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Welcher Alexa-Lautsprecher ist der richtige? Der große Vergleich

Amazon Echo Vergleich

Seit Amazon 2016 den ersten Alexa-Lautsprecher vorgestellt hat, hat sich einiges getan. Amazon bietet für verschiedenste Bedürfnisse mittlerweile fünf Modelle in der Echo-Serie an. Außerdem haben auch andere Hersteller wie Sonos die Sprachassistentin Alexa in ihre Lautsprecher integriert. In diesem Vergleich gebe ich euch einen Überblick, welcher Alexa-Lautsprecher für welches Einsatzszenario am besten geeignet ist.

Für Einsteiger: Echo Dot

Mit einem regulären Preis von rund 60 Euro ist der Echo Dot Amazons günstigster Alexa-Lautsprecher. Im Angebot bekommt man ihn oftmals noch deutlich günstiger. Wer erst einmal in das Thema digitale Assistenten hineinschnuppern möchte, ohne gleich viel Geld zu investieren, ist hier richtig. Da Alexa vollständig in der Cloud arbeitet, antwortet der kleine Lautsprecher im Vergleich genauso schnell und zuverlässig wie seine teureren Alternativen. Denn auf die eigenbaute Elektronik und Rechenleistung kommt es dabei nicht an.

Lediglich bei der Soundqualität müsst ihr Abstriche machen. Zwar genügt der verbaute 41-Millimeter-Lautsprecher, um sich mit Alexa verständlich zu unterhalten oder Musik am Schreibtisch zu hören. Aber er eignet sich nur bedingt, um damit raumfüllend Musik wiederzugeben. Wegen des niedrigen Preises kommt der Echo Dot allerdings als Inventar für das ganze Haus infrage. Per Multiroom-Funktion lässt sich so auch ein Podcast oder Musik weiterhören, wenn ihr euch in einen anderen Raum begebt. Meinen vollständigen Testbericht vom Echo Dot findet ihr hier.

Amazon Echo Dot Alexa-Lautsprecher-Vergleich
Der kleinste und unauffälligste Alexa-Lautsprecher: Der Amazon Echo Dot. Image by Amazon

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Der Klassiker: Echo

Der „normale“ Echo eignet sich für viele Einsatzzwecke. Er hat zwar dieselben Funktionen wie der kleinere Echo Dot, verfügt im Vergleich aber über einen deutlich besseren Lautsprecher (63-Millimeter-Woofer und 16-Millimeter-Hochtonlautsprecher). Damit kann er ungefähr so laut aufspielen wie eine gehobene Bluetooth-Box. Einen Raum zu beschallen, ist daher damit ein Leichtes. Dennoch ersetzt der „normale“ Amazon Echo keine hochwertige Stereo-Musikanlage. Vielmehr eignet sich der Alexa-Lautsprecher perfekt als Küchenradio oder im Schlafzimmer für Podcasts sowie Hörbücher zum Einschlafen. Den „normalen“ Echo bekommt ihr für einen Preis von 100 Euro. Zum ausführlichen Netzpiloten-Test des Amazon Echo geht es hier entlang.

Im Vergleich die goldene Mitte: Das Standard-Modell Amazon Echo. Image by Timo Brauer

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Für Musikfans: Echo Plus

Mit einem 76-Millimeter-Woofer und einem 20-Millimeter-Hochtonlautsprecher ist der Echo Plus im Vergleich Amazons Alexa-Lautsprecher mit dem besten Klang und dem höchsten Lautstärkepegel. Klanglich ist er zwischen einem Sonos One (zum Netzpiloten-Test) und einem Sonos Play 3 einzuordnen. Damit ist durchaus in der Lage, als Musikanlage zu dienen. Dieser Alexa-Lautsprecher eignet sich für alle, die viel Musik hören möchten, oder ihn mit ihrem Fernseher verbinden wollen. Über einen Klinkenstecker-Eingang lassen sich auch Geräte wie ein Schallplattenspieler mit dem Echo Plus verbinden.

Amazon Echo Plus
Der Amazon Echo Plus hat mehr Wumms als das normale Modell und bietet Vorteile für die Smart-Home-Steuerung. Image by Amazon

Außerdem verfügt der Echo Plus über eine ZigBee-Basis. Somit lassen sich Geräte wie Lampen von Phillips Hue oder Ikea Tradfri oder andere Smart-Home-Geräte ohne zusätzliche Hardware (Bridge oder Hub) einbinden und steuern. Gerade wenn ihr Geräte verschiedener Hersteller kombinieren möchtet, ist diese Möglichkeit praktisch, da sich dann alle Geräte in einer App steuern lassen. Einen vollständigen Testbericht zum Echo Plus findet ihr hier. Preislich liegt der Echo Plus bei 150 Euro.

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Alexa zum Nachrüsten: Echo Input

Mit dem Echo Input könnt ihr jedes Gerät mit einem Klinkenstecker Alexa-fähig machen. Das Gerät eignet sich für alle, die bereits Lautsprecher (zum Beispiel eine Stereoanlage) besitzen und über diese Alexa benutzen möchten. Der Echo Input verfügt über keine eigenen Boxen, sondern wird per Klinkenstecker mit einer vorhandenen Musikanlage verbunden und bringt so alle Alexa-Features wie Multiroom oder Spotify Connect auf eure Lautsprecher. Mit einem Preis von 40 Euro ist das Gadget relativ günstig.

Amazon Echo Input
Der Amazon Echo Input verbindet Alexa mit beliebigen nicht-smarten Lautsprechern. Dabei lässt er sich sehr unauffällig platzieren. Image by Amazon

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Der Entertainer: Echo Show

Der Echo Show ist mit einem Preis von 230 Euro der teuerste Echo in diesem Vergleich. Dafür erhaltet ihr aber auch einen 10 Zoll großen Touchscreen, auf dem ihr Videos schauen, Rezepte lesen oder eure Smart-Home-Geräte steuern könnt. Dieser Alexa-Lautsprecher eignet sich besonders in der Küche, wo ihr beim Kochen Rezepte anzeigen oder euch die Wartezeit mit Video-Streaming überbrücken könnt. Wird das Gerät nicht benutzt, zeigt Alexa euch ein Hintergrundbild eurer Wahl, neue Schlagzeilen und die aktuelle Temperatur. Mit der eingebauten Kamera erkennt das Gerät, wenn ihr den Raum betretet und schaltet das Display automatisch an.

Amazon Echo Show
Der Amazon Echo Show ist ein smarter Alexa-Lautsprecher mit 10 Zoll großem Display. Image by Timo Brauer

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Der Video-Wecker: Echo Spot

Der Echo Spot ist ein Nachttisch-Wecker mit einem kleinen, runden Display, das standardmäßig eine Uhr anzeigt. Ähnlich wie auf dem Echo Show, könnt ihr auf dem Touchscreen auch Videos schauen oder eure Smart-Home-Geräte steuern. Die verbauten Lautsprecher haben im Vergleich jedoch von allen Echo-Geräten die geringste Klangqualität und eignen sich daher nur zum gelegentlichen Hören von Musik. Um euch morgens mit Podcasts oder Radio zu wecken, und auch im Dunklen die Uhrzeit ablesen zu können, ist das Gerät aber gut geeignet. Zu kaufen gibt es den Echo Spot für 130 Euro.

