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Fund this! – Crowdfunding Tipps im April

Wir Netzpiloten durchstreifen regelmäßig die verschiedenen Crowdfunding-Plattformen im Internet. Uns begeistern vor allem Produkte und Aktionen, die durch diese innovative Finanzierungsform erst möglich gemacht werden. Hier unsere Auswahl des Monats. Huseyin Kocintar hat sich einige Projekte angeschaut, die bereits erfolgreich finanziert wurden.

Biomasseheizkraftwerk auf Kuba

Der deutsche Entwickler Prolignis möchte mit seinem Projekt ein Biomasseheizkraftwerk auf Kuba realisieren. Das neue Kraftwerk soll die veraltete Biomasseverbrennungsanlage einer Zuckermühle ersetzen, um künftig deren Energieversorgung mit Prozessdampf und elektrischem Strom sicherzustellen. Als Treibstoff dienen naturbelassene Bioabfälle. Der Standort befindet sich 250 km südöstlich von Havanna in der Stadt Lajas und ist gut vernetzt. Die Crowdfunding-Kampagne ist bereits super erfolgreich verlaufen. Seht selbst!

Biomasseheizkraftwerk auf Kuba @bettervest (Ziel: 250.000 Euro | Am Ende: 560.250 Euro)

Superkreuzburg. Alte Videobeispiele neu präsentiert

Zwei Freunde haben sich der Liebe zum Videospiel verpflichtet und produzieren mit moderner Technik Videos über alte Videospiele & Konsolen. Sie kaufen sich alte Konsolen und alte Spiele, um sie auf ihrem YouTube Kanal zu besprechen. Außerdem produzieren sie Podcasts, darunter den Filmpodcast Super 35. Damit eine angemessene Qualität gewährleistet ist, verwenden sie aktuelle Technik, was mit finanziellem Aufwand verbunden ist. Um das ganze weiterhin zu betreiben, benötigen die Jungs finanzielle Unterstützung.

Alte Videospiele neu präsentiert! @steadyhq (102,45 Euro monatlich)

OBSBOT Tail

Die OBSBOT Tail ist eine hochauflösende Kamera und die weltweit erste Auto-Director Kamera, die mit Künstlicher Intelligenz arbeitet. Die Kamera kommt ganz ohne Kameramann oder ständig wechselnde Einstellungen aus und ist mit einer 3-achsigen Kardanaufhängung und optischem Zoomobjektiv ausgestattet. Mit einem Knopfdruck werden anspruchsvolle Filmtechniken und das Filmen von schwierigen, komplexen Bewegungen zum kinderleichten Spiel für Jedermann/ Jedefrau. Es besteht die Möglichkeit das Projekt zu unterstützen.

OBSBOT Tail @kickstarter (Ziel: 45.230 Euro | Am Ende: 360.988 Euro )

ENERQI. Invisible Fast Wireless Charger

ENERQI ist die nächste Generation des kabellosen Ladens. Das Ladegerät wird unsichtbar mit einer Reichweite von 40mm unter der Oberfläche des Tisches, Schreibtischs oder der Möbel montiert und das Gerät einfach darüber gelegt. Es lädt praktisch durch die Zwischenfläche durch und macht das Laden einfacher, indem man das Gerät unterhalb der Fläche anbringt. Das Ladegerät ist kompatibel sowohl mit Android als auch Apple Smartphones. Wer diese Idee unterstützen möchte, kann das über die Crowdfunding-Plattform tun.

ENERQI @indiegogo (Ziel: 4.426 Euro | Am Ende: 301.270 Euro)

Hexbot

Der Hexbot ist ein Roboterarm für den Schreibtisch und enthält ein Lasergravurgerät. Außerdem kann es als 3D-Drucker eingesetzt werden, Schach und Gomoku spielen. Es ist in der Lage mithilfe von modularen Werkzeugaufsätzen einen Stifthalter zum Schreiben und Zeichnen zu führen, einen Laser zum Schneiden einzusetzen oder einen Greifer um Gegenstände auszurichten. Die vielseitige Funktionalität und ihr Preis von 580 Euro brachten dem Projekt übrigens innerhalb von 5 Minuten sein Finanzierungsziel von 50.000 Dollar ein. Eine Investition lohnt sich!

Hexbot@kickstarter (Ziel: 50.000 US-Dollar | Am Ende: 846.910 )

MESAY 3: AI Übersetzer

Das MESAY 3 ist ein Echtzeit-Übersetzer mit KI- Eigenschaften und einer Übersetzungsgenauigkeit von 97%. Das Gerät ist mittlerweile in der dritten Generation und somit bereits einfacher und intelligenter in der Anwendung. Es verfügt über gleichzeitige, bidirektionale Sprach- und Textübersetzung in 50 Sprachen und einer Standby-Zeit über 7 Tage. Es ist keine Verbindung zu Apps erforderlich und kann über WIFI einfach vernetzt werden. Wir finden, dass der Mesay 3 ein sehr nützliches Tool ist und ein toller Wegbegleiter auf Reisen.

MESAY 3 @indiegogo (Ziel: 3.000 US-Dollar | Am Ende: 4.811 US-Dollar)

 

 

Fund this! – Crowdfunding Tipps im März

Crowdfunding ist eines der digitalen Formate, die uns begeistern! Regelmäßig durchstreifen wir die aktuellen Angebote von Indiegogo, Kickstarter und Co oder bitten Experten um ihre Empfehlungen. Diesen Monat gibt uns der Crowdfunding-Berater Wolfgang Gumpelmaier-Mach seine persönlichen Favoriten. Er beschäftigt sich mit seiner digitalen Medienagentur gumpelmedia seit 2009 intensiv mit dem Thema Crowdfunding und hat bereits über 50 Projekte beraten, betreut, sowie auch mehrere eigene Projekte auf diese Weise erfolgreich finanziert. Auf seiner Webseite Crowdfunding-Service.com und im monatlich erscheinenden Crowdfunding-Newsletter informiert er über laufende Crowdfunding-Projekte, kommende Events und News aus der Crowdfunding-Branche. Hier ist seine Auswahl für uns:

Pomplamoose is creating weekly music!

Gerne schaue ich auf Plattformen wie Patreon oder Steady vorbei, um MusikerInnen oder journalistische Projekte zu entdecken, die dort in einer Art Abo-Crowdfunding regelmäßig Geld für ihre Werke erhalten. Immer wieder lande ich dabei bei Pomplamoose, einer US-Band, die jede Woche ein Musikvideo veröffentlicht. Die Songs in den Videos sind teilweise Eigenkompositionen, oft veröffentlicht die Kalifornische Band aber auch sehr eingängige Coverversionen und Mashups. Pro Monat verdienen Natalie und Jack damit über 8.000 Dollar und das ist gut so. Denn damit ist garantiert, dass sie uns auch in Zukunft mit ihrer Musik beglücken.

