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Regelbrecher beim alternativen Wirtschaftsbuchpreis – Martin Gaedt gewinnt den #AWB16

Buch (Image by Shawn Reza [CC0 Lizenz] via Pexels)

Auf Facebook äußerte sich Anfang der Woche massive Kritik am diesjährigen Handelsblatt-Wirtschaftsbuchpreis, der traditionell zur Frankfurter Buchmesse stattfindet.

Hauptkritik von Nils Pfläging: „Der Buchpreis ist meiner bescheidenen Ansicht nach komplett falsch – nicht nur schlecht kuratiert. Beispiel Shiller/Akerlof – sollten die wirklich für den deutschen Wirtschaftsbuchpreis nominiert sein?“ Zumindest könnte man das differenzierter angehen und eine internationale Kategorie einführen. Die Liste glänzt neben wenigen Ausnahmen auch in diesem Jahr mit den üblichen Prominenten – Keese, Schäuble, Sinn, Wagenknecht und Co. Dabei gibt es nach Ansicht von Professor Lutz Becker extrem gute deutschsprachige Wirtschaftsbücher, die nie in einem Ranking erscheinen. Grund genug, spontan einen alternativen Wirtschaftsbuchpreis ins Leben zu rufen und die Nominierung kollaborativ im Netz vornehmen zu lassen.

ichsagmal.com explodierte

Herausgekommen ist eine bunte Mischung von Werken, die man auf dem ersten Blick gar nicht als ökonomische Abhandlung verortet. Etwa: Ulrike Guérot: „Warum Europa eine Republik werden muss – Eine politische Utopie“, Dietz-Verlag, 2016. Oder: Felix Stalder: „Kultur der Digitalität“, Suhrkamp Verlag, 2016. Sieben Bücher wurden nominiert.

Der Wettbewerb entfaltete bei seinem Kaltstart eine große Resonanz. Der ichsagmal.com-Blogbeitrag wurde 431 Mal auf Facebook geteilt, intensiv auf Twitter kommentiert und mit einigen Proklamationen begleitet.  8.345 Stimmen wurden abgegeben bei knapp 4.000 Seitenaufrufen am finalen Abstimmungstag. Mehrfach-Votings waren möglich, was von zwei Buchfan-Fraktionen weidlich genutzt wurde. Man kennt das ja von TV-Abstimmungen beim Eurovision Songcontest. Die Zahl der Einzelaufrufe zeigt aber, dass sich sehr viele Buchbegeisterte für ihre Favoriten ins Zeug legten.

Autor mit Netzwerkstärke

Sieger des ersten alternativen Wirtschaftsbuchpreises #awb16 ist Martin Gaedt mit seinem Opus „Rock your idea – Mit Ideen die Welt verändern“, erschienen im Murmann-Verlag. Das kristallisierte sich erst in den letzten vier Stunden des Votings heraus. Am Donnerstagabend sah Claus Dierksmeier mit seinem Buch „Qualitative Freiheit: Selbstbestimmung in weltbürgerlicher Verantwortung“ wie der sichere Sieger aus.

Das Netzwerk von Gaedt bewies wohl die größere Ausdauer oder hatte die schnelleren Finger. Gaedt setzte sich mit 58 Prozent durch. Dierksmeier verzeichnete 38 Prozent. Alle nominierten Autorinnen und Autoren vereint die Originalität ihrer Gedanken. So reibt sich Gaedt in seinem Buch an der Konformität des Wirtschaftslebens, wie der frühere Personalvorstand Thomas Sattelberger. Blind und unaufmerksam werde alles Unpassende bei der Rekrutierung aussortiert. Genau dieses Unpassende sei aber für Innovationen so wichtig.

Fluch der Gleichheit

„Mitarbeiter verstärken den Fluch der Gleichheit, wenn jeder liest, was alle lesen, und jeder sieht, was alle sehen. Dann fehlt Fremdes, Paradoxes und Unpassendes. Branchenvertreter gehen auf dieselben Fachmessen, lesen dieselben Magazine und werden von ihren Kollegen im Gleichen bestärkt, die dasselbe denken, machen, lesen und berichten“, schreibt Gaedt. Es dominieren in Organisationen dressierte Äffchen, Ja-Sager und Schmeichler, in der unangenehmen Form sogar Schleimer, die es jedem recht machen wollen.

Gaedt plädiert dagegen für die Suche nach Regelbrechern, um Routineunternehmen ins Wanken zu bringen, die in erster Linie die Erfolge der Vergangenheit verwalten. Professor Claus Dierksmeier zählt als zweitplatzierter Buchautor mit seinem Plädoyer für qualitative Freiheit eher zu den unangepassten Denkern. Er ist ein Regelbrecher der besonderen Art, denn er wagt das Unterfangen, den politischen Liberalismus neu zu definieren. Und das ist überfällig.

Ökonomistische Liberale im Niedergang

Man erkennt es am Niedergang der FDP, die in den vergangenen 20 Jahren eher einer ökonomistischen Variante des Freiheitsbegriffes gefolgt ist.

