All posts under apps

Silvester Countdown App für Android

Wie die Zeit vergeht. Weihnachten ist gerade vorbei und das Jahr 2018 neigt sich mit großen Schritten dem Ende zu. Im Fernsehen ließ bereits fast jeder Sender das vergangene Jahr Revue passieren, während nebenher schon die Augen auf das kommende Jahr gerichtet werden. Auch wir Netzpiloten haben schon einen ersten Technikcheck für 2019 gewagt.

Vorher steht aber der Jahreswechsel an. Dinner for One, Fondue, Raclette, Bleigießen und natürlich Feuerwerk – die Silvester-Traditionen sind vielfältig. Die einen bleiben lieber gemütlich Zuhause, die anderen besuchen große Events an öffentlichen Plätzen.

Vor allem die letzten Sekunden des neuen Jahres zählen wir gerne gemeinsam erwartungsvoll herunter. Was läge da näher, als ein Silvester Countdown als App? Wir haben uns den Silvester Countdown von Aqreadd Studios genauer angeschaut.

Der Silvester Countdown brennt ein Feuerwerk ab

Kaum haben wir die App installiert, brennt sie ein wahres Feuerwerk auf dem Smartphone ab. Das Jahr wird in Wunderkerzen-Funken angezeigt, darunter läuft in feurig-glühender Schrift ein Timer. Dieser zeigt, wie viele Tage, Stunden, Minuten und Sekunden das neue Jahr noch entfernt ist. Drum herum explodiert ein Feuerwerkskörper nach dem anderen, wenn auch ohne Feuerwerkssound. Kamerafahrten – wahlweise automatisch oder manuell – um den Countdown verleihen diesem einige Dynamik.

Wir können außerdem zahlreiche Einstellungen in der App vornehmen und somit den Countdown auf die Tage reduzieren, eine Neujahrs-Nachricht aktivieren oder einfach den Countdown für ein anderes Datum einrichten. Auch können wir den Countdown als Bildschirmhintergrund verwenden, damit wir ihn stets im Blick haben. Das empfehlen wir wegen dem Dauerfeuerwerk auf dem Bildschirm aber eher als cooles Gimmick für den Silvesterabend.

Die kostenpflichtige Version der App erweitert den Umfang zusätzlich um neue Kameraszenen, Farbgebungen und interaktive Veränderungen. Kleiner Schmunzler am Rande: Der „Share“-Button wurde fälschlich mit „Aktie“ übersetzt. 

Da bewegte Bilder immer besser funktionieren, könnt ihr euch auf YouTube ein Video der 2017-Version in Bewegung anschauen. Grundlegend hat sich seitdem nicht viel geändert.

Überraschend gute Countdown-App

Insgesamt erfüllt die App nicht nur ihren Zweck, sondern ist optisch einfach einwandfrei umgesetzt. Die Funktionen der kostenpflichtigen Variante sind ein Nice-to-have, schränken den kostenlosen Nutzer aber keinesfalls ein. Am Ende wollen wir schließlich vor allem einen Countdown haben.

Die App erreicht damit stolze 4 von 5 bunten Silvesterraketen. Die Netzpiloten wünschen an dieser Stelle schon mal einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Noch kein Android-Smartphone? Dann könnte euch das Huawei Mate 10 lite auf Amazon gefallen (Provisionslink)


Image by Stefan Reismann

Weiterlesen »

Weihnachtsgeschenke per App managen

Der erste Advent ist schon vorbei und langsam aber sicher bewegen wir uns mit großen Schritten auf Weihnachten zu. Wer noch nicht alle Geschenke beisammen hat, für den haben wir hier eine besonders hilfreiche App-Empfehlung.

Den Überlick behalten

Die App “Christmas Gift List” soll euch dabei helfen, eure Geschenke für dieses Jahr zu planen, Ideen zu sammeln und im Weihnachtschaos den Überblick über eure Finanzen zu behalten. Eingeteilt ist das Ganze dann in drei Listen: die Budget-Liste, die Personen, die beschenkt werden sollen und eine Liste für Geschenkideen. Ihr fangt also damit an zuerst euer Gesamtbudget anzugeben. Ist das getan, fertigt ihr eine Liste mit all denjenigen an, die beschenkt werden sollen. Fallen euch zwischendrin noch Geschenkideen ein, könnt ihr diese im Bereich “Gifts” festhalten. Bei den Geschenken könnt ihr noch Bilder hinzufügen und angeben ob es nur eine Idee, bereits gekauft oder bereits verpackt ist.

Praktische App mit Schwächen

Was mir negativ an der App aufgefallen ist, ist der willkürliche Mix von Anwendungssprachen. Die Texte in der App sind an manchen Stellen englisch und an manchen deutsch. Die Navigation in der Anwendung erfolgt zwar intuitiv und sollte auch für Nutzer mit wenig Englischkenntnissen problemlos vonstatten gehen können. Trotzdem kann der willkürliche Mix der Sprachen von Zeit zu Zeit nerven. Auch das hohe Maß an Werbung fällt auf. Klar, eine kostenlose App muss sich mithilfe von In-App-Käufen finanzieren. Werbeanzeigen beim Öffnen einer App sind daher auch üblich und stören eher weniger. Hier werdet ihr aber auch mit Werbeanzeigen konfrontiert, wenn ihr nur zwischen den Reitern „People“ und „Gifts“ hin und herwechselt, was bei Zeiten durchaus abschreckend wirken kann. Alles in allem ist die App aber durchaus hilfreich, um alle Ideen, Käufe und Geschenke-Geistesblitze an einem Ort zu dokumentieren. Im Weihnachts-Stress verliert man sich gerne mal in einem Kaufrausch, da ist es praktisch einen genauen Überblick über sein Budget zu haben. Die App ist kostenlos im Google Play Store erhältlich.


Image Ivan Kruk via stock.adobe.com

Weiterlesen »

Fünf unterhaltsame Adventskalender fürs Smartphone

Sobald im September die ersten Lebkuchen in den Regalen stehen, ahnt man es: „Bald“ steht wieder Weihnachten vor der Tür. Auch wenn der Einzelhandel gerne etwas voreilig ist und uns gefühlt im Hochsommer bereits mit Weihnachts-Deko und Schoko-Weihnachtsmännern konfrontiert, ist es langsam nicht mehr von der Hand zu weisen. Heiligabend rückt immer näher. Und damit ist es wieder Zeit für die obligatorischen Adventskalender. Denn nichts drückt vorweihnachtliche Freude mehr aus, als jeden Tag ein kleines Türchen zu öffnen!

Inzwischen hat sich der klassische Schoko-Adventskalender allerdings ein wenig überholt. Es gibt Adventskalender mit Parfum-Proben, mit Edelsteinen, mit Make Up, oder besonders ergiebig, mit klugen Sprüchen. Doch wir finden es muss nicht immer ein Kalender zum Hinstellen in die Wohnung sein: Denn auch fürs Smartphone gibt es inzwischen zahlreiche Adventskalender-Apps.

IKEA Kalender 2018 – Eine App mit Mehrwert

Wie auch in 2017 bietet IKEA wieder einen kostenlosen Adventskalender an, den man sich entweder im App Store oder im Google Play Store herunterladen kann. Sobald man die App startet, erhält man Zugriff auf ein PDF-Dokument mit dem Titelbild des Kalenders. Druckt man dieses aus und scannt das Bild mit dem Handy, kann man nun virtuell jeden Tag ein weiteres Türchen öffnen. Und das Beste daran: Hinter den Türchen verbergen sich schwedische Weihnachtsbräuche, Weihnachtsrezepte und ein schwedisches Wörterbuch mit den wichtigsten Begriffen für die besinnlichen Tage. Somit ist der Kalender nicht nur süß inszeniert, sondern liefert auch noch ein bisschen extra Wissen über das Heimatland des Möbel-Giganten.

Weihnachts-Countdown 2018

Stilvoll in die Weihnachts-Vorfreude. Das verspricht der Weihnachts-Countdown 2018. Mit ihm habt ihr nicht nur einen Adventskalender, bei dem ihr täglich Gedichte, Weihnachtslieder und HD-Bilder freischalten könnt, sondern auch einen wunderschönen Countdown! Den könnt ihr in der App sogar individualisieren. Sucht euch selbst das Hintergrundbild und die Farben aus und wählt dazu den passenden Weihnachts-Soundtrack. Diese App ist ebenfalls kostenlos und kann im Google Play Store und App Store heruntergeladen werden.

Minispiel-Spaß mit Milka

Wer es gerne ein wenig unterhaltsamer mag, der sollte sich die Milka Adventskalender App ansehen. Hier könnt ihr täglich Minispiele spielen und dem Weihnachtsmann durch viele Aufgaben zum gelungenen Weihnachtsfest verhelfen. Die Minispiele eignen sich perfekt für zwischendurch und können auch mit den Kleinsten der Familie ab vier Jahren gespielt werden. Der Milka Adventskalender fürs Smartphone kann kostenlos im App Store oder Google Play Store heruntergeladen werden.

Der Adventskalender 2018

Diese iOS-App verspricht Weihnachtsspaß pur. Sobald ihr euch die App kostenlos im App Store heruntergeladen habt, kann es losgehen. Ihr könnt aus fünf verschiedenen Minispielen auswählen und müsst in jedem Minispiel 24 Level meistern. Egal ob hüpfen mit Geschenkpaketen, á la Doodle Jump oder Kartenspiele im Weihnachts-Design. Die Level werden immer schwieriger und bieten irgendwann echte Herausforderungen. Perfekt für den Spaß zwischendurch.

Screenshot by Leonie Werner

Auch anderen eine Freude machen mit der App Pixmas Advent

Wenn ihr selbstständig einen Foto-Kalender für eure Freunde erstellen wollt, dann ist die App Pixmas Advent genau die Richtige für euch. Ihr könnt ganz einfach direkt vom Smartphone Bilder hochladen und diese dann in die 24 Türen einfügen. Sobald euer Meisterwerk perfekt ist, könnt ihr es direkt durch die App an eure Freunde senden. Diese können natürlich ebenfalls Kalender erstellen und sie an euch senden. Ein nettes Gimmick für die kalten Tage, das richtig Spaß machen kann. Eine Anmeldung ist in der App nicht zwingend erforderlich, ihr könnt die erstellten Kalender auch per Mail oder iMessage verschicken. Die App ist im Moment nur für iOS verfügbar.

Screenshot by Leonie Werner

Screenshots by Leonie Werner and Image by freestocks/ unsplash.com

Weiterlesen »

Apple bringt iOS 12 auf den Markt: Das sind die neuen Features

ArtRoms/stock.adobe.com

Nach langem Ersehnen und Gespanntsein hat Apple das neue Betriebssystem iOS 12 am 17. September auf den Markt gebracht. Wie im Sommer schon berichtet wurde, gibt Apple seinen Nutzern nun sogar die Möglichkeit, sein Gerät weniger zu verwenden. Was steckt dahinter und welche neuen Funktionen bringt iOS 12 sonst noch mit? Ich habe mir das Update einmal genauer angeguckt. 

Das Betriebssystem iOS 12 läuft auf allen Geräten, die iOS 11 unterstützen, also auch auf dem iPhone 5s. Apple verspricht, dass mit dem neuen Update auch „ältere“ Geräte wesentlich schneller funktionieren sollen. Die Kamera soll bis zu 70 Prozent schneller geöffnet werden und auch die Tastatur und andere Apps sollen rund doppelt so schnell funktionieren.

Verbesserte Funktionen bei den Benachrichtigungen

Bei dem neuen Betriebssystem werden deine Nachrichten ab jetzt in Gruppen eingeteilt. Es werden zum Beispiel alle deine WhatsApp-Nachrichten in einer Gruppe angezeigt. Die Funktion ermöglicht dir, schnell einen besseren Überblick über deine Mitteilungen zu erhalten. Du kannst die Benachrichtigungen ab jetzt in Gruppen entfernen und musst nicht mehr jede Benachrichtigung einzeln löschen. Wenn du mehrere Nachrichten von einer Person erhältst, zeigt Apple sie ebenfalls gebündelt an und es erscheint zunächst nur die neueste Nachricht. Die anderen Nachrichten kannst du dir dann unter „weitere Mitteilungen“ ansehen. Die neue Funktion lässt sich in den Einstellungen konfigurieren und ausstellen.

Zudem gibt es jetzt eine überarbeitete Nicht-Stören-Funktion. Apple macht es jetzt möglich, diese Funktion für bestimmte Ereignisse und Orte zu aktivieren. Diese Funktion bietet sich also perfekt für Meetings und ähnliche Veranstaltungen an.

Neue Kategorien und Optionen für Kamera und Fotos

Wie vorher schon erwähnt, hat Apple versprochen, dass mit dem neuen Update die Kamera wesentlich schneller geöffnet werden soll. Ich besitze das Iphone 6 und hab direkt nach der Installation von iOS 12 gemerkt, dass meine Kamera sich tatsächlich deutlich schneller öffnet. Zudem gefällt mir die neue Funktion „Suchen“ bei den Fotos. Sie befindet sich unten rechts in der Leiste. Apple sortiert dort die Bilder nach Kategorien, wie zum Beispiel „Tiere“ oder „Essen“. Außerdem gibt es eine neue Ansicht für „Personen“ und „Orte“.

Ebenfalls neu ist der Tab „Für dich“. Hier werden Vorschläge zum Teilen mit Freunden angezeigt. Zudem stellt Apple verschiedene Rückblicke aus den tollsten Momenten für dich zusammen.

Die neue Funktion "Suchen" bei den Fotos, Screenshot by Lina Schilling
Die neue Funktion „Suchen“ bei den Fotos, Screenshot by Lina Schilling

Überprüfen, wie viel Zeit du am Smartphone verbringst

Smartphones gehören mittlerweile zum Alltag dazu und sind nicht mehr aus unserem Leben wegzudenken, aber jeder von uns weiß, dass wir auch gerne mal zu viel Zeit auf den sozialen Netzwerken verbringen. Mit dem neuen Tool „Bildschirmzeit“ lässt sich die Nutzung des Smartphones überprüfen und man erhält eine Übersicht, wie viel Zeit man auf bestimmten Apps verbracht hat. Auch für Eltern bringt die neue Funktion Vorteile mit sich. Eltern können nämlich jetzt den Gebrauch von iPad und iPhone ihrer Kinder begrenzen und überwachen. Wenn Geräte auf derselben iCloud angemeldet sind, kann die Funktion geräteübergreifend geteilt werden und eine kombinierte Bildschirmzeit wird aufgeführt.

„Bildschirmzeit“ ist nicht nur in den Einstellung abrufbar, sondern auch bei deinen Widgets, wenn du auf deinem Homescreen nach ganz rechts streichst. Apple zeigt dir die verbrachten Minuten auf den meist verwendetsten Apps an. Zusätzlich gibt dir das neue Tool eine Übersicht über bestimme Kategorien, wie „soziale Netzwerke“ oder „Unterhaltung“.

Besonders gut gefällt mir die neue Funktion „Auszeit“. Hier kann man einen Zeitraum für die bildschirmfreie Zeit festlegen. Während dieser Zeit sind nur von dir zugelassene Apps sowie Telefonanrufe verfügbar. Eine weitere Funktion, die ich gerne nutze, ist „App-Limits“. Hiermit setze ich mir ein tägliches Limit für die Nutzung von meinen sozialen Netzwerken, wie Facebook, Snapchat und Co. Seit dem neuen Update kann ich sagen, dass ich wesentlich bewusster mein Smartphone benutze und nicht mehr so oft aus Langeweile Zeit am Handy verbringe.

Bildschrimzeit überprüfen, Screenshot by Lina Schilling
Bildschrimzeit überprüfen, Screenshot by Lina Schilling

Neues Siri-Shortcuts-Feature

Das Softwareupdate iOS 12 bringt noch eine weitere nützliche Funktion mit: Die Kurzbefehle mit Siri. Die Funktion ist für alle interessant, die gerne mit ihrem iPhone sprechen. Zuerst sollte man in den Einstellungen unter „Siri & Suchen“ seine Kurzbefehle hinzufügen. Siri kann so favorisierte Kontakte anrufen oder zum Beispiel das Fotoalbum öffnen. Mit der „Shortcuts“-App kann man schnell und einfach verschiedene Tätigkeiten ausführen.

Die iOS-Anwender können Siri so noch stärker in ihren Alltag einbinden. Beispielsweise hat die App der Deutschen Bahn der „DB Navigator“ ein neues Update mit Siri-Shortcuts veröffentlicht. Jetzt muss man sein Smartphone nur noch fragen, wann die nächste S-Bahn fährt und man erhält eine Antwort. Das Siri-Shortcuts-Feature kann allerdings nur ab dem iPhone 6s verwendet werden. Da ich noch das iPhone 6 besitze, konnte ich diese Funktion leider nicht testen.

Weitere Neuheiten bei iOS 12

Für den Unterhaltungsfaktor gibt es für das iPhone X jetzt vier neue Animojis: Einen Koala, einen Tiger einen T-Rex und einen Geist. Die Animojis können jetzt eure Zunge erkennen, damit könnt ihr die Avatare eure Zunge rausstrecken lassen. Die Memojis sind die neuen individualisierten Avatare bei Apple. Ihr könnt eure digitalen Ebenbilder verschicken oder mit Bildern versehen.


Image by ArtRoms via stock.adobe.com

 

Weiterlesen »

10 Jahre App Store – von der Revolution in den Scheintod?

App Store Man holding smart phone with colorful application icons comming out

Der 10. Juli 2008 ist ein historischer Tag in der Geschichte der Smartphone-Applikationen. Denn an jenem Tag, etwa ein Jahr nachdem das erste iPhone auf den Markt gekommen ist, ging der Apple iTunes Shop an den Start, heute als Apple App Store bekannt. Auch nach zehn Jahren beschäftigen wir uns täglich mit Apps und seit Jahren wird ihnen ein baldiger Tod vorausgesagt. Aktuelle Statistiken aber behaupten das Gegenteil – was ist dran?

Ist die App doch nicht tot? Zur Perspektive des App Store

Seitdem es Apps gibt wurde aus dem Smartphone nicht nur ein mobiles Telefon mit Internetzugang, sondern ein Gerät, das dem Nutzer in fast jeder Lebenslage behilflich sein kann. Lange Zeit wurde den Apps das unausweichliche Ende vorhergesagt. Sie würden durch Ergänzungen in den Smartphone-Betriebssystemen ausgetauscht und Big Player à la Facebook und Google würden mit ihren Marken den App-Markt quasi beherrschen. Eine aktuelle Studie des Bitkom-Verbands beweist allerdings, dass sich App-Umsätze auf einem Rekordhoch befinden und die Downloads im App Store von Apple und Google brummen.

In Deutschland ergaben die Umsätze durch Apps in 2018 bisher rund 1,6 Milliarden Euro. Das ist fast eine Verdreifachung im Vergleich zu 2013, als der Umsatz bei 547 Millionen Euro lag. Auch App-Downloads erfuhren ein Hoch und stiegen 2018 bisher um 17 Prozent. Das teilt der Digitalverband Bitkom auf Basis von Daten des Marktforschungsinstituts research2guidance mit. Die Devise dabei ist: weg vom bezahlten Download, hin zu In-App-Käufen!

Die App scheint also trotz vieler Voraussagen noch lange nicht auf ihr Ende zuzusteuern, ausgenommen kostenpflichtiger Apps, die wohl aber auf Dauer immer zurückgehen werden. Tatsächlich verzeichnete der App Store 2018 bereits den größten Zuwachs in seiner zehnjährigen Geschichte.

180710-App-Markt-PG (Image by research2guidance)
Image by research2guidance

Was sind Zombie-Apps?

Sogenannte Zombie-Apps sind solche, die in der schieren Flut der täglich hochgeladenen Anwendungen scheinbar untergehen – digitale Untote. Laut Berichten des Technik-Portals TechCrunch löscht Apple monatlich rund 14.000 Apps, die nur etwa null bis einige wenige Downloads erziehlen und so auch nicht im Store-Ranking auftauchen.

Die Anzahl der neuen Apps hat sich in den letzten Jahren beinahe verdoppelt. Zum Start des App Store 2008 waren rund 500 Anwendungen online, 2018 sind es rund 6 Millionen – 3,8 im Google Play Store und 2 Millionen im Apple App Store. 

WeChat – die ultimative App?

