All posts under Wissenschaft

Soeben gelandet – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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PRESSE Heise: Die weltweite Gefährdung der Pressefreiheit: Am 3. Mai jährt sich der Internationale Tag der Pressefreiheit zum 23. Mal. Er macht seit 1994 auf die Bedeutung der freien Presse für das Bestehen von Demokratie aufmerksam. Jedes Jahr berichtet im Vorfeld die Organisation Reporter ohne Grenzen von den aktuellen Arbeitsbedingungen [...]
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Sechs Beispiele, wie Twitter die Welt verändert hat

Multiple Tweets Plain (adapted) (Image by mkhmarketing [CC BY 2.0] via Flickr)
Nach 10 Jahren des Dokumentierens der Welt in 140 Zeichen, hat Twitter heute mehr als 300 Millionen aktive Nutzer. Das mögen zwar weit weniger als die 1.5 Milliarden von Facebook sein, aber dafür hat Twitter einen unverhältnismäßig großen Einfluss auf die Welt, zum Teil, weil es eine beträchtliche Anzahl an [...]
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Kann uns AlphaGo bei der Bewältigung des Klimawandels helfen?

Künstliche Intelligenz (image by 849356 [CC0 Public Domain] via Pixabay)new
Anfang März hat zum ersten Mal überhaupt ein Computer (Genauer: Das Computer-Programm AlphaGo) gegen einen Menschen das asiatische Brettspiel Go gewinnen können. Bereits früher haben Computer gegen Menschen in verschiedenen Spielen gewinnen können. So gewann 1997 der IBM-Computer Deep Blue gegen den damaligen Schach-Weltmeister Garri Kasparow, 2011 gewann der IBM-Computer [...]
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Sind Selfies die neuen Sicherheitspasswörter?

Selfie (image by JudaM [CC0 Public Domain] via Pixabay)
Bei dem nächsten Online-Einkauf oder Anruf bei der Bank könnte es schon sein, dass man nicht mehr versuchen muss, sich an sein Passwort zu erinnern. Immer mehr Banken bevorzugen Spracherkennungstechnologien, um die Identität von Kunden zu überprüfen. Mastercard kündigte sogar an, Fingerabdrücke oder Selfies als Identitätsnachweis bei Online-Einkäufen zu akzeptieren. [...]
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Von Störchen mit Stöcken und Menschen mit Theorien

white stork (image by Patrizia08 [CC0 Public Domain] via Pixabay)2-1
Am 21. Mai 1822 konnte man in Mecklenburg ein merkwürdiges Naturschauspiel beobachten. Die Bewohner des Schlosses Bothmer in der Nähe von Wismar entdeckten auf den Wiesen vor dem Anwesen einen Storch, in dessen Hals ein langer Stock zu stecken schien. Nun gut, der Stock schien vielleicht etwas hinderlich beim Fliegen [...]
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Hashtag-Debatte: Wie viel eigene Meinung lässt der Journalismus zu?

Yellow sign - Sanctuary rally #LetThemStay Melbourne (adapted) (Image by Takver [CC BY-SA 2.0] via flickr)
Die eigene Meinung mit einbringen oder eine neutrale Berichterstattung erbringen? Das ist die Frage, die sich viele Journalisten stellen. Die jüngste Entscheidung des Obersten Gerichtshofes, welche Auswahlverfahren für Asylsuchende außerhalb der Landesgrenzen legalisiert, hat nicht nur eine Debatte entfacht, sondern auch die journalistische Objektivität ins Rampenlicht gerückt. Die Debatte ist zweifellos [...]
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Warum man nie ein Gehirn in die Cloud hochladen kann

Exercise Plays Vital Role Maintaining Brain Health (adapted) (Image by A Health Blog [CC BY-SA 2.0] via flickr)
Um die Frage zu klären, ob man ein Gehirn in die Cloud hochladen kann, müsste erst ein wichtiger erkenntnistheoretischer Durchbruch geschehen. In dem ersten Artikel dieser Serie haben wir gesehen, dass man den Verstand und den Körper nicht voneinander trennen kann und auch, warum die Robotertechnik es nicht schafft, beide Sachen nachzuahmen. Die [...]
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Das Jahr 2015 in Wissenschaft und Technik

