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Moia im Test: Mit dem Sammeltaxi 2.0 von VW auf großer Tour

Moia im Test in Hannover

Ich lebe zwar gern in der Stadt, aber der Autoverkehr nervt mich. Lärm und Stau zu Stoßzeiten sowie zugeparkte Bürgersteige in Wohngebieten, sind nur einige der Übel, die damit einhergehen. Trotzdem ist ein Auto mitunter die beste Lösung, um von A nach B zu kommen. Nicht zuletzt deswegen verfolge ich begeistert den neuen Trend zu bekannten Mobilitätskonzepten wie Ridesharing, bei denen die Digitalisierung für frischen Fahrtwind sorgt. Ein Vorreiter für das Sammeltaxi 2.0 ist Moia, ein Dienst des VW-Konzerns. In Hamburg fährt er derzeit im Testbetrieb, in Hannover schon regulär. Dort, an meinem Wohnort, habe ich ihn über mehrere Wochen ausprobiert. So schneidet Moia im Test ab.

So funktioniert das Ridesharing mit Moia im Test

Das Prinzip an sich ist bewährt. Auf Abruf befördern Kleinbusse Fahrgäste mit ähnlichen Zielen innerhalb eines festgelegten Gebiets. Als moderne Variante davon lässt sich der Ridesharing-Dienst von Moia per Smartphone buchen. Fahrgäste markieren in einer App Startpunkt und Ziel. Außerdem geben sie an, ob sie allein fahren oder auf eigene Rechnung noch jemanden mitnehmen wollen. Bis zu fünf Passagiere passen in einen der derzeit über 70 VW-Kleinbusse von Moia in Hannover. Die App errechnet daraufhin einen festen Preis, der sich selbst bei Stau und Umwegen nicht erhöht. Ist der Nutzer mit diesem Angebot einverstanden, bucht er das Fahrzeug verbindlich. Es holt ihn nicht direkt vor der Haustür ab und lässt ihn auch nicht exakt am Wunschort heraus, sondern an bestimmten Haltepunkten im Geschäftsgebiet. Derzeit deckt der Ridesharing-Dienst in Hannover mit rund 200 Quadratkilometern fast das gesamte Stadtgebiet ab.

In der Praxis: Praktischer als Bus und Bahn, günstiger als ein Taxi

Moia-App für iOS oder Android herunterladen, E-Mail-Adresse und einen Verifizierungscode sowie Bezahldaten eingeben – schon kann es losgehen. Beim Buchen lege ich nach Start, Ziel, Personenanzahl und Kindersitzbedarf noch fest, ob ich sofort oder in bis zu zehn Minuten aufbrechen möchte. Anschließend kalkuliert die übersichtliche und einfach bedienbare App Route, Dauer und Kosten. Für die günstigste meiner zehn Fahrten zwischen Januar und März 2019 verlangt Moia 4,30 Euro. Die „teuerste“ schlägt mit 7,84 Euro zu Buche, in diesem Fall fuhr aber meine Frau noch mit. Das ist deutlich günstiger, als ein Taxi zu nehmen und gleichzeitig praktischer, als mehrfach mit Bus oder Bahn umsteigen zu müssen.

Kinobesuch, Steuerberatertermin, Kneipentreff mit dem Kumpel – für diese und ähnliche Alltagsfahrten habe ich Moia im Test verwendet. Etwa zwischen drei und sieben Kilometer beträgt die Distanz zwischen meinem Standpunkt und dem Zielort. Bis zum Haltepunkt muss ich mal 50, mal 500 Meter zu Fuß gehen. Selbst für einen lauffaulen Menschen wie mich ist das vertretbar.

Und die Fahrt selbst? Alle meine zehn unangekündigten Test-Fahrten sind mustergültige Beispiele für erstklassige Kundenerlebnisse im Mobilitätsbereich. Denn mir begegnen picobello gepflegte Fahrgasträume, bequeme Einzelsitze sowie freundliche Fahrer, die nett grüßen und kein Gespräch aufdrängen. Ein Monitor informiert die Fahrgäste kontinuierlich über die nächsten Ausstiegspunkte. Die Namen sind darauf mit Anfangsbuchstaben abgekürzt. In meinem Testzeitraum gibt es allerdings wenig Grund zur Anonymisierung, denn meistens bin ich der einzige Fahrgast. Selbst zu vermeintlichen Stoßzeiten an Wochenenden fährt nicht mehr als ein weiterer Passagier mit.

Beim Fahrtende muss ich kein Geld in die Hand nehmen, nicht mal die Zahlung per App freigeben. Stattdessen kann ich einfach aussteigen. Den vereinbarten Betrag bucht Moia daraufhin automatisch ab. Einen Beleg darüber erhalte ich per E-Mail.

Eine Fahrt mit Moia in Bildschirmfotos

Planbarkeit, Betriebszeiten und mehr setzt Moia im Test noch Grenzen

Als Zahlungsmittel akzeptiert Moia derzeit nur Kreditkarten von Visa und Mastercard. Wer keine davon hat oder generell keine Zahlungsdaten in einer App hinterlegen möchte, kann den Ridesharing-Dienst also nicht nutzen. Per Bargeld wie im Taxi oder Bus lässt sich die Fahrt nicht bezahlen. Mich stört das nicht. Aber als ich einer interessierten Passantin auf Nachfrage davon berichte, winkt sie ab.

Der Mangel an alternativen Zahlungsmitteln ist nicht der einzige Aspekt, der die Praxistauglichkeit des Dienstes für so manchen Nutzer begrenzt. Wer beispielsweise ins ländliche Umland zur Arbeit pendelt, hat von Moia nichts. Denn dort fährt der Fahrdienstleister nicht hin. Auch partyfreudige Nachteulen müssen sich eine andere Mitfahrgelegenheit suchen, weil Moia um 24 Uhr den Motor ausstellt und erst um 6 Uhr den Betrieb wieder aufnimmt.

Kommt es auf die Minute an, ist Moia ebenfalls nicht die erste Wahl. Während ich mich auf die pünktliche Abfahrt eines Busses oder vorbestellten Taxis relativ gut verlassen kann, muss ich bei der Vorausplanung mit Moia etwas Spielraum einkalkulieren. Denn staut sich auf einer großen Ausfallstraße der Verkehr, kommt das gebuchte Fahrzeug schon mal fünf bis zehn Minuten später bei mir an, als ursprünglich prognostiziert.

Wer ferner mit großzügigem Urlaubsgepäck zum Bahnhof oder Flughafen reisen möchte, kann sich nicht darauf verlassen, genügend Stauraum dafür vorzufinden. Der kleine Kofferraum der Fahrzeuge in Hannover ist nämlich schnell voll. In Hamburg ist laut Webseite zwar ein Gepäckfach vorhanden, dessen Platzangebot aber ebenfalls nur „je nach Verfügbarkeit“ bereitsteht. Gegen einen kleinen Handgepäckkoffer neben dem Sitzplatz spricht aber nichts, versichert mir ein Fahrer, den ich darauf anspreche.

Fazit zu Moia im Test: Dieses Sammeltaxi 2.0 kommt wie gerufen

Für mich erweist sich Moia im Test als ideale Ergänzung zu öffentlichen Verkehrsmitteln. Den Ridesharing-Dienst per Smartphone zu buchen, ist praktisch für Strecken, für die eine Fahrt mit Bus und Bahn sonst mehrfaches Umsteigen mit ungünstigen Taktungen bedeuten würde. Auch für Touren von Stadtrand ohne Anschluss an die U-Bahn ins Zentrum ist der Dienst von Volkswagen gut geeignet. Besonders preissensibel dürfen Nutzer allerdings nicht sein, denn teurer als Bus und Bahn ist Moia eben schon. Flatrates in Form eines Tagestickets sind dabei nicht buchbar.