Bei uns im Westen hat man meist eine oder zwei Messenger-Apps, Shopping-Apps, Social-Media-Plattformen und vielleicht einen E-Wallet. Dafür benötigt der Nutzer schon einmal eine Hand voll verschiedener Apps. In China gibt es eine App, die alle von diesen Funktionen beinhaltet – und mehr! WeChat, eine App aus dem Hause Tencent, hat das Land im Sturm erobert und als Bürger in China kommt mal wohl kaum drum herum – selbst auf dem Wochenmarkt wird mit dem sogenannten WeChat Wallet bezahlt.

Ob sich Giganten wie Facebook oder Google bald an den Kollegen aus China angleichen bleibt abzusehen. In China ist die Plattform ein unverzichtbarer Marketingkanal, den hierzulande immerhin das Kaufhaus Breuninger schon nutzt.

iPhone bei Amazon aussuchen (Provisions-Link)
Android-Smartphone bei Amazon aussuchen (Provisions-Link)


ra2 studio / stock.adobe.com

Weiterlesen »

4 Apps für umweltbewusstes Einkaufen – #AppHilfe

Young woman shopping in the fresh produce section at the grocery store.

In unserer Reihe #AppHilfe wollen wir euch regemäßig Apps und Websites zeigen, mit denen ihr einfach und schnell Gutes tun könnt und ein umweltbewusstes Leben führen könnt. Diesmal dreht sich alles um Ernährung und wir stellen euch vier Apps für bewusstes Einkaufen von Lebensmitteln. Oft wissen wir gar nicht so recht, was da im Supermarkt eigentlich vor uns liegt, diese Apps sollen helfen, mehr Durchblick zu bekommen!

WWF Fischratgeber

Die Meere sind überfischt und viele Arten wie der Kabeljau oder Scampi haben einen so geringen Bestand, dass die Überfischung verheerende Ausmaße für diese Arten haben kann. Der Fischratgeber vom WWF ist eine einfach Möglichkeit an der Fischtheke genau überprüfen zu können, welcher Fisch ohne Bedenken gekauft werden kann. Unterteilt werden die Fischarten in die drei Kategorien „Gute Wahl“, „Zweite Wahl“ und „Lieber nicht“, sodass der Käufer direkt sieht, welchen Fisch er kaufen kann.  

Den WWF Fischratgeber gibt es kostenlos für iOS– und Android-Geräte.

Barcoo

Barcoo ist eine Scanner-App, mit der ihr beim Einkaufen den Barcode von Lebensmitteln oder anderen Produkten ganz einfach mit eurer Handy-Kamera scannen könnt. Die App erkennt über eure Smartphone-Kamera jeden beliebigen QR Code, Barcode, EAN oder ISBN. Nach dem Scannen zeigt dir Barcoo dann direkt was genau in dem jeweiligen Produkt enthalten ist und wo es das am günstigsten zu kaufen gibt. Diese App ist also sowohl für Sparfüchse als auch für diejenigen zu empfehlen, die ganz genau auf bestimmte Inhaltsstoffe achten wollen.

Sowohl iOS– als auch Android-Nutzer können sich Barcoo kostenlos aufs Smartphone laden. 

PETA Vegan einkaufen

Wer sich für eine vegane Ernährung entscheidet hat sich einiges vorgenommen. Die Lebensweise und Ernährung muss in vielen Fällen erstmal grundlegend umgestellt werden. Oftmals ist es aber gar nicht so leicht vegane von nicht veganen Produkten zu unterscheiden. Tierische Produkte verbergen sich oft in Lebensmitteln, in denen man sie gar nicht erwartet. PETA hat deswegen eine Ratgeber-App zur Verfügung gestellt, die bei der Umstellung auf die pflanzliche Ernährung behilflich sein soll. Über die Suchfunktion können dabei entweder bestimmte Produkte gesucht werden oder einzelne Supermarkt-Sortimente nach passenden Produkten durchgesehen werden. Im Blog-Feed werden euch Rezepte gezeigt und weiter Tipps zum veganen Leben gegeben.

Der vegane Einkaufsguide ist kostenlos im Apple App Store und im Google Play Store erhältlich.

CodeCheck

Auch bei CodeCheck können passende Produkte über diverse Kategorien – von Lebensmitteln über Haushalt bis zu Kosmetik – gesucht werden oder Barcodes direkt eingescannt werden. Wenn man zudem ein individuelles Profil anlegt, kann man Produkte nach eigenen Kriterien filtern lassen. So können auf einen Blick wie bspw. laktosefreie, vegane oder Produkte ohne Aluminium etc. angezeigt werden lassen. In wenigen Klicks erfährt man mehr über die Inhaltsstoffe eines jeweiligen Produkts und kann den Geschmack oder die Wirkung eines Produktes für andere Konsumenten bewerten. Im App-eigenen Feed stehen zudem noch interessante Artikel und DIYs zum Thema bewusstes Leben zur Verfügung. 

CodeCheck ist kostenlos für iOS– und Android-Geräte verfügbar.


arinahabich/stock.adobe.com

Weiterlesen »

Wallets, Portfolios, Spiele: die besten Bitcoin-Apps fürs iPhone

Büro, Steuern, Geschäft, Finanzen (adapted) (Image by FirmBee [CC0 Public Domain] via Pixabay)

Während der Bitcoin sein Kursziel für 2017 längst übertroffen hat und Satoshi Nakamoto, Erfinder des Bitcoins, irgendwo in sich hinein grinst, kommen für uns Nutzer immer mehr Bitcoin-Apps auf den Markt. Das Angebot reicht von der Brieftaschen-App für virtuelle Währung über Bezahl-Anwendungen bis hin zu Spiele-Apps. Wir haben eine kleine Übersicht mit den besten Bitcoin-Apps für Kryptowährungs-Einsteiger zusammengestellt.

Für den Start: Wallet-Apps 

Um loszulegen, benötigt ihr erst einmal ein Konto für eure virtuelle Währung. Mit den sogenannten Wallet-Apps könnt ihr Bitcoin oder andere virtuelle Währungen kaufen, aufbewahren und ausgeben. Der Unterschied zu einem normalen Konto: Bitcoin-Wallets speichern die privaten Sicherheitsschlüssel, die ihr für alle Transaktionen benötigt.

Coinbase ist wohl eine der beliebtesten Anwendungen für den Handel mit virtueller Währung, auch wenn sie sich seit rund zwei Jahren nicht mehr als Wallet verstehen möchte. Die Coinbase-App hat soeben Snapchat, Instagram und YouTube als gefragteste Software im Apple App Store abgelöst. Ebenfalls sehr beliebt: Das Urgestein Blockchain, das nutzerfreundlich gestaltete Bread und Xapo.

Bitcoin-Apps überholen Snapchat und Instagram
Die App Coinbase überholt Snapchat und Instagram im App Store. Screenshot by Lena Simonis

Letzteres ist vor allem aus Sicherheitsgründen zu empfehlen, da hier unter anderem Offline-Server eingesetzt werden. „Deep cold“ nennt Xapo das. Generell sind iOS-Wallets nämlich „Hot-Wallets“, da sie sich auf einem mit dem Internet verbundenen Gerät befinden.

Tipp: Hot Wallets sind anfälliger für Angriffe, da Hacker über das Internet auf Geräte zugreifen und diese infizieren können. Am sichersten speichert ihr euer Wallet also auf einem Offline-Gerät oder auf Papier. Übrigens: Auch iPhones mit Jailbreak sind anfälliger für Hackerangriffe, hier ist besondere Vorsicht geboten.

Für Investoren: Portfolio-Apps

Nach den „Cool-Kids“ haben nun auch die Investoren angebissen und tragen fleißig zum Kursanstieg des Bitcoins bei. Mit Portfolio-Apps behaltet ihr die Übersicht über eure Investitionen in virtuelle Währungen. Einer der bekanntesten Portfolio-Checker ist Blockfolio, das vor allem mit einem Preisalarm und der Funktion “Set and Forget“ punktet. Für den fortgeschrittenen Kryptowährungs-Händler eignet sich CoinTracking. Die Bitcoin-App bietet nicht nur hübsche Tortendiagramme und Echtzeitanalyse von Gewinn- und Verlust zahlreicher Kryptowährungen, sondern sogar detailierte Reportings für die Steuererklärung.

Bitcoin-Apps
Blockfolio verschafft einen Überblick über alle Kurse zu Kryptowährungen. Screenshot by Lena Simonis

Tipp: Hierzulande fallen Steuern auf Veräußerungsgewinnen nur an, wenn ihr vor Ablauf der Spekulationsfrist von zwölf Monaten eure Gewinne einstreicht. In diesem Fall müsst ihr alle über dem Freibetrag (600 Euro pro Jahr) liegenden Gewinne mit eurem persönlichen Einkommensteuersatz versteuern.

Für Konsumenten: Payment-Apps 

Neben den Spekulanten unter uns, möchte der ein oder andere seine Coins einfach auf den Kopf hauen. Dazu laden bereits einige Anbieter wie Wikipedia (Spenden) oder Microsoft (Stores für Windows und Xbox) im Netz ein. Mit speziellen Bitcoin-Apps könnt ihr eure digitale Währung aber auch in Geschäften in der realen Welt ausgeben – sollte sich denn ein entsprechendes Geschäft in eurer Nähe befinden. Fold wäre hier als Payment-App zu nennen, die in den USA bereits mit großen Unternehmen zusammen arbeitet. So können iPhone-Nutzer schon jetzt bei Starbucks oder Whole Foods mobil mit Bitcoins bezahlen. Auch Bitpay konzentriert sich darauf, sein Bezahlsystem auf Händlerseite zu integrieren und ermöglicht Transaktionen zwischen virtueller und physischer Welt über die Wallet-App.

Tipp: Bitcoins existieren schlicht gesagt nur durch Aufzeichnungen über Bitcoin-Transaktionen. Deshalb sind und bleiben Transaktionen das Rückgrat der virtuellen Währungen. Durch sie werden zurzeit noch neue Coins geschürft. Außerdem werden sich virtuelle Währungen langfristig nur durchsetzen, wenn entsprechende Unternehmen Umsätze machen. Beachtet, dass ihr Zahlungen mit Bitcoin nicht aus eigener Initiative rückgängig machen könnt. Zahlungen können nur durch den Empfänger zurückgezahlt werden. Ihr solltet also nur mit Personen und Organisationen handeln, die ihr kennt und denen ihr vertraut. Für Händler gilt: Sofort-Transaktionen sind nicht hundertprozentig sicher. In den ersten zehn Minuten nach der Anweisung (Input) gilt die Transaktion als glaubwürdig, aber umkehrbar. Dem relativen Risiko steht allerdings ein unverhältnismäßig hohes Marketingpotential gegenüber – solange ihr noch zu den wenigen Händlern hierzulande gehören wollt, bei denen Bitcoin-Enthusiasten ihr Geld lassen können.

Für den Spieltrieb: Bitcoin-Apps fürs Gaming

Mit einigen iPhone-Apps könnt ihr virtuelle Kätzchen züchten, mit anderen spielend Geld verdienen. The Blockchain Game von Daniel Bainbridge ist seit 2016 kostenlos im App-Store verfügbar. Die App teilt sich Werbeeinnahmen mit ihren Nutzern per Bitcoin. Die einfache Aufgabe: möglichst hohe Blöcke stapeln. Alternativ könnt ihr das Spiel eure Kinder ab vier Jahren spielen lassen. Aber mindesten 17 Jahre alt müsst ihr sein, um in Bitcoin Aliens Bitcoins zu verdienen, indem ihr Außerirdische tötet. Ganz neu im App Store und für alle interessant, die dem Cryptokitties-Hype auf dem iPhone fröhnen wollen, ist Toshi für Etherum. Die Toshi-App vereint eine sichere Messaging-Anwendung, ein Ethereum-Wallet und einen Browser für das Ethereum-Netzwerk, mit dem ihr euch nun auch mobil um eure CryptoKitties kümmern könnt. Das Spiel demonstriert auf unterhaltsame Weise das Potential des Ethereum-Netzwerks. Virtuelle Katzen im Wert von rund 15 Millionen US-Dollar sollen dort brüten.

Tipp: Glücksspiel macht süchtig und so. Auf dem App-Spielemarkt finden sich auch eine Menge zwielichtiger Gambling-Apps, bei denen man seine schönen Coins viel zu leicht verspielen kann.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Applepiloten.


Image (adapted) „Büro, Steuern, Geschäft, Finanzen“ by FirmBee (CC0 Public Domain), Screenshots by Lena Simonis


Weiterlesen »

3 Tipps, wie man mit wenigen Klicks Gutes tun kann – #AppHilfe

Woman with a MacBook on a sofa (adapted) (Image by Steinar Engeland [CC0 Public Domain] via Unsplash)

Wie kann ich einfach und schnell vom Smartphone aus helfen? Tatsächlich ist es einfacher als man denkt möglich, sich für verschieden Hilfsorganisationen oder -aktionen zu melden oder zu engagieren. In der Reihe #AppHilfe wollen wir euch zukünftig Apps und Websites vorstellen, mit denen ihr einfach, schnell und kostenlos vom Smartphone aus Gutes tun könnt. 

Mit wenigen Klicks Spender sein

Angefangen mit dem Organspendeausweis. Wenn ihr keinen habt, dann wird es höchste Zeit! Einen zu beantragen ist tatsächlich auch kinderleicht, weder müsst ihr einen Behördengang erledigen, noch irgendwelche komplizierten Formulare ausfüllen. Hier könnt ihr ihn mit ein paar Klicks ganz einfach online anfordern, zu euch schicken lassen und habt wenige Tage später schon eine Papierversion des Ausweises im Briefkasten, die ihr lediglich noch ausfüllen müsst! Oder ihr druckt ihn direkt selbst aus.

Auch die Registrierung für die DKMS Spenderdatei ist leichter als angenommen. Diese könnt ihr ebenfalls quasi von eurer Couch aus in maximal zwei Minuten erledigen. Dazu geht ihr auf die Website der DKMS, beantwortet ein, zwei Fragen zu eurer Gesundheit und könnt euch wenig später schon die nötigen Unterlagen – beispielsweise auch ein Set zur Speichelprobe – kostenlos zuschicken lassen. Jederlei spenden sind optional, das Set könnt ihr, wenn ihr wollt auch kostenlos an die DKMS zurückschicken. Also ganz gemäß dem Werbe-Slogan einfach “Mund auf, Stäbchen rein, Spender sein!”.

boost – Online shoppen und Gutes tun

Boost Project (adapted) (Screenshot by Lisa Kneidl via boost-project.com)
Einfach eine Hilfsorganisation auswählen und wie gewohnt beispielsweise ein Bahn-Ticket oder ein Mittagessen bestellen! Screenshot by Lisa Kneidl

Wer sich für nichts registrieren möchte, aber trotzdem kostenfrei und einfach Gutes tun möchte, dem kann ich noch Websites wie boost ans Herz legen. Das Ganze funktioniert nach dem Affiliate-Prinzip. Das heißt ihr geht auf die Website, sucht euch einen Online-Shop aus, auf dem ihr ohnehin einkaufen wolltet und setzt euren Einkauf wie gewohnt fort. Ihr bezahlt zwar keinen Cent mehr, aber durch den Affiliate-Link bekommen Hilfsorganisationen wie Oxfam, der WWF, PETA oder die UNO Flüchtlingshilfe über boost einen kleinen Vergütungsbetrag des Shop-Betreibers, der dann für gute Zwecke eingesetzt werden kann. Am einfachsten geht das mit der Boost-Browsererweiterung, die dich bei Einkäufen dann automatisch erinnert. Klein Vieh macht bekanntlich auch Mist und so könnt ihr ohne viel Aufwand einen kleinen Beitrag leisten!


Image (adapted) „Woman with a MacBook on a sofa“ by Steinar Engeland (CC0 Public Domain)

Weiterlesen »

Schreiben leicht gemacht – wir zeigen nützliche Autoren-Apps

Business-adapted-Image-by-Free-Photos-CC0-Public-Domain-via-Pixabay

Wir nehmen uns zu Beginn des Jahres viele Dinge vor. Auf den einen wartet eine Abschlussarbeit, die in wenigen Monaten geschrieben werden muss. Der andere muss eine wichtige Hausarbeit niederschreiben. Wieder andere haben sich vielleicht sogar vorgenommen einen Roman oder eine Kurzgeschichte zu schreiben. Was auf den ersten Blick nach viel Arbeit aussieht, kann allerdings sehr einfach organisiert werden.

Ich selbst nutze für meine Romane ein paar kleine digitale Helfer, die mir das Schreiben erleichtern. Sie geben mir einen Überblick über meinen aktuellen Stand und über kleine Details. Hier möchte ich euch einmal drei hilfreiche Apps für das Android-Smartphone vorstellen.

Immer schön alles überblicken

Wer sich generell mit dem Schreiben von Arbeiten, Romanen oder auch Blogs beschäftigt, kennt folgendes Problem: Er weiß, dass es während des Schreibprozesses immer wieder kleine Hürden zu überwinden gibt. Hierzu gehören vor allem die benötigte Disziplin und das ständige Aufzeichnen von Notizen in verschiedenen Tools wie unter anderem OneNote oder Evernote. Ganz schnell vergisst man die wesentlichen Dinge und Kleinigkeiten, die dennoch ausschlaggebend für den Inhalt sind. Immer wieder fragt man sich: „Was habe ich eigentlich nochmal am Anfang geschrieben?“, „Hatte ich das eigentlich schon erwähnt?“ Das ständige Suchen nach benötigten Informationen in den vorherigen Seiten kann daher nicht nur zeitraubend, sondern auch ganz schön nervig sein.

Im Netz findet man beinahe zu allen möglichen Themen eine passende App. Umso mehr wollte ich also wissen, welche Apps Autoren und Hobbyschreibern helfen können.

Einen Überblick der Charaktere mit Character Notes

Autoren und Hobbyautoren kennen es vermutlich, wenn der Charakter im Verlauf des Romans immer mehr verschwimmt. Auf einmal ist man sich nicht mehr sicher welche Haarfarbe oder Augenfarbe dieser hat. Dann muss man zurück scrollen und seine Zeit damit verbringen, irgendwo zwischen den tausenden von Wörtern, nach den Antworten zu suchen. Mit Character Notes kann man das nicht mehr so schnell vergessen.

Schon zu Beginn hat mich die App wegen ihres einfachen und übersichtlichen Designs begeistert. Während des Schreibens sollte man nicht so viel Zeit damit vertrödelt, nach kleinen Informationen im eigenen Text zu suchen. Daher bietet es sich an, nach einer überschaubaren App zu greifen, auf der man schnell und einfach auf alle Inhalte zugreifen kann.

NaNoWriMo-Apps-CharacterNotes-Screenshot
Character Notes; Screenshot by Jennifer Eilitz

Möchte man einen neuen Charakter erstellen, dann geht das mit nur einem Klick. Als erstes trägt man hierfür die physischen Daten wie Name, Geburtstag, Haarfarbe oder auch besondere Merkmale ein, die für den Charakter wichtig sind. In den nächsten Schritten widmet sich der Autor der schulischen und beruflichen Laufbahn, den einzelnen Beziehungen des Protagonisten, den persönlichen Eigenschaften und sogar der Entwicklung des Charakters, die dieser im Verlauf der Geschichte durchlebt. Hat er am Anfang noch studiert und steckt mittlerweile im Berufsleben?

NaNoWriMo-Apps-CharacterNotes2-Screenshot
Character Notes; Screenshot by Jennifer Eilitz

Vielmehr gibt die App auch nicht her. Man hat lediglich einen Überblick über die einzelnen Charaktere und die Hintergründe zur Person, die jedoch sehr tiefgehend sind. Die Protagonisten können komplett erarbeitet und bis ins Detail geplant werden. Damit kann man auf das lästige Suchen verzichten und ganz einfach auf die gespeicherten Informationen zugreifen.

Ich fand diese App wirklich hilfreich. Charaktere werden sehr einfach geplant und detailliert aufgezeigt. Man gibt Informationen zu den Protagonisten an, auf die man selber zu Beginn der Geschichte gar nicht von alleine draufgekommen wäre. Wer sich also gerne mit seinen Charakteren auseinandersetzt und diese genau durchleuchten möchte, der sollte auf Character Notes in Zukunft nicht mehr verzichten.

