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Flummi Open: Rocket Beans TV erweckt den Geist alter Raab-Events wieder

Vergangenen Samstag war es so weit: Der Streaming-Sender Rocket Beans TV ließ die Flummis springen. Die Flummi Open wurde als Live-Event ausgestrahlt und unterhielt neben den gut 100 Zuschauern vor Ort auch bis zu 20.000 Zuschauer an den heimischen Geräten. Beim von Ninja Warrior-Kommentator Jan Köppen und AI-Enthusiast Lukas Gehner erdachten Sportspektakel, traten zwölf Teams in mehreren Disziplinen an, bei denen natürlich immer der namensgebende Ball im Vordergrund stand.

Hier geht es übrigens zum YouTube-Video des vierstündigen Events.

Dort, wo den Fernsehsendern der Mut verlässt

Bevor Fragen aufkommen: Ich selbst bewege mich zwar gerne auf YouTube und Amazon Prime, sehe das lineare Fernsehen aber keinesfalls als Überflüssig an. Programm zu festen Zeiten baut eine ganz andere Vorfreude auf und große Showformate finden bislang auch vorwiegend in den klassischen Medien statt. Doch die Samstagabend-Show hat ein großes Problem: Es fehlt ihr an Mut. Es sind die immer gleichen Prominenten, die in den immer gleichen Spiel- und Quizformaten gegeneinander antreten. Lediglich die Yoko & Klass-Formate „Duell um die Welt“ oder „Die beste Show der Welt“ setzen kreative Impulse, leiden aber trotzdem unter immer mehr gescripteter Herbeiführung der Momente, die diese Shows groß gemacht haben.

Die Flummi Open von Rocket Beans TV bringt frischen Wind in die Showlandschaft. Dabei wird das Rad nicht wirklich neu erfunden. 24 Teilnehmer in zwölf Teams, die in einer unterhaltsamen Sportart gegeneinander antreten. Das kennen wir von den Spaßveranstaltungen des Stefan Raab. Es ist das gleiche Grundprinzip, wie wir es von der Wok-WM oder der Stock Car Crash Challenge kennen.

Die Ausführung des Konzepts ist es, die den Unterschied macht. Obwohl ich sonst bei vielen Shows keine Einspieler mehr sehen kann, gehören sie bei der Flummi Open zu den klaren Highlights. Man merkt einfach, dass die Teams selbst für ihre Vorstellung verantwortlich waren. Auch Moderation, Kommentar und Interviews funktionieren deutlich besser. Kaum ein schlechtes Wortspiel wurde ausgelassen und schlagfertige Erwiderungen hagelt es auf beiden Seiten des Mikrofons. Das funktioniert, weil man sich nicht krampfhaft an eine Vorlage hält und die großen Momente nicht künstlich inszeniert werden – sie geschehen einfach.

Viel Raum zur Verbesserung

Bei aller Euphorie möchte ich trotzdem nicht die Schwächen der Sendung ignorieren. Die „erste liebe studios“ im Hamburger Oberhafenquartier waren schlecht ausgeleuchtet und die leider ebenfalls eher dunklen Flummis damit oft schlecht zu erkennen. Hier hätte man das schwache Licht mit floreszierenden Flummis sogar gewinnbringend nutzen können.

Außerdem fehlte während der punktebasierenden Geschicklichkeitsspiele ein Counter, der den aktuellen Stand anzeigt. Ich muss allerdings zugeben, dass es eine gewisse Spannung erzeugt, wenn man als Zuschauer auch erst nach dem Spiel erfährt, wer überhaupt gewonnen hat.

Die Spiele selbst waren ebenfalls nicht alle gut durchdacht. Die lange Erklärung welcher Spieler wann seine Position wohin wechselt, verwirrte zuerst sowohl Teilnehmer, als auch Zuschauer. Das Spiel, bei dem die Spieler Lichtschalter anwerfen mussten, war hingegen schnell erklärt, aber ein wenig zu anspruchsvoll in der Ausführung.

Allerdings muss man hier auch sehen, dass die Rocket Beans nur ganz selten derart große Live-Veranstaltungen produzieren und das Budget nicht mit dem der großen Fernsehsender zu vergleichen ist. Was die Requisiteure hier neben ihren gewohnten Tätigkeiten geleistet haben, ist schon beeindruckend und hat sicherlich auch einige Überstunden bedeutet.

Zerrissene Anzüge, Handwärmer und Taktiererei

Bei der Flummi Open merkte man, wie sehr solche Shows auch von den Teilnehmern abhängen. Und da war einfach alles vertreten, was eine solche Show braucht. Die Schöpfer Jan Köppen und Lukas Gehner gaben sich humorvoll-professionell, indem sie ihre Spielhand außerhalb des Einsatzes immer mit einem auffälligen Ofenhandschuh warm hielten. Andere Teams waren hingegen Stimmungskanonen oder wahre Taktikfüchse. Team Tantra ließ ihre Grafik-Expertise beispielsweise in einen sehr einprägsamen Einspieler fließen, der den Teamnamen nachdrücklich ins Gedächtnis prägte. Da das Teilnehmerfeld aus den bekannten Bohnen und engen Freunden bestand, hatten die Zuschauer ohnehin einen starken Bezug zu den Flummisportlern.

Die bunten Trainingsanzüge hielten indes nicht den harten Belastungen des Events stand. Bohne Etienne Gardé hatte bereits beim ersten Spiel eine unfreiwillige Lüftung am Gesäß und auch sein Teamkollege, YouTuber und MMA-Kämpfer Flying Uwe, ließ den Anzug immer mehr aus seinen Nähten platzen. Statt sich zu ärgern wurde der Umstand lieber als Aufhänger für neckende Bemerkungen genutzt.

Auch die Community tat ihr übriges dazu. Es ist nicht unüblich große Shows live auf Twitter zu kommentieren. Da Rocket Beans TV über YouTube läuft, hat man als Zuschauer aber auch noch den Livechat, der zusätzliche Unterhaltung bringt – und sogar einmal zur Rate gezogen wurde, als Moderation und Regie den Überblick verloren hat, wie viele Versuche den Teilnehmern noch blieben.

Flummi Open 2020?

Wenn es nach mir ginge, könnte es die Flummi Open gerne in einem weiteren Jahr geben. Es gab bei der Premiere zwar einige Ungereimtheiten, die sich aber für eine Neuauflage relativ einfach beheben ließen. Es war nicht die große Innovation, aber dennoch eine angenehme Abwechslung. Durchweg gelungene Moderation, fern der glattgezogenen Fernsehschule, durchweg unterhaltsame Kandidaten, und keine Werbung mitten in einem Spiel, wie man es zuletzt beispielsweise von Schlag den Star kannte. Außerdem sah ich endlich mal wieder Kandidatenvorstellungen, die einfach lustig waren.

Es wehte ein wenig der Geist der alten Raab-Shows durch die Sendung. 24 Personen, größtenteils Ü30, werden mit einem springenden Ball wieder zu kleinen Kindern. Obwohl ich es anfangs schade fand, dass Spruch-Kanone Jan Köppen als Teilnehmer und nicht als Kommentator an den Start ging, standen ihm Moderation und Kommentar der Sendung in nichts nach.

Auch abseits der Flummi Open darf Rocket Beans TV gerne weitere Liveshows durchführen. Schon letztes Jahr konnte das „Battle of the Beans“ zum dreijährigen Senderjubiläum ähnlich überzeugen. Damals traten die vier Bohnen Etienne, Budi, Simon und Nils in einer Art Live-Version ihres Gaming-Formats Royal Beef gegeneinander an. Da kann sich so mancher Fernsehsender noch eine große Scheibe von abschneiden. 


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Stream Radar – Film & Doku Tipps im März

Die Mediatheken sind voll! Darum haben wir die besten kostenlosen Serien und Dokus herausgesucht, die du im März streamen kannst. Die Themenvielfalt reicht darin von ungewöhnlichen Arztserien über eine Recherche zu den größten Wirtschaftsprüferbanken und bis hin zu einer Reportage über Einsamkeit. Das zeigt dir wie jeden Monat neue Facetten der Welt und sorgt ganz nebenbei für Gesprächsstoff in der nächsten Mittagspause. Viel Spaß beim Streamen.

Dead End (Staffel 1)

Eigentlich wollte die Forensikerin Emma (Antje Traue) nur den 75. Geburtstag ihres Vaters (Michael Gwisdek) feiern. Doch in ihrer verschlafenen Heimatstadt gibt es plötzlich einen Toten nach dem anderen. Und einige sind keines natürlichen Todes gestorben – so wie von Emmas Vater Peter, dem örtlichen Leichenbeschauer, irrtümlich festgestellt. Weil der immer schusseliger wird und Emma zu allem Überfluss menschliche Knochen in seinem Kühlschrank findet, ist sie nicht nur als Tochter, sondern auch als kompetente Kollegin gefragt.

