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Weniger geleckte Kommunikation vonnöten, Herr Braatz

Tweet megaphone concept

Liebe Führungskräfte twittert nicht, stellt jemand ein, der es gelernt hat und lasst den machen“, empfiehlt auf Twitter ein Herr Braatz und verbindet seine Social-Web-Kalenderweisheiten dann noch mit Rundumschlägen gegen Klaus Eck und den Autor dieser Kolumne. „Ich lese nix mehr von den beiden, wenn ich es vermeiden kann. GS ist ein ganz schlimmer Dampfplauderer ohne Ahnung von Management, E. hüpft immer auf das neueste Thema. Vor zwei oder drei Jahren sollten alle Snapchat machen“, schreibt Mister Rating-Agentur, um im Nachgang seinen denunziatorischen Impuls als Versehen zu rechtfertigen.

Eigentlich wollte er das als Privatnachricht schreiben – kicher. Nun möchte ich seine Verwirrung nicht als Twitter-Inkompetenz abkanzeln. Aber das Interface beim Versenden von Privatnachrichten unterscheidet sich doch erheblich von der Eingabemaske für normale Tweets. Geschenkt.

Sollten Top-Manager auf Twitter aktiv sein?

Herr Braatz plädiert jedenfalls dafür, dass sich Protagonisten des Top-Managements nicht im Social Web bewegen sollten. Das könne man delegieren. Was für eine originelle und tiefschürfende Replik. Nun war die Überschrift für den Cebit-Talk mit Klaus Eck und Stefan Pfeiffer von IBM eher metaphorisch gedacht, um zu testen, wie Unternehmen mit dem Thema umgehen.

Werden Twitter und Co. immer noch für Marketing-Blabla missbraucht oder gibt es Ansätze für offene Kommunikation und Dialog-Formate? Braatz könnte ja mal CEOs fragen – etwa Tina Müller von Douglas. Aber da fehlt wohl der Zugang.

Es gibt immer noch Kontrollverlust-Ängste

Generell dominiere bei vielen Führungskräften eher die Angst vor dem Verlust an Kontrolle, um auf Twitter, Facebook oder LinkedIn aktiv zu werden, so Eck. „Man bekommt ein direktes Feedback vom Kunden und von Leuten, die das Unternehmen vielleicht nicht so toll finden. Damit umzugehen, ist halt nicht so einfach.“ In anderen Ländern geht man damit wesentlich experimentierfreudiger um und nutzt die Netzwerkwirkung für eine Verbesserung von Produkten und Diensten – beispielsweise Tesla-Chef Elon Musk.

Wer Kommunikation delegiert, erntet halt weniger Zustimmung in der Netzöffentlichkeit.

Fremdgesteuerte Twitter-Accounts werden durchschaut

Wenn die Kommunikationsabteilung die Twitter-Accounts der Vorstände betreibt, merkt man das sofort“, so die Erfahrung des Marketingfachmanns Pfeiffer. Natürlich sollten die PRler mit Rat und Hilfe den Topmanagern zur Seite stehen. „Aber es zählt halt die Persönlichkeit, die hinter einer Social Web-Präsenz steht. Es können nicht nur die offiziellen Statements verbreitet werden oder vorgeplante Tweets. So etwas ist langweilig und geht nach hinten los“, sagt Pfeiffer.

Eck fügt zur Beruhigung an, dass Vorstände ja nicht zehn Tweets am Tag veröffentlichen müssen. Ein relevanter Tweet pro Woche oder Monat würde genügen. Wichtig sei die Vorbildfunktion. Und Twitter wurde in der Cebit-Runde nur beispielhaft erwähnt.

IBM-Chef nutzt LinkedIn

IBM-Chef Matthias Hartmann hat sich für LinkedIn entschieden. Was ja völlig in Ordnung geht. Führungskräfte sollten nur die neuen Mechanismen der direkten Kommunikation verstehen“, erläutert Pfeiffer. So wie Boris Palmer, der als Oberbürgermeister von Tübingen sich zum Social Media-Star entwickelt hat. „Als Kommunalpolitiker geht man klassischer Weise auf den Marktplatz, um mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen und zu lernen, was die Menschen bewegt. Wenn allerdings der virtuelle Marktplatz wie Facebook immer relevanter wird, dann muss ich als Politiker auch da hingehen. Wir müssen da darüber hinaus aktiv sein, um den Extremisten nicht das Feld zu überlassen“, sagte Palmer bei der Streaming-Konferenz der Bundeszentrale für politische Bildung.

Die Meinungsbildung finde immer mehr über das Smartphone statt. Deshalb sollten alle Meinungsbildner das ernst nehmen. „Schneller können Rückmeldungen gar nicht laufen. Ich bekomme über Facebook mittlerweile mehr Bürgeranfragen als über meine offizielle E-Mail-Adresse“, betont Palmer. Das zeige sehr deutlich, wie bedeutsam die Plattform ist.

Facebook als virtueller Marktplatz für den Tübinger Oberbürgermeister

Alle relevanten Kommentare werden von ihm persönlich beantwortet. Und das innerhalb weniger Stunden. Schneller könnte die Bürgerschaft mit dem Oberbürgermeister gar nicht kommunizieren. Wenn der Gemeinderat eine Anfrage hat, dauert das in der Regel zwei Monate. Die klassischen Formen der Kommunikation werden zunehmen obsolet, meint Palmer, der bei seinen Antworten keine Pressestelle dazwischen schaltet. Die würden das meistens nur glätten. „Ich bin im Social Web sichtbar, erkennbar und auch angreifbar“, resümiert Palmer. Damit könne er aber gut umgehen.

Gleiches gilt für das Cebit-Livestudio von IBM. Man arbeitet ohne Freigabeschleifen und Autorisierungen. Es geht um direkte Rückmeldungen. „Wir aktivieren damit auch die Belegschaft, die immer mehr bereit ist, sich zu exponieren“, sagt Pfeiffer. Das gehe vom CEO bis zum Spezialisten für Mainframe-Computer. Die Rolle der PR sollte sich auf das Moderieren und die Unterstützung dieser Kommunikationsformate konzentrieren. Weniger geleckte Kommunikation verbreiten und die Leidenschaft der Mitarbeiter für ihre spezifischen Themen wecken.

Das Notiz-Amt entdeckte in Livestreaming-Aktivitäten wahre Naturtalente – etwa Andreas Thomasch, Platform Leader & Manager von IBM, der bildhaft darlegte, was die vielfach totgesagte Mainframe-Technologie noch immer sehr relevant ist für die Nutzung von Smartphone-Diensten.


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  • WHATSAPP chip: WhatsApp: Mega-Feature wird vorbereitet – so aktivieren Sie es schon jetzt: Der Messenger-Dienst WhatsApp hat angekündigt auch in Zukunft weitere praktische Features für seine Nutzer zu aktivieren. Besonders im Fokus steht dabei ein neues Mega-Feature. Demnach plant WhatsApp mittels WhatsApp Payments, künftig Bankzahlungen und Überweisungen anhand der App zu tätigen. So soll es möglich sein Freunden nicht nur Geld zu überweisen, sondern sogar Rechnungen direkt zu bezahlen. Zu diesem Zweck baut der Dienst seinem Messenger nun einen QR-Code-Scanner ein. Durch diesen können ID und PIN eingegeben und der Geldtransfer in wenigen Sekunden abgeschlossen werden. In Indien feierte man bereits erste Erfolge. Die Ausbreitung von WhatsApp in neuen Geschäftssektoren ist dabei in erster Linie als eine Reaktion auf die wachsende Konkurrenz im Messenger-Geschäft zu verstehen.

  • APPLE t-online: Apple will eigene Chips entwickeln: Der US-amerikanische Technik-Riese Apple plant ab 2020 mit eigenen Prozessoren in seinen Notebooks. Damit bootet das Unternehmen die Firma Intel, den langjährigen Partner und Hersteller der aktuellen Chips, aus. Das iPhone und das iPad bekommen seit jeher eigens entwickelte Chips eingesetzt. Für seine Macs greift Apple hingegen seit etwa einem Jahrzehnt auf Intel-Prozessoren zurück. Über das nun angekündigte Vorhaben wurde allerdings schon länger spekuliert. Die Veröffentlichung sorgte zudem bereits für einen gewaltigen Einsturz der Intel-Aktie, was nach dem Abwärtstrend der letzten Jahre ein weiteres Tief für den Soft- und Hardware-Giganten zur Folge hat.

  • INTEL golem: Intel reicht Patent für Bitcoin-SoC ein: Der Soft- und Hardware-Hersteller Intel hat ein 2016 eingereichtes Patent veröffentlicht. Das Patent des Tech-Riesen beschreibt einen SoC-Bitcoin-Chip, welcher CPU-Kerne mit Bitcoin-Hardware-Beschleunigern verbinden kann. Dies soll in erster Linie eine bis zu 35-prozentige Minderung der Leistungsaufnahme beim Schürfen der Kryptowährung herbeiführen. Intel will die Bitcoin-Hardware demnach in allen möglichen Geräten, das heißt Desktop, Notebook, Smartphone, etc. verwenden. Mit Bitcoins hat das Unternehmen zudem schon in der Vergangenheit Schlagzeilen gemacht. Für den derzeitigen Marktführer der Branche in Sachen Kryptowährung agierte Intel bereits als Auftragsfertiger.

  • MYTAXI gruenderszene: Dieses Urteil bricht endlich den Taximarkt auf: Das Hamburger Startup MyTaxi hat vor dem Bundesgerichtshof ein Urteil durchgesetzt, welches die Taxi-Branche komplett umkrempelt. Nachdem dem zu Daimler gehörenden Unternehmen zweimal das Anbieten von zeitlich begrenzten Rabatten untersagt wurde, folgte jetzt in letzter Instanz der Rechtsspruch. Damit ist es MyTaxi in Zukunft erlaubt, über seine Plattform Taxis anzubieten und zudem Rabatte zu gewähren. Damit revolutioniert MyTaxi die Taxi-Szene, zumal diese bisher auf Tarifpflicht beruhte. Welche Folgen dies für die Branche haben wird, werden die nächsten Jahre zeigen. Auf jeden Fall ist mit gravierenden Veränderungen zu rechnen.

  • TESLA t3n: Elon Musk macht Produktion des Model 3 zur Chefsache und schläft in der Fabrik: Elon Musk reagiert auf die anhaltenden Produktionsschwierigkeiten des Autoherstellers Tesla. Der CEO des Unternehmens löst vorübergehend Doug Field, den bisherigen Chef der Enwicklungsabteilung, ab. Mit der Maßnahme gibt Elon Musk die Antwort auf den schon seit mehreren Wochen anhaltenden Abwärtstrend Teslas. Neben der trägen Produktion des Tesla Model 3, belastet die Firma auch der Rückruf von 120.000 Fahrzeugen, sowie der Autopiloten-Unfall eines Model X. Die Aktie der Automarke fiel in Folge dessen bereits um mehr als fünf Prozent. Als Konsequenz aus der schwierigen Phase Teslas kündigte Musk nun also an zur Not sogar in der Fabrik schlafen zu wollen.

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  • FALCON HEAVY deutschlandfunk: Falcon Heavy erfolgreich gestartet: Das wahre Wettrennen kommt erst noch: Am Abend des 6. Februars, gegen 21:45 Uhr, war es soweit, die Falcon Heavy startete erfolgreich Ihren Erstflug. An Board der Rakete von SpaceX befand sich zudem ein Tesla Roadster des Firmengründers Elon Musk. Der PR-Coup wirkt fast perfekt, nach nur sieben Jahren hat es SpaceX geschafft mit der Falcon Heavy eine der leistungsstärksten Raketen zu Bauen, die sich jetzt, unterlegt mit “Life on Mars” von David Bowie, auf dem Weg in eine Mars-Umlaufbahn befindet. Das nächste Space-Race, das es so schon in den 1960er Jahren gab, könnte jetzt kurz bevorstehen. Konzerne wie Boeing sitzen SpaceX schon im Nacken.

  • GEOBLOCKING gamestar: Online-Einkäufe – EU verbietet Geoblocking – außer bei Digital-Inhalten: Häufig werden EU-Bürger davon abgehalten in Online-Shops aus dem Ausland einzukaufen. Das Ganze nennt sich Geoblocking. Die Händler sperrten bisher Käufer aus dem EU-Ausland auf diese Weise von ihrem Angebot aus und verhinderten eine potenzielle Schnäppchenjagd in anderen Ländern. Das hat jetzt ein Ende, wie das EU-Parlament mit einer deutlichen Mehrheit beschlossen hat. Unabhängig vom Wohnort können EU-Bürger jetzt also grenzübergreifende Einkäufe tätigen. Einzig digitale Inhalte wie e-Books, Filme, Musik und Online-Spiele sind davon ausgenommen.

  • WHATSAPP engadget: Bezahlen via WhatsApp gestartet: Die bargeldlose Gesellschaft scheint kurz bevor zu stehen. In China ist das Bezahlen per App – WeChat in diesem Fall – quasi schon Gang und Gäbe. WhatsApp testet jetzt ebenfalls eine Bezahl-Funktion. In vorerst nur Indien startet jetzt die Betaversion. Dort wird das ganze über ein so genanntes Unified Payments Interface realisiert, was Banken in Indien ermöglicht, direkte Zahlungen über Smartphones von Bankkonto zu Bankkonto in Sekundenschnelle zu realisieren.

  • JOHN PERRY BARLOW heise: Er kam aus dem Cyberspace. Zum Tode von John Perry Barlow: Internet-Aktivist und Gründer der Bürgerrechtsorganisation EFF John Perry Barlow ist am Mittwoch im Alter von 70 Jahren verstorben. Seines Zeichens war Barlow Kämpfer für die Unabhängigkeit des Internets und kämpfte 1996 dafür mit der “Unabhängigkeitserklärung des Cyberspace”. Neben zahlreichen Auftritten für die EFF arbeitete John Perry Barlow am Berkmann Center for Internet & Society und war „Professor of Cyberspace“ an der Schweizer European Graduate School. Neben seinem Engagement für die Freiheiten im Internet gehörte die eigenständige Entwicklung von Afrika zu seinen Herzensangelegenheiten.

  • IOS t3n: „Größter Leak der Geschichte“: iOS-Quellcode geklaut und ins Netz gestellt: Eine ältere Version des Quellcodes der Trusted-Boot-Routine iBoot, eine Komponente von Apples iOS, wurde jetzt von Anonymen auf der Software-Plattform GitHub veröffentlicht. Es ist einer der größten Leaks dieser Art und kann es Cyber-Kriminellen ermöglichen, leichter Zugang zu Sicherheitslücken zu erhalten. Deshalb werden in Zukunft neue Jailbreaks befürchtet.

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Die Zukunft der Arbeit könnte weiblich sein

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„Frauen können die Gewinnerinnen des digitalen Wandels werden, wenn wir es klug anstellen“, sagte Andrea Nahles 2015 auf der Konferenz zur Geschlechtergerechtigkeit der Internationalen Association for Feminist Economics (IAFFE) in Berlin – damals noch als Arbeitsministerin. Hat sie damit Recht? Ist die Zukunft der Arbeit weiblich?

Neue Jobmodelle, neue Möglichkeiten für Frauen

Nach Ansicht von Nahles liegen die Chancen für Frauen in der Arbeit 4.0 vor allem in der Digitalisierung. Diese verändert zum Einen die Art und Weise wie wir arbeiten. Das Internet und Cloud-Technologien führen zum Beispiel dazu, dass wir nicht mehr immer und jederzeit physisch am Arbeitsplatz sein müssen. Vieles wird heutzutage, statt im Büro, im Homeoffice erledigt. Resultate seien wichtiger als Anwesenheit, sagte Nahles.

Das gilt natürlich nicht nur für Frauen, jedoch könnte gerade dieser Wandel vor allem Frauen den Zugang zur Arbeitswelt erleichtern. Während sie bisher vielleicht zwischen Kind und Karriere wählen mussten, können sie nun beides ohne große Kompromisse haben.

Darüber hinaus verändern sich durch die Digitalisierung ebenfalls die Berufsbilder für Frauen. Während zum Beispiel Krankenschwester ein typischer Frauenberuf war, wird diese Arbeit wahrscheinlich bald komplett von Robotern erledigt. Das gäbe Frauen aber auch „ganz neue berufliche Perspektiven auf gut bezahlte, gut abgesicherte Industriearbeitsplätze“, sagt Nahles.

Ganz ähnlich sieht dies auch die prämierte US-Unternehmensberaterin und Digitalisierungsxpertin Cheryl Cran. Sie sieht ebenfalls in neuen Jobmodellen eine große Chance für Frauen. Denn Frauen können ihrer Meinung nach durch Freelancing, Homeoffice oder Telearbeit nun problemlos Familie und Job miteinander vereinen. Tatsächlich ist ein steigender Anteil der Freiberufler in den USA weiblich. Nach Zahlen der National Association of Women Business Owners wagen ebenfalls viele Frauen den Schritt in die Selbstständigkeit und gründen eigene Unternehmen. So wurden 9,1 Millionen US-Firmen von Frauen gegründet, die zusammen beinahe 8 Millionen Menschen beschäftigen.

Auch Männer seien nicht mehr bereit, 14-Stunden-Tage zu schieben und suchen einen bessere Work-Life-Balance. Jobsharing-Modelle, in denen sich Männer und Frauen eine Managerposition teilen, seien gar nicht mehr so selten. Auch renommierte Tech-Unternehmen wie Facebook oder Tesla suchen laut Cran händeringend qualifizierte Frauen für Spitzenpositionen.

Roboter geben Frauen mehr Muskelkraft

In einem Kommentar für die irische Onlinepublikation Siliconrepublic.com geht Cheryl Cran sogar noch einen Schritt weiter. Sie behauptet: Gerade die sogenannten Soft Skills – Kommunikationsfähigkeit, Empathie, Emotionale Intelligenz – die Frauen ihrer Meinung nach von Natur aus mitbringen – werden in Zukunft viel mehr gefragt als „männliche“ Arbeitsweltattribute wie Wille, Entschlossenheit, Egoismus und Aggressivität. Cran glaubt zwar, dass in Zukunft eine Kombination aus männlichen und weiblichen Attributen gefragt sein wird, doch dabei haben Frauen ihrer Meinung nach einen Vorteil: „Frauen werden erfolgreich sein in einer Zukunft, in der Jobs, die früher physische Stärke erforderten – Bau, Produktion, Landwirtschaft -, durch Roboter verbessert werden.

