All posts under Netzneutralität

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NETZNEUTRALITÄT t3n: USA schaffen Netzneutralität ab: Auch die massiven Proteste haben nichts genützt, jetzt ist es beschlossene Sache: die Netzneutralität in den USA ist Geschichte. Mit drei zu zwei Stimmen hat die Federal Communications Commission der USA das Aus der Netzneutralität beschlossen. Erst 2015 wurden unter der Obama Regierung strikte [...]
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DARKNET wired: Revierkrieg im Darknet – Jemand greift die Schwarzmärkte an: Das Darknet steht unter Beschuss. Die IT-Forscherin Emily Wilson bemerkte jetzt eine Angriffswelle auf Märkte des Darknets und beobachtete, wie sich das Chaos ausbreitete. Betroffen sind der Handel mit Kinderpornographie, Daten- und Waffen und vor allem aber das Drogengeschäft. [...]
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TELEKOM t3n: Bundesnetzagentur untersagt Teile des Stream-On-Tarifs der Telekom: Der umstrittene Streamingdienst von Telekom – StreamOn – wurde jetzt von der Bundesnetzagentur geprüft und einige Details davon untersagt. Der Tarif ermöglicht es bestimmte Dienste wie Netflix oder Spotify nicht aufs Datenvolumen anrechnen zu lassen. Das Verbot geht auf die Kritik [...]
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Wir brauchen keine strengen Gesetze für Netzneutralität, um das Internet fair zu halten

Gerechtigkeit (adapted) (image by WilliamCho [CC0] via pixabay)
Es passiert nicht häufig, dass sich große Unternehmen für staatliche Regulierungen aussprechen. Aber genau das macht eine Reihe von weltweit führenden Technologie-Unternehmen, zu denen unter anderem Google und Facebook zählen. Sie wollen die US-Regierung dazu bewegen, ihre Pläne bezüglich der Regelungen zur Bewahrung von Netzneutralität fallen zu lassen. Der Entwurf [...]
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NETZPOLITIK netzpolitik: Schulterklopfen 4.0: Digitalminister feiern ihre Digitale Agenda: Eine Pressekonferenz mit drei Bundesministern. Kurze Fragezeit. Da bleibt nicht viel Raum für Kritisches. Sondern nur für gemachte Hausaufgaben. Und wohlklingende Schlagworte. Industrie 4.0, Arbeit 4.0, Logistik 4.0 und Plattformindustrie 4.0. Kompetenzzentren, Blockchain und intelligente Straßen. Roadmaps und Mobile Incident Response [...]
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Wie Telekom mit der StreamOn-Funktion die Netzneutralität gefährdet

Telekom-StreamOn-Teaser-AP
Mobilfunkverträge mit inklusivem Datenvolumen sind hierzulande ja ein leidiges Thema. Während Anbieter in Nachbarstaaten wie Finnland mit Dutzenden Gigabytes um sich werfen, erhält der Otto Normalverbraucher in Deutschland nur ein mickriges Inklusiv-Volumen. Bei Verwendung von Streamingplattformen wie Spotify oder YouTube ist das schnell aufgebraucht. Abhilfe soll beim größten deutschen Mobilfunkanbieter [...]
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FACEBOOK süddeutsche: Ein Selfie mit der Kanzlerin bringt Facebook in Bedrängnis: Trivialer geht es fast nicht – ein Selfie. Das im September 2015 aufgenommene Bild wurde dem jungem Syrer Anas Modamani allerdings zum Verhängnis. Als er gerade einen Monat in Deutschland war, posierte er zusammen mit Angela Merkel in Berlin. [...]
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APP STORE golem: iOS-Entwickler können auf Kundenbewertungen antworten: Schon länger bemängeln Kritiker die Vermarktungsmöglichkeiten im iTunes App Store: es sei nicht möglich, teure Anwendungen so zu verkaufen, wie es in der Softwarebranche üblich sei. Nun können Entwickler  mit Kunden direkt in Kontakt treten, da Apple eine Antwortfunktion für Kritiken im iTunes App [...]
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SOCIAL MEDIA Business2community: Which Social Networks are Right for My Business?: Weltweit betrachtet sind die größten Social Media Plattformen Facebook, Twitter, LinkedIn und Google+. Welche Social Media Plattform die Richtige für ein Unternehmen ist, lässt sich jedoch nicht pauschal beantworten. Es gibt zahlreiche Parameter, die zuvor abzuwägen und zu bedenken [...]
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Netzneutralität: Indien verbietet Gratis-Internet von Facebook

Wifi Router (adapted) (Image by Sunil Soundarapandian [CC BY 2.0] via flickr)
Eigentlich hätte Mark Zuckerberg Indiens Internetnutzern etwas Gutes tun wollen – mit dem Dienst Free Basics wollte seine Firma Facebook in dem nach China bevölkerungsreichsten Land der Erde ein Bündel an Internet-Diensten kostenlos anbieten. Doch die Telecom Regulatory Authority of India (TRAI) sieht dadurch das Prinzip der Netzneutralität verletzt und [...]
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Netzneutralität: Ein bisschen neutral?

NYC Rolling Rebellion Advocates for Net Neutrality and Takes on TPP & Fast Track (adapted) (Image by Backbone Campaign [CC BY 2.0] via Flickr)
Die am Dienstag von der EU beschlossene Regelung zur Netzneutralität ist unklar und lässt Hintertüren offen – zum Schaden des freien Internet. Die EU-Politiker bekannten sich zwar grundsätzlich zur Netzneutralität. Gleichzeitig wurden jedoch auch Ausnahmen beschlossen. Nicht näher definierte “spezielle Dienste” höherer Qualität sollen bevorzugt behandelt werden dürfen, wenn dies [...]
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5 Lesetipps für den 15. Juni

In unseren Lesetipps geht es heute um das Silicon Valley, Netzneutralität in den USA, das Blog neu gedacht, Kunst auf Instagram und Twitter. Ergänzungen erwünscht.

  • SILICON VALLEY Wired: From Tech Reporter to Silicon Valley Writer and Back Again: In den USA ist gerade die zweite Staffel der Serie „Silicon Valley“ zu Ende gegangen, die den ganz normalen Alltag eines Startup behandelt. Wie Tim Moynihan auf Wired schreibt, kann man sich manche dieser Geschichten nicht ausdenken, sie müssen einfach echt sein und das sind sie auch. Einer der Drehbuchautoren ist Dan Lyons, der seit Ende der 90er Jahre als Journalist tätig war und über Technologien und Startups publizierte. Moynihan widmet ihm einen interessanten Artikel.

  • NETZNEUTRALITÄT Mashable: Net Neutrality rules roll out to keep Internet a one-lane highway: Seit Freitag gelten in den USA das neue Gesetz für Netzneutralität im Internet. Samantha Murphy Kelly fasst in einem Artikel für Mashable mit sehr vielen Worten den Fakt zusammen, dass jetzt einfach alle Nutzer das Internet gleichberechtigt nutzen können. Das bedeutet Netzneutralität, das ist das Wesentliche worauf es ankommt, und in unserer westlichen Gesellschaft ist dies elementar, damit sich neue Dienste entwickeln und gegenüber etablierten Anbietern behaupten können. Und Nutzer nicht für die Verwaltung eines Mangels an Infrastruktur zahlen müssen.

  • BLOG Medium: Are You Thinking About Your Blog All Wrong?: Auf Medium zeichnet Jay Baer eine interessante Parallele zwischen einem Musikalbum und dem klassischen Blog – beide sind seiner Meinung nach nicht mehr relevant. Wie die Musiksingle bzw. der Download heutzutage relevanter als das Album ist, stellt es sich auch beim Blog dar, der von dem einzelnen Blogbeitrag in der Bedeutung überholt wurde. Und wie bei der Single geht es vor allem auch um die Veramrktung um den Beitrag herum.

  • INSTAGRAM Mashable: How to use Instagram to invest in art: Laut der sogenannten Hiscox-Studie entdecken rund 41 Prozent der Käufer von Kunst bei Online-Aktionshäusern die Plattformen via Social Media. Und diese werden in den sozialen Medien besonders aktiv, wie der interessante Fall des Dänen Peter Ibsen zeigt. James Tarmy stellt seinen Fall auf Mashable vor und wie die Kunstszene sich mehr Verkäufe durch das Internet erhofft. Und wie manche Künstler direkt von Instagram profitieren.

  • TWITTER t3n: „Twitter wird zum BlackBerry im Social-Media-Sektor: Nach dem Abgang von Dick Costolo bei Twitter hat Jack Dorsey als neuer CEO jede Menge zu tun. Die Erhöhung des Zeichenlimits bei Direktnachrichten wird nicht die einzige Veränderung sein. Und das ist auch dringend nötig, wie Harvard-Professor Bill George in einem Fernsehinterview erklärt. Wenn Twitter seine seit fünf Jahren an sich unveränderten Probleme nicht bald löst, drohe Twitter das BlackBerry-Schicksal. Harte Worte, die hoffentlich auch an der richtigen Adresse ankommen.

CHIEF-EDITOR’S NOTE: Wenn Ihnen unsere Arbeit etwas wert ist, zeigen Sie es uns bitte auf Flattr oder indem Sie unsere Reichweite auf Twitter, Facebook, Google+, Soundcloud, Slideshare, YouTube und/oder Instagram erhöhen. Vielen Dank. – Tobias Schwarz

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5 Lesetipps für den 2. Juni

In unseren Lesetipps geht es heute um Netzpolitik, Politik via Facebook, Google+, Informationsfreiheit und die Macht von Screenshots. Ergänzungen erwünscht.

  • NETZPOLITIK t3n: Das Elend der deutschen Digitalpolitik: In seiner aktuellen Kolumne auf t3n.de zeigt der ehemalige Netzpiloten-Projektleiter Andreas Weck anhand der Vorratsdatenspeicherung und Forderung nach Netzneutralität, dass die deutsche Digitalpolitik seit Jahren feststeckt. Bewegt sich etwas, geht es in eine katastrophale Richtung, siehe Vorratsdatenspeicherung. Passiert nichts, siehe Netzneutralität, wird aus dem Mangel ein zu lukratives Geschäftsmodell für Telekommunikationsanbieter. Eine Verbesserung ist nicht in Sicht.

  • FACEBOOK Digital Trends: Millennials Depends On Facebook For Political News: Hmm, was soll man zu einer Studie sagen, nach der über 61 Prozent der Facebook nutzenden Millennials ihre politischen Informationen über das soziale Netzwerk beziehen? Zum einen dachte man ja, dass die da gar nicht mehr sind, sondern das Profil ähnlich einem Ausweis nur pflichtbewusst mit sich rumschleppen, zum anderen hat man den Millennials ja ein allgemeines Desinteresse an Politik unterstellt, und außerdem ist der Newsfeed jawohl der schlechteste Ort im Internet, um sich über etwas relevantes zu informieren. Die Studie ist auf die USA beschränkt, aber auch auf dieser Seite des Atlantiks macht sie mich ratlos.

  • GOOGLE GoogleWatchBlog: Quo Vadis – Wie geht es mit Google+ weiter?: „Googles Problem mit Google+ ist, das man es vielleicht mittlerweile als ungeliebtes Stiefkind betrachtet, aber eben auch nicht ohne klar kommt„, fasst Jens Minor seine lesenswerte Zusammenfassung der möglichen Zukunft des sozialen Netzwerkes zusammen. Google braucht Google+, es kann/sollte/muss ein attraktiver Ort sein, an dem den eigenen Nutzern die Möglichkeit gegeben wird, Profile mit persönlichen Daten zu füllen und den Stream mit anderen Diensten von Google zu befüllen.

  • INFORMATIONSFREIHEIT Politik Digital: Informationsfreiheit mit Ausnahmen: Das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) ist eine gute Idee gewesen. Bürger erhielten den Zugang zu staatlichen Informationen, die für sie relevant waren. Der Staat wurde etwas transparenter, zumindest auf dem Papier. Die versprochene „Kultur der Transparenz“ ist dann doch nicht eingetreten, denn nach wie vor sind deutsche Amtsstuben alles andere als mitteilungsfreudige Orte. Eine Reaktion darauf war die Initiative FragDenStaat, mit denen sich Alexander Löser von Politik Digital über den dringenden Kulturwandel im Umgang mit Informationen unterhalten hat.

  • SCREENSHOT 500ish Words: The Power of the Screenshot: Nein. Nein. Ja. Vielleicht. Ich werde mir immer unsicherer, ob ich sogenannte Screensho(r)ts wirklich mag. Das Ende des Bloggings bedeuten sie bestimmt nicht, aber diese nicht durchsuchbaren Fotos von Texten, die nebenbei quasi auch noch das digitale Heiligtum des Links zerstören, sind einfach eine irgendwie falsche Art von Kommunikation. Und doch nutze ich Screenshots genauso wie M.G. Siegler, beispielsweise bei Tickets oder Offline-Karten. Aber Texte zu screenshorten und dann zu teilen, würde ich wiederum nicht machen. Was meint Ihr? Daumen hoch, Daumen runter?

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Mobilfunkanbieter greifen Netzneutralität an

Rolling Rebellion Sparks in Seattle to Defend Internet & Stop the TPP (adapted) (Image by Backbone Campaign [CC BY 2.0] via Flickr)
Der auf mehr Wettbewerb setzende EU-Kommissar Günther Oettinger und die die Kosten scheuenden Mobilfunkanbieter gefährden die Netzneutralität. Mit immer neuen Vorstößen versuchen Mobilfunkanbieter Diensten wie Netflix, Google & Co. für die Nutzung ihrer Infrastruktur an den Kosten des Netzausbaus zu beteiligen. In der Politik gibt es derweil Tendenzen, ein Zwei-Klassen-Internet [...]
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5 Lesetipps für den 6. März

In unseren Lesetipps geht es heute um neue Werbemöglichkeiten auf Instagram, das Plus des Rundfunkbeitrag, Native Advertising, Netflix‘ Einstellung zur Netzneutralität und die App „Reach Me“. Ergänzungen erwünscht.