ZDFneo / Verfügbar bis 08.06. / Zur Serie

Neukölln Unlimited

Die Geschwister Lial, Hassan und Maradona wachsen in Berlin Neukölln auf. Ihre Jugend ist von der Leidenschaft für Breakdance und Musik, sowie vom Kampf ihrer Familie für ihr Bleiberecht geprägt. Seit 16 Jahren leben sie schon ohne sicheren Aufenthaltsstatus in Deutschland. Die Doku zeigt, wie sich die jungen Neuköllner behaupten und wovon sie träumen.

bpb / Dauerhaft verfügbar / Zur Doku

Charité (Staffel 2)

Neue Leute, neues Kapitel: In der zweiten Staffel wird die Medizingeschichte von 1943 bis 1945 beleuchtet, die eine höchst politische, aber ebenso perfide gut organisierte ist. Mit Jannik Schümann, Mala Emde, Ulrich Noethen und Hans Löw.

Das Erste / Verfügbar bis 18.04. / Zur Serie

Epidemie Einsamkeit

Immer mehr Menschen vereinsamen – trotz Internet und Großstädten. Denn gerade wegen der Vernetzung sind wir nicht mehr länger darauf angewiesen Familie und Freunde in der unmittelbaren Umgebung zu haben. Und so nehmen wir Jobs am anderen Ende des Landes an und finden uns plötzlich in einer völlig fremden Umgebung wieder. Einsamkeit kann nachweislich Schlafstörungen verursachen und in die Depression führen. Wie soll man aus diesem Teufelskreis ausbrechen?

3sat / Verfügbar bis 15.02.2024 / Zur Doku

Die Berater der Reichen und Mächtigen – Die Macht der „Big Four“

Die vier größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften erwirtschaften nicht nur selber 130 Milliarden Euro im Jahr, sie prüfen auch die Bilanzen nahezu aller multinationalen Konzerne. Ganz nebenbei helfen sie beim Finden von Steuerschlupflöchern. In einer umfangreichen Recherche wollen Reporter von WDR, NDR und Süddeutsche Zeitung herausfinden: Wie mächtig sind diese Beraterfirmen wirklich?

WDR / Dauerhaft verfügbar / Zur Doku

STREAM RADAR 02

Hard Sun (Staffel 1)

Nachdem die Londoner Polizisten Charlie (Jim Sturgess) und Elaine (Agyness Deyn) bei der Arbeit auf streng geheime Dokumente gestoßen sind, ändert sich mit einem Mal alles für die beiden. Denn nun werden sie vom Geheimdienst höchstpersönlich gejagt.

ZDF / Verfügbar bis 07.03. / Zur Serie

Blochin: Die Lebenden und die Toten

Blochin (Jürgen Vogel) heißt der Mann, der schon einmal für tot erklärt war und inzwischen gemeinsam mit Dominik Stötzner (Thomas Heinze) bei der Mordkommission 7 in Berlin arbeitet. Zwei Typen, die gegensätzlicher nicht sein könnten und dennoch zur Nähe gezwungen sind, da Blochin mit Dominiks Schwester angebandelt hat. Als ein neuer Fall ansteht, müssen die Ermittler mehr in Blochins krimineller Vergangenheit graben, als ihnen lieb ist.

ZDF / Verfügbar bis 07.04. / Zur Serie

Exit – Mein Weg aus dem Hass

Die norwegische Filmemacherin Karen Winther gehörte in ihrer Jugend erst einer linksextremen Gruppe an und war später sogar als Neonazi aktiv. Doch ihr gelang der Ausstieg aus dem extremistischen Milieu! Für ihre Dokumentation sprach sie mit Menschen überall auf der Welt, denen es ebenso gelungen ist ihre Radikalisierung hinter sich zu lassen – viele setzen sich heute zum Beispiel für Gewaltprävention ein.

Arte / Verfügbar bis 27.02. / Zur Doku

Das Märchen von der Inklusion

Inklusion ist, wenn jeder Mensch überall dabei sein kann – bei der Ausbildung, am Arbeitsplatz, beim Wohnen und in der Freizeit. Doch leider funktioniert der Alltag längst nicht so märchenhaft, wie man sich das wünschen würde. Das Radio-Bremen-Team begleitet z.B. die zehnjährige Nike mit Down-Syndrom, die in der Regelschule gehänselt wurde und nun wieder eine Förderschule besucht. Die Geschichten der Protagonisten zeigen, dass es längst kein Allheilmittel für Inklusion gibt und wir alle mehr dafür tun müssen.

Das Erste / Verfügbar bis 21.01.2020 / Zur Doku

Früher oder später

Wem gehört die Zukunft in Schönsee? Die Jungen verlassen das Dorf in der Oberpfalz und die Alten sterben. Wir lernen Ernst und Roswitha Schöfl kennen, die einen letzten Versuch unternehmen als Totengräber wenigstens davon zu profitieren. Der Höhepunkt der vier Kapitel (die sich an den Jahreszeiten orientieren), ist der Zuzug einer veganen Kommune, die das leere Hotel im Ort kauft.

BR / Verfügbar bis 28.02.2019 / Zur Doku-Reihe

STREAM RADAR 01

It’s a Free World

Drama von Ken Loach: Als die schlagfertige Angie (Kierston Wareing) ihren Job in einer Personalvermittlung verliert, gründet sie kurzerhand ihre eigene Agentur und steigt in das Geschäft mit Gastarbeitern aus Osteuropa ein. Zusammen mit ihrer Freundin Rose (Juliet Ellis) will sie den Einwanderern etwas zu tun geben – auch wenn sie dabei so manche Gesetze missachten.

Netzkino / Dauerhaft verfügbar / Zum Film

Labaule & Erben

Nach einer Idee von Harald Schmidt: Wolfram Labaule (Uwe Ochsenknecht) muss den Verlegerposten des elterlichen Zeitungsimperiums übernehmen, als sein Vater urplötzlich verstirbt. Völlig unvorbereitet muss er sich nun Vorwürfen über gefälschte Reportagen stellen, Intrigen im Haus abfedern und der allgemeinen Medienkrise trotzen. Mit dabei: Inka Friedrich, Irm Hermann, Lena Dörrie & Lukas Rüppel.

SWR / Verfügbar bis 27.06.2019 / Zur Miniserie

Eine Armlänge Welt

Dokumentarfilm von Susanne Bohlmann: Sven leidet am Usher-Syndrom, durch das er langsam seine Hör- und Sehsinne verliert. Seit 2010 ist er bereits vollkommen blind. Nur einen Traum möchte er sich unbedingt verwirklichen: einmal im Leben den 800km langen Jakobsweg zu laufen. Zusammen mit seiner Assistentin Taubblinden-Almuth macht er sich an die Planung, die allein zwei Jahre dauern soll. Auf dem Weg wechseln sich dann sieben Begleiterinnen dabei ab, sich um ihn zu kümmern.

ZDF/ Verfügbar bis 15.02.2019 / Zur Doku

Smart Cities – Nachhaltig leben in der Stadt

Schon heute lebt über die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten – bis 2050 werden noch einmal 2,5 Milliarden Menschen hinzu kommen. Dadurch nehmen nicht nur die Herausforderungen an Stadtplaner, Bürokratie und Verwaltung zu, sondern auch an die Lebensqualität selbst. Die Doku zeigt Positivbeispiele, wie diese Transformation gelingen kann.

ZDF / Verfügbar bis 17.11.2019 / Zu Doku

STREAM RADAR 12

Das Salz der Erde

Der Fotograf Sebastião Salgado hat auf allen Kontinenten die Spuren unserer sich wandelnden Welt und Menschheitsgeschichte dokumentiert. Der Film von Wim Wenders zeigt auf visuell höchst beeindruckende Weise das Leben und die Arbeit des Brasilianers.

SWR / Verfügbar bis 21.11.2019 / Zur Doku

Where to Invade Next

Was können die USA von anderen Ländern lernen? Michael Moore will es genau wissen und marschiert als Ein-Mann-Armee in Europa und Tunesien ein. Wo immer er seine US-Flagge in fremden Boden rammt, will er keine Territorien und Ölfelder erobern, sondern gute Ideen. Und zwar solche, mit denen Länder wie Deutschland, Frankreich und Italien gute Arbeits- und Lebensbedingungen für ihre Bürger geschaffen haben. Egal ob faire Löhne oder gesundes Schulessen, kostenlose Bildung oder menschenwürdige Gefängnisse: Michael Moore klaut alles, was er kriegen kann.

Arte / Verfügbar bis 09.02.2019 / Zur Doku

Die purpurnen Flüsse – Melodie des Todes (Staffel 1)

Vierteilige Krimi-Reihe in Spielfilmlänge: Kommissar Niémans (Olivier Marchal) und seine Kollegin Camille Delaunay (Erika Sainte) ermitteln in einem abgelegenen Kloster. Ein Mönch starb unter mysteriösen Umständen, und der Schlüssel zur Aufklärung liegt in seiner Handfläche.

