre Verhaltensregeln verstoßen könnten, wenn sie regierungskritische Artikel auf Facebook liken oder teilen.

    Fallen Facebook- oder Twitter-Posts unter den Schutz der freien politischen Meinung? Es kommt darauf an. Es gibt Spannungen im Gesetz, zum Beispiel den Umfang, in dem Arbeitgeber die Äußerungen ihrer Angestellten kontrollieren können.

    Der frühere australische Defense Force-Reservist und konservative Katholik Bernard Gaynor testet diese Grenzen immer weiter aus. Er ficht seine Kündigung von der Armee an, die er erhalten hatte, nachdem er die Regeln für Onlinekommentare missachtete, in dem er Anti-LGBTQ-Kommentare verfasste. Der Hohe Gerichtshof wird in Kürze entscheiden, ob dieser Fall aufgenommen wird. Falls dem so ist, könnte der Umfang der politischen Kommunikation Australiens endlich geklärt werden.

    Australiens begrenzter Schutz für politische Reden

    Für mehr als zwanzig Jahre gab es in Australien einen Glaubenssatz, der besagt, dass freie Kommunikation über die Regierung und Politik ein unverzichtbarer Teil des Regierungssystems ist – einer der „vom Volk ausgewählt“ wurde. Dies wurde im Jahr 1997 einstimmig vom Hohen Gerichtshof in Langes Fall erklärt.

    Der Gerichtshof meinte, dass die Garantie der Meinungsäußerung in Bezug zu öffentliche und politischen Themen stets von den verfassungsrechtlichen Prinzipien der Regierung vorausgesetzt werden muss. Im Fall von Lange setzte der Gerichtshof einen zweistufigen Test ein, der die Gültigkeit von Gesetzen festlegt, die die Freiheit störten:

    1. Ob das Gesetz die Freiheit der Kommunikation über die Regierung oder politische Themen einschränkt, egal ob in seinen Begriffen, Handlungen oder Effekten.

    2. Wenn es dies tut, ob das Gesetz „vernünftigerweise angebracht und angepasst ist, um einem legitimen Ende zu dienen, auf eine Weise, die mit dem verfassungsrechtlich vorgeschriebenen System der präsenten und verantwortlichen Regierung vereinbar ist“.

    Der zweite Teil des Tests ermöglicht der Regierung die politische Rede zu regulieren, sofern es angemessen ist.

    Was ist politische Rede?

    Das Konzept „politisch“ deckt eine Bandbreite an Themen ab, aber hier sind nicht alle öffentlichen Angelegenheiten inbegriffen. Im Fall von Lange meinte der Hohe Gerichtshof: „Die Verfassung verlangt, dass das Volk in der Lage ist, miteinander zu kommunizieren in Bezug auf Angelegenheiten, die ihre Entscheidung bei Bundestagswahl oder Verfassungsreferenda beeinflussen könnte oder das ein Licht auf die Ausführung des Ministers und das Verhalten der Exekutive der Regierung.

    Der Hohe Gerichtshof hat seine Untersuchungen, wie und wo die vorausgesetzte Freiheit der politischen Kommunikation entsteht, noch nicht beendet. Nicht jeder Austausch über öffentliche Angelegenheiten oder Themen im öffentlichen Interesse wird geschützt. Diskussionen über gesetzliche Regeln über Wohlfahrtsleistungen, auswärtige Angelegenheiten oder den Klimawandel könnten bereits als politische Diskussionen gelten.

    Gleichermaßen kann Kritik der Ausführung der Parlamentarier, des Gemeindevorstands oder der Polizei als Rede gelten, wenn der Kommentar oder die Kritik vernünftig und nicht unehrlich oder mit Bosheit geäußert wurde.

    Wann sind Sie „bei der Arbeit“?

    Es wird immer offensichtlicher, dass der Gebrauch von sozialen Medien die Grenze zwischen dem Arbeitsleben und dem Privatleben verwischt. Laut den Gerichtshöfen war es üblich, dass „ein Arbeitgeber nur unter besonderen Umständen das Recht hat, private Aktivitäten seiner Angestellten zu überwachen“. In der Regel mussten relevante Verbindungen zwischen dem schlechten Verhalten eines Angestellten und dem Arbeitsverhältnis herrschen.

    Jedoch hat sich der Kontext für diese Prinzipien in den letzten zwei Jahrzehnten dramatisch verändert. Frühere Arbeitsgesetze beschrieben, dass Aktivitäten in sozialen Medien im Wesentlichen eine private Aktivität waren, während Reporter herausgefunden haben, dass aktuelle Entscheidungen die Kontrollrechte der Arbeitgeber erhöhen.

    Die Regeln für öffentlich Bedienstete

    Öffentlich Bedienstete sind eindeutig eingeschränkt, was politische Rede betrifft. Ihnen ist es nicht erlaubt, zur Wahl für die Verfassung anzutreten und es gibt klare Argumente, dass sie vorsichtig sein müssen, wenn sie politische Meinungen äußern. Die Regel ist, dass der „Australian Public Service“ (APS) apolitisch ist.

    Dies erhöht die Spannung zwischen konkurrierenden Werten: Die Regierung hat ein gerechtfertigtes Interesse daran, unparteiische Arbeitskräfte zu behalten, aber öffentlich Bedienstete müssen private Meinungen haben und müssen das Recht haben, ihre politischen Meinungen zu äußern.

    Mit dem zweistufigen Test des Hohen Gerichtshofes ist es wahrscheinlich eine verhältnismäßige Begrenzung für die APSC-Regel, um festzulegen, dass der politische Ausdruck in einer angemessen Weise eingeschränkt wird.

    Andere Begrenzungen, die zu streng, unvernünftig oder unangebracht sind, könnten vom Gerichtshof abgelehnt werden. Verbote für Wahlwerbung und Wahlspenden wurden aus diesen Gründen ausgeschlagen. Dennoch bleibt das Gesetz sehr unklar für öffentlich Bedienstete, die ihre politischen Sichtweisen ausdrücken wollen, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen.

    Der Fall Bernard Gaynor

    Der Fall Bernard Gaynor, der von der Armee entlassen wurde, weil er homosexuellenfeindlichedie Kommentare auf Facebook verfasst hatte, könnte Klarheit in diese Probleme bringen. Im Jahr 2015 argumentierte Gaynor erfolgreich vor einem einzigen Bundesgerichtshof, dass seine Kündigung die Freiheit der politischen Meinungsäußerung, die in der Verfassung verankert ist, verletzt.

    Der Chef der Verteidigungskräfte erhob Einspruch zu dieser Entscheidung und behauptete, dass die Freiheit der politischen Rede nicht mit den Regeln übereinstimmt, die ermöglichen, dass ein Offizier entlassen wird, wenn sein Dienst nicht im Interesse der Verteidigungskraft liegt. Früher in diesem Jahr stimmte der Bundesgerichtshof mit den Argumenten der Verteidigungskraft überein und verkündete, dass die Entlassung vom Gaynor keine Verletzung der Prinzipien von Lange war.

    Sie merkten an, dass „die implizierte Freiheit persönliche Rechte von Individuen weder beinhaltet, noch anerkennt oder zuerkennt“. Stattdessen ist es eine Freiheit von Regierungstaten oder Gesetzen, die die politische Meinungsäußerung beschränken. Der korrekte Ansatz, so meinte der Bundesgerichtshof, war derjenige, ob die Genehmigungsregel selbst ungültig war, weil sie unangebrachterweise die implizierte Freiheit einschränkte.

    Im Fall von Gaynor war die Regel der Entlassung „passend, nötig und angebracht im Gleichgewicht mit Respekt zu jeder Last, die sie auferlegt“ in Bezug auf politische Kommunikation – so wurde Gaynors Entlassung als gültig befunden.

    Gaynor hat dem widersprochen und der Hohe Gerichtshof wird entscheiden müssen, ob sein Fall die erneute Überarbeitung des Bundesgerichtes verdient. Die Freiheit, politische Themen zu diskutieren, ist eine der wenigen garantierten Verfassungsrechte, die wir haben. Wegen immer mehr Fragen zur politischen Rede in den sozialen Medien werden wir zum Hohen Gerichtshof aufsehen, in der Hoffnung, dass er diesen Schutz in vollem Umfang klären kann.

    Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


    Image (adapted) „Tasten Facebook“ by bykst (CC0 Public Domain)


    The Conversation

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    • DYSON Welt: Staubsaugerhersteller Dyson will „radikal andere“ E-Autos bauen Ein „radikal anderes“ Elektroauto – hinter diesen Worten versteckt sich ein Plan von James Dyson, der Entwickler des bekannten beutellosen Staubsaugers. Bis 2020 möchte dieser ein Elektroauto auf den Markt bringen, was neben leistungsstarken Batterien noch weitere Neuheiten beinhalten soll, worüber allerdings noch geschwiegen wird. Das Elektroauto soll sich von all den anderen E-Autos auf dem Markt unterscheiden und weder einen Sportwagen darstellen, noch soll er günstig sein. Für die Produktion möchte James Dyson mehr investieren, als für die Entwicklung und Forschung seiner Staubsauger und heuert mit seinem Unternehmen daher „aggressiv“ weitere Arbeitskräfte an.

