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Your Social: Strategie und Kreativität für Soziale Medien

Brainstorming (adapted) (Image by SFIO CRACHO) via Adobe Stock

Wer heute sein Business aufbauen möchte, kommt an sozialen Medien nicht mehr vorbei. Freundschaften werden auf Facebook offiziell besiegelt, Jung und Alt spielen mit den witzigen Snapshat-Filtern und wer einen Job sucht, geht auf LinkedIn, statt die Zeitung aufzuschlagen. Social Media sind eng mit dem Alltag verwoben und das perfekte Sprachrohr für Firmen, um potentielle Kunden zu erreichen, direktes Kundenfeedback und mehr Sichtbarkeit zu bekommen.

Seit ein paar Monaten arbeite ich bereits für die Social Media Agentur “Your Social” Dubai. Rudolph Banholzer leitet das Büro in Media City und nimmt sich gerne ein paar Minuten, um über die Entwicklung von sozialen Medien und Agentur zu sprechen.

Rudolph Banholzer
Rudolph Banholzer

Der Österreicher mit libanesischen Wurzeln wuchs zwischen Europa und dem Nahen Osten auf. Nach seinem Bachelor of Commerce in Kanada und Master of Business Administration in Spanien, begann 2012 das Abenteuer mit der Social Media Agentur. Seine Geschäftspartner gründeten Your Social bereits 2010 in Holland; mit Dubai und Rudolph Banholzer wurde der Schritt in einen neuen und vor allen Dingen lohnenswerten Markt gewagt. In den Vereinigten Arabischen Emiraten liegt die Social Media Penetration Rate bei 99% – das bedeutet, dass von den 99.33 Millionen Einwohnern 99.20 Millionen in sozialen Medien unterwegs sind. Im globalen Vergleich liegen sie damit ganz vorne. In Deutschland hingegen liegt die Rate gerade mal bei 41% – von 80.66 Einwohnern sind es nur 33.00 Millionen, die Facebook und Co. nutzen.

Im lichtdurchfluteten Großraumbüro gibt er Einblick in die Arbeit seines 21-köpfigen Teams: ”Your Social ist eine kreative und strategische Social Media Agentur, die Firmen hilft, ihren Online-Auftritt in den sozialen Medien zu perfektionieren, um die wirtschaftlichen Ziele zu erreichen.” Hinter den Facebook-, Instagram- und Twitter-Accounts großer Firmen steckt also idealerweise ein komplettes Team. Designer sorgen für ästhetisch ansprechende Bild- oder Video-Inhalte, die durch gut durchdachte Texte ergänzt und mit Strategie eingesetzt werden.

Eine Wissenschaft für sich

Was einfach erscheint, ist eine Wissenschaft für sich. Der 35- jährige erklärt: ”Unsere Arbeit setzt sich aus fünf verschiedenen Elementen zusammen: Das erste, wichtigste Element sind die sogenannten Insights, also der Einblick in die Data.”

Wer sich als Neukunde bei Your Social bewirbt, wird also zuerst von oben bis unten im Netz durchleuchtet. Wer spricht über die Firma? Wie sieht die Zielgruppe aus, wo wohnt sie und wie alt sind die Kunden? In welchem Moment interessiert sich der Kunde für das angebotene Produkt – vor dem Kauf oder wenn er es bereits erworben hat? Sind die Kommentare negativ? Welche Firma steht in Konkurrenz und wie verhält sich dort die Kundschaft?

Die Listening Tools liefern Fakten, aus denen das Social Media Marketing Department von Your Social eine Strategie entwickelt. Sobald diese seitens des Kunden abgesegnet wurde, geht es um die kreative Umsetzung: “Wir produzieren als weiteres Element den Content. Das können Bilder sein, wie auch Video-Animationen, Gifs oder 360-Grad-Bilder.” Your Socials kreative Köpfe und Strategen setzen sich anfangs jeden Monats zu Power Sessions zusammen.

Gemeinsam wird über neuen Kampagnen gebrütet, Brainstorming für die Posts und Texte betrieben und neue Ziele und Aufgaben gesetzt. Jeder Kanal wird dabei einzeln unter die Lupe genommen. Während bei Instagram eher “Behind-the-Scenes” einer Firma gezeigt werden kann, gilt für Twitter die pure Information. Gerne wird auch das Team auf firmeninterne Veranstaltungen geschickt, um dort einen Film zu drehen oder lustige Gifs mit den Mitarbeitern zu kreieren. Wer freut sich nicht, seinen Kollegen auch online ein “Like” für den Award zu geben, den er am Ende des Jahres verliehen bekommen hat?

Warum ist ihre Marke ein Held?

Weiterhin kommt Community Management hinzu: “Ganz wichtig ist Kommunikation. Wir kümmern uns um die Interaktion und Antworten auf Anfragen. Immer häufiger wenden sich Kunden auch mit Beschwerden an soziale Medien, da sie dort eine schnellere und persönlichere Antwort erwarten. Dabei ist es wichtig, je nach Marke den richtigen Ton zu treffen und niemals auf automatisierte Antworten zurückzugreifen. Wir Menschen wollen mit anderen Menschen kommunizieren, nicht mit Robotern.”

Your Social (Image by Maren Meheust)
Your Social (Image by Maren Meheust)

Darum trifft sich Rudolph Banholzer mit seinem Team auch mit seinen Kunden in Workshops und fragt genau nach, wie die Firma sich selbst beschreiben würde – mit einer meist überraschenden Frage: Warum ist ihre Bank/ihr Restaurant oder ihre Modemarke ein Held? Nach den ersten verdutzten Sekunden werden dann gemeinsam Adjektive gesammelt, die am Ende der Marke mehr Charakter verleiht und Your Social in ihrer Arbeit hilft: “Wir möchten die Marke human machen, damit wir in diesem Sinne auch mit den Followern kommunizieren können. Ist sie eher familiär, witzig oder seriös? Wir betreiben ganz anderes Community Management für eine Bank oder Versicherung, als für eine Fitnesscenter oder Restaurant.”

Das Freundschaftsbuch der Sozialen Medien

Jeder Kunde bekommt sein eigenes Storybook, das ein wenig an die Freundschaftsbücher von damals erinnert. Interesse und Eigenheiten der Marke werden festgehalten und sogar die Freunde bei Namen genannt: Pro Brand gibt es drei bis vier Social Persona, die geographisch und demographisch für eine Zielgruppe stehen und gemeinsam im Workshop mit dem Kunden bestimmt werden: Ahmed, der azugeschnittutoverrückte Araber in Saudi; Georg, der golfspielende deutsche Expat in den UAE und Fatma, die Fashion begeisterte Inderin in Kuwait. Es wird damit nicht nur der Marke ein Gesicht gegeben, sondern auch den Kunden, was ungemein hilft, persönlich zugeschnittenen Inhalt zu produzieren.

Als fünftes Element kommt das Advertising dazu: “Das Werben im Social Media-Bereich wird immer wichtiger. Diese Entwicklung, bei der Facebook der Vorreiter war, lässt sich besonders in den letzten drei Jahren beobachten. Wenn eine Firma über soziale Medien heute werben will, dann muss sie ein gewisses Budget zur Verfügung stellen, um die Kunden zu erreichen. Wir stellen mit der unserer Strategie sicher, dass es gut und für die richtige Zielgruppe eingesetzt wird.”

Soziale Medien – Die Alleskönner

Wenn nun aber jeder soziale Medien nutzen kann, warum extra eine Agentur einstellen? Was meistens unterschätzt wird, sind die breiten Möglichkeiten der neuen Technologien. So erklärt Banholzer: “Man nutzt soziale Medien, um zu werben. Man kann sie aber auch verwenden, um besser einzustellen, detaillierteres Customer Feedback zu bekommen und Kundenservice anzubieten. Oder um die firmeninterne Kommunikation zu verbessern.” Dies alles muss gekonnt sein und ist mit Zeit, Mühe und vor allen Dingen mit Können verbunden, was viele Firmen nicht aufbringen können.

Mittlerweile vertrauen über dreißig Kunden auf den Service der Agentur, die bald auch Asien erschließen möchte: “Singapur wird wahrscheinlich die nächste Etappe für Your Social. Bis dahin bleibt der internationale Markt hier in Dubai im Fokus, den wir mit Kreativität und persönlichen Touch für uns gewinnen möchten.”


Image (adapted) „Brainstorming“ by SFIO CRACHO/stock.adobe.com

Images by Your Social


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Google Translate & Co: Wie wir in Zukunft übersetzen werden

stift (adapted) (image by TeroVesalainen [CC0] via pixabay

Stellen wir uns eine Welt vor, in der jeder den anderen perfekt verstehen kann. Die Sprache wird übersetzt, während wir sprechen, und unangenehme Momente bei dem Versuch, verstanden zu werden, gehören der Vergangenheit an.

Diese unglaubliche Idee verfolgen die Entwickler nun schon seit Jahren. Kostenlose Tools wie Google Translate, das genutzt wird, um über 100 Milliarden Worte pro Tag zu übersetzen, sowie andere Apps und Hardware, die übersetzen können sollen, noch während sie gesprochen werden, sind jetzt verfügbar – aber etwas fehlt dabei noch.

Klar, wir können uns jetzt diese Hörmuscheltechnologie kaufen, die an den Babelfisch aus ‚Per Anhalter durch die Galaxis‘ erinnert – ein kleiner Ausrüstungsgegenstand, der einen ausgebildeten und erfahrenen Übersetzers erstetzen soll. Doch so einfach ist das alles nicht.

