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Battlefield V Firestorm – Gameplay-Trailer zu Battle Royale Modus veröffentlicht

Am 21. März veröffentlichte Battlefied auf seinem YouTube Kanal einen Gameplay-Trailer zu Battlefield V Firestorm. Dieser zeigt diverse Einblicke in den geplanten Battle Royale Modus.

Der große Hype – Battle Royale

Battle Royale hat in den letzten Jahren für ordentlich Furore gesorgt. Spiele wie Player Unknown‘s Battleground, Fortnite und Apex Legends folgen dabei im Wesentlichen demselben Prinzip. Spieler springen aus einem fliegenden Vehikel, sammeln Waffen und Ausrüstung und bekämpfen sich so lange, bis nur noch ein Team übrig ist. Das wird auch das grundlegende Prinzip in Battlefield V Firestorm sein.

Was ist in dem Trailer zu sehen?

Der Trailer zeigt, was die Spieler in Battlefield V Firestorm erwarten können und beleuchtet die verschiedenen Facetten des Battle Royale Modus. So dürfte es viele Fans des Hauptspiels freuen, dass in Firestorm viele Battlefield-typische Elemente enthalten sind. Zum Beispiel ist dem Trailer zufolge das Gunplay aus dem Hauptspiel auch im Battle Royale Modus vorhanden. Gerade für die Handhabung der Waffen ist der Multiplayer-Ego-Shooter bei Fans beliebt. Auch die für Battlefield so typischen Fahrzeuge sind in Firestorm enthalten. Spieler dürfen sich demnach auf 17 verschiedene Fahrzeuge freuen – darunter ein Panzer, ein Helikopter und ein kleiner roter Traktor.

Loot, Loot und noch mehr Loot

Wie auch in anderen Vertretern des Battle Royale Genres, spielen die gefundenen Waffen und Ausrüstungsgegenstände in Firestorm eine große Rolle. Schließlich braucht es eine vernünftige Ausrüstung, um gegen andere Spieler zu bestehen. In Battlefield V können Spieler dafür überall auf der Karte verschiedene Waffen in Tresoren, Kisten oder auf dem Boden finden. Aus dem Trailer geht hervor, dass diese in die drei Seltenheitsstufen „common“, „rare“ und „epic“ eingeteilt sind.

Keine Lust mehr zu laufen?

Fahrzeuge zu benutzen, ist nichts Seltenes in Battle Royale-Spielen. Auch in Player Unknown‘s Battleground und Fortnite erkunden Spieler die Karte mithilfe diverser Fahrzeuge. Diese stehen in Battlefields Genrevertreter aber nicht alle einfach auf der Karte herum. Zumindest im Trailer scheint es, als könnte man besondere Fahrzeuge, wie zum Beispiel einen Panzer, nur aus einer Art Garage ergattern. Dabei lenkt das Team, das die Garage öffnet, eine Menge Aufmerksamkeit auf sich und sollte sich beeilen. Das Öffnen der Garage löst nämlich ein Sirenen-Geräusch aus, das Spieler in der Nähe anlockt. Auch verspricht der Trailer eine Reihe an Waffen, mit denen die Bedrohung durch Fahrzeuge gemindert werden kann. So wird verhindert, dass diese zu mächtig werden.

Eine wirklich (!) große Karte

Was die Größe der Karte angeht, auf der gespielt wird, ist der Trailer nicht unbedingt bescheiden. So soll die Map Halvøy die größte Spielwelt sein, die es jemals in einem Battlefield gegeben hat! Wobei Battlefield schon immer für seine großen Karten bekannt war. Zum Vergleich wird die Karte Hamada aus dem Hauptspiel Battlefield V angegeben. Halvøy sei noch zehnmal größer als Hamada. Während einer Spielrunde wütet außerdem ein großer Feuerring auf der Karte und wird im Laufe der Zeit ganz genretypisch immer kleiner. So werden die 64 Spieler weiter zusammen gedrängt.

Auch die aus Battlefield bekannte Zerstörbarkeit der Umgebung hat es in den Battle Royale Modus geschafft. So sind laut der Entwickler die Gebäude auf der Karte zerstörbar, was die Kämpfe durchaus dynamischer machen könnte, als man es aus anderen Battle Royale Titeln gewohnt ist. In denen ist es nämlich eine beliebte Taktik sich in Häusern zu verschanzen und bloß die Eingänge im Auge zu behalten. In Firestorm kann es gut passieren, dass einem dabei die ganze Deckung um die Ohren fliegt.

Der Battle Royale Modus erscheint am 25. März und ist nur als Teil des Hauptspiels Battlefield V für PS4, Xbox ONE und PC verfügbar.


Image Battlefield V by EA

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Diablo Immortal: Eine Fankultur in Gefahr

Starcraft, Warcraft, Overwatch und Diablo sind Marken, bei denen viele Gamer auch heute noch leuchtende Augen bekommen. Während andere Hersteller im jährlichen Rhythmus einen neuen Teil ihrer Cashcows veröffentlichen, sind Blizzard-Spiele langfristiger ausgelegt und Nachfolger etwas Besonderes.

Blizzard Entertainment ist fast schon eine Art Apple der Computerspiele. Die BlizzCon, eine Blizzard-eigene Spielemesse, ist jedes Jahr mit 26.000 Besuchern ausverkauft. Heiß erwartet sind vor allem Ankündigungen zu Updates oder neuen Spielen des kalifornischen Spieleentwicklers.

Diablo Immortal erntet Shitstorm

Dieses Jahr geriet die größte Ankündigung der Messe allerdings zum größten Debakel der BlizzCon-Geschichte. Vor einem Publikum aus eingefleischten PC-Spielern, verkündete einen Mobile-Ableger der Traditionsserie Diablo. Die sonst übliche Begeisterung blieb bei Diablo Immortal aus und beim anschließenden Diablo-Panel entlud sich die Enttäuschung auch in Buhrufen. Es kam sogar die Frage auf, ob die Ankündigung ein verspäteter Aprilscherz sei. Die Anspielstationen für das neue Spiel blieben ebenso ungewohnt leer.

Auch der Trailer ist zum Ausdruck des Entsetzens über Blizzards vermeintliche Neuorientierung geworden. Am 8. November standen auf YouTube 20.000 Likes ganzen 531.000 Dislikes gegenüber. Die Bewertung ist nicht der Maßstab für das Gezeigte – der Trailer wirkt für ein Mobile-Game tatsächlich sehr ansprechend – sondern ist vor allem ein Ausdruck der Fans über ein Studio, dass seine treusten Anhänger im Regen stehen lässt.

Blizzard hätte es wissen müssen

Eigentlich hat Blizzard ein dankbares Publikum für Ankündigungen. Die Fans zahlen viel Geld, um jedes Jahr ihre Lieblingsspiele zu feiern und freuen sich über neue Inhalte und Spiele. Entsprechend war Blizzard völlig überrumpelt von der Reaktion und selbst auf der Bühne war man teilweise völlig aus dem Konzept.

Dabei hätte so ziemlich jeder Fan oder Gamingexperte genau diese Reaktion vorhersagen können. Außerdem ließ Blizzard schon im August verlauten, an mehreren Diablo-Projekten zu arbeiten. Fans erhofften sich daher schon ein Diablo 4 oder zumindest neue Inhalte für Diablo 3. Hätte man den Diablo Immortal-Trailer als Ergänzung zu einem neuen PC-Diablo gebracht, wäre der Aufschrei nicht so groß gewesen. Nun haben viele Fans das Gefühl übergangen worden zu sein.

Mobilmarkt ist riesig

Aus Geschäftssicht kann man Blizzard die Expansion auf den Mobilmarkt nicht einmal übel nehmen. Vor allem in China ist Mobile Gaming beliebt. Daher arbeitet Blizzard für Diablo Immortal auch mit dem chinesischen Spieleentwickler NetEase Games zusammen – die übrigens auch mit CCP an einem mobilen Ableger von EVE Online arbeiten.

Diablo Immortal wird übrigens nur der Anfang einer größeren Kampagne sein. Gegenüber dem Magazin Digitial Trends verriet Allen Adham, Mitbegründer von Blizzard Entertainment:

„Ohne zu sehr ins Detail zu gehen, kann ich sagen, dass wir große Pläne für den Mobilbereich haben. Es ist eine große Initiative für Blizzard und ihr könnt zu einem bestimmten Zeitpunkt erwarten, weitere Mobile-Spiele von uns zu sehen, die alle unsere Marken umfassen.“

Gelebte Fankultur. Fans erscheinen in teils spektakulären Kostümen | Image by Blizzard Entertainment

Auf die alten Fans nicht angewiesen

Da der Mobilmarkt ein riesiges Potential bietet und in den nächsten Jahren noch weiter wachsen wird, könnten die Mobilspiele trotz des Shitstorms ein kommerzieller Erfolg für Blizzard werden. Eine Kursänderung bedeutet aber auch eine Veränderung der Fankultur.