ZDF / Verfügbar bis 03.02.2019 / Zur Serie

Precious – Das Leben ist kostbar

Ausgezeichnet mit zwei Oscars: Die 16-jährige Claireece „Precious“ Jones (Gabourey Sidibe) ist schwarz, fettleibig, ungebildet – und bereits zum zweiten Mal schwanger von ihrem eigenen Vater. Ihre einzige Zuflucht sind Tagträume von Reichtum und Glamour. Doch um wirklich etwas zu ändern, müsste sie erst einmal anfangen lesen und schreiben zu lernen. Nur von ihrer Mutter (Mo’Nique) darf sie auf keine Hilfe hoffen.

Watchbox / Dauerhaft verfügbar / Zum Film

Only Lovers Left Alive

Adam (Tom Hiddleston) ist ein depressiver Vampir in Detroit, der die Ewigkeiten auf Erden nur mit viel guter Musik und Kunst aushält. Als ihn aber nicht mal das richtig aufmuntert, muss seine Geliebte Eve (Tilda Swinton) von ihrem Wohnort Tanger zu ihm reisen. Mit ihr findet Adam wieder sein Gleichgewicht. Das ist jedoch nicht von Dauer – denn plötzlich taucht Eves Schwester (Mia Wasikowska) auf und bringt alles extrem durcheinander.

3sat / Verfügbar bis 17.10.2019 / Zum Film

STREAM RADAR 11

Das Hohe Haus – Bewährungsprobe für den Bundestag

Vor genau einem Jahr – am 24. Oktober 2017 – trat der neu gewählte Bundestag zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Erstmals mit vertreten: die AfD. Phoenix hat zu diesem Anlass einen Blick hinter die Kulissen der parlamentarischen Arbeit geworfen und zeigt, mit welchen Bewährungsproben die Demokratie dieser Tage zu kämpfen hat. Hat sich der Ton verändert? Wackeln etwa die Grundpfeiler unserer Republik? Unter dem gleichen Titel („Das Hohe Haus“) hat übrigens schon Roger Willemsen ein empfehlenswertes Buch über den Deutschen Bundestag geschrieben.

Phoenix/ Dauerhaft verfügbar / Zur Doku

Lammbock

Kai (Moritz Bleibtreu) und Stefan (Lucas Gregorowicz) bauen Marihuana an. Getarnt als Pizzalieferanten, verkaufen sie das Zeug, das sie auch selbst gern rauchen. Eigentlich läuft alles gut, aber Stefan beschleichen langsam Zweifel an seinem Lebensstil. Richtig schwierig wird alles aber erst, als Ungeziefer die Graspflanzen befällt. Jetzt brauchen sie Hilfe, die jedoch nicht leicht zu finden ist.

Tele5 / Verfügbar bis 05.11. / Zum Film

24 Hours – Two Sides of Crime (Staffel 1)

Die belgisch-deutsche Thriller-Serie beleuchtet eine Geiselnahme abwechselnd aus den Sichten innerhalb und außerhalb einer Bank. Drinnen sehen wir Geiselnehmer und Opfer, draußen Ermittler und Presse. Erst nach und nach setzt sich für den Zuschauer ein komplettes Bild der Ereignisse zusammen.

ZDF/ Verfügbar bis 17.05.2019/ Zur Serie

Ist es anstrengend, ein YouTube-Star zu sein?

Gesine Enwaldt ist 55 und kennt YouTube nur über ihre Kids. Doch sie weiß, dass Jugendliche heute davon träumen „YouTube-Star“ zu werden. Für das Recherche-Format STRG_F hat sie sich also gefragt, wie eigentlich die Arbeitsbedingungen für Leute wie Dagi Bee, LeFloid und Masha Sedgwick aussehen und wie anstrengend ihr Job wirklich ist.

STRG_F / Dauerhaft verfügbar / Zur Doku

Die Protokollantin (Staffel 1)

Freya (Iris Berben) hat vor elf Jahren ihre Tochter verloren, der Fall ist aber bis heute nicht richtig geklärt. Als der mutmaßliche Mörder aus dem Gefängnis entlassen werden soll und ihre Arbeit beim LKA Berlin ihr einen ganz ähnlichen Fall präsentiert, macht sich Freya selbst auf die Suche nach Antworten.

ZDF / Verfügbar bis 18.04.19 / Zur Serie


Foto-Credit: ZDF, Carolin Ubl, Indi Film

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Telekom präsentiert „ELI’s Traum wird wahr – Im besten Telekom Netz“

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Es fing alles mit einem Traum an. Schon als Kind war es der größte Wunsch von Elias Breit – aka “ELI” – seine Musik mit so vielen Menschen wie möglich zu teilen. Denn die kann sich auch definitiv hören lassen – ELI hat eine unverwechselbare Stimme.

Es gibt keinen Plan B

ELI lebt für die Musik. Der 20-jährige tritt schon seit seinem 15. Lebensjahr als Musiker auf, übte erst nur zuhause und versuchte sich dann als Straßenmusiker. Mit der E-Gitarre hat es angefangen, später kam durch Youtube-Tutorials das Klavier dazu. In Sache Gesang ist ELI Autodidakt – Unterricht hatte er darin noch nicht und Noten lesen kann er laut eigener Aussage auch nicht wirklich. Aber das braucht er auch nicht – mit seinem Talent überzeugt der Singer-Songwriter definitiv!

In seiner Wahlheimat Berlin will sich der Kölner jetzt ganz und gar auf seine Musik-Karriere konzentrieren – denn einen Plan B gibt es nicht. ELI’s Ziel ist es von seiner Musik zu leben.

Verstecktes Talent im großen Rampenlicht

Die aktuelle Telekom-Kampagne hat es ELI möglich gemacht, seinen Traum zu verwirklichen. Sein erstes großes Konzert am 28.04 wurde für den Straßenmusiker und die Zuschauer zu einem ganz besonderen Erlebnis. Die Telekom übertrug diesen unvergesslichen Moment für den aufstrebenden Musiker nämlich live und deutschlandweit im besten Telekom Netz!

“Change your Mind” – der Song aus dem Werbespot

Im Zentrum der Kampagne steht ELI’s Song “Change your Mind”, den er mit einem guten Freund zusammen geschrieben hat. Der Song handelt von Verlust, Abschied, aber auch Hoffnung – jemandes Meinung zu ändern, der eigentlich schon aufgegeben hat. ELI hat seinen Traum der Musik nie aufgegeben und mit Telekom und MagentaMusik 360 hat er es geschafft seine Musik einem Weltpublikum zu zeigen.


Images by Telekom

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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • IPHONE zeit: Apple entschuldigt sich bei Kunden für gedrosselte Akkus: Unter Smartphone-Nutzern grenzt es schon als unausgesprochenen Fakt, dass die Apple-Geräte meist pünktlich zum Release einer neueren Version den Geist aufgeben. So passiert das auch bei älteren iPhones, deren Akkus laut irritierter Nutzer gefühlt auf einen Schlag langsamer wurden. Dafür hat sich Apple jetzt offiziell entschuldigt, vor allem auch aufgrund zahlreicher Klagen von wütenden Nutzern, die dem Konzern drohten. Als Entgegenkommen bietet Apple jetzt ein vergünstigtes Austauschen der Akkus an.

  • LIVESTREAM winfuture: Jeff Kaplan ‚trollt‘ Overwatch-Fans – zehn Stunden vor loderndem Kaminfeuer: Wenn einem gleichzeitig rund 40.000 Menschen beim Nichtstun zusehen, hat man es dann geschafft oder eher nicht? Der Game Director des beliebten Blizzard-Spiels Overwatch, Jeff Kaplan, hat genau das getan. An Heilig Abend hat er sich für rund zehn Stunden schweigend beim Nichtstun gefilmt. Sinnlose Werbeaktion oder geniales Trolling? Die Community ist sich uneinig. Fakt ist, dass Kaplan den Fans damit eine etwas andere Weihnachtsüberraschung geboten hat. Insgesamt sahen dem Game Director etwa 380.000 Twitch-Nutzer zu.

  • MOBILITY gruenderszene: Diese 4 Mobility-Trends werden 2018 durchstarten: Das Jahr 2017 neigt sich zu Ende und das neue Jahr steht vor der Tür. Auch in diesem Jahr wurden die Mobilität und die Automobilwirtschaft stark digitalisiert. Selbstfahrende Autos, Carsharing-Dienste etc. – was sind die größten Mobility-Trends 2018? Die Gründerszene hat ihre vier Einschätzungen auf den Punkt gebraucht und die Stichwörter sind: Bike-Sharing, Shuttles auf Abruf, Leasing und Logistik!

  • TECH-TRENDS horizont: Diese Tech-Unternehmen rocken das Jahr 2018: Welche Tech-Themen werden 2018 den Markt dominieren? Julian Riedlbauer, Partner und Leiter des deutschen GP Bullhound Büros, stellt für drei zentrale Thesen vor. Er erklärt, welche Tech-Unternehmen 2018 besonders prägen werden. Vor allem Spracherkennung, Blockchain und Augmented Reality sind Begriffe, auf die man in 2018 besonders achten sollte.