Amazon Echo Spot
Ideal für den Nachttisch: der Echo Spot. Image by Amazon

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Fürs Heimkino: Sonos Beam

Mit der Soundbar Sonos Beam kommen Heimkino-Freunde auf ihre Kosten. Alexa ist direkt an Bord, muss nicht über einen Echo-Lautsprecher gekoppelt werden. Praktisch: Mittels eines Sprachbefehls könnt ihr ohne Fernbedienung TV und Soundbar gleichzeitig anschalten. Das ist eine Besonderheit, die sich Sonos aber auch kräftig bezahlen lässt. Mit 449 Euro ist die Soundbar definitiv kein Schnäppchen, bietet aber einen tollen Klang bei gesprochenen Inhalten sowie Musik. Allerdings stehen auf Nicht-Amazon-Produkten nicht alle Alexa-Features wie Sprachanrufe und Multiroom-Klang zur Verfügung.

Sonos Beam weiß Alexa Fernseher
Keine Fernbedienung nötig: Per Sprachbefehl mit Amazons Alexa schalten Nutzer den Fernseher und den Klangriegel Sonos Beam gleichzeitig an. Image by Sonos

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Alexa für unterwegs: Ultimate Ears Blast und Megablast

Neben Amazons Echo-Modellen gibt es auch Alexa-Lautsprecher von anderen Herstellern. Besonders interessant sind die Bluetooth-Boxen Blast und Megablast von Ultimate Ears. Mit diesen habt ihr die Möglichkeit Alexa auch unterwegs (WLAN-Verbindung vorausgesetzt) zu nutzen. Wie bei allen Nicht-Amazon-Produkten müsst ihr hier allerdings auf Features wie Sprachanrufe und Multiroom verzichten. Der kleinere Blast kostet etwa 100 Euro, für den größeren Megablast werden rund 200 Euro fällig.

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Die tragbaren Lautsprecher Blast und MegaBlast von Ultimate Ears unterstützen ebenfalls Alexa. Image by Jonas Haller

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Fazit: Alexa-Lautsprecher im Vergleich

Als Alexa Anfang 2017 in Deutschland auf den Markt kam, gab es nur zwei Lautsprecher zur Auswahl. In den vergangenen zwei Jahren hat Amazon sein Echo-Sortiment stark vergrößert und bietet für beinahe jeden Einsatzzweck Alexa-Lautsprecher an. Durch das Alexa-Voice-Kit ist es auch anderen Herstellern wie Ultimate Ears oder Sonos möglich, Alexa in ihren Geräten zu verbauen. Leider müssen diese jedoch auf einige Features verzichten. 2019 wird Amazon noch weitere neue Echo-Geräte vorstellen und mit Produkten wie dem Echo Auto zusätzliche Einsatzszenarien erschließen.

Alle Alexa-Geräte bei Amazon (Provisionslink)


Images by Amazon, Jonas Haller, Timo Brauer, Sonos

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Adobe Scan, Office Lens und Scanbot: Was taugen Scanner-Apps?

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Mal nebenher den Kassenzettel speichern, einen spannenden Zeitungsartikel digitalisieren oder die handschriftlichen Vorlesungs-Notizen an den ‚kranken‘ Kommilitonen versenden. Das klappt am schnellsten mit der Smartphone-Knipse und der vorinstallierten Kamera-App. Deutlich praktischer sind allerdings Scanner-Apps von Drittanbietern wie Adobe oder Microsoft. Sie bieten automatische Entzerrung, Schrifterkennung oder Katalogisierung. Ich habe mit Adobe Scan, Office Lens und Scanbot die drei spannendsten kostenlosen Apps ausprobiert.

Adobe Scan: All-in-One-Lösung für Kreative

Mit Scan bietet Softwarehersteller Adobe ein umfangreiches Tool für alle Nutzer von Acrobat, Photoshop, Lightroom und Co. Für die Verwendung der Scanner-App ist ein Adobe-Konto nötig, das kostenlos angelegt werden kann. Nach dem Start der Anwendung öffnet sich blitzschnell die Kamera, sodass Dokumente schnell auf dem Smartphone landen können. Für die Seitenerkennung muss das Quellmaterial möglichst senkrecht zur Knipse gehalten werden. Das anschließende Fotografieren geschieht automatisch. Die digitalisierte Seite besitzt durch den entsprechenden Filter einen sehr guten Kontrast. Texte sind deshalb gut lesbar.

Wie bei den meisten Galerie-Apps auch, kann ich eingelesene Dokumente beschneiden und so für mich wichtige Informationen speichern. Ferner lassen sich mehrere Seiten zu einer Datei zusammenfassen.

Adobe gewährt lediglich das Speichern auf Webservern in der sogenannten Adobe Document Cloud. Das lokale Speichern ist nicht möglich. Allerdings kann ich über die Cloud-Verbindung auch an Computer oder Tablet auf die Dokumente zugreifen. Auf dem Desktop-Rechner muss ich dafür dann den Adobe Reader installieren und mich dort mit meiner Adobe-ID anmelden. Wer Adobe Scan richtig nutzen möchte, taucht also relativ tief ins Adobe-Ökosystem mit all seinen Desktop-Programmen, mobilen Apps und Web-Services ein.

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Die Scanner-App Adobe Scan ermöglicht dank Texterkennung eine sehr gute Weiterverwendung der Dokumente. Screenshots: Jonas Haller

Ein Grund, warum es sich lohnt, zu Adobe Scan zu greifen ist die ausgereifte Texterkennung. Eine gute Kamera vorausgesetzt erlaubt sie die komfortable Weiterverwendung im Acrobat Reader – Markierungen und Anmerkungen inklusive. Die Freigabe-Funktion erlaubt das schnelle Teilen für Arbeitskollegen und Freunde. Das geschieht wahlweise per Datei- oder Linkversand.

Office Lens: Rudimentäre Scan-Lösung von Microsoft

Natürlich stellt auch der Branchenprimus Microsoft eine passende Lösung bereit. Seine Scanner-App hört auf den Namen Office Lens und ist wie auch Adobe Scan kostenlos im Play Store verfügbar. Anders als beim Mitbewerber kann ich den Dienst auch ohne Anmeldung in Anspruch nehmen. Beim ersten Probieren wird deutlich, dass die Seitenerkennung deutlich flexibler möglich ist. Auch aus einem flachen Winkel sind Dokumente scanbar. Das geht allerdings zu Lasten der Qualität, da die abgelichtete Seite entzerrt werden muss. Für den Scan ist wie auch in der Foto-App ein zusätzlicher Fingertipp zum Auslösen nötig.

Leider suche ich Funktionen wie das Zusammenfassen mehrerer Seiten oder die Texterkennung vergeblich. Immerhin lassen sich Dokumente nachträglich beschneiden und in verschiedenen Farbeinstellungen abspeichern. Ein Vorteil von Office Lens ist die lokale Speichermöglichkeit. Allzu private Dateien landen auf dem Smartphone, der Upload in die Cloud ist nicht zwingend notwendig. Natürlich bietet Microsoft auch eine Anbindung an das eigene Cloud-Angebot OneDrive, wo sich die Dokumente blitzschnell synchronisieren lassen.

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Office Lens ist die simpelste aller getesteten Scanner-Apps. Screenshots by Jonas Haller

Scanbot: Underdog mit Bezahloptionen

Der kleine Softwareentwickler doo schickt mit Scanbot ebenfalls eine Scan-Anwendung ins Rennen. Die Kollegen bei den Applepiloten hatten sich schon einmal Unfade, eine App fürs Fotos scannen von doo, angeschaut. Im Gegensatz dazu ist Scanbot auf Dokumente spezialisiert.

In der kostenlosen Basisversion bietet die App eine Scan- sowie Uploadfunktion. Die Software lichtet das Dokument nach dem Erkennen automatisch ab. Das funktionierte im Test allerdings nicht immer fehlerfrei. Oft landeten die Seiten nur abschnittsweise digital auf dem Smartphone. Wie auch bei den Mitbewerbern sorgen verschiedene Filter- und Sättigungseinstellungen für eine bessere Lesbarkeit.