Schreibziele stecken mit Writeometer

Bei dieser App wird vielmehr der Fokus auf das Schreiben an sich gelegt. Der Autor setzt sich zu Beginn eines neuen Projektes ein Schreibziel von einer bestimmten Anzahl an Wörtern. Hierfür trägt dieser den Titel des Projekts und die Wortanzahl, die dieses umfassen soll, ein. Anschließend kann man eine Deadline angeben, an dem der Roman oder die Arbeit fertig geschrieben sein soll. Die App rechnet dann aus, wie viele Wörter pro Tag geschrieben werden müssen, um das vorgegebene Ziel in der entsprechenden Zeit zu erreichen. Zudem kann man sich tägliche Erinnerungen einstellen, und an welchen Tagen man erinnert werden möchte.

NaNoWriMo-Apps-Writeometer-Screenshot
Writeometer; Screenshot by Jennifer Eilitz

Anschließend zeigt die App, wie viele Tage vor einem liegen und wie viel man schon geschafft hat anhand von einer Übersicht und Statistiken.

Für den eigentlichen Schreibprozess gibt es zur Hilfe noch einen Timer. Dieser zählt von 25 Minuten runter. Im Anschluss kann man die in der Zeit geschriebenen Wörter in der App eintragen, die dann zu den Statistiken hinzugefügt werden. So erhält der Autor eine gute Übersicht über seine Schreibgewohnheiten.

Diese App hat mir besonders gut gefallen, um den nötigen Motivationsschub zu bekommen, den man hin und wieder zum Schreiben braucht. Nicht nur für Autoren ist die App praktisch. Auch für Abschluss- oder Hausarbeiten, bei denen ein gewisses Seitenpensum an den Tag gelegt werden muss, lohnt sich die App. Der Autor erhält einen guten Überblick über seine Arbeit, die Fortschritte und vor allem über die Wörter, die geschrieben werden müssen.

NaNoWriMo-Apps-Writeometer2-Screenshot
Writeometer ; Screenshot by Jennifer Eilitz

Wer gerne Statistiken mag und seine Schreibgewohnheiten einmal bildlich vor Augen geführt haben und zudem einen kleinen digitalen Motivator beim Schreiben haben möchte, für den ist die App wirklich empfehlenswert.

Mit Writer Tools die Story immer überblicken:

Diese App beinhaltet alles das, was ein Autor zum Schreiben braucht. Hier kann er seine Arbeit einmal anhand von Zahlen und Statistiken begutachten und seine Protagonisten unter Dach und Fach bringen. Unter dem Motto „Finish that damn Book!“ begleitet einen die App durch den kompletten Schreibprozess. Hierfür wird ebenfalls, wie beim Writeometer, eine Wortanzahl festgelegt, die der Roman oder die Arbeit am Ende umfassen soll.

NaNoWriMo-Apps-Writer-Tools-Screenshot
Writer Tools; Screenshot by Jennifer Eilitz

Es gibt verschiedene Unterpunkte. Beim Writing Progress trägt der Autor hier die geschriebenen Wörter ein, die er am Tag geschafft hat. Zudem zeigt eine Statistik die Fortschritte im Manuskript. Dadurch hat man immer einen guten Überblick über den aktuellen Stand. Mit einem Timer kann man sich hier das Schreiben erleichtern. Dieser zählt ebenfalls 25 Minuten runter, um den Schreiber zu motivieren.

Interessant ist die Funktion Characters. Ähnlich wie bei der oben vorgestellten App Character Notes, können hier die wichtigsten Details zu den Personen im Roman eingetragen werden. Somit kann man einen stetigen Überblick über die Eigenschaften und Kleinigkeiten haben.

Vor allem ist auch der Unterpunkt Chapters sehr nützlich. Hier können die einzelnen Kapitel beschrieben werden. Das ist sehr hilfreich, wenn es dann am Ende an die Überarbeitung geht, oder ans Schreiben einer Inhaltsangabe. Die Kapitel können Autoren hier genauer beschreiben und mit einer Wortanzahl ausstatten. Diese Angaben werden direkt mit in die Statistiken aufgenommen und dem Autor angezeigt. Oftmals ist es nämlich gar nicht so einfach einen Überblick über die einzelnen Kapitel und deren Länge zu erhalten. Mit der App geht das wesentlich einfacher.

NaNoWriMo-Apps-Writer-Tools2-Screenshot
Writer Tools; Screenshot by Jennifer Eilitz

Die Locations sind ebenso wichtig, denn in diesem Abschnitt können die einzelnen Orte aufgelistet und im Einzelnen genauer beschrieben werden.

Von allen Apps hat mir diese am besten gefallen. Mit ihr kann eine komplette Story ganz einfach durchgeplant werden. Zudem wird einem ständig aufzeigt, auf welchem Stand man gerade ist, wie viel Zeit noch bis zur Deadline bleibt, und vor allem, wie die einzelnen Charaktere und Kapitel aufgebaut sind.

Fazit: Die passende App für jedes Schreib-Ziel

Wer einen einfachen aber detaillierten Überblick über seine einzelnen Charaktere haben möchte, der sollte sich unbedingt mit Character Notes auseinandersetzen. Writeometer hilft dabei, sich zum Schreiben zu motivieren und seine Erfolge stets im Auge zu behalten. Wenn ihr euch aber einen Gesamtüberblick über die einzelnen Kapitel, Charaktere, Handlungen und Schreiberfolge verschaffen wollt, dann versucht es am besten gleich mit der Writer Tools-App. Also, nutzt die Apps, erreicht euer Schreib-Ziel und dann heißt es „Finish that damn Book“!

Dieser Artikel erschien zuerst auf Androidpiloten.


Image (adapted) „Business“ by Free-Photos (CC0 Public Domain); Screenshots by Jennifer Eilitz


Weiterlesen »

Wishlist – Webserie um eine verhängnisvolle App

Wishlist (adapted) (Screenshot by Lisa Kneidl via Wishlist Youtube)

Stell dir vor du kannst dir etwas wünschen, egal was, und eine App erfüllt dir diesen Wunsch? Genau das ist das Grundprinzip der fiktiven App Wishlist der gleichnamigen Serie. Aber alles hat seinen Preis und am Ende wünschen sich die Protagonisten nichts mehr, als die App nie installiert zu haben.

Die Webserie Wishlist geht in die nächste Runde

2016 sorgte die Produktion des öffentlich-rechtlichen Jugendsenders Funk bereits für Aufsehen. Im Dezember 2017 geht sie endlich in die zweite Runde. Doch was verbirgt sich hinter dem ominösen Titel?

Die Prämisse erinnert zunächst an den Film Nerve aus dem gleichen Jahr. Eine mysteriöse App kommt auf den Markt und geht bei Jugendlichen in Umlauf. Möchte man seinen Wunsch erhalten, muss man auch eine entsprechende Gegenleistung erfüllen. Je größer der Wunsch, desto schwieriger oder verheerender die Aufgabe. Irgendwann geraten die Ereignisse so außer Kontrolle, dass sich die Protagonisten rund um die 17-jährige Mira dazu entschließen, die App und diejenigen die dahinter stecken zu zerstören.

Die Beta-Phase ist vorbei

Hinter der Idee zur Serie steckt Autor Marcel Becker-Neu, Produzenten sind Marc Schießer und die Youtuberin Christina Ann “Hello Chrissy” Zalamea. Gedreht wurde das Ganze in 4K und die Serie hat trotz des Status als Webserie dadurch einen sehr professionellen Look. Bereits über 130 Tausend Abonennten (Stand Dezember 2017) bestätigen den Erfolg des Projekts. Mit der ersten Folge der zweiten Staffel “Die Beta-Phase ist vorbei” geht es nun weiter. Hier gibt’s den Trailer zur 2. Staffel, wer Angst vor Spoilern hat oder die 1. Staffel noch nicht gesehen hat, kann diesen aber auch gerne überspringen.

Gelobt wird an der Serie der medienkritische Aspekt neuen Medien und dem Umgang junger Erwachsener damit. Das Format erinnert damit an die britische Produktion Black Mirror, die gleichermaßen aktuelle Technologien und Medien aus einer beinahe dystopischen Perspektive betrachtet.

Funk – Öffentlich-Rechtliche in “hip”?

Verantwortlich für die Serie ist wie bereits erwähnt das Medienangebot Funk, das von ARD und ZDF getragen wird. Das Angebot ging selbst erst zum 1. Oktober 2016 an den Start und richtet sich vor allem an Jugendliche und junge Erwachsene.

Die öffentlich-rechtlichen haben ja bekanntlich generell ein eher angestaubtes Image. Da sind neue Formate, gerade aus dem Online-Bereich, erfrischend und bekommen durch Funk die nötige finanzielle Unterstützung. Neben Wishlist werden durch Funk zudem das deutsche Youtube-Urgestein Coldmirror, das GIGA-Erbe Game Two und das Kliemannsland unterstützt.


Screenshot by Lisa Kneidl via Youtube


Weiterlesen »

80er in 8-Bit – Stranger Things: The Game

Stranger Things The Game (adapted) (Screenshot by Lisa Kneidl via Netflix & BonusXP)

Es war der Serien-Überraschungs-Hit im Jahr 2016. 80er-Retro-Charme, ein Synthesizer-Soundtrack und ein Setting das an einen Steven King Roman erinnert. Durch diese Erfolgsformel gelang dem Netflix-Original Stranger Things binnen kürzester Zeit der Kultstatus. Es dauert nicht lange, bis man die Bewohner der fiktiven US-Kleinstand Hawkins ins Herz schließt. Für jeden der nicht genug von Eleven, Mike, Dustin und Co. bekommt, gibt es jetzt das passende Smartphone Game.

80er in 8-Bit

Im Oktober 2017 erschien die lang erwartete 2. Staffel der beliebten Serie Stranger Things. Um die – über ein Jahr lang andauernde – Wartezeit zwischen den Staffeln zu überbrücken, brachte Netflix zusammen mit dem Studio BonusXP, Inc. eine passende App.

Das Gameplay ist relativ einfach, man bewegt seine Spielfigur simpel per Tapping auf den Bildschirm fort. Gleiches gilt für das Interagieren mit Gegenständen, anderen Charakteren oder Kampfsituationen. Kleine Rätsel und die aus der Serie bekannten Charaktere werten das Spiel auf. Denn obwohl das Spiel recht simpel gehalten ist und relativ kurzweilig ist, macht es großen Spaß, sich im 8-Bit Hawkins zu bewegen.

Kostenlos und werbefrei

Was mir besonders gefällt ist, dass die App komplett kostenlos ist, aber gleichzeitig auch nicht auf nervige In-Game Werbung zurückgreift. Das ist oft ein böses Omen für ein schlechtes Spiel. Bei Stranger Things ist das aber nicht der Fall, es ist komplett kosten- und werbefrei, aber macht gleichzeitig großen Spaß und bietet viel Raum für Interaktion. So hat jeder Charakter eine passende Fähigkeit für die jeweilige Situation. Die Jäger und Sammler unter den Spielern kommen aber durch die Sammelobjekte auch auf ihre Kosten.

Wenn ihr also nach dem Binge-Watching doch wieder Sehnsucht nach Hawkins und deren charismatischen Bewohnern rund um Eleven, Chief Hopper und Co. habt, dann holt euch Stranger Things: The Game kostenlos für iOS und Android. Notwendig dafür sind minimal die Versionen iOS 9.0 und Android 4.4.


Screenshots by Lisa Kneidl


Weiterlesen »

Fit und entspannt mit dem iPhone: Die 5 besten Yoga-Apps

YogaApps-HEADER-2zu1 Yoga-Apps iOS

Wenn es draußen kühler wird und die Blätter sich gelb und rot verfärben, bis sie schließlich vom nächsten Windstoß auf den Boden getragen werden, wissen wir: es ist Herbst. So schön es auch anzusehen ist, werden wir in den kälteren und dunkleren Jahreszeiten oftmals müde und kraftlos. Um also beim nächsten Couch-Marathon nicht für immer in der Sofaritze zu verschwinden, müssen wir Körper und Geist wieder in Bewegung bringen. Dafür eignen sich Yoga-Apps hervorragend. Es verhilft zu neuer Energie, baut stress ab und wer weiß, vielleicht können sie uns auch noch zu einem knackigen Hintern verhelfen.

Wie schlimm kann es also sein? Egal ob Anfänger oder Yoga-Meister: Eine kleine Hilfestellung kann uns allen nicht schaden und womöglich sogar motivieren. Aus diesem Grund möchte ich euch die meiner Meinung nach fünf besten Yoga-Apps für das iPhone vorstellen. Alle Yoga-Apps stehen zum kostenlosen Download zur Verfügung, sodass der innere Schweinehund zumindest kein preisliches Gegenargument hervorbringen kann.

1. Asana Rebel

Beginnen wir mit der Nummer 61 aus der App-Store Kategorie „Gesundheit und Fitness“: Asana Rebel.

Diese Yoga-App aus Berlin bietet eine Vielzahl von Funktionen, die ihr erst sehen könnt, wenn ihr euch einen Account angelegt habt. Wahlweise könnt ihr euch per E-Mail oder Facebook anmelden. Zu Beginn wählt ihr euer Ziel aus, welches entweder „Fit werden“ oder „Gewicht verlieren“ ist. Auf dem Startbildschirm von Asana Rebel angekommen, könnt ihr eines aus fünf kostenlosen Workouts wählen. Diese bestehen aus einer guten Mischung an Übungen, die alle einen anderen Fokus besitzen und unterschiedlich lang sind. Zudem gibt es täglich kleinere Fünf-Minuten-Workouts, die ebenfalls kostenlos sind.

Wollt ihr Zugriff auf alle Inhalte der App haben, müsst ihr den Premium-Zugriff aktivieren. Für Starter gibt es ein dreimonatiges Abonnement für 12,66 Euro pro Monat (ihr zahlt beim Checkout 37,99 Euro). Für eine zwölfmonatige Laufzeit kostet das Abo 4,92 Euro pro Monat (ihr zahlt beim Checkout 58,99 Euro). Wollt ihr für immer einen Premium-Zugriff haben und habt gerade 329,99 Euro übrig, gehört dieser euch.

Die Workouts kommen als Video-Einheiten auf eurem iPhone daher. Die angenehm gesprochenen Anweisungen begleiten die Übung und erklären die gerade gezeigte Pose. Das Workout könnt ihr jederzeit pausieren und ihr habt sogar eine Auswahl an Musikstücken, die im Hintergrund gespielt werden. Während der Einheiten läuft auf eurem iPhone-Display ein Timer mit. So könnt ihr den zeitlichen Rahmen verfolgen. Die Übungssequenzen können außerdem heruntergeladen werden. Diese Funktion steht aber nur mit dem Premium-Zugriff zur Verfügung. Zudem bietet euer Profil bei Asana Rebel einen Kalender, in dem ihr festhalten könnt, wann und wie viele Workouts ihr gemacht habt und wie viele Kalorien ihr dabei verbrannt habt.

Ein bisschen Übung schadet nie: Schwierig für Anfänger

Trotz der guten Nutzbarkeit ohne Abonnement ist die Yoga-App von der Asana Yoga GmbH aus Berlin für Anfänger nur bedingt geeignet. Die einzelnen Posen werden zwar gezeigt und beschrieben, jedoch wird dabei nicht genug ins Detail gegangen. Ich habe zwar bereits etwas Übung, dennoch finde ich, dass gerade bei Anfängern mehr darauf geachtet und kommentiert werden sollte, welche Muskeln bei den einzelnen Übungen beachtet werden müssen. Zudem vermisse ich, dass die gesprochenen Anweisungen nicht auf mögliche Haltungsfehler hinweisen. Die Atmung wird ebenfalls etwas vernachlässigt. Der Timer ist zwar ganz nützlich, wenn es darauf ankommt, ich hätte mir aber gewünscht, dass man diesen ein- und ausblenden kann.

Alles in allem ist Asana Rebel eine schöne und strukturierte App. Wenn man bereits etwas Übung besitzt oder andere Yoga-Apps bereits kennt, kann man mit den kostenlosen Workouts eine Menge erreichen. Will man aber das volle Potenzial der App nutzen, muss man den Premium-Zugang freischalten. Dieser kann sich aber durchaus lohnen und ist immer noch günstiger als ein Yoga-Kurs oder eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio. Asana Rebel stellt den dynamischen Yoga-Stil ganz klar in den Vordergrund – die Bezeichnung „Asana“ für „Körperhaltungen“ verrät dies bereits. Wem es beim Yoga also eher um die Meditation geht, für den ist die App eher ungeeignet.

2. Daily Yoga

Beim Stöbern durch die unterschiedlichen Yoga-Apps ist mir eine weitere Anwendung ins Auge gefallen: Daily Yoga. Ähnlich wie bei Asana Rebel müsst ihr für die Nutzung von Daily Yoga einen Account anlegen. Einige Workouts stehen euch auch hier kostenlos zur Verfügung. Für die volle Nutzung der App müsst ihr aber wieder einen Premium-Zugriff buchen. Im Gegensatz zu Asana Rebel gibt es bei Daily Yoga immerhin mehrere kostenlos nutzbare Übungssequenzen. Zudem ist der Premium-Zugriff bei Daily Yoga günstiger zu haben. Es gibt dabei zwei Optionen: Silber und Gold. Erstere ist bereits für 1,87 Euro pro Monat bei einjähriger Laufzeit zu haben.

Damit schaltet ihr sieben Privilegien frei, wie beispielsweise die Nutzung aller Pro-Kurse, Werbefreiheit, das Deluxe-Music-Packet und die Möglichkeit, die App auf fünf Endgeräten gleichzeitig zu nutzen. Mit der Gold-Option, die ihr für 3,42 Euro pro Monat bei ebenfalls einjähriger Laufzeit haben könnt, schaltet ihr zwölf Privilegien frei. Zusätzlich bekommt ihr hier alle Workshops, einen auf euch abgestimmten Yoga-Plan, erweiterte Gesundheitsdaten und die Nutzung auf acht Endgeräten gleichzeitig.

Daily-Yoga_-Erlerne-die-Yoga-Praxis-im-12-tägigen-Einsteigerkurs

Auch Daily Yoga setzt wie andere Yoga-Apps auf Übungsvideos mit angenehmen Audio-Anweisungen und sanften Hintergrundklängen. Die Workouts könnt ihr jedoch nicht sofort abspielen, sondern ihr müsst sie vorher herunterladen. Diejenigen unter euch, die das chronische „Kein Speicherplatz“-Syndrom kennen, wird das sicherlich nicht sehr freuen. Nichtsdestotrotz gibt den Punkt „Download-Management“, unter dem ihr Übungen, die euch nicht gefallen oder ihr nicht mehr benötigt, löschen könnt.

Es wirkt ein wenig so, als würden die Entwickler gerade erst die deutschsprachige Version einführen. Einige Inhalte findet ihr auf Deutsch, andere nur auf Englisch. Mich persönlich stört es nicht zwingend. Es sei aber trotzdem gesagt, denn nicht jeder möchte Yoga-Apps auf einer anderen Sprache nutzen.

Schritt für Schritt mit Yoga-Apps besser werden – auch als Anfänger

Ich kann Daily Yoga für Anfänger definitiv empfehlen, da die App auf eurem iPhone mit einem zwölftägigen kostenlosen Einstiegskurs daher kommt. Dabei werden Grundlagen Schritt für Schritt erklärt. Angefangen bei der richtigen Atmung über das richtige Sitzen bis hin zu flüssigen Bewegungsabläufen. Wenn man die Anweisungen genau beachtet, kann man ein gutes Gespür für die Yoga-Praxis entwickeln. Grundsätzlich sollte man jedoch, wenn man Yoga korrekt erlernen möchte, zumindest einmal eine richtige Yoga-Stunde besuchen.

Daily Yoga ist also eine App, die euch ähnliche Funktionen wie andere Yoga-Apps, zum Beispiel Asana Rebel, bietet. Für Anfänger ist sie jedoch ein wenig besser geeignet, es gibt mehr kostenlose Inhalte und ist in der Premium-Version günstiger. Wen es nicht stört, dass einige Workouts auf Englisch sind (was sich vielleicht noch ändert), dem bietet Daily Yoga eine schöne App für die Yoga-Praxis.

3. Down Dog

Benannt nach der typischen Yoga-Pose ist Down Dog eine App, die neben anderen Yoga-Apps einen sehr schlichten und übersichtlichen Eindruck macht. Sie kommt ohne viel Schnick-Schnack daher und ist intuitiv bedienbar.

