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Codewise – Online Marketing mit KI

Viele sehen sie im Bildschirm aufleuchten. Meistens im Hintergrund und scheinbar zufällig, stechen uns die markanten Werbebanner reflexartig in den Sehnerv. Nur selten kann man sich dieser Form des Merchandisings entziehen. Jedoch hat man oft den Eindruck, dass manche ihr Ziel verfehlen, da sie im Bilderdickicht des World Wide Web verschwinden. So geht aber auch eine Menge Kapital flöten. Die Optimierung und Skalierung von Online-Kampagnen ist jedoch entscheidend für die Monetarisierung und das Wachstum eines Unternehmens. Eine völlig neue Satzung ist die logische Konsequenz. Um die Vorgaben zu erfüllen und ökonomisch zu verwerten, benötigt man entweder eine hohe neuronale Vernetzungsintelligenz oder ein passendes Werkzeug. Das polnische Startup-Unternehmen Codewise hat nun ein Tracking-Werkzeug entwickelt, das mit künstlicher Intelligenz arbeitet und eine optimale Platzierung von Anzeigen-Traffic verspricht. Die Software nennt sich Voluum und basiert auf einer Offer Automation-Technologie.

Automatisiertes Marketing statt manuelle Tests

Die Ki-gestützte Engine des Voluum ermittelt aufgrund der Performance automatisch die optimale Verteilung des Datenverkehrs und passt sie in Echtzeit an. Sie arbeitet mit einer Präzision, die mit manuellen Tests nicht möglich wäre. Die Kapitalrentabilität steigt dadurch genauso, wie die Konversionsrate und Einnahmen pro Besucher. Durch die simultane Angleichung entfällt die bis dahin erforderliche Anpassung der Traffic-Flow-Strategie. Ein weiterer Vorteil ist die beinahe grenzenlose Kapazität mit der man Kampagnen verarbeiten kann, einschließlich der Skalierbarkeit, die jederzeit möglich ist. Damit der Voluum-Tracker auf dem neuesten Stand bleibt, wird ihre KI für die Erfolgsmessung und Optimierung der Werbekampagnen kontinuierlich mit neuen Fähigkeiten aufgewertet. Durch die regelmäßige Anpassung wird eine konstante Performance garantiert und die Wettbewerbfähigkeit erhalten. Bei einer manuellen Verteilung der Ad-Traffic würde der Zeit- und Budgetaufwand steigen, da man nicht weiß, welches Angebot das Beste ist. Die Offer-Funktion hingegen wertet alle verfügbaren Daten aus und setzt sie automatisch um. 

Codewise gehört weltweit zu den führenden Entwicklern von Ad-Exchange und Ad-Measurement-Plattformen. Das polnische Unternehmen wurde im Jahre 2011 von Robert Gryn gegründet und gehört zu den zweitstärksten wachsenden Unternehmen in Europa. Er ist mit seiner Firma zugleich der kreative Wegbereiter für KI-gestützte Lösungen im Online-Marketing-Bereich zur Messung der Wirkung und Verwaltung von Online Werbung. Mit der automatisierten Verfahrenstechnik konnten viele Unternehmen eine bessere Performancerate erzielen und ihre Renditen signifikant steigern. Das Produkt ist auch in der Lage, große Datenmengen zu verarbeiten, was ein weiterer Vorteil ist. Ein weiteres Codewise Produkt heißt Zeropark. Es bietet hochwertigen Push-, und Domain Traffic für Marketing Kampagnen an. Auf der Plattform kann man den Traffic von geparkten Domains einkaufen und weitervermitteln. Damit sind meist die Vertipper-Varianten von Domains gemeint. Der Inhaber solch einer Domain, kann die Besucher die aus Versehen bei ihm landen, weitervermitteln und somit Geld verdienen.


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Netzpiloten @hallo.digital

Die Wirtschaft 4.0 fordert großes Umdenken von allen Unternehmern und Mitarbeitern. Digitale Transformation heißt die Herausforderung, mit der sich Unternehmen heutzutage beschäftigen müssen. Die hallo.digital macht Karlsruhe am 9. und 10. April zwei Tage lang zum Zentrum dieser Umwälzung. Wir freuen uns, erstmals als Partner mit dabei zu sein und sind gespannt, was die netzstrategen GmbH dieses Jahr auf die Beine gestellt hat.

Am ersten Tag erwarten euch auf drei Bühnen Vorträge zahlreicher Online-Experten zum Thema Digitale Transformation. Am zweiten Tag werden die Impulsvorträge schließlich fundiert um praxisnahe Workshops ergänzt. Außerdem bietet die hallo.digital den idealen Rahmen um bei einem guten Drink zu netzwerken. 

Welche Speaker werden da sein?

Zu den Referenten der hallo.digital gehören unter anderem unser Hamburger Freund Nico Lumma vom next media accelerator, sowie Luisa Dziki von der Seokratie GmbH. Mit Michael Döhler und Stephan Sperling sind außerdem auch Experten aus dem eCommerce auf der hallo.digital vertreten. Wir freuen uns auf Manuel Dietrich als Experte im Bereich KI und Machine Learning sowie auf die Woman.Digital-Gründerin Halide Ebcinoglu und Dr. Jürgen Rink, den Chefredakteur vom c’t Magazin.

Welche Themen erwarten euch?

  • SEO: Damit Produkte und Websites gefunden werden, müssen sie für die Suchmaschinen optimiert aufgebaut werden.
  • Social Media & Content-Marketing: Soziale Medien sind wichtiger Bestandteil der Marketings. Umso wichtiger ist der Kampf um mehr Reichweite.
  • KI / Machine Learning: Künstliche Intelligenz ist eine der wichtigsten Zukunftstechnologien, die unsere Arbeitsprozesse weitreichend verändern wird. 
  • eCommerce: Der stationäre Handel nimmt immer mehr ab. Es ist wichtiger denn je, sich online möglichst stark zu positionieren
  • Design / UX: Design und Bedienbarkeit kann den Unterschied machen, ob ein Kunde auf der Seite bleibt oder gleich wieder geht.
  • Data & Tracking: Nicht nur für KI, sondern auch für das Unternehmen selbst ist es wichtig, das Nutzerverhalten zu kennen.

Und sonst noch?

Tickets zur hallo.digital erhaltet ihr direkt über die Webseite der Veranstaltung. Solange der Vorrat reicht, gibt es noch das stark reduzierte Blind Bird Kombi-Ticket für 219 Euro, das unter anderem auch die After-Show-Party und einen 10 Prozent-Gutschein für den Workshop Day beinhaltet. Workshops sind entsprechend noch nicht in den Tickets enthalten. Für Studierende, Rentner und Menschen mit Behinderung, bietet die hallo.digital zudem ein preislich nochmal reduziertes Kombi-Ticket für 149 Euro an.

Wir freuen uns auf die hallo.digital und wünschen allen Teilnehmenden zwei bereichernde Tage. Vergesst nicht den Hashtag #HalloDigital, um die digitale Transformation auch ins Social Media zu tragen.

 

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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • REDDIT t3n: Kein Reddit für Nazis: Onlineplattform schließt rechtsradikale Foren: Die Onlineforen-Plattform Reddit ist ein wahrer Pool an verschiedenen Themen, Gruppierungen und Meinungen. In sogenannten Subreddits kann sich zu allerlei möglichen Themen ausgetauscht werden, manchmal sucht man in diesen Unterforen aber vergeblich nach Moral wie man sie im richtigen Leben erwarten würde – und manchmal sind solche Inhalte sogar gesetzeswidrig, gewaltverherrlichend etc.. Reddit hat jetzt aber einen bedeutenden Schritt gegen Hassbotschaften im Netz gestartet und seine Richtlinien dementsprechend geändert. Denn zuvor waren rechtsradikale Inhalte auf der Plattform zumindest geduldet. Etliche Hass- und Nazi-Foren, wie /r/NationalSocialism und /r/ Rechtsradikalismus – sogenannte „Subreddits“ – wurden jetzt geschlossen. Ex-Chef Yishan Wong lehnt eine solche Art der „Zensur“ – selbst bei solchen Inhalten – jedoch ab.

  • EPRIVACY wired: Die ePrivacy-Verordnung macht das Netz datenschutzfreundlicher: Das EU Parlament hat sich gestern mit 318 gegen 280 Stimmen für besseren Schutz gegen Tracking und für verschlüsselte Kommunikation entschieden. Netz- und Werbeunternehmen müssen jetzt strengere Richtlinien befolgen und das Surfen im Interent und der Umgang mit Apps wie WhatsApp, Google Mail etc. sollte jetzt ein Stück weit sicherer sein. Ein Stück mehr ePrivacy für Europa, jedoch erst einer von vielen, die noch getätigt werden müssen.