    • TWITTER Chip: Twittern soll einfacher werden: Jetzt rüttelt der Konzern an seinen Grundfesten: Ist es vorbei mit dem genauen Abzählen der Zeichen, wenn man einen Tweet versenden möchte? Twitter ist gerade dabei doppelt so lange Tweets auszuprobieren. Anstelle der 140 Zeichen, sollen die Nachrichten nun auf 280 Zeichen aufgestockt werden. Twitter geht von einem positiven Effekt aus und blickt der Neuerung zuversichtlich entgegen. Der Test soll jedoch vorerst in einer kleinen Runde gemacht werden, bevor sich der Kurznachrichtendienst komplett für die Aufstockung der Zeichenanzahl entscheidet. Die Meinungen zu der Neuerung sind bei den Nutzern allerdings noch geteilt. Während die einen ihre Begeisterung ausprechen, sind die anderem dem gegenüber eher verhalten, da Twitter mit der Änderung, laut der Nutzer, auch ein Stück weit seine Identität verliert.

    • ARBEIT t3n: Produktivität im Job: Diese Angewohnheiten solltest du dringend bleiben lassen: Jeder hat seine Angewohnheiten und Marotten, die er nur schwer ablegen kann. Manchmal aber ist das Ablegen von schlechten Angewohnheiten unabdingbar, wenn man sich auf der Arbeit nicht so schnell ablenken lassen möchte. Das fängt schon abends beim Schlafengehen an: Finger weg vom Smartphone! Vielen fällt das vermutlich sehr schwer, ist aber für einen gesunden und tiefen Schlaf auf jeden Fall ratsam. Das gilt auch dann, wenn man mitten in einer Aufgabe oder in einem Meeting steckt. Umso schlechter schaffen wir es uns wieder in das ursprüngliche Thema hinein zu finden, auch wenn es nur einmal kurz das Checken der eingegangenen Nachrichten ist. Der Mensch soll etwa 15 Minuten brauchen, um sich direkt auf eine Aufgabe zu fokussieren. Weitere Angewohnheiten, die man besser ablegen sollte, gibt es in diesem interessanten Artikel.

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    Fake News: „Soziale Medien sind Emotionsmedien“

    Browser Fake News (adapted) (Image by Pexels) (CC0 Public Domain) via Pixabay

    Fake News. Der Begriff ist den meisten mittlerweile bekannt, aber definitiv kein ausschließlich aktuelles Phänomen. Die Bezeichnung Fake News gibt es schon seit dem 19. Jahrhundert, aber seit einigen Jahren ist der Begriff aus der Internet und Nachrichtensprache kaum noch wegzudenken. Gründe dafür sind besonders soziale Medien und die Berichterstattung um den US-Präsidenten Donald Trump, der in seinem Wahlkampf öfter mit „alternativen Fakten“ argumentierte.

    Nun gibt es Internetseiten, mit welchen man selbst eine Nachrichtenmeldung fälschen kann. Facebook hat kürzlich angekündigt, dass die Seiten, die Falschmeldungen verbreiten, den Zugang zu Werbung verbieten. Das ist ein weiterer Schritt des sozialen Netzwerks im Kampf gegen Fake News.

    Aber wie gefährlich sind Fake News für unser Mediensystem und was können Nutzer tun, um Fake News aus dem Weg zu gehen? Darüber haben wir mit der Journalistin und Fernsehproduzentin Michaela Hummel gesprochen.

    Doclights_Michaela Hummel
    Michaela Hummel / Doclights

    Sie entwickelte und produzierte verschiedene Factual-Entertainment-Formate und Dokumentationen, wie die Dokumentation „Auf der Flucht“ für die sie mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde. Weitere Produktionen sind u.a. der ZDFdonnerstalk mit Dunja Hayali, die NDR-Reportagen mit Judith Rakers, die ZDFneo Dokumentation „Der Rassist in uns“. Ihr neustes Projekt dreht sich rund um das Thema Fake News.

    Frau Hummel, sie haben gerade in Zusammenarbeit mit Sascha Lobo die Dokumentation, der offizielle Titel ist Social Factual, ein Einzelstück „Manipuliert“ mit dem Thema Fake News produziert. Haben sie sich davor bereits intensiv mit dem Thema beschäftigt?

    Ich habe mich schon seit Jahren mit dem Thema Fake News beschäftigt, was auch einen privaten Grund hat. Ich habe einige Jahre in den USA gelebt und ein Teil meiner Verwandtschaft dort ist eher im konservativen Spektrum angesiedelt. Aufgefallen ist mir, dass sie als einzige Nachrichtenquelle Breitbart News genutzt haben. Natürlich hat jeder das Anrecht auf eine eigene Meinung, aber dadurch habe ich mich früh sehr intensiv mit dem Thema Manipulation von Informationen, Emotionalisierung und Polarisierung beschäftigt. Das hat (in der Familie) nicht zu wenig Streit geführt.

    Man hat über die Zeit hinweg gemerkt, dass sich der Begriff „Fake News“ gewandelt hat vom rein beschreibenden Begriff, zum Anglizismus des Jahres und schlussendlich zum politischen Kampfschrei. Wie definieren Sie den Begriff „Fake News“?

    Ich denke die meisten wissen, was es im wahrsten Sinne heißt, „Falschmeldung“. Über die eigentliche Bedeutung  müssen wir uns nicht unterhalten. Aber mir ist eine Veränderung aufgefallen. Beispielsweise Donald Trump, der in Pressekonferenzen die Medien mittlerweile schon mit „Fake News“ anspricht. Damit bekommt das Ganze einen stark politischen Charakter.

    Zudem deckt es für mich das ganze Thema der Verschwörungstheorien, falsche Fakten und Propaganda ab. Fake News gibt es an und für sich schon lange. Aber durch das Internet haben sie eine neue Wirkmacht erreicht.

    Interessant ist, was wir im Rahmen der Sendung „Manipuliert“ im Februar 2017 über eine repräsentative Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen herausgefunden haben: 82 Prozent der Befragten kennen das Phänomen „Fake News“, 47 Prozent der Deutschen halten es für ein großes oder sehr großes Problem und fast ein Drittel der Wahlberechtigten denkt, dass es einen starken oder sehr starken Einfluss auf den Ausgang der Bundestagswahl haben kann. Und hierbei machen sich Frauen mehr Sorgen als Männer. Ich nenne diese Zahlen, da sie eine statistische Sicht auf das Thema zeigen und unterstreichen, wie brandheiß es ist.

    Herrscht ihrer Meinung nach zu wenig Transparenz und Aufklärung im Umgang mit Fake News?

    Meiner Meinung nach gibt es jede Menge Transparenz und Aufklärung, man muss sie natürlich nur finden. Und bei Fake News geht es oft um Geschwindigkeit. Wenn man etwas wiederholt liest, hält man es eher für wahr und durch sharing (das Teilen in Sozialen Medien) erreicht eine solche Nachricht vielleicht eine Millionen Menschen oder mehr –  und von der späteren Richtigstellung erfährt dann keiner.

    Es gibt im Netz zwei sehr gute Tools, um Falsche Fakten im Netz zu entlarven: die Rechercheeinheiten MimiKama oder Hoax Map. Aber letztlich bleibt es eine Frage der Geschwindigkeit. Man braucht eine Menge Ressourcen, um am Ball zu bleiben und dagegen anzugehen.

    Nehmen Menschen alles, was sie im Internet lesen, zu ernst?

    Ich denke nicht, dass die Leser alles zu ernst nehmen.  Ich glaube eher, dass sie oft zu wenig nachdenken. Der Like ist quasi die Währung des Internets und viele denken: „Was meine Freunde geliked haben kann ich in der Hinsicht auch direkt übernehmen“ – meist auch ungefiltert. Die Sozialen Medien sind eben ein sehr schnelles Medium. Daher denke ich, dass viele Nutzer sich nicht die Mühe machen,  den Wahrheitsgehalt der Posts und News zu prüfen.

    Was haben Filterbubbles in Sozialen Medien mit Fake News zu tun?

    Das Phänomen Filterbubbles gilt für alle Seiten – auch für Journalisten. Jeder kann sich im Internet seine eigene Welt bauen und dann sehen wir nur, was wir selber mögen. Alles was nicht unserem Weltbild entspricht, wird aus der Timeline herausgefiltert. Journalisten sollten allerdings diejenigen sein, die durch Recherche und kritische Prüfung für Meinungsvielfalt sorgen.

    Diese Filterblasen bestätigen also letztlich  nur die eigenen Perspektiven und Meinungen. Wenn diese Blasen nur noch aus Fake News bestehen oder von einem Algorithmus entsprechend bestückt werden, kann das fatale Folgen haben.

    Finden Sie, die Einrichtung von Löschzentren von beispielsweise Facebook ist der richtige Weg?

    Das ist eine schwierige Frage. Allein das Wort Löschzentrum empfinde ich bereits als sehr stark und hart. Erstens ist es traurig, dass wir diese Wege gehen müssen und dass sich solche Abgründe auftun.  Wie ein Artikel in der SZ aufgezeigt hat, müssen auch die Mitarbeiter einiges mitmachen. Mir wäre es lieber, dass die Menschen, die das Netz nutzen, wissen was sie tun. Denn für eine funktionierende Netiquette und einen konstruktiven Austausch in Interessengruppen und Communities gibt es ja sehr viele positive Beispiele.

