All posts under Wearables

FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • SXSW rp-online: Trends auf der Digitalkonferenz in Texas – Worüber die SXSW spricht: Das Ende der Smartphone-Ära, die moderne Familie mit Roboter und der große Podcast-Boom – das alles sind Themen, welche die Digitalszene auf der diesjährigen SXSW beschäftigen. Bis zum 18. März findet die jährliche South by Southwest Digitalkonferenz noch statt. Was mal als Musikfestival angefangen hat, gewinnt jährlich mehr und mehr Bedeutung im Zuge der Digitalisierung. Aber auch netzpolitische Themen werden wichtiger. Die South-by-Southwest hat sich zur wichtigsten Netzkulturkonferenz der Welt gemausert. So überraschte beispielsweise auch Tesla-Chef Elon Musk mitsamt dem befreundeten Jonathan Nolan (Westworld) bei einer Podiumsdiskussion mit seinem Auftritt.

  • HEALTHINEERS sueddeutsche: Siemens feiert an der Börse: Der Konzern Siemens hat jetzt Teile seiner Medizinsparte verkauft und ist damit am Freitagmorgen an die Börse gegangen. Der Ausgabepreis für die Aktie lag bei 28 Euro, dieser stieg zum Handelsstart aber auch gleich auf 29,30 Euro. “Healthineers” ist Weltmarktführer für Röntgengeräte sowie für Apparate für Magnetresonanz- und Computertomografie. Die Siemens Medizinsparte gilt mit Healthineers als einer der profitabelsten Bereiche des Konzerns. Die Süddeutsche beantwortet die wichtigsten Fragen zum Börsenstart der Siemenstocher.

  • WEARABLES t3n: Google tauft Android Wear in Wear OS um – diese Smartwatches bekommen das Update: Wearables wie Smartwatches sind nach wie vor ein großes und lukratives Thema. Google hat sein Projekt “Android Wear” jetzt eingestampft und as “Wear OS” neu aufgezogen. Jeder dritte nutzt Smartwtaches mit einem iPhone, weswegen Google den Schritt für sinnvoll erachtete. Die 2014 angekündigte Wearable-Plattform wird dann nicht mehr nur ausschließlich für Android kompatibel sein. Viele der auf dem Markt befindlichen Modelle sollen in den kommenden Wochen ein entsprechendes Update auf Wear OS erhalten. Dieses werde begleitet von einer neuen Smartphone-App mit entsprechenden Anpassungen. Bei t3n gibt es eine Liste mit allen Smartwatches, die in nächster Zeit das Update erhalten!

  • REDDIT zeit: Den Schreihälsen den Spielplatz nehmen: Sie ist die “Titelseite des Internets” – die Foren-Plattform Reddit steht an der Spitze der meistbesuchten Websites in den USA. Gleichzeitig befand sich die Website aber die letzten Jahre in einer Identitätskrise. Seit Steve Huffmann seit 2015 wieder Geschftsführer des Konzerns ist, soll dies aber abgewendet werden. Zuletzt wurde bekannt, dass während der letzten US-Präsidentschaftswahl auch auf Reddit die Meinungen der Nutzer durch russische Propaganda beeinflust wurde. In einem Gespräch auf der SXSW bestätigte Huffman, dass die Plattform Hunderte verdächtige Profile gesperrt habe und die Sache ernst nehme.

  • NINTENDO LABO golem: NINTENDO LABO AUSPROBIERT:Licht und Pappen: Auf einem Anspiel-Event im Hamburger Prototyp Museum konnten sich Presse, Influencer und ausgewählte Endkunden jetzt mit dem “Nintendo Labo” austoben. Wie Anfang des Jahres stellte Nintendo mit Labo eine Erweiterung zu ihrer aktuellen Galionsfigur – der Nintendo Switch – vor. Das Bastel-Konzept der Papp-Produktlinier stieß im Netz auf geteilte Meinungen. Kreativität beweist Nintendo damit aber allemal und schafft es sich gekonnt von der Konkurrenz à la PlayStation 4 und Xbox One abzusetzen. Am 27. April kommt die Nintendo Labo Linie in den Handel. Es bleibt spannend, wie das innovative Spielkonzept bei der breiten Masse ankommt!

Weiterlesen »

Garmin Fenix 5 im Test: Es geht auch ohne Touch-Display

Garmin Fenix 5 im Test (Image by Jonathan Kemper)

In den letzten Monaten hatte ich die Garmin Fenix 5 fast rund um die Uhr am Handgelenk. Die Sportuhr mit Smartwatch-Features wurde auf der diesjährigen CES in Las Vegas vorgestellt und soll alle Bedürfnisse des Technik-Enthusiasten und Teilzeit-Sportlers befriedigen. Ich bin zwar nur in einer dieser beiden Zielgruppen, trotzdem lest ihr hier meine Erfahrungen im Test.

Kein Touchscreen – ist aber auch nicht schlimm

Eigentlich dachte ich, ich hätte mich vor dem Test der Garmin Fenix 5 umfassend mit der Smartwatch beschäftigt. Als sie dann bei dem ersten Anschalten jedoch nicht auf meine Touch-Eingaben auf dem Display reagierte, war ich überrascht. Tatsächlich besitzt die Fenix 5 überhaupt keinen berührungssensitiven Bildschirm. Die komplette Steuerung erfolgt über die fünf Knöpfe – zwei rechts und drei symmetrisch angeordnet auf der linken Seite. Das klingt unübersichtlich und kompliziert, ist jedoch in Kürze intuitiv zu erlernen.

Der obere Knopf auf der rechten Seite hebt sich dank einer roten Umrandung optisch etwas von den anderen ab und ist der „Ok“-Knopf. Bei längerem Drücken startet er zudem die Sportartauswahl beim Aufzeichnen einer Aktivität. Darunter befindet sich der „Zurück“-Button, der funktioniert, wie man es erwartet. Auf der anderen Seite befinden sich die Tasten für Licht sowie „hoch“ und „runter“. Diese Aufteilung ergibt durchaus Sinn. Denn während der Knopf fürs Licht die Beleuchtung des Displays für kurze Zeit an- und wieder ausschaltet, lässt sich mit den unteren beiden schnell durch die Navigation blättern. Hat man die einzelnen Funktionen der Buttons mal vergessen oder kann sie sich am Anfang nicht so schnell einprägen, gibt es in der Lünette dezent eingravierte Beschriftungen.

Style für das Geld

Die Klassifizierung der “Sportuhr” hat irgendwie einen faden Beigeschmack und klingt nach funktionaler, aber keinesfalls hübscher Technik. In meinen Augen stimmt das bei der Garmin Fenix 5 aber absolut nicht. Mehrmals wurde ich auf sie von Freunden und Bekannten angesprochen, denn sie macht echt was her. Die metallisch etwas glänzende Lünette ist mit fünf kleinen Schrauben am Body befestigt. Auf der Innenseite gibt es feine Zeiger für analoge Watchfaces. In der günstigsten und der hier ausprobierten Variante wird die Garmin Fenix 5 mit einem Silikonarmband ausgeliefert, das ausgesprochen bequem ist. Das Metallarmband schlägt mit einem Aufpreis von 150 Euro zu Buche. Dank des QuickFit-Verschlusses lassen sich jedoch auch Bänder von Drittherstellern anklemmen, die teilweise schon für wenig Geld zu bekommen sind.

Die Garmin Fenix 5 hat eine Dicke von rund 15 Millimetern, wirkt aber selbst an meinen schmächtigen Handgelenken keinesfalls überdimensioniert. Zudem ist sie auch 24 Stunden am Tag gut tragbar, trotz der Maße. Selbst in der Nacht habe ich sie nicht abgenommen und hatte beim Schlafen keine Probleme – wollte ich doch auch morgens auf den äußerst effektiven Vibrationswecker vertrauen – nur vorm Duschen habe ich sie entfernt. Das Standardmodell Fenix 5 ist lediglich mit 47 Millimetern Durchmesser erhältlich. Während das Schwestermodell Garmin Fenix 5S 42 Millimeter misst, weist das Topmodell 5X 51 Millimeter Durchmesser auf.

Garmin Fenix 5
Image by Jonathan Kemper

Garmin Fenix 5 – Wie smart denn jetzt?

Ist die Garmin Fenix 5 nun eine Sportuhr oder doch eine Smartwatch? So ganz will Garmin vom smarten Areal nicht ablassen. Denn es gibt einen “Appstore”, der über die zugehörige Connect-App erreicht wird. Dieser ist mehr schlecht als recht optimiert und leitet auf eine Webseite weiter. Bei “Connect IQ” finden sich unter den über 1.000 Anwendungen (zum Vergleich: Die Apple Watch besaß ein halbes Jahr nach Veröffentlichung schon über 10.000) hauptsächlich neue analoge Watchfaces, teilweise mit einem erweiterten Funktionsumfang wie Wettervorhersage oder Sonnen- und Mondaufgang. Und wirklich optisch ansprechend sind davon nur die wenigsten.

