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Eine staatliche Agentur für Sprunginnovationen soll das deutsche Trauma bewältigen

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Durch eine staatliche Agentur für Sprunginnovationen will die Bundesregierung aus der exzellenten Grundlagenforschung in Deutschland Impulse für die Volkswirtschaft ableiten. „Zahlreiche Erfindungen, die völliges Neuland eröffnen und ganze Märkte umkrempeln können, sind in Deutschland entstanden, scheitern jedoch häufig noch in der Anwendung. Die staatliche Agentur zielt darauf ab, aus diesen hochinnovativen Ideen aus Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft auch erfolgreiche Produkte, Dienstleistungen und Arbeitsplätze in Deutschland entstehen zu lassen“, so Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier.

Fahndungsauftrag

Die staatliche Agentur verfolgt einen personenzentrierten Ansatz. Sie setzt auf hochkompetente und kreative Innovationsprotagonisten, die zeitlich befristet in der Agentur tätig sind und besondere Handlungsfreiräume genießen. Sie können nach Angaben der Bundesregierung Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit Sprunginnovationspotential von der Idee möglichst bis hin zur Anwendung auswählen, steuern und – je nach Projektverlauf – beenden oder fortsetzen. Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Unternehmen setzen die Vorhaben um. Geförderte Ideen werden über Ausgründungen, durch Unternehmen oder auch durch den Staat selbst, im Rahmen der öffentlichen Beschaffung verwertet und in den Markt eingeführt.

Die Mitarbeiter der Agentur sollen nach innovativen Ansätzen in der Wissenschaft fahnden und Erfinder ermuntern, ihre Ideen auch in der Praxis umzusetzen. Bis zum Ende der Legislaturperiode stellen Bundesforschungs- und Bundeswirtschaftsministerium dafür mindestens 151 Millionen Euro bereit. Für die gesamte Laufzeit der Agentur – zehn Jahre sind geplant – wird mit einem Mittelbedarf von rund einer Milliarde Euro gerechnet.

Das deutsche Trauma

„Dass der Bund nun eigens eine staatliche Agentur zur Förderung solcher Entwicklungsschritte gründet, hat auch mit einem deutschen Trauma zu tun, das in der Regierung seit Monaten immer wieder zitiert wird: die Geschichte des MP3-Players. Die Technik für dieses Gerät wurde schon in den achtziger Jahren in Deutschland entwickelt, von einer Gruppe von Forschern um Karlheinz Brandenburg am Fraunhofer-Institut in Erlangen und der dortigen Universität. Damit viel Geld verdient haben später allerdings nicht deutsche Unternehmen, sondern in erster Linie die asiatischen Elektronikkonzerne“, schreibt die FAZ. „Das dürfe nicht noch einmal passieren“, betont Bundesforschungsministerin Anja Karliczek.

Nur waren es nicht Firmen in Asien, die MP3 zur Entfaltung brachten, sondern Apple mit ihrem kongenialen Chef Steve Jobs. Und es waren nicht in erster Linie neue Erfindungen, die Jobs erfolgreich auf dem Markt etablierte. Es waren Kombinationen von bestehenden und neuen Technologien. Der Apple-Mitgründer entsprach dem innovativen Unternehmen, wie ihn der Ökonom Joseph Schumpeter in seinem Werk „Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung“ beschrieben hat – vor über 100 Jahren:

„Nur dann erfüllt er (der Unternehmer) die wesentliche Funktion eines solchen, wenn er neue Kombinationen realisiert, also vor allem, wenn er die Unternehmung gründet, aber auch, wenn er ihren Produktionsprozess ändert, ihr neue Märkte erschließt, in einen direkten Kampf mit Konkurrenten eintritt.“

Kombinatoriker müssen keine Erfinder sein

Innovatives Unternehmertum unterscheidet sich dabei deutlich vom Routineunternehmer, der auf überkommenen Grundlagen arbeitet und nie Neues schafft. Aus altbekannten Techniken wie W-LAN, MP3 und Bewegungssensoren schuf Apple neue Geräte mit Kultfaktor. Und auch das benutzerfreundliche Design ist keine Kreation aus Cupertino. Steve Jobs und seine Entwickler folgten konsequent dem Less-and-More-Diktum des legendären Industriedesigners Dieter Rams, der in den 1960er und 1970er Jahren bahnbrechende Produkte für die Braun AG schuf. Und was noch wichtiger für die Erfolgsstory von Apple ist: Jobs erzeugte neue Märkte. Der dynamische Unternehmer orientiert sich nicht primär an gegebener oder unmittelbarer Nachfrage des Konsumenten, sondern „er nötigt seine Produkte dem Markte auf“, so Schumpeter. Das ist Steve Jobs mit Produkten und Diensten für das mobile Internet und für den Tablet-Markt gelungen. Gelingt so etwas mit einer staatlich initiierten Agentur für Sprunginnovationen?

