Whatsapp zu, Affe tot. (Naja, fast)

Der bekannte Whatsapp-Affe wird sich wie eine Epidemie unter uns und auf unseren Smartphones ausbreiten.

Es gibt zwei Arten von Menschen, die ich überhaupt nicht ausstehen kann. Zum einen sind es die, die übermäßig viele Emojis beim Chatten einsetzen. Das nervt!  Zum anderen gibt es ja auch eine Spezies, die gänzlich ohne Emojis und Emoticons auskommt. Das sind meistens die Leute, die das ganze “Instant-Messenger-ersetzen-unsere-Face-to-Face-Kommunikation”-Prinzip nicht verstanden haben.

Aber lassen wir das. Mir geht es heute um Emojis. Genauer gesagt, um diese drei Affen.

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Anscheinend findet die auf einmal jeder oberaffengeil. Und ich frage mich, wieso. Dislike, Leute, dislike! Was treibt euch nur dazu, massig und völlig kontextfern Symbole aus einer buddhistischen Lehre in eurer täglichen Kommunikation zu verwenden?

Es nervt. Das kindliche Design dieser Dinger macht mich aggressiv. Diese Affenköpfe ziehen jeden Satz ins Lächerliche. Ja, wirklich. Unerträglich.

Ich frage mich, wie kommt man auf sowas? Kommt sowas bei raus, wenn die Whatsapp-Facebook-was-auch-immer-Kreativleute zusammen sitzen?

  • “Ey, ihr Affen, jetzt mal Brainstorming!”
  • “Super Idee, Chef!”

Wie der grinsende Kackhaufen entstanden ist, kann man sich ja denken. Oder auch nicht.

Ich befürchte, die Affen werden sich ausbreiten. Wie eine Epidemie. Heute noch in Whatsapp, morgen schon auf deinem T-Shirt!

Ein Blick in die Google-Vorschläge bestätigt meine leisen Vorahnungen:

Google 300x490

Leute, ich glaube, es gibt kein Entkommen. Wie damals mit den Hipsterdreiecken, ihr erinnert euch? Die waren auch alle so schön deep, aber gleichzeitig noch flach genug, dass man auch hardcore bekifft noch den Sinn versteht. Ergo, kommt an. Genau sowas steht uns nochmal bevor. Die Erinnerung ist zumindest bei mir noch frisch genug, dass ich mit Grauen in unsere, sich immer mehr digitalisierende Zukunft blicke. Bald sind sie überall.

Höchste Zeit also, sich zu wehren. Nachdem ich mit meiner “Ich-ignoriere-die-Dinger-einfach”-Masche nicht weitergekommen bin, habe ich kurzzeitig überlegt, meine Affen-Emojis verwendenen Kontakte eiskalt zu blockieren, aber diesen Gedanken schnell wieder verworfen. Vielleicht erfindet ja mal ein schlauer Informatiker eine App, die die Affen aufgrund ihrer Algorithmen erkennt und ausblendet. Das wäre mal richtig nice!

Bis dahin lasst uns das Ganze einfach mal mit Humor nehmen. Denkt mal ganz einfach. Da schickt dir jemand einen Affen und was machst du? … Du gibst ihm eine Banane.

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Image “smartphones” (adapted) by Esther Vargas (CC BY-SA 2.0)


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Ann-Kathrin Bertenrath

Ann-Kathrin Bertenrath

studiert Medienmanagement an der Hochschule Mittweida. Sie ist Chefredakteurin des hochschuleigenen Onlinemagazins medienMITTWEIDA.

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