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Wiser Smart Plug im Test: Praktische Funksteckdose fürs Smart Home ausprobiert

Wiser Smart Plug im Test

Immer mehr Hersteller setzen ihren Fuß ins Smart Home, neben Start-ups auch Quereinsteiger wie Heiz- und Klima-Spezialist Eberle aus Nürnberg. Unter der Produktmarke Wiser bietet er seit Mitte 2018 auch smarte Heizkörperthermostate an. Mit dem Wiser Smart Plug hat Eberle das System nun um eine smarte Steckdose erweitert. Das klingt unspektakulär, kann aber auf günstige Weise unvernetzte Geräte smart machen. Inwiefern lohnt sich der Kauf? Wir hatten den Zwischenstecker Wiser Smart Plug im Test.

Das kann die Zigbee-Funksteckdose Wiser Smart Plug im Test

Der Haupteinsatzzweck vom Wiser Smart Plug entspricht dem vieler anderer Funkzwischenstecker. Er bindet Geräte ins Smart Home ein, die selbst noch keine eigenen Funkchips an Bord haben. Dadurch lässt sich das Gerät per App, Sprachbefehl oder intelligenter Automationsroutine ein- und ausschalten.

Der Wiser Smart Plug ist kompakter als andere Modelle, lagert aber auch Technik aus. Weil Eberles Zwischenstecker genau wie das hauseigene Heizkörperthermostat mit dem Standard Zigbee funkt, braucht er unbedingt einen Smart Home Hub als Dolmetscher für die Signalübertragung von und zum WLAN-Router. Als Teil des Zigbee-Systems von Eberle kann er dann aber auch als Reichweitenverstärker dienen, um Thermostate selbst in weitläufigen Wohnräumen verlässlich anzusteuern. Das ist der zweite Einsatzzweck des Wiser Smart Plugs.

Idealerweise haben Käufer schon ein Starter-Kit bestehend aus Thermostaten und Hub von Wiser installiert. Nur für eine smarte Steckdose den Hub anzuschaffen, ist nicht sinnvoll. Mit rund 45 Euro ist der Wiser Smart Plug nämlich trotz ausgelagerter Technik nicht günstiger als vergleichbare Produkte.

Den Wiser Smart Plug einrichten

Den Wiser Smart Plug im Test einzurichten ist nur deshalb etwas aufwendiger als üblich, weil wir zuvor noch den Hub in Betrieb nehmen müssen. So geht’s: Hub mit Netzkabel verbinden, Wiser Heat für iOS oder Android installieren, Cloud-Konto anlegen, fertig. Anschließend lassen sich die gewünschten Wiser-Geräte hinzufügen, wie eben beispielsweise der Funkzwischenstecker.

Unerfreulicherweise weicht die gedruckte Anleitung von der zudem inkonsistenten Menüführung der App in der Version 3.3.0 ab. Um die Steckdose anzulernen, müssen wir – anders als angegeben – nämlich zunächst das „Smart Plug Menü“ mit einem Dreieckssymbol von oben hoch wischen. Es sieht genauso aus wie die normale Geräteübersicht, stellt aber im Unterschied dazu auch den Wiser Smart Plug zur Auswahl. Einmal eingebunden, lässt sich der Wiser Smart Plug im Test dann aber reibungslos verwenden.

Flexible Bedienung per App, Sprache und Automation

Den Wiser Smart Plug im Test zu bedienen, gestaltet sich sehr flexibel. Zunächst einmal gibt es einen Schalter an der Steckdose selbst. Aber diesen Handgriff möchten wir ja mit einem Funkzwischenstecker eigentlich vermeiden. Deswegen stehen noch einige digitale Ansteuermöglichkeiten zur Auswahl.

In der App können wir den Wiser Smart Plug per Schiebeschalter händisch mit dem Strom verbinden oder davon trennen. Außerdem lässt er sich dort mit einem Zeitschaltplan ganz klassisch in bestimmten Zeitfenstern aktivieren – etwa, um das Aquarium zu beleuchten oder um im Wohnzimmer während des Urlaubs Präsenz vorzutäuschen.

Ferner ist eine ortsbasierte Steuerung möglich. „Abwesend-Betrieb“ heißt die Option. Ab Werk handelt es sich aber lediglich um einen Generalschalter, mit dem wir alle verbundenen Thermostate und den Wiser Smart Plug im Test händisch in den Standby schicken können. Echtes Geofencing, das die Standortdaten berücksichtigt und den Schaltzustand automatisch ändert, ist dagegen nur möglich, wenn Nutzer ihr Wiser-System zusätzlich mit dem Automatisierungsdienst IFTTT verknüpfen.

Wiser Smart Plug Lampe Google Home
In manche Lampen passen keine smarten Leuchtmittel. Trotzdem kann man sie mit dem Wiser Smart Plug „smart machen“ und dann beispielsweise per Google-Home-Lautsprecher steuern. Image by Eberle

Abgesehen von IFTTT ist der Wiser Smart Plug auch mit Sprachbefehlen von Google Assistant und Amazon Alexa kompatibel. So geht’s: Für die Verknüpfung in der Gerätesuche der Google-Home-App und in der Skill-Suche der Alexa-App die Marke Wiser auswählen und das Wiser-Cloud-Konto freigeben. Danach lässt sich der Wiser Smart Plug per Sprachbefehl mit einem Google-Home– oder einem Echo-Lautsprecher nicht einfach nur ein- und ausschalten, sondern auch in Automatisierungen einbinden. Ausprobiert haben wir das mit Google Home. Dort ist beispielsweise als sogenannter Ablauf programmierbar, dass sich auf den Sprachbefehl „Kochen beginnen“ hin zusammen mit dem Lieblingsradiosender der Smart Plug einschaltet und dadurch ein oder mehrere Stimmungslichter aktiviert.

Wiser Heizkörperthermostat im Check

Der Wiser Smart Plug lässt sich auch ohne Wiser Heizkörperthermostate betreiben, ist aber dennoch eher als Zusatzprodukt vorgesehen. Schließlich setzt der Zwischenstecker zwingend den gemeinsamen Hub zum Betrieb voraus, der ja eben nicht separat, sondern als Teil des Starter-Kits erhältlich ist. Der Vollständigkeit halber haben wir deshalb auch die smarte Heizlösung von Eberle ausprobiert.

Zum Starter-Kit für 230 Euro gehören neben dem Hub zwei Wiser Heizkörperthermostate. Mithilfe einer Rohrzange haben wir die alten Thermostate im Handumdrehen gegen die von Wiser ausgetauscht. Die Wiser-Produkte gehören zu den schicker gestalteten Modellen im Markt. Sie sind schön schlank und minimalistisch designt. Die kompakte Form geht aber mit einem Kompromiss her: Eberle verzichtet auf ein Display. Stattdessen bestätigen lediglich eine rote und blaue Leuchtdiode, ob wir mit dem Drehring die Temperatur gerade verringern oder erhöhen. Die exakte Gradzahl lässt sich dagegen nur per Sprachbefehl erfragen oder in der App ablesen.

Die App selbst ist also der Hauptzugriffspunkt auf die Thermostate. Mit einer schlichten, schicken und übersichtlichen Oberfläche lassen sie sich manuell oder per Zeitschaltplan für jeden einzelnen Raum regulieren. Zusätzlich ist ein Eco Mode aktivierbar, der aus dem Betrieb lernt und mithilfe der Wetterprognose die Heizungssteuerung optimieren soll. Um dies aber bewerten zu können, müssen wir weitere Erfahrungswerte sammeln.

Wiser Heat System
Der Wiser Smart Plug ist Teil eines Heizkörperthermostat-Systems und teil sich einen Smart-Home-Hub damit. Image by Eberle

Ferner ist eine Fenster-offen-Erkennung integriert, die während eines Temperatursturzes beim Lüften die Heizung automatisch drosselt. Weil der Temperaturunterschied zwischen draußen und drinnen mittlerweile zu gering ist, lässt sich die Funktion in unserem Kurzcheck allerdings nicht seriös beurteilen.

Fazit: Empfehlenswerte Lösung mit einem Haken

Der Wiser Smart Plug ist ein empfehlenswerter Funkzwischenstecker, der alles mitbringt, was zu einer guten smarten Lösung gehört: App-, Zeit- und Sprachsteuerung sowie die Einbindung in Automationsroutinen. Die kompakten Maße sind ein weiterer Pluspunkt, weil der Funkstecker sich auch bei wenig Platz verwenden lässt.

Ein großer Haken für Neukunden im Wiser-System ist, dass die smarte Steckdose nicht als eigenständiges Produkt einsetzbar ist, sondern zwingend eine Smart-Home-Zentrale von Wiser voraussetzt. Diese gibt es nicht ohne Heizkörperthermostate im Paket. Die Regler sind schick und kompakt, lassen sich am Gerät selbst und per App zuverlässig und intuitiv bedienen. Aufgrund eines fehlenden Displays am Thermostat fällt die Lösung aber hinter anderen hochwertigen Smart-Home-Thermostaten zurück.

Die App Wiser Heat bietet für die Thermostate und den Wiser Smart Plug im Test jede Menge Basis- und Zusatzfunktionen für die automatische Steuerung, die sich durch Dienste wie IFTTT, Alexa und Google Home noch erweitern lassen. Dadurch überzeugt das Wiser-System von Ebele als gutes Gesamtpaket für den Einstieg in smartes Heizen und die automatisierte Haussteuerung, ohne aber aus der Masse der Alternativen stark herauszustechen.

Wiser Smart Plug bei Amazon (Provisionslink)
Wiser Heizkörperthermostat Starter-Kit bei Amazon (Provisionslink)


Images by Wiser

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Saugroboter Ecovacs Deebot 710 im Test: Auf Knopfdruck weg mit dem Dreck

Ecovacs Deebot 710 Test

Reinigungsroboter helfen in deutschen Haushalten immer öfter, den Boden von Staub und Schmutz zu befreien. Sogar in Coworking-Spaces drehen sie ihre Runden. Eine der aufstrebenden Marken für Saugroboter ist Ecovacs. Mit dem Modell Deebot 710 hat Ecovacs jetzt ein Mittelklasse-Modell auf den Markt gebracht, das mit einer besonders einfachen Bedienung die Einstiegshürde für Verbraucher weiter senken will. Nach dem Test des früheren Spitzenmodells Deebot R95 vor eineinhalb Jahren wollten wir wissen, auf welchem Stand die Technik sich mittlerweile befindet. Damals erschien uns die Bedienung und Selbständigkeit des Roboters nicht ausgereift. Der Ecovacs Deebot 710 soll alles besser können und sich sogar ganz einfach per Sprache steuern lassen. Das weckt Erwartungen. Erfüllt das 400-Euro-Modell diese in der Praxis?

Reinigung: Saubere Leistung

Smarte Funktionen schön und gut, aber ohne überzeugende Reinigungsleistung ist alles nichts. In dieser Kernkompetenz von Staubsaugern liefert der Ecovacs Deebot 710 souverän ab. Auf Hartböden betrachten wir die Reinigungsleistung als sehr gut. Und das selbst schon im Standard-Modus. Für den zuschaltbaren Max-Modus, der die Saugkraft verdoppelt, gibt es in unserem Praxistest keinen Anlass.

Für Teppiche ist der Deebot 710 ebenfalls geeignet. Allerdings erkennt dieses Ecovacs-Modell die Oberfläche nicht als solche und erhöht die Saugleistung nicht automatisch. Daher bleibt im Test dort mitunter etwas liegen und bedarf einer händischen Nachreinigung.

Für gewöhnlich genügt es, den Roboter im Automatik-Modus seine Bahnen fahren zu lassen. Dabei fährt er die Reinigungsfläche in der Regel systematisch ab. Nur selten säubert er aus nicht nachvollziehbaren Gründen Stellen doppelt oder lässt welche aus. Besonders verschmutzte Stellen kann er sich per Punktreinigung zur Brust nehmen. Entweder setzen wir ihn dazu per Hand an den Zielort oder navigieren ihn per Fernbedienung dorthin.

 

Ecovacs Deebot 710 Test
Auf Hartböden reinigt der Ecovacs Deebot 710 gut, auf Teppich weniger. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Als angenehm empfinden wir im Test die Arbeitslautstärke des Deebot 710. Sie liegt deutlich unter dem Pegel klassischer Bodenstaubsauger. Bedauerlich ist die relativ geringe Kapazität des einfach zu leerenden Behälters. Nach einer Putzfahrt in einer 90-Quadratmeter-Wohnung ist das Volumen von 520 Milliliter krachend voll.

Insgesamt entlastet der Ecovacs Deebot 710 die Putzroutine im Testhaushalt stark. Eben nur auf Teppichen und an sehr unzugänglichen Stellen wie dem Spalt hinter geöffneten Türen, ersetzt er den Einsatz eines herkömmlichen Staubsaugers nicht.

Hinderniserkennung: Kleiner Kerl kommt fast überall klar

Nicht mit Wänden und Möbeln zu kollidieren und sich nicht in der Einrichtung zu verheddern, ist bisher die größte Herausforderung von Reinigungsrobotern. Dass Menschen Staubsaugerroboter in Not zu Hilfe eilen müssen, kommt immer wieder vor.

Doch der Ecovacs Deebot 710 erledigt im Auto-Modus seinen Job tatsächlich überwiegend so selbständig, wie man es von einem Roboter erwarten würde. Dessen Sensorik und Software sind offenbar viel leistungsfähiger und viel besser aufeinander abgestimmt, als noch im Modell R95. Im vierwöchigen Test blieb der Deebot 710 nur einmal an einem Stuhlbein hilflos hängen – ein verkraftbarer Ausreißer. Normalerweise stoppt er sehr präzise vor Hindernissen und schlägt reaktionsschnell einen neuen Weg ein.

Weil der Staubsaugerroboter mit 8,1 Zentimetern vergleichsweise niedrig und mit 32,5 Durchmessern ausreichend klein ist, manövriert er sich sehr wendig durch den Testhaushalt. Unter Tischen, Sofas und Schränken reinigt er auf diese Weise sogar dort, wo die händische Saugroutine sich aus Bequemlichkeit oft zurückhält.

Ecovacs Deebot 710 Test
Der flache Saugroboter ist sehr wendig und kommt fast überall hin – und findet dort auch wieder heraus. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Nichtsdestotrotz empfiehlt es sich, Dekoration, freiliegende Kabel, Hausschuhe und andere kleinere Gegenstände beiseite zu räumen, um Stolperfallen vor der Putzfahrt des Ecovacs Deebot 710 zu reduzieren. Dies bedeutet in der Praxis aber auch nicht mehr Aufwand, als beim eigenhändigen Saugen anfällt, bei der eine freie Reinigungsfläche ja ebenfalls ein gründliches Ergebnis erleichtert.

Bedienung: Einfacher und flexibler geht es nicht

Eine einfache Handhabung ist ein Hauptverkaufsargument für den Deebot 710. Ecovacs verspricht hier nicht zu viel. Wie es die Produktbeschreibung nahelegt, ist der Ecovacs Deebot 710 in unserem Test tatsächlich ohne große Vorbereitung einsatzbereit. Nach einer Aufladung des Akkus genügt es, den Start-Knopf auf der Oberseite zu drücken und sofort zieht der Roboter eigenständig seine Bahnen. Eine beaufsichtigte Probefahrt zur Erstellung einer virtuellen Karte ist, anders als beim Deebot R95, nicht notwendig.

Alternativ sind Starten und Stoppen des Reinigungsvorgangs auch per Fernbedienung möglich, die zum Lieferumfang zählt. Zusätzlich bietet sie vier Richtungstasten, die praktisch sind, um den Ecovacs Deebot im Punkt-Modus zum Zielort zu navigieren. Bis Tasteneingabe und Bewegungsreaktion in eine flüssige Fahrt münden, vergeht etwas Eingewöhnungszeit. Danach klappt die Steuerung aber einwandfrei.

Ecovacs Deebot 710 Test
Der Saugroboter lässt sich prima per mitgelieferter Fernbedienung steuern. Daher kann das Smartphone ruhig zur Seite gelegt werden. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Eine App namens Ecovacs Home dient als weitere Alternative zum Starten und Stoppen der Putzfahrt. Außerdem können wir dort einen Zeitschaltplan für automatische Routinefahrten erstellen. Die App funkt den Roboter nicht direkt an, sondern greift dazu auf den WLAN-Router zu. Sollte dieser ein 5-Ghz-Teilnetz verwenden, muss es während der Einrichtung vorübergehend stillgelegt werden. Denn der Roboter versteht sich damit nicht. Im anschließenden Alltagsbetrieb sorgt ein aktiviertes 5-GHz-Netz aber für keine Störungen.

Per Sprache können wir den Roboter ebenfalls starten, stoppen und zur Ladestation zurückfahren lassen. Das funktioniert sowohl mit Amazon Alexa als auch Google Assistant. Ob wir dafür einen smarten Lautsprecher oder die entsprechenden Assistenz-Apps verwenden, ist unerheblich. Beides klappt in der Praxis sehr gut. Voraussetzung ist, dass wir unsere Amazon- und Google-Konten mit unserem Ecovacs-Konto verknüpfen.