Sprich: Frauen haben nicht nur Vorteile aufgrund ihrer natürlichen Eigenschaften, sie können nun auch Jobs ausüben, die ihnen bisher aus rein physischen Gründen verwehrt waren. Cran nennt das Beispiel einer Roboter-Rüstung, die in Japan in der Pflege genutzt wird. Diese kann man sich als Mensch überziehen und damit die eigene Muskelkraft verstärken.

Auch die Soziologin Christiane Funken sagt in ihrem Buch „Sheconomy“: Die Arbeitswelt der Zukunft ist weiblich. Allerdings zögert die Wissenschaftlerin, dies wie Cran auf angeborene Eigenschaften zurückzuführen. Vielmehr stellt sie klar: „Frauen werden traditionellerweise auf Fähigkeiten hin erzogen, die der Arbeitsmarkt dringend braucht.“ Da Frauen also in vielen Kulturen eher dazu erzogen werden, diplomatisch, zurückhaltend, zuvorkommend, freundlich und schon gar nicht aggressiv zu sein, könnte ihnen dies in einer Arbeitswelt, die genau diese Eigenschaften verstärkt, sucht und fördert, zugute kommen.

Neue Chancen gibt es nur dann, wenn Frauen sie nutzen

Doch ganz so rosig, wie die Expertinnen die Zukunft sehen, ist sie nicht. Nur weil Frauen neue Chancen haben, bedeutet dies nicht, dass sie diese auch nutzen werden. Frauen haben zum Beispiel mehr Angst vor der Digitalisierung als Männer. Nach einer Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstitut Ipsos misstrauen Frauen dem digitalen Wandel mehr als Männer.

Markus Grabka vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) glaubt sogar, dass Frauen die großen Verlierer der Digitalisierung sein werden. Seiner Ansicht nach werden Tätigkeiten wie Verkauf, Terminpflege und Organisation oder Dienstleistungen in der Gastronomie in Zukunft zu 80 Prozent von Robotern ausgeführt. Das sind aber genau die Jobs, die aktuell mehrheitlich von Frauen ausgeübt werden.

Während Expertinnen wie Cran oder Funke hier eine neue Möglichkeit sehen, warnt Grabka vor dem besonders hohen Risiko auf Jobverlust für Frauen. Tatsächlich ist der Arbeitsalltag derzeit für Frauen nicht gerade rosig – trotz Digitalisierung. Die DGB-Studie „frau geht vor“ hat beispielsweise ermittelt, dass Frauen schwierigere Arbeitsbedingungen als Männer beklagen. 52 Prozent der Frauen, aber nur 43 Prozent der Männer klagen über höhere Arbeitsbelastung, mehr Kontrolle, Überwachung und Stress. Das zeigt auch, dass die Macho-Kultur in Unternehmen immer noch verbreitet ist, auch in Start-ups.

Auch wird der Kampf um begehrte Arbeitsplätze härter, und es ist nicht anzunehmen, dass Männer sich in Zukunft weniger um gute Jobs bemühen werden.

Nicht alle Männer sind machtgierige Egoisten

Bei der ganzen Debatte ist es aber auch nicht unbedingt förderlich, grundsätzlich alle Männer als machtbesessene Egoisten darzustellen und alle Frauen als hilflose Opfer. Denn es ist nicht notwendigerweise die Schuld der männlichen Kollegen, wenn der Arbeitsplatz keine Flexibilität bietet, um das Kind morgens in die Kita zu bringen oder am Nachmittag abzuholen – was übrigens auch Väter tun. Klar ist: Wenn sich mit dem digitalen Wandel Unternehmensstrukturen nicht verändern und sich besser an aktuelle Lebensweisen von Männern UND Frauen anpassen, verlieren am Ende alle.

Deswegen betont Sheconomy-Autorin Christiane Funken auch, dass es ihr nicht darum geht, Frauen gegen Männer aufzuspielen. Vielmehr sei es so, dass Geschlechterrollen sich ohnehin immer mehr verschieben und verändern. Männer wollen genau so mehr Freizeit haben oder Zeit mit der Familie verbringen wie Frauen.

Das bestätigen auch Zahlen des Zukunftsinstituts in einer Untersuchung zum „Female Shift“ in der Arbeitswelt. Demnach glauben 65 Prozent der Männer, dass beide Elternteile gleichberechtigt für die Kindererziehung verantwortlich sind. Oft gehen Wunsch und Realität noch auseinander, doch immerhin nimmt bereits jeder vierte Mann in Deutschland Elternzeit in Anspruch. Frauen wiederum nehmen Machtpositionen selbstbewusster an als noch vor 20 Jahren. So birgt die Arbeitswelt der Zukunft idealerweise nicht mehr Chancen für Männer oder für Frauen, sondern für alle.


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Never mind the Killerroboter – Unzuverlässig sind sie alle.

Drohne (adapted) (Image by anne773 [CC0 Public Domain] via Pixabay)

Die Anführer von mehr als 100 der weltweit größten Unternehmen der KI-Branche sorgen sich um die Entwicklung der „Killerroboter“. In einem offenen Brief an die Vereinten Nationen warnten die Führungskräfte – inklusive Elon Musk, dem Gründer von Tesla und den Gründern von Googles KI-Abteilung – dass die autonome Waffentechnologie von Terroristen und Despoten gehackt werden und anschließend für böse Motive verwendet werden könnte.

Aber die Gefahr ist im echten Leben weitaus größer – und speist sich nicht nur aus menschlichem Versagen, sondern auch aus dem der Maschinen. Studien von komplexen Systemen haben gezeigt, wie sich ein Verhaltensmuster entwickeln kann, das weitaus unvorhersehbarer ist als die Summe einzelner Maßnahmen. Auf einer Ebene deutet das darauf hin, dass sich menschliche Gesellschaften, verglichen mit dem Verhalten Einzelner, sehr unterschiedlich verhalten können. Dieses Prinzip kann jedoch genauso auf Technologien angewendet werden. Sogar Ökosysteme von relativ simplen KI-Programmen, die wir als dumme, nützliche Bots bezeichnen, können uns überraschen – sogar dann, wenn die individuellen Bots sich gut verhalten.

Die individuellen Elemente, die ein komplexes System wie einen Wirtschaftsmarkt oder das Wetter als Ganzes ausmachen, haben die Tendenz, nicht auf eine simple, lineare Art und Weise zu interagieren. Das macht es sehr schwierig, dieses System als Modell zu verstehen. Beispielsweise ist es nach vielen Jahren der Klimaforschung immer noch unmöglich, langfristige Wettervorhersagen zu treffen. Diese Systeme sind oft sehr sensibel gegenüber kleinen Veränderungen und deshalb anfällig gegenüber explosiven Rückkopplungsschleifen. Es ist darüber hinaus sehr schwierig, den präzisen Status eines solchen Systems an einem bestimmten Zeitpunkt festzustellen. Alle vorher genannten Aspekte machen diese Systeme intrinsisch unvorhersehbar.

Alle diese Prinzipien sind anwendbar auf große Gruppen von Einzelpersonen, die auf ihr eigenes Verlangen hin Entscheidungen treffen. Ob es sich hierbei um eine menschliche Gesellschaft oder eine Gruppe von Robotern handelt, ist dabei irrelevant. Meine Kollegen und ich erforschten kürzlich den Typ eines komplexen Systems, das geeignete Roboter dazu benutzte, Wikipedia-Artikel automatisch zu bearbeiten. Diese verschiedenen Roboter wurden von Wiki-Nutzern entwickelt, wobei die der zugrundeliegenden Open-Source-Software kostenlos und frei zugänglich und deswegen jedem zur Forschung verfügbar ist. Einzeln haben sie alle das gemeinsame Ziel, die Enzyklopädie zu verbessern. Ihr kollektives Verhalten stellt sich allerdings als überraschend ineffizient heraus.

Diese Wikipedia-Bots arbeiten sehr gut, wenn sie auf bewährten Regeln und Absprachen basieren. Weil die Webseite jedoch über kein zentrales Führungssystem verfügt, gibt es keine effektive Koordination zwischen den Personen, die diese Bots betreiben. Als Ergebnis fanden wir Bots, die ihre Artikel gegenseitig jeweils über mehrere Jahre hinweg editierten und die Bearbeitungen der anderen Kontrollinstanz rückgängig machten, ohne, dass es jemandem aufgefallen war. Und weil diese Bots über keinerlei Wahrnehmung verfügen, bemerkten sie es selbst auch nicht.

Die Bots sind für den Zweck entwickelt, den Bearbeitungsprozess zu beschleunigen. Jedoch können kleine Diskrepanzen in der Entwicklung der Bots oder zwischen den Menschen, die diese Bots nutzen, zu einer massiven Verschwendung von Ressourcen im Rahmen eines „Bearbeitungs-Krieges“ führen, der von menschlichen Redakteuren weitaus schneller gelöst werden könnte.

Wir fanden ebenso heraus, dass die Bots sich innerhalb der verschiedenen Sprachversionen von Wikipedia unterschiedlich verhielten. Die Regeln sind mehr oder weniger die gleichen, die Ziele sind ebenso identisch, die Technologie ist dieselbe. Jedoch ist in der deutschen Wikipedia die Kooperation zwischen den Bots weitaus effizienter und produktiver als beispielsweise in der portugiesischen. Dies kann nur mit den Differenzen zwischen den Redakteuren, die diese Bots in verschiedenen Umfeldern laufen lassen, erklärt werden.

Exponentielle Verwirrung

Wikipedia-Bots verfügen über nur wenig Autonomie. Das System verhält sich ohnehin schon anders als die Ziele der individuellen Bots. Jedoch plant die Wikimedia Stiftung den Einsatz einer KI, die den Bots einen höheren Grad von Autonomie verleihen soll. Dies wird wahrscheinlich zu noch mehr Fällen von unerwartetem Verhalten führen.

Es wurde auch untersucht, was passiert, wenn zwei Bots, die dazu entwickelt wurden, mit Menschen zu sprechen, auf einmal untereinander interagieren. Die Antworten künstlicher persönlicher Assistenten wie Siri von Apple überrascht uns schon überhaupt nicht mehr. Wenn man aber zwei dieser Chatbots zusammenbringt, können diese schnell anfangen, sich auf eine überraschende Weise zu verhalten. Sie können beispielsweise einen Streit führen und sich sogar gegenseitig beleidigen.

Umso größer das System wird und umso autonomer ein Bot ist, umso komplexer und unvorhersehbarer ist das zukünftige Verhalten eines Systems. Wikipedia ist ein Beispiel einer großen Anzahl relativ einfacher Bots. Das Chatbot-Beispiel zeigt eine kleine Anzahl eher komplexerer und kreativerer Bots auf – in beiden Fällen entwickelten sich unerwartete Konflikte. Die Komplexität und damit die Unvorhersehbarkeit, steigt exponentiell, je mehr individuell agierende Bots dem System hinzugefügt werden. In einem zukünftigen System mit einer großen Anzahl sehr kluger Roboter könnte das unerwartete Verhalten unsere Vorstellungskraft übersteigen.

Selbstfahrender Wahnsinn

Bei selbstfahrenden Autos gibt es beispielsweise spannende Fortschritte zur Effizienz und zu Sicherheitsaspekten des Straßenverkehrs. Wir wissen jedoch noch nicht, was passieren wird, wenn wir einmal ein großes, ungezähmtes System voller autonomer Fahrzeuge haben. Sie könnten sich völlig anders verhalten als weniger Fahrzeuge dies in einer kontrollierten Umgebung tun würden. Und sogar noch unerwarteteres Verhalten könnte in dem Fall auftreten, wenn fahrerlose Autos von verschiedenen Personen in unterschiedlichen Umgebungen „trainiert“ werden und anfangen, miteinander zu kommunizieren.

Menschen können sich neuen Regeln und Standards sehr schnell anpassen – aber immer noch damit Schwierigkeiten haben, den Systemwechsel durchzuführen. Dies kann für künstliche Akteure weitaus schwieriger sein. Wenn ein auf deutsche Standards eingestelltes Auto beispielsweise in Italien fährt, wissen wir einfach nicht, wie es mit den geschriebenen Regeln und ungeschriebenen Normen umgeht, die von den vielen anderen Autos befolgt werden, die auf italienische Standards eingestellt sind. Etwas so Ordinäres wie das Überqueren einer Kreuzung könnte plötzlich eine tödliche Gefahr bergen, weil wir einfach nicht wissen, ob die Autos so miteinander kommunizieren, wie sie es sollen oder etwas total Unvorhersehbares tun.

Denken wir nun an die „Killeroboter“, die Elon Musk und seinen Kollegen Sorgen bereiten. Ein einziger dieser Roboter könnte in den falschen Händen sehr gefährlich sein. Aber was ist mit einem unvorhersehbaren System von „Killerrobotern“? Daran will ich nicht mal denken.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Drohne“ by anne773 (CC0 Public Domain)


The Conversation

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  • IPHONE X t3n: Samsung reagiert auf iPhone X mit faltbarem Smartphone – 2018: Gestern erst fand die Keynote zum neuen Apple-Smartphone – dem iPhone X – statt. Da der Markt der smarten Mobiltelefone nicht schläft, gibt es jetzt schon dir Antwort von Samsung. Denn für das nächste Jahr will der südkoreanische Hersteller, genau genommen der Mobile-Chef DJ Koh, ein Smartphone der Note-Serie mit faltbarem Display auf den Markt bringen. Bisherigen Gerüchten zufolge plant Samsung unter dem Codenamen „Project Valley“ die Veröffentlichung zweier Modelle frühestens 2018.

  • WLAN heise: EU-Parlament stimmt für kostenloses WLAN an öffentlichen Orten: Überall unbegrenztes und kostenloses WLAN ist noch ein eher utopischer Gedanke für die digitalisierte Gesellschaft. Die EU will diese Vision jetzt aber mit einem millionenschweren Programm fördern. Bis zu 8.000 kostenlose Hotspots sind an öffentlichen Orten wie Bibliotheken, Krankenhäusern oder ähnlichem angedacht. Das Projekt nennt sich WiFi4EU und soll mit rund 120 Millionen Euro unterstützt werden. Die Gemeinden und öffentlichen Einrichtungen sollen sich über ein Online-Portal für Internet-Gutscheine bewerben können, mit denen die Anfangskosten gedeckt werden sollen.

  • DMEXCO horizont: Das war der erste Dmexco-Tag: Gestern und heute trifft sich die Branche des digitalen Marketings wieder in der Kölnmesse zum größten deutschen Branchen-Event des Jahres – der dmexco! HORIZONT-Chefredakteur Volker Schütz fasst einige Höhepunkte von Tag 1 zusammen und kommt zum vorläufigen Fazit, dass sich die digitale Transformation irgendwo zwischen „digitaler Besoffenheit und neuem Realismus“ befindet. Zumindest um das Buzzword „Transformation“ scheint man am 1. Konferenztag kaum herumzukommen.

  • KI wired: Warum zur Hölle wollen Forscher homosexuelle Menschen am Gesicht erkennen?: Oftmals hört man von diversen US-Studien, die einfach nur lächerlich oder unnötig wirken. Diese neueste Studie setzt dem Fass jetzt aber die Krone auf. Michal Kosinski und Yilun Wang von der Stanford University hatten eine Studie vorgestellt, bei der sie mehr als 130.000 Portraits von einer Dating-Website von einer Software für Gesichtserkennung hatten analysieren lassen. Diese KI soll dann angeblich mit 83-prozentiger Wahrscheinlichkeit erkannt haben, ob die abgelichtete Person homosexuell ist. WIRED-Kolumnist bringt auch unsere Gedanken dazu auf den Punkt: Warum zur Hölle fertigt jemand so eine Studie überhaupt erst an?

  • TESLA golem: Teslas „Autopilot“ trug zu tödlichem Unfall bei: Autonome Fahrzeuge sind die Zukunft, dass früher oder später aber etwas passieren würde, ist fast traurige Gewissheit. Im letzten Jahr führte eine Fahrt mit dem Tesla-Autopiloten zum Tod des Fahrers. Das National Transport Safety Board – kurz NTSB, also die US-Behörde für transportsicherheit – ist nun zum Schluss gekommen, dass der Tesla zumindest eine Teilschuld trägt. Für die Unfallermittler vom NTSB war der tödliche Crash ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren.

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  • FISKER golem: Fisker-Elektroauto soll in 9 Minuten Strom für 200 km laden: Wie zu erwarten bekommt Tesla jetzt Konkurrenz. Im Januar soll auf der CES 2018 ein neues Elektro-Auto von Fisker vorgeführt werden, welches insgesamt um die 640 Kilometer schafft. Durch eine Graphen-Batterietechnik soll es dem Auto möglich sein in nur 20 Minuten auf 200 Km aufgeladen zu sein. Eine autonome Fahrtechnik sei laut dem Hersteller auch schon geplant, stecke jedoch derzeit noch in der Entwicklung. Das Modell ist zukünftig ab 130.000 US-Dollar zu haben, wer sich jetzt schon ein Modell reservieren möchte, zahlt 2000 US-Dollar als Anzahlung. Gute Neuigkeiten für alle, die noch warten können: Ein kostengünstigeres Modell für 34.000 US-Dollar soll 2020 folgen.

  • ROBOTIK heise: Robotik- und KI- Experten warnen vor autonomem Kriegsgerät: Damit KI und Robotik in Zukunft nicht für autonome Kriegsgeräte missbraucht werden, wollten sich eine zusammengestellte Expertengruppe, in der auch Tesla-Chef Elon Musk sitzt, zum Montag das erste Mal treffen, welches jedoch bedauerlicherweise nicht stattfand. Dennoch sind ihre gemeinsamen Bedenken bezüglich Künstlicher Intelligenz als Waffe nicht ganz unbegründet, so könnte diese nämlich zukünftig in den Händen von Terroristen einen großen Schaden anrichten. Dass Elon Musk Mitglied der neuen Expertengruppe angehört, ist nicht weiter verwunderlich, da er schon vor einiger Zweit begann auf die Gefahren durch den Missbrauch von KI aufmerksam zu machen.