  • TWITTER zeit: Twitter verbannt RT und Sputnik als Werbekunden: Wer, wie, wo, was bei der US-Wahl 2016 beeinflusst oder manipuliert hat ist nicht ganz klar. Vor allem russischen Medienquellen werden Beeinflussugnsversuche vorgeworfen. Auch die beiden Medienunternehmen RT und Sputnik sollen mutmaßlich manipuliert haben. Twitter zieht jetzt zur Verantwortung und last beide Medienhäuser nicht länger Werbung auf ihrer Plattform schalten. Twitter bestätigte im Vorfeld, dass zur US-Präsidentschaftswahl im letzten November gezielt russisch finanzierte Inhalte zugunsten des Kandidaten Donald Trump platziert wurden.

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  • CEBIT spiegel: Virtual Reality auf der Cebit: Der 1000-Euro-Handschuh: Endspurt auf der CeBit! Virtual Reality ist mittlerweile in der Tech-Welt angekommen und vor allem die dazugehörigen Brillen sind nichts neues mehr. Auf dem Event in Hannover wurden jetzt neue Controller und Sensoren vorgestellt, die auf neue Wege mit der Technologie arbeiten. Wann VR endlich ihren Durchbruch habe ist ein wiederkehrendes Thema auf der Cebit. HTC Vive will beispielsweise mit dem Sense Glove überzeugen, einem VR-Handschuh.

  • GOOGLE businessinsider: Google hat ein altes Produkt wiederbelebt und diesmal scheint die Zeit dafür reif zu sein: Jetzt ist es offiziell, die Navigations-App Google Maps wird jetzt um ein Live-Tracking-Feature erweitert, mit dem sich Kontakte auf Wunsch verfolgen können. Vorbei die Zeiten, wo man behaupten konnte, dass man den Bus verpasst hat, obwohl man erst noch zuhause in der Dusche hängt. Datenschutz-Bedenken erstmal beiseite fragt man sich allerdings auch, wieso der Konzern diese Idee noch nicht früher hatte. Tatsächlich gab es das Projekt unter dem Namen „Latitude“ bereits 2009.

  • INTERNET zeit: Ironiefrei das Internet sicherer machen: Microsofts Chefjurist Brad Smith schlägt eine Digitale Genfer Konvention vor und will damit das Internet zu einem sichereren Ort machen. Smith wirbt seit einigen Wochen für deine Idee der Digitalen Genfer Konvention und ist quasi auf diplomatischer Mission unter anderem in Davos, San Francisco oder nach Berlin unterwegs. Auf einer Veranstaltung der Princeton Universität in Berlin appelliert er an Staatet, sich zu verpflichten, wenigstens in Friedenszeiten keine zivilen Einrichtungen und Personen zu hacken und IT-Sicherheitslücken offen zulegen, statt sie zu horten oder gar zu verkaufen.

  • ANDROID heise: Android O ausprobiert: Das ist neu, das wird anders: Mit Android O will Google jetzt die neue Version seines Betriebssystems auf den Markt bringen. Die erste Entwicklerversion wurde jetzt ohne Vorankündigung freigegeben. Zu den neuen Features soll beispielsweise auch eine verlängerte Akkulaufzeit zählen, denn laut Angaben von Google soll Android O Hintergrundprozesse von Apps einschränken. Außerdem soll es ein verbessertes Erinnerungsfeature geben und die Bild-in-Bild-Funktion soll ausgebaut werden.

  • SUPER MARIO RUN t3n: Super Mario Run ist jetzt auch für Android verfügbar: Nachdem Nintendo den Videospiel-Klassiker Super Mario als Smartphone-Version “Super Mario Run” bereits für iOs-Geräte veröffentlichte, können jetzt auch Android-User den Klemptner endlich über den Smartphonescreen hüpfen lassen. Gestern wurde die App einen Tag früher als gedacht im Google Play Store veröffentlicht. Wie für iOs wird es das Spiel auf Android nur als Testversion kostenlos geben, die Vollversion muss nach wie vor gekauft werden. Nintendo erhofft sich, mit der Android-Version erheblich mehr Umsatz machen zu können, da das Android-Betriebssystem auf knapp 80 Prozent der Smartphones läuft.

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Künstliche Intelligenz lässt die Kassen aufatmen

Computer, Mac, MacBook, iPhone, Tastatur, Arzt, Doktor, Schreibtisch, Stock

Der britische National Health Service (NHS) hat kürzlich Pläne bekannt gegeben, eine mobile Gesundheits-App, die mit künstlicher Intelligenz arbeitet, mithilfe einer Million Londoner zu testen. Das Ziel dabei ist, Diagnose und Behandlung von Patienten zu erleichtern, in dem diese an einer Echtzeit-Text-Konversation teilnehmen, die den NHS-Telefonservice (der von dem Aufpasserdienst Care Quality Commission kritisiert worden ist) komplettieren wird. App-Entwickler Babylon Healthcare Ltd verwendet Algorithmen, um erste Diagnosen zu erstellen, die dann mit menschlicher Beratung ergänzt werden. Die App hat bereits eine herausragende CQC-Bewertung erhalten.

Die App wird wahrscheinlich für gemischte Reaktionen sorgen, bei denen begeisterte Technikliebhaber denjenigen gegenüber stehen, die der Meinung sind, mehr Technologie bedeute eine reduzierte Gesundheitsversorgung durch Menschen. Doch während dem NHS nachgesagt wird, an einer humanitären Krise zu leiden und dass eine wachsende Gesundheitsversorgung die Ressourcen belastet und an ihre Grenzen bringt, müssen intelligente Lösungen gefunden werden. Es lässt sich kaum bestreiten, dass die Probleme einer begrenzten Finanzierung dauerhaft zu diesem einzigartigen öffentlichen Service dazugehören. Vielleicht ist die Künstliche Intelligenz eine Antwort darauf.

Tatsächlich besteht effektive Gesundheitsvorsorge immer aus einer Kombination von systematisierter technologischer Effizienz und menschlicher Pflege, die sich auf den Patienten konzentriert. Gespaltene Anschauungen über Technologie helfen oft nicht weiter. Es ist zudem notwendig, zu erkennen, wie dieser Umgang mit Gesundheitsvorsorge Teil einer großen technischen Revolution ist, in der zahlreiche Objekte im Internet der Dinge verknüpft werden, die alles, angefangen vom Gesundheitswesen bis hin zum Verkehrswesen, verändern werden.

Die Bedienung der NHS-App ist wirklich einfach und wurde mit der Nutzung des Kurznachrichtendienstes WhatsApp verglichen – jedoch mit einem gravierenden Unterschied: Man chattet mit einem Computer, nicht mit einer Person. Sobald die App heruntergeladen ist, gibt man seine grundlegenden Gesundheitsinformationen ein und beginnt anschließend, seine Symptome zu erklären. Der Roboter, der „antwortet“, wird in etwa folgende Dinge sagen „Ich brauche etwas mehr Details von Ihnen, bevor wir beginnen“ oder „fast geschafft“, um das Gespräch aufrecht zu erhalten. Nach einem ausführlichen Austausch könnte folgendes Ergebnis dabei herauskommen:

„Okay, Ihre Symptome scheinen nicht für einen Notfall zu sprechen, aber ich denke, Sie sollten weitere Untersuchungen in Anspruch nehmen. Stellen Sie sicher, dass Sie innerhalb der nächsten zwei Wochen einen Arzt konsultieren werden. Tun Sie das nicht, können sich die von Ihnen beschriebenen Symptome verschlimmern. Also vereinbaren Sie jetzt einen Termin und ich werde Sie demnächst daran erinnern. Sollte sich die Situation in der Zwischenzeit ändern und Sie fühlen sich schlechter, sprechen Sie so schnell wie möglich mit einem Arzt.“

Dieser digitale Diagnose-Dienst verfolgt das Ziel, ein zusätzliches Kommunikationsinstrument zwischen dem NHS und dem Patienten zu schaffen. Er ist Teil eines größeren, digitalen Öko-Gesundheitssystems, das Online-Gesundheits-Tracking beinhaltet. Zudem nutzt die App den Vorteil, dass einige Leute heutzutage lieber per Textnachrichten chatten, als am Telefon miteinander zu sprechen.

Dieses digitale Phänomen wird von dem Versprechen angetrieben, soziale Probleme mittels breiter technologischer Entwicklungen zu lösen. Anwendungen im Gesundheitswesen könnten für die Gesellschaft einen großen Gewinn bedeuten, während die Funktionalität der App durch die Ansammlung von großen Datenmengen verbessert wird. Die Tech-Firma Babylon ist mit anderen großen Firmen verbunden, die daran arbeiten, ähnliche Services zu entwickeln wie Deep Mind von Google. Der Service will Daten der NHS-Diagnosen beispielsweise dafür nutzen, bestimmte Diagnosen früher stellen zu können oder für eine effektivere Überwachung der Behandlung sorgen.