Es werden verschiedene Kurse für fünf unterschiedliche Schwierigkeitsstufen angeboten, was mir sehr gut gefällt. Dabei könnt ihr entscheiden, wie lang die Übung sein soll. Das funktioniert so: Ihr wählt erst, ob ihr eine volle Übung, eine kurze Übung, einen kurzen Flow oder eine Entspannungsübung machen möchtet. Dann wählt ihr euer Level, ich habe es mal mit „Intermediate 2“ probiert, was gut gepasst hat, da ich seit circa zehn Monaten Yoga praktiziere. Zuletzt könnt ihr auswählen, wie lang die Übung sein soll und schon startet der Download. Die heruntergeladenen Übungen sind nachträglich löschbar, ähnlich wie bei Daily Yoga.

Mein-Down-Dog-Lieblingsfeature_-Springe-zur-vorherigen-oder-folgenden-Pose-1024x576

Die Übungen werden zwar als Video mit gesprochenen Anweisungen und Musik dargestellt, aber im Vergleich zu anderen Yoga-Apps besteht ein markanter Unterschied. Down Dog bietet eher eine Aneinanderreihung von Fotos der Yoga-Trainerin, die die gerade gewünschte Übung ausführt. Ich finde jedoch, dass es den Videos trotzdem an nichts fehlt, da die Audio-Anweisungen sehr deutlich sind. Der visuelle Part dient hier eher dem Zweck der Hilfestellung.

Die Musik könnt ihr während der Übung beliebig verändern. Dafür skippt ihr einfach die Songs, bis euch einer gefällt. In den Einstellungen könnt ihr zuvor auch auswählen, aus welcher app-eigenen Playlist die Songs kommen sollen. Zudem könnt ihr euch den Namen der gerade gezeigten Pose auf Englisch oder in Sanskrit anzeigen lassen, oder eben nicht. Sobald ihr den Bildschirm berührt, pausiert die Übung und ihr könnt von dort aus zu der nächsten oder vorherigen Position gelangen, was mein Lieblingsfeature von Down Dog ist.

Down Dog überzeugt mit viel kostenlosem Inhalt

Trotz der Funktionalität und guten Übersichtlichkeit gehört Down Dog zu den Yoga-Apps, die sich eher für Fortgeschrittene eignen. Es gibt keine einführenden Workouts oder an die Posen heranführenden Sequenzen. Dafür werdet ihr unter dem Punkt „Pose Breakdowns“ auf den YouTube Channel von Adrienne Kimberley Yoga weitergeleitet, wo alle Posen als ausführliches Video vorhanden sind. Wen das als Anfänger nicht stört, kommt so ebenfalls Schritt für Schritt an die Yogaübungen heran.

Alle beschriebenen Features – und das sind nicht wenige – sind kostenfrei. Es gibt auch bei Down Dog die Möglichkeit, eine Premiumversion zu buchen, jedoch konnte ich nicht herausfinden, wie viel mehr ihr dafür bekommt. Die Kosten dafür belaufen sich auf entweder 8,99 Euro pro Monat oder 56,99 Euro im Jahr.

Einziges Manko: Die App gibt es nur auf Englisch. Wer das gut genug beherrscht, bekommt mit Down Dog eine funktionale und übersichtliche App. Die App bietet euch eine Vielzahl von Einstellungsmöglichkeiten, so dass ihr genau das aus der App holen könnt, was ihr braucht. Wer aber lieber mit klassischen Trainingsvideos Yoga macht, für den ist Down Dog nicht unbedingt das Richtige, da bei der Übung nur Fotos der Posen gezeigt werden.

4. Gotta Yoga

Die komplett deutschsprachige App Gotta Yoga punktet mit einem süßen Design im Comic-Stil und Übersichtlichkeit auf eurem iPhone. Hier wirkt viel Liebe zum Detail auf eure Sinne. Auch diese App bietet wieder Übungssequenzen in Form von Videos, mit denen ihr Yoga praktizieren könnt.

Die App ähnelt im Aufbau den vorherigen, kann aber mit einigen netten Details punkten. Auch Gotta Yoga kann mit einer intuitiven Bedienung überzeugen. Während der Yoga-Sequenz könnt ihr die App durch Berührung auf dem Display pausieren. In diesem Zustand könnt ihr sehen, wann welcher Abschnitt der Übung kommt und, wenn nötig, vor- oder zurückspulen. Die Stimme, die euch anweist, ist sehr beruhigend und die harmonischen Klänge im Hintergrund lassen euch abschalten.

Gotta-Yoga_-Hübsches-Design-und-übersichtliche-Nutzeroberfläche

Leider könnt ihr kostenlos nur eine Übungsreihe nutzen, je nach dem, ob ihr zu Beginn angegeben habt, dass ihr Anfänger oder Fortgeschrittene seid. Das Abonnement, um den vollen Umfang der App nutzen zu können, beläuft sich auf 9,99 Euro pro Monat. Momentan gibt es einen 50 prozentigen Nachlass auf die Ein-Jahres-Version, die ihr euch statt 79,99 Euro für lediglich 39,99 Euro klicken könnt.

Was mir bei Gotta Yoga als kleines Feature sehr gut gefällt, ist der Yoga-Baum. Zu Beginn seht ihr nur Wiese, doch sobald ihr mit der Yoga-Praxis loslegt, fängt ein kleiner Baum an zu wachsen. Der Gedanke dahinter ist wirklich sehr schön: Der Baum wächst mit euch.

5. Yogaia

Abschließend möchte ich euch die App Yogaia nicht vorenthalten. Die App unterscheidet sich ziemlich von den anderen vorgestellten Yoga-Apps. Denn diese englischsprachige App konzentriert sich vor allem auf Live-Sessions. So fühlt es sich schon fast an wie eine richtige Yoga-Stunde. Ihr könnt euch für die Kurse anmelden oder ihr seht euch Aufzeichnungen der vergangenen Übungen an. Dabei gibt es viele unterschiedliche Trainer, die euch durch die Übungen führen.

Eine aufgenommene Sequenz ist kostenlos, für alle anderen Inhalte müsst ihr zahlen: 15 Euro pro Monat bei dreimonatiger Laufzeit oder zehn Euro pro Monat bei einjähriger Laufzeit. Yogaia ist von allen vorgestellten Yoga-Apps die einzige, bei der ich sagen würde, dass man die Zahlungsoption tatsächlich braucht, da ein einziges kostenloses Workout recht wenig ist. Doch dafür bekommt ihr Live-Sessions, bei denen ihr sogar eure Kamera einschalten könnt und somit Feedback vom Trainer erhaltet. Fast wie ein echter Kurs. Und trotzdem viel günstiger.

Keep calm and Yoga on

Nun liegt die Entscheidung bei euch: Probiert euch gerne durch die unterschiedlichen Yoga-Apps. Habt ihr einmal die passende Yoga-App für euer iPhone gefunden, dann nichts wie ran an die Yoga-Matten! Damit ihr endlich der Müdigkeit und Kraftlosigkeit trotzen könnt.

Namaste.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Applepiloten.


Screenshots / Teaser-Image by Jessica Julia Mrzik


Weiterlesen »

FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • JAMAIKA-VERHANDLUNGEN Netzpolitik.org: Jamaika-Verhandlungen: Das hätte das Ende der Vorratsdatenspeicherung sein können: Dieser Artikel von netzpolitik.org beleuchtet, zu welchen Ergebnissen die Sondierungsgespräche hätten führen können. Eine bessere Netzpolitik hätte die Jamaika-Koalition jedoch wohl nicht erreicht: So seien die Ergebnisse zu Netzpolitik und Digitalsierung kein „digital first“ und nicht wegweisend gewesen. Die selbe Themenliste von der Lobby der IT-Industrie sei verfolgt worden, wie unter der früheren Regierung Merkels: „Hier rächt es sich, dass zumindest auf Seiten von FDP und Bündnis 90/Die Grünen wohl keine Netzpolitiker in wichtiger Position mit am Tisch verhandelt haben.“

  • KRYPTOWÄHRUNG thenextweb: Trendy cryptocurrency startup pulls an exit scam after raising $375K in ICO [Update]: Die Spam-Mails von Bitcoin sind nicht genug: Eine neue Kryptowährung namens Confido hat kürzlich 374.477 USD in einem ICO gesammelt und ist daraufhin verschwunden – notleidende Händler strömen nun nach Reddit, um andere Kryptobefürworter vor dem aufstrebenden Unternehmen zu warnen. Das Unternehmen hatte versprochen, eine neue dezentralisierte, vertrauensfreie Zahlungslösung für das Online-Shopping einzuführen. Die Webseite ist nun jedoch heruntegefahren worden, ganz zufällig nachdem es einen Wertverlust von 90 Prozent hinnehmen musste, weil Anleger über ein Rechtsproblem informiert wurden, die die Entwicklung des Projekts auf unbestimmte Zeit stoppen wird.

  • BANKING-TROJANER Chip: Fünf Banken betroffen: Gefährlicher Trojaner plündert Konten: Warnung an alle Android-Nutzer: Sicherheitsforscher von Avast, Eset und SfyLab haben den Banking-Trojaner BankBot entdeckt, der über den Play Store etwa in Form von Taschenlampen-Apps und Solitaire-Spielen verteilt wurde. So fälschen die Apps nach der Installierung die Benutzeroberflächen fünf deutscher Banking-Apps, über die sie alle Eingaben wie Zugangsdaten und Kontodaten abfangen können. Unter anderem sind Apps der Banken Commerzbank, Postbank, DKB, Citibank und Comdirekt betroffen – international lassen sich jedoch rund 160 Institute zusammenrechnen.

Weiterlesen »

FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • AMAZON Caschys Blog: Amazon startet Null-Prozent-Finanzierung für eigene Hardware: In Zukunft gibt es beim Onlinehändler Amazon eine neue Möglichkeit die hauseigene Hardware zu finanzieren. Produkte wie die Fire Tablets, dem Fire TV oder den Echo-Modellen können nun in fünf monatlichen Raten abbezahlt werden. Hierbei entstehen laut Amazon weder Finanzierungskosten noch gibt es versteckte Zinsen oder Gebühren. Lediglich notwendig für eine fünf-monatige Ratenzahlung ist hier ein Wohnsitz in Deutschland, Luxemburg, Österreich oder in der Schweiz und ein Konto, das mindestens ein Jahr alt ist. Zudem dürfen sich Käufer keine Zahlungsverzögerungen geleistet haben.

  • GESUNDHEITS-APPS Heise: Datenschutzbeauftragter schlägt Gütesiegel für Gesundheits-Apps vor: Hinter Gesundheits-Apps können sich Risiken verstecken, wie Dieter Kugelmann, der rheinland-pfälzische Datenschutzbeauftragte, meint. Hierbei geht es um die Apps, bei denen Patienten ihre Werte eingeben und zur Vorsorge nutzen. Genau diese sensiblen Daten unterliegen dem Arztgeheimnis und sollten vor fremden Einblicken geschützt werden. Eine Zertifizierung dieser medizinischen Apps, würde daher von Vorteil sein, um die Sicherheit der Apps zu gewähren. Einige Hersteller zertifizieren ihre Apps selbst, wobei die Kriterien nicht klar auf das Verbraucher- und Datenschutzgesetz ausgerichtet sind. Derzeit wird daher gemeinsam mit der rheinland-pfälzischen Verbraucherzentrale überlegt, ob es möglich wäre ein Gütesiegel zu entwickeln, wo neben den Daten- und Verbraucherschutzaspekten auch die technischen Kriterien berücksichtigt werden, damit Ärzte und Patienten diese mit gutem Gewissen nutzen können.

  • IPHONEX Gamestar: iPhone X – Apple warnt vor Einbrenn-Effekten beim Display: iPhone X-Nutzer müssen bei ihren neuen Smartphones mit sogenannten Einbrenn-Effekten auf dem OLED-Bildschirm rechnen, wie Apple nun in einem Support-Dokument seine Nutzer warnt. Hierbei erkennt man immer kleine Andeutungen von Bildern oder zumindest Teile davon auf den Bildschirmen. Zustande kommen kann dies, wenn die Inhalte mit einem hohen Kontrast für längere Zeit auf dem Bildschirm gezeigt werden. Nutzer sollten daher die automatische Helligkeitseinstellung nutzen und darauf achten, dass das automatische Deaktivieren des Bildschirms auf eine möglichst kurze Zeit eingestellt ist. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass stets die aktuellste Version von iOS verwendet wird.

Weiterlesen »

FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • APPS Zeit: Populäre Apps gefährden ihre Nutzer: Wir alle haben unsere Lieblingsapps, doch sind diese auch immer so sicher, wie wir glauben? Thomas Jansen – ein Hamburger IT-Spezialist – hat sich die 200 beliebtesten, kostenlosen iOS-Apps genauer angesehen und festgestellt, dass sich in 111 Apps Sicherheitslücken befinden. Unter anderem ist auch die beliebte Shopping-App „Shein“ davon betroffen, denn Angreifer können hier die Log-in-Daten der Nutzer unerlaubt abfangen. Die Freigabe der Apps von Apple für den App-Store ist also nicht unbedingt immer eine Garantie für die Sicherheit. Jedoch möchte sich das Unternehmen zum Thema Freigabe und Sicherheit der Apps derzeit nicht weiter äußern.

  • WHATSAPP Chip: Vorsicht vor Fake-WhatsApp: Finger weg von dieser App: Vorsicht beim Installieren von Whatsapp-Business. Im Play-Store ist eine WhatsApp-Version für Unternehmen verfügbar, die unter dem Namen “Whatsapp-Business” zu finden ist. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um die angekündigte Version für Unternehmen, sondern um eine gefälschte. Bei dieser Version war schon der Name auffällig, da dieser mit einem kleinen a geschrieben wurde, anstatt mit einem großen, sowie es im Namen WhatsApp eigentlich geschrieben wird. Unternehmen sollten dringend darauf achten, dass sie lediglich offizielle und geprüfte Versionen von WhatsApp installieren.

  • BLUETOOTH Golem: Android will Bluetooth-Verbindungen vereinfachen: Android-Nutzer erwartet jetzt eine neue Funktion. Mit Fast Pair sollen Bluetooth-Verbindungen mit Kopfhörern einfacher vonstatten gehen. Hier müssen Nutzer ihre Kopfhörer nur noch einschalten, das Smartphone erkennt diese und verbindet sich automatisch mit ihnen. Allerdings müssen die Kopfhörer die neue Funktion unterstützen, damit diese sich verbinden können. Zudem muss das Android-Gerät mindestens über die Version Android 6.0 verfügen und Google Play-Dienste die Version 11.7. Diese Verbindung soll aber nicht nur für Kopfhörer gedacht sein, sondern vielmehr möchte Google Entwickler von Bluetooth-Zubehör, die ebenfalls Interesse an der Implementierung von Fast Pair haben, darum bitten, sich beim Unternehmen zu melden.

Weiterlesen »

Die „Ehrlichkeits-App“ Sarahah: Bestätigung um jeden Preis

Woman with Smartphone (adapted) (Image by Daria Nepriakhina) (CC0 Public Domain) via Unsplash

Seit ein paar Monaten gibt es eine englische Variante der App Sarahah (Arabisch für “Ehrlichkeit”). Mit ihr soll es anonym möglich sein, Teams am Arbeitsplatz konstruktive Kritik zu geben. Seitdem hat sie mehr als 300 Millionen Nutzer angezogen und gehört in über 30 Ländern zu den Top-Downloads im App Store. Aber Nutzer vermelden jetzt schon, dass sie belästigende und obszöne Nachrichten bekommen.

Der Entwickler von Sarahah erklärt, dass die App es Nutzern ermöglicht, „ein ehrliches Feedback von Mitarbeitern und Freunden zu bekommen“ und „die Selbstentfaltung zu fördern – alles Dank eines konstruktiven und anonymen Feedbacks“. Die Nutzer erstellen einen Account und erhalten einen Link, den sie dann auf den anderen sozialen Netzwerken teilen können. Dabei kann jeder, der Zugriff auf ihr Profil hat, anonyme Nachrichten senden. Dazu brauchen sie keinen eigenen Account.

In der arabischen Welt, in der die Redefreiheit sehr argwöhnisch beäugt wird, wurde die App schon für Liebeserklärungen, Homosexualität und alles Mögliche, was normalerweise verboten wäre, genutzt. Der 29-jährige saudische Gründer Zain al-Abidin Tawfiq war sich über den möglichen Missbrauch im Klaren und integrierte eine Blockier- und Filterfunktion, um diesen vorzubeugen. Aber mit nur drei Mitarbeitern kann das Unternehmen keine Millionen Nachrichten pro Tag kontrollieren.

Die englische Version der App ist bei Snapchat-Usern unter 25 Jahren weit verbreitet. Sie rutschte in die Download-Charts, als Snapchat ein Update rausbrachte, mit dem die Nutzer ihren Sarahah-Account verknüpfen konnten. Während einige Nutzer finden, dass Sarahah und andere ähnliche Ehrlichkeits-Apps den Nutzern Kraft geben das Selbstwertgefühl steigern, ist auch Cybermobbing ein Thema. Einige User nutzen die einseitige Anonymität aus, um gefahrlos ihren Freunden und Klassenkameraden all das zu sagen, was sie sich nicht trauen, ihnen ins Gesicht zu sagen.

In einer Bewertung der App im Google App-Store schrieb der Nutzer Jordan Adams:
Zuerst war es wirklich cool, solange es ein Scherz unter Freunden war und so. Dann hat einer meine Adresse gesendet und da bin ich richtig ausgeflippt. Daraufhin haben mir Leute einen Haufen perverses Zeug geschickt. Ich wollte meinen Account löschen, aber es war nicht möglich.

Ebenfalls auf Google Play schrieben die Eltern Paul und Olivia Parsons :
Unsere Tochter nutzte die App für einen Tag und bekam erst nette Kommentare, aber dann kamen langsam immer mehr fiese Sprüche… bevor Sie ihren Account löschte, forderte Sie jemand auf, sich umzubringen.

Nicht die Erste, auch nicht die Letzte

Für Forscher wie mich ist Sarahah wie der Murmeltiertag – aus dem Teufelskreis kommt man nicht mehr heraus. Im Jahr 2009 kam mit Formspring die erste der vielen halb-anonymen Kommentier-Apps heraus. Sie war nachweislich für Suizidfälle bei Jugendlichen in den USA und Großbritannien mitverantwortlich. Der Inhaber überarbeitete die Seite und wirkte bei Strategien zur Mobbingprävention mit. Doch das Originalkonzept wurde von einem lettischen Team für die App Ask.fm übernommen, was wieder eine Reihe von Selbstmorden nach sich zog.

Es gibt noch eine Reihe weiterer kontroverser Apps wie Yik Yak – die App wurde dieses Jahr eingestellt –, After School und Secret. Sie alle bieten ihren Nutzern das gleiche: eine manchmal schmerzhafte Möglichkeit, um herauszufinden, was die Leute “wirklich” von Ihnen denken. Außerdem erliegt der Nutzer schnell der Versuchung, sich jemandem gegenüber grausam zu verhalten, „der danach gefragt hat“.

Bei meiner Recherche auf Ask.fm und Formspring waren die jungen Mädchen vorwiegend in zwei Gruppen aufgeteilt. Es gab die Gruppe, die den Mobbern vorwarf, “Hass zu schicken”. Die andere Gruppe gab des Empfängerinnen die Schuld, weil sie sich bewusst angemeldet hatten. Einige Mädchen gaben an, die Nutzer, die sich über Mobbing auf anonymen Seiten beschweren, würden nur Aufmerksamkeit suchen. Sie sollten nicht online präsent sein, wenn sie so empfindlich sind. Vor allem sollten sie nicht “überrascht” darüber sein, dass nicht alle Kommentare positiv sind.

Genau die Art von Victim Blaming kann man auch bei Bewertungen auf Sarahah beobachten. Ein oft benutztes Beispiel, bei dem die App mit 5 Sternen bewertet wurde, lautet wie folgt:

An all die, die sich darüber beschweren, dass diese App Mobbing fördert, es stimmt überhaupt nicht. Es ist allein die Schuld des Nutzers, der sich für jeden online stellt, der anonym etwas über ihn sagen möchte. Es ist ganz einfach: Wenn du nicht gemobbt werden möchtest, solltest du die App nicht nutzen. Frag nicht nach Kommentaren und beschwere dich danach.

Gegenprüfung durch Fachkräfte

Diese Art des Victim Blaming missachtet das große Interesse der Menschen nach Bestätigung aus ihrem sozialen Umfeld. Leider sind die empfindsamen Gemüter hierfür besonders anfällig, vor allem die, die nirgendwo hineinzupassen scheinen oder bereits Erfahrung mit Mobbing haben.