Übrigens kann der Ecovacs Deebot 710 auch selbst sprechen. Wahlweise auf Englisch oder Deutsch, quittiert er Beginn und Ende eines Einsatzes oder ruft um Hilfe, wenn er sich verheddert hat. Dabei ist die Lautstärke der Sprachausgabe jedoch empfindlich laut und lässt sich nicht regulieren, sondern nur in der App abstellen.

Ecovacs Home: Schlanke und stabile App

Als smartes Gerät verfügt der Ecovacs Deebot 710 natürlich auch über eine eigene App, ist ja Ehrensache. Ecovacs Home ist für Android-Smartphones und iPhones erhältlich, aber nicht für die Bildschirme von Tablets angepasst. Die App funktioniert deutlich besser als diejenige, die wir einst mit dem Deebot R95 verwendet haben. Sie ist übersichtlich aufgebaut, reagiert schnell und läuft stabil.

Die App dient als Fernbedienung, Zeitschaltplaner, sowie als Anlaufstelle für ein Reinigungsprotokoll und eine Verschleißprognose. Außerdem schickt sie Push-Nachrichten aufs Smartphone, wenn die Reinigung beendet ist oder etwas schiefläuft. Ferner haben wir im Test die Firmware des Roboters mittels der App aktualisiert.

Ecovacs Deebot 710 Ecovacs Home App
Mit der Hersteller-App lässt sich der Ecovacs Deebot 710 starten und stoppen, dessen Arbeitspensum überprüfen und eine Verschleißprognose einsehen. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Per Touchscreen den Roboter zur Punktreinigung zu navigieren, ist mit der App des Deebot 710 nicht möglich. Darüber hinaus können wir die Reinigungsfläche auch nicht virtuell begrenzen und Räume oder noch kleinere Bereiche von der Putzfahrt ausschließen. Dies geht nur ganz banal durch das Zusperren von Türen.

Insofern ist die App des Ecovacs Deebot 710 relativ schlank gestrickt und für den Regelbetrieb noch nicht einmal nötig. Stattdessen genügen die Tasten am Gerät und auf der Fernbedienung in der Praxis.

Ausdauernder Akku, einfache Wartung

Der eingebaute Lithium-Akku bietet mit 2.600 mAh so viel bzw. so wenig Kapazität wie ein Mittelklasse-Smartphone. Laut Ecovacs genügt die Energie für einen Einsatz von bis zu 110 Minuten, was sich mit unseren Praxiseindrücken deckt. Das ist eine deutlich längere Laufzeit als sie noch der Deebot R95 bot. Dennoch reicht sie nicht komplett, um die Nutzfläche einer 90-Quadratmeter-Wohnung in einem Rutsch zu reinigen. Zwar zieht sich der Roboter dann eigenständig auf die Ladestation zurück, setzt die Reinigung aber anschließend nicht automatisch fort. Hier wäre eine entsprechende Option in den Einstellungen wünschenswert.

Ecovacs Deebot 710 Test
Nach getaner Arbeit oder wenn der Akku fast leer ist, findet der Roboterstaubsauger allein zur Ladestation zurück. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Die Ladezeit ist mit einer Dauer von vier Stunden zwar recht lang, aber immerhin lässt sich der Ecovacs Deebot 710 auch mit nicht ganz vollem Akku einsetzen. Am Gerät ist der Restladestand allerdings nicht einsehbar – dies geht nur in der App. Sollte der Akku einmal das Zeitliche segnen, lässt er sich nicht eigenhändig wechseln. Andere Verschleißteile wie die Hauptbürste und die Seitenbürsten sind dagegen einfach auszutauschen.

Test-Fazit: Ecovacs Deebot 710 reinigt schlau – auch ohne App und Hilfe

Nach dem durchwachsenen Eindruck des Ecovacs-Modell Deebot R95, hat uns der Deebot 710 im Test positiv überrascht. Als smarte Haushaltshilfe ist er absolut empfehlenswert. Schließlich erledigt er seinen Reinigungsjob auf sehr hohem Niveau und braucht praktisch nie menschliche Rettung aus der Not. Die Bedienung ist so einfach, wie es der Hersteller verspricht. Weil dafür die App kaum benötigt wird, eignet sich der Ecovacs Deebot 710 besonders für Menschen, die ihr Smartphone auch gern einmal beiseitelegen.

Verglichen mit dem Deebot R95 hat Hersteller Ecovacs einen großen Sprung gemacht. Dessen gehobene Mittelklasse in Form des Deebot 710 ist heute leistungsfähiger und praktischer als die Oberklasse vor zwei Jahren. Geht es nach Ecovacs, ist die Zukunft des autonomen Staubsaugens aber noch viel rosiger. Im Laufe des Jahres soll ein Roboter erscheinen, der dank künstlicher Intelligenz kleine Objekte noch besser erkennen und im Bedarfsfall umfahren kann. Dadurch wird gewissenhaftes Aufräumen vor der Putzfahrt entbehrlich. Dieses Feature erscheint zur Premiere jedoch im teuren Oberklasse-Modell Ozmo 960 und dürfte erst später in die erschwingliche Mittelklasse der Roboterstaubsauger Einzug halten.

Der Ecovacs-Staubsaugerroboter bei Amazon (Provisionslink)


Images by Ecovacs; Berti Kolbow-Lehradt

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Smarte Heizkörperthermostate erklärt: Mehr Komfort, weniger Verbrauch – so geht‘s

Smarte Heizkörperthermostate mit Conrad Connect - das bringt's

Smarte Heizkörperthermostate kümmern sich um eine wohlige Wärme und sorgen gleichzeitig dafür, dass Bewohner „nicht für die Straße heizen“. Anders als herkömmliche Thermostatköpfe denken sie mit und regeln die Temperatur genau zur richtigen Zeit. Das erhöht den Komfort und senkt den Energieverbrauch. Wie sich auf intelligente Weise Wärme ins Smart Home bringen lässt, erklären wir zusammen mit Conrad Connect.

So funktioniert die intelligente Heizungssteuerung

„Anders als herkömmliche Modelle verfügen smarte Heizkörperthermostate über einen Elektromotor und sind mit dem Internet verbunden. Dadurch können sie die Wunschtemperatur aufs Grad Celsius genau regeln – und zwar auch per Fernsteuerung in und außerhalb des Hauses“, erklärt Giorgi Jashiashvili, Technik-Experte bei Conrad Connect. Wer öfter einmal vergisst, die Heizung in den Sparmodus zu schicken, kann dies mit smarten Heizkörperthermostaten auch dann noch nachholen, wenn er das Haus bereits verlassen hat.

Allerdings müssen Bewohner noch nicht einmal selbst daran denken, die Heizung ein- und auszuschalten. Per sogenanntem Geofencing sorgen smarte Heizkörperthermostate für eine ortsbasierte Steuerung. Dabei lassen Bewohner per GPS und WLAN ihres Smartphones die Heizsteuerung wissen, ob sie sich im Smart Home aufhalten oder es verlassen haben. Darüber hinaus erkennen smarte Heizkörperthermostate abhängig vom Modell, ob Fenster oder Türen beispielsweise zum Lüften geöffnet sind. Sowohl bei der Fenster-Offen-Erkennung als auch beim Geofencing fährt die Heizung dann rechtzeitig herauf und herunter.

Wenn sie nicht gerade auf Ereignisse und manuelle Eingriffe reagiert, folgt die intelligente Steuerung festgelegten Zeitschaltplänen. Diese sind für einzelne Räume definierbar. Manche Heizungsteuerungen lassen dabei sogar die Wettervorhersage einfließen und fahren die Energie zurück, wenn die Sonne scheint. Das verringert den Energieverbrauch zusätzlich.

Einfache Installation und flexible Bedienung

„Wer von smarten Heizkörperthermostaten profitieren möchte, muss keinen Neubau hochziehen. Sie lassen sich einfach montieren und können so vorhandene Heizkörper modernisieren“, betont Giorgi Jashiashvili, Technik-Experte bei Conrad Connect. Zur Montage genügt eine Rohrzange, mit der der alte Thermostatkopf abgeschraubt und der smarte Ersatz angeschraubt wird. Das gelingt selbst Laien. Um Funkchip und Elektromotor mit Energie zu versorgen, wird das Thermostat noch mit Batterien bestückt. Sie halten in der Regel sehr lange. Eine App im Smartphone sagt Bescheid, wenn es Zeit für einen Tausch ist.

Smarte Thermostate lassen sich sehr flexibel bedienen. Wer es gerade wärmer oder kälter haben möchte als im Zeitschaltplan vorgesehen, kann die Wunschtemperatur über Apps oder mit Sprachbefehlen einstellen. Für den Signalaustausch zwischen den Thermostaten auf der einen Seite sowie den Bediengeräten wie Smartphones und smarte Lautsprecher auf der anderen Seite sorgt ein sogenanntes Gateway. Diese kleine Box verbinden Anwender mit ihrem WLAN-Router.

Smarte Heizung mit Smartphone steuern
Smarte Heizkörperthermostate lassen sich per Smartphone-App, Sprachsteuerung oder über Conrad Connect steuern. Image by Andrey Popov / stock.adobe.com

Natürlich lässt sich die gewünschte Temperatur auch weiterhin direkt am Thermostat festlegen. Denn trotz digitaler Aufrüstung verfügen alle Regler immer noch über Tasten oder einen Drehring.

Weniger Energieverbrauch: So viel Ersparnis ist drin

Geld sparen zu wollen, ist ein häufiger Grund, sich smarte Heizkörperthermostate anzuschaffen. Tatsächlich lassen sich der Energieverbrauch und damit die Nebenkosten senken. Eine Ersparnis von bis über 30 Prozent halten die Thermostat-Hersteller selbst für möglich. Doch dabei spielen viele Faktoren eine Rolle, etwa, wie häufig Bewohner ihr Smart Home verlassen oder das Fenster zum Lüften öffnen. Deshalb kann die Höhe der Ersparnis im Einzelfall stark abweichen. Außerdem sind in der Rechnung natürlich die Anschaffungskosten zu berücksichtigen. Diese fallen etwas höher aus als bei herkömmlichen Modellen, weil eben auch erheblich mehr Technik drinsteckt.

„Auf jeden Fall deutlich spürbar ist jedoch der Komfortgewinn. Die Heizung dank automatischer Abläufe nicht mehr selbst regulieren zu müssen, bedeutet für viele Verbraucher im Alltag ein deutliches Plus an Wohnqualität“, erläutert Giorgi Jashiashvili, Technik-Experte von Conrad Connect. Darüber hinaus freut sich die Umwelt. Denn, wenn die Heizung weniger Energie verbraucht, gelangt auch weniger CO2 in die Luft. Dadurch leisten Verbraucher ihren persönlichen Beitrag dazu, wem Klimawandel entgegenzuwirken.

Die besten Heizkörperthermostate für das Smart Home finden

„Smarte Heizkörperthermostate unterscheiden sich bei den Funktionen, dem Design und natürlich im Preis. Ein genauer Vergleich lohnt sich“, rät Giorgi Jashiashvili. Schon rein optisch sind die Unterschiede groß. Reicht etwas Schlichtes oder soll Premium-Design die Heizkörper zieren? Und wenn auch gleich ein Display integriert ist, lässt sich die Temperatur ohne App und Web ablesen. Außerdem verstehen sich viele Lösungen nicht mit beiden, sondern mit jeweils einem der beiden großen Sprachdienste Google Assistant und Amazon Alexa.

Beim Einstieg in die smarte Heizungssteuerung muss ein Gateway für 50 bis 150 Euro her. Ein einzelnes Thermostat kostet dann zwischen 40 und 80 Euro. Abhängig vom Modell ist eine Fenster-Offen-Erkennung an Bord. Falls nicht, lässt sich diese über externe Tür- und Fensterkontaktsensoren nachrüsten.

Smarte Heizung mit Fenster-Offen-Erkennung.
Praktisch: Viele smarte Heizkörperthermostate erkennen offene Fenster und drosseln dann automatisch die Leistung. Falls Sensoren dafür nicht integriert sind, lassen sie sich per Conrad Connect verknüpfen. Image by Creativemarc / stock.adobe.com

Einfacher geht’s nicht: Einstellungen für die smarte Heizung per Mausklick

Nutzer von Conrad Connect brauchen sich nicht auf smarte Thermostate von einem Hersteller festzulegen. Stattdessen können sie verschiedene Lösungen kombinieren und gleichzeitig steuern. Darüber hinaus lassen sich auf der Plattform weitere Komponenten einbinden, zum Beispiel Sensoren für Raumluft, Fenster-Offen-Erkennung und Bewegungsmeldung.

Dies bietet nicht nur mehr Freiheit bei den Kombinationsmöglichkeiten sondern erleichtert auch die Bedienung. Denn anstatt jedes Thermostat in der jeweiligen Hersteller-App zu konfigurieren, können Nutzer Zeitschaltpläne und automatische Abläufe für sämtliche im Smart Home verbauten Heizkörperthermostate in einem Rutsch festlegen.

Und das Beste daran: Die fleißige Community von Conrad Connect hat bereits ganze Arbeit geleistet und automatische Abläufe für viele gängigen Geräte-Kombinationen und Szenarien erstellt. Diese können neue Nutzer in Form von gebrauchsfertigen Projekten mit einem Mausklick per Web-App einfach in ihr Profil importieren und sofort damit loslegen. Weitere Tipps bietet dieser Blog-Post zum smarten Heizen bei Conrad Connect.

So einfach geht Smart Living. Am besten gleich kostenlos ausprobieren!

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Google Assistant für Android Auto – der Assistent für unterwegs

Google Assistant für Android Auto

Mit Google Maps, bzw. dem Google Assistant sind schon viele Menschen gut durch den Verkehr und an ihr gewünschtes Ziel gekommen. Eine einfache App, die einem die Route anzeigt, die Fahrzeit und möglichen Stau und die dadurch resultierende Wartezeit. Ein Nachteil ist natürlich, dass man das Navi von Hand bedienen muss. Ein Mix aus einem digitalen Assistenten und Maps, würde das Ganze noch einmal abrunden. Zu Beginn des Jahres konnten sich dann Nutzer von Google Assistant in den USA über eine Neuerung freuen. Denn der Google Assistant ist jetzt für Android Auto verfügbar. So bleiben seitdem die Hände am Lenkrad und die Augen auf die Straße gerichtet. Nun ist Google Assistant für Android Auto auch in Deutschland erhältlich und steht Nutzern nach und nach zur Verfügung.

Was erwartet uns bei Google Assistant für Android Auto?

Anstatt der Hände, können Nutzer ihre Stimme im Auto einsetzen und somit das Unfallrisiko um einiges verringern. Wer Spotify oder Google Music Play während der Fahrt bedienen möchte, der braucht das nicht mehr direkt auf dem Gerät mit den Fingern einzustellen. Auch Nachrichten via WhatsApp können während der Fahrt bequem abgehört und verschickt werden.

Wichtig ist für die Nutzung, dass euer Fahrzeug mit Android Auto kompatibel ist. So ist gewährleistet, dass ihr den Google Assistant für Android Auto bei verbundenem Smartphone auf dem Display in eurem Auto nutzen könnt.

Für wen eine Verbindung über ein Autodisplay nicht möglich ist, der kann den Google Assistant für Android Auto natürlich auch direkt auf dem Smartphone benutzen. Hierfür könnt ihr euch im Google Play Store die App runterladen.

Wie funktioniert Google Assistant für Android Auto?

Der Google Assistant hat mich neugierig gemacht (zugegeben ich hatte ihn noch nie benutzt) und da ich viel im Auto sitze und Autobahn fahre, weiß ich, wie praktisch es ist, wenn Nachrichten einfach so per Sprachbefehl verschickt oder abgehört werden können. Auch das Steuern der Musik ist ziemlich sinnvoll. Also habe ich mir den Google Assistant für Android Auto heruntergeladen und direkt ausprobiert.

Google Assistant Android für Auto Screenshot by Jennifer Eilitz
Startbildschirm des Google Assistant für Android Auto mit vereinfachtem Bedienfeld – Navi, Telefon und Musik. Screenshot by Jennifer Eilitz

Das Grundprinzip der Bedienung ist ziemlich einfach. Die App zeigt einen vereinfachten Bildschirm an, damit man mit nur einem Fingertipp einen Befehl ausführen kann. Mit dem einfachen Satz „Ok Google“ macht man das Gerät auf sich aufmerksam. Wenn die einzelnen „Sprech-Punkte“ auf dem Bildschirm erscheinen, dann kann man Google sein Anliegen mitteilen.

Leider hat das Ansprechen von Google während der Fahrt bei mir überhaupt nicht funktionieren wollen. Nach mehreren Malen „Ok Google“ habe ich es dann mit einer erhöhten Lautstärke probiert, doch hat mein Gerät noch immer nicht reagiert, sodass ich im Auto saß und quasi mein Smartphone angeschrien habe. Das konnte ganz schön nervig sein und zudem muss es wirklich komisch für andere ausgesehen haben. Um aber Google Assistant für Android Auto zum Leben zu erwecken, reicht allerdings auch ein Tipper auf das Mikrofon am oberen Bildschirm und schon kann man sich mit dem Google Assistant unterhalten.

Sobald ich es zu Hause im Stillen erneut probiert habe, den Assistant anzusprechen, hat es wiederum sehr gut funktioniert.