Gegen die Marktvergötzung quantitativer Liberaler ist als qualitatives Grundprinzip festzuhalten: Die Freiheit zur Selbstbestimmung soll durch Märkte realisiert, nicht unterminiert werden. Der Markt hat den Menschen und ihrer Freiheit zu dienen, nicht umgekehrt.

Liberale auf dem politischen Parkett sollten aufhören, von der Notwendigkeit einer marktkonformen Demokratie zu faseln, die sich in den einzelnen Unternehmen als Gehorsamskäfig abspielt. Wer ausschließlich in das Horn der ökonomischen Maximierung bläst, hintergeht die Freiheit zur bürgerlichen Selbstbestimmung und blendet das Machtgehabe von Konzernen und großen mittelständischen Unternehmen aus. Auch hier ist ein Regelbruch vonnöten. Qualitativer Liberalismus steht in Konfrontation mit oligarchischen und plutokratischen Strukturen, die sich unter dem Deckmantel wirtschaftlicher Freiheit ausbreiten und Bürgerrechte mit Füßen treten. Insgesamt ein erfreuliches Aufmerksamkeitsspektakel, das mit dem alternativen Wirtschaftsbuchpreis losgetreten wurde. Alle Nominierten sind Gewinner. 

Mit dem Sieger und dem Co-Sieger werde ich in den nächsten Wochen Autorengespräche via Hangout on Air führen und ausführlich auf die beiden Bücher eingehen. Das Notiz-Amt freut sich schon auf den #AWB17 – der wird dann früher gestartet und mit Talkformaten auf der Frankfurter Buchmesse begleitet.


Image „Buch“ by Shawn Reza (CC0 Public Domain)


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Soeben gelandet – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • FACEBOOK New York Times: Facebook Aims to Drive Down Tech Prices to Expand Its Reach: Wenn es nach Mark Zuckerberg geht, wird sich Facebook schon bald um ein Dreifaches vergrößert haben. Mit seinem Wunsch verfolgt er noch immer den Plan, das Internet in Zukunft weltweit für alle zugänglich zu machen. Gerade in ärmeren Ländern ist der Zugang zu Netzwerken längst nicht allen gewehrt, worin der Facebook-Gründer eine große Chance und potenzielle neue Nutzer sieht. Es ist nur ein Teil seiner Vision für die Zukunft. Aus dieser nicht mehr wegzudenken ist vor allem auch die Verbreitung von Virtual Reality. Details und die Hintergründe zu Zuckerbergs Plänen.
  • IOT Golem: Telekom will eigene intelligente Kleidung anbieten: Das Telekommunikationsunternehmen möchte zukünftig mit Kleidungsherstellern zusammenarbeiten, um im Geschäft der intelligenten Kleidung mitzumischen. Damit passt sich die Telekom dem Trend zum Internet der Dinge an, um sich so, laut Vorstand, zu einem „digitalen Lifestyle-Konzern“ entwickeln zu können. In intelligenter Kleidung sieht die Industrie großes Potential. Man schreibt den Wearables sogar eine höhere Bedeutung für die Zukunft zu als Smartphones.
  • SOLARENERGIE National Geographic: Solar Plane Lands in U.S. on Record Voyage: In Kalifornien ist am Sonntag ein solarbetriebenes Kleinflugzeug gelandet und hat damit in der Entwicklung von nachhaltigen Technologien einen neuen Meilenstein gelegt. Nachdem es am vergangenen Donnerstag auf Hawaii gestartet war, flog es über drei Tage eine Strecke von 4.000 Kilometern ab. Zusätzlich zum damit verbundenen wissenschaftlichen Fortschritt setzte der Flug am Earth Day vergangenen Freitag auch ein symbolisches Zeichen. Bevor solarbetriebene Flugzeuge in Zukunft wirklich zuverlässig eingesetzt werden können, muss jedoch noch einiges verbessert werden.
  • ROBOTIK Digital Trends: Buddhism is embracing technology with a cute little Buddha-bot: Unternehmer und Buddhist Xianfan hat einen Roboter entwickelt, der die traditionelle Religion mit modernster Technologie verbindet. Der Bot Xian‘er ist nicht sein erste Projekt. Er basiert auf einen Charakter aus einer von Xianfan entwickelten Cartoon-Serie. Der Entwickler sieht in seinen Erfindungen die Aufgabe, die Verbindung des Buddhismus mit der modernen und gegenwärtigen Kultur aufzuzeigen.
  • RANKING Horizont: Das sind die größten Digital-Dienstleister Deutschlands: Der Bundesverband Digitale Wirtschaft hat sein aktuelles Ranking der größten deutschen Internetagenturen veröffentlicht. Die Plan.net Gruppe und die UDG United Digital Group sind, wie schon im Vorjahr, auf den ersten beiden Plätzen. Dank eines Umsatzplus von 41 Prozent ist das Bremer Familienunternehmen Team Neusta vom vierten auf den dritten Platz hochgerutscht. Innerhalb der Top 30 ist eine allgemeine Steigerung der Umsätze zu erkennen. Ihr gemeinsamer Umsatz macht insgesamt 80 Prozent des Gesamtumsatzes der 60 Top-Agenturen aus.

