reaDIYmate: Hightech trifft Lowtech

In letzter Zeit stolpere ich vermehrt über diese kleinen realDIYmate-Charaktere, die mir so langsam echt Spaß bereiten. Was das genau ist? Das sind Karton-Figuren, die über eine WiFi-Box mit dem Web verbunden sind. Mit diesen kleinen Sonderlingen kann man dann Aktionen, die im digitalen Lebensbereich ausgelöst werden, im Analogen sehbar, hörbar und bestimmt auch bald spührbar machen. Am Praxisbeispiel sieht das dann so aus:

Du erhältst beispielsweise ein Like auf einen von dir geposteten Link auf Facebook und diese Aktion löst einen Impuls bei deinem reaDIYmate-Charakter aus und sorgt dafür, dass dieser sich entweder durch eine Bewegung oder einen Sound Aufmerksamkeit verschafft.

Das kann dann recht lustig wirken, wie uns dieses kleine Introducing-Video zeigt:

Körper und Geiste im Einklang

Die Gefährten bestehen dabei aus zwei Teilen. Dem Körper und dem Gehirn.

  • Der animierte Körper enthält einen Mini-Servomotor und einen Lautsprecher und ist aus starkem Papier gefertigt.
  • Der Computer – das Gehirn – ist mit einem MP3 Decoder und einem 2-GB-SD-Speicher ausgestattet und besitzt einen WLAN-Chip, der ebenfalls sicher in einer Kartonbox eingebettet liegt. Außerdem gibt es einen unverkennbaren Arcade-Button auf der Box.
  • Was willst du tun?

    Über das reaDIYmate-Interface kannst du viele Dienste integrieren und einige verschiedene Aktionen einstellen. Zum Launch der Charaktere hat man folgende Tools bei der Entwicklung bedacht:

    • Facebook: Der Charakter bewegt sich und spielt eine Musik ab, sobald man eine Benachrichtigung, einen Nachicht oder eine Freundschaftsanfrage erhalten hat. Durch betätigen des Arcade-Buttons kann man außerdem einen voreingestellten Statuspost abschicken.
    • Twitter: Der Charakter bewegt sich und spielt eine Musik ab, sobald man in einem Tweet erwähnt wird oder sich ein neuer Follower ergeben hat. Send außerdem einen Tweet, wenn du den Arcade-Button drückst.
    • Foursquare: Auch hier bewegt sich der Charakter und spielt einen Sound ab, sobald ein Freund eincheckt an einem bestimmten Ort. Durch drücken des Buttons kann man außerdem einen Check-in posten.
    • Google Mail: Der Charakter macht wie oben genannt auf sich aufmerksam, wenn eine E-Mail z.B. von einer bestimmten Person oder einer Mail mit einem bestimmten Keyword empfangen wird. Durch das Betätigen des Buttons kann man außerdem eine Standard-Mail verschicken.
    • RSS: Wird dein Feed aktualisiert durch einen bestimmten RSS-Nutzer oder einem RSS-Post mit einem bestimmten Keyword bewegt sich der reaDIYmate-Charakter und gibt einen Sound aus.
    • IfThisThenThat: Um verschieden Kanäle oder Ereignisse zu verknüpfen, kannst du mir IFTTT noch mehr Ereignisse bündeln und den reaDIYmate-Charakter so auslösen.
    • Soundbox: Sobald ein User, den du folgst einen neuen Sound hochgeladen hat, benachrichtigt dich der Charakter mittels Bewegung und Geräusche.
    • Remote: Verwende deinen iPhone-Beschleunigungsmesser, um in Echtzeit mit deinem reaDIYmate-Charakter oder dem Charakter von einem Freund zu spielen.
    • Posteingang: Senden eine E-Mail mit einem Sound an jedem reaDIYmate-Charakter und er wird diesen Sound spielen.
    • Copycat: Tue genau die gleichen Dinge zur gleichen Zeit wie ein anderer reaDIYmate-Charakter
    • Wo erhältlich?

      Wenn dich diese kleinen Gefährten nun interessieren, kannst du dir deinen Wunsch-Charakter bei Kickstarter vorbestellen. Mit in etwa 100 Euro plus 20 Euro Versandkosten sind die reaDIYmate-Figuren zwar nicht ganz so günstig, doch echte Geeks wird der Preis vermutlich sowieso nicht beeindrucken.

      Andreas Weck

      schreibt seit 2011 für die Netzpiloten und war von 2012 bis 2013 Projektleiter des Online-Magazins. Zur Zeit ist er Redakteur beim t3n-Magazin und war zuletzt als Silicon-Valley-Korrespondent in den USA tätig.


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