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Live: Next Library Conference 2018

Image (adapted) Berlin_Kreuzberg_Bluecherplatz_1_Amerika-Gedenk-Bibliothek_by_Jörg Zägel_via_Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Vom 12. bis 15. September 2018 findet in Berlin die Next Library Conference 2018 statt, auf der Menschen aus 38 Ländern über die Zukunft der Bibliothek diskutieren. Unser Editor-at-Large Tobias Kremkau berichtet live von der Kreuzberger Amerika-Gedenkbibliothek und wird dieses Protokoll hier regelmäßig mit neuen Eindrücken aktualisieren.

Folgen Sie ihm am besten auch auf Twitter und Instagram, wo er ebenfalls für die Netzpiloten berichten wird, um seinen persönlichen Blick auf die Konferenz zu bekommen. In den nächsten Wochen wird er sich mit Themen der Konferenz in Artikeln auf Netzpiloten.de befassen und immer wieder auf diese Veranstaltung Bezug nehmen.

– STAY TUNED –

TAG 2 – 13.09.2018

[9/13 – 15:07] Der zweite Workshop den ich besuchte, war von dem internationalen Architekturbüro schmidt/hammer/lassen, die für die Neubauten von heute dafür so berühmten Bibliotheken wie in Kopenhagen, Aarhus, Ningbo, Halifax und Christchurch verantwortlich sind. Vor allem an der Christchurch Central Library vedeutlichten die beiden Architektinnen Trine Berthold und Waleria Kudera, wie sie bei einem Neubau vorgehen. Sie gaben einen spannenden Einblick in die Beziehung zwischen dem Wandel einer Stadt, der Transformation eines Gebäudes oder Platzes und in welchem Zusammenhang die Organisation der Bibliothek und die sich ebenfalls im Wandel begriffene Gesellschaft stehen. Zum Schluss besprachen dann vier Gruppen jeweils eine innerhalb der Gruppe ausgesuchte Bibliothek und versuchten das Gerlernte anzuwenden. Meine Gruppe, mit Menschen aus den USA, Dänemark, Island und Kanada, besprachen den Umbau einer Bibliothek in Kanada, die von einer der TeilnehmerInnen geleitet wird. Mir hat besonders gut die Vermischung, dass die Theorie gleich an einem Beispiel angewendet wird, gefallen.

[9/13 – 12:41] Bis eben saß ich in einem Workshop von Olaf Eigenbrodt (Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg) und Andreas Mittrowann (ekz.bibliotheksservice GmbH) über Räume für Community Building und Coworking. Nach einer prägnanten Einführung durch Eigenbrodt, wurde das sehr internationale Publikum – die Leute kamen aus Neuseeland, Katar, Island und Ludwigshafen – zu einer gemeinsamen Brainstorming-Runde verpflichtet. Dabei diskutierten wir über die Nutzung von Räumen innerhalb und außerhalb der Bibliothek, wie man Menschen einbinden und für die Bibliothek wieder gewinnen kann, sowie die (räumlichen) Bedingungen für Kreativität.

Session zu Community und Coworking von Olaf Eigenbrodt von der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
Session zu Community und Coworking von Olaf Eigenbrodt von der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

[9/13 – 10:40] Es regnet nicht nur in Kreuzberg, nein, es ist auch kalt. Die nächtlichen Arbeiten des raumlaborberlins waren also vergebens, denn obwohl man jetzt trocken in dem temporären Bau aus Holz sitzt, ist es leer. Die Keynote zur Eröffnung wurde nach drinnen verlegt. Ich nutze die gewonne Stunde im WLAN, um eine kleine Presseschau zum gestrigen Auftakt durchzulesen. Corinna Bodisco berichtet im Tagesspiegel, noch vor Beginn der Veranstaltung, und hat ein paar interessante Fakten aus dem Pressespräch zitiert. Die Lausitzer Rundschau zitiert die dpa-Meldung, in der steht, dass die Kulturstiftung des Bundes die Veranstaltung mit 200.000 Euro unterstützt, was, jetzt einmal vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen, 400.000 Euro weniger sind als die Stadt Erfurt dem Katholikentag 2024 sponsern möchte, wie Katholisch.de berichtet. Maria Neuendorff weist in der Märkischen Oderzeitung schon einmal auf das am Wochenende stattfindende Bibliotheksfestival hin, dass der Next Library Conference folgt. Mehr Medien haben. neben den Netzpiloten, noch nicht über die Next Library Conference berichtet. Oder Google News zeigt mir die Artikel nicht mehr an. Das Leistungsschutzrecht lässt grüßen.

TAG 1 – 12.09.2018

[9/12 – 20:41] Damit ist die Eröffnung vorbei. Die Keynote von Richard David Lankes war sehr beeindruckend. Ich habe lange nicht mehr eine so tolle Rede auf einer Konferenz gehört (das Video reiche ich nach, sobald es online ist). Ich haben mit Menschen aus vielen verschiedenen Branchen zu tun, aber es kommt niemand an Bibliothekare ran, wenn es um das Ringen um gesellschaftlichen Mehrwert in der eigenen Arbeit geht. Diese Menschen beeindrucken mich immer wieder. Ich freue mich schon auf die nächsten beiden Tage.

[9/12 – 20:22] Nun schauen wir ein aufgenommenes Videostatement von Richard David Lankes, Direktor der South Carolina School of Library and Information Science, der aufgrund seines Gesundheitszustandes heute nicht in Berlin sein kann. Lankes sucht nach Wegen, über die Nutzung informationswissenschaftlicher Ansätze und neuer Technologien Branchen zu modernisieren. Er mahnt die Bibliothekare auf der ganzen Welt, in Zeiten von Nationalismus und Isolierung, an den Grundwerten von Bibliotheken wie Diversität und Bildung festzuhalten. Bibliotheken sind nicht neutral, so Lankes, und müssen Stellung beziehen. Es ist nicht die Bibliothek, die etwas verändern kann, sondern die Menschen, die in ihr arbeiten und zum Wohle der Gemeinschaft wirken. Eine sehr beeindruckende Keynote, die einen nicht unberührt lassen kann.

[9/12 – 20:14] Zwar nur bei einem Spiel von Christian Byrge, aber der Begriff „Coworking“ fiel eben zum ersten Mal auf der Veranstaltung. Sicher nicht zum letzten Mal, wie ein Blick in das Programm vermuten lässt. 😉

[9/12 – 19:55Christian Byrge, Professor für Kreativität und “New Thinking” an der Aalborg Universität, bringt die Leute dazu aufzustehen und lauter Übungen zu machen. Er nennt das Kreativitäts-Workout und von meinem Platz, um weiter zu schreiben, bin ich selbstverständlich sitzen geblieben, erschließt sich mir dieses Format überhaupt nicht. Alle hüpfen rum und reden durcheinander. Na ja, wenn es der Sache nützt, möchte ich das nicht weiter bewerten. Heute soll es auch noch ein Video geben, ich bleibe erst einmal.

Volker Heller bedankt sich bei den Sponsoren und Partnern, sowie dem gesamten Team der Organisation
Volker Heller bedankt sich bei den Sponsoren und Partnern, sowie dem gesamten Team der Organisation (Bild: Tobias Kremkau/Netzpiloten)

[9/12 – 19:38] Volker Heller ist wieder auf der Bühne und erklärt, dass er beim ersten Angebot, die Next Library in Berlin durchzuführen, nicht wusste, wo er denn Platz für so eine Veranstaltung hätte. Die Lösung ist ein Campus, rau und unfertig, aber sehr kommunikativ, wie Berlin nun einmal ist. Der raumlaborberlin-Architekt Benjamin Foerster-Baldenius ist nun auf der Bühne. Gemeinsam mit seinem Kollegen Axel Timm (der aufgrund des für morgen angekündigten Regens noch schnell ein Dach bauen muss) hat er sich den Campus ausgedacht und erklärt nun das Konzept dahinter: Menschen an das Thema ranführen, die vielleicht nicht mehr durch die Tür der Bibliothek kommen. Auch deshalb ist der Campus draußen und offen zugänglich.

[9/12 – 19:31] Marie Østergård, Direktorin der Aarhus Public Libraries, betritt die Bühne, vorgestellt von Heller als „Mutter der Innovation“, und wird mit viel Applaus begrüßt. Für sie geht es bei Next Library ums Prototyping und Risiken zu wagen. Sie ist sehr von der Organisation durch die Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) beeindruckt und erhofft sich viele Impulse aus der Konferenz.

[9/12 – 19:26] Hortensia Völckers, Künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes, zeigt etwas mehr Demut und erklärt den anwesenden Bibliothekaren nicht, was sie sind und was sie machen sollen, sondern bedankt sich für das Engament im Prozess des Wandels. Die ehemalige Schwimmerin des argentinischen Olympia-Kaders (ohne eine Nominierung für die Spiele 1972 in München zu erlangen) ist seit März 2002 künstlerische Leiterin der Kulturstiftung des Bundes. Sie beschreibt ihren Besuch der Aarhus Public Libraries, die 2009 die erste Next Library durchführte, als eine Lebenserfahrung. Die dänische Bibliothek ist so etwas wie das Mekka der Bibliothekarin, wie man immer wieder in Gesprächen hört.

[9/12 – 19:22] Bürgermeister Klaus Lederer erzählt, was Politiker*innen auf solchen Begrüßungsreden halt so erzählen. Allgemeine Aussagen zum fundamentalen Wandel und den Herausforderungen, sowie die Bedeutung des Beufsstandes. Dies gilt sowohl genauso für Bibliothekare wie auch Automechaniker. Schmeichelnde Worte zur Konferenz stellen dann doch immer wieder den Bezug zur Veranstaltung her.