Image chalabala / 123RF Lizenzfreie Bilder


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Das Coworking-Ranking von twago ist Unsinn. Grober Unsinn!

Coworking (Image by geralt [CC0 Public Domain], via Pixabay)

Welches ist das beste Coworking Space Deutschlands? Ein Ranking des Freelancer-Marktplatzes twago will darüber Auskunft geben, doch die Erhebung ist genauso nicht repräsentativ wie irreführend.

Ein vergleichendes Ranking von Coworking Spaces ist nicht per se falsch, denn das gesellschaftspolitische Gestaltungsprinzip der Gegenwart ist nun einmal der Wettbewerb; Coworking Spaces könnten aus solchen Vergleichen lernen. Das Ranking von twago ist aber keine verlässliche Entscheidungshilfe, denn wesentliche Faktoren, die die Qualität eines Coworking Spaces ausdrücken, wurden nicht abgefragt. Von erheblichen methodischen Schwäche zu reden, auch aufgrund der ungeklärten Selektivität der Befragten, wäre schon eine Übertreibung.


tl;dr: Das Coworking-Ranking von twago ist irreführender Unsinn. twago missbraucht den Begriff Coworking für billige PR, um seinen Freelancer-Report zu bewerben.


twago missbraucht den Begriff Coworking

Auf dem Online-Marktplatz twago können Freelancer ihre Dienste anbieten, der diese wiederum an Auftraggeber vermittelt. Nach eigenen Angaben haben Kunden von twago somit Zugriff auf fast 255.000 Experten aus über 190 Ländern, unter anderem Deutschland. Viele Freelancer arbeiten in Coworking Spaces, ist dieser sogenannte vierte Raum der Arbeit doch meistens die beste Verbindung der Vorteile des ersten Raums der Arbeit, dem Zuhause, mit denen des dritten Raums der Arbeit, dem Café (mit WLAN und Steckdose). Zur Vervollständigung sei gesagt, dass in diesem Bild von Arbeitsplätzen der Industriearbeitsplatz in einer Fabrik oder einem Büro den zweiten Raum der Arbeit darstellt.

Es ist anzunehmen, dass viele Freelancer, die ihre Dienste bei twago anbieten, auch in einem Coworking Space arbeiten, also eine Meinung zu diesem Raum der Arbeit haben. Sie nach den besten Coworking Spaces Deutschlands zu fragen, scheint naheliegend. Dass das Thema Coworking für twago relevant ist, arbeiten doch wahrscheinlich hier die meisten der Nutzer, ist auch nachvollziehbar. Thomas Jajeh, Gründer und Geschäftsführer von twago, lässt sich in der Pressemitteilung zum Start der Umfrage auch mit einer Aussage zitieren, die ein Verständnis für Coworking andeutet:

Coworking Spaces werden in Zukunft in unseren Großstädten noch wesentlich stärker zu Innovationskraft und Wirtschaftswachstum beitragen. Sie bieten kreativen Raum, Austausch, Zugang zu Netzwerken und eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Nicht umsonst suchen sowohl stark wachsende Startups als auch Großkonzerne die Nähe zu Coworking Spaces.

Trotzdem ist meiner Meinung nach alles an dieser Umfrage, dem Ranking und der Berichterstattung darüber Unsinn. Und das ist in einer entscheidenden Phase für der Coworking-Bewegung eher schädigend als nützlich. Schon jetzt wird der Begriff als Buzzword vom Marketing missbräuchlich genutzt. Nicht alles, was sich in Anzeigen oder an Klingelschildern Coworking nennt, ist auch wirklich Coworking. Oft handelt es sich nur um Arbeitsplätze vermietende Anbieter von Bürofläche. Mit Coworking, der Zusammenarbeit und Vernetzung innerhalb einer Community, hat das nichts zu tun.

Genauso wenig wie twagos Umfrage und Ranking, denn eigentlich geht es dem Unternehmen nur um die Erwähnung des eigenen Freelancer-Reports, der, vollkommen losgelöst vom Thema, ebenfalls in der Pressemitteilung erwähnt wurde, und der mit twagos eigentlichem Geschäftsmodell Outsourcing wesentlich mehr zu tun hat als Coworking:

twago veröffentlicht neben den besten Coworking Spaces Deutschlands quartalsweise den twago Freelancer-Report. Bei der Untersuchung werden regelmäßig die in den Ausschreibungen geforderten IT- und Web-Fähigkeiten analysiert, ebenso wie die mit bestimmten Content-Management- und Shop-Systemen verbundenen Programmier-Skills. Ein weiterer Fokus liegt auf der Untersuchung der deutschen und europäischen Städte, in denen Freelancer ansässig sind.