Auf der Consumer Technology Association (CES), der weltweit größten Tech-Messe in Las Vegas Anfang 2017 gehörten KI-Home-Systeme zu den angesagten Hits. Vielleicht hat der NHS also eine intelligente Lösung zur richtigen Zeit entwickelt. Die Menschen sind derzeit eher bereit, eine „Beziehung“ zu einer aufmerksamen Maschine aufzubauen als zu einem Mitarbeiter im Call Center.

Digitale Ärzte

Diese Entwicklungen werden durch die Annahme vorangetrieben, dass diese Formen der Kommunikation innerhalb einer digitalen Wissensökonomie neutralere und genauere Antworten liefern, während sie menschliche Fehler umgehen. Allerdings räumen Wissenschaftler ein, dass innerhalb des entstehenden Forschungsgebiets kritischer Gesundheitsstudien Algorithmen als Teil eines komplexen Netzwerks von Zusammenhängen zwischen menschlichen und nichtmenschlichen Akteuren gesehen werden müssen. Vor Kurzem verglich eine Studie die diagnostische Genauigkeit eines Arztes mit der eines Computers und kam zu dem Ergebnis, dass der Mediziner die Algorithmen „um Längen“ übertraf.

Daher sollten wir einige wichtige Fragen zur Einbindung künstlicher Intelligenz in das Gesundheitswesen stellen. Wie sinnvoll kann eine Liste möglicher Diagnosen für Menschen sein, die sie von einer Maschine erhalten? Werden die Menschen diese Ratschläge befolgen oder darauf vertrauen? Wie detailliert wird die KI auf menschliche Unterschiede eingehen und Faktoren wie die lokalen Umstände, Leistungsstärke oder den kulturellen Hintergrund miteinbeziehen? Einen weiteren wichtigen Aspekt stellt die Berücksichtigung der Hintergründe der Nutzer dar. Angesichts der fortdauernden Bedenken über Ungleichheit bezüglich des digitalen Zugangs und der digitalen Kompetenz müssen Versuche für die Zukunft digitaler Gesundheitstechnologien in den Bevölkerungsgruppen durchgeführt werden, die über begrenzte Ressourcen, Erfahrungen und technologische Infrastruktur verfügen.

Möglicherweise befasst sich die größte Frage in einer Welt, in der wir immer mehr von unseren Daten in einem mobile Anwendungsumgebung eingeschlossen werden, mit dem Eigentum und der Privatsphäre unserer Daten. Wie können wir sicherstellen, dass wir die Möglichkeit haben, unsere Gesundheitsdaten im Laufe der Zeit selbstständig zu verschieben und wie wird deren Sicherheit garantiert? Vielleicht brauchen wir eine neue Gesetzesvorlage für Gesundheitsdaten, um die Ausnutzung zu unterbinden und einzugrenzen. Dann muss diese Arbeit jetzt beginnen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation” unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image „Computer“ by Unsplash (CC0 Public Domain)


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  • APPLE t3n: Nokia verklagt Apple in Deutschland und den USA: Nachdem Nokia und Apple ihren letzten Patentstreit 2011 abgelegt haben, hat Nokia nun in München, Düsseldorf, Mannheim und Texas gegen den Smartphone-Hersteller erneut geklagt. Apple wird vorgeworfen, 32 Patente von Nokia verletzt zu haben. Die Patente betreffen unter anderem Displays, User Interface, Software und Video-Technologien. Nokia erklärt, dass man lange versucht habe, mit Apple zu verhandeln, bevor rechtliche Schritte eingeleitet wurden. Apple hingegen teilte mit, dass man für Lizenzzahlungen bereit sei, jedoch nur zu einem fairen Preis.

  • GOOGLE googlewatchblog: Google hat im vergangenen Jahr 3,6 Milliarden Dollar gespart: Es ist kein Geheimnis, dass fast alle großen internationalen Konzerne versuchen, jedes Steuerschlupfloch zu nutzen. Das wohl bekannteste und meist diskutierte ist das sogenannte „Double Irish“ und „Dutch Sandwich“. Auch Googles Muttergesellschaft Alphabet nutzt nun dieses Schlupfloch seit Jahren und spart dabei Unmengen an Geld. Welches Ausmaß dies mittlerweile angenommen hat, zeigt jetzt ein neuer Finanzbericht. Allein im Jahr 2015 soll Google/Alphabet laut des Berichts einen Betrag von 3,6 Milliarden Dollar an Steuern eingespart haben, indem das Geld durch mehrere Länder geschleust wurde.

  • AUTONOMES FAHREN heise: Führerlose Züge im Fernverkehr: Nachdem bereits Dutzende vollautomatische Bahnen im Nahverkehr unterwegs sind, sollte man meinen, dass es bis zu den ersten führerlosen Loks im Fernverkehr nicht mehr lange dauern kann. Das ist allerdings nur begrenzt der Fall. Denn der Fernverkehr hat – anders als der Nahverkehr – nicht seine eigenen geschützten Trassen, sondern ein offenes Streckennetz für Züge aller Art. Dabei müssen einige wichtige Aspekte wie Zugsteuerung, Sensoren, Signale, Datenübertragung und auch der rechtliche Rahmen reibungslos zusammenarbeiten.

  • TRACKING datenschutzbeauftragter: Neues Tracking System Icarus für Tiere könnte auch Menschen verfolgen: Im Rahmen des Projekts Icaurs, das von dem Max-Planck-Institut für Ornithologie ins Leben gerufen wurde, werden ab Sommer 2017 verschiedene Wildtiere mit Peilsendern ausgetattet, um ihre Wanderbewegungen nachvollziehen zu können. Dazu wurden besonders kleine und leichte Sender entwickelt, deren Daten direkt an die Raumstation ISS gesendet werden, statt sie über auf der Welt verteilte Handynetze laufen zu lassen, wie es in diesem Bereich üblich ist. Denkbar – und technisch umsetzbar – wäre es daher möglicherweise auch, Menschen oder die von ihnen mitgeführten Geräte wie z.B. Smartphones mit ähnlichen Sendern auszustatten. Damit könnten dann auch umfassende Profile der Wanderbewegungen von Menschen erstellt und so ihr Verhalten nachvollzogen werden.

  • FACEBOOK golem: Facebook überträgt nun auch Audiostreams: Facebook überträgt ab sofort auch Streams ohne Video – also nur den Ton. Vorerst testet Facebook nur mit ausgewählten Partnern die neue Funktion. Gedacht ist das etwa für klassische Podcasts, Hörbücher und Formate in der Art von Radio. Entsprechend wird Audio mit BBC World Service, dem Hörbuchverlag von Harper Collins und einigen Autoren ausprobiert. Wann das Ganze für die Allgemeinheit verfügbar sein wird, ist noch nicht bekannt – irgendwann 2017 soll es so weit sein. Die neue Möglichkeit ist auch praktisch für Streamer, die aus Orten mit schlechter Onlineverbindung senden, weil die Datenmenge ohne Videodateien oder ohne ein eingebettetes Standbild niedriger ist.

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5 Lesetipps für den 20. August

In unseren Lesetipps geht es heute um ein Google+ Update, Datenverlust durch einen Blitzeinschlag, Facebook, eine Studie über Technologie im Bezug auf Jobs und Werbenetzwerke. Ergänzungen erwünscht.

  • GOOGLE+ GWB: Erstes Google+ Update seit über 3 Monaten: Ab sofort kann auch gezielt nach Collections gesucht werden: Nachdem man für YouTube seit neustem kein Google+-Konto mehr braucht, ist es wirklich sehr, sehr ruhig um die Plattform geworden. Nach einer ziemlich langen Zeit gibt es jetzt aber ein neues Update, das wohl einige Nutzer ziemlich erfreuen wird: Vor drei Monaten wurden die Google+ Collections eingeführt, die bestimmte Themen oder Interesen beinhalten und die sind auch echt gut angekommen. Bisher gab es noch keine Suche, in der man ausschließlich Collections suchen konnte, was Google jetzt aber nachgeholt hat. Ob damit wieder mehr auf Google+ los ist, bleibt abzuwarten.

  • DATENVERLUST TIME: Google Lost Data After Lightning Hit Its Data Center in Belgium: Genau das, was man so über einen Blitz sagt, dass er zwei, drei, oder vielleicht sogar viermal einschlägt, ist vor einigen Tagen in einem Google-Daten-Center in Belgien passiert. Das löste für die nächsten paar Tage massive Probleme aus und sorgte zum Leidwesen von einigen sehr unglücklichen Nutzern zum Datenverlust. Jetzt kümmert sich Google darum, dass sowas auch ja nicht noch einmal passiert.