Encounter (Teaser by Johns Hopkins University (CC0 Public Domain), via Wikimedia Commons)
Dieses Jahr kam und ging fast so schnell, wie die New Horizons-Raumsonde der NASA am weit entfernten Zwergplaneten Pluto vorbeischwirrte. Dennoch hat es New Horizons geschafft, vieles aus seinem Vorbeiflug herauszuholen und damit verblüffende Bilder von Pluto zu enthüllen, die zeigen, dass er weit davon entfernt ist, eine stille eisige [...]
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Sechs Erfindungen, die die Archäologie revolutionieren

Athina Pronaia Sanctuary at Delphi (Image: Luarvick [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons)
Die Archäologie hat grosse Fortschritte gemacht, und erzählt uns immer genauer, wer wir sind. Dabei hilft modernste Technik und das gute alte Google Earth. Innerhalb der letzten zehn Jahre hat es eine stille Revolution in der Archäologie gegeben. Die hat es den Archäologen gewissermaßen erlaubt, den Boden untersuchen zu können, [...]
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5 Lesetipps für den 11. Dezember

In unseren Lesetipps geht es heute um den Musikdienst Aurous, Drohnen mit Wärmeblick, ungültige Führerschein-Regeln, Twitter und die Tagesschau auf Instagram. Ergänzungen erwünscht. AUROUS heise online: Musikdienst Aurous macht nach Klage der Musikindustrie dicht: Gerade erst im Oktober gestartet und schon wieder vom Markt. Die Musik-App Aurous musste aufgrund einer Klage [...]
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Wie Afrika von Big Data profitieren kann

Boy with Ring (adapted) (Image by jm whalen [CC BY 2.0] via flickr)
Big Data wird immer mehr als Lösung des Armutsproblems von Afrika angesehen. Zu Recht? Big Data ist eine Art Berühmtheit geworden. Jeder spricht davon, trotzdem ist nicht ganz klar, was es ist. Um die Relevanz für die Gesellschaft zu erkennen, ist es erforderlich in der Zeit zurückzugehen um zu verstehen, [...]
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Wie Computer die Wissenschaft kaputt machen

Historic Computer (image by U.S. Army Photo [CC0 Public Domain])
Die Reproduzierbarkeit ist einer der Grundpfeiler der Wissenschaft. Bekannt geworden ist die Idee durch den britischen Wissenschaftler Robert Boyle um 1660. Grundsätzlich geht es darum, dass eine Entdeckung reproduzierbar sein muss, um wissenschaftlich anerkannt zu werden. Im Grunde sollte gelten, dass jeder die gleichen Ergebnisse erhält, wenn man die vorgeschriebene [...]
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5 Lesetipps für den 12. November

In unseren Lesetipps geht es heute um die Zukunft von Open Access, Glück ohne Facebook, Tor beschuldigt das FBI, Provokation durch Shitstorm und rassistisches Clickbaiting. Ergänzungen erwünscht.

  • OPEN ACCESS iRights.info: Lambert Heller: „Wie frei soll das Betriebssystem der Wissenschaft sein?“: Verlage wie Elsevier geraten verstärkt in die Kritik aus der Wissenschaft. Doch sie verfolgen nicht nur Auslaufmodelle wie das klassische Journal, sondern arbeiten bereits am zukünftigen „Betriebssystem der Wissenschaft“. Für Lambert Heller vom Hannoveraner Open Science Lab ist die entscheidende Frage, ob die Wissenschaft freie Alternativen dazu entwickeln kann. iRights.info hat ihn dazu interviewt.

  • FACEBOOK ScienceAlert: Yep, science confirms that quitting Facebook makes people happier: Mitte Oktober habe ich auf Medium darüber gebloggt, wie ich Facebook verlassen habe, da mir die Timeline überhaupt keinen Mehrwert lieferte und wieso ich mich wieder anmelden musste, Facebook aber nicht mehr wie früher nutze (jetzt als Messenger-Kontaktbuch statt soziales Netzwerk mit Freunden). Eine dänische Untersuchung hat nun ergeben, dass 88 Prozent der TeilnehmerInnen, die sich bei Facebook abgemeldet haben, danach glücklicher waren. Der Grund ist einfach: man hat wieder mehr sich selbst im Fokus als das vom Facebook-Algorithmus gehighlightete Leben der anderen.

  • ANONYMITÄT Ars Technica: Tor director: FBI paid Carnegie Mellon $1M to break Tor, hand over IPs: Tor-Programmdirektor Roger Dingledine hat eine noch nicht belegte Beschuldigung gegenüber dem FBI und der zu Computersicherheit forschenden Firma Carnegie Mellon geäußert, die es in sich hat – egal ob sie wahr ist oder nicht. Dingledine behauptet, dass Carnegie Mellon vom FBI über eine Million US-Dollar bekommen hat, um Tor zu knacken und an die IP-Informationen der Nutzer zu kommen. Dies wäre ein skandalöse Kooperation einer US-Regierungsbehörde mit einem Privatunternehmen. Genauso groß wäre aber der Schaden für Tor, wenn diese Behauptung nicht demnächst auch belegt werden.