Im Jahr 1958 wurde behauptet, dass die Übersetzung an sich eine Erfindung der Römer sei. Man nimmt jedoch an, dass es diese Kunst schon so lange gab wie das geschriebene Wort – und das direkte Dolmetschen soll sogar noch länger existieren. Wir haben Nachweise für die Existenz von Dolmetschern, die von antiken Zivilisationen eingesetzt wurden. In Griechenland und Rom lebte die bevölkerung, wie viele andere Gebiete der antiken Welt auch, mehrsprachig zusammen. Die Menschen damals brauchten sowohl Übersetzer als auch Dolmetscher.

Die Frage, wie genau man denn nun übersetzen sollte, ist ebenso alt. Der römische Dichter Cicero gab an, dass eine Übersetzung „non verbum de verbo, sed sensum exprimere de sensu“ sein sollte – nicht Wort für Wort, sondern sinngemäß. Diese kurze Abschweifung in die Welt der Theorie hat einen einfachen Zweck: Man wolle betonen, dass es bei der Übersetzung nicht nur um die Worte an sich geht, und dass der automatisierte Prozess, ein Wort durch ein anderes auszutauschen, niemals ein Ersatz für die menschliche Übersetzung sein kann. Bei der Übersetzung geht es um die Bedeutung der Worte. Es geht hierbei um ihren konnotativen als auch um ihren denotativen Sinn, und darum, wie man diese Bedeutung so ausdrücken kann, dass es sowohl lesbar als auch verständlich ist.

Von der Bedeutung zur Entschlüsselung

Warum also hängen wir immer noch der Idee nach, dass unsere Geräte irgendwann Sprache annehmbar übersetzen können werden? In den 1930er Jahren, als die Erforschung der maschinellen Übersetzung gerade erst begonnen hatte, glaubten die Entwickler noch, dass das mechanische Ersetzen eines Wortes mit einem anderen – mit einem vorhergehenden minimalen syntaktischen Sprung – eine akzeptable Möglichkeit wäre, um zu übersetzen. Viele glauben das bis heute.

Diese Entwickler waren in ihren Spezialbereichen brillant – aber Linguisten waren sie nicht. Warren Weaver, ein talentierter Wissenschaftler und Mathematiker, fasste dieses frühere Denken bereits im Jahre 1949 zusammen: „Man fragt sich natürlich, ob das Problem der Übersetzung als Kryptographieproblem lösbar wäre. Wenn ich einen Artikel auf Russisch betrachte, sage ich: ‚Das ist eigentlich auf Englisch geschrieben, aber es wurde mit ein paar seltsamen Zeichen codiert. Ich werde sie jetzt entschlüsseln.’“

Für Weaver bestand die Übersetzung lediglich daraus, ein Zeichen durch ein anderes zu ersetzen. Die eigentliche Bedeutung dieser „seltsamen Zeichen“ wurde als irrelevant angesehen. Übersetzer und Übersetzungsforscher lesen oft darüber, wie die Automatisierung die Zukunft bestimmen könnte – manche glauben schon, dass das bereits passiert sei, wie es in so vielen anderen Bereichen der Fall ist. Wir haben allerdings noch nicht einmal ansatzweise eine unfehlbare Technologie dafür.

Es gibt beispielsweise in Wales viele Beispiele, wo Menschen, die des Walisischen nicht mächtig sind, Online-Übersetzungsdienste genutzt haben und dann Texte publizierten, ohne sie noch einmal Korrektur zu lesen. Über die Ergebnisse wird meistens mit Humor berichtet, aber sie haben vor allem Verwirrung gestiftet. Und sie führten dazu, dass ein menschlicher Übersetzer eingeschaltet wurde, um das Problem zu lösen.

Aber das heißt nicht, dass die Automatisierung nicht ihren Sinn und Zweck hat. Maschinen helfen zum Beispiel Anwälten, Ärzten und Lehrern – ohne sie deshalb gleich zu ersetzen. In der gleichen Weise helfen die Maschinen uns Übersetzern dabei, besser zu arbeiten, und sie helfen, die Genauigkeit zu verbessern, doch solange kein unglaublicher technologischer Durchbruch gelingt, können wir nicht durch sie ersetzt werden. Die Maschinen sind beim Übersetzen von Texten tatsächlich ziemlich gut geworden, aber wenn es um Bedeutungen zwischen den Zeilen geht, brauchen sie Hilfe.

Maschinen korrigieren

Meine eigene Arbeit über die Übersetzung vom Englischen ins Walisische, die in diesem Jahr veröffentlicht werden soll, zeigt, dass ein Übersetzer, der so arbeitet, dass er die Ergebnisse der Maschinenübersetzung korrigiert, produktiver und schneller sein kann.

Weitere Untersuchungen haben auch gezeigt, dass dieser Korrekturprozess zu Texten führt, die genauso gut lesbar sind wie Übersetzungen, die von Grund auf neu erstellt wurden. Bei Gesellschaften wie beispielsweise den Walisern, wo die Übersetzung eine der wichtigsten Möglichkeiten ist, zweisprachige Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen, ist diese Produktivitätssteigerung wichtig. Mehr als 350.000 Menschen kommunizieren täglich auf Walisisch, während die britischen Behörden vor Ort auch in diverse andere Sprachen übersetzen. Es ist enorm wichtig, dass man sie schnell und effektiv verstehen kann.

Heute kann die maschinelle Übersetzung erste Entwürfe von relativ einfach geschriebenen Texten erstellen. Die Forschung zeigt, dass die Korrektur dieses Entwurfs in der Regel effizienter ist als eine Neuübersetzung durch einen Menschen. Aber Maschinen können noch nicht das Gehirn eines Übersetzers ersetzen – und es ist fraglich, ob sie es jemals können werden. Egal, wie komplex der Code dahinter ist: Ein automatisiertes System hätte immer Schwierigkeiten damit, ein vergleichbares Gespür für Worte zu entwickeln.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Stift“ by TeroVesalainen (CC0 Public Domain)


The Conversation

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Autokraten können mit Tools wie Slack & Co. nicht viel anfangen

Break (adapted) Image by rawpixel (CC0 Public Domain) via Pixabay

McKinsey hat eine neue Studie zum Thema ‚Advanced social technologies and the future of collaboration‘ veröffentlicht. Fazit: Unternehmen, die Messaging-Plattformen einsetzen, haben den Eindruck, dass sie öfter kommunizieren und ihre Teams sich besser selbst organisieren. Arbeit werde mehr projekt- statt team- oder funktionsbasiert. „Um aber die Kirche im Dorf zu lassen: Rund Dreiviertel der Befragten bauen am Arbeitsplatz noch auf ältere Technologien wie E-Mail, Telefonate oder Textnachrichten“, schreibt Stefan Pfeiffer vom CIO-Kuratorium.

Einseitige Technologie-Sicht

Aber – so die Umfrage – soziale Technologien sind trotzdem mehr denn je in den Arbeitsalltag integriert. Und dafür seien gerade besagte Messaging-Plattformen verantwortlich. In diesen Unternehmen verlasse man sich nicht mehr so stark auf E-Mail und Telefon. „Na ja, der Unterschied beträgt wenige Prozentpunkte, aber jeder kleine Fortschritt in der Verwendung sozialer Technologien hilft, wenn dadurch unter dem Strich für Unternehmen und Mitarbeiter etwas rauskommt“, kommentiert Pfeiffer. Ihm fehlt die kritische Betrachtung in solchen Erhebungen. Das Ganze sei einseitig auf Technologie ausgerichtet: „Messaging Platforms werden sehr naiv als Allheilsbringer positioniert. Aber überfordern wir eventuell die Anwender? Die Mehrheit – die Generation E-Mail – arbeitet noch in ihrem traditionellen Posteingang. Dort sitzt die Information, isoliert und nicht von anderen nutzbar.“

Generation E-Mail

Das passt zu den Erfahrungen des Livestreaming-Experten Sebastian Greiner: „Ich habe versucht, mich in einem Team von drei Leuten mit Slack zu organisieren. Nach einer Woche habe ich nix mehr gefunden, war ständig am Suchen. Die E-Mail ist immer noch der Kanal, wo ich meine Kommunikation wiederfinde und aufbewahrt habe. Daneben laufen diverse Messenger sowie Twitter und Facebook. Sie tragen zwar zur schnellen Kommunikation bei, zerfasern diese aber leider auch gehörig.“ Und Oliver Marquardt kommt zu der Schlussfolgerung, dass die technologischen Werkzeuge immer nur so intelligent seien wie seine Benutzer.

Ole Wintermann von der Bertelsmann-Stiftung wertet die McKinsey-Ergebnisse positiv: „Es klingt vielleicht technokratisch. Jedoch: Slack fördert Kommunikation, wohingegen die Standardware SharePoint sie eher behindert. Auch das technokratische Tool hat eine innewohnende soziale Implikation.“

Tools und die kommunikative Vertrauensbasis

Schaut man sich aber die Arbeitsweise der Führungskräfte in vielen Unternehmen an, so kann von einer kollaborativen Organisationskultur nicht gesprochen werden. „Wenn der Kern der Kommunikation nicht vorhanden ist, also Vertrauensbasis, Bindung etc., dann sind Tools so oder so ungeeignet. Vor allem Textkommunikation ist bei mangelnder Beziehungsebene schwierig, weil immens viel Interpretationsraum vorhanden ist. Slack & Co. sind Tools von vielen. Manchmal ist es weitaus einfacher zum Telefonhörer zu greifen, als immensen Text reinzukloppen. Für konkrete Arbeitsschritte, wie Korrekturen oder als internes soziales Netzwerk sind Slack & Co wiederum sehr gut“, sagt Patrick Breitenbach, Head of Brand Consulting & Strategic Innovation bei ZDF Digital.