  • FACEBOOK Fortune: Facebook now drives more traffic to media sites than Google: Jeder, der für eine News-Website oder ähnliches arbeitet, weiß, dass gerade durch die sozialen Medien der Traffic auf der eigenen Website steigt und es ein guter Weg ist, um neue Leser für sich zu gewinnen. Laut neuen Ergebnissen von Parse.ly, ein Service, der den Traffic auf verschiedenen Webseiten analysiert, sorgt Facebook nicht mehr für ungefähr so viel Traffic, wie Google – die Social Media Plattform hat die Suchmaschine bereits überholt, Google sorgt für knapp 38 Prozent, während Facebook bei 43 Prozent liegt.

  • STUDIE The Guardian: Technology has created more jobs than it has destroyed, says 140 years of data: Man ist sich nicht immer ganz sicher, ob die Technologie eher die Jobs wegnimmt, oder ob sie uns einfach die Arbeit erleichtern. Eine Studie von ein paar Wirtschaftswissenschaftlern hat ergeben, dass durch die Technologie sogar noch mehr Arbeitsplätze erschaffen wurden. In einigen Branchen hat die Technologie zwar eindeutig Jobs weggenommen, zum Beispiel in der Landwirtschaft. In der Krankenpflege, oder auch im Bildungsbereich wurden aber dafür unglaublich viele Jobs geschaffen.

  • TRACKING TrendingTopics: Browser-Software, die trackende Werbenetzwerke blockiert: Wir alle werden wohl im Internet immer wieder von einem bestimmten Schuh, Laptop, oder Smartphone verfolgt, weil wir ihn uns einmal auf einer Website angeguckt haben. Diese Werbenetzwerke, die der Grund dafür sind, stehen schon länger in die Kritik, die Privatsphäre der User mit dem Tracking zu verletzen. Mittlerweile gibt es aber einige Tools, die uns dabei helfen, genau dieses Tracking zu unterbinden.

CHIEF-EDITOR’S NOTE: Wenn Ihnen unsere Arbeit etwas wert ist, zeigen Sie es uns bitte auf Flattr oder indem Sie unsere Reichweite auf Twitter, Facebook, Google+, Soundcloud, Slideshare, YouTube und/oder Instagram erhöhen. Vielen Dank. – Tobias Schwarz

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Gefällt dir das? So funktioniert der Like-Button von Facebook

Facebook's Infection (adapted) (Image by Ksayer1 [CC BY-SA 2.0] via Flickr)

Facebooks “Gefällt mir”-Knopf ist zum Web-Standard geworden und auf Millionen Webseiten verbaut. Umso wichtiger zu wissen, wie er wirklich tickt. Der Facebook-Like hat sich zu so etwas wie einer sozialen Währung im Internet entwickelt. In Millionen Webseiten ist das blaue Knöpfchen des Social Network verbaut und dient Facebook-Nutzern als Mittel, um ihr Gefallen an Online-Artikeln, Produkten in Online-Shops oder anderen digitalen Inhalten auszudrücken und die Inhalte gleich auch ihren Facebook-Freunden weiterzuempfehlen. Doch wie wird wirklich gezählt, und was passiert im Hintergrund?

In Deutschland und Österreich gibt es mittlerweile eigene Rankings für Online-Medien, in denen nach Artikel vor allem nach den Facebook-Shares und -Likes bewertet und in Bestenlisten gefasst werden – wer mehr Likes hat, der ist in den Rankings ganz oben zu finden. Viele Facebook-Likes – der am öftesten gelikte Artikel 2014 in Deutschland bekam mehr als 600.000 Interaktionen – sind sicher ein Hinweis darauf, dass ein Inhalt besonders gut beim Publikum ankommt. Doch wenn bei einem Artikel dabei steht “Dir und 600.000 anderen Personen gefällt das”, dann ist diese Angabe eigentlich nicht richtig. Facebook summiert in diesen Wert vielmehr alle Interaktionen, die mit der URL stattgefunden haben, und zwar folgendermaßen:

  • Die Zahl der Likes, die auf der Webseite (URL) getätigt wurden
  • Die Zahl der Shares dieser URL; das inkludiert auch, wenn jemand nicht auf Like klickt, sondern den Link per Copy/Paste bei Facebook veröffentlicht
  • Die Anzahl der Likes und Kommentare, die Postings bekommen, die die URL enthalten

Diese Berechnung kann im Extremfall dazu führen, dass ein Artikel, bei dem 100 Likes dabeistehen, eigentlich 100 negative Kommentare auf Facebook und keinen einzigen echten Like bekommen hat. Auch die Angabe von Facebook, dass es soundso viel “anderen Personen” gefällt, ist falsch. Ein einzelner Facebook-User kann für ein und dieselbe URL mehrere Likes vergeben (einmal auf der Webseite, einmal bei Facebook und weitere Likes, wenn jemand anderer den Link postet). Wer mehrere Facebook-Seiten betreibt, der weiß, wie sich die Like-Zahl eines Artikels schnell erhöhen lässt, indem er mit den Accounts der Seiten die URL mehrfach teilt und liked.

Für den durchschnittlichen Internet-User, der bei einem Artikel die Information “Dir und 100 anderen Personen gefällt das” angezeigt bekommt, ist das alles nicht klar – auf ihn wirkt es, als ob der Content enorm populär ist, welche Interaktionen wirklich dahinterstecken, kann man nur erahnen.

Der Like-Button trackt den User durchs Web

Schon bei seiner Präsentation im Jahr 2010 hat der Like-Button für Webseiten Kritiker auf den Plan gerufen: Denn das so genannte Social Plugin, wie Facebook es auch nennt, dient auch dazu, den Nutzer bei seiner Surf-Reise durchs Web zu tracken. Auch, wenn man den Knopf nicht anklickt, weiß Facebook, dass ein eingeloggter User gerade eine Webseite besucht, in die der Like-Button eingebaut ist. Surft man etwa auf vielen Fußball-Portalen, liefert man Facebook die Information, das man sich für den Sport interessiert, und kann anschließend personalisierte Werbung angezeigt bekommen. Selbst, wenn man ausgeloggt ist oder gar keinen Facebook-Account hat, sammelt das Social Network mit Hilfe des Like-Buttons Informationen über den Internet-Verkehr. Mit seinem Werbe-Netzwerk Atlas will Facebook seine Werbeanzeigen auf Webseiten von Drittanbietern bringen – die über den Like-Button gesammelten Informationen zu Nutzern kann dabei helfen, diese Werbung auf die Interessen dieser anzupassen: Sport-Seiten-Besucher etwa bekommen Fußball-Werbung, Online-Shopper etwa sehen dann Anzeigen zu Produkten, die sie in den Warenkorb gelegt, aber nicht gekauft haben.

Weil der Like-Button aus Datenschutzsicht problematisch ist, sind einige Webseiten dazu übergegangen, eine Art Schutzschicht vor den Knopf zu schalten. Erst, wenn der User zustimmt, wird der Facebook-Knopf aktiviert. Internetnutzer, die keinen Facebook-Account haben, können sich mit dem Browser-Plugin von Disconnect schützen. Disconnect unterbindet den Datenzugriff von Social Plugins, die in Webseiten eingebaut sind.

Liken ist nicht gleich Liken ist nicht gleich Sharen

Weiters muss man zwischen zwei Formen von Likes unterscheiden: Der eben beschriebene Facebook-Button dient zum Liken von einzelnen Inhalten (z.B. News-Artikel), der andere dient zum Abonnieren von Facebook-Seiten. Firmenauftritte wie jene von Red Bull, Nike oder BMW haben Millionen Likes (oft auch als “Fans” bezeichnet), doch wie viele echte Personen dahinter stecken, darüber kann man nur mutmaßen. Facebook hat Seitenbetreiber kürzlich davor gewarnt, dass die Like-Zahl künftig sinken könnte. Der Grund: In die Page Likes werden immer noch Daten von inaktiven oder bereits deaktivierten Accounts bzw. von Accounts Verstorbener eingerechnet. Außerdem sind etwa sieben Prozent aller Facebook-Accounts Fake-, Spam- oder Doppel-Accounts, was ebenfalls problematisch. Ein Experiment mit Facebook-Werbung, das ich im Mai 2014 durchführte, zeigte, dass diese Fake-Accounts durchaus aktiv sind und hunderte, manchmal sogar tausende Pages liken – und so die Zahlen verfälschen.

Eine wichtige Unterscheidung ist auch jene zwischen Like und Share. Während der Like-Button nur einen einzigen Klick vom User verlangt, ist der Share-Button wirklich zum Teilen von Inhalten da. Der User kann zum geteilten Link etwas dazuschreiben, und der Inhalt bekommt im News Feed mehr Präsenz. Sharen bedeutet aber nicht Liken, da User auch Inhalte verbreiten, die ihnen nicht gefallen, vor denen sie aber warnen oder die sie kritisieren wollen. Trotzdem rechnet Facebook diese Shares in die Like-Zahl ein und verwässert damit deren Aussagekraft.


