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  • SPACEX golem: SpaceX startet geheimen Militärsatelliten: Am gestrigen Montag fand der erste Start einer Falcon-9-Rakete unter erheblichen Geheimhaltungsmaßnahmen statt. Die Falcon 9 ist der erste Satellit, der dem amerikanischen Militär durch das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX – einem weiteren Standbein von Unternehmer Elon Musk – vorgestellt wurde. In welchen Orbit die Rakete fliegen soll ist nicht bekannt gegeben worden, soll aber schon bald durch Amateure aufgespürt werden können.

  • SNAPCHAT horizont: Snapchat feiert erste deutsche “Our Story” zum Maifeiertag: Erst kürzlich gab das Unternehmen Snap – Mutterkonzern der Messaging-App Snapchat – Partnerschaften mit großen deutschen Medienkonzernen bekannt – Bild, Vice, Sky Sport und Spiegel Online. Das Unternehmen weitet sich auf dem deutschen Markt zusätzlich aus und hat seit gestern auch das „Our Story“-Feature in Deutschland verfügbar gemacht. In der „Discover“-Rubrik von Snapchat werden dabei Inhalte von welweiten Nutzern kuratiert und als orts- und themenbezogene Story zusammengeführt, beispielsweise zu besonderen Aktionstagen oder Festivals.

  • WIKIPEDIA heise: Türkei blockiert Wikipedia und verbietet Datingshows: In der Türkei ist das Online-Lexikon Wikipedia nicht mehr erreichbar, seit Samstagmorgen ist die Seite blockiert. Laut Berichten sollen die Webseiten-Betreiber nicht auf Forderungen der türkischen Regierung reagiert haben. Die Seite solle laut des türkischen Kommunikationsministeriums Texte zur Verfügung gestellt haben, die Terror propagieren und die Türkei mit Terroristen gleichstellen sollen. Nachdem Forderungen zur Entfernung nicht beachtet wurden, wurde die Seite gesperrt.

  • US-REGIERUNG recode: President Trump is launching a new tech group to ‘transform and modernize’ the U.S. government: US-Präsident Donald Trump will mit Hilfe des Silicon Valley die US-Regierung modernisieren. Trump nutzt seien Verbindungen und will mit dem „American Technology Council“ und Silicon-Valley-Unternehmen wie Apple, Facebook und Google Innovation in die Bürokratie bringen. Im Juni lädt Trump außerdem wieder zu einem Gipfeltreffen. Washingtons Digitalisierung war schon für Obama eine große Herausforderung – er startete das Projekt des „U.S. Digital Service“ -, Trump hat es mit wachsender Unbeliebtheit auch nicht leichter.

  • APPS spiegel: Das sind die spannendsten Apps des Monats April: Spiegel Online stellt zum Ende des Monats April ihre zehn belibetesten App-Entdeckungen vor. Darunter „Giphy Says“, das Bilder zum Sprechen bringt, der Laser-Shooter „Virexian“ und eine abgespeckte Version des Facebook Messengers. Der Messenger Lite nimmt nur etwa 15 Megabyte Speicherplatz ein und hat die App auf die wichtigsten Chatfunktionen reduziert. Auch Skype und Facebook bieten solche Lite-Versionen ihrer Apps an.

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WikiLeaks-Anklage würde Demokratie und Pressefreiheit verletzen

censorship-1315071_1920 (adapted) (Image by dimitrisvetsikas1969 [CC0 Public Domain] via pixabay)

Das US-Justizministerium erarbeitet gerade eine Strategie, um die Verantwortlichen der Whistleblowing-Plattform anzuklagen. Unter den diskutierten Anklagepunkten sind Verschwörung, Diebstahl von Regierungseigentum und Verstöße gegen ein äußerst umstrittenes Anti-Spionage-Gesetz. Das Vorgehen der Regierung in diesem Fall ist extrem problematisch, kriminalisiert es doch – wie die Vorgängerregierung unter Barack Obama bereits erkannte – im Prinzip die Arbeit investigativer Journalistinnen und Journalisten.

US-Justizministerium prüft Anklage gegen WikiLeaks

Die US-Staatsanwaltschaft und das Justizministerium diskutieren momentan eine Anklage gegen Mitglieder der Whistleblowing-Plattform WikiLeaks. Gegenstand der aktuellen Untersuchungen ist insbesondere der „Cablegate“-Leak, in dessen Rahmen seit dem Jahr 2010 mehrere Millionen diplomatischer Depeschen der US-Regierung und ihrer Partner veröffentlicht worden sind. Daneben ist aber auch der kürzlich erfolgte Leak von CIA-Hackertools Gegenstand der Untersuchungen. Auch hier wird geprüft, ob WikiLeaks strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden kann.

Die möglichen Anklagepunkte umfassen Verschwörung und den Diebstahl von Regierungseigentum. Daneben sind aber auch mögliche Verstöße gegen den „Espionage Act“ von 1917 im Gespräch. Dieses Anti-Spionage-Gesetz, eingeführt unter dem Eindruck des Ersten Weltkriegs, um die Schwächung der US-Streitkräfte zu verhindern, ist äußerst umstritten. Immer wieder bezeichneten Kritikerinnen und Kritiker es als potentiell verfassungswidrig. Dennoch ist es bis heute in Kraft.

Kriminalisierung investigativen Journalismus‘

Die Obama-Regierung ging teilweise mit einiger Härte gegen Whistleblower vor. Gleich mehrere von ihnen wurden in Barack Obamas achtjähriger Amtszeit unter dem bereits erwähnten Espionage Act angeklagt. Bekanntestes Beispiel ist die WikiLeaks-Informantin Chelsea Manning, die zu einer 35-jährigen Haftstrafe verurteilt wurde und in der Haft zahlreiche Härten erleiden musste, von Obama allerdings im letzten Moment begnadigt wurde und nun wohl in Kürze frei kommen wird.

Von einer Verfolgung der WikiLeaks-Aktivistinnen und -Aktivisten, die den Leaks eine Plattform gaben und diese der Öffentlichkeit zugänglich machten, sah die Obama-Regierung jedoch ausdrücklich ab. Ihre Begründung: WikiLeaks ist ein journalistisches Projekt. Seine Mitarbeiter zu verfolgen, käme einer Kriminalisierung von investigativem Journalismus gleich und wäre damit ein inakzeptabler Verstoß gegen die Meinungs- und Pressefreiheit.US

Schutz für alle Journalistinnen und Journalisten

Die aktuelle US-Regierung unter Donald Trump scheint keine solchen Bedenken zu haben. Diese Tatsache ist äußerst bedenklich. WikiLeaks ist ein journalistisches Projekt. Das Ziel der Plattform, Fehlverhalten von Staaten und Unternehmen aufzudecken und die Informationen darüber der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ist ohne jeden Zweifel die Zielsetzung eines Presse-Organs.