Erhebliche methodische Schwächen

Von einer Suche kann man auch nicht wirklich sprechen, denn die Umfrage ist methodisch unhaltbar. In den Artikeln von Jürgen Stüber auf Morgenpost.de oder Lea Weitekamp auf t3n.de liest man leider keine kritische Bewertung dazu. Weitekamp erwähnt die Art der Erhebung nur in einem Nebensatz, Stüber übernimmt die Formulierung beinahe unverändert aus der Pressemitteilung:

Die Abstimmung lief von Mitte November bis Mitte Dezember auf twago.de. Tausende Befragte gaben gültige Stimmen ab. Jeder Coworking Space konnte mit 0 bis 5 Punkten bewertet werden, wobei die Befragten alle Coworking Spaces bewerten konnten, die sie kennen.

Laut Angaben der twago betreuenden PR-Agentur bedeutet “tausende Befragte” ein mittlerer vierstelliger Bereich an gültigen Stimmen, aber genaue Angaben konnte man auf telefonische Nachfrage unserer Redaktion auch nicht machen. Von der Quantität der Stimmen scheint das in Ordnung zu sein, aber die Qualität der Aussagen ist an sich überhaupt nicht vorhanden. Wenn die Person, die sich diese Umfrage ausgedacht hat, oder die darüber schreibenden Journalisten auch nur mal einen Tag in einem Coworking Space verbracht hätten, wäre das allen klar gewesen. Es wurden einige Spaces angeschrieben, aber längst nicht alle, und twago verbreitete die Befragung auch nur über eigene Kanäle, die in der Quantität zumindest überschaubar sind.

Man kann ein Coworking Space nicht mit 0 bis 5 Punkten bewerten. Dass alle in der Pressemitteilung gelisteten Coworking Spaces zwischen 3,65 und 4,3 Punkten liegen, zeigt, wie schwer es ist, einen Unterschied mit dieser Art der Bewertung zu schaffen. Ich bin diesen Sommer mit meiner Freundin zwei Monate durch Coworking Spaces in ganz Europa gereist. In unseren Auswertungen fanden wir kein Coworking Space schlecht, auch wenn keines wie das andere war. Eine verlässliche Bewertung ist deshalb nicht möglich, besonders nicht zwischen 0 und 5 Punkten.

Man kann fragen, ob der Kaffee in einem Coworking Space gut oder sogar umsonst ist, wie die Lautstärke im Space ist, welche Tätigkeiten die anderen Coworker ausüben, ob es gemeinsame Abende gibt oder nach welchen Regeln die Community zusammengesetzt wird, vielleicht auch ob es Kindergärten, Supermärkte und Banken im Umfeld gibt. All das und noch mehr macht ein Coworking Space aus. Am Ende ist es eine persönliche Entscheidung, in welchem Space man sich wohl fühlt. Mit einer Zahl kann man diese komplexe Entscheidung nicht ausdrücken. Viele Coworking Spaces bieten deshalb Probetage an, damit man sich einen persönlichen Eindruck machen kann.

Irreführendes Ranking

Deshalb sagt das Ranking auch überhaupt nichts über die Qualität eines Coworking Space aus. Die meisten der aufgelisteten Coworking Spaces kenne ich persönlich und sie sind wirklich toll. Trotzdem wäre nicht jedes ein für mich geeigneter Arbeitsplatz. Das Ranking ist aufgrund unbekannter Rücklaufquoten, der nicht bekannten Fallzahlen und der fehlenden Repräsentativität eher Ausdruck unkontrollierter Willkürlichkeit zum Zwecke der PR, als eine verlässliche Entscheidungshilfe.

Wenn man wirklich Interesse an einem Coworking Space hat, sollte man sich auf die Suche machen und dabei Sorgfalt walten lassen. Für die meisten Menschen sollte der Weg zur Arbeit nicht länger als 20 Minuten sein. Das macht die Suche nach einem Coworking Space in Deutschland schon kompliziert, denn mit Ausnahme von Berlin ist die Dichte an Coworking Spaces noch nicht sehr hoch. Auch gibt es noch keine verlässliche Datenbank an Coworking Spaces. Die von twago aufgelisteten Coworking Spaces für meinen Wohnbezirk Friedrichshain kenne ich beispielsweise alle nicht. Dafür ist kein einziges Coworking Space aufgelistet, das ich kenne. Während man in München, Leipzig, Köln oder Hamburg noch einen Überblick über die Coworking-Szene haben kann, ist dies in Berlin nahezu unmöglich.

Winston Churchill wird fälschlicherweise die Aussage zugeschrieben, “Ich traue keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe.”, auch wenn dies aller Wahrscheinlichkeit nach eine Erfindung von Joseph Goebbels oder aus seinem Propagandaministerium war, um Churchill als Lügner hinzustellen. Trotzdem ist darin ein Funken Wahrheit enthalten, den man sich bei der Suche nach einem Coworking Space zu Herzen nehmen sollte. Trauen Sie keinen Rankings, Statistiken, Datenbanken etc., sondern machen Sie sich selber vor Ort einen Eindruck. Ein Coworking Space kann ein Arbeitsplatz sein, an dem man sich genauso wohlfühlt wie in seinem eigenen Zuhause oder einem schicken Café. Und da niemand von uns willkürlich Lokale oder seine Wohnung aussucht, bedarf es bei der Suche nach einem Coworking Space der gleichen Gründlichkeit.

