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COWORK 2019: Momentum der Coworking-Szene

Das Bundesarbeitsministerium werkelt an einem Gesetz für Home Office und will eigentlich, dass Menschen sich aussuchen können, wann sie von wo ihrer Arbeit nachgehen. Traditionsunternehmen wie Otto und Siemens bauen ihren Mitarbeitern Arbeitsräume, in denen sie ohne feste Sitzordnung abteilungsübergreifend miteinander arbeiten und wollen damit Kollaboration und Agilität im Unternehmen verankern. Bürocenter wie WeWork, Rent24 und Design Offices stellen Kickertische und bunte Sofas vor die gläsernen Bürokästen und nennen dies Community und Zukunft der Arbeit. Im Fazit ist alles gut gewollt, aber dann nur schlecht gekonnt.

Wer das alles gut und vor allem aus vorgelebter Überzeugung kann, sind die Menschen in den Coworking Spaces. Am vergangenen Samstag trafen sich mehr als 150 von ihnen in Mannheim zur jährlich stattfindenden COWORK, einer Konferenz mit Barcamp zu den Themen Coworking und Neue Arbeit. Im Jahr 2015 war ich das erste Mal als Gast mit dabei, seit 2016 bin ich als Mitorganisator der Veranstaltung ehrenamtlich engagiert. Die deutschsprachige Coworking-Szene ist an sich noch sehr klein und auch jung, aber bereits hervorragend vernetzt. Jedes Jahr wächst die Gästeliste der COWORK und auch die Anzahl internationaler Gäste steigt stetig.

Es geht nicht bloß um die Büros.

In diesem Jahr überraschten mich aber zwei Sachen ganz besonders. Erstens, gefühlt die Hälfte der auf dem Barcamp angebotenen Sessions handelten von Coworking im ländlichen Raum. Jedes Mal, wenn wieder jemand eine Session rund um die Themen Rural Coworking, Workation, Arbeitsplätze für Pendler*innen oder Team Offsites vorschlug, applaudierte die Menge. Selbst die Politik hat in Bemühungen um gleiche Lebensverhältnisse, das Thema schon auf dem Schirm und scheint ein Faible für die gemeinsamen Arbeitsräume zu entwickeln. Zweitens, viele Themen des Barcamps drehen sich um die Professionalisierung von Coworking Spaces und neue Geschäftsgebiete.

Veranstaltungsort der COWORK 2019 war das Kreativwirtschaftszentrum C-HUB (Bild: Daniel Lukac für Startup Mannheim)

Coworking ist in aller Munde. Das war es schon länger, aber leider viel zu oft als reines Buzzword im Marketing. Inzwischen scheint aber verstanden worden zu sein, dass es bei Coworking Spaces um mehr als nur Büros mit WLAN, Tischen und Stühlen geht. Vor allem die Werte der Bewegung – Offenheit, Gemeinschaft, Zusammenarbeit, Zugänglichkeit und Nachhaltigkeit – sind prägende Elemente, mit denen sich Coworking Spaces von den bisherigen Büroanbietern unterscheiden können. Dazu können Themen kommen, wie einen Ort für Freelancer zu schaffen, Coworking für Frauen oder eben Coworking auf dem Land. Das Warum ist relevant.

Die Coworking-Szene lebt Neue Arbeit vor.

Damit zeigt die Coworking-Szene, dass sie selbst nicht nur ein Ort für Neue Arbeit ist, sondern selber die Ideen von Frithjof Bergmann momentan am besten vorlebt. In nahezu allen Punkt der aktuellen Debatten um die neue Arbeitswelt, haben Coworking Spaces im Kleinen bereits Antworten entwickelt und geliefert. Kein Wunder, dass uns der Stand der Diskussionen um New Work, Flexibilität, Selbstorganisation, Netzwerke, Innovation, Communities und Freiheit in der deutschen Wirtschaft eher verwundert, da sie so rückständig wirken. Die Szene hat ein Momentum, in dem sie die Entwicklung der neuen Arbeitswelt nachhaltig prägen kann.

Wir haben das schon einmal getan, wie Markus Albers in seiner Keynote auf der COWORK 2019 zeigte. Coworking, vor allem dessen Prinzipien, sind Teil der neuen Arbeitswelt. Bisher wurde jedoch nur alles Haptische kopiert. Wie jedoch wir als Coworking-Szene Communities betrachten, entwickeln und pflegen, wird in Zukunft noch relevanter werden. Diese Perspektive zeigte Anja C. Wagner in der zweiten Keynote des Eröffnungstages auf. Wir sollten wieder voranschreiten und in unseren Coworking Spaces eine Realität schaffen, die in den Unternehmen wie eine Utopie erscheint. Dadurch überzeugen wir am Ende die Menschen von der Kultur des gemeinsamen Arbeitens.

Coworking ist eine Kultur des Miteinanders.

Für mich bleibt eine wichtige Erkenntnis der diesjährigen Veranstaltung, dass unser Produkt nicht der Arbeitsplatz, sondern unsere Kultur ist. Coworking ist eine Kultur und kein Profitcenter der Immobilienwirtschaft. Diese Kultur ist unglaublich facettenreich. Die Räume sind dabei ein Instrument, dass uns hilft, etwas nach unseren Werten zu gestalten. Niemand betreibt einen Coworking Space des Arbeitens wegen. Wir wollen eine Umgebung schaffen, in der Menschen nicht alleine sind, in der Nischengruppen sich entfalten oder gesellschaftliche Minderheiten sich frei bewegen können. Wir wollen mit Hilfe von Coworking die Welt verbessern.


Graphic: Max Bachmeier

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Netzpiloten @Cowork2019

Die Cowork der German Coworking Federation zählt zu den wichtigen Veranstaltungen im Bereich Coworking und Neue Arbeit in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Vom 22. bis zum 24. März findet die Konferenz in Mannheim statt. In verschiedenen Formaten (viele im Barcamp-Stil) dreht sich ein Wochenende lang alles um Coworking, flexibles Arbeiten, Neue Arbeit, sowie innovative Lern- und Arbeitsformen. Wir Netzpiloten sind gerne wieder als Medienpartner mit dabei und gespannt auf tiefere Einblicke in das wichtige Gegenwarts-und Zukunftsthema.  

Welche Speaker werden da sein?

Zu den Rednern und Mentoren gehören unter anderem Netzpiloten Editor-at-Large und Coworking-Experte Tobias Kremkau. Er ist Head of Coworking des St. Oberholz in Berlin und Gründer des Instituts für Neue Arbeit (IfNA). Spannend wird es sicherlich auch mit Dr. Anja C. Wagner, Consultant und Public Speaker (FrolleinFlow). Sie beschäftigt sich mit User Experience, Bildungspolitik, Arbeitsorganisation und gesellschaftlichen Themen im Hinblick auf die Digitalisierung. Ein weiterer herausragender Redner ist Markus Albers, Buchautor und Media Expert (Rethink GmbH).  

Welche Themen und Formate erwarten dich?

  • Best Practice Coworking Space
  • Barcamp Sessions
  • Vorträge und Diskussionsrunden
  • Konferenzen
  • Offene Workshops
  • Open-Space-Methode

Und sonst noch?

 Tickets für das Wochenende gibt es hier. Außerdem habt ihr die Möglichkeit euch schon vorher auf der Facebook Eventseite zu vernetzen. Viel Spaß in Mannheim!

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#HSCamp19 – Mehr digitale Experimente in Hochschulen wagen!

Beim diesjährigen HochschulCamp #HSCamp19 in Essen ist eine Lust am Experimentieren mit digitalen Formaten zum Vorschein gekommen, die man in den offiziellen Stellen von Universitäten und Hochschulen mit der Lupe suchen kann. Besonders auf Leitungsebene dominieren eher die Bedenkenträger, die sich hinter den Rechtsabteilungen oder Datenschutzbeauftragten ihrer Institutionen verstecken.

Bei den Barcamp-Teilnehmern sieht das anders aus. Von Instagram-Storytelling über virtuelle Konzepte in Forschung und Lehre bis zum Einsatz von datenschutzkonformen Balkenbrillen reichte der Reigen der Sessions und Aktionen an den beiden Tagen des HochschulCamps.

In meiner Session stellte ich die aktuellen Zahlen aus dem Gutachten der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) vor. Und die sprechen eine andere Sprache.

Die deutschen Hochschulen messen gemäß einer von der Expertenkommission in Auftrag gegebenen Befragung ihrer Digitalisierung eine sehr hohe Bedeutung bei. 83 Prozent der teilnehmenden Hochschulen geben zu Protokoll, dass das Thema für sie einen hohen bis sehr hohen Stellenwert einnimmt. Das spiegelt sich im bisher erreichten Digitalisierungsstand von Forschung, Lehre und Verwaltung jedoch nicht wider.

„Eine wichtige Möglichkeit, auf die Herausforderungen der Digitalisierung zu reagieren, ist die Ausarbeitung einer Strategie, die sich am Profil der Hochschule, an ihren Zielgruppen und an ihren Entwicklungszielen orientiert“, so das EFI-Gutachten. 14 Prozent der Hochschulen verfügen über eine Strategie. 41 Prozent der teilnehmenden Hochschulen geben an, eine Digitalisierungsstrategie zu erarbeiten, während 31 Prozent eine solche planen.

Strategie für die Digitalisierung? Fragt doch mal die Teilnehmer des Barcamps

Zu den am häufigsten genannten Zielen, die mit einer Digitalisierungsstrategie verfolgt werden, zählen die Verbesserung der Qualität und der Effizienz in der Hochschulverwaltung sowie die Steigerung der Qualität der Lehre. Die Expertenkommission sieht es als ein positives Signal, dass die deutschen Hochschulen mehrheitlich die Entwicklung einer Digitalisierungsstrategie planen. Sie empfiehlt, in den Strategien klare Verantwortlichkeiten für Digitalisierungsprozesse zu definieren. Das wird nicht zielführend sein. Sie sollten eher die Teilnehmer-Liste des HochschulCamps und die Themen der Sessions studieren, um die richtigen Leute für die Entwicklung von Strategien zu identifizieren. In den Dekanaten, Präsidien und sonstigen Gremien dominiert eher eine Lehmschicht. Oder besser ausgedrückt: Eine lähmende und lahme Schicht. Auch die angeblich so tollen IT-Servicezentren und die Infrastruktur sollte man mal von den Akteuren beurteilen lassen, die mit Eigeninitiative die Digitalisierung in Hochschulen und Universitäten vorantreiben. Die singen ein anderes Lied, wenn es etwa um die Schnelligkeit des Netzes geht.

Sessiongeber des #HSCamp19 sind viel weiter 

Insgesamt bleibt die Nutzung und Entwicklung digitaler Lehr- und Lernformate hinter den Möglichkeiten jener Protagonisten, die man in Essen erleben konnte. Die EFI-Befragung zeigt, dass mobiles Lernen an 25 Prozent und soziale Medien an 19 Prozent der Hochschulen häufig zum Einsatz kommen. Inverted Classroom-Formate werden lediglich an 13 Prozent der Hochschulen stark oder sehr stark genutzt. Der Anteil der teilnehmenden Hochschulen, die angeben, adaptives Lernen, Augmented oder Virtual Reality und Digital Game-based Learning in ihren Lehrveranstaltungen häufig oder sehr häufig einzusetzen, liegt bei 6 bis 7 Prozent. Diese Ergebnisse werden durch eine Erhebung zur digitalen Lehre an Hochschulen aus dem Jahr 2017 gestützt.

Um Lehrende zur Ergänzung und Weiterentwicklung der Lehre durch digitale Instrumente zu motivieren, werden laut der von der Expertenkommission in Auftrag gegebenen Befragung von 62 Prozent der teilnehmenden Hochschulen konkrete Anreize gesetzt.

Als Anreize nennen die Hochschulen die Bereitstellung zusätzlicher Personalkapazitäten etwa in Form von Ersatzlehrkräften und studentischen Mitarbeitenden (64 Prozent). Weitere Mittel sind das Herausstellen von digitalen Lehrformaten als Beispiele guter Praxis (53 Prozent), die Auszeichnung der Lehrenden mit Preisen oder Prämien (50 Prozent) sowie die Reduzierung der Lehrverpflichtung (39 Prozent). Da sind die Sessiongeber auf dem HochschulCamp schon weiter.


Image by Gunnar Sohn

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Netzpiloten @Hochschulbarcamp

Hochschulen sorgen für die Experten von morgen. Die Bereitschaft neue Impulse aufzunehmen und weiterzugeben, muss auch über die Grenzen der Hochschule genutzt werden. Beim Hochschulbarcamp treffen sich in der FOM Hochschule in Essen daher am 7. und 8. März Expertinnen und Experten zum Thema „Social Media & Hochschule“, um sich zur gegenseitigen Information und Weiterbildung auszutauschen. Die Netzpiloten sind erstmals als Partner dabei und gespannt, was das Team um Holger Gottesmann auf die Beine gestellt hat. Das Barcamp unterscheidet sich gegenüber klassischer Konferenzen schon dadurch, dass die Teilnehmer das Programm vor Ort erst abstimmen.

Wer nimmt teil?

Folgende Teilnehmende sind beim Hochschulbarcamp zu erwarten:

  • Mitarbeitende von Hochschulen / höheren Bildungseinrichtungen
  • Mitarbeitende aus dem Bereich Hochschulmarketing
  • Alumnimanagerinnen und Alumnimanager von Hochschulen
  • Mitarbeitende aus der Hochschulkommunikation
  • Mitarbeitende aus der Studierendenberatung/-betreuung
  • Social Media Expertinnen und Experten mit Schwerpunkt Bildung
  • Hochschullehrende
  • Studierende
  • Social Media Anbieter

Welche Themen erwarten euch?

Den Themen sind keine Grenzen gesetzt. Auch wenn das Thema „Social Media & Hochschule“ heißt, sind die Themen von den Teilnehmern selbst abhängig. Der erste Tag beginnt mit einer Vorabsession, die den Ablauf eines Barcamps erklärt, sowie einer kleinen Vorstellungsrunde. Anschließend wird der Sessionplan für den Tag erstellt. Der Tag ist in fünf Sessionphasen unterteilt, die unterschiedliche Themenschwerpunkte haben können. 

Auch am zweiten Tag gibt es vorab eine Erstellung des Sessionplans. Außerdem könnt ihr euch für den Social Media Innovationspreis bewerben. Am Nachmittag des zweiten Tages finden die Pitches für den Preis statt.

Und sonst noch?

Auf der Ticket-Seite des Hochschulbarcamps könnt ihr auch die Tickets für die Veranstaltung erwerben. Hochschulangehörige profitieren von besonders niedrigen Preisen. Interessenten sollten sich beeilen, da nicht mehr viele Tickets erhältlich sind. 

Um die Planung einfacher zu gestalten, könnt ihr Sessionvorschläge bereits einreichen und einsehen.

Die Netzpiloten freuen sich auf spannende Themen und einen regen Austausch beim Hochschulbarcamp.

 

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Netzpiloten @Fintech Week

Eine Woche lang geht’s nur ums Geld! Genauer gesagt um die Zukunft der Finanzen. Vom 15. bis 20. Oktober findet in Hamburg zum dritten Mal die Fintech Week statt. Der massive Wandel der Finanzwelt im digitalen Zeitalter ist allgegenwärtig. Damit versucht der unabhängige journalistische Newsletter finletter von Carolin Neumann und Clas Beese publizistisch Schritt zu halten und richtet außerdem zum dritten Mal die Fintech Week aus. Wir Netzpiloten sind wieder mit dabei, wenn in vielen verschiedenen Konferenzformaten Themen wie Nachhaltigkeit, Transparenz und Entwicklung in der Fintech-Branche diskutiert werden.

Welche Speaker werden da sein?

Das breitgefächerte Programm bringt interessante Speaker nach vorne: Es kommt zum Beispiel Alexander Artopé von Smava und spricht über Konsumentenkredite 4.0. Dr. Martha Böckenfeld von der DFG Deutsche Fondsgesellschaft SE Invest referiert über die Digitalisierung im Bankwesen. Susanna Fleckenstein, Managing Director bei der Commerzbank, erzählt uns von der AG Bankfiliale 4.0. Wir freuen uns besonders auf den Blogger und Podcaster Jochen Siegert.

Welche Themen sind am Start?

  • Zukunft der Fintech-Branche
  • Bankwesen 4.0
  • Workshops zum Thema Finances
  • Frauen in der Fintech-Branche
  • Blockchain
  • Payment

Und sonst noch?

Wie viele Veranstaltungen in diesem Jahr, wollen auch die Macher der Fintech Week mehr Frauen in ihrem Themenbereich sichtbar machen. Beim Speaker-Listing zeichnet sich das gut ab. Fürs entspannte Netzwerken gibt es außerdem ein Fintech Ladies Dinner im schönen Restaurant NIL. Wir freuen uns auf die breitgefächerte Woche! Hier gibt es die Tickets.

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Netzpiloten @IoTcamp

Mit smarten Technologien und interaktiven Geschäftsmodellen das Leben der Menschheit einfacher gestalten – ein guter Ansatzpunkt über den ihr mehr auf dem IoTcamp erfahren könnt. Dafür versammeln sich alle Interessierten, Unternehmer und Gründer am 12. und 13. Oktober im innovativen  Space Shack Berlin.

Worum es genau geht? – Um die Vollvernetzung und um Künstliche Intelligenz im Zeichen des Internet of Things. Es geht um Fragen, die unsere Zukunft betreffen und unsere Realität. Zudem erfahrt ihr mehr über aktuelle Forschungen und Entwicklungsstände. Anlass genug, um sich das Barcamp – veranstaltet von der Cassini Consulting GmbH – nicht entgehen zu lassen.

Beim IoTcamp spontan die Themen mitbestimmen

Was ist eigentlich ein Barcamp? Bei dem aus der Bloggerszene entstanden völlig freien Format (wir lieben es!), werden weder die einzelnen Sessions noch die Sprecher vorher festgelegt. Und das macht das Ganze so spannend. Die Teilnehmer entscheiden erst am Morgen des Konferenztages, wie die Planung verläuft.

Es ist das erste Mal, dass das IoTcamp an zwei Tagen veranstaltet wird. Während wir also am 12. Oktober spannende Businessaspekte und Entwicklungen neuer Geschäftsmodelle kennenlernen, geht es dann am 13. Oktober über Entwicklungs- und Anwendungsfragen.

Um welche Themen wird es gehen?

  • Business-Modellentwicklung
  • IoT-Strategie
  • Success Stories
  • Industrial Internet of Things

Dabeisein ist alles!

Wer sich das spannende Barcamp und den sicherlich angeregten Austausch untereinander nicht entgehen lassen möchte, sollte also nicht lange zögern und sich die passenden Tickets sichern. Wir wünschen zwei tolle Tage!

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Die Netzpiloten sind Partner des Mobile Camp Dresden

Partnergrafik_2018_mcd

Aufgepasst – vom 21.- 22. April findet auch 2018 wieder das Mobile Camp Dresden statt. In der Informatikfakultät der TU Dresden finden erneut zahlreiche interessierte Teilnehmer zusammen, um dem Branchen-Highlight beizuwohnen. Das Event zählt in Deutschland zu den größten Barcamps für Mobile und mobile Development.

Was das Mobile Camp Dresden bietet

Auch in diesem Jahr bietet die Veranstaltung diverse spannende Themen und Programmpunkte. So können Besucher die Messe ideal für Wissenaustausch und Networking nutzen. Durch die Teilnahme an den verschiedenen Sessions können wichtige Fragen, interessante Eindrücke und anderer Input ausgewechselt werden. Im Mittelpunkt des Events stehen vor allem technologisch geprägte Trends des „Mobile Age“, dem Zeitalter der mobilen Kommunikation. Außerdem werden auf dem Mobile Camp Inhalte aufgegriffen, die aktuell zu den interessantesten und am häufigsten diskutierten Themen in der Szene und der Gesellschaft gehören. Die Abendveranstaltung am 22. April bietet zudem eine weitere Chance für Austausch, Networking, und einen netten Ausklang der Veranstaltung.

Das Programm des Mobile Camp Dresden

Das Programm des Mobile Camp ist wie gewohnt flexibel und hochwertig aufgebaut. Die Messe lebt vom Wissenaustausch und der Beantwortung von Fragen über die Branche. Auf der Agenda steht daher zunächst die Sessionplanung. Alle Teilnehmer stellen ihre Idee vor, welche dann per Handzeichen in das Programm aufgenommen werden kann. Nachdem der Session-Plan dann gefüllt ist, beginnt das Programm mit stündlich jeweils 45 Minuten andauernden Sessions, verteilt auf 6 Räume. Die Pausen bieten die Möglichkeit zur Stärkung, zum Raumwechsel oder zum fachsimpeln mit Sponsoren und Gästen. Auf der geplanten Abendveranstaltung im Anschluss auf das Programm des Samstags bietet sich zudem eine weitere Gelegenheit für persönlichen und fachlichen Austausch.

Lasst euch das großartige Event auf keinen Fall entgehen und seid unbedingt mit dabei. Tickets sind nach wie vor im Online-Ticketshop zu erhalten. Um auch weiterhin auf dem Laufenden zu bleiben könnt ihr außerdem den Newsletter abonnieren. Bei Bedarf an weiteren Infos oder bei Fragen wendet ihr euch hier an den Veranstalter.

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Die Netzpiloten sind Partner der COWORK 2018!

COWORK-Barcamp (Image by Mirko Lux-German Coworking Federation)

Vom 9. bis 11. März 2018 findet in Bremen die COWORK 2018 statt, die größte Konferenz zum Thema Coworking und ortsunabhängige Arbeit in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die von der German Coworking Federation (GCF) mitorganisierte Konferenz mit Barcamp, wird von dem Bremer Coworking Space weserwork veranstaltet. Die Konferenz und das Barcamp finden im KWADRAT Bremen statt. Tickets für das Event gibt es hier.

Cowork 2018_Poster(Image by Cowork)Den diesjährigen Auftakt am Freitagabend stellt ein Impuls Markt dar. Dieser legt den Fokus auf Themen wie Achtsamkeit in der Coworking-Gemeinschaft, dem Lernen aus (eigenen) Fehlern, die Forschung zu Coworking und die Debatte um die Coworking-Werte. Zu jedem dieser Themen sind verschiedene Impulsgeber*innen eingeladen, die den Gästen der Konferenz Impulse zur gemeinsamen Diskussion geben und durch den Abend führen.

Der Samstag ist wie immer bei einer COWORK, vor allem von dem durch die Teilnehmer*innen der Konferenz selbstgestalteten Barcamp bestimmt. Netzpiloten-Gründer Wolfgang Macht besuchte letztes Jahr das COWORK-Barcamp und war vor allem davon angetan, diese „kräftige, vielfältige Alternativkultur zum herkömmlichen Arbeiten“ kennengelernt zu haben, die „unsere Zukunft des Arbeitens gestaltet“.

Am Sonntag stellen sich dann u.a. Coworking Spaces aus ganz Deutschland auf der COWORK 2018 vor und zeigen die bereits heutzutage starke regionale Verbreitung dieser neuen Orte der Arbeit (dazu ein Lesetipp: das Blog #100CoworkingSpacesDE von Netzpiloten-Autor Tobias Kremkau stellt vom 29.11.2017 bis zum 08.03.2018 pro Tag ein Coworking Space aus Deutschland vor) und ein Panel widmet sich dem Thema einer kooperativen Wirtschaft.

tl;dr: Die COWORK 2018 findet vom 9. bis 11. März 2018 in Bremen statt.

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Netzpiloten-Stopover bei der #COWORK2017

cowork2017 (Image by Katharina Kremkau [CC BY 4.0])

Strahlendes Wetter, schöne Locations (inklusive Terrassen) und eine klasse Organisation der drei Tage COWORK 2017 Konferenz & Barcamp in Leipzig. Mir gefällt immer wieder die zivilisiert-wissensorientierte Form der Barcamps. Die Beteiligten einigen sich aus dem Stand auf die Themen und Vortragenden. Es gab viel Insider-Learnings zu Coworking auf dem Lande oder Coworking mit Kinderbetreuung oder Coworking Spaces als Genossenschaft.

Die junge Branche ist im Aufbau, agiert sensibel, offen und ist auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Viele interessante Ideen werden vorgestellt (z.B. wie man die Kreativität und Energie eines Makers-Labs in einen Coworking Space integriert). Sorgen gibt es natürlich auch – vor allem: Wie gelingt es der neuen Branche, die breite Öffentlichkeit für die schöne neue Arbeitswelt zu begeistern? Und andererseits, wie hält man die Besuchsdelegationen der Großkonzerne aus, die derzeit neugierig durch die Coworking-Flächen tigern um zu wittern, was da auf sie zukommt.

Die rund 150 Macher, die sich hier am Wochenende versammelt haben, sind keine Start-up Flasher, wirken auf mich auch nicht wie hungrige Unternehmer. Ich spüre eine sympathische Mischung aus Selbstverwirklichung, Social Entrepreneurship und Aufgekratztheit durch die Bestätigung derer, die in ihre Spaces kommen und „hinterher keinen Stein mehr auf dem anderen lassen wollen“ – wie es Tobias Schwarz vom Berliner Coworking Space St. Oberholz formuliert. Er ist Vorstand der German Coworking Federation e.V. und seit Jahren eine der Zentralgestalten der Coworking-Szene. Er ist überzeugt davon, dass die jungen Männer und Frauen hier entscheidend unsere Zukunft des Arbeitens gestalten.

Mein persönlicher Eindruck ist das auch. Sehr wahrscheinlich entsteht hier eine kräftige, vielfältige Alternativkultur zum herkömmlichen Arbeiten. Deshalb blinzle ich an diesem strahlenden Wochenende hoch über Leipzig auch nur ganz verstohlen nach oben, ob eines der riesigen Raumschiffe den Himmel verdunkelt, mit denen WeWork und Mindspace sich derzeit anschicken den Planeten zu erobern.


Image by Katharina Kremkau, CC BY 4.0


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IoTcamp: Das Internet of Things (IoT) wird greifbar

iotcamp-2016-logo-image-by-iotcamp

Am  4. Oktober fand das erste „IoTcamp“ zum Thema ,,Internet of Things“, der zunehmenden Vernetzung von Geräten via IP-Netz, statt. Die Organisatoren von Cassini Consulting bezeichneten die Veranstaltung als vollen Erfolg. Cassini wurde 2006 aus der Erkenntnis heraus gegründet, dass Digitalisierung und Transformation eine neue Form der Beratung erfordern. Das Portfolio beinhaltet Business-, IT-Strategie-, Technologie- und Projektberatung. Zu verdanken sei der Erfolg der Veranstaltung auch den Teilnehmern selbst gewesen. Beim Barcamp-Format bestimmen diese nämlich selbst die Detailthemen, die sie dann in workshopartigen Sessions vertiefen. Eine übergreifende Erkenntnis des IoTcamps brachte ein Teilnehmer in seinem Video-Statement auf YouTube auf den Punkt: „Alle sprechen von einer großen Welt, die wir noch nicht so kennen – die Welt ist eigentlich schon da …“.

Taipeh – die Smart City wird Wirklichkeit

Zu Beginn des IoTcamps begrüßte Sascha Pallenberg, der Tech-Blogger von mobilegeeks.de, die Teilnehmer mit einer Video-Keynote aus Taipeh. Wie weit die Entwicklung der taiwanesischen Hauptstadt in Richtung einer umfassend vernetzten Smart City gediehen ist, machte Pallenberg am Beispiel der Infrastruktur in den U-Bahnhöfen klar. Anhand des EasyCard-Ticketing-Systems erklärte er das nahtlose Zusammenspiel von öffentlichem Nahverkehr, Taxen und Leihfahrrad-Stationen. Der Wahl-Taipehaner zeigte, wie sich schon heute Pendler in der Großstadt Lebensmittel per Smartphone zum Kühlfach am Zielbahnhof liefern lassen. Neben Mobile Payment, auf dem all diese Angebote letztlich beruhen, nennt er zwei  weitere Technologien, die als zukünftige Standards das Internet of Things prägen werden: den LTE-Nachfolger 5G sowie Bluetooth 5.0 für die Nahbereichskommunikation. Aus Sicht des Bloggers seien vor allem Standards, Infrastruktur und Sicherheit maßgeblich, damit aus dem Internet of Things kein „Internet of Total Confusion“ werde.

Telekommunikations-Panel: Wir schaffen das

Bei der Panel-Diskussion unterhielten sich Vertreter bedeutender Telekommunikationsunternehmen über die IoT-Zukunft aus Sicht der Netzbetreiber und der Netztechnologie. Ein Ergebnis: Telefónica, Vodafone und der IoT-Spezialist Sigfox sehen die Netze für den Boom im IoT-Markt schon recht gut gerüstet. Die Zunahme des Datenverkehrs betrachteten die Panel-Teilnehmer als kein grundlegendes Problem. Diskutiert wurde allerdings über die verschiedenen technologischen Ansätze zur Vernetzung des Internets der Dinge: Mobilfunk versus Sigfox-Technologie. Ebenfalls Diskussionsthema war die Sicherheit der Daten in den Netzen.  

Selbstorganisierte Sessions: Von Smart Homes und Logistik-Fragen

Der Idee des Barcamp-Formats entsprechend engagierten sich alle 130 Teilnehmer in selbstorganisierten Arbeits- und Diskussions-Sessions, die zu Beginn der Veranstaltung gemeinsam definiert wurden. So kamen über 20 Sessions zustande, die sich diversen Teilthemen rund um den IoT-Komplex widmeten. Dabei ging es beispielsweise um „Data Formats for the IoT“ oder „Smart City Sensoren“, und auch bei „IoT im Alltag“ herrschte weitgehend Einigkeit: Etliche Technologien, etwa im Smart Home-Bereich, sind längst vorhanden. Die aktuelle Herausforderung besteht eher in der Integration der diversen Systeme und Funktionen. Diskutiert wurde ferner, wie schnell Paketkastensysteme sich in unserem Alltag durchsetzen könnten – prinzipiell lösen sie viele Probleme von Kunden und Logistik-Dienstleistern.  

IoT im Mittelstand: Ein Schritt nach dem anderen

Last but not least: In der Session „Wie gelingt dem deutschen Mittelstand der Einstieg in IoT?“ erörterten die Teilnehmer, was mittelgroße Unternehmen tun können, um ihr IoT-Engagement voranzutreiben. Ein Rat der Session-Teilnehmer: Ruhig mit kleineren Projekten starten, nicht sofort Millionensummen mit entsprechenden Renditeerwartungen investieren. IoT-Projekte sollten zunächst dazu genutzt werden, Transparenz über die Kundenwünsche herzustellen. Denn am Ende hat IoT viel weniger mit IT als mit Change Management zu tun. Für alle Marktteilnehmer ist die Entwicklung hin zum Internet der Dinge ein Prozess. Und wenn das IoTcamp in Düsseldorf eins gezeigt hat, dann dies: Für Unternehmen kommt es darauf an, jetzt die ersten Schritte zu tun.      

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BarCamp für die Elite – Einblicke in den digitalen Elfenbeinturm von Top-Managern und Unternehmern

SUIT (adapted) (Image by Jonathan Mueller [CC BY 2.0] via Flickr)

In Köln wollte man ein Digital Barcamp veranstalten. Fein. Allerdings mit Preisen, die bis 1.450 Euro gestaffelt sind. Frühe Buchungsvögel könnten die Unkonferenz auf Champagner-Niveau zum Schnäppchen-Betrag von 725 Euro ergattern, um dann selbst als Teilnehmer das Programm zu gestalten. Als Hashtag wurde in einer Facebook-Debatte direkt ein Cashtag als neues Markenzeichen in die Runde geworfen, um den digital-darwinistischen Ausleseprozess besser zur Geltung zu bringen. Motto: Was nichts kostet, ist nichts wert. Schließlich will man ja nur die Elite des Managements beglücken. Das kam in der Barcamp-Community nicht so gut an. Schließlich geht es bei den offenen Veranstaltungsformaten um Anschlussfähigkeit und nicht um Ausschluss:

Wenn das Wesen der Digitalisierung darin besteht, Wissen allen verfügbar zu machen, Hierarchien aufzubrechen und kollaborativ den Wandel zu gestalten, und eben dieser Wandel doch an der Elfenbeinturm-Executive-Denke krankt, wie kann man dann im Jahre 2016 allen ernstes noch so Elfenbeinturm-Executive-Formate bringen? Das ist doch Meta-Banane“, kritisiert der Kölner Mittelstandsexperte Marco Petracca.

Der Kommunikationsberater Frank Michna hat bei den Veranstaltern des Höchstleister-Barcamps nachgefragt, was denn in dem Paket für ein Tages-Event von bis zu 1.450 Euro enthalten ist. „Wenn diese Preise aufgerufen werden, könnte man doch mit den Teilnehmern, die Sessions anbieten, ein völlig neues Modell fahren. Im Session-Pitch bekommen dann die Vortragenden mit der höchsten Zustimmungsrate gestaffelte Entlohnungen.“ In der Premium-Kategorie könnten es 500 bis 800 Euro sein. Die anderen Session-Anbieter werden dann mit Zahlungen von unter 500 Euro bedient.

Gratis-Pitch in exklusiver Umgebung

Bei den Machern des Digital Barcamps stieß der Vorschlag von Michna auf wenig Gegenliebe: Da liege ein Missverständnis vor. Der Eintrittspreis sei ein Filter, der dafür sorgt, dass sehr viele elitäre Leute kämen, die sonst nicht zu diesem Veranstaltungsformat gehen. Die Sessiongeber hätten dann die Chance für Präsentationen, um neue Kunden zu gewinnen. „Was da in Köln ablaufen soll, ist nichts anderes als ein Gratis-Pitch. Die Macher werden für ihre Impulsreden von den Teilnehmern bezahlt und die Teilnehmer wiederum sind die Gestalter des restlichen Programms, um gegenüber einem vorselektieren Auditorium zu brillieren. Wer dort hingeht, der hat weder verstanden, was in der digitalen Szene abläuft, noch was ein Barcamp ist“, moniert Michna.

Community Mark wird beschädigt

Die Idee der von Chris Messina entwickelten Community Mark wird mit solchen durchsichtigen Vertriebsabsichten ad absurdum geführt: „Messina ist jemand, dem wir neben der Idee zu der weltweiten Barcamp-Bewegung auch Hashtags zu verdanken haben. Dieser brillante Mann hat mit seinen Leistungen das Leben und den Umgang von allen Menschen mit dem Internet positiv beeinflusst. Das ist visionär. Nicht der Missbrauch eines Namens für etwas völlig anderes“, so Franz Patzig, Urgestein der Barcamp-Community in Deutschland. So sieht das auch Sascha Förster, Mitorganisator des Bonner Bacamps. Jeder könne mit Veranstaltungsformaten so viel Geld verdienen, wie er will. Aber nicht mit dem Label Barcamp. Das stehe nämlich für Offenheit, Partizipation und Augenhöhe, die wird auch über den Preis moderiert. „Wer einen hohen Preis abruft, verliert eines der anderen Voraussetzungen für den Mehrwert eines Barcamps, aber viel schlimmer: verwässert den Begriff, entwertet damit das, was die Community aufgebaut hat und bekommt dann deren Zorn zu spüren, da es keine juristische Marke gibt, sondern nur eine Community-Marke, die nur auf diese Weise geschützt werden kann“, kommentiert Förster. Die Community hat sich erfolgreich gewehrt. Das digital-darwinistische Spektakel findet unter einem anderen Namen statt. Es soll wohl jetzt um Change gehen. Das Notiz-Amt ruft zu einem elitären Change-Flashmob auf.


Image (adapted) „SUIT“ by Jonathan Mueller (CC BY 2.0)


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Ohne Nerds keine digitalen Tipping Points

Me & My PowerBook (adapted) (Image by Brian Moore [CC BY-SA 2.0] via Flickr)

Der digitale Wandel wird von der Netzgemeinde betrieben. Wertschätzung erfährt diese dafür nicht. Stattdessen belächelt das krawattentragende Establishment die Nerds und zerstört so den Barcamp-Geist. Ein Beitrag zur #KölnerBarcampKontroverse. Manchmal gibt es Diskussionen und Lebenssituationen, die erzeugen einen Heureka-Moment und man weiß, wo man steht und in welche Richtung es weiter gehen soll. So war es beim fünften Netzökonomie-Campus mit Käsekuchen in Köln, den Mister Unternehmer-Plattform Winfried Felser perfekt organisiert hat. Auch seine Backkünste konnten überzeugen.

In unserem offenen Format, an dem jeder Interessierte teilnehmen kann – real und virtuell über eine Liveschalte via Hangout on Air – steht die Disputation im Vordergrund. Absprachen, Kontrolle der Gespräche, Sprachregelungen oder sonstige aseptische Vorkehrungen kommen für uns nicht in Frage. Da gibt es ausreichend Plastik-Frontal-Formate, die besonders in Wirtschaftskreisen dominieren.

Wir leben die Barcamp-Kultur und setzen auf Überraschungen. Das Schwerpunktthema kann der jeweilige Gastgeber oder die Gastgeberin auswählen und in einem Eingangsstatement vorstellen. Einzige Bedingung: Der Käsekuchen muss in Eigenregie gebacken werden.

Wenn Blindfisch über Barcamps redet

Beim Netzökonomie-Campus am vergangenen Sonntag gab es schon in den ersten Minuten eine Bestätigung des Veranstaltungstitels: „Doppelter Hochmut kommt vor dem doppelten Fall: Dialogunfähigkeit zwischen Netzszene und Wirtschaft“.

Barcamps seien esoterischer Quatsch, Netzgemeinde oder Netzaktivisten klingen irgendwie nach Sekte. Alles dummes Zeug. Es gehe darum, die alte Wirtschaft von der Digitalisierung zu überzeugen und Brücken zu bauen. Das waren die ersten Statements, die meine Streitlust steigerten. Ich frage mich, wo jener Protagonist des digitalen Wandels steht, der etwas flapsig auf die Netzbewegung runterschaut? Barcamps jemals besucht? Fehlanzeige. re:publica in den vergangenen Jahren in Berlin erlebt: Fehlanzeige. Die eigenen Positionen mal in offenen Formaten ohne Headset, ohne Powerpoint-Orgien und ohne Berieselungsrhetorik ausprobiert? Wohl eher nicht.

Wie kann jemand jenseits von Facebook-Monitoring-Schwafeleien Brücken in die alte Wirtschaftswelt bauen, der die Netzszene als irrelevant und kindisch wertet? Was den Unternehmern häufig vorgeführt wird, ist nichts anderes als digitales Tschakka-Gebrüll in alter Establishment-Denkweise.

Kein Respekt vor den Leistungen der Nerds

Der blinde Fleck in der Digitalisierung ist also auch dort zu verorten, wo inflationär Online-Marketing-Blabla abgesondert wird. Die liebwertesten Gichtlinge in Wirtschaft und Politik haben es sich wohl zur Aufgabe gemacht, die Graswurzel-Vorarbeiten der idealistischen Nerds abzusaugen und ihre Klüngel-Hinterzimmer-Praktiken nur mit etwas digitalem Zuckerguss zu überstreichen, um im abgeschotteten Einweg-Kommunikationsmodus zur Tagesordnung überzugehen.

Das brachte beim Käsekuchen-Diskurs Startup-Unternehmer Marcus Jacobs zum Ausdruck: Der Ursprung für viele regionale Initiativen wie die Kölner Internetwoche oder das IHK-Format „Digital Cologne“ sei durch ein Barcamp im Jahre 2009 im Rathaus der Domstadt entstanden. In diesen Veranstaltungen opfern viele Enthusiasten ihre Freizeit und entwickeln Netzideen für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, die von den etablierten Kräften in der Vergangenheit belächelt wurden und jetzt adaptiert werden.

Dann sollte man vor diesen Leistungen mehr Respekt zeigen! In den USA sind es auch nerdige Idealisten, die digitale Ideen hervorbringen. Sie werden allerdings von der Krawattenfraktion nicht überfahren, sondern als Ikonen der Netzökonomie verehrt und gefeiert.

IT-Gipfel-Unverbindlichkeiten statt Austin-Geist

Schräge und wilde Veranstaltungsformate wie die SXSW in Austin haben schon viele neue Netzplattformen, Apps und Geschäftsmodelle aus der Taufe gehoben. Auch das ist ein großer kultureller Unterschied zu teutonischen Apparatschick-Treffen wie dem Altherren-Stelldichein namens IT-Gipfel. Die Spitzenfunktionäre von Bitkom und Co. ergötzen sich an der Möglichkeit, einmal im Jahr der Kanzlerin am Rockzipfel zu hängen, um in schöner Regelmäßigkeit mit einer Suada von Unverbindlichkeiten abgespeist zu werden. Spiegel-Kolumnist Sascha Lobo hat sich der Mühe unterzogen, die digitalen Merkel-Worthülsen aufzulisten.

Anfang 2008 wollte die Bundesregierung Merkel das Problem fehlender Breitbandanschlüsse „binnen 12 Monaten lösen“. 2009 fabulierte Merkel: „Wir haben uns sehr ambitionierte Ziele gesteckt, nämlich den Zugang zum Breitband erst einmal in der schmalen Variante von einem Megabit…“. Außerdem versprach die Regierungschefin drei Viertel der Haushalte 50 Mbit pro Sekunde bis 2014, „und zwar mindestens“ . Ein Jahr später bekräftigte sie beide Zahlen. „Geklappt hat es leider trotzdem nicht“, so Lobo.

Außendruck der Graswurzel-Bewegungen muss zunehmen

2011 wiederum galt 1 Mbit pro Sekunde als ein „ehrgeiziges Ziel“.

2012 machte Merkel einen Premiumscherz: ‚Wenn man jemandem mal Ruhe beibringen will, dann könnte man ihn in eine Ecke setzen, wo gerade mal ein Megabit pro Sekunde zur Verfügung steht.‘ Und doch erklärte noch 2013 die Bundesnetzagentur, ein Megabit pro Sekunde sei Breitband im Sinne der Bundesregierung. Kurz vor 2014 wurde bekannt, dass die im Koalitionsvertrag ursprünglich vorgesehene Summe von einer Milliarde Euro für den Breitbandausbau in letzter Minute gestrichen wurde

, erläutert Lobo. Und schon die veranschlagte Summe war nicht der Rede wert.

Vor diesem Hintergrund müsse nach Meinung von Lobo auch das Versprechen von „50 Mbit/s bis 20XX“ betrachtet werden. Es ist lächerlich. Entsprechend muss der Außendruck von Graswurzel-Bewegungen wie den Barcamps wachsen. Nur dann gibt es nicht nur Schaufensterreden, sondern digitale Tipping Points, die der frühere IBM-Cheftechnologe Gunter Dueck in Berlin forderte: Beim Barcamp Arbeiten 4.0.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf TheEuropean.


Image (adapted) „Me & My PowerBook“ by Brian Moore (CC BY-SA 2.0)


 

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Cowork 2015: Barcamp und Konferenz zum Thema Coworking

Cowork 2015 – eine Mischung aus Barcamp und Konferenz zum Thema Coworking

Bereits zum zweiten Mal findet vom 27. bis 29. März 2015 die Cowork statt, eine Mischung aus Barcamp und Konferenz zum Thema Coworking. // von Lukas Menzel

Cowork 2015 – eine Mischung aus Barcamp und Konferenz zum Thema Coworking

Die Coworking Szene hat sich professionalisiert, weiterentwickelt und ist gewachsen. Grund genug sich also unter Coworking Space-Betreibern und Interessenten. sowie mit der Wirtschaft und Forschung. auszutauschen und gemeinsam zu diskutieren. Dafür findet dieses Jahr bereits die zweite Ausgabe der Cowork statt, eine Mischung aus Konferenz und Barcamp. So kann man zum einen dem Konferenzprogramm mit einigen Speaker und Podiumsdiskussionen lauschen und sich zum anderen in gepflegter Barcamp-Atmosphäre untereinander austauschen, sein Wissen und seine Erfahrungen weitergeben sowie selber noch etwas lernen.

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5 Lesetipps für den 3. November

In unseren Lesetipps geht es heute um die Bedeutung von BarCamps, die Buchpreisbindung, Blendle, wie Facebook auf Wahlen wirkt und Datenschutz bei der Maut. Ergänzungen erwünscht.

  • BARCAMP Amt 2.0: Warum Sie als Behörde ein BarCamp besuchen sollten: In ihrem Blog schreibt Christiane Germann, Social Media-Managerin in der öffentlichen Bundesverwaltung, warum gerade Behörden ihre Mitarbeiter zu BarCamps statt teuren Schulungen schicken sollten. Am Beispiel des CommunityCamp erklärt sie, wie ein BarCamp funktioniert und welchen Mehrwert es haben kann. Was für Behörden gilt, kann auch leicht auf ein großes Unternehmen übertragen werden.

  • BUCHPREISBINDUNG Westdeutsche Zeitung: Wird die Buchpreisbindung geopfert?: Auf WZ-Newsline.de schreibt Felix Frieler über die Buchpreisbindung und die im Rahmen des geplanten Freihandelsabkommen andauernde Debatte darum. Dabei lässt er auch Justus Haucap zu Wort kommen, der den Kern der Diskussion perfekt zusammenfasst: „Wenn man sagt: Wir wollen die kleinen Buchhandlungen schützen, dann ist die Buchpreisbindung wichtig. Wenn man aber sagt: Wir wollen, dass sich mehr Menschen mehr Bücher leisten können, dann sollten wir die Buchpreisbindung aufheben. Was wichtiger ist, wäre sicherlich eine spannende politische Frage.“ Persönlich wäre ich für das zuletzt genannte Ziel.

  • BLENDLE Monday Note: The New York Times and Springer Are Wrong About Blendle: In der letzten Woche macht das niederländische Startup Blendle von sich reden, weil die New York Times und der Pressverlag Axel Springer in die Idee eines digitalen Zeitungs- und Zeitschriftenkiosk investierten. In seiner Monday Note-Kolumne äußert der bekannte Journalist Frédéric Filloux Zweifel an dem Geschäftsmodell, denn (vor allem auf Englisch) gibt es zu viele Quellen kostenlosen Contents und die Medien haben kaum positive Effekte davon zu erwarten, die außerhalb der jetzigen Marktsituation funktionieren. Lesenswerter wird der Artikel auch durch ein Kommentar des Blendle-Mitgründers Alexander Klöpping, der sich mit diesen und weiteren Kritikpunkten auseinandersetzt.

  • FACEBOOK Gigaom: Facebook’s secret newsfeed experiments affected voter turnout in the 2012 election: Diese Woche wird in den USA das Repräsentantenhaus gewählt und neben den Suchmaschinen Bing und Google wird wohl auch vor allem das soziale Netzwerk Facebook eine wichtige Rolle spielen, wie Mathew Ingram auf Gigaom erklärt. Bereits bei den Wahlen 2010 und 2012 hat Facebook spürbaren Einfluss auf den Wahlausgang gehabt. Das Socialmediawatchblog verweist dazu in seinem Newsletter auch auf einen Artikel von Jonathan Zittrain, der bereits im Juni beschrieben hat, wie Facebook Einfluss auf Wahlen nehmen könnte – ohne, dass irgendjemand etwas davon mitbekommt.

  • DATENSCHUTZ Welt.de: BKA will die Mautdaten zur Verbrechensbekämpfung: Die sprachlich schon fragwürdige Formulierung von Alexander Dobrindt, bei der kommenden Pkw-Maut einen „härtestmöglichen Datenschutz“ zu garantieren, überzeugte in der Post-Snowden-Ära auch politisch nicht. Dass der BKA-Chef Jörg Ziercke nur zwei Tage später schon auf Welt.de öffentlich Zugriff auf die Datensammlung fordert, unterstreicht diesen Eindruck. denn wenn offiziell schon nicht ausländische Geheimdienste aus der unnötig geschaffenen Datenbank ferngehalten werden können, dann doch die hierzulande ans Grundgesetz gebundenen Ermittlungsbehörden.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

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Was zum Teufel bedeutet Journalismus?

Die Debatte um die Zukunft des Journalismus ist ein Dauerbrenner – zurecht! Natürlich geht es nicht darum, in die Glaskugel zu schauen, sondern die Zukunft selbst mitzugestalten. Das funktioniert nur, wenn man sich mit anderen austauscht und Visionen entwickelt. Auf dem Barcamp Rhein-Main habe ich gemeinsam mit Martin Krauß die Session „Was zum Teufel bedeutet eigentlich Journalismus?“ angeboten. Dieser Titel war der Schlusssatz meines Kommentars auf LousyPennies.de zu den 8 DJV-Thesen. Ergebnis der regen Diskussionsrunde: Einige klare Aussagen und viele Fragen.

Allen ist klar: Journalisten haben in der Regel kein Informationsmonopol mehr. Die Hauptaufgabe muss das Kuratieren, das Einordnen und Bewerben sein. Aber besonders bei der kuratierenden, aggregierenden Funktion stößt einigen das deutsche Urheberrecht auf, was Probleme bereiten könnte. Probleme macht vielen auf die Vermischung von Anzeigen und redaktionellen Inhalten. Sogenanntes „Native Advertising“ kommt bei den Sessionteilnehmern nicht wirklich gut an. Die Leser sollten nicht überlegen müssen, ob sie einen redaktionellen Inhalt oder PR-Content vor sich haben. Spannend wurde die Diskussion, als über Unternehmen als Medien gesprochen wurde. Denn nicht nur Blogger und jeder andere Bürger kann inzwischen Nachrichten produzieren, auch Firmen übernehmen vermehrt journalistische Funktionen – und das nicht unbedingt so schlecht, wie einige Journalisten das vielleicht gerne hätten. Coca Cola ist hierfür das wohl bekannteste Beispiel. Im Bereich Corporate Publishing werden händeringend gute Journalisten gesucht und mit einem meist wesentlich besseren Gehalt angelockt.

Wie aber soll dann die Zukunft des Journalismus aussehen? Und wie finanziert er sich? Inhaltlich wird er sich, so der Trend in der Barcamp-Session auf dem Mediencampus der Hochschule Darmstadt, mehr spezialisieren müssen. Es reicht eben nicht mehr aus, ein Paket zu schnüren – so wie es die Tageszeitung macht – und auf Millionen Käufer zu hoffen. Stattdessen sollten sich Verlage auf ein konkretes Gebiet konzentrieren (Sport, Politik, Kunst, Umwelt, etc.). Auch die Medienbranche muss lernen, dass ein Angebot wirtschaftlich nur funktioniert, wenn die Nachfrage da ist. Gewiss wird auch das Modell der klassischen Tageszeitung noch funktionieren, nur nicht so massentauglich wie bisher. Im Internet kann sich jeder das herauspicken, was ihn interessiert. Sollten am Kiosk und im Internet also Ressorts einzeln angeboten werden, sodass sich die Frau nur den Lokalteil kauft und der Mann Pech hat, weil der Sportteil nicht mehr integriert ist?

Obwohl Verlage letztendlich die gleiche Position in der freien Wirtschaft haben wie andere Unternehmen, spielt der Journalismus doch eine besondere Rolle, nämlich die Rolle der Demokratiesicherung. Er hat damit eine gesellschaftliche Aufgabe, die damit auch gesellschaftlich am Leben gehalten werden könnte. Schaut man sich die Lage im Lokalen an, ist die Überlegung einer öffentlich-rechtlichen Lokalpresse nicht ganz so weit hergeholt. Journalismus als öffentliches Gut, subventioniert vom Staat? Was ist uns Journalismus in Deutschland wert? Am Ende der Session wurde die nicht weiter diskutierte Forderung in den Raum geworfen, Journalismus in die Schule zu bringen. Das Drei-Wochen-Abo für den Deutschunterricht kann nicht ausreichen. Müssen wir die Wichtigkeit des Journalismus lehren?

Ja, wir haben den Journalismus auf dem Barcamp Rhein-Main nicht neu erfunden, aber versucht, ihn grundsätzlicher zu überdenken. Dieser Prozess muss weitergehen. Es sind viele Fragen zu beantworten, die noch im Raum stehen und viele Fragen zu stellen, die noch nicht gestellt wurden. Was ist eigentlich Qualität? Wie erzählen wir in Zukunft Geschichten? Wird die Zeitung zu einem Netzwerk, zu einer Community? Welche Rolle spielen beispielsweise Service und Unterhaltung? Dürfen Journalisten des Service wegen mit Unternehmen kooperieren? Was kann für Bürger der Auslöser sein, zu journalistischen Produkten zu greifen? Wie viel Journalismus steckt im Beruf des Journalisten? Ist Lokaljournalismus in einer globalisierten Welt wirklich so wichtig? Was ist uns Journalismus wert? Was zum Teufel bedeutet eigentlich Journalismus?

 


 

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ununi.tv: „Wir wollen eine offene Plattform sein“

Gumpelmaier (by Alexander Kühn)Vor einigen Monaten startete die Plattform ununi.tv, die von Wolfgang Gumpelmaier, Anja C. Wagner, Fabian Topfstedt und Bertram Gugel ins Leben gerufen wurde. Mit dem Projekt möchten die Entwickler versuchen die BarCamp-Idee ins Web zu manövrieren.

Wolfgang Gumpelmaier hat sich mit mir einmal über die Idee hinter dem Projekt unterhalten und uns ein paar Einblicke in mögliche zukünftige Entwicklungen und Entscheidungen gegeben. Viel Spaß mit dem Interview.


Hallo Wolfgang, schön dass du heute Zeit für uns gefunden hast.

Hey Andreas. Gerne doch.

Du hast im November letzten Jahres, unter anderem auch auf Netzpiloten.de, das Projekt ununi.tv angekündigt, welches du mit Anja C. Wagner, Fabian Topfstedt und Bertram Gugel entwickelt hast. Beschrieben habt Ihr es kurz und knapp mit den Worten „Unkonferenz am Unort zur Unzeit“. Erkläre unseren Lesern doch bitte noch einmal was genau Ihr damit meint.

ununi.tv-Interview: Ununi.tv ist als virtuelle Hochschule für Film, TV und Web konzipiert, die allen Interessierten, MedienmacherInnen und QuereinsteigerInnen auf Basis von Google+ Hangouts eine Möglichkeit bietet, sich umfassend an der Schnittstelle von Internet und Bewegtbild weiterzubilden. Wir haben versucht die Barcamp-Idee ins Internet zu übertragen und stellen mit unserer Plattform eine Infrastruktur für alle Netzarbeiter/innen zur Verfügung, die bereit sind, eine neue Form des Live-Online-Lernens und kontinuierlichen Diskurses zu erfahren. Jeder kann also auf ununi.tv aktiv werden. Wir sind Publikum und Macher/innen in Einem!

Also eine Art Forum zum Austausch von Informationen via Hangouts, ja? Das heißt man muss auch ein Google+ Profil haben?

Richtig, um selbst Hangouts durchführen zu können braucht man einen Google+ Account. Viele Sessions werden jedoch live gestreamt, man kann also auch dabei sein, ohne sich bei Google registrieren zu müssen. Über Twitter, Facebook und Co. hat man die Möglichkeit, sich aktiv in die Diskussion einzubringen. Eigene Social Media Moderatoren greifen die Fragen aus den Netzwerken auf und stellen sie den Personen im Hangout. Sie sind als Crowd-Vertreter gedacht, das ist Teil unseres Konzepts.

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Educamp #ecco12: Flugstunden in Köln

Am vergangenen Wochende war ich in Köln beim neunten Educamp – einem Barcamp über Bildung mit den Neuen Medien. Hier kommt mein kleiner Rückblick – mit Lernapps ohne Programmierkenntnissen, Screencasts in der Schule, digitalen Lerntypen, der Identität in digital sowie einigen Überlegungen zum Verhältnis von Medien, Wissen und Lernen.

Es war mein zweiter Besuch bei einem Educamp – 2009 verschlug es mich nach Ilmenau, die anderen passten zeitlich nicht oder waren zu weit weg. Ausreden, ich weiß. Beim Kölner Educamp konnte ich sie beim besten Willen nicht gelten lassen, und so möchte ich euch hier meine persönlichen Erlebnisse auf dem neunten Educamp schildern. Ihr könnt einzelne Themen gerne überspringen, wenn sie euch nicht interessieren – die Überschriften geben genügend Anhaltspunkte.

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10.11. Hannover – 3. Convention Camp

Am 10. November 2010 findet in der dritten Auflage das ConventionCamp in Hannover statt. Das Besondere: Aus dem Stand ist es den Organisatoren gelungen, eine sehr anregende Mischung aus Fachkonferenz und barcamp zu schmieden. Sponsoren haben zu besonders hochkarätigen Rednern und einer exorbitanten Buffetqualität beigetragen. Wer also den asketischen Organisationen von barcamps wenig abgewinnen kann, aber auch die Hochglanzevents mit großer Distanz zwischen Experten und Publikum meidet, der wird sich im Convention Camp im Pressezentrum auf der Hannover Messe (CeBIT-Location) pudelwohl fühlen. Laut Veranstalter werden dort rund um das Thema digitale Zukunft bekannte Vertreter aus E-Business, Wissenschaft, Web-2.0-Szene mit dem Branchen-Nachwuchs und Interessierten zusammentreffen, um Wissen, Meinungen und Kontakte zu vertiefen.

Als Top-Referenten wurden der Medienfuturist Gerd Leonhard aus der Schweiz zum Thema „The Future of E-Commerce & Business“ sowie US-Autor Nicolas Carr gewonnen. Er wird als Videokeynote zum Thema „How the internet changes the way we think“ referieren. Der Utopist Wolfgang Wopperer gibt einen Ausblick auf die veränderte Arbeitswelt im digitalen Zeitalter.Es wird also spannend: Mal sehen ob der Berufspessimist Carr weiterhin mit Zweifeln um sich wirft und Leonhard als positiver Counterpart gegen halten kann. Weiter nach dem Klick… Weiterlesen »

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Konferenz: all2gethernow 2010

Als 2009 die popkomm abgesagt wurde, war die Musikbranche etwas stickum. Man munkelte es könne an den bösen p2p-Tauschbörsen im Netz liegen, oder an der schlechten Stimmung wegen der Krise. Die Gerüchte und Mutmaßungen schossen ins Kraut. Die all2gethernow etablierte sich in Berlin aus dem Stand in dieser Nische als Zwitter zwischen Konferenz und barcamp. Heute macht man aus der Not eine Tugend. Offiziell klingt das nun so:
Genreübergreifend und auf Augenhöhe sollen möglichst umfassende Perspektiven in die Gespräche über neue Strategien und Geschäftsmodelle der Musikwirtschaft und angrenzender Kultur- und Kreativzweige mit einbezogen werden. Geschäftsführer großer Unterhaltungskonzerne treffen auf Klein- und Mittelständler, Vertreter von traditionellen Verwertungsgesellschaften auf digitale Freigeister, Performer und Produzenten treffen auf interessierte Konsumenten. Der partizipatorische Prinzip des Konferenzformates liefert den Teilnehmern wertvolle neue Inspiration und lädt explizit dazu ein, voneinander zu lernen.

Das Programm Anfang bis Ende nächster Woche gliedert sich in drei Abschnitte:

06.-07.09.2010: #a2n_camp, Kulturbrauerei
Hier steht der praxisorientierte, partizipative Dialog über die Zukunft der Musikbranche zwischen allen Beteiligten im Fokus. Es
tauschen sich Internationale Player aus: Major CEOs, Indie-Vertreter, Musiker, Manager, Promoter, Hollywood-Sounddesigner,
Internet-Unternehmer, Journalisten, GEMA und Creative Commons.
140 Speaker, ca. 80 Sessions
Ticktets: 30,00 Euro, http://a-2-n.de/ticket oder an der Tageskasse

08.-09.09.2010: #a2n_congress, Flughafen Tempelhof
Aufgebaut als kuratiertes Kongress-Programm steht die Vermittlung von aktuellen Erkenntnissen im Mittelpunkt: Internationale
Top Speaker geben Einblicke in Gegenwart und Zukunftsperspektiven der Branche.
90 Speaker, 26 Sessions
Zugang nur mit 4-Tage Kombi-Ticket der Berlin Music Week: 236,00 Euro, http://berlin-music-week.de/tickets

10.-11.09.2010: #a2n_forum, Flughafen Tempelhof
Die Ergebnisse von #a2n_camp und #a2n_congress werden von sogenannten „Rapporteuren“ zusammengefasst und als
Interviewfragen aufbereitet. In öffentlichen Gesprächen mit verschiedenen Künstlern des BERLIN FESTIVAL werden die
spannendsten Themen der BERLIN MUSIC WEEK CONFERENCE aus der Sicht der Performer noch einmal durchleuchtet.
Zugang mit 4 Tage Kombi-Ticket und Tickets des Berlin Festivals, http://berlin-music-week.de/tickets

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atoms&bits–Festival: für Blogger und Bastler

Ausgehend von Berlin findet vom 18.-27. September das dezentrale atoms&bits–Festival statt. Höhepunkt des Festivals ist das Wochenende vom 25.-27. September, wo in Berlin mit dem atoms&bits–Camp im IMA Design Village und jeder Menge Events im Betahaus ein Wochenende lang Geeks, Visionäre und Aktivisten zusammenkommen, die eine neue Kultur des Selbermachens zelebrieren. Weiterlesen »

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Interview mit Andreas Gebhard zur a2n

andreasIm September wird die erste a2n stattfinden. a2n steht für „all together now“. Ins Leben gerufen wurde die a2n von Andreas Gebhard. Andreas ist Gründer und Geschäftsführer von newthinking communications, Mitbegründer und Organisator der re:publica. Im Interview beschreibt er, wie die Idee zur a2n zustandegekommen ist und wie sich die Musikbranche insgesamt und die Musikszene in Berlin gerade verändert Weiterlesen »

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HighNoon im BarCamp-Land – Weihnachtliche Gedanken zur Unzeit

Der Barcamp-Wahnsinn im Oktober geht weiter. Das „MonsterCamp“ BarCampBerlin3 wird das Format wohl an seine Grenzen oder vielleicht schon darüber hinaus katapultieren. Ich muss sagen: ich freue mich riesig auf all die Events, auf Berlin, auf Szene, auf Web 2.0-Fuzzies und Nicht-Fuzzies, auf Weihrauch der Selbstbelobhudelung, auf gute Gespräche und fachliches Gesimpel, auf Twitterwalls, auf überlastete W-Lans, auf Buttons, Flyer, Shirts, Mogulus-Sessions, Twitter-Wars, rumge-qik-e, das Schaulaufen der neusten Geadgets, Crumpler-Taschen und Designerbrillen. Weiterlesen »

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Links am Morgen: Kamp, Kamp, Camp!

  • Kamp #1: Ein wahres Blog-Werk, was da Peter Hogenkamp mit seinem Team von Blogwerk hingestellt hat. Im Interview mit Christiane Schulzki-Haddouti bei Kooptech spricht er über erfreuliche Nutzerzahlen, derzeit noch weniger erfreuliche Werbeeinnahmen und wie er es doch schaffen wird, mit seinem Bloggernetzwerk die gesteckten Ziele zu erreichen.
  • Kamp#2: Und gleich noch ein Link auf einen „Kamp“. Diesmal Matthias Spielkamp vom Immateriblog, der zu einem Expertengespräch “Online-Journalismus” des Unterausschusses Neue Medien des Deutschen Bundestags eingeladen wurde und dazu im Vorfeld einen umfassenden Fragenkatalog beantworten soll. Stilecht hat Matthias seine Antworten an den Deutschen Bundestag vorab in seinem Blog veröffentlicht. Lesebefehl!
  • KCamp #3: Die BarCamp-Mania in Deutschland geht weiter. Allein im Oktober drängen sich inzwischen das EduCamp2 in Berlin, (leider) parallel (jeweils 10.-12.10.) läuft das BarCamp München und eine Woche später (18./19.10.) steigt zum dritten Mal das Berliner BarCamp
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