Blizzard Entertainment gilt als eines der wenigen Studios, die vor allem PC-Spiele entwickeln. Auch genoss das Studio bislang großes Vertrauen in die Qualität, dass die Kaufentscheidung für Fans selten von irgendwelchen Tests abhing. Blizzard ist eine Art Güte-Etikett und die Spiele verkaufen sich allein schon wegen des Entwicklers. Spieler von World of Warcraft und Konsorten lieben ihre Marken mit einer Fankultur, die wirklich beispiellos ist. Die BlizzCon selbst, stets ausverkauft und mit vielen verkleideten Fans, ist das beste Beispiel.

Mit einer Neuausrichtung Blizzards steht diese Fankultur auf dünnem Eis. PC-Spieler sehen selbst Spielekonsolen oft kritisch und haben zu Mobilspielen noch mehr Distanz. Blizzard muss es schaffen, auch die alteingesessenen Spieler wieder zu erreichen, damit diese Spieler sich nicht gänzlich abwenden.

Warcraft 3: Reforged gab immerhin für Warcraft-Fans einen Grund zur Freude. Allerdings ist es auch „nur“ ein Remake des letzten Teils – für das übrigens auch alte Karten und Mods größtenteils funktionieren sollen. Da Warcraft 3 mittlerweile mehr als 15 Jahre auf dem Buckel hat, ist das Remake zumindest ein willkommenes Lebenszeichen für Strategie-Fans.

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Imagy by Blizzard Entertainment

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Ran an die Konsole – Gründe, die fürs Gaming sprechen

Gaming

Bist du ein Gaming-Fan und zockst gerne? Manchmal stundenlang am Stück oder auch nur gelegentlich? Ganz egal, was du bist – Vorurteile gegen Zocker gibt es viele. Aber neben den vielen Gründen, die gegen das Gedaddel an der Konsole, dem PC oder sogar dem Smartphone sprechen, sollte man diese schöne Nebensache aus einer anderen Perspektive betrachten und sich die Gründe anschauen, die für das Zocken sprechen.

Only4gamers.de hat dies gemacht und sich mit den Punkten auseinandergesetzt, die dafür sprechen, einfach mal ein paar Stunden vor der Konsole zu sitzen. In einer ansprechenden Infografik gibt es viele interessante Aspekte. Wir stellen dir einmal die wichtigsten vor.

Interessante Argumente für stundenlanges Zocken

Du bist entscheidungsfreudiger! Wenn du gerne Action-Games daddelst, dann entscheidest du dich um bis zu 25 Prozent schneller, als diejenigen, die einen großen Bogen um die Flimmerkiste machen. Zudem bist du auch noch schneller im Denken und bekommst eine schnellere Situationsanalyse zustande.

Du bist kreativer! Wenn es darum geht seine Kreativität in Tests unter Beweis zu stellen, dann sind Zocker um bis zu 23 Prozent besser darin. Zu diesen Tests zählen beispielsweise gemalte Bilder oder geschriebene Geschichten.

Du hast eine bessere Aufmerksamkeitsspanne! Durch das Zocken fällt es dir leichter, länger aufmerksam zu sein. Zudem fällt es dir weniger schwer, deine Aufmerksamkeit selektiv zu steuern. Das bedeutet, dass du gut darin bist Wichtiges von unwichtigem zu trennen.

Du hast eine bessere Sehkraft! Dass Zocken schlecht für die Augen ist, muss nicht unbedingt stimmen. Im Gegenteil: Durch Action-Games kannst du deine Sehkraft schärfen und somit bestimmten Augenkrankheiten aus dem Weg gehen.

Du bist glücklich! Laut der Infografik haben Games eine ganz besondere Stärke: Sie können Depressionen beseitigen und zudem dein allgemeines Wohlbefinden verbessern. Also ran an die Konsole und lächle!

In Probleme lösen bist du ziemlich gut! Es gibt ein Problem – du löst es. Durch Rollenspiele, Strategie- oder Rätselspiele wird deine Fähigkeit zur Problemlösung verbessert.

Gaming tut also dem Körper und der Seele gut

Es ist erstaunlich, was für einen guten Einfluss Gaming eigentlich auf den Menschen haben kann. Wer sich einmal die ganzen 19 Argumente fürs Gaming anschauen möchte, der sollte sich unbedingt die komplette Infografik von only4gamers anschauen! Hier findet ihr auch eine Übersicht über die Studien zum Thema und den Quellen. Frohes Zocken!

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Image Sabri Tuzcu / Unsplash.com

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Trick or Cheat: 5 Horror-Games zu Halloween 2017

oxenfree_screen_6 (adapted) (Image by Night School Studio)

Zugegebenermaßen bin ich ein richtiger Angsthase, was Horror-Games angeht. Anders als bei Horrorfilmen nimmt man in Horror-Games meist die Rolle einer Hauptfigur ein und erlebt die Geschehnisse durch die Augen dieser Figur. Das Hineinfühlen in den Raum einer virtuellen Welt wird dadurch viel immersiver, wie Medientheoretiker sagen würden. Gerade dieses Phänomen verstärkt ja den wohligen Schauer und macht Horror-Games erst interessant. Falls ihr noch nach ein wenig nervenaufreibender Unterhaltung während der schaurigsten Zeit des Jahres sucht, ist hier vielleicht der ein oder andere Mac- und iPhone-taugliche Spieletipp für euch dabei. Hier stelle ich euch fünf schaurige-schöne, atmosphärische – nicht immer, aber meistens – Horror-Games für die Hosentasche und Zuhause vor! Natürlich könnt ihr sie nicht nur an Halloween 2017, sondern auch an jedem anderen Tag spielen.

Oxenfree – das Stranger Things der Horror-Games

Mit Oxenfree geht es erstmal sachte los, denn das Game ist eigentlich mehr Mystery als Horror. Die schräge Stimmung und die unerklärlichen Ereignisse im Spiel haben mir beim Zocken im Dunkeln dann aber schon das ein oder andere Mal einen kalten Schauer über den Rücken gejagt. Das Spiel beginnt mit einer Gruppe Teenager, die sich mit einer Fähre zum Feiern auf eine kleine Insel begibt. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Alex, die stets bemüht ist zwischen den Freunden zu schlichten, denn schon zu Beginn gibt es Spannungen. Teenie-Zoff allein ist schon der Stoff, aus dem Albträume gemacht sind. Als es aber auf der Insel nach und nach zu mysteriösen Zwischenfällen kommt, läuft alles aus dem Ruder. Schon nach kurzer Zeit ist nichts und niemand mehr so wie es scheint und man sieht sich mit verschiedenen Zeitlinien, Dimensionen und Versionen seiner Freunde und seiner selbst konfrontiert. Es braucht nicht immer Splatter oder Jumpscares, um den Spielern das Blut in den Adern gefrieren zu lassen. Oxenfree schafft es auf seine Weise eine einzigartige Stimmung aufzubauen – sei es subtiler Psychohorror, wie ein alternatives Spiegelbild von Alex oder der großartig schaurige Synthesizer-Soundtrack!

Der Indie-Titel stammt vom US-Entwickler Night School Studio und wurde 2016 zunächst für PC und aktuelle Konsolen und im Laufe des Jahres 2017 auch für iOS und Android veröffentlicht. Das Grafik-Adventure war 2016 für die LA Times das Stranger Things der Videospielwelt und so fühlt es sich auch an.

Limbo – alles will dich töten!

Limbo ist ähnlich wie Oxenfree ein Sidescroller. Es wurde vom dänischen Indie-Entwickler Playdead entwickelt und 2010 von Microsoft herausgegeben. Bei dem 2D-Sidescroller spielt man einen namenlosen Jungen, der sich auf der Suche nach seiner Schwester durch einen angsteinflößenden Wald begeben muss. Begegnungen mit Menschen und Tieren hat man nur vereinzelt, eines haben sie aber alle gemeinsam – alle wollen dich töten! Wegen seines hohen Schwierigkeitsgrades ist das Spiel regelrecht zum Haare raufen. Man kann gar nicht aufzählen, auf wie viele Weisen man an ein und derselben Stelle im Spiel sterben kann. Der schwarz-weiß Look und die schiere Tristesse schaffen es aber, eine unverwechselbare Atmosphäre herzustellen. Da kann man gerne darüber hinwegsehen, dass man diverse Male in Folge an derselben Stelle gestorben ist.

Limbo (Image by Playdead)
Image by Playdead.

Limbo ist für iOS, Android, PC und aktuelle gängige Konsolen erschienen erschienen.