Auch mit Scannot lassen sich mehrere Seiten zu einem Dokument zusammenfügen. Die Datei kann anschließend per Mail versendet werden. Für große Dokumente bietet die Scanner-App eine Komprimierung an. Eine individuelle Erinnerung ist ebenfalls möglich. Wer wie bei Adobe Scan eine Texterkennung wünscht, muss einmalig 4,19 Euro investieren. Die 5,99 Euro teure Pro-Version der Scanner-App kommt mit Dokumentbearbeitung/Unterschrift, Magic Color Filter, intelligentem, inhaltsbasierten Benennen, Motiven und Erinnerungen daher.

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Die Funktionen von Scanbot sind in der kostenpflichtigen Pro-Version sehr umfangreich. Screenshots by Jonas Haller

Fazit: Die eierlegende Wollmilchsau unter den Scanner-Apps gibt’s nicht

Gerade für die Digitalisierung von analogen Schriftstücken sind Scanner-Apps die deutlich bessere Alternative zur Standard-Kamera-App. Mit Adobe Scan, Office Lens und Scanbot existieren bereits leistungsfähige Lösungen im Google Play Store. Doch nicht jede Anwendung eignet sich für jeden Nutzer. Adobe Scan zum Beispiel sollten sich alle Adobe-Nutzer mit umfangreicher Cloud-Verwendung näher anschauen. Die kostenfreie und hochwertige Texterkennung ist ein Novum.

Office Lens eignet sich hingegen für Nutzer, die sensible Dokumente lieber lokal speichern wollen. Damit müssen sie allerdings Abstriche beim Zusammenführen mehrerer Seiten sowie der nicht vorhandenen Texterkennung machen. Wer die Vorzüge der Scanner-Apps von Adobe und Microsoft genießen will, ist zwar bei Scanbot schon an der richtigen Adresse. Allerdings geht das dann nicht kostenlos. Es muss zur kostenpflichtigen Pro-Version gegriffen werden. Denn nur sie bietet neben lokaler Speicherung eine leistungsfähige Texterkennung. Nutzer benötigen bei der doo-App jedoch Geduld in Bezug auf die Seitenerkennung.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Androidpiloten Magazin


Images & Screenshots by Jonas Haller


 

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Digital Economy Compass: Was die Zahlen für Deutschland bedeuten – Teil 2

Smart Home (adapted) (Image by Pixaline [CC0 Public Domain] via pixabay


Was sind die aktuellen digitalen Trends weltweit? Wie entwickelt sich der Wettbewerb auf digitalen Plattformen? Diese Fragen versucht der „Digital Economy Compass“ von Statista in regelmäßigen Abständen zu beantworten. Wir haben in unserer Artikelreihe einen Blick auf die Trends geworfen.


Auch wenn die Digitalisierung der Wirtschaft für viele noch ein Mysterium sein mag, spielt sich für viele Unternehmen mittlerweile genau hier das Kerngeschäft ab. Die Digital Economy von E-Commerce bis E-Travel boomt. Zahlen und Prognosen zu den verschiedenen Branchen liefert der aktuelle Digital Economy Compass 2017 von Statista. In dieser Serie schauen wir genauer darauf, was diese Zahlen für Deutschland bedeuten. Diesmal im Visier: Der SmartHome-Markt.

Ein dynamischer Markt ist nicht dasselbe wie ein großer Markt

Zugegeben, SmartHome ist ein weites Feld. Statista blickt dabei auf die Bereiche Home Entertainment, Haussicherheit, Automatisierung des Hauses sowie auf das Energiemanagement und Ambient Assisted Living. Laut Statista können wir hier ein immenses Wachstum erwarten. Demnach wird sich der globale SmartHome-Markt bis zum Jahr 2021 mehr als vervierfachen.

Smart Home Markt weltweit
Screenshot: SmartHome-Markt weltweit (Quelle: Statista)

Insbesondere Deutschland scheint demnach mit einem erwarteten Wachstum von beinah 40 Prozent bis zum Jahre 2021 neben China einen der dynamischsten SmartHome-Märkte der Welt zu haben.

Smart Home Entwicklung
Screenshot: SmartHome Entwicklung (Quelle: Statista)
Thomas Köhler
Image by Thomas Köhler

Ein dynamischer Markt sei aber nicht das gleiche wie ein großer Markt, gibt Thomas Köhler, Experte für Digitalisierung und Technologietrends der Zukunft, gegenüber den Netzpiloten zu bedenken: „Deutschland hat in erster Linie Nachholbedarf. Man darf außerdem nicht vergessen, dass Wachstum von einem viel geringeren Niveau aus prozentual betrachtet immer gut aussieht. Absolut gesehen jedoch fällt der Vergleich insbesondere zwischen Deutschland und den USA wenig schmeichelhaft für Deutschland aus.“ Mit anderen Worten: Deutschlands SmartHome-Markt ist noch sehr klein und muss im globalen Vergleich kräftig aufholen.

Dabei gilt auch zu bedenken, dass die Märkte völlig unterschiedlich ticken und ein direkter Vergleich schwierig ist. Während die Statista-Zahlen zeigen, dass in den USA die größten Einnahmen im Bereich „Haussicherheitssysteme“ abfallen, ist dies in Deutschland kein großes Thema. Das könnte durchaus an den unterschiedlichen Sicherheitssituationen der beiden Länder liegen, vermutet auch Thomas Köhler. Während US-Amerikaner eher präventiv vorgehen, neigen Deutsche seiner Meinung nach eher dazu, erst dann Alarmanlagen und Sicherheitssysteme zu installieren, nachdem ein Einbruch erfolgt ist.

Viel bewegter ist in Deutschland dagegen das Segment der Energienachrüstung und Automatisierung von Häusern. „Bei Neubauten in Deutschland ist Hausautomatisierung vielfach ein Thema. Heizungs- und Lichtsteuerungen dominieren wiederum bei den Nachrüstlösungen. Die marktgängigen Angebote von Telekommunikationsunternehmen und Energieversorgern hierzulande zielen im Wesentlichen auf diese beiden Segmente ab“, sagt Köhler.

SmartHome: Ein klarer Marktführer fehlt in Deutschland

Laut Statista werden dabei – zumindest aus globaler Sicht – insbesondere Digital Assistants wie etwa Amazons Alexa in Häusern immer häufiger vorkommen.

Digital Assistants
Screenshot: Digital Assistants (Quelle: Statista)

Digitalisierungsexperte Thomas Köhler teilt diese Einschätzung. Auch in Deutschland sei Alexa die dominierende Lösung. Für die datenschutzbewussten Deutschen erstaunlich. Doch Köhler ist sich nicht sicher, ob dieser Trend in Deutschland lange anhalten wird: „Nach anfänglicher Euphorie klingt bei vielen Nutzergesprächen mittlerweile Enttäuschung heraus. Wir erleben da gerade einen ähnlichen Effekt wie bei der Einführung von Apples Siri vor einigen Jahren. Noch ist es aber zu früh für eine langfristige Einschätzung. Ich persönlich gehe davon aus, dass Sprachsteuerung mit Assistenzsystemen einen wichtigen Platz im Haushalt einnehmen und in zahlreiche Geräte integriert werden wird.“

Insgesamt scheint Deutschland im Bereich SmartHome noch am Anfang zu stehen, sodass konkrete Zukunftsprognosen noch zu gewagt erscheinen. Auch ein Blick auf die wichtigsten Unternehmen in diesem Markt bestätigt dies.