Pomplamoose @Patreon (8.300 Euro / Monat) 

Lumapod – The World’s Fastest Tripod

Als Crowdfunding-Berater habe ich vor einigen Monaten das Team rund um Martin Grabner begleitet. Als Konstrukteur und begeisterter Hobbyfotograf wollte Martin ein häufiges Problem vieler ReisefotografInnen und InstagrammerInnen lösen: die Zeit für den Aufbau des Stativs verkürzen und somit die Chance auf das perfekte Foto erhöhen. Das Ergebnis ist der Lumapod, ein leichtes, innovatives Reisestativ, das via Kickstarter vergangenes Jahr über 3.785 Menschen überzeugte. Über 500.000 Euro kamen dabei zusammen. Aktuell kümmert sich das Team um ein paar letzte Details und die Produktion. Bis zur tatsächlichen Auslieferung kann der Lumapod via Indiegogo weiter vorbestellt werden.

Lumapod @Indiegogo (Ziel erreicht: 571.391 Euro)  

Wolfgang Gumpelmaier-Mach beschäftigt sich seit 2009 mit dem Thema Crowdfunding und hat bereits mehr als 50 Projekte beraten und betreut. Image: Wolfgang Gumpelmaier-Mach

Keyfender – durable, waterproof car key case

Die beiden Hamburger KitesurferInnen Sylvia und Christoph Blöcker haben sich in der Vergangenheit oftmals die Frage gestellt: “Wohin mit dem elektronischen Schlüssel beim Wassersport?” Mangels attraktiver Angebote haben sie nun kurzerhand selbst eine Lösung entwickelt: den Keyfender. Der Keyfender ist ein wasserdichtes und stoßsicheres Gehäuse für elektronische Autoschlüssel, das für eine Vielzahl unterschiedlicher Autoschlüssel genutzt werden kann. Mit ihrem Produkt lösen sich nicht nur die oben gestellte Frage, sondern auch versicherungsrelevante Fragen bei Autodiebstahl. Noch bis Ende März kann man Keyfender via Crowdfunding unterstützen.

Keyfender @Indiegogo (Ziel erreicht: 7.893 Euro) 

RAVAGE – An Infernal Hannibal Anthology

Für Fans der Serie Hannibal und Dante’s Inferno empfehle ich die “RAVAGE ANTHOLOGY”. Es handelt sich dabei um ein Buch mit Fan-Art, das eine Sammlung von Texten und Kunstwerken enthält, die auf Bryan Fullers düsterer TV-Show Hannibal und den weltbekannten Kantaten von Dante Alighieri’s Inferno basieren. Das Projekt wurde vor wenigen Tagen erfolgreich via Kickstarter finanziert und erscheint demnächst. Ich habe die Herausgeberin Romina Nikolic für das Blog von Crowd-Fund-Port interviewt. Darin erfährt man noch mehr über das Projekt und sie sie erklärt darin u.a. wie Fan-Art und Crowdfunding zusammenpassen.

RAVAGE @Kickstarter (Ziel erreicht: 48.865 Euro)  

INTERACTION – No more boredom!

Die Kombination klassischer Brettspielelemente mit der Technik moderner Smartphones bietet nicht nur einzigartige Möglichkeiten, sondern auch ein unvergessliches Spielerlebnis. Mit INTERACTION hat das Linzer Start-Up rudy games vergangenes Jahr sein zweites, sogenanntes „combined game“ vorgestellt und via Kickstarter erste Vorbestellungen und Feedback gesammelt. Mittlerweile ist das Spiel am Markt und kann in vielen Online- und Offline Stores erworben werden. Ich selber habe das “völlig verrückte Partyspiel für bis zu 9 Spieler” bereits mehrmals gespielt und bin begeistert. Vor allem die Mini-Games kommen bei mir und meinen Kindern super an.

INTERACTION auf Kickstarter (Ziel erreicht: 20.973 Euro) oder über die Webseite oder über Amazon.

 

 

Fund this! – Crowdfunding Tipps im Februar

Roboter Little Sophia

Little Sophia ist ein KI-gestütztes Robotermädchen in Handpuppengröße für Kinder im Alter von 7 bis 13 Jahren. Sie ist in der Lage Gesichter zu erkennen und auf unterschiedliche Mimiken zu reagieren. Außerdem kann sie singen, einfache Konversationen führen, Witze und Geschichten erzählen, sowie auf AR-Spiele und Games zurückgreifen. Eine Fernsteuerung ist via App möglich. Kontrolliert wird der Roboter über das Smartphone oder Tablet. Die Hersteller betonen auch die Bedeutung von Wissenschaft und technischen Berufen, daher haben sie den Roboter darauf programmiert MINT-Fächer, Kodierung und KI auf unterhaltsame und interaktive Weise vorzustellen. Besonders Frauen sollen ermutigt werden in diesen Bereichen zu arbeiten. Die Crowdfunding-Kampagne ist bereits super erfolgreich verlaufen. Seht selbst:

Little Sophia by Hanson Robotics @Kickstarter (Ziel: 75.000 USD bis 31.März)

Polymeer

Die Erfinder von Polymeer stellen aus recycelten Plastikabfällen wiederverwertbare Produkte her. Sie haben eine Maschine entwickelt, mit deren Hilfe sie Kunststoff schmelzen und pressen können. Die Wiederverwertung einerseits und die Müllproblematik andererseits waren die Hauptbeweggründe für dieses innovative Projekt. Ziel des Projektes ist, einen nachhaltigen und umweltschonenden Umgang mit Kunststoff-Müll zu schaffen. In Zeiten des Klimawandels sind nachhaltige Ideen zur Verbesserung der Umwelt immer eine willkommene Abwechslung zu den sonst eher profitorientierten Gründungsprojekten. Wer diese Idee unterstützen möchte, kann dies über die Crowdfunding-Plattform tun.

Polymeer @Startnext (Ziel: 1.550 Euro bis 28.Februar)

Samaki Aquaponik

Das Projekt Samaki Aquaponik widmet sich ebenfalls einer wichtigen Aufgabe. In den ländlichen Gebieten Afrikas fehlt es meist an den grundlegenden Dingen. Ein geringes Einkommen, Mangelernährung und fehlende Infrastruktur tragen ebenfalls zu dieser Misere bei. 120 Studenten der RWTH und FH Aachen haben eine Fischanlage entwickelt, um den Bedürftigen wenigstens eine gewisse Selbstverpflegung zu gewährleisten. Die Bevölkerung ist dadurch in der Lage nachhaltig und ohne viel Aufwand, Fische für die Eigenversorgung zu züchten oder für Gewinn weiter zu verkaufen. Dadurch wird zum einen die Mangelernährung bekämpft und zum anderen die Möglichkeit geschaffen einen Lebensunterhalt zu bestreiten. Ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit wird durch dieses Projekt wirklich gelebt. Daher haben die Studenten eine Crowdfunding eingerichtet und bitten um Spenden und Unterstützung.