Gone Home und das Spiel mit der Erwartung

Gone Home ist ein Walking Simulator aus dem Jahr 2013. Entwickelt wurde das Game von The Fullbright Company, allen voran vom leitenden Entwickler Steve Gaynor. Ich wiederhole mich, aber mit der Atmosphäre steht und fällt ein Game dieser Genrezugehörigkeit. Gone Home spielt mit der Erwartung des Spielers. Und zwar mit den Tropes vorhergegangener Spiele aus dem Genre der Horror-Games und den möglichen Jumpscares, die man auf Schritt und Tritt erwartet. Aber zunächst mal zur Synopsis. In Gone Home schlüpft man in die Rolle – und Ego-Perspektive – von Kaitlin Greenbriar, die am 7. Juni 1995 nach einem Auslandsjahr zurück nach Hause kehrt. Soweit so gut, aber dann geht es direkt mit den ersten Horror/Mystery-Klischees weiter. Es herrscht ein verheerendes Unwetter, Kaitlin findet ihr Zuhause komplett verlassen vor und stößt dabei nur auf eine Reihe verwirrender Briefe ihrer Schwester. Im richtigen Kontext kann selbst das eigene Zuhause zu einem angsteinflößenden Ort werden.

Gone Home (Image by The Fullbright Company)
Image by The Fullbright Company.

Gone Home ist erhältlich für Microsoft Windows, macOS, Linux, Xbox One und PlayStation 4.

Five Night’s at Freddy’s – sie wollen doch nur spielen…

Five Night’s at Freddy’s muss man eigentlich kaum mehr erwähnen. Das Game, das 2014 erschienen ist, wurde im Alleingang von Scott Cawthon entwickelt und mauserte sich binnen kürzester Zeit zum Kult-Titel. Ein Let’s Player nach dem anderen versuchte sich an dem Horror-Titel und verhalf dem Spiel zu außergewöhnlicher Bekanntheit. Schauplatz des Horror-Games ist eine Pizzeria, in der ihr als Hauptcharakter einen neuen Job als Nachtwächter beginnt. Erstmal ein leichter Job, schließlich müsst ihr einfach nur die animatronischen Figuren bewachen – oder etwa nicht? Diese verselbstständigen sich nachts nämlich und ab da beginnt für euch ein Kampf um Elektrizität und vor allem euer Leben!

Five Night’s at Freddy’s ist erhältlich für Microsoft Windows, Android, iOS und Windows Phone.

SOMA – auf dem Meeresgrund hört dich niemand schreien

SOMA entführt seine Spieler ähnlich wie die Bioshock-Reihe tief unter die Meeresoberfläche. Das Survival-Horror-Game ist 2015 erschienen und von Frictional Games entwickelt worden. Wer also die Atmosphäre der Unterwasserstadt Rapture in Bioshock 1 und 2 mochte, wird auch in SOMAs verlassener Forschungsstation auf seine Kosten kommen. Dabei schlüpft man in die Rolle des Simon Jarrett, eines Kanadiers, der nach einem Autounfall unter gesundheitlichen Problemen leidet. Deswegen entscheidet er sich experimentellen neurologischen Untersuchungen zu unterziehen. Wie es nicht anders kommen kann, geht das Experiment schief und Simon erwacht im Jahr 2103 auf dem Meeresgrund. Wie es dazu gekommen ist, wieso er – scheinbar – alleine ist und was es mit der dystopisch-schaurigen Forschungsstation auf sich hat, heißt es herauszufinden. SOMA könnt ihr auf der PlayStation 4, Microsoft Windows, macOS und Linux spielen.

Ihr interessiert euch eher für starke Geschichten, bei denen ihr viel beeinflussen könnt? Dann probiert doch mal unsere Tipps aus dem Interactive-Fiction-Genre!

Dieser Artikel erschien zuerst auf Applepiloten.de.


Images by Night School Studio, Playdead & The Fullbright Company


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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • WINDOWS heise: Microsoft will mit Windows 10 S die Schulen zurückgewinnen: Mit der neuen Programmvariante Windows S will Microsoft wieder Marktführer im Segment Schulcomputer werden. Ein besonderes Highlight ist hierbei die Software „Setup my School PCs“: Der Administrator kann damit die Konfiguration des PCs vornehmen und die Einstellungen hinterher auf einem USB-Stick speichern. Dieser wird anschließend in den nächsten einzurichtenden PC gesteckt und binnen 30 Sekunden wird die gespeicherte Konfiguration auf das Gerät geladen. Danach kann das Verfahren schon mit dem nächsten Computer wiederholt werden. Auf diese Art und Weise können an nur einem Tag Hunderte Schulcomputer eingerichtet werden.

  • WERBUNG t3n: Nicht nur online: Google und Facebook kontrollieren 20 Prozent des Werbemarktes: Die Technik-Unternehmen Google und Facebook hatten 2016 knapp 20 Prozent des Werbemarktes inne. Das geht aus dem „Top 30 Global Media Owners Report“ des Analyseunternehmens Zenith hervor. Google bzw. Alphabet steht mit Einnahmen in Höhe von 79,4 Milliarden US-Dollar an der Spitze. Das ist fast dreimal so viel wie der Verdienst des Zweitplatzierten Facebook; das Unternehmen hinter dem sozialen Netzwerk konnte im vergangenen Jahr 26,9 Milliarden US-Dollar durch Werbung einnehmen. Erst an dritter Stelle des Rankings steht ein klassisches Medienunternehmen, der US-Konzern Comcast lukrierte 2016 rund 12,9 Milliarden US-Dollar.

  • APPLE golem: iPhone-Absatz fällt, die Gewinne steigen: Apple hat am Dienstag (02. Mai) nach Handelsschluss an der Börse die neusten Verkaufszahlen zum iPhone bekannt gegeben. Im März endete das zweite Finanzquartal, nachdem das Smartphone im September 2016 in siebter Generation herausgekommen war. 50,8 Millionen Geräte wurden demnach verkauft, das ist 1 Prozent weniger als im vorherigen Quartal. Dennoch konnten die Gewinne gesteigert werden, sie legten um 4,9 Prozent zu und liegen somit bei 11,03 Milliarden US-Dollar, das entspricht 2,40 US-Dollar pro Aktie.

  • TWITTER Welt: Dank Chicken Nuggets gibt es den Twitter-Weltrekord: Der 16-jährige Carter Wilkerson hat die US-amerikanische Fast-Food-Kette Wendy’s bei Twitter herausgefordert und gefragt, wie oft sein Tweet retweetet werden muss, damit er ein Jahr lang kostenlos Chicken Nuggets bekommt. Die Antwort kam prompt: 18 Millionen Mal. Für den Schüler mit zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 147 Followern eine schier aussichtslose Herausforderung. Mit Stand von heute wurde der Tweet 3,4 Millionen Mal geteilt. Das ist zwar nicht so viel, wie von Wendy’s gefordert, aber die neu gewonnene Aufmerksamkeit wissen alle Beteiligten zu nutzen. Der Mobilfunkanbieter T-Mobile hat versprochen, die Kosten für ein Jahr Chicken Nuggets zu übernehmen, sollte sich Carter dazu entscheiden, von seinem bisherigen Anbieter AT&T zu T-Mobile zu wechseln.

  • GRIMME Spiegel: Jury nominiert Facebook-Gruppe gegen Hassrede: Online-Angebote gegen Fake News und Verschwörungstheorien sind am Dienstag in Köln für den Grimme Online Award 2017 nominiert worden. Dazu gehört zum Beispiel „Datteltäter“ des jungen ARD/ZDF-Angebots „Funk“, das sich mit Vorurteilen befasst, mit denen sich Muslime konfrontiert sehen. Oder die Facebook-Gruppe #Ichbinhier, die gegen Hasskommentare und Hetze im Internet vorgeht. Spiegel Online listet die Nominierten auf.

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Notizen besser managen: OneNote und Evernote im Vergleich

Notizen (adapted) (Image by congerdesign (CC0 Public Domain) via Pixabay)

Wer viele Texte schreibt, legt meist viele Notizen dafür an. Zwar laufen nicht bei jedem Nutzer ganze Romane auf der Tastatur heiß. Aber die Frage nach dem Management von Text-Material ist für Autoren fundamental. Als Newcomerin unter den Autoren suche ich für mich die ideale Möglichkeit, Notizen zu organisieren. In den Schubladen meines Schreibtischs befinden sich diverse angefangene Notizbücher. Diese konsequent zu führen – daran bin ich immer wieder kläglich gescheitert. Immer wenn ich es brauche, ist das gedruckte Notizbuch dann doch wieder nicht zur Hand. Eine digitale Lösung soll jetzt Abhilfe schaffen.

Auf meinem neuen Laptop mit Windows 10 ist OneNote vorinstalliert. Zudem bin ich im Zuge einer Recherche für einen Netzpiloten-Artikel auf die Software Evernote gestoßen. Beide Programme habe ich nun auf ihre Tauglichkeit getestet, um herauszufinden, welche Notiz-App ich in Zukunft am besten nutzen kann. Als Android- und PC-Nutzer war mir die plattformübergreifende Synchronisation wichtig. Daher lege ich darauf einen Schwerpunkt.