Ellenbogen und Hierarchie

Wer offline nicht zusammenarbeitet, werde das online auch nicht tun, meint der Berater Alexander Kluge. Wenn im Top-Management Ellenbogen und Hierarchie den Alltag beherrschen, könne auch ein Tool nicht weiterhelfen. Organisationen neigen nach Auffassung von Professor Lutz Becker dazu, neue Dinge oben drauf zu setzen, ohne den Mut zu haben, das Alte abzuschaffen. „Jedes Problem braucht in einer idealen Welt sein eigenes Format. Gut wäre ein System, dass die unterschiedlichen Formate bündelt und auf das jeweilige Problem übersetzt“, so der Studiendekan der Hochschule Fresenius in Köln. „Die Herausforderungen fangen schon bei unterschiedlichen Archivierungs- und Suchstrategien an. Manchmal braucht man eine Volltextsuche, manchmal eine hierarchische, manchmal eine assoziative Suche“, sagt Becker.

Nach Ansicht des Schweizer Bildungsethikers Christoph Schmitt ergehen sich viele Firmen in einem Toolbox-Fetischismus. Das habe viel mit der Bauchladenmentalität klassischer Organisationen zu tun. Der Shitstorm-Analytiker Tim Ebner fragt sich, ob solche Systeme überhaupt eine gute Orga der Kommunikation ersetzen können. Dem Ganzen werde meist viel zu viel Bedeutung zugemessen, bevor die eigentlichen Hausaufgaben erledigt sind. Und das Notiz-Amt fragt sich, welche Freiheitsgrade in Unternehmen überhaupt zugelassen werden, um mit kollaborativen Tools zu experimentieren.

Am Ende versinken offene Konzepte in der Firmenautokratie von CEOs mit Generaldirektoren-Habitus. Selbstorganisation, Autonomie, Individualität, Partizipation, die Ökonomie des Gebens und Nehmens sind mit den Kontrollsehnsüchten vieler Chefs nicht gerade kompatibel. Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht?


Image (adapted) „Break“ by rawpixel (CC0 Public Domain)


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New School statt Old School – Digitalisierung in der Bildung auf der Didacta 2017

Adobe Didacta 2017 (adapted with Adobe Spark) by Lisa Kneidl

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Adobe entstanden.


Ich gehöre zur Generation Y oder den „Millenials“, die quasi halb-halb aufgewachsen sind – halb im Sandkastendreck mit aufgeschlagenen Knien und halb mit Gameboy in den Händen und der ersten eigenen E-Mail-Adresse mit sechs Jahren. Als ich zur Schule ging, war alles noch mehr oder weniger nach dem Prinzip „old school“, Informatik war, wenn überhaupt, ein Wahlfach, welches aus seinem Namen auch nicht wirklich viel machte und es das Höchste der Gefühle war, seinen PC korrekt rauf- und runterfahren zu lassen.

Was ich an Digitalisierung in der Schule mitbekommen habe, waren maximal noch die interaktiven Whiteboards, die quasi „digitale Tafel“, mit denen gefühlt jeder einzelne Lehrer Probleme hatte. Anders die „Generation Z“ oder Digital Natives, die heute 11 bis 17-jährigen, die im Zeitalter der Social Media und Tablet PCs aufwachsen. Was macht diese Generation aus und wie muss man sie in der Bildung ansprechen?

Vergangene Woche hat in Stuttgart die Bildungsmesse didacta stattgefunden. Digitale Bildung stand auch hier im Fokus, denn die Digitalisierung hält in beinahe allen Lebensbereichen Einzug, so natürlich auch in der Bildung. Schon lange gibt es in Klassenzimmern nicht mehr nur besagte Whiteboards – von programmierbarem Lego über Roboter bis hin zum Lernen in der virtuellen Realität – die Digitalisierung ist vollends in der Bildung angekommen und soll sie revolutionieren.

Auf der didacta hatte ich die Chance, Einiges davon auszuprobieren. Ob einem kleinen Lego-Roboter das Fahren in eine bestimmte Richtung beizubringen, mittels einer Oculus Rift in einen Rachen einzutauchen und über Enzyme zu lernen oder mit 3D-Druck Schüler dazu zu animieren, sich mit der Kombination aus Mathe und Design auseinanderzusetzen – zweifelsohne tolle, kreative Ansätze. Aber was davon sind nur Spielereien und was ist umsetzbar für Schulen?

 

Am @Lego-Stand kann man lernen kleine #Roboter selbst zu programmieren. #didacta #didacta17 #lego

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Statt Old School: #MakeItNewSchool

Schlicht Wolfgang (adapted with Adobe Spark) by Lisa Kneidl
Image by Lisa Kneidl (adapted with Adobe Spark)

Wirft man einen pauschalen Blick auf die Generation Z, denkt man meist an das regelrecht am Körper festgewachsene Smartphone, weiße Sneaker und große Begeisterung für Youtuber XYZ. Fakt ist, dass noch keine Generation vor ihnen ab solch jungem Alter schon mit solch einer Fülle von Informationen, Content und visuellen Eindrücken überhäuft wurde wie diese. Kreativität und den kreativen Umgang mit Medien sieht ein Großteil dieser Generation als Teil ihrer Identität.

Auf der Messe hatte ich die Chance mich mit Wolfgang Schlicht, einem Lehrer an der Realschule Viechtach und Mitglied des Adobe Education Leader Programs, über die Generation Z zu unterhalten.

Wolfgang Schlicht beschreibt diese digitale Generation und deren Medienkompetenz und –nutzung so: „Ich denke, dass die Lehrer das Problem haben, das einzuschätzen. Das ist ein anderes Verständnis von Arbeiten und von Kreativität. Der Lehrer sieht den Schüler vielleicht mehr als Knöpfchen-Drücker und –Wischer. Ich würde mir wünschen, dass nicht die User im Vordergrund stehen, sondern die Produzenten. Ein Kollege hat das mal schön formuliert, er wünsche sich den „prosumer“, also einen Produzenten und Konsumenten gleichzeitig“.

Am Adobe-Stand konnte ich mich vom Konzept des Unternehmens für die didacta 2017 überzeugen. Mit dem Motto #MakeItNewSchool wollen sie die Schüler nicht mit Spielereien und Gadgets anlocken, sondern an deren Kreativität appellieren und den Unterricht durch digitale Tools kreativer und interaktiver gestalten. Wolfgang Schlicht weiß, seine Schüler sind zwar medienaffin, aber sie nutzen meist ihr Potential für kreatives Arbeiten nicht ausreichend aus.

Die Studie zur Generation Z  von Adobe hat sich exakt mit der Generation Z und der digitalen Bildung beschäftigt. In Deutschland haben Sie dazu rund 500 Schüler und 200 Lehrer befragt und wollten herausfinden, welche Bedeutung Technologie und Kreativität in der Zukunft dieser Generation haben werden. Mehr zu den Ergebnissen gibt es auf der offiziellen Seite zur Studie.

Intelligenz, wenn sie gute Laune hat

Schlicht Wolfgang (adapted with Adobe Spark) by Lisa Kneidl
Image by Lisa Kneidl (adapted with Adobe Spark)

Der Fokus liegt ganz klar auf Kreativität und darauf, Schülern einen Baukasten an digitalen Werkzeugen bereitzustellen, mit denen sie sich auf Berufe vorbereiten können, die es so heute vielleicht nicht gar nicht gibt, wie mir Adobes Education-Marketing Manager Matthias Hoepfl das Adobe Motto im Bereich digitale Bildung erklärte.

Grundsätzlich geht es bei unseren Werkzeugen und Programmen immer um Kreativität. Sie sind ausgelegt, um sie im Schulunterricht einzusetzen. Wir haben eine Make-it-Area aufgestellt, wo alle Tools ausprobiert werden können, um den Lehrer zu inspirieren, den Unterricht so praxisnah wie möglich zu gestalten.“ 

Das Aushängeschild von Adobe ist ganz klar die Creative Cloud– ein Paket aus allen Desktop-Applikationen des Unternehmens, für alle möglichen kreativen Gestaltungsbereiche, von der Bildbearbeitung bis zum Drehbuch. Inwieweit diese aber alle für die Schule nutzbar sind, ist fraglich, vor allem aufgrund ihrer Komplexität.

Auf der Messe habe ich mich auch bei den Besuchern und ihrer Vorstellung von digitaler Bildung unterhalten, ein Schüler hätte sich noch einen größeren Fokus auf praxisorientiertes Arbeiten gewünscht: „Die Adobe Creative Cloud benutze ich auch privat. Einen vergrößerten Bereich für Praxisanwendungen fände ich noch gut. Weil das hier auf der Didacta vor allem auch Schüler ansprechen soll, wären wohl vereinfachte Versionen ideal, weil beispielsweise Photoshop schon auch sehr komplex ist.“ All diese Tools haben zwar nahezu unbegrenzte Möglichkeiten des kreativen Outlets, aber sind in Zusammenarbeit mit Schülern nur schwer nutzbar.

If you can dream it, Spark can do it

Die herkömmlichen Adobe Produkte sind altbekannt und wurden am Didacta-Adobe-Stand auch in regelmäßigen Abständen in Vorträgen erklärt. Nebenan konnte man sich in einem impromptu-Fotostudio vom Fotografen Alexander Heinrichs ablichten lassen und dann direkt in der „Make-it-Area“ Applikationen wie Photoshop oder Lightroom in Aktion gezeigt bekommen.

Alles schön und gut, aber was mich wirklich überzeugt hat, war Spark. Kein VR, kein Schnick Schnack, eine einfache, browserbasierte Anwendung, die es einem ermöglicht Posts, Blogeinträge und Videos zu gestalten. Es ist genau das, was der Schüler im Unterricht braucht: ein reduziertes, leicht zu erlernendes Tool, das ihn animiert, die Informationen aufs Wesentliche zu reduzieren.

Hier ist Filterkompetenz bei den Unmengen von Informationen und den Suchmaschinenalgorithmen wichtig, wie Wolfgang Schlicht betont. Ebenfalls ist es eher kontraproduktiv, wenn man sich im Unterricht an der Arbeit an einem Projekt länger mit Schriftgrößen oder Zeilenumbrüchen aufhält, Arbeitsschritte, die Spark automatisiert und so extrem vereinfacht. Der Fokus liegt auf den Informationen, Spark macht die Technik, der Schüler die Kür.

