Twitter-Management mit HootSuite

picture-4Intensiv- und Profitwitterer entwickeln mit der Zeit eine Twitterstrategie, bei der es darum geht mit verschiedenen Accounts zu bestimmten Uhrzeiten bestimmte Tweets abzusetzen und gleichzeitig die Übersicht über Follower, Replys, Direct Messages etc. zu behalten. Mit dem Webfrontend von Twitter selbst stößt man hier schnell an Grenzen. Diverse Clients und Webservices von Drittanbietern sind bereits auf dem Markt, die das Twitter-Management erleichtern und unterstützen. Einer dieser Dienste ist HootSuite.

Wie funktioniert HootSuite?

Nach dem obligatorischen Anlegen eines Accounts lassen sich in HootSuite mehrere Twitteraccounts importieren, die dann zentral über HootSuite verwaltet, mit Inhalten befüllt und über das Statistik-Tool beobachtet und systematisch ausgebaut werden können.

hootsuite

Die Webdarstellung erinnert dabei ein wenig an die Spaltenansicht von Tweetdeck. Am Seitenkopf sind sehr übersichtlich als Tabs dargestellt die einzelnen Accounts angeordnet, so dass man leicht hin- und herspringen kann. Mit dem Auswertungstool von Hootsuite lässt sich der Erfolg der eigenen Tweets messen. Zum Beispiel wird dabei auch berücksichtigt, ob Links, die man getwittert hat auch tatsächlich geklickt wurden. Das gibt wertvolles Feedback auf die eigene Twitterstrategie.

Weitere nützliche Funktionen von Hootsuite sind die Multiautorenfunktion inklusive Rechtemanagement. Das heißt, es können mehrere Autoren über Hootsuite twittern und der Admin kann dabei unterschiedliche Rechte an die Co-Twitterer vergeben. Zeitversetztes Twittern ist ebenfalls möglich sowie die automatische Bespielung der eigenen Twitteraccounts via RSS. Auch schön: Eine Integration mit Ping.fm ist möglich.

An wen richtet sich Hootsuite?

Für den Freizeit- und Gelegenheitstwitterer ist Hootsuite sicherlich nicht gedacht. Wer des Twitterns willen twittert und kein spezielles Interesse an Reichweitenmaximierung hat, braucht diesen Dienst nicht. Wer aber Twitter als Teil des Selbstmarketings bzw. der Unternehmenskommunikation einsetzt, wird sehr wohl einen großen Nutzen aus Hootsuite ziehen können. Insbesondere das Statistik- und Auswertungstool ist hier sehr hilfreich.

Blogpiloten-Fazit:

Ein ansprechend und übersichtlich gestalteter Webservice für professionelles Twitter-Management. Die Multiautorenfunktion sowie die Möglichkeit für statistische Auswertungen und die damit verbundene Reichweitenmessung machen Hootsuite zu einem interessanten Tool für Profitwitterer, die strategisches Mikroblogging betreiben wollen. Zwar spielen Dienste wie Hootsuite hier sicher auch Spammern in die Hände, aber mit denen muss man leider leben, egal ob mit oder ohne Hootsuite.


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Steffen Büffel

Steffen Büffel

ist freiberuflich als Medien- & Verlagsberater, Trainer und Medienwissenschaftler tätig. Schwerpunkte: Crossmedia, Social Media und E-Learning. Seine Blogheimat ist der media-ocean. Außerdem ist er einer der Gründer der hardbloggingscientists. Mitglied des Netzpiloten Blogger Networks.

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10 comments

  1. Unschön, dass man für die Anmeldung diesem Dienst seine Passwords an die Hand geben muss. Verstehe nicht, wenn man schon so innovativ daher kommt, warum man nicht OAuth verwendet.

  2. Hmm, ich bin nicht so richtig überzeugt. Was kann Hootsuite, was Tweetdeck plus Statistik-Tool von bit.ly mir nicht kostenlos ebenfalls bietet? Darüber hinaus kann ich bei Tweetdeck Facebook-Updates meiner Kontakte in einer eigenen Spalte darstellen lassen. Das bei Hootsuite hervorgehobene zeitversetzte und automatisierte Absetzen von Tweets ist eine zweischneidige Sache. Wenn ich merke, dass jmd. über solche Tools vornehmlich seinen Marketingmüll absondert -> unfollow. Ja, man muss mit Spammern leben, zunehmend aber leider auch mit Twitterati, die sich erst durch Einsatz von Tools mit Automatikfunktionen zum Spammen verleiten lassen.

  3. Twittere per Hootsuite privat und für meinen Arbeitgeber. Habe einige Apps ausprobiert (TweetDeck, Seesmic, Powertwitter) und in Handhabung und Funktionsvielfalt ist HootSuite für mich das beste Tool.

    Kann nicht bestätigen, dass man nach einem Testmonat zahlen muss – Hootsuite ist kostenlos. So auch in den faq:
    „HootSuite is currently free. We are currently investigating pricing plans and exciting new features for paid accounts.“

  4. hallo allerseits,
    also ich nutze auch hootsuite. leider habe bin ich noch nicht noch nicht dahinter gekommen wie ich die bestimmte sachen an facebook weiterleite.
    zudem stellt sich indem zusammenhang die frage werden alle tweets von einem bestimmen twitter acount dann auch an fb weitergegeben?
    bei tweetdeck kann man das ja das ja seperat machen…
    tweetdeck habe ich aber aus beruflichen und privaten gründen gegen hootsuite ausgewechselt. gruss

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