Das Kundenerlebnis ist erstklassig. Gegen Wagenzustand, Freundlichkeit der Fahrer und App-Bedienung gibt es nichts einzuwenden. Vor diesem Hintergrund kann ich den Ridesharing-Dienst unbedingt empfehlen. Angesichts der dringend nötigen Verkehrswende, ist er zudem absolut begrüßenswert. Damit ein Dienst wie Moia einen wirklichen Unterschied macht, müssen ihn aber noch viel mehr Menschen nutzen als jetzt in Hamburg und Hannover. Meine Testfahrten und stichprobenartige Umfragen in meinem Bekanntenkreis verdeutlichen, dass Nachfrage und Bekanntheitsgrad noch gering ausgeprägt sind. Für zukunftsfähig halte ich dieses Konzept angesichts der gebotenen Leistung allemal. Wünschenswert wäre nur noch, dass Moia wie in Hamburg auch die Flotte in Hannover alsbald vom Verbrennungsmotor auf Elektroantrieb umstellt.

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Images by Moia, Berti Kolbow-Lehradt

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Volkswagen können künftig mit Siri-Kurzbefehlen gesteuert werden

Paolese/stock.adobe.com

Nach Tesla folgt jetzt Volkswagen und unterstützt nun auch Siri-Shortcuts. Volkswagen hat ein neues Update der Car-Net iOS-App eingeführt, mit der ihr jetzt euren VW mit der Siri-Sprachsteuerung sowie den Siri-Kurzbefehlen steuern könnt. In Zukunft soll es möglich sein, dass ihr nur noch Siri bitten müsst euer Auto abzuschließen oder zu öffnen. Auch wenn ihr hupen wollt und die Lichter einschalten möchtet, müsst ihr hierfür nur noch Siri Bescheid sagen.

Welche Befehle werden mit Siri-Shortcuts sonst noch unterstützt?

Auch die mit iOS 12 neu eingeführten Siri-Shortcuts unterstützt das neue Update der Car-Net-App. Mit den Siri-Kurzbefehlen könnt ihr eigene Sprachbefehle für individuelle Aktionen in Apps anlegen. In Zukunft soll Siri mit den Kurzbefehlen auch euren Alltag beim Autofahren erleichtern. Ihr könnt dann künftig per Sprachbefehl den Ladevorgang beginnen oder stoppen und die Temperatur in eurem Fahrzeug festlegen. Zudem könnt ihr den aktuellen Standort des Autos abrufen.

Besonders hilfreich ist die Möglichkeit die Hupe und die Lichter per Siri zu steuern, wenn ihr euer Auto im Parkhaus schneller finden wollt. Ihr könnt dann euren VW kurz hupen oder aufblenden lassen. Die Besitzer können zudem Auskunft über die Restreichweite des Tanks beziehungsweise des Akkus erhalten. Auch der Ladevorgang kann über Siri bei allen Volkswagen Elektrowagen gesteuert werden.

Funktionen bis jetzt nur in den USA verfügbar

In den USA sind viele Modelle ab dem Baujahr 2016 mit den Car-Net Funktionen ausgestattet, mit denen die Fernsteuerung funktioniert. Zudem gibt es in den USA eine eigene Car-Net-App. Der Funktionsumfang unterscheidet sich in der App deutlich von der momentanen deutschen Car-Net-App. In Deutschland ist es noch nicht möglich den Status der Türen über die App zu ändern. Man kann den Staus der Türen allerdings schon abrufen. Nur in dem neuen Touareg ist es in Deutschland möglich, die Türen auch per App zu öffen oder zu schließen. Wann ihr alle Volkswagen-Modelle mit der App wie in den USA steuern könnt, bleibt leider vorerst unklar.


Image by Paolese via stock.adobe.com

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  • WIKILEAKS spiegel: Sicherheitsexperten könnten CIA-Hackergruppe enttarnt haben: “Grasshopper”, “Weeping Angel” oder “Candy Mountain” – die CIA ist bei ihren Codenamen wirklich kreativ! Diese Namen hat jetzt die Enthüllungsplattform WikiLeaks in einer Liste von Werkzeugen und Projekten der CIA veröffentlicht. WikiLeaks könnte es dadurch gelungen sein, bestimmte Hacker-Angriffe dem US-amerikanischen Geheimdienst zuzuordnen. Wie der Sicherheitsdienstleister Symantec nach einer Untersuchung verlauten ließ, geht man von mindestens 40 Fällen in insgesamt 16 Ländern aus, in denen die in den neuen CIA-internen Dokumenten beschriebenen Angriffswerkzeuge gegen verschiedene Ziele eingesetzt wurden.

  • WINDOWS zeit: Wie Windows 10 diskret werden soll: Neues Update für Windows 10! Beim dritten Anlauf wird das Microsoft Betriebssystem jetzt mit dem Creators-Update ausgestattet. Wichtiger Kernpunkt des Updates ist vor allem auch der Datenschutz. Heute soll das Paket mit den neuen Funktionen an die rund 400 Millionen Nutzer ausgerollt werden. “Creators-Update” heißt es zudem durch seinen Fokus auf Aspekte wie Augmented Reality und 3D-Design. Zudem soll es für mehr Transparenz sorgen – zur Veröffentlichung der originalen Version in 2015 wurde das System aufgrund seiner Überwachung stark kritisiert.

  • MINECRAFT t3n: Microsoft startet Marketplace für Minecraft mit eigener Währung: Im neuen Minecraft Marketplace dürfen unabhängige Entwickler von nun an eigene Kreationen veröffentlichen und verkaufen. Das Klötzchen-Spiel ist schon lange für seine kreative Spielerschaft bekannt, jetzt können solche Inhalte von Creators angeboten und zu einem selbst festgelegten Preis verkauft werden. Wer im Marketplace Inhalte anbieten will, muss allerdings zuerst vom Microsoft Partner-Programm akzeptiert warden. Der Minecraft Marketplace ist für Windows, iOS und Android verfügbar.

  • TWITTER wired: Warum Twitters Zukunft in den Händen der Community liegt: Im Mai werden sich Twitter-Aktionäre zur Hauptversammlung zusammenfinden. Thema dabei wird sicherlich auch der Vorschlag der Community sein, eine eigene Genossenschaft zu gründen. Liegt darin die zukünftige Überlebensstrategie des Unternehmens oder ist eine solche Entwicklung eher unwahrscheinlich? Letzteres sei wohl eher der Fall, aber dass das Unternehmen die „We are Twitter“-Bewegung als Tagesordnungspunkt aufnimmt, zeugt zumindest davon, dass die Wünsche der Community berücksichtigt werden. Trotzdem scheint Twitter seien Krise noch nicht überwunden zu haben.

  • KI golem: VW will Autos mit künstlicher Intelligenz versehen: VW ist jetzt eine strategische Partnerschaft mit dem auf künstliche Intelligenz spezialisierten Startup Mobvoi eingegangen. Der deutsche Autohersteller investiert in das Projekt mit dem chinesischen Unternehmen rund 180 Millionen US-Dollar. Spracherkennung war nur der Anfang, fortan sollen anhand der KI-Technologie weitaus mehr möglich sein. Mit diesem Joint Venture begibt sich auch VW nun in den Wettbewerb um die besten Assistenzsysteme in der Automobilbranche.

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  • AUTONOMES FAHREN heise: Autonomes Fahren mit Sedric: Volkswagen zeigt erstes Konzept für autonomes Auto: „Shaping the Future“ stand auf der Einladung zum VW-Vorabend zum Genfer Autosalons, vom vom 9. bis 19. März. Die soll tatsächlich regelrecht würfelförmig sein, so sieht Sedric zumindest aus. Das neue „SElf-DRIving Car“ (daher der Name), das der Konzern jetzt anlässlich des anstehenden Autosalons vorgestellt hat, soll also die Zukunft des autonomen Fahrens gestalten und VW vielleicht auch weiter aus der Diesel-Affäre ziehen. Viele Details verriet der Konzern noch nicht, nur, dass Sedric elektrisch unterwegs sein, ohne Kabel geladen wird und per Knopfdruck angefordert werden kann.