Image (adapted) „Facebook’s Infection“ by Ksayer1 (CC BY-SA 2.0)


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Trackography bringt Licht ins Dickicht der stillen Datenlauscher

Space_Coding (Bild: PublicDomainPictures (CC0))

Wir alle hinterlassen zahllose Spuren im Netz. Ein gefundenes Fressen für die Datenkraken der Geheimdienste und globalen Web-Unternehmen. Das Tool Trackography visualisiert die Wege der weltweiten Tracking-Industrie. // von Jan Voß

Space_Coding (Bild: PublicDomainPictures (CC0))

Selbst der britische Guardian, der durch Veröffentlichungen über die Datensammlungen der NSA und des GCHQ weltweit für Aufsehen sorgte, gewährt ungewöhnlich vielen Drittanbietern Zugriff auf die Daten seiner LeserInnen. Dies berichtete jüngst die taz und warf wieder einmal die Frage auf: Wer sammelt alles Daten von NutzerInnen? Aus welchem Grund und was geschieht damit?

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5 Lesetipps für den 28. November

In unseren Lesetipps geht es um Daten-Design, die Zerschlagung von Google, die Frage, ob Blogger sich einen Presseausweis holen sollen, Twitters Apptracking und wie der Journalismus die Jugend erreichen kann. Ergänzungen erwünscht.

  • DESIGN WIRED: The Next Era of Designers Will Use Data as Their Medium: Mark Rolston schreibt auf WIRED.com, dass der Daten-Designer in den nächsten Jahren zur wichtigsten neuen kreativen Rolle werden wird. Nach dem Visual-, Interaction- und Experience-Design komme nun mit der Komplexität der Daten und Big Data das Data-Design hinzu. Beispielsweise modellieren diese die Daten, designen Algorithmen und entwickeln zukünftige Computererfahrungen. Design ist nämlich viel mehr als das Fokussieren auf Pixel und Bildschirmen. Die Daten müssen geformt, bewegt, transformiert und gedeutet werden. Die Daten-Designer helfen somit dabei Informationen in Wissen umzuwandeln.

  • GOOGLE Süddeutsche: EU-Parlament schlägt Google-Zerschlagung vor: Das Europäische Parlament schlägt vor Google zu zerschlagen. Das ist das Ergebnis einer Abstimmung des Parlaments am gestrigen Tag über einen Antrag an die Europäische Kommission. In diesem Antrag wird die Kommission aufgefordert, die Wettbewerbsregeln entschlossener durchzusetzen und eventuell Suchmaschinen von anderen Diensten abzukoppeln. Es sollen somit alle rechtlichen Mittel geprüft werden. Die EU-Wettbewerbskommission ermittelt bereits seit 2010 gegen Google, bislang ohne Ergebnis. Auch der US-Kongress hat sich nun eingeschaltet und einen Brief an den Europaparlamentspräsidenten Martin Schulz geschrieben.

  • PRESSEAUSWEIS Dennis Sulzmann: Lassen Sie mich durch, ich bin Blogger!: Besitzt man einen Presseausweis, gilt man offiziell als Journalist. Doch nicht nur für eben diese ist der Ausweis interessant, sondern auch für Blogger bietet dieser einige Vorteile. Mit einem Presseausweis ist es beispielsweise einfacher, sich für Veranstaltungen zu akkreditieren, Anfragen an Behörden zu tätigen oder bei Demonstrationen von der Polizei durchgelassen zu werden. Damit kann dieser viele neue Türen öffnen, die einem als Blogger sonst versperrt bleiben. Dennoch sind die Kriterien, wie Regelmäßigkeit, Aufwand oder Qualität, um einen Presseausweis zu erhalten, nicht gerade niedrig.

  • TWITTER Readwrite: Why The Hell Does Twitter Want To Know About Your Apps?: Twitter trackt nun, welche Apps wir auf unseren Smartphones haben. Dies möchte das Unternehmen machen, um zum einen Tweets, die einem interessieren könnten, zu der Timeline hinzuzufügen und zum anderen, um mehr relevanten, promoteten Inhalt anzuzeigen. Dazu sollen die „Wem Folgen?“ Vorschläge verbessert werden. Damit lockert die Social Media Plattform seine Privatsphäre-Einstellungen weiter und stärkt seine eigenen, finanziellen Interessen in Form der relevanteren Promotionen. Alle Nutzer, die dies skeptisch sehen, können die Funktion aber deaktivieren.

  • JOURNALISMUS torial Blog: „Die Punchline muss catchen“: Wie Memes neugierig auf Journalismus machen können: Immer weniger Jugendliche interessieren sich für Journalismus. Deswegen müssen neue Wege her, um die jungen Leser sowohl im Print- als auch Onlinebereich zu erreichen. Einer dieser Wege könnten Memes sein, mit denen zwei Journalisten den Spagat zwischen Unterhaltung und Information schaffen wollen. Sie haben das „Meme Journal“ gegründet, mit dem Jugendliche auf die journalistische Arbeit neugierig gemacht werden sollen. Gillen stellt das Projekt, dessen Macher er für Netzpiloten.de bereits vor einigen Monaten interviewt hatte, vor und analysiert wie die Jugend erreicht werden kann.

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Apple Health – „Ein neuer Weg deine Gesundheitsdaten zu nutzen“

iPhone

Traurig aber wahr: Mit dem Spruch auf der Infoseite zu Health spricht Apple vermutlich nicht nur Endkunden an, sondern auch zahlungswillige Firmen. // von Philipp Biel

iPhoneMit Apple Health zieht eine neue Art des Tracking in unser Leben ein. Erstmalig kann der Kalorienverbrauch, die täglich zurückgelegten Kilometer – zu Fuß oder auf dem Fahrrad -, der Puls und alles am besten rund um die Uhr und in Echtzeit gemessen werden. All jenes natürlich, um dem Nutzer ein gesünderes Leben zu ermöglichen und ein Frühwarnsystem eines ungesunden Lebensstils zu implementieren. Doch für wen stellt sich die Frage, ist Apple wirklich so nett und will uns dazu verhelfen länger zu leben, oder steckt dahinter vielleicht ein ganz anderer, weniger ehrenhafter Gedanke? Weiterlesen »

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Daten über Kundenfreundlichkeit: Das Apple Pay Beispiel

Für Offline-Verkäufer sind Daten wertvoll, sie bieten erstmalig eine Möglichkeit des Trackings. Apple Pay hat dies ausgehebelt und wird nun sukzessive gesperrt. // von Philipp Biel

Demonstration on how the new Apple Pay works

Für Offline-Retailer in den USA ist die Auswertung des Käuferverhaltens bereits Gang und Gäbe. Sei es das ständige Tracking im Supermarkt, die Auswertungen von Warenkörben, oder die Erstellung von personenspezifischen Werbemails. Auch in Deutschland haben Drogerie-Ketten und Supermärkte den Nutzen hinter Systemen wie Payback oder der DeutschlandCard entdeckt. Immer mehr wird über die Einkäufer in Erfahrung gebracht, um dieses Wissen dann für einen effektiveren Verkauf zu nutzen. Doch Apple Pay hat in den USA genau diesem Tun wohl ungewollt ein Ende gesetzt und wird dafür nun nach und nach verbannt.

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Agenturen machen sich fit für Cross-Channel

meiden, iphone, tv

Die fragmentierte Mediennutzung der Konsumenten gepaart mit der Möglichkeit, alles Digitale zu messen, stellt die Agenturen – und hier besonders die vertriebsorientierten Performance- Marketing-Agenturen – vor gewaltigen Aufgaben. Man hat fast den Eindruck, die Technologien treiben die Agenturen vor sich her. // von Jens von Rauchhaupt

 mediennutzung1Affiliate-Marketing, Social-Media-Marketing, E-Mail-Marketing, Display Advertising, Programmatic Buying oder Mobile Apps und Mobile-Advertising, die Liste könnte noch weitergeführt werden; die Konsumenten hinterlassen so viele Spuren und Touchpoints in einer Vielzahl von digitalen Kanälen, die mit Marketingmaßnahmen bedient werden können. Mit der steigenden Zahl der Werbe- bzw. Marketingkanäle wachsen auch die Anforderungen an die tägliche Arbeit der Agenturen. Insbesondere die Performance-Agenturen stehen unter Druck und müssen sich ständig den technologischen Weiterentwicklungen stellen, wenn die digitalen Kontaktpunkte mit den Verbrauchern für eine zielgerichtete Marketingkommunikation beherrschbar bleiben sollen. Jede Auslieferung von Media müssen sie verfolgen und bewerten können. Das ist ihr Schicksal, um gegenüber ihren Kunden effizient zu sein.