  • SHITSTORM Der Lampiongarten: Der Shitstorm als Mittel der politischen Kommunikation: Auf seinem Blog schreibt Sebastian Baumer über die Idee hinter Empörung auslösenden Shitstorms und wie gerade mit ihren rechten Thesen stets auffallende Provokateure – wie CDU-Politikerin Erika Steinbach, der Schriftsteller Akif Pirinçci oder US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump – so auch mit den krudesten Aussagen, durch die zu erwartende Empörung, Reichweite bekommen und den rechten Rand unserer Gesellschaft noch besser erreichen.

  • CLICKBAITING Stefan Niggemeiers Blog: Die erfolgreiche Social-Media-Strategie von „Focus Online“: Ähnlich perfide wie die Shitstorm-Profiteure nutzt Focus Online die Mechanismen von Provokationen aus und setzt vor allem auf den rechten Rand unserer Gesellschaft ansprechende Formulierungen. Auf seinem Blog zeigt Stefan Niggemeier das System auf, welches Focus-Online-Chefredakteur Daniel Steil abstreitet und nicht sehen will. Die Art und Weise, wie Focus Online seine Reichweite steigern will, ist schon länger kritikwürdig und eher abschreckend – die neue Strategie „rassistischen Clickbaitings“ ist extrem widerlich.

CHIEF-EDITOR’S NOTE: Wenn Ihnen unsere Arbeit etwas wert ist, zeigen Sie es uns bitte auf Flattr oder indem Sie unsere Reichweite auf Twitter, Facebook, Google+, Soundcloud, Slideshare, YouTube und/oder Instagram erhöhen. Vielen Dank. – Tobias Schwarz

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

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Am Freitag den 13. stürzt Weltraumschrott auf die Erde

Earth Horizon (adapted) (Image by DonkeyHotey [CC BY 2.0] via flickr)
  Es wird vorhergesagt, dass ein mysteriöses Trümmerteil aus dem Weltraum namens WT1190F gegen 06:20 GMT am Himmel über dem Indischen Ozean wieder in die Erdatmosphäre eindringen wird. Obwohl es voraussichtlich etwa 100 km vor der Südküste Sri Lankas verglühen wird, ist es nicht ausgeschlossen, dass kleinere Fragmente auf die [...]
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Von Science-Fiction zur Wirklichkeit: Der Beginn des Biofabrikants

Biotechnology (adapted) (Image by Idaho National Laboratory [CC BY 2.0] via Flickr)
Die Wissenschaft holt die Science-Fiction ein: in Zukunft wird der Beruf des Biofabrikants der Menschheit vollkommen neue Möglichkeiten eröffnen. Im vergangenen Jahr gelang es beispielsweise einem gelähmten Mann wieder zu laufen, nachdem eine Zellbehandlung in seinem Rückenmark eine Lücke schließen konnte. Dutzende Menschen haben bionische Augen implantiert und damit ist [...]
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Gewinnspiel: Tech Open Air 2015

TOA Berlin Day 2 - Dan Taylor - Heisenberg Media (adapted) (Image by Heisenberg Media [CC BY 2.0] via Flickr)
Bei der vierten Ausgabe des Tech Open Air können sich Besucher über die verschiedensten Bereiche, die Tech als Gemeinsamkeit haben, austauschen und an den umfangreichen Satelliten Events teilnehmen. Zusätzlich habt ihr die Chance 2×2 Tickets zu gewinnen!Tech Open Air in der Alten Teppichfabrik in Berlin statt. Hier erzählen 120 internationale [...]
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LeWeb: Wie Mendeley weitere Science Startups fördert

Mendeley Founders (adapted) (Image by Team Mendeley [CC BY 2.0] via Flickr)
Das deutsche Science Startup Mendeley ist ein globales Vorbild und hilft jetzt, Startups aus der Wissenschaft zu fördern. Im Dezember 2014 unterhielt ich mich auf der LeWeb mit Victor Henning von Mendeley, einem der drei Gründer der Plattform, die Publikationen von Forschungsergebnissen digitalisieren will und so die internationale Forschergemeinschaft miteinander [...]
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One Spark: Die Crowd will – die Wissenschaft will nicht