Verrückte Persönlichkeiten vonnöten

Dazu braucht man charismatische und ein wenig verrückte Persönlichkeiten, die Neues durchsetzen, intelligenter organisieren und sich vom Routinebetrieb abgrenzen. Es sind nicht nur Unternehmer, die das schaffen, sondern auch Beamte, wie der Generalpostmeister Heinrich von Stephan, der Ende des 19. Jahrhunderts unter Reichskanzler Otto von Bismarck aus Berlin ein Silicon Valley der Telekommunikation machte. Er erfand die Postkarte, gründete die Reichsdruckerei, das Postmuseum (heute: Museum für Kommunikation) sowie den Allgemeinen Postverein (1878 Weltpostverein). Dann forcierte er erst in Deutschland, und danach in der ganzen Welt den Aufbau der modernen Telegraphie. Stephan erkannte als einer der Ersten die politische und wirtschaftliche Relevanz des Telefons als Medium der Echtzeit-Kommunikation. So einen könnte die neue staatliche Agentur, die Anfang des nächsten Jahres ihre Arbeit aufnimmt, gut gebrauchen.

Propheten der Innovation brauchen wir nicht

Als Vorbild dient der Bundesregierung die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) in den USA. Als bekanntestes und erfolgreichstes Projekt kann das ARPANET angesehen werden, aus welchem das Internet hervorging. Welche Persönlichkeiten brauchen wir für Innovationen? brand eins-Autor Wolf Lotter hat auf der Kölner Fachmesse Zukunft Personal einige ins Spiel gebracht, die man möglichst meiden sollte.

Etwa Propheten, die es in Glaubensgemeinschaften, in der Dogmatik und in der Ideologie gibt. „Entweder Du machst mit oder Du landest in der Hölle. Ich bin gut und Du bist böse, hier ist mein Evangelium. Das sind die nicht sehr anschlussfähigen Damen und Herren, die in ihren Bubbles leben und den anderen die Welt erklären“, so Lotter.

innovate or die-Gelaber

Es sind Bühnenkünstler, die von Disruption und kreativer Zerstörung labern, aber Clayton M. Christensen oder Schumpeter nie im Original gelesen haben. Es sind alarmistische Lautsprecher, die vom Darwinismus schwadronieren, aber die Evolutionstheorie schlicht nicht verstehen. Als weiteren Vertreter der Innovationstypologie benennt Lotter den Eroberer. Er folgt dem Propheten auf dem Fuß und erklärt Innovationen zum Maß der Dinge. Religionskriege, ideologische Eroberungen aber auch die darwinistische Variante des „innovate or die“ sind sein Credo. „Wer sich nicht digitalisiert, ist von gestern und dessen Unternehmen wird sterben. Das sind die Sprüche, die wir kennen“, erläuterte Lotter auf der Keynote Arena der Zukunft Personal-Messe. Artificial Intelligence sofort einführen und zum Segen der Industrie erklären. Wer noch ein paar Fragen zur Sinnhaftigkeit hat, ist von vorgestern und hat nichts kapiert.

Fragen zur Intelligenz nicht erwünscht

Dass mit der Unterscheidung von natürlicher und künstlicher Intelligenz noch nicht alles geklärt ist, sei dahingestellt. Auch das Rätselraten von Biologen und Neurologen bei der Erklärung von natürlicher Intelligenz darf die KI-Verkäufer nicht stören. „Alles nur Marketing-Geschwurbel“, kritisiert Lotter.

„Selbst Erfinder werden uns wohl nicht mit volkswirtschaftlich relevanten Sprunginnovationen beglücken. Sie verbohren sich in ihrem Fach“, so Lotter. Ihre Metamorphose endet im Fachidiotentum.

Ich habe Patente, also bin ich?