  • INSTAGRAM B2C: Instagram Releases New Visual Storytelling Ad Format: Instagram hat jetzt eine neue Art der Werbefläche auf ihrer Plattform vorgestellt: In Zukunft wird es, ähnlich wie bei Facebook, „Carousel Ads“ geben. Das ist eine Fotostrecke in einem gesponsorten Post, bei der der User die Möglichkeit hat, zur Seite wechzuscrollen, um sich weitere Bilder anzugucken. Auf der letzen Seite kommt ein „Learn more“ Link, auf dem sich der User weiter über das beworbene Produkt informieren kann. Für private User ist das momentan noch nicht möglich. Instagram vergleicht diese Art der Werbung mit mehrseitigen Print-Kampagnen.

  • RUNDFUNKBEITRAG heise online: Rundfunkbeitrag bringt 1,5 Milliarden Euro mehr: Weitere Senkung?: Dank dem Datenabgleich und automatischen Anmeldungen, bringt der Rundfunkbeitrag 1,5 Milliarden Euro mehr in die Kassen bis 2016 als geplant. Ursprünglich hieß es, dass es nur ein Plus von 1,2 Milliarden Euro geben werde. Da die öffentlich-rechtlichen Sender, wie ARD und ZDF, das Geld nicht behalten dürfen, ist jetzt die Frage nach dem wohin damit? Einerseits werden die Beiträge auf 17,50 Euro im Monat gesenkt, bisher betrugen sie 17,98 Euro. Auch soll damit weniger Werbung im öffentlich-rechtlichen Radio ermöglicht werden. Trotzdem sei die Werbefinanzierung eine Entlastung für den Beitragszahler und bleibe damit Bestandteil der Rundfunkfinanzierung.

  • NATIVE ADVERTISING HORIZONT: Mobile Werbung: Der Run auf Native Advertising: Native Advertising hat enorm an Bedeutung gewonnen. Die Ausgaben für mobile Werbung können noch lange nicht mit denen der klassischen Werbung mithalten. Doch das Wachstum von 67 Prozent im letzten Jahr macht deutlich, dass das Potential da ist, dass sich das ändern wird. 2015 sollen sich die Budgets für Native Advertising weltweit mehr als verdoppeln. Auch der Automated-Guaranteed-Einkauf von mobiler Werbung soll zulegen. Damit erhalten die Kunden der Werbefläche die Garantie über eine bestimmte Reichweite der jeweiligen Kampagne.

  • NETZNEUTRALITÄT CNET: Netflix says it still supports Net neutrality, despite CFO’s comments: Netflix betont weiterhin seine pro Netzneuneutralität-Haltung. Obwohl der CFO des Unternehmens vor kurzem gesagt hat, dass Unternehmen wie Netflix scheinbar mit Regulationen im Internet arbeiten müssen. Allerdings wird jetzt korrigiert, dass das komplett außerhalb jeden Kontext zitiert werde. Die Tatsache, dass Netflix gerade in Australien einen Vertrag mit einem Netzanbieter geschlossen hat, wird damit erklärt, dass der australische Markt durch gewöhnliche Datenvolumenseinschränkungen ein anderer sei, als der in den USA.

  • REACH ME Mashable: Libon lets you receive calls even when you’ve got no signal: Mit der neuen App „Reach Me“ von Libon ist es jetzt möglich immer und überall Anrufe zu empfangen, selbst wenn man gar keinen Empfang hat. Die App benötigt dazu lediglich WiFi. Möchte man nicht immer erreichbar sein, kann man die Anrufe auch ganz einfach in die Mailbox umleiten. Nach Worten des Libon-CEO kann man die App mit T-Mobiles WiFi Calling Service vergleichen. In über 100 Ländern wird die App erst für Android, bald dann auch für iPhone erhältlich sein.

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5 Lesetipps für den 2. März

In unseren Lesetipps geht es heute um die Industrie 4.0, was Netzneutralität ist, das Freihandelsabkommen TTIP und den Krieg in der Ukraine. Ergänzungen erwünscht.

  • INDUSTRIE 4.0 Ich sag mal: Offener Brief an die Bundeskanzlerin: Mein Beitrag von letzter Woche über die die Industrie 4.0 wieder einmal verschlafende Politik hat zwei Arten von Reaktionen hervorgerufen: Zustimmng und Ablehnung. Größter Unterschied in der Reaktion war vor allem das Verständnis von Industrie 4.0 und welche Rolle die Politik dabei spielt. Netzpiloten-Autor Gunnar Sohn hat zu dem Thema Industrie 4.0 einen offenen Brief an die Bundeskanzlerin Angela Merkel verfasst, indem er die Bundesregierung ermahnt, beim Thema Industrie 4.0 nicht schon wieder die digitalen Herausforderungen zu verpassen. Seine lesenswerte Kritik geht in eine ähnliche Richtung.

  • NETZNEUTRALITÄT I The Oatmeal: Dear Senator Ted Cruz, I’m going to explain to you how Net Neutrality ACTUALLY works: In einem neuen Beitrag auf seinem Comic-Blog „The Oatmeal“ erklärt Matthew Inman das Prinzip der Netzneutralität und setzt sich mit der Debatte in den USA auf seine ganz eigene Art und Weise auseinander. Nach John Olivers Netzneutralität-Beitrag ist das jetzt mein zweitliebstes Erklärstück, welches ich meiner Frau Mutter zeigen kann, ohne sie zu langweilen.

  • NETZNEUTRALITÄT II CNET: Nokia CEO Rajeev Suri knocks Net neutrality: In der Debatte um eine gesetzlich vorgeschriebene Netzneutralität – die sowohl in den USA als auch Europa geführt wird – hat sich der CEO von Nokia, Rajeev Suri, auf die Seite der Kritiker eines solchen Vorhabens gestellt. Seiner Meinung nach müssen priorisierte Dienste möglich sein, um neuen Technologien wie selbstfahrenen Autos ausreichend Konnektivität zu garantieren. Langfristig, so Suri, werden Konsumenten also nicht von Netzneutralität profitieren.

  • FREIHANDEL The Conversation: Beyond TTIP’s false choices and tall tales of free trade: Anfang 2013 berichtete ich auf Carta.info über ein geplantes Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den USA, das damals noch mitdem Akronym TAFTA abgelkürzt wurde – heute TTIP. Seitdem wurde die Debatte auf beiden Seiten mit einer großen Emotionalität geführt. Viashaal Kishore hat den meiner Meinung nach seit langem sachlichsten Text über TTIP veröffentlicht und bricht es auf die von der Gesellschaft zu beantwortenden Frage herunter, was sie von ihrer Wirtschaftspolitik erwartet.

  • UKRAINE taz: Ukrainischer Blogger Igor Bigdan: „Uns eint das Misstrauen der Macht“: Wer schon einmal Urlaub in der Ukraine gemacht hat weiß, wie nah dieses Land ist und der wirkt der dort vorherrschende Krieg hierzulande so weit weg. Er ist es aber nicht und trotzdem wissen wir wenig darüber, was im Osten der Ukraine genau vor sich geht. Im Interview mit der taz redet Igor Bigdan, eine Größe in der ukrainischen Bloggerszene, über die Gründe dafür: Politik und Propaganda.

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5 Lesetipps für den 27. Februar

In unseren Lesetipps geht es um Microsofts Future Vision Video, Netzneutralität in den USA, Social-Media-Multitasking, Gewerkschaften und New Work und die Zensur auf Facebook. Ergänzungen erwünscht.

  • FUTURE VISION Digital Trends: Microsoft reveals new 2015 Future Vision video: Microsoft hat ein neues „Future Vision“-Video veröffentlicht, welches an ein Video aus 2011 anschließt. In dem 6-minütigen Video folgt man einer jungen Akademikerin, welche einen Job sucht. Im Video werden viele komplexe, neuartige, intelligente, digitale Techniken benutzt, welche teilweise mobil waren. Verbindungen von überall zu allem werden aufgezeigt, Kinder lernen mit digitaler Technologie und die Jobsuche ist nur noch eine Frage an den Computer, welcher einem sofort Bewerber inklusive deren Stärken und Schwächen aufzeigt.

  • NETZNEUTRALITÄT Golem.de: Netzneutralität: FCC verbietet Überholspuren im Netz: Bezahlten Überholspuren im Internet ist in den USA ein Ende gesetzt worden. Die FCC hat in Washington beschlossen, dass es eine schärfere Regulierung des Breitbandnetzes geben werde, um eine bevorzugte Durchleitung von Daten gegen Gebühren verhindert wird. Damit übernimmt die USA eine Vorreiterrolle bei der Durchsetzung der Netzneutralität, was in Europa aufgrund schwächerer Regeln noch nicht ganz der Fall ist. Auch US-Präsident Barack Obama steht hinter dieser Entscheidung.

  • SOCIAL MEDIA B2C: Marketers- Stop Multi-Tasking Social Media: Multi-Tasking ist ein Mythos. Wir sind keine Multi-Tasker, wir sollten eins nach dem anderen machen, um unsere Effizienz pro Aufgabe um bis zu 40 Prozent steigern. Die Autorin Janet Fouts gibt hier klare Tipps, wie man mit Social Media-Marketing-Aufgaben umgehen sollte, um die Zeit effektiv zu nutzen und das für jede Plattform. Außerdem sind Pausen wichtig, um sich zu entspannen und dem Kopf Ruhe zu gönnen. Eine sogenannte „Brainstorm File“ kann hier auch helfen, um sich selber zu sortieren.

  • GEWERKSCHAFTEN XING spielraum: “Auch New Worker brauchen Gewerkschaften”: Passen Gewerkschaft und „New Work“ wirklich zusammen? Das hat Christiane Benner gefragt, ein Vorstandsmitglied der IG Metall. Es gibt viele neue Arbeitsformen, wie mobiles Arbeiten oder Crowdworking, und unterschiedliche Geschwindigkeiten, in denen die Einführung dieser erfolgt. Auch wünschen sich Arbeitnehmer mehr Demokratie, und denken dabei nicht mehr an Gewerkschaften. Denn laut Benner sind Unternehmen mit Betriebsräten nachweislich innovativer. Die Frauenquote ist auch ein Themenpunkt des Interviews, genauso wie die Frage, wie Gewerkschaften für die Generation Y wieder attraktiver werden wollen.

  • FACEBOOK t3n: Zensur auf Facebook: Meinungsfreiheit hört da auf, wo das Geschäft bedroht wird: Mark Zuckerburg, Begründer von Facebook, stellt seine Plattform gerne als Sprachrohr der einfachen Menschen da. Aber ist Facebook das? Mit der Zensur nimmt es das soziale Netzwerk nicht ganz so genau. Aus Angst in bestimmten Regionen abgeschaltet zu werden, zensiert Facebook bestimmte Inhalte, und das tausendfach. Trotzdem verkündet Mark Zuckerberg nach den Anschhlägen in Paris, dass die Meinungsfreiheit auf Facebook nicht Opfer von Fanatismus werde.

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Niederlande: Bußgeld wegen Verletzung der Netzneutralität

Wifi (adapted) (Image by tejasp [CC0 Public Domain] via Pixabay)
In den Niederlanden wurden zwei Telekommunikationsunternehmen wegen Verletzung der Netzneutralität mit Bußgeld belegt. Im Januar 2013 traten die Bestimmungen zur Netzneutralität im Niederländischen Telekommunikationsgesetz in Kraft. Artikel 7.4a garantiert die Netzneutralität und verbietet prinzipiell den Anbietern der öffentlichen Kommunikationsnetzwerke, die den Zugang zum Internet liefern, den Zugriff von Internetabietern, die [...]
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5 Lesetipps für den 16. Februar

In unseren Lesetipps geht es heute um den digitalen Mob, Facebook vs. Netzneutralität, Open Source, E-Commerce in Deutschland und YouTube. Ergänzungen erwünscht.

  • DIGITALER MOB NYTimes.com: How One Stupid Tweet Blew Up Justine Sacco’s Life: Auf NYTimes.com ist ein lesenswerter Artikel von Jon Ronson über Menschen erschienen, die sich mit einer unbedachten und meist sehr dummen Aussage das Leben zerstört haben. Vor allem Justine Sacco, die vor einem elfstündigen Flug einen rassistischen Tweet absetzte, der sich während des Fluges eine weltweite Spott- und Hass-Bewegung auslöste, ist ein gutes Beispiel für den digitalen Mob, der sich schnell bilden kann und genauso kritikwürdig agiert, wie meist seine Verursacher.

  • NETZNEUTRALITÄT The Verge: Facebook’s march to global domination is trampling over net neutrality: Was hierzulande vor allem die Telekommunikationsanbieter Telekom und Vodafone sind, stellt in den USA das soziale Netzwerk Facebook dar: ein gefährlicher Feind der Netzneutralität zu sein. Mit der Telefoniefunktion von Facebooks Messenger WhatsApp und der Initiative Internet.org, womit noch mehr Menschen ins Internet gebracht werden sollen, führt Facebook einen harten Kampf gegen das im Internet grundlegende Prinzip der Netzneutralität.

  • OPEN SOURCE Golem: Das Wir-Gefühl der Open-Source-Community und seine Probleme: Oft sprechen Entwickler der Open-Source-Community und Nutzer der Software vom „Wir“. Dieses Gemeinschaftsgefühl bewirkt, wenn nötig, einen starken Auftritt, doch noch öfters konkurrieren aber viele Interessen, wodurch das Wir zerrissen werden kann. Open Source ist ein wichtiger Bestandteil unserer digitalisierten Welt, aber eine zusammenhaltende Bewegung steht dahinter nicht, obwohl alle die gleichen Prinzipien vertreten (wollen).