 Samaki Aquaponik @Startnext (1.500 Euro bis 2.März)

Orkenspalter TV

Orkenspalter TV ist ein Video-Kanal für Rollenspieler und Comic Fans auf YouTube. Es versteht sich als ein unabhängiges und selbstverwaltetes Projekt. Seit 2009 dreht sich auf Orkenspalter TV alles um Pen and Paper, LARP oder Comics. Des Weiteren haben sie das Format „Late Nerd Show“ entwickelt, das über Rollenspiele, Comics und alles Nerdige handelt. Außerdem haben sie selber eine Show über Crowdfunding entwickelt, mit dem Namen „Shut Up And Take My Money“. Die Betreuung des Kanals, der technische Aufwand und neue Räumlichkeiten, erfordern ständigen finanziellen Beistand. Auf der Crowdfunding-Plattform Steady, kann man die verspielte Gruppe unterstützen.

Orkenspalter TV @Steady (Ziel: 100 Euro bis 28.Februar)

Piqo-Projektor

Piqo ist ein mobiler Mini-Projektor und ermöglicht durchschnittliche Medien in ein HD-Kinoerlebnis zu verwandeln. Mit Funktionen wie integriertem WLAN, Bluetooth, Hi-Fi-Lausprechern und Spiegelung des Bildschirms, bietet es in Golfballgröße alle notwendigen technischen Finessen. Der Beamer überzeugt mit außergewöhnlichen Leistungen: mit 1080p besitzt der kleine Projektor eine für seine Größe außergewöhnlich hohe Auflösung. Insgesamt überzeugt das Gerät durch seine Kompaktheit. Wen der coole Würfel überzeugt, kann ihn auf der Kampagnenseite vorbestellen zum Early Bird Preis.

Piqo-Projektor @Indiegogo (Ziel erreicht: 1,558,243 EUR )

Micro Drone 4.0

Diese Mini-Drohne stellt die nächste Generation von ferngesteuerten Flugkörpern dar. Bisher konnten nur große und teure Quadcopter flüssiges Bildmaterial liefern. Durch die Integrierung von intelligenter Hovertechnologie ist es den Gründern gelungen, die Drohne mit einer autonomen und fortschrittlichen Flugfähigkeit auszustatten. Eine weitere Neuheit ist der zweiachsige mechanische Kardanring, der für die Bildstabilisierung sorgt. Die Micro Drone gibt es bereits für erschwingliche 130 Euro als Vorbestellung.

Micro Drone 4.0 @Indiegogo (Ziel erreicht: 516,923 EUR )


Image by kickstarter.com (Press Kit)

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Patreon und andere Crowdfunding-Dienste: Wenn die Masse Kunst finanziert

Wer des Öfteren auf YouTube unterwegs ist, fleißig Podcasts hört oder auch Online-Zeitungen und Blogs liest, der wird unweigerlich schon einmal über einen Link gestolpert sein mit der Aussage „Unterstütze mich auf Patreon!“ oder einer ähnlichen Formulierung. Patreon, das ist quasi der Hort für Künstler, Autoren und Podcaster, um ihre Projekte online finanzieren zu lassen. Eigentlich eine super Sache, allerdings gibt es auch Kritiker der Plattform.

Was ist Patreon?

Crowdfunding durch das Internet, das ist keine Neuheit. Bereits 2009 wurde die bis heute erfolgreiche Crowdfunding-Plattform „Kickstarter“ gegründet. Sie ermöglichte es Unternehmern erstmals, ihre Ideen dem Internet zu präsentieren und daraufhin nach Geld für dessen Realisierung zu fragen. Patreon hingegen denkt noch einen Schritt weiter. Hier können Creator ebenfalls ihre Arbeit vorstellen und dann nach einem monatlichen Beitrag fragen, den die Konsumenten spenden können. Dabei erlaubt es Patreon, dass man verschiedene Prämien für die Spender anbietet. Viele Creator, die auf Patreon aktiv sind, bieten zum Beispiel handgeschriebene Briefe oder Treffen mit ihren Fans an, wenn diese monatlich einen gewissen Betrag bezahlen. Oder sie ermöglichen es den Fans, selbst an Ideen für ein YouTube-Video oder einer Podcast-Folge mitzuwirken. Dieses innovative Konzept ermöglicht es vielen Künstlern, sich gänzlich unabhängig zu machen um ihre Kunst quasi Vollzeit zu verfolgen.

Allerdings gibt es auch Kritiker die anprangern, dass es sehr schwer sei, auf Patreon wirklich Geld zu verdienen, das auch zum Leben reicht. Eine Statistik von Graphtreon, einer Website die auf Statistiken rund um Patreon spezialisiert ist, zeigt auf, dass ein Großteil der Creator zwischen einem bis 1.160 Dollar im Monat durch die Website bekommen. Das ist weniger, als sie mit einem normalen Job mit Mindestlohn erhalten würden. Außerdem müsse man von vornerein eine große Community haben und „Hardcore“-Fans, die auch bereit wären zu zahlen, sagt selbst der Co-Founder der Plattform, Jack Conte.

Welche Alternativen gibt es?

Patreon erfreut sich inzwischen einer regen Beliebtheit, ungefähr 12.550.000 Euro werden monatlich über die Plattform gespendet, und das an über 130.000 Künstler, Autoren und Internetpersönlichkeiten. Aufgrund der Kritik lohnt sich jedoch auch einmal der Blick über den Tellerrand, zu anderen Crowdfunding Seiten im World-Wide-Web.

Eine Alternative ist zum Beispiel Steady. Der Service kommt aus Deutschland und funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip wie Patreon: Creator können ihre Projekte vorstellen und Ziele, sowie Prämien für ihre Spender festlegen. Dabei werden die Beträge ebenfalls monatlich überwiesen. Bei der französischen Alternative Tipeee geht es, wie der Name schon vermuten lässt, um einen „Tipp“, also ein Trinkgeld für Creator. Aber auch hier können monatliche Überweisungen eingerichtet werden. Eine dritte Alternative, die ebenfalls ein wenig in Richtung Trinkgeld geht, ist Ko-Fi. Der Name lässt zumindest auf den zweiten Blick erahnen was das Konzept hinter dieser Seite ist. Hier können Spender nämlich Trinkgelder im Wert eines Kaffees übermitteln. Das Motto „jeder Kaffee zählt“ ist weniger direkt, als nach festen Beträgen zu fragen und somit für einige Creator angenehmer. Zudem ist diese Seite für Künstler komplett kostenlos und es wird keine zusätzliche Gebühr fällig.

