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Facebook-Nutzer wechseln zu Instagram

Die jüngeren Nutzer von Facebook finden Zuckerbergs soziales Netzwerk schon lange nicht mehr trendy. Eine neue Umfrage ergab, dass in den USA immer mehr Nutzer Facebook für andere Anbieter verlassen. // von Lars Sobiraj

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Die Facebook-Tochter Instagram lockt immer mehr Nutzer an. Die Studie der Firma Frank N. Magid Associates zeigt, dass Facebooks Popularität in den letzten zwei Jahren um zehn Prozent gesunken ist. Als Reaktion wurden von der leitenden Mitarbeiterin Sheryl Sandberg Durchhalteparolen ausgegeben. Sie kommentierte, dort soll sich noch immer tagtäglich ein Großteil der Jugendlichen aufhalten.


Warum ist das wichtig? Der soziale Foto- und Videosharingdienst ist vor allem unter Jugendlichen im Trend. Die Nutzerzahlen steigen stark an.

  • Facebook wurde in den letzten Monaten zunehmend von der Elterngeneration und Silver Surfern entdeckt. Auf viele Schülerinnen und Schüler wirkt dies abschreckend, sie wollen lieber unter sich sein.

  • Der Wert von Instagram wächst rasant an. Nun hat die Citigroup ihre Einschätzung von 19 auf 35 Milliarden US-Dollar nach oben korrigiert.

  • Instagram ist auch sonst mächtiger geworden. Der Dienst verfügt derzeit über mehr aktive Nutzer als beispielsweise der Microbloggingdienst Twitter.


Facebook: Für Minderjährige nicht zeitgemäß

Facebook altert vor sich hin. Was viele Medien in den letzten Monaten immer wieder behauptet haben, wurde nun von einer Umfrage aus den USA belegt. Instagram soll die jüngere Generation einfach besser für sich einnehmen. Zuckerberg hat den Trend vor einigen Monaten erkannt und versuchte neben Instagram auch die Sexting-App Snapchat zu kaufen. Die haben aber abgewunken. Google wollte Facebook im November letzten Jahres überbieten. Sie boten den Eigentümern statt drei sogar vier Milliarden Dollar an. Die Übernahmepläne von Google wurden aber nie offiziell bestätigt.

Entwicklung erstmals vor 14 Monaten erkannt

Einer der Finanzmanager von Facebook, David Ebersmon, soll die Abwanderung der jüngsten Teilnehmer bereits im Oktober 2013 erkannt haben. Seine Kollegin Sheryl Sandberg weist dies zurück. Nach ihren Erkenntnissen melden sich die meisten Minderjährigen bis heute tagtäglich bei Facebook an. Die drei größten Netzwerke weltweit sind übrigens Facebook, deren Tochter Instagram und last, but not least Twitter. Die drei Giganten scheinen dauerhaft bezogen auf die Anzahl der Nutzer stabil zu laufen. Auch sonst gehen Mark Zuckerberg kaum Kunden verloren, weil dem Konzern auch der Instant-Messaging-Dienst WhatsApp gehört. Diverse Jugendliche hat es statt Instagram dort hin verschlagen.

Instagram: Wert steigt auf 35 Milliarden US-Dollar

Neu ist auch die Ankündigung der Citigroup, die den Wert des Foto-Netzwerks Instagram auf 35 Milliarden US-Dollar beziffert. Die Betreiber gaben kürzlich bekannt, man habe bei Instagram die Grenze von 300 Millionen aktiven Nutzern überschritten. Alleine am Tag der Veröffentlichung der Android-App wurden im April 2012 bei Google Play eine Million Downloads gezählt. Instagram rüstet auf um dauerhaft konkurrenzfähig zu bleiben. So wurden neue Maßnahmen zur automatischen Beseitigung von Spam-Accounts eingeleitet. Zudem erscheinen mehrere neue Filter für Bilder und weitere Features.


Teaser & Image by helloly (CC0), Karl Nilsson (CC BY 2.0)


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Lars Sobiraj

Lars Sobiraj

schrieb von 2000 bis zum Jahr 2002 für mehrere Computerzeitschriften rund 100 Artikel. Von April 2008 bis Oktober 2012 leitete er beim IT-Portal gulli.com die Redaktion als Chefredakteur. Thematische Schwerpunkte der über 1.000 Beiträge sind Datenschutz, Urheberrecht, Netzpolitik, Internet und Technik. Seit Frühjahr 2012 läuft die Video-Interviewreihe DigitalKultur.TV, die er mit dem Kölner Buchautor und Journalisten Moritz Sauer betreut. Seit mehreren Monaten arbeitet Lars Sobiraj auf freiberuflicher Basis bei heute.de, ZDF Hyperland, iRights.info, torial, Dr. Web und vielen weiteren Internet-Portalen und Blogs. Zudem gibt er Datenschutzunterricht für Eltern, Lehrer und Schüler.

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