[9/12 – 19:16] Volker Heller, Vorstand der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB), begrüßt das internationale Publikum, welches es trotz des Streiks bei einer Fluggesellschaft, nach Berlin geschafft hat. Alle Plätze sind besetzt, viele Menschen müssen sogar stehen, so groß ist das Interesse. Heller betont die Möglichkeiten, wenn die hier anwesenden Bibliothekare ihr Wissen und ihre Erfahrungen miteinander teilen. Er übergibt nun an Dr. Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa und Bürgermeister von Berlin, der das Publikum auch im Namen des Oberbürgermeisters begrüßt.

v.l.n.r.: Marie Østergård, Direktorin der Aarhus Public Libraries,  Volker Heller, Vorstand der Stiftung Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB), Danilo Vetter, Leiter der Stadtbibliothek Pankow beide Geschäftsführung der Direktorenkonferenz des Verbundes der Öffentlichen Bibliotheken Berlins (VÖBB), Dr. Klaus Lederer, Bürgermeister und Senator für Kultur und Europa,  Jutta Kaddatz, Bezirksstadträtin und Vorsitzende der Verbundkonferenz der Öffentlichen Bibliotheken Berlins,  Moritz van Dülmen, Geschäftsführer der Kulturprojekte Berlin GmbH,  Friederike Tappe-Hornbostel, Pressesprecherin der Kulturstiftung des Bundes (Foto: Mike Auerbach/ZLB)
v.l.n.r.: Marie Østergård, Direktorin der Aarhus Public Libraries, Volker Heller, Vorstand der Stiftung Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB), Danilo Vetter, Leiter der Stadtbibliothek Pankow beide Geschäftsführung der Direktorenkonferenz des Verbundes der Öffentlichen Bibliotheken Berlins (VÖBB), Dr. Klaus Lederer, Bürgermeister und Senator für Kultur und Europa, Jutta Kaddatz, Bezirksstadträtin und Vorsitzende der Verbundkonferenz der Öffentlichen Bibliotheken Berlins, Moritz van Dülmen, Geschäftsführer der Kulturprojekte Berlin GmbH, Friederike Tappe-Hornbostel, Pressesprecherin der Kulturstiftung des Bundes (Foto: Mike Auerbach/ZLB)

[9/12 – 19:06] Es geht los. Unter einer den Blick auf das Grün der Bäume und das Blau des Himmels gewährenden Holzkonstruktion, findet gleich zum Auftakt der Next Library Conference 2018 ein Panel mit Volker Heller, Vorstand der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB), Dr. Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa und Bürgermeister von Berlin, Hortensia Völckers, Künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes, und Marie Østergård, Direktorin der Aarhus Public Libraries, statt.


Image (adapted) „Berlin, Kreuzberg, Bluecherplatz 1, Amerika-Gedenk-Bibliothek“ by Jörg Zägel via Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

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Telekom präsentiert „ELI’s Traum wird wahr – Im besten Telekom Netz“

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Es fing alles mit einem Traum an. Schon als Kind war es der größte Wunsch von Elias Breit – aka “ELI” – seine Musik mit so vielen Menschen wie möglich zu teilen. Denn die kann sich auch definitiv hören lassen – ELI hat eine unverwechselbare Stimme.

Es gibt keinen Plan B

ELI lebt für die Musik. Der 20-jährige tritt schon seit seinem 15. Lebensjahr als Musiker auf, übte erst nur zuhause und versuchte sich dann als Straßenmusiker. Mit der E-Gitarre hat es angefangen, später kam durch Youtube-Tutorials das Klavier dazu. In Sache Gesang ist ELI Autodidakt – Unterricht hatte er darin noch nicht und Noten lesen kann er laut eigener Aussage auch nicht wirklich. Aber das braucht er auch nicht – mit seinem Talent überzeugt der Singer-Songwriter definitiv!

In seiner Wahlheimat Berlin will sich der Kölner jetzt ganz und gar auf seine Musik-Karriere konzentrieren – denn einen Plan B gibt es nicht. ELI’s Ziel ist es von seiner Musik zu leben.

Verstecktes Talent im großen Rampenlicht

Die aktuelle Telekom-Kampagne hat es ELI möglich gemacht, seinen Traum zu verwirklichen. Sein erstes großes Konzert am 28.04 wurde für den Straßenmusiker und die Zuschauer zu einem ganz besonderen Erlebnis. Die Telekom übertrug diesen unvergesslichen Moment für den aufstrebenden Musiker nämlich live und deutschlandweit im besten Telekom Netz!

“Change your Mind” – der Song aus dem Werbespot

Im Zentrum der Kampagne steht ELI’s Song “Change your Mind”, den er mit einem guten Freund zusammen geschrieben hat. Der Song handelt von Verlust, Abschied, aber auch Hoffnung – jemandes Meinung zu ändern, der eigentlich schon aufgegeben hat. ELI hat seinen Traum der Musik nie aufgegeben und mit Telekom und MagentaMusik 360 hat er es geschafft seine Musik einem Weltpublikum zu zeigen.


Images by Telekom

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  • ÜBERWACHUNG netzpolitik: Bundesregierung bezweifelt, dass Verfassungsschutz-Jutebeutel als Aluhüte geeignet sind: Die Linken-Abgeordnete Halina Wawzyniak wird in der neuen Legislaturperiode nicht im Bundestag sitzen – sie kandidierte nicht mehr. Doch sie nutzte am Ende noch einmal ihr parlamentarisches Fragerecht, um der Bundesregierung eine – in Teilen nicht ganz ernste – Anfrage zum Merchandising des Bundesverfassungsschutzes zu stellen. Die Anfrage dürfte selbst diejenigen, die sie beantworten mussten, zum Schmunzeln gebracht haben. Hilf mit! Es beginnt noch ganz profan. Welche Werbemittel es zur Zeit gibt und welche sind geplant sind, will sie wissen. Die Aufzählung enthält Bewährtes: Kaffeebecher, Kugelschreiber, Notizblöcke. Gegenstände, die aus der Welt der Werbemittel wohl bekannt sind. Wer Glück hat, kann sogar einen Verfassungsschutz-„Schraubendreher-Stift mit Licht“ ergattern. Oder einen hippen Turnbeutel zum Beispiel, vielleicht gefüllt mit Cashewnüssen aus dem Bereich „Wirtschaftsschutz“.

  • WHATSAPP wize: WhatsApp: Neue Funktion zeigt in Echtzeit, wo eure Freunde sind: Ab Mittwoch (18.10.) aktiviert WhatsApp eine neue Funktion, die allen Nutzern weltweit ermöglicht, ihren Live-Standort in Chats und Gruppen zu teilen. Alle Teilnehmer des Chats bzw. der Gruppe können dann auf einer Karte in Echtzeit sehen, wie sich der jeweils andere fortbewegt.Die neue Funktion soll vor allem bei Großveranstaltungen hilfreich sein, damit sich Menschen schneller finden können. Lästige Ortsbeschreibungen werden damit nämlich hinfällig. Innerhalb einer Gruppe können auch mehrere Live-Standorte angezeigt werden. Dies ermöglicht zwei Personen, zu verfolgen, wie sie sich aufeinander zubewegen.

  • BEWERBUNG t3n: Bewerbungsschreiben: Die 6 besten und schlechtesten Schriftarten : Eignen sich Times New Roman oder Helvetica für das Anschreiben und den Lebenslauf einer Bewerbung? Wir verraten die besten und schlechtesten Schriftarten. Wir wollen ja nicht oberflächlich sein, aber hin und wieder stimmt es: der erste Eindruck zählt. Vor allem im Rahmen einer Bewerbungsmappe können ein merkwürdiges Layout, unschöne Rechtschreibfehler oder unwichtige Informationen dazu führen, dass die Unterlagen aussortiert werden – insofern Bewerber nicht durch super wichtige, extrem begehrte Fähigkeiten glänzen. Bei der Bewerbung können einige kleine und große Fehler gemacht werden. Heute möchten wir uns mit der Schriftart beschäftigen und euch jeweils sechs Dos und Don’ts kuratieren.

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Diese Technologie verhindert die Übertragung von Morden bei Facebook Live

Blutbad (adapted) (Image by HannahJoe7 [CC0 Public Domain] via pixabay)

Ganze 24 Stunden hat es gedauert, bis Facebook ein Video gelöscht hat, in dem gezeigt wurde, wie ein Mann seine Tochter, die noch ein Säugling war, umgebracht hat. Am 24. April 2017 hatte in Thailand ein Vater den Mord an seiner 11 Monate alten Tochter mithilfe des Live-Video-Services des sozialen Netzwerks gestreamt, bevor er Selbstmord beging. Die beiden Videoclips wurden hunderttausendfach angesehen, bevor sie entfernt wurden.

Dies war nicht das erste Mal, dass Facebook dazu genutzt wurde, um gewalttätiges Verhalten zu verbreiten. Die Seite wurde bereits vorher im April genutzt, um einen Mord in Cleveland und einen Suizid in Alabama zu streamen. Infolgedessen wurde Facebook dahingehend kritisiert, dass es nicht schnell genug auf die derartige Nutzung des Live-Streaming-Services reagiert habe. Das Unternehmen antwortete, dass es die Absicht hat, 3.000 Leute anzustellen, um jedes Video, das kriminelles oder gewalttätiges Verhalten zeigt, zu identifizieren.

Mit 1,86 Milliarden Nutzern ist eine Plattform wie Facebook jedoch viel zu umfangreich, als dass dies ausreichen würde. Facebook steht nicht nur vor einem Managementproblem sondern auch vor einer technologischen Herausforderung. Stattdessen muss das soziale Netzwerk mehr in Software investieren, die Videos mit gewalttätigem Inhalt automatisch erkennt.

Üblicherweise haben soziale Netzwerke bei der Identifizierung von Verbrechen mit Melde- und Beschwerdesystemen auf ihre Nutzer vertraut. Wenn jemand sich bedroht fühlt oder eine illegale Aktivität beobachtet, kann dies der Seite, oder falls notwendig, direkt der Polizei gemeldet werden. Wenn sich im Fall von Facebook jemand über gewalttätigen Inhalt beschwert, dann wird Facebook ermitteln und entscheiden, ob der Inhalt entfernt werden muss.