Das Empfangen von WhatsApp-Nachrichten finde ich gut gelungen, denn hier weist mich der Assistant auf eine neue Nachricht hin und ich kann ihm sagen, dass er sie mir vorlesen soll. Google Assistant liest mir dann meine Nachricht vor und sagt mir, von wem diese stammt. Anschließend werde ich gefragt, ob ich antworten möchte oder, ob das alles ist. Möchte ich antworten, dann sage ich meinen Text auf und Google wiederholt ihn noch einmal zur Sicherheit. Abschließend kann ich sagen „Senden“ oder „Ändern“, dann sage ich die Nachricht gegebenenfalls noch einmal auf.

Einfach ist auch das Tätigen von Telefonanrufen. „Ok Google, ruf … an“ und schon wird der Anruf hergestellt. Während meines Tests, hat das ebenfalls wunderbar geklappt.

Auch das Öffnen meiner Spotify-App hat bestens funktioniert, doch hier kam bei mir schnell die Enttäuschung. Zwar wird die App geöffnet, aber alle Sprachbefehle, die ich hier gebe wie beispielsweise „Öffne meine Playlist …“ kann der Google Assistant nicht ausführen oder ignoriert meinen Befehl einfach. Sofern ich sage „Ok Google, spiele meine Musik ab“, dann spielt Google auch Musik ab, nur leider nicht meine gewünschte Playlist. Die muss ich im besten Fall vor der Fahrt schon auswählen. Wenn Google allerdings meine Musik beenden soll, dann tut sich gar nichts.

Ein persönlicher Assistant mit Stärken und Schwächen

Ich persönlich bin von dieser Technologie und die Möglichkeiten, die man anhand eines Sprachbefehls hat, sehr begeistert. Was allerdings einen bitteren Beigeschmack mit sich bringt, sind die gefühlt tausend Einwilligungen in das Mitlesen von Nachrichten, die Einblicke in mein Telefonbuch, und was man nicht alles der App erlaubt. So spannend ich das Ganze auch finde, so „überwacht“ fühle ich mich leider auch. Hier muss man wirklich abwägen, ob es einem egal ist, dass Google beinahe „alles“ mitbekommt, mithören und mitlesen darf, oder ob man doch mehr Wert auf seine Privatsphäre legt.

Google erleichtert einen die Bedienung während des Autofahrens um einiges. Eben mal schnell einen Telefonanruf tätigen, wenn man kein super technisch ausgestattetes Auto besitzt, kann einem da wirklich weiterhelfen. Auch das Versenden von Nachrichten ist eine bequeme und praktische Angelegenheit. Für alle diejenigen, die auch unterwegs einige Nachrichten, Telefonanrufe, oder Termineintragungen im Kalender tätigen müssen, lohnt sich ein Blick in die neue App jedoch allemal.

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Deutschland fürchtet Smart Homes

Zapp2Photo Adobe Stock

Ein Spezialisten-Unternehmen Linksys hat den Auftrag gegeben, eine Studie unter den Europäern durchzuführen und sie zum Thema Smart Home befragen.

In den 1980er Jahren glaubte man fest daran, dass das 21. Jahrhundert fliegende Autos und unzählige Roboter mit sich bringen und die Menschheit vollautomatisiert durch die Gegend laufen wird. Wie wir heute sehen, hat das noch nicht ganz geklappt. Aber wir sind auf einem guten Weg in Richtung dieser fantasievollen Vorstellungen und viele sind gespannt, wie sich unser Leben in den nächsten zehn Jahren ändern wird.

Die ersten Schritte in Richtung „Vollautomatisierung“ sind bereits getan. Wir kennen sie unter dem Namen „Smart Homes“. Und die Europäer finden es klasse. Nur die Deutschen sind bisher nicht ganz überzeugt.

Macht ein Smart TV meinen Haushalt zu einem Smart Home?

Smart TVs sind längst keine Neuheit mehr. Bereits 66 Prozent der Befragten besitzen mindestens einen smarten Fernseher zuhause. Auch Deutschland schafft es mit den Niederländern und Briten sogar auf das Podium mit 65,3 Prozent. Das heißt, bereits mehr als die Hälfte der Haushalte lässt sich von der neueren Technik überzeugen.

Doch das wäre auch erst einmal alles, was man zum Thema Deutschland und Überzeugung von Smart Homes sagen kann. Auch die diesjährige IFA hat bestätigt, dass sich Deutschland zurückhält, wenn es um das Bestaunen der IoT-Geräte geht. Man braucht sich aber nicht zu fürchten, die Smart Home Geräte werden auch den deutschen Markt nach und nach erobern – sobald die Deutschen die gewohnte Vorsicht und das Sicherheitsdenken loswerden.

Smart Homes und Sprachassistenten

Langsam gewinnen auch Sprachassistenten an Beliebtheit. Amazon Echo, Alexa und Google-Assistant fanden schon bei knappen 22 Prozent der Haushalte einen festen Platz. Und viele von ihnen dienen mehreren Zwecken, als nur Musikwiedergabe und Wetterbericht. Dies bedeutet wiederum, dass sich viele Europäer für Smart Home Devices begeistern. Dazu zählen smarte Steckdosen, smarte Beleuchtungsschalter, smarte Temperaturregler und smarte Türklingeln. Vor allem in diesem Bereich ziehen sich Deutsche zurück und überlassen die ersten Schritte den europäischen Nachbarn.

Was erwartet uns in naher Zukunft?

In den nächsten zwei Jahren erklären sich 35 Prozent der Studienteilnehmer bereit, smarte Geräte in ihr Zuhause zu integrieren. Ein großes Interesse wecken die smarten Beleuchtungssysteme – dafür würden sich 43,6 Prozent der Befragten entscheiden.

In den nächsten Jahren können wir auch mit einer zunehmenden Anzahl an Geräten mit Künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen zählen. Dies bedeutet Lösungen, wie smarte Wassermanagementsysteme, die undichte Leitungen direkt melden würden oder intelligente Küchen, die den Ofen automatisch vorheizen.

Fliegende Autos waren zwar kein Thema der Studie, aber mit so einer Vorhersage für die Haushalte könnte es bald passieren, dass wir uns über einen Stau in der Luft beschweren werden.


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Der neue Magenta Smart Speaker von Telekom: Eine Entwicklung voller Besonderheiten

Smart Speaker Magenta by Telekom

Auch die Telekom macht es: auf der IFA 2018 wurde der Lautsprecher von Telekom vorgestellt – der Magenta Smart Speaker. Der Sprecher bildet eine Konkurrenz für Google, Amazon und Apple.

Wer bisher keinen perfekten smarten Assistenten für sich gefunden hat, der kann sich auf den Speaker von Telekom freuen. Magenta erhielt eine weibliche Stimme, die dazu sehr natürlich klingt. Mit dem einfachen Signal „Hallo Magenta“ wird sie aktiviert. Die Antworten lernt sie noch, ist aber auf einem guten Weg zum würdigen Konkurrenten auf dem bisherigen Smart-Speaker-Markt.

Magenta Smart Speaker und seine Funktionen

Die Telekom arbeitet noch an den Sprachbefehl-Antworten. Wie jeder Lautsprecher muss auch Magenta erkennen können, wann sie nach dem Wetter gefragt wird. Egal ob der Nutzer „Wie ist das Wetter heute?“ fragt oder einen Spruch wie „Muss ich einen Schirm einstecken?“ in den Raum wirft. Die Wetterinformationen werden von Wetter Online geliefert.

Jeder, der schon im Besitz von einem Magenta SmartHome ist, sollte sich so schnell es geht darum kümmern, die Hände auch an den Magenta Speaker legen zu können. Denn sie ist perfekt für diese Funktionen gemacht. Für die Entertain TV-Nutzer erleichtert sie auch die Auswahl des TV-Programms. Beim Suchen kann man einfach den gewünschten Titel aussprechen und sich somit das lästige Tippen ersparen.

Außerdem ist es möglich, mit dem Sprecher Anrufe anzunehmen und Telefongespräche durchzuführen. Für Festnetzanrufe ist allerdings ein Telekom-Anschluss erforderlich.

Für die Musik-Fans unter uns gibt es enttäuschende Neuigkeiten: Der Magenta Speaker kann Radiosender wiedergeben, aber Streaming-Dienste sind bisher, im Gegensatz zur Konkurrenz von Google, nicht verfügbar. Doch zu dem Thema werden bei der Telekom Gespräche geführt, ob und welche Dienste unterstützt werden sollten. Ich drücke die Daumen, dass Music On Demand bald einen Teil der Magenta Software bilden wird.

Was für viele User eine angenehme Abweichung vom Alltag sein könnte, ist eine Kooperation zwischen Telekom und Rewe. Es besteht die Möglichkeit Lebensmittel auf Zuruf zu bestellen oder sich Rezepte diktieren zu lassen.

Magenta Smart Sprecher by Telekom

Wen es abschreckt, dass Magenta noch lange nicht so „smart“ ist wie Alexa oder Google Assistant, der kann jetzt ausatmen. Die Telekom hat angekündigt, dass der Lautsprecher auch die Software von Alexa unterstützt. So kann man beide Assistentinnen zugleich nutzen.

Was macht den Magenta Smart Speaker besonders?

Telekom verspricht, dass die von Magenta gesammelten Daten nicht an den US-Servern abgespeichert werden. In der Tat sollen die Nutzer-Informationen innerhalb der Europäischen Union bleiben. Die Box zeichnet auch keine Gespräche auf und soll, laut Telekom, bis zu dem Aufruf „Hallo Magenta“ taub bleiben.

Bisher ist der Magenta Smart Speaker nicht auf dem Markt. Der Preis soll ungefähr 150 Euro betragen. Zurzeit sucht die Telekom noch einige Testnutzer. Voraussetzung ist ein Festnetzanschluss der Telekom mit laufendem Entertain TV. Die 1000 Kunden, die ausgewählt werden, erhalten den Speaker kostenlos. Hier könnt ihr euch anmelden.

Möglicherweise kommt der Speaker Ende des Jahres auf den Markt, so wie es ursprünglich geplant war. Doch Telekom entscheidet dann, ob der Magenta Smart Speaker reif genug ist, um die Wünsche der Nutzer vollständig erfüllen zu können. Und bevor das passiert, müssen wir uns noch gedulden.


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Tado Smarte Thermostate V3 Plus und neue Heiz-App checken jetzt auch die Luftqualität draußen

Tado Smarte Thermostate V3 Plus

Mit smarten Thermostaten die Heizung zu bedienen, ist bequem. Sie ermöglichen dir eine Fernsteuerung per App oder Sprachanweisungen und erkennen automatisch, wenn das Fenster zum Lüften geöffnet ist und ob Bewohner überhaupt anwesend sind. Die Thermostate von Tado haben uns im Test gefallen. Auf der IFA 2018 stellt der Smart-Home-Spezialist jetzt eine neue Produktgeneration namens Tado Smarte Thermostate V3 Plus samt überarbeiteter App vor. Ab sofort informiert die Software darüber, wie die Luftqualität außen ist und ob Allergiker gefahrlos das Fenster öffnen können.

Tado Smarte Thermostate V3 Plus – das ist neu

Die Hardware hat der Hersteller eher im Detail aktualisiert. Daher erhält die neue Generation auch keine neue Ziffer, sondern nur ein „Plus“ im Namen. Im Wesentlichen wurde die Elektronik auf den Stand der Technik gebracht. Neue Hardware-Funktionen bieten Tado Smarte Thermostate V3 Plus nicht.

Viel wichtiger ist, wie Tado die Software überarbeitet hat. Die für iOS und Android erhältliche Tado-App bietet jetzt einen sogenannten Raumluft-Skill. Ist er aktiviert, warnt er Benutzer, wenn es in einem Zimmer zu feucht oder zu trocken ist und daher eine Runde Lüften empfehlenswert wäre. Dafür gibt es einen entsprechenden Sensor im Thermostat, der das misst.

Dabei berücksichtigt die App auch, ob draußen Pollenflug herrscht und vom Heuschnupfen geplagte Bewohner wirklich bedenkenlos lüften können. Dies erfordert natürlich Messinformationen von außen, die das Innenthermostat nicht liefern kann. Deshalb bezieht die Tado-App diese Daten von einem Dienstleister und speist sie in die App ein.

Um den Raumluft-Skill zu nutzen, ist der Kauf der Tado Smarte Thermostate V3 Plus nicht zwingend notwendig. Auch die vorherige Generation der Heizregler bietet bereits entsprechende Sensoren und kann die Software für die Außenmessung der Luftqualität nutzen.

Update 4.9.: Allerdings gibt es die neue App-Version für Bestandskunden nicht als Gratis-Update. Stattdessen verlangt Tado für die Aktualisierung einmalig rund 20 Euro, wie in diesem Support-Dokument zu lesen ist. Der Link für das Upgrade wird in Kürze für Bestandskunden freigeschaltet, teilte Tado mit. Wer jedoch nicht auf V3 Plus aktualisieren möchte, muss das auch nicht tun. Bestandskunden können ihren Funktionsumfang ohne Einschränkungen weiter verwenden.

Wie gehabt, lassen sich die Thermostate und die App mit Alexa, Google Assistant, Siri und Conrad Connect steuern.

Kostenpflichtiges Cloud-Abo mit Zusatzdiensten

Tado verlässt sich seit längerem nicht mehr nur auf das Hardware-Geschäft, sondern will sein Geschäftsmodell um Dienstleistungen erweitern. Bisher vermittelt der Anbieter bereits Kontakt zu Handwerkern. Jetzt ergänzt er diesen Bereich um kostenpflichtige Cloud-Abos.

Den Anfang macht ein Angebot für einen sogenannten Auto-Assist-Skill. Statt Nutzer auf dem Smartphone zu fragen, ob die Heizung auf eine neue Situation reagieren soll, reguliert sie die Temperatur dann automatisch. Dafür verlangt Tado 2,99 Euro im Monat oder 24,99 Euro im Jahr. 

Update 1.10.: Für die Thermostat-Versionen V1, V2 und V3 war die automatische Steuerung bisher kostenlos. Doch auch für sie wollte Tado die Gebühr einführen, sofern Nutzer die App für ihre bisherige Hardware auf Software-Version V3 Plus aktualisieren. Davon sieht der Hersteller nach harscher Nutzer-Kritik nun ab. Das Upgrade der App auf V3 Plus selbst bleibt aber kostenpflichtig. Für das Freischalten der neuen App für bestehende Hardware verlangt Tado weiterhin rund 20 Euro.

Preis und Verfügbarkeit

Ein Starterkit für Tado Smarte Thermostate V3 Plus ist ab heute je nach Umfang für 130 Euro oder 200 Euro erhältlich. Weitere Heizkörper-Thermostate sind als Einzel- oder Multipacks verfügbar. Die neue App-Version lässt sich im Google Play Store und Apple App Store herunterladen. Bei der Installation erkennt die App automatisch, ob es sich um neue V3-Plus-Geräte oder ältere vom Typ V3 und V2 handelt.

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LG ThinQ WK7 im Test: Der Google Assistant, der gut zuhört – und gut klingt

LG ThinQ WK7

LG ThinQ WK7 ist ein mit Google Assistant ausgerüsteter Lautsprecher. Die südkoreanische Firma hat sich bei diesem Produkt mit dem britischen Audio-Spezialisten Meridian zusammengetan. Das Ziel: ein smarter Lautsprecher, der nicht nur gut zuhört, sondern auch gut klingt. Auf diese Weise will LG eine Alternative zu Google Home bieten. Ich hatte die Möglichkeit, den sprachgesteuerten Speaker zu testen. Hier erfahrt ihr, was der LG ThinQ WK7 drauf hat.

LG ThinQ WK7 und die ersten Eindrücke

Der LG WK7 misst gerade mal 21,1 Zentimeter in der Höhe und 13,5 Zentimeter im Durchmesser. In den Händen wirkt er zwar groß und klobig. Aber auf der Kommode, wo er seinen Platz in meinem Schlafzimmer gefunden hat, fügte er sich sehr dezent ein.

Das schwarze Gehäuse verleiht dem Speaker einen eleganten Look. Alle Tasten, die man zur Bedienung braucht, befinden sich auf der Oberseite des Gerätes. Die Stromversorgung erfolgt durch ein Kabel. Um den Lautsprecher mit dem WLAN zu verbinden, brauchte ich nur mein Smartphone. Für die Installation habe ich circa zehn Minuten gebraucht, es war kinderleicht. Anders als etwa WLAN-Lautsprecher von Sonos, empfängt der LG ThinQ WK7 auch Audio-Signale via Bluetooth.

Der LG ThinQ WK7 ist ein Monolautsprecher, was heißt, dass der Hersteller keine Paarung mit einem weiteren WK7 Lautsprecher für das Stereo-Erlebnis vorsieht.

LG ThinQ WK7
Der LG ThinQ WK7 Speaker in einem Wohnzimmer, Image by LG

Wofür ist der LG ThinQ WK7 gut?