Rachel Simmons von Odd Girl Out arbeitet mit jungen Mädchen und beschreibt diesen Wunsch, den gesellschaftlichen Wert zu ermitteln zu wollen als „giftiger, selbstverstärkender Kreislauf“. Diese einseitigen anonymen Apps wie Sarahah locken Ihre Nutzer mit dem Versprechen, eine Bestätigung aus ihrem sozialen Umfeld zu bekommen. Das kann man fast mit dem Verlangen nach Wasser in der Wüste vergleichen. Doch die Kommentare können vor allem deshalb kränken, weil sie von Personen kommen, die den Nutzer gut kennen. Sie kennen die geheimen Wünsche, sie wissen, was du neulich für Klamotten anhattest und was Du gesagt hast – und das alles können sie gegen Dich nutzen.

Wie geht man mit diesem Problem um? Das wiederholte Auftauchen dieser Apps und ihre hohe Popularität weisen darauf hin, dass sie einem tiefen Bedürfnis nachgehen und nicht so einfach verschwinden werden. Trotz allem bereiten sie oft Probleme, die sogar zum Selbstmord führen können. Aber es gibt so viele grundlegenden Schutzmaßnahmen, die einzuführen sind. Zunächst sollte man mehr Moderatoren einstellen, einen gut sichtbaren Meldebutton einrichten und kontrollieren. Zudem sollten sie mit Mobbingexperten zusammenarbeiten. Ask.fm hat das bereits getan.

Solche breit angelegten Maßnahmen kann allerdings nur ein bereits etabliertes Unternehmen treffen. Für ein Start-up mit klammen Mitteln könnte das komplizierter werden. Vielleicht liegt die Verantwortung am ehesten bei den App-Stores, die diese Apps beherbergen, wie beispielsweise Google und Apple. Diese personalintensiven und lukrative Unternehmen könnten sicherstellen, dass halbanonyme Nachrichtendienste bestimmte Mindeststandards erfüllen, bevor die Apps im Store erscheinen, statt einfach eine Bewertung der „Erziehungsberechtigten“ einzuführen, was die meisten Eltern sowieso nie zu sehen bekommen werden. Es gibt jede Menge Beispiele dafür, was diese Apps alles falsch machen. Es ist an der Zeit, dass sie anfangen, aus ihren Fehlern zu lernen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Woman with Smartphone“ by Daria Nepriakhina (CC0 Public Domain)


The Conversation

Weiterlesen »

VPN-Zensur: Apple beugt sich erneut Druck aus China

Apple Store (adapted) (Image by Robert_z_Ziemi) (CC0 Public Domain) via Pixabay

Apple hat still und leise zahlreiche Apps, die der Nutzung eines Virtual Private Network (VPN) dienen, aus seinem chinesischen App-Store entfernt. Darüber haben bereits mehrere betroffene Anbieter berichtet. VPNs sind ein wichtiges Werkzeug zur Umgehung von Überwachungs- und Zensurmaßnahmen und als solches der chinesischen Regierung ein Dorn im Auge. Es ist nicht das erste Mal, dass Apple aus opportunistischen Gründen legale und sinnvolle Apps aus seinem App-Store entfernt.

VPNs: Wertvoll gegen Überwachung und Zensur

Ein sogenanntes „Virtual Private Network“ oder VPN ist eine Möglichkeit, Daten sicher über eine eigentlich unsichere Verbindung zu übertragen. Hierzu verbindet sich die Nutzerin oder der Nutzer mit einem VPN-Server, der die Daten dann weiterleitet. Dabei werden die Daten in einem verschlüsselten „Tunnel“ übertragen.

VPNs schützen sensible Daten bei der Übertragung vor unbefugtem Mitlesen. Deswegen betreiben einige größere Unternehmen oder Bildungseinrichtungen ihre eigenen VPNs. Mitarbeiter, die auswärts arbeiten, können so ihre Daten sicher übertragen und dadurch sensible Interna schützen. Internet-Nutzer, die um ihre Privatsphäre besorgt sind oder kriminelle Angriffe auf ihre sensiblen Daten fürchten, können sich ebenfalls durch ein VPN schützen. Es gibt eine Reihe von kostenlosen wie auch kommerziellen Angeboten, die sich im Leistungsumfang unterscheiden.

Neben dem Schutz der Daten vor Überwachung und Angriffen sind VPNs aber auch ein wertvolles Werkzeug zur Umgehung von Zensurmaßnahmen. Durch die Verschlüsselung ist von außen nicht zu sehen, welche Daten wohin übertragen werden. Somit können missliebige Verbindungen nicht identifiziert und somit auch nicht zensiert werden.

Apple entfernt VPN-Apps

Apple hat offenbar eine ganze Reihe von Apps, die der Nutzung von VPNs dienen, aus seinem chinesischen App-Store entfernt. Das hat einen einfachen Grund: China führt im Rahmen der „Great Firewall of China“ umfangreiche Zensurmaßnahmen durch. Für Chinesinnen und Chinesen ist es sehr schwer, sich im Internet unabhängig zu informieren. VPNs würden eine Umgehung der Zensurmaßnahmen ermöglichen. Diese Möglichkeit ist der Regierung natürlich ein Dorn im Auge. Dementsprechend übt sie Druck auf Unternehmen aus, die Nutzung entsprechender Apps zu unterbinden.

Für Apple ist China (nach den USA) der zweitwichtigste Markt. Dementsprechend ist das Unternehmen aus dem kalifornischen Cupertino offenbar schnell bereit, aus wirtschaftlichen Gründen auch Apps, die weder gegen ein konkretes chinesisches (oder US-amerikanisches) Gesetz noch gegen Apples eigene Nutzungsbedingungen verstoßen, aus dem App-Store zu entfernen.

Wie Apple immer wieder politischem Druck nachgibt

Apples Verhalten ist nicht ohne Präzedenzfall. Schon mehrfach hat Apple auf politischen Druck hin legale und sinnvolle Apps aus seinem App-Store entfernt. So löschte der IT-Gigant ebenfalls auf Druck der chinesischen Regierung die App der New York Times aus seinem chinesischen App-Store, weil diese von vielen Chinesinnen und Chinesen genutzt wurde, um sich über Sachverhalte zu informieren, die der Zensur der chinesischen Regierung unterliegen. Dagegen spielte sich ein weiterer, in der Sache ähnlicher Vorfall in den USA ab. Dabei löschte Apple die Info-App „Metadata“. Diese informiert über Drohnen-Angriffe der US-Regierung und wurde von dieser offenbar als Kritik an ihrer Art der Kriegführung ausgelegt. Auf Druck aus Washington hin machte Apple auch diese App – trotz mehrfacher Beschwerden der Entwicklergruppe und zahlreicher Unterstützerinnen und Unterstützer – unzugänglich.

Apple wird seiner Verantwortung nicht gerecht

Apples Verhalten ist, vor allem, da es sich eindeutig nicht um einen Einzelfall handelt, ein Armutszeugnis. Natürlich ist der IT-Konzern ein profitorientiertes Unternehmen und will als solches Geld verdienen. Das darf jedoch nicht um jeden Preis geschehen. Wo freiheitliche Werte so eindeutig hinten angestellt werden – und das ohne ernst zu nehmende Bedrohung, einfach nur um der Bequemlichkeit und Gewinnmaximierung willen – wird Apple eindeutig seiner Verantwortung als einflussreicher Global Player noch nicht einmal ansatzweise gerecht.

Es wird Zeit, dass dieses Verhalten deutlicher kritisiert wird und Apple vor allem auch wirtschaftlich zu spüren bekommt, dass die Nutzerinnen und Nutzer einen solchen Verrat an der Meinungsfreiheit nicht ungestraft hinnehmen. Das Bankkonto und der Aktienwert scheinen nämlich die einzigen Werte zu dein, die Apple verteidigt.


Image (adapted) „Apple Store Hong Kong“ by Robert_z_Ziemi (CC0 Public Domain)


Weiterlesen »

FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • SMARTPHONEt3n: Smartphones machen dumm und unkonzentriert, auch wenn man sie gar nicht nutzt: Eine Studie mit rund 800 Smartphone-Nutzern der Universität Texas hat herausgefunden, dass die Anwesenheit eines Smartphones die Denk- und Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigt. Durch einige Computerbasierte Tests wurden diese Faktoren untersucht. Beispielsweise schnitten Nutzer am schlechtesten ab, die ihr Smartphone auf dem Tisch liegen hatten, am besten diejenigen, die es im Nebenraum liegen hatten. Die Anwesenheit des Smartphones verhindert konzentration, da sich das Gehirn darauf konzentrieren muss, nicht auf das Smartphone zu gucken.

  • APPS sueddeutsche: Stiftung Warentest: „Pokémon Go“ oder „Candy Crush“ sind nichts für Kinder: Stiftung Warentest und jugendschutz.net haben in einem aktuellen Test 50 Handyspiele auf Kinder- und Jugendschutz und Datenschutz untersucht. Viele der Apps, beispielsweise „Candy Crush“ oder „Pokémon Go“ wurden von den Testern als bedenklich eingestuft. Grund dafür sind zu aufdringliche Werben oder Aufforderungen zu In-App-Käufen. Einen ausreichenden Datenschutz bieten nur vier der in der Studie getesteten Apps. Stiftung Warentest empfiehlt Eltern mit ihren Kindern mitzuspielen um sie über Gefahren aufklären zu können, nicht altersgerechte Apps mit einer Kindersicherung zu sperren und während die Kinder spielen alle Internetdienste auszuschalten, da so Chatfunktionen oder Werbung unterbunden werden kann.

  • CYBERANGRIFFE handelsblatt: Cyberangriffe treiben Kosten langfristig nach oben: Nach der erneuten Cyberattacke, die auch in Deutschland einige Unternehmen befallen hat, schätzen Versicherer nun ein, dass die Kosten für Firmen drastisch ansteigen können. Es müssen mehr Gelder und langfristige Kosten eingeplant werden. Vielen fehle ein Verständnis der Konsequenzen der Cyberangriffe, sagte Lloyds-Chefin Inga Beale. Konsequenzen seien beispielsweise Abgang von Kunden und fallende Aktienkurse.

  • FACEBOOK techcrunch: Facebook now has 2 billion monthly users… and responsibility: Der US-Konzern Facebook jagt einen Rekord nach dem anderen. Facebook zählt mittlerweile 2 Milliarden monatliche Nutzer. Dreizehn Jahre nach Gründung von Facebook und nur 5 Jahre nach dem ersten Meilenstein kann Facebook dieses Wachstum verkünden. Gründe für den Anstieg der Nutzerzahlen ist die immer schneller werdende Innovation und Entwicklung im Technikbereich, der die Menschen miteinander über soziale Netzwerke wie Facebook vernetzt. Doch mit Wachsender Nutzerzahl werden nun auch Bedenken laut, dass sich Facebook mehr seiner Verantwortung bewusst werden solle.

  • FESTNETZ faz: Wozu noch Festnetz?:
    Brauchen wir das Festnetz überhaupt noch in Zeiten von Smartphones, wo doch alles schneller, mobiler und moderner geht? Kommunikation via Festnetz und generelles Telefonieren wird heutzutage sogar als leicht aufdringlich gesehen, viel diskreter hingegen eine kurze Nachricht per Whats-App. Doch das Festnetz bietet auch Vorteile, unabhängig vom Akku und Empfang, eine gute Akkustik und nicht wegzudenken, das Familientelefon. Die Traumkombination aus beiden bietet derzeit das Home Talk füs iPhone und Android.

Weiterlesen »

FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • AMAZON heise: Amazon Prime Reading: Prime-Mitglieder bekommen Lesestoff: Eine Amazon Prime Mitgliedschaft ermöglicht seinen Mitgliedern seit längerer Zeit schon schnellen Versand oder das Streaming von Filmen- und Serieninhalten. Jetzt kommen auch Leseratten in den Genuss einer Leseflatrate. Ohne weitere Zusatzkosten – außer der Prime-Mitgliedschaft – können nun hunderte E-Books, E-Magazine und Comics gelesen werden. Ein Amazon E-Reader ist nicht notwendig, lesen geht auch per Leseapp auf dem Smartphone und ist auf iOs und Android verfügbar.

  • ÜBERWACHUNG br: „Staatstrojaner“ passiert den Bundestag: Gestern hat die schwarz-rote Koalition im Bundestag das „Gesetz zur effektiveren und praxistauglicheren Ausgestaltung des Strafverfahrens“ verabschiedet – und das beinhaltet auch den Einsatz sogenannter Staatstrojaner. Künftig müssen also auch Hehler, Drogendealer und Steuersünder damit rechnen, dass Strafverfolger eine digitale Wanze auf ihrem Handy platzieren. Das war bislang nur bei schwersten Straftaten wie zum Beispiel terroristischen Anschlägen oder deren Vorbereitung erlaubt.

  • YOUTUBE techcrunch: YouTube chops 360 video in half with new VR180 format: Die Video-Plattform Youtube hat jetzt ein neues Videoformat vorgestellt – aus 360 wird 180 Grad! Das 360-Grad-Videoformat wird zwar nicht vernachlässigt, wird aber laut Youtube von VR-Videogestaltern nicht zum vollsten Potential genutzt. Produktions- und Hardwareprobleme seien ein Grund, wieso viele Videoschöpfer noch eher von VR abgeschreckt sind. Außerdem würden sich die Filmschaffenden meist eher auf den 180 Grad-Bereich direkt vor ihnen beschränken. Die Videos werden für mobile Headsets wie Cardboard oder Daydream bereitgestellt und werden auch Livestreaming unterstützen.

  • SNAPCHAT t3n: Snap Maps: Wie Snapchat sich Instagram vom Leib halten will: In der Welt der Social-Media-Apps ist es wohl ein Kampf der Titanen – Snapchat und Instagram liefern sich schon seit einiger Zeit einen heftigen Schlagabtausch. Die zu Facebook zugehörige Bilder-Plattform Instagram kopiert schon seit einiger Zeit schamlos Funktionen des Konkurrenten des Snap-Konzerns, wie die Story- oder Filterfunktion – und verbucht deutlich mehr Nutzer. Die fast schon „letzte Instanz“ für Snapchat soll jetzt eine Location-Sharing-Funktion namens „Snap Maps“ werden und das Teilen des eigenen Standorts mit Freunden für spontane Treffen zu ermöglichen oder besondere Events in der Nähe zu entdecken.

  • STEAM chip: Steam Summer Sale 2017 gestartet: Mit diesen Tipps gibt’s die besten Schnäppchen: Seit gestern 19 Uhr ist der halbjährliche Gamer-Shopping-Wahnsinn wieder in vollem Gange. Beim Steam Summer Sale werden bis zum 5. Juli wieder allerhand Schnäppchen-Games angeboten und die Spiele-Bibliotheken bis zum Zerbersten mit Titeln gefüllt, die man eh nie spielen wird. Zu den besten Angebotstiteln zählen „The Witcher 3: Wild Hunt“ oder der Unterwasser-Indie-Titel „Abzu“.

Weiterlesen »

Spyware: Wie dich dein Smartphone per Ultraschall ausspioniert

Teaser-Malware-Spyware

Das Smartphone ist unser Alltagsbegleiter Nummer 1. Besonders lukrativ ist das Geschäft mit den Mobilgeräten deshalb für die Werbeindustrie, die ihre Inhalte passgenau in unser tägliches Leben integrieren kann. Dass das die Unternehmen teilweise zu ernst nehmen, haben nun Wissenschaftler der TU Braunschweig aufgedeckt. Den Experten zufolge besitzen über 200 Android-Apps die Spionagesoftware Silverpush. Sie hören so den Nutzer per Ultraschallwellen ab und senden unbemerkt Informationen.

Hochfrequente uBeacons senden Nutzer-Informationen

Immer mehr Apps sind mit der einschlägigen Lauschtechnik des Herstellers Silverpush aus gestattet. Die mindestens 234 Android-Anwendungen sind mittlerweile auf Millionen von Geräten installiert und spionieren ihre Nutzer unwissentlich aus. Das haben Forscher der TU Braunschweig in einem entsprechenden Studienpapier auf einer Pariser Datenschutzkonferenz unlängst vorgestellt. Dafür untersuchten die Wissenschaftler über 1,3 Millionen Mobilanwendungen.

Das Prinzip ist alles andere als laienhaft. Kleine Datenpakete werden in eine von Menschen nicht hörbare Frequenz von 18 bis 20 kHz enkodiert und über die Lautsprecher von PC oder Smart-TVs ausgesendet. Das Smartphone wiederum nimmt diese „Klänge“ über das Mikrofon auf und entschlüsselt diese. Dafür muss die Anwendung nicht einmal gestartet sein, sie fängt die Ultraschallsignale im Hintergrund ab.

Funktionsweise-uBeacons-TU-Braunschweig
Vier Nutzungsszenarien für Spyware haben die Forscher der TU Braunschweig aufgedeckt. Graphic by TU Braunschweig

Beispiel: Nutzt ein Unternehmen in einem Werbespot diese Technologie, so erkennt das Mobiltelefon, dass der Clip geschaut wird. Im nächsten Schritt vervollständigt die Android-App das aufgenommene „Beacon“ mit Zusatzfunktionen des Nutzers wie Kennungen oder Metadaten. Anschließend sendet das Smartphone das Datenpaket per Internetverbindung an den Provider zurück. Dieser verfeinert mit den Informationen das Nutzerprofil und kann angepasste Werbung ausliefern.

Ortsbezogene, nutzerspezifische Werbung per Ultraschall

Mithilfe der Spyware lassen sich zudem Bewegungsdaten auswerten und mit dem Nutzerdaten abgleichen. Das Zauberwort lautet dabei „Location-Based-Marketing“. Beteiligte Händler erreichen durch die Anzeige von Coupons oder Rabattaktionen so potentielle Käufer und verfolgen ihr Verhalten im Laden. Eine perfide, allerdings legitime Art der Werbung. Zumindest wenn die Daten anonymisiert auf dem Server landen. Genau das ist allerdings der springende Punkt, denn den Forschern zufolge ist die De-Anonymisierung unkompliziert möglich.

Ähnliche uBeacons haben die Wissenschaftler bei Anbietern wie Lisnr oder Shopkick gefunden. Dort allerdings in geringerer Anzahl. Die Ultraschallsignale von Shopkick etwa konnten die Braunschweiger Forscher in vier von 35 untersuchten Läden in zwei europäischen Städten aufzeichnen. Der Unterschied zur Silverpush-Software: Der Nutzer öffnet absichtlich die Anwendung, um sich vor Ort Einkaufsvorteile zu verschaffen.

Keine uBeacons bei TV-Streams ausgesendet

Was den Einsatz der Technologie angeht, so kann Entwarnung gegeben werden. Die Forscher zeichneten die TV-Streams übers Internet aus sieben verschiedenen Ländern – darunter auch Deutschland – über mehrere Stunden auf und werteten die Informationen aus. Die Signale der uBeacons konnten dabei nicht ausfindig gemacht werden.

Ein Grund dafür ist die spezielle Komprimierung der Bild- und vor allem Audiodateien, die die Frequenzen von vornherein kappen. Lediglich bei direkten Rundfunkübertragungen über Satellit, Antenne oder neuerdings DVB-T2 können die hochfrequenten Signale ausgesendet werden.

Fazit: Datensammlung durch Spyware geschieht auch passiv

Mit der Studie, die im Rahmen des Projekts Vamos durchgeführt wurde, konnten die Wissenschaftler aufzeigen, dass die Profilerstellung der Nutzer nicht nur aktiv am mobilen Endgerät erfolgt. Längst haben Entwickler die Vorteile der Vernetzung von Informationen aller Art für sich entdeckt und versuchen so uns Nutzer ausnahmslos zu tracken und vor allem zu identifizieren. Eine neue Qualität der Verletzung der eigenen Privatsphäre ist die Folge. Bund und Länder sollten deshalb aktiv werden, um mögliche Auswirkung für Zukunft einzudämmen. Ansonsten könnte der gläserne Nutzer schon bald Realität werden.