Das systematische und planmäßige Erfinden in Konzernen produziert nach Auffassung von Lotter zuverlässig eine Vielzahl an Patenten und Rechten. Deren Wirksamkeit ist allerdings fraglich, lieber FDP-Bundestagsabgeordneter Thomas Sattelberger. Da helfen dann auch nicht Erbsenzählereien in irgendwelchen Studien zur KI-Forschung weiter. Lotter verweist auf die amerikanische Innovationsforscherin Rosabeth Moss Kanter. Sie bringt dieses Dilemma sehr schön auf den Punkt: Meistens folgen den großartigen Innovationsankündigungen mittelmäßige Ausführungen, die anämische Resultate nach sich ziehen. Irgendwann schlägt dann das Controlling zu. Moss Kanter nennt diese Vertreter „Innovations-Ersticker“. Welche Typologien sind besser?

Lotter nennt sie Erkenner und Ermöglicher. Also Persönlichkeiten, die Ideen aufsaugen, orchestrieren und kombinieren. Sie führen keinen Krieg gegen Talente, sie belohnen nicht Opportunismus, sondern Individualismus. Das Notiz-Amt ist gespannt, ob das die neue staatliche Agentur hinbekommt. Der Präsident der Fraunhofer Gesellschaft sieht übrigens mp3 als deutsche Erfolgsgeschichte. Das sollten Altmaier und Karliczek noch einmal jenseits der Lizenzgebühren, die Fraunhofer kassiert, mit Reimund Neugebauer ausdiskutieren.

 

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20 Jahre iMac: Der Computer, der den Schreibtisch bunt färbte

Image by Lena Simonis and True Tech Talk Time [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], from Wikimedia Commons

Überraschungen in letzter Minute waren ein Markenzeichen von Steve Jobs. Auch als er am 6. Mai 1998 im Flint Center Theater in Cupertino am Ende seiner Keynote den ersten iMac vom Typ G3 vorstellte, schlug die Nachricht ein wie eine Bombe. Jobs sagte damals: „Wir glauben, der iMac wird eine große Sache werden“. Und er hatte – wie wir inzwischen wohl alle wissen – absolut Recht damit.

Denn 20 Jahre iMac später ist klar: Der iMac sollte nicht nur die unrentable Consumer-Sparte von Apple wiederbeleben und damit das Unternehmen vor dem Ruin retten. Der iMac läutete den anhaltenden Siegeszug aller iGadgets und den Beginn einer Revolution im Produktdesign von Unterhaltungstechnik ein.

Internet-Computer mit Style-Faktor

„Die Rückseite dieses Dings sieht besser aus als die anderen Jungs von vorne“. So hatte sich Jobs ausgedrückt. Der iMac G3 hatte nichts mehr mit dem üblichen Kabelsalat der beigefarbenen Windows-Rechner zu tun. Mit seinem farbig-transparenten Polycarbonat-Gehäuse war der All-in-One-Desktoprechner tatsächlich ein echter Hingucker. Ein Objekt, das sich die Leute ins Wohnzimmer stellten, um damit ihre Individualität zu bekunden. „Er sieht aus wie von einem anderen Planeten, einem guten Planeten, einem Planeten mit besseren Designern“, präsentierte Steve Jobs sein erstes Produkt überhaupt, das das vielsagenden „i“ vor dem Produktnamen trug.

Der iMac G3 überzeugte aber nicht nur durch sein futuristisches Design, sondern vor allem mit dem benutzerfreundlichen Plug-and-Play-Konzept. Das neuen Betriebssystem OS X, dessen jüngster Ableger unter macOS High Sierra firmiert, und das kinderleichte Setup waren ein Durchbruch. Man musste nur den Stecker einstecken, die Maus an der Tatstatur anschließen (über das damals nur gering verbreitete USB-Kabel) und das 56-Kbps-Modem mit der Telefonleitung verbinden.

Nach ein paar Klicks konnten nun auch technisch weniger versierte Nutzer das ebenfalls noch neue Internet benutzen. Sie konnten digitale Fotos über die Infrarot-Schnittstelle kopieren oder über die Stereo-Lautsprecher an der Vorderseite Musik hören. Alles so, wie sich das Apples Designer wohl gedacht hatten, als sie den ersten stylischen Consumer-PC entwarfen, der aller Welt einen schnellen, einfachen und bezahlbaren Zugang zum Internet ermöglichen sollte.