  • IT-SICHERHEIT sueddeutsche: Hacker entdeckt Sicherheitslücke an E-Tankstellen: Elektro-Autos werden immer beliebter – gleichzeitig gibt es aber überall dort, wo Geräte per Computer gesteuert werden, wie die elektronischen Ladestationen, eine potentielle Sicherheitslücke. Der IT-Sicherheitsforscher und Mitglied des Chaos Computer Clubs Mathias Dalheimer warnt vor solchen Sicherheitslücken. Kriminelle könnten auf fremde Kosten tanken. Hersteller wie BMW arbeiten beispielsweise bereits an sichereren Abrechnungssystemen, um solche Fälle zu umgehen.

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Die Netzpiloten sind Partner der Big Data Minds 2017

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In Berlin findet am 18. und 19. September die Big Data Minds 2017 statt. Hier dreht sich alles um große Datenmengen. Das Motto lautet dieses Jahr „Von Big zu Smart Data“. Die Big Data Minds ist das größte Event seiner Art in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Über 150 CIOs, CTOs, Data Warehouse Experten, Data Scientists und BI Spezialisten aller datenintensiven Branchen werden vor Ort sein.

Bei der Big Data Minds, die schon zum fünften Mal stattfindet, handelt es sich um ein anwenderzentriertes Event, auf dem Konzepte, Lösungen und Architekturen zur Speicherung und effizienten Verarbeitung großer Datenmengen präsentiert werden. Es wird einen Stream zum Thema Data Lake Implementation und einen zum Thema Machine Learning geben. 6 World Cafés, 4 Icebreaker Sessions, 6 Round Table Diskussionen und mehr als 20 konkrete Business Cases warten auf euch, bei denen ihr die Möglichkeit habt, neue Inspiration für den strategischen und praktischen Umgang mit Big Data zu sammeln.

Interessante Speaker und spannende Themen

Zu den Speakern, auf die ihr euch bei der Big Data Minds 2017 freuen könnt, gehören:

Die Location ist das Maritim proArte Hotel in Berlin. Hier könnt ihr eure Tickets buchen.

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OldTV, NewTV und irgendwas dazwischen – Budi von den Rocketbeans im Interview

Daniel Budi Budiman (Image by Lisa Kneidl)

Am 21.03. fand der 9. newTV Kongress in Hamburg statt. Rund 200 Besucher haben sich zum Austausch rund um OldTV vs. NewTV unter dem Leitthema „Business Innovation on Screen“ getroffen. Zu den Highlights zählten internationale Speaker wie Chris Mead von Twitch mit seiner Keynote über die Online-Streaming-Plattform und deren Creator-First-Mentalität, Raquel Bubar von der New York Times (einer Expertin für Branded Content und Native Advertising) oder Cyrus Saihan (BBC) mit seinem Vortrag über VR und 360°.

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Daniel „Budi“ Budiman beim Panel „Experten treffen Jugendliche“ auf dem newTV Kongress. Image by Lisa Kneidl

Daniel „Budi“ Budiman war als Panel-Moderator zu Gast, um einen Dialog mit Jugendlichen zum Thema Medienkompetenz zu starten. Budi, als Moderator aus Giga Games und Game One bekannt, ist Co-Gründer und Head of Strategy von Rocket Beans Entertainment, die am 15. Januar 2015 mit dem ersten 24-Stunden-Sender auf Twitch online gegangen sind und mit nunmehr rund 90 Mitarbeitern und mittlerweile auf YouTube rund um die Uhr Gaming- und Unterhaltungscontent streamen. Bei Rocketbeans TV schalten zu Spitzenzeiten rund 50.000 Zuschauer live ein – Erfolg, der für sich spricht und mit dem vor knapp zwei Jahren nicht jeder gerechnet hätte. Wir haben Budi im Vorfeld seines Panels zum Interview getroffen und mal nachgefragt, was für ihn oldTV, newTV und das ist, was Rocketbeans TV so dazwischen macht.

Lisa Kneidl: Du bist ja hier für das Panel „Experten treffen Jugendliche“. Worum wird es da genau gehen?

Daniel Budiman: Ich treffe vier Jugendliche im Alter von 11 bis 13 und die müssen mir heute ganz dringend erklären, wie ich mich als junges Elternteil auf die Zukunft vorbereiten muss. Was ist cool, was ist nicht cool, was finden sie selber cool, das ihre Eltern vielleicht zulassen oder nicht zulassen. Das Thema des Generationswandels, diese gesamte Medienlandschaft organisiert sich komplett neu. Es werden neue Regeln gesucht, aufgestellt, zerworfen, wiederaufgebaut, dann fällt es wieder in sich zusammen und es kommen plötzlich ganz viele neue Akteure auf den Markt. Durch neue Technologien, aber eben auch durch tatsächlich die Demographie, durch die Generation.

Ich bin Jahrgang 83, das bedeutet, mein technisches Verständnis ist ein grundlegend anderes als das von älteren Generationen. Als junger Vater beschäftigte ich mich sehr deutlich mit der Materie, also Internet, Streaming, Apps, Gaming – alles was Technologie bedeutet. Und wie sieht das morgen eigentlich aus? Und was müsste ich in der Theorie verstehen, damit meine Jungs gewappnet sind. Gewappnet im Sinne von ‚was bedeutet Datenschutz, was bedeutet generell Medienkonsum, was ist dieses ominöse Medienkompetenzthema wovon eigentlich alle reden?‘. Alles was man tun kann, um der Situation eigentlich Herr zu werden, ist, Gespräche zuzulassen und nicht in Regeln zu unterwerfen, die vielleicht auch nicht mehr funktionieren können. Ein reines Verbot von Technologie ist etwas sehr Schädliches für die junge Generation. Aber ein ‚ach tu doch was du willst‘ ist genauso schädlich.

Es ist ein individuelles Thema und so oder so müssen wir darüber sprechen. Ich hoffe da wirklich auch einen Dialog schaffen zu können, der für alle Beteiligten einen Mehrwert bietet. Nämlich einfach mal den Start eines Dialoges, eines sich Öffnens, eines Generationswandels und nicht aus Angst Regeln aufbauen, sondern aus Respekt vor der Geschwindigkeit eher den Dialog fördern.

Was ist „newTV“ für dich?

NewTV ist die Art und Weise, wie man konsumiert und nicht was man konsumiert. Die Verbreitung eines Inhaltes, eines Films, einer Serie, was auch immer, ist eigentlich vollkommen irrelevant. Das hat sich jetzt gezeigt durch Internet, YouTube, Twitch, Beam, Facebook. Alle haben komplett unterschiedliche Parameter und Marktwährungen, aber der Content kann auf alle Seiten bespielt werden.

NewTV bedeutet für mich ein plattformunabhängiges Produzieren, verbreiten und konsumieren von Inhalten und kein Endprodukt, sondern einen Prozess. Das ist eine Bewegung, die rein durch diesen unglaublich schnellen technologischen Wandel hervorgerufen wird. Sachen die produziert werden, sollen zu jedem Zeitpunkt auch konsumierbar sein. Aber die Art und Weise der Produktion verändert sich rapide. Es wird nicht mehr als Endprodukt produziert, sondern als etwas Fortlaufendes und Nachhaltiges. Nachhaltig bedeutet, sich ernsthaft mit einem Thema oder einem Video oder einem Format längerfristig zu beschäftigten. Wenn die Konsumenten aber die Kommunikationsart, zum Beispiel Social Media oder über andere Kanäle oder Kommentarfunktionen, einfach selber noch nicht kennen, oder so wie es vielleicht mal am Anfang des Internets war, dann passiert so etwas, was wir heutzutage unter Populismus verstehen. Schnelle Meinungen werden sehr schnell rausgepackt.

Das alles fällt für mich unter newTV, weil wie lange dauert das Konsumverhalten, welche Informationen werden wie verstanden und wie wird das gespiegelt und zurückgegeben. Ein Ende der Diskussion gibt es gar nicht. Es geht den meisten Leuten immer nur darum, sozusagen gewisse Standpunkte im Prozess weiterzuentwickeln oder einen Punkt zu überprüfen. Aber das ist in der heutigen Diskussion so gut wie nicht machbar.

Wie schätzt du da die Grenzen zum klassischen Fernsehen ein? Und hat das eine Medium dem anderen gegenüber Vorteile?

Der einzige große Unterschied der Fernsehlandschaft oder der TV-Branche zum newTV ist das Alter der Beteiligten, sowohl senderseitig, auftraggeberseitig, auftragnehmerseitig inklusive aller Stationen, wie da Geld verdient wird, sprich durch den Rundfunkstaatsvertrag oder das duale System in Deutschland. Das ist alles für mich die klassische TV-Welt. Und newTV ist im Prinzip alles, was nicht mehr in dieses klassische Bild reinpasst. Wenn es tatsächlich eine Definition gibt, ist es das Budget.