  • E-COMMERCE etailment: Das deutsche Online-Handelsvolumina wird von US-Anbietern dominiert: In einem Gastbeitrag für etailment mahnt Gerrit Heinemann, Leiter eWeb Research Center der Hochschule Niederrhein, dass gerade eine Exportwirtschaft wie die von Deutschland keine eigenen Online-Umsätze geenriert, sondern von US-Anbietern abhängig ist. Mehr als 65 Prozent der deutschen Online-Handelsvolumniawerden von Amazon, eBay und Apple generiert, Ein Grund dafür ist die altbackene Infrastruktur und vor allem die Politik: „Die digitale Agenda ist eigentlich eher eine digitale Lüge.

  • YOUTUBE Mashable: The revolution wasn’t televised: Gestern vor zehn Jahren hat Chad Hurley die Domain YouTube.com registriert und den Grundstein für eine derheute wohl wichtigsten Online-Plattformen der Welt gelegt. Um die Bedeutung von YouTube wirklich zu verstehen, empfehle ich (und der Social Media Watchblog, wo ich den Artikel selber empfohlen bekommen habe) den Artikel von Todd Wassermann bei Mashable, in dem er die technologische, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung beschreibt, die Youtube in den letzten zehn Jahren genommen hat.

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5 Lesetipps für den 5. Februar

In unseren Lesetipps geht es heute um Netzneutralität in den USA, Reaktionen auf das veraltete Urheberrecht, den Mindestlohn bei Startups, Blogger Relations und ein digitales Parlament in Großbritannien. Ergänzungen erwünscht.

  • NETZNEUTRALITÄT FAZ: Teilsieg für ein offenes Internet in Amerika: In den USA hat die Netzneutralitätsdebatte nach Monaten eine überraschende und drastische Wendung genommen. Heute wird Tom Wheeler, Leiter der Regierungskommission für Kommunikation, ein Regelwerk zur Sicherung der Netzneutralität vorlegen. Bei jemanden wie Wheeler würde ich noch warten, bis ich das Regelwerk wirklich gesehen habe, bevor ich jubeln sollte, aber so oder so wird das Regelwerk auch Signalwirkung für Europa haben.

  • URHEBERRECHT Der Freitag: Man hat Recht: Die Geschichte um die Urheberrechtsverletzung von Jan Böhmermann durch das Twittern eines Bildes von Martin Langer hat, besonders in den Reaktionen, seltsame Züge angenommen. Jan Jasper Kosok versucht auf Freitag.de diese die sogenannte Netzgemeinde spaltende Miedengeschichte nachzuzeichnen.

  • MINDESTLOHN t3n: Der MIndestlohn ist keine Katastrophe für die deutsche Startup-Szene: Meine persönlichen Erfahrungen müssen nicht charakteristisch für eine ganze Branche sein, aber in den seltensten Fällen habe ich als Praktikant ein Umfeld zum Lernen vorgefunden, sondern viel mehr einen Arbeitsplatz, an dem ich mich als vollwertige Arbeitskraft einbringen musste. Ich kann deshalb den Kommentar von Lea Weitenkamp zum Mindestlohn auf t3n nur unterstützen, denn auch ich halte den Mindestlohn nicht, trotz der unbestreitbaren finanziellen Mehrbelastung, für alles andere als eine Katastrophe für die deutsche Startuip-Szene. Ich glaube, dass der Mindestlohn die Arbeitsverhältnisse gerade in diesem Bereich wesentlich verbessern kann.

  • BLOGGER RELATIONS BASIC thinking: Gebt euch Mühe, verdammt!: Es wird niemanden verwundern, dass man in der Medienbranche täglich an die Hundert Mails bekommt. Die meisten sind von Leuten aus PR-Agenturen, vermeintlich aufstrebenden Startups oder Marketingabteilungen, die einem zu einer Berichterstattung in ihrem Sinne bewegen wollen, unabhängig davon, ob die Themen überhaupt zum Medium passen. Ähnlich geht es Netzpiloten-Autor und Chefredakteur von BASIC thinking Tobias Gillen, der diese Situation kommentiert und die Absender der Mailflut zu einer besseren Blogger-Relations auffordert.

  • E-GOVERNMENT Politik Digital: Digital für mehr Demokratie: Ein Forum für politische Partizipation noch in diesem Jahr und ein vollständig interaktives und digitales Parlament samt E-Voting bis 2020 – die Ziele der neuen „Digital Democracy Commission“ in Großbritannien sind ehrgeizig. Mit Hilfe digitaler Technologien soll das britische Parlament in Zukunft effizienter arbeiten, damit jeder versteht, was es tut. Franziska Türk stellt das ambitionierte Vorhaben auf Politik-Digital.de vor.

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5 Lesetipps für den 4. Februar

In unseren Lesetipps geht es um Facebook vs. YouTube, Milliardäre und Zeitungen, FCCs Netzneutralitäts-Pläne, Social Bots und das drohende Ende der Beziehung zwischen Google und Uber. Ergänzungen erwünscht.

  • FACEBOOK Venture Beat: Facebook creamed Google at social networking. Now it wants to win at video, too: Dass Facebook den Kampf der sozialen Netzwerke gegen Googles Google + gewonnen hat, ist bekannt. Nun plant das Unternehmen den nächsten Angriff und hat YouTube im Visier. Dafür wurde in den vergangenen Monaten massiv die Videofunktion ausgebaut und gestärkt, sodass mittlerweile jeden Tag mehr als drei Milliarden Videoaufrufe auf Facebook verzeichnet werden. Darius Lahoutifard hat aus diesem Grund für VentureBeat analysiert, ob Facebook diesen Kampf gewinnen kann und wie YouTube auf Facebooks Vorstoß reagieren sollte.

  • ZEITUNG Handelsblatt: Milliardäre und die Zeitungen: Die Magie der Macht: Carlos Slim, Jeff Bezos, Warren Buffett sind nicht nur allesamt Milliardäre. Sie sind auch Zeitungseigner, die in den letzten Jahren Milliarden in diese investiert haben. Doch nicht etwa wirtschaftliches Kalkül ist der Grund für diese Investitionen – die Printbranche schwächelt bekanntlich – , sondern das Streben nach Macht. Dazu führen die reichen Käufer oft auch Tradition, Bewahrertum und Dienst an der Gemeinschaft als Gründe für ihre Käufe an. Axel Postinett hat nun für das Handelsblatt die Pläne der Milliardäre analysiert.

  • NETZNEUTRALITÄT Golem: Netzneutralität: FCC will mehr Einfluss auf Internetdienste durchsetzen: Mit neuen Regelungen macht die Federal Communications Commission (FCC) einen Vorstoß in Richtung Netzneutralität. So plant die FCC, dass das Internet nicht länger als Informationsdienst, sondern als Versorgungseinrichtung behandelt werden soll. Mit dieser Neudefinition könnte die amerikanische Regulierungsbehörde bewirken, dass alle Datenpakete gleich behandelt und somit die Netzneutralität durchgesetzt werden kann. Dabei erhält die Behörde prominente Unterstützung von Barack Obama, der sich in der Vergangenheit mehrfach für eine Stärkung der Netzneutralität eingesetzt hat.

  • SOCIAL BOTS Politik Digital: Der Feind in meinem Netzwerk: Social Bots: Auf Facebook, Twitter und Co. sind nicht alle Nutzer auch immer echte, menschliche Nutzer. Vermehrt tauchen sogenannte Social Bots auf, die gesteuert von komplexen Computerprogrammen versuchen, Daten und Informationen der Nutzer zu sammeln. Doch nicht nur, dass diese Social Bots Datensammler sind. Sie können auch in die Kommunikation und Meinungsbildung in den sozialen Netzwerken eingreifen. So können ganz einfach etwa Likes, Follower oder Retweets gekauft und gezielt zur Beeinflussung eingesetzt werden. Dies soll etwa im US-Wahlkampf geschehen sein.

  • UBER Gründerszene: Google und Uber – droht das Ende einer besonderen Beziehung?: Google plant angeblich eine eigene Ridesharing-App zu starten, die in Konkurrenz zu Uber und Co. treten soll. Hierbei möchte Google aber nicht auf menschliche Fahrer setzen, sondern plant einen Dienst mit selbstfahrende Autos. Interessant an der ganzen Sache ist dabei, dass Google an Uber beteiligt ist und mehr als eine Viertelmilliarde in Uber investiert hat. Ob durch Googles Pläne nun deswegen ein Ende der Beziehung zwischen Google und Uber droht, hat Gründerszene analysiert.

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Netzneutralität: WhatsApp lässt es bald klingeln

spy-whatsapp-messages (adapted) (Image by Sam Azgor [CC BY 2.0] via Flickr)
WhatsApp könnte schon bald seine 600 Millionen Nutzer kostenlos Telefonate via Internet führen lassen. Das ist Wasser auf den Mühlen der Telekoms, die sich die Aufweichung der Netzneutralität wünschen. Bald endlich könnte der Telefonhörer, den der populäre Kommunikations-Dienst WhatsApp im Logo trägt, Sinn machen. Schon vor einem Jahr hat Gründer [...]
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Große politische Schritte kündigen sich an für 2015

Free Internet (adapted) (Image by Thomas Galvez [CC BY 2.0] via Flickr)
2015 wird richtungsweisend sein in vielen politischen Bereichen des Internets und der digitalen Industrie. Doch was für uns logisch erscheint, muss nicht dabei herauskommen. Für uns in Europa ist Politik im Digitalen häufig europäisch. Das Internet hat wenige Grenzen und so müssen wir oftmals schauen, was sich in Brüssel oder [...]
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5 Lesetipps für den 17. Dezember

In unseren Lesetipps geht es heute um Google News in Spanien, das Urheberrecht, CETA, Netzneutralität in den USA und Daten verabeitender Journalismus. Ergänzungen erwünscht.

  • GOOGLE NEWS Gigaom: External traffic to Spanish news sites plummets after Google move: Klar wie Kloßbrühe war die Folge des Endes von Google News in Spanien (über die Lars Sobiraj gestern auf Netzpiloten.de berichtete), dass der externe Traffic auf die Seiten der Verlagsprodukte einbrechen würde. Innerhalb weniger Stunden bereits um 10 bis 15 Prozent, wie Chartbeat auf Grundlage von 50 Websites ermittelte. Dafür stieg aber der Anteil des internen Traffic an, der durch Verlinkungen zwischen spanischen Medien entsteht. Es wird spannend zu beobachten sein, ob die Medien sich weiterhin gegenseitig die Leser zu schieben oder weniger auf die direkte Konkurrenz verlinken.

  • URHEBERRECHT I taz: Freihandelsabkommen mit Kanada könnte Urheberrecht zementieren: Nach ACTA hat vor allem das Akronym TTIP eine breite Bekanntheit erlangt, allerings gibt es noch andere vier Buchstaben, die den Freihandel in seiner geplanten Form zu einer Bedrohung für unsere Gesellschaft machen könnten. Wie zum Beispiel CETA, dass geplante Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Kanada. Ähnlich wie schon bei den anderen Vorhaben spielt auch das Urheberrecht eine entscheidende Rolle in dem Vertragswerk. Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen gab deshalb bei dem Völkerrechtsexperten Henning Lahmann von der Unternehmensberatung iRights.lab ein Gutachten in Auftrag, indem Lahmann zu dem Schluss kommt, dass CETA die notwendige Modernisierung des Urheberrechts vereiteln könnte und den Status Quo zementiert.

  • URHEBERRECHT II Julia Reda’s Blog: Mein Bericht zum EU-Urheberrecht: Auf ihrem Blog stellt die Europaabgordnete Julia Reda, die vom EU-Parlament zur Berichterstatterin für die kommende Urheberrechtsreform ernannt wurde, den Fahrplan für die Evaluation vor. Und das übrigens in nicht weniger als sieben verschiedenen Sprachen. Mit ihrem Bericht will die Abgeordnete der Grüne/EFA-Fraktion dazu beitragen, dass mit der Urheberrechtsreform den Zugang zu Wissen und Kultur für alle Menschen verbessert und die nationalen Grenzen in der EU überwunden werden.

  • NETNEUTRALITÄT Ars Technica: “Shadowy” anti-net neutrality group submitted 56.5% of comments to FCC: Erinnern Sie sich, wie die US-Kommunikationsbehörde FCC im Sommer dazu aufforderte, dass man ihr seine Meinung zur Netzneutralität mitteilte? Der britische Comiker machte die Aufforderung und das Thema Netzneutralität einer breiten Masse bekannt, als er darüber in seiner Sendung sprach und seine Zuschauer aufforderte, sich bei der FCC für Netzneutralität auszusprechen. Ähnlichen Einfluss versuchte auch Koch Industries zu nehmen, zweitgrößte nicht börsennotierte Gesellschaft in den USA und die libertär-konservative Tea-Party-Bewegung unterstützende Firma der Koch-Brüder, indem sie eine verdeckte Mail-Kampagne initierten, die für mehr als 56 Prozent der eingegangenen Kommentare verantwortlich war. Natürlich ist Koch Industries gegen die Netzneutralität. Davor unterstützen die übrigens die globale Erwärmung bzw. deren Ursachen leugnende Kampagnen.

  • DATA TO TEXT Golem: Maschinen können keine Krimis schreiben: Im April diesen Jares hat Lars Sobiraj auf Netzpiloten.de über Roboterjournalismus geschrieben und sich dafür auch mit Saim Alkan unterhalten, einen der treibenden Kräfte in Deutschland. Auf Golem findet sich jetzt ein Interview von Christoph Schön mit Alkan, indem er erklärt, wie die automatische Generierung von Texten funktioniert, wohin sich die Technologie entwickeln könnte und warum „Data to Text“ die bessere Bezeichnung als Roboterjournalismus ist.

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Freedom on the Net Report 2014

2009_06_20_132012 (adapted)(Image by zensursula [CC BY 2.0] viaFlickr)
Wie in jedem Jahr hat „Freedom House“ wieder den „Freedom on the Net Report“ veröffentlicht. Unter anderem wird über die Auswirkungen der NSA-Affäre und über Netzneutralität berichtet. Nach der Bundestagswahl am 22. September 2013 wurde Netzpolitik in seiner ganzen Breite zu einem wichtigen politischen Thema in Deutschland. Vor allem, da [...]
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5 Lesetipps für den 20. November

In unseren Lesetipps geht es um Apples Plan mit Beats Music, mobile Suchergebnisse von Google, erfolgreiche Blogs, Netzneutralität und den gescheiterten Freedom Act. Ergänzungen erwünscht.