    NINTENDO SWITCH zeit: Spaßpaket mit Schönheitsfehlern: Am Freitag wurde die Gamingwelt um eine neue Konsole erweitert. Mit der Nintendo Switch vereint der Hersteller stationäres und mobiles Gaming in einem Gerät. Nach einem ersten Zocker-Wochenende gibt es nun erste Gedanken und Urteile zur neuen Konsole. Der neue „The Legend of Zelda“-Teil „Breath oft he Wild“ ist dabei ein garantierter Blockbuster, hier verkauft aber eher die Software die Hardware, weitere große Titel für die Konsole bleiben erst noch aus.

  • SOUND engadget: Hands on: Das ist die Sonos Playbase: Für den April hat Lautsprecher-Hersteller Sonos jetzt ein neues, kompaktes Soundsystem vorgestellt. Die Playbase ist dabei vor allem eine geeignete Lösung für Film- und Musikfans ohne viel Platz, denn sie kann direkt unter dem Fernseher aufgestellt werden. Mittels der Trueplay-App wird zusätzlich der Raum soundoptimiert. Mit dem Fernseher wird sie mit Hilfe eines optischen Kabels verbunden, für alle anderen Einsatzgebiete – also das Streamen von Musik und die Kommunikation mit weiteren Sonos-Lautsprechern – kommt WiFi zum Einsatz.

  • NETFLIX t3n: Entscheide selbst, wie der Film endet: Netflix arbeitet an interaktiven Handlungsverläufen: Die Grenze zwischen filmischen und spielerischem Medium scheinen immer mehr zu verwischen. Filmische Spiele sind nichts neuer, aber wie sieht es mit gamifizierten Serien und Filmen aus? Der US-Streaming-Anbieter Netflix soll jetzt an einer Technologie arbeiten, die es dem Zuschauer ermöglicht per Knopfdruck den Handlugnsverlauf der jeweiligen Serie oder Films zu beeinflussen. Vorerst sei das Ganze ein Experiment seitens Netflix, so ermöglicht es den Filme- und Serienmachern aber ungeahnte Storytelling-Möglichkeiten. Bleibt nur die Frage: Will das der Zuschauer überhaupt?

  • FACEBOOK sueddeutsche: Facebook versucht, suizidgefährdete Nutzer zu erkennen: Eine neue Woche – ein neues, weltverbesserndes Facebook-Feature? Jetzt soll es eine künstliche Intelligenz geben, die Nachrichten und Status-Einträge der Nutzer, die auf suizidale Absichten anspielen, erkennen soll. Facebook kontaktiert die Nutzer daraufhin und gibt ihnen Tipps und empfiehlt Beratungsstellen. Das Konzept ist aber keineswegs neu. Schon die App Koko ist ein digitaler Seelsorger, der seit einiger Zeit fest in den bei Jugendlichen beliebten Messenger-Apps wie beispielsweise Telegramm oder Kik verankert ist.

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Schwarm-Mobilität statt Schmieröl-Weisheiten im Land der Autobauer

In Deutschland bekommt man schon Schnappatmung, wenn das Ende des Verbrennungsmotors für 2030 erwogen oder auch nur angedacht wird. Die KP China gibt ein anderes Tempo vor – wie bei der Digitalisierung. In gut einem Jahr müssen nach einem Bericht der SZ für acht Prozent aller in China verkauften Fahrzeuge sogenannte Kreditpunkte gesammelt werden, 2019 dann für zehn Prozent und 2020 zwölf Prozent.

„Die Faustformel, mit der die Konzerne derzeit kalkulieren, lautet: vier Punkte für ein Elektrofahrzeug, zwei Punkte für einen Plug-in-Hybriden“, schreibt die SZ. VW müsste 2018 für den chinesischen Markt rund 60.000 E-Autos herstellen. Bei Plug-in-Hybriden mit einer elektrischen Reichweite von 50 Kilometern seien sogar 120.000 Exemplare notwendig. Gelingt das nicht, müsste VW entweder die Produktion drosseln oder aber anderen Herstellern Kreditpunkte abkaufen. Und das könnte teuer werden.

Probleme für die Exportnation

Jetzt wird hoffentlich auch den Industrie-Lobbyisten blitzschnell klar, wie idiotisch es ist, das Märchen von der guten, alten Exportnation mit Schmieröl und rauchenden Schloten wie zu Wirtschaftswunder-Zeiten zu erzählen. Die Automobilwirtschaft steht vor dem größten Wandel seit der Einführung des Verbrennungsmotors. Die Grenzen der Geschäftszweige verschwimmen, branchenfremde Anbieter erobern den Markt und Newcomer wie Tesla demonstrieren, wie man Elektroautos richtig in Szene setzt. Wertschöpfungsketten werden rekonfiguriert und digitale Plattformen treiben die Vernetzung der Fahrzeuge voran. Und was passiert in Deutschland? Da dominieren Teflon-Statements der politischen und wirtschaftlichen Elite.

Die Vergreisung der Auto-Lobby

Der Ökonom Joseph Schumpeter würde das so kommentieren: Der Zwerg von gestern ist der Riese von heute und der Greis von morgen. Die deutsche Automobilindustrie und die Regierungspolitik sind auf dem Weg in die Vergreisung.

Die alten Industriedenker versäumen es, zukunftsfähige Mobilitätskonzepte zu entwickeln, moniert der Wuppertaler Unternehmer Jörg Heynkes im Utopie-Podcast #KönigvonDeutschland. „Der Umstieg der Antriebstechnologie von einem dreckigen und völlig ineffizienten Verbrennugnsmotor auf einen sauberen Elektromotor ist nur ein erster Schritt. Hier wird nur ein kleiner Teil der Mobilitätswende abgebildet, die wir in Deutschland und Europa brauchen. Ansonsten stehen die Elektrofahrzeuge im gleichen Stau wie die Verbrenner.“

Heynkes bemängelt, dass es in der Politik noch nie den Willen gegeben hat, sich nicht mehr als reines Autoland zu definieren. Etwa bei der Organisation des Schienenverkehrs – lokal, regional und überregional. In Japan gibt es ein einziges Ticketsystem für Busse, Straßenbahnen, U-Bahnen und Hochgeschwindigkeitszügen. „Alles digital, alles mehrsprachig, von jedem Menschen auf der Welt zu bedienen. Alles läuft komplett über Smartphones.“

Bei uns herrsche ein Dschungel von völlig unterschiedlichen Systemen mit grottenschlechten Benutzungsoberflächen. Die Systeme in Japan seien nicht nur einheitlicher, sie funktionieren unfassbar pünktlich. Die Verspätungen aller Zugverbindungen mit dem Shinkansen summierten sich im vergangenen Jahr auf läppische 50 Sekunden. So etwas schafft noch nicht mal eine ICE-Verbindung von Siegburg nach Frankfurt Flughafen.

Politik baut auf Autokäufer

„In der deutschen Politik gibt man sich damit zufrieden, dass Menschen deutsche Autos kaufen“, so Heynkes, der sich in Wuppertal als unabhängiger Kandidat für den NRW-Landtag bewirbt. Schon jetzt sei es möglich, auf einen erheblichen Teil der täglich stattfindenden Mobilität zu verzichten und sie flexibler zu organisieren. Etwa über Schwarm-Mobilität. „Während die Politik wertvolle Zeit verplempert, die schwerfällige Autoindustrie zu nähren, verschlafen wir die wirklich große Wende in der Neugestaltung unseres Landes“, erläutert Heynkes.

Dobrindt und Co. würden einseitig die Interessen der Automobilindustrie bedienen. „Die Kompetenz dieser Industrie beruht auf einem einzigen Produkt und auf einer einzigen Technologie – dem Bau von Verbrennungsmotoren. Das ist der einzige Unterschied zum Rest der Welt. Jetzt kommt eine neue Technologie, die nennt sich Elektromobilität und die ist so simpel, dass der altbewährte Kompetenzvorsprung, den man sich seit Ende des 19. Jahrhunderts erarbeitet hat, keine Rolle mehr spielt“, sagt Heynkes.