OldTV ist ein gesamter Bereich, plattformunabhängig, der über größere Budgets verfügt, wo alle Akteure, Arbeitgeber, Arbeitnehmer, der gesamte Markt insgesamt einen anderen technologischen Hintergrund bearbeitet haben, eventuell dadurch einfach insgesamt mehr Geld verdient haben und auf diesen Pötten sitzen. NewTV wiederum bespielt eine andere Zielgruppe in Gänze. Eine Zielgruppe, die andere Produkte oder Prozesse versteht. Es wird anders Geld verdient. Und der Hybrid daraus bestimmt gerade den Markt. Und da passiert jeden Tag etwas Neues.

Du kommst aus der Gaming-Sparte, hat Gaming noch einen Platz im Old TV?

Gaming ist unfassbar weitreichend. Gaming hat immer eine Relevanz und ist so vielfältig, dass es jede Zielgruppe auch tangieren kann und vielleicht sogar sollte, weil es eine verspielte Art und Weise ist, Technologie zu verstehen, komplexe Systeme irgendwie zu zulassen. Es geht nur um die Bereitschaft sich darauf einzulassen. Das sind nicht immer nur um die oberflächlichen Themen, ist es gewalttätig oder nicht oder dauert das jetzt 80 Stunden oder verliere ich meine Hygiene, wenn ich zu viel zocke, das ist alles alter Scheißkäse. Es gibt für jeden, egal wie alt und egal wo, digitale Spiele, die Sinn machen für diese Person. Und deswegen schließe ich da nichts aus.

Die Frage ist eher, wollen Senderverantwortliche dieses Format wagen? Wir haben mit Game One sehr lange ein Format bei einem Privatsender gehabt. Aktuell gibt es kein Fernsehformat. Warum? Weil die Alternative über die digitalen Kanäle zu gehen einfach aktuell sinnvoller erscheint, weil der Markt es halt hergibt. Warum? Weil die meisten Leute, die Gaming-affin sind, ohnehin Interaktion-komplexere Systeme gewohnt sind. Das heißt, diese reine Passivität hat nur eine kulturelle Bewandtnis. Wenn du sozusagen einer anderen passiveren Zielgruppe Gaming verständlich machen willst, dann kann es das tatsächlich nur aus einem kulturellen Aspekt heraus. Dokus, Magazine, wie auch immer, in diese Richtung muss es gehen. Ich hoffe, dass sich Senderverantwortliche weiterhin so öffnen, wie ich das Gefühl habe, dass sie es in den 11 Jahren mehr gemacht haben und mehr Leute zulassen, die sich gut mit diesem Thema auskennen, weil das ein kulturelles Thema ist. Ob das passieren wird, keine Ahnung. Also ich glaube ja.

Ist Fernsehen also gar nicht mehr das Non-Plus-Ultra für das Medium als Plattform?

Fernsehen ist halt einfach Gewohnheitssache, weil es früher gewisse Sachen noch nicht gab. Die Kommunikationsart und Geschwindigkeit war eine andere als heutzutage. Deswegen kann ich auch nachvollziehen, wenn ältere Generationen romantisch, teils verklärt, teils aber auch berechtigt sagen ‚früher hat man sich noch richtig unterhalten und nicht auf das Smartphone geguckt‘. Da saß man noch vor dem Fernseher und hat zusammen „Wetten, Dass…?“ geguckt und sich unterhalten und gelacht. Das sind immer so Pro-Argumente aus älteren Tagen.

Heutzutage kann man das ähnlich machen, aber parallel auch noch aktiv sein, beispielsweise über Twitch, YouTube, Discord, Teamspeak und ähnliches und zusammen Spiele spielen. Das sind neue Formen und es bespielt trotzdem genau dieses Lagerfeuerding, wovon viele Leute immer noch romantisch oder teilweise verklärt reden. Eine gemeinschaftliche Nutzung von einer Medienform, die man selbst gestaltet. Du kannst Einfluss darauf nehmen und das ist der Mehrwert.

Wie ordnest du Rocketbeans TV da ein?

Rocket Beans ist wie ein Virus. Und die Fernsehwelt und der Markt ist wie ein Antibiotikum. Also ein gezüchtetes Präparat um sozusagen Viren zurück zu halten. „Viren“ klingt negativ, ich meine das ein bisschen positiver. Wir entwickeln uns in irgendeiner sehr absurden Art und Weise logisch weiter. Wir wollen sozusagen überprüfen, welche Grenzen es gibt und was müsste es tun, damit wir uns weiter ausbreiten, weiterleben können, uns finanzieren können. Aber wir sollen selber neue Regelsysteme überprüfen. Für uns und für unsere Art und Weise, wie wir aufgewachsen sind, wie unsere aktuelle Analyse des Marktes ist oder der Szene, wenn man so möchte, gibt es unter unseren Aspekten noch nicht die Regeln, die uns Spaß machen. Alte Regeln befolgen und es dabei belassen, ist nicht mehr möglich. Alle sind im Aufbruch, alle wollen verstehen was geht und das ist für mich Rocket Beans.

Wir sammeln gerade und vereinen unterschiedliche Generationen. Wir haben unglaublichen Spieltrieb und wollen versuchen, neue Ideen in lustigen, anderen Fassungen, auch teilweise mit alten Handwerken, zu kombinieren. Wir stehen im Prinzip zwischen old und newTV und kombinieren das. Wir sind ein Sender, aber eigentlich sind wir mehr als ein Sender. Wir sind eigentlich kein Sender, weil wir eigentlich nur Videospiele spielen – oder nicht nur. Wir machen Bundesligaformat, ohne irgendwie die Bundesliga anzupeilen. Aber wir mögen das Thema, wir wollen da rein und wir wollen gemeinsam, auch mit der Community versuchen, ob da nicht mehr geht, ob das nicht sinnvoll ist und wollen uns dabei parallel ausbilden. Wir wollen verstehen, wollen die Zeit haben, wollen auch dafür bezahlt werden, so frei wie möglich diese neuen Regelsysteme so agil wie möglich immer wieder für uns neu zu definieren. Das ist Rocket Beans für mich.

Wie schafft ihr bei RBTV den Spagat zwischen alter Fernsehschule und Anarcho-Internetfernsehen?

Anarcho gab es ja immer, auch im Fernsehen. Viva war Anarcho wie nichts Anderes, das war so geil damals in meiner Jugend. Ich sage ja, ich bin ein medienverbranntes Kind. Und ja, wir haben ein gewisses Handwerk verstanden. Aber das Anarchische, was uns trägt ist eigentlich nichts Anderes, als zu raffen, was eigentlich möglich ist. Wir wollen einfach auch die Grenzen spüren und feststellen, um uns innerhalb dessen auch weiterentwickeln zu können. Und wenn es dann Zeit ist, Grenzen zu durchbrechen, dann wollen wir es machen. Und das was Rocket Beans gemacht hat vor zweieinhalb Jahren, war das dümmste der Welt. Wirtschaftlich gesehen würde das niemand machen und zum Glück sind wir so schlau oder beziehungsweise nicht so schlau, dass wir es trotzdem einfach gemacht haben.

Als ihr mit RBTV gestartet seid, war es das Ziel, 3 Monate zu überleben. Was ist heute das Ziel?

Die nächsten 15 Jahre überleben. Nach zweieinhalb Jahren können wir sagen, dass sich bei Rocket Beans unglaublich viel getan hat. Wir verstehen so langsam, was wir tun müsen. Wir haben das früher mehr aus dem Bauch heraus gesagt, dass wir was Nachhaltiges bauen wollen, jetzt verstehen wir, was das bedeutet. Wir verstehen grob, dass wir wirklich auch Geld verdienen wollen. Wir wollen, dass es den Leuten gut geht, wir wollen selber einfach ein richtig gutes neues modernes Fundament bauen. Von dort aus soll die Reise weitergehen und wir wollen bestenfalls – zurück zur Virusanalogie – gerne mehr Leute von so einem Spieltrieb anstecken. Das ist auch nichts Neues für den Markt, aber wir versuchen das auf einer Art persönlichen Ebene zu machen. Wir wollen den Markt besser deuten können, wir wollen sinnvoll, logisch und vor allem nachhaltig irgendwie weiter nach vorne schreiten.

Unser Ziel ist ganz deutlich, wir wollen es nachhaltig aufbauen, wir wollen, dass es bleibt, dieses Ding, was wir da haben, wir versuchen gerade, Grenzen zu durchbrechen. Es gibt keine Definition für mich, was Rocket Beans angeht, es ist halt ein Hybrid. Aber ich wünsche mir, dass es etwas Rigides wird, was Nachhaltiges, was man eventuell dann auch noch weitergeben kann an andere Medienunternehmungen oder kleine Unternehmen.

Schlusswort: Was ist Rocketbeans TV für dich in drei Worten?

Liebe fürs Spiel.

Die ungekürzte Version haben wir auf unseren Sound-Cloud-Account gepackt. Viel Spaß!


