Alle Beiträge zu startups

Campus London: Das „Starbucks für Startups“

By Jakob Steinschaden
Reportage: In dem Londoner Startup-Zentrum können Jungunternehmer Google-Flair schnuppern und sich hocharbeiten. Wirklich gratis ist die Einrichtung aber nicht. Es ist eine reichlich unspektakuläre Seitengasse im hippen Londoner Stadtteil Shoreditch, die sich zu einem der wichtigsten Treffpunkte der europäischen Startup-Metropole entwickelt hat. „Das ist das Starbucks für Startups“, scherzt Google-Mitarbeiter [...]
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Die Cloud-Kriege: Bei Amazon ist das halbe Netz zu Hause

Amazon Web Services
Die Amazon Web Services bieten jungen Internetfirmen Rechenpower und Speicherplatz – und haben sich zum Leidwesen von Google und Microsoft zu einem profitablen Milliardengeschäft entwickelt. // von Jakob Steinschaden 1,57 Milliarden US-Dollar Umsatz und 265 Millionen US-Dollar Gewinn: Die Amazon Web Services (AWS) sind für den Internetkonzern aus Seattle ein [...]
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Barack Obama spricht mit Vox.com

Obama Interview (Bild by Center for American Progress Action Fund [CC BY-SA 2.0], via wikimedia)
Im Podcast „It’s All Journalism“ spricht Vox.com-Chefredakteur Matthew Yglesias über sein Interview mit Barack Obama und die Bedeutung digitaler Medien. US-Präsident Barack Obama ist ein ziemlich großer „Fisch“ in der Welt des Journalismus. Natürlich wäre das jeder amtierende Präsident. Aber Obama hat in in vielen Fällen bewiesen, dass er ein [...]
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Ein Jahr #BTADA: Ein Ohr für Startups im Ausschuss „Digitale Agenda“

Nach einem Jahr Ausschuss „Digitale Agenda“ sieht Thomas Jarzombek (CDU) vorallem in der Verwaltung Fortschritte im Umgang mt dem Thema Netzpolitik. // von Tobias Schwarz Am 19. Februar jährt sich die Einsetzung des Ausschuss „Digitale Agenda“ (BTADA) zum ersten Mal. Zusammen mit unserem Medienpartner Politik-Digital.de haben wir uns mit Mitgliedern [...]
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5 Lesetipps für den 5. Februar

In unseren Lesetipps geht es heute um Netzneutralität in den USA, Reaktionen auf das veraltete Urheberrecht, den Mindestlohn bei Startups, Blogger Relations und ein digitales Parlament in Großbritannien. Ergänzungen erwünscht.

  • NETZNEUTRALITÄT FAZ: Teilsieg für ein offenes Internet in Amerika: In den USA hat die Netzneutralitätsdebatte nach Monaten eine überraschende und drastische Wendung genommen. Heute wird Tom Wheeler, Leiter der Regierungskommission für Kommunikation, ein Regelwerk zur Sicherung der Netzneutralität vorlegen. Bei jemanden wie Wheeler würde ich noch warten, bis ich das Regelwerk wirklich gesehen habe, bevor ich jubeln sollte, aber so oder so wird das Regelwerk auch Signalwirkung für Europa haben.

  • URHEBERRECHT Der Freitag: Man hat Recht: Die Geschichte um die Urheberrechtsverletzung von Jan Böhmermann durch das Twittern eines Bildes von Martin Langer hat, besonders in den Reaktionen, seltsame Züge angenommen. Jan Jasper Kosok versucht auf Freitag.de diese die sogenannte Netzgemeinde spaltende Miedengeschichte nachzuzeichnen.

  • MINDESTLOHN t3n: Der MIndestlohn ist keine Katastrophe für die deutsche Startup-Szene: Meine persönlichen Erfahrungen müssen nicht charakteristisch für eine ganze Branche sein, aber in den seltensten Fällen habe ich als Praktikant ein Umfeld zum Lernen vorgefunden, sondern viel mehr einen Arbeitsplatz, an dem ich mich als vollwertige Arbeitskraft einbringen musste. Ich kann deshalb den Kommentar von Lea Weitenkamp zum Mindestlohn auf t3n nur unterstützen, denn auch ich halte den Mindestlohn nicht, trotz der unbestreitbaren finanziellen Mehrbelastung, für alles andere als eine Katastrophe für die deutsche Startuip-Szene. Ich glaube, dass der Mindestlohn die Arbeitsverhältnisse gerade in diesem Bereich wesentlich verbessern kann.

  • BLOGGER RELATIONS BASIC thinking: Gebt euch Mühe, verdammt!: Es wird niemanden verwundern, dass man in der Medienbranche täglich an die Hundert Mails bekommt. Die meisten sind von Leuten aus PR-Agenturen, vermeintlich aufstrebenden Startups oder Marketingabteilungen, die einem zu einer Berichterstattung in ihrem Sinne bewegen wollen, unabhängig davon, ob die Themen überhaupt zum Medium passen. Ähnlich geht es Netzpiloten-Autor und Chefredakteur von BASIC thinking Tobias Gillen, der diese Situation kommentiert und die Absender der Mailflut zu einer besseren Blogger-Relations auffordert.

  • E-GOVERNMENT Politik Digital: Digital für mehr Demokratie: Ein Forum für politische Partizipation noch in diesem Jahr und ein vollständig interaktives und digitales Parlament samt E-Voting bis 2020 – die Ziele der neuen „Digital Democracy Commission“ in Großbritannien sind ehrgeizig. Mit Hilfe digitaler Technologien soll das britische Parlament in Zukunft effizienter arbeiten, damit jeder versteht, was es tut. Franziska Türk stellt das ambitionierte Vorhaben auf Politik-Digital.de vor.

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5 Lesetipps für den 22. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um WhatSim, das Vertrauen in Nachrichten, Twitter und die State of the Union, den Aufstieg von Instagram und das Leben in Startups aus der Sicht einer Praktikantin. Ergänzungen erwünscht.

  • WHATSIM The Wallstreet Journal: New SIM Card Offers Global Access to WhatsApp: Ein von Telecom Italia Mitarbeiter Manuel Zanella gegründetes Unternehmen bietet eine neue SIM-Karte namens WhatSim an, die es Nutzern auf der gesamten Welt erlauben soll, die zu Facebook gehörige Messenger-App WhatsApp zu verwenden. Diese hat inzwischen 700 Millionen aktive Nutzer, die 30 Milliarden Nachrichten am Tag verschicken, und auf einem guten Weg ist, klassische Textnachrichten zu verdrängen. 150 Länder auf der gesamten Welt sollen mit WhatSim beliefert werden, auch viele Entwicklungsländer, in denen das Angebot nach eigenen Angaben teilweise nur für Euro im Jahr kosten wird.

  • NACHRICHTEN Quartz: Google is now a more trusted source of news than the websites it aggregates: Die Public Relations Agentur Edelman hat eine Umfrage unter 27.000 Menschen veröffentlicht, die das Vertrauen der Bevölkerung in Nachrichten zeigt. Demnach genießen Suchmaschinen, wobei Google hier mit weitem Abstand der Marktführer ist, inzwischen ein größeres Vertrauen als traditionelle Medien, während soziale Netzwerke trotz positiver Entwicklung immer noch mit größerem Misstrauen zu kämpfen haben. Besonders groß ist das Vertrauen der jungen Nutzer in Suchmaschinen.

  • STATE OF THE UNION The New York Times: The State of Our Union, Tweeted: Die State of the Union ist die alljährliche Ansprache, die der Präsident der Vereinigten Staaten zu Beginn eines Jahres hält und seine Einschätzung zur Lage des Landes vorträgt. Dank Social Media hat sich auch diese Veranstaltung inzwischen verändert und es war nicht nur Barack Obama, der seine Einschätzung geäußert hat, sondern zeitgleich konnten alle Abgeordneten auf Twitter ihre persönlichen Meinungen kundtun und das führte somit zu einer angeregten Diskussion statt eines Monologes. Dies ist nur ein Beispiel dafür, wie soziale Medien auch die Politik revolutionieren können.

  • INSTAGRAM t3n: Weigerts World: Der unerwartete Aufstieg von Instagram in den Social-Media-Olymp: Bei t3n hat Kolumnist Martin Weigert sich in dieser Woche mit dem unerwarteten Aufstieg von Instagram auseinandergesetzt. Vor wenigen Jahren noch hätte wohl kaum jemand vorhergesehen, dass es ausgerechnet Instagram gelingen könnte, zu einem ernsthaften Konkurrenten für Branchenführer Facebook heranzureifen; und dabei hat sich hier seit Gründung des Netzwerkes verhältnismäßig wenig getan. Doch es ist wohl gerade die Einfachheit des Dienstes, die von den Nutzern besonders geschätzt wird. Denn die Grundstruktur hat bei Instagram schon immer sehr gut funktioniert.

  • STARTUPS Gründerszene: Praktikum bei Stylefruits: Gaming Nights, Open Door Policy und jede Menge Mode: Wie sieht der Alltag in einem Startup aus? Das wollte Juliette Allaire auch wissen und hat als Praktikantin bei der Münchener Social Shopping Plattform Stylefruits begonnen. Bei Gründerszene.de hat sie ihre Eindrücke geschildert und berichtet von ihren Social Media Aktivitäten und der Kooperation mit Bloggern. Letztendlich kommt sie nicht nur aufgrund der offenen Art des Startups zu einem positiven Fazit: sie fühlte sich nicht bloß als Praktikantin, sondern als ein wichtiger Teil des Unternehmens.

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LeWeb: Wie Mendeley weitere Science Startups fördert

Mendeley Founders (adapted) (Image by Team Mendeley [CC BY 2.0] via Flickr)
Das deutsche Science Startup Mendeley ist ein globales Vorbild und hilft jetzt, Startups aus der Wissenschaft zu fördern. Im Dezember 2014 unterhielt ich mich auf der LeWeb mit Victor Henning von Mendeley, einem der drei Gründer der Plattform, die Publikationen von Forschungsergebnissen digitalisieren will und so die internationale Forschergemeinschaft miteinander [...]
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Wie ist eigentlich das Leben als Gründer?

Creative Company Conference 2011 (adapted) (Image by Sebastiaan ter Burg [CC BY-SA 2.0] via Flickr)
Work-Life-Blending statt vermeintliche Balance – Das Leben als Gründer ist härter als es von außen wirkt, doch auch genauso lohnenswert. Sieben von zehn Startups überleben nicht. Das schreckt viele junge Europäer ab, so eine aktuelle Studie zu Arbeitsmarkt, Karriere und Digitalisierung des internationalen Vodafone Instituts. Gründer, die den Schritt in [...]
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5 Lesetipps für den 27. November

In unseren Lesetipps geht es um das Web-Adressbuch, Google und die neuen Herausforderungen, den GPRA-Vertrauensindex, den Bitkom-Trendkongress und den gescheiterten Versuch, die Privatsphäre zu schützen. Ergänzungen erwünscht.

  • WEB-ADRESSBUCH Online Marketing Rockstars: Die 18. Auflage vom Web-Adressbuch: Das Internet auf Papier: Seit 1998 liefert das Web-Adress-Buch die relevantesten Webseiten im Buchformat. Über 500.000 Exemplare hat Gründer Mathias Weber von seinem Buch bereits verkauft. Seit 17 Jahren recherchieren er und sein Team nach den besonderen Internetseiten, die zwar auch einen Antrag stellen können, aber meistens abgelehnt werden müssen. Finanziert wird die Idee durch Anzeigen. Für 600 Euro können Unternehmen einen Screenshot ihrer Webseite buchen. Etwa 125.000 Euro sind auf diese Weise alleine im Jahr 2013 zusammengekommen.

  • GOOGLE Netzwertig: Neue schwierige Zeiten für den Internetriesen: Google braucht keine Zerschlagung, Herausforderungen gibt es genug: Die angeblich vom Europaparlament geplante Zerschlagung von Google wird vorerst nicht durchgesetzt werden. Dieses Vorhaben war geplant gewesen, da Google derzeit über eine wettbewerbsschädigende Marktstellung verfügt. Nun steht jedoch auch der Marktführer selbst vor einigen Herausforderungen, die es zu überwinden gilt. Im Bereich der Apps, die derzeit die mobile Internetnutzung dominieren, ist es Google nicht gelungen einzugreifen und hat somit zuletzt an Umsatz eingebüßt. Und auch im Bereich der Smartphone-Messenger sind WhatsApp oder SnapChat die führenden Akteure. Für Google brechen schwere Zeiten an.

  • GPRA-VERTRAUENSINDEX Horizont: GPRA-Vertrauensindex: Datenschutzprobleme nagen am Image der sozialen Netzwerke: Die sozialen Netzwerke leiden unter Problemen mit dem Datenschutz. Der Vertrauensindex, herausgegeben von der Gesellschaft Public Relations Agenturen kommt zu dem Ergebnis, dass das Vertrauen der Nutzer in die sozialen Netzwerke, insbesondere in Marktführer Facebook, sehr niedrig ist. Gerade einmal 33 Prozent der Befragten äußerten sich demnach Facebook gegenüber positiv, hinsichtlich Datenschutzfragen, während selbst Google+ als Spitzenreiter gerade einmal 60 Prozent der befragten Nutzer vertrauen. Das Problem sei, dass die sozialen Netzwerke sich kaum ernsthaft mit den Nutzern über das Thema Datenschutz unterhielten.

  • BITKOM-TRENDKONGRESS heise online: Bitkom-Trendkongress: Die Innovation trägt nicht mehr Anzug: Auf dem Bitcom Trendkongress wurde über die Zukunft der Digitalwirtschaft, insbesondere dem digitalen Wandel, diskutiert. Hierbei wurde deutlich, dass viele Unternehmen aus Europa Angst haben von der Entwicklung und US-Unternehmen überrollt zu werden. Aus diesem Grund soll die digitale Binnenwirtschaft in der EU unterstüzt werden. Beispielsweise möchte Brüssel europäische Unternehmen, vornehmlich aus dem Infrastrukturbereich fit für den globalen Wettbewerb machen. Auch die IT-Sicherheit, Big Data und die Förderung von Startups waren Themen auf dem Kongress

  • PRIVATSPHÄRE New York Times: U.N. Urges Protection of Privacy in Digital Era: Die Vereinten Nationen haben eine Resolution, die alle Länder auffordert das Recht auf Privatsphäre in digitaler Kommunikation zu schützen , verabschiedet. Deutschland und Brasilien führten die Bemühungen für eine Lösung zum Schutz der Privatsphäre an. Ohne die richtige Überprüfung würden wir Gefahr laufen den Überwachungsstaat zu stärken, sagte der deutsche Botschafter Harald Braun. Neben Deutschland und Brasilien wurde die Resolution auch von 62 weiteren Staaten unterstützt. Die „fünf Augen“ (USA, Großbritannien, Australien, Neuseeland und Canada votierten aber dagegen.

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Faszination Coworking

coworking (adapted) (Image by janelleorsi [CC BY 2.0] via Flickr)
Coworking ist eine Faszination für sich. Es bedeutet nicht einfach nur in einem Großraumbüro mit anderen Menschen zu arbeiten, sondern es ist eine neue, dynamische, unstrukturierte und spaßige Form des Arbeitens. Coworking ermöglicht Freiheit, Unabhängigkeit und Gemeinschaft miteinander zu verbinden und so eine kreative, inspirierende und gemütliche Arbeitsatmosphäre zu schaffen. [...]
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5 Lesetipps für den 16. Oktober

In unseren Lesetipps geht es heute um HBOs eigenen Streamingdienst, eine Umfrage, die die Sichtweise des Silicon Valley zeigt, das mögliche Ende der Netzneutralität für Werbung, einen Dienst, der Gründerwissen sammelt, und Sascha Lobos neue Kolumne. Ergänzungen erwünscht.

  • STREAMINGDIENST: Golem: Netflix unter Druck: HBO plant eigenen Streamingdienst: Der amerikanische Kabelsender HBO macht Netflix Konkurrenz und kündigte an, ab 2015 einen eigenen Streamingdienst für Serien anzubieten. Der Grund hierfür ist, dass Time Warner, der Mutterkonzern von HBO, sich stärker um Kunden kümmern möchte, die zwar einen Internetanschluss von Timer Warner, aber kein Kabelfernsehen haben. Im Gegensatz zu Netflix hat HBO nicht nur eine Handvoll eigens produzierte Serien, sondern deutlich mehr eigenen Content als der ebenfalls amerikanische Konkurrent. Dadurch dürfte es HBO leicht haben, Kunden für das Zusatzangebot zu begeistern.

  • SILICON VALLEY: The Atlantic: The View From the Valley: The Atlantic hat seine erste Silicon Valley Insider-Umfrage veröffentlicht. In dieser wurden 50 Führungskräfte, Innovatoren und Denker insgesamt 19 Fragen wie “Welches Tech-Unternehmen ist am überbewerteten?” oder “Was ist das meist begehrteste Statussymbol im Silicon Valley?” gestellt. Die Ergebnisse dieser Umfrage wurden von The Atlantic übersichtlich und anschaulich aufbereitet und liefern ein gutes Bild, was die Führungskräfte, Innovatoren und Denker aus dem Silicon Valley denken.

  • NETZNEUTRALITÄT: The Wall Street Journal: Naht das Ende der Netzneutralität für Werbung?: Wenn es nach dem israelischen Startup Shine geht, könnten sich in Zukunft die Telekommunikationsunternehmen mit einem dreisten Plan ihre Anteilen an den Werbeerlösen erkämpfen und somit die Netzneutralität bei Werbung im Internet kippen. Shine Technologies hat nämlich eine Technologie entwickelt, mit der sich Werbung anders behandeln lässt als andere Daten. Laut Roi Carthy, Marketingchef bei Shine, wollen einige große Telekommunikationsunternehmen in den nächsten Monaten Anzeigen blockieren. So sollen die Werbenden zu Verhandlungen gezwungen werden und anschließend einen Teil der Werbeeinahmen an die Telekommunikationsunternehmen abstottern.

  • STARTUPS: t3n: Lernen von Entrepreneuren: The How sammelt Gründerwissen: Mit The How gibt es nach Primer nun den nächsten Dienst, der Startups hilfreichen Content bieten möchte. Anders als Primer erscheint das Projekt der Lean Startup Production aber nicht als App, sondern als übersichtliches Sammelsurium an nutzerwertigem Content. Dieser soll zeigen, wie Startups aufgebaut sind und wie sich diese skalieren lassen. Zusätzlich zu dem kostenlosen Angebot soll The How auch mit Videobeiträgen in Form von Webcasts ergänzt werden.

  • EINFLUSS: Spiegel Online: Sascha Lobo über die Macht der Mädchen im Internet: In seiner neuen Kolumne schreibt Sascha Lobo bei Spiegel Online, warum Mädchen zwischen 13 und 20 Jahren mit ihrem Smartphone “die Welt beherrschen”. Laut Lobo habe das Verhalten der weiblichen Teenager großen Einfluss auf die Netz- und Medienkonzerne, da diese durch die intensive Nutzung der sozialen Medien Trends entstehen lassen, die immer stärker sowohl die digitale als auch nicht-digitale Welt beeinflussen. An verschiedenen aktuellen Beispielen erläutert Lobo seine Position, wobei seine These, dass als Nächstes die Mädchen die Finanzwirtschaft umkrempeln werden, meiner Meinung nach dann doch ein bisschen überspitzt formuliert ist. Lobos Gedanken sind aber auch so erfrischend und lesenswert.

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5 Lesetipps für den 14. Oktober

In unseren Lesetipps geht es heute um Googles Telemedizin, Startups im Sicherheitssektor, YouTubes neues Creator Space, den größten Konkurrenten von Google und den Datenschutz von Messengern. Ergänzungen erwünscht.

  • TELEMEDIZIN Spiegel Online: Google Telemedizin: Virtuelle Sprechstunde statt Selbstdiagnose: Bei Google kann jetzt nicht nur mehr nach Krankheiten gesucht werden, sondern besorgte Suchmaschinennutzer können nun auch direkt per Videochat mit medizinischem Personal sprechen. Momentan befindet sich der Dienst, der eine Spezialanwendung von Google Helpout ist, zwar noch in einer Testphase, doch soll es in Zukunft auch möglich sein, dass Ärzte über Google Helpout ihre Dienstleistungen anbieten können. Ein Einsatz in Deutschland dürfte jedoch unwahrscheinlich sein, da es hierzulande verboten ist, Fernbehandlungsmaßnahmen durchzuführen.

  • STARTUPS Die Welt: Internet-Sicherheit : So verdienen Start-ups am deutschen Datenschutzwahn: Die Deutschen fangen endlich an, sich Gedanken um ihre Daten im Internet zu machen. Aus diesem Grund wollen nun zahlreiche Startups in diesem lukrativen Marksegment Fuß fassen. So verbannt beispielsweise die Software Mynigma unerwünschte Mitleser aus privaten E-Mails und Everbase möchte eine sichere Alternative zu Dropbox anbieten. Die deutschen Startups haben dabei gute Chancen, sich auch international zu behaupten, denn Sicherheit made in Germany sei inzwischen eine Marke geworden. Auch die Investoren haben den zukunftsträchtigen Markt erkannt, auch wenn in Deutschland bislang noch zurückhaltend agiert wird.

  • YOUTUBE New York Times: YouTube Takes Manhattan: Die weltweit größte Videoplattform YouTube hat angekündigt, Anfang November in Manhattan, New York ein weiteres YouTube Creator Space zu eröffnen. In dem Creator Space soll es neben Produktionsstudios und einer Video-Universität auch ein BrandLab geben. In diesem sollen erstmals auch Marken die Möglichkeit bekommen, mit den Creators Kontakt aufzunehmen und diesen zum Beispiel neue Produkte zu präsentieren. Das YouTube Creator Space in New York ist dabei das erste Produktionsstudio der Google-Tochter an der Ostküste der USA. 

  • KONKURRENZ Cnet: Google’s ‚biggest search competitor‘ is Amazon, says former CEO: Google hat so ziemlich jedes Technologieunternehmen als Konkurrent. Doch nicht die Suchmaschinenanbieter Bing oder Yahoo gehören zu den Hauptkonkurrenten von Google, sondern inzwischen ist Amazon der größte Wettbewerber im Suchmaschinensektor, wie Eric Schmidt verkündete. So würden sich sehr viele Menschen auf Amazon über Produkte durch Rezensionen oder die Produktseiten informieren. Vor allem die letzten Entwicklungen von Amazon dürften den Wettbewerb zwischen Google und dem größten Onlineversandhändler verschärft haben, denn erst vor wenigen Monaten hatte Amazon den Online-Streaming-Dienst Twitch aufgekauft sowie angekündigt, eine eigene Werbenetzwerkplattform aufzubauen.

  • DATENSCHUTZ Golem: Datenschutz: Was der Online-Status bei Messengern wie Whatsapp verrät: Wie Informatiker der Hochschule und Universität Ulm herausfanden, verrät der Online-Status bei Messengerdiensten wie WhatsApp weitaus mehr als nur den reinen Online-Status. So konnten die Forscher nur anhand der Daten den kompletten Tagesablauf eines Anwenders rekonstruieren und feststellen, wann eine Person aufsteht, arbeitet oder eine Party besucht. Ebenfalls konnte bei der Untersuchung auch erkannt werden, wer mit wem Kontakt hatte. Laut den Informatikern funktioniere aber eine solche Auswertung nur bei kleinen Personengruppen.

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Warum kommt Google nicht aus Deutschland?

Startup workshop (adapted) (Image by Apps for Europe [CC BY 2.0] via Flickr)
Zwischen den Startup-Szenen in Deutschland und den USA gibt es große kulturelle Unterschiede. Wer auf der anderen Seite erfolgreich sein will, sollte diese kennen. Auf der einen Seite der zupackende, kalifornische Gründergeist mit leicht psychosozialen Defekten, der an seine Idee glaubt und unbeirrt an ihr festhält. Auf der anderen Seite [...]
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Gewinnspiel: Welches Startup will zur LeWeb?

OpenStreetMap GPS trace density in and near Europe (adapted) (Image by Eric Fischer [CC BY 2.0] via Flickr
Wir schicken zwei Startups zur diesjährigen LeWeb nach Paris. Wenn Ihr dabei sein wollt, sagt uns in einem Foto, was euer Startup europäisch macht! Die Europäische Union startete in diesem Jahr ein milliardenschweres Förderprogramm für innovative Startups aus Europa. Ziel soll es sein, dass das nächste Google den Titel „Made [...]
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Die LeWeb kommt für eine Nacht nach Berlin!

Bevor im Dezember die größte Internetkonferenz Europas wieder in Paris stattfindet, geht LeWeb auf Europatour und kommt zum Start nach Berlin! // von Tobias Schwarz

Am Samstag, den 6. September 2014, findet zum zweiten Mal die Lange Nacht der Startups in Berlin statt. Natürlich wird auch Netzpiloten.de mit vor Ort dabei sein, aber besonderer Ehrengast in der Spreemetropole wird die LeWeb sein, Europas größte Internetkonferenz. Diese geht nämlich auf Startup-Tour und startet in Berlin, bevor es weiter nach Stockholm, Paris und Barcelona geht. Gesucht werden dabei die vielversprechendsten Startups Europas, die sich der LeWeb in nur 90 Sekunden langen Pitchs präsentieren können. Danach haben die Zuschauer 5 bis 10 Minuten Zeit für Fragen, bevor eine Jury aus lokalen Kennern der jeweiligen Startup-Szenen die Gewinner für das Finale auf der LeWeb 2014 in Paris bekannt geben wird. Dort werden auch die Netzpiloten mit dabei sein und die Gewinner des Berliner Wettbewerbs begleiten.

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5 Lesetipps für den 29. August

In unseren Lesetipps geht es um vernetzte Roboter, Datenschutz, Startups in Deutschland, Misogynie in Computerspielen und Googles Desinteresse an Blogs. Ergänzungen erwünscht.

  • ROBOTER Medium: Robots With Their Heads in the Clouds: In einem Blogpost auf Medium schreibt der Berkely-Professor Ken Goldberg über unsere Wahrnehmung und Vorstellungen von Robotern und erklärt, dass die wahre Stärke von Robotern sich dann zeigen wird, wenn sich diese miteinander vernetzen, effizient Rechenleitung teilen und miteinander Daten austauschen. Und nebenbei bemerkt, dass Ergebnis wäre zwar nicht ganz so beeindruckend, aber dies können übrigens auch alles jetzt schon Menschen miteinander machen, wenn da nicht Angst und Kontrollverlust so bestimmende Faktoren wären.

  • DATENSCHUTZ Handelsblatt: Bundesdatenschutzbeauftragte wird oberste Bundesbehörde: In den gestrigen Lesetipps haben wir uns schon darüber gewundert, dass Andrea Voßhoff nicht nur die inaktivste Besetzung des Amtes aller Zeiten ist, dafür aber bald auch die unabhängigste Datenschützerin, die es je gab, denn das Amt sollte aus dem Bundesinnenministerium heraus geholt werden. Ergebnis ist wohl, dass Voßhoff nicht mehr Kompetenzen bekommt, sondern nur mehr Gehalt, denn das Amt wird zu einer obersten Bundesbehörde aufgewertet. Mein Blick in die Zukunft verrät mir schon, außer Spesen (wird) nichts gewesen (sein).

  • STARTUPS Deutsche-Startups.de: Über Neid, Missgunst und ganz viel Schadenfreude: Auf Deutsche-Startups.de schreibt Alexander Hüsing über die harte Realtität von Startups in Deutschland. Obwohl der Ruf nach einer Innovationen fördernden Fehlerkultur schon so oft von Podien gerufen wurde, dass es langweilte, haben es Gründer hierzulande noch schwer respektiert zu werden, wenn sie nicht erfolgreich sind oder etwas machen, dass die Menschen noch aus der Zeit vor dem Internet kannten. Neid, Missgunst, Schadenfreude, Unverständnis und Unwissen über Startups sind an der Tagesordnung, wie Hüsing schreibt und wünscht sich mehr Aufklärungsarbeit im Rest der Gesellschaft.

  • MISOGYNIE Ars Technica: The death of the “gamers” and the women who “killed” them: Gewalt in Videospielen ist hierzulande stets ein großes Aufregerthema gewesen, aber meiner Meinung nach ist die Darstellung von Frauen und vor allem Gewalt gegen Frauen in Computerspielen schlimmer. Casey Johnston schildert dazu einen Fall in den USA, der die schlimmste Seite der Gaming-Kultur darstellt. Im Artikel wird auch ein Video der Vloggerin Anita Sarkeesian vorgestellt, deren Videopodcasts über Misogynie in Computerspielen mit zu den besten Medien gehören, die sich mit dem Thema beschäftigen und mir jedesmal eine Gänsehaut verpassen, wenn ich sie, wie schlimm es wirklich um die Rolle von Frauen in unserer Gesellschaft steht.

  • BLOGOSPHÄRE Schneeschmelze: Google schaltet seine Blogsuche ab: Es scheint so, als ob Google seine Blogsuche abgestellt hat und das in Zeiten, in denen die Blogosphäre weltweit an Bedeutung gewinnt. Das dahinter System steckt, erklärt Jürgen Fenn auf seinem Blog Schneeschmelze: „Google entwickelt eine Technik als Clouddienst zur Marktreife, besetzt den Markt, weil die Technik gut ist, verdrängt die Wettbewerber, die daneben kaum noch einen Ort finden, zieht sich dann plötzlich aus dem Geschehen zurück und hinterläßt eine Lücke, so daß das Jammern groß ist.“ Dieser weitere Vorgang unterstreicht noch einmal die Notwendigkeit von nichtkommerziellen Plattformen, denn Privatunternehmen wie Google können machen, was sie wollen und nicht, was für uns alle praktisch und gut ist.

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Startup Safary: Blick hinter die Kulissen der Berliner Szene

Berlin (adapted) (Image by Kai_Vogel [CC0 Public Domain] via Pixabay)
Am 04. und 05. September öffnet die Startup Safary Berlin, der erste „Tag der offenen Tür“ für die Startup Szene, zum zweiten Mal seine Pforten. Auch in diesem Jahr haben Teilnehmer der Startup Safary Berlin die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen von innovativen – kleinen wie etablierten – Digitalunternehmen, [...]
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5 Lesetipps für den 18. August

In unseren Lesetipps geht es um mobile Nachrichten-Apps, Cyberpunk, die Zukunft von LinkedIn, Überwachung und Startups, die auf Datenschutz setzen. Ergänzungen erwünscht.

  • MOBILE FIRST Monday Note: The Future of Mobile Apps for News: Auf Mondaynote.com haben Frédéric Filloux und Jean-Louis Gassée einen Artikel über die Zukunft mobiler Nachrichten-Apps geschrieben und mir klar gemacht, warum ich die Apps von Süddeutsche.de, Stern.de & Co. so schlimm finde, warum das auch sieben Jahre nach dem ersten Smartphone noch so ist und wie sich Nachrichten-Apps in Zukunft entwickeln werden. Die Antwort hat viel mit dem Verständnis von Technologie und die Auswertung von Nutzerdaten zu tun, also zwei Sachen mit denen man sich in Deutschland gerne schwer tut.

  • CYBERPUNK Open Culture: 1990 Documentary Featuring William Gibson & Timothy Leary Introduces the Cyberpunk Culture: Unmittelbar mit der Digitalisierung unser Gesellschaft entstand der Begriff „Cyberpunk“, der seit den 80er Jahren in Videospielen, der Literatur, Filmen und natürlich der Berichterstattung über Technologisierung verwendet und geprägt wurde. Colin Marshall hat auf Openculture.com ein interessante Dokumentation aus dem Jahr 1990 ausgegraben, die man sich hierzulande mithilfe der Umleitung über einen Proxy-Server anschauen kann und die einen spannenden Einblick in Cyberpunk gibt.

  • LINKEDIN The Economist: Workers of the world, log in: Das kommt jetzt vielleicht aus der Schublade mit den Aufschrift „Phantasievolle Geschäftsmodelle“, aber im The Economist ist ein interessanter Artikel erschienen, der erst lesenswert erklärt, wie LinkedIn die Vermittlung von professionellen Berufstätigen revolutionierte, durch das enorme Mitgliederwachstum in Zukunft aber höhere Ziele haben könnte. Wohl kein Unternehmen sammelt global so viele Daten über Arbeitsmärkte wie LinkedIn. Was liegt da näher als den weltweiten Arbeitsmarkt zu analysieren und damit der größte Wirtschaftsversteher der Welt zu werden? Das ist nicht nur für die Wissenschaft interessant, sondern auch für die Politik und expansionsfreudige Unternehmen. Sie sind am Zug, Mr. Weiner.

  • ÜBERWACHUNG Noisey: How Boston Police Used Facial Recognition Technology to Spy on Thousands of Music Festival Attendees: Nach dem Bombenanschlag beim Boston-Marathon wirkte es so, dass die Stadt vor allem durch Gesten der Solidarität auf den Terrorismusakt reagiere. Die Polizei natürlich nicht, wie sich jetzt über ein Jahr später bei einem weiteren Bostoner Großevent zeigt. Zwar war wenig Polizei auf dem Musik-Festival zu sehen, das lag aber daran, dass fast das gesamte Publikum elektronisch überwacht wurde und Gesichtserkennungssoftware zum Einsatz kam. In Vices Musikableger Noisey schreibt Luke O’Neil über die Überwachung des Festivals und das Gefühl, wie ein Verdächtiger behandelt zu werden.

  • STARTUPS Wall Street Journal: Snowden wird zum Geburtshelfer für Startups: Im Wall Street Journal schreibt Stephan Dörner über Startups, die die durch Edward Snowden aufgedeckte Überwachung zum Anlass genommen haben, ihr Geschäftsmodell auf den europäischen Standortvorteil Datenschutz aufzubauen. Wenn aber ein paar Mailanbieter, wenig erfolgreiche und schlecht umgesetzte Messenger, sowie ein Serveranbieter, von dem Sicherheit auch schon vor Snowden erwartet wurde, alles sind, was als Reaktion der Startup-Szene angesehen werden kann, sehe ich eigentlich keine richtige Wirkung. Und warum sollten sich auch Firmen nach einem angeblichen Sicherheitsbedürfnis der Kunden ausrichten, wenn diese weiterhin Dienste wie Facebook, Dropbox, Google. Skype oder WhatsApp nutzen? Die deutschen Standards im Datenschutz sind wirklich gut, aber Nutzungsverhalten macht nicht an Ländergrenzen halt.

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5 Lesetipps für den 7. August

In unseren Lesetipps geht es heute um ein Jahr Leistungsschutzrecht, Journalismus auf Smartphones, Roboter bei der Arbeit, Sponsored Post in der New York Times und Netzneutralität. Ergänzungen erwünscht.

  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT WSJ.de: Außer Spesen bislang nichts gewesen: Am 1. August 2013 trat das Leistungsschutzrecht für Presseverlage in Kraft. Die deutsche Medien-Lobby hatte es geschafft, dass die damalige Bundesregierung aus CDU/CSU und FDP, sowie Teile der SPD im Bundesrat, ein absolut sinnloses Gesetz beschließen, dass rein gar nichts mit dem Urheberrecht zu tun hat und nur gegen Google und andere online erfolgreicher agierende Internet-Unternehmen gedacht war. Das Leistungsschutzrecht für Presseverlage ist ein an sich beeindruckendes Beispiel von Macht, dass aber auch nach einem Jahr mehr Schaden als Nutzen anrichtete, wie Stephan Dörner in der deutschsprachigen Ausgabe der Wall Street Journal dokumentiert.

  • MOBILE FIRST Wired.com: How the Smartphone Ushered In a Golden Age of Journalism: In unseren gestrigen Lesetipps haben wir auf einen lesenswerten Artikel von Ricardo Bilton auf Digiday hingewiesen, der erklärte, dass eine Mobile First-Strategie zu kurz gedacht ist, da je nach Tageszeit auch der Desktop sehr relevant zum Lesen von Inhalten ist. Das stimmt, aber warum trotzdem eine gute Mobile First-Strategie wichtig ist, erklärt Frank Rose auf Wired.com, denn Smartphones & Co. sind wahrscheinlich wirklich der Anfang für eine wirklich goldene Zeit im Journalismus.

  • ROBOTER Theguardian.com: Will robots take our jobs? Experts can’t decide: Auch wenn es bei mancher Lektüre oft so scheint, als ob für die Innovation von morgen schon Hopfen und Mal verloren ist, interessieren sich noch manche Menschen dafür, was bzw. wer kommen wird. Das Pew Research Institut hat über 2.000 Experten zur Zukunft der Arbeit interviewt und diesmal ging es knapp Pro Roboter aus. 52 Prozent der Befragten sehen die zukünftige Entwicklung optimistisch, 48 Prozent nicht. Alex Hern fasst den Report im Guardian lesenswert zusammen und verweist auch auf andere lesenswerte Berichte von Pew Research.

  • SPONSORED POST The Dish: The NYT Caves Further To Sponsored Content: Es muss für Journalismus-Nostalgiker, oder netter ausgedrückt Romantiker, ein Grauen sein, dass gerade die große New York Times mit Siebenmeilenstiefeln in eine Zukunft des Journalismus voranschreitet, in den Sponsored Post eine grundlegende Bedeutung zur Finanzierung von journalistischen Inhalten sind. Das muss nicht immer positiv sein, wie John Oliver vortrefflich erklärt, kann aber auch Positives schaffen, wie uns zum Beispiel. Aber auch uns überrascht die Konsequenz der New York Times, die Andrew Sullivan in seinem Blog The Dish erklärt.

  • NETZNEUTRALITÄT t3n: 4 Gründe, warum Netzneutralität wichtig ist – und gerade Startups dafür kämpfen müssen: Unser ehemaliger Netzpiloten ist gerade für t3n im Silicon Valley und hat abe rnoch Zeit gefunden, eine lesenswerte Analyse zu schreiben, warum die Netzneutralität als Garant für Fortschritt und Innovation im Netz und das Rückgrat der Wettbewerbsfähigkeit gerade für junge Startups von besonderem Interesse ist. Doch anders als in USA interessiert sich die europäische Digitalwirtschaft noch zu wenig für ihren Erhalt. Etwas, dass sich schnell ändern sollte.

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5 Lesetipps für den 7. Juli

In unseren Lesetipps geht es heute um die neuen Wege des Journalismus, Quantencomputer, Überwachung, sowie das Facebook-Experiment und Streamingdienste. Ergänzungen erwünscht.

  • FACEBOOK: W&V: Psycho-Experiment könnte Folgen für Facebook haben: Facebook steht erneut im Fokus von Datenschutz-Aktivisten. Nachdem vor kurzem bekannt wurde, dass Facebook im Jahre 2012 mit einem Test das Nachrichtenverhalten von mehr als 690.000 seiner Nutzer analysiert hat, schlug die Empörung gegen dieses unethische Verhalten große Wellen. Die Gruppe EPIC (Electronic Privacy Information Center) will diesen vermeintlichen Verstoß gegen die Datenschutzbestimmungen nicht hinnehmen und reichte daher eine Beschwerde bei der Aufsichtsbehörde FTC ein.
  • STREAMING: Zeit Online: TV-Sender klagen Streamingdienst zugrunde: Aus Furcht, ins mediale Hintertreffen zu geraten, sagen amerikanische TV-Sender Streamingdiensten den Kampf an. Erstes „Opfer“ wurde der populäre Streamingdienst Aero. Mit einem spektakulären Urteil hat der US Supreme Court den Dienst für illegal erklärt. Wie begründen die Richter ihr Urteil und welche Auswirkung mag dies für die Zukunft des Streamings haben?
  • ÜBERWACHUNG: Heise Online: XKeyscore-Quellcode: Tor-Nutzer werden von der NSA als Extremisten markiert und überwacht: Von der NSA als Extremist abgestempelt zu werden, könnte vielen Internetnutzern schneller passieren als gedacht. Wer im Netz nach Anonymisierungs-Tools, wie „Tails“ oder „Tor“ sucht, erhält von der NSA das Attribut „Extremist“ und wird von da an überwacht. Eine Analyse des Quellcode der NSA-Software Xkeystone gibt dieses Geheimnis preis.
  • QUANTENCOMPUTER: Golem.de: Quatencomputer: Die Fast-alles-Rechner: Aktuelle Computertechnik leidet unter ihren naturgegebenen Beschränkungen. Ein neues Zeitalter bei der Berechnung bisher unlösbarer Aufgaben könnten die Quantencomputer einläuten. Geheimdienste hoffen auf ein neues Machtinstrument, fürchten aber gleichzeitig deren nicht einschätzbare Gefahren. Was ist dran am Traum vom Supercomputer?
  • JOURNALISMUS: meedia.de: Die Crowdspondentinnen starten ihre Deutschlandreise: Wie aus einem kreativen Konzept ein erfolgreiches Projekt entstehen kann beweisen die Journalistinnen Lisa Altmeier und Steffi Fetz. Für ihre durch Crowdfunding finanzierte Reportage reisen sie seit letzten Donnerstag in bester Backpacker-Manier durch Deutschland, um die Themenvorschläge ihrer Community abzuarbeiten. Die Idee kam so gut an, dass EinsPlus die Crowdspondentinnen vom Fleck weg engagiert hat.

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Proteste stören Googles Entwicklermesse Google I/O

Google (adapted) (Image by Carlos Luna [CC BY 2.0] via Flickr)
Vergangene Woche fand in San Francisco die Entwicklermesse Google I/O statt, deren Eröffnungs-Keynote von zwei Demonstranten gestört wurde. Proteste gegen Google sind sicher nichts Neues, doch in der vergangenen Woche haben sie eine neue Qualität erreicht. Während der zweieinhalbstündigen Eröffnungs-Keynote zur Entwicklermesse Google I/O störten zwei Demonstranten die Veranstaltung, als [...]
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5 Lesetipps für den 12. Juni

In den Lesetipps geht es um die Fußball-WM auf Twitter, Patenttrolle schaden Startups, Verbraucherschutz im Netz, Reputationsmanagement und wie Jurassic Park das Medium Film digitalisierte. Ergänzungen erwünscht.

  • #WM2014 Hyperland: Das sind die besten Twitter-Quellen zur Fußball-Weltmeisterschaft: Heute Abend beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 mit dem Eröffnungsspiel zwischen Gastgeber Brasilien und Kroatien. Die Echtzeitinfos dazu gibt’s im Netz. Tobias Wagner stellt im ZDF-Blog Hyperland die interessantesten Twitter-Accounts vor.
  • PATENTE Ars Technica: New study suggests patent trolls really are killing startups: Eine neue Studie hat sich mit den Auswirkungen von Patenttrollen in den USA auseinandergesetzt und die Zahlen sind erschreckend: fast 22 Milliarden US-Dollar wurden dadurch vernichtet und viele Startups kaputt gemacht. Die von Obama mal versprochene Reform des Patentwesen wird jetzt schmerzlich vermisst, aber weltweit bräuchte es eine Neuordnung unseres Umgang mit „geistigem Eigentum“, denn in einer digitalen Informationsgesellschaft können wir uns nicht mehr auf Gesetze aus der Industriellen Revolution verlassen.
  • VERBRAUCHERSCHUTZ Golem: Regierung will Ende-zu-Ende-Verschlüsselung vorschreiben: Eigentlich keines der drei Ministerien, die an der Digitalen Agenda „federführend“ mitarbeiten, scheint das Verbraucherschutzministerium doch das aktivste zu sein, wenn es um digitale Themen geht. Auf Golem schreibt Friedhelm Greis über die geplanten Initiativen zu Datenschutz und Sicherheit. Auch Qualitätsansprüche bei Softwareprodukten und Googles Marktmacht sollen geprüft werden.
  • REPUTATIONSMANAGEMENT Süddeutsche.de: Bewertungen im Internet – Netz der Lügner: Das neue Superhandy, die Digitalkamera, sind sie wirklich so gut, wie die Werbung verspricht? Foren und Kommentare könnten helfen – doch sie sind unterwandert von Lohnschreibern. Früher konnten Verbraucherschützer die falschen Kommentare noch entlarven, mittlerweile ist das fast unmöglich. Robert Gast hat sich für die Süddeutsche Zeitung mit einem ehemaligen Schreiber für Reputationsmanagement unterhalten.
  • JURASSIC PARK CNET: How the digital dinos of ‚Jurassic Park‘ changed everything: Auf CNET schreibt Rusty Blazenhoff einen schönen Reminder, dass die Digitalisierung des Kinos gerade einmal 20 Jahre her ist. 1993 revolutionierte Steven Spielberg mit Jurassic Park das Kino, denn die Dinosaurier waren alles andere als die sich bisher ruckartig bewegenden Stop-Motion-Dinos der 60er Jahre, sondern eine Mischung aus Robotern und digitaler Überarbeitung. Die von der Oscar-Academy produzierte Dokumentation erklärt in 9 Minuten die Bedeutung des Films.

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5 Lesetipps für den 23. Mai

In unseren Lesetipps geht es um die Überwachung seitens der Regierung, Facebook und Journalismus, Startups und die Europawahl, Digitisation sowie das Internet der Dinge. Ergänzungen erwünscht.

  • ÜBERWACHUNG Süddeutsche.de: Juristen werfen BND Verfassungsbruch vor: Es war eine Ohrfeige für die Bundesregierung, wie Thorsten Denkler auf Sueddeutsche.de schreibt: Im NSA-Untersuchungsausschuss erklärten drei hochrangige Juristen – darunter zwei ehemalige Verfassungsrichter – dass der Bundesnachrichtendienst gegen das Grundgesetz verstoßen. Die bisherige Politik der von Angela Merkel und Sigmar Gabriel geführten Großen Koalition müsste beendet und neue Gesetze gegen Überwachung geschaffen werden.
  • JOURNALISMUS PandoDaily: Facebook’s Product Director rips into the media for “failing journalism.” But whose fault is it, really?: Gestern Abend postete Facebooks Produkt-Direktor Mike Hudack einen epischen Text über den Zustand des Journalismus, den er mit diesem grandiosen Satz begann: „Please allow me to rant for a moment about the state of the media.” Sein Kommentar geht mit traditionellen wie auch neuen Medien gleichermaßen hart ins Gericht, bevor er sich der Rolle der Web-Unternehmen widmet. Hier schafft er es leider nicht, seine Facebook-Brille ganz abzulegen, weshalb David Holmes Auseinandersetzung mit dem Kommentar auf PandoDialy nur zu empfehlen ist. (Allein schon wegen der tollen Illustration von Hallie Bateman.)
  • EUROPAWAHL Philipp Moehring: If you’re in startups, go vote.: Auf seinem Blog schreibt der AngelList-Betreiber Philipp Moehring, warum die gestern gestartete Europa-Wahl (Keine Sorge,in Deutschland wird traditionell erst am Sonntag gewählt!) für Startups wichtig ist und fordert alle auf, die irgendwas in Startups zu tun haben, auch wählen zu gehen. Dabei gibt er auch eine kleine Wahlempfehlung ab bzw. empfiehlt keine rechten und nationalen Parteien zu wählen, da diese nur ihre lokalen Märkte im Blick haben. Dem Wahlaufruf kann ich mich nur anschließen, ganz persönlich auch der Ablehnung rechter und nationaler Parteien. Go vote!
  • DIGITISATION CIO.de: McKinsey untersucht die Folgen globaler Digitalisierung: Auf CIO.de stellt Christiane Pütter den McKinsey-Report „Global flows in a digital age“ vor, in dem die Unternehmensberatung aufzeigt, wie die Verlagerung von Dingen, Menschen und Prozessen ins Virtuelle funktioniert und was sie bedeutet. Im Report wird das übrigens als Digitisation bezeichnet. Wieder was gelernt.
  • INTERNET DER DINGE ITespresso.de: Intel eröffnet in München erstes Forschungslabor für Internet der Dinge: Intel verstärkt seine Aktivitäten auf dem Gebiet des Internets der Dinge (IoT) und hat in München ein erstes Forschungslabor dazu gegründet, wie Ralph Schneider auf ITespresso.de schreibt. Verschiedene Intel-Abteilungen und Partner sollen hier an Anwendungsszenarien für das Internet der Dinge arbeiten. Weitere derartige Forschungseinrichtungen sollen demnächst in Istanbul, Stockholm und London folgen.

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5 Lesetipps für den 7. April

In unseren Lesetipps geht es heute um Kritik an Datenschutz-Beauftragte Andrea Voßhoff, das neue Vox.com von Ezra Klein, Engagement im Internet, Startups im Journalismus und der Medienwandel des Fernsehen. Ergänzungen erwünscht.

  • DATENSCHUTZ Donaukurier.de: Kritik am Fehlstart der neuen Bundesdatenschutzbeauftragten Andrea Voßhoff: Auf Donaukurier.de schreibt Rasmus Buchsteiner über die wachsende Kritik an der Bundesdatenschutzbeauftragten Andrea Voßhoff. Als „völlige Fehlbesetzung“ wird sie bereits in politischen Berlin abgetan, auch von Abgeordneten der Großen Koalition. Nach einem halben Jahr soll sich sich demnächst sogar den für Datenschutz zuständigen Mitgliedern des Innenausschusses vorstellen.
  • VOX.COM Daily Intelligencer: Understanding the Newly-Launched Vox.com: Nur drei Monate nach dem Ezra Klein die Washington Post verlassen hat ist der von ihm geleitete Relaunch von Vox.com fertig. Margaret Hartmann erklärt das Neue an Vox.com, dass an sich gar nicht so neu ist: erklärender Journalismus. Dazu nutzt Klein Karten, ähnlich den mobilen Karten der Nachrichten-App Circa, aber wesentlich informativer. So wird ein Thema stückchenweise erklärt.
  • ENGAGEMENT Hyperland: 6 Wege im Web, die Welt besser zu machen: Verschwörungstheorien, Digitalpiraterie, Abmahnwahn, Cybermobbing, Kinderpornografie, Vorratsdatenspeicherung – das Internet erscheint gelegentlich als Sündenpfuhl aus dem siebten Kreis der Hölle. Doch es gibt auch zahlreiche virtuelle Orte, an denen sich alles nur um eine bessere reale Welt dreht. Andreas Winterer stellt sechs solcher Orte im Hyperland-Blog des ZDF vor.
  • STARTUPS Carta: Hinschauen und lernen – was US-Startups im Journalismus besser machen: Christian Fahrenbach ist 2014 Fellow im Tow-Knight Entrepreneurial Journalism-Programm an der CUNY Graduate School for Journalism. Auf Carta stellt er drei Dinge vor, die bei neuen Medien-Projekten in den USA auffallend anders laufen als bei uns: Mehr Service, größere Personenbezogenheit, bessere Kennzahlen.
  • MEDIENWANDEL G! gutjahrs blog: Brauchen wir noch TV-Sender?: Nach dem Ende von „Wetten, dass…?“ und dem Fakt, dass einstige DVD-Versandhäuser erstklassige Serien drehen, steht für Richard Gutjahr die Frage im Raum, wozu wir noch Zwischenhändler wie das Fernsehen brauchen, wenn wir doch in Zukunft auch direkt vom Produzenten kaufen können? Das einstige Leitmedium steht vor einer radikalen Neuausrichtung.

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5 Lesetipps für den 3. April

In unseren Lesetipps geht es um die Zukunft der Mobilität, Startups, Microsoft und das Internet der Dinge, Bitcoin, sowie die Überwachung in Äthiopien. Ergänzungen erwünscht.

  • MOBILITÄT Netzwertig.com: 250 Millionen Dollar für Uber-Wettbewerber Lyft: Individual-Beförderung steht vor massivem Wandel: Nach Uber erhält auch der Rivale Lyft eine enorme Summe von Investoren, um mit seiner On-Demand-Transport-App die Welt zu erobern. Für Personen mit hohen Mobilitätsbedürfnissen sind das gute Nachrichten. Das im Vergleich zu den Startups altmodisch wirkende Taxigewerbe dagegen muss sich fürchten, wie Martin Weigert auf Netzwertig.com schreibt.
  • STARTUPS Carta: Götterdämmerung in der deutschen Gründerszene?!: In Bezug auf die deutsche Gründerszene ist momentan vieles zu lesen: Von zerstörten Hoffnungen über einen Exitus der Eventlandschaft bis zum Abgesang auf die Party in Berlin. Auf Carta schreibt Alexander Hüsing über die Berichterstattung und die Erwartungen an die Start-up-Szene.
  • INTERNET DER DINGE Zeit Online: Kaffeetasse mit Windows-Betriebssystem: Milliarden von Alltagsgegenständen werden bald am Netz hängen. Mit „Windows on Devices“ will Microsoft sein Betriebssystem in diesem Internet der Dinge verbreiten. Patrick Beuth stellt das Betriebssystem für die Kaffemachine und den heimischen Kühlschrank auf Zeit Online vor.
  • BITCOIN Ars Technica: Bitcoin ATM goes to Capitol Hill, lawmakers invited to demo next week: Erst im Berliner Grafekiez, jetzt auf dem Capitol Hill – Washington bekommt einen Bitcoin-Geldautomat, an dem die Mitglieder des US-Kongress sich mit dem praktischen Umgang der Digitalwährung im Alltag vertraut machen können. Cyrus Farivar stellt auf Ars Technica die Aktion von Robocoin vor.
  • ÜBERWACHUNG Techdirt: Towards The Total Surveillance State: Spätestens mit den Leaks von Edward Snowden ist klar, dass die Möglichkeit technischer Totalüberwachung Grund genug ist, diese auch durchzuführen. Ein Musterbeispiel ist laut Human Rights Watch der afrikanische Staat Äthiopien, in dem die Telefon- und Internetüberwachung extreme Ausmaße angenommen hat. Glyn Moody stellt den Human Rights Watch-Bericht auf Techdirt vor.

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5 Lesetipps für den 2. April

In unseren Lesetipps geht es heute um Creative Commons, Streit um Innovation, Überwachung durch die NSA, Zensur in der Türkei und Netzneutralität. Ergänzungen erwünscht.

  • CREATIVE COMMONS Carta: Freie Lizenzen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk: Wie kann ein qualitativ hochwertiger öffentlich-rechtlicher Rundfunk aussehen, der auch in der digitalen Welt eine wichtige Rolle spielt? In einem Gastbeitrag auf Carta.info setze ich mich mit freien Lizenzen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, als Teil der Antwort auf diese Frage, auseinander.
  • INNOVATION CNET: Samsung’s copying makes people ‚question‘ Apple’s innovation: Trotz diverser Gerichtsverhandlungen im Patentstreit zwischen Apple und Samsung, gibt es auch da noch interessante Wendungen. Apples Marketingchef Phil Schiller erklärt von Gericht, wie Samsungs angebliches Kopieren von Apples Produkten, wie das iPhone, den Ruf des Unternehmens schädigt, da es weniger innovativ erscheint als es angeblich ist.
  • ÜBERWACHUNG latimes.com: NSA chief’s legacy is shaped by big data, for better and worse: Der ehemalige stellvertretende NSA-Chef, John Inglis, bestätigt in einem Interview mit der L.A. Times, dass der seit den Snowden-Enthüllungen in der Kritik stehende US-Geheimdienst alle Anrufe, SMS und E-Mails des Iraks in Echtzeit abhören kann.
  • ZENSUR Zeit Online: Türkische Provider geben sich als Google aus: Die türkische Regierung von Erdoğans treibt die Blockade von Internetdiensten weiter voran und versucht dabei immer mehr Einschränkungen. Viele Wege, die Zensur zu umgehen, gibt es nicht mehr, wie Pavel Lokshin auf Zeit Online erklärt.
  • NETZNEUTRALITÄT Startups for Net Neutrality: The Internet is Ours: Das Prinzip der Netzneutralität ist eine wichtige Grundlage für die Entwicklung des Internets und der digitalen Wirtschaft. Auf einer Kampagnenseite sprechen sich internationale Startups für den Erhalt der Netzneutralität aus. Diese zu begrenzen schränkt die Freiheit und Offenheit des Internets, wie wir es kennen, erheblich ein.

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Internet-Startups im europäischen Kontext

Wie können wir die Vorteile eines europäischen Marktes für Startups besser nutzen und welche Rahmenbedingungen müssen dafür geschaffen werden? D64, das Zentrum für digitalen Fortschritt e.V. und die Senatskanzlei des Landes Berlin laden dazu ein, diese Fragestellung heute Abend ab 19 Uhr im Roten Rathaus in Berlin zu diskutieren. Moderiert von Netzpiloten-Kolumnist Nico Lumma, diskutieren Béa Beste, Björn Böhning, Nora-Vanessa Wohlert, Carsten Brosda und Brigitte Zypries über Start-Ups in Europa und die hier vorherrschenden Rahmenbedingungen. Vor der Veranstaltung haben wir Nora-Vanessa Wohlert und Björn Böhning gefragt, wie wir in Deutschland – sei es in Berlin, Hamburg oder München … die Vorteile eines europäischen Marktes für Startups besser nutzen können.

Wie können wir die Vorteile eines europäischen Marktes für Startups besser nutzen und welche Rahmenbedingungen müssen dafür geschaffen werden?


Nora-Vanessa Wohlert, Gründerin von EDITION F


 

Zentral ist die Förderung des Startup-Ökosystems auf mehreren Ebenen: Die Schaffung einer eigenen Definition und Rechtsform für Startup, die Förderung von Startups durch günstige Mieten und Infrastruktur, der Glaube von Investoren an neue Ideen für die es noch keinen Proof of Concept in den USA gibt, die Schaffung von steuerlichen Anreizen für VCs um Investitionen international wettbewerbsfähig zu gestalten, die Entwicklung einheitlicher europäischer Datenschutzregeln um das Potenzial des Binnenmarktes auszunutzen und die Internationalisierung von Startups zu erleichtern. Aber: Wir müssen verstehen, dass Berlin nicht das nächste Silicon Valley wird, und auch nicht werden muss. Das gilt für ganz Europa, wir haben ein viel jüngeres Startup Ökosystem, als die USA, und müssen unsere Vorteile nutzen um etwas zu bauen, dass international erfolgreich wird.


Björn Böhning, Chef der Senatskanzlei Berlin


 

Die Freizügigkeiten des europäischen Marktes bieten uns die besten Voraussetzungen, als Gründer-Standort noch stärker zu werden – allemal in Berlin. Wir haben nahezu unbegrenzte Möglichkeiten, Talente aus dem Ausland zu gewinnen; wir können Gründer, etablierte Unternehmer und ihre Ideen in ganz Europa vernetzen und Kapitalgebern einen einheitlich regulierten Investitionsstandort bieten.

 

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Netzneutralität: Zwei-Klassen-Internet als Nachteil für Start-ups

Europa schießt sich mit der Neuregelung des Kommunikationsmarktes selbst ins Knie, weil sich ohne Netzneutralität kleine Internet-Firmen keine Überholspur als „Specialised Service“ leisten können. Die Netzneutralität besagt bisher, dass alle Daten im Internet gleich behandelt werden. Das E-Mail eines Millionärs ist genauso schnell oder langsam unterwegs wie das E-Mail eines Busfahrers, und wenn YouTube langsam ist, dann ist eben auch Vimeo langsam. Doch wenn die Neuregelung des EU-Kommunikationsmarktes per Verordnung so gestaltet wird, wie es diese Woche der federführende Industrieausschuss ITRE des EU-Parlaments beschlossen hat, dann könnte es bald vorbei sein mit dieser Gleichbehandlung – und US-Firmen wie Google, Facebook, Evernote und Spotify können sich Vorrang vor kleineren europäischen Rivalen erkaufen.

Zustimmung von rechts, Ablehnung von links

Aus Sicht des ITRE-Ausschusses, der diese Woche tagte, hat man die Netzneutralität gestärkt, weil es künftig strengere Regeln bezüglich Netzsperren geben soll. So sollen etwa Mobilfunker künftig nicht mehr Konkurrenten wie Skype (Telefonie-Rivale) oder WhatsApp (SMS-Rivale) aus ihren Netzen verbannen können, was in der Vergangenheit schon vorkam. Der Haken an der Sache ist aber, dass Unternehmen die Möglichkeit haben sollen, zahlenden Partnern „Specialised Services“ von höherer Qualität etwa für Video-on-Demand-Dienste oder „business-critical data-intensive cloud applications“ anbieten zu können, so lange diese nicht die Internetgeschwindigkeit der anderen Kunden beeinträchtigen.

To meet end-users‘ demand for better service quality, content providers may agree deals with internet providers to assure a certain quality of service („specialised services“). Such offers will enable telecom operators to generate additional revenue streams from OTT actors, content providers as well as from consumers, who are willing to pay for better or faster services. These revenues, in turn, will enable operators to finance investments into network upgrades and expansion.“ – Vorschlag der EU-Kommission, 11. September 2013

An der Erlaubnis für diese „Specialised Services“ (im Zuge der Drosselkom-Affäre auch „Managed Services“ genannt) stoßen sich nun die Gegner der Konservativen und Liberalen. „Mit einer Überholspur für Internet-Giganten und Mehrzahler können die Nutzer nur verlieren. Streaming und Internet-Telefonie dürfen nicht den Partikularinteressen der Telekommunikationsanbieter geopfert werden„, kritisiert etwa der österreichische EU-Parlamentarier Josef Weidenholzer (SP). „Diese Entscheidung wird dazu führen, dass große Konzerne deutlich bessere Chancen haben als kleine und mittelständische Anbieter, sich eine Überholspur auf im Internet zu kaufen und sich mit ihren Online-Angeboten auf dem Markt durchzusetzen„, sagt der deutsche EU-Parlamentarier Reinhard Bütikofer (Grüne).

Netzneutralität begünstigte etwa WhatsApp

Und genau an dieser Stelle sollten die Alarmglocken bei Start-ups läuten. Wenn sich große Unternehmen mit entsprechender Kriegskasse die Überholspur leisten können, wie soll sich da eine Neugründung mit ihrem Internet-Dienst durchsetzen können? In einem Internet, in dem aus Convenience-Gründen Sekunden darüber entscheiden, ob ein Service für gut befunden wird oder nicht? Sehen wir uns den Fall am Beispiel WhatsApp an: 2009 gegründet, konnte sich der Messaging-Dienst in nur fünf Jahren von 0 zu 450 Millionen Nutzern aufschwingen, und das mit einem Team von 32 Ingenieuren. Pro Tag verschicken diese User etwa 600 Millionen Fotos pro Tag, das entspricht einer ganz grob gerechnet einer Datenmenge von etwa 55,9 Terabyte (1 Foto = 100 Kilobyte => 60.000.000.000 Kilobyte), und da sind Texte, Videos, Gruppen-Chats etc. noch gar nicht einberechnet.

Als so genannter „Over The Top“-Player betreibt WhatsApp keine eigene Infrastruktur, hat also weder Glasfaserkabel im Boden verlegt noch Sendemasten am Land aufgestellt. Dank Netzneutralität kann sich WhatsApp aber trotzdem darauf verlassen, dass Terabyte an Daten pro Tag so schnell wie möglich (“Best Effort”-Prinzip) und ohne Aufpreis am Display seiner Nutzer landen und diese mit dem Service zufrieden sind. Nun, da WhatsApp ganz oben angekommen ist (Gründer Jan Koum sitzt nach der 19-Mrd.-Dollar-Übernahme im Aufsichtsrat von Facebook), könnte die Abschaffung der Netzneutralität die Position von WhatsApp weiter festigen. Gemeinsam mit dem deutschen Mobilfunker E-Plus (der bald mit der Telefonica-Tochter O2 fusionieren soll) ist ein eigener WhatsApp-Tarif geplant, bei dem unlimitierte Nutzung des Messaging-Dienstes in Aussicht steht. Wenn das Datenlimit des Tarifs erreicht ist, funktioniert WhatsApp weiter, das restliche Internet (also z.B. WhatsApp-Konkurrenten) aber nicht mehr.

US-Riesen: Deals mit Internet-Providern

Ähnliche Deals haben Facebook und Google in Entwicklungs- oder Schwellenländern, wo ihre Dienste kostenlos und unbegrenzt nutzbar sind, andere Dienste aber nicht. Weitere Internet-Firmen, die Kooperationen mit Internet-Providern geschlossen hat, sind der Notiz-Dienst Evernote (mit der Deutschen Telekom) und der Musik-Streaming-Service Spotify (Deutsche Telekom). Diese großen Internet-Firmen können sich solche Deals dank ihrer Millionen-Investments und Werbemilliarden leisten. Was aber, wenn ein kleines europäisches Start-up es besser als WhatsApp, Evernote, Facebook oder Spotify machen möchte? Es wird sich eine Kooperation mit einem Mobilfunker oder einem Internet-Provider kaum leisten können, um genauso schnell und unlimitiert für den User zu funktionieren.

Die EU-Kommission meint, dass es jeder Firma freistünde, sich im Wettbewerb um Kunden einen Vorteil (z.B. bessere Übertragungsqualität) zu erkaufen – in der Praxis leisten werden sich das aber eher die US-Firmen können. Das Absägen der Netzneutralität auf europäischer Ebene ist auch insofern absurd, weil doch gerade die Europäer in technologischer Hinsicht zu den USA aufholen wollen. Anstatt eigene Innovatoren zu begünstigen, bremst man sie aus und gibt den bereits etablierten Internet-Riesen ein Mittel, ihre Position am Markt zu festigen. Und die Kunden? Nun, für diese könnten die Dienste wiederum teurer werden, weil diese für die Überholspur zusätzliche Ausgaben haben. Schöne neue Netzwelt.

Verzweifelter Kampf

Was können Start-ups also noch tun? Der Zug scheint bereits abgefahren, Anfang April wird im EU-Parlament über die Zukunft der Netzneutralität in Europa abgestimmt. Die Online-Kampagne SaveTheInternet.eu kämpft bis dahin gegen ein drohendes Zwei-Klassen-Internet und macht es Internetnutzern so einfach wie möglich, EU-Parlamentarier per Telefon, Fax oder E-Mail zu kontaktieren und sie davor zu warnen, für „Specialised Services“ zu stimmen.


 


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Globaler Erfolg für europäische Startups – Lokalisierung als Sprungbrett

Grundvoraussetzung für internationalen Erfolg ist sprachliche Weitsicht – besonders Startups sollten den Faktor Lokalisierung beachten. // von Helmut Juskewycz Amerikanische Startups haben nach Produktlaunch meist schon einen Milliardenmarkt vor sich ohne eine Sekunde an Mehrsprachigkeit denken zu müssen. Deutsche Startups veröffentlichen ihre Produkte meistens erst auf Englisch (und übersetzen selbst [...]
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