    Aber zweitens, sind wir ja bereit, eine grundsätzliche Kontrolle zu akzeptieren. Und das nur, weil Menschen nicht in der Lage sind, mit dem Medium vernünftig umzugehen. Das ist schon ein großer Schritt. Eigentlich müsste es Social Media Schulen geben und wir müssten ganz früh mit der Aufklärung beginnen.  Dadurch wird es letzendlich zu einer Bildungsfrage.

    Sie plädieren für die Einführung von Social Media Workshops schon im Kindesalter?

    Absolut. Wir kennen alle kleine Kinder, die schon in der Lage sind, das Smartphone zu bedienen und damit unreflektiert umzugehen.

    Sie haben zu Beginn bereits erwähnt, dass sie eine Zeit in den USA gelebt haben. Wie schätzen sie den Umgang der Medien mit Fake News in Amerika im Gegensatz zu Deutschland ein?

    Ich hab damals beim Fernsehen gearbeitet und die Sozialen Medien spielten noch keine große Rolle. Aber zum Fernsehen kann ich sagen:  Es wird mehr polarisiert und provoziert, es gibt viel mehr schwarz-weiß Malerei. Wir Deutschen sind da eher in Grautönen unterwegs. Vergangenen November, zur Zeit der Wahlen, war ich zuletzt in den USA, wo sich dieses Bild bestätigte: DieSender greifen sich gegenseitig an. Ich denke Fake News sind auch deshalb ein größeres Thema, weil in den USA mit viel mehr reißerischen Schlagzeilen gearbeitet wird. Das ist mehr Show als Information. Die ausgewogene Information gibt es dort eher im Print. Und man darf nicht vergessen: Soziale Medien sind Emotionsmedien. Es geht um Klicks! Und letztlich sind sie auch ein Kommerz-Medium.

    Wie gefährlich denken Sie können Fake News noch werden?

    In Deutschland stellen sie in meinen Augen keine große Gefahr dar. Wir haben ein sehr gut funktionierendes Mediensystem, dass die Meinungsvielfaltn abdeckt. Wir haben auch die Möglichkeit, Sendeformate wie Manipuliert mit Unterstützung eines öffentlich-rechtlichen Senders zu entwickeln und damit Aufklärung zu leisten. Deswegen sehe ich Fake News nicht als Gefahr für das deutsche Mediensystem.

    Dazu muss man sagen: Wir verteufeln bei unserer Sendung die Sozialen Netzwerke nicht und sind auch nicht mit erhobenem Zeigefinger unterwegs.  Schließlich nutzen wir alle Facebook und Co und wollen Spaß damit haben. Es ist also wichtig, dass Aufklärung nicht als belehrend angesehen wird.

    Hat sich durch das Aufkommen von Fake News Verbreitung ihr eigenes Bild der Medien oder ihr Medienkonsum verändert?

    Ich denke wirklich, dass wir in Deutschland und auch in vielen Ländern Europas den Luxus der Qualitätsmedien haben. Das gilt nicht für jedes Land.

    Aber heute benötigen wir viel mehr Zeit als früher, um alles zu lesen und richtig zu erfassen. Die Medien sind so schnell geworden, dass es manchmal kaum möglich, ist die Menge an Informationen überhaupt zu verarbeiten. Und wenn dann in dieser Masse Falschmeldungen dabei sind, die man eigentlich recherchieren, vergleichen und nachverfolgen sollte, können sie als wahre Meldungen aufgefasst werden. Der Zeitaufwand im Umgang mit den Medien und die Informationsflut haben sich also definitiv erhöht.

    Was ist ihr letzter Rat an Leser im Umgang mit Fake News?

    Man kann es mit Humor nehmen, wie zum Beispiel die Satireseite „Der Postillion“ immer wieder zeigt. Abgesehen davon, sollte jeder sofort alles hinterfragen und nicht nur schnell klicken, sofort alles liken oder anhand der Überschrift kommentieren. Man sollte sich die Nachrichten genauer anschauen. Aber dabei immer eine Prise Humor behalten.


    Image „Browser“ by Pexels (CC0 Public Domain)

    Image by Doclights


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    • GESICHTSERKENNUNG heise: Face++: Das Gesicht als Universalschlüssel: Ein chinesisches Startup aus Peking hat ein Face-Scanning entwickelt. Demnach funktioniert Vieles in China jetzt nur noch via Gesichtserkennung. Ob der Zugang zum Bahnsteig, ins Büro oder aber zum Geld abheben, überall muss man nur sein Gesicht vor die Kamera halten. Das Unternehmen, das hinter diesem Konzept steckt wurde 2011 gegründet und heißt Megvii und scheint Erfolg zu haben, da sich das Gerücht, dass auch das neue iPhone 8 mit dieser Technik ausgestattet sein wird, hartnäckig hält. Können iPhone-Nutzer demnach ab jetzt ihren Bildschirm nur mit ihrem Gesicht entsperren? Es bleibt weiterhin spannend.

    • TWITTERgruenderszene: Ex-CIA-Agentin will Twitter kaufen und Trump verbannen: Er polarisiert und ist Meister des Twitters, Donald Trump. Wie man seine Tweets zukünftig stoppen könnte, möchte eine ehemalige CIA-Agentin zeigen. Sie will nämlich Twitter aufkaufen um somit Trumps Account schließen zu können. Die speziell dafür ins Leben gerufene Crowdfunding-Kampagne soll dies finanzieren. Sieben Tage wird sie noch genau laufen und als gewünschtes Ergebnis schließlich verhindern, dass weiterhin Journalisten beschimpft werden und sich der Konflikt mit Nordkorea weiterhin aufheizt.

    • GAMESCOM golem: Aufstand der Androiden: Für die Playstation 4 arbeitet das Entwicklerstudio Quantic Dream an dem Adventure-Thriller Detroid Become Human. Getestet wurden kleine Sequenzen bereits auf der Gamescom 2017. Unter anderem besteht das Spiel aus dem Android Markus, der wundersamerweise menschliche Gefühle entwickelt hat und von dem Wunsch nach Unabhängigkeit getrieben wird. Spannend ist, dass er außerdem die Fähigkeit besitzt diese Gefühle auch auf andere Androiden zu übertragen. Sein Gegner wird von dem wirklichen Androiden Connor gespielt, der Markus und seine Pläne unscharf machen soll. Durch die sehr emotionalen Bilder soll ein hautnahes und menschliches Spielgefühl entstehen. Wann genau das Spiel erhältlich sein wird, ist noch nicht genannt worden, dennoch ist sicher, dass es nicht nur allein für die Playstation 4 erscheinen wird.

    • DROHNEN wired: In Island startet der erste echte urbane Drohnenlieferdienst: In Island ist es jetzt soweit; der erste Drohnenlieferdienst startet. Vorerst dient diese Funktion Lieferdienst Restaurants und Geschäften bei Bestellungen. Aufgrund der Zeiteinsparung, die bei der Benutzung von Drohnen ermöglicht wird, erhoffen sich die Geschäftsführer eine Kosteneinsparung von 60 Prozent. Demnächst soll zudem auch nach Festlandeuropa und Südamerika expandiert werden, so das Unternehmen. In Gebieten wie Ruanda beispielsweise können mit den Drohnen bereits sogar Blutkonserven transportiert werden.

    • CHATBOT gruenderszene: Fünf Millionen Euro für Münchner Chatbot-Spezialist: WhatsBroadcast hilft Unternehmen besser mit ihren Kunden über Messenger zu kommunizieren, über 800 sind es seit der Gründung 2015 nach eigenen Angaben. Das Münchner Startup bekam jetzt wieder fünf Millionen Euro um seine Dienste weiterhin ausbauen zu können. Dass sich diese Investition lohnt, zeigen die derzeitigen Entwicklungen, denn WhatsApp, WeChat und Facebook Messenger ermöglichen den Unternehmen den direkten Kundenkontakt. Auch für Startups lohnt sich das Anbieten dieser Dienstleistung, da nach der Investmentmanagerin Tanja Emmerling vom HTGF der Messenger-Bereich in Zukunft ein Milliardenmarkt werden könnte.

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    • INFLUENCER horizont: Influencer Marketing wirkt nicht nur bei Teenies: Influencer, bei diesem Begriff denken viele an Youtube-Stars, die Teenager inspirieren und sie dazu veranlassen Produkte zu kaufen. Doch jetzt fand eine Studie von Goldmedia heraus, dass das nicht ganz stimmt. Zwar stimmt es schon, dass die Zielgruppe gerade die 14- 17-Jährigen sind, doch auch die Gruppe der 24-29-Jährigen geben nach dieser Studie an von Influencern inspiriert worden zu sein. Ein Potenzial, welches viele Unternehmen nicht so einfach abtun sollten, wie sich zeigt.