Images by Lisa Kneidl


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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • AUTONOMES FAHREN heise: Autonomes Fahren mit Sedric: Volkswagen zeigt erstes Konzept für autonomes Auto: „Shaping the Future“ stand auf der Einladung zum VW-Vorabend zum Genfer Autosalons, vom vom 9. bis 19. März. Die soll tatsächlich regelrecht würfelförmig sein, so sieht Sedric zumindest aus. Das neue „SElf-DRIving Car“ (daher der Name), das der Konzern jetzt anlässlich des anstehenden Autosalons vorgestellt hat, soll also die Zukunft des autonomen Fahrens gestalten und VW vielleicht auch weiter aus der Diesel-Affäre ziehen. Viele Details verriet der Konzern noch nicht, nur, dass Sedric elektrisch unterwegs sein, ohne Kabel geladen wird und per Knopfdruck angefordert werden kann.

    NINTENDO SWITCH zeit: Spaßpaket mit Schönheitsfehlern: Am Freitag wurde die Gamingwelt um eine neue Konsole erweitert. Mit der Nintendo Switch vereint der Hersteller stationäres und mobiles Gaming in einem Gerät. Nach einem ersten Zocker-Wochenende gibt es nun erste Gedanken und Urteile zur neuen Konsole. Der neue „The Legend of Zelda“-Teil „Breath oft he Wild“ ist dabei ein garantierter Blockbuster, hier verkauft aber eher die Software die Hardware, weitere große Titel für die Konsole bleiben erst noch aus.

  • SOUND engadget: Hands on: Das ist die Sonos Playbase: Für den April hat Lautsprecher-Hersteller Sonos jetzt ein neues, kompaktes Soundsystem vorgestellt. Die Playbase ist dabei vor allem eine geeignete Lösung für Film- und Musikfans ohne viel Platz, denn sie kann direkt unter dem Fernseher aufgestellt werden. Mittels der Trueplay-App wird zusätzlich der Raum soundoptimiert. Mit dem Fernseher wird sie mit Hilfe eines optischen Kabels verbunden, für alle anderen Einsatzgebiete – also das Streamen von Musik und die Kommunikation mit weiteren Sonos-Lautsprechern – kommt WiFi zum Einsatz.

  • NETFLIX t3n: Entscheide selbst, wie der Film endet: Netflix arbeitet an interaktiven Handlungsverläufen: Die Grenze zwischen filmischen und spielerischem Medium scheinen immer mehr zu verwischen. Filmische Spiele sind nichts neuer, aber wie sieht es mit gamifizierten Serien und Filmen aus? Der US-Streaming-Anbieter Netflix soll jetzt an einer Technologie arbeiten, die es dem Zuschauer ermöglicht per Knopfdruck den Handlugnsverlauf der jeweiligen Serie oder Films zu beeinflussen. Vorerst sei das Ganze ein Experiment seitens Netflix, so ermöglicht es den Filme- und Serienmachern aber ungeahnte Storytelling-Möglichkeiten. Bleibt nur die Frage: Will das der Zuschauer überhaupt?

  • FACEBOOK sueddeutsche: Facebook versucht, suizidgefährdete Nutzer zu erkennen: Eine neue Woche – ein neues, weltverbesserndes Facebook-Feature? Jetzt soll es eine künstliche Intelligenz geben, die Nachrichten und Status-Einträge der Nutzer, die auf suizidale Absichten anspielen, erkennen soll. Facebook kontaktiert die Nutzer daraufhin und gibt ihnen Tipps und empfiehlt Beratungsstellen. Das Konzept ist aber keineswegs neu. Schon die App Koko ist ein digitaler Seelsorger, der seit einiger Zeit fest in den bei Jugendlichen beliebten Messenger-Apps wie beispielsweise Telegramm oder Kik verankert ist.

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Screen Radar: Virtual Reality, Spezialeffekte und Hummer

Watching a blank screen (adapted) (Image by Kenneth Lu [CC BY 2.0] via flickr)

Für die Netzpiloten stellt Arthur Avenue Kino-Neustarts vor und bespricht die wichtigsten Film-Themen. Dieses Mal mit einem Besuch im ersten VR-Kino der Welt, dem späten, aber heiß ersehnten Kinostart von „The Lobster“ und einem Überblick zu den teuersten Kino-Szenen mit Spezialeffekten.

Neu im Kino„The Lobster“
„Ein ganzes halbes Jahr“
Thema der WocheVirtual Reality ist noch lange nicht so weit
Streaming-Perlen„Master of None“ auf Netflix
„Mission: Impossible – Rogue Nation“ auf Amazon Prime
Darauf freuen wir uns„Noma“
RekordverdächtigDie teuersten Spezialeffekte

Neu im Kino

Muss man sehen: Die Zukunft ist da und sie sieht schräg aus! In der irren wie genialen Vision „The Lobster“ vom griechischen Meisterregisseurs Yorgos Lanthimos werden alle Single-Menschen zusammen in ein Hotel gesteckt. Dort haben sie 45 Tage Zeit, um einen Partner für sich zu ergattern. Wer in dieser Zeit nicht sein Glück findet, wird in ein Tier seiner Wahl umgewandelt und muss von nun an im Wald sein Dasein fristen. Wir sind ganz nah bei David (Colin Farrell) mit dabei, als er plötzlich wieder solo ist und das strikte Prozedere mitmachen muss. Die angenehm ungewöhnliche Ausgangssituation freut genauso wie der hochmotivierte Cast. Auch vor der Kamera: Rachel Weisz, Ben Whishaw, John C. Reilly, Léa Seydoux und Olivia Colman.

Kann man sich sparen: „Ein ganzes halbes Jahr“ klingt wie „Ziemlich beste Freunde“, ist aber lange nicht so gut: Die lebensbejahende Lou (Emilia Clarke) fängt an als Pflegerin für den Superreichen William (Sam Claflin) zu arbeiten. Der sitzt seit einem Motorradunfall im Rollstuhl und hat jegliche Freude aus seinem Alltag verbannt. Seine neue Angestellte will nun um jeden Preis wieder ein Lächeln in sein Gesicht zaubern. Die Romanze folgt Schema F. Ohne die Buchvorlage je in den Händen gehalten zu haben, kann man jeden nächsten Schritt der Charaktere vorhersagen. Das ist einfach nur langweilig. Eigentlich schon eine Beleidigung, für wie dumm hier das Publikum verkauft wird.

Thema der Woche

VR-Kino (Image by David StreitArthur Avenue)
VR Kino (Image by Arthur Avenue)

Virtual Reality ist noch lange nicht so weit: Vor wenigen Wochen haben wir euch im Screen Radar die Eröffnung des ersten Virtual-Reality-Kinos der Welt in Berlin angekündigt. Aus Neugier haben wir am vergangenen Wochenende selbst eine Vorstellung gebucht und uns vom Stand der Technik überzeugt. Das halbstündige Spektakel in den Berliner Spreewerkstätten kostete 12,50 Euro pro Person und verursachte leider mehr Kopfschmerzen als Aha-Erlebnisse. Das liegt zum einen daran, dass man es einfach nicht gewohnt ist, so lange eine schwere 360°-Brille im Gesicht zu tragen. Noch viel schlimmer fällt allerdings die Auswahl der Filme ist Gewicht: Das Kino rühmt sich mit einer handverlesenen Auswahl der besten VR-Inhalte – doch zumindest das Paket „Fun“ bot einen unterirdischen Mix aus gähnender Langeweile und keinerlei Mehrwert. In der Regel befindet man sich inmitten einer Szene, die dank „Storytelling“ immer ein Vorne braucht. In einigen Animationswelten rauscht mal etwas an einem vorbei, so dass man sich auch gerne mal im Stuhl mit dreht. Doch oft werden die räumlichen Möglichkeiten überhaupt nicht genutzt, zum Beispiel wenn man minutenlang einer Big-Band zuschauen muss, die viel zu nah an die Kamera herantritt. Gute Ansätze wie eine animierte Kettenreaktion mit großen und kleinen Gegenständen, die rings um einen herum umfallen, sind dagegen bereits nach 20 Sekunden vorbei. Am Ende der Show bleibt der Eindruck, dass noch viele Experimente nötig sind, um das Geschichtenerzählen in der virtuellen Realität zu perfektionieren. Als Grundproblem ist die Fortbewegung innerhalb der Welt zu betrachten, für die es eigentlich eine separate Steuerung und interaktive Charaktere bräuchte. In Sachen Kino bevorzugen wir also fürs Erste noch den zweidimensionalen Raum.

Streaming-Perlen

„Master of None“ auf Netflix: Wie ist das eigentlich, wenn immer nur ein Inder pro Hollywoodfilm gecastet wird? Wie unterschiedlich empfinden Männer und Frauen eine Partynacht in New York City? Und welche Person sollte man am dringensten mit auf ein Konzert von dem heißbegehrten Father John Misty nehmen? Genau solchen Fragen widmet sich die geniale Netflix-Serie „Master of None“. Star der Show ist Aziz Ansari, der ja schon in „Parks and Recreation“ als Tom Haverford positiv auffiel. Es wird sozialkritisch, schwarzhumorig und einfach wahnsinnig gut.