Tobias Schwarz ist nicht nur Leiter von Netzpiloten.de, sondern arbeitet seit Jahren von verschiedenen Berliner Coworking Spaces aus. Er ist Mitgründer der German Coworking Federation, deren Gründungsvorstand er angehört, und besucht seit anderthalb Jahren Coworking Spaces in ganz Europa.


Image “Coworking” by geralt (CC0 Public Domain)


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Wo Berlin hinwill: Startup Hot Spot Tel Aviv

Berlin, Berlin (adapted) (Image by Matthias Ripp [CC BY 2.0] via Flickr)

Berlin gilt derzeit als eine der meist gehypten Startup Szenen weltweit. Dabei fehlt noch einiges, um die Spitzenposition überhaupt erst einmal im europäischen Vergleich einzunehmen. Vor allem der Zugang zu Kapital gestaltet sich immer wieder schwierig. Tel Aviv ist bereits da, wo Berlin noch hinwill. Das “Silicon Wadi” gilt nach dem amerikanischen Silicon Valley als gründungsfreudigstes Gebiet der Welt. Über die Merkmale der israelischen Gründerkultur haben wir uns mit der Handelsbeauftragten der israelischen Botschaft Hemdat Sagi unterhalten.

Fast schon symptomatisch aus deutscher Perspektive wollten wir erst mal wissen, welche politischen Schritte unternommen wurden, um die Entstehung solch eines florierenden Ökosystems anzuschieben. “Eco-system“ ist in der Startup Branche ein viel zitierter Begriff, der das funktionierende Zusammenspiel von Gründern und Investoren bei günstigen Rahmenbedingungen beschreibt. Das hat in Tel Aviv geklappt, doch in Berlin tun sich viele Beteiligte noch schwer mit dem Ausdruck. Das liegt unter anderem an fehlenden Investitionen. Die können und sollen zwar nicht nur vom Staat kommen, aber um Prozesse anzustoßen haben sie sich in Israel bewährt. Bereits 1993 setzte Israel das Programm “Yozma“ (“Initiative“) auf, um durch teilstaatliche Finanzierungen Venture Capital (VC) in den Hightech-Sektor zu locken. Das hat laut Sagi “die VC-Community in Israel auf ein neues Level gehoben und ein investitionsfreudiges Klima erschaffen“. Dafür waren übrigens gerade einmal 100 Millionen Dollar notwendig. Ein vergleichsweise kleiner Betrag angesichts der spürbaren Auswirkungen. Dazu lohnt sich ein Blick auf die Infobox.

“Risikobereitschaft ist Teil der israelischen Kultur“

Noch immer investiert der israelische Staat eine ganze Menge. Das eigens für Entwicklungsförderung geschaffene Office of the Chief Scientist verfügt über ein jährliches Budget von rund 350 Millionen Euro. Die Unterstützung kommt in erster Linie Unternehmen und Startups für die Produktentwicklung zugute. “Das ist meist mit hohen Risiken verbunden“, weiß auch Sagi. Doch das sei irgendwie auch Teil der israelischen Mentalität, die sie für die Entwicklungen für mindestens genauso wichtig hält wie irgendwelche staatlichen Eingriffe: “Hier herrscht einfach eine risikofreudige Kultur.“ Apropos Kultur: “Chuzpe“ dürfe keinesfalls vergessen werden, sucht man nach den Gründen für den israelischen Erfolg. Der aus dem Jiddischen stammende Ausdruck meint laut Wikipediaeine Mischung aus zielgerichteter, intelligenter Unverschämtheit, charmanter Penetranz und unwiderstehlicher Dreistigkeit.“ Die Entwicklung solch kultureller Eigenheiten führt Sagi auf die “offensichtlichen Herausforderungen“ zurück, denen die Israelis tagtäglich ausgesetzt sind, und spielt dabei auf die besondere Historie und die damit verbundene geographische Isolation Israels an.

Die Risikobereitschaft ist übrigens beidseitig. Scheitern Gründer mit ihrer ersten Idee, stehen sie nicht automatisch vor verschlossenen Türen: “Scheitern wird nicht per se als schlecht angesehen, oft sogar als positiv. Denn es sagt ja aus, dass man bereits Erfahrungen gesammelt hat“, macht Sagi den Unterschied im Investitionsklima zwischen Deutschland und Israel deutlich. Denn in Deutschland geht es den Investoren in erster Linie um die Risiken. David Zimmer, Geschäftsführer bei Inexio und von Ernst & Young zu Deutschlands Entrepreneur des Jahres 2012 gewählt, beklagte jüngst: “Wenn ich in Deutschland bei Geldgebern mein Geschäftsmodell vorstelle, rede ich 90 Prozent der Zeit über Risiken. Woanders ist das Thema in fünf Minuten abgehakt.

Deutsche Regelwut erschwert Investitionen

Deshalb wollten wir von Sagi auch Vorschläge hören, wie man mehr Risikokapital nach Berlin locken kann. Zuschüsse vom Staat für besonders riskante Unternehmungen könnten ein Mittel sein. Doch sei es wichtiger, “Regulierungen von staatlicher Seite zu reduzieren“, um den Investoren das Leben leichter zu machen. Ein in Deutschland mit Skepsis betrachteter Ansatz, verabschieden wir im Zweifelsfall doch lieber ein Gesetz zu viel als zu wenig. Wenn teilweise sogar ausgebildete Juristen den Überblick verlieren, sollte es nicht verwundern, wenn die Gesetzeslage Investoren auch abschrecken könnte.

Doch die Rahmenbedingungen in Berlin berechtigen den Hype. Das internationale Flair lockt viele junge Menschen nach Berlin und noch immer sind die Lebenskosten vergleichsweise gering. “Jetzt geht es darum, den Hype-Zustand zu überwinden und ein nachhaltiges Ökosystem zu etablieren“, resümiert Sagi, gibt sich aber recht zuversichtlich. Denn Berlin hat mit seiner Startup Unit im letztem Jahr eine zentrale Anlaufstelle für Gründer geschaffen, die auf einfachere Kapitalbeschaffung hoffen lässt. An Ideen mangelt es in Berlin offensichtlich nicht. Man sollte allerdings nicht vergessen, dass das Silicon Valley für seine Entwicklung auch mehr als 50 Jahre benötigte. Ganz so viel Zeit sollte sich Berlin nicht lassen. Tel Aviv zeigt, dass das möglich ist.


Zuerst erschienen auf politik-digital.de und steht unter CC BY-SA 3.0.


Image (adapted) „Berlin, Berlin“ by Matthias Ripp (CC BY 2.0)


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5 Lesetipps für den 12. Juni

In unseren Lesetipps geht es heute um Virtual Reality im Journalismus, das Filesharing-Urteil des BGH, Netzneutralität, ein Manager-Ranking und Twitter. Ergänzungen erwünscht.

  • VIRTUAL REALITY PBS: Is Virtual Reality the Future of Narrative Journalism?: Ganz so dunkel ist der Medienwandel dann doch nicht immer. Spannend ist es, wenn Leute im Journalismus mal über den Tellerrand schauen und nachdenken, wie denn andere Technologien vielleicht im eigenen Schaffen eingesetzt werden können. Virtuelle Realität ist einer der Trends der Zukunft, weshalb Meg Dalton der Frage nachgeht, ob den virtuellen Realitäten nicht eine mögliche Zukunft des Journalismus sind und was es braucht, um diese Dimension zu erobern.

  • FILESHARING Die Welt: Sieben Fragen und Antworten zum Filesharing-Urteil: Zur Freude der auf Abmahnungen statt Innovationen setzenden Musikindustrie, hat der Bundesgerichtshof in mehreren Filesharing-Fällen die Regeln zur Haftung von Mehrpersonenhaushalten bestätigt (Az.: I ZR 7,19,75/14). Kein gutes Signal für Anschlussinhaber, die entweder ihr WLAN solidarisch auch anderen zugänglich machen oder nicht wissen, wie man ein Netz sichert. Die dpa hat eine Übersicht der wichtigsten Fragen zu dem Urteil zusammengestellt, die Welt.de übernommen hat.

  • NETZNEUTRALITÄT Golem: „Das Internet gehört nicht uns“ stellt ein Netzbetreiber fest: Man kann Monopole nicht mit Monopolen bekämpfen. Eine wichtige Erkenntnis, die auf einer Diskussionsrunde des Verbands VATM auf der Branchenmesse Angacom in Köln entstand. Dienste wie Netflix oder YouTube, die die Infrastruktur der Netzbetreiber nutzen, seien „kein Problem, wenn der stark genug ausgebaut ist, spielt das keine so große Rolle„, erklärte Theo Weirich, Chef von Wilhelm.tel. Deshalb dürfe die Netzneutralität nicht zum Vorteil von großen Telekommunikationsunternehmen wie der Deutschen Telekom geopfert werden. Dies würde kleine Anbieter ausgrenzen und ein Monopol schaffen, unter denen am Ende auch die Kunden leiden werden, die keine Wahl mehr hätten, wenn sie Zugang zu bestimmten Diensten wollen.

  • RANKING Entrepreneur: The 10 Most Influential Leaders in Tech Right Now: Wer sind die einflussreichsten Leute in der Technologie-Branche? Juniper Research hat ein Ranking erstellt, dass auch die Visionen der Kandidaten berücksichtigt, inwiefern sie Innovationen fördern und wie groß ihr persönliches Kapital ist. Microsofts CEO Satya Nadella führt die Liste an, denn Windows Dienste plattformneutral zu gestalten, beeindruckte die das Ranking erstellende Firma. Ansonsten sind natürlich viele Bekannte auf der Liste, wie Uber-Gründer Travis Kalanick (Platz 4), Netflixs CEO Reed Hastings (Platz 5) oder Elon Musk (Platz 9).

  • TWITTER CNET: Snoop Dogg wants to be Twitter’s new CEO: Man könnte fast meinen, Nick Bilton hat seine ganz unterhaltsame Twitter-Biographie zwei Jahre zu früh geschrieben. Stand damals war Jack Dorsey der Unfähige bei dem Microblogging-Dienst und Dick Costolo die wichtige Führungsposition. Jetzt musste Costolo gehen und Dorsey kann sich Hoffnungen machen, wieder zurück in einer mit Macht gesegnete Position zu rücken. Wenn da nicht der Rapper Snoop Dogg wäre, der unter dem Hashtag #SnoopForCEO seine Kandidatur auf Twitter bewirbt. Wem das nicht Meldung genug ist, dem empfehle ich die Analyse von Kevin Kelleher auf PandoDialy und die Zusammenfassung weiterer Änderungen bei Twitter von Molly McHugh auf Wired.com, ansonsten bleibt eigentlich nur abzuwarten, wann Snoop Dog die Geschäfte übernimmt.

CHIEF-EDITOR’S NOTE: Wenn Ihnen unsere Arbeit etwas wert ist, zeigen Sie es uns bitte auf Flattr oder indem Sie unsere Reichweite auf Twitter, Facebook, Google+, Soundcloud, Slideshare, YouTube und/oder Instagram erhöhen. Vielen Dank. – Tobias Schwarz

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Google-Ranking: Herabstufung ist „Zensur light“

Google stuft seit kurzem Webangebote in den Suchergebnissen herunter, die wegen Urheberrechtsverletzungen auffallen. „Google verändert damit seinen Charakter“, beobachtet der Internettheoretiker Felix Stalder. Der Konzern stecke in einem Zwiespalt. // von Alexander Wragge

Der Internettheoretiker Felix Stalder von der Zürcher Hochschule der Künste hat Googles neue Praxis kritisiert, wegen Urheberrechtsverletzungen auffällig gewordene Internetangebote in den Suchergebnissen herunterzustufen (Downranking). „Da die meisten Nutzer nur die vorderen Suchergebnisse berücksichtigen, ist das nichts anderes als Zensur light“, sagte Stalder am Donnerstag iRights.info. „Entweder ein Angebot ist legal, und dann soll es wie jedes andere behandelt werden, oder es ist von einem Gericht als illegal befunden worden, dann muss man darüber sprechen, ob es ganz aus dem Index verschwinden soll.“

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Ranking: Viral-Videos im Mai 2011

Viral-Parade im Mai: Fliegender Justin Bieber, die verflixten sieben Phasen einer Beziehung und warum man sich im Helikopter besser anschnallt

Was waren die Videos mit den meisten Shares im Mai? Welche Virals habt ihr selbst gepostet, welche kennt ihr noch nicht? Wir stellen euch jeden Monat die Clips vor, die weltweit am meisten in Sozialen Netzwerken und Blogs gepostet wurden. Ist euer Liebling nicht dabei, dann hinterlasst uns einen Kommentar mit euren Favoriten des Monats. Hier die Top-10 im Mai:

1. Dear 16-year-old Me
Diesen Monat geht es auf Platz Eins unserer Viral-Parade ernst und nachdenklich zu: Krebspatienten warnen in einem ergreifenden Spot ihr jüngeres Ich vor den Konsequenzen, die der nachlässige Umgang mit Sonnenschutz später für sie haben wird. Ohne erhobenen Zeigefinger aber trotzdem aufrüttelnd. 267,005 Shares für den Clip des David Cornfield Melanoma Fund Kanada.

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Viral-Video Charts im April

Viral-Parade im April: Beckham kickt besser mit Pepsi, Einhörner verlieben sich schneller mit Juicy Fruit und Telekom lässt die Royals tanzen
Was waren die Videos mit den meisten Shares im April? Welche Virals habt ihr selbst gepostet, welche kennt ihr noch nicht? Wir stellen euch ab sofort jeden Monat die Clips vor, die weltweit am meisten in Sozialen Netzwerken und Blogs gepostet wurden. Ist euer Liebling nicht dabei, dann hinterlasst uns einen Kommentar mit euren Favoriten des Monats. Hier die Top Ten im April: Weiterlesen »

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Tweetranking

picture-5Soeben bin ich auf Tweetranking aufmerksam geworden. Ein Dienst von Holger Schimdt, bei dem es um folgendes geht:

„Auf Tweetranking können Twitterer andere Twitterer empfehlen und ihnen dabei Kategorien zuordnen, also eines oder mehrere Themen nennen, zu denen der Twitterer Interessantes schreibt. Auf diese Weise entstehen nach Kategorien aufgeteilte Ranglisten empfohlener Twitterer, sortiert nach der Zahl der Empfehlungen.“

Einfach mit dem eigenen Twitter-Login anmelden und gute Twitterer empfehlen. Wer die Blogpiloten mag, empfiehlt am besten @blogpiloten :-)

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Spickmich-Macher starten Schulradar.de

Und weiter im aktuellen Specialthema „Zukunft des Lernens“:

„Finden Sie die beste Schule für Ihr Kind!“

So lautet der Slogan des neuen Dienstes Schulradar von den Machern des umstrittenen spickmich.de-Portals, auf dem Schüler Lehrer bewerten können.