Science Fish (adapted) (Image by Steve Rainwater [CC BY SA 2.0], via flickr)
In einem Gastbeitrag erklärt uns One Spark-Juror Karsten Wenzlaff, warum in Deutschland Crowdfunding für die Wissenschaft fast unmöglich ist. // von Karsten Wenzlaff Am 13. September findet in der Berliner Platoon-Kunsthalle das internationale Crowdfunding-Festival One Spark statt. Die Netzpiloten sind als Medienpartner live vor Ort dabei und berichten, aber bis [...]
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Reddit, Imgur und Twitch öffnen sich

BASIC Week at retroBattlestations (adapted) (Image by Blake Patterson [CC BY 2.0], via flickr)
Das neue Projekt DERP bringt mehrere Webseiten zusammen, die jeweils über einen aktiven und großen Userstamm verfügen. Künftig soll es für Wissenschaftler leichter sein, an Daten von sozialen Netzwerken zu gelangen. Bisher haben sich Untersuchungen als sehr kompliziert erwiesen, die über mehrere Internet-Plattformen hinweg Daten sammeln und auswerten sollen. DERP [...]
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Mit der Crowd zur Wissenschaftsmagazin-App „Substanz“

Wenn traditionelle Verlage Grenzen setzen, packt man es eben selbst an. Crowdfunding ebnet zwei Wissenschaftsjournalisten den Weg für das Digitalmagazin „Substanz“. // von Julian Heck Starre Strukturen, Abhängigkeit, Ressourcenmangel – große Verlage machen sich selten einen Namen als Vorantreiber von Innovationen. Dafür fehlt scheinbar das Geld, mindestens aber Mut und [...]
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#mehrwissen: Die Wissenschaft des Heavy Metal (Teil II)

400m Gallows circle-pit (adapted) (Image by Pete [CC BY 2.0] via Flickr)
Im zweiten Teil des Artikels über die Wissenschaft des Heavy Metals geht es um Mosh Pits, Circle Pits und die Signale, die Festivalbesucher aussenden. Die Musikrichtung Heavy Metal wird immer mehr zum vielfältigen Forschungsgebiet für die Wissenschaft, die dabei interessante Erkenntnisse sammelt. Forscher befassen sich nämlich nicht nur – wie [...]
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#mehrwissen: Cyborgs – Ich Roboter, du Roboter?

Robot (Image by Rog01 [CC BY-SA 2.0] via Flickr)
Cyborgs sind Mischwesen aus lebendigem Organismus und Maschine, aber auch Vereinsmitglieder und ein Forschungsgegenstand mit vielen Gesichtern. Am vergangenen Samstag hat sich in Berlin der Verein „Cyborgs – Gesellschaft zur Förderung und kritischen Begleitung der Verschmelzung von Mensch und Technik“ gegründet. Cyborgs, also kybernetische Organismen, stellen die materielle Verschmelzung von biologischem [...]
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Google-Roboter: Mit Werbemilliarden zum Maschinen-Schöpfer

Die Internetfirma Google investiert beträchtliche Summen in eine Zukunft, in der Roboter menschliche Arbeitskraft ergänzen oder gar ersetzen könnten. Bei der Suche nach neuen Einnahmequellen ist der Internetkonzern Google fündig geworden: Robotik soll langfristig zu einem wichtigen Geschäftsfeld neben der Internet-Werbung ausgebaut werden. Der ehemalige Android-Chef Andy Rubin höchstpersönlich wurde mit der futuristischen Aufgabe betraut. Die Übernahme der Roboter-Firma Boston Mechanics zeigt, dass die selbstfahrenden Google-Autos könnten da nur ein Vorgeschmack auf das sind, was Google in seinen geheimen Laboren entwickelt.

Google ist eine Internet-Firma, die mit Werbung pro Quartal viele Milliarden Dollar Umsatz macht, richtig? Ja, darauf können sich wohl alle einigen. Zuletzt waren es mehr als 12,5 Milliarden Dollar im dritten Geschäftsquartal 2013, das sind 84 Prozent des gesamten Umsatzes. Allerdings ist der “Cost per Click”, als das Geld, das Google im Schnitt pro angeklickter Anzeige bekommt, um acht Prozent gesunken und gibt einen negativen Ausblick auf die künftigen Werbeumsätze. Dementsprechend interessant ist es zu beobachten, wie Google immer mehr Produkte auf den Markt wirft, die nicht mit Reklame Geld machen. Smartphones von Motorola, Bezahl-Dienste wie “Play Music All Access” oder “Drive”, kostenpflichtige Apps für Android-Handys, Internetanschlüsse via “Google Fiber” – der Internet-Konzern versucht, neue Einnahmequellen neben der noch lukrativen Werbung aufzumachen. Diversifizierung nennen die Profis das.