Das Display wirkt allgemein sehr bläulich. Es ist nach Anschalten der Hintergrundbeleuchtung in der Sonne problemlos ablesbar. Von Haus aus sind Features wie Musiksteuerung des Smartphones vorinstalliert, die bei Spotify und Google Play Musik meistens funktionierten. Schicke Anzeigen wie das aktuelle Coverart dürft ihr aber nicht erwarten. Im besten Falle kannst du den kompletten Songtitel ablesen. Benachrichtigungen werden ebenfalls weitergeleitet. Nachrichten von WhatsApp, Facebook oder Twitter können also direkt auf der Uhr gelesen werden. So könnt ihr mit einem Blick entscheiden, ob es sich jetzt wirklich lohnt, das Smartphone für eine Antwort aus der Tasche zu ziehen.

Garmin Fenix 5
Image by Jonathan Kemper

Zwo, eins, ab: Auch fit im Wasser

Extra für den Test der Garmin Fenix 5 ging es dann auch ins kühle Nass. Und dort konnte sich die massive Uhr beweisen. Das Tracking über ein rund eineinhalb-stündiges Training (also Bahnen ziehen, nicht planschen) funktionierte bis auf 25 Meter genau. Die Uhr kam allerdings nicht mit dem Schwimmstilwechsel von Rücken auf Kraul klar, weil die Armbewegungen sich hier ähneln. Möglicherweise bekam der Bewegungssensor diese Änderung nicht mit. Auf drei geschwommene Kilometer (120 Bahnen) ist die Genauigkeit aber durchaus ausreichend.

Durch das hohe Gewicht der Uhr von 85 Gramm ist sie ergonomisch gesehen für den Schwimmsport leider nicht optimal. Zu viel Spiel zwischen Gelenk und Uhr sorgt dafür, dass die Garmin Fenix 5 bei jedem Armzug gegen die Handrückseite schlägt. Das kann nerven, im schlimmsten Fall sogar weh tun. Leichtere Fitness-Tracker wären für diese Sportart also vielleicht besser geeignet. Die Fenix 5 besitzt neben dem fürs Schwimmbad als eine der wenigen Watches ein eigenes Sportprofil für Schwimmen im Freiwasser oder einen Triathlon.

Vollblutsportler sind mit der Garmin Fenix 5 gut beraten, da sie auch als Hub für weiteres Zubehör fungiert. Es gibt beispielsweise einen Golfschwungsensor, einen Fahrrad-Leistungsmesser oder einen Brustgurt für eine noch genauere Herzfrequenzmessung.

Garmin Fenix 5
Image by Jonathan Kemper

Fazit und Alternativen

Als “GPS-Multisport-Smartwatch”, wie der Schweizer Hersteller sie selber nennt, richtet sich die Garmin Fenix 5 vor allem an vielseitige Sportler, die jedoch auch im Alltag mit wenigen smarten Features beglückt werden wollen. Dreht ihr nur hin und wieder eine Runde um den Block, ist die Fenix mit einem Preis von aktuell 700 Euro viel zu überdimensioniert.

Eine Smartwartch ist die Garmin Fenix 5 in dem Sinne nicht, sondern vielmehr eine sehr potente, zukunftssichere und ausdauernde Sportuhr. Wenn ihr jedoch nach einer smarten Uhr mit ein paar Sportfeatures sucht, die sich jedoch ebenfalls mit dem iPhone wie mit Android-Smartphones versteht, seid ihr vielleicht mit der Samsung Gear S3 gut beraten. Die Gear S3 ist zudem stoßsicher und wasserdicht, kostet jedoch eine ganze Ecke weniger.

Wenn euch die smarten Aspekte wie Musiksteuerung oder ein Appstore schon zu viel sind, ihr aber einen schlanken Begleiter für Sporteinheiten euer Eigen nennen wollt, ist ein Tracker eine gute Alternative. Wir haben die besten dieser Kategorie in einer Übersicht zusammengefasst.

Die Superuhr von Garmin bei Amazon (Provisons-Link)


Images by Jonathan Kemper


Weiterlesen »

FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • GOOGLE computerbase: Google AutoDraw: Intelligentes Web-Tool optimiert krakelige Skizzen: Autocorrect für Zeichnungen? Es wirkt eher wie ein verspäteter Aprilscherz, aber Google hat jetzt mit AutoDraw ein intelligentes Web-Tool für die gescheiterten Künstler unter uns gelaunched. Mittels Machine Learning soll AutoDraw die Objekte erkennen, die der Nutzer gekritzelt hat un schlägt daraufhin Cliparts von professionellen Künstlern vor. Noch ist diese Motiv-Datenbank eher geringfügig bestückt, soll aber erweitert werden und per Machine Learning wird AutoDraw selbst vage Zeichnungen auch schneller und einfacher erkennen können.

  • PRIME NOW handelsblatt: Amazon wird zur Hoffnung für Einzelhändler: Frische Lebensmittel innerhalb einer Stunde geliefert bekommen – Amazon Prime Now arbeitet jetzt mit lokalen Geschäften in Berlin zusammen und könnte eine neue Hoffnung für den stationären Handel darstellen. Mitglieder des Amazon-Abodienstes Prime Now können sich die per App bestellten Waren in einem bestimmten Zeitfenster von zwei Stunden oder innerhalb von einer Stunde nach Hause liefern lassen. Für die Lieferung innerhalb einer Stunde muss allerdings ein Aufpreis bezahlt werden.

  • TECH wired: Kommen bald biegsame Datenspeicher aus dem Drucker?: Den Möglichkeiten sind quasi keine Grenzen gesetzt – flexible elektronische Bauteile für Elektrogeräte sind stark im Kommen und ermöglichen ganz neue Wearables und Smartphones. Sechs Studenten aus dem amerikanischen Durham haben es mit einem speziellen Drucker geschafft Nanopartikel auf eine Oberfläche zu drucken und so einen flexible Speicher zu erstellen. Mit dieser Technologie ist ein Einsatz auf beispielsweise Plastikfolien oder Papier möglich.

  • LAN-PARTY heise: “Cyber Days”: Bundeswehr sucht IT-Spezialisten: Eine etwas andere LAN-Party – die Bundeswehr sucht jetzt mittels der “Cyber Days” nach IT-Spezialisten. Vom 18. bis 21. April sucht die Bundeswehr an vier Standorten nach Nachwuchs für ihre digitalen Streitkräfte. Jeweils 30 Teilnehmer pro Standort haben die Chance einen Einblick in das Leben am Bundeswehrstützpunkt zu erhalten und anschließender LAN-Party. Die „Cyber Days“ sind Teil des „Projekts Digitale Kräfte“, mit dem die Bundeswehr IT-Spezialisten sucht.

  • DROHNEN zeit: Ihre Drohne benötigt nun eine Anschrift: Sie sind weiterhin beliebt wie eh und je und in Deutschland schwirren derzeit 500.000 von ihnen durch die Luft – jetzt ändert sich aber etwas. Ab sofort gilt die neue Drohnenverordnung – das heißt die Multikopter benötigen jetzt Kontaktdaten. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hatten den Entwurf vorgelegt, um für mehr Sicherheit zu sorgen, aber auch neue Chancen für diese Technologie zu eröffnen. Bis Oktober sollten sich private und gewerbliche Besitzer noch mit den Vorgaben auseinander setzen, dann werden die Richtlinien nochmal verschärft.

Weiterlesen »

Leben wir in der Matrix? Was Elon Musk glaubt – und was wirklich dran sein könnte

In einem Interview im vergangenen Jahr hat der Technikunternehmer Elon Musk darauf hingewiesen, dass wir inmitten einer Computersimulation leben. Hört man das zum ersten Mal, scheint diese Behauptung weit hergeholt. Als Gründer von mehreren namhaften Unternehmen wie Tesla und Space X liegen die Interessen von Musks Geschäft eindeutig in führenden Technologien.

Der Schlüssel zu seiner Behauptung ist, dass sich Computerspiele in den letzten 40 Jahren rapide bis zu dem Punkt weiterentwickelt haben, dass sie innerhalb der nächsten paar Jahre so gestaltet sein werden, dass man vollkommen in ihnen verloren gehen kann. Dies geschieht mittels einer computergenerierten und kontrollierten Welt, die nahtlos mit der physischen Welt verschmolzen sein wird. Anders gesagt, wir sind kurz davor, eine Art erweiterte Realität (AR) zu erleben, die mit künstlicher Intelligenz einhergeht. Letztlich könnten die realen Erlebnisse und die Simulationen voneinander nicht mehr zu unterscheiden sein.