OneNote: digitaler Alleskönner für lau

OneNote ist ein digitales Notizbuch aus dem Hause Microsoft. Das Schöne daran ist, dass es für mehrere Plattformen erhältlich ist. Unter Windows gibt es sogar zwei Versionen. Ich habe die vorinstallierte OneNote-App ohne Namenszusatz verwendet. Die Variante „OneNote 2016“ verfügt über zusätzliche Features für Spezialfälle. Zudem ist OneNote am Computer auch im Browser nutzbar. Das Programm ist auch als App für Smartphones und Tablets mit Android im Google Play Store verfügbar. Damit kann ich meine Notizen also auch unterwegs festhalten. Sogar handschriftliche Einträge akzeptiert das Programm. In allen Fällen ist das Programm gratis nutzbar. Zu einem Upgrade auf die kostenpflichtigen Office-Programme von Microsoft werden Nutzer nicht gedrängt.

Screenshot by Jennifer Eilitz
Der Aufbau von OneNote. Screenshot by Jennifer Eilitz

Bei OneNote müssen Nutzer nicht, wie bei den meisten Schreibprogrammen, ganz akkurat von oben nach unten arbeiten, sondern können an jeder freien Stelle eine Notiz beginnen. OneNote lässt sich zudem mit anderen Office-Anwendungen integrieren, sodass die Notizen etwa auch in ein Word-Dokument importiert werden können.

Neben den Notizbüchern kann ich auch verschiedene Reiter erstellen und auch hier mit den dazu passenden Seiten, Unterseiten oder Kapiteln füllen. Übersichtlicher ist es natürlich, wenn man verschiedene Notizbücher zu unterschiedlichen Arbeiten anlegen will. So kann ich neben meiner Arbeit als Autorin auch meine Notizen für die Uni unterbringen. Gelungen ist vor allem, dass ich nicht nur Text-Schnipsel verwalten, sondern auch Dateien und gar Fotos hinzufügen kann. Auf diese Weise kann ich alles Wichtige an einen Ort bündeln.

Praktische Features

Neben dem Textmarker kann der Nutzer auf Wunsch auch seinen Hintergrund wie einen Schreibblock erscheinen lassen – sowohl mit liniertem als auch mit kariertem Papier, was das Notizbuchflair noch einmal unterstreicht. Wer OneNote lieber als Stütze für To-Do-Listen nutzen möchte, kann dies natürlich auch und anschließend die erledigten Aufgaben in den Kästchen abhaken.

Gute Synchronisation zwischen Smartphone und PC

Die Smartphone-App von OneNote bietet zwar weniger Features als die Windows-Version, erweist sich in meinem Praxistest dennoch als sehr nützlich. Notizen können einfach eingetippt und automatisch gespeichert werden. Ich kann mit ihr zeichnen, Bilder aus dem Web ausschneiden, To-Do-Listen erstellen.

Synchronisation in OneNote zwischen Smartphone und PC;.Screenshot by Jennifer Eilitz
Synchronisation in OneNote zwischen Smartphone und PC. Screenshot by Jennifer Eilitz

Besonders überzeugt hat mich das schnelle Synchronisieren zwischen Smartphone und PC. Sobald ich eine Notiz eingebe oder eine Notiz ergänze, dauert es nur ein paar Sekunden, ehe ich die Änderung auf dem jeweils anderen Gerät sehen kann. Außerdem eignet die App sich auch super, um Bilder zwischen Smartphone und PC hin und her zu verschieben.

Zudem bietet die App noch ein zusätzliches Feature: OneNote Badge. Dabei handelt es sich um eine Direktverknüpfung für den Home-Bildschirm meines Smartphones. Damit kann ich eine schnelle Notiz eingeben, indem ich lediglich auf den Badge-Button klicke und unter ’schnelle Notiz‘ meine Gedanken festhalte. Möchte ich diese Notiz in der OneNote-App übernehmen, so erscheint sie dort auch wenige Sekunden später.

Evernote: Mächtig aber unübersichtlich

Eine populäre Alternative zu OneNote ist Evernote. Wie das Programm von Microsoft kann ich auch diese Anwendung sowohl auf meinem Smartphone und Tablet mit Android als auch auf dem PC nutzen. Evernote ist als App und als Browser-Version verfügbar.

Evernote Browserversion NotizbA?cher (Screenshot by Jennifer Eilitz)
Evernote Browserversion. Screenshot by Jennifer Eilitz

Es gibt Evernote in verschiedenen Ausführungen. Ich habe bisher die kostenlosen Versionen, also die Browserversion, Windows-App und Android-App getestet. In der Plus-Variante (30 Euro pro Jahr) und Premium-Variante (60 Euro pro Jahr) erhalten Anwender zusätzliche Funktionen. Dazu zählen etwa die Offline-Nutzung, detailliertere Suchmöglichkeiten und einen Kundensupport per Mail. Auch ohne diesen Aufpreis lässt sich Evernote jedoch im Alltag prima nutzen.

Ebenso wie in OneNote habe ich hier viele Features, die mir helfen sollen, meine Notizen unterzubringen und zu ordnen, To-Do-Listen zu erstellen, Fotos aufzunehmen und Schlagwörter zu erstellen. Zudem bietet Evernote ein paar mehr Bedienelemente und Werkzeuge, wie beispielsweise Sprachnotizen aufnehmen oder auch eine Erinnerungsfunktion.

Synchronisation Smartphone und PC Evernote
Synchronisation Smartphone und PC Evernote. Screenshot by Jennifer Eilitz

Als praktisch empfinde ich die Möglichkeit, meinen Evernote-Account mit meinem Google-Account zu verknüpfen. Das erleichtert die Zusammenarbeit mit dem Notizprogramm und der Textverarbeitung von Google. Und ganz im Stil von Google Docs können auch bei Evernote mehrere Nutzer auf meine Notizen zugreifen und bearbeiten, wenn diese für andere Personen freigegeben werden.

Die Bedienung könnte intuitiver gestaltet sein

Mir gefällt die Browserversion am besten. Sie ist sehr übersichtlich gestaltet und einfach zu bedienen. Hingegen die Apps für Windows und Android sind für meinen Geschmack weniger selbst erklärend aufgebaut. Die Struktur könnte gern intuitiver gestaltet sein. Viel zu oft klicke ich sinnlos hin und her, um nach den entsprechenden Notizen zu suchen. Und im Vergleich zu OneNote gibt es hier in der Menüleiste mehr Bedienungsoptionen, in die ich mich erst einmal hineinarbeiten muss.

Screenshot by Jennifer Eilitz
Evernote Windows-App für den PC. Screenshot by Jennifer Eilitz

Das Synchronisieren zwischen den verschiedenen Zugängen erfolgt meines Erachtens ebenso schnell, wie bei OneNote. Im Praxistest fällt mir jedoch auf, dass die Darstellung von Bildern nicht optimal ist. Die Bilder, die ich auf dem Smartphone in der App hinterlege, erscheinen auf dem PC viel zu groß. Eigenhändig anpassen kann ich das Bild dann aber leider nicht mehr.

Fazit

Beide Alternativen sind leistungsstarke Notiz-Apps. Allerdings sollte sich jeder, der mit einer der Apps arbeiten möchte, überlegen, was er von einem Programm erwartet und vor allem: wie viel. Ich persönlich bin eher der Typ, der einen einfacheren Aufbau und eine einfachere Übersicht präferiert. Daher eignet sich für mich OneNote besser, weil ich meine Arbeit hier einfacher anlegen, ordnen, verwalten und überblicken kann. Zudem ist die App für das Smartphone ebenso gut gestaltet wie praktisch. Als Ergänzung für die PC-App oder auch zum alleinigen Gebrauch sehr empfehlenswert.

Evernote ist meiner Meinung nach sehr gut für größere Projekte geeignet. Gerade Unternehmen profitieren von diesem Programm, da man sich hier mit anderen Nutzern verbinden und mit ihnen zusammenarbeiten kann. Die Übersicht ist mir etwas zu ungeordnet und optisch nicht ganz so ansprechend. Die Browserversion hingegen schon eher. Auch die App für das Smartphone ist meiner Meinung nach nicht so gut gelungen, wie die von OneNote, da auch hier die Übersicht und die Handhabung etwas komplizierter ist. Bei der Synchronisation hingegen, stehen sich meines Erachtens OneNote und Evernote in Sachen Schnelligkeit in nichts nach.

Wer es schnell, einfach und etwas farbenfroher mag, der ist bei OneNote gut aufgehoben. Wer allerdings viel Wert auf Features und mehr Auswahl legt, der sollte sich besser bei Evernote anmelden.


Image „Notizen“ (adapted) by congerdesign (CC0 Public Domain


Dieser Text erschien zuerst auf unserer Schwesterseite Androidpiloten.

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PC-Tuning mal anders: Alte Geräte mit Linux reaktivieren

Repair (Image by Ady Satria Herzegovina [CC0 Public Domain], via Pexels)

Moderne Betriebssysteme zeichnen sich durch einen stetig wachsenden Ressourcen-Hunger und einen großen Bedarf an Arbeitsspeicher aus. Oftmals wirft man die zu langsamen und somit nutzlosen Geräte nach ein paar Jahren weg, statt sie mit einem anderen Betriebssystem zum Leben zu erwecken.