  • APPLE New York Times: Apple’s Plans for Beats Music Start to Take Shape: Apple plant, Beats Music in seine Geräte einzubauen. Ziel des Unternehmens ist es, gegen den Wunsch der Musiklabels die Gebühren des Streaming Services für Konsumenten von zehn Dollar auf fünf Dollar im Monat zu senken. Wegen der hohen Menge an kostenloser Musik im Internet bei Spotify und YouTube haben zuletzt viele Musiker ihren Frust kundgetan. Wie die Financial Times berichtet, möchte Apple Beats ab März 2015 in iOS aufnehmen. Bislang hat das Unternehmen keine Stellungnahme zu diesem Vorhaben abgegeben.

  • GOOGLE PHP Magazin: Google überarbeitet seine mobilen Suchergebnisse: Google plant offenbar, für mobile Geräte designte Seiten speziell zu markieren. Auf diese Weise soll es Nutzern künftig möglich sein, sofort zu erkennen, ob eine Webseite für die Nutzung durch Smartphones optimiert wurde. Google hofft, dass Webdesigner fortan mehr Seiten speziell für mobile Geräte konzipieren, um den Smartphone Besitzern das Internet zu erleichtern. Es ist sogar eine Überlegung von Google, diese in das Suchmaschinenranking miteinzubeziehen.

  • JOURNALISMUS OSK: Mit Vergnügen: Matze Hielscher und Pierre Türkowsky haben 2010 in Berlin das digitale Stadtmagazin „Mit Vergnügen“ gegründet. Darin empfehlen sie Partys, Ausstellungen, Filme und Musik in der Hauptstadt. Inzwischen schreiben über 20 Autoren an dem Projekt. Im Interview erzählt Matze Hielscher, wie es zu dem Blog gekommen ist, auf welche Weise man an seine Inhalte kommt und welche Art von Beiträgen die höchste Reichweite erzielt. Er berichtet weiter, wodurch man mit einer journalistischen Seite Geld verdient und warum die Art der Ausbildung für ihn dabei keine Rolle spielt.

  • NETZNEUTRALITÄT The Drum: Net neutrality could be ‘competitive advantage’ for Europe if ‚wrong‘ decision made in US, says Baroness Joanna Shields: Joanna Shields, die Digitalberaterin des britischen Premierministers, unterstützt Obamas Standpunkt zur Netzneutralität. Sie wünscht sich mehr Regeln, um die Offenheit des Internets weiterhin zu gewährleisten, denn anderenfalls könnte dies in eine falsche Richtung führen, was einen Wettbewerbsvorteil für Europa nach sich ziehen könnte. In der letzten Woche hat sich Präsident Obama für striktere Regeln zum Thema Netzneutralität stark gemacht, nachdem einige Provider die Möglichkeit verkündet hatten, besser bezahlten Datenverkehr zukünftig eventuell zu bevorzugen.

  • FREEDOM ACT Heise: NSA-Skandal: Republikaner verhindern „Freedom Act“ zur Beschränkung der NSA-Befugnisse: Die Republikaner haben den Versuch der Demokraten blockiert, mithilfe des Freedom Acts die Datenspionage der NSA zu begrenzen. Die Möglichkeit, Telefondaten zu sammeln, sollte mit dem Gesetz eingeschränkt werden, ebenso wie der Zugriff des US-Geheimdienstes auf die Standortdaten von Providern. Die Republikaner begründeten ihre ablehnende Haltung damit, dass die USA anderenfalls nicht mehr vor Terroranschlägen geschützt werden könnte. Datenschützer hielten das Gesetz sogar noch als zu schwach, da die NSA trotzdem weiter hätte Daten sammeln dürfen.

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5 Lesetipps für den 12. November

In den Lesetipps geht es um Netzneutralität, eine Mutter besucht ihre Tochter auf Arbeit, der Newsroom von Quartz, dbate und den Streaming-Dienst Spotify. Ergänzungen erwünscht.

  • NETZNEUTRALITÄT Süddeutsche.de: Obamas Kampf gegen Giganten: US-Präsident Obama sucht den Freiheitsbegriff der digitalen Welt – mit großer Geste, wie Adrian Kreye lesenswert auf Süddeutsche.de aufzeigt. Obama spielt die Rolle des Helden gegen die übermächtigen Monopole. Und kämpft damit für die digitale Freiheit aller Nutzer weltweit. Was er damit meint und welche Auswirkungen das auf die weltweiten Debatten um Netzneutralität hat, ist aber noch offen.

  • GENERATIONEN The New Yorker: What My Mom Said on “Take Your Parents to Work” Day: In den letzten Wochen gab es diverse Texte zu irgendwelchen Generationen, die sich, laut den meist älteren und nicht dazu gehörenden Autoren, irgendwie mit diesem Internet und überhaupt ihren Entscheidungen selbst schädigen. Zu diesen Texten kann man stehen wie man will, aber wenn man die heutige Generation wirklich verstehen möchte, sollte sich diesen Dialog zwischen Caitlin Kelly und ihrer Mutter anhören, die ihre Tochter einen Tag auf Arbeit begleiten durfte.

  • MEDIENWANDEL Digiday: Quartz rethinks the newsroom for the digital age: Auf Digiday wirft Lucia Moses einen interessanten Blick in den Newsroom von Quartz, wo ja bekanntlich digitaler Journalismus stets etwas anders gedacht wird. Entwickler und Redakteure arbeiten eng zusammen, nerdige Spielereien gehören zum Redaktionsalltag dazu und der Fokus liegt nicht allein auf dem Erstellen von Inhalten. Ein vierköpfiges Team kümmert sich namentlich um die „Dinge“, die durch die Digitalisierung des Journalismus möglich geworden sind und diesen ergänzen.

  • DBATE Meedia: Produzent Stephan Lamby gründet Video-Portal dbate: Gestern startete die Video-Plattform dbate.de online, mit der die Produktionsfirma Eco Media in Kooperation mit Video-Bloggern Dokumentationen erstellt. Im Interview mit MEEDIA erklärt Geschäftsführer Stephan Lamby sein Konzept, neben dem TV-Geschäft auch im Internet Geld zu verdienen, spricht über die Herausforderung mit Fremdmaterial und die Zusammenarbeit mit TV-Sendern.

  • STREAMING Spotify Blog: $2 Billion and Counting: In der Debatte um Taylor Swifts Rückzug von der Streaming-Plattform Spotify meldet sich nun Spotify-Gründer Daniel Ek zu Wort und schreibt im firmeneigenen Blog über die zuletzt wieder verstärkt geführte Debatte über den Nutzen von Streaming-Plattformen und wie viel Geld sie abwerfen. Ek betont, dass Streaming für Einnahmen sorgt, die es ohne einfach nicht geben würde. Dabei räumte er auch Fehler in der transparenten Darstellung ein, zeigte aber auf, dass die Musikindustrie sich nun einmal wandelt und sie grundsätzlich die Wahl hat, sich für kein Geld aufgrund von Piraterie zu entscheiden oder lernt, mit Streaming Geld zu verdienen.

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5 Lesetipps für den 11. November

In unseren Lesetipps geht es heute um Netzneutralität in den USA, Kommunikation ohne Internet, das Urheberrecht, Social Media im Wahlkampf und dem Studium. Ergänzungen erwünscht.

  • NETZNEUTRALITÄT Re/code: What President Obama’s Net Neutrality Proposal Means: In einem Blogpost auf Medium erklärt der US-Präsident Barack Obama sein Vorhaben, wie er sich für ein offene Internet einsetzen möchte, indem die Netzneutralität ein wesentlicher Bestandteil der Ordnung darstellt. Amy Schatz und Peter Kafka kommentieren auf Re/code, wie realistisch die Pläne sind, wie die Entwicklung aussehen könnte und das es sich bei Obamas Statement in erster Linie um ein Statement handelt und noch nicht mehr.

  • KOMMUNIKATION Nieman Journalism Lab: Can mesh networks and offline wireless move from protest tools to news?: In Zeiten der Digitalisierung konzentriert sich unsere Kommunikation verstärkt auf das Internet, doch es ist auch (immer noch) die Zeit von politischer Unterdrückung und Folgen der Klimakatastrophe. Demonstranten werden online überwacht, während zum Beispiel Flutopfern keine funktionierende Infrastruktur zur Verfügung steht. Für diese Menschen sind nicht auf das Internet setzende Wege der Kommunikation entscheidend. Susan E. McGregor vom Tow Center for Digital Journalism stellt im Blog des Nieman Journalism Lab einige Tools und die Entwicklung an sich vor.

  • WAHLKAMPF The Huffington Post: Wie Facebook künftig Wahlen entscheiden könnte: In den letzten Wochen haben wir in den Lesetipps verschiedene Artikel zum Einfluss von sozialen Netzwerken bei den kürzlich stattgefundenen Wahlen in den USA kuratiert. Auf der Seite der deutschsprachigen Huffington Post (am besten mit dem Browser-Add-on Clearly lesen) fasst Sebastian Christ die Entwicklungen gut zusammen, gibt einen lesenswerten Überblick zum Thema und ordnet am Beispiel eines historischen Wahlkampfmoments die Bedeutung von Social Media ein.

  • URHEBERRECHT Vox: How copyright law could get you killed: Das Urheberrecht ist im digitalen Zeitalter schon eine wirklich gefährliche Sache. Ein Fall von Wissenschaftlern in den USA zeigt jetzt, dass das Urheberrecht auch tödlich sein kann. Genauer gesagt geht es um das Patentrecht und der Unterschied zum Urheberrecht wird in den bekannten Vox-Cards auch erklärt, weshalb der Artikel trotz der etwas spitz formulierten Überschrift einen interessanten Einstieg in die Debatte um immaterielle Güter und ihren manchmal Schaden verursachenden Schutzgesetzen ist, die zum Wohle der Menschheit gelockert werden müssten.

  • SOCIAL MEDIA The Conversation: Why we banned laptops, iPads and smartphones in lectures: Im australischen The Conversation-Blog schreibt der dänische Professor Bent Meier Sørensen über den Bann von Laptops, iPads und Smartphones in seinem Unterricht. Bei allen Vorteilen von sozialen Netzwerken im Unterricht, zeigt sich in seinen Kursen, dass sich die Hälfte der Studierenden davon ablenken lassen, was wiederum Auswirkungen auf die andere Hälfte der Anwesenden hat. Sørensen steht nicht im Verdacht in Manier des F.A.Z.-Feuilleton die neuen Medien einfach zu verteufeln, viel mehr geht es darum, wie an Anwesenheit gebundener Unterricht in Zeiten der sozialen Netzwerke funktionieren kann, immer auch gekoppelt an ihren Nutzen außerhalb der Unterrichtsstunden.

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Schwimmbad-Analogie: Wie das Leben ohne Netzneutralität wäre

Mobilfunker und Netzbetreiber wollen die Gleichbehandlung aller Daten im Internet beseitigen. Wie sich das anfühlt, durfte ich kürzlich im Wiener Stadthallenbad erfahren. // von Jakob Steinschaden Ein Besuch im Wiener Stadthallenbad hat mir kürzlich gezeigt, wie ein Internet ohne Netzneutralität aussehen würde. Während sich Firmen Premium-Bahnen für ihre Mitarbeiter kaufen [...]
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5 Lesetipps für den 16. Oktober

In unseren Lesetipps geht es heute um HBOs eigenen Streamingdienst, eine Umfrage, die die Sichtweise des Silicon Valley zeigt, das mögliche Ende der Netzneutralität für Werbung, einen Dienst, der Gründerwissen sammelt, und Sascha Lobos neue Kolumne. Ergänzungen erwünscht.

  • STREAMINGDIENST: Golem: Netflix unter Druck: HBO plant eigenen Streamingdienst: Der amerikanische Kabelsender HBO macht Netflix Konkurrenz und kündigte an, ab 2015 einen eigenen Streamingdienst für Serien anzubieten. Der Grund hierfür ist, dass Time Warner, der Mutterkonzern von HBO, sich stärker um Kunden kümmern möchte, die zwar einen Internetanschluss von Timer Warner, aber kein Kabelfernsehen haben. Im Gegensatz zu Netflix hat HBO nicht nur eine Handvoll eigens produzierte Serien, sondern deutlich mehr eigenen Content als der ebenfalls amerikanische Konkurrent. Dadurch dürfte es HBO leicht haben, Kunden für das Zusatzangebot zu begeistern.

  • SILICON VALLEY: The Atlantic: The View From the Valley: The Atlantic hat seine erste Silicon Valley Insider-Umfrage veröffentlicht. In dieser wurden 50 Führungskräfte, Innovatoren und Denker insgesamt 19 Fragen wie “Welches Tech-Unternehmen ist am überbewerteten?” oder “Was ist das meist begehrteste Statussymbol im Silicon Valley?” gestellt. Die Ergebnisse dieser Umfrage wurden von The Atlantic übersichtlich und anschaulich aufbereitet und liefern ein gutes Bild, was die Führungskräfte, Innovatoren und Denker aus dem Silicon Valley denken.

  • NETZNEUTRALITÄT: The Wall Street Journal: Naht das Ende der Netzneutralität für Werbung?: Wenn es nach dem israelischen Startup Shine geht, könnten sich in Zukunft die Telekommunikationsunternehmen mit einem dreisten Plan ihre Anteilen an den Werbeerlösen erkämpfen und somit die Netzneutralität bei Werbung im Internet kippen. Shine Technologies hat nämlich eine Technologie entwickelt, mit der sich Werbung anders behandeln lässt als andere Daten. Laut Roi Carthy, Marketingchef bei Shine, wollen einige große Telekommunikationsunternehmen in den nächsten Monaten Anzeigen blockieren. So sollen die Werbenden zu Verhandlungen gezwungen werden und anschließend einen Teil der Werbeeinahmen an die Telekommunikationsunternehmen abstottern.