In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die Presselandschaft sehr verändert. Neben den klassischen Medien wie Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen gibt es mittlerweile auch News-Websites, Blogs, informative Social-Media-Angebote, Podcasts und einiges mehr. Neben klassischen fest angestellten oder freien Journalistinnen und Journalisten sorgen auch Bloggerinnen und Blogger sowie, wie eben im Falle von WikiLeaks, Aktivistinnen und Aktivisten dafür, die Bevölkerung zu informieren. Ihre Position ist oftmals heikel, denn für sie gelten nicht immer die selben Schutzklauseln wie für „normale“ Journalistinnen und Journalisten. Das muss sich dringend ändern.

Wer ein journalistisches Projekt betreibt oder daran mitwirkt und sich an gängige presseethische Grundsätze hält, muss auch als Pressevertreterin oder -vertreter behandelt werden und entsprechenden Schutz genießen. Im konkreten Fall bedeutet das, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von WikiLeaks ebenso wenig für ihre journalistische Tätigkeit angeklagt werden dürfen wie das Personal der New York Times oder der Washington Post.

Dabei ändert die Tatsache, dass sich das Team von WikiLeaks in erster Linie als Gruppe von Aktivistinnen und Aktivisten versteht, überhaupt nichts. In der heutigen Welt sind Journalismus und Aktivismus keineswegs Dinge, die sich gegenseitig ausschließen. Zudem sollte die zentrale Fragestellung lediglich sein, ob die Publikation relevante Informationen mit investigativen Methoden und unter Berücksichtigung ethischer Grundsätze aufdeckt – was WikiLeaks zweifellos tut.

Solidarität mit WikiLeaks

Noch ist das fragliche Memo nicht komplett bekannt und die Verantwortlichen haben sich noch nicht endgültig für oder gegen eine Anklage gegen WikiLeaks entschieden. Allerdings ist allein die bloße Erwägung dieses Schrittes ein beunruhigendes Signal, dass die Trump-Regierung die Pressefreiheit nicht so sehr respektiert, wie es wünschenswert wäre. Es ist Zeit, sich solidarisch hinter WikiLeaks zu stellen und klarzumachen, dass es sich bei der Plattform um eine journalistische Publikation handelt, die entsprechenden Schutz genießen muss und dass die internationale Gemeinschaft eine Kriminalisierung dieser journalistischen Plattform nicht dulden wird. Bei aller zeitweisen Kritik an den Methoden WikiLeaks‘ besteht kein Zweifel daran, dass es sich um eine journalistische Unternehmung handelt, keine kriminelle. Sorgen wir dafür, dass auch Donald Trump und seine Verbündeten dies einsehen müssen.


Image (adapted) „Censorship“ by dimitrisvetsikas1969 (CC0 Public Domain)


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Chelsea Manning kommt (endlich) frei

Postcard_to_jail (adapted) (Image by Ricardo Jose {CC BY 2

Als eine seiner letzten Amtshandlungen hat der scheidende US-Präsident Barack Obama (Demokraten) die Whistleblowerin Chelsea Manning begnadigt. Manning wird voraussichtlich im Mai freikommen, statt noch weitere 28 Jahre in Haft absitzen zu müssen. Damit wird für ihre zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützer ein lang gehegter Traum wahr. Eine Zeitenwende in der Behandlung von Whistleblowern ist das bei Weitem noch nicht – aber dennoch ein Grund zur Freude.

Begnadigung angekündigt

Schon vor einer Weile hatte Mannings Anwaltsteam, angeführt durch Chase Strangio von der ACLU, Präsident Obama um eine Begnadigung Mannings ersucht. Zum Ende ihrer Amtszeit sind US-Präsidenten traditionell für dergleichen Anliegen aufgeschlossen, wohl auch, um das Urteil der Geschichtsbücher milde ausfallen zu lassen.

Bereits in der vergangenen Woche hatte Obama angedeutet, dass eine Begnadigung Mannings durchaus im Bereich des Möglichen liege. Kurz vor dem endgültigen Ende seiner Amtszeit entschied er sich dann tatsächlich für diesen Schritt. Chelsea Manning wird von Obama begnadigt und muss von ihrer ursprünglich 35-jährigen Haftstrafe nur noch vier Monate verbüßen. Bereits im Frühjahr (geplant ist der 17. Mai) wird die 29-jährige Whistleblowerin, die bereits die letzten sieben Jahre im Gefängnis verbracht hat, voraussichtlich freikommen.

Leaks für die Menschenrechte

Chelsea Manning war 2010 als Analystin für die US-Armee tätig und zeitweise im Irak stationiert. Im Rahmen ihrer Tätigkeit hatte sie Zugriff auf eine Vielzahl von Geheimdokumenten und deckte dabei Verfehlungen der USA in den verschiedensten Bereichen auf. Nachdem sie auf dem „offiziellen“ Weg über ihre Vorgesetzten nicht weiterkam, beschloss Manning schließlich, die relevanten Dokumente an die Whistleblowing-Plattform WikiLeaks weiterzugeben. Dort wurden sie, teils unter großer medialer Aufmerksamkeit, veröffentlicht. Von Manning stammt unter anderem das Video ‚Collateral Murder‘, das die Tötung zweier Mitarbeiter der Nachrichtenagentur Reuters durch einen US-Kampfhubschrauber zeigt.

Auch hunderttausende Diplomaten-Depeschen aus aller Welt, bezeichnet als ‚Cablegate‘, spielte Manning den Aktivistinnen und Aktivisten von WikiLeaks zu. Sie belegten unter anderem fragwürdige Wirtschafts-Mauscheleien der US-Regierung. Zudem belegten Mannings Dokumente, dass im Irak-Krieg mehr Zivilisten starben, als offiziell behauptet, und deckten Folter und Schikane im US-Gefangenenlager Guantanamo Bay auf. Insgesamt kann Mannings Beitrag zur Aufdeckung von Menschenrechtsverletzungen also nicht hoch genug eingeschätzt werden. Ihr erklärtes Ziel, den Menschen die Informationen zu geben, um sich eine informierte Meinung über die fragwürdigen Taten der USA zu bilden, hat die Whistleblowerin ohne jeden Zweifel erreicht.