Der Lautsprecher ist über die Cloud mit Googles Sprachdienst Google Assistant verbunden. Mittels eingebauter Mikrofone lässt er sich daher leicht durch Sprachanweisungen bedienen. Dadurch eignet sich der Lautsprecher  zur Sprachsteuerung von Smart-Home-Geräten. Die zwei grundlegende Befehle sind: „OK, Google!“ oder „Hey, Google!“. Nach den Worten reicht es den Wunsch zu äußern, wie zum Beispiel: „Hey, Google, mach das Licht an.“

Ich habe den Smart Speaker aber meistens zur Musikwiedergabe genutzt. Ab und zu habe ich Google nach dem Wetter gefragt oder wie lange ich zur Arbeit brauche.

Der LG ThinQ WK7 unterscheidet dank Künstlicher Intelligenz (KI) bis zu sechs verschiedene Stimmen. Praktisch, wenn man eben nach dem Weg zur Arbeit fragt. So gelang es der KI-Software meine Stimme und die meines Freundes auseinander zu halten und berechnete entsprechend unterschiedliche Wegstrecken zur Arbeit. Die Adresse des Arbeitsplatzes kann man ohne weiteres in der Google Home App angeben, die kostenlos im App Store und im Google Play Store verfügbar ist. Um Musik wiederzugeben, muss das Standardprogramm in der App ausgewählt werden, in meinem Fall ist es Spotify.

Hier ist bei dem LG ThinQ WK7 noch Luft nach oben

Leider hat der WK7 ein paar Problemchen. Das größte: Die Fehler-Erkennung der Sprechbefehle. Erstens, man muss sehr deutlich sprechen, wenn der Google Assistant gebraucht wird. Das gibt einen fetten Minuspunkt, wenn man den WK7 mit Amazon Echo vergleicht. Wenn die Musik gerade laut spielt, muss geschrien werden, damit der Lautsprecher reagiert. Zweitens: Der LG ThinQ WK7 erkennt nicht immer, welcher Künstler gemeint ist. „Years & Years“ verwandelt er in „John Williams“. Dabei muss man erwähnen, dass der Speaker fast ausschließlich Deutsch versteht, also verändert er Lieder, die ein Datum enthalten (zum Beispiel 1942 von G-Eazy). Aus Nineteen Fourty-two wird Neunzehnhundertzweiundvierzig oder ein Tausend Neunhundert Zweiundvierzig.

Der Lautsprecher missversteht auch manche Gespräche als Befehle, was mich weiterhin nicht stören würde, wenn es nichts nachts passieren würde. Ein paar Mal saß ich nachts im Schlafzimmer und telefonierte, wenn ein plötzliches „Das habe ich leider nicht verstanden“ oder „Danke für dein Feedback“ erklang. Nichts übernatürliches, aber beunruhigend um zwei Uhr morgens.

Meridian Technology und weitere Vorteile

Durch die Meridian-Technologie und den beeindruckenden Bass klingt jedes Lied bei jeder Lautstärke hervorragend. Mein ultimativer Indikator ist „Snow“ von Red Hot Chili Peppers. Ich war äußerst positiv überrascht. Jede Note klingt sauber, es gibt keinerlei Störungen. Sowohl bei 20 Prozent als auch bei 100 Prozent der Lautstärke kommt der Klang gut und verzerrungsfrei rüber.

Was ich an dem WK7 als sehr angenehm empfand, war die deutliche Trennung von Musikbespielung und anderen Audioquellen bei der Bedienung mittels Smartphone. Klar, kann man die Musikauswahl jederzeit vom Handy aus steuern, aber das Lied wird nicht unterbrochen, sobald man Videos auf Facebook oder Instagram schaut. Das sind die Vorteile einer WLAN-Verbindung, dank derer die Bluetooth-Verbindung nicht konstant aktiv sein muss, um Musik zu wiedergeben.

LG ThinQ WK7
Elegante schlanke Form, Google-Steuerung und guter Klang. Das ist der LG ThinQ WK7

Fazit

Trotz der kleinen Zickereien, die das Gerät machte, ist es dennoch einen genaueren Blick wert. Die 160 Euro, die man für den LG ThinQ WK7 auslegen muss, sind angesichts der hohen Soundqualität und kinderleichten Bedienung gut investiert. Und für jeden, der darüber hinaus noch Smart-Home-Geräte besitzt, ist dieser Lautsprecher sehr praktisch. Der Speaker sieht zudem elegant aus. Er wird schnell zu einem praktischen Begleiter im Alltag, den er mit smarten Infos und gutem Klang bereichert.

Der LG WK7 auf Amazon (Provisions-Link)


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Archos Hello Connect: Alexa und Google Assistant in einer App für das ganze Smart Home

Archos Hello Connect

Der eigentlich für Smartphones bekannte französische Hersteller Archos möchte einen Fuß in die Tür des Smart Home kriegen. Dazu macht er nicht nur den Echo-Lautsprechern von Amazon Konkurrenz. Auch eine Alternative zu Google Home will Archos etablieren. Dazu bringt das Unternehmen die App Archos Hello Connect für Android-Smartphones sowie für den smarten Lautsprecher Archos Hello.

Die App bietet Zugriff auf die beiden Sprachassistenten Amazon Alexa und Google Assistant. Mit ihr sollen Nutzer ab Ende Juli nicht nur einzelne Geräte steuern können, sondern auch vielfältige Vernetzungsszenarien erstellen und bedienen können. Das soll mit allen Geräten möglich sein, die sich über die Cloud-Plattform des Anbieters Tuya Smart vernetzen lassen.

Eine App als Universalfernbedienung für das Smart Home

Mithilfe von Archos Hello Connect sollen Nutzer smarte Geräte hinzufügen, einrichten und Befehle dafür erstellen können. Anhand derer lassen sich dann beispielsweise Lampen, Steckdosen, Heizungen, Klimaanlagen, Überwachungskameras und vieles mehr steuern – einfach per Sprachbefehl.

Archos will mit der App offenbar gleich mehrere aktuelle Anwendungsprobleme im Bereich des Smart Home lösen. Und zwar ist Alexa bisher erst auf wenigen Smartphones wie dem HTC U12+ integriert. Mit der App Archos Hello Connect werden viel mehr Nutzer Alexa auf ihrem Smartphone verwenden können. Außerdem ist es immer noch nicht selbstverständlich, Geräte verschiedener Hersteller gemeinsam miteinander nutzen zu können. Indem Archos mehrere Ökosysteme integriert, macht es die Bedienung deutlich einfacher.

Dafür, dass möglichst viele smarte Geräte unterstützt werden, sorgt die Plattform von Tuya Smart. Die hierzulande noch kaum bekannte Vernetzungsplattform schlägt ähnlich wie beispielsweise Conrad Connect eine Brücke zwischen den Geräten von mehr als 10.000 Herstellern. Die App Archos Hello Connect dockt an das System von Tuya Smart an.

Archos Hello Connect ab Ende Juli downloaden

Die App erscheint laut Archos ab Ende Juli für Android-Smartphones im Google Play Store. Gleichzeitig fällt der Startschuss für Smart-Home-Zubehör von Archos. So soll ab dem Zeitpunkt auch eine WLAN-fähige Glühbirne von der französischen Marke im Handel erscheinen. Ähnlich wie die Glühbirnen von beispielsweise Philips Hue ermöglicht die Archos Smart WiFi Bulb verschiedene Lichtstimmungen auf Knopfdruck bzw. per Sprachbefehl. Sie wird jedoch deutlich günstiger als die Produkte von Platzhirsch Signify sein und soll nur rund 20 Euro kosten.

Archos Smart WiFi Bulb
Neben einer Smart-Home-App bringt Archos Ende Juli auch eine smarte Glühbirne auf den Markt. Image by Archos

Die beiden smarten Lautsprecher aus der Reihe Archos Mate, die das Modell Archos Hello ergänzen, erscheinen hingegen erst später, voraussichtlich im Oktober.

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Sonos Beam: Soundbar schaltet mit Alexa den Fernseher an

Sonos Beam schwarz

Geht es nach Sonos, hat ein Fernbedienungschaos auf dem Wohnzimmertisch nichts mehr zu suchen. Nicht einmal eine Universalfernbedienung sollen TV-Zuschauer mehr brauchen. Denn der Lautsprecherhersteller hat einen neuen Soundbar angekündigt, der den Sprachdienst Amazon Alexa unterstützt. Statt einen Fernbedienungsbarren in die Hand zu nehmen, können Nutzer ihre Heimkinolandschaft also mit dem Zuruf „Alexa, schalte den Fernseher ein“ aktivieren. Neben dem 450 Euro teuren Soundbar kündigte Sonos zudem Software-Updates an, die ausgewählte erhältliche Lautsprecher um AirPlay 2 und Sprachbefehle von Apples Dienst Siri ergänzen. Ebenso wie Sonos Beam werden die neuen Funktionen Mitte Juli ausgeliefert.

Sonos Beam versteht Alexa-Befehle

Sonos ist nicht der erste, aber der populärste Hersteller eines Klangriegels, der sich mit Alexa steuern lässt. Der neue Soundbar namens Sonos Beam kommt wie andere Sonos-Lautsprecher ohne Fernbedienung aus und wird rein per App oder eben jetzt auch per Sprachbefehl gesteuert. Damit Alexa den TV ansteuern kann, muss er CEC-Funktionen unterstützen. Eine weitere Voraussetzung ist, dass ein HDMI-ARC-Slot am TV frei ist und der Sonos-Klangriegel damit verbunden wird. Dass Sonos HDMI verbaut, ist ein Novum, aber unumgänglich für diese Funktion. Mit einem optischen Kabel lässt sie sich nicht realisieren.

HDMI-ARC und CEC sind bei Flachbildfernsehern seit Jahren gängig, sodass es keine Kompatibilitätsprobleme geben sollte. Wie einfach oder komplex die Sprachbedienung jedoch ausfällt, wenn weitere Zuspieler, wie etwa ein Receiver für IPTV oder eine Spielekonsole eingebunden sind, muss die Praxis zeigen. Wer Sonos Beam weiterhin per Fernbedienung steuern will, kann das dennoch tun. Steuerfunktionen auf eine Universalfernbedienung, wie zum Beispiel von Logitech, zu legen, ist kein Problem.

Sonos Beam weiß Alexa Fernseher
Keine Fernbedienung nötig: Per Sprachbefehl mit Amazons Alexa schalten Nutzer den Fernseher und den Klangriegel Sonos Beam gleichzeitig an. Image by Sonos

Neben der Gerätesteuerung können Nutzer von Sonos Beam den Sprachdienst Alexa natürlich auch in anderen Fragen konsultieren. Wenn es nur um den Wissensschatz von Alexa an sich geht, können Nutzer alternativ jedoch auch einfach zum kleineren Lautsprecher Sonos One greifen.

Ausbaufähig zum Surround-System

Abgesehen von den smarten Funktionen soll Sonos Beam auch über einen hochwertigen Klang verfügen. Für ein besseres Hörverstehen von Dialogen hellt das Lautsprechersystem die Stimmen auf. Für eine ansprechende musikalische Klangwiedergabe sind diverse Woofer und Hochtöner verbaut. Wegen der gleichzeitig kompakten Bauweise wird Sonos Beam aber nicht so laut und breit aufspielen können wie das Sounddeck Playbase und der andere Soundbar im Sortiment, der Playbar. Im Vergleich dazu hat Sonos Beam eine geringere Anzahl an einzelnen Lautsprechern und soll für maximal mittelgroße Räume geeignet sein. Allerdings ist der neue Klangriegel auch 300 Euro günstiger als die beiden anderen TV-Systeme von Sonos.

Weil Sonos Beam aber, wie alle anderen Speaker des Herstellers, Teil eines Systems ist, können Nutzer den Klangriegel mit zwei Sonos One zu einem Surround-System erweitern und auf diese Weise für eine breitere Klangbühne sorgen. Ein separater Subwoofer lässt sich ebenfalls kabellos verbinden.

AirPlay 2 und Siri erleichtern Bedienung von Sonos One, Play 5 und Playbase

Neben neuer Hardware hat Sonos auch Software-Updates angekündigt, die Sonos-Nutzern mehr Steuermöglichkeiten eröffnen. Mit AirPlay 2 müssen Nutzer von Sonos-Lautsprechern nicht mehr frickelige Bastellösungen oder Adapter nutzen. Selbst der Umweg über die Sonos-App ist nicht mehr nötig. Wie bei einem Bluetooth-Lautsprecher können Nutzer in die Apple-Music-App auf dem iPhone oder iPad gehen und einfach einen kompatiblen Sonos-Lautsprecher aktivieren. Wie andere Sonos-Speaker auch, unterstützt Sonos Beam aber nicht nur Apple Music, sondern insgesamt rund 80 Musikdienste. AirPlay 2 wird auf Sonos Beam, Sonos One, der zweiten Generation von Sonos Play 5 und der Playbase laufen. Künftige Produkte werden AirPlay 2 ebenfalls unterstützen.

Darüber hinaus kann Sonos noch mehr Gebrauch von Siri machen. So können Nutzer während des Betriebs per Siri-Befehl einen Lautsprecher zu den bereits spielenden Lautsprechern hinzufügen. Dieses Feature soll im Juli per Update verfügbar sein.

Sonos AirPlay 2 iPhone Apple Music
Wenn im Juli ein Update mit AirPlay 2 erscheint, können Nutzer Apple Music direkt über einen Sonos-Lautsprecher abspielen, ohne zuvor in die Sonos-App gehen zu müssen. Image by Sonos

Weiter warten auf Google Assistant

Was digitale Assistenten angeht, zeigt sich Sonos außerordentlich sprachbegabt. Neben Alexa will der Anbieter auch Google Assistant integrieren. Eine entsprechende Ankündigung gab es bereits vor einem Dreiviertel Jahr, die den Start auf Anfang 2018 datierte. Bei der Vorstellung von Sonos Beam und den Software-Updates gab sich Sonos diesbezüglich allerdings einsilbig und sprach lediglich weiterhin von einer baldigen Verfügbarkeit.

Der neue Sonos-Klangriegel bei Amazon (Provisions-Link)


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HD-Gesichtserkennung an der Haustür: Videotürklingel Nest Hello ab sofort erhältlich

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Der Hersteller Nest Labs hat mit der Videotürklingel namens Nest Hello eine smarte HD-Kamera für die Haustür auf den europäischen Markt gebracht. Diese benachrichtigt Nutzer via Smartphone, wenn Besucher vor der Tür stehen. Die Kamera mit einem 2K-Bildsensor mit Seitenverhältnis 4:3, einem Erfassungswinkel von 160 Grad und HD-Videoqualität nimmt Besucher in ganzer Größe auf, wenn sie klingeln. HDR-Bildverarbeitung und ein Nachtsicht-Modus mit Infrarot-LED sollen dabei für detailreiche Bilder sogar im Dunkeln sorgen. Besuchern zeigt ein Lichtring außerdem, wo sich der Klingelknopf befindet.

Nest Hello Videoklingel Inhalt-Box
Die neue Nest Hello-Videotürklingel bietet ein HD-Kamera mit einem 2K-Bildsensor und Nachtlicht. Image byNest Labs

Mit der Klingel-App von überall antworten

Über die App-Funktion „Sprechen und zuhören in HD-Qualität“ können sich Anwender mit dem Gast unterhalten. Echo- und Rauschunterdrückung sollen dabei für einen entsprechend verständlichen Klang sorgen. Die Kommunikation mit dem Besucher ist aber auch vorher aufgezeichnete Kurzantworten möglich, die man aus der App an Besucher senden kann. Über die App lässt sich außerdem der Klingelton deaktivieren.

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Über die App mit Kurznachrichten antworten und so mit Besuchern kommunizieren. Image by Nest Labs

Always on: Videostreaming rund um die Uhr

Mit durchgehendem Videostreaming haben Nutzer den Eingangsbereich ihrer Haustür jederzeit über Smartphone, Tablet oder Fernsehgerät im Blick. Über die Nest App, den kostenlosen dreistündigen Verlauf und die Ein-Blick-Funktion lassen sich Momentaufnahmen der wichtigsten Ereignisse wieder auffinden. Nest Hello lässt sich zudem mit Google-Assistant-Lautsprechern wie Google Home kombinieren. Kein Wunder, schließlich ist der Hersteller mit Sitz in Palo Alto seit Februar 2018 Teil von Googles Hardware-Abteilung. Und wer Nest Aware abonniert, kann sogar personalisierte Warnungen erhalten und erfährt, ob ein Bekannter vor der Tür steht.

Preise und Verfügbarkeit der Nest Hello-Videotürklingel

Kunden, die ihre Nest Hello-Videotürklingel mit einem Nest Aware-Abo kombinieren, können zudem Videoaufnahmen rund um die Uhr in der Cloud speichern. Zusätzliche Funktionen wie etwa bei der Suche oder eben der Gesichtserkennung sind im Abo ebenfalls enthalten. Nest Hello ist für 279 Euro auf www.nest.com verfügbar. Ab Mitte Juni wird Nest Hello auch im Einzelhandel angeboten. Der Hersteller empfiehlt vor dem Kauf die Kompatibilität über sein Online-Widget zu prüfen.