Musk sagt dazu folgendes: „Wenn Sie ein beliebiges Maß an Veränderung annehmen, werden die Spiele von der Realität nicht mehr zu unterscheiden sein. Das kann sogar dann passieren, wenn dieses Maß an Fortschritt im Vergleich zu dem jetzigen Standpunkt massiv abfallen würde. Dann sagen Sie einfach, okay, stellen wir uns vor, es sind 10.000 Jahre in der Zukunft. Auf der Evolutionsskala ist das noch gar nichts.

Also angenommen, wir bewegen uns dorthin, wo Spiele von der Realität nicht mehr unterscheidbar sind und diese Spiele könnten auf jedem digitalen Gerät oder einem PC oder wo auch immer gespielt werden und da wären vermutlich Billionen von diesen Computern und digitalen Geräten, dann wäre die logische Konsequenz, dass die Chance dafür, dass wir uns in der Basisrealität befinden, etwa eins zu einer Milliarde.“

Die Idee, dass Menschen in einer Realität leben, die von außenstehenden Institutionen wie Computern oder anderen Entitäten kontrolliert werden, geht schon seit einer Weile um. Dies ist eine Frage, die Philosophen und sogar Physikern über die Jahrhunderte hinweg erforscht haben. Der Philosoph Nick Bostrom kam schon 2003 zum gleichen Entschluss.

Die Ähnlichkeiten zwischen den Argumenten, die von Musk und Bostrom hervorgebracht wurden, gehen allerdings weiter als nur anzunehmen, dass wir ein Teil einer größeren Computersimulation sind. Beide betrachten die Entwicklung der künstlichen Intelligenz (KI) als einen gefährlichen Technikbereich. Laut Musk wird das Ergebnis des Fortschritts der KI-Forschung und ihrer Entwicklung das Ende der Zivilisation darstellen. Bostrom vertritt einen ähnlichen Standpunkt, sollte eine angemessene Risiko-Beurteilung während den Entwicklungsprojekten nicht durchgeführt werden.

Fakt oder Fiktion?

Aber ist das nur Paranoia? Die Behauptungen beinhalten mehr als seine bestehende Ähnlichkeit zu Science-Fiction-Filmen, wie Matrix und Odyssee im Weltraum, aber sind die von Musk und Bostrom geäußerten Ansichten wirklich Grund zur Sorge?

Die Möglichkeit, dass wir nicht in einer Simulation leben, wird stark durch wissenschaftliche Argumente unterstützt. Man bedenke die unglaubliche Rechenkraft der Computer, die benötigt würde, um eine solche Simulation zu erstellen. Ein Simulationssystem müsste all die Einheiten der Welt und deren Interaktionen managen. Dies würde eine riesige Menge an Verarbeitung erfordern. Weitere Unterstützung kann in Argumenten hinsichtlich der Quantenmechanik gefunden werden – eine wahrhafte lebensechte Simulation einer Stadt zu betreiben, mit all ihren Milliarden an Interaktionsbeispielen, würde einen Rechner erfordern, der ebenso groß wie eine Stadt ist. Das macht die Möglichkeit, dass wir in einer Simulation leben, höchst unwahrscheinlich.

Gesetzt dem Fall, eine Maschine würde existieren, die unsere Existenz simulieren könnte, wäre die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass wir sogenannte “Realitätsmängel“ erleben würden. Diese Fehler in der Simulation würden durch Pannen im Modell gesehen oder gehört werden.  Beispielsweise würden Sterne entweder existieren oder nicht, wenn sie durch Teleskope verschiedener Größen betrachtet werden. Solche Fehler wären in einer Simulation von diesem Ausmaß unausweichlich, aber bisher hat kein Mensch solcherlei Fehler bemerken können.

Maschinen, die mittels Selbstlernfunktion arbeiten oder eine Art superintelligenter Softwares sind immer noch sehr weit entfernt von dem momentanen Entwicklungsstand entfernt, außerdem können Systeme, die KI nutzen, diese nur in sehr eingeschränkt definierten Bereichen verwenden. Gegenwärtige Systeme lernen es, ihre Leistung in spezifischen Arbeitsbereichen zu optimieren – und gerade nicht die Welt zu übernehmen.

Neuronale Netzwerke, die manchmal auch als elektronisches Modell des Gehirns betrachtet werden, werden beispielsweise verwendet, um Veränderungen in Aktienmärkten vorauszusagen. Mithilfe der Nutzung von vorhandenen Aktiendaten können diese Systeme darauf trainiert werden, Gewohnheiten in Live-Datenübertragungen zu identifizieren, die darauf hinweisen könnten, dass etwas passieren wird. So können Händler rechtzeitig etwas tun, um negative Auswirkungen abzuschwächen.

Zudem gibt es Systeme, die eigens entwickelt wurden, um KI-Technik zu verwenden. Sie sollen die Arbeitsbelastung abmildern, indem sie voreingestellte Regeln und Fakten anwenden. Diese kennt man als wissensbasierte Systeme. Während die menschlichen Nutzer dieser Systeme nicht mitbekommen, dass sie mit einer Maschine interagieren – so wie Jill, der KI-Online-Tutor, der in einem KI-Kurs Fragen von Studenten beantwortet und ihnen Feedback gibt, sind sie auch entwickelt worden, um an oder mit klar definierten Problemen oder Bereichen zu arbeiten. 

Nimmt man die eingeschränkten Bereiche, in denen KI-Systeme entwickelte werden, erscheint die Gefahr, dass es zu einem Ende der Zivilisation durch die Erschaffung einer KI kommt, sehr gering. Tatsächlich wird die KI hauptsächlich dazu verwendet, um menschliche Entscheidungen und Handlungen zu unterstützen, statt sie zu ersetzen.

Alternative Realität

Allerdings scheint Musk in einem gewissen Teil seiner Theorie davon auszugehen, dass bestimmte Dinge in der nahen Zukunft auftreten werden. Eines davon ist die Entwicklung von Technologien, die die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine unterstützen sollen. Während wir im Alltag immer abhängiger von technischen Geräten werden, verändert sich die Art und Weise, wie wir sie nutzen, permanent. Unser Verlangen, auf Daten zuzugreifen und zu kommunizieren, hat zu einer Weiterentwicklung im Bereich der Wearables geführt. 

Musk behauptet, dass wir für die KI zu einer Art Haustier werden, sollten wir keine effektive Schnittstellen zwischen Hirn und Maschine entwickeln. Allerdings setzt sich Steve Mann, der Begründer der Wearables und der erweiterten Realität, dafür ein, beide Technologien zu kombinieren, damit die Gesellschaft davon profitiert. Diese Idee hat Hand und Fuß, da viel Arbeit auf unterstützende medizinische Systeme ausgelegt ist. Forscher entwickeln beispielsweise Hirnimplantate, um elektronische Signale im Gehirn zu nutzen und die Bewegung von beeinträchtigten Gliedmaßen zu stimulieren.

Es ist anzunehmen, dass wir eher nicht in einer Computersimulation leben und die Behauptungen von Musk haarsträubend sind. Dennoch denkt er in die richtige Richtung, denn wir werden in Zukunft noch viel mehr technische Entwicklungen erleben.

Künftige Entwicklungen innerhalb der AR und mit ihr verwandte Technologien werden uns in einer Welt leben lassen, die zunehmend miteinander verbunden ist. In diesen erweiterten Realitäten werden wir nahtlosen Zugang zu Daten und digitalen Darstellungen haben, die in die physische Welt projiziert werden. KI-Technik hilft uns dabei, die Daten zu verstehen und Entscheidungen zu treffen, die von Computern aufgestellt worden sind. Aber auch wenn sie in ihren Funktionen erweitert sind, werden diese Realitäten immer noch auf und in der echten Welt geschaffen sein.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „sea-landscape-nature-sky“ by Bradley Hook (CC0 Public Domain)


The Conversation

Weiterlesen »

Softe Hardware: Der smarte Schal „SKARV“

SKARV (Image by Lisa Kneidl)

Seit geraumer Zeit „schmücken“ sie schon die Handgelenke der Technik-Enthusiasten von nah und fern, überwachen unseren Schlaf und zählen unsere Schritte. Nicht etwa der dystopische Big Brother, nein – Gadgets wie Smartwatches oder Fitness-Armbänder sind schon längst im öffentlichen Interesse und Gebrauch angekommen.

Das sogenannten „Wearable“ ist kein gänzliches neues Konzept. So zählt beispielsweise der Walkman schon seit dem Jahr 1979 zur tragbaren Technologie, Hörgeräte und andere technische Hilfsmittel sind bei vielen Mitmenschen im täglichen Gebrauch. In jüngster Zeit hat sich das Konzept aber vor allem durch Unternehmen wie Google mit seinem als gescheitert geltendes Experiment Google Glass oder durch den Technologie-Platzhirsch Apple und deren Apple Watch wieder verstärkt ins öffentliche Interesse befördert.