Kriminalisiert und verurteilt

Die US-Regierung allerdings interessierte sich weder für die durch die Leaks verursachten positiven Veränderungen noch für die von Mannings immer wieder betonten idealistischen Motive. Nachdem Manning sich dem Ex-Hacker Adrian Lamo anvertraute und von diesem an die Behörden verraten wurde, verfolgten die US-Behörden sie gnadenlos. Für Regierung und Militär war die Soldatin eine Spionin und kriminelle Hackerin. Nach einem langwierigen Prozess wurde Manning zu einer 35-jährigen Haftstrafe verurteilt. Eine noch höhere Strafe konnte nur knapp verhindert werden.

Martyrium im Gefängnis

Insgesamt rund sieben Jahre saß Manning bislang in Haft (einschließlich der Untersuchungshaft). Für sie war dies eine jahrelange Leidenszeit. Dafür sorgten einerseits Schikanen der Offiziellen, die an Manning ein Exempel zur Abschreckung anderer Whistleblower statuieren wollten. So wurde Manning immer wieder in Einzelhaft genommen, was die UN schließlich als Folter einstufte. Kleine Verstöße gegen die Gefängnisvorschriften wurden unverhältnismäßig hart sanktioniert. Auch wurde Manning der Kontakt zur Außenwelt sehr erschwert – wohl auch aus der Angst heraus, die bekanntermaßen eloquente Whistleblowerin könnte gar zu viele Menschen von ihrer Sache überzeugen. Das gelang ihr sogar angesichts der Maßnahmen der Verantwortlichen, die genau das verhindern sollten, bemerkenswert gut. So scharten sich mit der Zeit zahlreiche Unterstützerinnen und Unterstützer solidarisch um die WikiLeaks-Informantin, sprachen ihr Mut zu, sammelten Geld für die Anwaltskosten und setzten sich auf jedem nur denkbaren politischen und juristischen Weg für Mannings Entlassung ein.

Daneben machte auch Mannings persönliche Situation die Haft für sie schwerer. Als Trans-Frau im Männer-Militärgefängnis hatte sie es ohnehin schon alles andere als leicht. Hinzu kam, dass die Gefängnis-Offiziellen jegliche Rücksichtnahme vermissen ließen. Lange wurde Manning die notwendige medizinische Unterstützung komplett verweigert und sie durfte nicht als Frau leben.

Aufgrund dieser Situation versuchte Manning mindestens zweimal, sich das Leben zu nehmen. Schließlich trat sie in einen Hungerstreik, um ihre Rechte durchzusetzen. In einer Erklärung zeigte sie sich zum Äußersten bereit. Das hatte (zumindest teilweise) Erfolg. Manning durfte von diesem Zeitpunkt an immerhin (leichtes) Make-Up und weibliche Unterwäsche tragen und erhielt Hormon-Präparate. Allerdings wurde ihr – angeblich aus Sicherheitsgründen – weiterhin verweigert, sich die Haare wachsen zu lassen. Zu Beratungsgesprächen über eine mögliche geschlechtsangleichende Operation kam es nie, obwohl die Behörden dies zugesichert hatten.

Ein Tag der Freude

Schon bald werden Militär und Behörden Manning mit ihrer Rachsucht und Engstirnigkeit nichts mehr anhaben können. Vier Monate noch, dann kommt die mutige Whistleblowerin endlich frei und kann versuchen, ihr Leben neu aufzubauen. Hoffentlich werden ihre Unterstützerinnen und Unterstützer auch dabei (zumindest moralisch) an ihrer Seite sein.

Manning hat dieses Happy End mehr als verdient. Sie handelte, wie sie immer wieder betonte, aus idealistischsten Motiven. Die fehlgeleitete US-Politik bestrafte dies mit Haft und Schikane. Das ist tragisch genug, zumal bei einem so jungen Menschen, für den schon sieben Jahre Haft eine kleine Ewigkeit sein müssen.

So ist die Begnadigung Mannings persönlich wie politisch ein Grund zur Freude. Da spielt es kaum eine Rolle, dass es Obama wahrscheinlich mehr um seinen eigenen Ruf als um die Sache ging – in diesem Fall zählt vor allem das Ergebnis, und das gibt Hoffnung. Wohl auch durch den ständigen politischen Druck wurde Obama dazu bewegt, Manning zu begnadigen. Das zeigt, dass derartiges Engagement sich (zumindest manchmal) lohnt. Auch für diejenigen, die solidarisch zu Manning gestanden haben, gibt es etwas zu feiern und einen Grund, stolz zu sein. Der gestrige Tag wird als guter Tag für Freiheit und Menschenrechte in die Geschichte eingehen.


Image (adapted) „Postcard to jail“ by Ricardo Jose (CC BY 2.0)


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  • AUTONOMES FAHREN heise: Das erste selbstfahrende Auto wird ein Lastkraftwagen: Da ein großer Mangel an LKW-Fahrern in Nordamerika herrscht, sollen nun bald in der Logistikbranche selbstfahrende LKW eingeführt werden. Dieses Vorgehen soll die Fahrer nicht überflüssig machen, sondern den Beruf für die junge Generation attraktiver gestalten. Die Rolle des Fahrers soll dann ähnlich wie die eines Piloten sein: er ist beim Start, der Landung und in brenzligen Situationen gefragt, das Fahrzeug ist sonst auf Autopilot geschaltet.

  • TESLA t3n: Neuer Autopilot-Chef: Swift-Erfinder Chris Lattner verlässt Apple für Tesla: Nach elf Jahren verlässt nun Swift-Erfinder Chris Lattner Apple, um zu Tesla zu wechseln. Lattner wird ab sofort bei Tesla für die Autopilot-Software des Unternehmens verantwortlich sein, nachdem der frühere Autopilot-Leiter Sterling Anderson das Unternehmen verlassen hatte. Für Lattner wird es bei Tesla einiges zu tun geben: nach dem tödlichen Unfall im Frühjahr 2016 geriet der Autobauer in die Kritik, woraufhin dieser Neuerungen angekündigt hatte, die das Autopilot-System sicherer machen sollen.

  • YOUTUBE googlewatchblog: Hamburger Elbphilharmonie: Youtube überträgt das Eröffnungskonzert Live in 360 Grad: 9 Jahre Bauzeit und mehrere Hundertmillionen Euro verschlang die Hamburger Elbphilharmonie, die direkt am Hafen platziert ist. Heute findet endlich das feierliche Eröffungskonzert statt. Wer keine Karten hat, muss sich aber auch nicht grämen. Schon zur offiziellen Fertigstellung der Elbphilharmonie und auch jetzt zur Eröffnung sind Google-Nutzer ganz vorne mit dabei: Per Streetview kann man durch das Gebäude laufen und sich die öffentlich zugänglichen Teile frei ansehen. Wer zudem über ein Google Cardboard verfügt (die Papp-Variante einer Virtual Reality-Brille) kann das Live-Konzert so auch in VR erleben.