Kompetenzvorsprung aus dem 19. Jahrhundert geht verloren

Das sei ein echtes Dilemma, denn die alternativen Technologien und Szenarien lassen sich nicht mehr stoppen. Durch das Nichthandeln und verspätete Innovieren geraten wir global zunehmend ins Hintertreffen. Rund 3,6 Millionen Kilometer werden täglich Strecken mit Tesla-Autos zurückgelegt und produzieren so wertvolle Daten für die Konzeption von intelligenten Mobilitätssystemen, die in zehn bis 15 Jahren nichts mehr mit dem Status quo des Individualverkehrs zu tun haben werden. Der weltweit für Aufsehen sorgende Unfall eines Tesla-Fahrers wird nie wieder passieren, wenn alle Fahrzeuge ein Update bekommen. Bei uns wird der Fall instrumentalisiert, um die Mobilitätswende aufzuhalten. Entscheidend ist die steile Lernkurve der selbstfahrenden Systeme.

Teures Blech steht ständig am Straßenrand

Am Beispiel der Stadt Wuppertal skizziert Heynkes eindrucksvoll, warum wir die Zukunft nicht mehr durch einen Blick in den Rückspiegel gestalten sollten. Wuppertal hat 350.000 Einwohner und 200.000 PKW.

„Die Autos fahren aber nicht ständig durch die Gegend, sondern stehen im Schnitt 23,6 Stunden am Straßenrand, blockieren permanent Flächen und kosten aber 24 Stunden am Tag Geld. Das ist das absolute Gegenteil von Effizienz. Jetzt kommt ein neuer Anbieter und sagt: ‚Liebe Wuppertaler, die Mobilität, die ihr zur Zeit mit 200.000 PKW bewerkstelligt, können wir euch problemlos mit 25.000 Schwarm-Mobilen besser erledigen.'“

Solche ‚Fahrzeuge’ haben kein Gaspedal, keine Bremse, kein Lenkrad. Sie sorgen einfach nur für den Transport von A nach B. Man nimmt nur noch solche Dienste via App über eine Flatrate in Anspruch, ohne überhaupt noch eigene Autos zu besitzen. Keine KFZ-Steuer, keine Versicherung, keine Inspektion, kein Kauf von Sommer- und Winterreifen, keine nervige Parkplatzsuche, keine horrenden Gebühren im Parkhaus und keine teure Benzinbetankung in Abhängigkeit vom Ölkartell. Die Schwarm-Mobile sind lautlos, sauber, umweltfreundlich, dezentral verfügbar und sicher.

Schwarm-Mobile werden alles verändern

Der Zuwachs an Komfort und Lebensqualität durch Schwarm-Mobilität wird alles verändern. 90 Prozent weniger Unfälle, 90 Prozent weniger Werkstätten für Reparaturen, 90 Prozent weniger Taxifahrer, 90 Prozent weniger ADAC-Mitglieder. „Durch eine vernetzte Technologie zur Verbesserung unserer Mobilität ändern sich unfassbar viele Parameter – mit negativen und positiven Folgen, die die Politik jetzt durchdenken muss“, fordert Heynkes.

Was bedeutet das für die Stadtentwicklung und für die Verkehrsplanung? Stadt muss und darf komplett neu gedacht werden. In Wuppertal gibt es rund 630.000 PKW-Stellplätze, die jeweils rund 12,5 Quadratmeter beanspruchen. Fallen die weg, gewinnt man Flächen, um beispielsweise in Kombination von digitaler Technologie, Hightech-Landwirtschaft und Manufaktur Stadtfarmen mit kleinen Kraftwerken aufzubauen. Die Menschen in den Wohnquartieren bekommen gesunde Nahrungsmittel direkt aus der Nachbarschaft – gestern gewachsen, heute geerntet und morgen gegessen. Und das ohne Transportwege und Belastungen mit Emissionen. Obst und Gemüse können zu hochwertigen Produkten veredelt werden in dezentralen und gemeinwohlorientierten Organisationsformen. All das steckt in der Mobilitätswende, aber nicht in den Köpfen der Industriepolitiker und Lobbyisten. Das Notiz-Amt fordert mehr Utopien in der Politik.


Image „traffic“ by pixaoppa (CC0 Public Domain)


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  • VW horizont: Volkswagen investiert mehr in Forschung als Apple, Google und Microsoft:Trotz der Abgas-Krise hält Volkswagen bei seinen milliardenschweren Forschungsausgaben ein hohes Niveau. Der VW-Konzern stellte, gemessen in absoluten Zahlen, wieder so viel Geld für seine Innovationskraft bereit wie kein anderes Unternehmen der Welt. Das besagt eine Studie von Strategy&, der Strategieberatung des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungskonzerns PwC, die Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Demnach will VW im Untersuchungszeitraum (Fiskaljahr ab Juli 2016) rund 13,2 Milliarden US-Dollar (12,2 Mrd Euro) in Forschung und Entwicklung (F&E) stecken. Im Vergleich zum Zeitraum davor wuchs der Volkswagen-Etat um 400 Millionen Dollar.

  • WINDOWS heise: 15 Jahre Windows XP: Windows XP (abgeleitet von „eXPerience“), das heute 15 Jahre alt wird, spielte unter all den Windows-Versionen, die Microsoft je herausbrachte, eine ganz besondere Rolle. Denn zuvor waren Windows-Versionen mit „New Technology“ (NT) Firmenkunden vorbehalten, während sich Privatleute mit den Abstürzen und Aussetzern typischer Windows-9x-PCs herumschlagen mussten. Doch XP wurde der gemeinsame Nachfolger der letzten 9x-Version „Millienium Edition“ sowie von Windows 2000 – endlich wurde NT-Technik für alle angeboten.

  • TWITTER t3n: Noch diese Woche drohen Entlassungen, 300 Mitarbeiter müssen gehen: Twitter muss nach fallenden Verkaufszahlen Geld einsparen. Noch vor der Telefonkonferenz mit Investoren und Analysten am Donnerstag oder rund um diesen Termin könnte es jetzt zu den Entlassungen kommen, verrieten Insider Bloomberg. Auch in diesem Jahr sollen es wieder acht Prozent aller Mitarbeiter sein, die betroffen sind. Am Montag verschob Twitter auch die Veröffentlichung seiner Zahlen zum dritten Quartal um einige Stunden, diese werden jetzt vor dem Öffnen der Börse bekanntgegeben.

  • CYBERSECURITY welt: So soll der Angriff aufs Babyfon vereitelt werden: Die Hackerattacke, die am Freitag die Websites großer Internetkonzerne stundenlang unerreichbar machte, wirft abermals ein Schlaglicht auf die Schattenseiten der Online-Gesellschaft: Viele Hersteller bringen überhastet Produkte für das Internet heraus, ohne sich angemessen um Sicherheitsfunktionen zu kümmern. Denn die lassen sich bislang schlecht vermarkten. Eine EU-Initiative soll das nun ändern.

  • INTERNET datenschutzbeauftragter: Your Social Media Fingerprint – Website zeigt aktive Logins: Über den Tag verteilt melden wir uns bei einer Vielzahl von Diensten und Plattformen an. Viele dieser Dienste verfolgen das Nutzerverhalten bei aktivem Login seiten- oder sogar geräteübergreifend und sammeln dabei eine große Menge persönlicher Daten. Die Website Your Social Media Fingerprint überprüft, auf welcher Seite man gerade angemeldet ist und trägt auf diese Weise zum Schutz der eigenen Daten im Internet bei.

