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ratiopharm präsentiert: 99FIRE-FILMS-AWARD

[Gewinner_Goldregen_Gruppenfoto 2] (adapted)

„Dafür gibt’s doch ratiopharm! – Gute Preise, gute Besserung!“ lautet der Werbeslogan des bekannten Arzneimittelherstellers ratiopharm. Und ein Teil dieses Slogan ist gleichzeitig das Motto des diesjährigen 99FIRE-FILMS-AWARD – „Da gibt’s doch was …“.

Der 99FIRE-FILMS-AWARD ist ein Preis, der einmal im Jahr von einer fachkundigen Jury aus allen Bereichen des Films verliehen wird. Ausgezeichnet werden Kurzfilme. Diese müssen eine länge von exakt 99 Sekunden haben und die Teinehmer haben 99 Stunden Zeit, um eine Idee zu entwickeln, den Film zu drehen, zu schneiden und einzureichen.

And the Winner is

10.000 Menschen haben dieses Jahr mitgemacht, 2.500 Ideen wurden eingereicht. Die Jury, die dieses Jahr aus 14 Mitgliedern besteht, hat vier davon ausgesucht und mit dem Preis ausgezeichnet, der mit 9.999 Euro dotiert ist. Die Gewinner sind:

Die Gewinner wurden am 16. Februar im Berliner Admiralpalast gekürt.

Wertvolle Unterstützung

Seit über 40 Jahren steht in Deutschland die Firma ratiopharm für Arzneimittel in höchster Qualität zu einem bezahlbaren Preis. Der Generikamarkt ist hierzulande fest in der Hand des Ulmer Unternehmens. Generika sind Kopien patentgeschützter Medikamente – das macht sie kostengünstig und effektiv zugleich. Als bekanntester und beliebtester Hersteller von Heilmitteln trägt ratiopharm auch zu eurer Gesundheit bei.

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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • HACKER sueddeutsche: WannaCry, NSA und BND: Globaler Cyber-Angriff zeigt, wie riskant die Arbeit der Geheimdienste ist: Seit Freitag sind weltweit Hunderttausende Computer von dem Hackerangriff rund um den Wurm „WannaCry“ betroffen. Die Attacke scheint zunächst gestoppt, ist aber noch nicht ganz überstanden. Die Hacker haben den Notausgang, den ein IT-Spezialist eher zufällig fand und dadurch die Weiterverbreitung von WannaCry stoppte, aus der Ransomware entfernt, erneute Angriffe seien also möglich. Betroffen waren große Konzerne wie Renault oder die Deutsche Bahn und ausgelöst wurde die Attacke, wenn auf einen E-Mail-Anhang geklickt wurde.

  • DIGITALISIERUNG t3n: Bahnchef will die Fahrkarte abschaffen: Laut Bahnchef Richard Lutz ist der klassische Bahn-Fahrschein bald passé. Die Digitalisierung nimmt auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln Einzug und nun soll auch das digitale Ticketing eingeführt werden. In Zukunft soll der Zug über das Handy des Passagiers erkennen, wann dieser ein- und aussteigt und infolgedessen automatisch einen Betrag abbuchen. Das dafür benötigte WLAN-Netzwerk wird derzeit bereits ausgebaut. Nicht unbeteiligt an dieser Entwicklung war sicherlich auch der weltweite Wanna-Cry-Hackerangriff am Freitag, von dem auch die Deutsche Bahn betroffen war.

  • KONFERENZ heise: Cube Tech Fair: Zum Abschluss rockt Steve Wozniak das Haus: Am Freitag endete die neue, dreitägige Startup-Messe Cube Tech Fair in Berlin. Zu den Stargästen zählten Tech-Aktivistin Robin Wright und Apple-Mitgründer Steve Wozniak. Der Job von „The Woz“ auf der Messe war es, einen mit einer Millionen Euro dotierten Startup-Preis zu verleihen, nicht ohne aus seinem bewegten Leben zu erzählen. Insgesamt konnte die Messe rund 5.000 Besucher versammeln und soll auch im nächsten Jahr wieder stattfinden.

  • MICROSOFT spiegel: Windows 10 öffnet sich für iOS und Android: Vergangene Woche hat auch Microsofts hauseigene Entwicklerkonferenz, die “Build 2017”, stattgefunden. So eine Konferenz kommt selbstverständlich nicht ohne große Ankündigungen aus und so war auch Windows 10 ein zentrales Thema. Microsoft hat auf der Build 2017 das Windows 10 Fall Creators Update der Öffentlichkeit präsentiert und will damit insgesamt einen viel größeren Fokus auf Nutzer mobiler iOs- und Android-Geräten legen. Windows 10 zeigt sich offen wie nie und holt sogar den größten Konkurrenten an Bord: Apples iTunes wird im Windows Store verfügbar sein.

  • WIRTSCHAFT faz: Delivery Hero: Frisches Geld für Foodora-Muttergesellschaft: Der südafrikanische Investor Naspers hat jetzt 387 Millionen Euro in die “Lieferheld”, “Foodora” und “Pizza.de” Muttergesellschaft gesteckt. Das Internet-Beteiligungsunternehmen Rocket Internet hat für den Essenslieferdienst Delivery Hero einen weiteren Investor gefunden. Damit sinkt der Anteil des Internet-Brutkastens an Delivery Hero von zuletzt knapp 38 Prozent auf etwa 33 Prozent.Schon 2015 und 2016 war der Börsengang für Delivery Hero geplant, 2017 soll es nun nach einem Wachstumssprung des Unternehmens soweit sein.

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Die Netzpiloten sind Partner des WTF

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Bei uns könnt ihr drei Tickets für das We Transform Communications Festival in Berlin gewinnen. Hier könnt ihr mitmachen und euer Glück versuchen! Zeit habt ihr übringes bis zum 07. Juni.
Teilnahmebedingungen


In Berlin findet am 20. und 21. Juni, von Quadriga veranstaltende, We Transform Communications Festival (WTF) statt. Das zentrale Thema der Veranstaltung sind die großen Veränderungen, die sich in den letzen Jahren auf dem Gebiet der Kommunikation ereignet haben. Es herrscht viel Unsicherheit über den Einsatz und Umgang mit neuen Kommunikationsmethoden.

Statt Veranstaltungen, auf denen viel über Wandel gesprochen wird, ohne zu thematisieren, wie konkret dieser umzusetzen ist oder wie eine bestimmte Software funktioniert, wollen Menschen heute lieber Gleichgesinnte treffen und sich mit ihnen austauschen. Den Rahmen dafür bietet das WTF in Berlin. Hier könnt ihr Erfahrungen austauschen, diskutieren und gemeinsam Lösungen finden. Darüber hinaus bekommt ihr Input von Fachexperten und könnt vor allem viel ausprobieren.

Spannende Speaker

Zu den Speaker auf der Veranstaltung gehören:

Folgende fünf Formate stehen an der Tagesordnung:

  • HOT SEATS: Ihr könnt den Speakern eure Fragen stellen und exklusive Antworten bekommen.
  • INTERACTIVE: Gemeinsam mit dem Referenten probiert ihr Dinge aus, erarbeitet Lösungen oder diskutiert.
  • CASE STUDIES: Hier bekommt ihr Informationen zu erfolgreichen und progressiven Praxisbeispielen, von denen es sich zu lernen lohnt.
  • SIMULATION GAMES: LARPing (Life Action Role Playing) mit drei zentralen Themen, jeweils einem Szenario und mehreren Teams, die gegeneinander spielen
  • ME, MYSELF & I: Tipps, um ohne große Anstrengung auf der Karriereleiter aufzusteigen

Die Location ist die Palais Kulturbrauerei in Berlin. Hier könnt ihr euch für das Event anmelden.

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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • FACEBOOK businessinsider: Facebook wants to launch its big attack on TV next month – here’s what we know Facebook hat schon vor einer Weile angekündigt den Streaming-Platzhirschen Amazon Prime und Netflix Konkurrenz machen zu wollen. Im Juni soll nun das Projekt rund um eigens produzierte Serieninhalte starten. Derzeit sind rund zwei Dutzend Serien geplant. Facebook will damit einen weiteren Schritt in die Richtung gehen, um mehr Kontrolle über den Kontent auf der eigenen Plattform zu haben. Für den Angriff auf TV und Streaming-Konkurrenz hat sich Facebook im Dezember den Collegehumor-Mitgründer Ricky Van Veen an Bord geholt, der seitdem als strategischer Kreativdirektor fungiert.

  • APP spiegel: Wie Tellonym mit Mobbing kämpft Die Anonymität im Netz ist einer der größten Katalysatoren für Cyber-Mobbing und ein stets ernstzunehmendes Problem. Mit jedem Aufkommen von neuen Plattformen zur sozialen Interaktion, gibt es auch neue Möglichkeiten Hassbotschaften zu verbreiten. Die App „Tellonym“ gibt den Nutzern die Möglichkeit anonyme Nachrichten zu verschicken. Schon die Frage-und-Antwort-Plattform Ask.fm stand vor Jahren in der Kritik eine ideale Cybermobbing-Plattform zu sein. Auch Tellonym hat solches Potential, behauptet aber aktiv dagegen vorzugehen.

  • RE:PUBLICA zeit: Mit den Trollen tanzen: Die re:publica, die Konferenz rund um soziale Medien und die digitale Gesellschaft, steht in den Startlöchern! Rund 8.000 Menschen diskutieren ab heute bis Mittwoch über Digitalisierung und was sie mit uns macht. Die erste re:publica fand 2007 in der Kalkscheune neben dem Friedrichstadtpalast statt. Der Mann, an dem sich die Netzgemeinde in diesem Jahr inhaltlich abarbeiten wird, ist Donald Trump.

  • MESSAGING heise: Datenschutzbeauftragter warnt vor WhatsApp & Co. An Schulen: Messaging-Dienste wie WhatsApp, der Facebook Messenger, Telegram und Co. gehören zum Alltag dazu, so natürlich auch zu dem von deutschen Schülern. Der Datenschutzbeauftragte von Rheinland-Pfalz, Dieter Kugelmann, weist darauf hin, dass WhatsApp zu schulischen Zwecken tabu ist. Manch ein Lehrer sage, in einer WhatsApp-Gruppe könne er am einfachsten Hausaufgaben verteilen. Kugelmann sieht darin aber ein Risiko. Nach einem Beschluss des Verwaltungsgerichts Hamburg darf Facebook weiter keine Daten deutscher Nutzer von WhatsApp nutzen.

  • STROMNETZAUSBAU heise: Stromnetzausbau: weiter Rückstand bei Autobahnen: Jahrelang ging es beim Stromnetzausbau kaum voran. Jetzt nimmt der Ausbau langsam Fahrt auf. Die Bundesnetzagentur hofft, mit Erdkabeln langwierige juristische Streitigkeiten zu vermeiden. Der für die Energiewende dringend nötige Stromnetzausbau kommt nach jahrelangen Verzögerungen langsam in Gang. Es bleibt aber dabei, dass die drei großen neuen Nord-Süd-Stromautobahnen zur Versorgung Bayerns und Baden-Württembergs bis zur Abschaltung der letzten deutschen Atomkraftwerke 2022 noch nicht fertig sein werden.

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Das Startup der 100 Ideen – Valentin Stalf über N26

Logo Valentin_Viva Technology (Image by Netzpiloten)

Dieser Beitrag ist Teil einer Artikelreihe im Vorfeld der internationalen Tech-Konferenz Viva Technology, zu der vom 15. bis 17. Juni 2017 rund 50.000 Teilnehmer und über 5.000 Startups nach Paris kommen. Die Netzpiloten werden als Medienpartner der Viva Technology mit vor Ort sein. Und hier gibt es Tickets für das Event zu gewinnen.


Mit N26 ist Berlin Sitz der wohl zurzeit interessantesten mobilen Bank Europas. Das ehemalige Fintech-Startup, das heutzutage als volllizenzierte Bank tätig ist, hat in den letzten anderthalb Jahren seine Nutzerbasis auf 300.000 verdreifachen können. Im gleichen Zeitraum hat das einst von Maximilian Tayenthal und Valentin Stalf in Wien gegründete Startup auch die Internationalisierung vorangetrieben und operiert heute in 17 europäischen Ländern.

Unser Autor Tobias Schwarz hat sich mit Valentin Stalf, der Mitte Juni auch auf der Viva Technology als Speaker auftreten wird, zum Interview getroffen und über die Unternehmenskultur von N26, das Recruiting als mobile Bank und den Arbeitsbedingungen bei N26 unterhalten:

Tobias Schwarz: Ich habe neulich von einer Firma gehört, die einen Buchhalter gesucht hat und die hat jede Rechnung mit ein bis drei Cent zu viel überwiesen und dem Buchhalter der anderen Firma, der sich gemeldet hat, haben sie ein Jobangebot gemacht. Um ein guter Buchhalter zu sein, muss man keinen tollen Lebenslauf schreiben. Wie findet man smarte Mitarbeiter für eine Bank? Wie definiert man, was ein smarter Mitarbeiter für ein ehemaliges Startup ist?

Valentin Stalf Image by Valentin Stalf
Image by Valentin Stalf

Valentin Stalf: Wir sind keine Bank im traditionellen Sinn, sondern aufgrund dessen, was wir unseren Kunden bieten, beispielsweise auch Problemlösungsstrageien. Darum versteht man uns als kundennahe Bank. Wenn man sich unser Unternehmen von der Mitarbeiterseite anschaut, sind wir ein Technologieunternehmen wie Spotify oder Soundcloud. Wir sind ein Unternehmen, das davon lebt, dass wir hier eine große Technologiekultur innerhalb der Company etabliert haben.

Wenn es darum geht, die richtigen Mitarbeiter für so ein Umfeld zu finden, haben wir einen sehr strukturierten Bewerbungsprozess. Wir haben die freien Stellen auf unserer Website ausgeschrieben, setzen im Technologiebereich aber auch viel auf direkte Ansprache. Wir führen einen sehr strukturieren Bewerbungsprozess, bei dem wir verschiedene Merkmale aus dem Lebenslauf des Kandidaten anschauen und danach etwa drei bis fünf Gespräche führen. Während dieser Gespräche lernt man verschiedene Mitarbeiter uns kennen. Das gibt und die Möglichkeit zu prüfen, ob der Kandidat zu unserer Kultur passt.

Wir prüfen auch, ob N26 zu dem potenziellen Mitarbeiter passt. Dazu führen wir praktische Cases innerhalb der Bewerbungsgespräche durch, ziehen dabei Situation aus dem täglichen Leben heran. Am Ende der Gespräche kommt das ganze Team zusammen und es wird gemeinsam eine Abwägung getroffen, ob der Kandidat ein Mitarbeiter wäre, der gut zum Team passt.

Porsche hat mir erzählt, dass sie ein Technologieunternehmen sind, Zalando hat das getan, und jetzt auch ihr. Wenn aber N26 keine klassische Bank ist, sondern auch ein Technologieunternehmen, was macht dann eure Kultur genau aus?

Bei N26 setzen sich die Leute mit digitalen Produkten auseinander. Jeder, der hier bei uns im Team ist, ist ein Digital Native oder nutzt täglich seine Apps auf dem Smartphone. Alle sind sehr engagiert, das ganze digitale Produkt zu verstehen. Das heißt, dass Mitarbeiter in einer verantwortungsvollen Rolle oder Mitarbeiter, die Verantwortung übernehmen, beispielsweise als Product-Owner – Verständnis für digitale Produkte mitbringen müssen. Da sind wir sicher auf einem ganz anderen Niveau als traditionelle Banken oder wie ein traditioneller Autohersteller. Wir arbeiten auch ein bisschen anders, als eine traditionelle Sparkassenfiliale.

N26 office meeting (Image via N26)
Image by N26

Wir sitzen hier gerade im Ballsaal des ehemaligen Fernmeldeamtes der DDR-Regierung in der Berliner Klosterstraße. Der Raum ist nicht mehr in seinem ursprünglichen Zustand, eure Arbeitsplätze würde ich aus einer Mischung von Hot-Desking-Bereichen und Fixed Desks beschreiben. Ist das jetzt das klassische N26-Büro?

Man will das neue Arbeiten auch repräsentieren, mit viel Glas, viel Transparenz – das ist einerseits einer unserer Werte, die wir haben. Andererseits zeigt es auch die offene Kommunikation im Team und eine gewisse Kreativität, die wir beim Kreieren digitaler Produkte einfach mit hineinbringen wollen.

Neue Arbeit setzt aber auch sehr auf Selbstverwirklichung der eigenen Persönlichkeit. Inwiefern gebt ihr Leuten Raum, sich bei N26 selber zu verwirklichen?

Wir haben im Technologiebereich eine Idee namens Product Chance. Hier gibt es alle paar Wochen Tage, an denen sich das Team eigene Themen aussucht, die es verwirklichen will. Ein ganz spannendes Thema, an dem wir letztens gearbeitet haben, war ein Bot im Customer Management. Dieser Bot kann schätzungsweise 60 Prozent unserer Serviceanfragen vorselektieren und beantworten. Die Zeit, die dadurch gewonnen wird, kann man intensiver für andere Themen verwenden, beispielsweise wenn ein Kunde seine Karte verloren hat und Hilfe braucht.