Subtilität ist einer der primären Faktoren für das Durchsetzungsvermögen von tragbarer Technologie und ein Aspekt, an dem schon die Google Glass durch ihr ausgeprägtes Design scheiterte. Denn das ist der Key-Aspekt: Wearables müssen auch wirklich von jedem getragen werden wollen – nicht nur vom fancy IT-Enthusiast aus dem Silicon Valley. Und deshalb soll jetzt auch unsere Kleidung intelligent werden.

SKARV – das erste Social Wearable

denkwerk Montage (Images by Lisa Kneidl)

In der Kölner Filiale der Multimedia-Agentur denkwerk habe ich den SKARV ausprobiert. Der SKARV ist ein smarter Schal, der durch zwölf ultraflache Vibrationsmotoren Impulse an den Hals des Trägers abgibt und so menschliche Berührung simulieren soll. Gesteuert wird das Ganze mit einer eigens entwickelten iOS-App.

Mit ihr kann man die Impulse in Mustern abgeben, was ich dann auch am eigenen Leib testen durfte. Zugegeben, ich war anfangs skeptisch – ein Schal, der so etwas Intimes wie eine Berührung nachstellen soll, kann und soll es so etwas geben? Und wozu brauchen wir tragbare Technologien mit solchen Funktionen überhaupt?

Beim SKARV wird ganz auf das soziale Miteinander gesetzt. Deshalb geht es nicht einfach nur um ein „Ego Wearable“, das unsere körpereigene Fitness und unseren Schlaf misst, sondern um ein sogenanntes „Social Wearable“. Ein ziemlich dehnbarer Begriff, wie ich finde. Für die denkwerker soll der Schal das Teilen von Inhalten und Emotionen mit Freunden und Familie in den Vordergrund stellen.

Von der Idee zum Produkt

SKARV Montage (Images by Lisa Kneidl)

Jeden Sommer wird der sogenannte „Summer of Thinx“ veranstaltet. Hier werden Praktika an eine Handvoll internationaler Bewerber vergeben, die an einem Projekt arbeiten, das dann schließlich von denkwerk verwirklicht wird. So ist während des zweiten Summer of Thinx im Jahr 2015 der SKARV entstanden. „Thinx soll keine Gadgets auf den Markt bringen, sondern ist ein Tool mit viel Raum zum Experimentieren.“, erzählt mir Motion Director Gregor Kuschmirtz. Er und seine Kollegin Alina Schlaier, Creative Director im denkwerk Köln, sind es auch, die mich empfangen und herumführen.

Hergestellt wird der SKARV im Textiellab in Holland, wo auch schon Adidas und Gucci ihre Innovationen getestet haben. Der Schal wird hier aus nachhaltigem Garn im 3D-Verfahren gestrickt. Im fertigen Schal befindet sich dann ein Tunnel, in den die Motoren und der Akku eingesetzt werden können und sich so von hinten um den Hals legen. Der Akku wird dann per Micro-USB geladen und die Kommunikation zwischen Schal und Smartphone läuft über Bluetooth.

Wie tragbar ist das Wearable?

Der Schal unterscheidet sich vom Tragegefühl nicht von einem herkömmlichen Schal. Die eingenähte Tasche mit den Motoren ist tatsächlich sehr unscheinbar und kann sowohl von außen nicht gesehen, als auch von innen fast nicht gefühlt werden. Ich hatte von den Impulsen auch direkt eine Intensität wie bei einem dieser Teleshopping-Massagegeräten erwartet – also eher unangenehm – aber war von der tatsächlichen Subtilität der Impulse überrascht. Die denkwerklerin mit dem Smartphone hat also Befehle an die App abgegeben – die Motoren sind im Interface als Kreis dargestellt und können dadurch gesteuert werden – die dann direkt an den Schal per Bluetooth übertragen wurden.

Alina betonte zudem, dass rund 20 Prozent der SKARV-Tester den Sinneseindruck aber ablehnen, eine solch menschenähnliche Berührung sei zu befremdlich. Für mich war die „Berührung“ durch den Schal tatsächlich angenehm und nicht störend oder ähnliches. Ob man die Impulse tatsächlich für eine menschliche Berührung halten könnte, bezweifle ich aber. Das Wissen, dass es von Motoren ausgeht, schwingt dann doch immer mit.

Wann tragen wir alle schlaue Schals?

Ich war von der unauffälligen Erscheinung des SKARV überrascht und beeindruckt. Der Tragekomfort ist hoch und auch von außen würde man nie auf die Idee kommen, ein Wearable vor sich zu haben. Auch den Ansatz eines „Social Wearable“ finde ich grundsätzlich spannend, aber nicht unbedingt durchsetzungsfähig. Vielfältige Möglichkeiten für den Einsatz der im SKARV verbauten Technologie gibt es aber definitiv. So könnte sie beispielsweise im Gaming Verwendung finden – über die Motoren könnten in Multiplayer-Spielern Impulse wie Richtungen oder andere Team-Kommandos übermittelt werden. Möglichkeiten gäbe es auch bei der Navigation – man stelle sich einen Gürtel oder Schuhe mit ähnlichen Motoren wie im SKARV vor, die Richtungsimpulse der Navigations-App auf dem Smartphone abgeben, ohne dass man dieses aus der Tasche holen müsste.

Noch ist der SKARV ein Prototyp und geht noch nicht in die Massenproduktion. Ich könnte mir durchaus vorstellen, ihn zu kaufen, aber nicht als „social“ sondern doch lieber als „Ego-Wearable“, um mich und meine Aktivität zu messen oder mir im Alltag behilflich zu sein. Vielleicht ist die Gesellschaft – und ich selbst natürlich – noch zu leistungs- und nutzungsorientiert, um auf eine so einfühlsame Konzeptidee anzuspringen. Es bleibt spannend, wie die Modeindustrie das Konzept der smarten Kleidung aufgreifen wird. Alina meint dazu: „Die Fashion-Industrie wird in fünf oder zehn Jahren ihr blaues Wunder erleben, weil sie die komplette Digitalisierung verschlafen!”. Der intelligente Schal wird uns vielleicht beim Aufwachen helfen – oder zumindest sanft wachstreicheln.


Images by Lisa Kneidl


Weiterlesen »

FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • WLAN heise: Neuer WLAN-Gesetzentwurf: Mehr Sperren, weniger Störerhaftung: Die Bundesregierung hat einen dritten Referentenentwurf zur „Änderung des Telemediengesetzes“ (TMG) vorgestellt. Demnach sollen Betreiber offener WLAN-Netzwerke noch stärker aus der Haftung entlassen werden. Besitzer von Cafés oder Hotels sollen von sämtlichen Kosten für Gerichtsprozesse befreit werden, wenn Gäste über ihr WLAN beispielsweise illegale Filme herunterladen. Eine Einigung über den Entwurf besteht aber noch nicht, die Ressortabstimmung dauert an.

  • SMARTPHONE zeit: Die Erweiterung des Hörizonts: Noch bis Donnerstag findet in Barcelona der Mobile World Congress, kurz MWC, statt. Trend ist dabei ein Wort, ohne das die Veranstaltung beinahe nicht auskommt. Ein solcher Trend auf der Konferenz sind vor allem auch kabellose Ohrhörer, nicht mehr nur Wearables, sondern „Hearables“. Eine Einschätzung, ob es die kabellosen Kopfhörer in die Allgemeinheit schaffen können oder ob es doch nur ein Hype in der Technik-Szene ist, ähnlich den Smartwatches.

  • GAMING golem: PC-Plattform ist bei Spieleentwicklern am beliebtesten: Der PC wird in Gaming-Kreisen gerne auch als „Masterrace“, also den Konsolen um einiges überlegen, bezeichnet. Dies scheint sich nun auch auf der GDC 2017 bestätigt zu haben. Die Game Developers Conference, kurz GDC, ist eine jährlich in San Francisco stattfindende Veranstaltung für die Entwickler von Computerspielen. So arbeiten laut einer Umfrage auf der Konferenz mehr als die Hälfte der Entwickler an einem PC-Titel, was die Plattform mit Abstand zur beliebtesten macht. Ebenfalls wurde sich zum VR-Trend geäußert, das Fazit: zwar positiv, aber die Technologie brauche noch Zeit.

  • RAUMFAHRT welt: Riesenrakete soll zwei Touristen 2018 zum Mond bringen: Elon Musk will hoch hinaus, bis zum Mond, um genau zu sein. Mit seiner Raumfahrtfirma SpaceX bewegt sich der Multiunternehmer auch im Bereich Weltraumtourismus. Nun gibt es Pläne, 2018 zwei Privatpersonen alleine auf den ersten Touristenflug zum Mond zu schicken. Laut Branchenkennern ein regelrechtes Ding der Unmöglichkeit, zumindest im vorhergesehenen Zeitraum.