Auch wenn Seiten wie Patreon sich sicherlich nicht für jeden Creator eignen, so sind sie doch eine wichtige Entwicklung in der Kunst-Szene. Gerade in Zeiten, in denen vieles kostenlos online einsehbar ist, sind es die Unterstützer auf Tippee und Co, die es den Creatorn ermöglichen ihre Passion weiterhin und völlig unabhängig zu verfolgen.


Image by BillionPictuers.com /adobestock.com

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Temtem – Wie Pokémon, nur Online!

Vor mehr als 20 Jahren eroberten Pokémon gleichermaßen die Herzen und Gameboys im Sturm. Seitdem sind sieben Generationen der beliebten Taschenmonster erschienen, sowie mehrere Spinoff-Spiele. Sogar auf Smartphones ist mit Pokémon GO das Sammelfieber ausgebrochen. Viele Fans sehnen sich jedoch schon lange nach einem MMO der beliebten Spieleserie. Wer online durch die Pokémon-Welten tigern wollte, musste bislang auf fangemachte Editionen zurückgreifen. Projekte wie Pokémon Uranium, Pokémon Prism und Pokémon Brick Bronze mussten jedoch alle aus Copyright-Gründen vom Netz gehen.

Das Spiel Temtem des spanischen Entwicklers CremaGames nimmt die beliebte Spielformel rund um die sammelbaren Monster und erschafft damit ein eigenes Spiel, das als MMO aufgebaut ist.

Am 29. Mai startete die Finanzierung des Spiels über Kickstarter. Das Ziel von 70.000 Dollar wurde mit Leichtigkeit erreicht und sogar um ganze 500.000 Dollar übertroffen. Typisch für Crowdfunding-Projekte, wurden damit auch mehrere Stretch Goals erreicht, die zusätzliche Features ins Spiel bringen. Dazu aber später mehr.

Euer Temtem begleitet euch auf der Reise durch die bunte Spielwelt | Image by CremaGames

Was ist Temtem denn eigentlich?

Im Spiel träumt jedes Kind davon irgendwann ein Temtem-„Tamer“ zu werden. Der Spieler beginnt gerade seine Reise, die sechs Inseln des Airborne Archipels zu erkunden. Auf der Reise lernt ihr viele neue Temtems kennenlernen und fangt sie, um euch im Kampf mit anderen Tamern zu messen. Sowohl die Temtems, als auch deren Attacken sind einem Typ zugeordnet – beispielsweise Feuer, Wasser, Mental oder Kampf.

Wie beim geistigen Vorfahren, müsst ihr im Kampf die Typen clever einsetzen. Elektro ist gegen Wasser effektiv, Wasser gegen Feuer und Feuer gegen Pflanze. Attacken des Typs Metal bringen hingegen aber nur wenig gegen Kristall-Temtems. Eine gute Kenntnis über die Temtems und ihre Typen, helfen dir also wichtige, taktische Entscheidungen zu treffen.

Die Zucht von Temtems erlaubt euch zudem neue Attacken zu erlernen, die dieses Temtem normalerweise nicht beherrscht. Jedes Temtem hat aber einen genetischen Zerfall für jedes Ei, dass es produziert.

Am Ende soll das Spiel sowohl eine umfangreiche Story-Kampagne bieten, als auch die Möglichkeit sich im Kampf gegen andere Tamer zu messen. Doch auch die Story soll komplett kooperativ zu spielen sein. Obwohl Tamer ständig auf Reisen sind, könnt ihr euch ein eigenes Haus kaufen und es ganz nach euren Wünschen einrichten.

Eure eigenen vier Wände könnt ihr euch ganz individuell einrichten | Image by CremaGames

Natürlich gibt es auch eine dubiose Organisation im Hintergrund, die euch das Leben schwer macht. Ob Clan Belsoto jedoch den Kultfaktor eines Team Rockets erreichen kann, wird sich erst noch zeigen, wenn Spieler die Story spielen können.

Diese Strechgoals wurden erreicht

$90.000 – Nuzlocke Game Mode: Viele Pokémonspieler machen sich freiwillig das Spiel mit Challenges schwerer, die meist unter dem Begriff Nuzlocke zusammengefasst werden. Temtem setzt mit dem ersten Stretchgoal sogar eine offizielle Unterstützung von Nuzlocke-Regeln um.

$120.000 – Arcade Bar: Haut euer hartverdientes Geld in diversen Minispielen auf den Kopf.

$160.000 – Neues, mythisches Temtem: Ein neues, mythisches Temtem findet ins Spiel. Dafür wird extra ein eigenes Gebiet, sowie eine Quest erstellt.

$200.000 – Reittiere: Bestimmte Temtems lassen sich auch reiten.

$250.000 – Nintendo Switch: Das Spiel erscheint auch für Nintendos Mobil-Konsole.

$280.000 – Replay System: Matches lassen sich aufzeichnen und mit der Welt teilen.

$400.000 – Clubs: Temtem bekommt ein eigenes Gildensystem mit wöchentlichen Clan-Battles.

$500.000 – In-Game Turniere: Wöchentlich generiert das Spiel automatisch neue Turniere, an denen ihr um Items kämpfen könnt.

In die Alpha gestartet

Am 28. November öffnete das Spiel erstmals seine Pforten – vorrausgesetzt, ihr habt das Spiel mindestens als „Alpha Hero“ in der Kickstarter-Kampagne unterstützt. Die erste Alpha enthält vorerst nur eine Insel mit ersten Temtems. Das Spiel ist allerdings noch lange nicht fertig und die Entwickler möchten das Feedback in die weitere Entwicklung einfließen lassen.

Im April und im August 2019, sollen jeweils große Content-Updates für die Alpha-Version kommen, ehe das Spiel im September in die offizielle Early Access-Phase startet, die dann auch der breiteren Öffentlichkeit zugänglich ist. Der finale Release ist aber erst im Mai 2020 geplant.


Image by CremaGames

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Crowd-Juwel: Das Gärtnerglück CloudRain

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Supersmarte Gartenbewässerung mit crowd-finanzierter Lösung CloudRain

Wir Netzpiloten durchstreifen regelmäßig die verschiedenen Crowdfunding-Projekte im Internet. Uns begeistern Produkte und Aktionen, die durch diese innovative Finanzierungsform erst möglich gemacht werden. Hier im Telegrammstil unser Lieblingsprojekt der Woche:

Was ist CloudRain? – Ein per App steuerbares Bewässerungssystem (kabellose Controller und Ventile), solarbetrieben und mit bereits vorhandenen Gerätschaften zu verwenden. Der besondere Clou: die innovative Smart Garden- Anwendung bezieht lokale Wetterdaten mit ein. Klingt genial, oder? Detaillierte Infos zum Produkt gibt es bei Kickstarter.