Image (adapted) „Hacker“ by typographyimages (CC0 Public Domain)

Graphic by TU Braunschweig


Weiterlesen »

Innovations- und Technologie-Experte Kian Saemian: „Virtual Reality ist nicht der heilige Gral“

Image (adapted) by szfphy (CC0 Public Domain) via Pixabay

Praktisch jedes Unternehmen sehnt sich danach, „innovativ“ zu sein. Vor lauter Aktionismus tappen deswegen viele blindlings in die Falle von Technologie-Hypes. Wie Unternehmen auf sinnvollem Weg ihre „Zukunft durch Innovation“ sichern, stand jetzt im Mittelpunkt des gleichnamigen Branchentalks des Photoindustrie-Verbands (PIV). Über die Chancen und Risiken von Virtual Reality im Unternehmenseinsatz sprachen wir am Rande der Konferenz mit Kian Saemian. Er ist Senior Manager Business Development bei Mackevision, einem deutschen Spezialisten für Computer Generated Imagery, der unter anderem visuelle Effekte für die Blockbuster-Serie Game of Thrones produziert hat.

Julia Froolyks: Guten Tag, Herr Saemian. Wie viel Hype steckt noch im VR-Thema? Wie viel Wertschöpfung können Unternehmen tatsächlich schon damit generieren?

Kian Seamian: Stellen Sie sich vor, Sie stehen an einer Türe, hinter der sich ein extrem langer Gang befindet. Da, wo wir nun im Bereich VR stehen, haben wir die Türe aufgemacht und sind ein bis zwei Schritte gegangen. So würde ich den Stand von VR momentan beschreiben, in Bezug auf die Nutzung und Ausschöpfung dieser Technologie. Das heißt, es ist noch ein extrem langer Weg mit vielen Verbesserungen. Der tatsächliche Hype um VR ist mittlerweile aber stark abgeflacht, da VR-Brillen seit über einem Jahr final für den Massenmarkt existieren. Für mich sind VR, AR und Mixed Reality zukunftsweisend. Sie werden wichtige Bestandteile für Industrien in der Zukunft sein.

Welche Vorteile bietet Virtual Reality im Marketing gegenüber echten Erfahrungen?

Nehmen wir das Beispiel der Automobilbranche. Neue Showrooms und Flagship-Stores sind meistens direkt in der Innenstadt – also ist der Platz hier sehr begrenzt. Etwa in den Mercedes ME Stores stehen mittlerweile nur noch ein bis zwei Auto im Showroom. Das heißt, dass Kunden oft nicht mehr die Möglichkeit haben, ihr Wunsch-Auto anzufassen. Durch ein VR-Erlebnis kann der Kunde seine Wunschausstattung trotzdem erleben. Hierbei sitzt der Kunde tatsächlich in einem Autositz, kann sich bewegen und die Umgebung erkunden. Dann hat er die Möglichkeit die Materialien und Ausstattungen zu wechseln. Wir haben Zugang zu den Konstruktionsdaten der Hersteller. Von Design bis Engineering können wir die Daten verwenden, die ein Abbild der Realität quasi ein digitaler Zwilling sind. Dadurch können wir Logos, Knöpfe, Materialien und vieles mehr eins zu eins umsetzen. In diesem Sinn hilft VR-Technologie dabei, Sales-Prozesse zu verkürzen.

VR-Marketing sehe ich als riesigen Zukunftsmarkt. Nicht nur bei Autos, sondern auch in den Bereichen Architektur und Bauen. Hier können Gebäude und Räume geplant werden, Wohnungen können final in einer ausgesprochen guten Qualität konfiguriert werden. Ich sehe auch im Unterhaltungsbereich großes Potenzial. Zum Beispiel beim Konsumieren von Filmen. Virtuelle Realitäten bieten hier nicht nur das passive Ansehen von Filmen, sondern ermöglichen eine direkte Interaktion. Ein weiterer Punkt ist die Tourismus-Industrie. Mittels VR-Brille können Menschen andere Länder erkunden, die sie sonst niemals sehen würden.

Finden Sie das nicht erschreckend? Dann reist ja niemand mehr.

Es geht hier vor allem um Menschen, die nicht mehr reisen können oder nicht die finanziellen Mittel zur Verfügung haben. Erschreckend finde ich das nicht – die jüngeren Generationen werden eine ganz andere Sicht auf diese Technologien haben. Als das Internet noch jung war, da fanden Menschen das auch erschreckend und ungewohnt – heute sagt niemand mehr, dass er die Möglichkeiten des Internets erschreckend findet. Die Perspektiven auf die Technologien ändern sich generationenbedingt ständig und das wird meiner Meinung nach immer so bleiben.

PIV Mitgliederversammlung NETZ (100 von 259)
Kian Saemian – Image by Photoindustrie-Verband e.V.

Welche Breitenwirkung wird VR haben? Bleibt das vielleicht bloß eine Nische? Sollten Unternehmen VR vielleicht gleich überspringen und auf AR setzen?

Das ist ganz stark vom Nutzen der Technologie abhängig. Virtual Reality sowie Augmented Reality haben ihre Daseinsberechtigung. VR und AR konkurrieren nicht miteinander, sondern sind für unterschiedliche Zwecke sinnvoll. Beispielsweise wird es AR niemals schaffen, eine emotionale Situation so zu erzeugen, wie man es mit VR kann. Das liegt vor allem daran, dass eine VR-Brille den Verbraucher komplett abkapselt – dadurch liegt der Fokus komplett im Produkt und dem Erlebnis, da keine Ablenkungen stattfinden, wie sie bei AR durch die offene Umgebung passieren können. Das ist also ganz stark Situationsabhängig.

VR oder AR – wie können Unternehmen für sich die passende Technologie finden?

Zunächst einmal sollten Sie sich nicht von der Euphorie rund um eine Technologie in die Irre führen lassen. Die Konzentration auf einen Hype kann dazu führen, dass Unternehmen ihr Marketing völlig ineffizient ausrichten. Denn es kann sein, dass für das eigentliche unternehmerische Problem eine ganz andere Technologie in Frage kommt, die besser zum Unternehmen und zum Kunden passt. Dabei muss eine Firma sich selbst sehr gut kennen und wissen, wo überhaupt die Überlappung von Unternehmen und entsprechender Technologie stattfindet.

Wo liegt die Gefahr darin, wenn Unternehmen auf den falschen Trend setzen?

Im Bereich der VR beobachte ich, dass sehr viele Applikationen herausgebracht werden, die schlichtweg unausgereift sind. Das Potenzial dieser innovativen Energie wird dadurch überhaupt nicht genutzt. Das führt am Ende dazu, dass der Endkunde von der Technologie enttäuscht ist. Der Erfolg bleibt hier dann leider aus. VR ist nicht der heilige Gral. Genauso wenig wie alle dem „mobile first“-Mantra im blinden Gehorsam hinterherrennen sollen. Die Technologie muss zur Customer Journey passen.

Für welche Branchen ist VR-Marketing eher ungeeignet?

Das lässt sich natürlich nicht pauschal sagen. Ein Beispiel aus meiner Erfahrung wäre hier jedoch ein Unternehmen aus der Finanzbranche, das im letzten Jahr Interesse an einer VR-Experience gezeigt hat. Konkret ging es hier um ein VR-Terminal in einer Bank, bei dem ein Avatar mit den Kunden über Finanzfragen kommuniziert. Hier macht VR für mich jedoch absolut keinen Sinn, da eine VR-Anwendung in diesem Fall keinen Mehrwert für den Kunden bietet. Ein klassisches Beispiel für einen Staubfänger, der von Kunden nicht genutzt wird.

Inwiefern kann ein industrieübergreifender Austausch wie beim PIV Branchentalk dabei helfen, die passende Lösung zu finden?

Es gibt zahlreiche Industrien, die aktuelle und neue Technologien überhaupt nicht bewusst wahrnehmen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Entscheider über den Tellerrand hinausschauen und Möglichkeiten nicht verschlafen. Auf branchenübergreifenden Kongressen entstehen oft erst Anregungen für ganz neue Lösungen. Ein Beispiel aus der Medizinindustrie: Es lassen sich mittlerweile Phobien und Ängste mittels VR-Brillen therapieren. Dem ist ein branchenübergreifender Austausch vorangegangen, bei dem Menschen die Brücke zwischen VR und Gesundheitswesen geschlagen haben.

Bei künstlicher Realität geht es in erster Linie um visuelle Erlebnisse, also die Domäne der Imaging-Industrie. Inwiefern können Imaging-Firmen zum weiteren Erfolg dieser Technologien beitragen?

Gute Linsen und Sensoren sind entscheidend für gelungene VR-Erlebnisse. Hier sehe ich eine gute Chance für den klassischen Imaging-Markt, der sich in den letzten Jahren zum Glück immer weiter geöffnet hat – beispielsweise im Bereich 360-Grad-Kameras. Ein gutes Beispiel für Input aus der Imaging-Industrie ist die – allerdings nicht offiziell bestätigte Zusammenarbeit zwischen Zeiss und Apple an einer gemeinsamen Datenbrille.

Gibt es eine Technologie, die Sie neben künstlicher Realität in Zukunft ganz vorne im Bereich Imaging sehen?

Ich sehe quasi eine Explosion in den nächsten Jahren im Bereich der Lichtfeld-Technologie, die es erleichtert, Bilder nachträglich zu refokussieren. Das ist vor allem für den Otto-Normal-Verbraucher interessant, da auf diese Weise ein unscharfes Foto nachträglich gerettet werden kann. Zusätzlich wird die Lichtfeld-Technologie auch Bewegungen innerhalb eines Bildes ermöglichen.

Vielen Dank für das Gespräch.

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit dem Photoindustrie-Verband e.V. (PIV) entstanden.


Image (adapted) „Virtuelle Realität“ by szfphy (CC0 Public Domain)


Weiterlesen »

FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • ANDROID golem: Rechtemissbrauch ermöglicht unsichtbare Tastaturmitschnitte: Forscher haben kontrollierte Angriffe auf Android Apps durchgeführt und dabei Sicherheitslücken fast aller Android Versionen gefunden. Betroffen waren Apps, die die Funktion „Lay on Top“ nutzten, die zum Beispiel für Warnmeldungen oder unsichtbare Overlays verwendet werden können. Mit einem Missbrauch der Funktionen könnte von der Tastatur abgelesen oder sogar neue Apps installiert werden. Google reagierte mit einem Ausschluss von Apps, die diese Funktionen nutzen und kündigte an die Sicherheitslücke in Android O zu beheben.

  • TELEKOM handelsblatt: Verbraucherschützer fordern Verbot von „Stream On“: Der Bundesverband der Verbraucherzentrale hat die Telekom aufgefordert, ihren Datentarif mit Streamingangebot zu verbieten. Das Angebot verstößt gegen die Netzneutralität, da alle Daten diskriminierungsfrei zugänglich sein müssen. Der Dienst steht ebenfalls unter Prüfung der Bundesnetzargentur. Der Tarif, bei dem Streaming über bestimmte Dienste nicht mehr auf das Datenvolumen angerechnet wird, könnte die Wahlfreiheit der Verbraucher beeinflussen und sich negativ auf Innovation auswirken. Die Telekom äußerte Widerspruch, da jeder Anbieter Partner des Stream On Angebots werden kann.

  • CARSHARINGt3n: Car2Go und Drivenow: Daimler und BMW könnten Carsharing-Geschäft bündeln: Die beiden größten Carsharing Unternehmen kündigten an, ihre Angebote zu fusionieren. Schon im Dezember wurden in Gerüchten Fusionspläne behandelt, nun ist klar, dass bis zum Ende des dritten Quartals dieses Jahres DriveNow und Car2go unter einem neuen Namen fahren werden. Das neue Unternehmen soll ebenfalls offen sein auch weitere Partner aufzunehmen. So werden beispielweise myTaxi oder Moovel mitgehandelt. Mit der Verschmelzung der Unternehmen werden Daimler und BMW deutliche Marktführer für Mobilitätsdienste in Europa und stärken ihre Marktposition gegen Fahrdienste wie Uber aus Amerika.

  • KI heise: Apple: KI-Prozessor für iPhones: Nach Google zieht jetzt auch Apple nach und entwickelt nun Prozessoren für Algorithmen Künstlicher Intelligenz. Funktionen wie der Sprachassistent Siri oder Worterkennung auf der Tastatur zeigen Aufgaben von künstlicher Intelligenz. Quellen behaupten, dass schon auf der Entwicklerkonferenz „WWDC“ für Mac und iOS-Entwickler die „Apple Neural Engine“ angekündigt werden soll. Momentan arbeiten alle großen Unternehmen, führend Google und Nvidia an der Entwicklung von kleinen Prozessor-Chips. Funktionen wie maschinelles Lernen, Deep Learning oder Cognitive Computing nehmen noch große Rechenzentren in Anspruch.

  • LEAKS spiegel: So funktioniert digitale Desinformation: Das Thema Leaks ist besonders in der heutigen Zeit von Cyberangriffen wie WannaCry wieder in den Fokus gerückt. Vor einer Woche ist ein Bericht über russische Missinformationsmethoden aufgetaucht. Hacker manipulieren digitale Dokumente und verschaffen sich zum Beispiel über E-Mail Konten Zugang zu den Daten. Laut dem Toronto „Citizen Lab“ stellen diese manipulierten Dateien in einem Kontext von echten Dokumenten ein Problem dar, da sie nicht ausgiebig auf Ihre Echtheit überprüft werden.

Weiterlesen »

FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • MP3 t3n: MP3 ist jetzt offiziell tot: Das Ende einer deutschen Erfolgsgeschichte: Es hat den iPod groß gemacht, und was vielen nicht bekannt ist – das Format MP3 ist eine deutsche Erfolgsgeschichte. Jetzt hat das Frauenhofer Institut die Einstellung des Formats angekündigt. Die Patente laufen aus. Das bedeutet nicht, dass es vom Markt verschwindet, sondern dass es nicht weiterentwickelt wird. Der Fokus liege nun auf anderen Medien. Zum Beispiel das AAC-Format sei dem Komprimierten MP3 Format deutlich überlegen. Apple nutzte beispielsweise bei seiner Einführung des iTunes-Stores das AAC-Format.

  • STREAMING golem: Root lässt Netflix-App aus dem Play Store verschwinden: Manche Nutzer von gerooteten Android-Geräten können die Streaming-App Netflix nicht mehr herunterladen. Das Unternehmen habe sich bewusst für diesen Schritt entschieden. Grund dafür ist, dass sich Netflix an Googles Widevine-DRM-System hält und nur noch auf von verifizierten Geräten kompatibel ist. Manche Root-Systeme können die App dennoch finden. Bis jetzt kann der Service noch problemfrei genutzt werden.

  • RANSOMWARE handelsblatt: So wappnen sich Nutzer gegen Cyber-Erpresser: Die Erpresser-Software „Wanna Cry“ beschäftigt die Digitale Welt. Die Erpressungs-Software richtete sich weltweit auf Rechnern ein und verschlüsselte Daten. Betroffen waren neben Privatnutzern auch Krankenhäuser und Großkonzernen wie der Deutschen Bahn. Experten analysieren die Spuren der Hacker und sprechen erste Theorien aus, dass der Angriff aus Nordkorea kommen könnte. Außerdem warnen sie vor erneuten Angriffen, die bis zum jetzigen Zeitpunkt ausblieben. Experten sprechen Tipps aus, wie man sich gegen einen Cyberangriff wappnen kann.

  • ZALANDO gruenderszene: Zalando liefert bald direkt zum Kunden – egal, wo der sich gerade befindet: Das Start-Up Parcify soll nun dafür sorgen, dass Pakete auf den Meter genau zum Kunden geliefert werden. Gemeinsam mit dem Online-Versandhaus Zalando wird der Service nun in Belgien getestet. Um an dem Lieferungssystem teilzunehmen muss man sich die Parcify-App herunterladen und per GPS orten lassen. Wenn sich der Kunde zu einem festgelegten Zeitpunkt im Liefergebiet des Unternehmens aufhält, kann die Sendung auch in einem öffentlichen Ort angenommen werden. Wann und ob der Service auch in Deutschland angeboten wird, ist noch nicht bekannt.

  • AUTONOMES FAHREN new york times: Lyft and Waymo Reach Deal to Collaborate on Self-Driving Cars: Der Google-Schwesterkonzern Waymo, ehemals das Google Self-Driving Project, und der Fahrdienstvermittler Lyft sind eine Allianz eingegangen um die Entwicklung für autonomes Fahren voranzutreiben. Gemeinsam wollen sie die Vormachtstellung auf dem US-Markt festigen. Waymo möchte nun gemeinsam mit Lyft die entwickelte Technik in der Praxis testen. Die Vereinbarung zwischen Waymo und Lyft ist ebenfalls strategisch gegen den Konkurrenten Uber gerichtet, welcher angeblich vertrauliche Technologiedaten von Google-Entwicklern gestohlen habe.

Weiterlesen »

FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • E-BAN sueddeutsche: Laptop-Verbot auf USA-Flügen zeichnet sich ab: Reisende in die USA dürfen wahrscheinlich in Zukunft ihren Laptop nicht mehr im Handgepäck mitführen. Das Verbot für Elektronikgeräte betraf zuvor nur eine zehn Flüghäfen in Nah Ost, soll jedoch auch auf Europäische Flughäfen ausgeweitet werden, so die Sicherheitsbehörden der Vereinigten Staaten. Die folgenden Sicherheitskontrollen können nicht nur zu erheblichen Verspätungen führen, sondern auch einem Buchungsrückgang für Fluggesellschaften. Derzeit ist noch unklar wann genau der E-Ban eintritt, es müssen noch viele Fragen geklärt werden.

  • FACEBOOK golem: Facebook geht gegen Ad-Schleudern vor: Beiträge von Webseiten, die mit minimalem Inhalt und viel Werbung, sollen demnächst durch einen neuen Algorithmus aus dem Newsfeed der Nutzer herausgefiltert und weniger angezeigt werden. Einige Beispielseiten wurden in eine künstliche Intelligenz eingespeist und diese soll ähnliche Webseiten identifizieren und filtern. Für Contentproduzenten, die Wert auf Inhalte legen könnte das einen Zuwachs von Lesern bedeutet, da ihre Posts deutlich häufiger angezeigt werden sollen.

  • POWERPOINT t3n: Powerpoint kann Präsentationen jetzt in Echtzeit übersetzen: Ab sofort keine Sprachbarrieren mehr bei Powerpoint Präsentationen. Microsoft stellte auf der Entwicklerkonferenz Build eine neue Funktion für das Präsentationsprogramm vor, mit der Folien in Echtzeit übersetzt werden können. Die Übersetzungen sollen als Untertitel angezeigt werden. Bis jetzt kann die Erweiterung insgesamt zehn Sprachen verstehen, unter anderem auch Deutsch. Die Funktion soll nicht nur Übersetzungsschwierigkeiten beheben, sondern auch für Hörgeschädigte eine Erleichterung sein.

  • STREAMING welt: Amazon veranstaltet künftig exklusive Konzerte: Wo sind die Grenzen für die Angebote des Internetriesen aus Seattle? Nach Tablets, E-Readern, Smart-Homes und Streaming will Amazon zukünftig auch Konzerte über seinen Prime Service übertragen. Die Konzerte sollen eine begrenzte Zuschauerzahl haben, um eine Exklusivität zu garantieren. Andere Streaming Services wie Netzflix haben ebenfalls damit begonnen Shows von Stand-Up Comedians über ihre Plattform zu übertragen, Apple veranstaltet ebenfalls seit Jahren das Apple Music Festival – Live gestreamt für Nutzer. Ob Amazon in diesem Markt sein nächstes Standbein findet, wird sich zeigen.

  • UBER spiegel online: EU-Generalanwalt ergreift Partei für Taxibetriebe: In den USA ist der Fahrdienstvermittler Uber schon etabliert, in Europa hat sich der EU-Generalanwalt nun für die Taxi-Betriebe ausgesprochen. Da die App dem Verkehrssektor zuzuordnen sei, stehe es den Staaten frei, die Tätigkeit der Firma zu reglementieren, erklärte der zuständige Generalanwalt. Das Unternehmen selbst sieht sich als reiner Online-Vermittlungsdienst, und wollte sich somit den Regelungen für Taxi-Unternehmen entziehen. Das Urteil des EuGH folgt.

Weiterlesen »

Teuer vs. günstig: Welches Amazon Fire Tablet ist besser?