  • WHATSAPP focus: Der wahre Grund für den Status-Ärger: Volksaufstand gegen WhatsApp? Sobald es etwas Neues gibt kann man sich fast sicher sein, dass das Internet es erstmal nicht gut findet. So stieß offenbar auch die Statuts-Funktion von WhatsApp auf regen Unmut unter den Nutzern. Nachdem der App-Entwickler vergangene Woche das neue, Snapchat- und Instagram-Story-ähnliche, Status-Feature eingeführt hatte, rudert das Unternehmen nach massiver Kritik nun zurück.

Weiterlesen »

Der Trend geht zur Bewegung: Vier neue Wearables

BT Paralympic World Cup 2009 Athletics Men's T54 - 800 Metres. (adapted) (Image by Stuart Grout [CC BY 2.0] via flickr)

Bei den neuen Fitness-Wearables dürfte für jeden etwas dabei sein. Wer einfach nur gerne einen Überblick über Bewegung und Kalorienverbrauch hat und dabei vielleicht auch den Puls im Auge behalten oder die Schlafqualität überwachen will, für den sind einfachere Fitnesstracker wie der Fitbit Charge 2 oder TomTom Touch ideal. Die Whitings Steel HR richtet sich an diejenigen, die die Optik, Materialien und Verarbeitung einer klassischen analogen Armband zu schätzen wissen und Fitnessfreaks, die per GPS ihre Lauf- oder Radtouren genau aufzeichnen wollen, sind bei der Samsung Gear S3 gut aufgehoben. Letztere bietet dank Apps auch eine Vielzahl anderweitiger Funktionen, ist aber auch deutlich teurer als einfachere Fitnessbänder.

Fitbit Charge 2: Motiviert und entspannt

bild1

Auf der IFA hat Fitbit, einer der Pioniere im Bereich Fitness-Tracking, das Nachfolgemodell zum sehr beliebten Charge HR vorgestellt. Der Charge 2 bietet weiterhin Schrittzähler, Pulsmesser und Schlafanalyse, hat aber auch einige neue Funktionen, die dabei helfen sollen, die Trainingsmotivation zu erhöhen.

Bewegungserinnerungen lassen das Band vibrieren, wenn man wieder einmal zu lange regungslosslos herumgesessen ist. Außerdem errechnet die zugehörige Smartphone-App mit Hilfe schon absolvierter Trainings-Sessions das eigene Fitnessniveau, welches dann mit dem anderer Nutzer in der gleichen Altersgruppe verglichen werden kann.

Wer denkt, schon genug Sport getrieben zu haben, kann den Charge 2 auch zur Entspannung nutzen. Per App wird der Nutzer durch zwei- oder fünfminütige Atemübungen geleitet. Das Armband misst dabei die Herzfrequenz, um zu überprüfen, ob die Entspannungübung erfolgreich ist. Das Gehäuse ist spritzwassergeschützt und das OLED Display vier mal grösser als beim Vorgänger, was die gleichzeitige Anzeige von mehr Daten erlaubt. Der Charge 2 wird noch diesen Monat zum Preis von 160 Euro im Handel erhältlich sein.

Withings Steel HR: Für die Liebhaber klassischer Armbanduhren

bild2

Die zu Nokia gehörende französische Firma Withings schafft es, in ihrem Modell Steel HR die meisten Funktionen eines modernenFitnesstrackers im edlen Stahlgehäuse einer analogen Uhr unterzubringen. Aktivitäten wie Gehen, Laufen und Schwimmen sowie die Schlafphase werden getrackt und können per zugehöriger App analysiert werden. Wie der Name schon andeutet, ist im neuesten Modell von Whitings nun auch ein Pulsmesser mit an Bord.

Zusätzlich kann die Steel HR auf einem digitalen Minidisplay, das ins analoge Zifferblatt integriert ist, Notizen vom Smartphone oder die Herzfrequenz anzeigen. Anzeigen und Funktionen werden über einen Multifunktionsknopf am Gehäuse gesteuert. Die Whitings Steel HR ist bis 50 Meter Tiefe wasserdicht und wird demnächst ab 189,95 Euro erhältlich sein.

TomTom Touch: Körperfettmessung inklusive

bild3

Der niederländische Hersteller TomTom, den meisten Konsumenten wohl als Anbieter von Navigationsgeräten bekannt, hat auf der IFA mit dem TomTom Touch sein erstes Fitnessarmband vorgestellt und der Neuling hat gleich einen Knaller zu bieten. Das Touch ist das erste Gerät dieser Art, mit dem man den Körperfett- und Muskelanteil am Körper messen kann. Im Konsumentenbereich musste man dafür bisher zur Körperanalysewaage greifen. Wenn das Touch deren eher enttäuschende Präzision verbessern könnte, wäre ihm eine Spitzenplatzierung im Popularitätsranking der Fitness-Community sicher.

Natürlich bietet das Touch auch all die herkömmlichen Funktionen, die man von einem Fitnesstracker erwartet. Schrittzähler, Schlafanalyse, Pulsmesser und Kalorienzähler sind alle mit an Bord. Die Bedienung erfolgt über einen Touchscreen und laut Hersteller hält das Amrband fünf Tage mit einer Akkuladung durch. Das TomTom ist nur spritzwassergeschützt, also nicht zum Schwimmen oder für andere Wassersportarten geeignet. Aktivitäten wie Radfahren, Laufen oder das Training im Fitnessstudio lassen sich aber alle tracken und mittels App analysieren. Das TomTom kann ab sofort für 149 Euro vorbestellt werden.

Samsung Gear S3: Smartwatch mit Fitnessfunktionen

bild4

Im Gegensatz zu den oben beschriebenen Fitnesstrackern ist Samsungs ebenfalls zur IFA vorgestellte Gear S3 eine ausgewachsene Smartwatch, auf der man Anrufe annehmen, bargeldlos bezahlen und eine Vielzahl an Apps installieren kann. Dank wasserdichtem Gehäuse und kratzfestem OLED-Display, GPS-Sensor sowie Alti – und Barometer ist die S3 aber auch der ideale Begleiter für den Fitnessfreund.

Neben all den üblichen Fitnesstracker-Funktionen können dank GPS beim Laufen oder Radfahren auch ohne Telefon die exakten Routen und Bewegungsdaten aufgezeichnet werden. Beim Wandern oder sonstigen Outdoor-Aktivitäten hilft es beim Navigieren und im Notfall kann sogar ein SOS-Signal mit genauen Standortdaten an vorher bestimme Kontakte gesendet werden. Zudem können mit Hilfe der barometrischen Druckmessung Wetterveränderungen, z.B. im Gebirge, rechtzeitig erkannt werden. Natürlich können auch Workouts im Fitnessstudio getrackt werden und sogar ganze Trainingsprogramme auf der Uhr abgerufen und überwacht werden.

Kontrolliert wird die Gear S3 über den 1,3 Zoll grossen Touch Screen mit einer Auflösung von 360 x 360 Pixeln oder die Lünette. Die Uhr wird in zwei Designversionen erhältlich sein. Das “Frontier”-Modell bietet martialische Outdoor-Optik, während die “Classic”-Version eher den Liebhaber klassischer Chronographen erfreuen wird. Im Inneren der Gehäuse gibt es aber keine Unterschiede. Wer soviel Funktion will, muss leider etwas tiefer in die Tasche greifen. Beide Gear S3 Modelle können zur Zeit für 449 Euro vorbestellt werden.

Fazit

Bei den neuen Fitness-Wearables dürfte für jeden etwas dabei sein. Wer einfach nur gerne einen Überblick über Bewegung und Kalorienverbrauch hat und dabei vielleicht auch den Puls im Auge behalten oder die Schlafqualität überwachen will, für den sind einfachere Fitnesstracker wie der Fitbit Charge 2 oder TomTom Touch ideal. Die Whitings Steel HR richtet sich an diejenigen, die die Optik, Materialien und Verarbeitung einer klassischen analogen Armband zu schätzen wissen und Fitnessfreaks, die per GPS ihre Lauf- oder Radtouren genau aufzeichnen wollen, sind bei der Samsung Gear S3 gut aufgehoben. Letztere bietet dank Apps auch eine Vielzahl anderweitiger Funktionen, ist aber auch deutlich teurer als einfachere Fitnessbänder.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „Androidpiloten“ unter CC BY-ND 4.0.