    • FIAT golem: Fiat Chrysler kooperiert mit BMW und Intel: Der Autohersteller Fiat Chrysler arbeitet ab jetzt mit Intel und BMW an selbstfahrenden Autos. Ein sportliches Unterfangen, denn bis Ende dieses Jahrs sollen schon 40 autonome Test-Fahrzeuge auf den Markt kommen, die Systeme dazu sollen dann 2021 folgen. Vorsicht ist jedoch geboten, denn bei dem Trend, der momentan beim autonomen Fahren ausgebrochen ist, wird es für viele Autohersteller schwierig werden marktspezifische Unterschiede anzubieten.

    • NOKIA heise: Nokia 8: Erstes Oberklasse-Smartphone von HMD Global :
      Endlich ist es soweit, das Nokia 8 ist das erste Oberklassen-Smartphone von Nokia unter HMD Global. Die Innovationen sind unter anderem die Hauptkamera auf der Rückseite und, wie in der Oberklasse inzwischen üblich, eine Doppel-Optik mit S/W-Kamera, die für Kontrast und Tiefenschärfe sorgen soll. Erhältlich ist das Modell in den Farben Silbergrau, Kupfer und zwei Blautönen, genauere Informationen zum neuen Modell, wie die Akkukapazität oder der USB-Anschluss, erfahrt ihr in diesem Artikel.

    • ISwired: Studie: So effektiv stört Twitter die Propaganda des IS: Laut einer Studie geht es dem IS nicht nur geographisch „an den Kragen“. Auch über die sozialen Netzwerke wird er weiterhin zurückgedrängt. Forscher bestätigten, dass 65% der IS-Propaganda-Accounts in nur 70 Tagen gelöscht werden konnten. Doch Vorsicht ist dennoch geboten, denn konzentriere man sich weiterhin nur einseitig auf diese Art von Accounts, würde die Aufmerksamkeit für jihadistischen Organisationen im Internet fehlen. Ein Spagat, den man in Zukunft versuchen wird zu bewältigen, damit pro-terroristische Accounts langfristig eingedämmt werden können.

    • t3n t3n: Flixbus gründet Flixtrain, Kerngeschäft soll Fernbus bleiben: Flixbus breitet sich jetzt auch auf den Schienen aus. André Schwämmlein, einer der Chefs des Unternehmens ist sich sicher, dass eine Vernetzung der öffentlichen Verkehrsmittel die Zukunft der Mobilität ist, auch in Deutschland, und somit eine Alternative zum eigenen Auto. Könnten sie somit eine zukünftige Konkurrenz für die deutsche Bahn sein? Das Unternehmen sei nach Angaben zumindest offen für verschiedene Möglichkeiten, dennoch bliebe der Fernbusbetrieb selbstverständlich das Kerngeschäft des Unternehmens. Wir werden sehen.

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    Der coole Kanal: Youtuber als Wahlhelfer

    YouTuber (adapted) (Image by StockSnap) (CC0 Public Domain) via Pixabay

    Bei der Bundestagswahl 2017 spielt YouTube als Plattform für die Kommunikation mit jüngeren Zielgruppen eine besondere Rolle. Auch Kanzlerin Merkel macht mit.

    Bereits bei der Wahl von Frank-Walter Steinmeier zum neuen Bundespräsidenten wurde die gestiegene Bedeutung von Youtubern für die Politik sichtbar. In die Bundesversammlung, die das deutsche Staatsoberhaupt wählt, entsenden die Landesparlamente neben Berufspolitikern gerne auch Prominente, die Mitglied einer Partei sind oder ihr nahe stehen. Nach Kulturschaffenden, Stars aus Film und Fernsehen sowie Sportlern hat sich 2017 eine neue Klientel für die Mitarbeit in diesem Verfassungsorgan qualifiziert. Dafür verantwortlich ist nicht nur die Piratenpartei, in deren Fraktion gleich zwei Youtuber mit politischem Profil vertreten waren: Rayk Anders und Tilo Jung. Auch Julien Bam, einer der populärsten deutschen Youtuber, war auf Betreiben der damaligen Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen zum Mitglied der Bundesversammlung gewählt worden. Wobei Hannelore Kraft (SPD) sich selbst schon an einem Video-Blog über ihre Arbeit als Regierungschefin versucht hat. Ihr Oeuvre ist aber nach der Löschung des Profils bei der Video-Plattform nicht mehr verfügbar.

    Die neuen Meinungsmacher

    Nachdem die Bundeskanzlerin 2015 unter dem Titel “#NetzFragtMerkel” LeFloid im Kanzleramt eine Audienz für ein halbstündiges Interview gewährt hat, wird es im Wahljahr nun eine Nummer größer. Angela Merkel (CDU) trifft am 16. August im YouTube Space Berlin in einem einstündigen Livestream nacheinander auf vier Fragesteller, die unterschiedliche Facetten repräsentieren. Mirko Drotschmann behandelt als MrWissen2go „Allgemeinwissen zu aktuellen und historischen Themen.

    Dazu gehört auch die aktuelle Bundestagswahl, zu der er bereits einige Erklär-Clips produziert hat. Lisa Sophie liefert in ihrem Kanal “ItsColeslaw” eher Persönliches aus der Perspektive einer jungen Frau. AlexiBexi präsentiert ein Potpourri vom Technik-Test bis zur Comedy. Und schließlich Ischtar Isik, die laut Pressemitteilungmit gerade einmal 21 Jahren eine der erfolgreichsten deutschen Social-Media-Expertinnen im Bereich Fashion, Beauty und Lifestyle” ist. Formuliert hat diese Einschätzung das Studio71, das das Event produziert und redaktionell betreut. Das Tochterunternehmen der ProSiebenSat.1 Media SE vermarktet zahlreiche Youtuber international insbesondere im Rahmen kommerzieller Kampagnen des Influencer-Marketings.

    Das gesamte Setting der Veranstaltung reflektiert einerseits die Kritik an der eher harmlosen Aufzeichnung von LeFloid und entspricht andererseits in etwa dem, was das Weiße Haus unter Obama etabliert hat. Beim US-Präsident war das Format allerdings klar als Regierungskommunikation im Anschluss an seine jährliche Rede zur Lage der Nation ausgerichtet. Hier wie da fungieren die Youtuber als Katalysatoren und Multiplikatoren, die sich im Vorfeld der Veranstaltung mit der durch die Abonnenten ihrer Kanäle konstituierten Community über relevante Themen austauschen und unter dem Hashtag #DeineWahl auch deren Fragen erheben.

    So sollen Zielgruppen erreicht werden, die nicht mehr dort anzutreffen sind, wo sie einst Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) vermutet hat, als er die Parole ausgab: „Zum Regieren brauche ich nur BILD, BamS und Glotze.“

    Nun hat allerdings gerade die heiße Phase des Wahlkampfs begonnen, und da würde ein Interview ausschließlich mit der Amtsinhaberin ihr doch Vorteile verschaffen. Sei es durch die exklusive Ansprache des Publikums der Youtuber oder dadurch, dass sie ihr Image damit aufpolieren kann, dass über das Event eben bei “BILD, BamS und Glotze” berichtet wird. Die Verantwortlichen scheinen sich dieser Problematik bewusst zu sein und stellen weitere Events dieser Art mit Politikern anderer Parteien in Aussicht.

    TV-Duelle und Wahlabend bei YouTube

    Unabhängig davon werden am 17. September rund 15 Youtuber in einem mehrstündigen „Community Live Stream“ mit ihren Fans zum Thema “Wahlen” in Dialog treten. Und auch die TV-Duelle am 4. und 5. September werden bei YouTube im Livestream zu sehen sein. Schließlich produziert Studio71 am Abend der Bundestagswahl für das öffentlich-rechtliche Online-Outlet funk.net unter dem Titel “Wahlgemeinschaft” eine mehrstündige Show: “Mehrere Moderatoren (…) führen durch den Abend und begrüßen prominente Youtuberinnen und Youtuber sowie aufstrebende Nachwuchs-Politikerinnen und -Politiker zum Talk. Das Format soll politische Inhalte für 14- bis 29-Jährige interessant aufbereiten, Informationen zum Wahlausgang vermitteln und natürlich unterhalten. Neben den Talks sind Auftritte von Musikerinnen und Musikern und spannende Live-Showelemente geplant.

    Challenge und Comedy als politische Bildung

    Auch die Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) bedient sich der Influencer und platziert eine zehnteilige ‚YouTube-Reihe zur Sensibilisierung für demokratische Wahl- und Entscheidungsprozesse‘: „Das Angebot ‚#erstewahl2017‚ richtet sich primär an Menschen, die zu ihrer Informations- und Meinungsbildung über gesellschaftliche und politische Zusammenhänge primär Ressourcen der Sozialen Netzwerk-Dienstleister und des Social Web nutzen.”. Dabei wird das Format der “Challenge” genutzt. In der Pilotfolge von Fitness-Vloggerin Sofia Martinez werden verschiedene Optionen vorgestellt. Die Zuschauer können abstimmen, welcher Herausforderung sie sich stellen muss. Es geht also um die Konsequenzen von Abstimmungen. Weitere Beiträge zu diesen und ähnlichen Aspekten des Wählens liefern Alycia Marie, Moritz Garth, Malternativ, Salomé Sylvana und Silvi Carlsson.