  • ADIDAS t3n: Automatisierte Sneaker-Fabrik: Adidas startet Serienfertigung eines Schuhs aus dem 3D-Drucker: Das Adidas zukunftsorientiert ist, zeigt die Marke indem sie mit dem Silicon-Valley-Startup Carbon jetzt an Schuhen aus dem 3D-Drucker arbeitet. Schon dieses Jahr werde die ersten 5.000 Serienmodelle geliefert, wenn es nach Plan läuft. Doch ist nicht nur die Produktionstechnik zukunftsweisend, auch die Mitarbeit bei der Verarbeitung der Schuhe, da die knapp 160 Mitarbeiter nun auch mit Robotern des deutschen Herstellers Kuka zusammenarbeiten. Durch diese neue Technologie wird es Adidas nicht nur möglich sein seinen Kunden individuellere Ware liefern zu können, sondern das auch schneller. Die übliche Produktionsdauer von über einem Jahr würde sich auf eine Woche verkürzen. Ein Preis wurde für dieses Produkt bis dato noch nicht genannt.

  • APPLE wired: Kommt Apple Pay schon im September nach Deutschland?: Einige Gerüchte, dass der mobile Zahldienst Apple Pay bereits im September rauskommt, stützen sich auf die Informationen, dass die Zusammenarbeit mit den Direktbanken bereits abgeschlossen werden konnte. Praktisch wäre dies für das Unternehmen schon, da auch demnächst das iPhone 8 herauskommt und mit diesem bzw. einer Apple Watch bezahlt werden kann. Doch die Gerüchte bleiben fraglich, denn bei der Bekanntgabe welche neuen Länder einen Apple Pay-Start bekommen könnten, war Deutschland noch nicht genannt worden.

  • NETFLIX N24: Netflix weiß schon genau, was Sie sehen wollen: Man hat sich öfter eine Komödie angeschaut und bei Action-Filmen nach zwei Minuten abgebrochen? All das kann der Streaming-Anbieter für seine Recherche nutzen, um so seinem Kunden spezifische Film- und Serienvorschläge zu machen. Doch Netflix-Manager Todd Yellin ist sich auch bewusst, dass es so einfach nicht ist. Würde man dieser Analyse stur folgen, würde dem Kunden keine Abwechslung mehr geboten, sein Horizont nicht erweitert werden. Zudem sei es wichtig für das Unternehmen attraktiv und abwechslungsreich zu bleiben, da auch die Konkurrenz wie Amazon schon längst Daten nutzen könnten um wiederum ihre Kunden an sie zu binden. Der Wettstreit der Streaming-Anbieter hat also schon längst begonnen.

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  • MOBILES BEZAHLEN heise: Boon: Mobile Payment mit NFC nun für alle geeigneten Android-Smartphones: Mobiles Zahlen gehtjetzt durch die Payment-App von Wirecard. Möglich ist das an allen NFC-Terminals, indem man einfach das Smartphone an den Terminal der Kasse hält und mit Fingerabdruck oder Pin bestätigt. Dank einer Umstrukturierung ist die App von jetzt an nicht mehr nur für Smartphones mit Mastercard-Zertifizierung freigegeben, sondern für alle alltäglichen Smartphones.

  • SKYPE golem: Mit Skype kann jetzt Geld überwiesen werden: Wir kennen Skype von unseren Auslandsaufenthalten, der ersten Fernbeziehung oder zum Grüßen der Verwandten aus anderen Ländern. Doch ab jetzt rüstet Skype mit einer weiteren Funktion auf, indem Skype-Nutzer Geld via Paypal verschicken können. 20 Länder gehören zu den Glücklichen, unter anderem Deutschland. Eine kleine Einschränkung gibt es jedoch. Das Geld darf nicht an Unternehmen überwiesen werden, sondern nur an Freunde und die Überweisungen sind nur in US-Dollar, kanadischen Dollar, britischen Pfund und Euro möglich. Andere Währungen sollen jedoch nach Skype demnächst folgen.

  • TESLA handelsblatt: Tesla besteht die Bewährungsprobe: Es steckt zwar noch etwas in den roten Zahlen, doch das neueste Projekt von Tesla kann sich behaupten. Viele Analysten waren sich bei dem Tesla Model 3 eher unsicher und zeigten sich verhalten, als es um die Gewinnschätzung ging. Die Veröffentlichung der Ergebnisse aus dem zweiten Quartal 2017 lassen jedoch alle negativen Stimmen verstummen. Vorsichtige Analysten schätzen 2,5 Milliarden Dollar, der tatsächliche Gewinn bestand jedoch aus 2,8 Milliarden Dollar und somit 0,3 Millionen Dollar mehr als erwartet. Ein voller Erfolg für Elon Musk und sein Unternehmen.

  • AMAZON t3n: Wegen Spyware-Verdacht: Diese Android-Smartphones nimmt Amazon aus dem Sortiment: Bei dem Billig-Hersteller Blu sollen einige Smartphone-Modelle ihre Nutzer ausspionieren. Vertrauliche Daten wurden so an verschiedene Server in China weitergeleitet. Auf diesen Vorfall reagierte Amazon, in dem es zumindest in den USA sämtliche in Verdacht geratene Geräte vom Markt nahm. Stellung hat das Unternehmen Blu jetzt in einer Pressemitteilung genommen.

  • FACEBOOK wired: Nach Google und Amazon will auch Facebook in die Wohnzimmer: Langsam wird es eng in unserem Wohnzimmer, denn der „Wohnzimmermarkt“ öffnet seine Türen. Amazon Echo und Google Home machen es vor, doch damit Facebook im Konkurrenzkampf weiterhin mithalten kann, wird es langsam Zeit auf diesen Zug mit aufzuspringen. Ein Vorschlag für dieses neue Projekt ist beispielsweise ein Laptop-großes Video-Chat-Gerät, welches jetzt im kommenden Frühling nächsten Jahres auf der Entwicklerkonferenz vorgestellt werden soll. Ein neuer Speaker soll die Konkurrenz zusätzlich vorerst in Schach halten.

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  • DARKNET faz: Ermittlern glückt Schlag gegen Darknet-Handel: Ermittlern in Europa und Amerika ist der bisher größte Schlag gegen illegale Geschäfte im sogenannten Darknet, dem versteckten Teil des Internets, gelungen. Mit der Plattform Alpha Bay sei die größte bisher bekannte Darknet-Vertriebsstruktur ausgehoben worden, sagte der amerikanische Justizminister Jeff Sessions am Donnerstag in Washington. Die Administratoren seien dingfest gemacht worden.

  • MOBILITÄT horizont: Warum Vodafone Tausende E-Bikes miteinander vernetzen will: Vodafone will E-Bikes gemeinsam mit der Einkaufsgemeinschaft ZEG vernetzen und damit auch Fahrrad-Dieben das Handwerk legen. Zunächst 4000 elektrische Fahrräder der Marke Zemo habe man mit dem Internet der Dinge verbunden, teilte Vodafone am Freitag mit. Händler könnten sie ab sofort vorbestellen, in die Läden sollen sie Anfang 2018 kommen.

  • TESLA HAZ: Tesla darf Untergrund-Magnetbahn bauen: Tesla-Chef Elon Musk hat laut eigenen Angaben eine mündliche Genehmigung der US-Regierung für ein geplantes Hochgeschwindigkeits-Transportsystem an der Ostküste erhalten. Die Untergrund-Magnetbahn, die Musk vorschwebt, solle die Strecke zwischen New York City und der US-Hauptstadt Washington in 29 Minuten schaffen, twitterte der Tech-Milliardär am Donnerstag. Bislang braucht die schnellste Eisenbahnverbindung knapp drei Stunden dafür. Allerdings bleiben zahlreiche Fragen ungeklärt.

  • DATENSCHUTZ heise: Klage gegen Media Markt wegen Smartphone-Sicherheitslücken: Verbraucherschützer bereiten eine Zivilklage gegen einen Media Markt in Köln vor, da dort verkaufte Smartphones schwerwiegende Sicherheitslücken aufwiesen. Christine Steffen, Zuständige der Verbraucherzentrale für den Fall sagte der Süddeutschen Zeitung, die ganze Angelegenheit dürfte für Kunden wie Hersteller von „grundsätzlicher Bedeutung“ sein, da sie einen Präzedenzfall darstellt.

  • KI zeit: Ein Strichmännchen rennt um sein Leben: Eine humanoide Figur, die wild mit den Armen fuchtelnd über virtuelles Geröll läuft, bis sie stolpert. Die Hindernisse erst umkurvt, dann aber doch frontal gegen eine Wand läuft und filmreif zu Boden geht. So sieht es aus, wenn eine künstliche Intelligenz (KI) sich selbst das Laufen beibringt. DeepMind, die 2014 von Google gekaufte KI-Forschungseinrichtung in London, hat das stellenweise ziemlich lustige Video produziert. Es gehört zu einem Paper, in dem die Forscher erklären, wie sie verschiedene KI-Agenten, also von DeepMinds Software gesteuerte Figuren, durch einen Hindernis-Parcours nach dem nächsten schicken, bis diese gelernt haben, sich auch in einem unbekannten virtuellen Terrain zu bewegen.

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Leben wir in der Matrix? Was Elon Musk glaubt – und was wirklich dran sein könnte

In einem Interview im vergangenen Jahr hat der Technikunternehmer Elon Musk darauf hingewiesen, dass wir inmitten einer Computersimulation leben. Hört man das zum ersten Mal, scheint diese Behauptung weit hergeholt. Als Gründer von mehreren namhaften Unternehmen wie Tesla und Space X liegen die Interessen von Musks Geschäft eindeutig in führenden Technologien.

Der Schlüssel zu seiner Behauptung ist, dass sich Computerspiele in den letzten 40 Jahren rapide bis zu dem Punkt weiterentwickelt haben, dass sie innerhalb der nächsten paar Jahre so gestaltet sein werden, dass man vollkommen in ihnen verloren gehen kann. Dies geschieht mittels einer computergenerierten und kontrollierten Welt, die nahtlos mit der physischen Welt verschmolzen sein wird. Anders gesagt, wir sind kurz davor, eine Art erweiterte Realität (AR) zu erleben, die mit künstlicher Intelligenz einhergeht. Letztlich könnten die realen Erlebnisse und die Simulationen voneinander nicht mehr zu unterscheiden sein.

Musk sagt dazu folgendes: „Wenn Sie ein beliebiges Maß an Veränderung annehmen, werden die Spiele von der Realität nicht mehr zu unterscheiden sein. Das kann sogar dann passieren, wenn dieses Maß an Fortschritt im Vergleich zu dem jetzigen Standpunkt massiv abfallen würde. Dann sagen Sie einfach, okay, stellen wir uns vor, es sind 10.000 Jahre in der Zukunft. Auf der Evolutionsskala ist das noch gar nichts.

Also angenommen, wir bewegen uns dorthin, wo Spiele von der Realität nicht mehr unterscheidbar sind und diese Spiele könnten auf jedem digitalen Gerät oder einem PC oder wo auch immer gespielt werden und da wären vermutlich Billionen von diesen Computern und digitalen Geräten, dann wäre die logische Konsequenz, dass die Chance dafür, dass wir uns in der Basisrealität befinden, etwa eins zu einer Milliarde.“

Die Idee, dass Menschen in einer Realität leben, die von außenstehenden Institutionen wie Computern oder anderen Entitäten kontrolliert werden, geht schon seit einer Weile um. Dies ist eine Frage, die Philosophen und sogar Physikern über die Jahrhunderte hinweg erforscht haben. Der Philosoph Nick Bostrom kam schon 2003 zum gleichen Entschluss.

Die Ähnlichkeiten zwischen den Argumenten, die von Musk und Bostrom hervorgebracht wurden, gehen allerdings weiter als nur anzunehmen, dass wir ein Teil einer größeren Computersimulation sind. Beide betrachten die Entwicklung der künstlichen Intelligenz (KI) als einen gefährlichen Technikbereich. Laut Musk wird das Ergebnis des Fortschritts der KI-Forschung und ihrer Entwicklung das Ende der Zivilisation darstellen. Bostrom vertritt einen ähnlichen Standpunkt, sollte eine angemessene Risiko-Beurteilung während den Entwicklungsprojekten nicht durchgeführt werden.

Fakt oder Fiktion?

Aber ist das nur Paranoia? Die Behauptungen beinhalten mehr als seine bestehende Ähnlichkeit zu Science-Fiction-Filmen, wie Matrix und Odyssee im Weltraum, aber sind die von Musk und Bostrom geäußerten Ansichten wirklich Grund zur Sorge?

Die Möglichkeit, dass wir nicht in einer Simulation leben, wird stark durch wissenschaftliche Argumente unterstützt. Man bedenke die unglaubliche Rechenkraft der Computer, die benötigt würde, um eine solche Simulation zu erstellen. Ein Simulationssystem müsste all die Einheiten der Welt und deren Interaktionen managen. Dies würde eine riesige Menge an Verarbeitung erfordern. Weitere Unterstützung kann in Argumenten hinsichtlich der Quantenmechanik gefunden werden – eine wahrhafte lebensechte Simulation einer Stadt zu betreiben, mit all ihren Milliarden an Interaktionsbeispielen, würde einen Rechner erfordern, der ebenso groß wie eine Stadt ist. Das macht die Möglichkeit, dass wir in einer Simulation leben, höchst unwahrscheinlich.

Gesetzt dem Fall, eine Maschine würde existieren, die unsere Existenz simulieren könnte, wäre die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass wir sogenannte “Realitätsmängel“ erleben würden. Diese Fehler in der Simulation würden durch Pannen im Modell gesehen oder gehört werden.  Beispielsweise würden Sterne entweder existieren oder nicht, wenn sie durch Teleskope verschiedener Größen betrachtet werden. Solche Fehler wären in einer Simulation von diesem Ausmaß unausweichlich, aber bisher hat kein Mensch solcherlei Fehler bemerken können.

Maschinen, die mittels Selbstlernfunktion arbeiten oder eine Art superintelligenter Softwares sind immer noch sehr weit entfernt von dem momentanen Entwicklungsstand entfernt, außerdem können Systeme, die KI nutzen, diese nur in sehr eingeschränkt definierten Bereichen verwenden. Gegenwärtige Systeme lernen es, ihre Leistung in spezifischen Arbeitsbereichen zu optimieren – und gerade nicht die Welt zu übernehmen.

Neuronale Netzwerke, die manchmal auch als elektronisches Modell des Gehirns betrachtet werden, werden beispielsweise verwendet, um Veränderungen in Aktienmärkten vorauszusagen. Mithilfe der Nutzung von vorhandenen Aktiendaten können diese Systeme darauf trainiert werden, Gewohnheiten in Live-Datenübertragungen zu identifizieren, die darauf hinweisen könnten, dass etwas passieren wird. So können Händler rechtzeitig etwas tun, um negative Auswirkungen abzuschwächen.

Zudem gibt es Systeme, die eigens entwickelt wurden, um KI-Technik zu verwenden. Sie sollen die Arbeitsbelastung abmildern, indem sie voreingestellte Regeln und Fakten anwenden. Diese kennt man als wissensbasierte Systeme. Während die menschlichen Nutzer dieser Systeme nicht mitbekommen, dass sie mit einer Maschine interagieren – so wie Jill, der KI-Online-Tutor, der in einem KI-Kurs Fragen von Studenten beantwortet und ihnen Feedback gibt, sind sie auch entwickelt worden, um an oder mit klar definierten Problemen oder Bereichen zu arbeiten. 

Nimmt man die eingeschränkten Bereiche, in denen KI-Systeme entwickelte werden, erscheint die Gefahr, dass es zu einem Ende der Zivilisation durch die Erschaffung einer KI kommt, sehr gering. Tatsächlich wird die KI hauptsächlich dazu verwendet, um menschliche Entscheidungen und Handlungen zu unterstützen, statt sie zu ersetzen.

Alternative Realität

Allerdings scheint Musk in einem gewissen Teil seiner Theorie davon auszugehen, dass bestimmte Dinge in der nahen Zukunft auftreten werden. Eines davon ist die Entwicklung von Technologien, die die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine unterstützen sollen. Während wir im Alltag immer abhängiger von technischen Geräten werden, verändert sich die Art und Weise, wie wir sie nutzen, permanent. Unser Verlangen, auf Daten zuzugreifen und zu kommunizieren, hat zu einer Weiterentwicklung im Bereich der Wearables geführt. 

Musk behauptet, dass wir für die KI zu einer Art Haustier werden, sollten wir keine effektive Schnittstellen zwischen Hirn und Maschine entwickeln. Allerdings setzt sich Steve Mann, der Begründer der Wearables und der erweiterten Realität, dafür ein, beide Technologien zu kombinieren, damit die Gesellschaft davon profitiert. Diese Idee hat Hand und Fuß, da viel Arbeit auf unterstützende medizinische Systeme ausgelegt ist. Forscher entwickeln beispielsweise Hirnimplantate, um elektronische Signale im Gehirn zu nutzen und die Bewegung von beeinträchtigten Gliedmaßen zu stimulieren.

Es ist anzunehmen, dass wir eher nicht in einer Computersimulation leben und die Behauptungen von Musk haarsträubend sind. Dennoch denkt er in die richtige Richtung, denn wir werden in Zukunft noch viel mehr technische Entwicklungen erleben.