Gute und innovative Ideen entstehen, wenn man seinem Team Zeit gibt. Ich glaube, das ist ein wichtiges Thema, um innovativ zu bleiben. Natürlich gibt es immer einen gewissen Konflikt in einem Startup, weil man mit einer sehr engen Timeline arbeitet. Für N26 gäbe es wahrscheinlich noch über 100 gute Ideen, die wir umsetzen würden. Wir haben aber nur Kapazität für zehn in den nächsten sechs Monaten. Und das steht dann natürlich in einem gewissen Kampfverhältnis zu unseren eigentlichen Zielen. Aber es ist wichtig für uns, dass unsere Mitarbeiter regelmäßig frei an anderen Innovationen arbeiten.

N26 Office Ballroom (Image via N26)
Image by N26

Was habe ich vergessen zu fragen. Worüber würdest du eigentlich gerne reden, aber niemand fragt dich danach?

Da muss ich jetzt kurz nachdenken. Das Wichtigste ist, man versteht, dass N26 nicht nur ein neues Bankprodukt ist, sondern dass wir Banking grundsätzlich verändern: Wie wir die Produkte gestalten, wie wir Mitarbeiter, aber auch Kunden in unseren Produktentwicklungsprozess mit einbeziehen. Es geht nicht darum, kurzfristig ein besseres Girokonto aufzubauen, sondern die Idee ist, langfristig faires, gutes Banking zu besseren Konditionen anzubieten. In der Kombination aus Technologie mit einer viel besseren Kostenstruktur und mit sehr innovativen und sehr guten Mitarbeitern.

Danke. Das ist mal eine gute Antwort.


Images by N26


Die Netzpiloten sind Partner der Viva Technology und werden vor Ort berichten. Wir verlosen Tickets für das Event, das vom 15. Bis 17. Juni 2017 in Paris stattfindet. Um an der Verlosung teilzunehmen, macht einfach mit und nutzt eure Chance auf Tickets for free für die Viva Technology! Zeit habt ihr dafür bis Dienstag, den 06. Juni. Viel Glück!

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Die Netzpiloten sind Partner der ADTRADER CONFERENCE 2017

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In Berlin findet am 18. Mai die ADTRADER CONFERENCE 2017 statt. Bei der Fachkonferenz für Programmatic Media geht es um die Themen Programmatic Buying und Real-Time Advertising, außerdem stehen Programmatic Advertising und Media Automation im Vordergrund. Seit 2011 werden bei der ADTRADER CONFERENCE 2017 tiefgreifende Veränderungen besprochen, die sich durch vernetzte Plattformen und den zunehmenden Einsatz von Audience Data in Marketing und Media ergeben.

Ihr seid genau richtig auf der ADTRADER CONFERENCE als Werbungtreibende, Mediaeinkäufer, Technologie- Anbieter und –Anwender, Datenspezialisten, Anbieter und wenn ihr in den Medien arbeitet. Die Konferenz zeichnet sich besonders dadurch aus, dass ihr dort Networking und Wissensaustausch auf höchstem Niveau betreiben könnt und dass sämtliche Key-Player des Marktes und die wichtigsten Entscheider der Programmatic-Szene anwesend sind.

Spannenden Themen

Das sind die wichtigsten Themen auf der diesjährigen Konferenz:

  • Qualität, Transparenz und Kontrolle – Voraussetzung für nachhaltiges Wachstum im Programmatic Media Segment
  • The Cost of „Programmatic“ – Wie beurteilt man Preis und Leistung von Programmatic Media?
  • ‚Walled Gardens‘ – die Grenzen von Programmatic – Auswirkungen für Markt und Operations u.v.m.
  • Programmatic Mobile – Wie sehen skalierbare Formate und Solutions aus?

Hier geht’s zum vollständigen Programm. Zu den Speakern, die dieses Jahr auf der ADTRADER CONFERENCE 2017 sind, gehören:

Die Location ist das Kosmos in Berlin. Hier könnt ihr euch Tickets für die Veranstaltung sichern.

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Die Netzpiloten sind Partner der OMfinCon

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In Berlin findet am 11. Mai die Online Marketing Finance Conference „OMfinCon“ statt. Auf der OMfinCon dreht sich alles um das Thema Online Marketing mit einem Fokus auf der Finanz- und FinTech-Branche. Ein zentrales Thema wird das Networking sein. Darüber hinaus gibt es zukunftsweisende Fachvorträge und Workshops.

Der Veranstalter hat sich besondere und unterhaltsame neue Möglichkeiten des Networking überlegt. Das bedeutet für euch: Haltet die Visitenkarten bereit und freut euch auf viele neue Kontakte.

Großer Wert wurde auf spezifische und spannende Inhalte gelegt, außerdem wagt man einen Blick in die Zukunft. Fragen, die dabei durch die Konferenz führen werden, sind:

  • Wie hat sich das Online Marketing entwickelt?
  • Wie sehen die aktuellen und kommenden Herausforderungen aus?
  • Was muss ich wissen, um im Financial Advertising erfolgreich zu sein?

Wenn diese Fragen beantwortet werden, werden immer die Besonderheiten und Herausforderungen für den Finanzsektor im Auge behalten. Um das Ganze anschaulicher zu gestalten, werden euch zusätzlich Best-Practice-Beispiele vorgestellt.

Die OMfinCon richtet sich an alle, die in der Online-Marketing-Branche verankert sind und mit Kunden der Finanzindustrie zusammen arbeiten oder dies vorhaben. Die Themen und Inhalte der Konferenz richten sich in erster Linie an Entscheidungsträger, Meinungsbildner und erfahrene Online Marketing Manager, die sich im „Financial Advertising“ informieren und weiterbilden möchten.

Experten, die auf der OMfinCon vor Ort Vorträge halten werden, sind zum Beispiel:

Die Location ist der Palais in der Kultbrauerei in Prenzlauer Berg in Berlin. Hier könnt ihr euch Tickets für die Veranstaltung sichern.

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Die Netzpiloten sind Partner der Startup Safary

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In Leipzig findet am 11. und 12. Mai die Startup Safary statt. Das Ziel der Veranstaltung ist eine stärkere Vernetzung der wirtschaftlichen Akteuere und Unternehmer der Stadt. Bei dem Event habt ihr die Möglichkeit, die Leipziger Startup-Szene besser kennenzulernen. Außerdem könnt ihr die Bekanntschaft von den Teams von über 50 Startups, VCs, Investoren und Coworking Spaces machen.

Die dynamische Gründerszene Leipzigs gewährt euch zudem Einblicke in innovative und kreative Geschäftsmodelle. Wer mit mitteldeutschen Gründern, Jungunternehmern und Investoren in Kontakt treten will, hat hier die ideale Möglichkeit dazu. Des Weiteren haben die Besucher einen direkten Draht zu Gründern, Entscheidern und Innovatoren. Die einzelnen Veranstaltungen finden mitunter gleichzeitig und an über 60 Stationen statt. Das sorgt für eine erhöhte Sichtbarkeit der teilnehmenden Projekte und bietet Gästen der Stadt zudem eine hervorragende Möglichkeit, Leipzig zu entdecken.

Weithin bekannte Partnerstädte

Entstanden ist das Konzept der Startup Safary in Berlin. Seitdem fand das Event schon in bedeutenden Städten wie Kopenhagen, Athen, Warschau und Poznan statt. Auch die Leipziger kennen die Veranstaltung schon. Schon in den letzten beiden Jahren präsentierte sich die Gründer- und Ideenlandschaft der größten Stadt Sachsens.

Hier sind einige der Startups, die beider Startup Safary für euch zwei Tage lang ihre Türen öffnen:

Bis es soweit ist, bleibt ihr bei Twitter auf dem Laufenden, welches Programm euch erwartet. Hier könnt ihr euch eure Tickets sichern.

+++ Rabattaktion +++

Schnell sein lohnt sich! Die ersten zwei, die sich hier für die Veranstaltung anmelden, erhalten 50 Prozent Rabatt auf den Ticketpreis. Gebt dafür einfach denn Rabattcode „Netzpiloten@SUSLeipzig“ ein.

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Die Netzpiloten sind Partner der CUBE Tech Fair

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Die CUBE Tech Fair feiert vom 10. Bis zum 12. Mai 2017 Premiere in Berlin. Bei der Veranstaltung handelt es sich um eine Weltausstellung der Moderne. Prominente Gäste werden bei der Eröffnung dabei sein, darunter Apple Co-Founder Steve Wozniak, US-Schauspielerin Robin Wright und Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries. Ab 2018 wird die CUBE Tech Fair jedes Jahr in der Hauptstadt stattfinden.

Im Vorfeld der Veranstaltung konnten sich 200 der weltweit innovativsten Startups qualifizieren, um ihre Ideen einem geladenen Publikum zu präsentieren. Die Firmen kommen aus dem B2B-Bereich, unter anderem aus den Branchen Digital Health & Life Sciences, Infrastructure & Interconnectivity sowie Machinery & Manufacturing. Weiterhin sind auf der CUBE Tech Fair über 200 Konzerne auf C-Level vertreten, außerdem 100 internationale Journalisten und Blogger sowie insgesamt rund 3.000 Gäste.

Innovatives Live-Programm

Auf dem Programm stehen Vorträge, Diskussionsrunden und Interviews mit internationalen Experten aus Industrie 4.0, der Digitalbranche und der Start-up-Welt. Live auf der Bühne und an den Messeständen werden konkrete Innovationen vorgestellt:

  • StoreDot & DHL zeigen ihr gemeinsames Projekt erstmalig der Öffentlichkeit
  • der gedruckte 3D Olli Bus von Local Motors wird ausgestellt
  • Team Uniti wird ihre Kuka Robots auf der Tech Fair ausstellen

Ein weiterer Programmpunkt ist das Finale der CUBE Challenge, ein Wettbewerb, bei dem das innovativste Startup eine Million Euro gewinnt, einer der höchstdotierten Preise für Startups weltweit. Der Gewinner wird von einer Expertenjury gekürt, zu der unter anderem Steve Wozniak zählt.

Der Veranstaltungsort ist der CityCube in Berlin. Hier könnt ihr euch Tickets für die Veranstaltung sichern.

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Netzpiloten sind Partner des Online Marketing Forum 2017

Vom 02. Bis 11. Mai findet an vier wechselnden Standorten das Online Marketing Forum statt. Jeweils in München, Berlin, Hamburg und Köln erwarten euch Themen wie Mobile Marketing, Display & Native Advertising, Video Marketing, SEA, SEO, E-Mail Marketing und Social Media Marketing. Die Veranstaltung richtet sich an alle, die im Online Marketing und E-Commerce verschiedener Branchen aktiv sind, einen Überblick über die aktuellen Online Marketing Werbemöglichkeiten gewinnen möchten und sich durch Best-Practice Beispiele inspirieren lassen wollen.

Am 09. Mai findet die Hamburger Veranstaltung der Reihe statt. Eröffnen und durch den Tag führen wird Journalist und Kommunikationsberater Helmut van Rinsum. Freut euch auf über zehn spannende Vorträge und Keynotes mit Speakern von Unternehmen wie BRIGITTTE Digital oder crowdmedia.

Interessant wird sicherlich auch der Vortrag „Influencer Blah“ von Julia Antkowiak von VICO. Schaut vorbei, wenn ihr euch fragt, wie es 2017 mit Influencer Marketing erfolgreich weiter gehen kann und ob die „Influencer-Blase“ 2017 nicht doch platzt. Auch im digitalen Zeitalter steht Storytelling als Marketing Maßname noch immer an erster Stelle, deswegen ergründet Claudia Scheffler-Perrone von Killer Press anschließend „Die Macht des Storytelling“. Desweiteren erwarten euch Vorträge zu Chatbots und wieso sie die Revolution im Digital Commerce sein könnten und ob sich SEO wirklich lohnt. 

Es wird also spannend! Wenn ihr jetzt Lust auf das Event bekommen habt, könnt ihr euch hier schon Tickets sichern. Hier findet ihr zudem nochmal einen Rückblick der vergangenen zwei Jahre! Für alles weitere stattet doch dem Facebook-Profil der Veranstaltung einen Besuch ab oder haltet euch mit dem Hashtag #omf2017 auf dem Laufenden!

+++ Rabattaktion +++

Die Tickets bekommt ihr mit uns vergünstigt. Statt 290 Euro zahlt ihr nur 240 Euro. Dafür gebt ihr einfach bei der Anmeldung den Rabattcode „OMF17npl“ an.

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Die Netzpiloten sind Partner beim TechSummit Berlin

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In Berlin findet am 12. April 2017 der TechSummit statt. Hier erwarten euch zahlreiche Experten, die gerne ihr Wissen mit euch teilen und Tipps, Tricks und Ideen zu einer großen Bandbreite an Themen bieten. Schließt euch anderen aus der Tech-Community an und verbringt mit ihnen einen Tag, an dem ihr zwanglose Gespräche führen und Informationenen austauschen könnt. Die Themen, auf die ihr euch freuen könnt, sind Überwachung, Leistung, Containerisierung, Automatisierung von Infrastruktur, Skalierbarkeit, Sicherheit, serverlose EDV und Ingenieurskultur. Die Sprache des Events ist Englisch.

Experten und Speaker

Unter anderem werden diese Experten und Speaker für euch vor Ort sein:

Die Location ist die Kultbrauerei in Berlin und deren Umgebung. Die Tickets kosten nur 25 Euro. Damit habt ihr einen Pass für den ganzen Tag inklusive Verpflegung. Hier könnt ihr eure Tickets kaufen.

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Netzpiloten sind Partner beim Global Digital Leaders Summit

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Am 12. und 13. Juni 2017 findet in Berlin zum dritten Mal der Gipfel Global Digital Leaders Summit statt. Hierher kommen geladene Führungskräfte aus aller Welt, um von erfahrenen digitalen Führungskräften zu lernen. Der Veranstalter ist die Management Circle AG

Beim 3. Global Digital Leaders Summit erfahren Führungskräfte, wie sie dem digitalen Wandel sowie dem Management dieser Veränderungen Herr werden und wie sie ihre Führungskraft im Digitalen verbessern können. Außerdem lernen sie dort neue Strategien im Mobilen kennen und machen Kundenerfahrung neu erlebbar, um Wettbewerbsvorteile zu erzielen.

Sechs digitale Aufgaben und Kernthemen des Gipfels

  • Zukunft der Bereiche Marketing & Sales
  • Digitale Strategie & Transformation
  • digitale Marktführung
  • disruptive Innovation
  • Kulturmanagement & Änderungsverwaltung
  • Kundenerfahrung & der mobile Sektor

Die Besucher können an der renommierten Think Tank Acadamy teilnehmen. Außerdem öffnet das Open Dialogue Forum seine Tore, wo pulsierende Podiumsdiskussionen geführt werden können. Der 3. Global Digital Leaders Summit ist außerdem die perfekte Gelegenheit, um auf höchstem Niveau mit digitalen Experten zu netzwerken.

Die Location ist das Hotel Waldorf Astoria in Berlin.

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Destination Check: Digital Innovators‘ Summit

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Am 20. und 21. März fand die Digital Innovators‘ Summit in Berlin statt. Dieses Mal sogar mit einem großen Jubiläum: Die #DISummit feierte ihren zehnten Geburtstag. In der Zeit seit 2007 hat sich eine ganze Menge getan im Netz und auf dem Verlegermarkt. Eins ist schon mal klar: Nostalgische Stimmung kam hier kaum auf, dazu waren die vielen Trends und Umbrüche viel zu spannend. Ich habe mich in den zwei Konferenztagen für die Netzpiloten umgeschaut.


Organisator: Stephan Scherzer, Hauptgeschäftsführer VDZ


Image by Stephan Scherzer
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Wie ist Ihr Gesamteindruck?

Die Konferenz gibt es jetzt seit zehn Jahren. Die erste Konferenz in Hannover hatte gut 150 Besucher, da ging es nur um Visionen, dann ging es irgendwann um Trends und jetzt haben wir heute hier 600 Leute aus 34 Nationen. Aus den Trends sind jetzt Geschäftsmodelle geworden. Und wenn ich mir anschaue, dass wir als Verlagsbranche auf drei verschiedenen Bühnen Inhalte transportieren – und es geht um Virtual Reality, Mobile, Augmented Reality, Communities, Social – dann sieht man, wie sich die Themen mittlerweile in der DNA der Verlage festgesetzt haben. Dieses Jahr geht es vor allem darum, Inhalte mit Hilfe von Technologie zu optimieren, also Audience Matrix, um den Content noch besser auf die Interessen der Menschen zuzuschneiden. Die Vision gibt es schon lange, aber jetzt sind endlich die Tools da und es ist nicht mehr so teuer, so dass auch die kleinen Firmen dabei mitmachen können.

Ein anderes wichtiges Thema ist Mobile, und zwar nicht als Kanal selbst, sondern auch in Bezug auf die Frage, wie Mobile andere Kanäle beeinflusst. Es geht darum, wie ich meine Marke so einbaue, dass sie auch zuerst genutzt wird. Heute würde niemand mehr behaupten, dass Mobile nicht wichtig ist, besonders in der Generation Z. Für die sind das alles Tools, das ist wie Strom aus der Steckdose, das ist nicht mehr überraschend. Das ist eine entscheidende Veränderung, das wahrzunehmen, anzuerkennen und damit umzugehen. Wenn wir über Zeitschriften reden, merkt man in diesem Jahr auch: es reden alle über Content. Ein gut gemachtes analoges Magazin ist ein guter Anker für Markenstärke im Digitalen.

Welche Erwartungen hatten Sie an den diesjährigen Kongress?

Wir haben mit Visionen angefangen, aber mittlerweile erwarten die Leute ganz handfeste Beispiele und Best Practice. Wie funktioniert was, wie setzt man es ein? Und das funktioniert hier sehr gut. Es geht darum, von der Vision über den Trend zum Geschäftsmodell zu gelangen. Das ist allen, die hier sind, gut gelungen. Die Mischung zwischen den großen Verlegern und den kleinen Startups mit der großen Idee zeichnet diese Konferenz aus. Es ist sehr hands-on, keine visionäre Spielerei, und man kriegt immer Inspirationen. Dafür sind diese Marktplätze da. Und dass das ein Verband macht, zusammen mit dem Weltverband, zeigt, denke ich, dass Verbände auch modern und zukunftsorientiert sein können. Und das gefällt mir sehr gut.

Was war Ihr persönliches Highlight?

Ich fand Geoff Ramsey, den CEO von eMarketer, sehr gut, der sehr schön und datenbasiert erklärt hat, in welche Richtung die Welt geht. Dann war Jeremy Gilbert toll, der ist einfach ein klasse Typ und er hat interessante Visionen. Das ist auch das, was uns von allen anderen in der Branche unterscheidet, das darf man nie vergessen: Verlage sind redaktionelle Editorial Media, das zeichnet sie vor allem aus. Deshalb ist es spannend, solchen Leuten zuzuhören, wie sie mit der digitalen Transformation umgehen.

Wer muss nächstes Jahr unbedingt noch dabei sein?

Es muss immer der dabei sein, der die tollen Ideen hat. Hier sind ganz viele Companies dabei, die ganz klein angefangen haben und groß geworden sind, wie Twitter und Facebook. Das ist auch ein großer Reiz, sich das über die Jahre anzuschauen.

Warum machen Sie das Ganze?

Lebenslanges Lernen. Ich war immer in den Medien unterwegs und ich finde unsere Branche super spannend. Wir werden noch so viele spannende Entwicklungen sehen, für mich ist die Konferenz Druckbetankung. Food for Thought.


Besucherin: Nadja Scholz, Head of Corporate Strategy bei der Deutschen Welle, Berlin


Image by Nadja Scholz
Image by Nadja Scholz

Wie ist Ihr Gesamteindruck?

Ich fand es sehr informativ und gebündelt. Wir haben in vielen Vorträgen gehört, dass es um Voice geht, um Bots und natürlich um AI, das war für mich in vielen Fällen noch einmal die Bestätigung dessen, was man auch schon anderswo gehört hat. An manchen Stellen haben sich die Speaker auch widersprochen, das fand ich sehr interessant. Es wurde beispielsweise versucht, die Zukunft der Homepages zu deuten, und ob sie überhaupt eine Zukunft hat – und andere sagten, dass Homepages ganz besonders wichtig werden. Das war für mich ein sehr spannendes, anschauliches Bild.

Haben die Speaker und Teilnehmer Ihre Erwartungen erfüllt?

Ich fand die Redner teilweise qualitativ recht unterschiedlich, aber das liegt natürlich auch immer am persönlichen Interessensspektrum. Leider fand ich es oft sehr schnell und für Fragen war fast nirgendwo Zeit, das war etwas schade. Aber ich habe mich mit ein paar Speakern danach via Twitter verabredet, um das Gespräch noch weiterführen zu können. Ich hatte außerdem gedacht, es würde mehr über Snapchat geredet, aber darum geht es dann vielleicht im nächsten Jahr. Jedenfalls ist nichts Grundlegendes unbeantwortet geblieben.

Hatten Sie ein persönliches Highlight?

Ich fand die Vorträge von Jeremy Gilbert von der Washington Post sehr interessant, seine Themen haben mich noch einmal bestärkt. Überraschend spannend fand ich Andrew Losowsky vom Coral Project, dessen Non-Profit-Tool hat mich sehr angesprochen.

Würden Sie wiederkommen, und wem würden Sie den DI Summit empfehlen?

Ich werde versuchen, es zu schaffen, ich wäre gern mit dabei. Ich denke, die Themen sind für jeden interessant, der sich in der Medienbranche umtreibt, vor allem für Journalisten, die aktiv im Thema sind, ist es sicher super interessant, so etwas mitzubekommen.

Was war Ihre Motivation, dabei zu sein?

Ich bin natürlich als strategische Unternehmensplanerin hier, aber wir entwickeln auch gerade eine Digitalstrategie. Außerdem bin ich auch für das Innovationsmanagement zuständig, es waren im Grunde alle Themen abgedeckt, die mich interessieren.


Besucher: Stanley Chien, CEO und Co-Founder von Kono, Mountain View, Kalifornien


Wie ist Ihr Gesamteindruck?

Wir haben unseren Hauptsitz in den USA und wir haben Vertretungen in Asien, aber in Europa haben wir noch keine Kontakte aufgebaut, also habe ich die Chance genutzt, um viele europäische Verlage und Kollegen zu treffen. Unsere Firma besteht erst seit ein paar Monaten, daher sind wir hier zum ersten Mal zu Besuch – und auch das erste Mal überhaupt in Europa zu Gast.

Haben die Speaker und Teilnehmer Ihre Erwartungen erfüllt?

Ich fand die meisten Speaker gut. Das Angebot ist ziemlich breit gefächert, vom Medienunternehmen bis hin zu Tech-Leuten und Video. Und weil wir aus dem Silicon Valley kommen, kannten wir natürlich schon eine ganze Menge der Themen, die hier besprochen wurden. Es ist also nichts wirklich Neues für mich, aber ich finde es immer interessant, die europäische Perspektive kennenzulernen. Manche Technologietrends sind natürlich nicht neu, aber sie müssen sich erst einmal durchsetzen und eine Breitenwirkung entwickeln.

Hatten Sie ein persönliches Highlight?

Der Vortrag von Michael Isaacs von Vindicia hat mir gut gefallen. Hier konnte man gute Vergleiche zwischen den Geschäftsmodellen von Zeitungen und Zeitschriften anstellen und was die nächsten Renevue Generators für die Verlage sein werden. Ich bin schon sehr gespannt, was passieren wird, weil unsere Firma sich auf Zeitschriften spezialisiert hat. Die Aggregatoren sind eine der am schnellsten wachsenden Geschäftszweige im Verleger Business.

Würden Sie wiederkommen, und wem würden Sie den DI Summit empfehlen?

Ich würde es spannend finden, wenn ich noch einmal teilnehmen kann, aber das muss unsere Firma entscheiden. Die Konferenz als solches würde ich definitiv weiterempfehlen, solche Themen sind für uns sehr wichtig.

Was war Ihre Motivation, dabei zu sein?

Mich hat die europäische Perspektive interessiert, also wie die Menschen hier denken, und natürlich zum Kontakte pflegen und neue aufzubauen.


Julia Redner, Marketingleitung, knk Business Software AG, Anbieter für Verlagssoftware, Microsoft-Partner, Kiel


Julia Redner und ein zugeschalteter Kollege, Image by Anne Jerratsch
Julia Redner und ein zugeschalteter Kollege, Image by Anne Jerratsch

Wie ist Ihr Gesamteindruck?

Ich war in den vegangenen zwei Jahren auch bereits hier und muss sagen, es wird immer internationaler und immer größer. Was mir besonders gefallen hat, waren die vielen internationalen Best Practices. Das ist häufig vor allem technologiegetrieben, aber heute gab es hier einen tollen Vortrag über den Umbruch eines Editorenteams in Indien, das fand ich spannend, weil es die Erfahrungen in diesem digitalen Wandel sehr gut dargestellt hat. Das ist für mich auch eine ganz wichtige Message aus dem Kongress: Der Fokus auf den Kunden, auf die User Experience und auf das Engagement, die durch die Bank aus den Vorträgen deutlich wurde.

Haben die Speaker und Teilnehmer Ihre Erwartungen erfüllt?

Ich denke, ich konnte viele neue Ideen mitnehmen. Meine Erwartungen wurden auf jeden Fall erfüllt, ich konnte mich mit vielen spannenden Leuten unterhalten und austauschen. Auch auf unseren mobilen Roboter-Kollegen haben wir viele positive Resonanzen bekommen. Es hat sich auf jeden Fall für uns gelohnt!

Hatten Sie ein persönliches Highlight?

Ich fand viele Vorträge toll und interessant, aber am spannendsten fand ich den Vortrag von John Wilpers über Top Innovationen in den Medien. Der Vortrag war sehr aktiv gestaltet, das fand ich toll. Und den Vortrag „How Editorial Innovation Really Works“ mit John Wilpers und dem indischen Kollegen Ananda Vikatan, der anhand des indischen Verlags den Innovationsprozess und die menschlichen Rückschläge, die er mit seinem Personalstab hatte, sehr bildhaft dargestellt hat. Das fand ich wirklich beeindruckend.

Würden Sie wiederkommen, und wem würden Sie den DI Summit empfehlen?

Sehr gerne, allein schon um zu sehen, wohin sich die Trends entwickeln. Vor ein paar Jahren haben alle nur über 3D gesprochen, das war auf dieser Konferenz gar nicht mehr so sehr Thema. Ich finde es spannend, zu sehen, wie sich so etwas verschiebt.

Was war Ihre Motivation, dabei zu sein?

Ich möchte allein schon aus Marketingsicht wissen, was unsere Kunden bewegt, genau wie die Verlage ihre Leser analysieren. Wir wollen wissen, was die Top-Themen sind und wie wir ihnen dabei helfen können, diese Herausforderungen mit unseren Lösungen und Kompetenzen zu stemmen, auch wenn und gerade weil der mediale Wandel und die Digitalisierung nun schon eine ganze Weile stattfindet


Michael Schöning, Vice President Sales DACH bei 1plusX, Schweiz/Düsseldorf


Image by Michael Schöning
Image by Michael Schöning

Wie ist Ihr Gesamteindruck?

Wir sind in diesem Jahr das erste Mal da. Die Konferenz hat ziemliches High-Level-Niveau und ist sehr strategisch, es werden sehr grundlegende Dinge besprochen. Einige Themen waren für uns in Ansätzen sehr interessant, wir haben auch einige Gespräche geführt, die uns durchaus weiter oder generell erst einmal in eine Startposition gebracht haben. Für uns als technischer Dienstleister ist dies hier durchaus eine lohnende Veranstaltung. Und ich finde es wichtig, den Geist der Branche mitzubekommen, und die Richtung, in die es geht.

Haben die Speaker und Teilnehmer Ihre Erwartungen erfüllt?

Teils, teils. Natürlich ist es bei so einer Konferenz immer eine Produktshow, andererseits gab es auch viele High-Level-Vorträge. Die Balance zu finden, ist da wohl manchmal etwas schwierig, es gab also Licht und Schatten.

Hatten Sie ein persönliches Highlight?

Wir haben viele spannende Kontakte knüpfen können, das fand aber eher abseits der Vorträge statt, die waren für mich nur teilweise interessant. Beim Vortrag von Max Amordeluso über Alexa Home habe ich mir ein bisschen mehr erwartet, weil ich das Thema hochspannend finde, und alles, was mit Spracheingabe zu tun hat. Ansonsten war es für uns einfach ein Netzwerk-Event.

Würdest Sie wiederkommen, und wem würden Sie den DI Summit empfehlen?

Ich habe die Frage gerade mit meinem Kollegen diskutiert, ob wir hier herein passen, und er würde wohl wiederkommen. Ich persönlich denke aber, dass wir auf den reinen Technik-Konferenzen besser aufgehoben sind.

Was war Ihre Motivation, dabei zu sein?

Uns war es wichtig, herauszufinden, ob diese Veranstaltung etwas für uns ist und ob wir hier die Kontakte pflegen können, die uns interessieren. Jetzt müssen wir erst einmal diskutieren, ob wir das fortführen und auf welchem Niveau, vielleicht ist beim nächsten Mal auch nur noch jemand für das C-Level dabei.

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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • WIKIPEDIA heise: IP-Sperre: Wikipedia blockiert zehntausende „anonyme“ Österreicher: „Deine IP-Adresse befindet sich in einem Bereich, der auf allen Wikis gesperrt ist.“ Diese Mitteilung haben in den letzten Tagen mehrere österreichische User erhalten, wenn sie an der Wikipedia oder verwandten Wikis mitarbeiten wollten, ohne sich einzuloggen (unscharf als „anonyme Edits“ bezeichnet). Manchmal war ihnen aber auch das Einloggen unter Verweis auf ihre IP-Adresse nicht möglich. Dabei haben sie sich nichts zuschulden kommen lassen. Ein langjähriger Berliner Wikimedia-Aktivist und Wikipedia-Administrator hat am 12. März eine dreimonatige Sperre für die gesamte IP-Range 178.190.0.0/16 verhängt. Begründung: „longterm abuse“ (langwährender Missbrauch). Der Admin zählt zu den Hundert fleißigsten Bearbeitern der deutschen Wikipedia und den überhaupt am häufigsten sperrenden Admins.

  • CEBIT t3n: Wie die Deutsche Bahn vom Berliner Startup Holoplot profitieren kann:Der Mensch nimmt hauptsächlich den Klang wahr, der vom Raum zurückkommt. Obwohl die Ausgangsqualität gut ist, ist das Ergebnis oft von bescheidener Qualität. Holoplot, ein junges Startup aus Berlin, erklärt die „akustische Veränderbarkeit von Räumen“. Laut Roman Sick, COO des Startups, sind Bahnhöfe ein akustischer Albtraum. Befragungen von Passanten und auch technische Messungen haben ergeben, dass sich die Sprachverständlichkeit wesentlich verbessert hat, nachdem in zwei Bahnhöfen ein System von Holoplot installiert wurde. Ziel ist es, Ansagen nur in Bereichen abzuspielen, für die diese auch relevant sind. Außerdem sollen die Ansagen von angrenzenden Bahnsteigen die Verständlichkeit nicht mehr beeinträchtigen.

  • AMAZON golem: Amazon plant Fire TV mit 4K- und HDR-Unterstützung: Amazon arbeitet derzeit an einem neuen Fire-TV-Gerät, das nicht direkt als Nachfolger der Fire TV Sticks oder der Fire-TV-Boxen gedacht ist, sondern diese noch ergänzen soll, berichtet AFTVNews. Der Blog zitiert aus einem aktuellen Benchmark und bezieht sich auf vertrauliche Informationen aus dem Amazon-Umfeld. Das neue Fire-TV-Modell ist gemäß den Benchmarks von der Leistung her zwischen den Fire-TV-Boxen und den Fire TV Sticks angesiedelt. Demnach ist auch das neue Modell weniger für Spielenutzung geeignet, es sollte aber zügiger als die bisherigen Fire TV Sticks sein. Vor allem bei der Navigation in der Fire-TV-Oberfläche könnte es weniger Wartesekunden und Hänger geben.

  • SOCIAL MEDIA Zeit: Richter fordern Auskunft über anonyme Hetzer: Der Deutsche Richterbund beklagt Schwierigkeiten, Auskünfte von den Netzwerken über die Identität anonymer Hetzer zu bekommen. „Es braucht verbindliche Auskunftsstellen von Facebook und Co. im Inland, die schnell und verlässlich auf Anfragen der Strafverfolger reagieren“, sagte der Geschäftsführer Sven Rebehn dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hatte Unternehmen wie Facebook und Twitter harte Strafen angekündigt für den Fall, dass sie offensichtlich strafbare Postings nicht binnen bestimmter Fristen löschen. Der Richterbund kritisiert, Maas‘ Gesetzentwurf sehe zwar Auskunftsstellen vor – sie blieben aber freiwillig, da keine Sanktion drohe, wenn sie nicht eingerichtet würden.

  • DATENSCHUTZ NETZPOLITIK:ORG: EU-Datenschutzbeauftragter: Persönliche Informationen sind keine Ware: Datengetriebene Ökonomie hin oder her: Persönliche Informationen sind grundrechtlich geschützt und keine bloße Ware. Diese klare Botschaft hat der Europäische Datenschutzbeauftragte Giovanni Buttarelli für die EU-Kommission. In einem vom Europäischen Rat erbetenen Positionspapier [PDF] nahm Buttarelli vergangene Woche Stellung zum Vorschlag der EU-Kommission für eine Richtlinie über bestimmte vertragsrechtliche Aspekte der Bereitstellung digitaler Inhalte [PDF]. Auch wenn er das Ziel der Initiative unterstütze, befürchte er negative Konsequenzen für das Grundrecht auf Datenschutz und die Wirksamkeit der mühsam verhandelten Datenschutzgrundverordnung.

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Fabian Westerheide über Künstliche Intelligenz

Neural (adapted) (Image by geralt [CC0 Public Domain] via pixabay)

Dieser Beitrag ist Teil einer Artikelreihe im Vorfeld der Digitalkonferenz EXPLAINED von Microsoft Deutschland. Die Konferenz findet am 23. März 2017 in Berlin statt.


Künstliche Intelligenz (KI) und die Frage, was den Menschen und die Maschine zusammenbringt, treibt den Unternehmer, Venture Capitalist, Autor und Redner Fabian Westerheide um. Nachdem er in verschiedene Unternehmen investierte, ist er seit 2014 Geschäftsführer von Asgard – human VC for AI und leitet die KI-Konferenz Rise of AI. Außerdem ist er Koordinator für Künstliche Intelligenz beim Bundesverband Deutscher Startups. Ich habe mich mit ihm im Vorfeld zur Digitalkonferenz EXPLAINED von Microsoft Deutschland, bei der er als Speaker auftreten wird, zum Interview getroffen.

Was fasziniert Sie an Künstlicher Intelligenz?

Das war ein Prozess. Ich komme vom Land und habe schon immer an Computern herumgebastelt und mich für die Auswirkungen zwischen Mensch und Maschine interessiert. Dann bin ich Unternehmer geworden und habe in insgesamt 35 Firmen investiert, von denen die meisten aus dem Softwarebereich stammen. Irgendwann wusste ich, dass das Thema Künstliche Intelligenz, was mich durch Science-Fiction-Literatur schon seit den Achtzigern beschäftigt hat, endlich greifbar wurde. Mich fasziniert vor allem, dass es so ein komplexes Thema ist und wirtschaftliche, gesellschaftliche, militärische und politische Konsequenzen hat. Es betrifft sowohl Unternehmen als auch den einzelnen Menschen, es betrifft letztlich die ganze Menschheit. Das ist ein Thema, bei dem ich meine ganze Begeisterung für Politik und Gesellschaft einfließen lassen kann. Und ich fühle mich sehr wohl damit, weil es um mehr als Geldverdienen geht. Künstliche Intelligenz kann wirklich die Menschheit verändern – in die eine oder in die andere Richtung.

Was ist der nächste Entwicklungsschritt für die Künstliche Intelligenz?

Die Maschine muss noch besser lernen zu lernen. Das bedeutet, dass sie mit wenige Daten zurecht kommt und mit weniger Transferwissen arbeiten kann. Zum Beispiel kann man derzeit eine KI, die ein bestimmtes Auto fährt, nicht einfach in ein anderes selbstfahrendes Auto verpflanzen. Man kann sie auch nicht benutzen, um mit ihr mit Aktien zu handeln oder ein Flugzeug zu fliegen. Sie ist eigentlich ziemlich idiotisch angelegt und genau auf ihre Hardware programmiert. Innerhalb dieser Grenzen kann sie aber jederzeit weiterlernen. Wir müssen also den Schritt schaffen, dass die Software Hardware-unabhängig wird und Vorwissen aufbauen kann. Vor ein paar Wochen hat Google Deep Mind ein sehr interessantes Paper veröffentlicht, wo sie mit einer KI ein Spiel gespielt haben. Dieselbe KI wurde verwendet, um ein neues Spiel zu lernen. Die KI wurde also deutlich besser, weil sie über das Wissen verfügt, wie man so ein Spiel spielt. Sie konnte es auf ein anderes Spiel übertragen und dadurch besser werden als eine KI, die nur auf dieses eine Spiel hin programmiert wurde.

Ist das der Schritt zwischen einem gut funktionierenden Algorithmus und einem denkenden Wesen? Ich gebe zu, ich scheue mich etwas, diesen Prozess schon als Denken zu bezeichnen. Ich würde eher sagen, es ist eher ein Weiterverarbeiten. Oder fängt das Denken hier schon an?

Das ist schwierig zu sagen, hier fängt eigentlich eher die nächste Diskussion an: Denkt der Mensch wirklich, oder sind wir nicht viel eher hormon- und instinktgetrieben? Wie viel davon ist durch unser Unterbewusstsein bestimmt? Die meisten Menschen treffen Entscheidungen im Bruchteil einer Sekunde. Wir nennen das Bauchgefühl oder Instinkt. Eigentlich ist es aber eine Erfahrungskurve. Wir brechen unsere Erfahrungen herunter und denken nicht darüber nach, sondern handeln. So ist es bei der Maschine auch. Sie können noch nicht auf 20 Jahre Berufserfahrung zurückgreifen oder auf eine jahrelange Erziehung. Wir als Menschen hingegen haben ungeheuer viel Input verarbeitet und sind biologisch dafür ausgelegt, alles abzuspeichern. Seit es im Jahr 2012 den großen Durchbruch mit den neuronalen Netzen gegeben hat, haben die Maschinen auch ein Kurzzeitgedächtnis. Was noch fehlt ist ein Langzeitgedächtnis und das Abstraktionslevel. Und genau das passiert gerade: Wir bauen Schritt für Schritt ein kollektives Gedächtnis auf, eine Art Schwarmintelligenz. Wir müssen also noch nicht einmal eine menschenähnliche KI haben, um zu erreichen, dass sie denkt, sondern wir brauchen eine KI, die untereinander kommuniziert und kollektiv Wissen verarbeitet. Wenn ein Auto beispielsweise einen fatalen Fehler macht, wie es bei dem Tesla-Unfall mit dem LKW geschehen ist, dann passiert ihm das ein einziges Mal. Seit diesem Vorfall können alle hunderttausende Teslas da draußen LKWs erkennnen. Das ist eine Intelligenzleistung, die mehr schafft als ein einzelner Mensch.

Image by Fabian Westerheide
Image by Fabian Westerheide

Wir müssen die KI also nicht nur schulen, sondern auch erziehen?

Genau das. Der Hirnforscher Danko Nikolic sagt, wir brauchen einen KI-Kindergarten, eine Art DNA für künstliche Intelligenz. Ich finde diese These sehr interessant. Wir müssen es schaffen, diese Lernalgorithmen einer KI beizubringen. Sie muss lernen zu lernen, damit sie weiß, wie man selbst Wissen generiert. Das können wir Menschen besonders gut. Die KI kann das noch nicht, also wird der Durchbruch im Lernalgorithmus die nächste Stufe sein. Dann muss man sie trainieren, ausbilden und erziehen, wie man Kinder erzieht. Wenn das passiert, wird das, was wir jetzt haben, schneller und auch deutlich interessanter. Eine KI hat noch keine Eigenmotivation, ich weiß aber, dass Teams bereits daran arbeiten.

Welche Jobs sind bisher immer noch nicht vollständig durch Maschinen ersetzbar? Wo geht hier die Entwicklung hin?

Momentan sind es zwei: Menschen und Komplexität. Wir sind Menschen und wollen deshalb natürlich weiterhin menschliche Interaktion. Ich behaupte, dass ‚Made by Humans‘ irgendwann bei Produkten ein Qualitätsmerkmal sein wird, für das die Leute mehr bezahlen werden. Bei der Interaktion kann es zu einer Mischung kommen: In der Pflege werden wir Pflegeroboter haben, die uns beispielsweise dabei helfen, den schweren alten Mann zu wenden, aber die menschliche Komponente muss erhalten bleiben. Eine KI nimmt dich nicht in den Arm, sie kann aber konkrete Ergebnisse liefern. Das dauert wohl aber noch gut 10 bis 15 Jahre. Eine KI kann erkennen, wie Prozesse am besten durchzuführen sind, aber bei emotionaler Intelligenz muss sie eben passen. Wir brauchen keinen menschlichen Maler, aber einen menschlichen Innenarchitekten. Je einfacher der Job ist, desto eher können wir ihn durch die Maschinen erledigen lassen. Sie hat aber noch immer ein Problem mit der Motorik, das haben wir noch nicht gelöst. Softwaretechnisch hingegen ist sie uns natürlich haushoch überlegen, jeder Taschenrechner kann besser rechnen als du und ich.

Wir müssen der KI auch Kontext beibringen, damit sie uns wirklich helfen kann.

Bei Service-KIs funktioniert das sogar schon. Die KI kann erkennen, ob der Kunde gut oder schlecht gelaunt ist, ob er etwas umtauschen will und ob sie ihm noch mehr Angebote machen soll oder nicht. Das würde ich schon als Kontext bezeichnen. Jeder, der schon einmal Kundensupport gemacht hat, wird das kennen – man muss Zweideutigkeit erkennen und das kriegen schon wir Menschen manchmal nicht ordentlich hin. Wie wollen wir da erwarten, dass die KI es besser macht? Der erste Schritt ist also: Sie muss lernen, es zumindest schon einmal besser zu machen als der Schlechteste von uns.

Wenn man manche Artikel liest, werden die Maschinen oft sehr dystopisch als unser Untergang beschrieben, sowohl gesellschaftlich als auch arbeitstechnisch. Wie gehen Sie mit dieser Angst der Menschen um?

Ich erlebe es ab und zu, dass die Menschen bei einem gewissen Level fast schon technologiefeindlich sind und regelrecht Angst vor der KI haben. Aber ich finde, dass Probleme wie die globale Erwärmung, der Terrorismus oder auch nur zu viel Zucker im Blut viel gefährlicher für die Menschheit sind. Wir sollten wirklich versuchen, etwas unaufgeregter an das Thema KI heranzugehen. Ja, die Digitalisierung frisst eine Menge Jobs. Aber das ist doch super! Niemand muss mehr langweilige Jobs machen, wir haben viel mehr freie Zeit. Wir können die KI benutzen, um in unserer Tätigkeit noch produktiver zu sein. Wir können so sogar mehr Jobs nach Europa holen, weil es günstiger und effektiver ist, die Handgriffe an eine KI outzusourcen als an irgendwelche ausgebeuteten Clickworker in Indien. Das Ganze bringt einen enormen strukturellen Wandel mit sich, weil wir uns von der Industriegesellschaft zur Servicegesellschaft und auch zu einer Wissensgesellschaft wandeln.

Die Großkonzerne von heute haben bereits begriffen, dass sie sich entwickeln müssen, sie tun sich damit aber noch etwas schwer. Das sind reine Industrieunternehmen, die aus einer ganz anderen Hierarchie und einer anderen kulturellen Epoche kommen. Künstliche Intelligenz ist hier nur die Spitze des Eisberges, denn unsere Industrie ist nicht für digitale Umbrüche gerüstet. Wir sind an dieser Stelle in kultureller Hinsicht noch komplett falsch aufgestellt.

Wie steht es um die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz in Deutschland?

Das deutsche Problem daran ist, dass wir mal wieder den Trend verschlafen. Es gibt kaum KI-Unternehmen hierzulande – wir sind eher auf den abgeschlagenen Plätzen zu finden. Im Moment sind die US-amerikanischen KI-Unternehmen besser finanziert und es gibt viel mehr Firmen als hier, obwohl der Markt nicht so groß ist wie unserer. Es geht auch nicht darum, noch etwas zu entwickeln, dass uns unser Essen schneller liefert, sondern darum, dass uns eine strategische Entwicklung entgeht. Wir brauchen endlich mehr Forschung, mehr Kapital und mehr Unternehmen in Deutschland und Europa, um eine strategisches, wirtschaftliches und politisches Gegengewicht herstellen zu können. Nur dann können wir auf Augenhöhe miteinaner verhandeln.


Image (adpated) „Neural“ by geralt (CC0 Public Domain)


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Netzpiloten sind Partner beim Startup Camp Berlin 2017

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Am 07. und 08. April findet in Berlin das Startup Camp Berlin 2017 (SCB17) statt. Das SCB17 bringt Gründer, Entrepreneurs, Investoren und Studenten zusammen. Ziel ist es, Erfahrungen miteinander zu teilen und gemeinsam die Zukunft zu gestalten.

Die Veranstalter sind der Bundesverband Deutsche Startups e.V., Berlin Startups und deutsche-startups.de. Auf der Konferenz werden euch die Speaker im Rahmen ihrer Präsentation Einblicke in ihre Kenntnisse geben und ihr Wissen mit euch teilen. Wenn ihr selbst ein Produkt auf den Markt gebracht hat, könnt ihr mit den Experten eine Fallstudie durchführen. Dadurch erreicht ihr ein breiteres Publikum, bestehend aus Studenten, Entrepreneurs, Gründern, Kunden, Investoren und potentiellen zukünftigen Partnern.

Die Organisatoren, selbst Entrepreneurs, die ihre eigenen Unternehmen aufgebaut und verkauft haben. Seit 2005 haben sie mehr als 200 Veranstaltungen und Meet-Ups organisiert. Mit ihrer Hilfe seid ihr schlauer bei der Gründung und werden schneller wachsen. Unter den erfolgreichen Speakern, die für euch vor Ort sein werden, sind unter anderem:

Parallel zum Konferenzgeschehen finden so genannte Focus Camps statt. Diese werden von Kuratoren organisiert und durchgeführt. Themen der bislang insgesamt 15 Focus Camps sind in diesem Jahr unter anderem: FinTech, HR, Business Creation for Startups, Incubatoren & Acceleratoren, Marketing & PR sowie Digital Health und viele weitere.

Die Veranstaltung findet in der Humboldt Universität in Berlin statt. Unter dem Hashtag #SCB17 auf Twitter bleibt ihr auf dem Laufenden und teilt eure Meinung mit einer relevanten Zielgruppe.

+++ Rabattaktion +++

Hier könnt ihr euch Tickets für die Veranstaltung sichern. Wenn ihr euer Ticket bucht, benutzt exklusiv den Rabattcode „Netzpiloten_at_SCB17“. Die ersten fünf von euch erhalten damit 15 Prozent Rabatt.

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Netzpiloten sind Partner des Mobile Advertising Summit

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Am 30. März findet in Berlin der Mobile Advertising Summit statt. Dieser Gipfel beschäftigt sich mit den Fragen nach der Konzeption und der Umsetzung von Werbung auf mobilen Screens. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Wirkung, Formaten und Technologie. Das Motto lautet: Werbung „neu“ denken. Der Veranstalter ist das Magazin „Adzine“ für Online-Marketing.

Zu den Experten, die vor Ort referieren, zählen unter anderem:

Claudia Bauhuber und Philipp Thurmann werden am Vormittag einen Vortrag zum Thema „Social is mobile!“ halten. Das Thema „Mobile Insights“ stellt Ben Martin vor. Gegen Mittag werden sich Martin Lütgenau, Jens Barczewski und François Roloff mit dem Thema „Mehr ‚Wumms‘ in Mobile – Wirkungsvolle Formate auf skalierbarer Reichweite!“ beschäftigen. Vermarkter und Mediaagenturen diskutieren dabei die Erfordernisse des Marktes und betrachten die bestehenden Lösungen vor dem Hintergrund von Standardisierung und Skalierbarkeit. 

Die Location ist der Palais der Kulturbrauerei in Berlin. Hier könnt ihr euch für den Mobile Advertising Summit anmelden. Das Ticket verschafft euch Zugang zur Konferenz und zum Aftershow-Get-Together sowie zu Fotos von der Veranstaltung. Außerdem könnt ihr euch die Vorträge als PDF runterladen. Während der Konferenz könnt ihr euch am Frühstücks- Mittags- und Kaffeepausenbuffet bedienen. Es werden durchgehend alkoholfreie Heiß- und Kaltgetränke angeboten.

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Die Netzpiloten sind Partner des Berlin Email Summit 2017

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Vom 6. bis 7. April findet wieder der Berlin Email Summit statt. Mehr als 400 Teilnehmer versammeln sich in den BOLLE Festsälen für die 6. Ausgabe des Top-Events im Bereich Email- und Omnichannel-Marketing.

„Design“, „Content“ und „Recht“ sind die drei Schlagworte, zu denen am 1. Summit-Tag, dem Praxis-Tag, von Experten referiert wird. Jeder Bereich wird thematisch durch einen Impulsvortrag, einen Consulting-Fachvortrag sowie einen Workshop aus ganz unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Am anschließenden abendlichen „Pre-Opening“ wird dann zum Get-together und networking eingeladen.

In alter Frische geht es an Tag 2, dem offiziellen Summit-Tag, dann bereits um 8 Uhr und mit einem prall gefüllten Programm weiter. Zu den Top-Speakern zählen Vertreter von Unternehmen wie Optivo, Ulla Popken, Payback oder Foodspring, die sich unter dem Motto unter dem Motto „Expert Insights for Smarter Campaigns“ präsentieren. Den Höhepunkt der Veranstaltung bildet die Verleihung des Email Xcellence Award am Summit-Tag. Prämiert werden von einer hochkarätig besetzten Fachjury gelungene Maßnahmen in den Kategorien E-Mail-Marketing-Performance, Design und Kampagnen-Strategie.

Mittels der Event-App können sich die Besucher über alles rund um die Veranstaltung informieren, sei es Programm, Locations, Speaker oder der Event-Feed selbst. Hier könnt ihr euch für den Summit anmelden! Auf Twitter könnt ihr euch dann mit dem #BES17 auf dem Laufenden halten.

So hat der Summit im vergangenen Jahr ausgesehen:

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Netzpiloten sind Partner der HEUREKA

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Am 20. Juni findet in Berlin zum sechsten Mal die HEUREKA – The Founders Conference statt. Die englischsprachige Konferenz richtet sich an Early Stage Start-Ups, Investoren und Corporates. Der Veranstalter ist der Digitalverlag Vertical Media. Das Ziel der Konferenz ist, junge Gründer und Startup-­Interessierte zu inspirieren und sie auf ihren steinigen Gründerweg vorzubereiten, sowie sie mit Kapitalgebern und anderen Gründern auf internationalem Level zu vernetzen. Es werden mehr als 800 Besucher erwartet. Auf der Konferenz werdet ihr sowohl auf alte Bekannte als auch auf neue Gesichter treffen.

HEUREKA 2017: Gründergeschichten

Die Konferenz steht dieses Jahr unter dem Motto „Gründergeschichten“. Im Vordergrund sollen sowohl Erfahrungen von erfolgreichen als auch von gescheiterten Unternehmensgründungen stehen. Wie fühlt es sich beispielsweise an, zehn Jahre lang am Markt zu bestehen? Und was ist das für ein Gefühl, wenn man am Ende einer langen Reise einsehen muss, dass es nicht funktionieren wird und man sein Unternehmen für die Planinsolvenz anmelden muss?

Die HEUREKA ist eine Application-only-Konferenz. Die Qualifikation erfolgt dabei über ein Bewerbungsformular auf der Website des Veranstalters. Zugelassen werden alle, die gründen wollen, die gerade gründen oder die bereits gegründet haben, außerdem alle, die investieren oder einen Mehrwert für die Digitalszene bieten. Vergünstigte Early-Bird-Tickets erhaltet ihr noch bis zum 31. März. Nach der Konferenz gibt es dieses Jahr noch eine Aftershow-Party. Für die Besucher stehen ein DJ Line-up und kühle Getränke bereit.

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Destination Check: #PPCMasters2017

Am 16. Februar 2017 fand in Berlin die PPC Masters statt. Die Konferenz, die ausgeschrieben für ‚Pay Per Click AdWords & SEA‘ steht, versammelt die Marketing-Branche im Netz um sich. Advertising-Manager von Google und Facebook waren auf der Bühne und im Publikum vertreten, aber neben den ganz großen Playern der Branche konnten sich auch kleinere Unternehmen Tipps und Tricks abholen, wie sie ihren Auftritt besser vermarkten können.

Ich habe mich unter die SEA-Experten und Klick-Master gemischt und sie nach ihren Endrücken gefragt:


Besucherin: Aileen Mende, Teamleiterin Marketing bei der Online-Apotheke apo-discounter.de


Aileen Mende (Image by Anne Jerratsch)
Aileen Mende (Image by Anne Jerratsch)

Aileen war das erste Mal mit dabei und war gleich begeistert von der Bandbreite der Konferenz. Als Marketing-Fachfrau für die Online-Apotheke apo-discounter konnte sie auf der PPC Masters viele Erkenntnisse mit nach Hause nehmen.

Wie ist dein Gesamteindruck?

Ich bin jetzt das erste Mal da und wusste nicht, was auf mich zukommt. Die ersten drei Vorträge fand ich am besten. Ich habe viele Learnings gehabt und viel operatives Wissen mitgenommen. Das hat man bei anderen Messen nicht immer, dass es wirklich inspirierend ist, aber hier fand ich es toll.

Haben die Speaker und Teilnehmer deine Erwartungen erfüllt?

Mich haben vor allem die Themen angesprochen. Ich habe vor der Konferenz im Programm geschaut, welcher Track wann läuft und ich muss sagen, ich fand es sogar noch ein bisschen besser als ich erwartet habe. Man denkt ja oft, dass man schon alles gehört hat, aber dem ist dann oft doch nicht so.

Was war dein persönliches Highlight?

Den ersten Vortrag von Jakub Kašpar? mit dem AdWords-Script fand ich besonders spannend. Ich habe mich damit noch nicht so sehr beschäftigt und habe viel gelernt. Der Vortrag wurde auch mit viel Linkmaterial begleitet, da werde ich wohl noch ein paar Wochen dransitzen und das alles noch einmal in Ruhe nachlesen und mich reinarbeiten.

Würdest du wiederkommen, und wem würdest du die PPC Masters empfehlen?

Ich würde definitiv wiederkommen. Die Konferenz ist sicherlich für jeden, der mit SEA zu tun hat, spannend. Das ist natürlich sehr speziell und das ist, finde ich, auch das Gute an der Messe, dass man hier auch mit Vorwissen fündig wird.

Was war deine Motivation, heute herzukommen?

Bei meinem Arbeitgeber kam Anfang des Jahres mal wieder das Thema auf, zu welchen Messen wir gehen können, und da bin ich darüber gestolpert. Jetzt weiß ich, dass es sich lohnt, hier herzukommen.


Speaker: Markus Kettner, Accountmanager bei Smartly.io


Image by Markus Kettner
Image by Markus Kettner

Markus ist als Accountmanager bei Smartly.io angestellt. Auf der PPC Masters hielt er mit Marcel Hollerbach von Productsup,  Michael Pietsch von Facebook und Kai Rieke von Project A ein Panel zum Thema Produktanzeigen ab.

Wie ist dein Gesamteindruck?

Als Facebook-Person habe ich mich ein wenig wie hinter feindlichen Linien gefühlt. Das Publikum hier ist relativ Google-lastig. Aber ich fand es ganz gut, vor allem auch in der Panel-Diskussion, die leider für meinen Geschmack etwas zu kurz war. Wir hätten das noch stundenlang machen können. Jetzt waren es bei drei Leuten plus Moderator nur insgesamt 20 Minuten, da kriegt jeder nur einen Satz und für mehr ist keine Zeit. Ansonsten aber: gutes Event!

Haben die Speaker und Teilnehmer deine Erwartungen erfüllt?

Ich habe nicht alle Vorträge gesehen, aber der Talk nach uns mit Miriam Tappe über Attribution in der Praxis war für mich interessant, weil wir mit Google sonst nicht so sehr in Kontakt kommen. Hier einen Einblick zu bekommen, war schon interessant.

Was war dein persönliches Highlight?

Ich fand das Thema Data Driven Administration bei Google relativ spannend. Für mich ist Google eigentlich immer Last Click. Das bedeutet, dass jede Conversion zum letzten Klick zugeordnet wird, was natürlich gerade im Austausch von Facebook zu Google gerade für Facebook eher schlecht ist, weil Facebook üblicherweise die erste Impression ist. Die Kunden machen später noch eine zusätzliche Google-Suche, bei der die Klicks dann Google zugeordnet werden. Vielleicht ist das auch ein Vorurteil, aber zumindest in der Arbeit mit unseren Kunden sehen wir das auch. Wir sind von daher an holistischeren Attribution-Modellen interessiert, weil Facebook so dem zugeordnet wird, was der tatsächliche Wert ist.

Würdest du wiederkommen, und wem würdest du die PPC Masters empfehlen?

Ich würde auf jeden Fall gerne wiederkommen. Die Konferenz würde ich genrell allen Online-Marketern empfehlen. Ich weiß nicht, ob es unbedingt nur die Google-Leute sein müssen. Wenn sich das Event selbst noch ein bisschen auch für andere Kanäle öffnet, was sie ja jetzt auch versuchen, wird es vielleicht noch interessanter. Deswegen sind auch hier.

Was war deine Motivation, heute herzukommen und hier zu sprechen?

Ich wurde von Productsup eingeladen, mit denen wir auch sonst sehr eng zusammenarbeiten. Die Kollegen hatten den Termin zur Podiumsdiskussion mit Facebook schon parat. Den Einladungen der Kollegen kommen wir da natürlich gerne nach.


Konferenz-Team: Jonas Peter, Junior SEO-Consultant bei Performics


Image by Jonas Peter
Image by Jonas Peter

Jonas ist Junior-SEO-Consultant bei der Onlinemarketing-Agentur Performics und war auf der PPC Masters als Mitorganisator tätig. Ein paar Talks hat er sich dabei auch anschauen können. In seiner Trainee-Ausbildung bei Performics konnte er bereits erste Eindrücke im SEA-Bereich sammeln. Auf der Konferenz hat er sich über die neuesten Entwicklungen informiert.

Wie ist dein Gesamteindruck?

Ich finde es sehr gemütlich, die Talks sind toll und das Publikum ist sehr angenehm.

Haben die Speaker und Teilnehmer deine Erwartungen erfüllt?

Die Redner waren auf jeden Fall alle toll. Das Publikum war teilweise etwas zurückhaltend, aber da kam es auch immer auf das Thema an. Es gab auch schon wilde Diskussionen, wo das Publikum sich hervorgetan hat. Für mich war es auch einfach interessant, mich hier umzuschauen. Ich kenne mich in dem Themenbereich relativ gut aus, aber vieles war auch noch neu für mich.

Was war dein persönliches Highlight?

Ich finde meistens die Panels am interessantesten, weil man dann drei, vier Leute hat, die sehr tief im Thema sind und gute Insights geben oder Beispiele an der Hand haben. Das war mir hier aber doch etwas zu kurz, das fand ich etwas schade.

Würdest du wiederkommen, und wem würdest du die PPC Masters empfehlen?

Ich würde auf jeden Fall wiederkommen. Die Konferenz ist natürlich für alle relevant, die im SEA tätig sind, oder die Facebook-Ads oder so etwas entwickeln. Und man merkt hier deutlich, dass hier keine Basics präsentiert werden, wo noch einmal die Grundlagen von AdWords oder Facebook erklärt werden. Man muss schon in dem Bereich tätig sein, um hier wirklich etwas mitnehmen zu können. Für Kleinunternehmer oder Inhouse-Leute ist das wahrscheinlich auch spannend, denn die Agenturen kennen sich meistens sowieso schon recht breit aus, aber hier hat man auch als kleineres Unternehmen die Möglichkeit, mit Fachleuten zu sprechen und vielleicht die eine oder andere spezifische Frage zu stellen. Außerdem kann man hier die Trend sehen, es ändert sich ja alles super schnell.

Was war deine Motivation, heute herzukommen?

Wir haben mit Performics die Messe mit ausgerichtet, außerdem habe ich auch die Gäste am Empfang begrüßt. Ich finde auch den Netzwerk-Aspekt hier spannend, man trifft sich und sieht sich regelmäßig und kann gute Kontakte knüpfen.


Nadin Bäter, Unit Leader Paid Advertising des PPC-Team bei dieonlinefabrik.de


Image by Nadin Bäter
Image by Nadine Bäter

Nadin ist seit knapp drei Monaten als Teamleiterin bei der Onlinemarketing-Agentur dieonlinefabrik.de dabei. Sie ist seit über acht Jahren in allen Variationen im PPC-Bereich tätig und würde nichts anderes machen wollen.

Wie ist dein Gesamteindruck?

Ich finde die Vorträge teilweise sehr interessant, insbesondere die, die technikspezifisch sind und viele Tipps zu Skripten und Regeln geben. Das gefällt mir sehr gut.

Haben die Speaker und Teilnehmer deine Erwartungen erfüllt?

Ich kannte das Niveau nicht und konnte es nicht einschätzen. Ich teile mir mit einem Kollegen gerade alle Konferenzen in Deutschland auf, da ist es immer schwierig, vorherzusagen, wie es wird. Teilweise gab es hier sehr profunde Themen, teilweise war es auch etwas oberflächlicher. Ich hatte eigentlich keine speziellen Erwartungen, sondern bin einfach offen und neugierig hier herangegangen.

Was war dein persönliches Highlight?

Ich fand den ersten Vortrag von Jakub Kašpar? über die Automated AdWorks sehr interessant. Da freue ich mich sehr auf die Slides, weil ich viele Sachen selber ausprobieren will und umsetzen möchte.

Würdest du wiederkommen, und wem würdest du die PPC Masters empfehlen?

Ich denke schon, ja. Ich würde die Veranstaltung allen Leuten, die aus der Branche sind und selbst PPC machen, ans Herz legen. Es gibt auch nicht so viele Veranstaltungen, die für uns relevant sind. Das hier ist eine davon.

Was war deine Motivation, heute herzukommen?

Eigentlich wollte ich zwei Leute aus meinem Team herschicken, einer ist aber spontan krank geworden, also bin ich eingesprungen. Wir versuchen, deutschlandweit alle für uns wichtigen Veranstaltungen abzudecken und dranzubleiben. Weiterbildung ist in dem Bereich das A und O.

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Die digitale Bäckerei – Mit einem Klick zur Brezel

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Dieser Beitrag ist Teil einer Artikelserie in Kooperation mit Microsoft, die sich mit der Digitalisierung in kleinen und mittleren Unternehmen auseinandersetzt:


Duftig, mit einer verführerischen Bräune, knackig, wohlgeformt und frisch, so soll sie in unserer Traumvorstellung sein. In den deutschen Innenstädten sucht man sie allerdings meist vergebens: die frische Brezel mit dem vollmundigen, runden Geschmack und der ansprechenden Kruste. Wo ein Aufbackservice neben dem anderen aufmacht, ist es dieser Tage bemerkenswert schwer, ein Stück originales Backwerk mit eigenem Geschmack zu finden.

Jedoch: es gibt Grund zur Hoffnung. Das Backhandwerk besinnt sich wieder auf seine Wurzeln und spielt seine Einzigartigkeit gegen die immergleichen Ketten aus. Und jetzt hat es sogar gelernt, sich das Netz zunutze zu machen. Wie bitte, Backwaren im Internet? Ja, das klappt. Und wie!

In der Friesenstraße in Berlin-Kreuzberg hat ein kleines Unternehmen seinen Sitz, das die digitale Welt früher als viele andere verstanden hat. Die BrezelBar im Bergmannkiez ist nicht nur ein kleines, gemütliches Cafe, das zum Verweilen und Quatschen einlädt – natürlich mit WLAN und genügend Steckdosen – sondern bietet eigene, frische Backwaren an.

Wie der Name schon verrät, gibt es hier Laugengebäck in allen Variationen, mit Körnern oder ohne – für jeden Geschmack sollte etwas dabei sein. Hinter dem Tresen leuchtet eine Kasse, die per Touchscreen bedient wird – und das wird sie oft, der Laden ist gut besucht. Der eigentliche Grund, weshalb ich unter den hunderten Bäckerläden und Cafés in Kreuzberg ausgerechnet dieses ansteuere, ist seine Website. Sie hat mich auf die Spur gebracht, dass hinter der BrezelBar vielleicht noch mehr stecken könnte als ein schnödes Backwarenverkaufsgeschäft.

Denn die BrezelBar ist eines der wenigen Geschäfte vor Ort, die zuerst im Netz angefangen haben. „Das Café selbst gibt es erst seit knapp zwei Jahren“, erzählt mir Katja, die freundliche, wenn auch leicht gestresste Bedienung und Mitgründerin. „Das eigentliche Kerngeschäft ist unser Online-Lieferservice, der Laden läuft nur nebenbei.“

Klein und gemütlich an einem grauen Tag: das Cafe der BrezelBar.
Klein und gemütlich an einem grauen Tag: das Cafe der BrezelBar.

Die Gründer Katja Stein und Oren Dror sahen die Marktlücke und nutzten sie. „Die erste Idee war, einen Lieferservice aufzumachen, das war vor acht Jahren. Online kann man sich ganz einfach seine Wunschbestellung zusammenklicken und wir liefern aus.“ Das Angebot kommt an: „Von Weihnachtsfeiern mit ein paar hundert Gästen über Hochzeiten oder kleine Parties war schon so ziemlich alles dabei“, erzählt Katja und räumt gleichzeitig fachmännisch Teller und Tassen von den Tischen.

Den Auftritt online vorzuhalten, ist in vielerlei Hinsicht sinnvoll: Der Hungrige kann sich durch die Variationen der Backware klicken, alle Infos zu den Angeboten und dem Lieferservice sind auf der Homepage zu finden, der Service ist durch das Netz weder auf Öffnungszeiten noch auf Flyer oder Laufkundschaft angewiesen. Auch Services wie Geschenkgutscheine, Reservierungen oder Raumvermietung können dort angefragt werden. Und: das Unternehmen mit drei Festangestellten hat keine Scheu vor Großaufträgen, teilt man sich doch nur mit lediglich einem anderen Brezelbäcker den Berliner Markt auf. Mit einer Bäckermeisterin, die zugleich auch Konditorin ist, hat die mehlgewordene Kreativität irgendwo zwischen Cateringservice und Traditionshandwerk ihr Zuhause.

Die BrezelBar hat mit ihrem Lieferservice einen Trend vorgemacht, auf den heute die Einzelhandelsketten aufzuspringen versuchen: Den Lieferservice von Frischware. Lange war die Lieferung vor allem bei fest verpackten Waren in Dosen und Kartons üblich. Diese lassen sich leichter stapeln und bewegen.

Generell wird im Liefersektor gerade viel ausprobiert: Mit Drohnenlieferung, speziellen Abholstationen und App-Services versucht man, die Idee der Frischwaren-Lieferung in die Haushalte zu bringen. Doch trotz des enormen Werbeaufwands von Einzelhandelsketten und der Allzweckwaffe Amazon mit seinem Lieferangebot Amazon Fresh, ist die Resonanz bisher eher bescheiden: Nur etwa ein Prozent der Deutschen lässt sich Frischwaren nach Hause liefern. Hier ist noch Luft nach oben. Die Ansätze sehen aber schon recht vielversprechend aus.

Ob wir eines Tages auch unsere frische Brezel zum Frühstück per App bestellen und sie mit einer Drohne geliefert bekommen, bleibt abzuwarten. Bis dahin will die BrezelBar erstmal einfach weiterhin leckere Brezeln backen – gegessen werden muss ja schließlich immer – und sie digital anbieten. „Unsere Kassenabrechnungen nach Schichtende machen wir aber weiterhin analog“, schmunzelt Katja, denn auch in einer digitalen Bäckerei ist Bares immer noch Wahres.


Image (adapted) Breze by RitaE (CC0 Public Domain)


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Destination Check: Online Handel 2017

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Die Netzpiloten sind Medienpartner beim Online Handel 2017. Ich bin Redakteur für das Magazin und durfte daher zwei Tage in Berlin die Veranstaltung besuchen. Während des Kongresses habe ich für euch auch schon bei Twitter berichtet.

Der erste Tag begann mit einem Vortrag von Sebastian Pollok. Sebastian Pollok war Investor bei BV Capital in San Francisco, bis er 2013 zusammen mit Lea-Sophie Cramer den Online-Sexshop Amorelie gegründet hat. Beim Online Handel 2017 (#onh17) hat er das Motto des Kongresses – Coming Of Age – aufgegriffen und über die nächsten Schritte im Online-Handel referiert.

Später am Vormittag gab es eine Podiumsdiskussion zwischen Dr. Florian Heinemann, CEO Projekt A Ventures und Dr. Fabian Stich, Geschäftsführer mydays. Die Fragestellung lautete: Wie können Corporates und Startups am besten voneinander profitieren – Von der Kooperation bis zur kompletten Übernahme.

Deep Dive Workshops

Anschließend begannen die Deep Dive Workshops. Es gab vier Stück zur Auswahl, von denen man sich zwei aussuchen konnte, um damit die vorgesehenen Zeitblöcke zu füllen. Ich habe mich zuerst für den Vortrag von Markus Hartlieb, Geschäftsführer Social Network Group, entschieden: Social Media Marketing – Relevanz und Trends. Der Vertrag war unglaublich gut gemacht, Markus Harlieb hat die Teilnehmer mit einbezogen und ist ein großes Risiko eingegangen, was ich ihm hoch anrechnen: er hat gesagt, dass es von ihm keine Power-Point-Präsentation geben wird, denn das wäre nicht live. Also hat er einfach seinen Bildschirminhalt auf den Beamer übertragen, sodass alle sehen konnten, was auf seiner Facebook-Seite passiert und welche E-Mails er während des Vortrags bekommt. Danke an dieser Stelle für deinen Mut! Ich hatte später noch die Gelegenheit, Markus einige Fragen zu stellen, das Interview findet ihr weiter unten unter dem Destination Check.

Der zweite Deep Dive Workshop, an dem ich teilgenommen habe, wurde von Arne Ludwig, Vorsitzender Erster Deutscher Fachverband für Virtual Reality e.V., eingeleitet. Trotz sichtlicher Bemühungen des Moderators, das Publikum zur Teilnahme und Meinungsäußerung zu animieren, ist ihm dies nicht gelungen. Ich schließe daraus, dass das Thema Virtuelle Realität bzw. Erweiterte Realität zumindest im Bereich der Wirtschaft noch nicht wirklich angekommen ist. Über 9 Bereiche, in den VR zukünftig aber helfen kann, habe ich für netzpiloten.de einen Artikel geschrieben.

Am Nachmittag haben Kornelia Telkes und Eszter Kerdö einen Vortrag über ihre Firma KALA Fashion gehalten. Die beiden sind vor vielen Jahren aus Ungarn nach Deutschland kommen und haben sich einen charmanten Akzent bewahrt. Sie haben von ihren Erfahrungen erzählt, wie schwierig es war, an die E-Mail-Adresse ihrer Kundinnen zu kommen – trotz guter, das heißt, nicht vorrangig werblicher Absichten. In ihrer Präsentation haben sie über Online Customer Experience geredet – Emotionalität und Kundebindung ohne Ladentheke.

Mit der Verleihung des Deutschen Online Handel Awards 2017 und der anschließenden Party ging der erste Kongresstag zu Ende. Gewonnen haben:

Image by ECC Köln
Grafik: ECC Köln

Online Handel Tag 2

Am zweiten Kongresstag hat Timo Kohlberg von Adobe einen Vortrag über die digitale Transformation des erfolgreichen Kosmetikherstellers L’Occitane gehalten. In seinen Augen liegt das Erfolgsrezept an dem Konzept Omni-Channel. Auch mit Timo Kohlberg habe ich hinterher kurz gesprochen.

Durch das Programm hat die Teilnehmer Stephanie Cox, Initiator chanchen:reich, geführt. Sie hatte die anspruchsvolle Aufgabe, sowohl als Moderatorin als auch zwischenzeitig als Workshop-Leiterin präsent zu sein. Dem Workshop habe ich später auch beigewohnt. Das Thema war: Recruiting und Personalmanagement – Mitarbeiter gewinnen und halten. Es kam zu einer angeregten Diskussion darüber, wie viel Anreiz man Mitarbeitern bieten muss, um ihre Potenziale voll auszuschöpfen. Die Metapher einer von oben herabhängenden Karotte, die der Mitarbeiter zu erreichen versucht, wurde dabei allerseits gern bemüht.

Den letzten Vortrag des Tages hat Jürgen Bock, Leiter Kulturentwicklung OTTO & Berater für Unternehmenskultur, gehalten. Bei seinem Vortrag hatte ich tatsächlich Gänsehaut, so schön und hoffnungsvoll waren seine Erzählungen darüber, was im Bereich Unternehmenskultur alles noch möglich ist und was schon heute passiert.

Stephanie Cox war es auch, die den Online Handel 2017 beendet hat, auch sie habe ich hinterher kurz zu einem Interview getroffen.


Teilnehmer: David Beck, GEA Publishing und Media Services


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David Beck, GEA Publishing und Media Services GmbH & Co. KG. Image by GEA Publishing und Media Services GmbH & Co. KG

Wie ist dein Gesamteindruck?

Mein Gesamteindruck ist positiv. Man hat (sehr) viele Informationen bekommen, das Programm war abwechslungsreich und gut organisiert. Leider waren es aber an Tag 1 fast zu viele Beiträge bzw. Speaker. Das Programm ging bis 18:00 Uhr und eine halbe Stunde später war dann schon die Preisverleihung und die ging auch nochmal mehrere Stunden. Manchmal ist weniger doch mehr ;)

Welche Erwartungen hattest du?

Ich habe mir erhofft, viele Trends und Innovationen des Online-Handels zu bekommen. Außerdem war ich auf die verschiedenen Beiträge gespannt. Generell war ich sehr gespannt auf dieses Event, da ich vorher noch auf keiner „Online Handel“-Konferenz war.

Würdest du die Veranstaltung weiterempfehlen?

Ich würde die Veranstaltung weiterempfehlen. Vor allem für alle, die mit den Bereichen E-Commerce/ Online-Marketing beruflich zu tun haben. Teilweise war es schon sehr speziell, sodass sicher nicht jedem Einzelhändler diese Veranstaltung etwas gebracht hätte. Für uns als Verlag war diese Veranstaltung informativ, um über neue Trends im Online-Handel informiert zu bleiben.

Hattest du einen Favoriten unter den anderen Vortragenden?

Einer der besten Referenten war sicherlich Jürgen Bock von Otto. Allerdings hätte dieser Vortrag sicherlich auch in einem anderen Rahmen gut gepasst. Inhaltlich fand ich auch den Vortrag von Bernhard Ollefs am Ende von Tag 1 spannend. Denn das waren wirkliche Praxis-Tipps aus dem SEA-Bereich.


Speaker: Markus Hartlieb, Geschäftsführer Social Network Group


Markus Hartlieb
Markus Hartlieb, Geschäftsführer Social Network Group. Image by Netzpiloten Magazin GmbH

Wie ist dein Gesamteindruck?

Die Leute sind ziemlich offen, interessiert. Ich bin schon auf vielen Veranstaltungen aufgetreten, wo wesentlich weniger Interaktion stattgefunden hat. Prinzipiell finde ich die Veranstaltung erst mal ganz gut. Die Fragen sind ganz gut [an]gekommen.

Du hast ein ausgezeichnete Rhetorik! Wenn ich da an die anderen Deep Dive Workshops denke…

Für mich ist ein bisschen Witz und eine lockere Atmosphäre schon ziemlich wichtig. Das Thema gibt das auch einfach her. Ich meine, Social Media ist emotional – sollte es zumindest sein – und das bierernst zu machen, das ist nicht mein Ding.

Welche Erwartungen hattest du vorher?

Wir arbeiten ja direkt auch für das Management Forum, die ja eine Social-Media-Agentur sind bzw. fast alles machen . Ich finde es super, dass die Veranstaltung jetzt in Berlin ist, das ist schon mal eine Aufwertung. Ich glaube, sie war vorher in Bonn, das ist nun nicht der Nabel der Welt. Ehrlich gesagt bin ich ohne große Erwartungen gekommen, dann kannst du nicht enttäuscht werden. Ich war offen, was das Thema angeht. Es ist alles sehr eng, sehr wuselig, und das ist aber gut, weil man in Kontakt kommt und weil du Reibungspunkte hast, [so]dass man einfach nah aneinander ist.


Speaker: Timo Kohlberg, Product Marketing Manager, Adobe


Image Timo Kohlberg by Adobe
Timo Kohlberg, Product Marketing Manager Adobe Campaign

Wie ist dein Gesamteindruck?

Von der Konferenz? Sehr gut. Ich fand die Mischung der Vortragsthemen sehr gut, das war sicherlich breit gefächert. Der Fokus ist natürlich Online. Aber das Interessante ist, wie die Themen Online und Offline gesehen werden: Es gab Verfechter für den stationären Handel, es gab Verfechter, die sagen: „Pure Play Online!“ ist das Erfolgsrezept. Mein Credo heute im Vortrag war eher: Beides ist möglich, ich kann es verbinden. Das hängt natürlich auch von den Unternehmen ab. Von daher: guter Eindruck, guter Austausch und auch eine sehr schöne Location und spannende Teilnehmer, mit denen man auch informell sprechen kann ;-)

Welche Erwartungen hattest du?

Mein Erwartung war es, Austausch zu suchen, Best Practices, vielleicht auch ein bisschen aus dem Denken und dem Fokus, den man selbst hat, rauszutreten. Auch mal zu sehen: wie machen’s andere Unternehmen, andere Anbieter? Was gibt es für Fokusthemen, was gibt es für Innovationen? Und vor allem auch die Herausforderung zu sehen. Also einfach auch als Take-Away, dass man Insights hat, die man auch wiederum in sein Business nehmen kann. Und das war auf jeden Fall geliefert.

Würdest du die Veranstaltung weiterempfehlen?

Ja, definitiv. Wenn man im Handel, im Commerce unterwegs ist, dann ist es auf jeden Fall sehr befruchtend, weil man hier zum einen Insights bekommt, aber ich glaube, gerade dieser Austausch mit Playern aus der ähnlichen Branche, der ist sehr wichtig und es ist auch ein super Netzwerk, das man hier natürlich knüpfen kann.

Hattest du einen Favoriten unter den anderen Vortragenden?

Ich fand heute den Alexander Graf sehr gut. Er hat sehr gute Insights aus seiner Karriere, die er geteilt hat, aber er hat auch einige Studien und Trends vorgestellt. Das war für mich eine sehr gute Mischung, daher war das meiner Meinung nach von den Vorträgen, die ich gesehen hab, der Beste.


Speaker: Stephanie Cox, Initiator Chancen:reich


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Stephanie Cox, Initiator chancen:reich. Image by David Lugmayr

Warst du gestern [an Tag 1] schon da?

Ich hab mir nur ganz kurz die Workshops angeschaut, weil ich wissen wollte, wie das hier funktioniert und ich hab beschlossen, dass ich es ganz anders mache (lacht). Das waren nur Vorträge! Mir war ganz wichtig, dass ich das Setting einfach gleich ganz anders mache.

Wie ist dein Gesamteindruck?

Dudurch, dass ich sehr viele Events moderiere und gerade Kongresse auch sehe, fand ich hier die Mischung schön. Sie haben sehr stark versucht, das Thema aufzubrechen. Ich finde es auch schön zu sehen, wie Unternehmen wie OTTO aufbrechen und wie Unternehmenskultur in einem Konzern gelebt werden kann.

Welche Erwartungen hattest du?

Ich bin mittlerweile sehr vorsichtig geworden, was Erwartungen angeht, weil die von von sehr viel abhängig ist. Deswegen versuche ich, sehr neutral auf Veranstaltungen zu kommen. Aber ich hatte schon hohe Erwartungen, was den Austausch angeht. Einige Vorträge fand ich wirklich cool, vor allem die Diskussionen, die danach entstanden sind.

Wurdest du denn positiv überrascht?

Es hat sich gesteigert! Während des letzten Talks [Jürgen Bock von OTTO] hatte ich sogar Gänsehaut. Wir können über Kennzahlen reden und über Methoden, wie wir User tracken können. Aber im Endeffekt sind wir alle Menschen und haben Emotionen. Und die darf man nie vergessen, das ist ganz wichtig.

Würdest du die Veranstaltung weiterempfehlen?

Es wär cool, wenn die Veranstaltung noch mehr aufgemischt wäre. Es waren HR-Leute da und Vertriebler. Aber ich würde mir schon noch mehr junge Leute im Publikum wünschen. Ich würde es weiter empfehlen, wenn man ein großes Interesse an Handel hat.

Hattest du einen Favoriten unter den anderen Vortragenden?

Jürgen Bock von OTTO war mein absoluter Favorite, weil ich glaube, dass er genau das verstanden hat. Es sind noch immer Menschen, die dahinter stehen. In dem Bereich, in dem ich arbeite, habe ich gelernt: „You can have the boss-best product in the world. If you don’t have the people to realise it – was machst du mit dem geilen Produkt?“

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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • FACEBOOK süddeutsche: Ein Selfie mit der Kanzlerin bringt Facebook in Bedrängnis: Trivialer geht es fast nicht – ein Selfie. Das im September 2015 aufgenommene Bild wurde dem jungem Syrer Anas Modamani allerdings zum Verhängnis. Als er gerade einen Monat in Deutschland war, posierte er zusammen mit Angela Merkel in Berlin. Jetzt steht er vor dem Würzburger Landgericht, Grund dafür ist Hetzte auf rechten Seiten, die den Teenager als Terroristen diffamieren. Inwieweit Facebook hier mitverantwortlich ist und ob eine gewisse Sorgfaltspflicht verletzt wurde, soll jetzt entschieden werden.

  • PAYPAL venturebeat: PayPal launches Slack bot for peer-to-peer payments: Chatbots sind gefühlt in aller Munde. Der Bezahl-Dienst PayPal hat jetzt auf der Team-Messaging-App Slack seinen eigenen Bezahl-Bot gelauncht. Der Bot lässt Nutzer mit dem Shortcode „/paypal“ peer-to-peer (P2P) Zahlungen von bis umgerechnet rund 9.300 Euro ausführen. PayPal hat rund 5 Millionen tägliche Nutzer und mit dem Bezahl-Bot nun ihren ersten dieser Art veröffentlicht. Auf Slack gibt es im Gegensatz rund 900 Bots für die Automatisierung von Aufgaben.

  • NETZNEUTRALITÄT zeit: Ein Deregulierer, wie Trump ihn mag: Ajit Pai ist der von Trump eingesetzte neue Vorsitzende der Federal Communications Commission (FCC) und wartet nicht lange, um aktiv zu werden. Er beginnt direkt damit, seine eigene Behörde, die Regulierung zur Netzneutralität in den USA, zu entmachten. Bislang untersagte diese Providern, den Internetverkehr gegen Bezahlung zu bevorzugen. Die Sorge um ein „Zwei-Klassen-Internet“ ist jetzt groß.

  • YOUTUBE cnet: Youtube takes on Facebook Live with mobile live streaming: Youtube zieht, nach Facebook oder Instagram, nun auch mit bei der mobile Live-Streaming-Welle. Was im Juni verpsrohen wurde, soll jetzt bald verfübgar sein und zunächst für beliebte Youtuber, also mehr als 10.000 Abonennten, verfügbar sein. Neu ist Live-Streaming für die Video-Plattform allerdings nicht, seit 2015 ist es über die Sparte “Youtube Gaming” möglich, Gaming-Content zu streamen. Das neue Feature „Super Chat“ soll es zudem Zuschauern ermöglichen, direkt mit den Youtubern zu sprechen, allerdings gegen einen Preis.

  • ROBOTER heise: Fahrender Last-Roboter als Begleiter für Menschen: Gestern war “Liebe-deinen-Roboter-Tag”, klingt komisch, ist aber so. Dieser Tag soll sich auf die Interaktion zwischen Mensch und Roboter fokussieren. Beispielsweise arbeitet derzeit eine US-Tochterfirma des Vespa-Herstellers Piaggio an einem kleinen Roboter, der als Helfer für Menschen fungieren soll und Lasten von bis zu 20 Kilogramm befördern kann. Der blaue, runde Helfer soll, ebenfalls wie der Aktionstag, dazu anregen, über die Rolle der Roboter in unserer Gesellschaft und deren Zukunft nachzudenken.

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Das Café, in dem Sascha Lobo die E-Mail für tot erklärte

St. Oberholz in Berlin (Image: Tobias Schwarz)

Dieser Beitrag ist Teil einer Artikelserie in Kooperation mit Microsoft, die sich mit der Digitalisierung in kleinen und mittleren Unternehmen auseinandersetzt:


Das St. Oberholz am Rosenthaler Platz in Berlin ist das wohl bekannteste Café der deutschen Startup-Szene. Hier wurde fast (aber auch nur fast) Coworking erfunden, mit SoundCloud Berlins einziges Unicorn-Startup gegründet, Zalando traf sich im ersten Stock mit ihren ersten Investoren und in dem Coworking Space des St. Oberholz haben einst Startups wie Deliveroo und HelloFresh angefangen.

Aber auch ein Ort wie das St. Oberholz hat inzwischen eine fast zwölf Jahre lange Entwicklung hinter sich. Was sich in dieser Zeit alles veränderte, wie digital die Gastronomie heute arbeitet und was noch immer besser auf die altmodische Art und weise klappt, erklärt Ansgar Oberholz, Gründer und Namensgeber des St. Oberholz, im Interview mit den Netzpiloten.

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Der Gastronom der Berliner Startup-Szene: Ansgar Oberholz.

Wie viel Digitales steckte schon im Sommer 2005 im St. Oberholz, als du zusammen mit deiner heutigen Frau Koulla Louca das Café eröffnet hast?

Wir verschickten unsere wöchentliche Lunchkarte per E-Mail an die umliegenden Agenturen. Und gaben Ihnen den Rat, eine Mailadresse mittagessen@agenturxyz.de einzurichten, damit alle Mitarbeiter diese Mail abonnieren konnten. Das war damals ziemlich weit vorne. Denn Gastronomie und Digitales waren nicht wirklich miteinander verwandt. Aber natürlich war das freie Wifi für die Gäste digitale Herzstück des Unternehmens.

Heutzutage gibt es für fast alles eine App. Wurde im Jahr 2005 wirklich alles noch auf Papier und dem Fax-Gerät organisiert oder ging es „moderner“ zu?

Lieferanten wollten Bestellungen gefaxt haben und haben ihre Angebotslisten auch wöchentlich per Fax verteilt. Aber das wichtigste Tool für Gastronomen im Jahre 2005 war das Telefon. Die meisten Bestellungen und sonstigen Abläufe organisierte man mündlich darüber.

Wie habt ihr beispielsweise Schichtpläne für die Belegschaft im Café organisiert?

Ursprünglich wollten wir die Schichtpläne per E-Mail als PDF verschicken. Es gab damals noch kaum Kalenderdienste wie heutzutage, die wurden erst später gestartet. Aber es gab zu viele Mitarbeiter, die entweder keine E-Mailadresse hatten oder aber das Abrufen ihrer Mails sogar nicht als Push-Dienst verstanden und nur alle paar Tage mal E-Mails in einem Internet-Café abriefen. Manche hatten auch einfach keinen Internetzugang.

Somit schwenkten wir zum guten alten Dienstplan zurück, der im Keller an der Wand hing und auf dem die Mitarbeiter ihre Schichten ablesen konnten. Auch hier war das Telefon wichtig, denn man rief die Kollegen während ihrer Schicht an, damit sie mal auf dem Plan im Keller schauen konnten, wann die nächste Schicht sein würde. Immerhin war das Festnetztelefon im Café bereits drahtlos, sonst hätte das Kabel gar nicht bis in den Keller gereicht.

Wann und was haben eigentlich eure Gäste an digitalisierten Diensten von euch eingefordert und was habt ihr von euch aus angeboten?

Auf dem Tresen hatten wir eine Liste ausliegen, auf der Gäste ihre E-Mailadressen hinterlassen konnten, um unseren Newsletter zu empfangen. Im Sommer 2007 hatte Sascha Lobo, der damals Stammgast war, quer über die Liste geschrieben: „twitter.com/saschalobo checkt das aus. E-Mail ist tot.“ Spätestens da haben wir begonnen, uns mit Social Media zu beschäftigen.

Nach kurzer Zeit hatten wir zwei Stammgäste, die ein starkes Eigeninteresse entwickelten, unser WiFi stabil und schnell zu machen. Beides waren Systemadministratoren von Beruf. Sie brachten ungefragt getunte Router mit, die wir dann gemeinsam verkabelten und in Betrieb nahmen. Der Linksys WRT54 war beliebt, da man die Firmware durch Open-Source-Software ersetzen konnte. Mit OpenWrt konnte man dann beispielsweise viele wechselnde Nutzer besser organisieren als mit den handelsüblichen Geräten. Da die beiden sowieso täglich zu Gast waren, hatten wir auch einen super Support. Ein organischeres Crowdfunding, ist mir seitdem nicht mehr untergekommen.

Welchen Digitaldienst der letzten Jahren fandest du aus Sicht eines Gastronoms am besten und was funktionierte überhaupt nicht?

Aus gastronomischer Sicht sind sicherlich die iPad-Kassensysteme, die sich über das Internet steuern lassen, die wichtigste und mächtigste Neuerung. Was nach wie vor verbesserungswürdig ist, sind alle Online-Schichtverwaltungssysteme. Vor allem bei der Vergabe von offenen Schichten an die „Mitarbeiter-Community“ scheint die analoge Welt recht resistent zu sein. Das Telefon als effektivstes Gerät schlägt noch lange alle halbautomatischen Prozesse einer Schichtplansoftware.

Du warst Juror beim Gastro-Gründerpreis 2016 gewesen. Wie ist dein Eindruck vom Status Quo der Digitalisierung der Gastronomie? What’s next?

Business Intelligence wird immer wichtiger, denn die Branche hat sich selbst bei kleineren Betrieben professionalisiert. Es geht gar nicht mehr anders. Aber immer öfter habe auch ich das Gefühl, dass vor lauter Technikgläubigkeit das eigentliche Produkt vernachlässigt wird. Dann nützt auch die beste digital Strategie nichts.

What’s next? Ich glaube, die größte Veränderung im Foodbereich findet im Zusammenhang mit sich rasant entwickelnden Lieferservices, deren Akzeptanz und der daraus veränderten Märkte, statt. Unter anderem glaube ich, dass genau deshalb aber der Restaurantbesuch wichtiger wird und der Kunde neben dem Vorgang der Nahrungsaufnahme immer dringender noch andere, eher weiche Effekte konsumieren will. Das wird die Gastronomie indirekt verändern. Im besten Fall verlässt der Gast mit einem gefühlten Distinktionsgewinn das Lokal. Und bestellt am nächsten Tag die Produkte zu sich nach Hause.


Image (adapted) „St. Oberholz am Rosenthaler Platz in Berlin“ by Tobias Schwarz


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Wie ein Startup Minihäuser auf den Dächern Berlins bauen will

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25 Quadratmeter mit Aussicht – mehr braucht man nicht zum Leben. Das finden zumindest die beiden Architekten Simon Becker und Andreas Rauch. Zusammen sind sie die Gründer des Berliner Startups Cabin Spacey. Sie haben sich dem Bauen auf kleinstem Raum verschrieben und wollen damit eins der großen Probleme in Städten lösen: die Wohnungsknappheit.

Berliner Dächer haben enormes Baupotential

Dabei gäbe es gerade in Berlin sehr viel nutzbare Fläche“, sagt Becker im Gespräch mit den Netzpiloten. Er hat dabei vor allem die vielen flachen Dächer der Stadt im Auge, die im Moment komplett leer stehen, theoretisch aber viel Wohnraum bieten. „Da gibt es wirklich großes Potential, das kann man schon mit bloßem Auge auf Google Maps erkennen. Der Berliner Senat schätzt sogar, dass man auf den Dächern 50.000 neue Wohnungen bauen könnte.

Und je kleiner diese sind, desto effizienter kann der Platz genutzt werden. Effizienz ist wirklich das Zauberwort bei Cabin Spacey. Denn wer ein komplettes Haus auf 8,50 m x 3 m entwirft, muss den Raum optimal nutzen. Tatsächlich zeigen die Entwürfe von Cabin Spacey ein vollständig eingerichtetes Haus: Küche, Bad, Wohnzimmer, Schlafraum – sogar mit Hochbett und Dachluke. Den Bewohnern soll es schließlich an nichts fehlen. Sie sollen hier sowohl im Sommer tolle Sonnenuntergänge bestaunen als auch im Winter gemütlich im Warmen sitzen können.

CABIN-SPACEY nachts
Image by Cabin Spacey

Kleines Haus, großer Komfort

Dazu besteht Cabin Spacey im Wesentlichen aus zwei Teilen, erklärt Becker. Da gibt es zunächst die Hülle, also den äußeren Raum. Dieser ist aus Holz und bildet die Struktur von Cabin Spacey. Diese Hülle kann theoretisch auch beliebig erweitert oder vergrößert werden. In diese Hülle wird dann der zweite Teil gesetzt, ein Wohnwürfel. Damit sind alle Teile der Inneneinrichtung gemeint, von Küche über Sofa bis Bett. Apropos Bett: Cabin Spacey ist zwar mit vier Schlafplätzen ausgestattet, aber Becker gibt zu, dass das Haus ohne Erweiterung für vier Personen zu klein wäre: „Eine Person kann darin ganz bequem leben und zwei auch noch – wenn sie sich sehr gerne haben.“

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Hülle und Modul: Ein wohldurchdachtes Konzept. Image by Cabin Spacey

Zum Bau werden nachhaltige Materialien verwendet und auch für die Strom- und Wasserversorgung ist natürlich gesorgt, erklärt Becker: „Die Häuser stehen ja auf bereits bestehenden Strukturen. Das heißt, wir können sie ohne Probleme an die existierende Infrastruktur wie Strom, Wasser und Abwasserleitungen anschließen.“ Auch Solarzellen werden die Häuser haben. So wollen Simon Becker und Andreas Rauch größten Komfort auf kleinstem Raum ermöglichen.

größer-schneller-weiter zieht nicht mehr

Cabin Spacey sind nicht die ersten, die sich mit dieser Art der Mikroarchitektur befassen. Der Trend, der bei Bastlern und Freiheitsliebenden in den USA als Tiny House oder Small House Movement begann, wird immer beliebter. Gerade in Amerika boomt die Tiny-House-Bewegung. Prominente ziehen von Riesenvillen in Kleinsthäuser und einige Städte haben spezielle Genehmigungen für den Bau von Minihäusern erteilt. Auch in Europa tüfteln mittlerweile immer mehr Architekten an innovativen Modellen wie autarken Wohnwagen oder futuristischen Ökokapseln.

Unsere Gesellschaft scheint an einen Punkt gekommen zu sein, an dem das Motto „größer-schneller-weiter“ nicht mehr überzeugt. Lebensraum wird knapper, Ressourcen auch und wir haben gemerkt, dass es uns nicht glücklicher macht, mehr zu besitzen oder mehr zu konsumieren. So besinnen sich viele wieder auf das Wesentliche. ‚Was brauche ich wirklich zum Leben?‘ ist dabei die alles entscheidende Frage. Ist es der schnelle Sportwagen und die riesige Villa? Für immer mehr Menschen scheint das nicht mehr befriedigend zu sein. Sie sehnen sich nach Erlebnissen statt nach Dingen, nach Begegnungen statt nach Besitz. Minimalisten und digitale Nomaden haben diese Grundgedanken zum Lebensstil erhoben. Die Tiny-House-Bewegung erschafft nun den idealen Lebensraum für diese Generation.

CABIN SPACEY Interior
So sieht das Haus von Innen aus. Image by Cabin Spacey

Das größte Problem der Minihäuser: die Genehmigungen

Auch wenn Simon Becker den Begriff „Tiny House“ nicht mag, weil es zu sehr nach niedlich und zu wenig nach hochwertiger Architektur klingt, stehen er und sein Team im regen Austausch mit anderen Mikrorarchitekten. Denn die Ideen der anderen inspirieren ihn und die Minimalhaus-Bewegung ist noch so jung, dass noch sehr viel erforscht werden muss. Becker interessiert dabei vor allem der urbane Raum.

simon becker und andreas rauch
Simon Becker und Andreas Rauch von Cabin Spacey, Image by Cabin Spacey

Denn auch wenn viele Mikroarchitekten mit autarken Konzepten, weit weg von jeglicher Zivilisation experimentieren, fasziniert Simon Becker das Leben in den Städten. Denn hier leben nun mal akutell die meisten Menschen und genau hier müssen neue Lösungen gefunden werden. Nicht nur, um neuen Wohnraum zu schaffen, sondern auch, um diesen nachhaltig zu gestalten. 

Seit April 2016 bastelt das Startup deshalb fieberhaft an dieser Idee und hofft, dass die erste Cabin Spacey im April dieses Jahres ein Berliner Dach zieren wird. Sie arbeiten bereits mit einer Berliner Wohnbaugesellschaft zusammen und feilen derzeit noch an dem größten Problem der Minihäuser – den Genehmigungen. Denn selbst bei Kleinsthäusern auf den Dächern Berlins müssen gewisse Baugesetzte eingehalten werden. Brandschutz, Blitzschutz, Sicherheitsgeländer – all das muss genehmigt werden, damit die luftigen Kabinen überhaupt gebaut werden können. Denn Interessenten gibt es schon. Der Kaufpreis liegt aktuell zwischen 50.000 und 100.000 Euro, je nach Ausführung.

Es soll aber auch die Möglichkeit geben, das Wohnen in den Minimalhäusern erstmal zu testen. Darauf freut sich Simon Becker jetzt schon: „Ich kann es kaum erwarten, selbst in unsere Cabin Spacey zu ziehen.“ Allerdings steht er mit diesem Wunsch nicht alleine da. Auch sein Partner, Andreas Rauch, hat natürlich auch schon ein Auge auf den Prototyp geworfen. Wer wird also als erstes in Cabin Spacey einziehen können? Simon Becker lacht: „Ich glaube, das müssen wir dann tatsächlich beim Armdrücken oder beim Knobeln entscheiden!


Images by Cabin Spacey


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  • CYBERSECURITY heise: Bundesregierung: Mit Verbeamtung IT-Fachkräfte für Cybersecurity gewinnen: IT-Sicherheitsspezialisten können jetzt möglicherweise von der Bundesregierung verbeamtet werden. Dies lies sie zumindest in der Antwort auf eine Anfrage der Linksfraktion verlauten. So soll das neu geschaffene Mobile Incident Response Team (MIRT) des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aus zehn IT-Fachkräften bestehen. An der Universität der Bundeswehr soll dazu bis 2019 der Studiengang „Cybersicherheit“ etabliert werden, der IT-Spezialisten direkt für den Dienst in der Bundeswehr qualifizieren soll.

  • FAKE NEWS netzpolitik: “Fake News kann Propaganda sein, Facebook kann Lügen sein” – die Social-Bots-Debatte bei CDU/CSU: In der von der CDU/CSU veranstalteten Diskussion zum Thema “Strategien gegen Hass im Netz” ging es um Themen wie Social Bots, Fake News und Hate Speech. Als sowohl analog, wie digitales „Grundrecht“ beschrieb Bundestagsfraktionsvorsitzender der CDSU/CSU, Volker Kauder, das Recht auf Meinungsfreiheit. Betont wurde, bei rund 29 Millionen Nutzern allein in Deutschlande, der Mitarbeitermangel bei Facebook, um gezielt gegen Fake News, Propaganda oder Hate Speech vorzugehen.

  • YAHOO horizont: Warum sich die Yahoo-Übernahme durch Verizon weiter verzögert: Zuletzt verließ Konzernchefin Marissa Mayer die Firma und nun steht die Übernahme durch Verizon immer noch auf der Kippe. Für Yahoo läuft es seit der Bekanntgabe des Milliardendeals im Juli 2016 und der Öffentlichmachung eines umfangreichen Datendiebstahls im Dezember 2016 eher durchwachsen. Die US-Börsenaufsicht SEC geht nun der Frage nach, ob Yahoo zu spät über die Cyber-Attacken auf den Internet-Konzern informiert hat.

  • APPLE giga: Apple und Foxconn wollen gigantische Fabrik in den USA errichten: Trump will die Produktion von Apple-Geräten ins eigene Land bringen. Auf einer Unternehmensfeier bestätigte Foxconn-Chef Terry Gou, dass es in den USA eine Apple Display-Fabrik geben soll. Ein solches Unternehmen könnte bis zu 60.000 Arbeitsplätze schaffen. Fraglich ist nur, inwieweit dies politischen Charakter hat und ob Apple sich diesem nun beugt. Der neu vereidigte Präsident hatte zuvor im Wahlkampf scharf gegen das Unternehmen geschossen und die Job-Auslagerung nach China kritisiert.

  • GESELLSCHAFT carta: Shahak Shapira und der #yolocaust: Warum nicht mit Bäm?: Das jüdische Denkmal in Berlin wird täglich von tausenden Menschen besichtigt und nicht selten als Plattform zur sozial-medialen Selbstinszenierung benutzt. Der jüdische Satiriker Shahak Shapira hat jetzt mit seinem Kunstprojekt #yolocaust darauf aufmerksam gemacht. Dafür nimmt er frei verfügbare und bestehende Selfies und Bilder von den öffentlich zugänglichen sozialen Medien der Besucher und inszeniert sie mittels Fotomontage drastisch neu.

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Die Netzpiloten sind Partner beim ONLINE HANDEL


+++ GEWINNSPIEL +++

 

Kurz vor knapp haben wir noch ein besonderes Highlight für euch. Ihr habt nämlich noch bis zum 31. Januar die Chance, ein Ticket für das Event zu gewinnen. Einfach klicken, mitmachen und Daumen drücken. Viel Glück!


Am 07. und am 08. Februar 2017 findet in Berlin zum 13. Mal die Veranstaltung „ONLINE HANDEL“ statt. Der Veranstalter ist das Management Forum der Verlagsgruppe Handelsblatt GmbH. Bei dem Event, das sich an die Online-Handel-Community richtet, warten exzellente Redner mit spannenden Themen aus der E-Commerce-Branche auf. Themen, über die unter anderem referiert wird, sind: „Coming of age – Next steps für den Online Handel“, „Amazon Best Practice – Power Retailer“ und „Wie können Corporates und Startups am besten voneinander profitieren – Von der Kooperation bis zur kompletten Übernahme“.

Außerdem wird zum inzwischen 6. Mal der Online-Handel-Award verliehen. Die ECC Köln hat dafür 10.000 Konsumenten befragt. Die am besten bewerteten Online-Shops werden auf der „ONLINE HANDEL“ ausgezeichnet.

Des Weiteren gibt es vertiefende Seminare. In diesen sogenannten „Deep Dives“ werden Themen rund um die Bereiche Marketing und Organizational Development behandelt.

Vortragende sind: Andreas Bartmann, Geschäftsführer Globetrotter; Jürgen Bock, Leiter Kulturentwicklung OTTO und Berater für Unternehmenskultur; Stephanie Cox, Initiator chancen:reich; Florian Färber, Geschäftsführer ZipJet GmbH; Alexander Graf, Herausgeber kassenzone.de; Dr. Florian Heinemann, CEO Projekt A Ventures; Joël Kaczmarek, Chefredakteur digital kompakt; Tijen Onaran, Gründerin Women in Digital e.V. und startupaffairs; Sebastian Pollok, Gründer & Geschäftsführer Amorelie.de; Daniel Raab, Managing Director ProSiebenSat.1 Commerce GmbH; Karsten Schaal, Gründer und Managing Director food.de sowie Kornelia Telkes und Eszter Kerdö, Geschäftsführung KALA Fashion.

Die Veranstaltung findet im nhow, in den Räumlichkeiten des nh-Hotels statt. Die Adresse ist Stralauer Allee 3, 10245 Berlin.

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Netzpolitischer Jahresrückblick: Licht und Schatten

Privacy (adapted) (Image by g4ll4is [CC BY-SA 2.0] via flickr)

Netzpolitisch war das Jahr 2016 ein Jahr mit Höhen und Tiefen. Zwar wurden wieder einmal mehrere neue Überwachungsgesetze verabschiedet. Auch zahlreiche gefährliche neue Forderungen tauchten auf. Neben einigen Rückschlägen und der weiterhin allgegenwärtigen Politik mit der Angst gab es aber auch einige durchaus erfreuliche Entwicklungen zu verzeichnen. In mehreren Bereichen konnten Aktivisten Siege einfahren oder zumindest Schlimmeres verhindern. Daran lässt sich anknüpfen.

Die Politik mit der Terror-Angst hält an

Schon seit Jahren ist es häufig die Bedrohung durch Terroristen, die zur Begründung von Überwachungsmaßnahmen und anderen Einschränkungen individueller Freiheiten, auch, aber nicht nur im Bereich der Telekommunikation, herangezogen wird. Dabei werden Überwachungsmaßnahmen häufig unter dem Eindruck eines gerade geschehenen oder knapp verhinderten Anschlags beschlossen oder ausgeweitet. Zurückgenommen werden sie dann nur in den seltensten Fällen und höchstens auf Anweisung der Gerichte. Dieser permanente Ausnahmezustand mit seinen destruktiven Auswirkungen, diese Politik mit der Angst waren auch 2016 weiter zu beobachten, sei es in Frankreich oder auch in Deutschland.

Es bleibt zu hoffen, dass nicht im Umfeld des Anschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt diejenigen in unserer Politik, die immer drastischere Sicherheitsmaßnahmen auch auf Kosten der Freiheit fordern, weiter an Boden gewinnen. Bislang war die politische Diskussion – von den unvermeidlichen Hardlinern abgesehen – eher bemerkenswert zurückhaltend. Dafür sollten wir dankbar und darauf dürfen wir stolz sein.

Der Terrorismus ist zweifellos eine reale Bedrohung. Er ist aber für uns in Europa keineswegs so gefährlich, wie viele Menschen das aus einer emotionalen Reaktion heraus annehmen. So traurig und schockierend es für Angehörige und Freunde natürlich ist, einen geliebten Menschen bei einem Anschlag zu verlieren – statistisch gesehen ist es nach wie vor ungleich wahrscheinlicher, an Krebs, einem Herzinfarkt, einem Verkehrsunfall oder sogar an einer ganz gewöhnlichen Grippe zu sterben als bei einem Terroranschlag. Allein der Terrorismus aber macht einigen Menschen so heftige, irrationale Angst, dass sie bereit sind, auf Freiheiten, die zu den größten Errungenschaften unserer modernen Gesellschaft zählen, freiwillig zu verzichten. Das aber ist eine falsche, gefährliche Reaktion. Terrorismus ist nur effektiv, wenn wir aus Angst unser Verhalten ändern. Tun wir das also nicht. Hoffen wir, dass die Reaktionen auf Berlin ein (im wahrsten Sinne des Wortes) ermutigendes Signal für die Zukunft sind und nicht bloß die Ruhe vor dem Sturm.

IT-Sicherheit: Wachsamkeit weiterhin erforderlich

Weiterhin ein Thema bleibt natürlich auch die Online-Kriminalität. Nach wie vor achten viele Nutzer, egal ob Privatmenschen oder große Unternehmen, nicht genug auf die Umsetzung von sinnvollen Sicherheitsstandards bei der Nutzung von Computern, Mobilgeräten, dem Internet und den immer zahlreicher werdenden Smart-Devices.

So zeichneten sich auch 2016 einige neue Malware-Trends ab. In der ersten Jahreshälfte war es vor allem der Boom der tot geglaubten Ransomware, der unter Fachleuten für Aufsehen sorgte. Diese Schadsoftware verschlüsselte die Benutzerdaten und forderte für die Herausgabe des Passworts, das die Daten wieder entschlüsseln konnte, erhebliche Geldbeträge.

In den letzten Monaten dann lieferte vor allem das Botnet „Mirai“ spektakuläre Schlagzeilen. Es besteht aus gekaperten Smart-Devices, vor allem Überwachungskameras und digitalen Videorecordern. Experten sind der Ansicht, dass bei diesen Geräten schon lange zu wenig auf Sicherheit geachtet wird. Häufig werden sie mit unsicheren Werkseinstellungen ausgeliefert. Nutzer kümmern sich zu wenig um die Installation von Updates oder eine sichere Konfiguration. So wurde „Mirai“ zu einer schlagkräftigen Bedrohung.

Nach mehreren Attacken auf den US-amerikanischen Journalisten und IT-Sicherheitsforscher Brian Krebs machte Mirai im Herbst durch einen Aufsehen erregenden Angriff auf den US-DNS-Provider DynDNS, in dessen Folge zahlreiche bekannte Websites zeitweise unerreichbar waren, Schlagzeilen. Später wurde mit Hilfe des Botnets eine Reihe von Telekom-Routern attackiert. Diese waren zwar nicht das eigentliche Ziel des Angriffs, wurden aber durch die Wucht der Attacke zum Absturz gebracht. Allein Fehler der Kriminellen verhinderten schlimmere Schäden.

Die Angriffe zeigen, dass es im Bereich der IT-Sicherheit weiterhin viel zu tun gibt. Hysterie ist fehl am Platze, aber in sinnvolle Forschungsarbeit und insbesondere in die Sensibilisierung und Schulung der Nutzer muss unbedingt weiterhin investiert werden.

Verschlüsselung ist auf dem Vormarsch

Ein weiteres großes netzpolitisches und technisches Thema war die Verschlüsselung oder auch Kryptographie. Hier gab es 2016 vor allem positive Entwicklungen zu vermelden. Zwar versuchten einige politische Hardliner nach wie vor, Verschlüsselung zu kriminalisieren oder als Werkzeug von Kriminellen, insbesondere Terroristen, zu diffamieren.

Diesen durchschaubaren Angriffen zum Trotz war 2016 jedoch ein hervorragendes Jahr für Verschlüsselung als wirksamstes Mittel zur digitalen Selbstverteidigung, zum Schutz der eigenen Kommunikation vor Angreifern und Überwachern jeder Art. In den letzten zwölf Monaten führten fast alle Anbieter populärer Instant Messenger, angefangen bei WhatsApp, eine standardmäßige Verschlüsselung ein (der Facebook Messenger ist ein etwas bedauerlicher Sonderfall, der eine Verschlüsselung zwar beherrscht, aber nur nach einem etwas komplizierten Eingreifen der Nutzer zur Verfügung stellt).

Spätestens jetzt ist Kryptographie kein Werkzeug für eine Handvoll von Profis und technisch versierten Nerds mehr, sondern etwas, das alle Menschen nutzen können, vielfach sogar, ohne sich dieser Tatsache bewusst zu sein. Und das ist uneingeschränkt zu begrüßen. Nur mit Hilfe von Verschlüsselung ist in diesen Zeiten eine private Kommunikation über digitale Wege zuverlässig möglich. Eine solche private Kommunikation aber sollte jedem offen stehen, egal, ob es sich bei dieser Person um jemanden mit technischem Wissen handelt oder nicht. Deswegen bieten die Entwicklungen in diesem Bereich Grund zu Freude und Zuversicht. Hoffentlich werden andere Dienste-Anbieter, beispielsweise E-Mail-Provider, im nächsten Jahr nachziehen.

Schwere Zeiten für Whistleblower

Nach wie vor problematisch ist die Situation für diejenigen, die ihre persönliche Freiheit und Sicherheit riskiert haben, um ihre Mitmenschen über Missstände zu informieren. Insbesondere für die US-Whistleblowerin Chelsea Manning, die 2010 zahlreiche Geheimdokumente an WikiLeaks weitergab, war es ein hartes Jahr. Schikanen im Gefängnis und die Weigerung, ihrer Transsexualität Rechnung zu tragen, trieben Manning schließlich in einen Suizid-Versuch. Später trat sie in einen Hungerstreik, um eine Verbesserung ihrer Haftbedingungen durchzusetzen. Damit hatte sie zumindest teilweise Erfolg, doch braucht sie weiterhin unbedingt unsere Solidarität und Unterstützung. Die US-Regierung versucht, an Manning ein Exempel zu statuieren, um andere Whistleblower abzuschrecken. Das dürfen wir, um Mannings wie um unserer Gesellschaft willen, nicht zulassen.

Etwas besser – da er immerhin in Freiheit, wenn auch im russischen Exil, lebt – geht es dem ehemaligen NSA-Mitarbeiter Edward Snowden. Der Whistleblower beteiligt sich engagiert an der öffentlichen Debatte über Netzpolitik, IT-Sicherheit und Transparenz. Allerdings bleibt auch seine Situation ungewiss.

Mut für die Zukunft

Netzpolitisch war 2016 ein Jahr mit Höhen und Tiefen. Auch wenn wir einige Rückschläge einstecken mussten, gab es doch auch einige ermutigende Erfolge. Gerade der Siegeszug flächendeckender Verschlüsselung, seit Jahren überfällig und nun auf dem besten Wege, Wirklichkeit zu werden, bietet Grund zum Optimismus. Somit können wir als Netzaktivisten durchaus mit Optimismus und Tatendrang ins nächste Jahr gehen – es gibt bestimmt noch viele Kämpfe auszufechten, aber zumindest einige davon können wir gewinnen.


Image (adapted) „Privacy“ by g4ll4is (CC BY-SA 2.0)


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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • BERLIN golem: Warum Facebook sofort vom “Anschlag in Berlin” ausging: Wer Facebook-Nutzer ist hat am Montagabend womöglich eine ganz bestimmte Benachrichtigung erhalten, geschweige denn man hat Bekannte aus Berlin. „XYZ hat sich für den Anschlag in Berlin als sicher gemeldet!“. Facebooks sogenannter Safety Check kam dieses Jahr in Deutschland bereits zum zweiten Mal, nach München, zum Einsatz. Das Feature kann mittlerweile von den Nutzern selbst ausgelöst werden, es müssen dafür häufig Schlagwörter wie bspw. „Anschlag“ in den Beiträgen einer Region fallen. Facebook wird nun der Vorwurf gemacht, dieses Schlüsselwort ungeprüft von den Nutzern oder voreiligen Medien übernommen zu haben und damit noch mehr Unruhe ausgelöst zu haben.

  • CERN heise: Erstmals Spektrum von Antimaterie analysiert: Anti-Materie ist bisher ein recht mysteriöser Stoff. Sie ist Materie, die aus Anti-Teilchen besteht. Wissenschaftler am Forschungszentrum Cern bei Genf haben jetzt erstmals nachgemessen. Dabei haben sie herausgefunden, dass das optische Spektrum von Wasserstoff dem von Anti-Wasserstoff gleicht. Anti-Materie kann nur in aufwendigen Experimenten erzeugt werden und untersucht werden. Die Messung der Spektrallinie sei das Resultat von 20 Jahren Arbeit der Cern-Mitarbeiter an der Forschung von Anti-Materie. Das Ziel dabei ist es eine Erklärung für das Ungleichgewicht zwischen Materie und Antimaterie im Universum zu finden.

  • MARKETING horizont: 5 Dinge, die das Influencer Marketing 2017 prägen werden: Youtuber, Instagramer und generelle Social Media Stars oder “Influencer” generieren teilweise gigantische Follower-Anzahlen auf den verschiedensten Kanälen. Vor allem 2016 war das Jahr des Influencer-Marketing, mit dem möglichst die Generation Y angesprochen werden sollte. Christian Chyzyk, Gründer und CEO der Influencer-Marketing-Plattform ReachHero hat HORIZONT gegenüber seine Prognosen für das nächste Jahr mitgeteilt. Kleinere Reichweiten sollen ebenfalls genutzt werden und das Marketing soll noch näher werden, Stichwort „Instagram Stories“.

  • DIGITALISIERUNG zeit: Kleiner Computer, große Pläne: Der sternförmige Mini-Computer “Calliope mini” soll künftig deutschlandweit Schulen erobern und Digitalisierung näher bringen. Auf dem nationalen IT-Gipfel wurde das „Bildungsboard“ nun vorgestellt und auch bereits von der Bundeskanzlerin getestet.Der Computer richtet sich vor allem an Grundschüler und soll mit diesen programmieren lernen und sie auf die Digitalisierung der Gesellschaft vorbereiten. Unternehmen wie die Deutsche Telekom Stiftung, Google und Microsoft haben bereits zugesagt, das Projekt mit einigen Hunderttausend Euro unterstützen zu wollen. Für eine längerfristige Produktion musste für das Projekt jetzt dennoch eine Crowdfunding-Kampagne gestartet werden.

  • KÜNSTLICHE INTELLIGENZ spiegel: “Jarvis, mach die Tür auf”: Der Name ist bereits dem digitalen Butler von Tony Stark aka Iron Man nachempfunden. Auch in seinen Aufgaben soll sich die künstliche Intelligenz “Jarvis” von Facebook-Chef Mark Zuckerberg an die Comic-Vorlage angleichen. Anfang des Jahres kündigte er die Programmierung der KI für das Zuhause an und stellte sie jetzt vor. Das Programm ist noch zu sehr auf Zuckerbergs Zuhause und die Vernetzung seiner Geräte angepasst, soll aber weiterentwickelt und schließlich als Open Source veröffentlicht werden.

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  • DATENSCHUTZ golem: Verbraucherminister fordern Datenschutz im Haushalt: Die Verbraucherminister von Bund und Ländern dringen auf klare Datenschutzregeln für neue vernetzte Elektrogeräte. Bei steuerbaren Fernsehern, Lichtschaltern oder Heizungsanlagen müssten Kunden auf einen Blick erkennen können, wie datenintensiv diese Angebote seien, beschlossen die Ressortchefs bei einer Konferenz am Donnerstag in Berlin. Geprüft werden könnte hierfür auch ein Logo wie zur Kennzeichnung des Energieverbrauchs. Bundesminister Heiko Maas (SPD) sagte: „Ich bin nicht der Auffassung, dass Datenschutz ein Wettbewerbsnachteil ist, sondern ganz im Gegenteil.“

  • MARKT handelsblatt: Wer braucht schon einen Wohlfühl-Beauftragten?: Eine angenehme Arbeitsatmosphäre ist sein Auftrag, Empathie sein Werkzeug: Der Feel-Good-Manager hat jeden Mitarbeiter im Blick. Er sucht das Gespräch mit den Angestellten – will herausfinden, was sie bewegt. Er vermittelt zwischen Kollegen und schafft auf diese Weise eine Unternehmenskultur, in der sich Mitarbeiter voll und ganz auf ihren Job konzentrieren können. Sei es, indem der Wohlfühl-Beauftragte Workshops zur Selbstfindung organisiert, einen Obstkorb für die Belegschaft bestellt oder eine Mitarbeiterparty organisiert. Feel-Good-Manager stellen Mitarbeiter zufrieden – und tragen so zum Unternehmenserfolg bei. Doch laut einer Studie suchen nur wenige Betriebe einen Wohlfühl-Beauftragten. Und wenn doch, soll der am besten Sekretär sein.

  • GOOGLE gruenderszene: Google kündigt offiziellen Campus in Berlin an: Offenbar war die Factory für Google ein guter Testballon. Nach den Erfahrungen mit dem Berliner Startup-Hub, den das Unternehmen im Rahmen seines Startup-Programms Google for Entrepreneurs unterstützt, wird das US-Unternehmen nun auch unter eigenem Namen in Deutschland aktiv: Im Umspannwerk Kreuzberg entsteht der neue Google Campus Berlin. Es ist der Siebte weltweit, bislang hat sich der Tech-Gigant in London, Warschau, Madrid, Sao Paulo, Seoul und Tel Aviv niedergelassen, um dort „praktisches Wissen durch Trainings zu vermitteln“, wie es in der Werbebroschüre heißt.

  • SPAM href=“https://www.googlewatchblog.de/2016/11/neue-spam-url-blick/“ target=“_blank“>googlewatchblog: ?oogle.com: Neue Spam-URL ist auf den ersten Blick nicht von Google.com zu unterscheiden: Wenn Spammer und Hacker ihre Links per E-Mail, in sozialen Netzwerken oder auf anderen Wegen verteilen, setzen sie in vielen Fällen auf URLs, die auf den ersten Blick vertrauenswürdig aussehen und den Nutzer gutgläubig klicken lassen. Da auch Google für viele Menschen in den Kreis der vertrauenswürdigen URLs gehört, wird natürlich auch diese URL sehr oft in abgewandelten Formen verwendet. Jetzt ist eine neue Masche aufgetaucht, deren URL auf den ersten Blick gar nicht mehr als Fake-Adresse zu erkennen ist

  • LINUX heise: Linux 4.9: Google will Reaktionsgeschwindigkeit des Internets steigern: Der Linux-Kernel 4.9 wird einen neuen Congestion-Control-Algorithmus mitbringen, der die maximale Datenübertragungsrate von Netzwerkverbindungen effizienter auszuschöpfen verspricht. Zugleich soll der neue Ansatz auch Latenzen und Staus besser vermeiden. Damit wollen Googles Entwickler das Internet reaktionsschneller machen und Leitungskapazitäten effizienter nutzen.

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