  • FACEBOOK golem: Facebook-App leert Akku in Rekordzeit: Schwache Akkus sind bei Smartphone-Nutzern immer ein leidiges Thema. Da hilft es nicht, wenn sich eine App zusätzlich belastend auf die Laufzeit auswirkt. Vor allem Android-Nutzer sind derzeit stinksauer, die Facebook- sowie die Messenger-App belastet den Akku wohl extrem. Neben der drastisch verkürzten Akkulaufzeit machen die Facebook-Apps noch andere Schwierigkeiten. Der Grund für die geschilderten Probleme ist derzeit nicht bekannt.

  • SOCIAL MEDIA dw: White House preserves Obama’s social media legacy: „Präsdient Obama ist der erste ‚Social Media Präsident'“ so ein Sprecher des Weißen Hauses und so hat er einem den Job des mächtigsten Mannes der Welt näher wie nie gebracht. Er verabschiedete sich nun von dem Twitter-Handle ‚@POTUS‘ (steht für ‚president of the united states‘) mit: „Thank you for everything. My last ask is the same as my first. I’m asking you to believe—not in my ability to create change, but in yours.“ Das Weiße Haus hat jetzt einen nahtlosen Übergang zwischen den präsidialen Social Media Accounts eingeleitet.

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Aufregende Zeiten für Edward Snowden

Die Diskussionen um NSA-Whistleblower Edward Snowden sind kürzlich neu aufgeflammt. In das politische und juristische Tauziehen um eine mögliche Aussage Snowdens vor dem deutschen NSA-Untersuchungsausschuss könnte nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs nun neue Bewegung kommen. Derweil wird in den USA über eine mögliche Begnadigung Snowdens diskutiert. US-Präsident Barack Obama lehnte diese aber in einem Interview ab. Auf die Trump-Regierung sollte der Whistleblower auch nicht hoffen: Michael Pompeo, heißer Kandidat für das Amt des CIA-Chefs, will die Todesstrafe für Snowden.

Befragung in Deutschland wird wahrscheinlicher

Einige Mitglieder des NSA-Untersuchungsausschusses, namentlich der als Netzpolitik-Experte bekannte Konstantin von Notz (Bündnis 90/Grüne) sowie Martina Renner (Die Linke) fordern, Edward Snowden eine Aussage vor dem NSA-Untersuchungsausschuss zu ermöglichen. Dieser soll aufdecken, inwieweit die NSA mit ihrer unter anderem durch Snowden aufgedeckten Telekommunikations-Überwachung gegen deutsches Recht verstoßen hat und in welchem Ausmaß die deutschen Geheimdienste sie dabei unterstützt haben. Snowden, so sind von Notz und Renner überzeugt, könnte dazu wichtige Hinweise liefern.

Eine Befragung in Russland, sei es durch eigens angereiste Vertreter des Ausschusses oder per Video-Konferenz, hat Edward Snowden bislang abgelehnt. Um allerdings in Deutschland befragt zu werden, müsste Snowden einerseits eine Aufenthaltsgenehmigung erhalten. Der zweite, schwierigere Teil der juristischen Formalitäten beinhaltet, dass dem Whistleblower zudem freies Geleit zugesichert werden müsste: Deutschland müsste sich verpflichten, Snowden nicht an die USA auszuliefern. Damit allerdings könnte sich die Bundesregierung beim mächtigen Bündnispartner unbeliebt machen – wohl einer der Gründe, weswegen die Regierungsparteien bislang zögern, eine Befragung Snowdens voranzutreiben. Ein weiterer ist wohl, dass viele einflussreiche Politiker aus den Regierungsparteien es gar nicht ungern sähen, wenn die Verfehlungen der Geheimdienste nicht allzu gründlich aufgeklärt würden….

Im NSA-Untersuchungsausschuss, so wollen es die Regeln, dürfen auch Minderheiten Anträge stellen. Deswegen haben von Notz und Renner geklagt, als ihr Antrag auf eine Befragung Snowdens nicht bearbeitet wurde. Zu Recht, wie nun der Bundesgerichtshof entschied.  Der Ausschuss ist nun gehalten, die Bundesregierung, wie von von Notz und Renner gefordert, um Amtshilfe in dieser Sache zu ersuchen. Die Regierung muss sich dann um die nötigen Formalitäten kümmern.

All das bedeutet noch nicht, dass Snowden tatsächlich nach Deutschland reisen wird. Es bringt aber zweifellos wieder Bewegung in diese Diskussion. Und ganz sicher hat Snowden in der traditionell starken deutschen Bürgerrechtsbewegung einen erheblichen Rückhalt. Nicht umsonst bieten zahlreiche entsprechend vernetzte Lokalitäten, von Jugendtreffs über Gewerkschafts-Tagungshäuser bis hin zu Hackerspaces, demonstrativ ein Bett für Snowden an.

Obama will Snowden nicht begnadigen

Im eigenen Land allerdings, so sagt es das Sprichwort, gilt der Prophet nichts. Das trifft in gewisser Weise auch auf Edward Snowden zu. Viele US-Bürger sehen in ihm nach wie vor eher einen Verräter als einen mutigen Whistleblower.

Dennoch hat Snowden auch in seinem Heimatland einige entschlossene Unterstützer. Diese fordern von US-Präsident Barack Obama, den Whistleblower zu begnadigen. Der Zeitpunkt wäre günstig: in den letzten Monaten seiner Amtszeit könnte sich Obama, wie viele seiner Amtsvorgänger, berufen sehen, noch etwas ‚für die Geschichtsbücher‘ zu tun.

In einem Interview mit der ARD und dem Spiegel-Magazin sprach sich Obama allerdings gegen eine Begnadigung Snowdens aus. Zwar habe der Whistleblower einige berechtigte Bedenken geäußert, ob das aber für eine Begnadigung reiche, könne er nicht sagen, ohne dass Snowden sich zuvor einer Gerichtsverhandlung stelle. „Ich kann niemanden begnadigen, der nicht von einem Gericht verurteilt wurde. Ich glaube, Herr Snowden hat einige berechtigte Sorgen angesprochen. Wenn Herr Snowden beschließen sollte, sich den Gerichten zu stellen und seine Anwälte ihre Argumente vorbringen, dann werden diese Fragen eine Rolle spielen“, so Obama.