Künftige Entwicklungen innerhalb der AR und mit ihr verwandte Technologien werden uns in einer Welt leben lassen, die zunehmend miteinander verbunden ist. In diesen erweiterten Realitäten werden wir nahtlosen Zugang zu Daten und digitalen Darstellungen haben, die in die physische Welt projiziert werden. KI-Technik hilft uns dabei, die Daten zu verstehen und Entscheidungen zu treffen, die von Computern aufgestellt worden sind. Aber auch wenn sie in ihren Funktionen erweitert sind, werden diese Realitäten immer noch auf und in der echten Welt geschaffen sein.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „sea-landscape-nature-sky“ by Bradley Hook (CC0 Public Domain)


The Conversation

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Brains vs. Robots: Der Aufstieg der Roboter ist nicht aufzuhalten

Arzt (adapted) (Image by tmeier1964 [CC0 Public Domain] via pixabay)

Elon Musk, der Tesla-Boss und Gründer von OpelAl, schlug vor ein paar Tagen vor, dass die Menschheit ihre eigene Irrelevanz hinauszögern könnte, indem sie sich selbst mit ihnen verbindet und zu Cyborgs werden möge. Jedoch lassen aktuelle Trends in der Software künstlicher Intelligenz und tiefergehender Lerntechnologie, vor allem auf lange Sicht gesehen ernsthafte Zweifel über die Plausibilität dieser Aussage entstehen. Diese Zweifel lassen sich nicht nur auf Einschränkungen in der Hardware zurückführen, sie haben auch damit zu tun, welche Rolle das menschliche Gehirn bei dem Zuordnungsprozess spielt.

Musks Theorie ist einfach und direkt: Ausreichend entwickelte Schnittstellen zwischen dem Gehirn und dem Computer soll es den Menschen ermöglichen, ihre Fähigkeiten durch besseres Verständnis über den Einsatz von Technologien wie maschinelles Lernen und tiefergehende Lernerfahrungen massiv zu erweitern. Aber der Austausch verläuft in beide Richtungen. Durch den Menschen als „Lückenfüller“ in der Verbindung zwischen Hirn und Maschine könnte die Leistung maschineller Lernalgorithmen verbessert werden, vor allem in Bereichen wie differenzierten kontextabhängigen Entscheidungen, in denen die Algorithmen noch nicht ausgereift genug sind.

Die Idee an sich ist nicht neu. So spekulierte beispielsweise unter anderem J. C. R. Licklider bereits Mitte des 20. Jahrhunderts über die Möglichkeit und Implikation der „Mensch-Computer Symbiose“. Allerdings entwickelte sich der Prozess seitdem nur langsam. Ein Grund hierfür ist die Entwicklung der Hardware. „Es gibt einen Grund, wieso sie ‚Hardware‘ genannt wird – sie ist ziemlich kompliziert“ (engl.: hard), sagte Tony Fadell, der Entwickler des iPods. Die Schaffung der Hardware, die sich mit organischen Systemen verbindet, sei noch schwieriger. Aktuelle Techniken sind primitiv im Vergleich zu der Vorstellung einer Verbindung von Gehirn und Maschine, wie sie uns in Science-Fiction-Filmen wie Matrix verkauft wird.

Macken der tiefgehenden Lernerfahrung

Angenommen, das Hardware-Problem würde letztendlich gelöst, gibt es noch weitaus größere Probleme. Das vergangene Jahrzehnt der enormen Fortschritte in der Forschung des Deep Learning hat aufgedeckt, dass weiterhin grundlegende Herausforderungen bezwungen werden müssen. Eine davon ist die Problematik, die Funktionsweise komplexer neuronaler Netzwerksysteme zu verstehen und zu charakterisieren. Wir vertrauen in einfache Technologien wie einen Taschenrechner, weil wir wissen, dass er immer genau das tun wird, was wir von ihm erwarten. Fehler lassen sich fast ausschließlich auf menschliche Eingabefehler zurückführen.

Eine Vorstellung der Verschmelzung von Gehirn und Maschine ist es, uns zu Supermenschen mit unfassbaren Rechenfähigkeiten zu machen. Statt einen Taschenrechner oder das Smartphone zu zücken, könnten wir die Rechnung einfach denken und sofort die richtige Antwort der „assistierenden“ Maschine erhalten. Besonders knifflig wird es bei dem Versuch, tiefer in die fortgeschrittenen Funktionen der maschinellen Lerntechniken zu gehen, wie beispielsweise bei Deep Learning.

Angenommen, Sie arbeiten in am Flughafen in der Sicherheitsabteilung und verfügen über eine Verschmelzung von Gehirn und Maschine, die jeden Tag automatisch tausende Gesichter scannt und über mögliche Sicherheitsrisiken alarmiert. Die meisten maschinellen Lernsysteme leiden unter einem Problem, bei dem eine kleine Veränderung in der äußeren Erscheinung einer Person oder eines Objekts dazu führen kann, dass katastrophale Fehler in der Klassifizierung entstehen. Verändern Sie das Bild einer Person um weniger als ein Prozent, kann es vorkommen, dass das maschinelle System denkt, es sähe ein Fahrrad statt eines Menschen.

Terroristen oder Verbrecher würden die verschiedenen Schwachstellen der Maschine ausnutzen, um Sicherheitskontrollen zu umgehen – solcherlei Probleme bestehen bereits bei der Online-Sicherheit. Auch wenn Menschen auf andere Weise eingeschränkt sind, bestünde diese Verwechslungsgefahr bei ihnen zumindest nicht.

Ungeachtet seiner Reputation als nicht emotionale Technologie leiden maschinelle Lerntechnologien wie Menschen unter Voreingenommenheit und können mit entsprechender Dateneingabe sogar rassistisches Verhalten aufweisen. Diese Unvorhersehbarkeit hat grundlegende Auswirkungen darauf, was passiert, wenn ein Mensch sich in die Maschine einklinkt und, wichtiger noch, dieser auch vertraut.

Vertraue mir, ich bin Roboter

Vertrauen ist ebenfalls eine beidseitige Angelegenheit. Menschliches Denken ist eine komplexe, höchst dynamische Angelegenheit. Schaut man sich dasselbe Sicherheitsszenario mit einer ausreichend entwickelten Verbindung von Gehirn und Maschine an, stellt sich die Frage: Woher soll die Maschine wissen, welche menschlichen Neigungen sie zu ignorieren hat? Schließlich sind unbewusste Neigungen eine Herausforderung, von der jeder betroffen ist. Was, wenn die Technologie bei der Befragung möglicher Bewerber hilft?

Wir können in bestimmtem Ausmaß die Vertrauensprobleme einer Hirn-Maschine-Verbindung vorhersehen, wenn wir auf die weltweiten Verteidigungskräfte blicken, die versuchen, das Vertrauen in menschliche Maschinen in einem stetig wachsenden menschlich-autonom gemischten Schlachtfeld anzusprechen. Die Forschung beschäftigt sich mit beiden Fällen: Bekannte autonome Systeme, bei denen Menschen den Maschinen vertrauen und Maschinen sich wiederum auf die Menschen verlassen.

Es existiert eine Parallele zwischen einem Roboter-Krieger, der die ethische Entscheidung trifft, eine rechtswidrige Anweisung des Menschen zu ignorieren und dem, was im Interface zwischen Gehirn und Maschine passieren muss. Dies sind Interpretationen der menschlichen Gedanken durch die Maschine, während flüchtige Gedanken und tiefe unbewusste Neigungen gefiltert werden.

In Verteidigungssituationen übernimmt die logische Rolle für ein menschliches Hirn die Prüfung, ob Entscheidungen ethisch vertretbar sind. Doch wie wird das funktionieren, wenn das menschliche Gehirn an eine Maschine angeschlossen ist, die Schlussfolgerungen aus Daten zieht, die kein Hirn begreifen kann? Auf lange Sicht ist das Problem, ob und wie Menschen in Prozesse involviert sein müssen, die zunehmend von Maschinen bestimmt werden. Bald werden Maschinen vielleicht sogar medizinische Entscheidungen übernehmen, die kein menschliches Team ausloten kann. Welche Rolle kann und sollte das menschliche Gehirn in diesem Prozess spielen?

In manchen Fällen vermehrt die Kombination aus Automatisierung und menschlicher Arbeitskraft die Jobaussichten, jedoch dürfte dieser Effekt demnächst verschwunden sein. Die gleichen Roboter und automatische Systeme werden allerdings weiterhin verbessert und schlussendlich die von ihnen geschaffenen Jobs ersetzen. Während Menschen zunächst eine „nützliche“ Rolle in Gehirn-Maschine-Systemen spielen könnten, entwickelt sich die Technologie weiter und es wird dementsprechend weniger Gründe geben, Menschen überhaupt in den Prozess zu integrieren.

Der Gedanke, die Relevanz der Menschheit mit der Verbindung von menschlichen und künstlichen Gehirnen aufrechtzuerhalten, scheint verlockend. Abzuwarten bleibt auch, welchen Beitrag das menschliche Gehirn hier beitragen wird – besonders, weil die technologische Entwicklung die des menschlichen Gehirns um eine Million zu eins überbietet.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Arzt“ by tmeier1964 (CC0 Public Domain)


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  • HACKER sueddeutsche: Tausende Twitter-Accounts offenbar von Erdogan-Anhängern gehackt: Sie verbeiteten in großem Stil die Hashtags “#NaziAlmanya” und “#NaziHollanda”. Hacker haben am gestrigen Tag tausende prominente Twitter-Accounts, betroffen waren beispielsweise Amnesty International, Pro Sieben, Borussia Dortmund oder Ex-Tennisprofi Boris Becker, gehackt und für diese Botschaften missbraucht. Verantwortlich sind offenbar Erdogan-Sypmathisanten und den Einstieg haben ihnen mutmaßlich Drittanbieter-Apps ermöglicht.

  • FACEBOOK zeit: Pakistan schränkt soziale Medien ein: Gotteslästerliche Inhalte sind in pakistanischen sozialen Medien nicht gerne gesehen. Der Ministerpräsident Nawaz Sharif hat jetzt das Innenministerium angewiesen, umgehend alle Seiten mit solchen Inhalten zu sperren. Ebenfalls wies er das Außenministerium an, internationale Institutionen und sozialen Netzwerken in Kontakt zu treten, um das Problem zu lösen. Die Zensur erfolgt seit Anfang des Jahres und schon bis 2016 war YouTube drei Jahre lang gesperrt, weil dort ein islamfeindlicher Film hochgeladen worden war.

  • TESLA golem: Tesla braucht neues Geld für Model 3: Für die Produktion des “Model 3” will sich Tesla jetzt eine Milliarden-Geldspritze verschaffen. Der Elektroauto- und Ökostromkonzern braucht für seine ambitionierten Expansionspläne und den Vorstoß in den Massenmarkt frisches Geld. Wie Tesla am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte, sollen die Mittel vor allem zur Stärkung der Bilanz und somit zur Minimierung von Risiken beim Anlauf der Produktion des ersten Mittelklasse-Elektrowagens „Model 3“ genutzt werden.

  • SXSW t3n: Holoplot: Berliner Audio-Startup räumt bei Tech-Festival SXSW ab: Noch ist das South by Southwest Festival (SXSW) in Austin, Texas in vollem Gange. Auch ein deutsches Tech-Startup konnte auf dem Festival jetzt Wellen schlagen. Das Berliner Startup Holoplot setztt sich mit seinen Produkten das Ziel, zielgerichtet Schall zu verteilen. Sie haben ein Audiosystem entwickelt, das die Akustik etwa in Museen, Bahnhöfen oder Konzertsälen verbessern soll. Auf dem SXSW haben sie dafür jetzt den „Interactive Innovation Award“ in der Kategorie „Music & Audio“ verliehen bekommen.

  • MESSAGING heise: Schwere Sicherheitslücke in den Web-Oberflächen von WhatsApp und Telegram geschlossen: Nachdem bei den beiden Messaging-Diensten WhatsApp und Telegram kürzlich eine Schwachstelle gefunden wurde, konnten diese mittlerweile beide geschlossen werden. Die Lücke erlaubte es den Angreifern, die Web-Sessions der Messenger zu kapern und so Nachrichten mitzulesen, Adressbücher zu kopieren und Schadcodes an Kontakte zu versenden. Wer vor allem die App-Versionen verwendet, sei auf der sicheren Seite, die Angriffe betrafen vor allem die Browser-Versionen und Web-Apps.

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  • TESLA golem: Teslas Autopilot reduziert Unfallquote um 40 Prozent: Laut des Untersuchungsberichts der US-Behörde NHTSA trifft Tesla keine Schuld an dem tödlichen Verkehrsunfall, in dem das Tesla Model S, auf Autopilot geschaltet, beteiligt war. Des Weiteren lobt der Bericht Teslas Sicherheitsfunktionen: Um 40 Prozent soll die Unfallrate mit Tesla-Fahrzeugen nach der Aktivierung der Autopilotfunktion zurückgegangen sein.

  • TECHNIK heise: US-Künstler will Tarnkleidung gegen Gesichtserkennung herausbringen: Der Künstler Adam Harvey hat ein Muster entwickelt, das für das verbreitete Gesichtserkennungssystem OpenCV haarcascade aussieht wie Hunderte von Gesichtern. Für sein HyperFace-Projekt macht sich Harvey die Tatsache zunutze, dass Computer zwar riesige Datenmengen auswerten können, in vielen Fällen aber nur wenige Pixel eines Bilds analysieren, um Speicherplatz und Rechenzeit zu sparen.

  • FAKE-NEWS t3n: Fake-News im US-Wahlkampf: Einfluss scheint geringer als vermutet: Fake-News werden spätestens seit dem US-Wahlkampf diskutiert. Unklar bliebt, welchen Einfluss die Fake-News auf den Ausgang des US-Wahlkampfes hatten. Dieser Frage sind nun Wissenschaftler nachgegangen: Wenn Fake-News den Ausgang der Wahl verändert hätten, müsste jede Falschmeldung rechnerisch so viel Einfluss auf das Wahlverhalten eines Einzelnen haben wie 36 Wahlwerbespots.

  • DATENSCHUTZ datenschutzbeauftragter-info: Augen auf beim Onlinekauf – Kundendaten vom Online-Shop ausgespäht: Wie das BSI jüngst bekannt gegeben hat, sind zahlreiche deutsche Online-Shops vom sog. Online-Skimming betroffen. Schuld daran sind Sicherheitslücken in der bei Online-Shops weit verbreiteten Software Magento. Diese Sicherheitslücken ermöglicht es Kriminellen, Schadcodes einzuschleusen.

  • YOUTUBE googlewatchblog: YouTube überträgt die Amtseinführung von Donald Trump als 45. US-Präsidenten live: Die Inauguration Party des neu-gewählten Präsidenten wird seit Wochen mit Spannung erwartet und wird natürlich von allen großen Sendern und Netzwerken Live übertragen. Auch YouTube ist mit dabei und bietet in Zusammenarbeit mit den großen TV-Sendern gleich mehrere Streams an.

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  • ADOBE golem: Adobe entwickelt Sprachsteuerung für Bildbearbeitung: „Wie wäre es, wenn Sie einen intelligenten Assistenten bei der Bildbearbeitung hätten?“, fragt Adobe und liefert auch gleich die Antwort in Form eines kleinen YouTube-Videos. Dort sehen wir einen Bildbearbeiter, der einfache Aufgaben mündlich ans Programm delegiert. Noch hat Adobe keine Software veröffentlicht, mit der eine sprachgesteuerte Bildbearbeitung möglich ist. Es ist jedoch gut vorstellbar, dass auch komplexere Änderungen möglich wären.

  • ALPHABET gruenderszene: Alphabet gibt das Drohnen-Projekt Titan auf: Mit der Umwandlung von Google zu Alphabet sind viele Investitionen in andere Geschäftsfelder von Alphabet übernommen oder auch nur notdürftig integriert worden. Jetzt scheint es ein großes Aufräumen zu geben, denn wie Alphabet mittlerweile bestätigt hat, wurde die nächste Abteilung geschlossen: Das Start-Up Titan Aerospace hat den Betrieb und die Entwickler der Drohnen eingestellt.

  • INSTAGRAM t3n: Instagram Stories starten mit Video-Ads: Instagram hat am Mittwoch bekannt gegeben, dass sie in den nächsten Wochen für Instagram-Business-Tools auch Insights starten. Instagram-Profile, die in ein Business-Profil umgewandelt wurden, bekommen damit mehr Einblicke in den Erfolg ihrer Stories. Außerdem bekommen Werbetreibende bald die Möglichkeit, Werbung in Stories zu schalten. 

  • APPLE heise: Apple verliert wichtigen Mac-Produktdesigner angeblich an Tesla: Apple hat offenbar einen weiteren wichtigen Mitarbeiter verloren: Der für die Mac-Entwicklung zuständige Senior Director of Design, Matt Casebolt, arbeitet inzwischen für Tesla als Entwicklungschef für „Schließelemente und Mechanismen“. Der Wechsel sei bereits im Dezember erfolgt. Casebolt hat dem Bericht zufolge zuletzt die Entwicklung des neuen MacBook Pro mit Touch Bar geleitet und war zuvor am neu eingeführten Mac Pro beteiligt. 

  • GOOGLE googlewatchblog: Android Wear 2.0 und die Google-Smartwatches kommen Anfang Februar: Vor knapp drei Jahren hat Google bei dem damaligen Wearable-Trend mitgemacht und hat das Smartwatch-Betriebssystem Android Wear vorgestellt. Nun wurde mit der Version 2.0 der Nachfolger angekündigt. Laut einer E-Mail an Wear-Entwickler wird das neue Betriebssystem Anfang Februar vorgestellt und zur Verfügung stehen. 

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  • AUTONOMES FAHREN heise: Das erste selbstfahrende Auto wird ein Lastkraftwagen: Da ein großer Mangel an LKW-Fahrern in Nordamerika herrscht, sollen nun bald in der Logistikbranche selbstfahrende LKW eingeführt werden. Dieses Vorgehen soll die Fahrer nicht überflüssig machen, sondern den Beruf für die junge Generation attraktiver gestalten. Die Rolle des Fahrers soll dann ähnlich wie die eines Piloten sein: er ist beim Start, der Landung und in brenzligen Situationen gefragt, das Fahrzeug ist sonst auf Autopilot geschaltet.