Schlicht Wolfgang (adapted with Adobe Spark) by Lisa Kneidl
Adobe Spark Interface. Screenshot by Lisa Kneidl

Möglich sind Posts, Pages und Videos. Damit können beispielsweise Projektarbeiten im Unterricht erstellt und dokumentiert werden. Wolfgang Schlicht erzählte etwa von einem Kochbuch, das er zusammen mit einer Klasse über Spark erstellte und auch gleichzeitig begleitende Videotutorials zu den Rezepten produzieren konnte. Das Tool ist kostenlos und derzeit auf dem Browser und iOS-Geräten (als separate App für die Anwendungen Post, Page und Video) verfügbar, eine Version für Android ist in Arbeit.  

 

Ich bin ehrlich und sage, dass ich gerne so ein Tool wie Spark bei meinen Projektarbeiten in der Schule oder Uni gehabt hätte. VR-Brillen und Roboter machen erstmal viel her und sehen spektakulär aus. Aber Tatsache ist, dass sie für den Unterricht, vor allem fächerübergreifend, wohl noch in den Kinderschuhen stecken – noch also viel Lärm um nichts.

Wichtig ist Digitalisierung, wo sie Sinn macht – ein Tool, das fächerübergreifend anwendbar ist, den Fokus auf den Content statt auf Formatierungen lenkt und sich die Schüler kreativ ausleben lässt. Ich denke da nur an mein 15-jähriges Ich, das den Glauben an alles Gute verlor, wenn die gesamte Folienformatierung sich nach dem Einfügen eines Bildes in PowerPoint mal wieder zerschossen hat.


+++ GEWINNSPIEL +++

 

Hier haben wir noch ein Schmankerl für euch, ihr könnt eine Jahreslizenz für die Adobe Creative Cloud gewinnen. Einfach klicken, mitmachen und Daumen drücken. Zeit habt ihr bis zum 28. Februar. Viel Glück!
Teilnahmebedingungen


Header & Images (adapted with Adobe Spark) by Lisa Kneidl
Screenshot by Lisa Kneidl


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Neue Tools für Opinary-User: Einbetten und weiterverbreiten

compass(image by Unsplash [CC BY 1.0] via Pixabay)

Cornelius Frey hat mehr als 10 Jahre im Ausland gelebt, als er Weihnachten 2012 nach Deutschland zurückkehrte. Während er für McKinsey & Co. in Nigeria arbeitete, blieb er auf dem neusten Stand über die Neuigkeiten aus Europa und war frustriert darüber, wie schwierig es war, öffentliche Meinungen über verschiedene Themen, die in den Schlagzeilen waren, zu messen und einzuschätzen.

Pia Frey, Cornelius’ Schwester, war Journalistin und Produktmanagerin in Deutschland und, wie viele im News-Business, unglücklich mit dem Stand herkömmlichen Kommentierens. „Ich war zutiefst verärgert über diese gestörte Beziehung zwischen den Herausgebern, den Redaktionen und den Nutzern. Die Herausgeber sagen nur immer zueinander: Lies nie die Kommentare“, erzählte mir Pia. Aus diesen Diskussionen erwuchs etwas, das später Opinary werden sollte, das von den beiden Frey-Geschwistern gegründete Start-up, das Herausgebern interaktive, einbettbare Tools zur Verfügung stellt, die die Meinungen der Nutzer messen. Max Meran ist der dritte Mitbegründer der Firma und Verantwortlicher für Partnerschaften. Cornelius ist der Vorstandsvorsitzende von Opinary und Pia ist Beraterin, die mit Herausgebern arbeitet.

Wie alles begann

Das Startup begann erstmals 2013 als Nebenprojekt mit dem Namen Pressekompass, was gleichzeitig der Name ihres ersten Produkts war. In den frühen Tagen von Opinary war Pia Studentin an der Axel Springer Akademie, einem Trainingsprogramm von Herausgebern. Sie nahm dann eine Rolle als Produktentwicklerin für Die WELT, ebenfalls bei Axel Springer, an. Die WELT war unter den ersten Anwendern von Pressekompass und den anderen Werkzeugen von Opinary.

Pia verbrachte den Sommer 2015 in der Bay Area, wo sie als Teil ihres Jobs bei Ozy, ebenfalls ein Unternehmen, in das Axel Springer investiert, arbeitete, um mehr über Strategien zu lernen, die Leser oder das Publikum mit einzubeziehen.  „Das war die erste Hilfe, die ich von ihnen bekam: Dass sie mich das haben machen lassen“, sagte sie. „Und dann haben sie es mich nicht nur machen lassen, sondern uns sogar massiv darin unterstützt, Kooperationen einzugehen und miteinander darüber nachzudenken: Wie können wir unsere Werkzeuge nutzen?“ Die Firma änderte vergangenen Januar ihren Namen in Opinary, weil sie weitere Werkzeuge über die ursprüngliche Kompassoberfläche hinaus einführte. Die Gründer wollten außerdem einen Namen, der für ein amerikanisches Publikum schmackhafter wäre, nachdem sie ihre Expansion in die USA planen.

Der interaktive Austausch von Gedanken

Von Beginn an ist es Opinarys Ziel, dass Nutzer ihre Meinungen zu bestimmten Themen ganz einfach und im Kontext zu dem, was andere darüber sagen, teilen können, während sie sich außerdem an laufenden Diskussionen über das Thema orientieren. Seine Überzeugungskraft für Herausgeber besteht darin, dass seine Werkzeuge es Nutzern ermöglichen, interaktiv Gedanken auszutauschen, ohne sich mit den Unannehmlichkeiten des Maßhaltens beim traditionellen Kommentieren herumschlagen zu müssen.

Das ursprüngliche Werkzeug, Pressekompass, veranschaulicht verschiedene Aspekte eines Themas – zum Beispiel ob eine rechtsorientierte Partei die jüngsten australischen Wahlen gewinnen könne – anhand eines Kompass und stellt dann die Positionen verschiedener Kommentatoren und Analysten basierend auf ihren Positionen grafisch dar. Leser können ihre eigenen Markierungen auf dem Kompass setzen um ihre eigen Position im Vergleich zu der anderer Nutzer zu zeigen. Das beliebteste Werkzeug von Opinary ist momentan das Speedometer, das ähnlich zum Pressekompass ist, es Nutzern aber nur erlaubt, Themen auf einer Achse zu bewerten. Nutzer können sich selbst auf dem Speedometer platzieren und zusehen, wie ihre Meinung den Durchschnitt verändert, der durch die Nadel repräsentiert wird.

Opinary hat einige verschiedene Schnittstellen eingeführt, darunter eine, die es Nutzern möglich macht, vorauszusagen, wie sich die Aktien entwickeln werden, eine, die sie sich selbst in einem politischen Spektrum platzieren lässt und einer, die die Leistung  von Fußballspielern bewertet. Außerdem werden laufend neue Werkzeuge entwickelt, so auch eines, dass Nutzer Filme oder Fernsehshows bewerten lässt. Zehn deutsche Nachrichtenzentralen nutzen Opinary derzeit und die Firma plant ihre Expansion in die USA. Cornelius hat diesen Frühling sechs Wochen in den USA verbracht und sich dort mit Investoren und Herausgebern getroffen. Er sagte, dass vier amerikanische Nachrichtenorganisationen die Werkzeuge in den nächsten Monaten nutzen werden, ihre Namen wollte er aber nicht verraten.

Über den Tellerrand von „Gefällt mir“-Angaben blicken

Typischerweise nutzen etwa 30 Prozent der Leser die Werkzeuge, die von Opinary auf einer Seite eingebettet sind, sagt Pia, bemerkt aber auch, dass dies von Seite zu Seite und von Thema zu Thema unterschiedlich ist. Sie arbeitet auch mit den Redaktionen an den besten Praxisumsetzungen, damit Herausgeber den Einsatz der Werkzeuge zu maximieren versuchen können. Ihre Seite umfasst insgesamt elf Mitarbeiter, darunter ein Redaktionsteam, das Grafiken entwirft, die Herausgeber auf ihren Seiten, basierend auf den Tagesneuigkeiten, einbetten können. Etwa zwei Drittel des Inhalts von Opinary wird von seinen eigenen Mitarbeitern entworfen, das andere Drittel wird von Herausgebern entworfen, die das CMS von Opinary nutzen.

Spiegel Online, die gesonderte digitale Präsenz der wöchentlichen Zeitschrift Der Spiegel in Deutschland, war der erste Abnehmer, der Opinary nutzte. Matthias Streitz, der Chefredakteur von Spiegel Online, sage, dass sich die Seite dazu entschieden hätte, Pressekompass zu nutzen, weil es fähig war, treffend zusammenzufassen, wie Kommentatoren und andere Abnehmer über Themen berichteten, während es außerdem eine einfache Beteiligung der Nutzer erlaubte.

„Es scheint banal, aber es ist eine Kombination von Elementen, die wir auf dem deutschen Markt zu dem Zeitpunkt so nicht hatten“, sagte Streitz. „Es machte intuitiv Sinn, als wir es sahen“. Spiegel nutzt die Schnittstellen von Opinary mit durchschnittlich 2,8 Artikeln pro Tag. Cornelius sagte, dass die frühe Partnerschaft mit Spiegel besonders hilfreich war, weil die Seite Rückmeldung über das Design zusammen mit Vorschlägen der Redaktion bot. Im März erhielt die Firma ihre erste Investition von außen: Eine Million Euro. Zuvor lief Opinary aus eigener Kraft; Cornelius sagte, dass die Gründer „nicht mehr als“ 50.000 Euro ihres eigenen Gelds investierten, weil die Firma begann, Einnahmen zu erzielen, als die Herausgeber anfingen für die Nutzung der Werkzeuge zu bezahlen.