Amazon Fire Tablet Größenvergleich

Stapelweise Literatur, Serien-Streaming oder neuerdings auch Supermarkt im Netz: Derzeit gibt es kaum eine Branche, in die der Internetriese Amazon nicht hineinwächst. Und er produziert auch eigene Geräte für seine Plattform. Nachdem ich bereits den Kindle-E-Reader ausführlich getestet habe, war ich neugierig, ob die Amazon Fire Tablets des Online-Händlers halten, was sie versprechen. Zum Vergleich habe ich aus Amazons Produktreihe die günstige Tablet-Variante und das Top-Tablet Fire HD 10 genauer unter die Lupe genommen. Bei beiden handelt es sich eigentlich um Android-Tablets, die mit einer speziellen Oberfläche von Amazon angepasst sind.

Das Schnäppchen: Amazon Fire Tablet

Dieses Tablet ist das günstigste aus der Tablet-Reihe von Amazon Fire – und eben einen genaueren Blick wert. Der erste Eindruck war ziemlich gut. Das Tablet kommt mit seinem farbigen Design stylisch daher. Mit seinen 7 Zoll wirkt es klein und kompakt. Die Auflösung von 1024 x 600 Bildpunkten mit einer Pixeldichte von 171 ppi empfinde ich für das kleine Gerät mehr als ausreichend. Allerdings liegt es mit 313 Gramm etwas schwer und klobig in der Hand. Mit einer Tiefe von 10,6 mm ist es auch ganz schön dick geraten. Durch das stabile Kunststoffgehäuse ist es nicht so schmutzempfindlich wie das hochwertigere Amazon Fire Tablet HD 10. Somit passt es perfekt als kleiner Begleiter in die Tasche und kann unterwegs bestens genutzt werden.

FIRE TABLET (2)
Image by Jennifer Eilitz

Das Amazon-Tablet ist auf dem Gerät mit eigenen Apps und Funktionen wie beispielsweise „Amazon-Angebote“ oder auch den „Amazon-Shop“ vertreten, um den Nutzer in den eigenen Amazon-Kosmos zu locken.

Bei dem Versuch, das Tablet benutzerdefiniert für mich einzurichten, gibt es die ersten Stolpersteine. Die vielen Apps aus dem Google Play Store kann ich nämlich nicht benutzen. Ab Werk ist nur Amazons hauseigener App-Store installiert. Sein Angebot ist viel kleiner. Schade!

Schwächen bei Akku und WLAN

Die Akkulaufzeit konnte mich nicht beeindrucken, da sich der Akku bei intensiver Nutzung schnell entlädt. Amazon vermerkt hier eine Laufzeit von etwa sieben Stunden – und somit eine ganze Stunde weniger als beim Fire HD 10. Mir kommt das ziemlich kurz vor – schließlich halten moderne Netbooks locker doppelt so lange durch.

Fire Tablet Startmenü
Image by Jennifer Eilitz

Die Kameraauflösung ist höchstens mittelmäßig. Eine VGA-Frontkamera und eine rückseitige Kamera mit gerade mal zwei Megapixeln sorgen für einen gewissen Retrofaktor, denn die Bilder sehen aus, als wären sie zu einer Zeit geschossen worden, als Fotohandys gerade frisch auf den Markt kamen. Für den geringen Kaufpreis überrascht mich die Qualität jedoch nicht.

Musikhören auf dem Gerät klappt besser, der Klang selbst ist deutlich und klar. Leider hat Amazon hier beim Design nicht so gut aufgepasst. Die Lautsprecher sind unten auf der Rückseite angebracht – sobald das Tablet hingelegt wird, dringt der Klang nur noch gedämpft nach außen. Es gibt noch weitere Mankos: Die Musik, die ich über die Prime-Musik-App abgespielt habe, bricht immer wieder ab, da die WLAN-Verbindung unterbricht und neu gesucht werden muss.

Das Lesen auf diesem Gerät war schon angenehmer als das ständige WLAN-Gesuche, das Gerät liegt auch nach längerer Zeit gut in der Hand. Durch die sogenannte Blue-Shade-Funktion ist das Lesen auch am Abend sogar augenschonend. Zusammen ergibt dies also ein allgemeines „befriedigend“ mit leichten Abzügen in der B-Note. Wer diesen kleinen Begleiter für Reisen, unterwegs und fürs Sofa erstehen möchte, muss immerhin nicht allzu tief in die Tasche greifen. Das Low-Budget-Tablet gibt es in verschiedenen Farben ab ca. 60 Euro.

Das Elegante: Fire Tablet HD 10

Fire HD 10 Tablet Startmenü
Image by Jennifer Eilitz

Trotz seiner Displaygröße von ganzen 10,1 Zoll liegt das schlanke Tablet mit einer Randbreite von gerade einmal 7,7 mm angenehm in der Hand. Ein Leichtgewicht ist es mit seinen 432 Gramm allerdings nicht. Die Auflösung mit über einer Million Pixeln (1280 x 800 Bildpunkte ergeben eine Pixeldichte 149 ppi) hat mir auf den ersten Blick besonders zugesagt. Sie stellt die Bilder und Hintergründe auf dem Tablet klar dar.

Allerdings zieht das Gerät im Gebrauch auch Fingerabdrücke magisch an, sodass es sich empfehlen würde, eine passende Hülle gleich mitzubestellen. Die günstige Variante mit ihrer Kunststoffverkleidung hat sich hier als robuster erwiesen.

Die Akkulaufzeit empfand ich bei diesem Gerät mit mehr als acht Stunden als durchaus langlebiger. Die rückseitige Kamera ist hier mit seinen fünf Megapixeln um einiges besser als sein Billigkonkurrent. Bei der Frontkamera handelt es sich hier genau wie bei der kostengünstigeren Variante um eine VGA-Kamera – nicht gerade der neueste Standard. Vielleicht lassen wir beim nächsten Mal die Kameras einfach weg.

(zum Vergrößern einfach auf die Bilder klicken)

Lesen: nein. Streaming und Daten sichern: ja, bitte!

Wie verhält sich das Amazon Fire Tablet im Alltagsgebrauch? Es taugt ganz sicher nicht zum regelmäßigen Lesen – ein starker Spiegeleffekt stört den Genuss zumindest bei Tageslicht. Außerdem ist es für gemütliche Daddel-Sessions auf der Couch einfach zu groß und zu unhandlich geraten.

Als schicker, externer Datenspeicher macht es hingegen eine enorm gute Figur, denn mit einer microSD-Karte kann man es um bis zu 200 GB Speicherplatz erweitern. Alternativ kann auch der von Amazon angebotene unbegrenzte Cloud-Speicherplatz genutzt werden. Wer das Tablet zum Streamen von Filmen oder Musik nutzt, den erwartet ein wirklich guter Klang. Pluspunkt: Das Gerät lässt sich schön laut stellen, der Ton ist klar und gut verständlich.

Das Shoppen und Stöbern in den Shops empfand ich ebenfalls als sehr angenehm, da der Shop genauso aufgebaut ist wie die Desktop-Version. Den Nutzer erwartet hier keine große Überraschung. Auch hier bekommen vor allem Amazon Prime-Nutzer erneut eine Menge geboten: Zahlreiche kostenlose Apps und Spiele sind freigeschaltet, zusätzlich lockt Amazon mit besonderen Angeboten, dem Amazon-Shop und regelmäßige Hinweise auf dem Startbildschirm für die neuesten Aktionen.

Fazit: Auch dieses Amazon Fire Tablet bleibt eindeutig Zweitgerät – als netter Zeitvertreib beim Streaming und als Back-up-Hilfe macht es wirklich Spaß. Für etwa 199,00 Euro kann man das Tablet bestellen.

Die Amazon Fire Tablet-Funktionen

Amazon ist überall: Die Amazon-Apps springen dem Nutzer ständig ins Auge. Für das Amazon Fire Tablet lohnt es sich definitiv, ein Prime-Mitgliedsabo abzuschließen, denn nur so lässt sich das Rundum-Sorglos-Paket wirklich genießen. Für Nichtabonnenten macht die Nutzung deutlich weniger Spaß – eine subtilere Vermarktung der eigenen Apps und Services wäre hier eleganter gewesen.

  • Unbegrenzt, aber nicht für immer: Amazon Drive

Wer viele Daten hat, muss auch viel Speicherplatz zur Verfügung haben – eine Platzerweiterung gibt es unbegrenzt in der Cloud von Amazon-Drive. Die Übertragungsrate ist angenehm schnell, so macht Backuppen zumindest ein bisschen Spaß. Amazon bietet hier eine dreimonatige, kostenlose Probemitgliedschaft an. Nach Ablauf der Zeit lässt Amazon sich die Nutzung der Cloud ganze 70 Euro im Jahr kosten. 

  • Ein flüssiges Prime-Erlebnis: Streaming ohne Ende

Amazon Prime Nutzer können sich entspannt zurücklehnen und Filme und Serien ohne Ende schauen. Hier eignet sich die Videofunktion ganz besonders gut, da Filme und Serien wie auf dem Fernseher geschaut werden können – und zwar geräteübergreifend. Die Streaming-Funktion eignet sich daher ideal zum Reisen oder für eine kurze Serienfolge abends im Bett. Besonders clever: Filme und Serien können auch offline auf den Geräten gespeichert werden. Der Download ist einfach zu handhaben. Dem Nutzer werden je nach Qualität des Videos verschiedene Speichervarianten empfohlen. Der Download dauert nur wenige Minuten und im Anschluss findet man den Film oder die Serie im übersichtlich gestalteten Download-Ordner der Video-App. 

  • Unendlich lesen wie auf dem Kindle

Die Fire Tablets sorgen für mehr Ordnung im Elektroregal. Sie verfügen über die gleichen Funktionen wie der herkömmliche Kindle-E-Reader, und die werden immer smarter. Dass Amazon sich Gedanken über das beste Leseerlebnis macht, merkt man: Die Seitenzahl, Positionsangabe oder aber auch die Minutenangabe für das verbleibende Kapitel kann je nach Bedarf angezeigt werden. Der Nutzer kann auch hier die Buchstabengröße, Zeilenabstand sowie die Schriftart und den Rand nach eigener Vorliebe einstellen. Die Geräte können außerdem die persönliche Nutzerbibliothek anzeigen, sodass man seine Bücher auch auf dem E-Reader lesen kann. Prime-Mitglieder können einmal monatlich ein Buch kostenfrei leihen. Will man diesen Service nutzen, um das Abo aber einen Bogen machen, kann man sich auch bei Kindle Unlimited anmelden.

Die Tablets verfügen zwar nicht über augenschonende Displays, mit der „Blue Shade“ -Funktion werden die Augen aber gerade vor dem Schlafen gehen um einiges entspannter. Die Funktion minimiert das blaue Licht, was uns am Einschlafen hindert und ein entspanntes Lesen ermöglicht, ohne die Augen zu belasten. Blue-Shade ist nicht nur zum Lesen geeignet, sondern auch für andere Funktionen wie Apps oder Spiele.

  • The Game is on: Spiele auf dem Tablet

Im App-Store gibt es zahlreiche Spiele und Apps, die sich der Nutzer herunterladen kann. Ob „Social Media“-Apps oder bekannte Games – mit einer Auswahl von über 500.000 Apps und Spiele lässt sich Amazon nicht lumpen. Auf jedem der beiden Geräte funktionierte das auch wirklich gut. Die Spielegrafik hat eher auf dem HD 10-Tablet überzeugt, für ein gemütliches Daddeln auf dem Sofa hingegen erwies sich das kleinere Amazon Fire Tablet als Gewinner.

  • Musikstreaming bei Amazon: Log dich ein

Bei Amazon gibt es nicht nur Serien und Filme, auch die Musikauswahl ist groß. Der Nutzer kann unter zwei Millionen Songs auswählen und seine eigenen Playlists zusammenstellen. Das ist weniger als bei den anderen großen Anbieter wie Spotify oder Apple Music, aber es reicht. Zudem laden verschiedene Playlists zum Stöbern und Streamen ein. Hierfür braucht der Nutzer jedoch ein neues Konto bei Amazon Music-Unlimited. Als Prime-Kunde zahlt man 7,99 Euro für den Zugang – alle Externen müssen 9,99 Euro über den virtuellen Musiktresen reichen.

Die Bedienung der Amazon-Music-App war einfach und unkompliziert und ähnlich aufgebaut wie bei den Konkurrenzdiensten Spotify oder Deezer. Und auch hier punktet die Offline-Variante: Alben, Songs oder Playlists können auf das Gerät heruntergeladen und offline wiedergegeben werden.

Fazit: Prime-Nutzer haben es besser

Die beiden Tablets passen ideal in die Zeit, denn sie sind schnell, leistungsstark und für den reinen Medienkonsum ausgelegt. Auf beiden Geräten lässt es sich angenehm und ruckelfrei Filme und Serien schauen, Musik hören, Spiele spielen und im Internet surfen. Wer ein Tablet genau dafür nutzen und nur hin und wieder mal ein Buch darauf lesen möchte, ist hier mit der günstigeren Variante gut beraten.

Der Elefant im Raum ist bei allen Funktionen die Dauerpräsenz von Amazon Prime. Dabei muss man nicht zwingend Prime-Kunde werden, um dieses Tablet zu nutzen, denn alle Funktionen – wie beispielsweise der Browserzugang bei Netflix – laufen problemlos. Dennoch bietet sich eine Mitgliedschaft an, um von den zahlreichen Vorteilen profitieren zu können. Die Apps, der Shop und die Angebote richten sich nun einmal am ehesten an Amazon Kunden.

Zum reinen Arbeiten finde ich die Tablets nicht brauchbar, es sei denn, man nutzt die von Amazon angebotene Cloud, um seine Daten dort abzulegen. Zudem lasen sich nicht alle frei verfügbaren Apps außerhalb des Amazon-Shops installieren.

Das Amazon Fire HD 10 kommt mit seinem gepfefferten Kaufpreis von 200 Euro etwas übertrieben daher, da es sich von den Möglichkeiten her kaum vom günstigeren Produkt unterscheidet. Für den Alltag reicht die günstige Variante, trotz weniger Speicherplatz, einer mittelmäßigen Akkulaufzeit, einem nicht ganz so hochwertigen Display und einer wirklich unterirdisch miesen Kamera dennoch aus. Die Basisfunktionen sind dem teureren Modell sehr ähnlich und alle Amazon-internen Service-Apps sind auf beiden Geräten nutzbar. Daher empfiehlt sich das Gerät am ehesten auf Reisen und für den Pendler-Alltag.


Images by Jennifer Eilitz


Weiterlesen »

Alternative App-Stores: Lohnen sich die Gegenlösungen zum Google Play Store?

20170328-Teaser-Play-Store-AP1

Jeder Besitzer eines Android-Smartphones hat mit ihnen jeden Tag zu tun und lädt sie hauptsächlich aus dem Google Play Store. Die Rede ist von Applikationen, kurz Apps. Was vielen nicht bekannt ist: Die erweiternde Software lässt sich auch über diverse andere Quellen legal auf das Telefon laden: Alternative App-Stores. Wie gut ist deren Angebot? Wie sicher sind sie? Ob sich der Blick über den Tellerrand lohnt oder ob es sich bei den Inhalten nicht doch um nervige Adware handelt, habe ich für euch herausgefunden.

Amazon Underground: Apps gegen Daten

Es gibt viele alternative App-Stores. Der wohl bekannteste ist Amazon Unterground. Dabei lädt man sich per APK-Datei die Anwendung für den App-Store auf das Android-Telefon. Wie auch beim offiziellen Google-Pendant können die Inhalte über eine Kategorien-Übersicht durchsucht und direkt geladen werden – sofern man ein Amazon-Account besitzt. Vor einigen Wochen hat Julia das Angebot bereits näher unter die Lupe genommen und Missstände beim Datenschutz aufgezeigt. Mit der Installation räumt der Nutzer dem Shopping-Riesen ein die Nutzungszeit der Apps zu tracken und zu speichern. Für jede Minute schüttet das Unternehmen einen bestimmten Betrag an die Entwickler aus. Es sollte also jeder selbst wissen, was einem das kostenlose App-Vergnügen wert ist.

F-Droid: Freeware für Geeks

20170328-Alternative_App-Stores_F-Droid-AP
Der Open-Source-App-Store F-Droid ist dank Kategorisierung sehr übersichtlich. Screenshot by Jonas Haller

Fans von Freeware kommen bei F-Droid auf ihre Kosten – so versprechen es zumindest die Entwickler. Wie auch bei Amazon Underground könnt ihr die entsprechende APK-Datei direkt über die Webseite laden und installieren. Der App-Store listet alle Open-Source-Programme auf, die kostenfrei und gleichzeitig werbefrei ist. Es finden sich sogar etliche, nützliche Root-Apps, die bereits aus dem Play Store entfernt wurden. Aber Vorsicht: Genau das könnte bei unsauber programmierten Programmen zum Zerstören des Telefons führen, da die Software tief ins Android-System eingreift. F-Droid selbst verspricht allerdings nur „saubere“ Anwendungen aufzulisten.

Neben empfohlener Software in „Was gibt es Neues“ findet sich auch eine umfangreiche, kategorisierte Auflistung der verfügbaren Apps. Selbst Beta-Software lässt sich über F-Droid downloaden und updaten. Ein Vorteil gegenüber Amazon Underground ist zudem der Wegfall des Anmeldezwangs. Einzig Gaming-Freaks dürften mit einem weinenden Auge auf den kostenlosen App-Store schauen: Die Inhalte sind doch sehr übersichtlich und zum Großteil nicht wirklich ansprechend. Außerdem handelt es sich bei der Open-Source-Freeware oft um englische, simpel gehaltene Anwendungen, die für Normalanwender nur mit Eingewöhnung nutzbar sind.

Get Jar: Eingeschränkter Play Store ohne Google Konto

20170328-Alternative_App-Stores_GetJar-AP
Den App-Store Get Jar ist lediglich als Webseite verfügbar. Screenshots by Jonas Haller

Die Entwickler hinter Get Jar haben es auf all jene abgesehen, die kostenlose Android-Software ohne Google-Konto downloaden und nutzen wollen. Der App-Store kommt als Webseite daher, die einfach mobil aufgerufen werden kann. Eine Kategorisierung sowie eine kuratierte Auswahl sorgt für die nötige Übersicht. Die ist allerdings nicht zwingend notwendig, denn die App-Auswahl ist stark begrenzt. Zudem sucht man kostenpflichtige Anwendungen bei Get Jar vergebens. Entgegen dem großen Vorbild von Google wird die App-Prüfung sehr stiefmütterlich behandelt. Man sollte Anwendungen also mit einer gewissen Skepsis in Augenschein nehmen. Allzu schnell könnte infizierte Software auf dem Mobiltelefon landen und sensible Daten abgreifen.

Auch die Update-Möglichkeiten sind nur rudimentär. Aktualisierungen müssen händisch aufgespielt werden. Vom fehlenden Google-Zwang abgesehen, bietet Get Jar also überwiegend Nachteile und sollte in der Praxis nicht genutzt werden.

Slide Me: App-Store für jedermann

20170328-Alternative_App-Stores_SlideMe-AP
Der App-Store Slide Me kommt im Kacheldesign daher. Screenshots by Jonas Haller

Einen etwas speziellen Weg gehen die Entwickler von Slide Me. Anders als bei F-Droid oder Get Jar legt der Nutzer einen eigenen Account an. Über das Konto können durch ein Developer-Upgrade auch eigene Anwendungen veröffentlicht werden. Der Store bietet neben kostenlosen auch kostenpflichtige Inhalte. Für letztere muss ein spezielles Prepaid-Konto aufgeladen werden, eine einzelne Bezahlung der Apps ist nicht möglich. Die Untergrenze zum Aufladen liegt bei 5 US-Dollar. Die Aufwertung kann neben der Mobilfunkrechnung und Kreditkarte auch sicher per Paypal erfolgen. Wer Software-Empfehlungen abgibt, kann ähnlich der Google-Umfrage-App Geld hinzu verdienen. Nervig: Trotz kostenpflichtigen Inhalten wird Werbung angezeigt.

Etwas ungewohnt ist die Optik, denn die kommt im schicken Kacheldesign daher. Neben von den Betreibern vorgestellten Anwendungen werden unter anderem auch „Top kostenpflichtige“ oder „Aktuellste Neue“ angezeigt. Wer öfters im App Store stöbert, bekommt auf diese Weise also einen schnellen Überblick über Neueinstellungen. Da ist es umso trauriger, dass die Auswahl dem Google Play Store um etliches nachsteht.

Fazit: Alternative App-Stores mit Kompromissen

Nicht grundlos ist der Google Play Store der unangefochtene Primus im Bereich der App-Stores. Er bietet die größte Auswahl an Android-Software und ist die sicherste Möglichkeit Anwendungen auf dem Mobiltelefon zu installieren.