Der pensionierte Lehrer Wolf-Dieter Zimmermann möchte die negative Ökobilanz mit dem Projekt „Alte Laptops im neuen Gewand“ verbessern. Zimmermann hilft in Mülheim dabei, auf alten Laptops und Desktop-PCs das Betriebsprogramm Linux zu installieren, damit diese wieder lauffähig sind. Seine ehrenamtliche Tätigkeit wurde kürzlich mit dem RWE Klimaschutzpreis 2016 ausgezeichnet.

Wir sprechen mit ihm über die Ex- und Hopp-Mentalität unserer Gesellschaft und warum es keinen Sinn macht, die Benutzung von Software oder sozialen Netzwerken mit den eigenen Daten zu bezahlen.

Lars Sobiraj (LS): Wolf-Dieter, wie bist Du überhaupt zum Thema Linux und freie Software gekommen?

Wolf-Dieter Zimmermann (WZ): Als Student habe ich auf CP/M-Basis ganz ganz wenig mit Assembler Erfahrung gemacht. Insofern war mir immer klar, dass hinter einem Betriebssystem erkennbare Systeme und Schleifen stehen. Der nächste Schritt: Im Kontext mit einem Europaprojekt (EdiPed) habe ich mit dem damals am Projekt beteiligten Engländer dafür gesorgt, dass alles als freie Software entwickelt wird. Dabei ist mir klar geworden, was freie Software wirklich ist.

LS: Kannst Du uns bitte erklären, was freie Software für Dich ist?

WZ: Die Setzungen der Free Software Foundation Europe (FSFE) treffen meine Meinung am besten: Software ist dann frei, wenn sie mit den vier Freiheiten (nämlich sie zu verwenden, zu verbreiten, zu verstehen und zu ändern) ausgestattet ist.

LS: Wieso ist dieses Thema für Dich überhaupt so wichtig?

WZ: Vielleicht kommt da ein wenig meine Herkunft als Theologe ins Spiel. Die Grundlegungen des christlichen Glaubens ist für uns Evangelische daran gebunden, dass wir in der Lage sein können wollen, die Quellen selbst sprechen zu lassen. Martin Luther sprach davon, dass allein die Schrift (sola scriptura) entscheidet und nicht Päpste, Bischöfe oder ähnliches. Das bringt Evangelische in eine ganz andere Verantwortung.

Politisch argumentiert: Nur wenn ich die Quellen einsehen kann, ist Transparenz – ein demokratisches Grundgebot – gegeben, nur dann kann ich wirklich teilhaben an Entscheidungsprozessen. Demokratie gibt es nicht für weniger.

LS: Warum sollte man den Quellcode eines Programms einsehen können? Macht diese Offenheit es nicht leichter für Hacker, um gezielt nach Sicherheitslücken zu suchen?

WZ: Andersherum wird ein Schuh daraus. Stellen wir uns vor, die Schummelsoftware von VW wäre quelloffen gewesen. Vermutlich hätte sie nicht eine Woche unerkannt überlebt, weil eine zahlreiche und internationale Community (mit durchaus höchst unterschiedlichen Interessen) schnell erkannt hätte, welche Funktionalitäten diese Software wirklich gehabt hat. Insofern konnte diese Software nur dann den gewünschten Effekt haben, solange sie proprietär (und damit mit verschlossenem Quellcode) eingesetzt wurde. Damit dürften auch die Gründe benannt sein, weshalb viele Unternehmen ihre Software proprietär gestaltet sehen wollen. Teilen wollen und können ist aus meiner Sicht wertvoller als immer mehr haben wollen.

LS: Du hast kürzlich den RWE Klimaschutzpreis 2016 erhalten, weil Du Menschen im Ruhrgebiet aktiv dabei unterstützt, ihre alten Laptops und Desktop-PCs vor dem Mülleimer zu retten. Wie kam es eigentlich zu dieser Initiative?

WZ: Als ich mir klar machte, was alles im PC an seltenen Erzen, unter höchst problematischen Bedingungen zum Teil von Kindern ohne Schutzanzüge abgebaut, an Wasser, an Energie so enthalten ist, wurde mir diese Ex- und Hoppmentalität, die wir vielfach haben, noch mehr zuwider. Ich komme aus einer Familie und einer Generation, die gelernt hat, mit wenig auszukommen und das Wenige zu pflegen und möglichst auch zu reparieren.

Wolf-Dieter Zimmermann erhält den Klimaschutzpreis (Image by Netzwerk Bildung [CC BY SA] via Netzwerk Bildung)
Wolf-Dieter Zimmermann (Mitte) erhält den Klimaschutzpreis (Image by Netzwerk Bildung [CC BY SA] via Netzwerk Bildung)

WZ: Bei der Installation arbeiten wir aus zwei Gründen mit Xubuntu . Ein Grund: Xubuntu braucht wenig Ressourcen, läuft also (mit ganz wenigen Ausnahmen) auch auf alten Geräten.

Zweitens: Xubuntu enthält in den allermeisten Fällen bereits die richtigen Treiber. Problematischer sind derzeit Drucker, wenn sie nicht von HP sind. Insofern ist die Grundinstallation (bei inzwischen an die 100 Laptops und Notebooks) in einer halben Stunde erledigt.

Was glaubst Du, warum die herkömmlichen Betriebssysteme in den letzten Jahren zumeist umfangreicher statt kleiner wurden? Nur so sind Koppelgeschäfte mit neuerer Hardware (Arbeitsspeicher, Festplatten, komplette Rechner) erzielbar.

LS: Apples neues OS X „El Capitan“ läuft auf zahlreichen alten Geräten sehr viel flüssiger als Mavericks und wirkt weit weniger überfrachtet. Warum lehnst Du dieses Betriebssystem dennoch ab?

WZ: Ablehnen wäre zu viel gesagt. Ich verwende – wenn es irgend möglich ist – keine Systeme, die abgesperrt sind und mir nicht den Blick hinten dran erlauben. Hier in Mülheim war überdies erst ein Einziger mit einem Apple-Gerät da. Ich habe erfolgreich Linux darauf installiert.

LS: Thema: Vielfalt in der Linux-Community. Der Debian-Release-Manager Martin „Joey“ Schulze stellte mir vor einigen Jahren die Gegenfrage, warum es statt nur eines Fahrzeuges so viele unterschiedliche Autos gibt. Was ist Deine Lieblings Linux-Distribution? Welches Linux erfüllt Deine Bedürfnisse am besten?

Außerhalb dieses Mülheimer Projekts verwende ich nahezu grundsätzlich Debian. Im hiesigen Projekt, auch bei den Kursen in der VHS verwende ich Xubuntu, weil ich das aus didaktischen Gründen für am ehesten vermittelbar halte. Die Klientel, mit der ich arbeite, ist in der Regel weit über 50 Jahre alt. Da spielen solche Gründe eine große Rolle. Die Leute sollen ein Betriebssystem verantwortlich nutzen können. Das bedeutet nicht, dass sie eines herstellen können sollen.

In der Community gibt es immer wieder Auseinandersetzungen wegen der Fragestellung, wie offen das eigene OS bzw. alle mitgelieferten Programme sein müssen, weswegen Fedora auf die Unterstützung des Formates MP3 verzichtet. Die „Usability“ ist schon ein großes Thema. Hätte sich das Audioformat ogg/vorbis mehr durchgesetzt, könnte diese Diskussion um die MP3 auch anders geführt werden. Persönlich bin ich an diesen Stellen bereit, einen Kompromiss einzugehen.

LS: Wieder andere lehnen Ubuntu ab. Wohl auch, weil es von einem Unternehmen und nicht von Privatpersonen erstellt wird. Wie stehst Du zu diesem Streit innerhalb der Community? Und was hältst Du von der Canonical Foundation?

WZ: Ich finde von Unternehmen bezahlte Entwickler, wie das ja oft der Fall ist, nicht von vornherein problematisch oder verdächtig. Und ich bin mir sicher: Eine aufgeweckte Community wird jedes Mal aufschreien, wenn die Unternehmensinteressen die Idee der freien Software zu zu decken drohen.

LS: Warum hört man eigentlich so selten etwas von Notebooks, die für eine bestimmte Linux-Distribution optimiert wurden, um diese vorinstalliert zu verkaufen?

WZ: Gegen Aldi, Mediamarkt und Saturn ist ein Notebook wie ein Tuxedo eben einfach ein Winzling.

LS: Hast Du das von Edward Snowden favorisierte OS Tails einmal ausprobiert, bei dem man bei jeder Daten-Übertragung zur Verschlüsselung gezwungen wird? Was hältst Du davon?

WZ: Nur im Ansatz gut und richtig. Das Wissen um Verschlüsselung und den Sinn dahinter ist aus meiner Sicht noch sooo wenig in der Bevölkerung präsent. Wer hat denn auch ein Interesse, dass die Bevölkerung in dieser Frage informierter wird?

LS: Andere Gesprächspartner vertreten die Ansicht, IT-Sicherheit erfordere „nicht automatisch Anonymität“. Stimmt das? Wie oft nutzt Du Tor
oder andere Anonymisierungs-Dienste?