 

Schulradar bietet Eltern, Schülern, Bildungsverantwortlichen und hoffentlich auch den Schulverantwortlichen vor Ort eine Möglichkeit, nach Schulen zu suchen, die von den Nutzern des Schulradars besonders gut oder eben besonders schlecht bewertet wurden. Ein Button-Up Ranking also das einen ähnlichen Ansatz fährt, wie man es bereits von spickmich oder meinprof kennt.

Ärger dürfte auch hier programmiert sein, da sich garantiert schnell Bedenkenträger melden werden. Mag sein, dass diese Art von Onlinebewertungen einerseits die Realität verzerrt, andererseits hilft sie, eine öffentliche Debatte über Qualität im Bildungssektor in Gang zu setzen. Eine Debatte, die nicht von Bildungspolitikern, ewiggestrigen Schuldienstschiebern oder vermeintlichen Experten dominiert wird, sondern die die Kunden sowie die Erziehungsberechtigten dieser Kunden geführt wird.

Im Endeffekt könnte es doch darum gehen, mal den erhobenen Mittel-Zeigefinger in Richtung Bildungspolitik zu strecken. Arbeitslose Lehrer einerseits, jenseits des Burnouts agierende Lehrer im Schuldienst andererseits. Unterricht fällt wegen Lehrermangel aus – das passt nicht zusammen. Dass via kontroverser Onlineportale wie Schulradar und Co. Stimmungen und Meinungen publik gemacht werden, hilft hoffentlich, frischen Wind in die teils angestaubten Köpfe der Entscheider zu bringen. Die Debatte tut der deutschen Bildungslandschaft gut…

Insofern: Viel Erfolg Schulradar! Auf hoffentlich kontroverse Diskussionen, die uns voran bringen…

[via Deutsche Startups]

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Braucht die Blogosphäre ein Ranking?

Nach dem Aus für Dirk Olbertz Blogscout verfügt die deutsche Blogwelt über keinen Counter mehr, der den täglichen Vergleich von Reichweiten und Nutzerzahlen zulässt.
Ein Umstand, den Nerdcore gern schnell geändert hätte, über den Don Alphonso allerdings nicht böse ist.
Zwei Standpunkte zur Frage: Braucht die deutsche Blogosphäre einen internen Vergleich?

Ein Ranking auf Basis der Verlinkungen bieten die Deutschen Blogcharts, Reichweite lässt sich aus diesen Zahlen allerdings nicht ablesen. Hierfür wäre Blogcounter geeignet, der bei den meisten Bloggern jedoch in Ungnade gefallen ist.
[tags]counter,ranking[/tags]

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Erfolg im Web 2.0 mal 50

Markus Spath hat auf Blognation die 50 populärsten Seiten aus Deutschland aufgelistet.

Das Ranking selbst basiert auf rund 400 Links zu deutschen Web 2.0-Seiten, die beim bekannten Bookmarking-Service del.icio.us hinterlegt wurden. Dadurch ergibt sich ein Ranking in Bezug auf die Popularität, was allerdings keine Rückschlüsse auf tatsächliche Nutzung oder Traffic-Zahlen zulässt.
[tags]ranking,startup[/tags]

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Was wollen Blogger?

Blogger wollen nur eines: Awareness. Aufmerksamkeit.
Aber ist das wirklich, was Blogger wollen?
Und: Kann man Aufmerksamkeit oder Einflussreichtum wirklich nur in Links messen, wie es Technorati mit seinen Statistiken tut? Die Crew von MediaProjekt hat sich die Top-Listen deutscher Weblogs einfach einmal aus unterschiedlichen Quellen geholt und sie als live-Vergleich online gestellt. Und schon hier lässt sich erkennen: Eine Statistik muss nicht sein wie die andere.
Insgesamt ist das Statistik-Gerede der letzten Wochen wahrscheinlich aber doch nur für Typus 3 der 13 von 3-Bein-Blogger Peter Wilhelm zusammengestellten Blogger-Typen interessant. Womit Herr Wilhelm in den letzten Stunden wiederrum eines in der Blogwelt hatte: Awareness.

[tags]ranking,statistik,awareness[/tags]

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Blogger sind wie Wein

… je älter, desto besser?
Zumindest bei den diversen Ranglisten könnte man dies annehmen. Stefan Evertz hat sich die Top 30 der deutschen Weblogs vorgenommen und einmal deren Alter untersucht:
Demnach liegt das Durchschnittsalter der Top-Blogs bei 34,2 Monaten. Muss ein Blog also alt sein, um in den Rankings gut dazustehen? Nicht unbedingt. Vor allem muss es gut sein. Wie einige doch recht junge Blogs in der Liste beweisen.
Also: Nicht abschrecken lassen. Und so wichtig wie die Rankings immer tun, sind sie nun auch nicht

[tags]ranking,weblogs,inhalte[/tags]

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