„Mission: Impossible – Rogue Nation“ auf Amazon Prime: Tom Cruise ist ja eigentlich mehr Maschine als Mensch. Und ein Stuntdouble kommt für ihn schon mal gar nicht in die Tüte. Auch im fünften „Mission: Impossible“-Teil hat er alle krassen Action-Sequenzen komplett selbst durchgezogen – was für ein Prachtkerl. Dadurch ist auch „Rogue Nation“ wieder mal eine Besonderheit. Obwohl auch Schwedin Rebecca Ferguson ihren Part dazu beiträgt: als toughe Ilsa Faust macht sie dem Top-Agenten nämlich ganz schon Feuer unter den Hintern.

Darauf freuen wir uns

„Noma“: Essen bedeutet nicht gleich essen – vor allem für Sterne-Koch René Redzepi, dessen Restaurant Noma bereits vier Mal zum besten der Welt gekürt wurde. Die gleichnamige Foodporn-Doku zeigt die Poesie hinter der Zusammenstellung von Zutaten und der Kreation seiner Gerichte. Unter dem Motto „Zeit und Ort“ interpretiert Redzepi aktuell die Jahreszeiten mit Zutaten wie Seeigeln, Moos und fermentierten Stachelbeeren. Klingt eklig, sieht aber verdammt ansprechend aus. Wenn wir das nächste Mal in Kopenhagen sind, müssen wir das Noma unbedingt besuchen!

Rekordverdächtig

Die teuersten Spezialeffekte: Kurz bevor Roland Emmerich in „Independence Day 2: Wiederkehr“ ab 28. Juli wieder die wichtigsten Denkmäler der Erde in Schutt und Asche legt, zählen wir für euch die kostspieligsten Digitalsequenzen aller Zeiten auf. Den Anfang macht „I Am Legend“ mit einer Szene vom Einsturz der Brooklyn Bridge, die stolze 5 Millionen Dollar vom Budget verschlungen hat. Doppelt so teuer und nicht mal im Film verwendet war sogar eine Szene aus „Superman Returns“, welche seine Rückkehr nach Krypton zeigt und eigens ins IMAX-3D-Format konvertiert wurde. Autsch! Visuell wegweisend kam auch die „Matrix“-Trilogie daher, welche mit einer 40 Millionen Dollar teuren Szene (von 150 Millionen US-Dollar des Gesamtbudgets) die absolute Spitze der teuersten Spezialeffekte markiert. Für den insgesamt 17 Minuten andauernden Kampf zwischen Neo und dem vervielfachten Agent Smith wurden 27 Drehtage angesetzt und es musste eigens eine neue Software entwickelt werden, um die Choreografie zusammenzusetzen.


Teaser (adapted) „Watching a blank Screen“ by Kenneth Lu (CC BY 2.0)

Image by Arthur Avenue


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Vom Hörbuch zum Podcast: Audible wandelt sich (und macht sogar Nachrichten)

Audible (adapted) (Image by Johan Larsson [CC BY 2.0] via flickr)

Wer Hot Pod bei Nieman Lab oder die Podcast-Neuheiten allgemein verfolgt hat, wird bereits erfahren haben, dass Audible sein Team mit Audio-Talenten vornehmlich aus dem öffentlichen Rundfunk verstärkt hat, um seine eigenen Inhalte auszubauen, und er wird wissen, dass die Podcast- und Audio-Welt bereits darauf gewartet hat, was Audible als Teil des Onlineshopriesen Amazon auf den Markt bringen würde – denn sie können weitaus mehr als nur Hörbücher produzieren. Die lang ersehnten eigenen Inhalte sind nun erschienen, und zwar in der Form eines neuen Bereichs für „Channels“ in der Audible-App. Diese Abteilung, die sich aktuell im Beta-Stadium befindet und auf iOS- und Android-Geräten von einigen Audible-Mitgliedern getestet wird, streamt jetzt ausgewählte kurze Audioformate. Sie reichen von vorgelesenen Versionen von Artikeln der New York Times bis hin zu kompletten Shows von „PRI’s The World“ und Episoden des Formats von Charlie Rose. Neben speziellen Nachrichtenstreams tischt Audible mit seiner eigenen Multi-Quellen-Sammlung (Beispiele: „The Daily Rush“, „The Weekender“, „The Conversation: Guns“), die auch relevante Geschichten von Nachrichtenkanälen mit einbeziehen wird, ordentlich auf. Die Guns-Sammlung beinhaltet zum Beispiel eine Lesung der Kolumne von Fred Hiatt über eine waffenfreie Gesellschaft. Fred Hiatt ist bekanntlich redaktioneller Herausgeber der Washington Post, die wie Audible und Amazon von Jeff Bezos geleitet wird. Die geposteten Inhalte sorgen in den Audible-Kanälen für eine hohe Absatzrate, jedoch scheinbar keine höhere als andere Kanäle wie die Times und das Wall Street Journal; die Wichtigsten werden in alphabetischer Reihenfolge angezeigt. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von weiteren Angeboten abseits von Nachrichten – Lesungen von Tschechow-Geschichten, Comedy-Mixtapes und mehr. Hier soll der Fokus aber auf den Nachrichten-Angeboten liegen. Die Benutzer können speziellen Streams folgen und Beiträge im kostenfreien Bereich namens „Channels“ herunterladen. Es gibt keine reine Suchfunktion, jedoch können registrierte Benutzer Standard-Kategorien wie Kunst und Unterhaltung, Wirtschaft, Nachrichten, Politik und Globales sowie Wissenschaft durchsuchen. Es gibt außerdem eine Kategorie für Shows und Podcasts, die spezielle Audible-Inhalte bietet. (Wir haben eine aktuelle Liste von Verlegern angehängt, die einen Teil der Nachrichten-Kategorie ausmachen). Für Verleger, die bereits Audioinhalte produzieren, erscheint die Kooperation mit Audible unkompliziert: PRI arbeitet beispielsweise schon seit dem letzten Jahr mit Audible zusammen und liefert jetzt täglich Episoden von „The World“ und einige eigene Programmausschnitte via RSS Feed, so der Abteilungsdirektor des digitalen Vertriebs, Morgan Church. Kurzinhalte in der Kanal-Auswahl werden von Audible-Redakteuren ausgesucht, textbasierte Geschichten werden von einem Sprecher vorgelesen („Mein Name ist Christy Burns, und ich lese aus der U.S.-Rubrik der New York Times“). Die Markteinführung geschah im Stillen, da sich Channels noch im Beta-Stadium befindet und noch nicht für jeden Nutzer zugänglich ist. Gerüchte darüber wurden online jedoch schon im Herbst letzten Jahres laut und vor ein paar Tagen postete ein Reddit-User dazu:

„Um ehrlich zu sein, wollte ich mein Abonnement im nächsten Monat kündigen, aber mir gefällt die Idee der neuen Kanäle sehr gut“, schreibt Reddit-Nutzer Karmometer. Ein Verantwortlicher von Audible antwortete und wies darauf hin, dass die Kanäle keine vollständigen Hörbücher beinhalten würde und die Inhalte stattdessen immer zwischen einer Minute und einer Stunde lang seien. Die Basis-Mitgliedschaft von Audible kostet 14,95 US-Dollar im Monat; das Streamen der neuen Inhalte ist frei und unbegrenzt für die Mitglieder möglich. Neue Inhalte würden während der Beta-Phase regelmäßig hinzugefügt, so ein Audible-Sprecher, und sobald das Produkt offiziell auf den Markt komme (jedoch verriet er kein Wort über den Zeitpunkt), würden sogar noch mehr eigene Inhalte von Audible verfügbar gemacht. Auf die Frage, ob nichtregistrierte Benutzer ebenfalls Zugriff auf die Channels hätten, heißt es:

Wir streben danach, unsere Innovationen für mehr und mehr Kunden zugänglich zu machen und planen, die Ergebnisse aus der Beta-Phase in unsere Vertriebsstrategie einfließen zu lassen. Bleiben Sie auf dem Laufenden!

Die möglichen Auswirkungen von Audibles Schritt in Richtung Kurz-Audios, insbesondere im Bereich der Nachrichten, ist offensichtlich. Amazon ist ein gigantisches Unternehmen. Audible hat eine große und etablierte Zahl an Abonnenten. (Wenngleich sie im Stile Amazons keine Mitgliederzahlen veröffentlichen, heißt es, dass die Benutzer letztes Jahr 1,6 Milliarden Stunden Audio-Dateien heruntergeladen haben). Es ist leicht abzusehen, wie die „Washington Post“ mit ein bisschen Investition der treibende Motor der Audio-Nachrichten werden könnte. Wie Nicholas Quah in einer Aushabe von Hot Pod vom letzten Sommer sinnierte:

Ich warte auf den Augenblick, in dem Audible den Boden mit unseren Gesichtern wischt. Ich meine, wir können rennen und kämpfen wie wir wollen, doch am Ende kriegt Bezos uns alle.