Header-Image (adapted) „London Marathon“ by Malcolm Murdoch (CC BY-SA 2.0)

Images by Lars Rehm, Jonas Haller, Fitbit, TomTom


Weiterlesen »

Soeben gelandet – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • SNAPCHAT Digiday: Colleges turn to Snapchat geofilters to lure new students: Der Messaging-Dienst hat seit seiner Einführung einen großen Nutzeranstieg erfahren. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene nutzen die App, um Fotos und Videos mit ihren Freunden zu teilen. Inzwischen ist Snapchat genau deshalb auch für Unternehmen und Universitäten interessant geworden. Sie nutzen den Messenger, um potentielle Praktikanten und Studenten zu werben. Die New York University bietet ihren Followern zum Beispiel virtuelle Campustouren und wirbt mit Geofiltern für ihre Universität.
  • RUNDFUNK Horizont: ARD hadert mit Spotify: Für Rundfunk-Anbieter sind Streamingdienste wie Spotify ein heikles Thema. Das musste auch die ARD erneut feststellen, nachdem Olli Schulz und Jan Böhmermann ihre Sendung beim Öffentlich-Rechtlichen beendeten und zu Spotify wechselten. Aber schon vorher war die Plattform in Rundfunk-Kreisen sehr präsent. Viele Hörfunkwellen der ARD stellen Spotify-Playlists oder andere Formate zur Verfügung, um ihre Reichweite zu erhöhen. Inzwischen fragen sich jedoch einige, ob der Streamingdienst nicht eher Feind als Freund ist, der den Öffentlich-Rechtlichen ihre Künstler stielt.
  • WEARABLES Forbes: Seeking Start-Ups: Topshop Launches Innovation Program Geared To Wearable Tech: Nachdem die Telekom kürzlich ankündigte, in das Geschäft der intelligenten Kleidung einzusteigen, gibt es jetzt weitere Newcomer auf dem Gebiet. Der britische Einzelhändler Topshop plant mit seinem Startup Top Pitch die Einführung einer eigenen Linie für Wearable-Technologien. Nach der Entwicklung verschiedener intelligenter Accessoires, wie beispielsweise der Apple Watch Hermés, fokussieren sich Anbieter verschiedener Branchen zunehmend auf intelligente Kleidungsstücke.
  • SMART CARStandard: Thousands of driverless cars set to arrive on London’s streets: Während die Regierung in Deutschland versucht, mehr Menschen für Elektroautos zu begeistern, stehen in London zurzeit selbstfahrende Autos im Fokus. Hinter ihrer Erfindung steckt die Idee, das Autofahren sicherer zu machen. Ingenieure schreiben ihnen 95% mehr Sicherheit zu, als herkömmlichen Fahrzeugen. Nach Googles Ankündigungen Anfang des Jahres, plant jetzt Volvo bis 2018 die Einführung von 100 Exemplaren im Londoner Straßenverkehr. Eine offizielle Zustimmung durch die britische Regierung steht noch aus.
  • WLAN Apfelpage: Air Berlin: Sondertarif ermöglicht WLAN im Flugzeug: Zunehmend bieten Fluggesellschaften in ihren Fliegern einen Wlan-Zugang an. Bisher galt das Angebot bei Emirates und Co. ausschließlich für Langstreckenflüge. Auch AirBerlin ermöglicht Reisenden gegen eine Gebühr die Wlan-Verbindung. Jetzt stockt die deutsche Airline auf und möchte ihren Kunden auch auf Kurzstrecken einen Internetzugang anbieten. Allerdings werden ihre Maschinen erst nach und nach an die Umstellung angepasst. Wer jetzt schon von dem Angebot profitieren möchte, sollte also im richtigen Flieger sitzen.

Image chalabala / 123RF Lizenzfreie Bilder


Weiterlesen »

Android Wear: Smartwatch-Durchbruch dank Google-Starthilfe?

Nachdem letztes Jahr Google mit Android Wear den Durchbruch im Wearable-Markt nicht schaffen konnte, könnte 2015 nun das Jahr der Smartwatch werden – Apple sei dank. // von Daniel Kuhn

Android-Wear-Image

Smartwatches und Wearable Devices gelten schon seit einiger Zeit als das nächste große Ding in der Technikwelt – bis heute konnte allerdings keines dieser Geräte auf dem Markt signifikante Erfolge feiern. Nachdem bisher jeder Hersteller sein eigenes Süppchen kochte, hat Google im vergangenen Jahr mit Android Wear ein Betriebssystem speziell für Wearable Devices vorgestellt, mit dem Google der noch jungen Gerätekategorie helfen wollte, in der breiten Masse anzukommen. Die hat Google bislang aber nicht geschafft und noch immer sind Wearables nur eine Nische. Jetzt könnte aber neuen Schwung in den Wearable-Markt kommen, bringt mit Apple ein weiterer Big-Player eine Smartwatch auf den Markt.

Weiterlesen »

Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 11. Februar

In unseren Lesetipps geht es heute um Twitters Pläne, Facebooknutzer, die nicht wissen, dass sie das Internet nutzen, „Online to Print“, Dr. Google und den Erfolg der Apple Watch. Ergänzungen erwünscht.

  • TWITTER The Guardian: How Twitter plans to move beyond its 288 million monthly active users: Twitter hat in den letzten Wochen einige neue Funktionen und Änderungen eingeführt. So werden Tweets jetzt auch wieder in der Google Suche berücksichtigt, Twitter hat nun eine eigene Videofunktion und seit gestern gibt es mit Twitter Curator einen Konkurrenten zu Storify. Damit möchte der Dienst über seine 288 Millionen Nutzer hinauswachsen, meint Jerry Daykin, der für The Guardian die Entwicklung der letzten Wochen zusammenfasst und genauer analysiert hat.

  • INTERNET Quartz: Millions of Facebook users have no idea they’re using the internet: Facebook ist mit mehr als 1,3, Milliarden Nutzern DAS soziale Netzwerk schlechthin. Nun liefert eine Studie im asiatischen Markt aber ein interessantes Ergebnis. So gab es bei den Befragungen zu der Studie viele Fälle, wo die Probanden zwar sagten, dass sie Facebook nutzen, das Internet aber nicht. Ist Facebooks Plan, die Welt mit Internet zu versorgen somit ein Erfolg, wenn die Leute noch nicht mal wissen, dass sie das Internet nutzen? Quartz hat dies genauer analysiert.

  • JOURNALISMUS Das neue Handbuch des Journalismus: Joachim Braun: „Nordbayerischer Kurier“ ist eine der ersten Regionalzeitungen mit Online to print: Der Zeitungsmarkt verändert sich stetig und muss sich hierbei stets neuen Herausforderungen stellen. Eine dieser ist die Zusammenlegung von Online- und Printredaktionen, die bereits von einigen Zeitungen angewandt und zurzeit viel diskutiert wird. Für Joachim Braun ist es hierbei entscheidend, dass nach dem Motto „Online to Print“ gearbeitet wird, die Redakteure also für die digitalen Kanäle arbeiten und in das jeweilige Printmedium „nur“ eine Auswahl der Online-Artikel erscheinen. Er selbst praktiziert dies auch bei der Lokalzeitung Nordbayrischer Kurier.

  • GOOGLE Google Watch Blog: Dr. Google: US-Websuche zeigt jetzt ärztlich geprüfte Informationen zum Thema Gesundheit: Google möchte nicht mehr nur zur Suche von Informationen verwendet werden, sondern auch selber Informationen liefern. Dafür wurde in den vergangenen Monaten der Knownledge Graph ausgebaut und mit Informationen befüllt. Hierbei spielt das Thema Gesundheit für Google eine wichtige Rolle, weswegen mit Experten an der Beantwortung von Fragen zu Krankheiten und der allgemeinen Gesundheit gearbeitet wurde. So liefert Google nun zu 400 Stichworten geprüfte Informationen. Mit diesen will das kalifornische Unternehmen aber nicht zu Dr.Google werden, wie es versichert.

  • APPLE Digital Trends: Tim Cook Explains Apple Watch and Apple Pay Success: Noch sind Smartwatches nur einen Nischenprodukt und haben den Durchbruch noch nicht geschafft. Dies soll sich aber dieses Jahr ändern, denn mit Apple betritt ein weiterer großer Konzern den Markt der Wearables. Warum aber gerade die Apple Watch da erfolgreich sein soll, wo Google und Co. es nicht geschafft haben, hat Tim Cook, CEO von Apple, erklärt. Für ihn ist das ausschlaggebende Argument, dass Apple keine Hardwareunternehmen ist, sondern es schafft, die Hardware und Software zur Schaffung einer einzigartigen Erfahrung zu integrieren.