Das klingt eher positiv für den Whistleblower, doch sollte Snowden das Risiko einer Gerichtsverhandlung jetzt ebenso wenig eingehen wie zu früheren Zeitpunkten, wo dies in der Diskussion war. Aber auch wenn Obama Snowden nun zumindest ansatzweise würdigt – die Bilanz seiner Amtszeit spricht in dieser Hinsicht gegen ihn.

In vielen anderen Punkten war Obama zweifellos ein sozialer und fortschrittlicher Präsident. Seine unerbittliche Härte gegen Whistleblower gereicht ihm jedoch nicht zur Ehre. Während seiner achtjährigen Amtszeit wurden mehr Whistleblower unter dem kontroversen Espionage Act von 1917 – der unter dem Eindruck des Ersten Weltkriegs geschaffen wurde, Spionage, Hochverrat und eine Schwächung der US-Streitkräfte ahnden soll und in den Augen vieler Kritiker verfassungswidrig ist – verurteilt als von sämtlichen Vorgänger-Regierungen zusammen.

Alleine die Behandlung der WikiLeaks-Informantin Chelsea Manning, die zu 35 Jahren Haft verurteilt, teilweise in Einzelhaft festgehalten und in anderer Weise drangsaliert wurde und mindestens zweimal versuchte, sich im Gefängnis das Leben zu nehmen, ist eine Schande für die USA und ihre Regierung. Dieser Tatsache sollte sich Snowden bei der Planung seiner nächsten Schritte sehr bewusst sein.

Kandidat für CIA-Vorsitz fordert Todesstrafe für Snowden

In den letzten Monaten kam es zu einer merkwürdigen Querverbindung zwischen den als „Alt Right“ bezeichneten neuen Rechten und Teilen der Whistleblowing-Szene. So mutmaßten viele Kritiker, dass es kein Zufall sei, dass WikiLeaks – dessen Chefredakteur Julian Assange bekanntermaßen keinerlei Sympathien für Hillary Clinton hegt und selbst bisweilen Ansichten ähnlich denen der US-amerikanischen „Libertarians“ äußerte – zwar zahlreiche kompromittierende Dokumente über die Demokraten und Hillary Clinton veröffentlichte, aber keinen einzigen Leak zu Donald Trump.

Wer allerdings gehofft hat, dass diese Allianz in den nächsten Jahren zu einer Chance für Edward Snowden wird, der wird wahrscheinlich enttäuscht. Michael Pompeo, Trumps Parteifreund und sein Favorit für den vakanten Posten des CIA-Vorsitzenden, als Kritiker des Whistleblowers zu bezeichnen, wäre euphemistisch. In einem Interview im vergangenen Februar sagte der Politiker, Snowden sei ein „Verräter“, der sensible Informationen „gestohlen“ habe. Pompeo will Snowden aus Russland zurückholen und ihm in den USA den Prozess machen.

Der von ihm gewünschte Ausgang dieses Prozesses: „Ich denke, der korrekte Ausgang wäre, dass er zum Tode verurteilt würde dafür, dass er Freunde von mir, Freunde von Ihnen, die kürzlich beim Militär gedient haben, extrem gefährdet hat, aufgrund der Informationen, die er gestohlen und anschließend an fremde Mächte weitergegeben hat“.

Von dieser Seite ist für Snowden also wohl keine Unterstützung zu erwarten. Pompeo klingt in dieser Hinsicht ganz wie ein konservativer Hardliner alter Schule. Es bleibt zu hoffen, dass ein Land, in dem Menschen wie er in den nächsten Jahren das Sagen haben werden, Snowden nicht in die Finger bekommt.

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Für Edward Snowden, das ist deutlich, wird das Leben derzeit nicht ruhiger und entspannter. In den USA ist keine deutliche Veränderung der Stimmung ihm gegenüber abzusehen, und um auf ein Happy End in Deutschland zu hoffen, ist es trotz des ermutigenden Urteils des BGH noch deutlich zu früh.

Allerdings ist Snowden im russischen Exil zwar fern der Heimat, aber nicht ohne Unterstützung. Zahlreiche solidarische Anhänger sorgen sich um sein Wohlergehen. Zudem kann Snowden immerhin die öffentliche Diskussion über die von ihm aufgedeckten Skandale, sowie über Netzpolitik und Datenschutz im allgemeinen, maßgeblich mitgestalten. Vor allem aber ist er (weitgehend) sicher vor Unverbesserlichen wie Michael Pompeo. So bleibt die Hoffnung, dass Snowden und anderen Whistleblowern eines Tages doch noch statt Diffamierungen und Drohungen der Respekt zuteil wird, den sie für ihre mutigen Taten verdienen.


Image “earth” by Unsplash (CC BY 2.0)


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Auf allen Kanälen: Obamas letzte Rede zur Lage der Nation

Barack_Obama (Teaser by Gage (CC0 Public Domains), via Wikimedia Commons)

Unter Obama ist die “State of the Union”-Rede, die der US-Präsident einmal im Jahr hält, zu einer Leistungsschau digitaler Regierungskommunikation avanciert. Aus der Perspektive der Online-Kommunikation hat das Weiße Haus während Obamas Präsidentschaft viele Kanäle der sozialen Medien, die eine relevante Reichweite aufweisen, mit eigenen Inhalten bespielt sowie mit neuen Formaten experimentiert. In diesem Jahr waren beim Medienereignis #SOTU (State of the Union) vor allem folgende Innovationen zu verzeichnen: Kooperationen mit Amazons Video-Streaming-Dienst und mit Genius.com, wo Texte kommentiert werden können, sowie eine Präsenz beim Messenger Snapchat. Und auf die Rede folgen dann diverse Dialogangebote, um mit den Bürgern online ins Gespräch zu kommen.

Im letzten Jahr hatte die Obama-Administration noch den Unmut traditioneller Gatekeeper auf sich gezogen, weil der Text der Ansprache vorab vom Weißen Haus auf der Publikations-Plattform Medium.com veröffentlicht wurde: Ein Privileg, das bis dahin nur ausgewählten Journalisten etablierter Massenmedien zu Teil wurde. In diesem Jahr gehört es nun schon zum Standard, dass Interessierte das Manuskript dort in Echtzeit mitlesen, die prägnante Sätze markieren und diese via Twitter teilen können.

Dass “The People Formerly Known as the Audience” (Jay Rosen) Inhalte eben nicht nur passiv rezipieren wollen, sondern den Anspruch haben, sich darüber in den sozialen Medien auszutauschen, reflektiert Jason Goldman, der Chief Digital Officer des Weißen Hauses. Ebenfalls bei Medium hat er die diesjährige Agenda seines Stabes unter dem Titel “Meeting People Where They Are” so umrissen:

The American people will see a multi-platform streaming and social broadcast of the State of the Union that reflects the ways people experience live events in 2016. We’ll be reaching people where they are – and making it possible for them to engage, respond, and share the President’s speech themselves in new and different ways.

