In Brüssel berät das Europäische Parlament am 22.September über das Telekom-Paket, das unter anderem die etwas gruselig-altmodische Three-Strikes-Out-Regelung einführen soll: Wer dreimal beim Download illegaler Inhalte erwischt wird, dem würde der Zugang zum Internet gesperrt. Das kann der richtige Weg nicht sein, hat sich Markus Beckedahl von Netzpolitik.org gedacht und tut es den großen Konzernen dieser Welt nach: Er ist nach Brüssel gefahren, um mit Europaparlamentariern über das Telekom-Paket zu sprechen und sie mit etwas Glück von dem Sinn und Unsinn einiger Punkte des Gesetzespaketes zu überzeugen: Graswurzel-Lobbyismus nennt sich das ganze. Aber wie funktioniert solches Lobbying eigentlich? Ganz einfach, erklärt Markus per Video: Einfach nach Brüssel fahren, Hausausweis für's Parlament besorgen und mit den Abgeordneten sprechen: [MEHR]
Alle wichtigen Informationen zu den olympischen Spielen in Peking gibt es auf Peking2008.com, der offiziellen Website der Olympiade. Oder etwa doch nicht? Bei näherem Hinsehen zeigt sich, Peking2008.com ist ein Fake, mit den Organisatoren der Olympiade hat sie nichts zu tun. Statt dessen nutzt der Betreiber der Website das Look & Feel der offiziellen Website Beijing2008.cn, um Menschenrechtsverletzungen in China zu kritisieren. Peking2008.com, die nicht ganz offizielle Website der olympischen Spiele Screenshot von Peking2008.com: Tarnt sich als offizielle Olympia-Website, um Menschenrechtsverletzungen in China zu kritisieren Spannend dabei: Nicht nur sieht die Fake-Website tatsächlich höchst offiziös aus. Sie bedient sich auch noch der Dienste der semi-professionellen Serienfälscher von A Fake Is A Fake (AFIAF). Das klingt zunächst schlimmer als es ist, hinter A Fake Is A Fake stecken die Medienkünstler Clemente Pestelli and Gionatan Quintini, die unter dem Namen Les Liens Invisibles mit den "unsichtbaren Links zwischen Infosphäre, neuronalen Synapsen und dem echten Leben" spielen. Derzeit konzentrieren sie sich darauf, die Kluft zwischen der medialen Selbstinszenierung der chinesischen Regierung und der Menschenrechtsverletzungen vor Ort zu konzentrieren. Dabei genügt es den beiden Italienern nicht, eigene Fake-Websites zu erstellen. Mit A Fake Is A Fake stellen sie anderen Aktivisten einen Baukasten zur Verfügung, der das Website-Fälschen einfacher kaum machen könnte. Einfach eine Domain registieren (AFIAF hilft), Theme auswählen (was darf's sein: Beijing2008, New York Times oder doch lieber die Website der Bundeskanzlerin?), per Redaktionssystem entsprechende Inhalte einfüttern, fertig. Eine kurze Einführung gibt's hier, wer Ernst macht findet wertvolle Tipps im Tutorial. Noch nicht überzeugt, warum du einen eigenen Fake ins Netz stellen solltest? Die A Fake Is A Fake gibt die Antwort: "It's radical. It's subversive. It's creative. It's fun (most of the time)." Wenn das keine Argumente sind, was dann? [MEHR]
Jimdo (Logo)Wer sich für einen guten Zweck engagiert, der kommt heute ohne eine Website kaum noch aus. Dennoch fehlt häufig die Zeit, sich mit der Programmierung einer eigenen Internetpräsenz zu beschäftigen. In einer Sonderaktion zu Weihnachten verschenkt Jimdo daher 500 Pro-Accounts ihres Homepagebaukastens für wohltätige Zwecke. Wer mehr über Jimdo erfahren will, dem sei das Blogpiloten-Interview mit Jimdo-Gründer Matthias Henze empfohlen. Link zur Weihnachtsaktion. [MEHR]
picidae LogoChinas Maßnahmen zur Internetzensur und zur Überwachung sind technologisch weltweit führend. Unter dem Projektnamen "Great Firewall of China" - die große chinesische Firewall - werden regimekritische Websites von den Suchmaschinen vor Ort automatisch ausgeblendet: "Die automatisierte Zensur schafft keine inhaltliche Wertung, sondern reißt um bestimmte Begriffe herum einen blinden Fleck", so die Macher des Projekts. Perfekt ist aber auch diese Überwachung nicht. [MEHR]