Smart Home Player
Screenshot: SmartHome Player (Quelle: Statista)

Sowohl Startups als auch etablierte Player dringen in Deutschland auf den Markt vor und besetzen dabei unterschiedliche Segmente. Während Startups sich eher auf den Nachrüstungsmarkt konzentrieren, haben große Konzerne wie Medion einfache SmartHome-Angebote im Petto. Dennoch finden Verbraucher in keinem Bereich wirklich überzeugende Lösungen, findet Thomas Köhler. „Bis jetzt sehe ich keine klare Marktführerschaft und bei den Kunden eher Verwirrung durch die Vielzahl an zumeist inkompatiblen Angeboten.“

Möglicherweise fehlt in Deutschland noch ein innovativer Player in diesem Bereich, der den SmartHome-Markt hierzulande wirklich inspirieren und antreiben könnte.

Sieht dies vielleicht in der digitalen Mobilitätsbranche besser aus? Was die Statista-Zahlen zu den Märkten „E-Travel“ und „Connected Cars“ für Deutschland bedeuten, werden wir im Detail im dritten und letzten Teil zum Digital Economy Compass 2017 erörtern.


Image (adapted) „Smart Home“ by Pixaline (CC0 Public Domain)


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Teuer vs. günstig: Welches Amazon Fire Tablet ist besser?

Amazon Fire Tablet Größenvergleich

Stapelweise Literatur, Serien-Streaming oder neuerdings auch Supermarkt im Netz: Derzeit gibt es kaum eine Branche, in die der Internetriese Amazon nicht hineinwächst. Und er produziert auch eigene Geräte für seine Plattform. Nachdem ich bereits den Kindle-E-Reader ausführlich getestet habe, war ich neugierig, ob die Amazon Fire Tablets des Online-Händlers halten, was sie versprechen. Zum Vergleich habe ich aus Amazons Produktreihe die günstige Tablet-Variante und das Top-Tablet Fire HD 10 genauer unter die Lupe genommen. Bei beiden handelt es sich eigentlich um Android-Tablets, die mit einer speziellen Oberfläche von Amazon angepasst sind.

Das Schnäppchen: Amazon Fire Tablet

Dieses Tablet ist das günstigste aus der Tablet-Reihe von Amazon Fire – und eben einen genaueren Blick wert. Der erste Eindruck war ziemlich gut. Das Tablet kommt mit seinem farbigen Design stylisch daher. Mit seinen 7 Zoll wirkt es klein und kompakt. Die Auflösung von 1024 x 600 Bildpunkten mit einer Pixeldichte von 171 ppi empfinde ich für das kleine Gerät mehr als ausreichend. Allerdings liegt es mit 313 Gramm etwas schwer und klobig in der Hand. Mit einer Tiefe von 10,6 mm ist es auch ganz schön dick geraten. Durch das stabile Kunststoffgehäuse ist es nicht so schmutzempfindlich wie das hochwertigere Amazon Fire Tablet HD 10. Somit passt es perfekt als kleiner Begleiter in die Tasche und kann unterwegs bestens genutzt werden.

FIRE TABLET (2)
Image by Jennifer Eilitz

Das Amazon-Tablet ist auf dem Gerät mit eigenen Apps und Funktionen wie beispielsweise „Amazon-Angebote“ oder auch den „Amazon-Shop“ vertreten, um den Nutzer in den eigenen Amazon-Kosmos zu locken.

Bei dem Versuch, das Tablet benutzerdefiniert für mich einzurichten, gibt es die ersten Stolpersteine. Die vielen Apps aus dem Google Play Store kann ich nämlich nicht benutzen. Ab Werk ist nur Amazons hauseigener App-Store installiert. Sein Angebot ist viel kleiner. Schade!

Schwächen bei Akku und WLAN

Die Akkulaufzeit konnte mich nicht beeindrucken, da sich der Akku bei intensiver Nutzung schnell entlädt. Amazon vermerkt hier eine Laufzeit von etwa sieben Stunden – und somit eine ganze Stunde weniger als beim Fire HD 10. Mir kommt das ziemlich kurz vor – schließlich halten moderne Netbooks locker doppelt so lange durch.

Fire Tablet Startmenü
Image by Jennifer Eilitz

Die Kameraauflösung ist höchstens mittelmäßig. Eine VGA-Frontkamera und eine rückseitige Kamera mit gerade mal zwei Megapixeln sorgen für einen gewissen Retrofaktor, denn die Bilder sehen aus, als wären sie zu einer Zeit geschossen worden, als Fotohandys gerade frisch auf den Markt kamen. Für den geringen Kaufpreis überrascht mich die Qualität jedoch nicht.

Musikhören auf dem Gerät klappt besser, der Klang selbst ist deutlich und klar. Leider hat Amazon hier beim Design nicht so gut aufgepasst. Die Lautsprecher sind unten auf der Rückseite angebracht – sobald das Tablet hingelegt wird, dringt der Klang nur noch gedämpft nach außen. Es gibt noch weitere Mankos: Die Musik, die ich über die Prime-Musik-App abgespielt habe, bricht immer wieder ab, da die WLAN-Verbindung unterbricht und neu gesucht werden muss.

Das Lesen auf diesem Gerät war schon angenehmer als das ständige WLAN-Gesuche, das Gerät liegt auch nach längerer Zeit gut in der Hand. Durch die sogenannte Blue-Shade-Funktion ist das Lesen auch am Abend sogar augenschonend. Zusammen ergibt dies also ein allgemeines „befriedigend“ mit leichten Abzügen in der B-Note. Wer diesen kleinen Begleiter für Reisen, unterwegs und fürs Sofa erstehen möchte, muss immerhin nicht allzu tief in die Tasche greifen. Das Low-Budget-Tablet gibt es in verschiedenen Farben ab ca. 60 Euro.

Das Elegante: Fire Tablet HD 10

Fire HD 10 Tablet Startmenü
Image by Jennifer Eilitz

Trotz seiner Displaygröße von ganzen 10,1 Zoll liegt das schlanke Tablet mit einer Randbreite von gerade einmal 7,7 mm angenehm in der Hand. Ein Leichtgewicht ist es mit seinen 432 Gramm allerdings nicht. Die Auflösung mit über einer Million Pixeln (1280 x 800 Bildpunkte ergeben eine Pixeldichte 149 ppi) hat mir auf den ersten Blick besonders zugesagt. Sie stellt die Bilder und Hintergründe auf dem Tablet klar dar.

Allerdings zieht das Gerät im Gebrauch auch Fingerabdrücke magisch an, sodass es sich empfehlen würde, eine passende Hülle gleich mitzubestellen. Die günstige Variante mit ihrer Kunststoffverkleidung hat sich hier als robuster erwiesen.

Die Akkulaufzeit empfand ich bei diesem Gerät mit mehr als acht Stunden als durchaus langlebiger. Die rückseitige Kamera ist hier mit seinen fünf Megapixeln um einiges besser als sein Billigkonkurrent. Bei der Frontkamera handelt es sich hier genau wie bei der kostengünstigeren Variante um eine VGA-Kamera – nicht gerade der neueste Standard. Vielleicht lassen wir beim nächsten Mal die Kameras einfach weg.

(zum Vergrößern einfach auf die Bilder klicken)

Lesen: nein. Streaming und Daten sichern: ja, bitte!

Wie verhält sich das Amazon Fire Tablet im Alltagsgebrauch? Es taugt ganz sicher nicht zum regelmäßigen Lesen – ein starker Spiegeleffekt stört den Genuss zumindest bei Tageslicht. Außerdem ist es für gemütliche Daddel-Sessions auf der Couch einfach zu groß und zu unhandlich geraten.