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Canvas-Fingerprinting: Vorgehen gegen Werbetrick

Johnny Knoxville & Mike Judge (adapted) (Image by Gage Skidmore [CC BY-SA 2.0] via flickr)

Wie kann man gegen die immer maßlosere Werbung im Netz vorgehen? Ideen liefert ausgerechnet die Fernsehserie „Jackass“. Die Produzenten von Werbe-Spam ersinnen immer wieder neue Methoden, um uns mit ihren Dünnbrettbohrer-Botschaften im Netz auf Schritt und Tritt zu verfolgen. Dazu zählt etwa das sogenannte „Canvas Fingerprinting“. Es ist eine Methode, um Nutzer gegen ihren Willen heimlich aufzuspüren, wenn sie Websites wechseln.

Die Funktion, die dazu verwendet wird, trägt den Namen ‚Canvas‘, auf Deutsch Leinwand. Die spezifische Art, wie ein bestimmter Webbrowser mit einem bestimmten Betriebssystem ein solches Bild auf der virtuellen Leinwand erzeugt, ermöglicht es, mit einer hohen Genauigkeit diesen individuellen Computer wiederzuerkennen. Das kann man sich so vorstellen, als würde ein erfahrener Kunstexperte den spezifischen Pinselschwung, die Farbpigmente und die Strichdicke eines Gemäldes einem bestimmten Maler zuordnen„, schreibt Constanze Kurz in ihrer „FAZ“-Kolumne.

Stalking mit Tracking-Systemen

So werde aus den Eigenheiten des Browsers ein individueller, oft einzigartiger Fingerabdruck, auf dessen Basis angepasste Werbung ausgeliefert wird. „Die Canvas-Funktion war zwar nie dazu gedacht, Nutzer durchs Netz zu verfolgen, sie wird aber schlicht für diesen Zweck missbraucht. Man umgeht absichtlich die Voreinstellungen und Erweiterungen, die Nutzer in ihren Browsern aktiviert haben, um dem Tracking zu entgehen„, erläutert Kurz.

Im Gegensatz zu Cookies ist eine Umgehung des Trackings nicht möglich, da der individuelle Fingerabdruck des Browsers nicht auf dem eigenen Rechner gespeichert wird, sondern beim Analysten liegt.

Hase-und-Igel-Wettlauf

Irgendwie kommt man sich wie der Affe im Zoo vor, der von irgendwelchen Marketing-Jägern eingekreist wird, um einen Ausbruch aus dem Käfig zu verhindern. Jedenfalls steigt die Wut der Netzgemeinde, wenn solche Nasenring-Systeme ohne unsere Zustimmung zum Einsatz kommen.

Gegen die Idioten im Maschinenraum des Marketings, die mit Software das schnelle Geld machen wollen, scheint kein Kraut gewachsen zu sein. Die kalkulatorisch-statistischen Stalker verfahren nach dem Hase-und-Igel-Wettlauf. Der Publizist Alexander Pschera empfiehlt in seinem Buch „Vom Schweben – Romantik im Digitalen“ als Gegenmittel eine Portion Anarchie in Anlehnung an die Amateurstunts des legendären „Jackass“-Teams. Sie setzen sich der Diabolik einer mechanischen Konstruktion bei der halsbrecherischen Talfahrt mit einem Einkaufswagen aus, an dessen Ende das Scheitern vorhersehbar ist. Das Lachen über dieses Scheitern sei ein Lachen über die anarchische Zerstörung des Industriellen, schreibt der Matthes-&-Seitz-Autor: „Es ist ein Lachen über die Regellosigkeit„.


Was ist „Jackass“? Diese Video von NtaNation zeigt die besten Momente der Serie:


Regellosigkeit mit „Jackass“

Stil bedeutet Unabhängigkeit von mechanistischer Konstruktion und technokratischem Funktionskalkül. Stil bringt nach Ansicht von Pschera einen Moment antiker Ruhe – das unbeeindruckbare Antlitz Buster Keatons, die Nonchalance Charlie Chaplins in „Modern Times“, die anarchische Dickköpfigkeit der „Jackass“-Stuntmen – in die nervöse Beweglichkeit der idiotischen Netz-Konstrukteure: „Stil ist regellos und deswegen grazil. Stil erzeugt eine personale Aura„. Mein Lieblingsschauspieler Steve McQueen hatte sie. Er setzte der Technik die Lässigkeit der Désinvolture entgegen. „Technik war etwas, das eben auch noch da war neben allem anderen. Technik berührte ihn nicht, vielmehr berührte McQueen die Technik„.

Auf die penetrante Distanzlosigkeit der liebwertesten Marketing-Gichtlinge im Internet könnte man auch mit einer Kombination von „Jackass“ und dem Film „Bullitt“ mit Steve McQueen in der Hauptrolle reagieren. Besondere Bekanntheit erlangte der Streifen wegen einer der längsten Verfolgungsjagden der Filmgeschichte zwischen einem 1968er Ford Mustang und einem Dodge Charger. Gewonnen hat übrigens der Ford Mustang mit McQueen am Steuer.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf The European.


Image (adapted) „Johnny Knoxville & Mike Judge“ by Apfelkasten.de (CC BY-SA 2.0)


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5 Lesetipps für den 25. Juni

In unseren Lesetipps geht es um BuzzFeed, Hypes und Daten in sozialen Netzwerken, kinderleichte Verschlüsselung und M-Pesa macht Bitcoin Konkurrenz. Ergänzungen erwünscht.

  • BUZZFEED Dan Barker: BuzzFeed is Watching You: In einem Beitrag auf seinem Blog erklärt der Blogger Dan Barker wie BuzzFeed die Quiz-Antworten seiner Leser trackt und was die Daten alles über uns verraten.
  • SOZIALE NETZWERKE OnlineMarketingRockstars: „Facebook ist langweilig“ – Wie die Rockstars von morgen das Web nutzen: Der Hype-Zyklus in der digitalen Welt dreht sich in einem rasanten Tempo und lässt Werbetreibende zeitweise atemlos zurück. Wo entstehen die neuen Mega-Reichweiten? Birthe Ziegler hat für Onlinemarketingrockstars.de sechs Jugendliche in einem persönlichen Gespräch befragt und auch wenn Facebook weiter wächst, ist bei den Jugendlichen ein Trend zu mobileren Anwendungen erkennbar.
  • VERSCHLÜSSELUNG Zeit Online: Verschlüsselung soll kinderleicht werden: Junge Firmen wollen die E-Mail aufpolieren und sicherer machen. Sie versprechen kinderleichtes Verschlüsseln oder einen Sicherheitscheck: Was nicht verschlüsselt ist, wird nicht gesendet. Johannes Wendt stellt auf Zeit Online verschiedene Anbieter genauer vor.
  • M-PESA ReadWrite: Forget Bitcoin, There’s A Better Model For Mobile Money: Die vom kenianischen Telekommunikationsanbieter Safaricom entwickelte Digitalwährung M-Pesa wird oft als Zeichen der fortschrittlichen Entwicklung von Mobile Payment in Afrika genannt. Bernard Lunn sieht auf ReadWrite noch darüber hinaus und schreibt, das M-Pesa auch global auftreten könnte und ein Konkurrent für Bitcoin werden könnte.
  • BIG DATA Golem: Wie sich Suizide durch Pinnwandeinträge vorhersagen lassen: Südkorea ist das Land der weltweit höchsten Internetdichte, aber auch der höchsten Selbstmordrate aller Industrienationen. Auf Golem schreibt Felix Lill über einen jungen Mediziner, der beides untersucht und beobachtet, wie soziale Medien wie Facebook und Twitter frühzeitig Hinweise auf Suizide geben können.

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5 Lesetipps für den 13. Juni

In unseren Lesetipps geht es um den Abschied von Frank Schirrmacher, Tracking, richtiges Benehmen, die Bitcoins der Silk Road und Disruption. Ergänzungen erwünscht.