Alternative App-Stores wie Amazon Underground oder Get Jar locken meist mit der Kostenlos-Mentalität. Allerdings bezahlt man oft mit den eigenen Nutzungsdaten oder im schlimmsten Fall mit der Sicherheit des Smartphones. Durch die Möglichkeit der Slide-Me-Nutzer eigene Apps hochzuladen ist auch einer der wenigen Stores mit kostenpflichtigen Inhalten nicht zwingend sicher.

Für Geeks kann einzig F-Droid eine Empfehlung ausgesprochen werden, da dort zum Großteil gute Open-Source-Software gelistet und angeboten wird. Die wohl beste Variante für Otto Normalverbraucher ist es jedoch, Anwendungen weiterhin aus dem Google Play Store zu beziehen und somit Sicherheit in Sachen Daten und Geräte-Funktionsfähigkeit zu genießen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Netzpiloten Android.


Teaser Image / Screenshots by Jonas Haller


Weiterlesen »

FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • SPACEX golem: SpaceX startet geheimen Militärsatelliten: Am gestrigen Montag fand der erste Start einer Falcon-9-Rakete unter erheblichen Geheimhaltungsmaßnahmen statt. Die Falcon 9 ist der erste Satellit, der dem amerikanischen Militär durch das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX – einem weiteren Standbein von Unternehmer Elon Musk – vorgestellt wurde. In welchen Orbit die Rakete fliegen soll ist nicht bekannt gegeben worden, soll aber schon bald durch Amateure aufgespürt werden können.

  • SNAPCHAT horizont: Snapchat feiert erste deutsche “Our Story” zum Maifeiertag: Erst kürzlich gab das Unternehmen Snap – Mutterkonzern der Messaging-App Snapchat – Partnerschaften mit großen deutschen Medienkonzernen bekannt – Bild, Vice, Sky Sport und Spiegel Online. Das Unternehmen weitet sich auf dem deutschen Markt zusätzlich aus und hat seit gestern auch das „Our Story“-Feature in Deutschland verfügbar gemacht. In der „Discover“-Rubrik von Snapchat werden dabei Inhalte von welweiten Nutzern kuratiert und als orts- und themenbezogene Story zusammengeführt, beispielsweise zu besonderen Aktionstagen oder Festivals.

  • WIKIPEDIA heise: Türkei blockiert Wikipedia und verbietet Datingshows: In der Türkei ist das Online-Lexikon Wikipedia nicht mehr erreichbar, seit Samstagmorgen ist die Seite blockiert. Laut Berichten sollen die Webseiten-Betreiber nicht auf Forderungen der türkischen Regierung reagiert haben. Die Seite solle laut des türkischen Kommunikationsministeriums Texte zur Verfügung gestellt haben, die Terror propagieren und die Türkei mit Terroristen gleichstellen sollen. Nachdem Forderungen zur Entfernung nicht beachtet wurden, wurde die Seite gesperrt.

  • US-REGIERUNG recode: President Trump is launching a new tech group to ‘transform and modernize’ the U.S. government: US-Präsident Donald Trump will mit Hilfe des Silicon Valley die US-Regierung modernisieren. Trump nutzt seien Verbindungen und will mit dem „American Technology Council“ und Silicon-Valley-Unternehmen wie Apple, Facebook und Google Innovation in die Bürokratie bringen. Im Juni lädt Trump außerdem wieder zu einem Gipfeltreffen. Washingtons Digitalisierung war schon für Obama eine große Herausforderung – er startete das Projekt des „U.S. Digital Service“ -, Trump hat es mit wachsender Unbeliebtheit auch nicht leichter.

  • APPS spiegel: Das sind die spannendsten Apps des Monats April: Spiegel Online stellt zum Ende des Monats April ihre zehn belibetesten App-Entdeckungen vor. Darunter „Giphy Says“, das Bilder zum Sprechen bringt, der Laser-Shooter „Virexian“ und eine abgespeckte Version des Facebook Messengers. Der Messenger Lite nimmt nur etwa 15 Megabyte Speicherplatz ein und hat die App auf die wichtigsten Chatfunktionen reduziert. Auch Skype und Facebook bieten solche Lite-Versionen ihrer Apps an.

Weiterlesen »

FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me

  • GOOGLE golem: Google-Kamera für 17.000 US-Dollar: Google hat sich mit dem Gopro-Konkurrenten Yi zusammengetan, um die nächste Generation seiner VR-Plattform zu bauen. Diese besteht aus 17 Kameras vom Typ Yi 4K. Die Kamera heißt Yi Halo und soll rund 17.000 US-Dollar kosten. Vor zwei Jahren stellte Google bereits die Surroundkamera Jump vor, die aus 16 Gopros besteht. Mit der kreisförmigen Kameraanordnung der Yi Halo können stereoskope Videos mit 8.192 x 8.192 Pixel Auflösung bei 360 Grad Abdeckung und 30 Bildern pro Sekunde aufgenommen werden. Auch 5.760 x 5.760 Pixel mit 60 Bildern pro Sekunde sind möglich. Eine Kamera filmt dabei immer nach oben und unten.

  • DATENSCHUTZ netzpolitik: Im Gesetz zum elektronischen Personalausweis versteckt sich ein automatisierter Abruf für Geheimdienste: Innenminister Thomas de Maizière will Ausweise nur noch mit aktivierter Funktion zur elektronischen Identifizierung ausgeben. Außerdem möchte er die biometrischen Merkmale von Ausweis und Pass in einem automatisierten Verfahren den Geheimdiensten freigeben. Das Gesetz soll noch diese Woche beschlossen werden, im Bundestag findet heute eine Anhörung dazu statt.

  • NSA heise: Geleakte NSA-Hackersoftware: Offenbar hunderttausende Windows-Computer infiziert: Dank eines NSA-Werkzeugs namens „Doublepulsar“ haben Unbekannte in den vergangenen Tagen offenbar fast 200.000 Windows-Computer in aller Welt übernommen. Das haben Sicherheitsforscher von Binary Edge ermittelt, die das Netz täglich nach infizierten Geräten durchsuchen. Besonders stark betroffen sind demnach die Vereinigten Staaten, vor Hongkong und China. Schon zuvor hatten Sicherheitsforscher ermittelt, dass mehr als fünf Millionen Geräte für die NSA-Malware angreifbar sein dürften, obwohl Microsoft bereits einen Patch veröffentlicht hat. Seit die Hacker der Shadow Brokers dieses und andere NSA-Hackingtools veröffentlicht haben, steigt die Zahl der Infektionen aber rasant an.

  • POLITIK handelsblatt: Wie die EU die Brexit-Gespräche angeht: Zuerst schien die Europäische Union wie erstarrt, überrumpelt und tief gekränkt vom Liebesentzug der Briten. Es folgten Trauer und Trotz, Selbstzweifel und Streit. Jetzt aber scheint die Rest-EU der 27 gefasst und bereit für die Verhandlungen über den Brexit. Kühl, präzise und stählern haben sie ihre Ziele formuliert. EU-Ratspräsident Donald Tusk hat das Motto vorgegeben: „Im Kern geht es um Schadensbegrenzung.“

  • GOOGLE googlewatchblog: Google Play Awards: Das sind die Nominierten für die besten Android-Apps 2017: Im Play Store tummeln sich Millionen von Apps in unzähligen Kategorien und allen Qualitätsstufen. Um die besten Apps herauszustellen hat Google im vergangenen Jahr die Google Play Awards geschaffen, mit denen die besten Apps in ihren Kategorien ausgezeichnet werden. Auch in diesem Jahr wird es diese Preisverleihung wieder geben, und jetzt wurden die Nominierten in den 12 Kategorien bekannt gegeben.

Weiterlesen »

Metadata: Apples vorauseilender Gehorsam gegen die Drohnen-Info-App

Drohne (adapted) (Image by Win_Photography [CC BY 2.0] via flickr)

Apple weigert sich Berichten zufolge, die App “Metadata”, die in kritischer Weise über den Drohnenkrieg der USA berichtet, in seinem App Store zuzulassen. Zur Begrüßung hieß es, einige Nutzer empfänden die App als „anstößig“. Dagegen werden zum Beispiel Spiele, in denen mit Drohnen Ziele erledigt werden müssen, problemlos zugelassen. In Wirklichkeit dürfte Apples Weigerung also vielmehr ein (weiterer) Versuch des IT-Giganten sein, es sich nicht mit den Mächtigen zu verscherzen, um weiterhin ungestört Geschäfte machen zu können. Apple könnte (und sollte) hier deutlich mehr Rückgrat beweisen.

Informationen über den Drohnenkrieg vermitteln

Das Ziel der von Josh Begley entwickelten App „Metadata“ ist es, kritisch, aber sachlich über den Drohnenkrieg und seine Opfer zu berichten. Die Verantwortlichen hinter Metadata sammeln und überprüfen Berichte über Drohnen-Angriffe. Kann verifiziert werden, dass es einen solchen Angriff gegeben hat und dieser Opfer gefordert hat, wird eine entsprechende Nachricht an die Nutzerinnen und Nutzer der App geschickt. Daneben bietet die App einige zusätzliche informative Features, insbesondere eine Landkarte, auf der die Position der Drohnen-Angriffe einsehbar ist.

Der Name „Metadata“ kommt übrigens von der Tatsache, dass anhand solcher Metadaten – also Kommunikations- und Bewegungsinformationen, die nichts mit den eigentlichen Inhalten der Kommunikation zu tun haben – mitunter Drohnenangriffe durchgeführt werden, egal, wie unzureichend die Datenbasis in einigen Fällen sein mag. Schon vor einer Weile hatte ein damaliger NSA-Offizieller eingeräumt: „Wir töten Menschen basierend auf Metadaten.

Metadata: Zu anstößig für den App Store?

Metadata existiert mittlerweile schon fünf Jahre (zunächst war die App unter dem Titel „Drone+“ erhältlich). Genau so lange weigert sich Apple, die App in seinem App Store zuzulassen. Immer wieder versuchte das Entwicklerteam, seine App im App Store unterzubringen, und immer wieder wurde diese von Apple entfernt. Insgesamt 13 Mal hat Apple Metadata mittlerweile aus seinem App Store verbannt. Die Begründungen lauteten etwa, die Software enthalte „überaus anstößige oder geschmacklose Inhalte“, sei “nicht hilfreich” und “nicht unterhaltsam”.

Das klingt schon an und für sich nicht wie eine besonders tragfähige Begründung für die Entfernung der App. Es wird noch weniger überzeugend, wenn man sich vor Augen führt, dass Kriegsspiele wie „Drone: Shadow Strike“, in dem die Spielerinnen und Spieler selbst eine Drohne steuern und damit Ziele vernichten müssen – und das mit dem reißerischen Text „Drone: Shadow Strike ist das phänomenalste militärische Kriegsspiel mit einer packenden Mischung aus Strategie, rasanten Kämpfen und realistischer Action! Steuern Sie die besten Drohnen der Welt mit einem Arsenal an Waffen und lassen Sie es Feuer regnen!“ beworben wird – nach wie vor im App Store verfügbar sind und offenbar keinen Anstoß erregen. Zudem sind bei Metadata keinerlei möglicherweise anstößigen, grausamen oder jugendgefährdenden Bilder oder Videos eingebunden. Es werden lediglich Zahlen und Fakten in sehr schlichter und sachlicher Textform präsentiert.

Apples Konkurrent Google, seinerseits Anbieter des Mobil-Betriebssystems Android, hat bei Metadata übrigens keine entsprechenden Probleme. In Googles Play Store ist die App problemlos herunterzuladen und das war auch durchgängig so.

Apple macht die Regeln

Technisch gesehen hat Apple die Möglichkeit, missliebige Apps effektiv zu unterdrücken. iOS-Geräte akzeptieren standardmäßig nur Apps, die aus Apples offizieller Software-Quelle stammen. Vom Sicherheits-Standpunkt aus gesehen ergibt das auch durchaus Sinn, da es ein recht effektives Aussortieren von Schadsoftware oder betrügerischen Inhalten ermöglicht. Es schafft allerdings auch exzellente Möglichkeiten für eine Zensur – der Betreiber der Infrastruktur kann jede Software prüfen und gegebenenfalls entfernen, wie es ja bei Metadata auch immer wieder geschehen ist.

Legal, aber unethisch

Wohlgemerkt: es handelt sich bei der Entfernung von Metadata aus dem App Store keineswegs um ein juristisches Problem. Als Betreiber des Stores hat Apple Hausrecht und kann somit größtenteils seine eigenen Regeln bei der Auswahl der Inhalte machen – ebenso, wie beispielsweise der Türsteher einer Disco Personen wegen nicht zum Etablissement passender, ansonsten aber vollkommen unproblematischer, Kleidung wegschicken kann.

Ethisch allerdings ist das Verhalten Apples höchst fragwürdig. Eine App, deren Ziel es ist, über ein wichtiges und in den traditionellen Medien mitunter vernachlässigtes Thema zu informieren, wird mit fadenscheinigen Begründungen abgelehnt. Das erweckt deutlich und wohl kaum zu Unrecht den Anschein, dass Apple schlichtweg keine Kontroverse riskieren und sich nicht mit den Mächtigen anlegen möchte. Derartige Verhaltensweisen hat der Konzern aus dem kalifornischen Cupertino schon mehrfach an den Tag gelegt, als er beispielsweise auf Druck der chinesischen Regierung die App der New York Times aus der chinesischen Version des App Store verbannte. Angesichts dieser Tatsache ist es alles Andere als unwahrscheinlich, dass gegenüber der Regierung der USA, wo Apple seinen Firmensitz hat, erst recht vorauseilender Gehorsam an den Tag gelegt wird. Apple will schlichtweg seine Geschäfte nicht durch Kontroversen und möglichen politischen Druck gefährden.

Angesichts der Wichtigkeit des Themas sollte Apple eindeutig mehr Rückgrat und Prinzipientreue zeigen. Es ist an den Nutzerinnen und Nutzern, dies einzufordern – auch mit der Drohung, notfalls Konsequenzen zu ziehen und auf einen anderen Anbieter mobiler Geräte auszuweichen. Nur massiver Druck von Seiten der Nutzergemeinde könnte Apple zum Umdenken bewegen, denn diese haben ein ausgezeichnetes Argument auf ihrer Seite: ihr Geld, ihre Loyalität und die Möglichkeit, Apple beide zukünftig vorzuenthalten. Ein Konzern, der sich dermaßen willfährig an Zensur zugunsten der Mächtigen beteiligt, muss auch auf diesem Wege an seine gesellschaftliche Verantwortung erinnert werden.


Image (adapted) „Drohne“ by Win_Photography (CC BY 2.0)


Weiterlesen »

„Digital Factory Talk“ der Beiersdorf AG: Prof. R. May Lee über Digitalisierung in China

City of Lights (adapted) (Image by Maher Najm [CC0 Public Domain] via flickr)

Eine Sache über China, die komplex ist, stellt seine Größe dar – es gibt nicht wirklich ein China”, betonte Prof. May Lee bei ihrem exklusiven Vortrag Mitte März bei der Beiersdorf AG in Hamburg. Im Rahmen des Digital Factory Talks, der für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens abgehalten wird, referierte sie über die Problematik des Verstehens des chinesischen Marktes. Ein gerade für die Beiersdorf AG wichtiges Thema, möchte das Unternehmen doch noch in diesem Jahr neue Produkte für den asiatischen Markt launchen.

May Lee (Image by Beiersdorf AG)
Prof. R. May Lee. Image by Beiersdorf AG

Mit Frau Lee als Referentin hatte sich das Unternehmen eine hervorragende Rednerin nach Hamburg eingeladen. Sie ist Dekanin der Fakultät für Unternehmertum und Management an der ShanghaiTech University und eine Expertin für Themen wie Innovation, Geschäftsführung und bi-kultureller Bildung. Sie betonte vor allem die von Außenstehenden unerwartete Komplexität und vielen Gegensätze Chinas. „Nur sehr wenig ist in China einfach oder uniform“, so May Lee.

Vor allem im Westen wird China als allgemein reiches und mächtiges Land angesehen. Dies stimmt zwar, trotzdem leben aber noch heute rund 650 Millionen chinesische Bürger in Armut – rund die Hälfte der Gesamtbevölkerung. Derartig markante Unterschiede zeichnen das Land wie kein anderes aus. Reichtum existiert neben Armut, urbane Superlativen neben ländlicher Simplizität, Tradition trotz Moderne und sogar analog wie auch digital – China ist ein Land der Gegensätze.

Polarisierender Populismus, wie wir ihn zurzeit in der politischen Landschaft der USA beobachten, faszinieren zwar die chinesische Regierung ebenso wie den Westen, zwingen aber auch zu einer Politik der Stabilität, um den in Armut lebenden Teil der Bevölkerung ruhig zu halten, genau wie die Menschen in den städtischen Metropolregionen, denn für die wachsende Mittelklasse wird das Leben in den Städten immer teurer. Schon jetzt orientieren sich viele Richtung Land.

Existiert Innovation in China?

Denkt man an die chinesische Industrie, ist dieser Gedanke oft negativ mit dem Vorwurf des ‚copycatting‘ konnotiert. Ein Produkt kommt auf den Markt und wird in Windeseile in China kopiert, hergestellt und schamlos weitervertrieben. Auch May Lee sieht das Fehlen von Entwicklung neuer, innovativer Produkte noch als großes Problem, gleichzeitig sei es aber eine Stärke, existierende Produkte in einer solch immensen Geschwindigkeit herzustellen oder zu ändern.

Gibt es aber dann überhaupt noch Innovation in China? Ja – meint May Lee, den größten Innovationsfaktor sieht sie bei neuen Geschäftsmodellen. China könne wie kein anderes Land Modelle kombinieren und verbessern und sich so regelrechte Imperien aufbauen. Ein weiteres Talent sei es, dieses Geschäftsmodell auch in Windeseile wieder anzupassen. Das Adaptionsvermögen des chinesischen Marktes ist auch eine seiner unverwechselbaren Stärken.

Ein Beispiel dafür ist das chinesische Vorzeigebeispiel WeChat – eine Mischung aus Twitter, WhatsApp, Facebook und Instagram mit 800 Millionen Nutzern – das mit dem Feature ‚WeChat Wallet’ mittlerweile auch ein chinaweites Mobile-Payment-System anbietet. Auch die großen BAT-Firmen Baidu, Alibaba und Tencent stehen für den Fortschritt in der chinesischen Internet- und Big-Data-Branche und zeugen von Chinas Innovationsvermögen im Bereich Geschäftsmodelle.

Was man über den chinesischen Markt wissen muss

Nach dem Vortrag hatte ich exklusiv für die Netzpiloten die Gelegenheit, Prof. May Lee nach einer eigenen Zusammenfassung ihres Vortrages bei der Beiersdorf AG zu bitten und die ihrer Meinung nach drei wichtigsten Haupterkenntnisse zusammenzufassen. Sie betonte, „dass man, um China und dessen Unterschiede in seiner Gesamtheit zu verstehen, es unter Einbezug der Historie betrachten muss“.

Es muss verstanden werden, dass China ein Land der Gegensätze ist. Viele Menschen begreifen das nicht, denn wenn sie von China sprechen, denken sie an eine Milliarde Menschen, die alle gleich aussehen und sind“. Dabei ist China „heutzutage in vielen Aspekten, wie beispielsweise Alter, Geschlecht, Vermögen, Geografie oder Einstellung, sehr unterschiedlich“, wie May Lee in ihrem Vortrag aufgezeigt hat.

Und May Lee plädiert für eine angstfreiere Betrachtung des Landes: „China bewegt sich immer noch rasend schnell nach vorn. Man sollte versuchen, nicht so viel Angst vor China zu haben. Es ist immer noch separiert genug, dass wir im Westen uns nicht davor sorgen müssten, dass sie plötzlich ‚die Führung übernehmen’. Ich denke, es ist viel wichtiger, darüber und davon zu lernen und darüber nachzudenken, was das für uns bedeutet.

Die Digital Factory von Beiersdorf

Zu unserem Besuch in der „Digital Factory“ der Beiersdorf AG werden wir noch gesondert berichten – wer sich schon mal einen Überblick verschaffen möchte, wie das Unternehmen dort mit digitalen und innovativen Methoden arbeitet, schaut sich am besten dieses Video an:

 


Image (adapted) „City of Lights“ by Maher Najm (CC0 Public Domain)


Weiterlesen »