Die morgendlichen Lesetipps und weitere Linktipps am Tag können auch bequem via WhatsApp abonniert werden. Jeden Tag informiert dann Netzpiloten-Projektleiter Tobias Schwarz persönlich über die lesenswertesten Artikel des Tages. Um diesen Service zu abonnieren, schicke eine WhatsApp-Nachricht mit dem Inhalt arrival an die Nummer +4917622931261 (die Nummer bitte nicht verändern). Um die Nachrichten abzubestellen, einfach departure an die gleiche Nummer senden. Wir werden, neben dem Link zu unseren morgendlichen Lesetipps, nicht mehr als fünf weitere Lesetipps am Tag versenden.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 9. Dezember

In unseren Lesetipps geht es um Tipps für Journalismus, Prognosen für die Apple-Watch, Opensensors.io, das mangelnde Interesse der Deutschen an Wearables und die Kritik von Facebook gegenüber Apple. Ergänzungen erwünscht.

  • JOURNALISMUS Digiday: Mother Jones‘ nonprofit fix for serious journalism work: Anhand des Magazins „Mother Jones“, einer sehr erfolgreichen Zeitschrift in den USA, wird aufgezeigt, auf welche Weise Journalismus heutzutage funktioniert. Fünf Tipps werden gegeben, mit denen das Magazin seine Erfolge erzielt hat. Man benötigt verschiedene Geldquellen, im Fall von „Mother Jones“ sind das neben Werbung und Verkaufserlösen auch Spender, die das Magazin finanzieren. Interaktion mit Fans ist ebenso wichtig wie Partnerschaften. Und: die Menschen interessieren sich besonders für investigativen Journalismus, denn das sind die Geschichten, die Auswirkung auf die Gesellschaft haben.

  • APPLE Mondaynote: Apple Watch: Hard Questions, Facile Predictions: Es ist schwierig einzuschätzen, wie hoch die Verkaufszahlen von Apple’s demnächst erscheinender Uhr Apple Watch ausfallen werden, aber es wird mit einer achtstelligen Zahl gerechnet. Dennoch stellt sich bei dem Produkt eine Frage: Wie gelingt es Apple, die Uhr auf die Dauer zu verkaufen, denn nicht jeder Mensch braucht alle zwei Jahre eine neue. Ob deren Qualitäten sich wirklich unter den Nutzern herumsprechen und dauerhaft für Erfolge sorgen, wird sich erst mit der Zeit entscheiden.

  • OPENSENSORS.IO Wired: The Internet of Anything: A Social Network for the World’s Online Sensors: OpenSensors.io funktioniert ähnlich wie ein „Twitter für Sensoren“. Ursprünglich zur Überwachung der Gesundheit entwickelt, ist es mittlerweile möglich, jede Art von Daten in das Netzwerk einzugeben, wie zum Beispiel den Wasserstand von Flüssen in der eigenen Umgebung, und von Experten auswerten zu lassen. Das Ziel des Unternehmens ist es, auf diese Weise einen Ort der freien Informationen und Daten zu kultivieren, auf die jeder Zugriff hat.

  • WEARABLES Horizont: Technologie-Trends: Deutsche stehen Wearables noch skeptisch gegenüber: Laut einer Studie des Onlinevermarkters Tomorrow Focus Media verhalten sich die Deutschen zurückhaltend neuen Technologien gegenüber. Gerade ein Drittel einer Befragten hätte demnach Interesse an Wearables gezeigt, an denen Samsung, Apple und Microsoft derzeit intensiv arbeiten. Sogar nur ein Viertel kann sich vorstellen, tatsächlich eine vernetzte Uhr oder Brille zu kaufen. Die meisten Menschen befürchten offenbar, von den wichtigen Dingen abgelenkt zu werden. Am interessantesten scheinen Alarmanlagen mit Internetverbindung zu sein, so das Ergebnis der Studie.

  • FACEBOOK Meedia: Time-Titel: Mark Zuckerberg attackiert Tim Cook frontal: Facebook Gründer Mark Zuckerberg hat in einem Interview mit dem Time Magazine Apple-CEO Tim Cook gekontert. Dieser hatte zuvor behauptet, in einem werbefinanzierten Online-Dienst seien die Kunden nicht Kunden, sondern nur ein Produkt. Von dieser Kritik, die ursprünglich gegen Google gerichtet war, fühlte sich offenbar auch Zuckerberg angesprochen und zweifelte nun ebenfalls die Augenhöhe der Kunden mit Apple aufgrund der hohen Preise des Unternehmens an.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

Wearables: Weihnachtsgeschenke für den Early Adopter

MWC Barcelona 2013 - Sony SmartWatch (adapted) (Image by K?rlis Dambr?ns [CC BY 2.0] via Flickr)

Wenn in diesem Jahr unter dem Weihnachtsbaum kein Smartphone oder Tablet liegt, dann bestimmt ein Wearable – ganz passend zum Vorsatz, sich mehr zu bewegen. Sie gehören eindeutig zu den Technik-Trends 2014 und werden auch 2015 für jeden Menge Gesprächsstoff sorgen. Wearables sind groß im Kommen, sie sind das nächste große Ding. Es wäre also kein Wunder, wenn unter dem ein oder anderen Weihnachtsbaum eines liegen würde. Die Frage ist nur: Welches soll es sein?

Tech-Liebhaber greifen bitte zur Smartwatch

Das lässt sich natürlich nicht pauschal beantworten. Aber man könnte grob zusammenfassen: Technik-Freaks, die zu den Ersten gehören wollen und sich damit auch ganz gerne schmücken, die sollten – wenn nicht zu mehreren Dingen – zu Smartwatches greifen. Mit der LG G Watch R oder der Motorola Moto 360 sind zwei runde Smartwatches erschienen, die einer Uhr noch am meisten ähneln und trotzdem mit Funktionen nicht sparen. Der Nachteil an diesen beiden und vielen anderen Modellen: Sie benötigen ein Smartphone an ihrer Seite, um viele ihrer Funktionen überhaupt nutzen zu können. Der Grund: Sie besitzen kein 3G-Modul und oft auch kein GPS-Modul, womit sie alleine nicht internetfähig sind. Wer eine Standalone-Uhr sucht, der sollte sich das Schmuckstück von Samsung anschauen. Die Galaxy Gear S ist auch ohne Smartphone brauchbar und hat ein besonderes, gebogenes Display. Allerdings ist die Gear S wahrscheinlich nichts für schmale Frauen- (oder Männer-) Arme.

Das Vorsatz-Gadget: Fitnesstracker

Weil Weihnachten ja bekanntlich kurz vor dem neuen Jahr liegt und für das neue Jahr gerne tolle Vorsätze formuliert werden, sind Fitnesstracker eine empfehlenswerte Wearables-Kategorie. Mit den Armbändern können Schritte und Kalorien gezählt, die gelaufene Distanz und sogar der Puls gemessen werden. Jede Menge Gesundheitsdaten, die man für sich nur noch auswerten und nutzen muss. Und wer das nicht alleine schafft, der kann beispielsweise zu einer Software wie KiQplan greifen, die als Personal- und Motivationscoach einspringt. Wenn es dann nicht mit den Abnehm- und Bewegungsvorsätzen klappt…

Alternativ: der Gutschein

Alle diejenigen, die weder eine existierende Smartwatch noch gewöhnliche Fitnesstracker überzeugt, sollten vielleicht noch etwas abwarten und sich einen Gutschein wünschen. Gerade werden beispielsweise jede Menge Tracker entwickelt, die nicht als Armband, sondern als Socke, Schuh, T-Shirt oder Stirnband getragen werden. Oder wie wäre es mit ein bisschen Virtual-Reality? Man kann davon ausgehen, dass im Laufe des nächsten Jahres die VR-Brille von Oculus erscheinen wird. Und auf die Datenbrille Google Glass warten ja auch noch einige. Achso: Die Smartwatch von Apple soll ja auch im Frühjahr erscheinen. Wer ein bisschen mehr Geld in der Kaffeekasse oder einen lieben Weihnachtsmann hat, der kann für 4.000 bis 5.000 Dollar bei der Gold-Version der Apple Watch zugreifen.

Dieser Artikel ist ein Ergebnis der Kooperation von Netzpiloten.de mit dem Branchendienst Techletter, der auch Newsletter zu den Themengebieten Smart Home, Wearables und Connected Car anbietet.


Image (adapted) „MWC Barcelona 2013 – Sony SmartWatch“ by K?rlis Dambr?ns (CC BY 2.0)


Weiterlesen »

Will.i.ams Smartwatch „Puls“ – davon profitiert die ganze Branche

Will.i.am präsentiert seine Smartwatch Puls

Die Wearables-Branche kommt langsam in die Gänge. Dass Superstar Will.i.am jetzt eine eigene Smartwatch auf den Markt bringt, hilft nicht nur ihm, sondern der gesamten Branche. // von Julian Heck

Will.i.am präsentiert seine Smartwatch Puls

Der Wearables-Markt hat täglich Neuigkeiten parat. Besonders Smartwatches dominieren die Meldungen. Eine jüngste Studie von Juniper Research geht davon aus, dass in fünf Jahren rund 100 Millionen Geräte über die (virtuelle) Ladentheke gehen. Für 2014 geht IDC von etwa einem Fünftel aus (19 Millionen Geräte).