WZ: Eher weniger. Muss ich mich einarbeiten. Tor habe ich wegen Langsamkeit wieder abgeschafft. Die Idee finde ich im Prinzip sehr gut. Verschlüsselung von E-Mails ist bei mir, wenn auch hakelig, mittlerweile Standard.

LS: Das Upgrade auf Windows 10 ist noch kostenlos. Dafür wird die Suchmaschine von Microsoft bevorzugt und jede Menge Nutzerdaten an den Hersteller übertragen. Sind Daten die neue Währung der Softwarekonzerne? Was hältst Du von dieser „Bezahlung“ ?

WZ: Natürlich überhaupt nichts. Diese „Bezahlung“ ist eines der am meisten genannten Antriebe, wenn Leute zu uns kommen und Linux installiert haben wollen.

In dem Folgeangebot „Einsteigerberatung“ machen wird den Leuten klar, dass die Installation von Linux nur ein erster Schritt sein kann. Auch von einem Linuxrechner können theoretisch Nutzerdaten abgesaugt werden. Die sinnvoll-kritische Nutzung des Internets und eine gewisse Vorsicht bei E-Mails sind der wesentliche zweite Teil der Maßnahmen gegen die „Bezahlung mit Daten“.

LS: Bei der immer häufiger durchgeführten Überwachung des Nutzerverhaltens von Google, Facebook, Apple & Co. argumentieren viele Anwender, es sei ihnen egal weil sie ja doch nichts zu verbergen hätten. Wie stehst Du dazu?

WZ: Stammtische waren noch nie differenziert in ihren Argumenten. Spätestens dann, wenn Google die richtige Salbe gegen Hämorrhoiden empfiehlt und wenn Google weiß, welche Tabletten man gegen Bluthochdruck nimmt, kann dieser dämliche Satz verzichtbar werden. Die Unkenntnis vieler darüber, wie das Ausspähen von Nutzerdaten funktioniert und wer eine Interesse an diesen Daten hat, kann aus meiner Sicht nicht eine Sekunde ein ernsthaftes Argument sein, sich dagegen nicht schützen zu sollen.

Wir empfehlen hier immer schon Dienste wie ixquick als Suchmaschine, die keine Daten abfordert. Bei Ixquick wird auch schnell deutlich, bei welchen Angeboten Werbung enthalten ist. Man nutzt einfach ublock als Addon für die Werbeverhinderung – schon ist mehr Ruhe und das Internet kann seine Stärke in der Informationsvermittlung ausspielen. Dabei beleibt es die Aufgabe des verantwortlichen Lesers, sich seine Meinung über Qualität und Wert der Information selbst zu bilden. Das ist aber nicht wirklich etwas Neues.

LS: Im Gegensatz zu einigen Veranstaltern aus dem näheren Umkreis lehnst Du englischsprachige Bezeichnungen für Deine Veranstaltungen komplett ab.

WZ: Nein, das stimmt so nicht ganz. Die Klientel, die zumeist bei mir vorbei kommt, spricht einfach kein Englisch. Da wäre es mehr als unhöflich, sie mit Englisch zu traktieren. Ich selbst spreche sehr wohl Englisch, kann mich darin auch verständlich machen, finde aber oftmals das denglisch unüberlegt und unnötig. Coffee-to-go, Infopoint, Powerpoint und vieles andere mehr sind sprachlich überhaupt kein Gewinn. Als Kabarettist bin ich sehr sprachbewusst und leide unter Missbräuchen.

Als Beispiel: Internettechnologie. Wir wissen, dass die Anthropologie die Lehre vom Menschen ist, die Biologie ist die Lehre vom Leben, die Theologie die Lehre von Gott. Also heißt es: Internettechnologie ist die Lehre vom Internet. Schön wäre es, wenn wir so etwas hätten. Gemeint ist in den allermeisten Fällen die Internettechnik, nicht mehr. Im Englischen wird technology sowohl für Technik wie für die Lehre von der Technik verwendet. Da rächt sich die Ungenauigkeit, selbst wenn renommierte Zeitungen und Journalisten diesen Fehler nachzuvollziehen, wird er dadurch nicht richtiger.

LS: Wodurch grenzt Du Dich von anderen Organisatoren ab, die beispielsweise den Linux Presentation Day durchführen?

WZ: Da grenze ich mich nicht ab, der LPD ist eine hervorragende Idee, die Hauke Laging da voran bringt. Ich muss hier Leuten mitunter übersetzen, was LPD heißt. Das finde ich einfach überflüssig. In den Zeitungsmeldungen wird auch immer darauf hingewiesen, dass unser „Linux im Alltag“ anderswo eben Linux Presentation Day heißt. Vielleicht können ja auch in Berlin alle Englisch, hier ist das nicht so.

LS: Womit erklärst Du den Erfolg von „Linux im Alltag“?

WZ: Mit der grundsätzliche Verwendung einer alltäglich verstehbaren Sprache, dir am Verstehen des Gegenübers ausgerichtet ist und nicht an der Demonstration eigenen Wissens – denn Wissen ist die Voraussetzung von Aufklärung, nicht ihr Medium. Mit Folgeangeboten an Linuxeinsteiger unter den gleichen Sprachbedingungen. Mit dem zunehmenden Unbehagen der Bevölkerung an der „Bezahlung“ mit Daten und mit dem Wissen darum, dass nachhaltige Nutzung wertvoller Güter einfach besser ist als die ewige Neuanschaffung solcher Geräte.

Größeren Teilen der Bevölkerung wird die zunehmende Vermüllung der Umwelt als Thema inzwischen ein wenig bewusster. Meine Mitarbeit im hiesigen Repair Café zeigt mir überdies jedes Mal, dass es zunehmend Leute gibt, die den Wert hergestellter Güter zu schätzen wissen und deshalb Produkte ablehnen, die zu einem vorgesehenen Zeitpunkt kaputt gehen. Wenn die Reparierbarkeit von Geräten wieder ein Kriterium würde, fände ich das außerordentlich gut.


Image „Repair“ by Ady Satria Herzegovina (CC0 Public Domain)

Image by Netzwerk Bildung


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Die Smartphone-Ära führt zum Ende der offenen Standards

Google Keep note art (adapted) (Image by sagesolar [CC BY 2.0] via Flickr)

Die PC-Ära wurde ganz klar von Microsoft dominiert und der Riese aus Redmond hat diese Macht immer wieder genutzt, um Standards zu etablieren, die verschiedenen Objekten bis heute helfen miteinander zu kommunizieren. Doch die PC-Ära ist nur noch ein Schatten ihrer selbst und Google und Apple führen derzeit die Post-PC-Revolution an. Allerdings drücken beide Konzerne ihre eigenen Standards durch – das Ergebnis: Geräte verschiedener Plattformen können nicht miteinander kommunizieren, da sie die Sprache des anderen nicht verstehen.

Früher war alles besser?

Als wir vor einigen Jahren noch alle vor PCs saßen, musste Microsoft immer wieder Kritik einstecken, die Macht, die das nahezu Monopol in dem Bereich mit sich brachte, oft missbraucht zu haben. Diese Vorwürfe waren zwar oftmals berechtigt, doch hat Microsoft diese Macht auch oft positiv genutzt. So hat das Unternehmen aus Redmond immer wieder Standards durchgesetzt, mit denen Geräte-Objekte miteinander kommunizieren können. So hat das Unternehmen z.B. das Netzwerkerkennungsprotokoll Universal Plug and Play (UPnP) entwickelt, und die Arbeit an den DLNA-Richtlinien früh unterstützt, die dabei helfen, Mediendaten in den eigenen vier Wänden zu streamen. Diese und andere Standards fanden weite Verbreitung in der Branche, mit einer Ausnahme: Apple. Das Unternehmen aus Cupertino ist schon immer lieber einen eigenen Weg gegangen und hat lieber auf proprietäre Lösungen, wie etwa die Netzwerk-Technologie Bonjour, gesetzt.

Microsoft versucht auch heute noch Industriestandards zu etablieren, damit Geräte untereinander kommunizieren können. Dazu gehören etwa MirrorLink, mit dem sich Telefoninhalte auf Autodisplays projizieren lassen, oder Miracast, mit dem sich Videos an ein TV-Gerät übertragen lassen. Auch Internet der Dinge hat Microsoft als Mitglied der AllSeen Alliance im Auge. Doch wie zuvor, hat Apple sich mit eigenen Standards wie CarPlay, AirPlay oder HomeKit dagegen positioniert und setzt dabei immer stärker auf den Einsatz von iPhones.

Der Erfolg gibt ihnen Recht?!

Apple setzt dabei aber nicht mehr hauptsächlich auf die eigenen Macs, sondern eben auch immer mehr auf iPhones und iPads, die Geräte also, die das Post-PC-Zeitalter eingeläutet haben. In diesem Bereich ist Apple zwar ein ganz großer Player, doch muss sich das Unternehmen das Duopol mit Google teilen. Dabei setzt Google aber ebenso wie Apple auf die eigenen Standards, die nicht mit anderen Geräten interoperabel sind. Android Auto, oder die Streaming-Lösung Google Cast sind nur zwei Beispiele und auf der eigenen Entwicklerkonferenz I/O hat das Unternehmen im Mai mit Brillo ein Betriebssystem für das Internet der Dinge vorgestellt. Und sowohl Apple als auch Google feiern mit ihren eigenen Lösungen massive Erfolge. Apple TV und der Chromecast-Streaming-Stick haben sich deutlich häufiger als Miracast-Adapter verkauft und auch MirrorLink findet nur wenig Unterstützung aus der Automobilindustrie, während die Hersteller Schlange stehen um Android Auto und Apples CarPlay in ihre Fahrzeuge zu integrieren.

Da Apple und Google sehr große Konkurrenten sind, wird keiner die Initiativen, die der andere unterstützt, verwenden. Es bleiben also drei Kommunikationsstandards, Googles, Apples und ein eher neutraler Standard. Letzterer wird allerdings eher wenig Erfolg haben, da Apple und Google für Soft- und Hardware-Hersteller aufgrund der großen Marktanteile deutlich verlockender sind. Diese Entwicklung kann sich zu einem großen Problem entwickeln, wenn das Internet der Dinge sich noch weiter in unseren Alltag integriert. Hier werden Smartphones, zumindest in der Übergangsphase, eine deutlich wichtigere Rolle spielen, als PCs und somit ganz klar die Marschrichtung vorgeben. Die entsprechenden IoT-Devices werden dann aber nicht in der Lage sein, miteinander zu kommunizieren, wenn Apple und Google ihre eigenen Lösungen durchdrücken. Was wir für das Internet der Dinge dringend brauchen, sind offene Standards, ansonsten drohen wir in einem Chaos von Geräten zu versinken, die sich untereinander nicht verstehen.


Image (adapted) „Google Keep note art“ by sagesolar (CC BY 2.0)


 

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Die 10 Gebote, des mündigen Anwenders

Moses (adapted) (Image by Pascal (CC0 Public Domain) via Flickr)

Du bist neu in diesem Internet und hast keine Ahnung von Computern? Welche 10 Gebote es für PC- und Internetanwender zu befolgen gilt, erfährst du hier.

Jeder kennt sie, jeder hat sie. Ratschläge – die einem helfen sollen sich richtig im Umgang mit seinem Computer oder im World Wide Web zu bewegen. Derzeit gibt es in meiner Familie einige Personen, die sich dem Thema erstmals öffnen und sich mit neuen Laptops und einem Internetzugang digitalen Herausforderungen stellen. Ich finde das großartig! Auch wenn dies bedeutet, dass demnächst öfter mein Telefon klingeln wird und einem Fragen wie „Ich glaube, ich habe meine Urlaubsbilder gelöscht. Kann man die irgendwo wiederfinden?“ oder „Weißt du was dieses JavaScript ist?“ gestellt werden. Wie auch immer. Man hilft doch gerne.

Manche Fragen lassen sich eben nicht vermeiden. Auch manche Fehltritte wird man nicht umgehen können. Man kann aber das Risiko, beispielsweise gelöschter Bilder, verringern. Man muss als Otto-Normalo auch nicht jedes Update, dass Browser oder Betriebssystem durchführen wollen, als Aufforderung verstehen, den halben Tag jeglichen Aktualisierungen hinterher zu recherchieren. Grundsätzlich gilt es als Newbie ein paar Dinge zu verinnerlichen. Im Folgenden habe ich einmal die 10 Gebote, des mündigen Anwenders aufgeschrieben. Die Bibel für den Einsteiger sozusagen.

Gebot #1 – Erstelle Backups!

Das wohl unangenehmste Problem, dass man als Anwender haben kann, ist ein Datenverlust der durch ein abgestürztes System oder Hardware-Problemen hervorgerufen werden kann. Auch wenn du glaubst, dass du nie in die Misere kommst und dies immer nur anderen passiert – sei versichert: ES TRIFFT JEDEN EINMAL!

Darum ist es ratsam öfter mal sogenannte Backups (auf Deutsch: Sicherheitskopien) anzufertigen. Diese Backups dauern in der Regel nicht lange und sind auch einfach einzurichten. Wie man diese Sicherheitskopien erstellt, welche Programme als „tauglich“ befunden wurden und welche Backup-Lösung für Profis, Fortgeschrittene oder Anfänger per se als ratsam erachtet werden, hat die Computerwoche vor kurzem in einem ausführlichen Beitrag thematisiert. Liebe Interessierte, hier geht es lang!

Gebot #2 – Nutze sichere Passwörter!

Auch dieses Gebot ist eines, welches einem viel Kummer und Sorgen ersparen kann. Wem schon einmal das E-Mail-Postfach oder beispielsweise der Social-Network-Account gehacked wurde, weiß wie einem zumute wird, wenn man merkt, dass man nicht mehr der alleinige Besitzer dieses Accounts ist. Oftmals ist es ein leichtes für Dritte die Zugänge zu knacken. Ist eines deiner Passwörter oder Pins beispielsweise hier aufgeführt, sei versichert, du bewegst dich auf dünnem Eis.

Glücklicherweise wird einem heutzutage in den Anmeldemasken einiger Dienste bereits mitgeteilt, wie sicher ein Passwort wirklich ist. Eine Kombination aus kleinen und großen Buchstaben, aber auch Zahlen und Sonderzeichen gilt als absolut notwendig. Ansonsten gilt: umso länger ein Passwort ist, umso schwieriger ist es zu knacken. Wer zudem, das höchste Maß an Sicherheit für sich garantieren möchte, der nutzt für jeden Dienst ein anderes Passwort. Dennoch muss man sich klarmachen: 100 prozentige Sicherheit gibt es nicht.

Gebot #3 – Warte deinen Computer regelmäßig!

Egal ob PC oder Mac. Jeder Rechner, aber auch mobile Endgeräte à la Smartphone und Tablet, brauchen ein wenig Zuwendung von euch, damit die Systeme einwandfrei ihren Aufgaben nachgehen können. Dafür gibt es zahlreiche Programme, die einem helfen beispielweise Festplatten zu defragmentieren oder temporäre Dateien zu löschen. Aber auch ganz essentielle To-dos wie die Entfernung ungenutzter Programme oder einem Windows- bzw. Mac-Update solltet Ihr regelmäßig durchführen. Euer Rechner wird es euch danken und weiterhin schnell und ohne große Ausfälle arbeiten. Als hinlänglich gut befunden wurden u.a. Programme wie CCleaner (Chip-Server), TuneUp Utilities (Chip-Server) oder Glary Utilities (Chip-Server), mit denen man Wartungen durchführen kann.

Lesenswert in dem Zusammenhang sind auch die (englischsprachigen) Ratschläge von Lifehacker, die dir sagen, welche Wartungsarbeiten du beispielsweise als PC- oder Mac-Nutzer durchführen solltest.

Gebot #4 – Schütze dich vor Viren!

Viren, Trojaner und Malware sind die Schattenseiten des World Wide Webs. Und in der Regel entkommt man ihnen nicht. Schon alleine das Betreten einer Seite oder der Download einer Datei kann bewirken, dass sich dein System mit diesen Schadprogrammen infiziert. Wichtig ist also ein guter Virenschutz, damit diese ungewollten Eindringlinge abgefangen werden, noch bevor sie sich auf deiner Festplatte festbeißen. Dafür gibt es eine Vielzahl an Virenprogrammen. Im Grunde schwört hier jeder auf ein anderes. Ich persönlich nutze Kaspersky. Und lege dafür auch gerne einen kleinen Schein hin. Es gibt aber auch genügend kostenlose Programme, die nicht weniger gut sein müssen.

Eine kleine Auflistung, die sich am AV-Test orientiert gibt es immer mal wieder auf chip.de.

Gebot #5 – Halte deinen Desktop und deine Festplatte sauber!

Ja, ja. Das Genie beherrscht das Chaos. Ist angekommen! Und dennoch gibt es ein paar sinnvolle Argumente, die einem deutlich machen, warum es nicht schaden kann seine Festplatte und vor allem auch seinen Desktop frei von unnützem Kram zu halten. Argument Nummer Eins, gerade und überhaupt für einen sauberen Desktop, ist nicht zuletzt die Geschwindigkeit des Systems. Denn jede Verknüpfung und jede Datei darauf führt dazu, dass das System ein wenig mehr zu tun hat und dadurch verlangsamt wird.

Vermeide also einen Messi-Desktop, wie dem oben abgebildeten und lösche Dateien auf dem Rechner, die keinen Nutzen mehr haben.

Gebot #6 – Sei vorsichtig in öffentlichen Wlan-Netzwerken!