Mit diesem Anspruch wären die Verantwortlichen vom “White House Office of Digital Strategy” auch gut für die Inszenierung anderer Medienereignisse gerüstet, die als nächstes in den USA anstehen, also Super Bowl und Oscarverleihung.

Obamas Abschieds-Show: enhanced, on demand und behind the scenes

Das Herzstück der #SOTU-Online-Kommunikation ist schon seit 2011 ein „enhanced Live Stream“, bei dem die Übertragung der Rede im Split-Screen-Modus mit Animationen, Fotos, Grafiken und Texten angereichert wird. Dieser wurde bislang auf der Website des Weißen Hauses und in dessen YouTube-Kanal ausgestrahlt. Hinzu kommt in diesem Jahr Amazons Video-Streaming-Dienst, wo die Rede ebenso wie die anderen SOTU-Ansprachen aus Obamas Amtszeit dann auch on demand verfügbar bleibt. Polit-Junkies, die von House of Cards genug haben, können sie also bingewatchen.

Um echten Fans am Abend die Zeit bis zur Übertragung der Rede zu vertreiben, wurde dann vom und im Weißen Haus noch die “1 More Years! State of the Union Pre-Show” produziert und live gestreamt. Moderiert von Terrence Jenkins übernahm Vize-Präsident Joe Biden das Warm-Up und es gab musikalische Einlagen von Wale und EL VY.

Desweiteren hat sich das Weiße Haus nun ein Profil bei Snapchat zugelegt und publiziert dort kurze Filmchen. Die offizielle Begründung unter der Überschrift “We’re on Snapchat: Add WhiteHouse” lautet: “There are over 100 million daily active Snapchat users, and over 60 percent of American smartphone users between the ages of 13 and 34 use the platform.” Und für diese Zielgruppe gibt es dann, wie bei anderen Events inzwischen üblich, jede Menge “behind the scenes”-Material.

Multimediales Mitmachen

Einen Blick hinter die Kulissen der von Obama gehaltenen Reden zur Lage der Nation lieferte im Vorfeld schon eine andere Innovation: Die Manuskripte wurden nämlich mittels der Anwendung Genius.com multimedial kommentiert. Da geben beispielsweise Anmerkungen von Mitarbeitern des Weißen Hauses persönliche Eindrücke wieder. Andere Einträge betreiben einen interessengeleiteten Faktencheck, ob beispielsweise formulierte Ziele erreicht wurden. Insofern können bei Genius registrierte Nutzer auch Anmerkungen machen, über deren Veröffentlichung aber das Weiße Haus entscheidet.

Am Tag nach #SOTU soll es dann auch Antworten auf Beiträge der Bürger geben: Über 50 Offizielle reagieren nach einem ausgeklügelten Schema in den sozialen Medien auf Kommentare zu zentralen Themen, darunter die First Lady und der Vize-Präsident. Und am Freitag nach der Rede folgt dann wie im letzten Jahr noch ein Live-Interview mit drei YouTube-Stars. Am Start sind in diesem Jahr Destin Sandlin (Smarter Every Day), Ingrid Nilsen, eine Beauty-Vloggerin und Gamer und Youtubestar Adande Thorn. Diese Akteure fungieren einerseits als Filter für Fragen, die via #YouTubeAsksObama erhoben wurden, andererseits als zielgruppenspezifische Multiplikatoren: Zusammen haben ihre Kanäle über zwölf Millionen Abonnenten, während das Weiße Haus zum Staffelfinale von Obamas “State of the Union” bei weniger als 650.000 Abos lag.

Teaser & Image “Obama Rede” (adapted) by Chuck Kennedy/The White House (CC0 Public Domain)


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5 Lesetipps für den 27. April

In unseren Lesetipps geht es heute um das Erbeben in Nepal, digitale Bildung, die AppleWatch, Tidal, und einen Hackerangriff im Weißen Haus. Ergänzungen erwünscht.

  • NEPALGolem.de: Nepal: Facebook, Google und Openstreetmap helfen Erdbebenopfern: Facebook und Google haben ihre Personensuchfunktion für die Erdbebenregion in Nepal freigeschaltet. Nachdem Erbeben dort Tausende von Opfern gefordert haben, versuchen die Unternehmen Facebook, Google und Openstreetmap jetzt zu helfen. Mit dem Google Person Finder, zum Beispiel, kann man in einer öffentlichen Datenbank Menschen suchen oder Informationen zu den Schicksälen von Personen hinterlegen. Damit können Angehörige versuchen herauszufinden, was mit ihrem Verwandten, Freunden und Bekannten geschehen ist. Via Facebook können User mit dem Safety Check ihren Kontakten mitteilen, dass es ihnen gut geht. Außerdem möchte Google neues Kartenmaterial der Region zur Verfügung stellen. Openstreetmap rief seine Unterstützer auf, dass Kartenmaterial der Region zu verbessern.

  • BILDUNGheise online: Digitale Medien und die User: Von wegen dümmer! Studien zufolge ermöglichen digitale Medien ganz neue Lernformen und eine neue Art der Steigerung unserer kognitiven Fähigkeiten. Die Befürchtung von Kritikern, dass die digitale Technologie unsere Intelligenz beeinträchtigt, bestätigt sich damit nicht. Durch digitale Medien können Prozesse sichtbar gemacht und Lernen vereinfacht werden, wodurch der Mensch effizienter lernt und Vorgänge tiefer versteht. Bisher ist aufgrund von Horrorbildern wie Manfred Spitzers „Digitale Demenz“ die Digitalisierung in Deutschland mehr als ein Fluch gesehen worden. In mehreren Projekten wurde jetzt Untersucht, wie digitale Medien beim Lernen helfen können.