Als schicker, externer Datenspeicher macht es hingegen eine enorm gute Figur, denn mit einer microSD-Karte kann man es um bis zu 200 GB Speicherplatz erweitern. Alternativ kann auch der von Amazon angebotene unbegrenzte Cloud-Speicherplatz genutzt werden. Wer das Tablet zum Streamen von Filmen oder Musik nutzt, den erwartet ein wirklich guter Klang. Pluspunkt: Das Gerät lässt sich schön laut stellen, der Ton ist klar und gut verständlich.

Das Shoppen und Stöbern in den Shops empfand ich ebenfalls als sehr angenehm, da der Shop genauso aufgebaut ist wie die Desktop-Version. Den Nutzer erwartet hier keine große Überraschung. Auch hier bekommen vor allem Amazon Prime-Nutzer erneut eine Menge geboten: Zahlreiche kostenlose Apps und Spiele sind freigeschaltet, zusätzlich lockt Amazon mit besonderen Angeboten, dem Amazon-Shop und regelmäßige Hinweise auf dem Startbildschirm für die neuesten Aktionen.

Fazit: Auch dieses Amazon Fire Tablet bleibt eindeutig Zweitgerät – als netter Zeitvertreib beim Streaming und als Back-up-Hilfe macht es wirklich Spaß. Für etwa 199,00 Euro kann man das Tablet bestellen.

Die Amazon Fire Tablet-Funktionen

Amazon ist überall: Die Amazon-Apps springen dem Nutzer ständig ins Auge. Für das Amazon Fire Tablet lohnt es sich definitiv, ein Prime-Mitgliedsabo abzuschließen, denn nur so lässt sich das Rundum-Sorglos-Paket wirklich genießen. Für Nichtabonnenten macht die Nutzung deutlich weniger Spaß – eine subtilere Vermarktung der eigenen Apps und Services wäre hier eleganter gewesen.

  • Unbegrenzt, aber nicht für immer: Amazon Drive

Wer viele Daten hat, muss auch viel Speicherplatz zur Verfügung haben – eine Platzerweiterung gibt es unbegrenzt in der Cloud von Amazon-Drive. Die Übertragungsrate ist angenehm schnell, so macht Backuppen zumindest ein bisschen Spaß. Amazon bietet hier eine dreimonatige, kostenlose Probemitgliedschaft an. Nach Ablauf der Zeit lässt Amazon sich die Nutzung der Cloud ganze 70 Euro im Jahr kosten. 

  • Ein flüssiges Prime-Erlebnis: Streaming ohne Ende

Amazon Prime Nutzer können sich entspannt zurücklehnen und Filme und Serien ohne Ende schauen. Hier eignet sich die Videofunktion ganz besonders gut, da Filme und Serien wie auf dem Fernseher geschaut werden können – und zwar geräteübergreifend. Die Streaming-Funktion eignet sich daher ideal zum Reisen oder für eine kurze Serienfolge abends im Bett. Besonders clever: Filme und Serien können auch offline auf den Geräten gespeichert werden. Der Download ist einfach zu handhaben. Dem Nutzer werden je nach Qualität des Videos verschiedene Speichervarianten empfohlen. Der Download dauert nur wenige Minuten und im Anschluss findet man den Film oder die Serie im übersichtlich gestalteten Download-Ordner der Video-App. 

  • Unendlich lesen wie auf dem Kindle

Die Fire Tablets sorgen für mehr Ordnung im Elektroregal. Sie verfügen über die gleichen Funktionen wie der herkömmliche Kindle-E-Reader, und die werden immer smarter. Dass Amazon sich Gedanken über das beste Leseerlebnis macht, merkt man: Die Seitenzahl, Positionsangabe oder aber auch die Minutenangabe für das verbleibende Kapitel kann je nach Bedarf angezeigt werden. Der Nutzer kann auch hier die Buchstabengröße, Zeilenabstand sowie die Schriftart und den Rand nach eigener Vorliebe einstellen. Die Geräte können außerdem die persönliche Nutzerbibliothek anzeigen, sodass man seine Bücher auch auf dem E-Reader lesen kann. Prime-Mitglieder können einmal monatlich ein Buch kostenfrei leihen. Will man diesen Service nutzen, um das Abo aber einen Bogen machen, kann man sich auch bei Kindle Unlimited anmelden.

Die Tablets verfügen zwar nicht über augenschonende Displays, mit der „Blue Shade“ -Funktion werden die Augen aber gerade vor dem Schlafen gehen um einiges entspannter. Die Funktion minimiert das blaue Licht, was uns am Einschlafen hindert und ein entspanntes Lesen ermöglicht, ohne die Augen zu belasten. Blue-Shade ist nicht nur zum Lesen geeignet, sondern auch für andere Funktionen wie Apps oder Spiele.

  • The Game is on: Spiele auf dem Tablet

Im App-Store gibt es zahlreiche Spiele und Apps, die sich der Nutzer herunterladen kann. Ob „Social Media“-Apps oder bekannte Games – mit einer Auswahl von über 500.000 Apps und Spiele lässt sich Amazon nicht lumpen. Auf jedem der beiden Geräte funktionierte das auch wirklich gut. Die Spielegrafik hat eher auf dem HD 10-Tablet überzeugt, für ein gemütliches Daddeln auf dem Sofa hingegen erwies sich das kleinere Amazon Fire Tablet als Gewinner.

  • Musikstreaming bei Amazon: Log dich ein

Bei Amazon gibt es nicht nur Serien und Filme, auch die Musikauswahl ist groß. Der Nutzer kann unter zwei Millionen Songs auswählen und seine eigenen Playlists zusammenstellen. Das ist weniger als bei den anderen großen Anbieter wie Spotify oder Apple Music, aber es reicht. Zudem laden verschiedene Playlists zum Stöbern und Streamen ein. Hierfür braucht der Nutzer jedoch ein neues Konto bei Amazon Music-Unlimited. Als Prime-Kunde zahlt man 7,99 Euro für den Zugang – alle Externen müssen 9,99 Euro über den virtuellen Musiktresen reichen.

Die Bedienung der Amazon-Music-App war einfach und unkompliziert und ähnlich aufgebaut wie bei den Konkurrenzdiensten Spotify oder Deezer. Und auch hier punktet die Offline-Variante: Alben, Songs oder Playlists können auf das Gerät heruntergeladen und offline wiedergegeben werden.

Fazit: Prime-Nutzer haben es besser

Die beiden Tablets passen ideal in die Zeit, denn sie sind schnell, leistungsstark und für den reinen Medienkonsum ausgelegt. Auf beiden Geräten lässt es sich angenehm und ruckelfrei Filme und Serien schauen, Musik hören, Spiele spielen und im Internet surfen. Wer ein Tablet genau dafür nutzen und nur hin und wieder mal ein Buch darauf lesen möchte, ist hier mit der günstigeren Variante gut beraten.

Der Elefant im Raum ist bei allen Funktionen die Dauerpräsenz von Amazon Prime. Dabei muss man nicht zwingend Prime-Kunde werden, um dieses Tablet zu nutzen, denn alle Funktionen – wie beispielsweise der Browserzugang bei Netflix – laufen problemlos. Dennoch bietet sich eine Mitgliedschaft an, um von den zahlreichen Vorteilen profitieren zu können. Die Apps, der Shop und die Angebote richten sich nun einmal am ehesten an Amazon Kunden.

Zum reinen Arbeiten finde ich die Tablets nicht brauchbar, es sei denn, man nutzt die von Amazon angebotene Cloud, um seine Daten dort abzulegen. Zudem lasen sich nicht alle frei verfügbaren Apps außerhalb des Amazon-Shops installieren.