Aber bei der gegebenen Menge an Inhalten, die jeden Tag gepostet werden, und der Geschwindigkeit, mit der sie sich verteilen, wären wahrscheinlich sogar tausende von Ermittlern zu wenig, um schnell mit gewalttätigen Videos umzugehen. Deshalb dauerte es fast 24 Stunden, bis das Video mit dem Mord entfernt wurde, obwohl es direkt nach Beginn des Livestreams gemeldet wurde.

Die letzten Entwicklungen in der KI-Technologie könnten eine Lösung durch „Text-Mining“, „Bild-Mining“ und „Video-Mining“ bieten. Diese Technologien nutzen maschinelle Lernalgorithmen, um automatisch heikle Wörter oder Verhaltensweisen in digitalen Inhalten aufzuspüren. Facebook könnte ein System aufsetzen, das diese Technologie nutzt, um Inhalte als potenziell gewalttätig zu identifizieren und es daran zu hindern, sich im Netzwerk zu verbreiten. Dies würde den Nutzern mehr Zeit geben, Inhalte zu melden und den Facebook-Mitarbeitern mehr Möglichkeiten, um zu überprüfen, ob sie entfernt werden müssen.

Damit die Algorithmen effektiv sind, müssen sie die Grundlagen der Psychologie und Linguistik beachten, sodass sie verschiedene Typen gewalttätigen Inhalts kategorisieren können. Zum Beispiel ist der Mord an einem Menschen relative leicht als gewalttätig zu erkennen. Aber viele andere potenziell gewalttätige Taten gehen eher mit psychologischen Schäden als körperlichen Verletzungen einher.

Die Algorithmen müssten Nachrichten automatisch sortieren und in Abhängigkeit ihrer linguistischen Merkmale in verschiedene Levels klassifizieren, indem Inhalt mit einer höheren Wahrscheinlichkeit in Bezug auf gewalttätiges Verhalten ein höherer Wert zugeordnet wird. Die Facebook-Mitarbeiter könnten dieses System dann nutzen, um den Inhalt effizienter zu überwachen. Dies könnte möglich machen, dass Mitarbeiten gewalttätige Inhalte verhindern können, bevor sie überhaupt auftauchen. Wenn das System seine Mitarbeiter über leicht beleidigende Worte oder Nachrichten informiert, könnten sie einschreiten, um zu verhindern, dass weiterer Inhalt hochgeladen wird, der tatsächlich physische Gewalt oder schlimmere Nachrichten beinhaltet.

Wenn dann Details an die Polizei weitergeleitet werden würden, könnte dieses System sogar in der Lage sein, Verbrechen komplett zu verhindern. Zum Beispiel lässt der Regierungsbericht über den öffentlichen Mord an dem britischen Soldaten Lee Rigby vermuten, dass Facebook mehr hätte tun können, um die Mörder zu stoppen, die auf der Seite diskutiert hatten, dass sie „einen Soldaten umbringen“ wollten.

Neue Probleme

Diese Art von maschinellem Lernalgorithmus ist bereits weit entwickelt und wird von Verkehrsbehörden dazu genutzt, Autounfällen und Verkehrsbelastungen durch die CCTV-Aufnahmen zu melden. Doch er muss ebenso für Livestream-Videos entwickelt werden. Die Schwierigkeit liegt darin, dass der Inhalt von Livestreams für Algorithmen viel schwieriger zu analysieren ist als der von Fahrzeugen. Die dringende Forderung nach Software zur Inhaltsüberwachung und -verwaltung sollte jedoch die Fortschritte auf diesem Gebiet vorantreiben. Facebook könnte sogar als Anführer auf diesem Gebiet in Erscheinung treten.

Allerdings könnte dies auch dazu führen, dass Inhalte überwacht und sogar zensiert werden, bevor sie veröffentlicht werden. Dies würde die Frage aufwerfen, welche Rechte Facebook über die auf der Seite geposteten Inhalte hat, was die bereits bestehende Kontroverse über die Nutzungsrechte der sozialen Netzwerke über die Nutzerinhalte anheizen würde.

Es würde sich außerdem im Konflikt mit dem konventionellen Ethos stehen, dass soziale Medien eine Möglichkeit für die Nutzer darstellen, um alles zu veröffentlichen, was sie wollen (auch wenn es später entfernt wird), was schon seit Beginn des Internets ein Teil desselben ist. Es würde außerdem bedeuten, dass Facebook mehr Verantwortung für den Inhalt, der auf der Seite gepostet wird, übernimmt, als es bisher bereit war, zu tun. Dies bedeutet, dass Facebook eher ein traditioneller Verleger als eine Plattform werden würde – was eine ganze Reihe neuer Probleme hervorrufen könnte.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Blutbad“ by HanahJoe7 (CC0 Public Domain)


The Conversation

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Die Netzpiloten sind Partner der CUBE Tech Fair

Partnergrafik_Cube

Die CUBE Tech Fair feiert vom 10. Bis zum 12. Mai 2017 Premiere in Berlin. Bei der Veranstaltung handelt es sich um eine Weltausstellung der Moderne. Prominente Gäste werden bei der Eröffnung dabei sein, darunter Apple Co-Founder Steve Wozniak, US-Schauspielerin Robin Wright und Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries. Ab 2018 wird die CUBE Tech Fair jedes Jahr in der Hauptstadt stattfinden.

Im Vorfeld der Veranstaltung konnten sich 200 der weltweit innovativsten Startups qualifizieren, um ihre Ideen einem geladenen Publikum zu präsentieren. Die Firmen kommen aus dem B2B-Bereich, unter anderem aus den Branchen Digital Health & Life Sciences, Infrastructure & Interconnectivity sowie Machinery & Manufacturing. Weiterhin sind auf der CUBE Tech Fair über 200 Konzerne auf C-Level vertreten, außerdem 100 internationale Journalisten und Blogger sowie insgesamt rund 3.000 Gäste.

Innovatives Live-Programm

Auf dem Programm stehen Vorträge, Diskussionsrunden und Interviews mit internationalen Experten aus Industrie 4.0, der Digitalbranche und der Start-up-Welt. Live auf der Bühne und an den Messeständen werden konkrete Innovationen vorgestellt:

  • StoreDot & DHL zeigen ihr gemeinsames Projekt erstmalig der Öffentlichkeit
  • der gedruckte 3D Olli Bus von Local Motors wird ausgestellt
  • Team Uniti wird ihre Kuka Robots auf der Tech Fair ausstellen

Ein weiterer Programmpunkt ist das Finale der CUBE Challenge, ein Wettbewerb, bei dem das innovativste Startup eine Million Euro gewinnt, einer der höchstdotierten Preise für Startups weltweit. Der Gewinner wird von einer Expertenjury gekürt, zu der unter anderem Steve Wozniak zählt.

Der Veranstaltungsort ist der CityCube in Berlin. Hier könnt ihr euch Tickets für die Veranstaltung sichern.

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Die Konsequenzen von Facebook Live für den Journalismus

Corridor View (adapted) (Image by Sonya Mann [CC BY 2.0], via flickr)

Es scheint, als würde mittlerweile jede Woche ein neues verheerendes Facebook-Live-Video gepostet. Im Januar tötete ein Teenager aus Florida sich selbst live im Internet. Eine Frau in Schweden wurde vergewaltigt, die drei Angreifer übertrugen die Tat im Internet, wo sie von Hunderten nachverfolgt werden konnten, ebenso wurde der Suizid eines 12-jährigen Mädchens in den sozialen Netzwerken übertragen.

Währenddessen gibt es andere Fälle von Livevideos, zum Beispiel Erschießungsmanöver durch die Polizei oder Foltervideos aus Chicago. Sie sind zur Schlüsselfigur in den Kontroversen von öffentlichen Debatten um Rasse und Gewalt geworden. Zusammengefasst wurden im vergangenen Jahr 57 Fälle von live im Internet übertragender Gewalt verzeichnet.

Diese Ereignisse rufen Fragen von Ethik und Verantwortlichkeit von sozialen Netzwerken hervor. Sie zeigen außerdem den Kern der Verlagerung der Medien: Das Übertragen eines Live-Videos im Internet war bisher ein komplexes technisches Unterfangen, man benötigte Fernsehkameras, Fahrzeuge sowie Satelliten. Die heutige Allgegenwertigkeit des Smartphones und den sozialen Netzwerken macht die Liveübertragung so einfach wie das Antippen einer App. Das Ergebnis ist eine neue Welt von Livevideos, welche das Gute, das Böse und das Hässliche der Gesellschaft dokumentieren und uns zum Nachdenken über visuelle Informationen, die durch Augenzeugen öffentlich gemacht werden anregen, sogar, wenn es um journalistische Mode geht.

Hier sind fünf Beobachtungen, um zu verstehen, wie die Liveübertragung von Diensten wie Facebook Live und Periscope den heutigen Journalismus herausfordern.

1. „Live-Sein“ und Zeugnis ablegen

Fotos und Videos besitzen eine realistische Perspektive, die von den Zuschauern für sehr authentisch gehalten wird. Der Medienphilosoph John Durham hat gezeigt wie das „Live-Sein“ von audiovisuellen Medien den Sinn für Authentizität betonen kann, durch die Bedeutung des kollektiven Zeugnisablegens. Journalisten handeln zum Beispiel als Zeugen für Ereignisse und die Zuschauer legen für die übertragenen Neuigkeiten und Berichte Zeugnis ab.

Im Juli 2016 legte Facebook Live die Tötung von Philando Castile durch die Polizei offen. Dieses Video diente, um Zeugnis abzulegen und wurde zu den öffentlichen Diskussionen um Polizeibrutalität hinzugefügt.