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Gigaset Smart Home: Aktionsbundles öffnen Tür zum intelligenten Wohnen

Gigaset Smart Home

Smart Home für Alle, dachte sich Gigaset, und bringt jetzt vier günstige Aktionsbundles für ein vernetztes Zuhause auf den Markt. Dabei wird Heimautomation ohnehin immer beliebter. Ob smarte Lautsprecher mit virtuellen Assistenten, intelligente Heizungssteuerung oder vernetzte Rauchwarnmelder. Die Verbreitung von Smart-Home-Produkten ist in den vergangenen drei Jahren laut einer Deloitte Studie um bis zu 67 Prozent gestiegen. Demnach ist aber auch jedem Dritten die Anschaffung einer Smart-Home-Lösung noch zu teuer. Das System Gigaset Smart Home will hier punkten.

Mit den vier neuen Aktionsbundles bringt Gigaset nun also ein Smart Home-Angebot, das sich viele Mieter und Eigentümer leisten können. Denn bis 30. September erhalten Kunden für 79 Euro eines von vier Smart-Home-Bundles zum Schutz von Wohnungen und Häusern; das smoke pack, das elementary pack, das security pack sowie das Gigaset plug pack. Jedes Pack besteht aus einer Basisstation und zwei Sensoren und lässt sich entsprechend über die App für Android und iPhone steuern. Zusätzliche Kosten für die sichere Datenspeicherung in der Gigaset Cloud, fortlaufende Software-Updates oder die Nutzung des Systems entstehen nicht. Jedes Pack ist außerdem jederzeit erweiterbar.

Das Rauchwarnmelder Paket: Gigaset smoke pack

Rauchwarnmelder sind in Deutschland mittlerweile Standard und es gibt viele günstige Angebote, die dieser Pflicht genüge tun. Die beiden Rauchwarnmelder aus dem Gigaset smoke pack können aber mehr als die Standardgeräte. Sie warnen nicht nur lokal vor Feuer und Rauch sondern senden via Gigaset Cloud und Smartphone-App auch Nachrichten an jeden Ort der Welt. Das Bundle lässt sich außerdem mit der Gigaset Alarmsirene erweitern, die im Notfall mit rund 100 Dezibel vor Rauch warnt.

Rundumschutz gegen Wasser und Feuer: Gigaset elementary pack

Wer testen möchte, welche Möglichkeiten Gigaset Smart Home gegen Elementarschäden bietet, kann sich mit dem Gigaset elementary pack nicht nur vor Feuer, sondern auch Wasserschäden warnen lassen. Das Paket besteht aus einem Rauchwarnmelder und einem Wassersensor, der sich flexibel in der Wohnung positionieren lässt. Darüber hinaus kann man mit dem Wassersensor die auslösenden Faktoren für eine mögliche Schimmelbildung beobachten, denn der Sensor überwacht auch Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit.

Einsteigerpaket für Einbruchsschutz: Gigaset security pack

Kompakten und unauffälligen Schutz gegen Einbrecher soll ferner das Gigaset security pack bieten. Türsensor und Alarmsirene an Wohnungs- oder Balkontüren können unterscheiden, ob eine Tür normal geöffnet oder ein Einbruchsversuch unternommen wird. Die Alarmsirene sollte den Täter verschrecken. Außerdem erhält der Nutzer via Gigaset Cloud ein Push-Notification und ist sofort informiert. Wer besonders viel Wert auf Überwachung legt, könnte das System überdies mit der Gigaset Überwachungskamera oder weiteren Fenstersensoren ergänzen.

Smarte Lichtsteuerung: Gigaset plug pack

Das Gigaset plug pack beinhaltet zwei Schaltsteckdosen, die sich von der Kaffeemaschine bis zur Sofalampe mit nahezu jedem Gerät kombinieren lassen. In Verbindung mit dem Gigaset Regelmanager in der Smart-Home-App lassen sich damit alle möglichen Steuerungskonzepte umsetzen. Gigaset Smart Home ist außerdem mit Amazon und Google, sodass sich das vernetzte Heim auch über Sprachebefehle fernsteuern lässt.

Die Aktionsbundles von Gigaset Smart Home im Überblick

  • smoke pack: Eine Basis und zwei Rauchwarnmelder
  • elementary pack: Eine Basis, ein Rauchwarnmelder und Wassersensor
  • security pack: Eine Basis, ein Türsensor und eine Sirene
  • plug pack: Eine Basis und zwei Steckdosen

Alle Bundles sind während der Aktion bis 30. September zum Preis von 79 Euro im Handel verfügbar. Dort finden sich auch alle anderen Produkte von Gigaset Smart Home.

Smart-Home-Produkte von Gigaset bei Amazon (Provisions-Link)


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Google I/O 2018 – Android P und jede Menge Künstliche Intelligenz

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Heute geht im Shoreline Amphitheatre in Mountain View die diesjährige Entwicklerkonferenz Google I/O zuende. An drei Tagen tauschten sich hier Entwickler und Fachbesucher aus aller Welt über die neusten Technologien insbesondere aus dem Hause Google aus. Für ausreichend Gesprächsstoff hatte die Eröffnungsrede von Google-CEO Sundar Pichai nämlich gesorgt. So will Google etwa seine Chromebooks für Entwickler attraktiver machen, indem künftig Linux-Anwendungen auf den Google-Laptops laufen. Das schließt auch die Entwicklungsumgebung Android Studio ein. Damit können Entwickler künftig auf Chromebook arbeiten, ohne das Google-Ökosystem verlassen zu müssen.

Android P – Peanutbar maybe?

Aber obwohl die Google I/O sich schon seit den letzten Jahren immer stärker an Entwickler richtet – schließlich ist es eine Entwicklerkonferenz – machte Pichai auch einige spannenden Ankündigungen für Endnutzer. Besonders interessant: die Beta-Version von Android P mit einem neuen Bedienkonzept, das optisch an LGs Betriebssystem WebOS erinnert und ein eher gestenbasiertes Steuerschema bietet. Bis Android P den Namen einer Süßigkeit bekommt und auf den Geräten der Nutzer installiert wird, dürften allerdings noch Monate, wenn nicht Jahre vergehen. Dann soll Android P dank maschinellen Lernens unter anderem das Nutzer-Verhalten beobachten und Apps beenden, die unbenutzt im Hintergrund laufen.

Google I/O
Knapp 5.000 Entwickler haben es auf die Konferenz Google I/O geschafft. Das Unternehmen sucht sich seine Gäst vorher aus. Image by Google

Nicht stören: #LuxuryToDisconnect

Ein besonders zeitgeistiges Feature bietet Android P ebenfalls: es zeigt Nutzern an, wie viel Zeit sie in jeder einzelnen App verbringen und ermöglicht es ihnen, Zeitlimits für bestimmte Anwendungen festzulegen. Ist die voreingestellte Zeit abgelaufen, lässt sich die App nicht mehr öffnen, es sei denn man ändert in den Einstellungen das Zeitlimit. Auch der verbesserte Nicht-stören-Modus unterstreicht den Entschleunigungs-Trend. Nutzer können nun ihr Telefon so einstellen, dass es keine Benachrichtigungen mehr auf dem Bildschirm angezeigt, weder auf dem Sperrbildschirm noch in der Benachrichtigungsleiste. Zudem lässt sich der Modus neuerdings einfach aktivieren, indem Nutzer das Telefon mit dem Display nach unten auf einem Tisch ablegen. “Slush“ nennt Google dieses Feature.

Falls ihr ein Telefon besitzt, dass die Beta-Version unterstützt, könnt ihr sie jetzt schon installieren und ausprobieren. Allerdings wäre der Wechsel zurück auf Oreo nicht so einfach. Falls ihr Android P also testen wollt, benutzt am besten kein Telefon, dass ihr täglich braucht, denn die Beta-Version wird vermutlich noch etliche Bugs und Usability-Probleme aufweisen. Wem das zu umständlich ist, kann sich stattdessen gerne an den Spekualtionen rund um den neuen Versionsnamen beteiligen.

Ähm, ich hätte gerne einen Termin

Um Sprachassistenten und Künstliche Intelligenz ging es schon bei den I/O-Events in 2016 und 2017. In diesem Jahr war das nicht anders. Am meisten Furore sorgte Google-Chef Pichai wohl mit der experimentellen Google Assistant-Funktion namens “Duplex“: Nutzer können Google Assistant bitten, in ihrem Namen ein Unternehmen anzurufen, um einen Termin zu machen. Dass das tatsächlich schon ganz gut funktioniert, demonstrierte Google mit zwei Telefonanrufen. Im ersten macht Google Assistant mit weiblicher Stimme einen Friseurtermin, im zweiten versucht sich eine männliche Stimme an einer Tischreservierung. Beide Demos zeigen deutlich, dass Google in Sachen Natural Language Processing große Fortschritte macht. Um möglichst natürlich und menschlich zu wirken, baut die KI paraverbale Elemente, wie Verzögerungslaute, Interjektionen oder Stimmlage ein.

Dies und Das – Bitte, danke!

Die Liste mit Neuerungen umfasst noch etliche andere, eher kleinere Änderungen. So bietet Gmail etwa eine Autocomplete-Funktion, die sich in der Realität als ziemlich nervig erweisen dürfte. Google Fotos mit Gesichtserkennung kann Freunde in Bildern erkennen und die betreffenden Fotos per Knopfdruck mit ihnen teilen. Ebenfalls mit einem Knopfdruck könnt ihr jetzt Fotos in PDFs umwandeln. Google Assistant bekommt außerdem ein Höflichkeits-Feature, das Google speziell für die Kindererziehung entwickelt hat. Der Assistent lobt und ist besonders freundlich, wenn ihr bei Fragen an den Assistenten das Wörtchen “Bitte“ sagt. Daher der Name “Pretty Please“ – finde ich nicht nur für Kinder angebracht. Google Pretty Please von Soma Helmi auf Vimeo.

Google Assistant kommt in diesem Sommer auf iOS und Android auch in Google Maps. Dort soll er in den neuen Tabs “Explore“ und “For You“ personalisierte Ergebnisse liefern und Empfehlungen für Orte in der Nähe geben. Zudem kombiniert Google Maps auch die KI-Kamera mit Computer Vision Technologie und Street View. Google Lens erkennt Gebäude oder sogar Hunderassen, wenn ihr eure Kamera auf ein Objekt richten. Diese Objekterkennung wird auch in der Lage sein, Text zu identifizieren, in Echtzeit zu übersetzen oder einzulesen. Ein weiteres Feature namens “Style-Match“ sucht mit Hilfe von Objekterkennung und maschinellem Lernen in Googles Datenbank nach ähnlichen Kleidungsstücken, Möbeln und Objekten, die ihr kaufen könnt.

Material Design 2.0 mit neuem Material Theming-Tool

Mein persönliches Highlight bei der Google I/O dürften die wenigsten Nutzern bewusst bemerkt haben, aber Google hat sein Branddesign weiterentwickelt.

Google I/O Branddesign
Das neuen Design-Tool Material-Theme soll Unternehmen helfen, ihr Branddesign auf Interfaces zu übertragen. Image by Google

Dabei nutzte es das neue Material Theming-Tool, das auf Googles Designsprache Material Design basiert. Das Tool soll helfen, Brandelemente einfacher in Interfaces zu übersetzen. Google hat diese neue Funktion als erstes an seinen eigenen Produkten ausprobiert. So wechselt jetzt etwa der Ladenbalken bei YouTube mit jeder Umdrehung in eine der vier Google-Farben. Auch in Gmail könnt ihr das neue Design entdecken. Mir gefällt es gut. Vor allem der Aspekt, dass sich Apps zukünftig besser unterscheiden sollen und nicht mehr alles aussieht wie von Google, wenn Entwickler mit Material Design arbeiten. Android-Smartphones bei Amazon (Provisions-Link)

Dieser Artikel erschien zuerst auf Netzpiloten Android.


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Smart Home per Sprache steuern: 5 Tipps wie Alexa und Google aufs Wort hören

Smart Home per Sprache steuern

Mit Sprachkommandos Licht, Raumklima, Gartenbewässerung und andere Haustechnik zu bedienen, ist bequem und macht Spaß. Doch wer wegen bekannter Sprachassistenzen wie Amazon Alexa und Google Assistant erstmals richtig Lust auf das Thema Smart Home bekommt, fragt sich vielleicht: „Was soll ich eigentlich sagen?“ Amazon und Google bieten Einsteigern dafür quälend lange Befehlslisten. Denn die Helferlein brauchen konkrete Anweisungen, Umschreibungen verstehen sie oft nicht. Wer allerdings die Systematik dahinter kennt, muss keine Befehlstiraden auswendig lernen. Wir verraten wertvolle Tipps, wie Verbraucher ihr Smart Home per Sprache steuern.

Dies ist der erste Teil einer Serie, in der wir zusammen mit der Smart-Living-Plattform Conrad Connect erklären, wie sich das vernetzte Heim dank automatischer Abläufe viel einfacher bedienen lässt.

Tipp 1: Hey, immer erst das Signalwort. Ok?

Sollen Alexa oder Google Assistant ein Smart Home per Sprache steuern, muss immer erst ein sogenanntes Aktivierungswort fallen. Bei den beiden bekannten Diensten lauten sie „Alexa“ und „Ok, Google“ oder „Hey, Google“. „Die Mikrofone der smarten Lautsprecher verarbeiten die Sprachbefehle erst, wenn sie das Signalwort gehört gehaben. Daher muss der erste Satz eines Befehls immer damit beginnen“, erklärt Giorgi Jashiashvili, Technik-Experte bei Conrad Connect. Wer möchte, kann in der Alexa-App auch „Computer“ als Aktivierungswort einstellen. Damit können sich Star-Trek-Fans einen langersehnten Traum erfüllen.

Tipp 2: Klartext reden

Nach dem Aktivierungswort für die Lautsprecher Amazon Echo oder Google Home folgt die eigentliche Anweisung. Dazu gehört ein Verb in der Befehlsform, das gemeinte Gerät bzw. Gerätegruppe und schließlich der Raum, in dem die Aktion ausgeführt werden soll. Natürlich darf auch der Zielzustand nicht fehlen. Damit sind beispielsweise die Grad-Zahl, die die Heizung erreichen soll, oder die Lichtfarbe und Lichthelligkeit einer smarten Lampe gemeint. „Stellen“, „Anmachen“, „Aktivieren“, „Ausschalten“ und die jeweiligen Gegenteile sind typische Verben, die Alexa und Google Assistant verstehen.

Philips Hue und Google Home
Die Sprachanweisung „Starte Szene Feierabend“ kann für schöne Stimmung sorgen. Image by Philips

Ob Nutzer sagen „Licht im Bad ausschalten“ oder „Dimme das Licht auf 50 Prozent im Wohnzimmer“ ist dabei gleich. So viel Sprachverständnis besitzen die Assistenten durchaus. „Die Reihenfolge ist nicht wichtig, aber alle Teile der Anweisung müssen vorhanden sein. Sonst weiß der Sprachassistent nicht, was er tun soll und wo er es tun soll“, betont Giorgi Jashiashvili.

Wer sein Smart Home per Sprache steuern will, muss also Klartext reden. „Heize im Wohnzimmer auf 22 Grad!“ muss es heißen. Indirekte Aufforderungen wie „Mir ist kalt“, versteht hingegen noch keine Sprachassistenz.

Tipp 3: Smarte Szenen erleichtern die Sprachbedienung

Bequemer und einfacher lassen sich Anweisungen erteilen, wenn Nutzer sogenannte Szenen verwenden. Dabei aktivieren oder deaktivieren sie verschiedene Geräte in einem oder mehreren Zimmern gleichzeitig. Und zwar mit einem einzigen Begriff oder einer Phrase, die Nutzer zuvor selbst festgelegt haben.

So könnten sie beispielsweise mit der Anweisung „Alexa, starte Szene ‚Feierabend‘ mit Conrad Connect“ die Lichttemperatur aller Glühbirnen im Wohnzimmer auf einen tropischen Sonnenuntergang färben, die Heizung auf wohlige 23 Grad heizen und die smarte Steckdose die Musikanlage starten lassen. „Verwenden Nutzer Szenen, benötigen sie keine detaillierten Sprachanweisungen mehr. Das vereinfacht die Bedienung nochmals enorm“, betont Giorgi Jashiashvili von Conrad Connect.

Tipp 4: Deutlich sprechen, Fremdwörter meiden

Was das akustische Hörverstehen betrifft, sind Alexa, Google Assistant und andere Sprachdienste schon sehr weit. Selbst mit Anweisungen aus der anderen Ecke des Zimmers kommen die Mikrofone der smarten Lautsprecher oft klar. Jedoch mit genuschelten Befehlen haben sie die gleichen Probleme wie menschliche Ohren.

„Eine deutliche und klare Aussprache ohne laute Hintergrundgeräusche verbessert die Signalverarbeitung erheblich und vermeidet, dass man eine Anweisung wiederholen muss“, erklärt Giorgi Jashiashvili von Conrad Connect.

Unabhängig von der Aussprache der Nutzer stoßen die smarten Assistenzen allerdings bei Eigennamen und Begriffen aus anderen Sprachen oft an ihre Grenzen. Wenn man etwa Deutsch und Englisch in einem Satz zu mixt, macht dies Alexa und Google Assistant immer mal wieder ratlos.