Das Amazon Fire HD 10 kommt mit seinem gepfefferten Kaufpreis von 200 Euro etwas übertrieben daher, da es sich von den Möglichkeiten her kaum vom günstigeren Produkt unterscheidet. Für den Alltag reicht die günstige Variante, trotz weniger Speicherplatz, einer mittelmäßigen Akkulaufzeit, einem nicht ganz so hochwertigen Display und einer wirklich unterirdisch miesen Kamera dennoch aus. Die Basisfunktionen sind dem teureren Modell sehr ähnlich und alle Amazon-internen Service-Apps sind auf beiden Geräten nutzbar. Daher empfiehlt sich das Gerät am ehesten auf Reisen und für den Pendler-Alltag.


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Ausgegooglet: Drei Browser-Alternativen zum datenhungrigen Google Chrome auf dem Smartphone

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Immer öfter rufen Nutzer Webseiten mit Smartphone statt mit dem Computer auf. Im letzten Jahr betrug der Anteil der Webseiten, die in Europa mit mobilen Endgeräten aufgerufen wurden, sage und schreibe 35 Prozent. Die meisten Android-Nutzer setzen dabei auf den vorinstallierten Chrome-Browser. Doch vor allem aufgrund des fragwürdigen Datenschutzes ist die Google-Anwendung nicht unbedingt die beste Wahl. Ich habe die drei spannendsten und zugleich kostenlosen Alternativen zu Chrome verglichen.

Mozilla Firefox: Ausgefuchst anpassungsfähig

Die wohl bekannteste Alternative zu Google Chrome ist Firefox von Mozilla. Über den Google Play Store wurde die Anwendung bereits über 100 Millionen mal heruntergeladen. Die Gründe dafür liegen klar auf der Hand: In Aufbau und Funktionsfähigkeit ähnelt die App stark dem Google-Pendant. So können Nutzer Webseiten der Startseite hinzufügen, innerhalb der Seite suchen und Seiten per soziale Netzwerke teilen. Neben der mobilen lädt Firefox wahlweise auch die Desktop-Version einer Webseite. Ein Inkognito-Modus sowie das Feature „Aktivitäten nicht verfolgen“ (Google Chrome: Do Not Track) ist ebenfalls mit an Bord.

Screenshots-Mozilla-Firefox-Addons-APNeu ist hingegen die Verfügbarkeit von Addons, wie man sie auch vom Desktop kennt. Somit können Nutzer den Browser den eigenen Bedürfnissen anpassen. Zur Verfügung stehen unter anderem Werbeblocker, die Passwortverwaltung Last Pass, eine Übersetzungs-Anwendung sowie diverse Sicherheits- und Datenschutz-Applikationen wie Decentraleyes oder Privacy Coach. Des Weiteren sind Seiten als PDF speicher- und druckbar. Auch Mirroring auf einen Smart-TV wird unterstützt. Wem Webseiten zu klein erscheinen, der kann auf einen permanenten Seitenzoom zurückgreifen, der nicht nur Schriften sondern auch anderweitige Inhalte vergrößert.

Zur Synchronisierung mit anderen Geräten, auf denen Mozilla Firefox installiert ist, steht der App-eigene Dienst Firefox Sync zur Verfügung. Wie bei Chrome können dann Lesezeichen, zuletzt aufgerufene Webseiten und Passwörter ausgetauscht werden. Mit dem kleinen Unterschied, dass Mozilla die Daten nicht in der Google Cloud, sondern auf einem firmeneigenen Server speichert. Wer sein Smartphone oder Tablet öfters einmal Freunden und Bekannten in die Hand drückt, kann private Daten zudem direkt beim Beenden der App löschen.

Opera mini: Daten direkt komprimiert

Eine weitere spannende Chrome-Alternative stellt der Opera mini vom gleichnamigen norwegischen Entwickler dar. Er zeichnet sich beim Öffnen der Anwendung durch eine eigene Startseite aus. Diese zeigt oft aufgerufene Webseiten sowie kuratierte Nachrichten an, die thematisch angepasst werden können. Das ist allerdings nicht das einzige Anpassbare: Opera mini bietet die Möglichkeit, das Erscheinungsbild und App-Layout zu modifizieren. Standardmäßig liefern die Softwareentwickler einen Datenoptimierer, der für weniger Traffic sorgt, sowie einen Werbeblocker, der unliebsame Anzeigen ausblendet. Beide sind standardmäßig aktiviert, was vor allem beim Adblocker sowohl Segen als auch Fluch darstellt.

Screenshots-OperaMini-APEin sogenannter Videobeschleuniger sorgt dafür, dass Bewegtbilder schneller auf das Gerät geladen werden. Wer des Nachts hin und wieder auf Webseiten umher surft, dürfte besonders am Nachtmodus Gefallen haben. Er erhöht die Farbtemperatur der Anzeige, was die Augen spürbar schont und weniger Konzentration benötigt. Auch wenn Geräte mit Android 7.0 bereits über eine solche Funktion verfügen, ein nettes Gimmick.

Wer öfters unterwegs ist und dabei nur eine schlechte Netzabdeckung vorfindet, kann Webseiten optional offline speichern. Sie befinden sich dann in einem eigenen Menüreiter. Das funktioniert sowohl im Normal- als auch im Privat-Modus. So oder so ist Nutzungsstatistik des Browsers nach der Installation leider standardmäßig aktiviert. Auch wenn Opera die Daten nicht so offensiv wie Google nutzt, empfiehlt sich die Deaktivierung des Features. Wie auch die Browser Mozilla Firefox und Google Chrome besitzt Opera mini eine Synchronisierungsfunktion mit Installationen anderer Geräte. Genutzt wird dafür ein eigener Opera-Account, es existiert also keine Anbindung an die Google-Cloud.

Dolphin: Flasht und gestikuliert

Ein wenig unbekannter, aber nicht minder interessant ist die mobile Version des Dolphin Browser. Er bietet als einzige Android-App einen vollwertigen Flash-Support. Auch wenn immer mehr Webseiten auf den modernen HTML5-Standard setzen, so ist Flash von Adobe durchaus noch verbreitet. In Sachen Anpassbarkeit geht Dolphin noch einen Schritt weiter als Opera mini. Der Entwickler MoboTap bietet eine Reihe von eigenen Themes an, die die Anwendung nach Belieben verschönern. Des Weiteren ermöglichen Addons wie bei Mozilla Firefox die Anpassung des Funktionsumfangs an eigene Wünsche. Ein Adblocker ist allerdings vorinstalliert.

Screenshots-Dolphin-Steuerung-APEin Novum bei der Steuerung stellt die Unterstützung von Gesten und Sprache dar. Erstere können dabei für jede Webseite frei konfiguriert werden. Dabei eignet sich natürlich der erste Buchstabe der Webadresse am besten. Wer lieber die eigene Sprache nutzt, kann Internetseiten auch durch Diktieren öffnen. Für Lesevergnügen ohne scrollenden Finger im Blickfeld sorgt die optionale Doppelbelegung der Lautstärkewippe.

Als einziger Browser versteht sich Dolphin auch mit den Konkurrenzprodukten Mozilla Firefox und Google Chrome. Lesezeichen und zuletzt besuchte Webseiten lassen sich so auch plattformübergreifend synchronisieren. Dabei kann wahlweise ein eigener Dolphin-Account oder des bestehende Facebook- bzw. Google-Konto genutzt werden. Ein weiterer Pluspunkt des Dolphin Browsers ist, dass sich persönliche Daten schnell über das Menü löschen lassen. Zudem bietet die App die größte Auswahl an direkt nutzbaren Standardsuchmaschinen: Neben Google, Yahoo und Bing sind auch Search, Ecosia und DuckDuckGo an Bord. Besonders hervorzuheben ist dabei die deutsche Suchmaschine Ecosia, dessen Entwickler eingenommene Werbeeinnahmen dafür nutzen, um ökologisch Bäume zu pflanzen.