Aber das Video von Castile zeigte außerdem die zwei Seiten der Medaille: Die überwältigenden und zugleich die herausfordernden Aspekte Zeugnis zu live Ereignissen abzulegen: Videos können das Bewusstsein der Bevölkerung verbessern, während in manchen Fällen explizites, pornografisches oder raubkopiertes Material vorhanden ist.

2. Visuell betriebener Inhalt

Unser kulturelles Milieu, Nachrichten und soziale Medien eingeschlossen, orientiert sich zunehmend visuell. Die Einbeziehung von visuellen Elementen erhöht die Zuschaueraufmerksamkeit und die Bildsprache kann zu unmittelbaren emotionalen Reaktionen führen. Bilder sind einfacher abzurufen als Worte, außerdem können sie humanitäre Handlungen herbeiführen, obwohl diese Effekte nur kurzlebig sind. In einem Umfeld von sozialen Netzwerken können Bilder die Bindung steigern, was häufig ein Kernziel für die Nutzer ist.

Nachrichtenagenturen und Plattformen für soziale Medien wissen sehr gut über diese Effekte Bescheid. Facebook designt, wie andere Anbieter von sozialen Medien, sein Interface so, dass Bilder betont werden. Hinzu kommt das phänomenale Wachstum von Videos – Youtube hat inzwischen mehr als eine Milliarde NutzerNachrichten und Webseiten von sozialen Medien versuchen ihre Formate und Werkzeuge anzupassen, um zu profitieren, deshalb auch die Entwicklung von Facebook Live.

Facebook hob diese Funktion ursprünglich für professionell handgemachte Videos hervor, es wurden sogar Verlage für die Nutzung der Livefunktion bezahlt. Nun jedoch scheint das soziale Netzwerk die normalen Nutzer stark zu drängen, sowohl Livevideos zu konsumieren, als auch selbst eigene Livevideos zu erstellen. Facebook sagt, dass Livevideos zehnmal mehr Kommentare generieren als normale Kommentare.

3. Berichtende Bürger

Während Nachrichteninhalte sehr stark von Medienorganisationen dominiert werden, die als Wächter fungieren, zeigt die Do-it-yourself Informationsweitergabe und das Teilen, dass die Presse nicht unbedingt die letzte Hürde sein muss. Zuschauerbasierte Formen von Journalismus, wie zum Beispiel das Teilen von Videos von Schlagzeilen, sind in keinem Fall neu, aber die weitverbreitete Nutzung von Smartphone-Kameras und die Veröffentlichung mithilfe eines Klicks hat den Bürgerjournalismus zu einer beinahe selbstverständlichen Form der zeitgenössischen Medien gemacht.

Wie man am Women’s March und an den Flughafenprotesten gegen Trumps Beschlüsse sehen konnte, bedeutet das heutzutage, gleichzeitig live zu dokumentieren, um die eigene Reichweite vor dem Hintergrund der Protestorte auszudehnen.

Das Besondere dabei: Plattformen für soziale Medien wie Facebook tendieren zu einer privatisierten, an Freunden und Familie orientierten Form, steigend sind die Plattformen für die Erstellung und Teilen von nutzergenerierten Nachrichten, die die Nachrichtenorganisationen alle umgehen. Die Ausbreitung von nutzergenerierten Inhalten ist wichtiger.

4. Livevideos, die Nachrichten verbreiten

Livevideos können zunehmend Ziel der formaleren Berichterstattung werden, wenn sie genug Traffic haben. Im Endeffekt führt die soziale Zirkulation sich selbst zum Problem des Aufgesammelt Werdens von Nachrichtenorganisationen. Dies führt wiederum zu einer weiteren sozialen Konversation wie zum Beispiel im Fall von Castiles Tod, live gedreht und erhalten, damit andere es sich ansehen können.

Dies bedeutet nicht etwa, dass Livevideos bei Facebook zu einer Schlagzeile in den Nachrichten werden – dies wird nur bei sehr wenigen der Fall sein. Facebook-Livevideos können eher einen Zyklus generieren, in dem Videos von sozialen Medien zu einer breiteren Berichterstattung eines bestimmten Ereignisses oder Problems führen und damit höheres Bewusstsein in der Bevölkerung erzielen – das bedeutet, dass wahrscheinlich mehr Leute neue Livevideos zu diesem Thema teilen werden.

5. Ethik

Journalistische Vorschriften der Ethik sind vor allem die Suche nach der Wahrheit und die Verringerung von Schaden. Facebook muss natürlich nicht die gleichen ethischen Bestimmungen befolgen, wir haben schon häufiger enorme ethische Verfehlungen des Medienriesen mitverfolgt. Zudem sehen sich ganz normale Facebook-Nutzer, die Livevideos erstellen nicht, als Journalisten, daher sollte auch nicht von ihnen erwartet werden, dass sie journalistische Verantwortung dabei im Blick haben.

Was reflektiert werden sollte, ist unsere kollektive Verantwortung als Facebook Nutzer, Live-Übertragende oder auch: Was für Werte leiten wir her? Wie viele tausende Menschen haben die Liveübertragung des Selbstmordes des 12-Jährigen Mädchen gesehen, darauf reagiert und sogar kommentiert? Sind wir so abgestumpft?

Facebook will, dass wir Voyeure werden. Und während Livevideos genutzt werden können, um die menschlichen Erfahrungen und die Bildung der Öffentlichkeit zu bereichern, tendieren sie eher dazu, von dem Hässlichen und Gottlosen zu handeln. „Vergnügen wir uns nur bis zum Tod“ mit dem Alltäglichen, so wie es der Medienwissenschaftler Neil Postman über ein weiteres Video andeutete?

Letzte Überlegungen

Liveübertragene Videos beschmutzen den Knotenpunkt von Facebook und Journalismus. Facebook hat mehr als eine Milliarde Nutzer am Tag, 66 Prozent der User konsumieren Nachrichten dort. Das macht Facebook, nach dem was man hört, zum weltweit führenden Nachrichten-Gatekeeper.

Es hat strenge Untersuchungen bezüglich der aufbauenden Beweise der Zensurgegeben, bis hin zu Bereitstellung von Filterblasen und Echokammern.

Während Facebook seine Rolle als Medienfirma verneint hat, gibt es dennoch Hinweise darauf, dass die Plattform seine Verantwortlichkeit neu bewertet, zum Beispiel indem frühere Journalisten eingestellt werden, um neue partnerschaftliche Teams zu führen und die Entwicklung von Facebook.- Projekt zu Journalismus zu entwickeln, obwohl Kritiker andeuten, dass diese Handlungen mehr zynischen Anstrengungen zur Schadenskontrolle gleichen.

Es ist eindeutig, dass die Liveübertragung per Video in den sozialen Medien uns dazu zwingt, darüber nachzudenken, wie wir über Nachrichten denken – ihre Schnelligkeit, ihre Verbreitung und ihr bestimmender Einfluss Zeugnis im öffentlichen Leben abzulegen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) Corridor View by Sonya Mann (CC BY 2.0)


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  • AUTONOMES FAHREN heise: Das erste selbstfahrende Auto wird ein Lastkraftwagen: Da ein großer Mangel an LKW-Fahrern in Nordamerika herrscht, sollen nun bald in der Logistikbranche selbstfahrende LKW eingeführt werden. Dieses Vorgehen soll die Fahrer nicht überflüssig machen, sondern den Beruf für die junge Generation attraktiver gestalten. Die Rolle des Fahrers soll dann ähnlich wie die eines Piloten sein: er ist beim Start, der Landung und in brenzligen Situationen gefragt, das Fahrzeug ist sonst auf Autopilot geschaltet.

  • TESLA t3n: Neuer Autopilot-Chef: Swift-Erfinder Chris Lattner verlässt Apple für Tesla: Nach elf Jahren verlässt nun Swift-Erfinder Chris Lattner Apple, um zu Tesla zu wechseln. Lattner wird ab sofort bei Tesla für die Autopilot-Software des Unternehmens verantwortlich sein, nachdem der frühere Autopilot-Leiter Sterling Anderson das Unternehmen verlassen hatte. Für Lattner wird es bei Tesla einiges zu tun geben: nach dem tödlichen Unfall im Frühjahr 2016 geriet der Autobauer in die Kritik, woraufhin dieser Neuerungen angekündigt hatte, die das Autopilot-System sicherer machen sollen.

  • YOUTUBE googlewatchblog: Hamburger Elbphilharmonie: Youtube überträgt das Eröffnungskonzert Live in 360 Grad: 9 Jahre Bauzeit und mehrere Hundertmillionen Euro verschlang die Hamburger Elbphilharmonie, die direkt am Hafen platziert ist. Heute findet endlich das feierliche Eröffungskonzert statt. Wer keine Karten hat, muss sich aber auch nicht grämen. Schon zur offiziellen Fertigstellung der Elbphilharmonie und auch jetzt zur Eröffnung sind Google-Nutzer ganz vorne mit dabei: Per Streetview kann man durch das Gebäude laufen und sich die öffentlich zugänglichen Teile frei ansehen. Wer zudem über ein Google Cardboard verfügt (die Papp-Variante einer Virtual Reality-Brille) kann das Live-Konzert so auch in VR erleben.

  • FACEBOOK golem: Facebook-App leert Akku in Rekordzeit: Schwache Akkus sind bei Smartphone-Nutzern immer ein leidiges Thema. Da hilft es nicht, wenn sich eine App zusätzlich belastend auf die Laufzeit auswirkt. Vor allem Android-Nutzer sind derzeit stinksauer, die Facebook- sowie die Messenger-App belastet den Akku wohl extrem. Neben der drastisch verkürzten Akkulaufzeit machen die Facebook-Apps noch andere Schwierigkeiten. Der Grund für die geschilderten Probleme ist derzeit nicht bekannt.