Tipp 5: Smart Home per Sprache steuern – oder mit Sensor

Gehen Sprachanweisungen wiederholt ins Leere, wenn Nutzer ihr Smart Home per Sprache steuern, strapaziert das die Nerven. Denn schließlich sollen die smarten Helfer das Leben einfacher machen und nicht komplizierter. „Um sprachliche Missverständnisse zu vermeiden, sollten Nutzer komplexe Smart-Home-Szenarieren nicht durch mündliche Anweisungen, sondern sensorbasiert bedienen“, rät Technik-Experte Giorgi Jashiashvili.

Giorgi Jashiashvili von Conrad Connect
Wer sein Smart Home möglichst individuell nach seinen Wünschen gestalten möchte, sollte auf eine sensorbasierte Automation setzen, empfiehlt Giorgi Jashiashvili, Technik-Experte bei der Smart-Living-Plattform Conrad Connect.

Wer die Technik seines vernetzten Heims über die Smart-Living-Plattform Conrad Connect automatisch steuern lässt, braucht keine App und keine Sprachbefehle. Damit Licht, Heizung und andere Geräte reagieren, genügt es, wenn ein Bewegungssensor registriert, dass der Bewohner das Heim betritt. Ein weiterer Vorteil: Conrad Connect berücksichtigt auch äußere Bedingungen. Dann schaltet sich das Wohlfühllicht wirklich nur nach Sonnenuntergang ein.

Zudem verschafft eine zeitgemäße Heimautomatisierung weiteren Komfort. So warnt die smarte Schreibtischlampe vor schlechter Büroluft, der vernetzte Regensensor spornt bei gutem Wetter zum Joggen an und die intelligente Bewässerungsanlage stoppt, damit man trockenen Fußes in den Garten gelangt. So wird das Smart Home erst wirklich smart. Einfach ausprobieren!

Hier geht es zu den nächsten Folgen unserer Smart-Living-Serie, die in Zusammenarbeit mit Conrad Connect entsteht:

2: Kleines Smart-Home-Lexikon: 15 wichtige Begriffe zur Heimautomation
3: Heimautomation für Einsteiger: So einfach geht intelligentes Wohnen
4: Smart-Home-Projekt im Eigenbau: 5 praktische Vernetzungsbeispiele für intelligentes Wohnen
5: Fünf Mythen zum Smart Home und warum sie nicht mehr stimmen


Images by Amazon, Philips, Conrad Connect

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Nest Cam IQ Outdoor wirft jetzt auch ein Auge auf Deutschlands Grundstücke

Nest Cam IQ Outdoor

Immer mehr Haushalte interessieren sich hierzulande dafür, ihr Heim mit einer smarten Sicherheitskamera zu schützen. Schließlich sind sie einfach einzurichten und erschwinglich in der Anschaffung. Die Google-Tochter Nest nutzt dieses Momentum und setzt ihre Expansion in Deutschland fort. Mit der Nest Cam IQ Outdoor komplettiert der Smart-Home-Spezialist sein Kamera-Portfolio auf dem deutschen Markt. Nachdem das wetterfeste Modell mit Gesichtserkennungsalgorithmen bereits seit dem Herbst vergangenen Jahres in den USA erhältlich war, erscheint es heute auch im deutschen Handel für 379 Euro.

Das macht die Nest Cam IQ Outdoor zu einer smarten Sicherheitskamera

Als smarte Sicherheitskamera streamt die Nest Cam IQ Outdoor Full-HD-Aufnahmen per WLAN zum Nest-Account des Nutzers und lässt sich per Smartphone-App für Apple-Geräte und Android-Geräte steuern.

Weil es den Namenszusatz IQ trägt, kann das Modell Gesichter der Bewohner von denen unbekannter Menschen unterscheiden. Zudem ist die Kamera-Software in der Lage, Bewegungen in vorher definierten „Acitivity Zones“ zu registrieren und andere zu ignorieren. Dies setzt allerdings ein kostenpflichtiges Zusatz-Abo beim Online-Dienst Nest Aware voraus. Ohne Nest Aware informiert die Kamera auf Wunsch zwar ebenfalls, wenn sich Personen nähern, trennt dabei aber nicht zwischen Freund und Feind.

Entdeckt die Kamera Berichtenswertes, schickt sie auf Wunsch einen Alarm ans Smartphone. Unabhängig davon, können Nutzer unerwünschte Besucher automatisch abschrecken, indem sie die Nest Cam IQ Outdoor mit den smarten Steckdosen und Glühbirnen von Philips Hue, LIFX, Wemo und TP-Link verknüpfen, sodass sich die Lampen im und am Haus einschalten. Über die Plattform Conrad Connect lässt sich die Nest-Kamera mit weiteren Smart-Home-Geräten vernetzen.

Nest Cam IQ Outdoor Smart Home Vernetzung
Per App lassen sich die Bilder überall abrufen. Wird die Kamera mit smarten Glühbirnen vernetzt, kann sie automatisch Lampen anschalten und Eindringlinge abschrecken. Image by Nest Labs

Trendgemäß versteht sich die smarte Sicherheitskamera auch mit Sprachassistenten. Als Tochterunternehmen des Google-Konzerns Alphabet ist die Kompatibilität zum Google Assistant Ehrensache. Allerdings versteht das Modell nicht mehr als genau eine „Ok, Google“-Sprachanweisung. So können sich Nutzer auf diese Weise derzeit nur den Video-Feed auf ihren Fernseher streamen lassen – sofern sie dafür einen Chromecast als Signalüberträger verwenden. Im Vergleich dazu versteht die Nest Cam IQ Indoor nach einem Update viel mehr Google-Assistant-Befehle.

Diese Nest-Kamera will an die frische Luft

Anders als die von uns bereits getestete Nest-Kamera ist dieses Modell für den Außeneinsatz gedacht und daher wetterfest. Gemäß IP66-Standard widerstehen die Dichtungen des Gehäuses aufdringlichen Staubkörnern ebenso wie starkem Regen. Ihrem Betrieb sollen auch extreme Temperaturen von 40 Grad unter und 45 Grad über dem Nullpunkt nicht stören.

Damit Eindringlinge nicht einfach die Energieversorgung kappen, lässt sich das USB-C-Stromkabel durch eine Öffnung in der Bodenplatte unerreichbar in der Wand versenken. So nah heran kommen Einbrecher aber im besten Fall gar nicht. Denn die Kamera verfügt über einen integrierten Lautsprecher, mit dem Nutzer unerwünschten Personen verbal die Leviten lesen können. Der Schallwandler soll 15-mal lauter sein als im älteren, verwandten Outdoor-Modell ohne IQ-Namenszusatz.

Nest Cam IQ Outdoor draußen
Die Nest Cam IQ Outdoor ist gemäß IP66 geschützt gegen Staub und Regenwasser. Image by Nest Labs

Automatischer Zoom auf Gesichter

Im Normalzustand nimmt die Nest Cam IQ Outdoor ihre Umgebung in einem sehr großen Bildwinkel von 130 Grad auf. Dabei ist die interne Bilderkennung so programmiert, dass sie automatisch an Gesichter heranzoomt, wenn sie Menschen erkennt. Eine bis zu 12-fache Bildvergrößerung ist möglich. Für ausreichend Detailschärfe sorgt dabei ein 8-Megapixel-Sensor, der Standbilder in 4K und Videos in Full-HD (1080p) ausgibt. Starke Helligkeitsunterschiede mildert eine HDR-Aufbereitung des Bildes. Infrarot-Dioden gewährleisten außerdem, dass die Kamera selbst nachts noch klare Sicht hat.

Längerfristige Speicherung nur mit Cloud-Abo

Wie bei Nest-Kameras üblich, können Nutzer die Aufnahmen nicht lokal auf einer Speicherkarte oder Netzwerk-Festplatte sichern. Stattdessen lädt die Nest Cam IQ Outdoor den Feed auf die Internetserver von Nest. Von dort streamen Nutzer die Aufnahmen auf dem Smartphone, Tablet oder Laptop. Schließlich sei nur mit der Rechenpower aus der Cloud eine aufwendige Personen- und Gesichtserkennung realisierbar, lautet die Begründung des Anbieters. Eine mit 128-Bit AES stark verschlüsselte TLS/SSL-Verbindung und eine Zwei-Faktor-Authentifizierung sollen für ein technisch hohes Sicherheitsniveau sorgen und Vorbehalte gegenüber Cloud-Diensten entkräften.

Nest Cam IQ Outdoor Personenerkennung
Mithilfe von Rechenpower aus der Cloud kann die Kamera-Software Personen und Gesichter identifizieren. Image by Nest Labs

Wollen Nutzer mehr als kurze Clips rund um ein Ereignis sehen, das den Alarm ausgelöst hat, können sie eine kontinuierliche Speicherung bei Nest Aware buchen. Neben einer 30-tägigen Speicherung für 30 Euro im Monat und einer 10-tägigen Speicherung für 10 Euro im Monat bietet Nest Aware nun auch eine 5-tägige Speicherung für 5 Euro im Monat an. Diese Kosten kommen zu dem einmaligen Kauf einer Nest Cam IQ Outdoor oben drauf.

Weitere Infos und einen Shop bietet die Produktseite der Nest Cam IQ Outdoor.

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Highlights der CES 2018: Sprachassistenten und Roboter ziehen ins Smart Home

Highlights der CES 2018

Die weltgrößte Technik-Messe CES kennzeichnet dieses Jahr neben zahlreichen neuen Gadgets, autonomen Autos und Virtual Reality vor allem die schiere Masse an Lösungen fürs Smart Home. Wir haben uns für euch durch die Trilliarden Technik-News gewühlt. Das sind unsere Highlights der CES 2018.

Fernseher: Jetzt mit Sprachassistenten kompatibel

Smart TVs sind immer komplexer zu bedienen, weil sie so viele Funktionen erhalten haben. Dies durch Sprachsteuerung zu vereinfachen, haben zwar schon einige Hersteller versucht. Aber ohne durchschlagenden Erfolg. Jetzt soll es die Integration bekannter digitaler Sprachassistenten richten.

Ein Vorreiter ist hier LG: Neben einem aufrollbaren OLED-Screen überzeugte der Konzern die Fachpresse durch die Implementierung von beiden großen Sprachassistenten, nämlich Google Assistant und Alexa. Solltet ihr also entweder einen Google Home oder einen Amazon Echo haben, wird die Steuerung durch einfache Sprachbefehle enorm erleichtert. Auch der Google Assistant auf eurem Smartphone kann die TV-Geräte aktivieren.

LG Smart TV Google Assistant
LG Smart TVs lassen sich künftig mit Google Assistant per Sprache steuern. Image by LG Electronics

Neben grundlegenden Funktionen wie dem Wechseln des aktuellen Senders sollen bei den LG-Fernsehern auch die vorinstallierten Anwendungen bedient werden können. Die Suche nach Youtube-Videos oder Netflix-Filmen klappt bei Demonstrationen auf der CES bereits sehr gut.

Auch Samsung, der weltgrößte Produzent von Displays, lässt sich nicht lumpen und wird seine Fernseher seine zukünftig über eure Stimme steuern lassen. Allerdings nutzt Samsung die Eigenentwicklung Bixby. Der Sprachdienst der Koreaner ist seit kurzer Zeit auch auf Deutsch verfügbar, besitzt aber noch lange nicht den Funktionsumfang eines etwas länger gereiften Assistenten.

Nutzer der neuesten Galaxy-Smartphones wie etwa dem Samsung Galaxy S8 oder Note 8 dürften sich über die Einbindung von Bixby freuen. Auf anderen Smartphones ist der Dienst nicht verfügbar.

Smarte Displays ergänzen smarte Lautsprecher

Den jüngeren Hype um digitale Sprachassistenten transportieren vor allem sprachgesteuerte Lautsprecher in die Wohnungen und Häuser von Konsumenten. Nach dem Vorbild des Amazon Echo Show wird in diesem Jahr ein neuer Schwerpunkt auf smarten Displays liegen, die daher auch zu unseren Highlights der CES 2018 zählen.

Ein Beispiel ist Brilliant Control Smart Light Switch. Er wurde 2017 ursprünglich als cleverer Lichtschalter designt. Nun übernimmt der Lichtbringer Funktionen des Amazon Echo Show und wird dadurch zur Smart-Home-Zentrale. Ihr könnt auf dem hochkant montierten 16:9-Monitor die sogenannten „Display Cards“ aufrufen, die auch beim Show auf Suchanfragen gezeigt werden. Mit einem dieser besonders schlauen Lichtschalter in jedem Zimmer des Hauses ließe sich euer gesamtes Smart Home problemlos steuern, ohne auch nur einen Amazon-Echo-Lautsprecher verbaut zu haben. Das Kontrollpanel, welches zum Beispiel auch in die Wand eingelassen werden kann, kostet zum Start in den USA 199 US-Dollar. Wie der Euro-Preis aussieht, ist noch nicht bekannt.

Die AR-Brille Vuzix Blade hört aufs Wort

Nun erobern Sprachassistenten auch Headsets für Augmented Reality. Der Hersteller Vuzix integriert Alexa in seine AR-Brille namens Blade: Das beim Marktstart rund 1000 Euro kostende Gadget zeigt euch die Cards an, wie es das oben genannte Brilliant Control auch tut. Alle Sprachfragen werden durch Amazons Stimmenservices verarbeitet, die Navigation zu einem bestimmten Ort wird direkt im vor euren Augen fliegenden Display dargestellt.

Vuzix CES 2018
Das Augmented-Reality-Headset von Vuzix sieht nicht nur so aus wie eine ganz normale Brille, sondern lässt sich per Alexa-Sprachsteuerung bedienen. Image by Vuzix

Bis die Vuzix Blade auf den Markt kommt, wird noch der ein oder andere Monat vergehen. Der hohe Preis wird ein Ausschusskriterium für Privatkunden sein. Trotzdem ist die Brille eines der wenigen Anwendungsszenarien, bei denen die Implementierung von Alexa außerhalb des eigenen Heims sinnvoll ist.

Whirlpool zeigt eine komplett smarte Küche

Noch ein wenig mehr Alexa haben die cleveren Küchenzeilen des US-Herstellers Whirlpool. Die Firma setzt in die verbundenen Geräte ein Touchscreen ein, der unter anderem Rezepte und Ernährungstipps der App Yummily anzeigen kann. Zusammen mit cleveren Kühlschränken, wie Samsung sie inzwischen schon anbietet, lässt sich so eine besonders gesunde Ernährung realisieren. Denn: Yummily gibt Informationen zum Kaloriengehalt, hilft beim Einhalten von Diäten, umgeht glutenhaltige Produkte und kann mit einem verknüpften Kühlschrank ein Rezept aus den vorhandenen Zutaten zusammenbasteln.

Die per WLAN verbundenen Küchengeräte sind nicht günstig: 800 US-Dollar werden für eine Mikrowelle fällig, eine Ofenzeile wird 1950 US-Dollar kosten. Das Whirlpool-Geräte-Lineup ist in Deutschland stark eingeschränkt, deswegen gehen wir nicht davon aus, dass die smarten Geräte hier aufschlagen werden. Aber: Der Ofen und die Mikrowelle zeigen, wo der Weg hin geht und in Zukunft wird mit Sicherheit auch eine alt eingesessene Firma wie Siemens oder Bosch entsprechende Küchen-Hardware präsentieren.

Künstliche Intelligenz auf dem Vormarsch

Ein smartes Haus ist nicht richtig clever, wenn es nur auf den Input vom Nutzer reagiert. Hier setzt Viaroom mit dem Home an. Das ist ein Gerät, welches ohne Display und ohne Kamera euer Verhalten im Haus analysiert. Innerhalb von 48 Stunden lernt das System euren Tagesablauf kennen. Danach automatisiert das Gadget das Haus ganz von alleine: Solltet ihr jeden Abend kurz vor der Tagesschau ein Beistelllämpchen aktivieren, lernt der Viaroom Home das und wird nach kurzer Zeit diese Lampe automatisch aktivieren, sobald ihr in den Raum geht. Der Viaroom Home ist mit den meisten gängigen Smart-Home-Systemen kompatibel. Unterstützt werden die Lösungen von Amazon und Google.

Viaroom Home
Die Box von Viaroom Home nutzt künstliche Intelligenz um das Zuhause zu automatisieren. Image by Viaroom

Smarte Lichtsteuerung für Gamer

Philips-Fernseher sind seit längerem mit Ambilight ausgestattet. Dabei reagieren Leuchtdioden auf das Display-Geschehen und beleuchten die Umgebung in gleicher Lichtfarbe. Seit kurzem passen sich auch die Lampen und Glühbirnen von Philips Hue an die Farbe des Fernsehers an. Dieses Prinzip greift nun Razer, Hersteller für Gaming-Peripherie auf und zählt damit buchstäblich zu den Highlights der CES 2018.

Gamer können sich darüber freuen, dass die bunt beleuchteten Razer-Peripheriegeräte mit dem Chroma-Protokoll demnächst auch Philips-Hue-Lampen steuern können. Dadurch ist bald die ganze Wohnung problemlos in der typisch giftgrünen Razer-Farbe beleuchtbar. Sinnvoll? Wohl kaum, aber in einigen Spielen wird das Licht der Mäuse, Tastaturen und Mauspads zum Feedback genutzt. Zum Beispiel bei Shootern: Ein Treffer kann dafür sorgen, dass die Steuergeräte kurz aufblitzen. Tun das die Hue-Lampen ebenfalls, erhöht das die Immersion auf ungeahnte Höhen.