  • ABSCHIED FAZ: Zum Tod von Frank Schirrmacher: Gestern starb Frank Schirrmacher. Ich selber kann nichts über diesen Mann sagen, den ich erst in den letzten Jahren als einen Journalisten wahrnahm und auch nur so kannte. Er hatte kluge Gedanken und hat eine Debatte über die Folgen der Digitalisierung angestoßen, die längst überfällig war. Mehr weiß ich nicht über diesen Mann. Auf FAZ.net schreibt Edo Reents, stellvertretender Leiter des Feuilleton, einen lesenswerten Nachruf auf seinen Vorgesetzten, mit dem er seit 13 Jahren zusammenarbeitete.
  • TRACKING Ars Technica: Why online tracking is getting creepier: Schon jetzt ist Tracking ein oft angewendetes Verfahren von Unternehmen, um Menschen durchs Netz zu verfolgen und das Wissen fürs eigene Marketing zu verwenden. Laut Julia Angwin wird das noch heftiger werden, wie sie auf Ars Technica schreibt. Der Trend geht dahin, das unsere Online-Daten mit über uns bekannten Offline-Daten vermischt werden.
  • KNIGGE Zeit Online: Studenten, die auf Smartphones starren: Auf Zeit Online schreibt Angela Gruber über die Akzeptanz der Smartphone-Nutzung in unserer Gesellschaft, mit besonderem Fokus auf Partys. Ist es in Ordnung, wenn jemand in der Ecke sein Smartphone checkt? Was sagt die Knigge-Gesellschaft dazu? Vielleicht sollten die Motzer lieber kreativ das Smartphone, dass Teil unseres Alltags ist, auch bei Parties einbinden. Sowieso braucht jede Party einen Hashtag, oder?
  • BITCOIN CNET: Feds to hold a Bitcoin auction for seized Silk Road money: In zwei Wochen versteigert eine Behörde des US-amerikanischen Justizministeriums die beschlagnahmten Bitcoins der Website Silk Road, die vergangenen Herbst wegen illegaler Geschäfte auf der Versteigerungsplattform. Insgesamt werden Bitcoins im Wert von 18 Millionen US-Dollar (13,3 Millionen Euro) versteigert.
  • DISRUPTION Avatter.de: Über das lauter werdende Mimimi der Wirtschaft 1.0: Mit dem interessanten Fakt, dass Archäologen bisher über 1.500 verschiedene Dinosaurier-Arten entdeckt haben, es aber auch noch wenige heute gibt, beendet André Vatter seinen lesenswerten Beitrag über die aufkommenden Proteste von Branchen, die sich jeder Innovation (Ja, sie haben Apps, aber das ist keine Innovation!) verweigern.

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Der eigene URL-Shortener: Mission failed?

macro pixels url cliche (adapted) (Image by Chirs Dlugosz [CC BY 2.0] via Flickr)

Mitte Januar hat sich Netzpiloten-Autor Tobias Gillen einen eigenen URL-Shortener eingerichtet und hier diskutieren lassen, ob das Sinn macht. Inzwischen weiß er es. Links bestimmen unser digitales Leben. Wer keinen Link hat, hat meist nichts zu teilen. Denn hinter all den schönen Sachen in diesem Internet steht immer auch ein Link, so wie hinter diesem Artikel auch. Gekürzte Links mit bit.ly oder goo.gl sieht man tagtäglich viele in den sozialen Netzwerken. Um einen Überblick über seine Links zu bekommen, hat sich unser Autor einen eigenen Shortener für seine Links angelegt und berichtet nun von seinen Erfahrungen und der Frage, ob das Sinn macht oder verzichtbar ist.

Drei große Kritikpunkte

Grundsätzlich finde ich den eigenen URL-Shortener mit einer indivduellen URL, in meinem Fall tobgil.de, nach wie vor sehr reizvoll. Zumindest ziehen die Argumente dafür bei mir immer noch: Detailierte Statistiken, welcher Link wann, wie oft und wo angeklickt wurde. Zudem eine stärkere Verknüpfung mit meiner Person, vertrauenswürdigere Links und alles auf meinem eigenen Server. Bit.ly und Co. sind ja ganz schön, für mich aber nach den Kriterien nicht mehr ausreichend.

Wer mir auf Twitter und Facebook folgt, der hat bestimmt mitbekommen, dass ich – bis auf eine kurze Phase kurz nach der Einrichtung – inzwischen kaum mehr URLs mit tobgil.de kürze (und, by the way, auch sonst nicht). Das liegt an mehreren Dingen, auf die ich im Folgenden kurz eingehen möchte:

  • a) Kaum bis gar keine Usability
  • b) Ungenaue Statistiken bei yourls.org
  • c) Keine Rückschlüsse auf Viralität

Kaum bis gar keine Usability

Usability ist leider das Hauptproblem beim eigenen URL-Shortener. Man hat ein Backend, in das man sich einloggen muss, den Link dann dort kürzt, kopiert, das Netzwerk öffnet und dort in einen Post, Tweet oder Whatever einfügt und teilt. Das klingt für mich nicht sonderlich nach großer Benutzerfreundlichkeit – und fühlt sich im Umgang auch nicht so an. Besser wäre, man könnte den eigenen URL-Shortener direkt per API in die Netzwerke einpflegen und Links somit automatisch umwandeln, sobald sie geteilt werden. Ähnliches ging damals zum Beispiel bei TweetDeck, bevor Twitter es übernommen und sich entschlossen hat, einige Schnittstellen dicht zu machen.

Auf den Seiten von Twitter, Facebook und Co. geht das ohnehin nicht mehr. Stattdessen aber mit Apps wie Tweetbot, das ich mir vor Ewigkeiten heruntergeladen habe und extra für den Zweck nun wieder ausgebuddelt habe. Nichts gegen Tweetbot, das Programm ist echt klasse. Nur leider absolut nicht mein Fall. Ich mag meine normale Twitter-App, das Schlichte und Einfache. Das Problem: Einen eigenen URL-Shortener kann ich dort leider nicht einstellen. Somit bin ich in meiner Experimentierphase zweigleisig gefahren: Twitters App für den normalen Gebrauch, Tweetbot zum Teilen von Links. Auch das ist nicht sonderlich Benutzerfreundlich.

Fehler bei den Statistiken

Schon das ist auf Dauer für mich ein Grund, auf meine tobgil.de-Links zu verzichten. Leider gibt es noch zwei weitere. So sind die Statistiken bei yourls.org in meinem Backend alles andere als genau. Ein Link, den ich nur über Twitter an meine 2.270 Follower geteilt habe, soll binnen fünf Minuten über 3.000 Mal angeklickt worden sein? Schön wäre es, aber um das zu glauben, muss man schon arg optimistisch sein. Zudem habe ich über die Einblicke meiner Seiten-Statistiken auch die Gewissheit, dass das definitiv nicht der Fall war.

Bei den meisten Links kommen realistische(re) Angaben heraus, aber wie Glaubhaft sind die, wenn man dem Tool nicht mehr vertraut? Außerdem gibt es bei der Lokalisierung der Klicks Probleme: Die meisten Klicks kommen aus den USA, vermutlich dadurch, dass dort die Server von Twitter und Co. stehen – ich weiß es nicht.

Keine Rückschlüsse auf die Viralität möglich

Das dritte und letzte Problem sind die fehlenden Einblicke in die Viralität hinter den Links. Das Ziel war ja eigentlich, Links im Blick zu behalten und mal zu schauen, was wie gut ankommt. Wenn man einen Link über mehrere Netzwerke teilt, hat man allerdings mit yourls.org absolut keinen Einblick mehr in die Zahlen. Mehr als „Others“ bekommt man aus dem Backend nicht raus, was so viel bedeutet wie: „Keine Ahnung, wo deine Links wann und wie angeklickt wurden, ist mir eigentlich auch egal.“

Was bleibt also übrig? Das Argument der Persönlichkeit. Teile ich Links mit meinem Namen drin, stärkt das irgendwo die Bindung zum Gegenüber und insbesondere das Vertrauen in die Links. Dagegen ist nichts zu sagen, allerdings ist das auch etwas, woran yourls.orgnichts ändern könnte. Ansonsten ist der Dienst für mich leider gefloppt.

Fazit: Mission leider gescheitert

Dennoch: Es war eine hilfreiche Erfahrung, einen eigenen URL-Shortener einzurichten und ich bin froh, mich damals durch die Anleitungen gequält zu haben. Vielleicht versuche ich es bald mal mit einem anderen Dienst, vielleicht beuge ich mich aber auch einfach Twitter und nutze den hauseigenen URL-Shortener. Die Mission „Eigener URL-Shortener“ ist für mich also definitiv erst mal gescheitert.


Image (adapted) „macro pixels url cliche“ by Chris Dlugosz (CC BY 2.0)


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WLAN-Tracking: Von Mülleimern mit Werbedisplays

Mit WLAN-Tracking erfährt der Einzelhandel nun endlich auch mehr über seine Kunden, wenn die das wollen oder vergessen dies zu unterbinden. // von Tobias Gillen

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Wer weiß, wo die Kunden sind, weiß auch, wo er sie ansprechen muss. Eine These, für die es aufzustellen keiner besonderen Risikofreudigkeit bedarf. Ebenso für folgende: Wer weiß, wo die Kunden sind, weiß auch, wofür sie sich interessieren. Oder: Wer weiß, wo die Kunden sind, weiß auch, was sie gerne machen. Je mehr dieser Daten man hat, desto genauer lässt sich das Profil erstellen. Und je genauer es ist, desto wertvoller ist es. Die Rede ist natürlich von Geodaten, also den Daten über unseren Standort.