Wie wir bereits erwähnten und wie Adam Davidson bereits ausführlich beschrieben hat, scheint es, dass wir eine Phase erreicht haben, in der sich Podcasts – traditionell verbreitet durch offene RSS-Kanäle, die jeder Podcast-App den Download erlauben – vertikalisieren und zu einer vom Produzenten bestimmten Erfahrung werden. Denken Sie an Earwolfs Howl, Acasts App, Gimlets Mitgliedschaft und jetzt Audibles Channels. Audible hat in diesem Kampf einen entscheidenden Vorteil: Es startet mit einer Grundlage von festen, zahlenden Mitgliedern, statt wieder bei Null anfangen zu müssen. Es bleibt abzuwarten, wie erfolgreich diese Art der Silo-Strategie auf dem Markt sein wird, doch Davidson argumentiert, dass dieser Ansatz die vielversprechende Hoffnung für die Etablierung eines substantiellen Nachrichten-Ökosystems außerhalb des öffentlichen Radios sein könnte:

  • Schon bald wird es einen oder zwei große Hauptakteure mehr geben, die einen Senkrechtstart versuchen werden, bei dem Podcasts an erster Stelle stehen: sie werden eine mächtige App haben, mit einer großen öffentlichen Präsenz zum Teilen, Suchen und Entdecken. Sie werden das ganze Geschehen kontrollieren, von der Konzeption der Inhalte bis hin zum Vertrieb und den Werbeanzeigen. Sie werden ein bisschen wie die Produkte von Facebook und Apple funktionieren, indem sie davon profitieren, ihre Benutzer innerhalb ihrer eigenen Angebote zu halten und ihnen stetig neue fesselnde Inhalte bieten.
  • Sie werden es auf das Genaueste so machen und gutes Geld damit verdienen. Sie werden führende Shows haben wollen, die eine beträchtliche Menge an Aufmerksamkeit und Lob bringen, selbst wenn sie Verlust machen. An diesem Punkt werden wir die Entstehung neuer, großer Shows beobachten können. Sie werden wahrscheinlich mit anderen Partnern kooperieren – vielleicht mit ProPublica oder der NY Times oder sogar NPR. Mein Eindruck ist, dass sich Audible, Panoply, Acast und Scripps/Earwolf möglicherweise bereits in diese Richtung bewegen…
  • Diese großen Hauptakteure werden bestrebt sein, neue Zielgruppen zu gewinnen und sicherzustellen, dass die bereits vorhandenen Mitglieder die App jeden Tag besuchen, eine längere Zeit dort verweilen und nicht zu einer anderen App wechseln. Ich schätze, dass die Nachrichten ein essentieller Teil dieser Wettbewerbsstrategie werden. Nachrichten allein werden den Katalog nicht füllen, während Dauerbrenner-Shows keinen unmittelbaren Grund darstellen, unbedingt sofort weiterzuhören. So wird eine Menge an Shows, zu der auch die Dauerbrenner gehören (wie zum Beispiel bedeutende Shows wie Planet Money, die einem dabei helfen, aktuelle Ereignisse aus den Nachrichten zu verstehen) neben einer täglichen Nachrichtensendung – mit einem leidenschaftlichen, smarten, engagierten Moderator sowie substantiell und überzeugend produziertem Inhalt – in den Mittelpunkt gestellt. Diese werden aller Vorraussicht nach eine unwiderstehliche Mischung und keine Niete sein.

Dieser Artikel erschien zuerst auf “Nieman Journalism Lab” unter CC BY-NC-SA 3.0 US. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Audible“ by Johan Larsson (CC BY 2.0)


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5 Lesetipps für den 2. Juli

In unseren Lesetipps geht es heute um Google Docs, 3D-Hologramme, Updates für Snapchat, eine etwas unoffizielle Art, mit der Android-User Beats 1 hören können und Verbesserungen für YouTube. Ergänzungen erwünscht.

  • GOOGLE The Next Web: New Google Docs panel lets users access thousands of fonts: Der Entwickler Extensis hat eine Palette mit dem Namen Extensis Fonts für Google Docs veröffentlicht, mit der Nutzer tausende Schriftarten aus der Google Fonts Palette verwenden können. Das Ganze ist erhältlich als kostenloses Add-On. Über Extensis Fonts kann man sich die Schriftarten vorher ansehen und dann direkt in einem Google Dokument benutzen. Man kann sogar nach Fonts suchen, die besonders beliebt sind, oder nach einem bestimmten Stil, den man gerne hätte.

  • HOLOGRAMM Heise Online: Fairy Lights: 3D-Hologramm zum Anfassen: Japanischen Forschern ist es mit dem Projekt Fairy Lights gelungen, mit einem speziellen Laser-Aufbau 3D-Hologramme zu erzeugen, die in der Luft schweben und haptisches Feedback bei einer Berührung geben. Die dreidimensionalen Bilder werden durch die Impulse eines Lasers erzeugt und sind maximal einen Kubikzentimeter groß. Der Laser ionisiert dabei die Moleküle mit einem Puls im zweistelligen Femtosekunden-Bereich (ein Billiardstel einer Sekunde) im Fokuspunkt, wodurch Plasma erzeugt wird. Die Luftmoleküle geben dann Energie in Form von Lichtpulsen ab, die von Fairy Lights zu Bildern kombiniert werden.

  • SNAPCHAT Digital Trends: Snapchat Update Enhances Snaps, Snapcodes, and More: Die beliebte Messaging-App Snapchat hat ein paar neue Updates angekündigt: Die wohl wichtigste Neuerung ist die, dass man nicht mehr durchgehend auf einen Snap oder eine Story, bei der es mit der Zeit echt anstrengend sein kann, drücken muss, um ihn sich anzugucken, hier reicht nun ein einfacher kurzer Klick. Außerdem können jetzt viel schneller Freunde, mit denen man gerade etwas unternimmt, hinzugefügt werden. Es ist auch möglich, ein Bild von sich in die Mitte des Snapcodes, also dem QR-Code, durch den andere Leute einen besser finden können, einzubauen. Natürlich gibt es auch noch weitere neue Features.

  • BEATS 1 Golem.de: Apple Music: Beats 1 kann auch mit Android-Geräten gehört werden: Apple Music soll erst im Herbst diesen Jahres auch als App im Google Play Store verfügbar sein. Offiziell kann auch der Radiosender Beats 1 noch nicht auf Android-Geräten zu hören sein – inoffiziell aber schon: Twitter-Nutzer Benji R hat herausgefunden, dass man den unverschlüsselten Stream im Internet abrufen kann. Das funktioniert sowohl mit Chrome aber auch mit einem Android-Smartphone, das mindestens die Android-Version 4.1 installiert hat.

  • YOUTUBE GoogleWatchBlog: YouTube kündigt viele kleinere Verbesserungen für die mobile App und das Creator Studio an: Die Entwickler und Produktmanager von YouTube haben in einem kurzen Videoblog bekannt gegeben, woran sie zurzeit arbeiten. Gleichzeitig haben sie angekündigt, was für neue Funktionen in den nächsten Wochen und Monaten auf uns zukommen. Es handelt sich hierbei zwar nicht um große Updates, aber immerhin ein paar kleine Veränderungen. Der Fokus liegt momentan vor allem auf der mobilen Version der Videoplattform.

CHIEF-EDITOR’S NOTE: Wenn Ihnen unsere Arbeit etwas wert ist, zeigen Sie es uns bitte auf Flattr oder indem Sie unsere Reichweite auf Twitter, Facebook, Google+, Soundcloud, Slideshare, YouTube und/oder Instagram erhöhen. Vielen Dank. – Tobias Schwarz

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

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OccupyWallStreet-Stream

Die OccupyWallStreet-Bewegung hat nun auch ihren eigenen Videochannel im Netz.

Derzeit finden sich dort Stationen aus 23 Orten in den USA. Mit den Niederlanden und Irland finden sich auch zwei internationale Stationen. Der Channel beinhaltet einen globalen Stream-Chat plus Twitter-Channel und die Möglichkeit das OccupyStream-Mediateam mit Spenden zu unterstützen.

Da darf man gespannt sein, wann die erste deutsche Stadt mit einer eigenen Station dabei sein wird.

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CoolTool: iStreamer fürs iPad

iStreamer von AllOfMe ist was fürs iPad. Es ist für all die Informationsflüsse und -fluten, die man im Realtime Web so auf sich einprasseln lassen will, vom RSS-Feed über 1001 Statusmeldung bzw. tweet sowie auch spezielle Suchbegriffe oder Bilder aus der eigenen Freundeswelt. Man kann sogar rein und rauszoomen aus den Streams der Freunde und Freundesfreunde. CoolTool-Award des Tages! Now available on iTunes. Die Lightversion wird laut crunchgear nur einem Stream folgen….da gibt es auch ein Video dazu.

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