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  • VW Handelsblatt: Neue Vorwürfe gegen Volkswagen: Erneut gerät VW im Abgasskandal unter Druck. Die EU-Kommission beschuldigt VW in einem Medienbericht zufolge, in 20 EU-Ländern gegen Verbraucherschutzgesetze verstoßen zu haben. VW will sich dazu nicht weiter äußern. Analysten schätzen, dass die Aufarbeitung des Skandals um manipulierte Abgaswerte den Konzern am Ende insgesamt zwischen 20 und 35 Milliarden Euro kosten wird.
  • Apple Die Welt: Das neue iPhone soll keinen Kopfhöreranschluss mehr haben: Am 7.September stellt Apple das neue iPhone vor und es könnte erstmals der Anschluss für Kopfhörer fehlen. Man hat auf den bisher veröffentlichten Fotos keinen Kopfhöreranschluss gesehen. Zukünftig sollen die Kopfhörer im Apple-Ökosystem nur noch per Funk oder über Apples eigenen Lightning-Stecker angeschlossen werden können. Dies könnte zukünftig ein Problem für viel Nutzer werden.
  • SAMSUNG HORIZONT: Samsung startet Umtauschaktion für Galaxy Note 7: Nachdem Samsung den Verkauf des neuen Vorzeigemodell Galaxy Note 7 gestoppt hat, kann man nun das Smartphone wieder kostenlos zurückgeben und gegen ein neues umtauschen. Die Geräte wurden vom dem südkoreanischen Technologieunternehmen aus dem Verkehr gezogen, nachdem es vermehrt Fälle von Akkubrand gab. Das Galaxy Note 7 wurde erst vor zwei Wochen in den USA und etlichen anderen Ländern auf den Markt gebracht. Was genau das Problem verursachte, ist bisher nicht bekannt.
  • E-BIKES SPIEGEL ONLINE: Kaufprämie für E-Bikes: Verkehrsklubs fordern Subventionen von bis zu 4000 Euro: Nachdem nun die E-Autos Prämien bekommen sollen, fordert der Verkehrsklub Kaufprämien für E-Bikes. Weil das E-Bike oder Pedelec das Fahrradfahren bequemer und schneller macht, lassen die Menschen ihr Auto stehen. Die Folge wären, dass es weniger Verkehr gäbe und bessere Luft für alle. Die Prämie soll aber nur für E-Bikes gelten, die auch einen gewissen Zweck erfüllen.
  • BEATS heise online: Monster-Klage gegen Beats-Gründer ist gescheitert: Einst waren Noel Lee und seine Firma Monster Geschäftspartner von Beats und dessen Gründern. Nachdem Lee hinausgedrängt wurde und Apple Milliarden für Beats zahlte, fühlte sich Lee über den Tisch gezogen. Er wollte gegen den Beats-Gründer klagen, doch nun ist die Klage gescheitert, da der Richter keine Anspruchsgrundlage fand.
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Über ausgepresste Zitronen in der Automobilindustrie

volkswagen (image by jp26jp[CC BY 1.0] via Pixabay

„Working together to win“ war eine der zentralen Botschaften des baskischen Topmanagers José Ignacio Lòpez de Arriortúa. In der Öffentlichkeit reduzierte man den früheren GM- und VW-Manager auf das Image des gnadenlosen Kostenkillers, der vor allem die Zuliefererindustrie auspresste, wie eine Zitrone. Vor einiger Zeit habe ich dazu eine Story geschrieben und Insider der Branche befragt. Tenor: Der Kosten- und Wettbewerbsdruck in der Nach-Lopez-Ära hat sich dramatisch verschärft und führt zu einer weiteren Konzentration der Auto-Branche. Die Konzerne verfolgen eine globale Strategie mit entsprechenden Auswirkungen für die mittelständisch geprägten Zulieferer: Nur wenige Firmen in Deutschland sind in der Lage, diesem Anspruch gerecht zu werden. Die Zahl der direkten Zulieferer nimmt ab. Man muss in der Lage sein, ein Frontend nicht nur in Europa, sondern auch in anderen Weltregionen herzustellen: „Und das heißt, man muss ein internationales Netzwerk mit dem entsprechenden Lieferanten-Management aufbauen. Das ist eine unverzichtbare Voraussetzung, um modulare Systeme und die notwendige Integration zu realisieren“, so der Geschäftsführer eines großen mittelständischen Unternehmens.

Zulieferer tragen finanzielle Risiken

Autokonzerne konzentrieren sich vor allem auf den Verkauf und den Service rund ums Auto. Dazu zählen Bankgeschäfte, Versicherungen und das Leasinggeschäft. Den Rest drücken sie weg an die Lieferanten, die immer mehr finanzielle Risiken stemmen müssen.

Ein radikaler Wandel der Branche ergibt sich auch aus der Reduzierung der Neuentwicklungszeiten. Früher lag der Lebenszyklus eines Fahrzeugs bei sieben bis acht Jahren. Mittlerweile kommt ein Facelift im Schnitt nach drei bis vier Jahren. Hinzu kommt noch, dass Zulieferer in einer wesentlich kürzeren Entwicklungszeit immer wieder mit Änderungswünschen des Kunden konfrontiert werden. Um adäquat darauf reagieren zu können, müssen die beauftragten Unternehmen in der Entwicklungsphase wesentlich mehr Ressourcen zur Verfügung stellen.

Industrielle Fertigungstiefe in Deutschland sinkt

Zudem verschärfen sich die Bedingungen für neue Aufträge, die von den Konzernen diktiert werden. Das nennt sich dann „Target Cost Squeeze“: Da werden Lieferanten bei neuen Auftra?gen nur beru?cksichtigt, wenn sie osteuropa?ische Lo?hne als Kalkulationsbasis zu Grunde legen.

„Zusa?tzlich fordern Firmen wie VW sogenannte Quick Savings, das sind sofort fa?llige Preisreduzierungen auf das bestehende Gescha?ft in Ho?he von fu?nf Prozent als Gegenleistung fu?r den Erhalt eines neuen Auftrages. Ha?ufig ist es dann so, dass das Bestandsgescha?ft noch in Deutschland produziert wird und hier der Nachlass gegeben wird, auch wenn die Produktion spa?ter in einem Low Cost Standort erfolgt. Bei jedem neuen Auftrag sinkt die Umsatzrendite im Altstandort immer weiter. Des Weiteren mu?ssen vier Jahre lang je fu?nf Prozent an Preisreduktion zugesichert werden. Dieser Preisnachlass la?sst sich durch Produktivita?tssteigerung nur noch in den Low Cost-Standorten darstellen, da in Deutschland die meisten Abla?ufe bereits automatisiert wurden. Aufgrund des hohen Kostendrucks werden zusa?tzlich ganze Entwicklungsauftra?ge in Niedrigstandorte verlegt. In Indien arbeitet ein CAD-Entwicklungsingenieur fu?r rund fu?nf Prozent des deutschen Gehaltsniveaus und zusa?tzlich ohne Arbeitszeitbegrenzung. Daru?ber hinaus erfolgt die Produktion der meisten Werkzeuge und Maschinen ohnehin schon in Asien“, sagt der Automobil-Kenner Thomas Meichsner.

Made in Germany war gestern

Mit einem Lohnkosten-Unterschied von rund 40 Euro in Deutschland und vier bis sechs Euro in den osteuropa?ischen La?ndern, werden ganz sicher immer mehr Industriearbeitspla?tze in Niedriglohnla?nder verlagert. Die Milliarden, die VW an Kosten fu?r die Abgasmanipulationen zu tragen hat, wird das Unternehmen auf viele Schultern verteilen.Die Zulieferer bekommen das u?ber den erho?hten Verhandlungsdruck bei Neuauftra?gen zu spüren – ganz ohne Lopez.

Eines muss den Autokonzernen klar sein: Wenn sie sich nicht abhängig machen wollen von den großen Mega-Zulieferern, haben sie nur in den mittelgroßen, flexiblen und innovativen Zulieferern und deren Kooperationen die leistungsfähigen Alternativen. Allerdings muss die Autoindustrie den mittelständischen Zulieferern faire Chancen zum Überleben lassen – in Deutschland. Das Notiz-Amt wird das aufmerksam beobachten.