Beim so genannten “Earnings Call” zum dritten Geschäftsquartal 2013 Mitte Oktober hat Google-CEO Larry Page in diesem Zusammenhang eine bemerkenswerte Äußerung gemacht: “My struggle in general is to get people to spend money on long-term R&D. At most companies, 99 percent of R&D is incremental. I view my job as the opposite, to get people to spend on long-term R&D. People have a perception that’s material, but that’s not been my experience. Even the investments we’ve announced, like Calico (the new health initiative), while they’re significant dollar amounts, they’re not significant for Google.” Frei übersetzt: Google soll künftig viel mehr Geld in die Entwicklung neuer Produkte stecken als die bisherigen zwei Milliarden Dollar pro Quartal. Doch welche Dinge könnte die Firma aus Mountain View denn bauen, mit denen sie in Zukunft neue Märkte aufmachen?

Seit vergangenem Freitag gibt es eine ziemlich eindeutige Antwort auf diese Frage: Roboter. Da wurde bekannt, dass Google Boston Dynamics (übrigens Zulieferer der DARPA-Behörde des US-Verteidigungsministeriums) aufgekauft und seine Sammlung auf insgesamt 8 übernommene Roboter-Firmen 2013 erhöht. “BigDog”, “Cheetah” oder “WildCat” heißen die Schöpfungen von Boston Dynamics, die Tieren nachempfunden sind, ziemlich furchteinflößend sind und irgendwie an dystopische Roboterinvasions-Science-Fiction denken lassen. “BigDog” kann durch Schnee stapfen und 150 Kilo tragen, “Cheetah” läuft mit 45,5 km/h schneller als Usain Bolt, und der humanoide Roboter “Petman” soll chemische Schutzanzüge testen – aber seht selbst:


WildCat

Petman

BigDog


Der Mann, der Googles Roboterarmee bauen soll, ist der 50-jährige ehemalige Apple-Mitarbeiter Andy Rubin – jener Entwickler, der das Betriebssystem Android groß gemacht hat, das heute auf mehr als einer Milliarde Geräten weltweit installiert ist. Welche Produkte die neue, von Rubin geleitete Roboterabteilung von Google hervorbringen wird, ist heute noch ungewiss – jetzt stehen erst einmal Jahre der intensiven Entwicklung an. Nimmt man aber die Boston-Dynamics-Roboter mit den Produkten der anderen aufgekauften Firmen zusammen – u.a. Schaft, Industrial Perception, Redwood Robotics, Bot & Dolly, Meka Robotics, Holomni -, ergibt das ein schlüssiges Bild. Google geht es nicht um Spielzeug, sondern um Arbeitsmaschinen; um Roboter, die in Fabriken, auf Baustellen oder in der Landwirtschaft arbeiten können. Techcrunch-Autor John Biggs sieht weitere Anwendungsmöglichkeiten: “Google is a data company and needs far more data than humans alone can gather. Robots, then will be the driver for a number of impressive feats in the next few decades including space exploration, improved mapping techniques, and massive changes in the manufacturing workspace”, schreibt er. Die GoogleBots könnten Seite an Seite mit dem Menschen arbeiten, uns vertreten oder gar ersetzen, und Google selbst könnte über die via Roboter erfassten Daten noch mehr über die Welt erfahren als heute über seine Suchmaschine und die Android-Smartphones.

Nun, bis “BigDog” Schafherden über die Weiden treibt und “Cheetah” als flotter Paketbote durch unsere Straßen jagt, werden noch viele Jahre vergehen. Doch auch andere Firmen dringen in den Bereich vor. Amazon sowie der iPhone-Fabrikant und Apple-Partner Foxconn wollen Roboter statt Menschen in ihren Lagerhallen bzw. Fabriken arbeiten lassen, und Facebook wird ein Labor für Künstliche Intelligenz, die man zur Beseelung von Maschinen braucht, einrichten. Je weiter die Robotik sich entwickelt, desto drängender werden auch die Fragen nach ihrem Einfluss auf die Gesellschaft sein. Wer wird die Roboter kaufen, besitzen und betreiben dürfen? Wie viele Arbeitsplätze werden diese intelligenten Maschinen kosten? Und: Werden die Tech-Kreaturen gemäß Asimovs Robotergesetzen so programmiert, dass sie Menschen keinen Schaden zufügen können und somit im Krieg nicht einsetzbar sind?