Schon damals Kritik am Schnittstellen-Geiz

So entwickelte sich der iMac G3 fast über Nacht zu einem der kultigsten Geräte des vergangenen Jahrtausends. Aber natürlich gab es auch Kritiker. Wie beim Wegfall des SD-Karten-Slots beim MacBook Pro von 2016 war Apple auch damals seiner Zeit voraus. Die Umstellung auf USB gefiel langjährigen Mac-Usern ganz und gar nicht. Mit der neuen Schnittstelle waren andere Anschlüsse wie Serial-Ports, SCSI und das hauseigene ADB verschwunden und die alte Technikausstattung damit obsolet. Gamer und Power-User machten sich über die mangelnde Erweiterbarkeit und das fehlende Floppy-Laufwerk lustig, aber schaden tat Apple das nicht.

Erfolg verschaffte Apple ein Comeback

Der iMac G3 wandte sich nicht an Computerfreaks, sondern an den ganzen Rest der Menschheit, und der reagierte entsprechend positiv. Und zwar in Verkaufszahlen, die Apple seit Jahren nicht mehr gesehen hatte. Zweifelsohne rettete auch der iMac seine Erfinder damals vor der Pleite. Obwohl die Verbreitung von Mac im Vergleich zum PC im Jahr 1998 nur 1:32 betrug konnte Apple damit seine Gewinne von 1998 bis 1999 verdoppeln.

Zu verdanken hatte Apple seinen plötzlichen Erfolg dem Paradigmenwechsel bei Design und Produktpolitik, den Firmen-Gründer Steve Jobs bei seiner Rückkehr 1996 in Gang gesetzt hatte. Eine saubere und logische Produktfamilie fehlte bis dahin bei Apple. Jobs selbst beschrieb die Produktpolitik als verwirrend für den Verbraucher und zu teuer für Apple. Zu viele Modelle, die falsch bepreist waren und auf die falschen Märkte abzielten. Jobs brachte Klarheit in die Entwicklung und teilte von nun an den Computermarkt in zwei Bereiche ein: einen für Endverbraucher und einen für professionelle Anwender.

Mit dem Durchbruch des iMac hatten die Designer in Cupertino, allen voran Chef-Designer Jony Ive, zudem für alle Zukunft bewiesen, dass man Unterhaltungstechnik so gestalten kann, dass sie schön aussieht und gut arbeitet. Schließlich war der Erfolg des iMac wegweisend bei der weiteren Produktentwicklung von Apple. Das gilt natürlich für das kurz danach erschienene iBook G3. Außerdem gilt: Ohne den iMac wären die Errungenschaften des iPod oder des iPhone nicht denkbar gewesen. Auch wenn die Einnahmen mit dem iPhone aus dem Schatten der Mac-Sparte herausgetreten sind, sind Mac-Rechner immer noch eine wichtige Cash-Cow für Apple.

20 Jahre iMac: Die Evolution von Apples Komplettrechner

2002 folgte mit dem iMac G4 das erste große Redesign. Der All-In-One-Rechner verfügte nun über ein 15-Zoll-LCD, das auf einem verstellbaren Arm über einer kleinen Kugel angebracht war. Dieser Lampenfuß enthielt das Wesentliche des Computers. Als nächstes folgte 2004 der iMac G5, bei dem die Hauptplatine und das optische Laufwerk direkt hinter dem LCD-Panel montiert waren.

Im Januar 2006 stellte Apple den ersten Macintosh mit Intel-Prozessor vor. Dabei bot das Gerät etwa den gleichen Funktionsumfang wie sein Vorgänger, war laut Apple-Benchmarks aber zwei- bis dreimal schneller als der G5-iMac. Auch bot die neue Generation eine eingebaute Webcam iSight und eine mini-VGA-Schnittstelle.

Im August 2007 stellte Steve Jobs den ersten iMac in Aluminium- und Glas-Gehäuse vor. Der iMac dieses Modelljahres wird mit einem 20- oder 24-Zoll-Breitbildmonitor und der neuen, flachen USB-Tastatur in Aludesign ausgeliefert, die wegen ihres Designs und der hervorragenden Usability weit über Mac-Schreibtische hinaus verbreitet ist.