Weiterlesen »

Weiterlesen »

Können Wearables den Journalismus bereichern?

Smartwatch (adapted) (Image by Unsplash [CC0 Public Domain] via Pixabay)

Immer mehr Medienunternehmen investieren in Wearables. Google Glass und Smart Watches wie Samsung Gear S bieten viele neue Vorteile für Journalisten und Rezipienten – eine Entwicklung im Journalismus von mobile zu wearable? Im Oktober kommt die Smartwatch Samsung Gear S auf den Markt, Apple plant eine eigene Apple Watch für das Frühjahr 2015 und weitere Wearables werden folgen. Etablierte Medien reagieren mit Innovationswillen: große Namen wie CNN, New York Times oder The Guardian setzen sich bereits mit der Technologie auseinander.

Klarer Trend in der Medienbranche

Die Financial Times hat erkannt, welches Potential in Wearables steckt: die Smartwatch Samsung Gear S hat deren App fast schon inklusive. So erhält jeder Nutzer die neusten Nachrichten der Financial Times auf seiner Smartwatch. Doch wie soll das aussehen? Viel Platz für Text bleibt da nicht.

It´s a focused reading which is meant for on-the-go reading, it´s not a replacement of traditional reading„, erklärt Maik Maurer auf journalism.com.uk. Er ist Mitbegründer und CTO von Spritz, einem Technologieunternehmen, das diese Methode des Lesens für Smartwatches entwickelte. Auf dem Bildschirm erscheint ein Wort, bis zu 500 Wörter pro Minute – die Geschwindigkeit ist dabei individuell wählbar. Neben Financial Times sind noch mehr Medienunternehmen an der Entwicklung von Spritz interessiert, darunter auch die Süddeutsche Zeitung.

Die Hinwendung zu der Technologie ist ein klarer Trend in der Medienbranche. Laut Robert Hernandez, Journalistik-Professor an der USC Annenberg, seien Wearables für Journalisten unausweichlich. Das hat die Medienwelt erkannt. Google Glass ist unter den verschiedenen Angeboten ganz oben auf der Liste für Innovationsspielraum: der Guardian, CNN und die New York Times setzen bereits auf die Brille.

Wearables können Smartphones ergänzen – nicht ersetzen

Wearables sind derzeit keinesfalls mit Smartphones als Endgeräte zu vergleichen. Der stark begrenzte Raum lässt diese Möglichkeiten der Berichterstattung von vorne herein nicht zu – daher ist die Hauptfunktion von beispielsweise Smartwatches eine ganz andere. John Hashimoto, Produktentwickler bei CNN, sieht Smartwatches als eine Quelle für Vorabinformationen: so wird das Interesse der Nutzer geweckt, die den gesamten Artikel dann auf ihren mobilen Endgeräten lesen können. So entsteht ein gegenseitiges Wechselspiel – beide Wege ergänzen sich also eher, als dass Wearables den mobilen Nachrichtenkonsum vollends ersetzen könnten.

Neue Technologien wie Google Glass erweisen sich nicht nur bei Rezipienten als beliebt, sondern können auch sehr hilfreich für die tägliche Berichterstattung sein. Das bewies zum Beispiel Tim Pool von Vice, der unter anderem die Proteste in Istanbul mit seiner Google Brille aufnahm. Vor allem in Krisengebieten sei das eine hilfreiche Alternative zu der typischen Kamera, wie er dem Guardian mitteilte. Anstatt schwer beladen vor einem Block von Polizisten und Wasserwerfern zu stehen, kann er sich in der Menge frei bewegen und so tatsächliche Blickwinkel zeigen: „mobile first-person` journalism„, wie er es nennt. „Some people have told me that it´s like journalism video-gaming: an open window into what´s going on„, sagt Pool.


Image (adapted) „Smartwatch“ by Unsplash (CC0 Public Domain)

Weiterlesen »

Smartwatches: Innen hui, außen pfui

AppleWatch (Bild: Apple)

Die ersten Smartwatches erinnern eher an die ersten klobigen Handys als an schicke Gadgets. Dabei ist der Mode-Faktor nicht zu unterschätzen, wie sich langsam zeigt. // von Julian Heck

AppleWatch (Bild: Apple)

Neu ist eine solche Entwicklung nicht: Wenn eine neue technische Gerätegruppe produziert wird, dann sind die ersten Modelle in der Regel keine edlen Schmuckstücke. Man erinnere sich noch an die ersten Mobiltelefone von Siemens oder Nokia, die heute jedes Festnetztelefon im unhandlichen Format übertrumpfen.

Weiterlesen »

Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 21. August

In unseren Lesetipps geht es heute um die Digitale Agenda, Wearables, die Liebe zum Blogging, eine chinesische Bitcoin-Mine und das Urheberrecht vs. Fußball-Fankultur. Ergänzungen erwünscht.

  • DIGITALE AGENDA Edition F: Drei Minister, wenig Konkretes: Ich sitze noch an meinem Rant über die gestern vorgestellte Digitale Agenda, da ich mich gestern so sehr in Rage schrieb, dass ich dann doch eher an meinen Blutdruck als eine fristgerechte Abgabe (bei mir selber) dachte. Aber von allen Artikeln über gestern trifft es das Kommentar von Teresa Bücker auf EditionF.com ab besten. Viel sachlicher und ruhiger als ich das wohl nachher mache, arbeitet sie den Kern jeglicher Kritik heraus: „Stellenweise liest sich das Papier zur Digitalen Agenda wie ein Schulaufsatz, der das Thema digitale Zukunft knapp verpasst hat, und stattdessen eine banale Bestandsaufnahme der jüngeren Vergangenheit ist.“ Alles schon mal dagewesen.

  • WEARABLES PandoDaily: Young people are even less interested in “wearables” than the rest of us: Zäumen wir das Pferd von hinten auf: Wann habe ich das letzte Mal ein Kind oder Jugendlichen mit einer Armbanduhr gesehen? Hmm, ich selber trage eine von meinen schicken Uhren auch seit gut vier Jahren nicht mehr. Und was bedeutet das für Wearables? Das 67 Prozent von 1.000 befragten Studierenden in den USA noch nie davon gehört haben und auch nur jeder Dritte mehr als 150 US-Dollar dafür bezahlen würde. David Holmes stellt auf PandoDialy eine für den Wearables-Markt sehr deprimierende Studie vor, die irgendwie auch ganz genau meine Ansichten widerspiegelt, also wahrscheinlich vollkommen korrekt ist.

  • BLOGGING Das Kraftfuttermischwerk: Übers Bloggen: Im Gegensatz zu Ronny Kraak bin ich mir noch unsicher, was ich eigentlich hier genau im Internet machen. Nennen wir es journalistisches Bloggen. Ich sehe mich als Blogger und das ist ein wunderbares Gefühl, wie Kraak in seiner Antwort auf einen FAZ-Artikel schön zusammenfasst: „Mir ist egal, was Journalismus macht, ich will keinen machen. Ich will bloggen, ich will das bei mir sammeln, was mich täglich so anmacht; Punkt. Nicht mehr, nicht weniger.“ Dem kann ich mich nur anschließen.

  • BITCOIN The Coinsman: Inside a Chinese Bitcoin Mine: Der Blogger Jacob Bitsmith hat wohl eine der sichersten Minen in China besucht, die man heutzutage finden kann: eine Bitcoin-Mine (der Witz ist aus dem D64-Newsletter kopiert). Auf seiner werbefreien Website „The Coinsman“ bekommt man einen interessanten Einblick in die doch sehr zusammengeschustert wirkende Mine. Der Trip war übrigens auf Eigeninitiative von Bitsmith, weshalb am Ende des Artikel ruhig gespendet werden darf. So ein bis jetzt meiner Meinung nach einmaliger Artikel hat es verdient.

  • URHEBERRECHT Zeit Online: Kein Fußball in Vine-Kultur: Beenden wir den Lesetipps mit einem meiner absoluten Lieblingsfragen: Was hat das Urheberrecht heute kaputt gemacht? Antwort: wieder einmal ein Stück Netzkultur und zwar die am Rande von Fußballplätzen. In England will der Verband in dieser Saison stärker gegen Videosequenzen des Spiels auf YouTube, Vine oder als GIFs vorgehen. Es geht dabei natürlich um Geld und zwar um sehr viel Geld. Die englische Liga bekommt 3,7 Milliarden Euro für die TV-Übertragungen, lästige Konkurrenz zu den Sendern durch die Fans stört da nur. So sehr die Fußballvereine Social Media als Kanal für sich entdecken, es bleibt eine vom Marketing bestimmte Einbahnstraße. Die Fan-Kultur ist und bleibt ein Störfaktor im Fußball.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »