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All Doors in Flight @ Fintech Week, Carolin Neumann?

Vom 15. bis 20. Oktober geht in Hamburg wieder die Fintech Week an den Start. Wir Netzpiloten sind als Medienpartner mit dabei, wenn sich wieder alles um die Zukunft der Finanzen drehen wird. Mitten in der heißen Vorbereitungsphase erwischen wir die Journalistin, Medienunternehmerin und Mitbegründerin der Veranstaltung Carolin Neumann noch schnell für drei Fragen:

Ihr habt eine ganze Woche Fintech-Themen für Hamburg auf die Beine gestellt. Respekt! Wie laufen die Vorbereitungen?

Können wir die Fintech Week noch mal um ein paar Wochen verschieben? Nein, im Ernst: Es läuft gut, aber natürlich ist auf den letzten Metern immer noch mal unglaublich viel zu tun. Wir sind der Schirm für rund 30 Veranstaltungen mit insgesamt mehr als 1.500 Besucher*innen. Da laufen so viele Fäden bei uns zusammen, wir bräuchten eigentlich immer noch mehr Zeit. Gerade kann ich nicht fassen, dass es schon soweit ist – und in zwei Wochen werde ich da sitzen und denken: Wie, schon wieder vorbei?

Das Thema Fintech kommt gleich nach Blockchain ja immer recht wuchtig daher. Könnt ihr es auflockern?

Grundsätzlich richtet sich die Woche an ein Fachpublikum, auch wenn wir offen für B2C-Veranstaltungen sind. Und für dieses Publikum – Banken, Versicherer – geht es angesichts der digitalen Umwälzungen tatsächlich um ihre Existenz. Das lässt sich schwer auflockern. Dennoch sind wir in unserer Ansprache eher locker, weil wir als Team auch so sind. Das ist es vermutlich, was der Woche dann trotz ihrer Ernsthaftigkeit einen lockeren, entspannten Charme verleiht.

Was sind deine persönlichen Highlights vom 15. bis 20. Oktober?

Ich freue mich sehr darauf, beim Event „Fintech Stories“ der Fintech Ladies die Geschichten von Female Professionals aus der Fintech-Branche zu hören – und den Nachmittag zu moderieren. Wahnsinnig gespannt bin ich außerdem auf unsere eigene Fachkonferenz am Donnerstag, die FinForward, für die wir uns in den letzten Monaten – neben der ganzen Orga der Fintech Week – ins Zeug gelegt haben. Sie ist ein bisschen wie die Fintech Week auf einen Tag komprimiert: mit den wichtigsten Themen der Branche, als Brückenschlag zwischen alter und neuer Garde, mit Blicken über den Tellerrand in den Talks.

Viel Erfolg! Wir sehen uns.

Tickets für die Fintech Week Hamburg gibt es hier.

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Netzpiloten @Fintech Week

Eine Woche lang geht’s nur ums Geld! Genauer gesagt um die Zukunft der Finanzen. Vom 15. bis 20. Oktober findet in Hamburg zum dritten Mal die Fintech Week statt. Der massive Wandel der Finanzwelt im digitalen Zeitalter ist allgegenwärtig. Damit versucht der unabhängige journalistische Newsletter finletter von Carolin Neumann und Clas Beese publizistisch Schritt zu halten und richtet außerdem zum dritten Mal die Fintech Week aus. Wir Netzpiloten sind wieder mit dabei, wenn in vielen verschiedenen Konferenzformaten Themen wie Nachhaltigkeit, Transparenz und Entwicklung in der Fintech-Branche diskutiert werden.

Welche Speaker werden da sein?

Das breitgefächerte Programm bringt interessante Speaker nach vorne: Es kommt zum Beispiel Alexander Artopé von Smava und spricht über Konsumentenkredite 4.0. Dr. Martha Böckenfeld von der DFG Deutsche Fondsgesellschaft SE Invest referiert über die Digitalisierung im Bankwesen. Susanna Fleckenstein, Managing Director bei der Commerzbank, erzählt uns von der AG Bankfiliale 4.0. Wir freuen uns besonders auf den Blogger und Podcaster Jochen Siegert.

Welche Themen sind am Start?

  • Zukunft der Fintech-Branche
  • Bankwesen 4.0
  • Workshops zum Thema Finances
  • Frauen in der Fintech-Branche
  • Blockchain
  • Payment

Und sonst noch?

Wie viele Veranstaltungen in diesem Jahr, wollen auch die Macher der Fintech Week mehr Frauen in ihrem Themenbereich sichtbar machen. Beim Speaker-Listing zeichnet sich das gut ab. Fürs entspannte Netzwerken gibt es außerdem ein Fintech Ladies Dinner im schönen Restaurant NIL. Wir freuen uns auf die breitgefächerte Woche! Hier gibt es die Tickets.

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Netzpiloten @EBSpreneurship

Es ist bereits das zehnte Mal, dass Investoren, Studenten, Unternehmer und die, die es noch werden wollen, auf dem EBS Campus im Reingau aufeinandertreffen. Denn vom 19. bis 20. Oktober findet erneut der EBSpreneurship statt.

Hierbei handelt es sich um den größten von Studenten organisierten Kongress mit dem diesjährigen Fokus auf das Zusammenspiel von Finanzen und Technik.

Highlights für Jedermann

Wie schon in den Vorjahren können Besucher sich auf ein vielfältiges Programm freuen. Dabei erwartet sie spannende Vorträge von namhaften Speakern wie unter anderem Peter Holzer – Autor des Buches “Mut braucht eine Stimme” – oder auch Rouven Dresselhaus von Cavalry Ventures.

Zudem können sich die Teilnehmer auf anregende Podiumsdiskussionen mit Experten und Referenten freuen, bei denen es um interessante Themen wie Künstliche Intelligenz oder auch um die Zukunft der Mobilität geht.

Besonders sinnvoll ist an den beiden Tagen außerdem die Möglichkeit, sich untereinander zu vernetzen. Die Chancen stehen besonders gut sich seinen Praktikumsplatz zu ergattern oder gar andere Gründer mit ins Boot zu holen. Die Optionen scheinen an den beiden Tagen beinahe unbegrenzt.

Neben spannenden Workshops unter anderem zu den Themen Social Media oder Unternehmens- und Marktsimulationen können Teilnehmer hier ihr Wissen auffrischen und von den Besten lernen, um sich in Zukunft ein sicheres Standbein zu schaffen.

Diese beiden Tage sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen, denn hier ergeben sich zahlreiche Chancen für Gründer, Investoren, Unternehmer und Studenten. Aber auch Interessierte, die erst noch den großen Schritt in die Gründerszene wagen wollen, sind auf dem Kongress herzlich willkommen. Seid dabei, wenn Wissen auf Innovation trifft und vernetzt euch untereinander!

Tickets ergattern und dabei sein!

Wenn ihr euch den EBSpreneurship nicht entgehen lassen wollt, dann könnt ihr euch schnell Studenten-, Early Bird-, oder Unternehmer-Tickets besorgen.

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Netzpiloten @OMfinCon 2018

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Am 7. Juni wird im Berliner Festsaal Kreuzberg wieder zur OMfinCon, der Online Marketing Finance Conference, geladen. Die Konferenz findet in Kombination mit dem Banking and Insurance Summit statt. Außerdem werden der BankingCheck und eKomi Award verliehen.

BIS meets OMfinCon

„BIS meets OMfinCon“ heißt es, wenn sich die Finanz- und Versicherungsbranche zu einem ihrer wichtigsten Events versammelt. Die drei Veranstalter BankingCheck, eKomi und financeAds laden ihre Netzwerke am 7. Juni ein, um gemeinsam zu netzwerken und Erfahrungen auszutauschen.

Auch in diesem Jahr erwartet die Besucher eine informative Agenda und kompetente Speaker aus den beiden Branchen Finanz und Versicherungen. Online Marketing, Blockchain, Influencer Marketing, SEO und Native Ads – die diversen Vorträge, Workshops oder Präsentationen decken ein breites Themenfeld ab, bei dem keine Fragen mehr offen bleiben sollten. 

Zu den zahlreichen Speakern zählen beispielsweise Pascal Kling und Michael Nagel vom AXA Konzern aus dem Bereich der Customer Touchpoints Analyse oder Rechtsanwalt Michael Neuber vom Bundesverband Digitale Wirtschaft der die Antworten zu Fragen zur DSGVO haben wird. Unter der Teilnehmerliste ist es außerdem möglich herauszufinden welche Branchenkollegen ebenfalls auf dem Event sein werden – so kann man Networking-Treffen schon im Voraus planen! 

Die Affiliate-Branche auf einem Fleck

Spannende Vorträge, Talkrunden, Workshops und Präsentationen und Use Cases aus der Finanz- und Versicherungsbranche sorgen für einen abwechslungsreichen Tag. Trefft alte und neue Geschäftspartner und netzwerkt ausgiebig während der Networking-Sessions und der Preisverleihungen. Das Doppel-Event BIS meets OMfinCon 2018 erwartet euch – Tickets sind hier verfügbar. Aber seid schnell – das Ticket-Kontingent ist nur auf 500 Teilnehmer begrenzt!

Wenn es dann wieder soweit ist, könnt ihr euch unter dem Hashtag #OMfinCon über das Event informieren oder kräftig selbst mittwittern. 

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Die Netzpiloten sind Partner der Digital Finance World 2018

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Am 28. Februar und 1. März gewährt der Veranstalter KuppingerCole den Besuchern wieder Einblick in die Digital Finance World. Seid dabei, wenn in Frankfurt wieder zu den Top-Themen der Finanzwelt diskutiert wird. Die Location ist das HOLM – das House of Logistics & Mobility. Seid dabei, wenn sich CEOs, Gründer und Experten der größten digitalen Banken und FinTech-Experten zur sich rapide entwickelnden Finanzwelt diskutieren.

Blockchain, KIs, Cybersecurity – Was bewegt die Finanzwelt?

Auch 2018 gibt es an den zwei Veranstaltungstagen wieder ein breites Programm mit tollen Speakern. Die Leitthemen der Digital Finance World 2018 sind:

  • Blockchain
  • digitale Währungen
  • Künstliche Intelligenz
  • Innovationen beim Mobile Banking
  • Cybersicherheit in der Finanzindustrie
  • die Vorbereitung zur Datenschutz-Grundverordnung (GPDR) der EU
  • die EU-Richtlinie Payment Services Directive (PSD2)
  • erweitertes regulatorisches Management (Advanced Regulatory Management)

An Tag 1 steht die Veranstaltung ganz im Fokus der Themen Blockchain, künstliche Intelligenz und der Disruption der Finanzwelt. Passenderweise eröffnet Martin Kuppinger, Principal Analyst bei KuppingerCole, die Veranstaltung mit der Keynote „2018 – The Year of Disruption: Why the Finance Business Will Never Be the Same Again„. Am zweiten Veranstaltungstag steht dann alles im Zeichen der GPDR und von PSD2 und wie sich diese Regulierungen im Jahr 2018 auf die Finanzwelt auswirken.  

Earlybird-Preise für die Tickets gibt es noch bis zum 30.01, wenn ihr sie bis dahin bucht sind sie also günstiger! Die Digital Finance World findet am 28. Februar und 1. März 2018 in Frankfurt im HOLM in der Bessie-Coleman-Strasse 7 statt. Um euch schon mal einen Einblick in die Digital Finance World zu verschaffen, könnt ihr mal bei dieser Playlist von KuppingerCole zur letztjährigen Veranstaltung und relevanten Themen vorbeischauen.

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Für die treuen Netzpiloten-Leser hat uns KuppingerCole auch in diesem Jahr wieder einen Rabattcode zur Verfügung gestellt. Mit dem folgenden Code könnt ihr ganze 15 Prozent beim Ticketkauf sparen: dfw15media

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Können Kryptowährungen der Überwachung von Zentralbanken standhalten?

Bitcoin (adapted) (Image tombark [CC0 Public Domain] via Pixabay)

In der Welt der Kryptowährungen sieht die Zukunft des Geldes sehr unterschiedlich aus. Es gibt einen steigenden Konsens zwischen Unternehmen, Investoren und Ländern (insbesondere Venezuela), dass diese alternativen Formen des Geldes die Bezahlvorgänge im nächsten Jahrzehnt dominieren werden. Auch wenn bezüglich des Potenzials Einigkeit herrscht – es ist noch unklar, wie genau Regulierer und Zentralbanken darauf reagieren könnten.

Der zusammengefasste Marktwert aller sich im Umlauf befindlichen Kryptowährungen erreichte Ende August einen Wert von 170 Milliarden US-Dollar, das ist nach CoinMarketCap, einem führenden Preisrechner, um 850 Prozent höher als noch am Anfang des Jahres. Es ist nicht überraschend, dass dieses Wachstum die Regulatoren und Zentralbanken zum Schwitzen bringt, die sich immer noch nicht darüber entschieden haben, ob man die Kryptowährungen als Ware, Anlage oder Währung behandeln sollte.

Das mag nach einer etwas abwegigen Diskussion klingen. Jedoch ist eines der grundlegendsten Funktionen einer Währung, Transaktionen in einer zeitgerechten Art zu vollziehen. Und durch die Sicherung der Blockchain (die Technologie, auf der Kryptowährungen wie Bitcoin basieren), sind die Verarbeitungen der Bitcoin-Transaktionen manchmal sehr langsam.

Aufgrund der Begrenzung der Bitcoin-Transaktionen mit einem bestimmten Tageslimit kann es durchaus ein paar Tage dauern, um eine einzelne Transaktion abzuschließen. Dies lässt die Kryptowährung teilweise unfähig erscheinen, selbst die grundlegendste Funktion des Geldbegriffes zu erfüllen. Private Blockchains können Transaktionen beschleunigen, sind aber nicht sehr beliebt und weiterhin begrenzt in ihrer Verfügbarkeit.

Geldsorgen

Der Aufruf, die Kryptowährungen zu verbessern, gewann an Schwung, nachdem der Internationale Währungsfond (IWF) ein Mitarbeiter-Diskussionspapier veröffentlichte mit der Aussage, dass Banken ein Investment in Kryptowährungen erwägen sollten.

Die enorme Entwicklung im digitalen Technologiebereich verändert die Umwelt der Finanzdienstleistungen. Sie schafft Möglichkeiten und Herausforderungen für Dienstleister und Regulatoren. Jede Art großzügiger Zustimmung des Bankensektors würde ganz klar einen riesigen Markt für Kryptowährungen eröffnen, jedoch bewegt sich diese Entwicklung nicht nur einseitig. Anfang September erschütterten chinesische Regulatoren den Markt für Kryptowährungen, als die chinesische Volksbank die Beschaffung finanzieller Mittel durch die Initial Coin Offerings (ICOs) für illegal erklärte.

Die ICO ist eine Geldbeschaffungsmaßnahme, die zukünftige Kryptomünzen gegen derzeitige Kryptowährungen mit derzeitigem liquidem Wert austauschte. Sie bekamen eine einfache Plattform für Digitalwährungsfreaks mit dem Ziel schneller Geldbeschaffung. Kurz gesagt bedeutet dies, dass die ICO eine Crowdfinanzierungsplattform für zukünftige Kryptowährung ist. Laut der Branchenwebsite Cryptocompare haben sie bereits 2,32 Millarden US-Dollar gesammelt.

China wird generell strenger. Es wurde sogar berichtet, dass die Chinesen den Handel mit virtueller Währungen auf heimischen Börsen ganz verbieten könnten. Wenn dies durchgehen sollte, könnte es den Enthusiasmus des Sektors deutlich zum Erliegen bringen- auch wenn immer wieder positive Meldungen auftauchen und eine intensivere Prüfung die Bedenken vertreiben könnte.

Das russische Finanzministerium hat es sich zum Ziel gemacht, den Gebrauch von Kryptowährungen in ihrem Land bis Ende 2017 zu regulieren – und tatsächlich arbeitet die Zentralbank schon seit Beginn des Jahres daran, digitale Währungen stärker zu regeln. Der größte Vertrauensschub für Kryptowährungen mag vielleicht von den Ökonomen der finnischen Zentralbank kommen, die die Infrastruktur, die hinter Kryptowährungen wie Bitcoin steht, als „revolutionär“ betitelte und darüber hinaus die Fähigkeit der Manipulationsumgehung lobte.

Anerkennung für Kryptowährungen gab es auch aus Ländern wie Australien und Japan, die beide Richtlinien bezüglich der Legalisierung des Handels von Kryptowährungen erließen. Japan machte es zur Pflicht, den Handel mit Bitcoin zu regulieren und sich einer jährlich von anerkannten Buchhaltung durchgeführten Rechnungsprüfung zu unterziehen.

Die Zentralbank von Singapur erläuterte, dass die Funktion von digitalen Wertmünzen ganz klar die Funktion einer digitalen Währung überschreitet – obwohl die Bank den Markt überwacht. Weiterhin sagten sie, dass ICO genehmigt beziehungsweise von Banken oder von Singapurs Wertpapier- und Termingeschäftsgesetz anerkannt werden müsse.

In den Vereinigten Staaten wurde diese Aussage von der Börsenaufsichtsbehörde mit der Ankündigung bestätigt, dass ICO als Wertpapiere reguliert werden und alle unangekündigten Transaktionen juristisch verfolgt werden können.

Zwei Optionen

Dadurch, dass die Akzeptanz – außer vielleicht in China – immer mehr zunimmt, zeigt sich, dass Kryptowährungen als Finanzinstrument immer beliebter werden. Es gibt in Zukunft also zwei Optionen:

Zunächst könnte härter durchgegriffen werden, um sicherzustellen, dass Transaktionen mit Kryptowährungen nicht in Verbindung mit dem Darknet, terroristisch motivierten Aktionen oder Geldwäsche durchgeführt werden. Alternativ könnten Zentralbanken anfangen, unter dem Stichwort Central Bank issued Digital Currency (CBDC) ihre eigene digitale Währung zu veröffentlichen. Diese Währung basiert auf der Distributed-Ledger-Technologie. Es handelt sich dabei um die gleiche Blockchain-Technologie wie sie auch hinter anderen Kryptowährungen steckt. Dies gibt ihnen die Möglichkeit, dass die CBDC den Wert aktueller Kryptowährungen zerstört.

Die Bank von England hat in der ursprünglichen Diskussion die Führungsposition übernommen, während ihre Amtskollegen in Kanada, Schweden und von der Europäischen Zentralbank alle die Umsetzbarkeit der Markteinführung digitaler Währungen analysieren.

Unklar ist weiterhin, ob es die Zentralbanken mit den Kryptowährungen wie CBDC ernst meinen. Sie könnten auch in Konkurrenz zu ihrer zunehmenden Beliebtheit stehen. Im schlechtesten Fall könnten die Zentralbanken den Handel und Besitz von Kryptowährungen verbieten. Die Durchsetzbarkeit eines solchen Verbotes wäre sehr schwer, weil es keine einzige Organisation oder Person gibt, die Kryptowährungen kontrollieren und darüber hinaus die Transaktionen nicht zentral registriert werden. Es gibt jedoch einen Präzedenzfall. Im Jahr 1933 erklärte der damalige US-Präsident Roosevelt den privaten Besitz von Goldbarren für illegal. Er forderte alle Amerikaner zur Übergabe ihrer Goldreserven zur amerikanischen Notenbank auf.

Wenn ein ähnliches Vorhaben hier in die Wege geleitet werden sollte, könnte der Markt für Kryptowährungen eines Tages ganz von selbst zum Erliegen kommen. Es hängt nun alles von den Zentralbankern ab. China hat uns einen Einblick in einer schwierige Zukunft gewährt. Die Krypto-Vertreter auf der ganzen Welt hoffen, dass die Mehrzahl der Nutzer den einfacheren Weg wählen werden.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Bitcoin“ by tombark (CC0 Public Domain)


The Conversation

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  • DATA heise: Bundestag genehmigt Ausbau der Videoüberwachung: Der Bundestag hat mitten in der Nacht zum Freitag den umstrittenen Entwurf der Bundesregierung für ein „Videoüberwachungsverbesserungsgesetz“ unverändert beschlossen. Mit der damit einhergehenden Änderung des Bundesdatenschutzgesetzes sollen mehr Kameras an „öffentlich zugänglichen großflächigen Anlagen“ angebracht werden dürfen. Das Parlament will damit die Sicherheit vor allem in Sport-, Versammlungs- und Vergnügungsstätten, Einkaufszentren oder Parkplätzen sowie in Einrichtungen und Fahrzeugen des öffentlichen Personennahverkehrs erhöhen.

  • FACEBOOK t3n: Weitere Snapchat-Kopie: Facebook startet „Messenger Day“:Nach Instagram („Stories“) und zuletzt Whatsapp („Status“) hat Facebook jetzt auch seinem Messenger eine Funktion spendiert, die stark an das Stories-Original des Rivalen Snapchat erinnert. Nutzer können mit „Messenger Day“ jetzt Bilder, Videos und persönliche Nachrichten für 24 Stunden teilen. Die Funktion wird ab sofort weltweit für Android und iOS ausgerollt, wie Facebook mitteilt. Die Fotos und Videos können die Nutzer entweder mit allen oder nur mit bestimmten Freunden oder Familienmitgliedern teilen. Die Inhalte verschwinden nach 24 Stunden wieder. Daher, so Facebook, könnten beliebig viele Bilder und Videos geteilt werden. Wer nicht will, dass die Inhalte 24 Stunden lang online sind, kann sie schon vorher aus dem Day-Bereich wieder entfernen.

  • MICROSOFT golem: Microsoft zeigt Werbung im Windows Explorer an: Der in Windows 10 enthaltene Dateimanager wird von Microsoft verstärkt für Werbeeinblendungen verwendet. Erste Hinweise darauf gab es bereits im Herbst 2016, aktuell berichten immer mehr Anwender von solchen Werbeschaltungen. Microsoft bestätigte dies, will die Einblendungen aber nicht als Werbung bezeichnet wissen. In einer Stellungnahme spricht der Windows-Hersteller von einer Benachrichtigung, wie The Verge berichtet. Die vorliegenden Berichte von Windows-10-Nutzern beschreiben hingegen klar eine Werbeeinblendung. Microsofts Cloud-Speicherdienst Onedrive ist bereits Bestandteil von Windows 10. Allerdings ist der maximale Speicherplatz auf 5 GByte beschränkt.

  • FINANZEN Welt: MoneyMap sagt Nutzern, wo sie Geld verschwenden: Das gerade gestartete Portal MoneyMap will künftig alle Verträge seiner Kunden digital verwalten. Der entscheidende Punkt: Das Start-up analysiert dafür das Girokonto des Nutzers. Über eine Anbieterdatenbank ordnet das Unternehmen die bestehenden Verträge auf diesem Weg zu, erkennt also etwa den Strom- oder Mobilfunkanbieter. Der Nutzer bekommt in einem zweiten Schritt konkrete Angebote und kann einen Vertragswechsel automatisch veranlassen. Den Gründern ist bewusst, dass der Einblick ins persönliche Girokonto eine heikle Sache ist. Mit dem sensiblen Thema Datenschutz und Datensicherheit setze sich das Start-up intensiv auseinander, es gebe hohe Sicherheitsstandards, versichert CTO Dmitry Kharchenko.

  • GOOGLE GoogleWatchBlog: Abschaffung der reCAPTCHA-Abfrage: Die Google-Tochter reCAPTCHA hat sich schon vor vielen Jahren Gedanken über das Problem der Captchas gemacht, und stand immer dafür, nicht allzu schwere und für Menschen unlesbare Buchstabenfolgen abzufragen. Zu diesem Zweck hatte man für lange Zeit Texte und Zahlen aus Streetview-Fotos verwendet, durch die man auch gleich noch wertvolle Daten für das eigene Angebot gewinnen konnte. Diese sind mittlerweile aber nur noch sehr selten zu sehen. Vor über zwei Jahren hatte man als Nachfolger der klassischen Captchas das No Captcha angekündigt, bei dem die Eingabe vollständig wegfällt. Stattdessen muss der Nutzer bei dieser Variante nur noch einen Haken setzen und somit bestätigen, dass er kein Bot ist. Da die Unterscheidung zwischen Bot und Mensch im Hintergrund stattfindet, hat man es nun auch geschafft den letzten Schritt zu entfernen und bietet ab sofort die Invisible reCAPTCHA an.

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  • TECHNIK heise: Lithium-Ionen-Akku-Pionier stellt Arbeiten für neuen Akku vor: Ein Team der University of Texas hat im Energy & Environmental Science Journal Forschungsarbeiten für einen neuen Akku vorgestellt, der sich besonders für Mobilgeräte, elektrische Fahrzeuge und stationäre Energiespeicher eignen soll. Im Vergleich zu den heute gängigen Lithium-Ionen-Akkumulatoren soll die Ladezeit der Neuentwicklung deutlich geringer ausfallen und sowohl in Sachen Haltbarkeit als auch Energiedichte Vorteile bringen. Besonders für die Automobilindustrie könnten die schnell aufladbaren neuen Akkus durch ihre höhere Energiedichte von Interesse sein. Außerdem sollen sie mit der neuen Technik länger halten und weniger anfällig für Feuer und Explosionen sein.

  • FACEBOOK t3n: Facebook testet Dislike-Button – vorerst im Messenger: Schon oft wurde darüber spekuliert, ob Facebook die Möglichkeit einführen würde, „Gefällt mir nicht“-Angaben für Beiträge zu machen. Bislang hat sich in der Richtung nichts getan, auch nachdem mit der Reactions-Funktion weitere Möglichkeiten eingeführt wurden, Beiträge zu bewerten. Jedoch haben User in der neusten Beta-Version des Facebook-Messengers den nach unten zeigenden Daumen entdeckt. Facebook hat das neue Feature gegenüber dem US-Techportal Techcrunch bestätigt. Dass der Dislike-Button auch in den Newsfeed kommt, ist allerdings eher unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen. Facebook selbst sieht den Dislike-Button eher als eine Art „Nein“ als Antwort in Diskussionen.

  • ENERGIE golem: Stadtwerke bieten 1 GBit/s zum Preis von 100 MBit/s: Die Stadtwerke der nordrhein-westfälischen Stadt Gronau bieten seit letzter Woche einen symmetrische Datenrate von 1 GBit/s an. Die Datenrate wird zusammen mit dem deutsch-niederländischen Netzwerk NDIX realisiert. Bestandskunden und Interessenten für das Projekt Gigabitcity Gronau bekommen als Startangebot die GBit/s-Verbindung zum Preis einer 100-MBit/s-Verbindung. Das schnelle Internet wird im gesamten Stadtgebiet angeboten werden und bietet die Geschwindigkeit von 1 GBit/s sowohl beim Upload als auch beim Download.

  • FINANZEN Gründerszene: Bitcoins sind erstmals mehr wert als Gold: Die digitale Revolution hat nun auch die Hackordnung an den Finanzmärkten verändert. Zum ersten Mal in der Geldgeschichte ist die Kryptowährung Bitcoin mehr wert als die Feinunze Gold. Beide gelten als eine Alternative zum Papiergeld und damit als Art globale Schattenwährung, die Menschen nutzen, um ihr Erspartes in Sicherheit zu bringen. Bisher war Gold deutlich wertvoller als der Bitcoin. Seit gestern nicht mehr. Der Wert des Bitcoin schoss am Donnerstag um mehr als drei Prozent in die Höhe und markierte bei 1.269 Dollar einen neuen Rekord. Gleichzeitig rutschte der Goldpreis um fast zwei Prozent auf 1.230 Dollar ab.

  • GOOGLE GoogleWatchBlog: Rechtliche Probleme bei der neuen Bildersuche: Google stellt die deutschen Gerichte immer wieder vor Herausforderungen und sorgt für völlig unterschiedliche Einschätzungen, Urteile und Diskussionen in den Rechtsabteilungen. Schon vor über vier Jahren hat Google die neue Bildersuche vorgestellt und in Deutschland und einigen anderen Ländern vorerst noch nicht eingeführt. Das hatte aber keine technischen sondern rechtliche Gründe, und die liegen vor allem an der Art der Einbindung der einzelnen Bilder. Statt wie in der alten Variante nur Thumbnails anzuzeigen und mit diesen auf die ursprünglich Webseite zu verlinken, bekommt der Nutzer in der neuen Version deutlich größere Bilder zu sehen.

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Netzpiloten sind Partner der Digital Finance World 2017

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Vom 01. Bis 02. März 2017 findet in Frankfurt der Kongress KuppingerCole’s Digital Finance World 2017 (DFW) statt. Die Finanz- und Versicherungswelt trifft sich dort, um sich über Innovation und die digitale Transformation ihrer Betriebe auszutauschen.