    Ab dem 11. September 2017 beschäftigt sich dann das Comedy-Duo Space Frogs in ihrer „Space Cabin“ im Auftrag der BpB mit unterschiedlichen Themen der Wahl. “In fünf Folgen, die täglich vom 11.-15. September 2017 auf ihrem YouTube-Kanal ‘Space Radio’ erscheinen, fragen sie etwa: Wie funktioniert die Bundestagswahl überhaupt? Welchen Stellenwert nehmen Bildung oder Digitalisierung in den Programmen der Parteien ein? Und welche Gestaltungsideen haben die Parteien für die Zukunft der Rente oder Europas?

    Abseits solcher koordinierten Aktivitäten wird Tilo Jung zur Bundestagswahl wieder mit exponierten Vertretern von Parteien in seinem bekannten “Jung & Naiv”-Format reden. Pointiert setzt er dabei einen Kontrapunkt zum Kanzlerinnen-Interview indem er mit dem Spitzenkandidaten der AfD, Alexander Gauland, gestartet ist. Und dem “Alex” fast zwei Stunden lang “naive” Fragen stellt.


    Image (adapted) „YouTube“ by StockSnap (CC0 Public Domain)


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    • TWITTER zeit: Twitter bleibt im Iran formell verboten: Was in unserem Alltag für den Großteil regulärer und selbstverständlicher Bestandteil ist, wird im Iran schon schwieriger. Dort sind soziale Medien verboten. So auch der Kurznachrichten-Dienst Twitter. Den Dienst und andere Netzwerke nutzen laut einer Studie mehr als die Hälfte aller Iraner, obwohl sie verboten sind. Selbst hochrangige Offizielle, wie Präsident Hassan Ruhani, nutzen den Dienst, verboten soll er aber trotzdem bleiben. Daran hält die Justiz weiterhint fest.

    • BUNDESTAGSWAHL welt: Google zeigt, was Deutsche zur Bundestagswahl suchen: Schulz oder Merkel – in etwas mehr als einem Monat müssen sich die wahlberechtigten vor den Wahlurnen genau dieser Frage stellen. Wie in so vielen Belangen informiert sich der digitale Wähler im Netz und über Suchmaschinen. Auf der Website 2q17 präsentiert Google jetzt sein neues Datenprojekt zur Bundestagswahl in Deutschland. Dort zeigt der Konzern, was die Deutschen zur Wahl im September interessiert und wonach sie suchen.

    • HACKER heise: Erpressung von HBO: Hacker veröffentlichen mehr Material: Bereits seit einigen Wochen darf sich einer der größten TV-Sender der USA, der Bezahlsender HBO, mit Hackern herumschlagen. Rund 1,5 Terabyte Daten wurden kopiert und so schaffte es auch die damals aktuelle Folge der Erfolgsserie „Game of Thrones“ noch vor dem offiziellen Start ins Netz. Die Hacker, die sich auch als „White Hat“ bezeichnen, drohten aktuell mit der Veröffnetlichung weiteren Materials. Dieses Mal soll sich aber kein Material der beliebten HBO-Serie „Game of Thrones“ unter den Veröffentlichungen befinden. Sie hatten eine unbekannte Summe in Bitcoins verlangt, die innerhalb einiger Tage gezahlt werden sollte. 

    • E-COMMERCE t3n: Lieferservice: Discounter Aldi greift Amazon Fresh auf US-Markt an: Amazon ist nicht immer der erste Konzern, der bestimmte Dienste anbietet, aber mausert sich oft zum Platzhirsch. So scheint dies auch der Fall beim Konzept Amazon Fresh, einem Lieferservice, der frische Lebensmittel bringt. In Deutschland verzichtet Aldi bisher auf einen Bringdienst für Lebensmittel. In den USA startet der deutsche Discounter dagegen einen solchen Lieferservice und macht Amazon Fresh damit ganz klar Konkurrenz.

    • APPLE golem: Telekom bietet iPhone-8-Reservierung an: Alle Jahre wieder scharen sich die Apple-Jünger im September um die App-Stores, in der Hoffnung eines der heiß ersehnten Smartphones zu ergattern. Traditionsgemäß werden dann die neuen Modelle vorgestellt. Die Telekom verspricht, Kunden per SMS oder E-Mail zu informieren, wenn die Geräte angekündigt wurden. Wer dann bestellt und das elektronische Ticket vorzeigt, soll das gewünschte Gerät früher bekommen als andere Kunden. 

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    • #DEINEWAHL spiegel: Vier YouTuber befragen die Kanzlerin: Im September ist in Deutschland wieder Bundestagswahl und alle Parteien sind im Wahlkampf. Wie wichtig Influencer, besonders auf die junge Erstwähler sind, weiß auch Kanzlerin Angela Merkel und stellt sich erneut den Fragen von mehreren Webstars im Interview. Bereits vor zwei Jahren gab es ein großes Interview mit YouTuber „LeFloid“, das einige Kontroversen aufwarf. Dieses Mal sind vier Webstars aus verschiedenen Bereichen vertreten. Das Interview wird per Livestream übertragen, Zuschauer können im Voraus Fragen unter dem #DeineWahl einreichen – und werden dem Kanzleramt vorab nicht zur Freigabe zur Verfügung gestellt.

    • HEYTWITTER t3n: Shahak Shapira: „Wenn es witzig ist, feiere ich das ja auch, so ist es ja nicht“: Der deutsch-israelische Satiriker Shahak Shapira hat Twitter über 300 Hasskommentare gemeldet, das Unternehmen reagierte nur auf einen Bruchteil davon. Der Satiriker kritisierte dieses Verhalten und sprühte kurzerhand die Hasskommentare vor die Twitterzentrale in Hamburg, damit das Unternehmen sie nicht mehr ignorieren kann. In der Bevölkerung sind die Meinungen zwiegespalten. Die einen nennen die Aktion Volksverhätzung, da einige antisemitische und rassistische Beiträge so in der Öffentlichkeit zu lesen waren, andere unterstützen die Aktion. Twitter hat noch nicht reagiert.

    • ÜBERWACHUNG netzpolitik: Berliner Polizei hat letztes Jahr zwei Telefongespräche pro Minute abgehört: Aus dem Aktuellen Bericht der Berliner Polizei geht vor, dass letztes Jahr über eine Millionen Telefonate abgehört wurden. Der häufigste Grund sind Drogen oder ein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz. Neben der Abhörung von Telefonaten hat sich auch die Überwachung von Internet-Anschlüssen verdoppelt. Diese Zahlen gehen aus dem aktuellen Jahresbericht hervor. Netzpolitik.org hat die Zahlen aus dem Bericht gesammelt und Visualisiert.

    • ALGORITHMEN wired: Google’s New Algorithm Perfects Photos Before You Even Take Them: Google Forscher haben kürzlich einen neuen Alortihmus vorgestellt, der Bilder in kürzester Zeit optimieren kann, wie ein professionelles Bildbearbeitungsprogramm. Das Programm erkennt alle Teile des Bildes die Verbesserungsmöglichkeiten bieten und kann sie innerhalb von 20 Millisekunden ändern. Diese Schnelligkeit ermöglicht, dass dem Nutzer das schon bearbeitete Bild im Bildsucher angezeigt werden kann, bevor das Foto überhaupt gemacht wurde. Die Software ist außerdem so gestaltet, dass sie sogar auf Smartphones eingearbeitet werden kann.

    • ANDROID O heise: Android O: Diese Geräte bekommen ein Update: Bisher haben nur wenige Hersteller sich dazu geäußert, ob ihre Geräte ein Systemupdate zu Android O erhalten werden. Gerüchten zufolge soll das Update bald veröffentlicht werden. Bekannt sind unter anderem die Flagschiff-Smartphones von Samsung und LG. Neuster Zugang sei das neue Sony Xperia. Jedoch müssen sich viele Android Nutzer selbst nach Release des Neuen Systems gedulden, da zum Zeitpunkt der Sourcecode von Google noch nicht freigegeben ist. Für viele Herrsteller muss die Oberfläche noch auf ihr Gerät angepasst werden.

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    Warum Google+ in den USA das meistgeliebte Netzwerk ist

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    Soziale Netzwerke bestimmen unseren Alltag. Facebook ist hierzulande die meist genutzte Plattform, Twitter und Google+ sind nur für Geeks gelungene Alternativen. Auch in den Vereinigten Staaten lässt sich ein ähnliches Bild erkennen. Doch die Anzahl der Nutzer muss kein Indiz für dessen Qualität sein. In einer Kundenzufriedenheitsstudie, dem American Satisfaction Index, belegte das Nischennetzwerk Google+ den ersten Platz. Doch warum ist das so? Ich habe mich auf Spurensuche begeben.

    Google+ punktet durch Übersichtlichkeit

    Trotz des kleinen Kundenstamms zeigen sich die Nutzer engagiert und sehr zufrieden. Grund dafür ist das etwas andere Konzept als beim Primus Facebook. Zwar gibt es auch eine Art Freundesfeed, allerdings steht der mit seinen romantischen Pärchen- und fernwehauslösenden Urlaubsfotos nicht im Vordergrund. Zentrales Bestandteil des Netzwerkes sind vielmehr sogenannte Circles und themenspezifische Communities. Durch letztere ist ein unkomplizierter Austausch mit Gleichgesinnten möglich. Jeder Nutzer kann Communities erstellen und Kontakte einladen. Wer allzu private Dinge besprechen will, kann die Gruppen privat setzen. Andererseits ist als Nutzer das Beitreten in öffentlichen Communities ohne Probleme möglich.

