Deutschland fürchtet Smart Homes

Ein Spezialisten-Unternehmen Linksys hat den Auftrag gegeben, eine Studie unter den Europäern durchzuführen und sie zum Thema Smart Home befragen.

In den 1980er Jahren glaubte man fest daran, dass das 21. Jahrhundert fliegende Autos und unzählige Roboter mit sich bringen und die Menschheit vollautomatisiert durch die Gegend laufen wird. Wie wir heute sehen, hat das noch nicht ganz geklappt. Aber wir sind auf einem guten Weg in Richtung dieser fantasievollen Vorstellungen und viele sind gespannt, wie sich unser Leben in den nächsten zehn Jahren ändern wird.

Die ersten Schritte in Richtung „Vollautomatisierung“ sind bereits getan. Wir kennen sie unter dem Namen „Smart Homes“. Und die Europäer finden es klasse. Nur die Deutschen sind bisher nicht ganz überzeugt.

Macht ein Smart TV meinen Haushalt zu einem Smart Home?

Smart TVs sind längst keine Neuheit mehr. Bereits 66 Prozent der Befragten besitzen mindestens einen smarten Fernseher zuhause. Auch Deutschland schafft es mit den Niederländern und Briten sogar auf das Podium mit 65,3 Prozent. Das heißt, bereits mehr als die Hälfte der Haushalte lässt sich von der neueren Technik überzeugen.

Doch das wäre auch erst einmal alles, was man zum Thema Deutschland und Überzeugung von Smart Homes sagen kann. Auch die diesjährige IFA hat bestätigt, dass sich Deutschland zurückhält, wenn es um das Bestaunen der IoT-Geräte geht. Man braucht sich aber nicht zu fürchten, die Smart Home Geräte werden auch den deutschen Markt nach und nach erobern – sobald die Deutschen die gewohnte Vorsicht und das Sicherheitsdenken loswerden.

Smart Homes und Sprachassistenten

Langsam gewinnen auch Sprachassistenten an Beliebtheit. Amazon Echo, Alexa und Google-Assistant fanden schon bei knappen 22 Prozent der Haushalte einen festen Platz. Und viele von ihnen dienen mehreren Zwecken, als nur Musikwiedergabe und Wetterbericht. Dies bedeutet wiederum, dass sich viele Europäer für Smart Home Devices begeistern. Dazu zählen smarte Steckdosen, smarte Beleuchtungsschalter, smarte Temperaturregler und smarte Türklingeln. Vor allem in diesem Bereich ziehen sich Deutsche zurück und überlassen die ersten Schritte den europäischen Nachbarn.

Was erwartet uns in naher Zukunft?

In den nächsten zwei Jahren erklären sich 35 Prozent der Studienteilnehmer bereit, smarte Geräte in ihr Zuhause zu integrieren. Ein großes Interesse wecken die smarten Beleuchtungssysteme – dafür würden sich 43,6 Prozent der Befragten entscheiden.

In den nächsten Jahren können wir auch mit einer zunehmenden Anzahl an Geräten mit Künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen zählen. Dies bedeutet Lösungen, wie smarte Wassermanagementsysteme, die undichte Leitungen direkt melden würden oder intelligente Küchen, die den Ofen automatisch vorheizen.

Fliegende Autos waren zwar kein Thema der Studie, aber mit so einer Vorhersage für die Haushalte könnte es bald passieren, dass wir uns über einen Stau in der Luft beschweren werden.


Zapp2Photo via Stock.adobe.de

Nina Brzeska

Studiert im dritten Semester Communication & Media Management an der UE in Hamburg-Altona. Nach dem Feierabend und an den Wochenenden geht sie gerne ihrer Netflix-Sucht nach oder beschäftigt sich mit Krimis und Fantasy-Büchern.


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