Fazit: Es muss nicht immer Google Chrome sein

Der Google Chrome Browser ist für die meisten Android-Nutzer der einfachste Weg, um auf das World Wide Web zuzugreifen. Doch mit Mozilla Firefox, Opera Mini und Dolphin gibt es ebenbürtige Alternativen, die dem Primus im Bereich Funktionsumfang und Geschwindigkeit in nichts nachstehen – im Gegenteil. Fans von personalisierenden Addons kommen etwa bei Firefox und Dolphin auf ihre Kosten, Nachteulen und News-Junkies bei Opera. Eines haben allerdings alle gemeinsam: Sie kommen – soweit man dafür bereit ist – auch ohne Googles Datenspeicherung aus. Genau unter diesem Aspekt werde ich persönlich jedenfalls zukünftig dem ehemaligen Platzhirsch Mozilla Firefox eine Chance geben und ihn verstärkt einsetzen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Androidpiloten unter CC BY-ND 4.0.


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Hands down, ihr Turbo-Tipper: Drei gute Tastatur-Apps für Android-Smartphones im Vergleich

typewriter love (adapted) (Image by Asja Boroš [CC BY 20] via flickr)

Wer sein Smartphone nutzt, um zu telefonieren, zu surfen oder Videos anzuschauen, der dürfte mit der Standard-Tastatur von Android-Telefonen ganz zufrieden sein. Wer hingegen häufig chattet oder an anderer Stelle viele Wörter eingibt, der fühlt sich mit dem vorinstallierten Keyboard möglicherweise schnell ausgebremst.

Gut, dass es für eilige Vieltipper Alternativen gibt. Durch verschiedene Funktionen ermöglichen optional installierbare Tastatur-Apps den Nutzern die Möglichkeit, viel schneller Texte zu verfassen. Statt Buchstaben einzeln auf dem Display zu berühren, wischen Nutzer darüber hinweg. Die Tastatur-Software erkennt trotzdem, welches Wort gemeint ist. Diese Wisch-Funktion bietet einen klaren Geschwindigkeitsvorteil. Zudem heben die Zusatz-Tastaturen sich auch durch optisch ansprechendere Oberflächen von der Standard-Tastatur ab. Das Design ist meist innovativer und kann in großem Maße individualisiert werden.

Ich habe für euch drei populäre Tastatur-Apps getestet. Sie sind allesamt in der Grundausstattung kostenlos erhältlich, können aber durch In-App-Käufe erweitert werden.

SwiftKey – solider Alleskönner

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Screenshot by Niklas Hamburg

SwiftKey ist der wohl bekannteste Vertreter von Zusatz-Tastaturen. Ursprünglich von der Firma Touchtype entwickelt, wurde die App inzwischen von Microsoft aufgekauft. Die App bietet Tastatur-Layouts und Worterkennungen in über 60 Sprachen. Eine Diktierfunktion ist jedoch nur auf Englisch verfügbar. Das Design lässt sich individuell anpassen, man kann aus verschiedensten kostenlosen und kostenpflichtigen Vorlagen im integrierten SwiftKey-Store wählen.

Die App merkt sich häufig verwendete Wörter und Textbausteine. Je öfter der Nutzer sie verwendet, desto mehr Schreibarbeit nimmt die App ihm ab. Wenn man sich mit seinem Google-Konto anmeldet, kann man die App noch weiter personalisieren. Anhand der gesendeten E-Mails und dem Verhalten in sozialen Netzwerken bringen Nutzer der App sozusagen ihren individuellen Schreibstil bei. Von allem, was die App über ihren Benutzer im Laufe der Zeit gelernt hat, kann man eine Sicherung durchführen und mit neuen Geräten synchronisieren. So müssen Anwender nicht jedem Android-Smartphone erneut ihre Schreibvorlieben beibringen.

Dabei werden Daten auf den Servern des Unternehmens gespeichert. Als US-Unternehmen unterliegt Microsoft dem im Vergleich sehr weichem amerikanischem Datenschutzrecht. Weil gerade viele deutsche Nutzer dies nicht mögen, ist die Sync-Funktion optional. Wer möchte, kann die App also auch nur lokal auf einem Gerät lernen lassen. Was SwiftKey genau mit den Daten anstellt, beschreibt der Hersteller im üppigen Kleingedruckten auf seiner Internetseite.

SwiftKey macht einen hervorragenden Job. Vor allem die Wischfunktion überzeugt. Dabei fährt man mit dem Finger in einer einzigen, flüssigen Bewegung über alle Tasten, die man sonst nacheinander antippen würde. Wenn man das zuletzt getippte Wort löschen will, reicht es, die Zurück-Taste einen Moment gedrückt zu halten. Das zu lernen, ist ein Prozess von wenigen Minuten und geht mehr oder weniger intuitiv. Es genügt, diese Art der Texteingabe einmal bei jemand anders beobachtet zu haben, und schon weiß man, wie der Hase läuft.

Besonders gut gefällt mir der Cursor. Er ermöglicht ein Feintuning, um einzelne Buchstaben im Wort oder auch ein versehentlich kleingeschriebenes Wort zu korrigieren. Dies funktioniert sehr gut. Einzig die Tatsache, dass man durch Doppeltippen der Leertaste keinen Punkt einfügen kann, stört meinen Schreibfluss etwas. Ein Leerzeichen nach einem Wort fügt SwiftKey im Swipe-Modus automatisch ein.

SwiftKey ist somit eine sehr hilfreiche Tastatur-App, die kaum Schwachstellen hat. Die kostenpflichtigen Designs sind nur fürs Auge, für die Funktionalität braucht man kein Geld ausgeben. Wer alle Möglichkeiten ausschöpfen will, muss aber Daten preisgeben.

Swype Keyboard – hervorragende Worterkennung

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Screenshot by Niklas Hamburg

Auch das Swype Keyboard stammt von einem unabhängigen Entwickler, der inzwischen von einem Big Player geschluckt wurde. In diesem Fall steckt nun Nuance dahinter.

Wie bei SwiftKey kann beim Swype Keyboard gewischt werden, anstatt zu tippen. Die Möglichkeit, den zu schreibenden Text zu diktieren, ist ebenfalls gegeben. Dabei kommt die Spracherkennung von Nuances bewährter Software Dragon Dictation zum Einsatz. Das Wörterbuch ist lernfähig, sodass man mit der Zeit immer schneller schreiben kann, da sich Tastatur und Benutzer aneinander gewöhnen.

Wenn man sich mit einer E-Mail-Adresse anmeldet, kann man das Wörterbuch auch auf anderen Android-Geräten synchronisieren, allerdings nicht mit iOS-Devices. Auch hier besteht die Möglichkeit, die App mit deinen Accounts in sozialen Netzwerken zu verknüpfen, damit die Tastatur besser mit ihrem Anwender kooperiert. Wie bei Swiftkey müssen Nutzer drauf vertrauen, dass der Hersteller sorgsam mit den gespeicherten Daten umgeht.

Die Worterkennung des Swype Keyboards funktioniert für meinen Geschmack noch etwas besser als bei SwiftKey. Außerdem kommt sie meiner Schreibgewohnheit näher, indem sie erlaubt, einen Punkt am Satzende durch Doppeltippen der Leertaste einzufügen.