  • STARTUPS: t3n: Lernen von Entrepreneuren: The How sammelt Gründerwissen: Mit The How gibt es nach Primer nun den nächsten Dienst, der Startups hilfreichen Content bieten möchte. Anders als Primer erscheint das Projekt der Lean Startup Production aber nicht als App, sondern als übersichtliches Sammelsurium an nutzerwertigem Content. Dieser soll zeigen, wie Startups aufgebaut sind und wie sich diese skalieren lassen. Zusätzlich zu dem kostenlosen Angebot soll The How auch mit Videobeiträgen in Form von Webcasts ergänzt werden.

  • EINFLUSS: Spiegel Online: Sascha Lobo über die Macht der Mädchen im Internet: In seiner neuen Kolumne schreibt Sascha Lobo bei Spiegel Online, warum Mädchen zwischen 13 und 20 Jahren mit ihrem Smartphone “die Welt beherrschen”. Laut Lobo habe das Verhalten der weiblichen Teenager großen Einfluss auf die Netz- und Medienkonzerne, da diese durch die intensive Nutzung der sozialen Medien Trends entstehen lassen, die immer stärker sowohl die digitale als auch nicht-digitale Welt beeinflussen. An verschiedenen aktuellen Beispielen erläutert Lobo seine Position, wobei seine These, dass als Nächstes die Mädchen die Finanzwirtschaft umkrempeln werden, meiner Meinung nach dann doch ein bisschen überspitzt formuliert ist. Lobos Gedanken sind aber auch so erfrischend und lesenswert.

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5 Lesetipps für den 9. Oktober

In unseren Lesetipps geht es heute um DDoS-Trolle, Netzneutralität vs. Breitband, Verbraucherschutz, Gesichtserkennung im Teatreneu und Axel Springer ist beleidigt. Ergänzungen erwünscht.

  • THE GODS OF THE INTERNET CNET: Interview with a DDoS troll: Sich selber „The Gods of the Internet“ zu nennen deutet auf viele Probleme hin, aber scheinbar gibt einem die Fähigkeit DDoS-Attacken durchzuführen auch ein unglaubliches Gefühl von Macht. Michelle Starr hat sich mit Mitglieder der Gruppe DerpTrolling getroffen, die ihr einen Einblick in die DDoS-Trollszene gaben, für die derartige Angriffe eine zeitgemäße Form von Protest sind.

  • NETZNEUTRALITÄT Golem.de: Telekom-Unternehmen fordern „Qualitätsklassen“ fürs Netz: Auf Golem.de berichtet Thorsten Schröder, dass die Deutsche Telekom und Vodafone sich offen für die Einführung von „Qualitätsklassen“ im Internet aussprechen. Gegner nennen den Vorstoß zu Recht einen Angriff auf die Netzneutralität. Doch ähnliches plant scheinbar auch die CDU, wie Stefan Krempl auf Heise.de berichtet. Jens Koeppen (CDU), Vorsitzender des Bundestagsausschusses für die digitale Agenda, will Providern zusätzliche „Servicedienste“ erlauben, wenn sie ländliche Regionen an die Datenautobahn anschließen. Die SPD hält (noch) dagegen.

  • VERBRAUCHERSCHUTZ iRights.info: Meine Daten, meine Rechte und wie man sie durchsetzt: Fast jeder Dienst im Netz erfordert eine Anmeldung mit einem Benutzerkonto, selbst die App zum Pizzabestellen. Zugleich sind unsere Daten begehrte Ware im digitalen Markt. Michaela Zinke vom Verbraucherzentrale Bundesverband fasst auf iRights.info zusammen, welche Rechte man hat, an wen man sich wendet und welche Mühen und Überraschungen man dabei erleben kann.

  • GESICHTSERKENNUNG Digital Trends: Comedy club charges by the laugh using facial recognition tech: Das Comedy-Theater Teatreneu in Barcelona hat scheinbar einen neuen Weg gefunden, Geld zu verdienen und das auch noch erfolgsabhängig, was wahrscheinlich der Standup Comedy neue Impulse bringen wird. Oder auch eine sicherlich interessante Debatte über Datenschutz, denn das Teatreneu verwendet eine Gesichtserkennungssoftware, um die Lacher der einzelnen Zuschauer im Publikum zu erfassen. Einmal Lachen kostet 30 Cent, die auf den Ticketpreis aufgeschlagen werden. Bei 24 Euro gibt es eine Bremse, damit besonders vergnügte Gäste nicht arm werden.

  • AXEL SPRINGER Macnotes.de: Springer-Presse schießt jetzt gegen Apple und Google: Thank you for pointing out the obvious, Macnotes. Alexander Trust hat noch einmal schön aufgezeigt, wie sich die Berichterstattung über Apple und Google in Medien des Axel Springers Verlag von deren Beziehungen zu diesen Firmen verhalten. Und die kühlten zuletzt ab, was Computer BILD und BILD-„Zeitung“ zu teils sehr obskuren Meldungen über die beiden Konzerne veranlasste. Zum Beispiel darüber, dass das neue iPhone 6 zur Haarausfall führt, also dem Ausfallen bzw. Ausreißen eines einzigen Haares. Mit ähnlichen Berichten der Computer BILD hat sich Philipp Biel erst letzte Woche auseinandergesetzt.

Auf Startnext.de kann noch die nächsten 22 Tage das Crowdfunding-Projekt unserer Autorin Gina Schad unterstützt werden: „Durchgedreht mit…„.

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Und 2018 sind wir alle online – allerdings ohne Glasfaser

Unplugged - no computer, no internet, possible? (adapted) (Image by photosteve101 [CC BY 2.0], via flickr)
Flächendeckender Internetzugang mit 50 Mbit/s bis 2018. So avisiert es die Digitale Agenda, die am vergangenen Mittwoch vom Bundeskabinett verabschiedet wurde. Wer hier ein Déjà-vu hat, erinnert sich vermutlich an die Breitbandstrategie der Bundesregierung von 2009, die damals noch federführend vom Bundeswirtschaftsministerium vorgelegt wurde. Nun mag man den Autoren aufgrund [...]
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Damals war’s… als ich in der Zukunft war

High Speed Internet (adapted) (Image by ReindeR Rustema [CC BY SA 2.0], via flickr)
Als ich Ende 2011 von München nach Berlin zog, ließ ich nur mein schönes Zimmer im Schlachthofviertel links der Isar zurück, sondern auch meinen 100 Mbit/s-Internetanschluss, den ich damals seit rund einem Jahr von einem lokalen Telekommunikationsanbieter bezog. Diese Geschwindigkeit kannte ich bis dahin nur von meinem Arbeitsplatz bei CHIP [...]
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5 Lesetipps für den 7. August

In unseren Lesetipps geht es heute um ein Jahr Leistungsschutzrecht, Journalismus auf Smartphones, Roboter bei der Arbeit, Sponsored Post in der New York Times und Netzneutralität. Ergänzungen erwünscht.

  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT WSJ.de: Außer Spesen bislang nichts gewesen: Am 1. August 2013 trat das Leistungsschutzrecht für Presseverlage in Kraft. Die deutsche Medien-Lobby hatte es geschafft, dass die damalige Bundesregierung aus CDU/CSU und FDP, sowie Teile der SPD im Bundesrat, ein absolut sinnloses Gesetz beschließen, dass rein gar nichts mit dem Urheberrecht zu tun hat und nur gegen Google und andere online erfolgreicher agierende Internet-Unternehmen gedacht war. Das Leistungsschutzrecht für Presseverlage ist ein an sich beeindruckendes Beispiel von Macht, dass aber auch nach einem Jahr mehr Schaden als Nutzen anrichtete, wie Stephan Dörner in der deutschsprachigen Ausgabe der Wall Street Journal dokumentiert.

  • MOBILE FIRST Wired.com: How the Smartphone Ushered In a Golden Age of Journalism: In unseren gestrigen Lesetipps haben wir auf einen lesenswerten Artikel von Ricardo Bilton auf Digiday hingewiesen, der erklärte, dass eine Mobile First-Strategie zu kurz gedacht ist, da je nach Tageszeit auch der Desktop sehr relevant zum Lesen von Inhalten ist. Das stimmt, aber warum trotzdem eine gute Mobile First-Strategie wichtig ist, erklärt Frank Rose auf Wired.com, denn Smartphones & Co. sind wahrscheinlich wirklich der Anfang für eine wirklich goldene Zeit im Journalismus.

  • ROBOTER Theguardian.com: Will robots take our jobs? Experts can’t decide: Auch wenn es bei mancher Lektüre oft so scheint, als ob für die Innovation von morgen schon Hopfen und Mal verloren ist, interessieren sich noch manche Menschen dafür, was bzw. wer kommen wird. Das Pew Research Institut hat über 2.000 Experten zur Zukunft der Arbeit interviewt und diesmal ging es knapp Pro Roboter aus. 52 Prozent der Befragten sehen die zukünftige Entwicklung optimistisch, 48 Prozent nicht. Alex Hern fasst den Report im Guardian lesenswert zusammen und verweist auch auf andere lesenswerte Berichte von Pew Research.

  • SPONSORED POST The Dish: The NYT Caves Further To Sponsored Content: Es muss für Journalismus-Nostalgiker, oder netter ausgedrückt Romantiker, ein Grauen sein, dass gerade die große New York Times mit Siebenmeilenstiefeln in eine Zukunft des Journalismus voranschreitet, in den Sponsored Post eine grundlegende Bedeutung zur Finanzierung von journalistischen Inhalten sind. Das muss nicht immer positiv sein, wie John Oliver vortrefflich erklärt, kann aber auch Positives schaffen, wie uns zum Beispiel. Aber auch uns überrascht die Konsequenz der New York Times, die Andrew Sullivan in seinem Blog The Dish erklärt.

  • NETZNEUTRALITÄT t3n: 4 Gründe, warum Netzneutralität wichtig ist – und gerade Startups dafür kämpfen müssen: Unser ehemaliger Netzpiloten ist gerade für t3n im Silicon Valley und hat abe rnoch Zeit gefunden, eine lesenswerte Analyse zu schreiben, warum die Netzneutralität als Garant für Fortschritt und Innovation im Netz und das Rückgrat der Wettbewerbsfähigkeit gerade für junge Startups von besonderem Interesse ist. Doch anders als in USA interessiert sich die europäische Digitalwirtschaft noch zu wenig für ihren Erhalt. Etwas, dass sich schnell ändern sollte.

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5 Lesetipps für den 6. August

In unseren Lesetipps geht es heute um Social Media im Krieg, die Geschichte von Foursquare, Netzneutralität, Mobile First und Smart Country. Ergänzungen erwünscht.

  • SOCIAL MEDIA Medium: Israel, Gaza, War & Data: Die Digitalisierung erfasst unsere ganze Gesellschaft. In guten und schlechten Zeiten. Auch einen Krieg erleben wir heute digital, sei es in den eingesetzten Waffen oder der Berichterstattung darüber. Auf Medium erklärt Gilad Lotan, welchen Einfluss soziale Netzwerke auf die Wahrnehmung eines Krieges hat. Vermeintlich „näher“ dran zu sein erhöht nicht die Wahrheit, denn die Journalismus ausmachende Distanz, Einordnung und Bewertung geht verloren.

  • FOURSQUARE Mobile Rocket Science: Die Geschichte von Foursquare: Was aus Foursquare werden wird, scheint noch ungewiss zu sein, seitdem das Unternehmen seine Check-in-App von einem sozialen Netzwerk in einen Yelp-Konkurrent verwandeln möchte. Spannend ist aber auch die Firmengeschichte, deren Meilensteine der Blogger Mario Havanna lesenswert auf Mobile Rocket Science zusammenfasst.

  • NETZNEUTRALITÄT Golem.de: Verizon erzieht seine Kunden zum fairen Datenverbrauch: In den USA versucht der Netzbetreiber Verizon seine Bestandskunden, die noch Verträge mit unbegrenztem Datenverkehr haben, zu mehr Datensparsamkeit zu erziehen, in dem sie gedrosselt werden. Neukunden sind davon ausgenommen, weshalb FCC-Chef Tom Wheeler dem Unternehmen vorwirft, auf diese Weise Altkunden in die neuen Verträge mit festgeschriebener Drosselung zu zwingen.

  • MOBILE FIRST Digiday: Should publishers really think ‚mobile-first‘?: Auf Digiday erklärt Ricardo Bilton, dass Internettraffic kein Nullsummenspiel ist und sich die Nutzung am Desktop und die mobile Nutzung eigentlich ergänzen. Während von 9 bis 18 Uhr vermehrt am Desktop gelesen wird und dieser Anteil sogar noch wächst. wird vor allem vom Abend bis zum nächsten Morgen, wenn die meisten also nicht am Arbeitsplatz sind mobil gelesen.

  • SMART COUNTRY Politik-Digital.de: Das Internet der Dinge auf dem Land: In der aktuellen Debatte um „Smart Cities“ wird zu Unrecht ausgeklammert, dass der Großteil der deutschen Bevölkerung außerhalb von Metropolen und Ballungsräumen lebt. Auf Politik-Digital.de plädiert Gerald Swarat, dass die dringenden gesellschaftlichen Probleme, denen sich die Regionen stellen müssen, auf die Tagesordnung einer Digitalen Agenda gesetzt werden müssen.

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5 Lesetipps für den 18. Juli

In unseren Lesetipps geht es heute um Mobile Payment, StumpleUpon, Netzneutralität in den USA, der Medienwandel in Mannheim und Disruption in Europa. Ergänzungen erwünscht.