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Die Versionsgeschichte des iMac vom G3 bis zum G5. Images by Fernando Carmona, Masashige MOTOE and Bishonen from Wikimedia Commons

Macht seit zehn Jahren eine gute Figur: der iMac im Aluminiumbody

2009 folgte eine iMac-Generation, die einen komplett aus einem Stück Aluminium gefrästen „Unibody“ besaß. Dieses Design bestimmt das Aussehen der Apple-Rechner bis heute. Der neue iMac wird mit einer kabellosen Tastatur und der Magic Mouse ausgeliefert. Zu den weiteren Neuerungen dieser Version gehören unter anderem auch der SD-Kartenslot und eine leistungsstarke Quad-Core CPU.

Ab 2012 wird das Design immer dünner, das optische Laufwerk verschwindet und das Retina-Display kommt hinzu. Erst 2017 verändert Apple wieder etwas an den Anschlüssen. Ab sofort setzt man Thunderbolt 3 (USB-C) ein und holt die Mikrofonbuchse von der Rückseite nach vorne – viel zu bessern gibt es allerdings am Design des Kultrechners ohnehin nicht mehr.

Mit seinem stylischen All-in-One-Ansatz hat Apple die moderne Computerbauweise geprägt. Selbst Wettbewerber Microsoft gab irgendwann nach und präsentierte mit dem Surface Studio im Jahr 2016 eine vergleichbare Produktphilosophie. Microsofts Chef-Designer Ralf Groene, der für den Look der Surface-Reihe verantwortlich zeichnet, bezeichnet Apple-Koryphäe Jony Ive im Netzpiloten-Interview als große Inspiration.

One more thing: Ein Glückwunsch an den iMac

Happy Birthday iMac G3! Trotz deines stolzen Gewichts von 18 Kilogramm wird deinem unvergesslichen Röhrengehäuse mit dem lustigen Griff inzwischen nicht nur in den Designmuseen dieser Welt gehuldigt. Aber dort kann man Dich adoptieren – wie eine Seegurke im Zoo. Und Designer lassen dich auf einem Skateboard durch London rollen, weil du eine Ikone bist.

Du warst der erste deiner bunten, wohlgeformten Art auf dem grauen Tech-Planeten. Hier hast du Generationen von Nachfolgern diesen Hauch Kreativität hinterlassen, den Designer, Grafiker, Fotografen oder Filmemacher und so viele andere Anwender noch immer an Apple schätzen.

Apples Komplettrechner bei Amazon (Provisions-Link)

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Netzpiloten Apple.


Images by Lena Simonis, Fernando Carmona, Masashige MOTOE, Bishonen, Rama, Musée Bolo, True Tech Talk Time, via Wikimedia Commons


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Microsoft-Chefdesigner Ralf Groene: „Für mich zählt die Vision“

Ralf Groene mit Surface Pro

Ralf Groene hat in der analogen Welt den Beruf des Werkzeugmachers erlernt. Jetzt entwirft er digitale Werkzeuge – als Chefdesigner von Microsoft. Hinter der erfolgreichen Reihe der Surface-Computer stecken viele kluge Köpfe. Seiner hat großen Einfluss darauf, wie das Surface Book oder das Surface Studio aussehen und wie sie sich anfühlen und bedienen lassen. Look und Feel der Surface-Reihe haben neben dem neuartigen Bedienkonzept einen großen Anteil daran, dass Microsoft-Produkte wieder „cool“ sind und beim Thema Design in der Tech-Welt zum Teil mehr Buzz erzeugen als die ikonischen Apple-Rechner iMac und MacBook.

Nachdem sich Ralf Groene mit seinen Produktdesigns für HP, Dell und anderen Tech-Herstellern einen Namen im Silicon Valley gemacht hat, ist der gebürtige Deutsche bei US-Konzern Microsoft nun so bedeutend wie Jony Ive bei Apple. Über seine Rolle im Design-Prozess bei Microsoft und über seine Vision sprach ich mit ihm in Hamburg.

Netzpiloten: Ralf Groene, Sie haben vor dem Design-Studium den Beruf des Werkzeugmachers gelernt und die Surface-Geräte sehen mit ihrem Metall-Look wie – ziemlich stylische – Werkzeuge aus. Ist der Zusammenhang zu weit hergeholt?