 


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#mehrwissen: Böse Bakterien, gute Bakterien

Bacterial Spores (adapted)(Image by adonofrio [CC BY 2.0], via flickr)
Wer wissen will, wie eine Zukunft ohne Antibiotika aussehen wird, der werfe einen Blick in die Vergangenheit. Vor der Erfindung des ersten Antibiotikums Penicillin 1928 durch Sir Alexander Fleming starben fünf von hundert Frauen bei der Geburt. Einer von neun Menschen mit einer Hautinfektion überlebte nicht, drei von zehn Lungenentzündungen [...]
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Infotainment wird zur Wissenschaft – der Galileo-Shitstorm

Gilt es als pädagogisch wertvoll zu wissen, wie schwer das größte Steak der Welt ist… und wo man es kaufen kann? Gilt es als intellektuell anspruchsvoll zu erfahren, mit welcher Holzkohle man den besten Geschmack seiner Bratwurst beim Grillen erzeugen kann? Und vor allem sind das Themen, worüber ein Wissensmagazin berichten sollte? Derzeit erleben wir wieder einen Shitstorm, der auch mich bewegt. Denn die Message spricht mir aus der Seele: es geht um die Verdummung einer ganzen Generation. Ziel der rasenden Meute: das „Wissensmagazin“ Galileo.

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Wikimedia-Preis für den besten Wissenschaftsbeitrag

Wikimedia Zedler MedailleEin Leben ohne Wikipedia können wir uns kaum noch vorstellen. (Hand auf’s Herz: wie oft hast du diesen Monat dort schon etwas nachgeschaut?) Doch auch in der Wikipedia gibt es noch immer Lücken. Damit diese schneller geschlossen werden, vergibt Wikimedia Deutschland Wikimedia – Betreiber der deutschen Wikipedia – einmal pro Jahr einen Preis für herausragende neue Lexikonbeiträge. Die Zedler-Medaille belohnt seit 2007 Beiträge aus den Kategorien Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften.

Anlässlich des Wissenschaftsjahres 2010 mit Schwerpunkt „Zukunft der Energie“ geht der Zedler-Sonderpreis diesmal an einen herausragenden Artikel im Themenfeld Energie und Energieforschung. Und weil ein gutes Lexikon nicht nur von Texten, sondern auch von aussagekräftigen Illustrationen lebt wird es dieses Jahr begleitend einen Bildwettbewerb geben, der Fotos und Grafiken auszeichnet.

Teilnahmeschluss für die Einreichung von Beiträgen ist der 30. September, die Details gibt’s bei Wikimedia.

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Publizieren: „Warten, bis Dinosaurier aussterben“

„Die Verlage haben Angst“, sagt Lukas Rieder. Angst davor, ihre Rechtfertigung für den Produktionsprozess zu verlieren. Rieder bietet bei „atoms&bits“ eine Veranstaltung zum „Neuen Publizieren“ an – naheliegend, denn er hat das Startup paperc gegründet, das wissenschaftliche Literatur leichter veröffentlichen und online zugänglich machen will. Weiterlesen »

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Interview: „Wissenschaft muss öffentlicher werden“

maschen

Die Themen Wissenschaft, Bildung, Lebenslanges Lernen und Co. blitzen immer mal wieder in der öffentlichen Debatte auf. Gerade in Wahlkampfzeiten wird gerne mehr Geld für Forschung und Lehre, Wissenschaft und Bildung gefordert oder von der Politik versprochen. Egal, ob aus diesen Absichtsbekundungen auch tatsächlich Projekte werden oder nicht, lassen sich neben diesen politisch motivierten und medial plakativ inszenierten Bildungsoffensiven beim wissenschaftlichen Nachwuchs im Bildungssektor selbst Innovatoren ausmachen, die wirklich etwas bewegen. So zum Beispiel Dr. Christian Spannagel, Juniorprofessor von der PH Ludwigsburg. Im Interview mit den Blogpiloten erläutert er sein Selbstverständnis als „öffentlicher Wissenschaftler“ und erklärt, wie er durch das Social Web zusammen mit anderen Innovatoren ein Netzwerk aufgebaut hat, das die Art und Weise wie wir über Lehren und Lernen nachdenken revolutionieren könnte. Weiterlesen »

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