  • SOCIAL MEDIA dw: White House preserves Obama’s social media legacy: „Präsdient Obama ist der erste ‚Social Media Präsident'“ so ein Sprecher des Weißen Hauses und so hat er einem den Job des mächtigsten Mannes der Welt näher wie nie gebracht. Er verabschiedete sich nun von dem Twitter-Handle ‚@POTUS‘ (steht für ‚president of the united states‘) mit: „Thank you for everything. My last ask is the same as my first. I’m asking you to believe—not in my ability to create change, but in yours.“ Das Weiße Haus hat jetzt einen nahtlosen Übergang zwischen den präsidialen Social Media Accounts eingeleitet.

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No Comment – NPR deaktiviert Kommentarfelder unter den Artikeln

NPR Building (adapted) (Image by Cliff [CC BY 2.0] via flickr)

Demnächst wird es unter den Artikeln auf NPR.org nicht länger einen Kommentarbereich geben. NPR verkündete die Entscheidung vor wenigen Tagen in einem Blogeintrag mit der Erklärung, dass die Kommentarbereiche größtenteils verwaist sind, obwohl das Internetpublikum insgesamt über die Jahre stetig gewachsen ist. Nur ein Prozent von monatlich 25 bis 35 Millionen Lesern und Hörern hinterlassen einmalig Kommentare, die Anzahl regelmäßiger Verfasser von Kommentaren ist ebenfalls sehr gering. Stattdessen wendet sich NPR den sozialen Netzwerken zu – sowohl offiziell als auch über die privaten Profile seiner Journalisten – um mit seinem Publikum zu interagieren. Und das bedeutet, das Publikum auf den üblichen Plattformen wie Facebook (wo NPR mehr als fünf Millionen „Gefällt mir“ hat) und Twitter (mehr als sechs Millionen Follower) anzuziehen, sowie die Präsenz auf Snapchat, Instagram und Tumblr auszubauen. In dem Post hob Scott Montgomery, Redaktionsleiter für digitale Nachrichten, die NPR Facebook-Gruppe ‚Private Finances‘ hervor, die mittlerweile mehr als 18.000 Mitglieder aufweist. Weitere Bemühungen die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich zu ziehen, so schrieb Montgomery, haben den Kommentarbereich weniger nützlich werden lassen:

  • „Wir haben in den besonderen Bemühungen, das Interesse der Leser- und Zuhörerschaft mit dem Tiny Desk Contest und Generation Listen (Generation Hören)völlig neue Maßstäbe gesetzt. Es gab zum diesjährigen Tiny Desk Contest mehr als 6000 Einsendungen und die Welt hat Gewinnerin Gaelynn Lea kennen gelernt. In der Zwischenzeit besuchen unsere Journalisten regelmäßig Treffen von Generation Listen und stellen so in NPR-Radiostationen im ganzen Land die Verbindung zur nächsten Generation von Fans des öffentlichen Radios her.“
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  • „Bei uns widmet sich ein ganzes Team den Publikumsbeziehungen, welches jeden Monat tausende E-Mails von Hörern liest und persönlich beantwortet. Dieses unentbehrliche Forum begegnet Ihrem essenziellsten Feedback und Ihren Fragen und gibt uns einen Raum für gleichermaßen bedeutende Antworten. Unsere Seite help.npr.org operiert plattformübergreifend und ist jederzeit offen für Ihre Fragen und Anliegen.“
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  • „In den kommenden Wochen werden wir zusätzlich zur Weiterentwicklung unserer Herangehensweise in Bezug auf Live Interaktion auf Facebook beginnen, ein vielversprechendes neues Hilfsmittel zur Einbindung der Zuhörerschaft zu testen, das in den sozialen Medien bereits verwurzelt ist. Hearken ist eine digitale Plattform, die es den Journalisten und dem Publikum erlaubt, bei der Entwicklung von Ideen für Artikel als Partner zu agieren, und diese Plattform ist in Dutzenden von NPR-Radiostationen bereits in Gebrauch. Wir werden Hearken in unseren Goats and Soda Blog zu weltweiter Gesundheit und Entwicklung mit dem Potenzial für zukünftige Erweiterung involvieren.“

Zudem hat NPR in Elizabeth Jensen seine eigene Bürgerbeauftragte in Vollzeit, die dabei hilft, von Hörern angeschnittene Themen aufzugreifen. Selbstverständlich hat Jensen die Eliminierung der Kommentare abgewägt, in Erwartung einigen Widerstandes gegen die Tatsache, dass eine öffentliche Medienorganisation einen Kanal für öffentliche Beiträge entfernt. NPR benutzte die externe Plattform Disqus, ein System, das – so schrieb Jensen – „teurer wurde, je mehr Kommentare hinterlassen wurden, und innerhalb einiger Monate hat dies NPR zweimal mehr gekostet als im Budget veranschlagt„. In anderen Worten hat NPR die Kosten für eine kleine Gruppe von Menschen getragen, die nicht zwingend repräsentativ für das Gesamtpublikum waren: Nur 4300 Nutzer posteten je etwa 145 Kommentare, das sind etwa 67 Prozent aller auf NPR.org verfassten Kommentare innerhalb eines Zeitraumes von zwei Monaten. Mehr als die Hälfte aller Kommentare von Mai, Juni und Juli zusammen stammten von lediglich 2600 Nutzern. Es ist nicht möglich, Aussagen darüber zu treffen, wer die Verfasser dieser Kommentare sind; manche Nutzer kommentieren anonym. Aber es gibt einige Anzeichen, die darauf hindeuten, dass die Kommentierenden nicht völlig repräsentativ für das Gesamtpublikum des NPR sind: Sie kommentieren mit großer Mehrheit über den Desktop (jüngere Nutzer neigen dazu, NPR.org per Handy aufzurufen) und eine Schätzung von Google legte Montgomery zufolge nahe, dass die Verfasser zu 83 Prozent männlich sind, während unter der Gesamtheit der Nutzer von NPR.org nur 52 Prozent männlich sind. Joel Sucherman, NPR Abteilungsdirektor für digitale Produkte, teilte Jensen zudem mit, dass die Leser von NPR.org mit großer Wahrscheinlichkeit „innerhalb der nächsten sechs bis neun Monate neue Optionen sehen werden„. Auf Twitter wurde die Mitteilung überwiegend positiv begrüßt, obwohl manche Besorgnis über den wachsenden Einfluss sozialer Netzwerke äußerten. Die Kommentare unter Jensens und Montgomerys Posts sprechen jedoch so ziemlich für sich. Dieser Artikel erschien zuerst auf “Nieman Journalism Lab” unter CC BY-NC-SA 3.0 US. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „NPR Building“ by Cliff (CC BY 2.0)


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Was der Guardian von seinem Live-Chat mit WhatsApp lernte

WhatsApp iOS (adapted) (Image by Álvaro Ibáñez [CC BY 2.0] via flickr)

Als Teil von seinem Mobile Innovation Lab berichtete der Guardian von der GOP-Debatte mit der beliebten Chat-App WhatsApp. Die republikanische Präsidentschaftsdebatte vor Weihnachten war von zwei Konfrontationen geprägt: Marco Rubio und Ted Cruz diskutierten über Immigration und ISIS, während Donald Trump und Jeb Bush darüber stritten, ob Trump ein „Chaos-Kandidat“ sei. Die Reporter Sabrina Siddiqui und Paul Lewis schreiben von Las Vegas aus für den britischen Guardian und berichteten, dass Trump und Bush „kaum über das Niveau einer Spielplatzstreiterei darüber, wer der stärkste war, herauskamen“, während Rubio und Cruz mit „einer Serie von feurigen Austauschen“ beschäftigt waren.

Adam Gabbatt, ein Guardian-Reporter, der über die Chat-App WhatsApp als ein Teil eines Experiments mit dem Mobile Innovation Lab des Guardians berichtete, wählte einen anderen Blickwinkel, um die Konfrontationen zu beschreiben: „Hier ist eine Nachstellung der Streitereien auf der Bühne“, schrieb Gabbat im Chat.

Der WhatsApp-Chat des Guardians war eines der ersten Experimente, die das Mobile Innovation Lab ausführte, das im Herbst 2015 gegründet wurde. Das Ziel des Experiments war, herauszufinden wie der Guardian in einer Chat-App über ein Event berichten könnte und wie es sich anfühlt, WhatsApp als eine Plattform für Neuigkeiten zu benutzen, sagte Sasha Koren, Leiter des Labs.

Die gesprächige Natur der Plattform war sowohl für die Teilnehmer, als auch für Gabbat ein Highlight, der sagte, dass er die Mischung zwischen der Ernsthaftigkeit politischer Debatten und unbeschwerten Momenten sehr genossen hat – wie z.B. die Nachstellung der Debatte mit Stockpuppen. Er sagte, dass er die Rückmeldung der Teilnehmer schätze, die aufmerksame Fragen stellten, Scherze machten und ihn gelegentlich sogar verbesserten.

Es fühlte sich an, als würde ich mit meinen Freunden reden. Ich benutze WhatsApp sowieso viel, um mit Leuten in diesem Land und Leuten Zuhause zu sprechen. Da ich nicht auf der Guardian-Website war, die nicht ewig im Internet sein wird, fühlte es sich so an, als könne ich mich entspannen und reden, als würde ich ganz normal reden – ein paar weniger Schimpfwörter, aber generell fühlte ich mich entspannt.

Gabbatt sandte während der Debatte 62 Nachrichten und obwohl er davon ausging, dass die meisten Teilnehmer die Debatte auch im Fernsehen schauen würden, versuchte er den Chat so zu strukturieren, dass auch Leute, die die Übertragung nicht anschauten, informiert waren. „Man kommentierte was passierte und erwartete, dass Leute das wussten, aber ich habe versucht das so zu machen, dass man es auch versteht wenn man nicht dabei war“, sagte er.

Wenn du es nicht angeschaut hättest, würdest du das meiste durch den WhatsApp-Überblick nicht verstehen, aber durch den Live-Blog. In meinem Kopf dachte ich: ‚Hey, wir gucken das alle zusammen, lasst uns Spaß damit haben.’ Es waren nicht nur Witze. Ich war nicht auf der Bühne, um Stand-Up-Comedy zu machen, aber ich hatte das Gefühl, dass man mehr Spaß haben kann, wenn man es nochmal auf einem zweiten Bildschirm sieht.

Der Guardian nutzte eine WhatsApp-Broadcast-Liste um den Chat abzuhalten. Broadcast-Listen machen es den Teilnehmern möglich, Nachrichten an viele Kontakte gleichzeitig zu senden. Diejenigen, die die Nachrichten erhalten, können aber nur demjenigen antworten, der die Originalnachricht geschickt hat. Deshalb berichtete Gabbat während des Chats den Zuschauern regelmäßig, was die einzelnen Teilnehmer ihm schrieben.

WhatsApp setzt ein Limit von 256 Teilnehmern pro Broadcast-Liste, daher limitierte der Guardian die Anzahl der Leute, die am Chat teilnehmen konnten. Senior-Produktmanagerin Sarah Schmalbach sagte, dass die Debatte nicht so vertraulich gewesen wäre, wenn Gabbat mehrere Broadcast-Listen genutzt hätte.

Andere Firmen nutzten WhatsApp, um Benutzerdaten zu sammeln oder um Informationen so zu senden wie man Push-Mitteilungen senden würde. Schmalbach verwies auf Globe And Mail, die diesen Herbst per WhatsApp Neuigkeiten über die kanadischen Wahlen an mehr als 1.700 Abonnenten verschickten.

Das ist ein bisschen einfacher zu messen, weil man nur eine Nachricht an alle schickt, die sich angemeldet haben. Man muss keine Konversation leiten oder ein Gespräch unter vier Augen mit dem Endnutzer führen. Was das hier wirklich anders und interessant gemacht hat und warum wir die Teilnehmerzahl auf höchstens 256 Leute reguliert haben, war die Tatsache, dass wir genug Zeit haben wollten, um Antworten von Nutzern zu lesen und wenn möglich zu antworten.

Der Guardian begann zwei Tage vor der Debatte mit einem Post auf der Website für den WhatsApp-Chat zu werben. Der Chat war nicht am Limit seiner Leistung als die Debatte startete, aber die Live-Blogger des Guardians empfahlen sie ihren Lesern im Live-Blog und am Ende versuchten über 400 Leute, am Chat teilzunehmen.

WhatsApp ist nicht wirklich für das Veröffentlichen von Nachrichten gedacht und Koren sagte, dass diese Tatsache es schwierig machte, den Chat zu ermöglichen. Andere Nachrichtenorganisationen fanden es ebenfalls schwierig, WhatsApp zu nutzen um große Menschenmengen zu erreichen und Koren erklärte, dass Nutzer frustriert seien, wenn sie nicht einfach miteinander chatten könnten. „Es war wirklich schwierig zu verwirklichen“, sagte sie. „Das Programm macht es schwer Leute auszuschließen und hinzuzufügen. Während Adam chattete, arbeiteten Sarah und ich daran und es war wirklich kompliziert, den Überblick über die Antworten und Anfragen der Leute zu behalten.

Zwar wird das Lab WhatsApp in Zukunft wohl nicht mehr verwenden, plant aber weiterhin mit Chat-Apps und anderen Formen zu experimentieren, die es ermöglichen, live auf Smartphones zu berichten. Das Mobile Innovation Lab ist ein zweijähriges Projekt, das durch einen Zuschuss über 2,6 Millionen US-Dollar von der Knight Foundation finanziert wird. (Nieman Lab und The Guardian sind Partner und teilen die Ergebnisse, Nieman Lab bekommt ebenfalls Finanzierungen von der Knight Foundation.)

Basierend auf den Resultaten einer Umfrage, die das Lab nach der Debatte durchführte, scheinen Nutzer an dieser Art der Handy-fokussierten Live-Berichterstattung durchaus interessiert, wie Schmalbach erklärt:

Menschen mögen kurze kleine Videos, wie das von Adams nachgestellter Szene“, sagte Schmalbach. „Sie mögen Bilder. Sie mögen GIFs. Sie mögen es zu wissen wo wir sind und was wir machen. Das sind Anwendungen, die Chat-Apps übersteigen. Es gibt ein Verlangen nach dieser Art von Möglichkeit, über Sportereignisse, Events auf dem roten Teppich und weitere live zu berichten. Eher als das Experiment zu wiederholen, eröffnet es drei, vier oder fünf weitere Möglichkeiten für alle Arten von Plattformen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf “Nieman Journalism Lab” unter CC BY-NC-SA 3.0 US. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „WhatsApp / iOS“ by Álvaro Ibáñez (CC BY 2.0)


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5 Lesetipps für den 10. August

In unseren Lesetipps geht es heute um die Auswirkungen von Edward Snowdens Enthüllungen, den Erfolg der ElbeBlogger, den Film “Pixels”, Websites für Familien-Gesundheit und Facebooks neues Livestreaming-Feature. Ergänzungen erwünscht.

  • SNOWDEN Heinrich-Böll-Stiftung: Wie Snowdens Enthüllungen den Journalismus verändert haben: Am 6. Juni 2013 veröffentlichte der Guardian den Artikel mit der eher unauffälligen Überschrift “NSA collecting phone records of millions of Verizon customers daily” – dieser Artikel war damals der Anfang für die wohl wichtigste Geschichte des Jahres. Nachdem Whistleblower Edward Snowden einigen Journalisten dieser Art von Informationen gegeben hatte, tummelte es sich nur so an weiteren, ähnlichen Beiträgen, die Auslöser für die wichtigste Geschichte des Jahres über Medien, die Rolle des Journalismus in der Gesellschaft und die Rolle der Journalisten in den Medien waren.

  • ELBEBLOGGER cocodibu: Die ElbeBlogger: “Großer Erfolg” oder “kümmerliche Karriere”?: Für Karsten Lohmeyer, Journalist und Corporate Publizist bei der Telekom-Tochter TheDigitale, findet, dass die ElbeBlogger-Aktion ein richtiger Erfolg war. Von Anfang an wurden keine genauen Reichweiten-Ziele festgelegt, da es ein Kommunikations-Experiment war und es vor allem darum ging, neue Tools auszuprobieren. Für TheDigitale war das sehr außergewöhnlich, aber laut Lohmeyer auch genau das Richtige. Selbstverständlich wurde trotzdem sehr genau auf die Zahlen geschaut, die täglich sehr zufriedenstellend waren.

  • PIXELS CNET: Videos taken down from Vimeo for using the word “Pixels”: Columbia Pictures, die Produktionsfirma hinter dem neusten Film mit Adam Sandler “Pixels”, ist auf Kriegspfad gegangen. Sie nimmt unabhängige Filme auf Vimeo ins Visier, die das Wort “Pixels” im Titel haben. Bisher wurden 10 Videos aus diesem Grund von der Videoplattform runtergenommen, unter anderem auch ironischerweise der Kurzfilm “Pixels” von Patrick Jean, der die Inspiration für den Sandler-Film war. Das Video wurde von Jean’s eigenem Account gelöscht, befindet sich aber weiterhin auf dem Account von One More Productions, von denen dieser produziert wurde.

  • ANCESTRY heise online: Verbraucher-Genetik: Ancestry startet neue Websites zu Familien-Gesundheit: Mehrere Unternehmen in den USA liefern sich ein Wettrennen mit genetischen Gesundheitsinformationen direkt für Verbraucher. Ancestry, ursprünglich ein Verlag für Ahnenforschung, hat jetzt so eine Website gestartet. Sie trägt den Namen “AncestryHealth” und soll Daten aus der Ahnenforschung mit genetischen Informationen über Krankheiten kombinieren und somit den Kunden ein genaueres Bild zu liefern.

  • LIVESTREAMING B2C: Facebook Mentions Live Video Streaming Feature Only Available to Celebrities?: Über 900 Millionen Facebook-User haben mindestens eine Seite von “öffentlichen Personen” geliked. Der Konzern gab vor kurzem bekannt, demnächst ein neues Livestreaming-Feature zu launchen, das “Live” heißt. Stars und Sternchen, sowie Politiker und Athleten konnten das Feature bereits benutzen – “Live” ist bisher aber nur für verifizierte Profile möglich. Mit dem neuen Feature möchte Facebook, dass diese öffentlichen Personen live Videos mit ihren Fans teilen können. “Live” funktioniert ungefähr genauso, wie auch die unzähligen anderen Livestreaming-Dienste da draußen.

CHIEF-EDITOR’S NOTE: Wenn Ihnen unsere Arbeit etwas wert ist, zeigen Sie es uns bitte auf Flattr oder indem Sie unsere Reichweite auf Twitter, Facebook, Google+, Soundcloud, Slideshare, YouTube und/oder Instagram erhöhen. Vielen Dank. – Tobias Schwarz

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

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Mobiler Journalismus: Tipps und Apps für Android

Enredando con Android .) (1) (adapted) (Image by Daniel Sancho [CC BY 2.0] via Flickr)

Videoproduzent Florian Reichart erklärt, was es da draußen so alles gibt, wenn es ums Filmen, Aufnehmen und Redigieren auf Android-Geräten geht. Die beste Kamera ist die, die man immer dabei hat. Viele Journalisten benutzen heute ihre Telefone, um Fotos zu machen oder Videos für ihre Artikel aufzunehmen. Mobiler Journalismus ist eine etablierte Berichterstattungsmethode. Es gibt viele Apps für jede einzelne Stufe dieses Prozesses. Aber die Mehrzahl der Apps, von denen wir hören und schreiben, sind für iPhones und iPads. Also, was passiert, wenn die Kamera, die man dabei hat, zugleich ein Android-Smartphone ist?

Wenn es um die Smartphone-Bewegung geht, ist eines ihrer Versprechen, dass das Filmemachen und die Berichterstattung demokratischer wird, und zwar mehr, als man denkt„, meint Videoproduzent Florian Reichart und bezieht sich dabei auf den niedrigeren Preis der Androidgeräte im Vergleich zu iPhones. Reichart, der bei Twitter als @smartfilming bekannt ist, sprach im März auf der Mobile Journalism Conference. Hier ging er einige Vorteile des Androids für den mobilen Journalismus durch.

Florian Reichart erzählt bei Journalism.co.uk über die Vorteile eines Androids und dem Windows Phone für den mobilen Journalismus:

Wegen der höheren Anzahl an Modellen von Android gibt es auch mehr Optionen und spezifische Funktionen, wie zum Beispiel einen optischen Zoom. Ein weiterer Vorteil der Androidgeräte ist der erweiterbare Speicherplatz durch microUSB. „Man kann sogar den Akku austauschen„, sagte er.

Wenn man draußen unterwegs ist, besonders wenn man gerade filmt, weiß jeder, dass das eine Menge Batterie verbraucht. Also ist es gut, einen zweiten oder dritten Akku dabei zu haben, den man einfach tauschen kann. Wenn man ein Video draußen im Sonnenlicht macht, muss man meistens die Helligkeit auf Maximum stellen, damit man sieht, wie man im Moment am besten aufnehmen kann. Natürlich belastet das die Batterie.

Das iPhone ist dagegen als ‚Unibody‘-Gerät designed. Hier ist es eher kompliziert, den Akku auszutauschen – aber manche Hersteller von Android-Geräten bewegen sich nun ebenfalls in diese Richtung, beispielsweise hat das Samsung Galaxy S6 auch keinen austauschbaren Akku mehr.

Die Vielfalt der Geräte bringt auch Nachteile, wie die Aufteilung, bei der manche Apps nicht auf allen Geräten laufen, oder nicht alle Android-Geräte gleich gut funktionieren. Als Faustregel gilt, wie bei allen Apps, dass man alle Funktionen, die man braucht, ausprobiert, bevor man sich auf eine bestimmte App für seine Arbeit verlässt.

Also, was ist los da draußen? Hier sind ein paar von Reicharts Empfehlungen:

Filmen und Redigieren

Das Ausgangsmaterial für mobilen Journalismus auf dem iPhone namens FilMic Pro hat neulich angekündigt, dass sie eine Beta-Version der Android-App entwickeln.

Allerdings gibt es bereits eine App, die einem bessere Kontrollmöglichkeiten gibt als die voreingestellte Kamera – Cinema FV-5. Ein paar der Grundlagen beinhalten den Fokus, den man nun auch sperren kann, die Belichtung und den Weißabgleich, sowie den Audiopegel und die Abnahme per Kopfhörer. Für die Bearbeitung empfahl Reichart KineMaster, was seiner Meinung nach „genauso gut wie iMovie“ sein soll. „Es gibt eine Video- Und drei Audiospuren. Man kann in der App ein paar grundlegende Dinge einstellen, wie die Belichtung, den Sättigungswert und den Kontrast„, sagte er. Doch die kostenlose Version hat ein Wasserzeichen, wenn man also öfter mit KineMaster arbeiten will, sollte man sich eine kostenpflichtige Version besorgen. „Android-Nutzer sind es nicht gewohnt, so viel Geld für ihre Apps zu zahlen, daher ist das Abosystem ein bißchen seltsam„, fügte Reichart hinzu. Obwohl es kein Meerkat oder Periscope für Android gibt, oder zumindest noch nicht, gibt es dennoch einige Apps, mit denen man streamen kann, wie zum Beispiel Bambuser, Livestream, Ustream oder Reelsome.

Aufnahme und Audiobearbeitung

Für Audioaufnahmen kann man RecForge Pro oder den Field Recorder ausprobieren. „Field Reciorder ist sehr interessant, weil man den Display umdrehen kann„, erklärt Reichart. Das ist wichtig, wenn man das Mikrofon mit einem Windschutz abdecken möchte. Weil das Mikrofon sich meistens am unteren Teil des Telefons befindet, „steht natürlich das Display auf dem Kopf, und alle wichtigen Kontrollfunktionen [sind] nicht erreichbar. Mit dieser App kann man das Display umdrehen, so dass man das Telefon als Aufnahmegerät benutzen kann„. RecForge Pro kann auch benutzt werden, um Audiotracks zurechtzuschneiden. Für aufwändigeres Schneiden in Multitrack gibt es aber Audio Evolution Mobile. „Die App wurde eher für Musiker gebaut, damit sie ihre Songs aufnehmen können. Es gibt aber keinen Grund, wieso man sie nicht für andere Dinge benutzen können sollte.

Fotografie

Wenn die voreingestellte Kamera-App nicht ausreicht, gibt es aus dem Entwicklerhaus von Cinema FV-5 eine ähnliche App, die sich Camera FV-5 nennt. Zum Bearbeiten empfiehlt Reichart Photoshop Touch, Snapseed, oder Pixlr – hier kann man bei Pixlr einen Überblick bekommen, was man damit alles anstellen kann.

Das sind ein paar der Apps, die ich benutzt habe, um Grundlegendes zu redigieren, natürlich nichts, was allzu verrückt wäre„, sagt er.

Dieser Artikel erschien zuerst auf journalism.co.uk.


Image (adapted) „Enredando con Android :) (1)“ by Daniel Sancho (CC BY 2.0)


 

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Was USA Today bei den Final Four mit Periscope und Snapchat lernte

USA Today Sports

Die neuen Plattformen Periscope und Snapchat sind für Realtime-Nachrichten auf Telefonen gemacht, aber es gibt viele Fragen bezüglich der Organisation – welchen Content man teilt, oder wie man die Effektivität messen kann. // von Tanya Sichynsky

USA Today Sports

Es gibt genug Möglichkeiten, wie man ein neues Publikum erreichen kann. Die Herausforderung dabei ist aber, herauszufinden, wo es sich lohnt, seine Zeit zu investieren, und was man alles machen kann. Ich arbeite bei den USA Today Sports und dort versuchen wir gleich zwei Plattformen zu nutzen und besser zu verstehen: Snapchat und Periscope. Letzteres wurde erst vor zwei Wochen veröffentlicht, als die Final Four (die letzten vier Mannschaften in der Endrunde) im College-Basketball feststanden.

Ich wagte mich mit dem Vorsatz nach Indianapolis, den Followern auf Snapchat von dem Event zu berichten und mehr Follower auf Periscope zu sammeln. Als jemand, der ohnehin regelmäßig Snapchat nutzt, war die Herausforderung weniger die Benutzung, sondern, wie man mit dem Account der USA Today Sports experimentiert, um die Berichterstattung so fesselnd und dynamisch wie möglich zu machen. Periscope hingegen war völlig neu für mich. Ein großes Live-Sportevent schien uns eine gute Möglichkeit zu sein, diese Apps auszuprobieren.

5 Dinge, die ich durch Periscope gelernt habe

  • Schreiben Sie kurze, fesselnde Sendungsbezeichnungen. Periscope fragt “Was siehst du gerade?, bevor übertragen wird. Die Antwort wird direkt an die Follower geschickt und vertwittert. Stellen Sie sicher, dass alles richtig geschrieben ist und auch außerhalb des Kontextes Sinn ergibt.

  • Die Sendung sollte noch einmal abspielbar sein. Periscope gibt Ihnen die Möglichkeit, nach dem Filmen noch einmal die Wiederholung anzusehen. Je nachdem wie flüssig das WLAN oder die 3G-Versorgung ist, kann es ein wenig dauern, bis alles gespeichert ist. Versucht man, einen Livestream nach dem anderen abzuspielen, kann die Eile auf Kosten der Replayfunktion gehen.

  • Die Wiederholung sollte etwa 24 Stunden nach dem Post beginnen. Wenn ein Stream erst einmal verfügbar ist, kann man ihn innerhalb von 24 Stunden innerhalb der App abrufen, ähnlich einer Snapchat Story. Um eine Vorstellung zu bekommen, wie gut sich der Stream bei Periscope gemacht hat, muss man nur die Postings nachlesen, die etwa um zum Ende der Streamverfügbarkeit veröffentlicht wurden. Die Follower können nicht nur die Wiederholung in der App anschauen, sondern auch auf Twitter bewerben. Man muss dazu nur den “Live-Link teilen und etwas dazu schreiben wie “der Stream ist jetzt verfügbar”.

  • Reagieren Sie auf Kommentatoren. Bei Periscope kann man ein Livefeed der Zuschauerkommentare sehen. Das ist ein guter und rascher Indikator dafür, wie der Stream gesehen wird. Wir konnten den Zuschauern die Szenen hinter den Kulissen zeigen. Auch die Interviews nach dem Spiel in den Umkleidekabinen hat die App zu einem großen Erfolg gemacht. Die Kommentarfunktion erlaubte den Zuschauern, Fragen zu stellen, die der Interviewer einstreuen konnte. Das fand ich ziemlich cool.

  • Der Livestream kann mehr als Periscope. Ich habe die Preisverleihung zum Spieler des Jahres bei den Final Four mit Periscope gestreamt. Sie fand morgens vor der anderen Pressekonferenz am gleichen Vormittag statt und es kamen nur wenige Pressevertreter. Da die Veranstaltung recht klein war, stellten sich Preisträger Frank Kaminsky und seine Teamkameraden den Reportern und beantworteten jede noch so alberne Frage.

Ich habe das ganze bei Periscope verfolgt und es gab einen spontanen Live-Moment, der sich wie ein Lauffeuer verbreitete. Ich speicherte das Video, um es später noch einmal abzuspielen, stellte ein paar Bilder bei Instagram ein und verarbeitete das Ganze als Artikel in unserer Kategorie For The Win. Der Content aus dem Stream, der live über die App übertragen wurde, wurde zu einem viralen Posting und neue Nutzer kamen auf unsere Seite.

4 Dinge, die ich durch Snapchat gelernt habe

  • Benutzen Sie Screenshots der Snapchat Story bei Twitter. Screenshots von Videos oder Fotos, die in der Snapchat Story gepostet wurden, sind viel einladender als ein einfacher Tweet, der sagt: “Folgen Sie uns bei Snapchat!” Teilt man ein Posting bei Twitter, zeigt man den Followern, dass man es genau in diesem Moment postet. Das wird sie animieren, Ihnen zu folgen.

  • Vermeiden Sie zusammenhangslose Bilder. Postings bei Snapchat Story sind mehr als nur Fotos. Wenn es kein interessantes Video ist, fügen Sie eine Bildunterschrift hinzu oder nutzen Sie einen der standortbasierten Filter von Snapchat. Bei den Final Four durfte ich bei der Mehrzahl der Pressekonferenzen nicht mitfilmen. Stattdessen machte ich Fotos und fügte Bildunterschriften hinzu, die wie gezeichnete Sprechblasen aussahen. In ihnen standen kurze, interessante Zitate derjenigen, die auf dem Bild zu sehen waren. Das war immerhin ein wenig mehr als ein normales Foto. Die Zeichenfunktion ist mittlerweiel sehr populär unten den jüngeren Nutzern. Wenn man einen Stylus bsitzt, geht das ganz einfach.

  • Die Aufnahmen von Snapchat Story helfen dabei, das Wachstum zu beobachten. Es gibt noch immer keine einfache Möglichkeit bei Snapchat, die Followeranzahl nachzuvollziehen. Man könnte alles per Hand zählen, oder eine Strichliste führen, aber das ist extrem mühsam. Immerhin kann man Postings innerhalb einer Snapchat Story lesen, um die Aufrufe zu sehen. In den 24 Stunden, in denen der Post live abrufbar ist, kann man nachvollziehen, wie viele Follower das Posting noch einmal angeklickt haben. So hat man wenigstens einen groben Eindruck davon, wie viele aktive Follower es in etwa sind. Zum ersten Mal haben wir Snapchat ernsthaft bei den NHL Winte Classics im Januar benutzt. Seitdem versuchen wir, uns ein Publikum via Liveübertragungen wie der NHL oder den NBA Allstar Weekends aufzubauen. Wir kontrollieren unsere Betrachtungsstatistik bei jedem einzelnen Event innerhalb von Indianapolis. Daher konnten wir schlussfolgern, dass es bei den Final Four deutlich mehr Interesse gab.

  • Geben Sie dem Publikum ein einzigartiges Erlebnis, dass man nirgendwo anders kriegt. Während des Spiels gegen die Dukes aus Michigan konnte ich in der Halbzeit ein kurzes Video mit Magic Johnson drehen. In diesem Video äußert er sich gegenüber unseren Followern dazu, was in der ersten Hälfte falsch gelaufen war. Das Posting bot den Leuten eine Expertenmeinung, die sie nicht in der Halbzeitpausenrunde bekommen konnten. Außerdem konnte ich mit Magic Johnson sprechen – dass ich das noch erleben darf!

Die Final Four zum Mitnehmen: ’scoping und ’snapping

Periscope und Snapchat sind Orte, an denen man kreativ werden und mit den Stories experimentieren kann, die auf anderen Plattformen auf andere Weise erzählt werden. Bei den Final Four habe ich drei Tage lang an Snapchat Stories gebastelt, die meist aus 15 bis 20 Postings pro Story bestanden. Darin ging es um alles Mögliche, von Trainingsvideos bis hin zu Bildern mit verrückten Maskottchen. Ich habe auch sechs Streams bei Periscope erstellt. Hier gab es Blicke hinter die Kulissen bei der College Slam Dunk Championship bis hin zum Interview von John Gasser von Wisconsin nach ihrem haushohen Sieg über Kentucky.

Ist das Ganze nur ein Strohfeuer? Nicht unbedingt. Es gibt hier viel Potential, gerade bei Periscope, um Nachrichten in anderer Form an die Leute zu bringen, vor allem, wenn es gerade jetzt passiert. Wieso probieren Sie es nicht mal aus und verbessern Ihre Fähigkeiten? Man braucht lediglich ein bißchen Zeit.

Zuerst erschienen auf niemanlab.org. Übersetzung von Anne Jerratsch.

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Storify baut aus: Was kann der neue VIP-Zugang?

„Content Curation is King“, titelt t3n-Redakteur Andreas Weck seinen Artikel über die Möglichkeiten für Unternehmen, ihr Markenprofil durch kuratierte Inhalte zu schärfen.

Auch auf externe Portale und Produkte zu verlinken, würde die Beliebtheit steigern und auch zeigen, „dass es bei der eigenen Marke immer etwas Spannendes zu entdecken gibt“. Weck beschränkt sich bei seinem lesenswerten Text auf Unternehmen, doch auch die Medien können durchaus vom Kuratieren interessanter Inhalte und Links profitieren, wie das Beispiel Storify zeigt.

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Live-Sendungen und TV-Serien via Torrent anschauen

TV

Bram Cohen ist einer der wenigen, der wirklich was gerissen hat im Web. Auf seinem Mist ist das Protokoll für den hierarchiefreien Austausch von Daten via BitTorrent gewachsen. Dieser Erfinder des populärsten P2P-Netzwerks will nun den Fernsehmarkt aufmischen. Auf dem SF Music Tech Summit in San Francisco hatte er vorgestern BitTorrent Live vorgestellt. Damit kann jeder Nutzer gleichzeitig TV-Sendungen empfangen und an andere Nutzer weiter übertragen. Und selbstverständlich wird auf diese Weise auch jeder zu einem potentiellen Fernsehsender.

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#CTM11: Live ist tot, es lebe die Liveness!?

Das mit der Transmediale (#TM11) verschwesterte und zeitgleich statt findende Festival Club Transmediale (#CTM11, 1. – 6.2.2011) in Berlin ist in diesem Jahr der Frage der “liveness” nachgegangen, vor allem mit einem zweitägigen Symposium zu Beginn des Festivals (1. – 2.2.) im HAU1, am Donnerstag dann mit Vorlesungen und einer Diskussion im Haus der Kulturen der Welt, gemeinsam mit der Transmediale. Die Frage, was eigentlich „live“ ist, gehört zu den wichtigsten Fragen der „digital culture“ (imho), entsprechend vielfältig und kontrovers ist der Begriff dann auch diskutiert worden. Während etwa für Wolfgang Ernst, Professor für Medientheorien an der Berliner HU und Eröffnungsredner des Symposiums, “live” mit den digitalen Medien endet, stellte gleich die erste anschließende Diskussionsrunde eine Renaissance des “live”, gerade durch die Verbreitung digitaler Medientechnologie, fest.

Dieser Text wird sich hauptsächlich mit der Frage der Live-Musik und auditiver Medienkultur befassen, da mich einerseits die Frage der Laptop-Konzertsituation und des Computers als Musikinstrument persönlich beschäftigt und andererseits ein Blogeintrag über ein einwöchiges Festival eine gewisse Reduktion vorschreibt, wenn nicht einfach nur aus jedem Dorf ein Hund präsentiert werden soll. Verweise auf andere, artverwandte Live-Kontexte können jedoch immer leicht gezogen werden… Weiterlesen »

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Phoenix live in Köln – kostenlos

Die französischen Shootingstars der letzten Jahre sind unbestritten Phoenix um den deutsch-französischen Frontman Thomas Mars. Spätestens seit sie als Vorgruppe von Air unterwegs waren, sind sie einem großen Publikum bekannt. Im Rahmen der Streetgigs-Reihe können sie beim Konzert am 24. Juni live und kostenlos auf dem Parkdeck der Koelnmesse bewundert werden. Tickets und Infos dazu hier!

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Procaster: Mogulus meets Desktop-Application

procaster-logoMogulus ist mit einem eigenen Live-Video-Produktions-Tool an den Start gegangen, dass die Erstellung von Live-Sendungen vereinfachen soll: Procaster. Wer bisher Mogulus über das Web genutzt hat, kann jetzt also auch mit einem eigenen Desktop-Client arbeiten. Wer will, kann sich bei Procaster einige sehenswerte Videos anschauen, die die Funktionsweise demonstrieren; oder aber ihr folgt unserem Test unmittelbar nach dem Sprung. Weiterlesen »

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Jahresrückblick 2008: Web und Fernsehen

Weihnachten 2008. Wie jedes Jahr schneit es in Deutschland. Die weihnachtlich gestimmten Familien versammeln sich vor den heimischen Fernsehgeräten und betrachten das eigens für mehr oder weniger auf sie zugeschnittene Zielgruppen-Programm. Im Internet herrscht indes gähnende Leere. Vergessen sind die Tage, als die ominösen Blogpiloten arrogant den Tod des Fernsehens hinausposaunten. Das Leitmedium hat die besinnlichen Tage fest im Griff. Aber dennoch: das vergangene Jahr hat gezeigt, wie gut sich Internet und Fernsehen vertragen können – und dass WebTV nicht einfach TV im Web ist. Weiterlesen »

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Linktipps zum Super Tuesday

Einige Links zum Super Tuesday haben wir ja schon vorgestellt. Das ist allerdings nicht im Vergleich mit der umfangreichen Liste, die mashable gerade veröffentlich hat. Unter den 40 Super Tuesday 2008 Ressourcen verstecken sich nicht nur die Websites aller Kandidaten, sondern auch einige innovative Fundstücke wir diesen Twitterstream zum Wahltag oder Collective Intellect, wo die Meinungen und Stimmungen von Blogs und Twitter während der Wahlen analysiert werden.

Mein Liebling? Steve Garfield, der den Super Tuesday mit seinem Videoblog begleitet und Bürgerjournalismus vom Feinsten bietet – live vom Handy. Wie das funktioniert zeigt Steve uns im Foto rechts oben.

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