  • TESLA t3n: Neuer Autopilot-Chef: Swift-Erfinder Chris Lattner verlässt Apple für Tesla: Nach elf Jahren verlässt nun Swift-Erfinder Chris Lattner Apple, um zu Tesla zu wechseln. Lattner wird ab sofort bei Tesla für die Autopilot-Software des Unternehmens verantwortlich sein, nachdem der frühere Autopilot-Leiter Sterling Anderson das Unternehmen verlassen hatte. Für Lattner wird es bei Tesla einiges zu tun geben: nach dem tödlichen Unfall im Frühjahr 2016 geriet der Autobauer in die Kritik, woraufhin dieser Neuerungen angekündigt hatte, die das Autopilot-System sicherer machen sollen.

  • YOUTUBE googlewatchblog: Hamburger Elbphilharmonie: Youtube überträgt das Eröffnungskonzert Live in 360 Grad: 9 Jahre Bauzeit und mehrere Hundertmillionen Euro verschlang die Hamburger Elbphilharmonie, die direkt am Hafen platziert ist. Heute findet endlich das feierliche Eröffungskonzert statt. Wer keine Karten hat, muss sich aber auch nicht grämen. Schon zur offiziellen Fertigstellung der Elbphilharmonie und auch jetzt zur Eröffnung sind Google-Nutzer ganz vorne mit dabei: Per Streetview kann man durch das Gebäude laufen und sich die öffentlich zugänglichen Teile frei ansehen. Wer zudem über ein Google Cardboard verfügt (die Papp-Variante einer Virtual Reality-Brille) kann das Live-Konzert so auch in VR erleben.

  • FACEBOOK golem: Facebook-App leert Akku in Rekordzeit: Schwache Akkus sind bei Smartphone-Nutzern immer ein leidiges Thema. Da hilft es nicht, wenn sich eine App zusätzlich belastend auf die Laufzeit auswirkt. Vor allem Android-Nutzer sind derzeit stinksauer, die Facebook- sowie die Messenger-App belastet den Akku wohl extrem. Neben der drastisch verkürzten Akkulaufzeit machen die Facebook-Apps noch andere Schwierigkeiten. Der Grund für die geschilderten Probleme ist derzeit nicht bekannt.

  • SOCIAL MEDIA dw: White House preserves Obama’s social media legacy: „Präsdient Obama ist der erste ‚Social Media Präsident'“ so ein Sprecher des Weißen Hauses und so hat er einem den Job des mächtigsten Mannes der Welt näher wie nie gebracht. Er verabschiedete sich nun von dem Twitter-Handle ‚@POTUS‘ (steht für ‚president of the united states‘) mit: „Thank you for everything. My last ask is the same as my first. I’m asking you to believe—not in my ability to create change, but in yours.“ Das Weiße Haus hat jetzt einen nahtlosen Übergang zwischen den präsidialen Social Media Accounts eingeleitet.

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  • VIRTUAL REALITY dailymail: Controversial surgeon behind world’s first human HEAD transplant reveals virtual reality system to help prepare patients: Virtual Reality ist vor allem im Kontext der Unterhaltungsmedien ein gängiger und häufiger Begriff im Diskurs, doch auch immer wieder hört man von anderweitigen oder medizinischen Verfahren, die die Technologie nutzen. Der russische Chirurg Dr. Sergio Canavero plant im nächsten Jahr die erste Transplantation eines menschlichen Kopfes, als erster Patient hat sich Rollstuhlfahrer Valery Spiridonov freiwillig gemeldet. Um den Patienten an ein Leben mit einem neuen Körper vorzubereiten soll jetzt ein VR-System entwickelt werden, dass ihm Laufen beibringt. Für den Eingriff wird der Kopf des Patienten eingefroren, um die Gehirnzellen vom Absterben abzuhalten und die Wirbelsäule durchgeschnitten und reanimiert werden.

  • TESLA gizmodo: Elon Musk Explains How Trump Could Actually Help Tesla: Die Wahl Donald Trumps und seine Haltung des Klimawandels gegenüber ist für viele noch ein Schreckensgedanke, so eigentlich auch für viele “grüne” Unternehmen, wie beispielsweise den Markt der “Zero Emission Vehicles” (ZEV) oder emissionsfreien Fahrzeugen. Trump ist bekennender Verweigerer des Klimawandels und hat der Kohle- und Ölindustrie seine Unterstützung zugesagt. Tesla-Chef Elon Musk erklärt jetzt, wieso deswegen schwindende ZEV-Kredite den Konzern aber trotzdem nicht bedrohen können, der Marktwert soll sogar steigen und Tesla im Markt beinahe monopolisieren.

  • WLAN süddeutsche: Bahn will kostenloses Wlan in Regionalzügen: Wlan ist in Fernverkehrszügen der Deutschen Bahn schon fast deutschlandweit verfügbar. Jetzt plant der Konzern den Reisenden auch in seinen Nahverkehrszügen einen kostenlosen Internetzugang. Rund 5,2 Millionen reisen täglich im Nahverkehr und sollen mit einem pro Tag und Nutzer begrenzten Datenvolumen surfen können. Finanzieren sollen das nicht die Kunden nicht selbst, sondern dies richtet sich an die Bundesländer und regionalen Verkehrsbünde. Für das Unternehmen sollen drei große Mobilfunkanbieter gekoppelt worden und auch in Bussen des DB Regio startet ein ähnliches Pilotprojekt.

  • SELF-DRIVING-CAR wired: NuTonomy startet Straßentests selbstfahrender Taxen in Boston: Das Startup nuTonomy bringt seine selbstfahrenden Autos jetzt auch nach Boston. Zuvor hatte die Firma diese bereits als Taxen in Singapur genutzt. Mit diesem Unternehmen stellt nuTonomy ernsthafte Konkurrenz für Kollegen wie Google, Lyft oder Uber dar. Zunächst sollen nur Ingenieure der Firma mit den selbstfahrenden Autos fahren, um die Straßen, Verkehrssituationen und Regeln der Stadt zu erlenen. Langfristig soll daraus ein kommerzielles Projekt entstehen.

  • GOOGLE spiegel: “Digitale Todesstrafe” für Pixel-Weiterverkäufer: Google geht, für Internet-Verhältnisse, radikal gegen den Weiterverkauf seines hauseigenen Smartphones “Pixel” vor. Durch ein Steuerschlupfloch konnten in den USA im Bundesstaat New Hampshire mehrere Geräte gewinnbringend weiterverkauft werden. Der Konzern sieht das nicht gern und reagiert sofort: sämtliche Google-Konten der Verkäufer wurden ohne Vorwarnung gesperrt.

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Digitale Lösungen für analoge Probleme – Reloaded

glühbirne-image-by-jniittymaa0-via-Pixabay-[CC0 Public Domain]

Vor nunmehr 4 Jahren hatte ich an dem spannenden Buchprojekt Reboot_D von Ulrike Reinhard und Hendrik Heuermann mitgewirkt, in dem es darum ging, die analoge Welt mit digitalen Vorzeichen neu zu denken. Unter der Überschrift „Digitale Lösungen für analoge Probleme“ hatte ich mich gefragt, in welcher Weise bis dato die Digitalisierung zur Lösung politischer Probleme beigetragen hatte und warum dies in analogen Zeiten vorher nicht möglich gewesen war.

Mit Blick auf die fehlende Nachhaltigkeit unserer Lebensweise, den Klimawandel und die Änderung nicht-nachhaltiger Geschäftspraktiken skrupelloser Alt-Unternehmen, die mit Hilfe von manipulierter Software unserer aller Lebensgrundlage zerstören helfen, ergibt sich erneut die Frage, wie man mit digitalen Tools und Produkten die Welt ein kleines bisschen besser gestalten kann. Einige Filme und Keynotes der letzten Tagen haben aus meiner Sicht gezeigt, wie dies vonstatten gehen könnte.

Der im Netz viel diskutierte desaströs Beginn (Stichwort: Digitale Demenz bei Anne Will) der ARD Themenwoche zur Zukunft der Arbeit hat wieder eines gezeigt: Es fehlt in Deutschland an Vordenkern, die uns einen (Aus-) Blick auf globale Trends und Themen zeigen können und es fehlt weiterhin an entsprechenden Altmedien, die in der Recherche relevanter Themen und dieser internationalen Vordenker auf der Höhe der Zeit sind. Wie kann es sein, dass uns ausgerechnet der Altmeister des deutschen Films Werner Herzog mit über 70 Jahren mit „Lo and Behold“ einen spannenden Blick auf die Zukunft des Internets, der Robotik und damit der Gesellschaft zeigt?

In dieser Woche hatte ich aber Gelegenheit, weitere drei Filme bzw. Präsentationen zu schauen, die uns zeigen, wie sich Geschäftsmodelle mit Hilfe von Blockchain in Richtung sozialer Nachhaltigkeit ändern können (Don Tapscott), in welcher Weise Geschäftsmodelle ökologische Nachhaltigkeit fördern können (SolarCity) und warum wir ein Interesse an diesen Änderungen haben sollten (Leonardo DiCaprio).

National Geographic hat seit drei Tagen den Klimawandel-Film von Leonardo DiCaprio „Before the Flood“ in seinem YT-Channel freigeschaltet. Der Kampf gegen den Klimawandel und die Förderung der Solarindustrie, alles dies waren mal deutsche Kernkompetenzen. Aus und vorbei. Im Film von LDC wird stattdessen die Giga-Factory von Tesla gezeigt und das Geschäftsmodell und die Mission dahinter vorgestellt.

In welchem Kontext die Giga-Factory zu verstehen ist, kann man erahnen, wenn man die aktuelle Keynote von Elon Musk zur Vorstellung des Konzepts der Solardächer anschaut. Die Keynote – unter freiem Himmel – als Chef eines Industrieunternehmens mit der Botschaft zu beginnen, dass 404 ppm CO2 Antrieb für deren Überlegungen sei, ist gerade aus deutscher Sicht erstaunlich. Man stelle sich Zetsche oder Müller vor, wie sie versuchen, „Nachhaltigkeit“ mit ihren Produkten zu bewerben. Was die Keynote zeigt, ist die Erkenntnis, dass Nachhaltigkeit und Business sich nicht ausschließen sondern ganz im Gegenteil gegenseitig bedingen.

Ebenso wie Jobs versteht es Musk, eine Sache, die die Menschen bewegt, mit einem Industrieprodukt und einer Dienstleistung zu verbinden. Wen erinnert der Dreiklang in der Musk-Keynote – Generation, Storage, Transport – und die daraus folgende Ableitung des Produkts nicht an die Jopbs-Keynote zur Vorstellung des iPhones, der damals in ähnlicher Weise drei Produkte zu einem neuen verbünden hatte. Haus, Auto und Energie integriert zu betrachten, ist im Grunde genommen so naheliegend und bleibt schnell im Kopf hängen. Und schon fragt man sich, wieso dies bisher immer getrennt betrachtet worden ist.

Wie sich Geschäftsmodelle mit Hilfe der Blockchain-Protokolle schließlich komplett erübrigen können und inwiefern dies allen Menschen im Sinne sozialer Nachhaltigkeit zugute kommen kann, stellt Don Tapscott in seinem aktuellen TED-Talk vor. Zwischenhändler, die sowieso nur abkassieren, Gatekeeper sind und Ungleichheiten verstärken, können mit der Blockchain-Technik komplett eliminiert werden. Tapscott nennt als Beispiele die Sicherung von Eigentumsrechten bezogen auf Landbesitz, das Peer2Peer-sharen, die individuelle Datensouveränität und die unmittelbare Entlohnung von Inhalte-Schaffenden.

Alle Filme zusammen genommen zeigen uns ein Bild auf, warum es nicht nur Technik ist, über die wir reden sondern warum Technik soziale und politische Implikationen hat und warum dies den herrschenden Akteuren – Ölkonzernen, Banken, Blechebiegern – nicht gelegen kommt. Denn: Es geht um Macht.


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Schwarm-Mobilität statt Schmieröl-Weisheiten im Land der Autobauer

In Deutschland bekommt man schon Schnappatmung, wenn das Ende des Verbrennungsmotors für 2030 erwogen oder auch nur angedacht wird. Die KP China gibt ein anderes Tempo vor – wie bei der Digitalisierung. In gut einem Jahr müssen nach einem Bericht der SZ für acht Prozent aller in China verkauften Fahrzeuge sogenannte Kreditpunkte gesammelt werden, 2019 dann für zehn Prozent und 2020 zwölf Prozent.

„Die Faustformel, mit der die Konzerne derzeit kalkulieren, lautet: vier Punkte für ein Elektrofahrzeug, zwei Punkte für einen Plug-in-Hybriden“, schreibt die SZ. VW müsste 2018 für den chinesischen Markt rund 60.000 E-Autos herstellen. Bei Plug-in-Hybriden mit einer elektrischen Reichweite von 50 Kilometern seien sogar 120.000 Exemplare notwendig. Gelingt das nicht, müsste VW entweder die Produktion drosseln oder aber anderen Herstellern Kreditpunkte abkaufen. Und das könnte teuer werden.

Probleme für die Exportnation

Jetzt wird hoffentlich auch den Industrie-Lobbyisten blitzschnell klar, wie idiotisch es ist, das Märchen von der guten, alten Exportnation mit Schmieröl und rauchenden Schloten wie zu Wirtschaftswunder-Zeiten zu erzählen. Die Automobilwirtschaft steht vor dem größten Wandel seit der Einführung des Verbrennungsmotors. Die Grenzen der Geschäftszweige verschwimmen, branchenfremde Anbieter erobern den Markt und Newcomer wie Tesla demonstrieren, wie man Elektroautos richtig in Szene setzt. Wertschöpfungsketten werden rekonfiguriert und digitale Plattformen treiben die Vernetzung der Fahrzeuge voran. Und was passiert in Deutschland? Da dominieren Teflon-Statements der politischen und wirtschaftlichen Elite.

Die Vergreisung der Auto-Lobby

Der Ökonom Joseph Schumpeter würde das so kommentieren: Der Zwerg von gestern ist der Riese von heute und der Greis von morgen. Die deutsche Automobilindustrie und die Regierungspolitik sind auf dem Weg in die Vergreisung.

Die alten Industriedenker versäumen es, zukunftsfähige Mobilitätskonzepte zu entwickeln, moniert der Wuppertaler Unternehmer Jörg Heynkes im Utopie-Podcast #KönigvonDeutschland. „Der Umstieg der Antriebstechnologie von einem dreckigen und völlig ineffizienten Verbrennugnsmotor auf einen sauberen Elektromotor ist nur ein erster Schritt. Hier wird nur ein kleiner Teil der Mobilitätswende abgebildet, die wir in Deutschland und Europa brauchen. Ansonsten stehen die Elektrofahrzeuge im gleichen Stau wie die Verbrenner.“

Heynkes bemängelt, dass es in der Politik noch nie den Willen gegeben hat, sich nicht mehr als reines Autoland zu definieren. Etwa bei der Organisation des Schienenverkehrs – lokal, regional und überregional. In Japan gibt es ein einziges Ticketsystem für Busse, Straßenbahnen, U-Bahnen und Hochgeschwindigkeitszügen. „Alles digital, alles mehrsprachig, von jedem Menschen auf der Welt zu bedienen. Alles läuft komplett über Smartphones.“

Bei uns herrsche ein Dschungel von völlig unterschiedlichen Systemen mit grottenschlechten Benutzungsoberflächen. Die Systeme in Japan seien nicht nur einheitlicher, sie funktionieren unfassbar pünktlich. Die Verspätungen aller Zugverbindungen mit dem Shinkansen summierten sich im vergangenen Jahr auf läppische 50 Sekunden. So etwas schafft noch nicht mal eine ICE-Verbindung von Siegburg nach Frankfurt Flughafen.

Politik baut auf Autokäufer

„In der deutschen Politik gibt man sich damit zufrieden, dass Menschen deutsche Autos kaufen“, so Heynkes, der sich in Wuppertal als unabhängiger Kandidat für den NRW-Landtag bewirbt. Schon jetzt sei es möglich, auf einen erheblichen Teil der täglich stattfindenden Mobilität zu verzichten und sie flexibler zu organisieren. Etwa über Schwarm-Mobilität. „Während die Politik wertvolle Zeit verplempert, die schwerfällige Autoindustrie zu nähren, verschlafen wir die wirklich große Wende in der Neugestaltung unseres Landes“, erläutert Heynkes.

Dobrindt und Co. würden einseitig die Interessen der Automobilindustrie bedienen. „Die Kompetenz dieser Industrie beruht auf einem einzigen Produkt und auf einer einzigen Technologie – dem Bau von Verbrennungsmotoren. Das ist der einzige Unterschied zum Rest der Welt. Jetzt kommt eine neue Technologie, die nennt sich Elektromobilität und die ist so simpel, dass der altbewährte Kompetenzvorsprung, den man sich seit Ende des 19. Jahrhunderts erarbeitet hat, keine Rolle mehr spielt“, sagt Heynkes.

Kompetenzvorsprung aus dem 19. Jahrhundert geht verloren

Das sei ein echtes Dilemma, denn die alternativen Technologien und Szenarien lassen sich nicht mehr stoppen. Durch das Nichthandeln und verspätete Innovieren geraten wir global zunehmend ins Hintertreffen. Rund 3,6 Millionen Kilometer werden täglich Strecken mit Tesla-Autos zurückgelegt und produzieren so wertvolle Daten für die Konzeption von intelligenten Mobilitätssystemen, die in zehn bis 15 Jahren nichts mehr mit dem Status quo des Individualverkehrs zu tun haben werden. Der weltweit für Aufsehen sorgende Unfall eines Tesla-Fahrers wird nie wieder passieren, wenn alle Fahrzeuge ein Update bekommen. Bei uns wird der Fall instrumentalisiert, um die Mobilitätswende aufzuhalten. Entscheidend ist die steile Lernkurve der selbstfahrenden Systeme.

Teures Blech steht ständig am Straßenrand

Am Beispiel der Stadt Wuppertal skizziert Heynkes eindrucksvoll, warum wir die Zukunft nicht mehr durch einen Blick in den Rückspiegel gestalten sollten. Wuppertal hat 350.000 Einwohner und 200.000 PKW.

