Tado Smarte Thermostate V3 Plus und neue Heiz-App checken jetzt auch die Luftqualität draußen

Mit smarten Thermostaten die Heizung zu bedienen, ist bequem. Sie ermöglichen dir eine Fernsteuerung per App oder Sprachanweisungen und erkennen automatisch, wenn das Fenster zum Lüften geöffnet ist und ob Bewohner überhaupt anwesend sind. Die Thermostate von Tado haben uns im Test gefallen. Auf der IFA 2018 stellt der Smart-Home-Spezialist jetzt eine neue Produktgeneration namens Tado Smarte Thermostate V3 Plus samt überarbeiteter App vor. Ab sofort informiert die Software darüber, wie die Luftqualität außen ist und ob Allergiker gefahrlos das Fenster öffnen können.

Tado Smarte Thermostate V3 Plus – das ist neu

Die Hardware hat der Hersteller eher im Detail aktualisiert. Daher erhält die neue Generation auch keine neue Ziffer, sondern nur ein „Plus“ im Namen. Im Wesentlichen wurde die Elektronik auf den Stand der Technik gebracht. Neue Hardware-Funktionen bieten Tado Smarte Thermostate V3 Plus nicht.

Viel wichtiger ist, wie Tado die Software überarbeitet hat. Die für iOS und Android erhältliche Tado-App bietet jetzt einen sogenannten Raumluft-Skill. Ist er aktiviert, warnt er Benutzer, wenn es in einem Zimmer zu feucht oder zu trocken ist und daher eine Runde Lüften empfehlenswert wäre. Dafür gibt es einen entsprechenden Sensor im Thermostat, der das misst.

Dabei berücksichtigt die App auch, ob draußen Pollenflug herrscht und vom Heuschnupfen geplagte Bewohner wirklich bedenkenlos lüften können. Dies erfordert natürlich Messinformationen von außen, die das Innenthermostat nicht liefern kann. Deshalb bezieht die Tado-App diese Daten von einem Dienstleister und speist sie in die App ein.

Um den Raumluft-Skill zu nutzen, ist der Kauf der Tado Smarte Thermostate V3 Plus nicht zwingend notwendig. Auch die vorherige Generation der Heizregler bietet bereits entsprechende Sensoren und kann die Software für die Außenmessung der Luftqualität nutzen.

Update 4.9.: Allerdings gibt es die neue App-Version für Bestandskunden nicht als Gratis-Update. Stattdessen verlangt Tado für die Aktualisierung einmalig rund 20 Euro, wie in diesem Support-Dokument zu lesen ist. Der Link für das Upgrade wird in Kürze für Bestandskunden freigeschaltet, teilte Tado mit. Wer jedoch nicht auf V3 Plus aktualisieren möchte, muss das auch nicht tun. Bestandskunden können ihren Funktionsumfang ohne Einschränkungen weiter verwenden.

Wie gehabt, lassen sich die Thermostate und die App mit Alexa, Google Assistant, Siri und Conrad Connect steuern.

Kostenpflichtiges Cloud-Abo mit Zusatzdiensten

Tado verlässt sich seit längerem nicht mehr nur auf das Hardware-Geschäft, sondern will sein Geschäftsmodell um Dienstleistungen erweitern. Bisher vermittelt der Anbieter bereits Kontakt zu Handwerkern. Jetzt ergänzt er diesen Bereich um kostenpflichtige Cloud-Abos.

Den Anfang macht ein Angebot für einen sogenannten Auto-Assist-Skill. Statt Nutzer auf dem Smartphone zu fragen, ob die Heizung auf eine neue Situation reagieren soll, reguliert sie die Temperatur dann automatisch. Dafür verlangt Tado 2,99 Euro im Monat oder 24,99 Euro im Jahr.

Preis und Verfügbarkeit

Ein Starterkit für Tado Smarte Thermostate V3 Plus ist ab heute je nach Umfang für 130 Euro oder 200 Euro erhältlich. Weitere Heizkörper-Thermostate sind als Einzel- oder Multipacks verfügbar. Die neue App-Version lässt sich im Google Play Store und Apple App Store herunterladen. Bei der Installation erkennt die App automatisch, ob es sich um neue V3-Plus-Geräte oder ältere vom Typ V3 und V2 handelt.

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Image by Tado


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Berti Kolbow-Lehradt

Berti Kolbow-Lehradt

ist Freier Technikjournalist. Für die Netzpiloten sowie unsere Geschwisterseiten Netzpiloten Apple und Netzpiloten Android befasst er sich mit vielen Aspekten rund ums Digitale. Die Dissertation zur Geschichte der Fotoindustrie hat der Wirtschaftshistoriker erfolgreich abgebrochen, um sich der Digitalen Fotografie, Smartphones, der Apple-Welt, dem Smart Home und vielen anderen Bereichen der Consumer Electronics und IT in der Gegenwart zu widmen. Mitglied des Netzpiloten Blogger Networks.

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