An zwei Tagen von jeweils 8 bis 18 Uhr bedient die Digital Finance World ihre Besucher mit allerlei Informationen zu den Themen Blockchain, Bitcoins, Big Data und das Internet der Werte (IoV). Der Veranstalter KuppingerCole ist eine seit 2004 international und unabhängig arbeitende Analyse-Organisation. Ein zentrales Element der Arbeit der Organisation ist es, Unternehmen mit neutraler Beratung und Expertise in den Bereichen Informationssicherheit, Identitäts- und Zugriffsmanagement, Informations- und Zugriffssteuerung, Risikomanagement und Compliance und in Bereichen der digitalen Transformation zur Seite zu stehen.

Das Event findet direkt am Frankfurter Flughafen im HOLM – House of Logistics & Mobility in der Bessie-Coleman-Strasse 7 statt. Wenn ihr bis zum 20. Februar 2017 eure Tickets mit einem Kollegen oder Freund bucht, bekommt ihr sie zum Missed Early Bird-Preis.

Wenn ihr keine Infos oder Updates verpassen wollt, folgt KuppingerCole auf Facebook oder Twitter oder direkt dem Digital Finance World Event!

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Für euch als treue Leserschaft der Netzpiloten gibt es mit diesem Code 20 Prozent Rabatt auf den regulären Ticketpreis: DFW17NETZPILOTEN

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Die Netzpiloten sind Partner des Gipfeltreffens 2017

Am 14. und 15. Januar 2017 findet im KOMED in Köln zum ersten Mal das Gipfeltreffen statt.

Ihr bekommt dort die Möglichkeit, euch spannende Vorträge von 17 erfahrenen Top-Speakern aus den Bereichen Persönlichkeitsentwicklung, Motivation, Business, Marketing und Finanzen anzuhören. Ziel der Veranstaltung ist es, euch zum nächsten großen Durchbruch zu verhelfen. Das Gipfeltreffen verfolgt einen innovativen und interdisziplinären Ansatz, der euch auf euren persönlichen Erfolg vorbereitet.

Zu den Speakern gehören unter anderem Prof. Dr. Lothar Seiwert und Detlef D! Soost.

Prof. Dr. Lothar Seiwert ist Certified Speaking Professional und Bestseller-Autor. In seinem Vortrag bekommt ihr gezeigt, wie ihr lernt, euch auf die wichtigen Dinge zu konzentrieren, ohne euch ablenken zu lassen.

Detlef D! Soost ist nicht nur Motivations- und Life Coach, sondern auch Unternehmer und gehört mit seinem „10 Weeks Body Change“-Programm zu den bekanntesten und erfolgreichsten Fitnesstrainern in Deutschland.

Zwischen den Vorträgen habt ihr die Chance, euch untereinander auszutauschen und nützliche Kontakte zu knüpfen. Der erste Tag wird mit einer Networking-Party abgerundet, bei der die VIP-Teilnehmer sich mit den Rednern vernetzen und wertvolle Tipps erhalten können.

Da die Teilnehmeranzahl leider auf 250 beschränkt ist, könnt ihr – solltet ihr keine Karten mehr bekommen – die Ausführungen der Referenten auch über den HD-Livestream von Zuhause aus mit verfolgen. Die letzten Tickets sind noch bis zum 10. Januar erhältlich.

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Warum Industrie 4.0-Lobbyisten mehr denken sollten – Nachtrag zum #ctk2016

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Haben Strategen im 21.Jahrhundert ausgedient? Weit gefehlt. Sie dürfen nur nicht den Regeln von mechanistischen Modellen folgen. Das war schon immer ein Fehler. Erfolgreiche Unternehmer haben das zu allen Zeiten unkonventionell gehandelt. Schnelligkeit, Stärken nutzen, Erfahrung, Urteilskraft, siebter Sinn und Intuition kann man nicht planen. Unternehmerisches Handeln ist nur schwer zu systematisieren. Wie gute Unternehmer handeln und entscheiden, ist häufig von Zufällen abhängig und widerspricht dem ideologischen Weltbild von Planungsfanatikern.

Am völligen Versagen der Wirtschaftsforschungsinstitute bei der Vorhersage der Finanzkrise kann man erkennen, wie wenig formelhafte Theorien für das Wirtschaftsleben taugen. Wer das praktiziert, landet in der Bürokratiefalle. Denn sehnen sich die Mechanisten in den Chefetagen der Konzerne und mittelständischen Firmen nach Kennziffern, Regeln, Methoden, Benchmarks und Best Practise-Ratschlägen, ums Paradies der Effizienz, Effektivität und Profitmaximierung. Sie hören Begriffe wie Industrie 4.0, Lean Management oder Kaizen und ordnen es direkt in ihre System-Schubladen ein für Erfolg und Glückseligkeit.

Technokratisches Wortgeklingel

Denken kommt dabei leider nicht an erster Stelle, moniert Guido Bosbach in einer Session des Change to Kaizen-Forums in Mannheim, die er gemeinsam mit mir präsentierte. Es regiert technokratisches Wortgeklingel, um wieder zur Tagesordnung übergehen zu können.

Industrie-Vordenker in Wirtschaft, Politik und Wissenschaft ergötzen sich an Formeln. Sie besichtigen eine Produktionshalle von Toyota, hören das geheimnisvolle Credo von Kaizen, wandeln das Ganze in einen „kontinuierlichen Verbesserungsprozess“ um und fixieren es mit 80 Regeln, die in einem Lastenheft dokumentiert werden. Leerformeln abspulen, statt über die Sinnhaftigkeit des eigenen Tuns zu grübeln.

Aber genau das steckt hinter der Jahrhunderte alten Kultur von KAIZEN, erläuterte der Industrie-Fachmann Mario Buchinger auf der Mannheimer Fachtagung im Technoseum. „Es geht um die Veränderung zum Guten – gemeinsam besser werden. Das klingt für deutsche Manager schon viel zu philosophisch.“

Egozentrische Manager hassen Kaizen und lieben Tastendrücker

In Deutschland spricht man lieber von der Qualitätsmethodik. Sich selbst zu hinterfragen, kleine Schritte zu gehen und das Wohl der Gesamtheit im Auge zu behalten, sei für egozentrische Manager Gift. Da wird das so genannte Humankapital dann doch lieber zur Kennziffer im Controlling degradiert. Der Mensch als Faktor der Verschwendung wird mit Prinzipien-Huberei entweder in der Speedfactory eliminiert oder zum optimierten Tastendrücker in „Shopfloors“ montiert.

Shopfloor klingt irgendwie eleganter als Werkstatt oder Fertigungshalle. Der kosteneffiziente Tastendrücker taucht in den Präsentationsfolien der schlanken Industrie 4.0-Propagandisten als „Dirigent der Wertschöpfungskette“ auf. Ist in der Realität zwar immer noch langweilig, kann aber als Tätigkeit mit Gamification-Tools zu olympischen Höchstleistungen gebracht werden. Einen kleinen Unterschied zu früher gibt es dennoch.

Maschine und Werkstück als Dirigenten der Wertschöpfungskette

Die Anweisungen bekommt der Tastendrücker nicht mehr von hausmeisterlichen Vorarbeitern, sondern von einem Werkstück oder einer Maschine. Dem „Dirigenten“ wird die Rolle zugewiesen, auf optische und akustische Signale zu reagieren und vorbestimmte Handlungsmuster auszuführen auf Basis von Prozessinformationen und Algorithmen.

„Mitarbeiter werden zu Objekten. Es ist der Mensch in der Fabrik, der sich an die Vorstellung gewöhnen muss, dass das Werkstück bestimmt, was wer wann und wo zu tun hat. Die Aufgaben des Vorgesetzten übernimmt dann das Material, das bearbeitet werden möchte. Ein seltsames Verständnis von Dirigententum“, kritisierte Professor Andreas Syska in seinem Vortrag beim Kaizen-Symposium. Gewinner sind in diesem industriellen Denkmuster die Ingenieure. Kaizen sehen sie eher als überflüssige „Räucherstäbchen-Runden“.

„Begeistert sind all jene, die Betriebsführung mit der Gestaltung von technischen Systemen verwechseln und lieber mit Technik als mit Menschen zu tun haben. Industrie 4.0 ermöglicht den Führungsschwachen die langersehnte Flucht vor ihren eigenen Mitarbeitern“, so Syska.

Fehlanzeige bei Kommunikationskompetenz

Mit dieser fabrikfixierten Nabelschau werden die Industrie 4.0-Flötisten allerdings scheitern. „Industrie 4.0 ist ein Kind der Stückfertigung kleiner Serien nach dem Verrichtungsprinzip. Dort liegen die geistigen Wurzeln“, erläutert Produktionsexperte Syska. Aber genau da fängt das Problem an. Das Thema wird auf die Fabrik beschränkt, ohne über notwendige Kompetenz für digitale Plattformen, neue Märkte, Vernetzungsintelligenz oder Wissensmangement in Schwärmen nachzudenken. Es wird den deutschen Unternehmen in offenen Strukturen schwerfallen, ihre Fertigungshoheit zu verteidigen. Mit den Ichlingen des Ingeniuerswesens gelingt das mit Sicherheit nicht. Das sind Ego-Dirigenten, die sich im Kreis drehen.

Wahre Führungspersönlichkeiten haben Follower und verstecken sich nicht hinter „schlanken“ Prozessen, Musterlösungen, linearen Methoden und Routinen. „Führung ist vor allem Kommunikation, Vernetzung und die Ermöglichung des Lernens voneinander“, schreibt Josephine Hofmann vom Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation. An den technischen Hochschulen sollte Philosophie als Pflichtfach eingeführt werden. Das Notiz-Amt sieht hier Reformbedarf.


Image „Spielsteine-Netzwerk-vernetzt“ by geralt (CC0 Public Domain)


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Wieso das Weltraumwetter ein Risiko für die Finanzindustrie darstellt

Comet landing Kometenlandung (adapted) (Image by DLR German Aerospace Center [CC BY 2.0] via flickr)

Die üblichen Risikos in der Finanzbranche – Zinssatzänderungen, Wechselkursschwankungen oder einfach das Ergebnis eines nicht verpflichtenden Referendums – sind weithin bekannt. Aber es gibt noch einen anderen Faktor, der das Bankwesen und Investmentfonds beeinflussen kann, ein Faktor dessen sich die meisten von uns wenig bewusst sind: das „Weltraumwetter“. Die Konsequenz daraus, dass man in der Nähe eines dynamischen Sterns wie der Sonne wohnt, sind – abgesehen davon, dass sie unseren Planeten auf genau der richtigen Temperatur hält, damit dieser existieren kann – die Eruptionen und die Explosionen, die sie verursacht. Dies kann Störungen im magnetischen Feld der Erde und der Atmosphäre bewirken, was wiederum Störungen bei einer weiten Spanne von technologischen Systemen, auf die sich die Gesellschaft verlässt,  hervorrufen kann. Das bezieht auch die Technologie ein, die die Finanzindustrie nutzt. Im 19. Jahrhundert war es das Telegraphensystem, das betroffen war. Das System erfuhr Störungen während seines Betriebes und es gab ein Feuer im Büro, als das Equipment anfing, während starker Wetterstürme im All Funken zu sprühen. Seit damals hat sich unsere Techniknutzung verstärkt. Im Ergebnis kann das Weltraumwetter noch mehr Schaden anrichten. Schienenwege, Elektrizitätsnetzwerke und der Funkverkehr sind alle anfällig gegenüber dem Weltraumwetter. Und die Ankunft des Raumzeitalters, in dem wir mehr und mehr von Satelliten für alle Formen der Kommunikation abhängig sind, hat das Problem noch aktueller werden lassen. Das Problem wurde erneut akut, als die Erde einen geomagnetischen Sturm erlebte, der dazu führte, dass das Stromnetz in Hydro-Québec, Kanada, starke Spannungsschwankungen erfuhr. Das löste das Schutzsystem des Stromnetzes aus und führte dazu, dass das gesamte Netzwerk in weniger als 2 Minuten abgeschaltet wurde. Einige Millionen Menschen waren so ohne Strom und das Ganze kostete die Wirtschaft sechs Milliarden Kanadische Dollar. Eindeutig gibt es Risiken für Investment- und Vertriebsbanken, Wechselstuben, Investmentfonds und Versicherungs- und Immobilienfirmen – die alle auf Systeme angewiesen sind, die empfindlich gegenüber dem Weltraumwetter sind. Um zu verstehen, wie genau sich die Risiken manifestieren, haben sich Weltraumwetter-Experten mit Experten des Finanzsektors getroffen. Aus diesen Gesprächen erwuchs eine Einsicht darüber, wie viele Bereiche des Geschäfts genau betroffen sein könnten. Ein neuer Bericht zeigt auf, wo dieser Einfluss spürbar sein kann und schlägt Leitlinien vor, wie Unternehmen Widerstandsfähigkeit erlangen können, wenn es zur Bedrohung durch das Weltraumwetter kommt.

Die Risiken verstehen

Der Ursprung des Weltraumwetters liegt in der Atmosphäre der Sonne, die starke Winde erzeugt, große Ausbrüche von Strahlung, inklusive Röntgen- und UV-Strahlung (Sonneneruptionen) und Eruptionen von elektrisch aufgeladenem Gas und einem magnetischen Feld (koronaler Massenauswurf). Die erste Sonneneruption konnte vor mehr als 100 Jahren, im Jahr 1859, beobachtet werden. Die Entdeckung von koronalen Massenauswürfen erfolgte viel später in den späten 1970er Jahren. Gleichzeitig mit dem Emittieren von Licht und Hitze rasen die Röntgenstrahlen, hochenergetische Partikel mit einem magnetischen Feld, zur Erde und stören das magnetische Feld der Erde. Außerdem sorgen sie – neben der Entstehung von wunderschönen Polarlichtern – dort für elektrische Ströme, wo man sie möglicherweise nicht haben will. Die Lektionen, die wir aus dem Hydro-Québec-Sturm und der Dysfunktion der Satelliten über die Jahrzehnte gelernt haben, haben uns geholfen, die Gefahrenstufe, die vom Weltraumwetter ausgeht, zu verstehen und auch gezeigt, wie wir die Effekte abwehren können. Die Länder umfassenden Netze werden so konstruiert, dass sie widerstandsfähiger sind. Es werden täglich Vorhersagen für das Weltraumwetter der kommenden Stunden und Tage ausgegeben. Der erste Schritt in Richtung Entschärfung der Effekte des Weltraumwetter ist es, den Überblick darüber zu behalten. Ganz grundsätzlich wird für die verschiedenen Systeme, die gebraucht werden, um finanziellen Handel profitabler und unsere persönlichen Finanzen Schritt für Schritt papierlos werden zu lassen, eine ständige und ununterbrochene Stromversorgung gebraucht. Während mancher extremer Weltraumwettersituationen können aber Schauer durch hochenergetische Partikel und die Strahlung von Sonneneruptionen Schlüsselsysteme beeinträchtigen. Dies kann die Verarbeitung der extrem hohen Datenvolumen der Transaktionen behindern – die Übertragung von Aktien, Anteilen oder Geld zum Beispiel. Das synchronisierte Timing der Transaktionen ist unerlässlich und der Zeitstempel kommt oft von globalen Positioniersatelliten, deren Signale durch das Weltraumwetter beeinträchtigt werden können. Noch grundsätzlicher kann das Weltraumwetter auch den Flugverkehr beeinflussen, also eine zunehmend normale Funktion vieler Unternehmen. Die Unterbrechung, die das Wetter im Funkverkehr hervorrufen kann, kann dazu führen, dass Flüge unterbrochen, umgeleitet oder sogar gestrichen werden. Jetzt, wo die Anfälligkeiten identifiziert worden sind, kann eine Reihe von Lösungen entwickelt werden. Die Unternehmen haben Krisenmanagementteams vor Ort und auch das Weltraumwetter kann vorhergesehen werden. Interne Übungen können ausgeführt werden, um herauszufinden, welche Auswirkungen des Weltraumwetters für jedes einzelne Unternehmen hat. Die Prozesse können dementsprechend aufgebaut oder erweitert werden. Keine Panik also wegen des Weltraumwetters. Aber wir sollten trotzdem nicht vergessen, wie sehr es unsere Aktivitäten und die Technik, auf die wir uns täglich verlassen, beeinflussen kann. Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Comet landing / Kometenlandung“ by DLR German Aerospace Center (CC BY 2.0)


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Weltweit vertreten: Business Insider schafft Zweigstellen für Redaktionen

Globes (adapted) (Image by Jayel Aheram [CC BY 2.0] via flickr)

Mit der aktuellen Markteinführung von Standorten in Polen und Skandinavien hat die Firma nun zehn internationale Ausgaben. Eine französische Version wird später in diesem Jahr lanciert. Außerdem war Business Insider mit knapp einem Dutzend anderer Märkte im Gespräch, einschließlich der Niederlande, wie mir Roddy Salazar, stellvertretender Leiter des Magazins, mitteilte. „Die Axel Springer-Übernahme hat neue Wege eröffnet. Wir führen viele weitere Gespräche”, sagt Salazar, der vorher für die nordamerikanische Lizensierung und Synchronisierung der New York Times verantwortlich war. Im Februar ist er zum Business Insider dazugestoßen, um die Expansionen in Übersee zu beaufsichtigen. Seite Aufgaben reichten von der Verhandlung der Lizenzverträge bis hin zur Überwachung des Fortschrittes dieser lokalen Ausgaben.

Seit wir neue Märkte bespielen und besonders seit der Übernahme erkennen wir, dass viel mehr potenzielle Partner an uns herantreten. Dies ermöglicht uns, mehr zu verhandeln und ein besseres Gespür für Informationen vor Ort und Daten darüber zu bekommen, wie eine Ausgabe von Business Insider innerhalb dieser Märkte abschneiden könnte.

Axel Springer hat die Firma im vergangenen Herbst für 343 Millionen US-Dollar übernommen. Die neue Beteiligung hat sich als Segen für die Personalbesetzung der neuen internationalen Ausgaben erwiesen. Obwohl gerade erst veröffentlicht, wurde beispielsweise die polnische Ausgabe des Business Insider mit seinen etwa 15 Arbeitnehmern – bestehend aus Angestellten, die für Business Insider und für Grupa Onet.pl, einem Online-Portal im Besitz von Axel Springer, zuständig sind – augenblicklich zu einem seiner größten Auslandsauftritte. Es ist ein Modell, das ebenfalls vor kurzem in Deutschland angewandt wurde. Die deutschsprachige Seite wird in Zusammenarbeit mit der Finanz-Seite „Finanzen”, die zu Axel Springer gehört, von der ehemaligen Bild-Herausgeberin Christin Martens gemeinsam mit einigen engagierten Business Insider-Miatarbeitern und Mitarbeitern von Axel Springer betrieben. (Lediglich die Ausgaben aus den USA und Großbritannien werden eigens betrieben, andere internationale Ausgaben werden lizensiert.) Auf redaktioneller Ebene haben neue internationale Ausgaben, die lanciert werden, Zugang zum ursprünglichen Inhalt von Business Insider und werden in der Lizensierung unterstützt. Es findet ein Training bezüglich Analysen und SEO statt, außerdem gibt es Hilfen im Bereich der Sozialen Medien, sei es Facebook, Twitter oder eine andere Plattform, die in dem jeweiligen Land dominiert. „Das Übersetzungsproblem ist immer noch etwas, an dem wir arbeiten“, sagt Salazar. Viele der internationalen Ausgaben veröffentlichen immer noch lediglich in englischer Sprache (wie auch neue skandinavische Ausgabe), daher ist der Austausch von Inhalten recht einfach durchzuführen. Um die wirtschaftliche Seite der internationalen Expansion bewältigen zu können, hat Business Insider einen Partner-Manager eingestellt, welcher sich komplett der Unterstützung der internationalen Ausgaben bezüglich Themen außerhalb der Redaktion widmet. Im Vorfeld jeder Markteinführung wird ein Redakteur in das jeweilige Land geschickt, um dabei beratend zur Seite zu stehen und den „richtigen Stil und die passende Tonalität” zu treffen. „Wir haben Redakteure zu der lokalen Nachrichtenzentrale geschickt, sie stehen in Kontakt mit dieser Ausgabe. Sie liegt ihnen wirklich am Herzen“, sagt Salazar. „Als wir eine Redakteurin vor der Markteinführung in Polen von New York nach Polen schickten, berichtete sie von angenehmen Erfahrungen. Als sie zurückkam, fühlte sie sich in den Erfolg der Ausgabe eingebunden.” Für die polnische Ausgabe von Business Insider bestand ursprünglich eine Zusammenarbeit mit Agora, die Gazeta Wyborcza und Gazeta.pl veröffentlichen. Nachdem jedoch Axel Springer den Onlinedienst übernommen hatte, verschob sich die Partnerschaft zu Onet, der populärsten Online-Nachrichtenquelle in Polen, die Axel Springer besitzt. Agora für seinen Teil hat sich mit seinem eigenen Online-Business-Portal, Next.gazeta.pl, weiterentwickelt. Dieses zielt auf ein jüngeres Online-Publikum ab, da es bereits einiges an vorausgehender Recherche betrieben und mit der Bildung einer Gruppe begonnen hat. „Axel Springer hält die Mehrheit an den Besitzen von Onet, also ist es für uns sinnvoll, Material von Axel Springer auf diese Weise zu betrachten – besonders wenn sie bereits eine große Präsenz in diesem Markt innehaben“, sagt Salazar. „Sie haben weitreichende Möglichkeiten im polnischen Markt – hier gab es nichts Vergleichbares mit Business Insider. Sie wollen sich dieser Beziehung wirklich annähern und die Markteinführung auf aggressive Weise einführen. Sie glauben, dass es eine große Nachfrage für die Inhalte von Business Insider gibt. Und das ist einer der Hauptgründe für ihr Investment in das Wachstum eines Standortes und einer Marke in Polen.“ „Auf internationaler Ebene schauen wir bei einer Partnerschaft mit allen lokalen Medien genau hin“, meint Salazar. „Aber welche sind die richtigen Märkte für Business Insider, um in diesen aktiv zu werden, jenseits von den Ländern in denen Axel Springer einen großen Fußabdruck hat? Selbstverständlich berücksichtigen wir die Online-Durchdringung und auch die Durchdringung der Sozialen Medien in jedem dieser Märkte. Hier finden sich sind weiteren Aspekte dessen, was wir berücksichtigt haben“, fügt er hinzu.

„Wir würden gerne ein Minimum des Traffics sehen, der bereits bei einer amerikanischen Seite existiert. Das ist eine maßgebliche Angabe. Wir haben tatsächlich ein recht erhebliches und wachsendes globales Publikum und wir haben ein starkes internationales Wachstum für die Inhalte, die Business Insider produziert, festgestellt.

Über ein Drittel des Traffics der amerikanischen Business Insider-Seite kommt von außerhalb den USA und ist weltweit ziemlich bunt verteilt. Nach einer neuen internationalen Markteinführung einer Ausgabe vervierfacht sich der Traffic dieses Landes auf Businessinsider.com annähernd, „verglichen mit dem, was wir beim organischen Wachstum gesehen haben“, so Salazar. Für die amerikanische Seite hat der Dienst comScore plattformübergreifend einen Traffic von 44 Millionen Besuchern im Monat Mai verzeichnet. Damit efindet sich der Dienst zwar hinter Forbes und Yahoo Finance, kann aber einen 12prozentigen Anstieg seit Mai vorweisen. Im Januar schickte Mitgründer Henry Blodget ein Memo an die Arbeiter, das laut CNN Money das ehrgeizige Ziel von einer Milliarde Besuchern im Monatsdurchschnitt auf allen Business Insider-Seiten und Verteilerdiensten angab. Dies zitierten anonyme ehemalige Angestellte, die ebenfalls den Druck auf Autoren beschrieben, mehr mit Blick auf den Traffic zu veröffentlichen: „Wenn sie am Tag fünf Beitrage geschrieben haben, erinnerte sich ein ehemaliger Angestellter, hat Blodget sie dazu gedrängt, noch einen sechsten zu schreiben.“ Diese internationalen Ausgaben zusammen mit Tech Insider und einer neuen Lifestyle-Seite werden maßgeblich zum Wachstum des Traffics beitragen. Das Wachstum des Traffics in den USA ist für viele digitale Verleger wesentlich zurückgegangen. Wie genau jede neue Seite basierend auf ihrem Fortschritt beurteilt wird, soll laut Salazar noch verfeinert werden. Aber, so heißt es, „wir arbeiten an den Zahlen, die weltweit geteilt werden und die den Erfolg der einzelnen Ausgaben bestimmen werden. Eine davon ist der Traffic. Dieser wird aufgegliedert nach Einzelbesuchern, Seitenaufrufen und Eindrücken. Eine weitere ist die Monetarisierung: Man muss den Umsatz verfolgen, um zu sehen, in welchem Bereich die jeweilige Ausgabe erfolgreich sein könnte. Das wird dann auf unseren Seiten geteilt. Idealerweise würden wir gerne ein Szenario miterleben, bei dem die weltweiten Ausgaben Inhalte produzieren, die auf allen Seiten geteilt werden und dadurch auf effektive Weise eine 24-Stunden-Nachrichtenzentrale aufzubauen.“

Dieser Artikel erschien zuerst auf „Nieman Journalism Lab” unter CC BY-NC-SA 3.0 US. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Globes” by Jayel Aheram (CC BY 2.0)


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Verständlich erklärt von den Volksbanken Raiffeisenbanken

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Die richtige Beratung zu finden ist öfter ein langer Leidensweg. Vor allem junge Menschen werden oft von den bürokratischen Vorgehensweisen abgeschreckt und verstehen nur Bahnhof. Nicht bei den Volksbanken Raiffeisenbanken. Individuelle Beratung auf Augenhöhe und es wird sich auch wirklich Zeit für den Kunden genommen. Mit einer Video-Kampagne möchten die Volksbanken Raiffeisenbanken den Leuten zeigen, wo sie ernst genommen werden – nämlich in der nächsten VR-Filiale.

Auslandskrankenversicherung

Wer andere Kulturen und Sprachen kennenlernen möchte, der geht auf Reisen. Ob die Reise nur ein paar Tage oder doch mehrere Monate dauert, ist bei einem Thema egal – Gesundheit. So unterschiedlich die Kulturen dieser Welt sind, so unterschiedlich sind auch die Gesundheitssysteme. Wofür man in Deutschland kurz die Apotheke oder den nächsten Arzt ansteuern kann, könnte sich im Ausland als Spießrutenlauf herausstellen. Und was, wenn man sich mal ernsthaft verletzt? Eine Auslandskrankenversicherung ist da die richtige Entscheidung. Was kann die Auslandsreisekrankenversicherung? Auf spielerische Art und Weise zeigt der Stop-Trick-Film, die Vorteile und die wichtigsten Leistungen auf. All das fast schon künstlerisch inszeniert mit viel Liebe zum Detail und einer ansprechenden Geschichte rund um den nächsten eigenen Urlaub. So wird von den Volksbanken Raiffeisenbanken leicht verständlich erklärt, was anderswo oft ein Buch mit sieben Siegeln bleibt. Entwickelt und umgesetzt wurde der Erklärfilm von der Agentur Heimat aus Berlin.

Beratung für junge Menschen

Wie bringt man jungen Menschen die Vorteile einer kompetenten Finanzdienstleistung näher? Indem man sie kreativ und zielgruppengerecht übersetzt. So wie in diesem Film der Agentur Heimat, der den Plot vom Auszug aus dem Hotel Mama über die Einrichtung der ersten eigenen Wohnung bis hin zur eigenen Karriereplanung in Form einer Videospieloptik abspielt. Eingebettet in viele kleine unterhaltsame Anleihen aus bekannten Spiele-Klassikern. Exemplarisch wird so die Stärke der genossenschaftlichen Beratung der Volksbanken Raiffeisenbanken herausgestellt, so individuell zu sein, wie die Kunden selbst. Online, mobile oder ganz persönlich in der Filiale vor Ort.


Images by Volksbanken Raiffeisenbanken


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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • UBER techcrunch: Uber takes its most significant investment yet at $3.5 billion from Saudi Arabia: Das Ridesharing-Unternehmen „Uber“ regiert unangefochten den amerikanischen Markt. Schon länger steht der Plan international zu expandieren. Während man es in einigen Ländern Schwierigkeiten gibt, steht Uber nun im Mittleren Osten kurz davor einen weiteren Markt unter seine Kontrolle zu bringen. Gestern gab das Unternehmen bekannt, dass eine Investition von 3,5 Milliarden Dollar angenommen wurde. Das Geld kommt aus dem Public Investment Fund (PIF) Saudi Arabiens. Das Land möchte sich mehr von der Abhängigkeit des Ölverkaufs lösen und in Unterhaltung und Tourismus investieren.
  • KÜNSTLICHE INTELLIGENZ mashable: Bill Gates: AI is the holy grail: Die Code Conference 2016 hatte gestern Tech-Prominenz zu Besuch. Der ehemalige CEO von Microsoft, Bill Gates, gab sich die Ehre. Gates war vor allem in einem Thema sehr enthusiastisch – Künstliche Intelligenz. „Wir haben in den letzten fünf Jahren mehr Fortschritt gehabt, als jemals zuvor in der menschlichen Geschichte“, so Gates. Er sei davon überzeugt, dass in knapp zwanzig Jahren Roboter mehr physische Arbeiten ausführen werden, als Menschen.
  • SNAPCHAT digiday: Game, set, match: Wimbledon inks a three-year deal with Snapchat: Soziale Netzwerke setzen mehr auf Sport Events. Nachdem Twitter eine Partnerschaft mit der NFL bekannt gab, steigt nun auch Snapchat tiefer in die Materie ein. Am 27. Juni beginnt das prestigeträchtigste Tennis-Turnier der Welt. Wimbledon öffnet erneut seine Tore und möchte seinem traditionellen und etwas spießigem Image einen digitalen Touch verabreichen. Eine dreijährige Partnerschaft mit Snapchat wurde bekannt gegeben.
  • STARTUP gruenderszene: Number26 kündigt hunderte Konten: Das Berliner Fintech Startup „Number26“ zieht den Groll vieler Kunden auf sich. Ohne Grund wurde hunderten Konten der Banking App einfach gekündigt. Die Kündigungen sind rechtlich unantastbar. Das Image des Unternehmens allerdings nicht. „Mit der Kündigungswelle stößt Number26 die betroffenen Kunden vor den Kopf und man kann sich schon fragen, ob das bei einer internetaffinen Kundschaft eine gute Idee ist. Wenn die Erfahrung dann nicht besser, sondern sogar schlechter ist, weil man als Kunde plötzlich im Regen steht, produziert das Unsicherheit und Skepsis“, so Dirk Eilinghoff vom Verbauchermagazin Finanztip.
  • SPOTIFY thenextweb: Spotify has a plan to make money, but it’s still no match for Apple and Google: Der Musik Streaming Dienst „Spotify“ wird von vielen Nutzern geliebt. Bei gemütlichen Abenden läuft die Lieblingsliste auf Spotify im Hintergrund, auch beim Fertigmachen für eine Clubnacht ist bei einigen Spotify die Wahl. Doch das Unternehmen hat schwer zu kämpfen. Bei 30 Millionen zahlenden Kunden, muss es rund 40 Millionen kostenlose Nutzer kompensieren. Jetzt soll ein neuer Plan her.
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Veraltende Wahlmaschinen gefährden die Wahlbeteiligung

Another old Shoup voting machine (adapted) (Image by Joe Hall [CC BY 2.0] via flickr)

Stellen Sie sich vor, Sie gehen in Ihren Keller und wischen den Staub von Ihrem Laptop oder Ihrem Mobiltelefon, das sie im Jahr 2002 benutzt haben. Was würde passieren, wenn Sie das Gerät einschalten? Wir brauchen nicht darüber zu spekulieren. Im Wahljahr 2016 kramt man in Lagerräumen und und holt wieder die alten Computer aus dem Jahre 2002 heraus. Und wir sollen damit die nächste Präsidentenwahl durchführen. Wegen der Angst vor einem technischen Zusammenbruch von unvorstellbarem Ausmaß im Jahre 2000 hat die Bundesregierung mehr als zwei Milliarden US-Dollar in die Aktualisierung der Wahl-Infrastruktur investiert. Mehr als ein Jahrzehnt später nähern sich auch diese Wahlmaschinen ihrem verlängerten Ende. Experten schätzen, dass eine vernünftige Laufzeit für elektronische Wahlmaschinen (bei ihnen handelt es sich um Computer, die vorwiegend auf Laptop-Technologien der 1990er-Jahre laufen) zwischen 10 und 15 Jahren liegt. Um den Zustand der Wahlmaschinen im ganzem Land zu bestimmen, haben wir mehr als 100 Technik-Administratoren aus allen 50 Staaten befragt. Zusätzlich wurden auch öffentliche Aufnahmen ausgewertet, Interviews mit unabhängigen Technologieexperten geführt und Daten, die von der Verified Voting Foundation gesammelt wurden, analysiert. Basierend auf dieser Recherche lässt sich feststellen, dass im November 2016 in mindestens 43 Staaten noch Wahlmaschinen verwendet werden, die mindestens ein Jahrzehnt auf dem Buckel haben. Das stellt uns aus drei Gründen vor ziemliche Probleme.

Zusammenbrüche führen zu langen Schlangen und verlorenen Stimmen

Obwohl sich niemand einen gleichzeitigen Zusammenbruch der Wahlmaschinen vorstellen kann, wird die Wahrscheinlichkeit für so einen Zusammenbruch am Wahltag durch die Nutzung von veralteten Wahlmaschinen erhöht. Eine Beamtin aus New Mexico berichtete uns, dass eine von drei Maschinen bereits außer Betrieb sei, bevor sie schließlich im Jahr 2014 ersetzt wurden. Wir haben die Konsequenzen im Jahre 2012 gesehen. Am genannten Wahltag mussten die Menschen stundenlang in der Schlange stehen, sodass etwa 500.000 bis 700.000 Menschen daran gehindert wurden, ihre Stimmen abzugeben. Sollten auch im kommenden November Probleme eintreffen, kann es sogar zu noch längeren Warteschlangen und höheren Wahlausfällen führen – bereits im März mussten Tausende Wähler in Arizona stundenlang warten. Ebenso problematisch ist es, die veralteten Maschinen zu pflegen und instand zu halten. In mehr als 40 Staaten verwendeten die Zuständigkeitsbereiche Wahlmaschinen, die schon lange nicht mehr produziert werden. Umso älter die Maschinen werden, desto seltener werden bestimmte Einzelteile. Das führt wiederum dazu, dass Wahlbeamte bestimmte Einzelteile aufheben müssen, um die Maschinen intakt zu halten. Neal Kelley, Beamter in Orange County in Kalifornien, dem sechstgrößten Zuständigkeitsbereich im ganzen Land, erzählte uns, dass sie auf den Restbestand von seltenen Teilen angewiesen sind, damit die alten Maschinen überleben. Das würde bedeuten, dass zu einem gewissen Zeitpunkt, wenn die Teile endgültig nicht mehr verfügbar sind, sich immer mehr Wähler immer weniger  funktionierende Maschinen teilen müssten. Abschließend gibt es die Sicherheitsrisiken. Viele ältere Abstimmungssysteme laufen mit überholten Betriebssystemen wie Windows XP und Windows 2000, dessen Support von Windows allerdings beendet wurde. Mehrere Wahlleiter teilten uns mit, dass sie generalüberholte Laptops auf Vorrat sammeln, die auch mit veralteten Versionen von Windows funktionieren. Sherry Poland, Wahlleiterin für Hamilton Country in Ohio, erzählte uns, dass auch sie ältere PCs mit Windows XP sammle. Andere Experten, wie Merle King in Georgia, teilte uns mit, dass sie einen Dienstleister eingestellt haben, der Kunden-Hardware baut, die mit Windows 2000 funktionieren. Jedoch ist eine nicht unterstütze Software aus einer Sicherheitsperspektive viel riskanter, da es keine regelmäßigen Sicherheitsupdates gibt und somit anfälliger für neue Angriffsmethoden ist.

Enorme Kosten

Diese Anekdoten werden vor Ort zu echten Problemen. Das Virginia Department of Elections führte im Jahr 2014 eine Überprüfung der abgestürzten Maschinen durch. Die Ermittler konnten sich sich ohne Probleme in mehreren Wahlmaschinen hacken, da diese noch immer mit einer jahrzehntealten WiFi-Verschlüsselung laufen. So konnten ernst Sicherheitsrisiken aufgezeigt werden. Aufgrund dieser Erkenntnisse hat der Wahlvorstand die Maschinen dezertifiziert, zudem mussten 30 Zuständigkeitsbereiche ihre Ausstattung auswechseln, was wiederum Millionenausgaben für die Steuerzahler bedeutete. Während viele Unternehmen ihr System und ihre Computer in gewissen Abständen aktualisieren, wird die Infrastruktur bei den Wahlen anderes gehandhabt. Wir erwarten nicht, dass unsere Laptops oder unsere Arbeitscomputer ein ganzes  Jahrzehnt durchhalten, aber genau so eine Technologie wurde bei den Wahlmaschinen angewendet. Demnach ist die einfachste Antwort auf das Problem, die Maschinen zu ersetzen – aber das wird in den meisten Staaten nicht möglich sein. Vielen Wahlbeamten, die sich für neue Maschinen einsetzen, fehlt es an finanziellen Mitteln. Wir stellten fest, dass in ein paar Jahren mindestens 31 Staaten und deren Verwaltungsbereiche neue Maschinen benötigen. Allerdings erzählten uns die Wahlbeamten aus 22 Staaten, dass sie nicht wissen, wie sie die neuen Maschinen bezahlen sollen. Nach unseren Schätzungen könnten die Kosten für neue Maschinen ohne weiteres die Summe von einer Milliarden Dollar überschreiten. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass die Regierung noch mehr Milliarden an Supportkosten zur Verfügung stellen würde, um neue Wahlmaschinen anzuschaffen. Neben Hunderten von Millionen Dollar, die ins Ausland fließen, um demokratische Institutionen in anderen Ländern zu stärken, wird bisher sehr wenig bis nichts für die Wahlen in unserem eigenen Land zur Verfügung gestellt.