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Der eigene URL-Shortener: Sinn oder Unsinn?

macro pixels url cliche (adapted) (Image by cubosh [CC BY 2.0], via flickr)

Links bestimmen unser digitales Leben. Wer keinen Link hat, hat meist nichts zu teilen. Denn hinter all den schönen Sachen in diesem Internet steht immer auch ein Link, so wie hinter diesem Artikel auch. Weil diese aber immer komplizierter, länger und kryptischer werden, boomen seit einiger Zeit so genannte Link- oder URL-Shortener. So wird aus einem ellenlangen Buchstaben-, Zahlen- und Zeichensalat ein kurzer, handlicher Link.

Besonders beliebt sind hier bit.ly oder goo.gl. Finde ich gut, wollte ich auch haben. Allerdings nicht von bit.ly und Co.: Wenn ich so etwas mache, dann möchte ich es auf meinem Server und unter meiner Kontrolle haben. Und so habe ich mich auf die Suche nach einem Tool gemacht, um mir etwas Ähnliches einzurichten. Zunächst einmal musste eine kurze URL her. Idealerweise eine, die was mit mir zu tun hat und den Link auch tatsächlich einfacher macht.

Ich entschied mich für tobgil.de, also die ersten drei Buchstaben von Vor- und Nachname. Anschließend musste das Paket von yourls.org auf den Server geladen und installiert werden. Das war zwar komplizierter als gedacht, irgendwann aber war es dann doch geschafft. Seither kann ich Links über ein mehr oder weniger schickes Backend kürzen.

Eine erste Kritik

Einer der Hauptgründe dafür – neben der puren Neugier, es einfach mal einzurichten – war, dass ich gerne ein bisschen den Überblick über die Links behalten wollte, die ich tagtäglich so durch die Netzwerke jage. Die Grundfrage: Welcher Tweet oder Post kommt wie gut an. Und: Warum eigentlich? Über das Backend von yourls.com kann man dem mit kleinen Statistiken und Grafiken zumindest annähernd ein wenig nachgehen.

Doch schon nach dem ersten Test erreichte mich ein Tweet einer Nutzerin, die eben dieses Tracking nicht sonderlich erstrebenswert hielt und sich vor dem Klick auf einen privat gekürzten Link zwei Mal überlege, ob sie die Seite öffne. Zudem wisse sie ja nicht, was sie sich einfange, wenn sie auf den Link klicke.

Guter Punkt, zugegeben. Und genau darum möchte ich diese Fragen an dieser Stelle diskutieren. Klar, in Zeiten von automatischer Link-Kürzung durch Twitter ist ein URL-Shortener nicht mehr zwingend nötig. Im Gegensatz zu bit.ly oder ähnlichen Kandidaten aber bleiben die (anonymen) Statistiken nur bei mir und laufen über deutsche Server. Bei bit.ly ist das anders, schon allein dadurch, dass .ly die lybische Domainendung ist.

Zudem finde ich einen privater Link-Shortener fast noch vertrauenswürdiger als einen externen. Als Beispiel lässt sich hier etwa Richard Gutjahr anbringen, der seine Links über gutja.de kürzt. Bei diesem Link-Syntax regt sich bei mir alles andere als Misstrauen. Aber na klar: Ein URL-Kürzer verschleiert die wahre Internetadresse. Allerdings weiß man auch bei einer unveränderten Adresse nicht immer, was man sich auf der Seite einfängt. Das beweist unter anderem die jüngste Sicherheitslücke bei Yahoo.

Ich sehe ein: Ein Link-Shortener hat seine Vor-, aber auch seine Nachteile. Mich persönlich hat es gereizt, ein bisschen damit herumzuspielen und ihn erst einmal nur einzurichten. Ob und wie ich ihn aber weiter verwenden werde, hängt nun von der Resonanz der Nutzer ab – die bis auf den einen Tweet weitgehend neutral ist. Außerdem hat sich das Klick-Verhalten durch meine eigene URL bislang nicht negativ verändert, eher gegenteilig. Ein Fazit meiner digitalen Neuerrungenschaft kann ich bislang aber noch nicht ziehen, dafür reichen wenige Test-Tage einfach nicht aus.

Wie sehr ihr das? Macht ein eigener URL-Shortener Sinn? Löst er bei euch Misstrauen aus oder vertraut ihr eigens gekürzten Links eher?


Image (adapted) “macro pixels url cliche“ by cubosh (CC BY 2.0)


 

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5 Lesetipps für den 5. Dezember

In unseren Lesetipps geht es heute um Native Advertising, Twitter und Telekom kooperieren, das Internet der Dinge, andere Ansichten über Tracking und wie die NSA-Überwachung bekannt wurde. Ergänzungen erwünscht.

  • NATIVE ADVERTISING Martingeisler.de: Wie funktioniert Native Advertising?: Native Advertising gehört zu den Buzzwörtern 2013. Kein Werber, kein Verlagsmanager, kein Journalist, der sich dieses Jahr nicht mit Native Advertising beschäftigt hätte. Nun gibt es zwar bis dato keine gängige Definition, was Native Advertising eigentlich genau ausmacht, aber es gibt zahlreiche prominente Journalismus-Anbieter im Netz, die mit Native Advertising Geld machen. Martin Giesler stellt einige Beispiele auf seinem Blog vor.
  • TWITTER Wirtschaftswoche: Die Telekom kooperiert mit Twitter: In Zukunft wird Twitter in Deutschland mit der deutschen Telekom zusammenarbeiten. Der Kurznachrichtendienst bekommt mehr Aufmerksam, indem die Telekom auf den eigenen Android-Smartphones eine Art Newsticker aus Twitter-Inhalten installiert, ohne dass der Nutzer sich bei Twitter registrieren haben muss und die Telekom bekommt dafür innovative Ideen geliefert, wie der eigene Kundendienst mit Hilfe von Twitter verbessert werden kann.
  • INTERNET DER DINGE The KB Magazine: Wie das Internet der Dinge unser Leben effizienter macht: Martin Spindler engagiert sich in diversen Initiativen und berät Firmen zum Thema Internet of Things. Besonders der Bereich Smart Cities hat es ihm angetan: Wie werden wir in Zukunft leben? Was bedeutet es für unsere Gesellschaft, wenn alle Geräte vernetzt sind und über Smartphones steuerbar? Wie das Internet der Dinge zu sozialer Exklusion führen kann, erklärt der Experte im Interview.
  • TRACKING TIME.com: Why You May Want to Be Tracked Online: Im Techland-Blog des Time Magazin sucht Micah Singleton nach Gründen, warum es vielleicht nützlich ist, getrackt zu werden. Neben den vermeintlich guten Gründen, Passwörter und persönliche Angaben nicht immer eingeben zu müssen, differenziert sie zwischen dem Tracking von First-Party Apps und Third-Party Apps. Manche Gedanken zum Datenschutz fühlen sich sehr „amerikanisch“ an, aber deshalb ist die andere Sichtweise nicht weniger interessant.
  • ÜBERWACHUNG Rolling Stone: The Men Who Leaked the NSA’s Secrets: Vor rund einem Jahr wurde der britische Journalist Glenn Greenwald nach seinem PGP- Schlüssel gefragt. Er hatte keinen und reagierte nicht, doch der anonyme Absender ließ nicht locker und schickte ihm Anleitung, wie Mails verschlüsselt werden können. Greenwald gab nach und lernte so Edward Snowden kennen. Im Rolling Stone Magazin schreibt Janet Reitman über die Geschichte des Jahres.

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Disconnect.me: Der Google-Facebook-Twitter-Blocker

Ein nützliches Browser-Plugin zeigt verstecktes Tracking auf Webseiten auf – und unterbindet es.

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Facebook-Likes, Twitter-Buttons und Google +1-Knöpfen: Auch im deutschsprachigen Internet sind kaum mehr Webseiten zu finden, die auf die Share-Buttons der drei Internet-Firmen verzichten. Sie versprechen ihnen mehr Traffic, weil die Nutzer über die Knöpfe Online-Inhalte weiterverbreiten können. Die Online-Ausgabe des britische Guardian etwa, der 2013 mit den Edward-Snowden-Leaks für Aufsehen sorgte, bekommt bereits zehn Prozent seines Traffics via Social Media, insbesondere Twitter.

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Kommentare in Weblogs verfolgen

Blogger kennen das: Über den Tag hinweg kommentiert man in verschiedenen Weblogs. Doch die Verfolgung ist nicht immer einfach und so schwebt am Abend die Frage im Kopf umher: „Wo habe ich eigentlich kommentiert?“

Vladimir Simovic hat sich dieses Themas angenommen und macht sich in seinem Weblog Gedanken um mögliche Techniken/Lösungsansätze zur Kommentarverfolgung.
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