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    Die Android-App von Google+ gibt sich schlicht und aufgeräumt. Screenshots by Jonas Haller

    Für jeden Themenbereich existieren diese Gruppen. Besonders hoch im Kurs sind selbstverständlich Technologie-Themen und natürlich Android. Aber auch für Foto-Fans finden sich qualitativ hochwertige Gruppen. Ich persönlich kann im Smartphone-Bereich die Communities „Android“ (englischsprachig) und „Android Geräte“ (deutschsprachig) empfehlen. Der wohl größte Pluspunkt gegenüber den einschlägigen Facebook-Gruppen: Die Communities sind (nahezu) frei von Spam-Beiträgen und ungewollter Werbung. Je nach Interessen werden zudem passende Gruppen vorgeschlagen und angezeigt. Ein relativ neues Feature sind die „Sammlungen“. Damit können Nutzer themenspezifische Inhalte verbreiten. Man muss also nicht einer Person folgen. Vielmehr genügt es, der angelegten Sammlung zu folgen. Dank der nahtlosen Verbindung mit anderen Google-Diensten stieg die Bewertung des Netzwerks von 73 auf 81 von 100 möglichen Punkten.

    Pinterest und Instagram folgen, Facebook und Twitter abgeschlagen

    Auch der zweite Platz der US-amerikanischen Kundenzufriedenheitsstudie überrascht. Das kreative Netzwerk Pinterest erreicht eine Bewertung von 78 Punkten und kann aufgrund verbesserter Servertechnik und damit einhergehender Performance und verbesserter Suchfunktionen überzeugen. Dahinter folgt der Foto-Dienst Instagram, der einen Punkt im Vergleich zum Vorjahr zulegen konnte und nunmehr eine Bewertung von 75 Punkten erreicht. Grund dafür sind Funktionserweiterungen wie das von Snapchat bekannte Story-Feature. Nutzer loben zudem die hohe Interaktionsrate.

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    Mit Google+ und Pinterest befinden sich Nischennetzwerke an der Spitze der Kundenzufriedenheitsskala. Table by ACSI

    Mit einer Steigerung um fünf Punkte ist Twitter ein weiterer Gewinner der Studie und zieht damit am Primus Facebook vorbei. Dafür sorgte nicht zuletzt der Twitter-Hype um Donald Trump, der Nutzer zum Kurznachrichtendienst zog. Anwender wollen zudem Echtzeitnachrichten und keine gefilterten Timelines wie bei Facebook, das bei lediglich 68 Punkten verharrt.

    Fazit: Schwarmintelligenz liegt nicht immer richtig

    Die sozialen Netzwerke leben von ihren Mitgliedern. Ohne Nutzer wird eine Plattform nicht populär – so gut sie auch sein mag. Das wird aktuell immer stärker deutlich. Das Google-Netzwerk überzeugt durch clevere Features und ein aufgeräumtes Design. Werbung sucht man vergebens. Und trotzdem hat es keine Chance gegen das mächtige Zuckerberg-Imperium Facebook, welches stetig Nutzer gewinnt. Schritte, um das Netzwerk profitabler zu machen und ein schlechtes Management gegen sogenannte Hatespeech quittieren die Anwender mit nur noch durchschnittlichen Bewertungen. Die Verantwortlichen sollten sich in diesen turbulenten Zeiten genau überlegen, welche Funktionen hohe Priorität genießen und welche Ressourcen für welchen Bereich eingesetzt werden sollten.

    Dieser Artikel erschien zuerst auf Androidpiloten


    Teaser and Screenshots by Jonas Haller, Table by ACSI


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    Emojis: Nutzer sollten mehr Mitspracherecht bei der Erstellung haben

    Emoji Maske (Image (adapted) by aaandrea [CC0 Public Domain], via Pixabay)

    Emojis sind derzeit hoch im Kurs. So feierten Netzenthusiasten vor ein paar Tagen war Welt-Emoji-Tag, und passend dazu wird Anfang August ein Kinofilm über Emojis erscheinen. Das Wort des Jahres 2015 war laut Oxford English Dictionary auch ein Emoji, nämlich das Gesicht mit den Freudentränen.

    Aber woher kommen Emojis? Sie sind im Unicode-Standard enthalten, dem internationalen Standard für digitale Schriftarten. Der Unicode–Standard bietet ein Zeichen unabhängig von der Plattform oder dem Betriebssystem an. Er stellt geräteunabhängig Symbole auf allen Plattformen dar. Der Begriff Emoji wurde im Laufe der Zeit erweitert und bezieht sich auf ein beliebiges digitales Piktogramm.

    Wie wird ein Emoji in den Unicode-Standard aufgenommen? Im ersten Schritt wird eine formale Vorlage angelegt. Hier wird ein Dokument erstellt, das festlegt, auf Grund welcher Auswahlkriterien das Emoji enthalten sein soll. Ein Unicode-Komitee, deren Mitglieder verschiedene große Technologie-Unternehmen vertreten, überprüft diesen Vorschlag anhand der Auswahlkriterien. Ist der Vorschlag einmal geprüft, wird er entweder abgelehnt, an die Autoren mit einer Rückmeldung zurückgegeben oder auf die nächste Stufe gehoben.

    Einmal im Jahr wird entschieden, welche Kandidaten für Emojis Teil des nächsten Unicode-Standards werden. Danach hat jedes Unternehmen, das Emojis auf seinen Geräten anzeigt, die Möglichkeit, eine eigene Emoji-Version zu erstellen, das vom Unicode ausgelesen wird. Aus diesem Grund kann ein Emoji auf den verschiedenen Plattformen etwas unterschiedlich aussehen.

    Es mag überraschen, dass ein solch bürokratischer Prozess hinter derart bunten und verspielten Symbolen steckt. Doch hier gibt es auch Probleme. Zunächst wird durch den Unicode vorgegeben, welche Emojis verfügbar sind und wie diese aussehen. Dementsprechend ist auch die Bedeutung vorgegeben, die mit dem Emoji kommuniziert werden soll. Wenn es um Sprache geht, hat jeder die Möglichkeit, ein neues Wort zu schaffen. Dies geschieht, indem Sprachklänge kombiniert werden. Hier kann jeder entscheiden, wie ein Wort geschrieben wird, indem Buchstaben zusammengelegt werden. Ob daraus ein neues Wort wird, hängt davon ab, wie oft das Wort genutzt wird und wie weit es sich verbreitet.

    Im digitalen Bereich kann jeder ein Emoticon erschaffen. Es müssen nur Elemente der Interpunktion wie Zahlen und Buchstaben zusammengelegt werden. Emojis dagegen sind Einheiten, die von Nutzern weder manipuliert noch bearbeitet werden können. Auch wenn also Emojis in ihrer Verwendung einer Sprache ähnlich sind, kann man die Kreation eines Emoji nach dem Vorbild des orwellianischen Neusprech vergleichen. Die Erschaffung wird von einigen Wenigen kontrolliert. Zweitens ist es beinahe ironisch, wie Unicode die Emojis für die Freigabe auswählt. Die Emoji- Vorschläge werden anhand einer Reihe von Auswahlkriterien beurteilt. Diese sind wie folgt:

    • Häufigkeit der Nutzung: Je höher die Wahrscheinlichkeit ist, dass ein Emoji verwendet wird, umso wahrscheinlicher ist, dass es freigegeben wird.
    • Mehrere Verwendungen: Je mehr Bedeutungen mit einem Emoji kommuniziert werden können, umso wahrscheinlicher ist, dass es freigegeben wird.
    • Häufig angefragt: Viele Leute fordern derzeit oder haben gefordert, dass das Emoji zur Verfügung steht.

    Doch es ist auch wichtig, ein mögliches neues Emoji nach diesen Auswahlkriterien zu testen. Man muss nur sein Umfeld zur Nutzung befragen und auf ihre Meinung achtgeben.

    Auf die Nutzer von Emojis hören

    Emoji-Nutzer haben ihre Frustration geäußert, dass sie nicht in den Design- und Auswahl-Prozess einbezogen werden. Vor einiger Zeit äußerte man sich bei Apple mit einem gewissen Unmut, als der „Pistolen“-Emoji geändert wurde. Dieser sollte mehr wie eine Wasserpistole aussehen. Ein weiteres Mal gab es einen Aufruhr, als Entwürfe zur Änderung des Pfirsich Emojis bekannt wurden. Er sollte ein bisschen weniger wie ein Hintern aussehen – ein Grund dafür war, dass der Emoji vergleichsweise selten in seiner ursprünglichen Bedeutung genutzt wurde.