Die Premium-Version und ihre kostenpflichtigen In-App-Käufe sind aus meiner Sicht ihr Geld nicht wert. Bei den meisten kostenpflichtigen Tastatur-Layouts ändert sich lediglich das Hintergrundbild im Tastaturbereich, was wirklich keine Leistung ist. Auch, wenn man nur die abgespeckte, sogenannte „Trail“-Version benutzt, kann man quasi den vollen Funktionsumfang nutzen.

Kleine Randnotiz: In der Beschreibung im Google Play Store brüstet sich der Hersteller damit, dass das Swype Keyboard im Guinness-Buch den Rekord als schnellste Möglichkeit zu Eingabe einer Textnachricht hält. Das entspricht jedoch nicht den Fakten. Diesen Rekord hält ein 16-Jähriger aus Brasilien, der mit der Tastatur Fleksy geschrieben hat. Die Software fiel in meinem Praxistest allerdings eher negativ auf, weswegen ich sie hier nicht weiter erwähne.

GO Keyboard – gut gestaltet, schlecht übersetzt

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Screenshot by Niklas Hamburg

Bei der App GO Keyboard vom kanadischen Entwicklerstudio Go Dev Team funktioniert das Wischen statt tippen ebenfalls sehr gut. Besonders für Eigennamen oder E-Mail-Adressen ist es aber hervorragend, dass man die Möglichkeit hat, auch noch auf herkömmliche Weise zu schreiben. Für die Diktierfunktion nutzt das Unternehmen die Spracherkennung von Google.

Die App überzeugt mich vor allem in Details. Die Komma-Taste ist links neben der Leerzeichen-Taste positioniert, was sehr viel praktischer ist, als bei der Standard-Tastatur, bei der man für ein Komma jedes Mal erst die Ebene wechseln muss. Leider wird nicht automatisch ein Punkt eingefügt, wenn man zweimal die Leerzeichen-Taste drückt. Dafür wird automatisch ein Leerzeichen eingefügt, wenn man hintereinander die Wörter durch Wischen eingibt. Praktisch: wenn man in ein Textfeld tippt, in das zum Beispiel eine E-Mail-Adresse gehört, wechseln die Schnellzugriffe, sodass statt des Kommas das @-Zeichen bereitsteht.

Ein Punkt, der wirklich unglücklich ist: die Übersetzung der App ist grottenschlecht. Auch die Beschreibung der App im Play Store scheint eine automatisch generierte Übersetzung zu sein und ist entsprechend unverständlich.

Fazit: Tastatur-Apps für alle, aber nicht für jeden

Mit den drei vorgestellten Tastaturen seid ihr gut beraten, wenn ihr schnell und viel tippen wollt. Im Prinzip nimmt es sich nichts, für welche App ihr euch nun entscheidet. Mit SwiftKey macht ihr jedenfalls nichts falsch. Einzig und allein die Tatsache, dass man hier keinen Punkt durch Doppeltippen der Leertaste einfügen kann, störte mich im Test. Wenn ihr damit kein Problem habt, ist SwiftKey eure Software. GO Keyboard bietet den größten Funktionsumfang, dafür ist die Übersetzung grottenschlecht. Swype Keyboard ist das Richtige für diejenigen von euch, die Wert auf ein großartiges Design legen und auch bereit sind, dafür zu zahlen.

Was den Funktionsumfang betrifft, solltet ihr euer Geld stecken lassen. Im Test gab es keinen In-App-Kauf, der einen entscheidenden Mehrwert gegenüber der kostenlosen Variante bietet.


Image (adapted) „typewriter love“ by Asja Boroš (CC BY 2.0)


Dieser Text erschien zuerst auf unserer Schwesterseite Androidpiloten.

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Infographic: Google vs. FB on Privacy and Security

Google vs. FacebookSeit dem Launch von Google Plus steht das Unternehmen, das seinen Namen einer mathematischen Bezeichnung verdankt (Googol), mehr den je in Konkurrenz zu Facebook. Diese Infografik vergleicht die beiden Datensammler einmal in Sachen Privatsphäre und Sicherheit und peppt das Thema mit ein paar Anekdoten auf. Besonders interessant ist die Aussage über den Zeitraum der Datensicherung.

Google: 18 Monate. Facebook: forever. Erschreckend oder?

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Topliste: Neue mobile Navigationsgeräte

Kaum ein Auto kommt heute ohne (meist nachträglich) eingebautes Navigationsgerät daher. Den richtigen Weg findet aber nicht jedes Gerät, kleinere Spontanabstecher von der Autobahn in eine Tempo-30 Zone und zurück auf die Autobahn können da schon mal vorkommen. Ist ein Stau oder eine Baustelle im Weg, hilft auch die netteste Anweisungstimme nichts nach Möglichkeit bitte zu wenden. Blogpilot André hat sich mit ein paar der neuen Modelle beschäftigt Weiterlesen »

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Forrester-Studie: deutsche Webnutzer verhältnismäßig inaktiv

Einer Studie von Forrester zu Folge sind deutsche Webnutzer verhältnismäßig inaktiv. Der Anteil an Konsumenten, der sich aus dem Web 2.0 komplett heraushalte, liege demnach bei satten 53%, weitere 38% konsumieren Angebote wie Blogs und Podcasts. Als weitere Kategorien führt die Studie auf:

  • Joiners, die sich in sozialen Netzwerken engagieren (17%),
  • Collectors, die RSS-Feeds abonnieren und Seiten bzw. Fotos verschlagworten (4%),
  • Critics, die Beiträge anderer kommentieren (14%), und
  • Creators, die eigene Beiträge erzeugen (11%).

Diese Kategorien sind in Form einer Stufenleiter aufgebaut: so beinhalte die Kategorie des Creators auch die Merkmale der anderen Kategorien. Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern seien diese Zahlen verhältnismäßig konservativ, technologische Vorreiter wie die Vereinigten Staaten, Japan oder Südkorea hätten einen geradezu enormen Vorsprung. In einem einfachen Profil-Tool lassen sich die Ergebnisse an Hand verschiedener Merkmale sortieren. [via Upload-Magazin]

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Grüne Portale im Überblick auf taz.de

Kritisch unter die Lupe genommen hat taz.de Internetportale für kritische Konsumenten. Fazit? Die unterschiedlichen Angebote für umweltbewusste Verbraucher (z.B. lohas.de, ivy.de oder utopia.de) setzen unterschiedliche Schwerpunkte, haben aber alle eines gemeinsam: Zuviel Werbung, politisch zu schwach.

„Trotz unterstützenswerter Themen und hübscher Vergleichstests von Biolebkuchen ist ein Konsumportal eben auch nur ein weiteres Portal mit Identifikations-T-Shirts, einer Community und Blogs für Leute mit viel Zeit“, so taz.de.

Für Einsteiger dürfte sich dort dennoch der ein oder andere wertvolle Tipp finden.

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Weblog-Vergleiche

Mit der WeblogMatrix hat das Berliner IT-Unternehmen CosmoCode eine neue Möglichkeit geschaffen, um diverse Weblog-Systeme direkt miteinander zu vergleichen.
So lassen sich die einzelnen Funktionen von Weblog-Scripts und -Anbietern mit wenigen Klicks nebeneinander stellen. So hat man einen schnellen Überblick über funktionelle Vor- und Nachteile zu verschaffen.

Mit den Services BlogHaus BlogTools und der unblogbar.com-Vergleichsliste sind solche Gegenüberstellungen bereits seit geraumer Zeit möglich.

Ein guter Anfangspunkt für Blogger, die kurz vor einem Start stehen oder die die Software wechseln wollen.
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