Systeme geschickter für die Zukunft gestalten

Der Staat und lokale Entscheidungsträger mussten bisher nichts für die Aktualisierung von Wahlausstattungen zahlen, das lag daran, dass durch das Wahldebakel im Jahre 2000 Bundesbeiträge zur Verfügung gestellt wurden. Da man sich jedoch inmitten vieler anderer konkurrierender Budget-Prioritäten mit neuen Anforderungen konfrontiert sieht, verlaufen die Reaktionen auf diese dringenden Bedürfnisse eher schleppend. Während einige Staaten und Verwaltungsbezirke die finanziellen Mitteln für neue Maschinen bereitstellen, können das andere wiederum nicht. Diese Ungleichheiten in der Finanzierung zwischen und innerhalb der Staaten würden zu einem zweistufigen Wahlsystem führen. Die ärmeren (und oft ländlicheren) Verwaltungsbezirke sind dazu gezwungen, veraltete Wahlausstattungen länger zu verwenden als es nötig ist, wohingegen sich wohlhabende Verwaltungsbereiche einen Austausch der Hardware leisten könnten. Ende 2014 verkündete Terry McAuliffe, der Gouverneur in Virginia, dass der Staat 28 Millionen Dollar in neue Wahlausstattungen investieren wird. Letztendlich wurde diese Finanzierung jedoch durch die Regierung gestrichen, die Kosten für neue Maschinen mussten die Kommunen übernehmen. Virginias Wahlbeauftragter Edgardo Cortes erzählte uns, dass sich in Virginia nur einige Zuständigkeitsbereiche die neuen Maschinen leisten könnten. „Die Verwaltungsbezirke Loudon und Fairfax, zwei der größten und reichsten Bezirke des Staates, haben sich neue Ausstattungen gekauft. Kleine, arme und ländliche Verwaltungsbezirke haben eine schwere Zeit vor sich.“ Trotz all der Herausforderungen aufgrund der veraltenden Wahlmaschinen besteht dennoch Hoffnung. Unsere Berichterstattung hebt bestimmte technische Fortschritte darüber heraus, welche Wahlsysteme in Laufe der Zeit  bezahlbarer und flexibler gestalten könnte. In Orten wie Los Angeles und Travis County in Texas, nahe der Hauptstadt Austin, werfen die Wahlbeamte ein Auge auf unabhängige Softwares und kommerzielle, gebrauchsfertige Hardware, um die Systeme agiler zu machen. So könnten Teile hier und dort ausgetauscht werden, anstatt das ganze Wahlsystem bei ersten Abnutzungserscheinungen auszutauschen. Während uns solche Fortschritte in Zukunft helfen könnten, werden sie die jetzige Krise aber nicht lösen können. Einen Plan aufzustellen, um finanzielle Mittel für die Anschaffung von neuen Maschinen bereit zu stellen, ist unumgänglich. Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Another old Shoup voting machine“ by Joe Hall (CC BY 2.0)


The Conversation

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Wie Twitter die Zukunft der Geldwirtschaft sieht – und verändert

A Twitter Banner Draped Over The New York Stock Exchange For Twitter's IPO (adapted) (Image by Anthony Quintano [CC BY 2.0] via flickr)

James Alan Craig, ein schottischer Aktienhändler (Trader), wurde in den USA wegen vermeintlicher Manipulation von Aktienkursen durch die Nutzung von Twitter angeklagt. Gemäß dem US-amerikanischen Justizministerium hat der 62-Jährige, aus Dunragit in Dumfries und Galloway, durch die angebliche Verbreitung von falschen Informationen auf sozialen Netzwerken für Aktionäre einen Verlust von mehr als 1,6 Millionen US-Dollar verursacht. Laut Zeitungsberichten wurde er vom US-Justizministerium wegen Wertpapierbetrugs angeklagt. Gleichzeitig klagte die US-Börsenaufsicht mit einer separaten Beschwerde dasselbe Vergehen.

Vielen von uns fällt es wahrscheinlich schwer zu glauben, dass Informationen auf Twitter, Facebook, Blogs und dergleichen die Macht haben können, Finanzmärkte zu beeinflussen, aber es ist nicht das erste Mal, dass eine Geschichte wie diese in den Nachrichten Schlagzeilen schreibt.

Ein falscher Tweet vom gehackten Account eines Mitglieds der Associated Press, einer US-amerikanischen Nachrichtenagentur, vom 23. April 2013, mit der Behauptung, Barack Obama sei bei einer Explosion im Weißen Haus verletzt worden, verringerte den Wert des S&P 500 auf einen Schlag um 130 Milliarden US-Dollar.

Forschungen im Bereich der Wirtschaftskrise desselben Jahres deuten inzwischen darauf hin, dass Finanzmärkte von den negativen Gerüchten der Zeitungsberichte stärker beeinflusst werden als von Fakten und Tatsachen.

Soziale Medien sind ein beliebtes, offenes Forum, um Wirtschaft und Finanzen zu analysieren und besitzen die ebenso wichtige Rolle, die öffentliche Stimmung zu jeder Minute wiederzuspiegeln. Längst sind sie unerlässlich für Wirtschaftskommentatoren, politische Entscheidungsträger und deren treue Anhänger.

Ein paar Beispiele: Paul Krugman, ein führender Wirtschaftsexperte, verfügt über einen Twitter-Account mit ungefähr 1,5 Millionen Followern. IMF-Chef Christine Lagarde zählt ungefähr 320.000 Follower. Webseiten wie das Wall Street Journal und Financial Times verwenden für ausführliche Diskussionen um aktuelle Wirtschaftsthemen ebenfalls Updates in Echtzeit. Kein Wunder, dass diesen Aufmerksamkeit geschenkt wird.

Akademiker haben genügend Beweise gefunden, dass die Gesprächsthemen der sozialen Medien die Zukunft der Märkte vorhersagen können. Vor allem in Zeiten von negativen Wirtschaftsnachrichten, wenn traditionelle Modelle, welche nur finanzielle Variablen verwenden, sich möglicherweise als inadäquat herausstellen, trifft dies besonders zu.

So haben Forschungen bewiesen, dass die Aktivität von Online-Recherchen als Vorhersage von Kursbewegungen des US-amerikanischen Aktienmarktes verwendet werden kann – und das selbst im weniger liquiden Wohnungsimmobilienmarkt. Beide Arbeiten argumentieren, dass die Effekte auf Preise mit der Intensität der Online-Recherche und der Beurteilung der Information durch die Käufer steigen.

Ich habe kürzlich als Co-Autor an einer Arbeit mitgewirkt, welche zeigt, dass zur Zeit der jüngsten Eurokrise Diskussionen der sozialen Medien und Google-Suchen, bezogen auf “Grexit”, sehr wohl einen Einfluss auf die Streuung der Kreditkosten zwischen Deutschland und den Peripheriestaaten der Eurozone Griechenland, Irland, Italien, Portugal und Spanien hatte. Dieser Effekt bestand über den der neuesten Wirtschaftsdaten hinaus.

Wir haben ebenfalls herausgefunden, dass Suchanfragen zu “Grexit” auf den Webseiten Google und Facebook weniger Auswirkungen auf den Markt hatten als das Stichwort #Grexit auf Twitter. Das überrascht nicht. Menschen tendieren dazu, eher auf Links auf Twitter zu klicken als auf Facebook.

Die meisten Nachrichten-Links auf Facebook (70 Prozent) kommen von Familie und Freunden, nur ein kleiner Prozentsatz (13 Prozent) wird von Organisationen oder Journalisten verschickt. Im Gegensatz dazu stammen 36 Prozent aller Nachrichten-Links auf Twitter von Familie/Freunden und 27 Prozent von Nachrichtenagenturen/Journalisten.

Dieses größere Spektrum an Quellen ermöglicht Twitter eine größere Bandbreite an Informationen. Twitter-Nutzer gelten außerdem als gebildeter als Facebook-Nutzer, welche große Ähnlichkeiten mit der Allgemeinbevölkerung aufweisen.

Dass die Information, die auf sozialen Medien auftaucht und geteilt wird, eine zentrale Rolle in der Stärkung der Effizienz von Finanzmärkten sein kann, ist keinesfalls zu viel gesagt – es sei denn sie wird bewusst durch das Posten von falschen Informationen missbraucht. Der Fall von James Alan Craig, schuldig oder nicht, beweist die Macht von Twitter, Märkte ebenso in Richtung illegal erlangter Gewinne steuern zu können als auch ihre nächsten Schritte vorherzusagen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf “The Conversation” unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „A Twitter Banner Draped Over The New York Stock Exchange For Twitter’s IPO“ by Anthony Quintano (CC BY 2.0)


 

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Neues Crowdfunding-Modell für die Finanzbranche

Crowdfunding-Plattform sind international zu einem festen Bestandteil der Finanzwirtschaft geworden und auch in Deutschland ist der Gedanke einer genossenschaftlichen Finanzierung weit verbreitet. Nun versucht sich auch der Bankdnsektor auf diesem Gebiet.

Die erste Crowdfunding-Lösung für die Finanzbranche in Deutschland ist online. Für die Volksbanken Raiffeisenbanken haben der Internet-Dienstleister VR-Networld, Startnext Network und T-Systems die Plattform www.viele-schaffen-mehr.de entwickelt. Als erstes geht die Volksbank Bühl mit einer eigenen Plattform online. Weitere Volksbanken Raiffeisenbanken werden folgen.

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