Wie ist die Crowd-Finanzierung gelaufen? – Erfolgreich! Insgesamt haben 131 Unterstützer satte 24.750 Euro beigetragen, um dieses Projekt zu verwirklichen.

Wo bekommt man CloudRain? – Über die Homepage der glücklichen Crowd-Projektstarter Henry Bröker, Mathias Mortag und Nils Borgböhmer: https://cloudrain.de/.

 

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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • 3D-DRUCK wired: Lässt sich der perfekte Mensch bald ausdrucken?: Das Ganze hat sogar einen Namen: Tissue Engneering. Der Terminus beschreibt den Vorgang, bei dem beispielsweise per 3D-Druck Organe hergestellt werden, so beispielsweise menschliche Haut oder in Harvard sogar ein schlagendes Herz. Die Brandenburger Viola und Marcel Pfützner sind Teil der Medizinischen Modellbau Manufaktur und mischen jetzt im 3D-Druck-Markt mit. Mit den Kollegen von Wired haben die beiden über 3D-Druck und den perfekten Menschen gesprochen.

  • WINDOWS t3n: Windows 10: Microsoft bestätig zweites großes Update für 2017: Microsoft-Entwickler Rafael Rivera hat auf einer offiziellen Präsentation des Unternehmens bekannt gegeben, dass das erste Windows 10 Update des Jahres, das „Creators Update“ oder Redstone 2, zum Ende des 1. Quartals in die Pilotphase gegeben werden soll. Jetzt wurde auch ein zweites Update angekündigt, welches im Herbst ausgeführt und etwa im Oktober oder November in finaler Version veröffentlicht. Das Windows-10-Redesign wird bestätigtermaßen mehr Simplizität und Konsistenz bringen. Erste Screenshots sind bereits geleakt und zeigen, wohin die Reise gehen wird.

  • AV-Software sueddeutsche: Diese Antivirenprogramme empfiehlt Stiftung Warentest: Da hat man einmal nicht aufgepasst und schon hat man sich etwas eingefangen und das gilt für Viren aller Art, ob analog oder digital. Aber auch für Letztere gibt mehr als genug Software, um gegen sie anzugehen. Die Stiftung Warentest hat 17 von diesen auf Herz und Nieren getestet. Eine Aktion, die in der IT-Welt auf keine Begeisterung gestoßen ist. Der ehemalige Firefox-Entwickler Robert O’Callahan wütete erst gegen kostenpflichtige Antivirenprogramme und riet sich auf die Windows 10 Bordmittel zu verlassen. Eine These, die die Stiftung in ihrem Test widerlegte.

  • App golem: Diese App macht das Smartphone zum Spektrometer: Ist das wirklich bio oder steht das nur so drauf? Eine App soll jetzt herausfinden, wie bio Bio-Artikel wirklich sind. Forscher des Virtual Development and Training Center des Fraunhofer-Instituts für Fabrikbetrieb und -automatisierung haben jetzt die App “HawkSpex mobile” vorgestellt. Sie macht aus dem Smartphone eine Hyperspektralkamera beziehungsweise Lichtspektrometer, das die chemische Beschaffenheit von Objekten erkennt. Sie analysiert, wie ein Objekt verschiedenfarbiges Licht reflektiert und schließt aus dem „spektralen Fingerabdruck“ auf die chemische Zusammensetzung des Objekts.

  • HACKING heise: Macchina M2: Hardware zum Car-Hacking auf Kickstarter: Das Unternehmen Macchina stellt auf Kickstarter jetzt den OBD-Dongle M2 vor, eine Hardwareplattform für die Fahrzeugdiagnose und das Hacking von Diagnose- und Fahrzeugparametern. Daten vom eigenen Auto auslesen und zurück senden – mit der Hardware-Plattform vom Macchina M2 soll das insbesondere für Arduino-Fans möglich werden. Für die Realisierung suchten die Initiatoren bei Kickstarter nach Unterstützern, die das Projekt mit 25.000 US-Dollar bis zum 23. März 2017 finanzieren. Einen Monat vor Ablauf der Frist wurde das Ziel nun bereits überschritten.

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100p – Bugattis schnelles Flugzeug

Bugatti Model 100 (Image by Flugkerl 2 [CC BY-SA 3.0.] via wikipedia)

Der italienische Konstrukteur Ettore Bugatti träumte vom Weltrekord des schnellsten Flugzeugs, doch seine speziell konzipierte Maschine kam nie zum Fliegen. Und viele glaubten, dass der für die späten 1930er Jahre extrem fortschrittliche Entwurf gar nicht erst flugfähig war. Enthusiasten und Fans haben mit einem Nachbau nun bewiesen, dass Bugattis Rekordflugzeug sehr wohl fliegt. Nur bei der Landung hatten sie leider Pech.

Wenn Flugbegeisterte von einem schnellen Flugzeug träumen, mit dem sie bei klarem Himmel einfach ohne Hemmungen Gas geben können, dann sehen viele von ihnen die Bugatti 100p. Bugatti wollte Ende der 1930er Jahre den weltweiten Geschwindigkeitsrekord aufgreifen und am damals recht bekannten Coupe Deutsch-Luftrennen teilnehmen. Zwei hintereinander eingebaute Bugatti-Motoren von je 450 PS aus dem Rennsport sollten das Flugzeug antreiben. Doch durch die Kriegswirren wurde die Maschine zwar gebaut, flog aber nie. Bugatti selbst starb bereits im Jahr 1949 und sein einziges Flugzeug geriet in Vergessenheit.

Nun ist Bugattis Designidee doch in der Luft. Eine Gruppe von Enthusiasten hat in mehrjähriger Arbeit eine Replik gebaut, den “Reve Bleu”, zu deutsch “Blauer Traum”. Am 20. August 2015 flog dieser Nachbau im amerikanischen Tulsa zum ersten Mal. Im Cockpit saß Scott Wilson, ein erfahrener Pilot und zugleich Initiator des Projekts. Doch der Weg dahin war weit.

Die Idee wird wahr

Noch 2013 sah es so aus, als würde es der “Reve Bleu” genauso gehen wie der Originalmaschine, und sie würde nie in die Lüfte steigen, denn der Mannschaft um Scott Wilson ging das Geld aus. Aber die Enthusiasten halfen sich auf sehr moderne Weise: Sie starteten einen Aufruf auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter. So kamen 62.000 Dollar (55.000 Euro) zusammen. Die Unterstützer waren dann per Livestream beim Erstflug dabei.

Für Wilson und die Unterstützergruppe erfüllte sich damit ein Traum, auf den alle Beteiligten seit 2009 hingearbeitet haben: Die Maschine hob endlich ab. Und mehr noch: Wilson brachte das Flugzeug auf eine Geschwindigkeit von 110 Knoten (zu Land: 198 km/h).

Die Landung ging jedoch schief. Beim Aufsetzen versagte nun ausgerechnet die Bremse am rechten Fahrwerksbein, das Flugzeug brach nach links aus und bohrte sich mit der Nase in den Rasen neben der Rollbahn. Wilson blieb unverletzt, doch die Propeller waren zerstört.

Wilson bestellte Ersatzpropeller bei seinem Projektpartner in Großbritannien. Am 17. Oktober flog der “Reve Bleu” zum zweiten Mal. Diesmal dauerte der Flug deutlich länger und verlief ohne Probleme. Abgesehen von der rauen Landung war Wilson aber schon mit dem ersten Flug zufrieden: “Das Flugzeug ist vorzüglich zu fliegen und sehr leicht steuerbar.

Nachbau mit modernen Mitteln

Die Geschichte des zweiten Bugatti-Fliegers begann bereits einige Jahre zuvor, im Jahr 2009. Damals stellte der frühere US-Air-Force-Pilot Scott Wilson ein Team zusammen, um eine originalgetreue und vor allem flugfähige Replik des Bugatti-Flugzeuges zu bauen. Auch Ladislas De Monge schloss sich der Gruppe an. Er ist der Großneffe von Louis de Monge, der das Original nach Ettore Bugattis Vorstellungen entworfen hatte.

Den Antrieb liefern zwei 200 PS starke Suzuki-Motorradmotoren, mit denen das Flugzeug rund 320 km/h erreichen kann. Wie beim Original liegen beide Motoren leicht nach links und rechts versetzt hintereinander auf der Mittelachse. Die Motorwellen führen etwa in Ellenbogenhöhe an beiden Seiten am Piloten vorbei und treffen sich im Getriebe direkt vor dem Cockpit. Dort treiben sie einen Doppelpropeller an, also zwei hintereinander montierte Luftschrauben, die sich gegenläufig drehen.

Leider existieren die Konstruktionszeichnungen der 100p heute nicht mehr, daher wertete das Team Fotos aus, die zum Teil beim Bau der 100p entstanden waren, zum Teil bei den beiden Restaurierungen des Flugzeugs. Außerdem wurde das Original sorgfältig vermessen. Der “Reve Bleu” besteht aus Balsaholz in Schichtbauweise. Komponenten wurden in Schweden, Brasilien, Großbritannien und Deutschland gebaut, wobei der gegenläufige Propeller aus Großbritannien kam. Details wie die Motorenkühlung oder der gekoppelte Gashebel mussten völlig neu konzipiert werden, weil sie nur auf Fotos zu sehen waren. Das Team nutzte an manchen Stellen auch moderne Materialien, wo er erforderlich war: “Wir verwendeten modernen Kleber anstelle von Resorcinol und Glasfasergewebe anstelle von Leinen, um die Oberfläche des Flugzeugs zu bedecken”, so Simon Birney, der kommerzielle Leiter des Projekts.

Die Zukunft von “Reve Bleu”

Wenn die nächsten Flüge gut verlaufen, will die Gruppe um Scott Wilson das Flugzeug zwar in der Öffentlichkeit präsentieren, aber nicht in der Luft. “Wir werden nicht auf Air Shows fliegen, weil das Flugzeug kein Zuschauermagnet ist: Es ist klein, nicht laut, es hat keinen Raucherzeuger und ist nicht kunstflugtauglich”, meint Birney. Auch einen Versuch, die Höchstgeschwindigkeit des Originals zu erreichen, wird es nicht geben. Immerhin wären das rund 800 Kilometer pro Stunde. Die Gruppe meint, das Flugzeug sei eher für eine Ausstellung geeignet, beispielsweise themenbezogen auf Flugschauen, in Museen oder als Präsentationen in Kunstgalerien, und auch ein Abstecher nach Europa ist vorstellbar.

Das Original wurde während des Krieges im Umland von Paris versteckt und gelangte schließlich über mehrere Eigner in die USA. Heute steht es im Air Venture Museum im amerikanischen Oshkosh, Virginia. Und obwohl es sich nie in die Lüfte schwingen konnte, gilt die schlanke Rennmaschine im Art-Deco-Design vielen immer noch als das schönste Flugzeug seiner Zeit.


Image “Bugatti Modell 100” by FlugKerl2 (CC BY SA 3.0)


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Light Phone: Einfach schön, schön einfach

Das Light Phone von Joe Hollier und Kaiwei Tang

Das Light Phone kann genau eine einzige Sache: telefonieren. Die ständige Erreichbarkeit werde auf ein Minimum, Telefonanrufe, heruntergefahren. Ganz aufgegeben wird sie nicht. Ein zusätzliches Gerät also, das den Alltag analoger machen soll: Kann die Idee aufgehen? // von Angela Gruber

Das Light Phone von Joe Hollier und Kaiwei Tang

Ein entspannter Alltag fernab von E-Mail-Plings, WhatsApp-Benachrichtigungen und Facebook-Nachrichten: Das versprechen die Macher des Light Phone ihren Kunden. Das Light Phone ist ein etwa visitenkartengroßes Gerät, das nur eine App installiert hat. Mit dieser App lässt sich eine Rufumleitung vom eigentlichen Smartphone des Nutzers zum Light Phone einrichten.

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Wie das Mikrofon Mikme die Welt verändern kann

Via Kickstarter soll das Mikrofon Mikme finanziert werden

Via Crowdfunding soll Unmögliches doch möglich gemacht werden, wie zum Beispiel ein revolutionäres Mikrofon namens Mikme. // von Niklas Möller

Via Kickstarter soll das Mikrofon Mikme finanziert werden

Kaum eine andere Finanzierungsform hat sich in den letzten Jahren besonders für unabhängige Entwickler so bezahlt gemacht wie Crowdfunding. Darauf hat es auch Philipp Sonnleitner abgesehen, der mit seinem Team ein kabelloses Aufnahme-Mikrofon entwickelt hat, das die Kreativität von Musikern weltweit fördern kann. Mikme heißt sein Traum, mit dem Musiker auch unterwegs in Studioqualität ihre Musik aufzeichnen und bearbeiten können.

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NSA-Skandal: Netzgemeinde wehrt sich per Crowdfunding

Überwachungskameras (Bild: Dirk Ingo Franke [CC BY 2.0] via flickr)

Der NSA Skandal hat eine Empörungswelle ausgelöst. Alle wollen sichere Daten – doch wie lassen sich persönliche Mails und Internetverläufe vor den Augen der Geheimdienste schützen? // von Anna-Maria Landgraf

ÜberwachungGroß

Der Gedanke, dass die NSA den persönlichen Mailverkehr mitlesen kann, ist ziemlich gruselig. Dass alles, was im Netz passiert, gespeichert wird. Kann das richtig sein? Die Initiatoren verschiedener Kampagnen meinen ganz klar: nein – und bieten spezielle Programme an, wie sich jeder vor Spionageübergriffen schützen kann. Wir stellen euch vier Projekte vor, die via Crowdfunding unterstützt werden können. Weiterlesen »

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Crowdfunding und der Erfolgsdruck

Veronica Mars (adapted) (Image by vagueonthehow [CC BY 2.0] via Flickr)

Projekte, die auf Crowdfunding setzen, sind eine Art Überraschungsei: Erst zahlen, dann auspacken. Wer die Erwartungen nicht erfüllt, der darf sich auf einen Kritikhagel gefasst machen. Eine erfolgreiche Serie zu verfilmen ist kein ungewöhnlicher Vorgang; die Serienfans an der Finanzierung des Films zu beteiligen allerdings schon. Veronica Mars-Produzent Rob Thomas und Hauptdarstellerin Kristen Bell gingen genau diesen Weg und riefen Fans dazu auf, sich per Crowdfunding an den Kosten für die Verfilmung der Kultserie „Veronica Mars“ zu beteiligen – mit Erfolg. Das Budgetziel von zwei Millionen Dollar wurde bei Weitem übertroffen: 5,7 Millionen Dollar spülte das Crowdfunding ein. Über 90.000 Unterstützer kamen zusammen. Zufrieden waren die Fans mit dem fertigen Produkt dann aber nicht. Ein Drama für alle Betroffenen.

Imageschaden vermeiden

Unterstützern der Crowdfunding-Kampagne wurde als Dankeschön versprochen, den Film kostenlos streamen zu können. Das Problem: Der Filmverleih Warner Bros. bietet nur eine Möglichkeit des Streaming – und zwar mittels der UltraViolet-Technologie, eine Cloud-Mediathek, auf seinem eigenen Portal Flixster. Fans erheben sich jetzt von ihrer Couch und beschweren sich, dass das Format teilweise nicht funktioniere, technische Schwierigkeiten einem kostenlosen Streaming im Weg stehen. Auch auf anderen Portalen wünschen sie sich das versprochene Gratis-Streaming. Warner reagierte auf diese Kritik und bot alternative Lösungen an: Entweder man streamt den Film auf einem anderen Portal kostenpflichtig und reicht die Rechnung bei Warner Bros. ein oder Unterstützer verlangen ihr Geld zurück.

Ein großer Aufwand, der dem Filmverleih bevorsteht. Warner wird ihn aber zurecht in Kauf nehmen müssen. Schließlich steht nicht nur das Image des Filmverleihs auf dem Spiel, sondern auch jenes der „Veronica Mars“-Macher. Wie dieses leben auch andere Crowdfunding-Projekte von Vorschusslorbeeren der Unterstützer. Denn bevor überhaupt ein Produkt entsteht, bitten die Macher Menschen um Geld. Damit stehen sie unter einem deutlichen Erfolgsdruck, der ausgehalten werden muss. Ist das Produkt nicht erwartungsgemäß zufriedenstellend, hagelt es Kritik – eine wahrscheinlich stärkere Kritik, als es ohne Crowdfunding der Fall wäre. Fans haben schließlich schon investiert und damit verbundene Hoffnungen in die Sache.

Crowdfunding: Kein einfacher Weg

Warner hat mit den angebotenen Lösungen einen richtigen Schritt gemacht. Er ist mit hohem Aufwand verbunden, aber aus oben genannten Gründen durchaus sinnvoll. Dass Crowdfunding kein Zuckerschlecken ist – und zwar in vielerlei Hinsicht: Vorbereitung, Marketing, Nachbereitung, Erfolgsdruck – haben diese Erfahrungen gezeigt. Crowdfunding ist nämlich nicht nur ein Weg zur Finanzierung, sondern auch zur Kundenbindung, zu Marketingzwecken und zum Imagegewinn – wenn man es geschickt anstellt.


Image (adapted) „Veronica Mars“ by vagueonthehow (CC BY 2.0)


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CULTURE&VIDEO TIPPS vom 9. August

CULTURE&VIDEO dreht sich heute um die Kunstwelt. Mit einem Highlight von der Biennale in Venedig, Kunst im Internet und noch was.

KUNST-HIGHLIGHT: An Immaterial Retrospective of the Venice Biennale

Die 55. Biennale von Venedig ist in vollem Gange. Die ersten Artikel sind geschrieben, Freunde kehren schon begeistert nach Hause zurück, einige warten noch auf den etwas kühleren September. Unumstrittener Publikumsliebling: der rumänische Pavillon. Die Attraktion der Saison klingt eher nach einem Highlight für Kunstkenner, seine Komik scheint aber universell. Eine Gruppe Performer stellt in einem kargen Raum Meisterwerke der Biennale-Geschichte pantomimisch dar. Spätestens beim gequälten Stier aus Picassos Guernica lacht auch der Laie.

KUNSTFERNSEHEN AUS NEW YORK: art21.org

Und wir bleiben bei der Kunst in dieser Woche. Art21.org aus New York produziert regelmäßig Porträtreihen, Dokumentationen und kleine Features rund um den internationalen Kunsbetrieb für den nichtkommerziellen US-Sender PBS. Ein Teil davon ist auch online zu sehen. Eine Schatztruhe für alle, die sich für zeitgenössische Kunst interessieren. In der aktuellen Reihe NewYorkCloseUp rollt die Künstlerin Mary Mattingly ihre persönlichen Habseligkeiten in einer Kugel durch die Straßen New Yorks.

KUNSTSCHMARRN: Marina Abramovic Institute

Vielen geht die Ominpräsenz Marina Abramovics auf die Nerven, ich gehöre dazu. Als Fan habe ich lange jedes Fitzelchen Performance ausgegraben und Freunde ausgequetscht, die es nach New York geschafft haben, um ihr im MOMA gegenüber zu sitzen. In Manchester habe ich zugesehen, wie sie Robert Wilson geholfen hat, wieder etwas spannendes zu machen (Fantastisch: The Life and Death of Marina Abramovic). Jetzt reichts. Ein selbst verliebter Spendenaufruf für ein Institut mit ihrem Namen das ihre Methode lehrt? Das Geld der geblendeten Spender sammelt sie über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter, eigentlich als Starthilfe für Indieprojekte gedacht. Aber hey, es gibt ja auch eine Belohnung für die Spende: A Hug from Marina Abramovic.