  • APPLE WATCH Mashable: A weekend in Australia with the Apple Watch: Is it worth the hype?: Lohnt sich eine Apple Watch? Jenny Ryall hat sich ein Wochenende mit der Apple Watch auf den Weg gemacht und getestet, was die Uhr alles kann. Auf jeden Fall bekommt man mit der Uhr neugierige Blicke, oohs und aahs zu hören. Positive an der Watch ist außerdem die Messanger-Funktion. Texte diktieren und Sprachnachrichten aufnehmen ist einfach und unkompliziert, genauso wie das Beantworten von kurzen Anrufen. Auch die Fitnesstracker-Funktion überzeugt die Autorin. Allerdings erscheint ihr der Bildschirmschoner zu häufig. Viele Apps müssen zusammen mit dem iPhone konfiguriert werden, und das ist eine lange und nervige Arbeit, dank langer Ladezeiten. Uber ist die am Besten funktionierende App auf der AppleWatch. Ryall vermisst allerdings eine App für Facebook, welche zum momentanen Zeitpunkt nicht verfügbar ist. Nach Testberichten zu weiteren Apps kommt die Autorin zu dem Ergebnis, dass für sie sich die Watch voll und ganz lohnt.

  • TIDAL Mashable: Jay Z goes on tweeting spree to defend his Tidal streaming service: Jay Z verteidigt seinen Streamingdienst Tidal. Via Twitter nimmt der Rapper Abstand von Kritik: Tidal würde sich gut machen, und die Followerzahl würde steigen. Weiter twittert Jay Z, dass auch der iTunes Store nicht in einem Tag erbaut worden sei und auch Spotify neun Jahre gebraucht habe, um erfolgreich zu werden. Mittlerweile hat Tidal nach Angabe des Rappers 770.000 Subscriber. Die Tweets wurden veröffentlicht kurz nachdem Tidal aus den 500 meist geladenen Apps im US Markt gefallen ist. Selbst nachdem ein Gerücht rumgegangen ist, welches behauptet, dass Jay Z und Beyonce ein Album rausbringen, das exklusiv auf Tidal veröffentlicht wird, kletterte der Streamingdienst nur auf Platz 664 der App Chats. Inzwischen hat Jay Z allerdings alle Verweise auf Tidal von seinem Twitter wieder gelöscht.

  • OBAMA Süddeutsche.de: US-Präsident – Hacker lasen Obamas Mails: Es ist russischen Hackern gelungen Einblick in Mails des US Präsidenten Barack Obama zu erhalten. Allerdings enthielten diese Mails keine Informationen der Hochsicherheitsserver. Das Computersystem des Weißen Haus ist in zwei Netzwerke unterteilt. Die Beamte in Obamas Umfeld nutzen somit zwei Computer: Einer ist mit einem Hochsicherheitsnetzwerk verbunden. Über diesen werden höchstvertrauliche Informationen ausgetauscht. Der andere Computer im weniger gesicherten Netzwerk diene zur Kommunikation zur Außenwelt. Die Angriff ist vor allem wegen der Spannungen zwischen Moskau und Russland, welche im vergangenen Jahr erheblich zugenommen haben, sehr kritisch zu sehen. Mittlerweile ist es allerdings gelungen, die Hacker aus dem Mailsystem herauszudrängen.

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Eine Steuerreform könnte für Apple & Co teuer werden

Apple-Offshore-Organsiation (Bild: NewYorkTimes))

Mit einer neuen Steuerreform möchte Obama, rückwirkend und zukünftig, Gewinne amerikanischer Konzerne im Ausland versteuern. // von Philipp Biel

Apple-Offshore-Organsiation (Bild: NewYorkTimes))

Die neue Steuerreform könnte alteingesessenen Unternehmen wie Apple, Google, Microsoft und Co. teuer zu stehen kommen. Alle Einnahmen der vergangenen Jahre sollen rückwirkend mit 14 Prozent versteuert werden. Zukünftige Einnahmen werden gar von einer 19 Prozent-Regelung betroffen sein. Dass dies den amerikanischen Konzernen nicht unbedingt zusagt, ist offensichtlich. Doch die Steueroasen zahlreicher Großkonzerne sind keine Neuheit, gerade die Demokraten wettern nun verstärkt gegen die Einsparungsmethoden der Großkonzerne.

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Mediathekenumschau vom 16. September

Es ist so eine Sache mit den Mediatheken: Für viele Digital Natives sind sie schon Fernsehersatz – alles ist überall abrufbar. Doch nur auf Zeit: Gerade die öffentlich-rechtlichen Programme sind oft nach einer Woche wieder offline. Verlängertes Fernsehen statt digitales Archiv. Bevor sie verschwinden, fischen wir die besten Perlen aus der TV-Flut.

JUNGE MENSCHEN WÄHLEN: Ich will das sich das ändert!

1LIVE+++ Sendung vom 16. September: Auch Radio gibt’s in den Mediatheken. Und vom Hörspiel bis zur klassischen Reportage, wahrscheinlich sogar mehr als bei den üblich-bewegten Inhalten, geht auch hier so manches Hörenswertes unbemerkt über den Äther. Besonders die Jugendwellen der Öffentlich-rechtlichen bieten spannende Produktionen, die sich im Netz streamen oder als Podcast downloaden lassen. In der Reportage „Ich will, dass sich das ändert!“ (man beachte die bestimmte Aussage im Sendungstitel) auf 1LIVE befragt Nina Fricke junge Leute aus NRW über ihren Alltag und ihre Gedanken zur anstehenden Bundestagswahl: „Was sie nervt und was sich ändern sollte“. Alle Interviewten, so das Fazit der kurzweiligen Porträts, vereint die Einforderung von Anerkennung und Respekt durch Politik und Gesellschaft. Das lesbische Paar Vielca und Anna plant seine Hochzeit und sehen nicht ein, warum Kinder nicht dazu gehören dürfen. Bilal wurde in Deutschland geboren und hat vor kurzem einen lapidaren Brief vom Amt bekommen. Er versteht nicht, warum er sich für eine seiner beiden Staatsbürgerschaften – und damit ein Heimatland – entscheiden muss. 

MARC-UWE KLING: Neues vom Känguru

Fritz +++ bei den RadionFritzen (nachmittags): Das kommunistische Kanguru ist seine Erfindung. Und es gibt keinen anderen, der sich so etwas ausdenken könnte: das australische Beuteltier ist als Mitbewohner und Sparringpartner für den schludrigen Berliner aus Marc-Uwe Klings Texten so absurd, dass – hat man sich einmal darauf eingelassen – die Welt um das ungleiche Paar herum gar nicht mehr so verrückt erscheint. Und damit nicht so weit entfernt von unserer. Hier hängen zwar noch keine Motivationsplakate in der Gegend rum („Ich schwimm bis nach Birma – für meine Firma“). Doch wenn es mal soweit ist, wünscht man sich ein Känguru, das einen „Anti-Terror-Anschlag“ auf eben die Poster plant. Im Berliner Jugendradio Fritz liest Marc-Uwe Kling regelmäßig Neues vom Kanguru vor.

EIN ANDERES AMERIKA: Junge Schriftsteller und ihr Verhältnis zur Politik

Deutschlandradio Kultur +++ am 17. September, 19:30 Uhr und danach in der Mediathek: Der Korrespondent Matthias Kolb schreibt auf sueddeutsche.de aus den USA. Für Deutschlandradio Kultur spricht er am Dienstag Abend mit jungen Schriftstellern, die sich in die gesellschaftlichen Gräben des Obama-Amerikas begeben. „Die neuen, politischen U-40-Schriftsteller wissen, dass sie weniger bewirken können als Norman Mailer oder Gore Vidal in den sechziger Jahren.“, so der Journalist. „Trotzdem machen sie weiter – und arbeiten an dem Projekt, an dem der Präsident und Bestseller-Autor Barack Obama nach eigenen Aussagen gescheitert ist: Sie suchen nach neuen Storys, die ein ganzes Land zusammenhalten können.“

BALD VORBEI: Tagesschaum

WDR +++ Sendung vom 16. September, noch bis Freitag täglich: Ein bisschen Bewegtbild muss es in der Woche der Bundestagswahl aber schon noch sein. Und sei es nur der schelmig-wissenden Gesichtsausdrücke des Polit-Erkläronkels Friedrich Küppersbusch wegen. Und seine Wortspiele würden auch nur halb so schön rüber kommen, wenn zum Beispiel Philipp Röslers Weg-Ruf nach der verlorenen Landtagswahl in Bayern nicht mit der Ansprache Mel Gibsons in Braveheart unterlegt werden könnte. Tagesschaum geht in die letzte Runde. Von Beginn an war geplant, den kurzweiligen Kommentar zum Wahlkampf (inzwischen fünf Mal pro Woche im WDR und auf youtube) nur bis zur Wahl laufen zu lassen. Vielleicht hat Friedrich Küpeprsbusch aber auch wieder Blut geleckt. Dem deutschen Fernsehen wäre es zu wünschen.

 

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Hat das Netz gewusst, wer US-Präsident wird?

Obama wurde wieder gewählt. Wie stark konnte das Web in der Wahl als Indikator herangezogen werden?

2008 war er der große Held: Barack Obama. Der erste schwarze US-Präsident und der erste US-Präsident, der das Internet für den Wahlkampf nutzte. Seinem republikanischem Herausforderer damals, John McCain, blieb nichts anderes übrig, als eine haushohe Niederlage zu verzeichnen. Heute ist Barack Obama, der netzaffine Präsident, zu seiner zweiten Amtszeit wiedergewählt worden. Diesmal allerdings mit größerer Konkurrenz – auch im Netz.

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Microtargeting – Wahlkampf mit Datensätzen

In den USA finden am 6. November 2012 Wahlen statt. Der Wahlkampf im Web nimmt währenddessen eine neue Qualität an. Microtargeting macht den Wähler gläsern.

Kaum ein Thema der letzten beiden US-Präsidentschaftswahlkämpfe hat die Beobachter hierzulande so sehr begeistert wie die Internetaktivitäten der Kandidaten. Es geht um Apps, Social Media und Mobilisierungsnetzwerke. Nur selten rücken dabei jedoch die Datenbanken als Fundament solcher Netzaktivitäten in den Vordergrund. Dabei spielen die Datenbanken der Parteien bereits seit Jahrzehnten eine nicht zu unterschätzende Rolle in amerikanischen Wahlkämpfen.

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Videotipp: Samuel L. Jackson „WAKE THE FUCK UP“ Barack Obama

Am 6. November 2012 steht die Wahl des neuen Präsidenten der USA an. Virals wie „Wake the fuck up“ mobilisieren die Wähler noch einmal.

WAKE THE FUCK UPSamuel L. Jackson versucht die Wähler auf Obamas Seite zu bringen, die unentschlossen sind oder einfach keine Lust haben zu wählen. Mit „WAKE THE FUCK UP“ gibt er bekannt, was es bedeutet, wenn die Republikaner an die Macht kommen. Der Viral ist eindringlich und witzig zu gleich. Was der Spot wohl gekostet hat?

Mehr dazu auch auf Horizont.net.

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His name is Bradley

Seit dem 26. Mai 2010 sitzt Bradley Manning ohne Prozess als angebliche WikiLeaks-Quelle in Gefangenschaft. Neun Monate davon hat er unter Einzelhaft-Bedingungen verbracht, die von Beobachtern als folterartig bezeichnet wurden. Die deutsche Unterstützer-Demo am Samstag fand an einem symbolträchtigen Tag statt, dem 50-jähriges Jubiläum von Amnesty International. Ein Blick auf einen unwürdigen Krimi mit drei ungleichen Beteiligten: Bradley Manning, Barack Obama und Julian Assange.

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Change.gov – Barack Obamas Online-Strategie

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Bereits zwei Tage nach der Wahl Barack Obamas zum 44. US-Präsidenten ging die Website Change.gov online. Ziel ist es, einen offenen Übergang zum Beginn der Amtszeit am 20. Januar 2009 zu bieten. Das Transition Team, das diesen Übergang organisiert, verspricht: „The transition process will offer you opportunities to participate in redefining our government.“ Auf Deutsch: Der Übergangsprozess soll allen Bürgern die Gelegenheit geben, an der Neugestaltung der Regierung mitzuwirken. Die Blogpiloten werfen einen Blick auf Obamas Online-Strategie.

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US-Wahl 2008: John McCain im Web [Linkliste]

Alles, was Parteien und Kandidaten bis jetzt im Internet getan haben, war nur ein Vorgeschmack auf das, was die Präsidentschaftsanwärter und Medien zum US-Wahlkampf 2008 auffahren. Die Blogpiloten geben einen Überblick über die Angebote von Barack Obama, John McCain und die Projekte verschiedener Medien-Websites. Nach den Links zu Barack Obama im Web folgt heute sein Kontrahent John McCain. Weiterlesen »

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Biz Stone im Interview: „Wir entwickeln neue Features für die Demokratie“ (Teil II)

Gast-Blogpilot Christoph Bieber hatte auf seiner aktuellen US-Reise die Gelegenheit mit Biz Stone von Twitter ein Gespräch zu führen. Im ersten Teil des Interviews ging es um die Rolle von Twitter als Kampagnentool und die Art, wie Twitter die (politische) Kommunikation und Kultur verändern kann. Im zweiten Teil spricht Christoph mit Biz über Signal and Noise im Twitterverse, die Kooperation mit Current.TV und die Rückschlüsse, die sich aus der Auswertung des weltweiten Gezwitschers über den aktuellen Themenpuls ziehen lassen.
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