Image „Volkswagen“ by jp26jp (CC BY 1.0)


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  • SMARTPHONE sz-magazin: Sechs Regeln gegen den Smartphone-Wahnsinn: Bei vielen Menschen hat man den Eindruck, sie seien zu Sklaven ihrer Smartphones geworden. Dauernd schlagen Mitteilungen von Freunden oder Apps auf dem Bildschirm ein. Minütlich wandert der Blick auf das Smartphone, um ja keine Nachricht zu lange unkommentiert zu lassen. Man scheint komplett auf dieses Leben im Netz fixiert zu sein. Einer SZ-Autorin wird es irgendwann zu viel. Unbewusst hart wirft sie ihre Tasche samt Smartphone auf den Boden – es geht kaputt. Sie greift zu einem alten Nokia Mobiltelefon und macht sich wieder auf in die Offline-Welt. Doch können wir ohne die Vorteile des Smartphones leben.
  • INSTAGRAM wsj: Publishers Flock to New Instagram Stories: Anfang August wurde ein neues Update von Instagram bereitgestellt, das eine neue Funktion in die App bringen sollte – Instagram Stories. Was eigentlich schon lange auf der App Snapchat zu sehen ist, lässt nun den Content auf Medienaccounts bei Instagram explodieren. Diese Entwicklung hilft auch Snapchat, weil die App professioneller aufgebaut ist und mehr Möglichkeiten bietet, um seine Fotos und Videos zu bearbeiten.
  • LYFT techcrunch: GM expressed interest in buying Lyft, but Lyft declined: Der US-amerikanische Autokonzern General Motors (GM) arbeitet schon länger mit dem kalifornischen Mitfahrdienst Lyft zusammen. 500 Millionen Dollar investierte GM dieses Jahr in das Startup, das mit Uber konkurriert. Uber wird allerdings immer stärker und Lyft braucht neue Investitionen. GM wollte Lyft nun übernehmen, was die Führung des Startups allerdings ablehnte. Man wolle mit neuen Finanzierungsrunden Investoren gewinnen, um einen erneuten Angriff zu starten.
  • SPACEX digitaltrends: Elon Musk landed his sixth Falcon 9 rocket after launching a satellite into orbit: Das Projekt SpaceX macht weiter Fortschritte. Nachdem ein Satellit in den Orbit geschossen wurde, konnte sich CEO Elon Musk nun auch über die erfolgreiche Landung einer weiteren Falcon 9 Rakete freuen. Das ist die sechste Rakete, die Musk mit seinem Luftfahrtkonzern unbeschadet auf den Boden zurück bringt.
  • ELEKTROAUTOS handelsblatt: Anschluss gesucht: Die großen deutschen Autokonzerne haben strickte Pläne vorgestellt, die sich auf die Elektromobilität beziehen. Geplante Milliardeninvestitionen bei VW, eine Submarke bei Daimler und auch BMW hat die Priorität des Themas erhöht. Man will sich der Pioniersarbeit des US-Konzerns Tesla anschließen, doch in Deutschland gibt es ein großes Problem. Es mangelt an Ladestationen, deren Ausbau nur stockend vorangeht.
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Top-Manager und die dunklen Hinterzimmer der Macht

Secret (adapted) (Image by Sebastiano Terreni [CC BY 2.0] via Flickr)

Die großen Konzerne in Deutschland sind nach Auffassung des FDP-Politikers und früheren Top-Managers Thomas Sattelberger selbstherrliche Parallelgesellschaften: „Und innerhalb der großen Konzerne sind Leitungsgremien noch mal eigene Parallelwelten, die umgeben sind von einem Hofstaat ähnlich wie bei Ludwig XIV. Das ist aber ein Spiegelbild der Gesellschaft.“ Die Folgen dieser abgeschotteten Machtblöcke kann man bei VW wie in einem Brennglas beobachten. „Ein altes System versucht verzweifelt, alte Macht und alte Technologie zu verteidigen – zuerst in Grauzonen und dann illegal“, kritisiert er weiter.

Aggressive Konzernziele

Generell setzen sich diese Organisationen extreme ökonomische Marktziele mit aberwitzigen Renditeerwartungen. Und das gilt nicht nur für VW. Diese aggressiven Ziele sind häufig mit nicht-innovativen Strukturen gekoppelt und einem strengen Regime des Gehorsams. Wer nicht spurt, wird bestraft. „Da hocken dann die verängstigten oberen und mittleren Manager sowie Vorstände in ihren Büros und stellen sich die Frage, wer als Nächstes geköpft wird. Ihre gesamte Welt ist die Konzernwelt. Sie sind mit ihrer Rolle total verschmolzen, die sogar bis zum Suizid führt“, erläutert Sattelberger im ichsagmal.com-Sommerinterview.

Der entrückte Wolfsburger Kosmos

Wer sich die jüngsten Kommunikationsdesaster von VW anschaut, erkennt schnell, wie entrückt Wolfsburg von der realen Welt ist. Es ist der anmaßende Glaube, dass nichts schief gehen kann. Das war nach Meinung von Sattelberger auch lange Zeit so:

„Der Lopez-Skandal ging durch, der Skandal mit dem bezahlten niedersächsischen SPD-Bundestagsabgeordneten ging durch, die 13.000 Euro von Kanzler Schröder für den Wiener Opernball gingen durch, die Brasilien-Exkursion von Peter Hartz ging durch. Piech wurde dadurch nicht beschädigt. Der Druck auf Kunden und Partner, den VfL Wolfsburg zu sponsern, ging durch. Das ist ein System der Omnipotenz.“

Da werde despotisch durchregiert und der Vorstandschef bekommt nur das zu hören, was er hören will. Vonnöten wären Checks and Balances, um diesem Treiben ein Ende zu bereiten. Also ein Regelwerk, das es unfähigen und machtbesessenen Managern sowie Unternehmern erschwert, allzu großen Schaden anzurichten. Die Mütter und Väter des Grundgesetzes haben das für die Politik sehr gut hinbekommen.

Die Täter des alten Systems können nicht sanieren

Für die Wirtschaft gilt das nicht. Die Machtsysteme von Konzernen und großen mittelständischen Unternehmen benötigen Störungen. VW hingegen holt die Täter des alten Systems an die Macht, um die Sünden der Vergangenheit zu bewältigen. Das könne nicht gutgehen, moniert Sattelberger und findet sich in guter Gesellschaft. So spricht der US-Staatsanwalt Eric Schneiderman in seiner Anklageschrift gegen VW von einer reuelosen Firmenkultur, die zu dem systematischen Abgasbetrug geführt habe. Mitten im Zentrum der Vorwürfe steht nicht nur der abgelöste VW-Boss Winterkorn, sondern auch sein Nachfolger Matthias Müller. Als Chef des Audi-Produktmanagements wird ihm vorgeworfen, schon 2006 von der unzureichenden Abgasbehandlung gewusst zu haben. „Man darf nicht den Bock zum Gärtner machen“, moniert Sattelberger und fordert härtere Corporate Governance-Regeln, die in der angelsächsischen Welt schon vor Jahrzehnten öffentlich debattiert und eingeführt worden sind.

Aufsichtsrat ohne Aufsicht

Auch in Skandinavien gibt es gute Modelle. So wird der Nominierungsausschuss für Vorstandsposten nicht vom Aufsichtsrat gebildet, sondern von der Hauptversammlung bestimmt. Wer sich hingegen Aufsichtsräte wie bei VW näher anschaut, weiß, warum es keine richtige Aufsicht gibt. „Da sitzen die Familienmitglieder Piech und Porsche, da sitzen zwei ruhige Vertreter aus Katar, da sitzt eine Bankerin aus der befreundeten Wallenberg-Familie, das Land Niedersachsen und die wohlgestimmte Arbeitnehmerseite. Wir alle wissen, was da passiert. Das ist eine Konstruktion, um als Arbeitsbeschäftigungsmaschine für Niedersachsen zu dienen“, führt Sattelberger aus. Von wirklicher Kontrolle könne da nicht gesprochen werden.