Ralf Groene: Nein, das ist überhaupt nicht weit hergeholt. Vieles, was ich damals über Materialeigenschaften und Metallbearbeitung gelernt habe, wende ich bei den Surface-Geräten an. Das fängt schon damit an, dass wir die unterschiedlichen Versionen der Prototypen mit klassischer Frästechnik erstellen, damit es schneller geht. Außerdem ist mein Anspruch an die Hardware, dass sie sich so wenig wie möglich aufdrängt. Das fängt immer mit dem Material an. Daher habe ich mich zum Beispiel beim Surface Book für ein Gehäuse aus Magnesium eingesetzt, weil man es so dünnwandig fertigen kann, dass das Gehäuse selbst in den Hintergrund rückt.

Surface Book 2
Digitales Werkzeug: Surface Book 2. Image by Microsoft

Wie viel Entscheidungsfreiheit haben Sie als Designer denn bei der Produktentwicklung?

Bei Microsoft stammt vom Design-Team immer die Vision für das spätere Produkt. Die legen wir ganz zu Anfang mit meinem Chef, Corporate Vice President Microsoft Devices Panos Panay, fest. Anschließend werden die Ingenieure in den Prozess geholt. Gemeinsam entwickeln wir das Design als Product Maker weiter – aber nach den Vorgaben der vorher festgelegten Vision.

Was ist ein Product Maker?

Damit ist gemeint, dass wir bei der gemeinsamen Produktentwicklung im Team nicht zwischen Designern und Ingenieuren unterscheiden.

Das ist praktisch, um die Silo-Denke aufzubrechen. Aber ich höre auch heraus, dass es dennoch einen Primat des Designs gibt. Sie und ihre Design-Spezialisten geben die Richtung vor, nicht die Ingenieure, das Marketing oder der Vertrieb. Richtig?

Ja, das stimmt grundsätzlich so. Der Vorteil bei diesem Ansatz ist, dass man so weit wie möglich vorwärts denken kann. Und dass sollte der Anspruch eines Tech-Unternehmens sein. Aber natürlich bringen wir unsere Vision gleichzeitig in Einklang mit der Gesamtstrategie von Microsoft.

Wie muss man sich die Ausbalancierung von Design-Ideen und Firmenstrategie bei Microsoft vorstellen?

Wir nutzen ein ganz bestimmtes Setting dafür. Die entscheidenden Meetings finden in einem Roadmap-Raum statt, wie wir ihn nennen. Dort stehen mehrere Produktstationen gestaffelt hintereinander. Auf der ersten stehen die aktuellen Produkte, auf der danach die Prototypen der nächsten Generation. Dann kommen experimentelle Konzeptstudien und schließlich Entwurfsskizzen. Diese Visualisierung hilft uns dabei, zu erkennen, wo wir stehen und wo wir hinwollen. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse entscheidet die Firma über die Investitionen in das Produkt.

Mit welchen Argumenten überzeugen Sie Ihre Chefs?

Indem wir ihnen eine nachhaltige Perspektive aufzeigen. Wir richten unser Augenmerk darauf, was Anwender in Zukunft von Software erwarten und wie sie in Zukunft mit digitalen Werkzeugen mehr erreichen können. Wie? Das ist die Frage, die mich antreibt. Wir sind alle noch viel zu analog.

Was meinen Sie mit „noch viel zu analog“?

Das, was Sie gerade jetzt machen, wenn Sie mit Stift und Notizbuch das Interview mitschreiben.

Sie rennen bei mir offenen Türe ein. Ich möchte das seit langem digitalisieren. Aber alle Lösungen, die ich ausprobiert habe, können die Geschwindigkeit und Genauigkeit von Papier nicht ersetzen.

Ich stimme Ihnen zu. Es ist wirklich schwer, das natürliche Schreibgefühl in eine digitale Lösung zu übersetzen. Aber es muss das Ziel sein, diese Hürde zu überwinden. Die erste Phase des kreativen Prozesses beginnt meist analog – ob mit Notizen oder mit einem Modell. Erst in einem Folgeschritt geht man an den Computer und übersetzt die Ideen nochmal neu in eine digitale Fassung. Dieser Medienbruch hält auf. Das Surface Studio ist ein Beispiel dafür, wie wir versuchen, auch diesen ersten Teil des Kreativprozesses gleich in die digitale Phase zu überführen.