Finanzierung mittels leserorientierter Werbung

Der nächste Schritt für Opinary ist die Monetarisierung. Als die Firma startete, mussten Herausgeber für die Nutzung der Werkzeuge zahlen, aber nun wird zu einem Umsatzanteil-Modell übergegangen, bei dem Herausgeber eine Kürzung an den Werbeanteilen jeder Werbung bekommen, die auf ihrer Seite gezeigt wird.

Nachdem ein Leser ein Werkzeug benutzt hat, erscheint eine Werbeanzeige, die zu dem Inhalt passt. Nutzt zum Beispiel ein Leser Opinary, um zu sagen, dass er einer Aktie optimistisch gegenüber steht, könnte eine Werbeanzeige für eine Online-Handelsplattform auftauchen, die dem Leser die Chance bietet, diese Aktie tatsächlich zu kaufen. Opinary bietet auch native Inhalte an, bei denen Marken ihre eigenen Ideen einbringen können.

Auf der anderen Seite versucht Opinary, Geld zu verdienen, indem es Marktrecherchen und Umfragen durchführt. Es arbeitet daran, Mechanismen zu entwickeln, die es Firmen oder Kampagnen erlauben, die anonymisierten Daten, die aus den Werkzeugen errechnet werden, zu verwerten, zusammen mit zusätzlichen Fragen über beispielsweise das Alter oder Geschlecht.

„Werden wir die Typen sein, die es schaffen, einen 50-minütigen Fragenkatalog mit 60 Fragen über ein superdetailliertes Thema abzufragen? Nein.“, sagte Cornelius. „Aber wir können Markenunternehmen ein breites, relevantes und interessantes Panel bieten, und das sehr schnell, weil wir jetzt schon jeden Tag mit Millionen Leuten reden.“

„Wenn sie erstmal die Werbung in das Werkzeug integriert haben, werden wir die Einnahmen teilen, aber im Moment funktioniert das noch nicht.“, sagte Streitz vom Spiegel Online. „Das ist vielleicht das große Fragezeichen, das über diesem Projekt hängt: Werden sie es schaffen, es zu monetarisieren? Ich finde die Idee prinzipiell gut, und ich mag die Leute, mit denen wir arbeiten, aber trotzdem habe ich es zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht funktionieren sehen.“

Ganz oder gar nicht!

Das ist ganz offensichtlich eine der Schlüsselfragen. Nachdem die Nachfrage der Herausgeber zugenommen hat, haben die Gründer von Opinary festgestellt, dass es unhaltbar war, die Firma als Nebenprojekt oder Halbzeitbeschäftigung zu führen. Pia verließ die WELT und auch Cornelius gab seine Stelle auf und zog letzten Herbst zurück nach Deutschland. Meran, der für McKinsey in Südafrika arbeitete, kehrte ebenfalls nach Deutschland zurück. „Opinary ist in Hinsicht auf die Reichweite und das Potenzial für Herausgeber und das Interesse von Investoren und Marken sehr schnell gewachsen“, sagte Pia. „Es ist mein Baby. Ich könnte jemanden finden, der dieses Baby für mich großzieht oder ich könnte es selbst tun. Jemand anderen zu finden, war keine Option für mich.“

Jan-Eric Peters, der nun Upday führt, das gemeinsame Handyprodukt von Axel Springer und Samsung, führte damals die Axel Springer Akademie und war Pias Chef bei Die WELT. Er sagte, dass er sie das Start-up verfolgen ließ, während sie bei der Zeitung arbeitete, weil digitale Innovation wichtig für die Hinterlassenschaft von Abnehmern ist.

„Manche würden sagen, dass es schade ist, dass Pia die WELT verlassen hat, nachdem wir so viel Mühe in sie gesteckt haben“, sagte er mir in einer Email. „Meine Sicht darauf ist anders. Wir brauchen Menschen in unserer Industrie, die den (traditionellen) Medien helfen, im digitalen Zeitalter bessere Leistungen zu erbringen.“

Dieser Artikel erschien zuerst auf “Nieman Journalism Lab” unter CC BY-NC-SA 3.0 US. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image „compass“ by Unsplash(CC BY 1.0)


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Neue Module und Features: Wie die New York Times Artikel auf ihrer Webseite auswählt

The New York Times building, New York City (Image by Alterego [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons)

Im September 2014 wurde auf der Webseite der New York Times ein neues Modul erschaffen. Es nannte sich „Watching“ und war eine Art Sammlung von Meldungen aus der Times, aber auch von Material, das, ähnlich wie es bei Twitter funktioniert, anderswo im Netz gefunden wurde – einschließlich Tweets, Fotos und sogar YouTube-Videos.

Dieses Feature ist vor wenigen Monaten verschwunden, während der Newsfeed selbst erhalten blieb. Vor einigen Wochen hat die Times dann ein neues und andersartiges Produkt veröffentlicht, das sich ebenfalls „Watching“ nennt und eine eigenständige TV- und Film-Empfehlungsseite ist.

Auch wenn dieses Angebot noch namenlos ist, nimmt das Modul, das früher als „Watching“ bekannt war, noch immer einen prominenten Platz auf der Webseite der Times ein – ohne zu scrollen, ist es auf dem unteren Drittel eines Desktop-Bildschirms zu finden. Die Inhalte, die der Feed auf der Webseite wochenweise anbietet, befinden sich allerdings im Wandel. Die Meldungen beinhalten in letzter Zeit merkbar weniger Themenhäufungen, am Wochenende ist der Feed abgeschaltet. Liegt das daran, dass die Times entschied, weniger von auswärtigen Quellen anzuzeigen und anstattdessen mehr Inhalte von der Times selbst zu zeigen – insbesondere vom Express-Team, das letztes Jahr aufgestellt wurde um „die Nachrichten, nach denen Leser suchen und über die sie online sprechen“, abzudecken?

„Ich möchte es wirklich deutlich machen: Wir schätzen das Zusammentragen von auswärtigen Quellen sehr, das momentan an verschiedenen Stellen stattfindet, teilte mir Clifford Levy mit. Er ist Redakteur der Times und leitet zugleich die Abteilung NYT Now. „Aber wir versuchen herauszufinden, was die richtige Balance zwischen Ledungen aus der New York Times und von auswärtigen Quellen ist und wie wir intelligente, sinnvolle Auswahlprozesse für unsere Leser durchführen.“
Levy arbeitet mit Migliedern des Express-Teams, mit NYT Now-Mitarbeitern und mit anderen am Nachrichtenpult, um diesen idealen Punkt zu finden, an dem die Anhäufung von Quellen willkommen ist – nicht nur im Modul auf der Webseite, sondern auch auf der Homepage und auf ihren mobilen Apps. Es gibt desöfteren Meldungen vom Express-Team, leichter verdauliche Nachrichten von anderen Büros und ab und zu Informationen über aktuelle Nachrichtenentwicklungen.

Dean [Baquet] hat eine Innovationskulture sehr befördert, er möchte wirklich, dass die Redaktion im Geiste der Innovation erscheint, er möchte versuchen, die Aufteilung dieses Moduls zu verändern. Er will sich den Datenverkehr des Moduls anschauen – wie Leser auf Veränderungen reagieren, ob wir irgendeinen Teil des Moduls nutzen sollten, ob diese Nachrichten in das Modul oder an andere Orte der Webseite gelangen und wo sie in der mobilen Version hineinpassen. Alle diese Fragen sind noch offen“, sagte Levy.

Eine kurze Analyse von dem, was in dem Modul in den letzten paar Monaten gepostet wurde (gemeint ist seit Anfang Dezember 2015), zeigt, wie sehr es sich mittlerwiele auf die Times konzentriert. Von den letzten 932 geposteten Links waren 765 – also über 80 Prozent – Inhalte der Times. (Andere Nachrichtenquellen, die zumindest ab und zu verlinkt wurden, sind: The Associated Press mit 29, Reuters und der BBC mit je sieben, The Atlantic, Bloomberg und der Guardian mit je fünf Verlinkungen und die Washington Post mit vier Verlinkungen. Das Modul ist also nun eher ein eigenes Fenster und eine Art Untergruppierung von allen Artikeln, die die Times täglich veröffentlicht wurden als ein sorgfältig herausgefiltertes Feature mit interessanten Artikeln von überall aus dem Internet.

Ian Fisher, der ehemalige stellvertretende ausführende Redakteur (jetzt Untersuchungsleiter) von Politico, sagte, dass „Watching“ in seiner Anfangsphase ungefähr 40 Prozent negatives Feedback erhielt. Sechs Monate später waren es laut Politicos letztem Update von April eher die Meldungen, die nicht aus der Times stammten, die die bessere Performance lieferten. Außerdem kehrten Leser zur Times-Seite zurück, auch wenn sie auf Nachrichten klickten, die sie von der Seite wegleiteten.

Levy nannte mir keine genauen Zahlen, sagte aber, dass der Feed sich weiterhin gut halte, wenn man die Leser betrachte, die auf Meldungen des Feeds klicken:

Das Modul funktioniert gut. Wir hatten eigentlich keine negativen Rückmeldungen. Ich schaue mir tatsächlich an, wie einzelne Meldungen wirken, verwende aber nicht zuviel Zeit dafür, einzelne Elemente des Feeds miteinander zu vergleichen.

NYTimes.com unterteilt sich grob in drei Kolumnen (von links nach rechts, unterteilt in die Gruppen A, B und C). Meinungsartikel befinden sich oben in der dritten Kolumne, das untere Eck dieser Kolumne erfährt verständlicherweise weniger Beachtung von den Lesern als der linke Teil der Webseite. Das Team dort spielt zum Beispiel mehr mit visuellen Elementen bei vorgestellten Artikeln.