    Dazu kommt, dass einige Themen nicht mithilfe von Emojis diskutiert werden können – es gibt schlicht und einfach keine passenden Emojis. Dies betrifft vor allem Themen, die für die Nutzer (hauptsächlich Jugendliche und junge Menschen) tabu oder weniger wichtig sindn. Es gab beispielsweise Kampagnen von Firmen wie BodyForm und Plan International, die durchsetzen wollten, dass ein „Menstruations-Emoji“ eingeführt werden soll.

    Das Hauptproblem ist jedoch, dass Emojis viele gesellschaftliche Vorurteile widerspiegeln und repräsentieren. Inzwischen wurde zumindest bei den menschlichen Emojis angepasst, dass man zwischen verschiedenen Hauttönen und einem Mann oder einer Frau wählen konnte. Vielleicht wird schon bald jeder Emoji auch in einer Version mit roten Haaren ausgegeben – jedenfalls, wenn die dazugehörige Petition mehr als 21.000 Unterschriften zusammenbekommt, die an Unicode geschickt wurden.

    Wie ist es nun also möglich, den Massen ein Mitspracherecht bei der Gestaltung von Emojis zu erteilen? Wie können wir dafür sorgen, dass mehr Menschen und ihre Belange wahrgenommen werden? Wir haben einen Lösungsvorschlag. Eine Plattform, auf der jeder die Möglichkeit hat, einen Emoji vorzuschlagen und zu beschreiben, wie dieser genutzt werden kann und warum dieses Emoji wichtig ist. Der Vorschlag kann dann von anderen Nutzern unterstützt werden.

    Wir haben dieses System EmojiDesignOnline genannt und werden dem Unicode-Konsortikum in einem Jahr den Emoji vorschlagen, der die meiste Unterstützung erhalten hat. Also, das nächste Mal, wenn du denkst „Warum gibt es kein Emoji für…?“, dann lass es uns wissen.

    Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


    Image (adapted) „Emoji Maske“ by aaandrea (CC0 Public Domain)


    The Conversation

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    #G20-Proteste: Die Bilder erschrecken jeden – auch mich!

    Hamburg, 7.7.17 X (adapted) (Image by Robert Anders) (CC BY 2.0) via flickr

    Die Nachrichten zu den Ausschreitungen beim G20-Gipfel gehen gerade durch alle Medien, auch bei Twitter gab es hitzige Diskussionen. Auch die Netzpiloten-Zentrale befindet sich mitten im Hamburger Schanzenviertel. An dieser Stelle erzählt unsere Redaktionspraktikantin, wie sie die vergangenen Tage vor Ort und in den sozialen Netzwerken erlebt hat.


    Zum ersten Mal seit einer Woche kann ich wieder mit offenem Fenster schlafen. Keine Helikopter-Rotoren oder laute Polizeisirenen sind mehr zu hören. Es ist wieder ein bisschen Normalität eingekehrt. Von Seiten der Politik wurde der G20-Gipfel in Hamburg vorher noch mit großen Worten angekündigt, als Fest der Demokratie. „Wir richten ja auch jährlich den Hafengeburtstag aus“, sagte Olaf Scholz, erster Bürgermeister der Hansestadt, fast schon euphorisch. „Es wird Leute geben, die sich am 9. Juli wundern werden, dass der Gipfel schon vorbei ist.“ Nun, wenn der nächste Hafengeburtstag so aussieht, möchte ich lieber nicht hingehen.

    Die Erwartung, dass alles ruhig bleibt, wäre absolut naiv gewesen

    Leere Kreuzung (Image by Melina Mork)
    Leere Hamburger Kreuzung am Holstenwall

    Die Stadt war in einem Ausnahmezustand, das war von vorn herein klar. Als Journalistik-Studentin hat bei mir hier allerdings die Neugier überwogen, wie eine politische Großveranstaltung in Hamburg ablaufen wird. Deswegen bin ich nicht, wie viele meiner Kommilitonen und Kollegen, in den Urlaub gefahren, sondern hier geblieben. Weit genug von der Sicherheitszone entfernt war ich mir sicher, dass der gewaltsame Teil des Gipfels an mir vorbeiziehen würde.

    Das war wohl naiv. Die Einschränkungen begannen nicht am ersten Gipfeltag, sondern lange bevor überhaupt ein Staatsgast gelandet war. Busse und Bahnen fuhren nicht mehr, die Straßen gespenstisch leer, die Parkplätze nur belegt von Mannschaftswagen der Polizei. Anspannung lag über der Stadt wie die Ruhe vor dem Sturm.

    Lieber Tanz Ich als G20 (Image by Sophia Herzog)
    Farbrauchpatronen auf der Nachttanzdemo „Lieber Tanz‘ Ich als G20“ – Image by Sophia Herzog

    Die ersten angemeldeten Demonstrationsaktionen beginnen schon am Dienstag und werden mit Wasserwerfern beendet. Ab hier fängt bei mir das Bauchgrummeln an. Am Mittwoch will ich mir selbst ein Bild von den Demonstrationen machen: Nachttanzdemo mit dem Motto „Lieber tanz‘ ich als G20 “. Es bleibt friedlich. Außer ein paar Farbrauchpatronen und Konfettikanonen wird nichts abgefeuert, und in mir steigt die Hoffnung, dass demonstrieren nicht sofort eskalieren muss.

    Am Donnerstag hat unser Chef beschlossen, das Netzpiloten-Büro in der Schanze frühzeitig zu schließen, denn ab 16 Uhr gilt in Hamburg das Motto „Welcome to Hell“. Auch der militante „Schwarze Block“ hat sich angemeldet und bringt dem Wortwitz zur Demo vom Vortag entsprechend einen aufblasbaren schwarzen Block mit der Aufschrift „lieber militanz‘ ich als G20 “ mit.

    Die Polizei schreitet frühzeitig ein und ab hier beginnt das Chaos, das von da an alle Medien überflutet. Die ersten brennenden Mülltonnen, Straßenschlachten mit Wasserwerfern, Eskalation. Wahrscheinlich hat so mancher schon damit gerechnet, aber die Bilder schocken trotzdem.

    Panik in den Sozialen Medien

    Am Freitagmorgen hatte ich das erste Mal Angst. Nachdem ich nur mit Ausweiskontrolle und strikten Anweisungen der Polizeibeamten zur Arbeit gehen konnte, tauchen weitere Bilder und Berichte auf. Diesmal brennen statt Mülltonnen Autos und Straßenbarrikaden, während vermummte Menschen ganz bewusst Scheiben von Geschäften einschlagen. Das hat nichts mehr mit politischem Protest zu tun.

    Zu diesem Zeitpunkt mache ich Twitter für meine wachsende Angst verantwortlich. Die Videos und Bilder der Zerstörung verstärken den Eindruck, dass die ganze Stadt in Flammen steht und dass die Störer jede Minute auch bei mir vor der Tür stehen könnten. Dabei sehe ich auf meinem Fußweg nach Hause die Bewohner der Umgebung entspannt in den Cafés ihren Kaffee trinken und Kinder auf den Straßen spielen. Aber all das kann mir meine Angst nicht nehmen. Ich checke alle paar Sekunden die Sozialen Medien. Kaum zu Hause, mache ich den Livestream an und hoffe, dass nicht noch eine Schreckensmeldung auftaucht. Das politische Geschehen ist für mich ab diesem Zeitpunkt in den Hintergrund gerückt.

    Am Abend sollten Freunde zu Besuch kommen, um Geburtstag zu feiern. Im Nachhinein scheint es auch eine naive Idee, da bis zur letzten Minute unklar war, ob es überhaupt alle durch die Polizeisperren schaffen. Selbst als alle angekommen sind, sind die neuesten Twitter- und Liveticker-Meldungen das vorherrschende Gesprächsthema. Es werden hitzige Diskussionen geführt, ob die Polizei richtig gehandelt hat. Die Scheinwerfer der Helikopter über der Schanze ziehen immer wieder unsere Aufmerksamkeit auf sich. Irgendwann bin ich froh, als mein Smartphone keinen Akku mehr hat und ich die Meldungen nicht mehr aktualisieren kann.

    „Und, warum demonstrierst du?“

    Einen Tag noch, denke ich mir, als ich Samstag wieder durch das Dröhnen der Helikopter aufwache. Ich meide Twitter, Facebook und die Nachrichten, damit ich Zeit habe, wach zu werden. Meine Freunde wollen auf die Großdemonstration gehen – „Grenzenlose Solidarität statt G20 “. Nach den Bildern der letzten Nacht war mir doch mulmig zumute. Aber von ein paar Randalierern sollte man sich das Recht auf demokratischen Protest nicht nehmen lassen.

    Auf dem Weg zur Demo fragen mich zwei junge Besucher aus Münster, wo es zur Demo geht. Im Zweifelsfall immer dem Bass und den Menschenmengen nach. Wir gehen das letze Stück zur Demo gemeinsam. Irgendwann fragt mich einer der beiden: „Und, warum demonstrierst du?“ und bringt mich zum Nachdenken, was mich die letzten Tage beschäftigt hat.