Öffentliches Wlan ist eine tolle Sache. Bei einem Kaffee im Geschäft um die Ecke sich kostenlos in den Internetanschluss des Betreibers einwählen zu dürfen, ist ein gern-genutzter Service. Und auch wenn man nicht allzu viel Panik verbreiten möchte, ist dieser gutgemeinte Dienst am Kunden auch mit ein wenig Vorsicht zu genießen. Denn innerhalb dieses Netzwerkes ist es ein leichtes die Nutzer, die sich darin bewegen, auszuspionieren. Nicht selten wurden Anwendern schon Logins und Adressbücher gestohlen und alles was man dafür braucht sind einfache, kostenlos erhältliche Apps und Programme, die einem „anspruchsvolle Angriffstechniken hinter einfach zu bedienenden Touchscreen-Oberfächen“ bieten, wie es Ronald Eikenberg und Jürgen Schmidt in einem c’t-Artikel formulierten.

Ein paar grundsätzliche Tipps wie man sich in öffentlichen Hotspots schützen kann, findest du bei Datev. Ausführlicher beleuchten diese und weitere Maßnahmen die beiden oben genannten Autoren im dritten Teil Ihres Artikelthemas „Cool bleiben am Hotspot“ für ein kleines Entgelt.

Gebot #7 – Sichere deine Privatsphäre in sozialen Netzwerken!

Auch wenn es lästig ist. Seit ein paar Jahren wird nichts gebetsmühlenartiger gepredigt, als die Privatsphäre-Einstellungen in sozialen Netzwerken auf Vordermann zu bringen. Seitdem der Siegeszug dieser Plattformen bewirkt hat, dass nun fast jeder sich darauf tummelt, kann nun auch fast jeder von jedem so gut wie alles erfahren. Verschaffe dir einen Überblick, wer deine Profilinformationen sehen, wer deine Statusupdates lesen oder wer dich beispielsweise auf Fotos markieren kann bzw. stelle fest, dass du davon überhaupt erst einmal erfährst. Grundsätzlich dürften diese Dinge Newbies erstmals auf Facebook beschäftigen, da man derzeit wohl hier seine ersten Laufschritte unternimmt.

Wer sich in den persönlichen Privatsphäre-Einstellungen auf Facebook einmal umgucken möchte, der klickt einfach oben links auf das kleine weiße Zahnrad und geht dann auf „Privatsphäre-Einstellungen“. Wer auf mehreren Plattformen angemeldet ist, kann auf AdjustYourPrivacy.org zudem via Opt-out-Methode sich von allem entledigen, was man nicht möchte. Und zwar auf allen gängigen Mainstream-Plattformen. Cooler Dienst!

Gebot #8 – Lass dich nicht von Internet-Mythen blenden!

Gerade auf sozialen Netzwerken kursieren so einige Internet-Mythen, die im Fachjargon als Hoaxes oder Scams bezeichnet werden. Da liest man Dinge wie: „Klicke hier gefällt mir, damit die neuen Facebook-Richtlinien bei dir nicht zum Einsatz kommen!“. Für den Power-User sind diese Internet-Mythen leicht zu durschauen. Für das ungeübte Auge jedoch nicht. Viele glauben, dass sie durch die Handlungsaufforderung schlimmeres umgehen können und folgen gutgläubig, den oftmals von Freunden „empfohlenen“ Tipps im Stream. Meist mit gegenteiliger Folge.

Einen typischen Fall und ein paar Ratschläge, wie man mit diesen Hoaxes umgehen soll, findest du hier.

Gebot #9 – Lies die Allgemeinen Geschäftsbedingungen!

Auch wenn Internet-Abzocker heutzutage kein leichtes Spiel mehr haben und die Wahrnehmung der Anwender dahingehend vielfach sensibilisiert ist, gibt es sie noch die unmoralischen und unseriösen Angebote. Gerade Kids und Rentner fallen hier leider viel zu oft auf Versprechungen herein, die sich nachträglich beispielsweise als Kostenfallen entpuppen. Berühmtestes Beispiel sind wohl versteckte Abos. Der Download eines Klingeltons kann beispielsweise oft das Eingehen eines ein- oder zweijährigen Vertrages bewirken, der mit monatlichen Gebühren verbunden ist. 100 kostenlose SMS, bekommt man nicht selten nur durch die Eintragung verschiedener Daten in ein Formular. Die Folge sind oft Newsletter, die man auf gar keinen Fall haben wollte.

Seriöse Geschäftemacher kommunizieren Preise und Abonnements offenkundig. Viele tun dies aber auch nur im Kleingedruckten der AGBs. Es ist daher ratsam, diese auch zu lesen!

Gebot #10 – Google dein Anliegen!

Das Beste was du tun kannst, wenn du ein Problem hast, ist dieses erst einmal selber zu googlen. Die Google Suche ist mächtig und hat auf (fast) alles eine Antwort. Nutze diesen Umstand, bevor du alle Pferde aufscheuchst und deinen nächstgelegen PC-Fachmann mit Nichtigkeiten konfrontierst. Oftmals findest du die Antworten selber. Doch Vorsicht: prüfe deine Quelle. Forenbeiträge, die dir beispielsweise raten, in den BIOS-Einstellungen deines Computers Veränderungen vorzunehmen, können nicht selten böse Auswirkungen nach sich ziehen. Allgemein sollte man technische Probleme nicht mit Ratschlägen auf Forenseiten behandeln. Wenn du dir mit deiner Quelle nicht sicher bist, dann solltest du doch lieber einmal mehr beim Fachmann deines Vertrauens anrufen.


Image (adapted) „Moses“ by Pascal (CC0 Public Domain)


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Katzenbilder nun auch am PC: Instagram führt den Web-Feed ein

Katzenbilder nun auch am PC: Instagram führt den Web-Feed ein

Instagram-CEO Kevin Systrom möchte seinen Dienst nun auch auf dem PC anbieten. Ganz zur Freude der Tablet- und iPad-Nutzer!

Katzenbilder nun auch am PC: Instagram führt den Web-Feed ein

Eine Milliarde Dollar hat Facebook im April 2012 für den Foto-Dienst Instagram auf den Tisch gelegt – ein Unternehmen mit vielen Nutzern, einem Dutzend Mitarbeiter und quasi keinen Einnahmen. Inzwischen hat Instagram rund 90 Millionen aktive Nutzer auf iOS- und Android-Geräten, lässt von diesen etwa 40 Millionen Bilder (nicht nur von Mittagessen und süßen Kätzchen) pro Tag hochladen und darf sich über 8.500 Likes und 10.000 Kommentare pro Sekunde (!) freuen. Weiterlesen »

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Was macht eigentlich…? – Diablo

Diablo LogoJeden Monat gibt es in der „Was macht eigentlich…?“-Reihe ein neues Goldstück der Videospielgeschichte. Was mit dem ersten bekannten Computerspiel „OXO“, heute vielleicht besser bekannt als „Vier gewinnt“, begann, wurde zu hochauflösenden und realistischen Spielewelten. Passend zur dunklen Jahreszeit gibt es für euch ein absolutes Meisterwerk, welches in keiner Fleischerei fehlen darf – „Diablo“.

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Tablet für Riesen: Eee Slate EP 121

Ein tablet-pc in weiß mit dem Gewicht eines Netbooks? Und dann auch noch mit einem 12-Zoll-Bildschirm, einer großen Intel-i5-CPU sowie einer leidlich leistungsfähigen Chipsatz-Grafik? Zunächst war mir der Sinn nicht so ganz klar, vor allem, da weder Linux noch Windows7 besonders auf tablets optimiert sind. Aber Grafiker haben so drei in einem: ihr Grafiktablet zum Zeichnen, den Monitor und eben den Rechner. Wer also unterwegs gerne mal Illustrationen macht, der hat seins gefunden. Und auch die FullHD-Fähigkeit, der Stereolautsprecher und das eingebaute Mikrofon werden keinen großen Schaden anrichten. Das TouchPack von Windows und eigene Apps von Asus sollen auch andere Applikationen flott berührungsempfindlich bedienbar gestalten. Erste Tests haben schon diverse Youtube-Nutzer überzeugt. Und es gibt auch eine Bluetooth-Tastatur für Vielschreiber. Das Gerät soll zwischen 900 und 1000 EUR kosten.

Für diejenigen, die es nicht stört, öfter mal den Pen als Eingabegerät zu nutzen, kann das Ding ganz praktisch sein, es läuft ja sogar Photoshop drauf. Es ist daher eher ein echter „tablet for content & design production“. Wenn die nächste Windows-Version fingerfreundlicher werden sollte, dann wäre es sicher damit auch eine Konkurrenz zum iPad2. Allerdings wird es dann sicher schon das iPad4 geben. Denn das iPad2 kommt ja heute schon raus…

CPU: Intel® Core™ i5-470UM
Chipsatz: Intel® HM55
Grafik: in den Chipsatz integriert
Betriebssystem: Microsoft® Windows® 7 Home Premium
Bluetooth 3.0 + HS und WLAN b/g/n integriert
Arbeitsspeicher: 4 GB DDR3 RAM Festplatte: 64 GB SSD
High-Definition Audio Codec, integrierte Stereolautsprecher und Mikrofon
Schnittstellen: 2 x USB 2.0, Mini-HDMI
Card Reader: MMC, SD (SDHC, SDXC)
Akku: Lithium-Polymer
Gewicht: 1.160 Gramm
Abmessungen: 312 x 207 x 17 mm

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