Die linke Seite ist am Neuesten – zu einem gewissen Grad haben wir unsere Leser daran gewöhnt. Ich denke nicht, dass man ein Modul von solcher Größe auf die linke Seite der Webseite setzen könnte„, sagte Levy. „Wir haben damit experimentiert, das Modul in verschiedene Positionen auf der Webseite zu verschieben. Aber wie du weißt, ist die Sache mit der Webseite so, dass sie wie ein überfüllter Marktplatz ist – man muss die Bedürfnisse der Redaktion in Betracht ziehen, jene der Autoren der Meinungsartikel, der Platz, den die Videoabteilung benötigt und natürlich den Platz für Werbung, der sehr wichtig ist. Es gibt viele verschiedene Interessen und viele Einflussträger.

Doch gibt es irgendeine spezifische Richtung, in die die Entwicklung des früheren „Watching“-Moduls gehen wird, irgendeine Idee, die darauf hindeutet, dass es seinen eigenen Platz innerhalb von NYT Now oder sogar in der Times-App bekommen könnte?

„Das Einzige, das ich dir versichern kann, ist, dass wir an auswärtige Quellensammlungen glauben. Wir machen das auf eine Art, die den Lesern hilft, und wir wissen, dass die Redaktion dabei gute Arbeit macht,“ sagte Levy. „Zu einem gewissen Grad ist das eine seismische Verschiebung. Noch vor drei Jahren wäre das etwas gewesen, was wir niemals hätten tun können.

Dieser Artikel erschien zuerst auf “Nieman Journalism Lab” unter CC BY-NC-SA 3.0 US. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image „The NewYork Times building, New York City“ by Alterego (CC by 3.0)


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Zum Verbessern von Unternehmen: Liquid Feedback mit Heeresvorschriften

Boeing 777 cockpit, note software update in progress... (adapted) (Image by Bill Abbott [CC by 2.0] via flickr)

Nach wie vor sind Vorstandschefs, IT-Leiter, Kommunikationsdirektoren oder Vertriebsbosse davon überzeugt, soziale Netzwerke in irgendeiner Weise steuern oder gar kontrollieren zu können. Das suggerieren auch Anbieter von Big Data- oder Monitoring-Software. Man sitzt wie in einem Cockpit vor seinem Bildschirm und hat alle möglichen Quellen des Netzgeschehens im Blick. Kampagnen werden auf Knopfdruck vorgeplant, Abläufe koordiniert, Schlüsselbegriffe geprüft und Reaktionen studiert. Überschriften und Inhalte für Beiträge laufen durch einen Algorithmus und werden für möglichst hohe Klickraten aufgehübscht.

Digitale Controlling-Tools für Generaldirektoren

Dann zählt man Likes, Retweets und Kommentare, um den Chef von der Wirksamkeit der Controlling-Tools zu überzeugen. Letztlich verharrt man in der Steuerungslogik von Wirtschaftsprüfern und autoritären Generaldirektoren. Hauptsache die Ergebnisse sind positiv und sichern die eigene Machtposition. Die Befindlichkeit der Mitarbeiter ist dabei nachrangig. Partizipation, Offenheit und Transparenz, die Antriebsfedern des Social Webs, bleiben dabei auf der Strecke. Aber selbst perfekte Steuerungstechniken und Messinstrumente versagen kläglich, wenn Befehl und Gehorsam weiterhin den Arbeitsalltag bestimmen.

Nichts berühren und Schnauze halten

Etwa in der Fliegerei. Das machte Synaxon-Vorstand Frank Roebers beim vdav-Branchentreff der Auskunfts- und Verzeichnismedien deutlich. Er erinnerte an die Notlandung eines Flugzeugs in Wien am 12. Juli 2000. Zwei Piloten hatten die Tanks auf ihrem Weg von Griechenland nach Hannover leergeflogen und mussten ihre Maschine im Segelflug nach unten bringen. Es gab einen Totalschaden, aber keine Toten. Die Medien feierten überschwänglich die Helden der Lüfte, ohne sich mit den Ursachen der Beinahe-Katastrophe auseinanderzusetzen. „Wer sich den Unfallbericht durchliest, erkennt schnell, dass es sich nicht um eine Heldentat handelt“, so Roebers. Eher belegt es eine Schwachstelle bei Berufspiloten. Es geht um den hierarchischen Abstand im Cockpit nach dem Motto: „Nichts berühren und Schnauze halten“. Bei asiatischen Fluggesellschaften sei es vorgekommen, dass Co-Piloten von Kapitänen geohrfeigt wurden, wenn sie sich nicht „linientreu“ verhalten haben. Bei den Wiener Bruchpiloten warnte der Co-Pilot vor der Falschberechnung des Spritverbrauchs, der sich durch das nicht einklappbare Fahrwerk ergeben hatte. Er plädierte für eine Notlandung in Zagreb und wurde von seinem Kapitän autoritär in die Schranken verwiesen. Kurze Zeit später fielen die Triebwerke aus und man konnte keine normale Landung mehr realisieren.

Hierarchische Befehlsketten versagen

Diese hierarchische Befehlskette ist bei Berufspiloten ein gravierendes Problem, auch wenn die Steuerungstechnik im Cockpit noch so perfekt funktioniert. Roebers setzt in seinem Unternehmen deshalb auf radikale Selbstorganisation nach Wiki-Prinzipien. „Ich wollte das Unternehmen wie ein Open Source-Projekt führen.“ Dazu zählt auch der Einsatz von Liquid Feedback. Jeder Mitarbeiter ist berechtigt, eine Initiative zu starten und wenn ein Quorum von zehn Prozent der Belegschaft erreicht ist, startet die Diskussion. Wie bei den Piraten folgt vor der Abstimmung eine Phase des Einfrierens, in der keine Änderungen mehr möglich sind. Nehmen an der Abstimmung mindestens fünfzig Prozent der in der Themengruppe registrierten Mitarbeiter teil und erhält die Initiative am Ende eine einfache Mehrheit, steht der Vorstand in der Pflicht, sie umzusetzen. Ein Vetorecht will der Vorstand nur in Ausnahmefällen anwenden. Das ist bislang nur ein einziges Mal passiert. Ergebnis: Themen werden nicht nur schnell aufgespürt, sondern auch mit der versammelten Intelligenz des Unternehmens bearbeitet.

Externe Kommunikation ohne Freigabe-Bürokratie

Gleiches vollzieht sich extern. Jeder darf im Namen des Unternehmens posten, wo immer er will und das ohne Freigabeschleifen oder umständliche Autorisierungsabläufe. Die Beiträge sind um das zweihundertfache gestiegen, ohne Synaxon in irgendeiner Weise zu schädigen. „Dass wir nur noch Top-Bewerber bekommen, dürfte niemanden überraschen.“ Bei Synaxon geht es nicht um eine immerwährende Vollversammlung oder basisdemokratische Romantik, die zu einer Lähmung von Entscheidungsprozessen führt. Es geht eher darum, Themen schneller aufkommen zu lassen, Inhalte schneller zu finden und Daten leichter aktuell zu halten.

Offiziere teilen die Entbehrungen der Truppe und formulieren kühne Entschlüsse

Verzicht auf Hierarchie ist damit nicht verbunden. So gilt bei Synaxon die Führungskultur der Bundeswehr. Die Offiziere teilen die Entbehrungen ihrer Truppe. Führung als Handwerk zählt nach Auffassung von Roebers nicht zu den Stärken der klassischen Manager. Daher werden sie nach den Vorschriften des Heeres geschult. Lagevortrag zur Entscheidung oder Lagevortrag zur Unterrichtung sind daher beim IT-Dienstleister Synaxon gängige Formulierungen des Berufsalltags. „Das ist ganz lustig und führt dann zu Einleitungen wie ‚Ich trage jetzt einen kühnen Entschluss vor‘.“ Damit vermeidet sein Unternehmen die Paralyse der Piratenpartei. Das Notiz-Amt hält das für nachahmenswert.


Image (adapted) „Boeing 777 cockpit, note software update in progress…“ by Bill Abbott (CC BY-SA 2.0)


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#US2016: Online-Kommunikation im Vorwahlkampf

Clinton Rally 109 (adapted) (Image by Keith Kissel [CC BY 2.0] via Flickr)

Die Kampagnen, mit denen sich die Bewerber um die US-Präsidentschaft in Stellung bringen, sind immer auch Leistungsschauen anderer Art: Dabei konkurrieren Online-Formate um die Gunst des Publikums respektive der Polit-Strategen. Noch bevor der Vorwahlkampf began, wurde mobiles Livestreaming als ein relevantes Instrument identifiziert. Aktuell ist nun der Foto-/Video-Messenger “Snapchat” angesagt. Laut New York Times ist die Killer-Anwendung aber das schnöde Texting, während sich beim Clinton-Konkurrenten Sanders die Unterstützer unter anderem via Reddit selbst organisieren.

Seit Bürger breiten Zugang zur Online-Kommunikation haben, hat jeder Wahlkampf um die US-Präsidentschaft ein entsprechendes Lieblings-Tool hervorgebracht, dem die Kampagnen-Macher jeweils das Potenzial zum Game Changer attestieren. Der Vorwahlkampf für die Wahl 2016 hatte noch nicht richtig begonnen, da spekulierte der ehemalige Obama-Berater Dan Pfeiffer: “If 2004 was about Meetup, 2008 was about Facebook, and 2012 was about Twitter, 2016 is going to be about Meerkat (or something just like it).” Eine besondere investigative Relevanz konnte das mobile Livestreaming bislang jedenfalls noch nicht entfalten. Vielleicht auch deswegen, weil der Bewerber um die republikanische Präsidentschaftskandidatur, Donald Trump, seine kontroversen Sprüche sowieso vor dem größtmöglichen Publikum von sich gibt und dafür von der Partei-Basis auch noch Zustimmung erhält.