Habitus statt Qualifikation

Nominierungen für Vorstandsposten würden leider im Verborgenen laufen. Die Entscheidung der Telekom, ihn als Personalvorstand an Bord zu holen, sei klandestin auf einem Schloss in der Nähe von Berlin abgelaufen. Oben zähle nur noch der Eindruck im Gespräch. Habitus sei dabei wichtiger als die Qualifikation. „Das ist nur ein kleines Referenzsystem. Unterhalb der Top-Etage sieht das anders aus. Da kommt eine ausgefeilte und sehr valide psychologische Eignungsdiagnostik zum Einsatz“, weiß Sattelberger. Würde man dieses Verfahren auch bei Top-Managern als Hürde setzen, könnte man schnell erkennen, das viele von denen einen Schatten in der Birne haben – neurotisch, aggressiv, machiavellistisch und teilweise auch psychopathisch. „In einer guten Eignungsdiagnostik kommt man an solche Themen ran. Aber oben wird die nicht mehr angewandt. Das wissenschaftliche Auswahlverfahren gibt es für das gemeine Volk. An der Unternehmensspitze zählt nur noch der Habitus“, so Sattelberger. Um das zu ändern, fordert er eine Corporate Governance, die ein strengeres Regelwerk erstellt und Fehlverhalten sanktioniert. Man brauche Störenfriede im Vorstand und eine Graswurzelbewegung im Unternehmen. Es müsse eine Personalfunktion geben, die souveräner agiert. Sattelberger fordert eine konsistente kritische Medienbranche als Kompass für gutes Unternehmertum und gutes Management. Fehlentwicklungen und Korruption müssten kontinuierlich angeprangert werden. Zudem brauche man analog zu Politikern eine ManagerWatch-Plattform und eine digitale APO, um den zivilgesellschaftlichen Druck zu erhöhen. Das Notiz-Amt ist gespannt, ob sich der Neu-Politiker mit seinen Forderungen durchsetzt.


Image (adapted) „Secret“ by Sebastiano Terreni (CC BY 2.0) 

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5. Lesetipps für den 23. November

In unseren Lesetipps geht es heute um den USB Typ C, Unterscheidungen bei der Google-Suche, den Black-Friday, die VW-Abgasaffäre und Sensorenkleidung.  Ergänzungen erwünscht.

  • USB t3n: Darum können wir uns auf USB Typ C freuen: Der neue USB Typ C soll den herkömmlichen micro USB-Standard ersetzen und Einiges einfacher machen. Der neue Stecker wird nicht nur für Smartphones und Tablets zu nutzen sein, sondern auch in Notebooks und anderen Geräten, wie Festplatten, TV-Geräten usw. univesell einsetzbar sein. Im Gegensatz zu den verschiedenen Größen und Formaten der aktuellen USB Typen A und B soll der Nachfolger nur noch ein Format bedienen. Die nervige Suche nach dem passenden Ladekabel kann also bald ein Ende haben. Hersteller wie Samsung, HTC und Huawei setzen auf den neuen Stecker, sondern auch Intel und Apple. Einige Geräte, darunter das Nexus 6P und Apples Macbook, sind bereits mit dem USB Typ C ausgestattet.

  • GOOGLE-SUCHE horizont.net: Nur jeder dritte Teenager erkennt den Unterschied: Für die Nutzung von sozialen Netzwerken und Internetanwendungen fehlt manchmal die richtige Aufklärung für Kinder. Bei der Unterscheidung von Suchergebnissen und Werbung, bei der Google-Suche, zeigen sich bei einem Großteil der Kindern und Jugendlichen Schwierigkeiten. Nur 31 Prozent der Zwölf bis 15-Jährigen konnten die Unterscheidung zwischen Werbung und Suchergebnissen feststellen. Dies wurde aus der Befragung einer Ofcom-Studie ersichtlich. Zudem wurden Wissenslücken in Bezug auf Youtube deutlich, welches viele Kinder als Ersatz des Fernsehens nutzen. 53 Prozent der befragten Kinder wussten zum Beispiel nicht, dass die Youtuber für ihren Video-Auftritt bezahlt werden.

  • BLACK-FRIDAY  heise.de: Black-Friday-Angebote nehmen auch in Deutschland an Bedeutung zu: Der “Black-Friday” aus den USA erlangt auch in Deutschland immer mehr an Bedeutung für den Online-Handel. In den USA ist der “Black-Friday” der Brückentag zwischen Thanksgiving und dem Wochenende, auch genutzt als Rabatt-Tag, an dem viele Online-Händler den Kunden zahlreiche Rabatte auf ihren Einkauf gewähren. Der “Cyber Monday” folgt am Montag darauf mit weiteren Online-Angeboten. Auch in Deutschland gibt es diese Angebot am 27. und 30. November. In den letzten Jahren konnten in den USA bereits Spitzenumsätze an diesen Tagen verzeichnet werden.

  • VW welt.de: TÜV erhebt schwere Vorwürfe gegen Bundesregierung: Im VW-Abgasskandal geht die Frage nach dem Warum weiter. Aktuell geht es darum zu erfahren, warum der TÜV nichts von den geschönten CO2-Werten bemerkt hatte. Die Vermutung besteht, dass die Prüfgesellschaft und der Autokonzern zu eng zusammen arbeiten und deswegen eine genaue Prüfung ausblieb. TÜV Nord-Chef Guido Rettig bestreitet ein Fehlverhalten des TÜVs, wirft hingegen der Politik die Schuld zu. Diese untersagt den Prüfern, durch bestehende Gesetze, die Motorsoftware genauer zu untersuchen. Die Mitarbeiter hatten demnach wohl keine Möglichkeit, die Manipulation zu entdecken.

  • SENSORENKLEIDUNG golem.de: Sensoren am Körper bald ganz selbstverständlich: Wird Kleidung mit Sensoren in ein paar Jahren bald zum alltäglichen Gebrauch gehören? Ein Forscher aus Erlangen prophezeit, dass diese Technik, mit der man beispielsweise mitthilfe eines T-Shirts Herzryhthmusstörungen erkennen kann, sich in den nächsten Jahren gleichermaßen wie der Gebrauch von Smartphones eingliedern wird. Durch eingenähte Sensoren in verschiedene Kleidungsstücke könnten körperliche Funktionen gemessen werden. Einerseits sehr nützlich in Bezug auf verschiedene Krankheiten, andererseits weist die Technik aber auch die Gefahr auf, wie beim Smartphone, dass ein Missbrauch der Technik manchmal das eigentliche postitive Nutzen überdecken könnte.

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5 Lesetipps für den 19. November

In unseren Lesetipps geht es heute um VW, kostenloses WLAN in Regionalzügen, Shnups – ein neues Startup aus Berlin, das neue Design von Google+ und ein gescheitertes Kickstarter-Projekt. Ergänzungen erwünscht.

  • VOLKSWAGEN horizont: Abgas-Affäre: Volkswagen bittet US-Kunden um Geduld: Volkswagen bittet seine US-Verbraucher um noch etwas Geduld und um Entschuldigung. Da in L.A. gerade die Auto-Messe stattfindet, nutzt der Konzern die Chance eine Kampagne zu starten und veröffentlicht in 30 bekannten US-Zeitungen das Entschuldigungsschreiben. Außerdem benutzt Volkswagen auch digitale Banner und eine Microsite, um die Kunden zu erreichen. Der Sinn hinter dieser Kampagne ist unter anderem, seine Kunden vorerst zu beruhigen.