    Wahrscheinlich will ich mit meiner Anwesenheit ein Zeichen setzen, dass Protest auch friedlich geht. Der Großteil lässt sich von schlechten Nachrichten nicht unterkriegen. Mit mir zusammen waren offiziell insgesamt 76.000 Menschen unterwegs – die größte Demo in Hamburg seit den 80er Jahren. Die Moderatorin der Abschlusskundgebung feiert zu Recht das friedliche Gelingen des Protests: „76.000 Menschen, das ist 76.000 Mal Hoffnung.“ 76.000 Mal Hoffnung, dass der Gipfel nicht nur durch die Krawalle in Erinnerung bleibt.

    Am 9. Juli wache ich zum ersten Mal ohne Helikopterdröhnen auf. Der Blick vom Balkon zeigt Leute, die ihrem ganz normalen Alltag nachgehen, als wäre nichts gewesen. Und ich spüre nichts als Erleichterung, dass der Gipfel endlich vorbei ist.


    Header Image „Hamburg, 7.7.2017 X“ by Robert Anders (CC By 2.0)

    Image „Lieber Tanz ich als G20“ by Sophia Herzog

    Image by Melina Mork


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    Chelsea Manning: Niemand hat mich zu Leaks angestiftet

    Chelsea E. Manning auf Instagram (adapted) (image by xychelsea87 [CC BY-SA!] via instagram)

    Chelsea Manning, Whistleblowerin und WikiLeaks-Informantin, hat erstmals nach ihrer Entlassung aus dem US-Militärgefängnis am 17. Mai ein ausführliches Interview gegeben. Darin betonte sie, dass das WikiLeaks-Team sie keineswegs aufgefordert habe, geheime Dokumente weiterzugeben. Dies habe sie vielmehr aus eigenem Antrieb getan. Anders lautende Gerüchte, die immer wieder aufgebracht und auch von der US-Regierung zitiert wurden, sind somit wahrscheinlich ein Versuch, WikiLeaks zu diskreditieren und seinen Status als journalistische Publikation in Zweifel zu ziehen.

    Erstes Interview seit der Haftentlassung

    Manning gab dem US-TV-Sender ABC ein Interview, das aufgezeichnet und am Freitag, den 9. Juni, im Rahmen der Sendung „Good Morning America“ ausgestrahlt wurde. Es handelt sich um ihr erstes großes Interview seit ihrer Entlassung aus der Haft am 17. Mai. Zuvor hatte die Whistleblowerin allerdings bereits per Twitter und Instagram der Öffentlichkeit einige Einblicke in ihr Leben in Freiheit gegeben.

    „Niemand hat mich aufgefordert“

    In politischer Hinsicht besonders wichtig und interessant ist Mannings Aussage, dass sie die Geheimdokumente, unter anderem das als ‚Collateral Murder‘ bekannt gewordene Video eines US-Helikopterangriffs, bei dem mehrere Zivilisten zu Schaden kamen, Dokumente über die US-Militäreinsätze im Irak und in Afghanistan sowie eine Vielzahl diplomatischer Telegramme der USA aus mehreren Jahrzehnten, nicht auf Aufforderung des WikiLeaks-Teams weitergegeben habe. „Alles, was ich getan habe, das bin ich. Es gibt niemand anderen. Niemand hat mich aufgefordert, das zu tun. Niemand hat mich angewiesen, das zu tun. Das bin ich. Es ist meine Verantwortung,“ erklärte die 29-jährige Ex-Militäranalystin.

    Eine perfide Kampagne der US-Regierung

    Die US-Regierung unter Donald Trump hatte WikiLeaks, insbesondere dessen Chefredakteur Julian Assange, zuvor vorgeworfen, die später veröffentlichten Geheimdokumente von Manning aktiv angefordert zu haben. WikiLeaks habe „Chelsea Manning bei ihrem Diebstahl spezifischer Geheiminformationen angeleitet“, erklärte CIA-Direktor Mike Pompeo im April. Über WikiLeaks sagte Pompeo: „Das sind Leute, die aktiv Agenten rekrutieren, um amerikanische Geheimnisse zu stehlen, mit dem einzigen Ziel, die amerikanische Lebensweise zu zerstören.“

    Abgesehen von der konservativen bis nationalistischen Rhetorik – leider Standard bei der aktuellen US-Regierung – ist diese Behauptung auch faktisch falsch. Das haben Mannings Aussagen im ABC-Interview noch einmal bestätigt. Manning handelte auf eigene Faust und – wie sie immer wieder betont hat – aus idealistischen Motiven heraus. Die Behauptung, WikiLeaks habe sie angestiftet oder angeworben, ist schlichtweg ein Versuch, WikiLeaks zu kriminalisieren und eine Strafverfolgung seiner Aktivistinnen und Aktivisten zu ermöglichen. Obwohl Donald Trump WikiLeaks vor der Wahl sogar ausdrücklich lobte, ist es seit seinem Amtsantritt ein erklärtes Ziel seiner Regierung, WikiLeaks strafrechtlich zur Rechenschaft zu ziehen. Das ist der Hintergrund der wiederholten Versuche, WikiLeaks die Legitimität als journalistische Publikation abzusprechen.

    Verlogen und undemokratisch

    Mannings Aussagen haben noch einmal bewiesen, was von der aktuellen Kampagne der US-Regierung zu halten ist: Es handelt sich schlichtweg um eine ebenso verlogene wie undemokratische Taktik, die einer Strafverfolgung von WikiLeaks den Weg bereiten soll. Ein derartiges Vorgehen gegen Vertreter der investigativen Presse ist ein weiteres Indiz dafür, wie verlogen, undemokratisch und autoritär die Trump-Regierung ist.


    Image (adapted) „Chelsea-E.-Manning-auf-Instagram“ by xychelsea87 (CC BY-SA)


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    FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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    • ZENSUR golem: Netzwerkdurchsetzungsgesetz verstößt gegen Menschenrechte: Der erste Entwurf für ein Netzwerkdurchsuchungsgesetz stößt auf harte Kritik. Nach diesem sollen Unternehmen wie Facebook und Twitter rechtswidrige Inhalte sofort löschen lassen, ansonsten drohe ihnen eine Geldstrafe von bis zu 50 Millionen Euro. Der Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen David A. Kaye hält diesen Entwurf für unzulässig und sieht das Recht auf Meinungsfreiheit gefährdet. Zudem sei die Zensur der Netzwerke den Betreibern allein überlassen, diese solle jedoch nach Kaye mithilfe einer unabhängigen Organisation durchgeführt werden.

    • DASHBOARD Die Self-Publisher-Bibel: Mehr Übersicht: neues Dashboard bei Amazon KDP: Ein neues Dashboard bei Amazon KPD bringt auch ein neues Design der Diagramme mit sich. Statt Linien gibt es jetzt Balken, was nicht jedem ein positives Feedback entlockt. Deutliche Verbesserung gibt es jetzt vor allem bei den Berichten. Diese seien deutlich flexibler und aussagekräftiger als zuvor. Der „Aktualisieren“-Button fehlt zwar, dennoch scheint es alles in Allem viele neue Möglichkeiten zu bieten.

    • ZWANG t3n: Merkel über Roboter-Autos: Selbstfahren 2037 nur noch mit Sondererlaubnis?: Es ist zwar noch etwas Zukunftsmusik, wird jedoch von Zeit zu Zeit immer realistischer. Autonom fahrende Autos sollen auch weiterhin unterstützt werden. Frau Merkel möchte sogar dafür sorgen, dass die Menschen in 20 Jahren nur noch mit Sondererlaubnis selbstständig fahren dürfen. Begründen tut sie ihre Aussage mit dem Argument, dass wir selbst das größte Risiko im Straßenverkehr darstellen. Doch trotz Unterstützung der Bundeskanzlerin sind nach einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung zwei Drittel der Befragten misstrauisch gegenüber dieser technischen Neuerung.

    • GESICHTSERKENNUNG sz: Aktivisten wollen Real und Post wegen Gesichtserkennung anzeigen: Die Aktivisten vom Verein Digitalcourage drohen mit einer Strafanzeige gegen Unternehmen wie die Supermarktkette Real oder die Deutsche Post. Beide nutzen die Videoüberwachung für personalisierte Werbung. Statt Diebe zu fassen, werden die Kameras in ihrer eigentlichen Funktion zweckentfremdet und dafür verwendet Profile der Kunden zu erstellen. Die Post wehrt sich gegen diesen Angriff und stellt klar, dass ihre Technologien datenschutzrechtlich geprüft und einwandfrei sind. Real wird erst bei Erhalt der Anzeige auf die Vorwürfe eingehen, teilte der Pressesprecher mit.

    • KI t3n: Führt die KI-Explosion in den Roboter-Kommunismus?: Wann er kommen wird, darin sind sich die Forscher verschiedener Länder noch uneins, doch dass er kommen wird, darin sind sie sich einig. Der Zeitpunkt an dem die KI den Menschen in Allem übertrumpft, ihn womöglich sogar ersetzt. Vorerst werden technische Neuerungen den Arbeitsmarkt von unten nach und nach ersetzen. Diese Entwicklung war schon zu Beginn der 70er Jahre zu verfolgen, ein Trend der nicht abzuflauen droht. Die große Frage der Zukunft wird also sein, welche Funktion und welchen Sinn der Mensch noch hat, umgeben von konkurrenzlosen Mitbewerbern der Künstlichen Intelligenz.

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