  • MOBILE PAYMENT Berliner Morgenpost: Wie wir in Zukunft bezahlen werden: In der Berliner Morgenpost schreibt Jürgen Stüber über eine aktuelle Studie des Marktforschungsunternehmens Juniper Research, dass mit den Erwartungen von Nutzern beim Smartphone-Banking beschäftigte. Der Prognose zufolge soll sich die Nutzerzahl von derzeit 800 Millionen auf 1,75 Milliarden steigen.
  • STUMBLEUPON Digiday: Publishers‘ love-hate relationship with StumbleUpon: Eine von mir privat sehr geschätzte Plattform ist StumbleUpon, die hierzulande größtenteils noch unbekannt ist. Auf Digiday stellt Lucia Moses den Dienst genauer vor und zeigt die Möglichkeiten für Native Advertising, denn gerade hierzulande stellt StumbleUpon vielleicht eine interessante Möglichkeit dar, seine Inhalte entdecken zu lassen.
  • NETZNEUTRALITÄT Golem: Mehr als eine Million Kommentare zur Netzneutralität: Die US-Kommunikationsbehörde FCC hat kurz vor Fristende mehr als eine Million öffentliche Kommentare zu ihren Vorschlägen zur Neuregelung des Internetverkehrs erhalten. Erstmals hat ein Thema damit die Millionenmarke überschritten.
  • MEDIENWANDEL JakBlog: Die Mär von der digitalen Dolchstoßlegende: Die Zeitung „Mannheimer Morgen“ baut 40 Arbeitsplätze ab, allein 20 davon in der Redaktion und diese Entwicklung wird klar als Folge der Digitalisierung der Medienbranche angesehen. Doch die wirtschaftliche Situation von Medien ist komplexer, wie Christian Jakubetz mit einem Vergleich zum Männerfußball in Deutschland aufzeigt.
  • DISRUPTION Naked Capitalism: Technology Displacing Jobs In Europe: Auf Nakedcapitalism.com setzt sich Yves Smith mit einem Paper von Jeremy Bowles über den Abbau von Arbeitsplätzen durch die Digitalisierung auseinander. Noch ist strittig, ob sich wirtschaftliches Wachstum nur verlangsamt und Technologien in Zukunft weniger Einfluss haben werden oder ob die Auswirkungen wirklich dramatisch sind, aber wenn letzteres eintritt, wird in Europa das Nord-Süd-Gefälle sich auch in einem digitalisierten Wirtschaftssystem stärker ausprägen.

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5 Lesetipps für den 14. Juli

In unseren Lesetipps geht es heute um Netzneutralität, Ulrike Langer über Journalismus, die Zukunft des Buchhandel und Big Data bei der Weltmeisterschaft im Männerfußball. Ergänzungen erwünscht.

  • NETZNEUTRALITÄT TechCrunch: 647,000 Comments Have Been Sent To The FCC About Net Neutrality: Ende Mai berichtete der Moderator John Oliver in seiner Late Night-Show über das Thema Netzneutralität und die Pläne der US-Handelskommission FCC, diese abzuschaffen. Die FCC hat eine bis dahin nicht sehr beachtete Online-Kommentarfunktion zu der geplanten Reform, auf die Oliver hinwies und seiner Zuschauer bat, dort ihre Meinung zu den für das Internet gefährlichen Plänen zu hinterlassen. Mehr als 647.000 kommentierten daraufhin die Pläne des FCC.
  • JOURNALISMUS Journalist: Interview mit Ulrike Langer: Ulrike Langer ist mehr als nur eine freie Journalistin unter vielen: Sie begreift sich als eigene Medienmarke; das Internet ist ihre Marketing-Plattform. Im Interview mit „Journalist“ erzählt sie, warum genau diese Berufsauffassung der zukünftige Schlüssel zum journalistischen Erfolg ist und was Blogger mit Hobbychirurgen zu tun haben.
  • BUCHHANDEL I Spiegel Online: Über Amazon, Buchmarkt, Literaturbetrieb und Medienkrise: „Begrüßt die neue Zeit mit einer Rose im Mund“, schreibt die Schweizer Schriftstellerin Sibylle Berg in ihrer Kolumne auf Spiegel Online. Statt die Vergangenheit zu betrauern, sollten wir uns ihrer Meinung nach überlegen, wie wir den Buchmarkt von morgen selbst gestalten können – und weder Leser noch Autoren für Idioten halten.
  • BUCHHANDEL II More Intelligent Life: Let’s reinvent the bookshop: Nach Sibylle Bergs Plädoyer für mehr Mut in der Buch- und Literaturbranche zum Wandel sollte man die von der Journalistin Rosanna de Lisie eingessamelten Ideen von vier Architekten und Designer lesen, wie eine in Zeiten von Amazon, E-Books und Medienkrise eine Buchhandlung in Zukunft aussehen sollte.
  • BIG DATA Handelsblatt: Der neue deutsche Co-Trainer ist eine App: Auf Handelsblatt.de stellt Axel Postinett ein interessantes Detail der Arbeit des Trainerstabs der Nationalmannschaft im Männerfußball vor. Mithilfe einer Datenbank-Analysesoftware von SAP sind die Trainer auch am Spielfeldrand in Echtzeit über alle Daten des Spiels informiert. Acht Kameras liefern 5000 Datenpunkte pro Spiel, deren Analyse die Trainer via App sofort abrufen können.

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Adé Flatrate – Wie Base seinen Kunden die Kontrolle entzieht

Die E-Plus-Tochter Base drosselt nicht nach Erreichen des Datenlimits, sondern bucht ein teures Datenpaket hinzu – zum Ärger der Nutzer. Jedes Megabyte kostet Geld. Das merken besonders Nutzer der mobilen Datendienste. Provider knausern mit schnellen Datenpaketen, vermeintliche Flatrates werden nach Erreichen des Datenvolumens auf Schneckentempo reduziert. Seit dem 1. Juni geht der Mobilfunkanbieter Base nun einen neuen Weg, der sowohl die Kostenkontrolle einschränkt als auch die Netzneutralität gefährdet.

Datenpakete statt Flatrate

Dem Kunden stehen ab sofort die vier Tarife „Base pur“, „Base smart“, „Base all-in“ und „Base all-in plus“ zur Verfügung (Link). Darin enthalten sind Datenpakete von 50 MB bis 2 GB. Erreicht der Nutzer das Monatslimit, so werden zusätzliche Erweiterungen fällig. Diese sind je nach Tarif gestaffelt (50, 100 oder 750 MB) und schlagen mit 1,50 Euro, 2 Euro oder 5 Euro zu Buche. Base-Kunden erhalten lediglich eine Info-SMS, in der auf die Zusatzbuchung hingewiesen wird. Alles Weitere geschieht im Hintergrund beim Provider. Bis zu dreimal kann dies pro Monat geschehen, dann wird das Volumen endgültig auf 56 kbit/s gedrosselt.

Der zu zahlende Extra-Betrag ist ein Muss, um auch weiterhin im mobilen Datennetz surfen zu können – ein klarer Angriff auf die Netzneutralität. Doch es kommt noch dicker: Erreicht der Nutzer in drei aufeinanderfolgenden Monaten das „Daten-Automatik-Volumen“, so „erfolgt ein automatischer Upgrade […] in die nächsthöhere Datenoption„. Im Klartext: Der Kunde wird mehr oder weniger gezwungen ein größeres Datenpaket zu buchen. Manuelle Tarifwechsel sind laut E-Plus nur in Ausnahmen möglich, „ein Anspruch darauf besteht nicht„.

Ein Rechenbeispiel: Der Verbraucher befindet sich im „Bestseller“-Tarif „Base all-in“ für zurzeit 25 Euro monatlich. Darin enthalten sind gerade einmal 500 MB Datenvolumen in HSDPA-Geschwindigkeit also 7,2 Mbit/s. Danach werden für das 100-MB-Paket 2 Euro fällig, für die maximal angesetzten 300 MB also 6 Euro. Nach drei Monaten überschwänglichem Datenverbrauch wechselt Base automatisch in das 750-MB-Zusatzpaket für monatlich 5 Euro.

Kunden verlieren Kontrolle – und eine Menge Geld

Nachdem Base der ersten Anbieter war der Prepaid-Kunden den schnellen Mobilfunkstandard LTE mit bis zu 42 Mbit/s ermöglichte, ist dieser Tarifwechsel für mich nicht nachvollziehbar. Kunden verlieren mit der neuen Regelung einen nicht unerheblichen Teil an Kontrolle über ihren Tarif und die darin festgelegten Konditionen. Das Smartphone organisiert sich mehr oder weniger selbst ohne aktives Zutun des Besitzers. Ist die teurere Datenoption gebucht, gestaltet sich ein Rücksetzen als fast unmöglich. Nur durch individuelle Kulanz können Wechsel vollzogen werden.

Ich persönlich denke und hoffe auch, dass dieses Modell bei den hiesigen Mobilfunkprovidern keine Schule machen wird. Wie lange Base diese Produktpolitik durchziehen kann, ist ungewiss. Obwohl die Regelungen vorerst nur für Neukunden gelten, haben in den letzten Tagen immer mehr Kunden ihren Ärger Luft gemacht. Interessant dürfte sein wie sich der Mobilfunkriese O2, dem der E-Plus-Konzern seit einigen Monaten gehört, zu den Machenschaften positioniert. Vielleicht handelt sich ja auch um eine ausgeklügelte Abwicklungsstrategie des Münchner Unternehmens.

 

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5 Lesetipps für den 19. Mai

In unseren Lesetipps geht es um Netzneutralität, Pinterest wachsende Bedeutung, den Umbau des Bundesinnenministeriums, eine Debatte um Google und den Messanger AppTalk. Ergänzungen erwünscht.

  • NETZNEUTRALITÄT ReadWrite: Why Net Neutrality Became A Thing For The Internet Generation: Auf ReadWrite schreibt Dan Rowinski über die Bedeutung von Netzneutralität für den jüngeren Teil der Gesellschaft, leider nicht die Gesellschaft mit politischer Relevanz. Sie ist mit einem freien Internet aufgewachsen, das Prinzip Grundannahme jeglichen Denkens. Ein spannender Beitrag zur Debatten in den USA über die neuen Pläne des FCC beim Thema Netzneutralität.
  • PINTEREST NYMag: Pinterest Is Sneaking Up on Twitter and Facebook: In Deutschland beklagt sich der Springer-Verlag und andere gerne über die selbstgewählte Abhängigkeit von Google, während in den USA soziale Plattformen wie Facebook und Twitter mehr Besucher auf die Seiten liefern. Dort mischt jetzt aber auch Pinterest mit und das in einem steil wachsenden Ausmaß, dass besonders Twitter seine Position bei den Medien fürchten muss. Kevin Roose fasst die Entwicklung im New York Magazine zusammen.
  • BUNDESINNENMINISTERIUM Tagesspiegel: Thomas de Maizière baut sein Ministerium um: Im Tagesspiegel schreibt Antje Sirleschtov über die Pläne von Innenminister Thomas de Maizière, sein Haus umzubauen. In einem ersten Schritt im Kampf gegen Cyber-Kriminalität sollen auch die Sicherheitsorgane mit neuen Aufgaben und mehr Personal ausgestattet werden. Stück für Stück wird das Innenministerium zum Ministerium für Spionage, Datenschutz und Überwachung unter einem Dach vereint.
  • GOOGLE SWR2: Wie böse ist Google?: Mal kein Lesetipp, sondern etwas für die Ohren: Im SWR2 Forum diskutiert Radiomoderator Gábor Paál mit Björn Böhning (Leiter der Berliner Senatskanzlei), Götz Hamann (Die Zeit) und Mario Sixtus (Freier Journalist) das Urteil des Europäischen Gerichtshof. Der Titel „Wie böse ist Google?“ ist jetzt nicht sehr glücklich formuliert, die Diskussion aber ist gut geführt und interessant.
  • APPTALK Netzwertig.com: Facebook kopiert Berliner Messaging-App Taptalk: Die aus Berlin stammende visuelle Messaging-App Taptalk fällt durch einen besonders simplen Mechanismus zum Versenden von Fotos und Videos auf. Laut Financial Times arbeitet Facebook an einer Anwendung namens Slingshot, die das Prinzip nachahmt. Martin Weigert kommentiert die Meldung und die Pläne von Mark Zuckerberg auf Netzwertig.com.

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5 Lesetipps für den 16. Mai

In unseren Lesetipps geht es um Amazon und Social Reading, Verschlüsselung in der Kommunikation, Netzneutralität und Netzpolitik bei der Europawahl. Ergänzungen erwünscht.

  • SOCIAL READING Netzwertig.com: Warum Amazon erste Adresse für gemeinsames Lesen sein sollte, es aber nicht ist: Bislang hat Amazon es versäumt, E-Book-Lesern ein komfortables, benutzerfreundliches Netzwerk zum gemeinsamen Lesen anzubieten. Mit der Integration von Goodreads geht es zwar voran, trotzdem gibt es Grund zur Skepsis, wie Martin Weigert auf Netzwertig.com schreibt. Denn die Stärken des Unternehmens liegen nicht im Software- und Interface-Bereich.
  • VERSCHLÜSSELUNG Heise Online: Verschlüsselter Datenverkehr nimmt zu: Laut einer Studie steigt seit Beginn der Enthüllungen des Whistleblowsers Edward Snowden der Anteil an SSL-verschlüsselten Verbindungen im Internet. Die Zunahmen in den USA und Europa unterscheiden sich aber.
  • NETZNEUTRALITÄT I Zeit Online: US-Behörde FCC bereitet Zwei-Klassen-Internet vor: Trotz Proteste von Netzaktivisten forciert die US-Telekommunikationsaufsicht FCC ihre Pläne für kostenpflichtige Überholspuren im Internet. Mit drei zu zwei Stimmen billigte das Entscheidungsgremium der Behörde den Vorschlag von FCC-Chef Tom Wheeler, wonach Internetanbieter künftig bestimmten Datendiensten gegen Aufpreis eine bevorzugte Weiterleitung anbieten können. [Machen Sie sich doch bitte mal die Mühe, und suchen mit einer Suchmaschine Ihrer Wahl, für wen Tom Wheeler zuletzt gearbeitet hat.]
  • NETZNEUTRALITÄT II CNET: ?Comcast vs. Netflix – Is this really about Net neutrality?: Auf CNET gibt Marguerite Reardon einen umfassenden Überblick zum Thema Netzneutralität und den Deal zwischen Comcast und Netflix.
  • NETZPOLITIK Hyperland: Netzpolitik bei der Europawahl: Die netzpolitische Agenda der Parteien wird stark vom Thema Datenschutz dominiert, wie Christiane Schulzki-Haddouti im Hyperland-Blog des ZDF schreibt. Nach dem NSA-Skandal rücken auch die Geheimdienste stärker in den Fokus der Parteipolitik. Ein kurzer Überblick über zentrale Positionen der deutschen Parteien im Europawahlkampf zu Datenschutz, Geheimdienste, Urheberrecht und Breitbandausbau.