„Die Autos fahren aber nicht ständig durch die Gegend, sondern stehen im Schnitt 23,6 Stunden am Straßenrand, blockieren permanent Flächen und kosten aber 24 Stunden am Tag Geld. Das ist das absolute Gegenteil von Effizienz. Jetzt kommt ein neuer Anbieter und sagt: ‚Liebe Wuppertaler, die Mobilität, die ihr zur Zeit mit 200.000 PKW bewerkstelligt, können wir euch problemlos mit 25.000 Schwarm-Mobilen besser erledigen.'“

Solche ‚Fahrzeuge’ haben kein Gaspedal, keine Bremse, kein Lenkrad. Sie sorgen einfach nur für den Transport von A nach B. Man nimmt nur noch solche Dienste via App über eine Flatrate in Anspruch, ohne überhaupt noch eigene Autos zu besitzen. Keine KFZ-Steuer, keine Versicherung, keine Inspektion, kein Kauf von Sommer- und Winterreifen, keine nervige Parkplatzsuche, keine horrenden Gebühren im Parkhaus und keine teure Benzinbetankung in Abhängigkeit vom Ölkartell. Die Schwarm-Mobile sind lautlos, sauber, umweltfreundlich, dezentral verfügbar und sicher.

Schwarm-Mobile werden alles verändern

Der Zuwachs an Komfort und Lebensqualität durch Schwarm-Mobilität wird alles verändern. 90 Prozent weniger Unfälle, 90 Prozent weniger Werkstätten für Reparaturen, 90 Prozent weniger Taxifahrer, 90 Prozent weniger ADAC-Mitglieder. „Durch eine vernetzte Technologie zur Verbesserung unserer Mobilität ändern sich unfassbar viele Parameter – mit negativen und positiven Folgen, die die Politik jetzt durchdenken muss“, fordert Heynkes.

Was bedeutet das für die Stadtentwicklung und für die Verkehrsplanung? Stadt muss und darf komplett neu gedacht werden. In Wuppertal gibt es rund 630.000 PKW-Stellplätze, die jeweils rund 12,5 Quadratmeter beanspruchen. Fallen die weg, gewinnt man Flächen, um beispielsweise in Kombination von digitaler Technologie, Hightech-Landwirtschaft und Manufaktur Stadtfarmen mit kleinen Kraftwerken aufzubauen. Die Menschen in den Wohnquartieren bekommen gesunde Nahrungsmittel direkt aus der Nachbarschaft – gestern gewachsen, heute geerntet und morgen gegessen. Und das ohne Transportwege und Belastungen mit Emissionen. Obst und Gemüse können zu hochwertigen Produkten veredelt werden in dezentralen und gemeinwohlorientierten Organisationsformen. All das steckt in der Mobilitätswende, aber nicht in den Köpfen der Industriepolitiker und Lobbyisten. Das Notiz-Amt fordert mehr Utopien in der Politik.


Image „traffic“ by pixaoppa (CC0 Public Domain)


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  • AMAZON heise: „Zertifiziert und generalüberholt“: Amazon verkauft gebrauchte Hardware: Amazon bietet nun auch gebrauchte Elektronik an, zum Beispiel Smartphones und Notebooks. Der Händler verspricht, dass die Geräte „neuwertig aussehen”. Außer Amazon selbst können auch Marktplatz-Händler Produkte in dieser Kategorie anbieten. Alle Geräte haben laut Amazon ein „neuwertiges Aussehen und eine neuwertige Funktionalität“. Aus mehr als 30 Zentimetern Entfernung sind angeblich auch keine „kosmetischen Fehler“ sichtbar. Die Garantie läuft stets mindestens ein Jahr.

  • VINE Zeit Online: Sag zum Abschied leise „tröööt“: Am Donnerstag gab Twitter bekannt, Vine in den kommenden Monaten einstellen zu wollen. Sämtliche Inhalte bleiben zunächst online und können von ihren Schöpfern heruntergeladen werden. Die App allerdings wird demnächst nicht mehr funktionieren. Rein wirtschaftlich betrachtet ist diese Entscheidung nachvollziehbar. Twitter kämpft ums Überleben, die Plattform ist weit davon entfernt, Gewinn zu machen. Erst in dieser Woche entließ das Unternehmen wieder einmal zehn Prozent seiner Mitarbeiter. Wohl auch deshalb geht es mit dem zuletzt kriselnden Vine zu Ende, zumal Konkurrenten aus dem sozialen Netz wie Snapchat und Instagram seit einiger Zeit ganz ähnliche Funktionen bieten und gleichzeitig ein weitaus stärkeres Nutzerwachstum verzeichnen.

  • TESLA Süddeutsche Zeitung: Tesla-Chef Elon Musk will Solarziegel bauen: Die Solardächer sollen günstigen Strom für Haus und E-Auto liefern und schön aussehen. Doch die Fertigung hängt an einem wackligen Deal des Tesla-Chefs. Die ersten derartigen Dächer sollen im Sommer 2017 gebaut werden, sagt Musk. Noch stammt die Technik vom Solarunternehmen SolarCity, das Tesla nun für 2,6 Milliarden US-Dollar übernehmen will. Es ist allerdings unsicher, ob der Deal zustande kommt. Vereinbart wurde der Kauf bereits, doch mehrere Aktionäre von Tesla klagen dagegen – weil Musk auch an SolarCity beteiligt ist und in den Verwaltungsräten beider Unternehmen sitzt. Die Anteilseigner werfen ihm daher eine Interessensverquickung vor.

  • WHATSAPP Chip: Ärger für WhatsApp und Facebook: Jetzt reicht es der EU: Die EU will den geplanten Datenaustausch von Facebook und WhatsApp verhindern. EU-Datenschützer wollen den Datentransfer zwischen WhatsApp und dem Mutterkonzern Facebook untersuchen und fordern bis zum Ende der Untersuchung einen Stopp des Datenaustauschs. WhatsApp mit rund einer Milliarde Nutzer hatte Ende August angekündigt, künftig die Telefonnummer des Nutzers an Facebook weiterzugegeben. Außerdem sollen mit der Konzernmutter Informationen darüber geteilt werden, wie häufig der Kurzmitteilungsdienst genutzt wird. Dadurch sollten die Werbung und die Freunde-Vorschläge in Facebook-Diensten verbessert werden, hieß es. Um die Daten zu erhalten, hatte Facebook letztlich sogar geklagt.

  • TECHNIK Die Welt: Schlüssel lassen sich mit 3-D-Druckern kopieren: Eines der ältesten Sicherheitskonzepte scheint ausgedient zu haben. Fast jeder Schlüssel lässt sich mittlerweile einfach kopieren. Alles, was es dazu braucht, ist ein Foto und ein 3-D-Drucker. Mit einem modernen 3-D-Drucker und ein bisschen Know-how kann praktisch jeder einen Schlüssel ganz einfach nachmachen. Ist der klassische Schlüssel also nicht nur unpraktisch, sondern auch unsicher? Wustrow ist überzeugt, dass klassische Schlüssel keine allzu lange Lebensdauer mehr haben. Zu rapide sei der Fortschritt bei den 3-D-Druckern, zu einfach sei es, die Form eines Schlüssels auszuspähen.

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  • TESLA t3n: Tesla: Hardware-Update macht alle neuen Fahrzeuge zu selbstfahrenden Autos: Alle neuen Tesla-Fahrzeuge werden zukünftig mit Hardware für vollautonomes Fahren ausgestattet. Diese beinhaltet zwölf Sensoren, einen Radar und acht Kameras für einen 360-Grad-Blick. Das selbstfahrende System ist allerdings noch nicht ausgereift genug und kann noch nicht genutzt werden, Tesla muss noch viele Testmeilen zurücklegen. 2017 will CEO Elon Musk die neue Technologie mit einer Fahrt von Los Angeles nach New York demonstrieren. Ein Software-Update soll die neuen Modelle dann zu selbstfahrenden Autos machen. Tesla will, dass die Fahrzeuge damit sicherer als mit einem menschlichen Fahrer sind.

  • AMAZON golem: Amazon soll eigenen Internet Service Provider planen: Amazon untersucht den Aufbau eines eigenen Service Providers in Europa. Dadurch könnte das Unternehmen einen Internetzugang zusammen mit Prime Streaming Video anbieten. Der Online-Konzern würde somit in Konkurrenz zu TV-Kabelnetzbetreibern treten, die Internetzugang und das Fernsehprogramm verkaufen. Es gibt noch keine Pläne für den Aufbau eines eigenen Festnetztes, also müsste Amazon als Weiterverkäufer von Internetzugängen in fremden Netzen auftreten. Für das Projekt kommen regulierte Landesmärkte wie Deutschland und Großbritannien in Betracht.

  • SMARTWATCH t3n: Misfit Phase: Neue Hybrid-Smartwatch in klassischem Uhren-Design:
    Der Hersteller Misfit wird Anfang November eine Art Hybrid-Smartwatch auf den Markt bringen. Diese kombiniert das Design einer klassischen Armbanduhr mit smarten Zusatzfunktionen wie z.B. einem Schrittzähler. Die Uhr hält dank einer integrierten Knopfzelle sechs Monate mit einer Akkuladung durch. Außerdem verfügt die Uhr über ein paar interessante Spielereien. Der Nutzer kann beispielsweise per Knopfdruck die Kamera des Smartphones auslösen oder die Musikwiedergabe steuern.

  • APPLE MacLife: Apple: Die meisten Original-Kabel und Netzteile auf Amazon sind Fakes: Ein Händler soll bei Amazon.com gefälschte Apple-Produkte als Originale verkauft haben. Nun geht Apple juristisch gegen den Anbieter vor. Das Unternehmen vermutet, dass knapp 90 Prozent aller als „Original Apple“ klassifizierten Zubehörprodukte bei Amazon.com Plagiate sind. Die Verkäufer deklarierten sie als Originalware, verlangten jedoch deutlich niedrigere Preise als der Hersteller. Apple fordert, dass die Plagiate zerstört werden sollten und verlangt von dem Händler Mobile Star LLC zwei Millionen US-Dollar Schadenersatz für jede Produktkategorie.

  • DEUTSCHE BAHN heise: Deutsche Bahn fixt Schwachstelle im neuen WLAN von ICEs:
    Die Deutsche Bahn hat eine Schwachstelle im neuen WLAN der ICEs geschlossen. Dadurch konnte man den Log-in-Prozess missbrauchen, um z.B. die Position von ICE-Zügen und IP-/MAC-Adressen von Nutzern zu erfahren. Um das Problem zu beseitigen, hat die Deutsche Bahn nach eigenen Angaben ein Software-Update eingespielt und dadurch die Schwachstelle bei allen Zügen behoben.

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Tesla am Limit: Kann man die Laufzeit der Elektroauto-Batterien noch steigern?

Tesla Motors (adapted) (Image by Sam Felder [CC BY-SA 2.0] via Flickr)

„Zum ersten Mal ist das schnellste Serienfahrzeug der Welt elektrisch“ sagte Teslas Firmenchef Elon Musk, als er vor kurzem die neueste Batterie der Firma vorstellte. Das neue 100 Kilowatt-Gerät kann Teslas Autos in nur 2,5 Sekunden auf etwa 97 Stundenkilometer beschleunigen. Im Vergleich zu früheren Batteriegenerationen kann man jetzt bis zu 20 Prozent weiter fahren, ehe ein Aufladen notwendig ist.

Aber Musk gibt auch zu, dass das momentane Design und die chemische Zusammensetzung der Batterie bedeuten, dass sie sich ziemlich nah an dem theoretischen Limit dessen befindet, was sie leisten kann. Von diesem Punkt an wird es exponentiell schwieriger, die Menge an Energie zu erhöhen, die eine Batterie derselben Größe speichern kann. Was also könnten Tesla und andere Hersteller von Elektroautos als nächstes tun?

Teslas aktuelles P90D-Design verwendet eine Batterie, die unter dem Boden ihres „Skateboard“-Chassis sitzt. Dadurch kann das Fahrzeug eine große Menge an Batteriezellen mitführen, während der Innenraum des Fahrzeugs maximal genutzt wird. Andererseits macht es die Batterie im Falle eines Unfalls anfällig für Schäden.

Das neue P100D-Batteriepaket sieht von außen genauso aus wie die alte Version und scheint die selben zwei Reihen Lithium-Ionen-Zellen zu verwenden. Dennoch packt es wunderbarerweise 100 Kilowattstunden Energiedichte in dasselbe Batteriemodell, das vorher 90 Kilowattstunden gespeichert hat und nur 4 Prozent weniger wog. Das ist mehr als elf Mal soviel Elektrizität wie der Verbrauch eines durchschnittlichen Haushalts an einem Tag.

Festkörperbatterien

Der Unterschied liegt darin, wie das Paket zusammengestellt wurde, sowie im Kühlsystem und der Elektronik. Beispielsweise könnte eine signifikante Verbesserung der Batteriekühlung genug Platz geschaffen haben, um 56 Zellen zusätzlich zu verbauen, die die zusätzlichen 10 Kilowattstunden Energie liefern. Die Gewichtszunahme von 4 Prozent deutet darauf hin, dass mehr Komponenten verwendet wurden und eventuell die Anordnung der Zellen überarbeitet wurde, um dieses zusätzliche Gewicht auf demselben Raum unterzubringen. Damit Tesla aber noch weiter gehen kann, muss die Firma unter Umständen einen komplett anderen Ansatz der Energiespeicherung in Erwägung ziehen.

Eine Technologie in der Entwicklungsphase, die von Unternehmen wie Toyota, Volkswagen, Bosch und Dyson untersucht wird, sind die sogenannten Festkörperbatterien. Diese sind auf lange Sicht sicherer, speichern mehr Energie für ihre Größe und könnten zur Entwicklung von kostengünstigen Batteriemodulen führen.

Typische Lithium-Ionen-Batterien wie diejenigen, die Tesla verwendet, enthalten ein entzündliches, flüssiges Elektrolyt, während Festkörperbatterien ein festes Elektrolyt nutzen, das vergleichsweise sicher ist. Dies eröffnet zudem die Möglichkeit, ein Lithium-Metall anstelle von Graphit-Elektroden zu nutzen, da diese eine höhere Energiedichte und einen längeren Lebenszyklus aufweisen. Neueste Entwicklungen im Bereich der Elektrolyt-Beimischung und der Keramik-Abschirmung könnten das Problem lösen, dass Lithium-Elektroden Fasern oder Dendrite bilden, die die Batterie kurzschließen.

Autolib, ein Pariser Car Sharing-Service für Elektroautos, hat bereit begonnen, diese Festkörperbatterien in seinen etwa 3000 Autos zu verwenden. Seeo gibt an, Batterie-Prototypen entwickelt zu haben, welche eine Energiedichte von 350 Wattstunden pro Kilogramm aufweisen. Zum Vergleich: die Panasonic 18650-Zellen, die Tesla verwendet, haben eine Energiedichte von lediglich 254 Wattstunden pro Kilogramm. Schon ein einfaches Ersetzen der momentan von Tesla verwendeten Zellen mit diesen Festkörperbatterien bei Serienreife könnte der Firma helfen, von einem Batteriepaket von 100 Kilowattstunden auf ein Modell mit 118 Kilowattstunden zu kommen – das entspricht nahezu einer Verdopplung der Verbesserung, die Teslas neue P100D gegenüber ihrem vorhergehenden Design erreicht hat.

Einige glauben, dass solche Strategien dabei helfen können, sichere Batterien mit genug Ladung zu entwickeln, um mit Benzinmotoren konkurrieren zu können. Donald Sadoway, Materialwissenschaftler am MIT, sagt, dass das Erreichen solcher hohen Energiedichten der Schlüssel zur weit verbreiteten Annahme von Elektroautos ist. Er ist überzeugt:„Wenn wir Batterien mit 350 Wattstunden pro Kilogramm hätten, hätten wir Elektroautos mit einer Reichweite von 560 Kilometer. Für das Benzin würde das das Ende bedeuten“.

Natrium als Alternative

Indes wird es nicht möglich sein, Festkörperbatterien weiter mit Lithium-Elektroden zu nutzen, da das seltene Vorkommen dieses Metalls dazu führt, dass es mit hohen finanziellen und ökologischen Kosten verbunden ist – besonders im Vergleich zu kohlenstoffbasierten Elektroden. Zwei potenzielle Alternativen sind Natrium-Ionen- oder vielleicht auch Natrium-Metall-basierte Batterien, die eine höhere Energiedichte als Lithium-Ionen-Batterien aufweisen.

Ein Prototyp einer solchen Batterie zeigte eine Energiedichte von 650 Wattstunden pro Kilogramm, was eine Reichweite eines Elektroautos von 1050 Kilometer mit einer einzigen Ladung bedeutet – mehr als das Doppelte dessen, was die aktuelle Generation von Lithium-Ionen-Batterien anbietet. Natrium ist viel ergiebiger als Lithium, und sein Salz (Natrium-Karbonat) ist zehnmal günstiger als das entsprechende Lithiumsalz.

Da die Kosten der Elektroden und Elektrolyte über 50 Prozent der Gesamtkosten einer typischen Zelle ausmachen, haben Batterien, die natriumbasierte Reaktionen nutzen, in dieser Hinsicht einen klaren Vorteil. Natrium-Ionen-Batterien können zudem vollständig entladen werden, ohne dass die aktiven Materialien Schaden nehmen, und ohne das eine Gefahr besteht – im Gegensatz zu Lithium-Ionen-Batterien, die Feuer fangen können, wenn sie ohne Ladung gelagert werden.

Mit diesen Entwicklungen in der Technologie von Festkörper-Lithium und Natrium können wir Batterien für Elektroautos entwickeln, die eine höhere Energiedichte und geringer Kosten aufweisen als diejenigen, die kürzlich von Tesla vorgestellt wurden. Das bedeutet jedoch nicht, dass diese Batterien notwendigerweise in allen Elektroautos verwendet werden.