  • WLAN DIE WELT: Erster Regionalzug erhält kostenloses WLAN: WLAN in der ersten Klasse des ICE ist inzwischen keine Neuheit mehr. Die zweite Klasse wird vermutlich im nächsten Jahr damit ausgestattet werden. Jetzt probt die Deutsche Bahn auch in Regionalzügen erstmals kostenloses WLAN. Ein Problem stellt sich der geplanten Vernetzung allerdings in den Weg: Nicht überall auf den Strecken, gibt es Netz und außerdem haben die Wagen keine Steckdosen. Und doch blickt man der großräumigen Vernetzung optimistisch entgegen, sodass vielleicht in fünf Jahren ein nennenswerter Umfang an WLAN auch in den Regionalzügen erreicht werden kann.

  • SHNUPS Gründerszene: Ein digitales Sammelalbum für die wichtigsten Hashtags: Shnups, eine Seite, bei der eine Community die spannendsten und interessantesten Tweets, Videos, Posts oder Fotos zu einem Hashtag formt. Dieser Hashtag wird kurz erklärt und anschließend kann man all diese Inhalte gebündelt auf einer Themenseite wiederfinden. Das klingt zunächst etwas verwirrend aber das Startup aus Berlin hat sich etwas ganz besonderes dabei gedacht: Durch die vielen Plattformen, die es inzwischen gibt, gehen auch viele Inhalte unter, da sie kreuz und quer im Netz verteilt sind. Aber Shnups soll das jetzt ändern.

  • GOOGLE+ cnet: Google+ erhält neues Design: Ein Design, welches Collections und Community in den Vordergrund stellt – das ist der neueste Schritt, den Google+ gerade geht. Aber nicht nur das Design der Webseite wurde überarbeitet sondern auch das für die Apps für Android und iOS. Und scheinbar kommt das bei den Nutzern sehr gut an, denn den Communities sollen sich angeblich täglich 1,2 Millionen neue Nutzer anschließen. Auch die Collections Funktion wächst schneller. Allerdings heißt es, dass das neue Design von Google+ noch nicht alle Funktionen unterstützt.

  • ZANO-DROHNE t3n: Debakel für Zano-Drohne: Europas erfolgreichstes Kickstarter-Projekt ist endgültig gescheitert: Obwohl die Crowdfunding Kampagne für die Mini-Drohne Zano den Entwicklern Millionen eingebracht hat, ist das Kickstarter-Projekt gescheitert. Zano hätte bequem per Smartphone gesteuert werden und HD-Videos und Selfies aus der Luft aufnehmen sollen. Allerdings wurden nur knapp 600 der bestellen 15.000 Mini-Drohnen verschickt. Diejenigen, die in das Projekt investierten, werden anscheinend demnächst von einem Insolvenzverwalter kontaktiert. Das Scheitern ist allerdings sehr schade, denn Zano galt bisher als erfolgreichstes europäisches Kickstarter-Projekt.

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5 Lesetipps für den 10. November

In unseren Lesetipps geht es heute um das WLAN-Gesetz, Barack Obama bei Facebook, Technik in der Landwirtschaft, das iPhone 7 als Nothelfer und den VW-Abgas-Skandal. Ergänzungen erwünscht.

  • WLAN GESETZ Golem.de: Störerhaftung: EU-Kommission hat Bedenken gegen das WLAN-Gesetz: Der WLAN-Gesetzentwurf der Bundesregierung stößt auf viele negative Stimmen, denn das größte Problem ist, dass er sich nicht zur Lösung des eigentlichen Problems eignet. Die Bundesregierung möchte, dass WLAN von jedem genutzt werden kann und das ohne sich anmelden zu müssen. Der Entwurf spricht jedoch andere Bände. Laut den Formulierungen, wie beispielsweise “Zugang zum Internet nur dem Nutzer gewähren, der erklärt hat, im Rahmen der Nutzung keine Rechtsverletzungen zu begehen”, kann WLAN nicht offen für alle sein, sondern erfordert die Zugangsdaten aller Nutzer, die außerdem erklären müssen, dass diese keine Urheberrechtsverletzung begehen, wenn sie das jeweilige Netzwerk nutzen.

  • OBAMA handelsblatt: US-Präsident: Obama hat nun “eigene” Facebook-Seite: “Hello Facebook” und eine Videobotschaft – mehr braucht Barack Obama nicht, um auf sich bei Facebook aufmerksam zu machen. Und auch schon innerhalb weniger Stunden erntete der US-Präsident 200.000 Likes dafür. Seine erste Videobotschaft galt einem Aufruf zum Kampf gegen den Klimawandel. Auf seiner Facebook-Seite können Nutzer jetzt Kommentare und Nachrichten hinterlassen aber eine Freundschaftsanfrage, kann man dem Präsidenten nicht schicken. Sein bisheriger Facebook-Account wird von seiner Wahlkampforganisation “Organizing for Action” betreut. Sein neuer Account, wird vom Weißen Haus gepflegt und hier geht es in erster Linie nur um den Präsidenten als Menschen.

  • LANDWIRTSCHAFT Gründerszene: “Wir sind besser als Google”: Bauern sind altmodisch und verstehen nichts von Technik – die Zeiten sind längst vorbei, denn einige Landwirte sind technisch so gut aufgestellt, wie sonst keine andere Berufsgruppe. “Smart Farming” nennt sich der landwirtschaftliche Helfer und dient in vielen Bereichen. Kühe lassen sich von Robotern melken und Drohnen bekämpfen Schädlinge auf dem Feld. Allerdings herrscht technisch gesehen in Deutschland noch erheblich Nachholbedarf im Vergleich zu den USA. Aber die Tendenz ist steigend, denn schon mehr als 50 Prozent der Landwirte beschäftigen sich mittlerweile mit “Smart Farming”.

  • IPHONE 7 CHIP: Apple patentiert den Panik-Button: So wird das iPhone 7 zum Nothelfer: Das iPhone 7 wird zum Nothelfer, denn Apple hat sich mit dem sogenannten Panik-Button ein Patent gesichert. Mit diesem Modus können die Nutzer des Smartphones ganz einfach nach Hilfe rufen oder für Diebe das Gerät unbrauchbar machen. Das Konzept des Buttons sieht folgendermaßen aus: Der Home-Button wird zu einem Fingerabdruckscanner, sodass nur der Nutzer auf alle persönlichen Daten zugreifen kann. Bei einem Diebstahl wäre das Smartphone für den Dieb nicht zu gebrauchen. Der Panik-Modus soll – wenn alles tatsächlich umsetzbar ist – die aktuelle GPS Position ermitteln können und diese weiterleiten. Außerdem ist es denkbar, dass eine Audio- oder Videoaufnahme gestartet wird, sobald man den Panik-Button berührt. Ob und wie diese neuen Funktionen im neuen iPhone umgesetzt werden, bleibt allerdings noch fraglich.

  • VW faz.net: Bei 540.000 Autos in Deutschland genügt Software-Update nicht: Nach dem großen VW-Abgas-Skandal, sind scheinbar größere technische Änderungen nötig, als lediglich ein Austausch der manipulierten Software. Rund 540.000 Diesel-Fahrzeuge in Deutschland werden mehr brauchen, als ein Update. Hier seien sogar Anpassungen in der Motortechnik nötig. Insgesamt sind europaweit etwa 8,5 Millionen Dieselautos von der manipulierten Software betroffen. Schon im Oktober gab VW zu, dass bei vielen Autos ein Software-Update nicht ausreichen wird, sondern auch andere Eingriffe erfolgen müssen. Die ganze Rückrufaktion startet, so wie es heißt, im Januar und kann sich über das ganze Jahr erstrecken.

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Sponsored Post: Rallytheworld

Die neue Kampagne von Volkswagen geht an die Fans. Eine Danksagung der anderen Art.

VW-hill

Rallye-Weltmeisterschaften kann man nur mit enormer Leidenschaft, genügend Kompetenz und der grandiosen Unterstützung der Fans gewinnen. Darum sind es auch schon drei Weltmeistertitel geworden. Nun möchte VW danke sagen und das mit Aktionen von, über und für die Fans. Eine gelungene Aktion.

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