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5 Lesetipps für den 9. Mai

In unseren Lesetipps geht es um das IT-Projekt Herkules, Netzneutralität, Spenden mit Bitcoins, Programmieren in Kinderzimmern und Edward Snowden soll vorm NSA-Untersuchungsausschuss aussagen. Ergänzungen erwünscht.

  • HERKULES Reuters: Regierung nimmt IT-Projekt Herkules in Eigenregie: Das IT-Projekt „Herkules“ des Bundesverteidigungsministerium ist erst einmal auf Eis gelegt, wie die Nachrichtenagentur Reuters schreibt. Laut einem vertraulichen Bericht will das Ministerium bis 2016 prüfen, wie die Zukunft des Milliardenprojekts „Herkules“ aussehen solle. Die Zusammenarbeit mit Siemens und IBM bei der Bundeswehr-IT wird nach Angaben aus Bundestags-Haushaltskreisen vorerst nicht fortgesetzt.
  • NETZNEUTRALITÄT Netzwertig.com: Das Gerede vom teuren Netzausbau ist vorgeschoben: Telekommunikationskonzerne begründen die Infragestellung der Netzneutralität gerne mit den zu refinanzierenden Ausgaben für den Ausbau ihrer Leitungen, wie Martin Weigert auf Netzwertig.com schreibt. Doch das Instrument zur Kostendeckung existiert bereits: Preis- und Produktdifferenzierung bei Internetzugängen – fairer und cleverer, als die Telekom es plante.
  • BITCOIN CNET: Bitcoin wins US election panel’s approval for political donations: In den USA erlebt die Digitalwährung Bitcoins ein Auf und Ab wie Kniebeuge. Trotz turbulenter Monate hat die US-Wahlbehörde die Kryptowährung als Zahlungsmittel anerkannt. Grundsätzlich seien Bitcoins wie „Geld oder etwas Wertvolles“ anzusehen, trotzdem gibt es Auflagen bei der Nutzung des Geldes als Spendenmittel.
  • PROGRAMMIEREN Zeit Online: Holt die Hacker-Talente aus den Kinderzimmern: Es machen immer noch viele Leute Abitur, ohne sich jemals mit HTML oder Programmiersprachen auseinandergesetzt zu haben. Kinder, die gerne programmieren, haben es schwer in Deutschland. Die Macher von Jugend hackt wollen das a?ndern.? Lisa Altmeier hat sich mit Maria Schröder über die Initiative und Programmieren in deutschen Kinderzimmern unterhalten.
  • NSA-UNTERSUCHUNGSAUSSCHUSS Tagesspiegel: Ausschuss befragt Edward Snowden: Einstimming hat der NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestags eine Befragung von Edward Snowden beschlossen. Aber bei der Frage, wo und wie das geschehen soll – ob per Video-Interview aus Moskau oder live in Berlin – darüber konnten sich die Abgeordneten nicht einigen. Auch innerhalb der Großen Koalition besteht darüber Uneinigkeit. Linke und Grüne plädieren für eine Aussage in Berlin und Schutzzusagen an Edward SNowden. Einige Abgeordnete der SPD sehen das genauso, nicht aber die CDU/CSU-Fraktion.

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5 Lesetipps für den 8. Mai und 5 Lesetipps zur rp14

In unseren Lesetipps geht es heute um die Netzneutralität, den Urknall, Googles Loon-Projekt die Diskussion um die Providerhaftung und die re:publica. Ergänzungen erwünscht.

  • NETZNEUTRALITÄT I Digitale Notizen: Die Sache mit der Netzneutralität: Was ist eigentlich Netzneutralität? Der Video-Blogger Hank von Vlogbrothers bringt das in einem kurzen Dialog mit sich selbst gut und unterhaltsam auf den Punkt. Wer sich bisher vor dieser wichtigen Debatte scheute, findet hier vielleicht einen sehr guten Einstieg in die Materie.
  • NETZNEUTRALITÄT II Ars Technica: Weak net neutrality won’t scare investors away from Internet startups: Auf Ars Technica schreibt Jon Brodkin über einen Aspekt der Auswirkungen des Wegfalls von Netzneutralität auf die Digitalwirtschaft: Geld wird trotzdem fließen. Während davon ausgegangen werden kann, dass es aufgrund der verzerrten Wettbewerbsbedingungen zu einem Einbruch von Innovation kommen wird, werden Investoren seiner Meinung nach weiterhin in Startups investieren.
  • URKNALL CNET: See epic computer sim re-create the universe: Auf CNET schreibt Eric Mack über den Versuch von Physikern, mit Hilfe eines Netzwerks an Supercomputers den Urknall, also die Entstehung unseres Universums, zu simulieren. Damit wollen sie herausfinden, was genau nachdem Urknall passierte.
  • PROJECT LOON Ars Technica: Google will lease its balloon-based wireless network to telcos: Auf der TechCrunch Disrupt berichtet Astro Teller, der Leiter von Googles Ballon-Projekts „Loon“ darüber, wie es mit dem Projekt weitergehen soll. Sein Plan ist, die WLAN teilenden Ballons an nationale Telekommunikationsunternehmen zu vermieten und so das Projekt zu finanzieren. Die Unternehmen wiederum hätten die Möglichkeit auch in ländlichen Regionen eine Grundversorgung mit Internet anzubieten.
  • PROVIDERHAFTUNG Musikmarkt: DACH-Forum 2014 – Providerhaftung neu bestimmen?: Auf Musikmarkt.de berichtet Lothar Scholz vom zweiten Tag des von GVU, VAP und SAFE veranstalteten DACH-Forums 2014 zum Urheberrechtsschutz, dass parallel zur Berlin Web Week stattfand. Thema war die Verantwortlichkeit der Internet Service Provider für Rechtsverletzungen im Zentrum der Debatte, allerdings wurde dies ohne einen Host-Provider diskutiert. Die Einseitigkeit der Podien wurde allgemein beklagt. Neu ist bzw. ein alter Hut, die Position von Ansgar Heveling (CDU), der das Thema „Warnhinweise“ im Internet scheinbar noch nicht aufgegeben hat.

  • RP14 I Breitband: Hacking in Afrika: Die Berlinerin Victoria Wenzelmann ist Teil eines Teams von Designern und Entwicklern aus Europa, die letzten Herbst einen Roadtrip durch Afrika machten. Im Interview auf der re:publica berichtet sie von Gemeinsamkeiten und Unterschieden europäischer und afrikanischer Hacker.
  • RP14 II Frisch gebloggt: Re:publica 2014 Tag 2 – ein Resumee: Ja ja, die re:publica ist keine Blogger-Konferenz mehr und war es vielleicht auch nie. Schon kapiert. Hier gibt es trotzdem einen lesenswerten Bericht über den zweiten Konferenztag von der Bloggerin Katharina Kokoska.
  • RP14 III Zeit Online: Interessanter Autismus-App vorgestellt: Auf Zeit Online berichtet Angela Gruber über eine App, die Autisten die Kommunikation erleichtern sollen. Die sind aber teuer, weshalb Doreen Kröber zusammen mit ihrem autistischen Sohn eine Alternative entwickelt hat, die sie auf der re:publica vorstellten.
  • RP14 IV stern@re:publica: Google Nest oder: der liebloseste Hoax aller Zeiten: Timo Brücken vom Stern-Team auf der re:publica berichtet von dem gestrigen Hoax auf der Konferenz, der vermeintlichen Ankündigung neuer sozialer Features von Google. War dann aber alles doch nicht so witzig, wie geplant, was bei den meisten Besuchern gar nicht gut ankam.
  • RP14 V Zeit Online: Hier können alle für eine freie Gesellschaft kämpfen: Auf Zeit Online stimmt Kai BIermann ein Loblied auf die re:publica an, zwar eine von vielen Konferenzen zum Internet in Europa, aber eine, die von normalen Menschen für normale Menschen gemacht wird. Das es bei der re:publica um eine Veranstaltung handelt, in der gerade die Zivilgesellschaft selber das Internet und seine Auswirkungen diskutieren kann, macht die Konferenz so wertvoll.

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Martin Oetting: „Das Internet ist ein globales Experiment“

Marketing-Experte Martin Oetting über sein Kernthema „Mundpropaganda“, nervige Werbung, Crowdfunding als Marketinginstrument und das Kommerzielle im Netz. // von Gina Schad Martin Oetting ist Experte in Sachen Mundpropaganda; darunter versteht er eine Art der Werbung, die das Ziel verfolgt, dass am Arbeitsplatz oder zuhause in der Familie über das beworbene [...]
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5 Lesetipps für den 25. April

In unseren Lesetipps geht es heute um das mobile Standbein von Apple und Facebook, mobiles Arbeiten im Journalismus, die Zukunft der E-Mail, FB Newswire und Netzneutralität. Ergänzungen erwünscht.

  • MOBILE The Atlantic: Apple and Facebook Are Phone Companies Now: Auf der Website des Atlantic setzt sich Derek Thompson mit den Quartalsberichten von Apple und Facebook auseinander und kommt zu dem Fazit, dass beide Unternehmen inzwischen Smartphone-Firmen sind. 100 Prozent des Einnahmenwachstums ist auf den mobilen Sektor zurückzuführen – bei Apple mit dem iPhone und Facebook durch mobile Werbung.
  • E-MAIL Digitalstrategie.com: Die E-Mail ist ein Kutscher und für Alte: Als Teil einer Blogparade setzt sich Martin Meyer-Gossner auf Digitalstrategie.com lesenswert mit der E-Mail der Zukunft auseinander. Heutzutage ist die E-Mail für ihn „wie ein Kutscher (Absender), der seinen Wagen mit vielen Leuten (Adressaten) und Koffern (Attachments) belädt, sich auf einen viel zu langen Weg macht (CC-Mentalität), nach und nach einen Teil oder Mensch abwirft, in der Hoffnung (Ignoranz der Vier-Augen Prinzipienreiter), um irgendwann mal das Ziel zu erreichen (Delete- und/oder Archivierung-Button)“. Und morgen?
  • PUBLISHING Nieman Journalism Lab: Craig Mod on making writing more mobile-friendly and where digital publishing is headed: Im Blog des Nieman Journalism Lab schreibt Justin Ellis über sein Interview mit Craig Mod zum Thema mobiles Schreiben für Online-Medien und dem von Mod initiierten Projekt „Hi“, einem Publishing-Tool für Smartphones. Spannender Beitrag über die Möglichkeiten des mobilen Arbeiten im Journalismus.
  • FB NEWSWIRE The Guardian: Facebook and Storyful launch FB Newswire: In seinem Streben, die Nachrichten-Plattform der Zukunft zu werden, geht Facebook eine Kooperation mit Storify ein, dass seit Dezember zu Rupert Murdochs News Corp gehört. Beide Unternehmen gründen das sogenannte „FB Newswire“, eine Seite auf der Journalisten Inhalte aus den sozialen Netzwerken finden, die vielleicht eine Meldung wer sind.
  • NETZNEUTRALITÄT Süddeutsche.de: Warum Gleichheit im Netz Freiheit bedeutet: In den USA soll es künftig eine Überholspur im Internet geben und auch in Europa wird rege am Ende der Netzneutralität gearbeitet. Die Netz-Infrastruktur soll den Kräften des Marktes überlassen – mit gravierenden Folgen, wie Helmut Martin-Jung auf Süddeutsche.de schreibt. Die Freiheit des Internets darf keinesfalls auf dem Altar des ungehinderten Wettbewerbs geopfert werden, wie er etwas zu pathetisch, aber an sich treffend, formuliert.

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NetMundial: Historischer Moment für die Internet Governance?

Diese Woche findet wird auf der internationalen Konferenz NetMundial in Brasilien diskutiert, wie die Internet Governance der Zukunft aussehen soll. // von Tobias Schwarz Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff hat nach Sao Paolo eingeladen, um über die Verwaltung des Internets zu reden. Nach der von Edward Snowden enttarnten globalen Überwachung [...]
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5 Lesetipps für den 16. April

In unseren Lesetipps geht es heute um Netzneutralität als Lösung, Passwort-Manager, Exportkontrolle für Überwachungssoftware, Pinterest fordert Google heraus und Mathias Döpfner schreibt einen offenen Brief an Eric Schmidt. Ergänzungen erwünscht.

  • NETZNEUTRALITÄT Techdirt: Yes, Net Neutrality Is A Solution To An Existing Problem: Telekommunikationsunternehmen auf der ganzen Welt stellen Netzneutralität immer als die Lösung in der Suche eines Problems dar. Marvin Amm widerspricht dieser Ansicht auf Techdirt und erklärt, warum Netzneutralität eine wirkliche Lösung ist und vor allem auf welche Probleme.
  • PASSWÖRTER CNET: Why you need a password manager: Der in OpenSSL gefundene Bug namens Heartbleed führte bei vielen Nutzern zu einem Überdenken ihres Nutzerverhaltens, wenn es um Passwörter geht. Eine Lösung sind Passwortmanager. Lance Whitney stellt auf CNET vor, wie diese funktionieren und warum sie wichtig sind.
  • ÜBERWACHUNG Zeit Online: Aktivisten fordern schärfere Exportkontrollen für Software: Überwachungssoftware aus Deutschland und Europa ist in vielen undemokratischen Staaten im Einsatz. Doch genaue Kriterien für Exportverbote festzulegen ist schwierig. Auf Zeit Online schreibt Friedhelm Greis über den wachsenden Protest von Aktivisten, die mehr Exportkontrollen auch für Software fordern.
  • PINTEREST ReadWrite: Why Pinterest Is The Google Competitor You Weren’t Expecting: Auf Pinterest gibt es jetzt mehr als eine Million Place Pins. Keine direkte Konkurrenz für Google Maps, aber Lauren Orsini erklärt auf ReadWrite, warum Pinterest durch seine von Nutzern kuratierte Bildersuchmaschine zu einer Bedrohung für Google wird.
  • OFFENER BRIEF netzwertig.com: Die Ängste von Springer-Chef Mathias Döpfner: In einem offenen Brief in der FAZ schildert Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner seine Befürchtungen im Bezug auf die Macht und Abhängigkeit von Google. Martin Weigert findet, dass Döpfner einige wichtige Dinge anspricht, aber auch in Erinnerung ruft, warum neben der Sorge über Google auch die über den Verlagslobbyismus angebracht ist.