Eine andere Strategie wäre, mehr Aufwand in die Bemühungen zu investieren, das Gewicht der Autos zu reduzieren, etwa durch die Verwendung von Kohlenfaserverbundstoffen, sodass sie mehr Batterien mitführen können. Dies könnte unter Umständen zu einer Reichweite von mehr als 560 Kilometer mit einer einzigen Ladung führen, ohne dass eine neue Art Batterie benötigt wird. Aber wie auch immer die Innovation schließlich aussieht, Tesla und andere Hersteller brauchen noch einen finalen Vorsprung, um dem durchschnittlichen Autofahrer das Elektroauto selbst noch etwas näher zu bringen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Tesla Motors“ by Sam Felder (CC BY-SA 2.0)


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  • NETFLIX Horizont: Netflix mit überraschend vielen Neu-Kunden und hohem Umsatz: Netflix hat das Vertrauen der Anleger zurückgewonnen: Nach unerwartet gut ausgefallenen Quartalszahlen sprang die Aktie um rund ein Fünftel hoch. Netflix konnte im vergangenen Vierteljahr 3,57 Millionen neue Kunden gewinnen. Den Ausschlag hätten populäre Eigenproduktionen wie die Mystery-Serie „Stranger Things“ gegeben, sagte Netflix-Chef Reed Hastings am Montag. Netflix hatte den Dienst im Januar auf einen Schlag in 130 neue Länder gebracht und deckt damit fast die ganze Welt bis auf China ab. Netflix war trotz der nahezu weltweiten Verfügbarkeit zu Jahresbeginn in den vergangenen Quartalen zunächst schwächer als erwartet gewachsen.

  • SAMSUNG t3n: Samsung Galaxy S8: Das soll das nächste Flaggschiff an Bord haben: Bald kommt das neue Samsung Galaxy S8, nach dem Note-7-Debakel ein äußerst wichtiges Produkt. Auf dem Samsung Galaxy S8, das wohl das nächste High-End-Modell wird, lasten entsprechend hohe Erwartungen. Obwohl es noch etwa ein halbes Jahr dauert, bis das Galaxy S8 vorgestellt wird, kursieren schon viele Gerüchte und Details über das Smartphone-Flaggschiff.Es werden wie in den vergangenen zwei Jahren, abermals zwei Modelle erwartet. Die beiden Geräte sollen die Codenamen Dream und Dream2 tragen. Auch wenn Samsung jetzt aufgrund des Note–7-Fiaskos eine große Lücke zu füllen hat, gehen wir davon aus, dass die neuen Galaxy-S8-Modelle nicht vor Ende Februar das Licht der Welt erblicken werden.

  • TESLA golem: Behörde verlangt Umbenennung des Tesla-Autopiloten: Das Kraftfahrt-Bundesamt will eine Umbenennung des Tesla-Autopiloten erreichen. Nach Ansicht der Behörde ist der Begriff missverständlich für Fahrer des Elektroautos. Der Begriff Autopilot könnte zu der Annahme führen, dass sich der Fahrer um nichts kümmern müsse. Fahrer müssten ständig aufpassen, dass das Auto keine Fehler mache und nötige Korrekturen vornehmen. Tesla weist die Kritik an seinem Assistenzsystem zurück und will mit einer Umfrage klären, ob der Begriff missverstanden werde.

  • ALLIANZ Die Welt: Allianz wird zum Amazon des Gebrauchtwagenhandels: Der Versicherungspolicen-Verkauf reicht der Allianz nicht mehr. Künftig will sie über das Netz Gebrauchtwagen verkaufen und per Spedition liefern. Nach den Vorstellungen der Allianz soll der Gebrauchtwagenkauf der Zukunft nach dem Amazon-Vorbild ablaufen. Von zu Hause sucht der Kunde im Internet ein Fahrzeug seiner Wahl aus und bekommt es dann samt Wunschkennzeichen zugelassen vor die Tür gestellt – plus 14 Tage Umtauschrecht, beispielsweise wenn das Auto doch nicht so fährt wie erhofft. Der Versicherungskonzern bestätigte der Welt auf Anfrage das Vorhaben.

  • APPLE Frankfurter Allgemeine: Baut Apple doch kein eigenes Auto?: Apple macht ein großes Geheimnis um sein „Apple Car“. Doch nun gibt es Hinweise dafür, dass das Projekt in Problemen steckt. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet über Umstrukturierungen in der Entwicklungsabteilung, die für das „Apple Car“ zuständig ist. Von insgesamt 1000 Mitarbeitern seien in den vergangenen Monaten mehrere hundert in andere Abteilungen versetzt worden oder hätten gekündigt. Ob Apple demnächst ein eigenes Auto baut, wird immer fraglicher.

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  • TWITTER TNW: Twitter finally sets date to grow beyond its 140 character limit: Ist das 140 Zeichenlimit, welches Twitter als Microblog charakterisiert, nun wirklich bald Geschichte? Wohl kaum! Spekuliert wird jedoch über weitere Änderungen, die für Nutzer zu einer verbesserten Ausnutzung der begrenzten Zeichen führen sollen. Bereits Anfang des Jahres gab es Gerüchte darüber, dass man den Zeichen-Stopp entfernt. Ab 19. September soll es nun Änderungen am Grundsystem geben. Erwähnungen wie etwa @Netzpiloten sollen zukünftig nicht mehr in die 140 Zeichen eingerechnet werden.
  • TESLA heise online: Tesla macht Radar wichtiger für Fahrassistenten „Autopilot“: Vier Monate nach dem ersten tödlichen Unfall mit seinem Fahrassistenz-System „Autopilot“ kündigt Tesla eine neue verbesserte Version der Software an. In Zukunft soll ein Radar-Sensor die Daten für eine Entscheidung über Weiterfahren oder Bremsen statt einer Kamera liefern. „Neben einem Dutzend kleinerer Veränderungen wird das Radar-Bild in den Mittelpunkt rücken“, erklärt Tesla Chef Elon Musk. Der Radar, welcher zunächst nur als Zusatz zur Erkennung der Umgebung per Kameras gedacht war, wird somit zentraler Sensor des Systems.
  • DROHNEN Welt: Drohnen werden zum Risiko für unseren Alltag: Der Versicherungskonzern Allianz befürchtet durch den Einsatz von Drohnen großes Schadenspotenzial. Große Unternehmen wie Google, Amazon, Airbus und DHL haben bereits Testflüge der künstlichen Vögel angekündigt. Laut einer Studie der Allianz-Industrieversicherungsgruppe AGCS zufolge steht der Drohnenmarkt vor einem starken Wachstum. Bereits in diesem Jahr sollen 1,6 Millionen Hobbydrohnen sowie 600.000 kommerzielle Drohnen zur Verfügung stehen. Die AGCS fordert daher Standards einzuführen sowie die Registrierung von Drohnen, da die Liste an Drohnenzwischenfällen bereits stetig wächst.
  • HP Golem : HP kauft Samsungs Drucker-Sparte für 1 Milliarde US-Dollar: HP will es nun wissen und plant die Fotokopierbranche, in der es seit Jahrzehnten keine Innovation mehr gegeben hat, aufzumischen. Dafür kaufte HP nun für 1,05 Milliarden US-Dollar die Drucker-Sparte von Samsung auf. Geplant ist die veralteten Produkte durch Multifunktionsgeräte zu ersetzen. HP kauft somit 6.500 Samsung Druckerpatente. Außerdem wechseln 6.000 Samsung-Beschäftigte, darunter 1.500 Entwickler und Ingenieure zu HP. Hauptumsatzquelle der Branche stellen Druckertinte und Toner dar, wobei der Absatz stark rückläufig ist.
  • VIDEOWERBUNG Horizont: Neun von zehn fordern bessere Online-Videowerbung: Laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens Vanson Bourne zufolge sind neun von zehn Verbrauchern der Meinung, dass sich am aktuellen Zustand von Online-Videowerbung etwas ändern muss. Befragt wurden von April bis Mai insgesamt 4.000 Konsumenten von Online-Videoinhalten im Alter über 18 Jahren in Deutschland, Frankreich und UK. Als häufigster Kritikpunkt an Online-Videowerbung wurden mangelnde Relevanz, zu großes Volumen und schlechte Darstellung genannt. Mark Blair, Vice President EMEA von Brightcove sagt: „Wir sind davon überzeugt, dass die Kunden jedes Recht haben, defekte, nervige und intrusive Werbung zu meiden. Andererseits haben aber auch die Unternehmen das Recht, die Inhalte, deren Produktion viel Geld kostet, zu monetarisieren und zu promoten.“
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  • SMARTPHONE sz-magazin: Sechs Regeln gegen den Smartphone-Wahnsinn: Bei vielen Menschen hat man den Eindruck, sie seien zu Sklaven ihrer Smartphones geworden. Dauernd schlagen Mitteilungen von Freunden oder Apps auf dem Bildschirm ein. Minütlich wandert der Blick auf das Smartphone, um ja keine Nachricht zu lange unkommentiert zu lassen. Man scheint komplett auf dieses Leben im Netz fixiert zu sein. Einer SZ-Autorin wird es irgendwann zu viel. Unbewusst hart wirft sie ihre Tasche samt Smartphone auf den Boden – es geht kaputt. Sie greift zu einem alten Nokia Mobiltelefon und macht sich wieder auf in die Offline-Welt. Doch können wir ohne die Vorteile des Smartphones leben.
  • INSTAGRAM wsj: Publishers Flock to New Instagram Stories: Anfang August wurde ein neues Update von Instagram bereitgestellt, das eine neue Funktion in die App bringen sollte – Instagram Stories. Was eigentlich schon lange auf der App Snapchat zu sehen ist, lässt nun den Content auf Medienaccounts bei Instagram explodieren. Diese Entwicklung hilft auch Snapchat, weil die App professioneller aufgebaut ist und mehr Möglichkeiten bietet, um seine Fotos und Videos zu bearbeiten.
  • LYFT techcrunch: GM expressed interest in buying Lyft, but Lyft declined: Der US-amerikanische Autokonzern General Motors (GM) arbeitet schon länger mit dem kalifornischen Mitfahrdienst Lyft zusammen. 500 Millionen Dollar investierte GM dieses Jahr in das Startup, das mit Uber konkurriert. Uber wird allerdings immer stärker und Lyft braucht neue Investitionen. GM wollte Lyft nun übernehmen, was die Führung des Startups allerdings ablehnte. Man wolle mit neuen Finanzierungsrunden Investoren gewinnen, um einen erneuten Angriff zu starten.
  • SPACEX digitaltrends: Elon Musk landed his sixth Falcon 9 rocket after launching a satellite into orbit: Das Projekt SpaceX macht weiter Fortschritte. Nachdem ein Satellit in den Orbit geschossen wurde, konnte sich CEO Elon Musk nun auch über die erfolgreiche Landung einer weiteren Falcon 9 Rakete freuen. Das ist die sechste Rakete, die Musk mit seinem Luftfahrtkonzern unbeschadet auf den Boden zurück bringt.
  • ELEKTROAUTOS handelsblatt: Anschluss gesucht: Die großen deutschen Autokonzerne haben strickte Pläne vorgestellt, die sich auf die Elektromobilität beziehen. Geplante Milliardeninvestitionen bei VW, eine Submarke bei Daimler und auch BMW hat die Priorität des Themas erhöht. Man will sich der Pioniersarbeit des US-Konzerns Tesla anschließen, doch in Deutschland gibt es ein großes Problem. Es mangelt an Ladestationen, deren Ausbau nur stockend vorangeht.
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Warum selbstfahrende Autos trotzdem menschliche Kontrolle benötigen

DRIVING IN THE MORNING (adapted) (Image by Eliecer Gallegos [CC BY-SA 2.0] via flickr)

Berichten zufolge schaute Joshua Brown gerade einen Harry Potter-Film, als die „Autopilot“-Funktion seines Tesla Model S das Auto in einen LKW steuerte und ihn unvermittelt tötete. Dieser Vorfall – das erste Mal, dass jemand bei einem Unfall, in dem ein selbstfahrendes Auto beteilgt war, getötet wurde – zeigt nicht, dass autonome Fahrzeuge grundsätzlich unsicher sind. Dennoch ist es eine Erinnerung daran, dass die Technologie noch nicht an einem Punkt angelangt ist, an dem wir unseren Blick von der Straße abwenden können. Vor dem Tesla-Vorfall vor einigen Wochen befragte ich im Rahmen meines PhD- Forschungsprojekts 12 Experten aus dem Kosmos der Fachleute für selbstfahrende Autos in puncto Vertrauen in automatische Fahrzeuge. Die Experten waren Akademiker und Branchenexperten mit profundem Wissen und Erfahrung mit der Technologie und dem Design automatischer Fahrzeuge. Auf Basis ihrer Forschung sagten sie, dass wir so lange selbstfahrende Autos mit einer gesunden Skepsis betrachten müssen, bis es eines Tages soweit sei, dass der Autopilot selbstständig das Steuer übernehmen kann, wenn wir uns nicht in eine echte Gefahr begeben wollen. Die Problematik ist derart gravierend, dass es Fahrern ohne ein spezifisches Training nicht gestattet sein sollte, diese Technologien zu benutzen.

Ein paar Gänge hochschalten

Auch wenn es bereits zu erahnen ist, ist eine Zukunft, in der der Mensch überhaupt nicht mit dem Fahrsystem des Autos interagiert (bekannt als Automatisierung der Stufe Fünf), noch weit entfernt. Um dorthin zu kommen, müssen wir durch verschiedene, überlappende Stadien der Technologie gehen (Stufe Zwei, Drei und Vier), in denen die Technik zunehmend, aber nicht vollständig die Kontrolle über das Fahrzeug übernimmt. Der Autopilot von Tesla ist beispielsweise als eine Automatisierung der Stufe zwei oder drei einzuschätzen, denn er kann mindestens über zwei Funktionen wie das Lenken und die Beschleunigung die Kontrolle übernehmen. Dennoch muss der Fahrer das Auto und die Umgebung beobachten. Diese Übergangsstadien stellen möglicherweise die größte Herausforderung für die Technologie dar. Immer mehr Fahrzeuge verlassen die Fertigungsanlage mit kombinierten automatischen Funktionen, die sie auf eine Automatisierungsstufe Zwei und Drei bringen. Die Mehrzahl der Autohersteller bieten als Standard- oder Premiumausstattung solche Funktionen wie einen Parkassistenten, Abstandsregeltempomat, automatisches Notfall-Bremssystem und so weiter an – Automatik-Funktionen, die, zusammengefügt und kombiniert, Jahr für Jahr einen aufsteigenden Weg in Richtung selbstfahrender Fahrzeuge weisen. Selbstfahrende Fahrzeuge benötigen eine Produktreihe mit Radar, LIDAR (dieses funktioniert wie Radar, jedoch mit Licht- anstatt mit Radiowellen), Videokameras, GPS und Trägheitsnavigationssystemen neben vielen anderen Funktionen, die ein Bewusstsein für die Umgebung des Autos schaffen. Die Fahrer müssen sich darauf verlassen können, dass diese Systeme in den potentiell gefährlichen und nicht voraussagbaren Situationen, die der Straßenverkehr mit sich bringt, verlässlich zusammenarbeiten. Andernfalls werden sie sie nicht umfassend nutzen und so von den Vorteilen, die diese Systeme mit sich bringen, nicht profitieren können.

Vertrauen Sie Ihrem Auto – aber nicht blind

Trotz einer bestehenden Sorge um die Sicherheit selbstfahrender Autos hat eine Umfrage, die wir letztes Jahr mit 239 Personen durchführten, ergeben, dass die Leute tatsächlich eher geneigt sind, einem automatischen System zu vertrauen als anderen Fahrern. Dies liegt darin begründet, dass die Menschen unberechenbarer und anfälliger für Emotionen sind. Ein selbstfahrendes Auto würde sich niemals Aggression im Straßenverkehr, rücksichtsloses Fahren oder Tagträumen zu Schulden kommen lassen. Jedoch besteht ebenfalls die Gefahr, dass die Leute der Selbstfahr-Technologie bereits zu sehr vertrauen. Von dem jüngsten Unfall einmal abgesehen, könnte die scheinbare Verlässlichkeit des Tesla-Autopiloten die Menschen glauben lassen, sie müssten sich nicht mehr auf die Straße konzentrieren und das Auto selber fahren lassen – sodass sie sich mit anderen Dingen beschäftigen können. Jedoch sind diese Technologien nicht dafür gedacht, die komplette Kontrolle über das Auto zu übernehmen, und der Fahrer sollte bereit sein, jederzeit die Kontrolle an sich zu nehmen. So sagte es einer der Experten, mit denen wir sprachen:

Die Leute werden beginnen, dem Auto zu vertrauen. Die Dinge werden zunehmend schief laufen. Und die Fahrer werden nicht mehr in der Lage sein, die Kontrolle wieder zu erlangen, weil sie sich von einem trügerischen Gefühl der Sicherheit haben verführen lassen.

Selbst wenn ein Fahrer sich nur teilweise auf ein automatisches System verlässt, verliert er das Gefühl für das, was um ihn herum passiert. Um die Kontrolle über das Fahrzeug in einer potentiell gefährlichen Situation wieder zu erlangen, muss er sein Bewusstsein für die Situation zurückgewinnen, und das kostet Zeit. So hat zum Beispiel eine Studie mit einem Fahrsimulator gezeigt, dass Fahrer, die eine Automatisierung der Stufe Drei nutzen (bei der das Auto die Steuerung und die Beschleunigung kontrolliert und die Umwelt beobachtet), ungefähr 15 Sekunden benötigen, um die Kontrolle über das Fahrzeug wieder zu erlangen. Gemäß der Aussage eines Robotik-Experten, den wir befragt haben, wird der Verlust des Bewusstseins für die Situation schlimmer, je länger der Fahrer die automatische Technologie benutzt. Sie fanden heraus, dass die Nutzung eines einfachen Tempomaten für die Abstandsregelung, der lediglich die Geschwindigkeit des Autos so anpasst, dass ein sicherer Abstand zu anderen Fahrzeugen eingehalten wird, für eine Stunde oder länger die Aufmerksamkeit des Fahrers effektiv so verringert wie wenn er ein vollständig selbstfahrendes Auto nutzen würde.