Surface Studio Surface Dial Surface Pen
Kreativ-Arbeitsplatz der Zukunft: Surface Studio mit Drehregler Surface Dial und Digitalstift Surface Pen. Image by Microsoft

Apropos, Surface Studio. Das Bedienerlebnis von Studio-Modus und Surface Dial hat mir im Test gefallen. Aber aus der Perspektive des Fotografen möchte ich die Gelegenheit nutzen, mich über den SD-Kartenschacht auf der Rückseite zu beschweren. Er ist sehr schwer zu erreichen.

Ja? Verlegen Sie Ihn doch mit einem USB-Adapter nach vorne. (lacht)

Diesen ästhetisch katastrophalen Tipp können Sie als Designer doch nicht empfehlen!

USB-Dongles sind hässlich, das stimmt. Im Ernst. Produktdesign ist immer ein Kompromiss zwischen Ästhetik und Funktion. In Bezug auf die Anschlüsse wollten wir beim Surface Studio, dass der Standfuß „architektonisch leise“ aussieht. Aber vielleicht verlegen wir den Kartenschacht in einer nächsten Generation auf die Vorderseite des Standfußes oder in den Bildschirm.

Oh, diese Reaktion hätte mir jetzt nicht zu träumen gewagt.

Doch, das ist gutes Feedback. Die Herausforderung ist ja immer, dass, wenn wir ein Produkt entwickeln, wir uns natürlich ab einem gewissen Punkt einfach nur vorstellen können, was der Nutzer mit dem Produkt macht. Daher hat prinzipiell jedes Pionierprodukt Design-Fehler. Design-Entscheidungen können sich immer als verbesserungswürdig herausstellen. Das passiert und ist normal. Man darf dann nur nicht so arrogant sein, sich dies nicht einzugestehen.

An welches Manko denken Sie dabei?

Ein Beispiel ist das Surface Dial, das unerwartet viele Anwender für den Transport in ihre Hosen- oder Jackentasche stecken. Das führt dazu, dass sich das Surface Dial in der Tasche bewegt und mitunter ungewollte Befehle sendet. In der nächsten Version werden wir voraussichtlich einen kleinen Ein- und Ausschalter einbauen. Niemand hat bei der Entwicklung vorausahnen können, dass das nötig sein könnte.

Trotz solcher kleineren Aspekte hat die Surface-Reihe seit 2012 in punkto Design-Innovation ein Image erlangt, das sich mit dem von Apple-Rechnern messen kann. Gleichzeitig gelten immer noch Apple-Geräte als Referenz. Was macht Apple richtig?

Apple hat einen Vorsprung von rund 30 Jahren in hervorragendem Produktdesign. Beim ganzheitlichen Zusammenspiel von Software und Hardware hat Apple geradezu eine lehrbuchartige Leistung hingelegt, wie sie auch Produktdesigner-Ikone Dieter Rams propagiert hat. Die Arbeit von Steve Jobs und Jony Ive ist für jeden Produktdesigner eine Inspiration.

Was können Apple-Designer vom aktuellen Microsoft-Design lernen?

Es wäre unangemessen, ihnen Ratschläge zu erteilen. Ich glaube auch, dass wir uns in unterschiedliche Richtungen bewegen. Für mich zählt, wie man sich mit Software auf einem beliebigen Device am besten kreativ ausdrücken kann, und zwar nicht nur mit derzeit üblichen Desktop- oder Mobilrechnern. Ich denke da zum Beispiel an Mixed Reality wie mit der HoloLens oder die moderne Arbeitswelt, in der Menschen etwa mit dem Surface Hub an verschiedenen Orten mit ihrem Screen auf die gleiche Oberfläche zeitgleich zugreifen. Ein ganzheitliches Design-Erlebnis, das Software und Hardware kombiniert und gleichzeitig unabhängig von einem bestimmten Device funktioniert, wird die zukünftige Herausforderung für Produktdesigner im Electronics-Bereich sein.

Ralf Groene, vielen Dank für das Gespräch.