Post-TV-Kanal für junge Zielgruppen

Ebenso früh brachte sich Snapchat ins Gespräch, als im April ein CNN-Reporter für redaktionelle Inhalte, die in der App unter dem Titel “Discover” verfügbar sind, engagiert wurde. Hinzu kam eine Polit-Marketing-Fachkraft von Google. Nun gehört es auch für die Kandidaten zum guten Ton, sich dort mit eigenen Profilen zu präsentieren. Es kann aber auch Werbung in spezifischen Formaten geschaltet werden. Snapchat selbst positioniert sich als “best way to reach 13 to 34-year-olds”. Insofern ist das Engagement der Kampagne von Hillary Clinton dort folgerichtig: Zu ihren inhaltlichen Schwerpunkten gehört derzeit die Gebührenfreiheit von Community Colleges, die sie auch in anderen sozialen Medien zielgruppenspezifisch zum Beispiel mit einer Emoji-Umfrage kommuniziert. Clinton begründet ihre Affinität zu Snapchat schließlich noch ganz anders: In einem offiziell bei Twitter verbreiteten Video merkt sie an, ihr käme es ganz gelegen, dass die Botschaften nach kurzer Zeit wieder verschwinden würden. Damit nimmt sie Bezug darauf, dass sie während ihrer Amtszeit als Außenministerin auch dienstlich über einen privaten E-Mail-Account kommuniziert hat und inzwischen sogar dem FBI den Server übergeben hat.

Wired weist jedoch darauf hin, dass die Rede von der “Snapchat-Election” verfrüht sei. Denn der Dienst ist bislang die Antithese zu Plattformen wie Facebook, die durch die Bereitstellung von Nutzer-Daten den Kampagnen eine punktgenaue Ansprache spezifischer Zielgruppen entlang diverser Parameter (“Targeting”) ermöglichen.

Die Alternativen: Texting – Reddit – Open Source

Die New York Times diagnostiziert gar die Renaissance von Text-Botschaften “The killer app for the 2016 presidential campaign is not an app at all. It is not even new. Texting – that 1990s-vintage technology – has suddenly become a go-to vehicle for presidential campaigns when they need to get a message out as widely and quickly as possible, and with confidence that it will be read.” In dieser Perspektive gehen Kurzmitteilungen, vor allem weniger als andere Formate in der alltäglichen Informationsflut unter. Auch hier liefert die Clinton-Kampagne ein kreatives Anwendungsbeispiel: Wer auf eine ihrer Kurzmitteilungen mit “HEAR” antwortete, erhielt einen automatischen Anruf mit der Wiedergabe eines Fauxpas des Republikaners Jeb Bush.

Die Konkurrenz für Hillary im eigenen Lager rückt unterdessen übrigens die Relevanz von Online-Kommunikation für die Selbstorganisation der Kampagnen in den Fokus. Der parteilose Senator Bernie Sanders mobilisiert die Massen unter anderem mit einer Präsenz seiner Unterstützer bei Reddit, wie Politico in einer Reportage über den “Summer of Sanders” und die “Sander-istas” anerkennend berichtet. Und dann ist da noch der Urheberrechtsexperte und Anti-Korruptions-Aktivist Lawrence Lessig, der als “referendum president” kandidieren könnte. Er proklamiert hinsichtlich eigener Software und kreativer Inhalte schon mal “The First Open Source Presidential Campaign”.


Image (adapted) „Clinton Rally 109“ by Keith Kissel (CC BY 2.0)


 

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Können Sie E-Mails schreiben?

You have a mail (adapted) (Image by Pierre (Rennes) [CC BY 2.0] via Flickr)

Digitale Tools gehören in der Berufswelt längst zum Alltag. Branchen-Experten auf der re:publica in Berlin erklären unserem Kolumnisten, was die meisten von uns falsch machen. Totgesagte leben länger. Seit der E-Mail-Geburtsstunde hat sich die Art und Weise, wie wir mit Nachrichten umgehen, nicht wesentlich geändert. Nur die Flut der E-Mails steigt rasant an. Im Berufsleben erhält man durchschnittlich 122 elektronische Mitteilungen. Parallel dazu werden immer neue Kommunikationsplattformen eröffnet – soziale Netzwerke, Kurznachrichten, Instand Messaging und mehr. Die Zahl der Botschaften, die ständigen Unterbrechungen und die unterschiedlichen Präferenzen für Kommunikation sind generationsübergreifend eine große Herausforderung. Die E-Mail wird immer noch für Zwecke genutzt, für die sie nicht konzipiert wurde. Stefan Pfeiffer von IBM im Interview mit The European auf der re:publica in Berlin moniert:

„Nehmen wir das simple Beispiel Datei-Anhänge. Da werden Anhänge mit 20 oder 30 Mbit an 50 Kollegen geschickt, obwohl es schon lange Alternativen wie die Dropbox gibt. Das ist lächerlich.“

Kollaborationswerkzeuge statt elektronische Post

„Es sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, solche Dokumente mit Kollaborationswerkzeugen im Netz zu teilen. Das liegt an Gewohnheiten, die man seit Jahrzehnten praktiziert. Es werden sogar Projekte über E-Mails abgewickelt. Auch hier haben sich sinnvollere Tools etabliert“, weiß der Social Media-Experte Pfeiffer. Man dürfe dabei nicht unterschätzen, dass sich sehr viele Mitarbeiter in den Unternehmen nicht sehr stark in sozialen Netzwerken bewegen und ihre Arbeit digital organisieren – etwa durch den Einsatz von Online-Meeting-Anwendungen.

Beharrungskräfte in Organisationen

Die Anbieter von entsprechenden Systemen unterschätzen das Beharrungsvermögen und die nicht vorhandenen digitalen Erfahrungen in Organisationen. Ein weiteres Hemmnis kommt von den IT-Abteilungen, die sich gegen den Einsatz von Diensten sperren, die über das Internet abgerufen werden.

Da werden Besitzstände verteidigt. Dazu zählen die eigenen Rechenzentren und Server. Die Verantwortung liegt aber auch bei den Software-Firmen, die bei der Benutzerfreundlichkeit ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben, so der IBM-Manager. Es mussten erst smarte Eco-Syteme wie das iPhone oder Lösungen wie die Dropbox auf den Markt kommen, bis sich auch die liebwertesten Gichtlinge der Software-Industrie in Richtung Anwenderfreundlichkeit bewegte. Dennoch gibt es eine Menge zu überdenken, um nicht mehr ein Dasein als digitaler Aktenknecht zu fristen.

Namen für 10.000 Schafe

Ein Schreibtisch ist passiv, der Computer ist aktiv – er kann Dokumente selber beschriften, suchen und ordnen. Die Idee, dass wir jedem Dokument einen Namen geben sollen, ist schlicht lachhaft. Wenn Sie drei Hunde haben, ist das sinnvoll. Besitzen Sie aber 10.000 Schafe, ist es Irrsinn, bemängelt der IT-Kenner David Gelernter. Informationen sollten zeitlich strukturiert werden und nicht mehr räumlich in Ordnern. So korrespondiert die Anordnung der Information mit den Ereignissen des Lebens. Unser erstes Dokument ist die elektronische Geburtsurkunde, und jedes Dokument, das hinzukommt, wird chronologisch bis zur Gegenwart eingeordnet. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um E-Mails, Fotos, MP3s oder den Entwurf eines Buchkapitels handelt, erläutert Gelernter. Dateien müsse man dann nicht mehr mit Namen bezeichnen, da sie sich selbstständig nach Inhalten, Stichworten, Ort und Zeit vernetzen. Ordner werden überflüssig.

Digitale Werkzeuge und alter Geist

Nur der Einsatz von digitalen Werkzeugen bringt keine Änderung: „Viele der heutigen digitalen Systeme und Köpfe sind aus dem alten Geist sowie den alten Strukturen geboren. Die kann man morgen in die digitale Tonne treten“, kritisiert Netzökonomie-Campus-Kollege Winfried Felser.

Um vom E-Mail-Sortier-Management wegzukommen, muss also mehr passieren. Einen Ansatzpunkt sieht Stefan Pfeiffer beim Watson-System seines Unternehmens. Cognitive Computing kann man lernende elektronische Assistenten etablieren, die das Verhalten des Nutzers antizipieren und Dinge automatisch organisieren. Wichtig ist es vor allem, mir Informationen dann zur Verfügung zu stellen, wenn ich sie benötige. Nicht vorher, nicht nachher. „Wenn wir hier ein Interview führen, warum soll Watson nicht in der Lage sein, die letzten fünf E-Mails oder Nachrichten, die wir ausgetauscht haben und Deine wichtigsten Artikel zu unserem Thema einzublenden. Das ist kein Hexenwerk“, resümiert Pfeiffer.


Dieser Artikel erschien zuerst auf TheEuropean.de


Image (adapted) „You have a mail“  by Pierre (Rennes) (CC BY 2.0)


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Warum Instagram keinen Web-Upload braucht

Polaroid Camera (like Instagram-Icon) (adapted) (Image by Adrian Korte [CC BY 2.0] via Flickr)

Instagram bietet weiterhin keinen Web-Upload an. Das bedeutet zwar für Unternehmen einen größeren Aufwand, schützt aber die Qualität der Plattform. Instagram verfügt zwar über eine Webansicht, ist im Kern aber eine mobile App. Das führt dazu, dass Instagram über keinen Web Upload verfügt. Für Nutzer ist das kein Problem. Viele Unternehmen und Tool Anbieter wünschen sich jedoch einen Web-Upload, um die alltägliche Arbeit und das Community Management auf Instagram zu entlasten. Warum bietet Instagram diese Möglichkeit nicht an?