Razers Vorstoß ist typisch für ein aktuelles Marktphänomen. Jeder Hersteller versucht, irgendwelche Smart-Home-Funktionen zu bieten. Viele werden sich nicht durchsetzen. Dennoch ist diese Entwicklung positiv. Denn gerade zum Beginn der Smart-Home-Ära gilt: Je mehr, desto besser. So kann nämlich jeder Kunde abgeholt werden und Smart Home gewinnt schnell an Akzeptanz.

Humanoide Roboter ante Portas

Staubsaugerroboter haben einen Vorgeschmack auf die automatisierte Haushaltsführung gegeben. Allmählich ist die Zeit reif für Serviceroboter mit menschlicher Form. Sie zählten zu den Highlights der CES 2018. Zu den sehr aktiven Herstellern zählt UBTech. Die Firma aus Asiens Technik-Hauptstadt Shenzhen etabliert sich seit 2012 auf dem Markt der Roboter. Unter anderem produzierte UBTech zusammen mit Disney einen per App steuerbaren Stromtrooper.

Mit dem sogenannten Walker präsentiert der Hersteller nun einen humanoid wirkenden Roboter. Er kommt zwar ohne Arme daher, ist aber eine der ersten Maschinen, die nicht auf Räder, sondern richtige Beine setzt. Die in den Beinen verbauten Motoren sind nicht komplett lautlos, lärmen aber nicht so stark wie vergleichbare Produkte. Dafür ist der Walker noch etwas wacklig auf den Beinen und fällt schneller um.

UBTech Walker CES 2018
Serviceroboter wieder UBTech Walker werden künftig eine humanoide Form haben. Image by UBTech

Der Walker soll euch im Alltag als beweglicher Terminassistent, Sekretär und Verwalter dienen. Dafür hat das hüfthohe Gadget mehrere Mikrofone und Lautsprecher verbaut. Mit den Sensoren kann der Roboter Bewegungen erkennen und Hindernissen ausweichen. Schon jetzt läuft er Treppen herauf.

Marktreif ist das Produkt noch nicht. UBTech plant einen Release im nächsten Jahr. Preislich soll der Walker die bisherigen Angebote schlagen. Wir sprechen hier immer noch von vierstelligen Summen. In wie weit der Walker 2019 mit euren Smart-Home-Geräten kompatibel ist, steht in den Sternen. Chinesische Firmen halten sich oft mit der Implementierung westlicher Standards zurück.

Die Highlights der CES 2018 sind eher Idee als fertige Produkte

Es sind weniger die fertigen Produkte, die die Highlights der CES 2018 ausmachen. Vielmehr begeistert der Marktplatz für Technik-Ideen mit Visionen, wie es in naher Zukunft zuhause aussehen könnte. In ein paar Jahren wird ein Serviceroboter in vielen Haushalten Standard sein. Die jetzigen Pionierprodukte dürften schnell intelligenter, leiser und zuverlässiger werden. Mit Ansätzen wie maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz wird humanoider Roboter unterstützen. Dann heißt es vielleicht „T-850, reiche mir das Salz“ und schon würzt ein Schwarzenegger-Verschnitt eure Mahlzeit in eurer automatisierten Küche, während farbige Glühbirnen eine gemütliche Stimmung für einen angenehmen Abend erzeugen.

Zu den Highlights der CES 2018 für Apple-Nutzer geht es hier entlang.


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Google Home im Test: Intelligente Interaktion auf Zuruf

googlehome

Wohl keine andere technologische Entwicklung polarisiert derzeit so stark wie die smarten digitalen Assistenten. Sie wissen dank Suchmaschinen- und Kalenderanbindung über alles und jeden Bescheid. Sie spielen die Lieblingsmusik und können das smarte Zuhause steuern. Sprachassistenten leben nicht nur in eurem Smartphone, sondern auch immer öfter in intelligenten Lautsprechern. Mit Google Home – zum Hands-On – hat einer der größten Akteure im Tech-Markt vor knapp drei Monaten sein erstes Produkt auf dem deutschen Markt eingeführt. Seitdem nutze ich das System in den eigenen vier Wänden intensiv und möchte euch über meine Erfahrungen berichten.

Schnelle Einrichtung per Smartphone

Die Einrichtung des schicken Zylinders geschieht nach dem Plug-and-Play-Prinzip. Das heißt, ihr könnt das Gadget einfach mit einer in der Nähe befindlichen Steckdose verbinden. Danach ladet ihr die „Google Home“-App herunter und nehmt den Lautsprecher darüber in Betrieb. Wichtig ist hierbei, dass ausreichend WLAN-Signal vorhanden ist. Innerhalb von wenigen Minuten ist das Gerät online und einsatzbereit. Es folgt das Kennenlernen der Stimme durch mehrmaliges Einsprechen des „Ok Google“-Befehls. Dann ist der smarte Assistent auch schon betriebsbereit.

Durch das Sprechen der Keywords „Ok Google“ oder „Hey Google“ aktiviert sich das Gadget und wartet auf weiterführende Eingaben – oder besser: Einsprachen. Eine nützliche Phrase zum Start in den Tag ist etwa die Frage „Was steht heute an?“. Dann gibt Google Home das aktuelle Wetter, die Wettervorhersage, Termine im Google Kalender, Informationen zur Verkehrslage und Nachrichten in einem Stück aus. Das funktioniert zuverlässig und semantisch in einem sehr guten Deutsch.

Zwischen Produktivität und Unterhaltung

Generell lässt sich mit dem Google Assistent der Alltag spürbar erleichtern. Fragen wie „Benötige ich heute einen Regenschirm?“ oder „Wie weit ist es bis Ort X?“ und Ansagen wie „Setze Mehl auf die Einkaufsliste!“ oder „Timer auf fünf Minuten“ finden schnell einen festen Platz in meinem heimischen Tagesablauf. Selbst in großen Räumen hört das sensible Mikrofon die Sprachbefehle recht zuverlässig. Menschen mit starkem regionalem Akzent dürften anfangs allerdings so ihre Probleme haben.

Google Home Test
Die drei verbauten Lautsprecher bieten eine überraschend gute Klangqualität. Image by Jonas Haller

Auch als Lautsprecher-Ersatz leistet Google Home einen guten Job. Dank TuneIn-Integration startet etwa bei „Spiele MDR Sputnik“ das zugehörige Radio-Programm als Internet-Stream. Wer Google Play Music, Spotify oder Deezer nutzt, kann sich direkt Interpreten, Alben oder Playlists auf Zuruf abspielen lassen. Das funktionierte im Fall von Spotify allerdings nicht immer fehlerfrei: Interpreten und Alben werden falsch verstanden oder nicht gefunden. Einfacher ist es da, direkt per Smartphone oder Tablet die Tracks über die Connect-Funktion abzuspielen.

Natürlich kann man sich auch von Google Home unterhalten lassen. So erzählt der Assistent auf Zuruf einen Witz oder einen interessanten Fakt. Selbst Empfehlungen für Filme gibt der smarte Zylinder. Dafür greift Google auf eine große Datenbank im Hintergrund zu. Auf Fragen wie „Was denke ich gerade?“ oder „Liebst du mich?“ weiß Google Home kreativ und clever zu antworten. Entscheidungsfaule Gemüter können dem Assistenten per Münzwurf die Wahl überlassen. Freestyle-Rapper freuen sich auf eine kleine aber feine Beatbox-Funktion.

Volles Potential erst mit Smart-Home-Peripherie

Google Home Test
Google Home kann per rückseitigem Mute-Button stummgeschalten werden. Image by Jonas Haller

So richtig sinnvoll ist der Einsatz von Google Home allerdings erst mit der richtigen Geräte-Peripherie. Das sind in erster Linie die Chromecast-Produkte, die zusätzliche Lautsprecher und TV-Geräte mit Namen in das Google-Netzwerk einbinden. Per Sprache startet so auf dem Fernseh-Gerät das präferierte YouTube-Video oder Beiträge aus Mediatheken etwa der ARD oder des ZDF. Auch die Lieblingsserie auf Netflix landet per Audio-Eingabe auf dem Smart TV. Amazon Prime wird hingegen noch nicht unterstützt.

Die nächste Ausbaustufe ist das Integrieren von smarten Thermostaten, Schließsystemen oder auch Lampen. Letztere konnte ich in Form des Philips-Hue-Systems unkompliziert einbinden. Dann erschließen sich noch ganz andere Möglichkeiten. Der Befehl „Licht an!“ lässt etwa die smarten Glühlampen im Nu erstrahlen. Auch die Farben der LED-basierten Leuchtmittel verändern sich auf Zuruf. Durch die Verknüpfung mit dem jeweiligen Zimmer ist die Aktivierung auch per Sprache ortsbasiert möglich. Leider funktionierte die Eingabe nicht immer. Das ist besonders ärgerlich, wenn man nachts im Dunklen tappt. 

Fazit: Google Home als Smart-Home-Zentrale nur mit Peripherie sinnvoll

Google Assistant Google Home
Google Assistant Google Home. Image by Jonas Haller

Google hat mit seinem Sprachassistenten Home eine spannende, leistungsfähige Alternative zum Platzhirsch Amazon Echo auf den Markt gebracht. Für mich persönlich war es die erste längere Alltagsbegegnung mit einem solchen Gadget. Umso größer war meine Überraschung, wie schnell ich mich an die neuen Funktionen und den Komfort gewöhnt habe. Selbst Radio und Lautsprecher vermag Google Home zu ersetzen. Zwar bietet Google Home bereits für sich genommen eine Menge an Mehrwert, der das tägliche Leben erleichtert. Allerdings entfaltet der Assistent erst mit der richtigen Peripherie seine volle Funktionsfähigkeit. Und das zieht eine radikale Technisierung der eigenen vier Wände nach sich. Das geht natürlich zum einen ins Geld, ist zum anderen auch in Sachen Datenschutz nicht ganz unbedenklich. Denn der kleine unscheinbare Google-Zylinder fungiert dann als Schaltzentrale für die Elektronik der eigenen Wohnung.

Aktivitäten bleiben im Google-Konto gespeichert. Auch per App lässt sich Google Home komfortabel steuern. Trotz allem sehe ich die Sprachassistenten als Zukunft der Heimsteuerung. Mit Google Home Mini und Home Max hat der Konzern bereits weitere Schwestermodelle vorgestellt, die das Sortiment sinnvoll erweitern. Freunde kompakter Geräte greifen zur kleinen Ausführung, Audio-Fans holen sich mit der großen Variante besseren Sound in die heimischen vier Wände.

Neue Familien-Funktionen wie Family Link und Broadcast, bei der gesprochene Nachrichten direkt an Zweitgeräte gesendet werden, werten Google Home weiter auf. Mit 150 Euro im Google-Store kostet der Sprachassistent ebenso viel wie das Pendant von Amazon, weiß aber durch eine geschickte Einbindung der eigenen Dienste zu überzeugen. Für Android-Nutzer stellt er deshalb die erste Wahl dar. Besitzer des Amazon Echo müssen sich allerdings nicht ärgern – in Sachen Funktionsumfang befinden sich Google Assistant und Amazon Alexa auf einem ähnlich hohen Niveau. Wer lieber einen smarten Lautsprecher von einer der traditionellen Audio-Marken bevorzugt, findet zudem immer mehr Modelle mit integriertem Sprachassistenten von Google oder Amazon.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Androidpiloten.


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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • AMAZON PRIME Chip: Amazon Prime Video: Kostenloses Streaming-Angebot geplant: Amazon Prime kann vielleicht schon bald als werbefinanzierter Streamingdienst genutzt werden. Derzeit laufen die Verhandlungen über die Bereitstellung von Inhalten mit Fernsehsendern, Medienunternehmen und Filmstudios. Amazon Prime Videos sollen dann kostenfrei geschaut werden können. Allerdings nicht werbefrei. Das Ziel hinter diesem Modell ist die Neukundengewinnung. Gerade die jungen Nutzer erfreuen sich der Vielzahl an Streamingportalen, scheuen allerdings die zusätzlichen Kosten. Amazon möchte auf diese Art mehr Nutzer auf seine Seite ziehen. Gerade jetzt, wo Netflix erst vor Kurzem seine Preise erhöhen musste, könnte das kostenlose Streamingangebot einen guten Vorteil darstellen.

  • LADESÄULEN Manager Magazin: Siemens setzt auf Ladesäulen an Straßenlaternen: Ladestationen für Elektroautos sind zwar praktisch, aber dennoch viel zu selten auf den Straßen vertreten. Dagegen möchte Siemens etwas unternehmen: Straßenlaternen sollen jetzt mit Steckdosen ausgestattet werden, um Autofahrern das Aufladen ihrer Elektroautos zu ermöglichen. Gemeinsam mit dem Berliner Startup Ubitricity möchte Siemens diese Idee umsetzen. Ubitricity arbeitet schon länger an diesem Projekt, welches vor allem in London umgesetzt wird. Neben Siemens gibt es jedoch auch andere Unternehmen, wie etwa die Deutsche Telekom, die Vorschläge unterbreiten, wie das Nachladen für Elektroautos einfacher werden kann. Bezüglich der Zusammenarbeit zwischen Siemens und Ubitricity äußern sich die Unternehmen jedoch nicht detailliert.

  • GOOGLE ASSISTANT Turn On: Google Assistant könnte doch noch auf Android-Tablets kommen: Bisher hatte Google es vermieden seinen Sprachassistenten auf Tablets zur Verfügung zu stellen. Die Gründe dafür sind bisher unbekannt. Doch die aktuelle Beta-Version der Google-App zeigt, dass sich das bald ändern könnte. Ein Symbol, das eindeutig ein Tablet darstellen soll, bietet den Hinweis dafür. Google hat selbst noch nicht darauf hingewiesen. Allerdings würde es nur sinnvoll für das Unternehmen sein, denn Tablets sind nach Smartphones derzeit die zweitgrößte Gesamtkategorie. Wenn Google seinen Sprachassistenten auch auf Android-Tablets zur Verfügung stellt, könnte der Konzern weitere Millionen von Nutzern erreichen. Wann der Sprachassistent auf Android-Tablets einziehen lassen wird, weiß man allerdings noch nicht.

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Siri vs. Google Assistant für iOS – Was Apple von Google lernen kann

Google-Assistant-ios-iphone-7-Plus (Image by Berti Kolbow-Lehrardt)

Seit einiger Zeit steht der Google Assistant für iOS auch in Apples App Store zum Download bereit – und damit auch in direkter Konkurrenz mit der Hausherrin Siri. Ich habe mir die beiden smarten Helfer auf dem iPhone im Vergleich angesehen und verrate euch, warum Siri oft einfach nicht sicher ist, ob sie das richtig verstanden hat.

Mit dem Google Assistant hat der Suchmaschinen-Riese im Jahr 2016 den Nachfolger von Google Now vorgestellt. Auf dem deutschen Markt ist die freundliche Google-Stimme erst im letzten Sommer erschienen. Im Gegensatz zur relativ starren Google-Now-Version soll der smarte Assistent von Nutzern lernen und Fragen in einen erweiterten Kontext setzen können. Damit ist Google der Konkurrenz aus Cupertino einen Schritt voraus. Auf der WWDC 2017 kündigte Apple eine ähnliche Lernfähigkeit für seine Siri an, die bereits im Jahr 2011 in der ersten Version der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

Google Assistant für iOS sammelt eure Daten – gibt aber viel dafür zurück

Während Siri sich standardmäßig an Bord von Apple-Geräten befindet, kann der Google-Konkurrent namens Assistant kostenlos für iOS im App Store heruntergeladen werden. Mit Google Assistant für iOS durchbricht Google die Android-Gebundenheit der Sprachsteuerung. Der lernfähige Assistent benötigt auf dem iPhone oder iPad ein Google-Konto, um aktiviert zu werden. Nach der Installation der App lässt sich das Google-Konto entweder direkt erstellen oder – wie in meinem Fall – aus einer vorhandenen Liste auswählen, sofern das Google-Konto bereits mit dem iPhone verbunden wurde.

Im zweiten Schritt könnt ihr euch dazu entscheiden, E-Mail-Benachrichtigungen des Google Assistant zu erhalten. Hier sollen Neuigkeiten und Updates angekündigt werden. Standardmäßig habe ich diese Mail-Benachrichtigungen deaktiviert. Solltet ihr den Schieberegler nicht deaktiviert haben, habt ihr in den Einstellungsmöglichkeiten der App die Gelegenheit, das nachzuholen.

Nachdem ihr dem Google Assistant für iOS Zugriff auf euer Mikrofon ermöglicht habt, kann es auch schon losgehen mit der Sprachsteuerung. Diesen Schritt könnt ihr allerdings auch verweigern, da ihr den Google Assistant für iOS auch per Tastatur bedienen könnt. Bevor ich die lernfähige Sprachsteuerung mit Fragen und Anweisungen bombardiert habe, interessierte mich allerdings vor allem, auf welche Bereiche des iPhones der Google Assistant für iOS überhaupt zugreift.