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Kleiner Instagram-Projektor von Benjamin Redford

Kreative Projekte rundum Instagram schießen derzeit wie Pilze aus dem Boden. „Projecteo“ ist eines davon.

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Witzige Idee die der Londoner Künstler Benjamin Redford da hatte. Im Rahmen seines neuesten Projekts, hat er einen winzig kleinen Projektor gebaut, der Instagram-Bilder im Hosentaschen-Format an die Wand projeziert. Projecteo benutzt dafür ein kleines Rädchen und 35mm-Filmmaterial. Mittels einer eigens kreierten Software kann man seine liebsten Instagram-Bilder auf die kleinen kreisförmig angeordneten Filmplättchen drucken. Weiterlesen »

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Kickstarter-Projekt: Coole Netzkabel-Etiketten von „Whooz?“

Kreativität kennt keine Grenzen. Nicht mal wenn es um Netzstecker und Kabelsalat geht.

Kickstarter-Projekt: Coole Netzkabel-Etiketten von

We love our gadgets! Wir bekleben Sie. Kaufen uns coole Cases und legen viel Wert darauf, dass sie edel oder kreativ aussehen. Das einzige Manko ist oftmals ein Büschel an Ladekabeln und Peripherie-Steckern, die nicht selten aus der Wand oder dem Device ragen und unser Stil-Bewusstsein irgendwie angreifen. Dass das aber nicht sein muss, zeigt uns das Whooz?-Kickstarter-Projekt.

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Videotipp: Bar Refaeli’s Sex Tape Kickstarter

Es ist nicht einfach für Models die Rechnungen zu bezahlen. Mit einem Sextape will Bar Refaeli sich ein erträglicheres Einkommen schaffen.

Videotipp Bar Refaelis Sex Tape Kickstarter

Bar Refaeli versucht Menschen auf Kickstarter zu animieren, für ein geplantes Sextape zu spenden. Ob sie Ihr Ziel erreicht? Dieses Funny or Die-Video geht derzeit um die Welt und nimmt Männer mal so richtig auf die Schippe. Würdest du dafür spenden?

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Impossible Instant Lab – Echte Polaroids mit dem iPhone knipsen

Originalgetreue Polaroids mit dem iPhone herzustellen, könnte bald möglich sein. Das Impossible Project arbeitet daran die alte Kunst wieder in die Gegenwart zuholen.

Impossible Instant Lab - Echte Polariods mit dem iPhone knipsenEchten Polaroids begegnet man heutzutage nur noch ganz selten. Die Technologie scheint ausrangiert und gilt als aufwendig und teuer. Dabei hat der Charme eines Polaroid-Bildes, Künstler wie z.B. Anselm Adams, schon seit jeher beeindruckt und wird inzwischen auf so gut wie jeder Foto-App kopiert. Ein Kickstarter-Projekt namens Impossible Instant Lab, möchte die Kultobjekte analog wiederbeleben. Und zwar mit einem speziellen Fotodrucker.

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OUYA: zurück zur Videospielkonsole

OUYA: zurück zur VideospielkonsoleEin Kickstarter-Projekt aus Los Angeles sorgt derzeit für einiges an Augenmerk. Denn es hat binnen eines Tages über 2.1 Millionen USD an Spenden eingesammelt. Der Nerv der getroffen wurde, ist allerdings kein neuer Hype oder eine Innovation, die die sogenannte Delle ins Universum geschlagen hat, sondern vielmehr ein Schritt zurück zu einer derzeit unterrepräsentierten Art der Spielens – die Rede ist von der guten alten Videospielkonsole.

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CAPITAL C – Erste Crowdfunding Doku in Spielfilmlänge

capital cCrowdfunding ist dabei eine kleine Revolution loszutreten. Das glauben zumindest zum einen die Macher der ersten Crowdfunding-Doku in Spielfilmlänge „CAPITAL C“, aber auch angesehene Forscher wie der MIT-Professor Eric von Hippel, der da sagt: „Crowdfunding ist ein wichtiger Beitrag zur Demokratisierung der Innovation – der größte Paradigmenwechsel seit der industriellen Revolution“.

Dass so manches Projekt ohne Crowdfunding womöglich gar nicht erst entstanden wäre, liegt dabei auf der Hand. Gerne erinnere ich mich beispielsweise an den Film „CHI LA VISTO – Wo bist du?“ von Claudia Rorarius zurück. Wir berichteten darüber. Rorarius gab damals zu wissen, wie es beispielsweise in der Filmwelt oft dazu kommt, dass tolle Projekte wegen unzureichender Finanzierung es nie bis an die Kinokasse schaffen. „Zwar werden unabhängige, deutsche Produktionen in der Herstellung massiv gefördert, im Vertrieb dagegen bleiben die kleinen Filme seit einigen Jahren auf der Strecke“, resümierte die Regisseurin damals. „Bei ca. 190 deutschen Filmen pro Jahr sind die Mittel bei weitem nicht ausreichend, um alle Produktionen entsprechend zu unterstützen“. Crowdfunding half Ihr damals dabei Ihr Spielfilmdebüt zu realisieren.

So wie Claudia Rorarius ging es vielen ideenreichen Kreativen. Davon handelt jetzt auch die erste Crowdfunding-Doku in Spielfilmlänge „CAPITAL C – how the crowd liberates itself“.

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Tool: Finde interessante Kickstarter-Projekte mit Fundhaus

fundhaus

Die Crowdfunding-Plattform Kickstarter ist zu einem originellen Tool geworden um Projekte zu unterstützen, die fernab vom herkömmlichen Investitionsweg der Banken oder eines liquiden Gönners funktionieren soll. Wer eine coole Idee hat und sie hier hochlädt, konnte schon so manches Mal darauf vertrauen, die letzten paar Kröten für die Organisation seines Festivals oder der breiten Produktion seines Technologie-Projektes zu ergattern.

Das ist super für die Entwickler. Und natürlich auch für diejenigen die das Projekt mit Ihrer Spende ermöglicht haben. Was allerdings nicht so super ist, ist die peinliche Angewohnheit, dass man fast ausschließlich dann spendet, wenn das Projekt von einem Freund ist oder von einem Freund empfohlen wurde. Der Grund darin liegt nicht unmittelbar darin, dass man bei anderen Projekten nicht Willens ist zu spenden, sondern vielmehr liegt er darin, dass man von den anderen Ideen eher weniger mitbekommt. Wer klickt sich schon durch die vielen Konzepte? Vor allem dann wenn man nicht einmal die Ausgabe durch Kategorien etc. einschränken kann.

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