Benutzerhandbuch lesen, Test absolvieren

Wie können wir also sicherstellen, dass die Fahrer der teilautomatisierten Fahrzeugtechnologie nicht über die Maße vertrauen und sich und andere dabei in Gefahr bringen? Immerhin ist es allgemein bekannt, dass die Leute Benutzerhandbücher oder die Informationsanzeigen neuer Software eher spärlich lesen. Die Mehrzahl der Experten, mit denen wir sprachen, waren sich einig, dass die Fahrer ein spezifisches Training bekommen sollten, bevor sie solche Systeme nutzen. Dies könnte folgendes beinhalten: Anpassung des aktuellen Standardtests für Fahranfänger, Nachschulungskurse, das Verpflichten der Hersteller zur Vorführung der neuen Technologien, noch bevor sie diese verkaufen, oder sogar ein erster Test in Simulatoren – diese könnten in speziellen Zentren oder in Autohäusern zur Verfügung gestellt werden. Da automatisierte Fahrzeugtechnik immer beliebter wird, ist es besodners wichtig, dass die Menschen lernen, wann man ihnen sicher vertrauen kann und wann nicht. Wenn sie dies nicht tun, kann es zu einer Reihe von Unfällen führen. In der Folge würden die Menschen das Vertrauen in die Sicherheit dieser Systeme verlieren. Die Industrie wäre letztlich gezwungen, einen Schritt zurückzutreten. Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „DRIVING IN THE MORNING“ by Eliecer Gallegos (CC BY-SA 2.0)


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  • INNENPOLITIK Netzpolitik: Erstmal haben: Regierung will Zentralstelle für Entschlüsselung. Wofür genau weiß sie noch nicht: Das Innenministerium plant eine neue Entschlüsselungsinstitution: die Zentralstelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereicht (ZITiS). Bundeskanzlerin Angela Merkel stellte auf der Pressekonferenz am vergangenen Donnerstag einen Neun-Punkte-Plan für mehr Sicherheit vor.
    Die ZITis ist einer dieser Punkte, jedoch wurden Informationen darüber bisher nur über den Rechercheverbund aus Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR bekannt. Das Ziel der Zentralstelle sei die technischen Fähigkeiten von Sicherheits- und Strafverfolgungsbehörden an aktuelle Ereignisse anzupassen.
  • TESLA Gruenderszene: Tesla gibt Einblick in seine 5-Milliarden-Gigafactory: Tesla-CEO Elon Musk präsentierte am vergangenen Wochenende seine Gigafactory in Nevada. In dieser Produktionsstätte möchte Tesla Batterien für eineinhalb Millionen Fahrzeuge im Jahr produzieren. Ab 2017 möchte der Elektroauto-Hersteller die ersten Batterien herstellen. Die volle Kapazität der Produktion wird jedoch erst in einigen Jahren erreicht. Der Bau des Produktionsgebäudes begann im November 2014 und die Kosten betragen insgesamt fünf Milliarden Dollar. An der Grundfläche gemessen, ist die Gigafactory mit etwa 55.000 Hektar das größte Gebäude der Welt.
  • FACEBOOK Adage: Facebook Is Testing Mid-Roll Video Ads in Facebook Live: Facebook testet nun Mid-Rolls, sogenannte Werbeunterbrechungen während Videos, von Vertragspartnern. Diese Unterbrechungen sind die ersten Anzeigen von Facebook, die direkt in Videos auf dem sozialen Netzwerk vorkommen. Bei den Tests hat eine Gruppe von Partnern die Möglichkeit kleine Werbepausen in ihre Facebook Livestreams einzubauen.
    Bisher bezahlte Facebook die Herausgeber und die Prominenten sogar für Livestreams, da die Plattform kein Modell für die Werbung in Videos hatte. Außerdem zögerte Facebook immer mit Pre-Roll Spots, Werbeanzeigen vor den Videos, weil CEO Mark Zuckerberg diese als störend empfand.
  • ANDROID Heise: Android benachrichtigt Nutzer beim Hinzufügen neuer Geräte: Ab sofort können Android-Nutzer beim Hinzufügen eines neuen Endgeräts zum Google-Konto auf eine im Betriebssystem integrierte Funktion zurückgreifen. Bisher benachrichtigte Google die Nutzer per klassischer E-Mail. Die neue Funktion enthält außerdem Informationen zum Ort der Aktivität, Browser und der IP-Adresse. Der Nutzer kann im Anschluss daran bestätigen, ob der Zugriff gewollt war und Schritte zum Sichern des Kontos einleiten. In der Ankündigung erwähnte der Konzern, dass die Kunden diese Benachrichtigungen viel wahrscheinlicher lesen als eine E-Mail.
  • UBER Golem: Uber plant für 500 Millionen US-Dollar eigenen Kartendienst: Damit sich Uber Fahrer besser orientieren können, möchte der Fahrdienstleister einen eigenen Kartendienst aufbauen. Über eine halbe Milliarde US-Dollar steckt Uber in das Projekt, dadurch möchte man sich auch von der Abhängigkeit von Google lösen. Brian McClendon schrieb für Uber einen Blogbeitrag darüber. Er teilte mit, dass exakte Karten das tragende Element des Angebots und das Rückgrat des Geschäfts seien. Speziell ausgerüstete Fahrzeuge tragen das Datenmaterial in den USA und Mexiko zusammen.
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  • KI t3n: Google senkt Stromverbrauch im Rechenzentrum – mittels künstlicher Intelligenz: In puncto Energie sparen, geht Google mit gutem Beispiel voran. Dem Suchmaschinen-Giganten gelang es den Stromverbrauch im firmeneigenen Rechenzentrum zu verringern. Erreicht wurde dies mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI), deren zugrunde liegende Technik von dem 2014 übernommenen Startup Deepmind entwickelt wurde. In Zukunft will Google das Potenzial der Technologie weiterentwickeln und somit noch mehr Energie einsparen.
  • TESLA t3n: Elon Musk enthüllt den Tesla-Masterplan: Carsharing, Solarenergie und vollautonome Autos: Nach langer Ankündigung hat Tesla-Chef Elon Musk am Mittwoch auf Twitter seinen Masterplan präsentiert. Diese gilt als Wegweiser für die zukünftig angestrebten Schritte des Unternehmens. Ein besonderes Augenmerk will der CEO auf Solarenergie legen. Des Weiteren soll Tesla zukünftig Car-Sharing anbieten, Fahrzeuge mit vollautonomer Fahrtechnologie ausstatten und Lastwagen produzieren. Preisgünstigere Autos sind nicht vorgesehen.
  • TWITTER Golem: Blaue Häkchen auf Antrag: Heiß begehrt und bisher nicht ganz einfach zu bekommen. Die Rede ist von dem blauen Häkchen, welches verifizierte Accounts auf Twitter kennzeichnet. Denn bisher hat der Microblogging-Dienst selbst entschieden, wer den blauen Hacken bekommt. Nun können Twitter-Nutzer ihn selbst mittels standardisierten Antragsformular beantragen. Dies soll nicht nur den Prozess an sich vereinfachen, sondern auch für mehr Transparenz sorgen.
  • APP STORE heise online: App Store vs. Google Play: Halbe Download-Zahlen bei doppeltem Umsatz: Laut einem Bericht zum globalen App-Markt im zweiten Quartal 2016 der Marktforschungsfirma App Annie konnte Apple seinen Umsatzvorsprung zu Android-Apps weiter ausbauen. Obwohl im Google Play Store doppelt so viele Apps geladen werden wie im Apple Store verzeichnet dieser nur halb so viel Umsatz. Die Umsatzsteigerung ist vor allem auf die Ausgaben für iOS-Apps in China zurückzuführen, wo Google Play bisher nicht verfügbar ist. Besonders Spiele-Apps sind dort hoch im Kurs.
  • KOMMUNIKATION Business2community: 4 Reasons B2B Direct Mail is Still a Powerful Tool: Jeden Tag aufs Neue landen zahlreiche E-Mails von Businesspartnern, Kollegen oder Newslettern von Lieferanten im Posteingang. Bei dieser Überflutung verwundert es nicht, dass dieses Nachrichten- und Werbe-Medium bei dem ein oder anderen an Beliebtheit verloren hat. Aber welchen Stellenwert nimmt die gute alte Direktwerbung, die per Postweg bei den Kunden landen in unserer immer stärker digitalisierten Welt ein? Dem Artikel von Suzanne Stock zu folge, heben sich diese von dem digitalen Schriftverkehr ab, sind persönlicher, gut mit anderen Marketingkanälen zu kombinieren und weisen eine bessere Rücklaufquote auf.
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  • DATENSCHUTZVEREINBARUNG Deutschlandfunk: „Privacy Shield“ soll ab sofort EU-Bürger schützen: Seit gestern ist das sogenannte „Privacy Shield“ in Kraft. Es handelt sich dabei um eine Datenschutzvereinbarung zwischen der EU und den USA und löst das bisher gültige Vorgängerabkommen „Safe Harbor“ ab. Es soll dem Schutz der Grundrechte von Europäern und europäischen Firmen dienen, die Daten zwischen der EU und den USA austauschen und eine Massenüberwachung ausschließen. Grünen-Europaabgeordneter Jan Philipp Albrecht übt Kritik an der Vereinbarung und rechnet bereits mit Klagen gegen das „Privacy Shield“ vor dem Europäischen Gerichtshof.

  • SUMMIT Werbeplanung.at: Michael Derkits, VICE CEE: „Content Marketing macht schlechte Werbung nicht wett“: Bereits zum achten Mal findet am 13. und 14. Juli 2016 der Werbeplanung.at SUMMIT statt. Michael Derkits, Chief Business Development Officer von VICE CEE, ist ebenfalls am Event vertreten und geht der Frage nach: „Was macht eigentlich gutes Content Marketing aus?“ Im Fokus steht neben Content-Marketing die Kommunikation im Netz sowie der damit zusammenhängende Veränderungsprozess. Es geht darum zu erkennen, dass sich User qualitativ hochwertigen und gut recherchierten Content erwarten, der ihnen einen Mehrwert bietet. Werbplanung.at führte ein Interview mit Michael Derkits indem er seine Vorstellungen und Erwartungen an die Konferenz verrät.

  • IT-BRANCHE Business2community: Why Companies Need More Women in IT: Die IT-Branche wächst unaufhaltbar und rasend schnell. Talente in diesem Bereich sind daher gefragter denn je. Oft braucht es, um ein Problem zu lösen jedoch einen Perspektivenwechsel. Frauen könnten einen solchen Aspekt abdecken, jedoch wird die Technikbranche von Männern dominiert. Apple CEO Tim Cook sagt dazu: „I think the most diverse group will produce the best product.“ – Und nimmt mit diesem Statement eine klare Haltung für mehr Frauen in der IT-Branche ein.

  • FÜHRUNGSKRÄFTE Die Welt: Warum die Deutschen ihre Chefs nicht mögen: Führungskräfte haben es nicht leicht. Sie müssen den Anforderungen der Mitarbeiter entsprechen sowie stets die Unternehmensziele vor Augen haben. Dieser interne Konflikt wird einer Umfrage des Personaldienstleisters Randstad nach zulasten der Mitarbeiter oder des eigenen Ansehens gelöst. Der Arbeitsalltag wird immer rasanter und nimmt an Fahrt auf. Besonders in solchen Zeiten braucht es qualifizierte Führungskräfte, die zusammen mit ihren Mitarbeitern an einem Strang ziehen. Aber genau dort liegt das Problem. Laut der Umfrage sehen Beschäftigte vor allem in Bezug auf Personalführung und Motivation Aufholbedarf bei ihren Vorgesetzten.

  • TESLA Golem.de: Tesla will Autopiloten nicht abschalten: Autopilot bleibt! Tesla-Chef Elon Musk will Autopiloten des Model S und Model X trotz tödlichen Unfall in jüngster Vergangenheit nicht abschalten. Seit dem tragischen Vorfall im US-Bundesstaat Florida ermitteln die Verkehrsbehörden in den USA. Aber auch hierzulande gibt es Untersuchungen bezüglich einer unzulässigen Funktion für Überholvorgänge. Tesla will nun energischer vorgehen und die Kunde besser über die Technik des Autopiloten und seine Grenzen aufklären.

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  • TWITTER recode: Twitter is talking to the NBA, MLS and Turner to buy rights to more sports streams: Twitter konzentriert sich immer mehr auf Sportstreaming. Vor zwei Monaten sicherte sich das Unternehmen die weltweiten Rechte für das Streaming von Spielen der National Football League. Doch Twitter hat noch nicht genug. Das Angebot soll mit zwei anderen US-Profiligen erweitert werden. Mit Basektball (NBA) und Fußball (MLS) könnte Twitter in Zukunft einige Nutzer dazu gewinnen. Sicher ist allerdings noch nichts, die Verhandlungen haben erst begonnen.
  • FACEBOOK sueddeutsche: Facebook ist das neue Fernsehen – und macht uns zu Analphabeten: „Noch alarmierender ist eine andere Entwicklung: Nachdem Print-Journalismus an Bedeutung verloren hat, ist das Internet der letzte öffentliche Raum, in dem das Wort im Vordergrund steht – und ausgerechnet das Netz kapituliert gerade vor dem Format des Fernsehens. Das Verständnis des „Streams“, wie es Facebook, Twitter & Co. pflegen, tötet das Netz und damit den Journalismus in Textform. Facebook ähnelt mittlerweile eher der Zukunft des Fernsehens als dem, wonach das Internet mehr als zwei Jahrzehnte aussah.“
  • TESLA reuters: Musk hints at top secret Tesla masterplan: tweet: Die letzte Woche war für Tesla und seinen Gründer Elon Musk nicht leicht. Eine Testfahrt mit Autopilot endet für einen Mitarbeiter tödlich. Angeblich soll der Unfall allerdings passiert sein, als der Autopiloten gar nicht eingeschaltet war. Das teilte das Unternehmen diese Woche mit. Elon Musk möchte den Medienauftritt von Tesla nun wieder auf die Technik konzentrieren. Dieser kündigte am Sonntag einen Masterplan auf Twitter an, den er noch Ende der Woche öffentlich machen wolle.
  • Apps thenextweb: Be careful out there: Armed robbers used Pokémon Go to lure victims: Innerhalb von Tagen ist es eine der erfolgreichsten Apps der Welt. Es ist eine App, die von einer GameBoy-Spiele-Serie inspiriert ist, die Ende der Neunziger ihren Weg aus Japan in den Westen gefunden hat – Pokémon. Schnell nahmen die Spiele einen enormen Stellenwert für die Jahrgänge der späten 80er und frühen 90er ein. Mit der neuen Smartphone-App lässt sich die Suche nach den Pokémon mit der realen Welt verbinden. Doch schon jetzt gibt es negative Erlebnisse. Kriminelle nutzen Orte aus, an denen Nutzer von Pokémon-GO sich in der realen Welt treffen, um Items zu besorgen. An diesen Orten wurde von von Diebstählen und Raubüberfällen berichtet.
  • VERSCHLÜSSELUNG wired: ‘Secret Conversations:’ End-to-End Encryption Comes to Facebook Messenger: Nachdem vor kurzer Zeit bei Whatsapp die End-to-End Verschlüsselung in Chats eingefügt wurde, um die Kommunikation in der Messenger-App sicherer zu machen, soll die gleiche Technik nun auch beim Facebook Messenger eingesetzt werden. Im späten Sommer oder frühen Herbst ist das Update für den Messenger geplant.
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  • MOBBING politik-digital: „Hass im Netz“: Von Trollen und Glaubenskriegern: Nicht selten herrscht im Netz ein rauer Ton zwischen den Nutzern. Die österreichische Journalistin Ingrid rodnig schreibt in ihrem Buch „Hass im Netz“ genau über diese unangebrachten Auseinandersetzungen innerhalb der Kommunikation im Internet und liefert Tipps zum Umgang. Brodig betont: „Es gibt kein Grundrecht darauf, andere Menschen zu beleidigen.“
  • FLIXBUS handelsblatt: Fernbus-Riese setzt auf Großbritannien: Flixbus will seine Position in Europa verstärken! Nachdem das deutsche Unternehmen die britische Fernbus-Gesellschaft Megabus übernommen hatte, setzt Flixbus jetzt vermehrt auf Verbindungen nach London. Am Donnerstag bekräftigte Flixbus-Gründer Jochen Engert in Hinblick auf das Brexit-Votum: „Wir glauben sehr an den Markt in Großbritannien, Brexit hin, Brexit her“.
  • TESLA theverge: Tesla driver killed in crash with Autopilot active, NHTSA investigating: Bei einem Test eines durch einen Autopiloten gelenktes Auto ist ein Mann tödlich verunglückt. Der Test wurde von Tesla im Bundesstaat Florida durchgeführt. Elon Musk teilte über Twitter seine Erschütterung über den Unfall mit. Tesla schreibt: „Autopilot is getting better all the time, but it is not perfect and still requires the driver to remain alert.“ Die Testfahrt hat im Tesla Model S stattgefunden. Eine US-Behörde hat nun die Untersuchungen aufgenommen.
  • FACEBOOK thenextweb: Facebook is shuttering its news app Paper on July 29th: 2014 brachte Facebook die News App „Paper“ heraus. Es war ein Disaster. Nun hat sich der Konzern dazu entschieden die App von der Bildschirmfläche verschwinden zu lassen. Facebook gab ein Statement ab: “Our goal with Paper was to explore new immersive, interactive design elements for reading and interacting with content on Facebook, and we learned how important these elements are in giving people an engaging experience.” Seit März 2015 hat die App kein Update mehr bekommen. Am 29.Juli wird „Paper“ beerdigt.
  • VODAFONE sueddeutsche: Viele Vodafone-Kunden noch immer ohne Telefon und Internet : „Derzeit kommt es in weiten Teilen von Deutschland zu Beeinträchtigungen der Kabel-Dienste Internet und Telefonie. Unsere Techniker arbeiten mit Hochdruck an der Behebung des Ausfalls.“ Diese Info wurde gestern von Vodafone veröffentlicht. Schon wieder ist das Internet und die Telfonie des Netzbetreibers zusammengebrochen. Auch Kabel Deutschland, das zu Vodafone gehört, soll betroffen gewesen sein.
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