Aktivitätseinstellungen verwalten lohnt sich

Innerhalb der App befinden sich oben rechts drei kleine Punkte, die die Einstellungen des Assistenten öffnen. Hier zeigt sich, welche Daten Google mithilfe meines iPhones sammelt. Der Menüpunkt „Geräte“ zeigt mein Smartphone an. Hier lässt sich einstellen, ob Google einen Standortverlauf erstellen darf, auch wenn der Google Assistant gerade nicht genutzt wird. Diese Einstellung habe ich Standardmäßig abgeschaltet.

Innerhalb der Aktivitätseinstellungen geht es in Sachen Datenschutz weiter. Google greift mithilfe eures iPhones und der Assistant-App auf folgende Aktivitäten zu:

  • Web- und App-Aktivitäten
  • Geräteinformationen
  • Sprach- und Audioaktivitäten
  • YouTube-Suchverlauf
  • YouTube-Wiedergabeverlauf
  • Google-Standortverlauf

Besonders interessant ist hier der Punkt „Sprach- und Audioaktivitäten“. Zwar hört Google nicht permanent mit, wenn diese Option aktiviert ist. Eure gesamten Spracheingaben in sämtlichen Google-Diensten werden allerdings aufgezeichnet und auf Googles Servern abgelegt. Ihr könnt unter myactivity.google.com all eure Spracheingaben detailliert und chronologisch sehen und diese sogar abspielen. Löschen könnt ihr die Daten an dieser Stelle übrigens auch.

Google sammelt in gewohnter Manier jede Menge eurer Daten. Das ist der Preis, den ihr für eine sehr ausgereifte Spracherkennungs-Software zahlen müsst. Die enge Verzahnung von Nutzer-Aktivitäten und Meta-Daten ermöglicht es dem Google Assistant für iOS nahezu perfekte Ergebnisse zu erzielen.

Siri versteht nix, Google Assistant liefert ab

Der Google Assistant für iOS ist nur aktiv, wenn die App geöffnet ist. Das ist etwas schade, da eine reine Sprachaktivierung sehr praktisch ist. Bereits meine erste Frage konnte der Google Assistant für iOS jedoch mit Bravour beantworten: „Ok, Google – Zugverbindung nach Köln“. Der Assistant benötigt für die Bearbeitung dieser Anfrage nur einen Bruchteil einer Sekunde und spuckt daraufhin mit sehr freundlicher Stimme meine ideale Zugverbindung inklusive Umsteigen und Anschlusszügen aus.

Um diesen Service nutzen zu können, müsst ihr übrigens die Standortfreigabe erteilt haben. Zum Vergleich: Die Antwort von Apples Siri auf die identische Frage nach einer Zugverbindung: „Ich bin mir nicht sicher, ob ich das richtig verstanden habe“. Alles klar – danke, Siri. Eine Konkretisierung der Frage führte bei Siri lediglich zu einer Websuche, bei der mir dann überwiegend vermeintliche Angebote der Deutschen Bahn für Zugtickets angezeigt werden. Sehr frustrierend und absolut nicht zielführend.

Siri vs. Google Assistant für iOS
Screenshots by Julia Froolyks

Auf meine nächste Anweisung „Supermarkt in der Nähe“ schaffen es beide smarten Assistenten, mir einen echten Mehrwert zu bieten. Doch auch hier hat der Google Assistant für iOS die Nase vorn. Während Siri mir zwar über die Informationen aus Apple Karten die Geschäfte in der Nähe anzeigt, bekomme ich von Googles Konkurrenz in der selben Zeit auch noch Informationen zu den Öffnungszeiten. Siri zeigt mir lediglich in roter Schrift an, wenn ein Laden noch geschlossen ist. Wann dieser aufmacht, muss ich dann wohl selbst im Netz recherchieren.

Funktionalität auch ohne weitere Google-Apps

Gleich auf sind die beiden Sprachassistenten in Sachen Musik abspielen. Mit dem Unterscheid, dass der Google Assistant für iOS mir neben Apple Music auch YouTube als Medium anbietet. Das Anfordern des Wetterberichts, aktuelle Verkehrslagen und das Erstellen von E-Mails verlaufen bei Siri und Googles Assistant sehr ähnlich. Mit dem Unterschied, dass Google beispielsweise Erinnerungen in der eigenen Kalender-App sichert und eine Navigation mit Google Maps startet, anstatt mit Apples Karten-App. Ist die Google-Maps-App nicht installiert, öffnet der Google Assistant für iOS den Dienst in Safari. Das passiert auch, wenn ihr die Apps anderer Google-Dienste, wie Kalender, Übersetzer und Co. nicht installiert habt. Doch gerade durch die Verzahnung der Google-Dienste untereinander, macht der Assistant schon sehr viel Spaß. Sind Google-Apps installiert, werden Anweisungen deutlich schneller umgesetzt.

Im täglichen Umgang mit dem Google Assistant für iOS ist mir aufgefallen, wie viele Möglichkeiten Googles Sprachassistent eigentlich im Gegensatz zu Siri bietet. Trotz der eigentlich sehr guten Abstimmung innerhalb von iOS, scheint Siri im direkten Vergleich noch in den Kinderschuhen zu stecken. Siri kommt beinahe etwas versnobt rüber, da der Google Assistant für iOS sehr flott mit mir kommuniziert und mir manchmal sogar mit Emojis antwortet. Die iOS-App des Assistant ist wie eine Art Chat aufgebaut und es kommt ein persönlicheres Feeling rüber. Zudem verfügt Googles künstliche Intelligenz über einige interessante Gimmicks und Funktionen: So kann ich mir beispielsweise die Zeit mit einigen kleinen Chat-Spielchen versüßen.

Google Assistant für iOS überzeugt mit Charme

Bei den sogenannten Emoji-Rätseln gibt mir Googles KI einige Emojis vor, aus denen ich dann einen Film erkennen muss. Umgekehrt stellt mir der Google Assistant für iOS eine Aufgabe, das passende Emoji zu einer bestimmten Aussage zu finden. Alles in allem ist die Unterhaltungs-Seite von Googles KI wirklich sehr süß und detailverliebt programmiert worden. Der Assistant ist mir auf Anhieb „sympathischer“ als meine steife Siri, die zudem oft einfach noch nicht genug auf meine Bedürfnisse hinter den Fragen oder Anweisungen eingeht.

Sehr praktisch im Google Assistant für iOS sind außerdem die sogenannten Verknüpfungen. Ihr könnt in den Einstellungen festlegen, welche Aktion der Assistent bei bestimmten Worten oder Phrasen ausführen soll. So habt ihr beispielsweise die Möglichkeit beim Wort „Feierabend“ eine Nachricht verschicken zu lassen, dass ihr auf dem Heimweg seid. Den Möglichkeiten sind im Bereich „Verknüpfungen“ keine Grenzen gesetzt. Alle Funktionen des Google Assistant lassen sich mit Worten oder Sätzen verbinden. Zu diesen Funktionen zählen neben Erinnerungen erstellen oder Wetter-Auskünfte auch Features, die Siri noch nicht unterstützt:

  • Nachrichten vorlesen lassen von präferierten Medien
  • Tageszusammenfassung „Was steht an?“ mit Verkehrslage auf dem Weg zur Arbeitsstätte, Wetterbericht und Erinnerungen des Tages
  • Einkaufsliste via Google Shoppinglist erstellen

Fazit: Siri verliert den direkten Vergleich – vorerst

Google Assistant für iOS hat mich mehr als überzeugt. War Siri bislang für mich nicht interessant, werde ich wohl mit Googles Alternative künftig mehr Sprachbefehle ins iPhone diktieren. Einziges und leider auch großes Manko ist, dass ich die Assistant-App öffnen muss, wenn ich plaudern will. Das ist ein Schritt, der dazu führen dürfte, dass ich den Kalendereintrag schnell selbst anlege oder die Nachricht selbst tippe. Einzig beim Suchen von Zugverbindungen ist der Google Assistant für iOS trotz öffnen der App noch schneller als die DB-App.

Bei vielen Suchanfragen, die Google mit Bravour beantwortet, weiß Siri oft einfach nicht, ob sie alles richtig verstanden hat. Das ist frustrierend. Es lässt sich aber darauf zurückführen, dass Google ein beeindruckendes Netzwerk von Diensten kreiert hat, die perfekt aufeinander abgestimmt sind. Das fehlt bei Apples Sprachassistentin bisweilen noch. Ein Lichtblick für Siri ist allerdings iOS 11. Apple hatte während der WWDC bereits gravierende Änderungen für die smarte Assistentin angekündigt. Auch Siri soll künftig lernfähig sein und noch bessere Ergebnisse liefern.

Der Text erschien zuerst bei den Applepiloten.


Teaser Image by Berti Kolbow-Lehradt

Screenshots by Julia Froolyks


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  • GOOGLE googlewatchblog: Der Google Assistant steht ab kommender Woche für alle Geräte ab Android 6.0 zur Verfügung: Google will seine Machtposition als Android-Entwickler geschickt ausnutzen und wird seinen Assistenten auf vielen Android-Smartphones ab Android 6.0 installieren. Zu vermuten ist, dass sich das Unternehmen Marktanteile bei den intelligenten Assistenten sichern und das Feld nicht ganz Amazon Alexa überlassen möchte.

  • NOKIA golem: HMD Global bringt drei Nokia-Smartphones mit Android: HMD Global hat wie bereits angenommen wurde auf dem Mobile World Congress 2017 drei neue Smartphones unter der Nokia-Marke vorgestellt. Das Nokia 6 ist aus China bekannt und gelangt nun auf den internationalen Markt, neu sind die Modelle Nokia 3 und Nokia 5. Die Zielgruppe sind preisbewusste Nutzer.

  • BLACKBERRY t3n: Mittelklasse-Smartphone mit Qwerty-Tastatur: Blackberry feiert Mini-Comeback mit Keyone: Nach andauernden Verlusten und einem Rückgang bei den Marktanteilen hatte sich der Smartphone-Hersteller Blackberry im vergangenen Jahr aus der Hardware-Produktion zurückgezogen. Nun hat Blackberry sich ganz auf die Softwareentwicklung konzentriert. Der Name Blackberry erlebt in diesen Tagen ein Comeback. Im Vorfeld des MWC hat der chinesische Konzern TCL mit dem Keyone ein neues Smartphone vorgestellt, das in der Blackberry-Tradition stehen soll.

  • SAMSUNG mobiflip: Samsung Galaxy Book offiziell vorgestellt: Auf dem MWC hat Samsung das neue Galaxy Book, ein Windows-10-Tablet vorgestellt, welches mit einer Tastatur und einem neuen S Pen daher kommt. Das Galaxy Book kommt zur Jahresmitte in zwei Größen auf den Markt und zwar in 12 Zoll sowie 10,6 Zoll. Die Eckdaten der beiden Geräte unterschieden sich dabei etwas.

  • ÜBERWACHUNG heise: CDU-Experte: BND-Überwachung von Medien hatte bereits Konsequenzen: Dass der Bundesnachrichtendienst früher auch ausländische Medien ins Visier genommen hat, sorgt für Kritik von Journalisten-Organisationen und Opposition. Koalitionsleute versuchen, die Aufregung zu dämpfen.
    Der Geheimdienstexperte der Union Clemens Binninger (CDU) hatte sich verwundert über den Aufschrei der Opposition geäußert. Das Parlamentarische Kontrollgremium für die Geheimdienste habe schon Mitte 2016 in einem öffentlichen Bericht dargelegt, „dass in der Vergangenheit auch Medien in die strategische Fernmeldeaufklärung geraten waren“.

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  • NOKIA heise: 3310 Revival? Nokia vor dem Comeback auf der großen Bühne: Ein internationales Comeback wartet auf die Smartphone-Marke Nokia. Ende Februar wird auf de  Mobile World Congress (MWC) in Barcelona der Hersteller HMD Global, der Patente und Marken von Nokia und Microsoft nutzen kann, neue Smartphones vorstellen. Angeblich bringt HMD eine Neuauflage des legendären Nokia 3310 auf die Messe mit.

  • AMAZON t3n: Amazon erhält Patent für selbstlernenden Packroboter: Die Angestellten von Amazon, die für die Pakete in den Versandlagern zuständig sind werden schon jetzt von Kiva-Robotern unterstützt. Bald könnten die Mitarbeiter jedoch ganz überflüssig werden, denn Roboter können die Arbeit billiger ausführen. Nun hat Amazon ein Patent für einen selbstlernenden Packroboter samt Packrobotersystem beim US Patentamt zugesprochen bekommen.
  • VR golem: Oculus Rift mit Mac-Unterstützung: Mit der MacOS-Anwendung VR Desktop for Mac von Cindori ist es nun möglich, die Oculus Rift am Mac zu nutzen. Dazu ist aktuell jedoch eine Rift DK2 und nicht die Endkundenversion erforderlich. Zudem muss der Mac eine diskrete Grafiklösung bieten, was zahlreiche einfachere Modelle ausschließt. Künftig sollen auch die Handelsversion und HTC Vive unterstützt werden. 

  • MICROSOFT winfuture: Microsoft sagt Patch-Day für Februar 2017 ab: Microsoft sollte heute eigentlich seinen Patch-Day abhalten und mit der Auslieferung einer ganzen Reihe von Sicherheits-Updates für Windows veröffentlichen. Jetzt hieß es jedoch, dass der Patch-Day heute entfällt. Hintergrund ist der Umstand, dass man festgestellt hat, dass einer oder mehrere Patches bei einer nicht unerheblichen Zahl von Nutzern Probleme verursachen könnte.

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  • YOUTUBE Business2Community: YouTube Launches Its Own Social Network Called “YouTube Community”: Es war nur eine Frage der Zeit, bis YouTube sein eigenes soziales Netzwerk startet. Nun ist es endlich so weit. Unter strenger Geheimhaltung wurde die Plattform entwickelt und von einigen wenigen YouTubern getestet. Das neue soziale Netzwerk mit dem Namen „YouTube Community“ soll nun als Betaversion in den kommenden Monaten eingeführt werden. Es soll die Kommunikation zwischen YouTubern und ihrer Community verbessern und persönlicher gestalten. Konkurrenz für Facebook, Twitter und Co. stellt die Plattform wohl kaum dar.

  • WHATSAPP Spiegel online: Verbraucherschützer mahnen WhatsApp ab: Verbraucherschützer versuchen zu verhindern, dass WhatsApp zukünftig Nutzer-Telefonnummern mit Facebook teilt. Das Unternehmen wurde von Deutschen Verbraucherschützern abgemahnt. Bei der Übernahme des Messenger-Dienstes 2014 hat Facebook noch beteuert, dass WhatsApp unabhängig bleiben soll. „Verbraucher vertrauten also darauf, dass ihre Daten allein bei WhatsApp bleiben und kein Datentransfer zu Facebook erfolgt. Ihr Vertrauen wurde enttäuscht“, heißt es. WhatsApp wurde nun eine Frist bis zum 21. September auferlegt, bevor eine Unterlassungserklärung abgegeben wird. Der vzbv (Verbraucherzentrale) rät WhatsApp-Nutzern, jetzt ihre Datenschutzeinstellungen zu prüfen.

  • Google GoogleWatchBlog: Hallo, Allo: Google veröffentlicht neuen Messenger ‚Google Allo‘ inklusive Google Assistant: Ganze vier Monate spannte Google uns auf die Folter! Heute veröffentlichte der Suchmaschinengigant schließlich endlich den neuen Messenger Google Allo. Es handelt sich dabei um einen simplen neuen Messenger mit den gewohnten Funktionen, die wir von WhatsApp und Co. kennen. Beim neuen Google Messenger geht es bunt zu. Die Nachrichten haben verschiedene Hintergrundfarben und neben Emojis stehen außerdem auch Sticker zur Verfügung. Google Allo bietet Smart Replys an und es ist eine Preview-Version des Google Assistant enthalten.

  • TINDER Horizont: Spotify und Tinder kooperieren: Dating-Plattformen wollen uns nach immer abstruseren Gemeinsamkeiten mit potenziellen Partnern zusammenführen. Nachdem Tinder nun eine Kooperation mit dem Streaming-Dienst Spotify geschlossen hat, können Tinder-Nutzer ihren zukünftigen Partner nun auch anhand des Musikgeschmacks aussuchen. „Fügt eurem Tinder-Profil einen Song hinzu, der euch beschreibt“, hieß es. „Denn manchmal sagt Musik mehr als tausend Worte!“. Aber auch Nutzern ohne Spotify-Konto ist es möglich ihren Lieblingssong ihrem Tinder-Profil hinzuzufügen.

  • SUNDISK t3n: Ordentlich Speicherplatz: Erste Terabyte-SD-Karte der Welt vorgestellt: Längst vorbei sind die Zeiten, wo viel Speicherplatz mit klobigen und unhandlichen Speichermedien in Verbindung stand. Sundisk präsentierte nun einen Prototyp der bislang größten SD-Karte der Welt mit einem Speichervolumen von einem Terabyte. Sundisk nutzte die Fotomesse Photokina 2016, wie bereits vor zwei Jahren, um einen neuen Rekord in Sachen SD-Karten aufzustellen. Verwendung soll die Speicherkarte vor allem bei der Produktion extrem hochauflösender Inhalte wie 360-Grad-Videos oder Virtual-Reality-Anwendungen finden.

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