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5 Lesetipps für den 2. April

In unseren Lesetipps geht es heute um Creative Commons, Streit um Innovation, Überwachung durch die NSA, Zensur in der Türkei und Netzneutralität. Ergänzungen erwünscht.

  • CREATIVE COMMONS Carta: Freie Lizenzen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk: Wie kann ein qualitativ hochwertiger öffentlich-rechtlicher Rundfunk aussehen, der auch in der digitalen Welt eine wichtige Rolle spielt? In einem Gastbeitrag auf Carta.info setze ich mich mit freien Lizenzen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, als Teil der Antwort auf diese Frage, auseinander.
  • INNOVATION CNET: Samsung’s copying makes people ‚question‘ Apple’s innovation: Trotz diverser Gerichtsverhandlungen im Patentstreit zwischen Apple und Samsung, gibt es auch da noch interessante Wendungen. Apples Marketingchef Phil Schiller erklärt von Gericht, wie Samsungs angebliches Kopieren von Apples Produkten, wie das iPhone, den Ruf des Unternehmens schädigt, da es weniger innovativ erscheint als es angeblich ist.
  • ÜBERWACHUNG latimes.com: NSA chief’s legacy is shaped by big data, for better and worse: Der ehemalige stellvertretende NSA-Chef, John Inglis, bestätigt in einem Interview mit der L.A. Times, dass der seit den Snowden-Enthüllungen in der Kritik stehende US-Geheimdienst alle Anrufe, SMS und E-Mails des Iraks in Echtzeit abhören kann.
  • ZENSUR Zeit Online: Türkische Provider geben sich als Google aus: Die türkische Regierung von Erdo?ans treibt die Blockade von Internetdiensten weiter voran und versucht dabei immer mehr Einschränkungen. Viele Wege, die Zensur zu umgehen, gibt es nicht mehr, wie Pavel Lokshin auf Zeit Online erklärt.
  • NETZNEUTRALITÄT Startups for Net Neutrality: The Internet is Ours: Das Prinzip der Netzneutralität ist eine wichtige Grundlage für die Entwicklung des Internets und der digitalen Wirtschaft. Auf einer Kampagnenseite sprechen sich internationale Startups für den Erhalt der Netzneutralität aus. Diese zu begrenzen schränkt die Freiheit und Offenheit des Internets, wie wir es kennen, erheblich ein.

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Netzneutralität: Zwei-Klassen-Internet als Nachteil für Start-ups

Europa schießt sich mit der Neuregelung des Kommunikationsmarktes selbst ins Knie, weil sich ohne Netzneutralität kleine Internet-Firmen keine Überholspur als „Specialised Service“ leisten können. Die Netzneutralität besagt bisher, dass alle Daten im Internet gleich behandelt werden. Das E-Mail eines Millionärs ist genauso schnell oder langsam unterwegs wie das E-Mail eines Busfahrers, und wenn YouTube langsam ist, dann ist eben auch Vimeo langsam. Doch wenn die Neuregelung des EU-Kommunikationsmarktes per Verordnung so gestaltet wird, wie es diese Woche der federführende Industrieausschuss ITRE des EU-Parlaments beschlossen hat, dann könnte es bald vorbei sein mit dieser Gleichbehandlung – und US-Firmen wie Google, Facebook, Evernote und Spotify können sich Vorrang vor kleineren europäischen Rivalen erkaufen.

Zustimmung von rechts, Ablehnung von links

Aus Sicht des ITRE-Ausschusses, der diese Woche tagte, hat man die Netzneutralität gestärkt, weil es künftig strengere Regeln bezüglich Netzsperren geben soll. So sollen etwa Mobilfunker künftig nicht mehr Konkurrenten wie Skype (Telefonie-Rivale) oder WhatsApp (SMS-Rivale) aus ihren Netzen verbannen können, was in der Vergangenheit schon vorkam. Der Haken an der Sache ist aber, dass Unternehmen die Möglichkeit haben sollen, zahlenden Partnern „Specialised Services“ von höherer Qualität etwa für Video-on-Demand-Dienste oder „business-critical data-intensive cloud applications“ anbieten zu können, so lange diese nicht die Internetgeschwindigkeit der anderen Kunden beeinträchtigen.

To meet end-users‘ demand for better service quality, content providers may agree deals with internet providers to assure a certain quality of service („specialised services“). Such offers will enable telecom operators to generate additional revenue streams from OTT actors, content providers as well as from consumers, who are willing to pay for better or faster services. These revenues, in turn, will enable operators to finance investments into network upgrades and expansion.“ – Vorschlag der EU-Kommission, 11. September 2013

An der Erlaubnis für diese „Specialised Services“ (im Zuge der Drosselkom-Affäre auch „Managed Services“ genannt) stoßen sich nun die Gegner der Konservativen und Liberalen. „Mit einer Überholspur für Internet-Giganten und Mehrzahler können die Nutzer nur verlieren. Streaming und Internet-Telefonie dürfen nicht den Partikularinteressen der Telekommunikationsanbieter geopfert werden„, kritisiert etwa der österreichische EU-Parlamentarier Josef Weidenholzer (SP). „Diese Entscheidung wird dazu führen, dass große Konzerne deutlich bessere Chancen haben als kleine und mittelständische Anbieter, sich eine Überholspur auf im Internet zu kaufen und sich mit ihren Online-Angeboten auf dem Markt durchzusetzen„, sagt der deutsche EU-Parlamentarier Reinhard Bütikofer (Grüne).

Netzneutralität begünstigte etwa WhatsApp

Und genau an dieser Stelle sollten die Alarmglocken bei Start-ups läuten. Wenn sich große Unternehmen mit entsprechender Kriegskasse die Überholspur leisten können, wie soll sich da eine Neugründung mit ihrem Internet-Dienst durchsetzen können? In einem Internet, in dem aus Convenience-Gründen Sekunden darüber entscheiden, ob ein Service für gut befunden wird oder nicht? Sehen wir uns den Fall am Beispiel WhatsApp an: 2009 gegründet, konnte sich der Messaging-Dienst in nur fünf Jahren von 0 zu 450 Millionen Nutzern aufschwingen, und das mit einem Team von 32 Ingenieuren. Pro Tag verschicken diese User etwa 600 Millionen Fotos pro Tag, das entspricht einer ganz grob gerechnet einer Datenmenge von etwa 55,9 Terabyte (1 Foto = 100 Kilobyte => 60.000.000.000 Kilobyte), und da sind Texte, Videos, Gruppen-Chats etc. noch gar nicht einberechnet.

Als so genannter „Over The Top“-Player betreibt WhatsApp keine eigene Infrastruktur, hat also weder Glasfaserkabel im Boden verlegt noch Sendemasten am Land aufgestellt. Dank Netzneutralität kann sich WhatsApp aber trotzdem darauf verlassen, dass Terabyte an Daten pro Tag so schnell wie möglich (“Best Effort”-Prinzip) und ohne Aufpreis am Display seiner Nutzer landen und diese mit dem Service zufrieden sind. Nun, da WhatsApp ganz oben angekommen ist (Gründer Jan Koum sitzt nach der 19-Mrd.-Dollar-Übernahme im Aufsichtsrat von Facebook), könnte die Abschaffung der Netzneutralität die Position von WhatsApp weiter festigen. Gemeinsam mit dem deutschen Mobilfunker E-Plus (der bald mit der Telefonica-Tochter O2 fusionieren soll) ist ein eigener WhatsApp-Tarif geplant, bei dem unlimitierte Nutzung des Messaging-Dienstes in Aussicht steht. Wenn das Datenlimit des Tarifs erreicht ist, funktioniert WhatsApp weiter, das restliche Internet (also z.B. WhatsApp-Konkurrenten) aber nicht mehr.

US-Riesen: Deals mit Internet-Providern

Ähnliche Deals haben Facebook und Google in Entwicklungs- oder Schwellenländern, wo ihre Dienste kostenlos und unbegrenzt nutzbar sind, andere Dienste aber nicht. Weitere Internet-Firmen, die Kooperationen mit Internet-Providern geschlossen hat, sind der Notiz-Dienst Evernote (mit der Deutschen Telekom) und der Musik-Streaming-Service Spotify (Deutsche Telekom). Diese großen Internet-Firmen können sich solche Deals dank ihrer Millionen-Investments und Werbemilliarden leisten. Was aber, wenn ein kleines europäisches Start-up es besser als WhatsApp, Evernote, Facebook oder Spotify machen möchte? Es wird sich eine Kooperation mit einem Mobilfunker oder einem Internet-Provider kaum leisten können, um genauso schnell und unlimitiert für den User zu funktionieren.

Die EU-Kommission meint, dass es jeder Firma freistünde, sich im Wettbewerb um Kunden einen Vorteil (z.B. bessere Übertragungsqualität) zu erkaufen – in der Praxis leisten werden sich das aber eher die US-Firmen können. Das Absägen der Netzneutralität auf europäischer Ebene ist auch insofern absurd, weil doch gerade die Europäer in technologischer Hinsicht zu den USA aufholen wollen. Anstatt eigene Innovatoren zu begünstigen, bremst man sie aus und gibt den bereits etablierten Internet-Riesen ein Mittel, ihre Position am Markt zu festigen. Und die Kunden? Nun, für diese könnten die Dienste wiederum teurer werden, weil diese für die Überholspur zusätzliche Ausgaben haben. Schöne neue Netzwelt.

Verzweifelter Kampf

Was können Start-ups also noch tun? Der Zug scheint bereits abgefahren, Anfang April wird im EU-Parlament über die Zukunft der Netzneutralität in Europa abgestimmt. Die Online-Kampagne SaveTheInternet.eu kämpft bis dahin gegen ein drohendes Zwei-Klassen-Internet und macht es Internetnutzern so einfach wie möglich, EU-Parlamentarier per Telefon, Fax oder E-Mail zu kontaktieren und sie davor zu warnen, für „Specialised Services“ zu stimmen.


 


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Ohne Netzneutralität verlieren wir Freiheit, Innovation und Wohlstand

Netzneutralität (adapted) (Image by redcctshirt (CC0 Public Domain) via Flickr)
Es scheint die Woche zu sein, in der die Netzneutralität zu Grabe getragen wird – diesseits und jenseits des Atlantiks fällt eines der wichtigsten Prinzipien des Internets. In Deutschland sind die Diskussion um die Netzneutralität und die unter dem Schlagwort Drosselkom kritisierten Pläne der Deutschen Telekom fast schon vergessen. Ein [...]
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5 Lesetipps für den 18. Februar

In unseren Lesetipps geht es heute um die Netzneutralität, Honorare im Lokaljournalismus, die Auswirkungen des Internet der Dinge, wie Blogger ihre Miete bezahlen und einen Crowdfunding-Rekord in München. Ergänzungen erwünscht.

  • NETZNEUTRALITÄT Der Freitag: Zappeln im Zwei-Klassen-Netz: Als die Telekom das Internet drosseln wollte, war die Empörung groß. Jetzt kommt’s noch schlimmer: Die EU-Kommission plant das Zwei-Klassen-Internet per Gesetz. Jonas Rest schreibt auf Freitag.de, worum es geht.
  • LOKALJOURNALISMUS Flurfunk Dresden: Honorare im Lokaljournalismus: “Exklusiv und bitte in sehr guter Qualität” – der Anspruch, den die sächsischen Tageszeitungen an ihre freien Autoren und Fotografen haben, ist hoch. Das gilt nicht nur für die großen Aufmacherthemen im Mantelteil, sondern auch für jede kleine Geschichte auf den Lokalseiten. Doch wie werden die wertvollen freien Lokaljournalisten bezahlt? Nicole Kirchner hat sich mit der Realität beschäftigt.
  • INTERNET DER DINGE PandoDaily: Will the Internet of Things make us slaves to our lesser natures?: Auf PandoDialy denkt James Robinson über die gesellchaftlischen Auswirkungen des Internet der Dinge nach und fragt sich, ob bei der zunehmenden Digitalisierung und Automatisierung der Gesellschaft, nicht der Mensch selbst sein größtes Problem sein könnte.
  • BLOGGING ninialagrande.blogspot.de Reichweite bezahlt keine Miete: Manche nennen es Arbeit, Ninia La Grande nennt es Bloggen. In einem Blogeintrag setzt sie sich mit dem lukrativen Reichweite-Angebot für Blogger auseinander und räumt mit dem scheinbar weit verbreiteten Irrtum auf, dass Reichweite die Miete zahlen kann. Was für Blogger zu einem bestimmten Zeitpunkt ihrer Entwicklung oder ihren Umständen entsprechend funktionieren kann, klappt eben nicht mehr bei zunehmender Professionalisierung.
  • CROWDFUNDING Musikmarkt: Smarte Kopfhörer generieren Crowdfunding-Rekord: Das Münchner Start-Up Bragi hat auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter bereits über eine Millionen Euro für einen neuen Kopfhörer eingenommen, der zugleich MP3-Player, Headset und Fitness-Sensor sein soll.

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