Aus Unternehmenssicht ist der Wunsch nachvollziehbar. Es wurden Tools aufgesetzt, die zur Verwaltung der Social Media Kanäle genutzt werden. Mit Instagram ist jetzt ein weiterer Kanal dazugekommen, der mit den Tools aber nicht verwaltet werden kann. Ein Web-Upload würde die Arbeit von Unternehmen und Agenturen erleichtern, hätte aber auch gleichzeitig deutliche Auswirkungen auf die veröffentlichten Inhalte.

Instagram hat meiner Meinung nach bewusst auf den Upload verzichtet, um den Charme und die Einzigartigkeit der Plattform zu stärken. Ein Web Upload würde dazu führen, dass wir viele Inhalte auf Instagram sehen würden, die mit einer mobilen Nutzung, Perspektive und Herangehensweise nichts mehr zu tun haben. Natürlich bearbeiten Unternehmen viele ihrer Instagram Fotos bevor sie veröffentlicht werden. Das ist auch nicht das Problem. Das Problem werden die Unternehmen und Instagram Accounts sein, die Flyer, Coupons und ähnliche Web Inhalte eins zu eins auf Instagram teilen. Das wollen wir nicht sehen und das wollen auch die Nutzern nicht sehen.

Mit Gramblr und Latergram gibt es Tools, die einen automatischen Upload bzw einem Web-Upload anbieten. Hierbei muss man aber ganz klar sagen: Instagram erlaubt keine Web Uploads. Wer sich also für Gramblr entscheidet, der muss sich auch dem Risiko bewusst sein, dass entweder Fotos nicht veröffentlicht, oder sogar der Instagram Account gesperrt wird. Latergram umgeht dieses Problem, indem sie mit einer eigenen mobilen App arbeiten. So erfolgt der Post nur indirekt über Latergram.

 Latergram erfüllt somit die Richtlinien von Instagram und verwaltet lediglich Bilder und Beschreibungstext. Der Upload erfolgt über Instagram. Bei Gramblr ist das nicht der Fall und wir raten euch die Finger davon zu lassen.

Auch wenn der Aufwand bei Instagram vielleicht etwas höher ist, arbeitet mit dem manuellen Upload. Nutzt Instagram nicht dazu, um Inhalte aus dem Web auf Instagram zu verbreiten. Das entspricht nicht der Bildsprache von Instagram und wird eurem Profil nicht helfen. Ein weiterer Vorteil vom mobilen Upload ist, ihr beschäftigt euch intensiver mit Instagram. Ihr werdet mit den Features und Option besser vertraut und ganz wichtig, ihr agiert wie Nutzer.

In den Nutzungsbedingungen gibt es einen weiteren Punkt, der genau auf die problematischen Inhalte hinweist:

„You shall not: Use Instagram as a generic image hosting service for banner advertisements, graphics, etc.“ Und genau das wären die Folgen von einem Web-Upload.

Ein Problem ist das bisher nicht für Instagram. 70 Mio. Fotos werden täglich veröffentlicht. Auch ohne Web-Upload.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf FutureBiz.


Image (adapted) „Polaroid Camera (like Instagram-Icon)“ by Adrian Korte (CC BY 2.0)


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ShortRead: Twitter bietet nun maßgeschneiderte Werbung an

twitter (adapted) (Image by hank Mitchell [CC BY 2.0], via flickr)

Auf dem Firmenblog von Twitter kündigte Kelton Lynn an, dass Unternehmen, die Twitters neues Angebot für maßgeschneiderte Werbung nutzen, jetzt selber gezielte Werbekampagnen planen und genau bestimmen können, wer die Tweets erhält. Dafür müssen die Unternehmen ihre Kundendaten an Twitter schicken, dass dann die Mailadressen mit den eigenen Nutzerinformationen abgleicht. Das Unternehmen erfährt somit, welche Kunden oder Mitglieder auf Twitter angemeldet sind und kann sie gezielt mit einem Tweet anschreiben. Außerdem bietet Twitter Zugang zu den wichtigsten Twitter-Nutzern zu einem für ein Unternehmen relevanten Themen. Twitter hilft Unternehmen anhand der öffentlich zugänglichen Informationen – wie den Nutzernamen, Followerzahlen, Tweets oder der Nutzerbiographie – sogenannte Influencer, also Twitter-Nutzer die als Multiplikatoren auftreten, zu identifizieren und auf Twitter zu kontaktieren. Nutzer können in ihren Privatsphäre-Einstellungen aber auch einstellen, dass sie diese maßgeschneiderte Werbung nicht erhalten wollen oder das ihre Nutzerdaten mit den Kundendaten der Unternehmen abgeglichen werden können.


Image (adapted) „Twitter“ by hank Mitchell (CC BY 2.0)


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Sponsored Post: Den Anwender im Fokus: Messe Berlin startet „tools“

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Anwenderorientiert, mit starkem Gründerbezug und Fokus auf die digitale Wirtschaft – mit „tools“ startet die Messe Berlin am 7. und 8. Mai 2014 ein neues Messeformat rund um webbasierte Businessanwendungen. Neben klassischer Fachausstellung bietet „tools“ den Anbietern und Anwendern so genannter „Software as a Service“ zahlreiche Konferenz- und Seminarformate. Mit der Konzentration auf Anwender greift die neue Plattform die wachsende IT-Bedeutung von Fachbereichsleitern und ihren spezifischen Anforderungen auf.

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#Konklave – 10+ spannende Projekte, Seiten oder Tools zur Papst-Wahl

Zum Konklave gibt es einige spannende Projekte, Seiten und Tools im Web zu bestaunen. Tobias Gillen hat einmal 10 Linktipps zusammengestellt.

Die Wahl des neuen Oberhauptes der katholischen Kirche ist ein Ereignis von weltweitem Interesse. Wir haben 10+ spannende Projekte, Seiten und Tools zusammengetragen, die sich mit dem heute startenden Konklave beschäftigen und einen echten Mehrwert bieten. Natürlich freuen wir uns über Tipps und Anregungen, um die Liste ständig zu erweitern.

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„Weißt du noch?“ – Von Apps, die dir sagen wer du bist…

Selbstreflexion durch Apps und Tools – Was Timehop, Rewind.me und futureme.org über dich aussagen können.

Weißt du noch, was du letzten Sommer getan hast? Und vor allem, was du davon im Social Web geteilt hast? Klar, die Facebook-Timeline kann dir helfen dies herauszufinden. Ausführlicher geht es aber auch mit einigen Apps, die mit dir auf eine Zeitreise gehen und vielleicht sogar helfen, mehr über dein Nutzerverhalten und dich selbst zu erfahren.

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Tools und Extensions: Drei kleine Helfer für den Alltag

Zum Wochenauftakt möchte ich euch mal ein paar kleine Helferlein vorstellen, die ich in meinem Newsfeed gefunden habe und ganz ansehnlich finde. Mit dabei ist das Plugin „Visual Hashing“, welches euch davor bewahrt nervige Passwort-Fehleingaben zu machen. Außerdem zeigt euch „Focus on the User“ wie soziale Suche ohne Googles Scheuklappen funktioniert und mit „Neiio“, sortieren wir mal eben eure Kontakte sämtlicher Webdienste in ein großes Adressbuch.

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Netz-Helfer: Zattoo

Als ich vor einigen Jahren für eine wichtige Uni-Prüfung lernen musste, habe ich kurzerhand das Programm-Kabel versteckt, um meinen Kopf und mein Zeitbudget vor zu viel Fernseh-Konsum zu schützen. Das Kabel war dann aber so gut versteckt, dass ich es später lange Zeit nicht mehr gefunden habe. Irgendwann habe ich gemerkt, dass Fernsehen doch nicht nur eine Verblödungsmaschine ist, sondern ab und zu ganz nett sein kann. Was tun? Ich habe einen Dienst entdeckt, auf dem zumindest die öffentlich-rechtlichen Sender kostenlos und vollständig gestreamt werden können: Zattoo… Weiterlesen »

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Netz-Helfer: Web of Trust

Web of Trust (WOT) will den ganzen Seiten-Kosmos im Internet mit einer Schicht aus Nutzer-Bewertungen überziehen. Mithilfe von Brower-Erweiterungen kann man sich schnell ein Bild davon machen, welche Erfahrungen andere Nutzer zuvor mit der Webseite gemacht haben. Besonders beim Download von Software oder beim Besuch kleiner Online-Shops können diese Informationen extrem wertvoll sein…

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Acht Tools fürs Bilder fotografieren und bearbeiten

André Paetzel hat vor ein paar Monaten schon einmal eine schöne Liste mit Webseiten rund um Fotografie zusammengestellt. Doch gibt es im Netz noch mehr zu entdecken: eine ganze Reihe Tools bieten online ihre Dienste an und erleichtern die Arbeit des Fotografen. Hier eine Auswahl von acht feinen Tools und Werkzeugen. Noch mehr Vorschläge? Ab in die Kommentare damit! Weiterlesen »

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Kosmars Twitter-Top-Tipps

Endspurt in unserem Twittermania-Schwerpunkt. Heute ist Kosmar zu Gast und und stellt seine handverlesenen Top-Twitter-Tools und Anwendungen vor. Dass Kosmar selbst twittert ist so selbstverständlich wie der Sonnenauf und -untergang. Wie er twittert, erfährt man drüber bei den Twitteraturkritikern. Nun aber Kosmar:

kosmar.pngEs gibt so unglaublich viele Drittdienste, die sich um Twitter geschart haben, dass es fast schon eine unmöglich Aufgabe ist, den Überblick zu behalten. Die meisten finden sich im Fanwiki, alle auszuprobieren ist aber nur unter Verwendung eines Jahresurlaubs denkbar. Daher bin auch ich quasi gezwungen mich hier auf jene Anwendungen und Webdienste zu beschränken, die ich selbst interessant finde und zum Großteil auch benutze.

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