Ralf Groene Surface Pro Berti Kolbow-Lehradt
Ralf Groene, Chefdesigner Surface, Microsoft Corporation und Netzpiloten-Redakteur Berti Kolbow-Lehradt. Image by Microsoft

Über Ralf Groene: Von Wolfsburg ins Valley

Mit Computern hatte der gebürtige Wolfsburger in seiner Jugend nichts am Hut. Vielmehr schraubte er lieber an Fahrrädern und Mopeds, bevor er Mitte der 1980er bei VW in die Lehre ging und den Beruf des Werkzeugmachers erlernte. Erst während seines Produktdesign-Studiums in Kiel entdeckte Ralf Groene, welche Möglichkeiten Computer und Zeichensoftware für die digitale Kreation eröffnen. Davon komplett fasziniert, steckte er sein ganzes Lehrlingsgeld in einen Macintosh Classic und eine Lizenz des Adobe-Illustrator-Vorläufers Freehand. Ein Schlüsselerlebnis war ein Praktikum bei einer Designagentur in New York, wo Ralf Groene die damals noch rare Gelegenheit erhielt, mit CAD-Software Produktverpackungen als 3D-Modell auf schrankgroßen Bürorechnern zu entwerfen.

Nach dem Studienabschluss zog Ralf Groene 1997 in die USA und heuerte bei Design-Agenturen im Silicon Valley an. Also genau an dem Schauplatz und in der Zeit, als sich Computer von beigen Office-Werkzeugen in lifestylige Wohnzimmer-Technik mit WWW-Zugang zu entwickeln begannen. Ab diesem Zeitpunkt interessierte ihn nicht nur, was man mit Computern erschaffen kann, sondern auch, wie sie sich ästhetisch in den Alltag einfügen. Seine Designs für Computer von Dell, HP und anderen machten schließlich auch bei Microsoft Eindruck, wohin er 2006 als Produktdesigner wechselte. Seit 2015 ist der heute 49-Jährige Ralf Groene Head of Industrial Design, Microsoft Devices im Hauptquartier des Windows- und Surface-Konzerns in Redmond.

Dieses Interview entstand in Kooperation mit Microsoft.


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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • IPHONE stern: Der Tag, an dem die Taste starb: Vor zehn Jahren, im Jahr 2007, war die Welt noch eine andere. Als ein Mann im schwarzen Rollkragenpullover ein Handy ohne Tasten präsentierte, konnte sich noch kaum jemand vorstellen wie sehr das Smartphone, vor allem eben das iPhone, den Alltag verändern und revolutionieren würde. Apple erfand mit ihrem iPhone vor zehn Jahren das Telefon neu und wurde so zum Taktgeber einer ganzen Branche und das iPhone zum Symbol des mobilen Internets. Wie hat sich das iPhone seither entwickelt und vor allem unser Kommunikationsverhalten und wie soll es in Zukunft weitergehen?

  • YAHOO golem: Yahoo verliert Namen und Marissa Mayer: Hiermit geht wohl ein Kapitel Internetgeschichte zuende. Yahoo so wie es war gibt es nicht mehr. Das 1994 gegründete Internetunternehmen wurde nun für 4,8 Milliarden US-Dollar vom Telekomkonzern Verizon aufgekauft und folglich in Altaba umbenannt. Nun ist auch bekannt geworden, dass Vorstandsvorsitzende Marissa Mayer und weitere Manager den Internetpionier verlassen werden. Konkurrenz wie Facebook und Google waren für das Unternehmen einfach zu stark und so ist es an die Wand gefahren, ebenso stürzte ein beispielsloser Datendiebstahl durch einen Hackerangriff das Unternehmen weiter in die Krise.

  • CES 2017 heise: Das war die CES 2017: Smart, intelligent und mit Kulleraugen: In der vergangenen Woche hat in Las Vegas die Consumer Electronics Show (CES) 2017 stattgefunden, eine der weltweit größten Messen für Unterhaltungselektronik. Bereits zum 50. Mal wurden dem Publikum die neusten Tech-Innovationen vorgestellt. Im Fokus der Entwickler stand so vor allem das Zuhause und der Alltag des Menschen. Jeder Lebensbereich soll erfasst und „smart“ gemacht werden. Künstliche Intelligenzen, so auch beispielsweise Amazons Alexa oder kleine Roboter gab es an jeder Ecke. Was sind nur Gimmick und was wirklich revolutionär?

  • ONLINEHANDEL t3n: Onlinehändler: Rücksendungen kosten angeblich dreistelligen Millionenbetrag: Weihnachten ist vorbei und es scheint so viel wie online geshoppt wurde, wird ebenso wieder zurückgeschickt. Die Rücksendungen aus eben diesem Geschäft kosten den Onlinehandel angeblich hunderte Millionen Euro, laut einer Studie der Kölner EHI-Handelsforschung. Fast ein Drittel der Retouren lasse sich nicht mehr als Neuware verkaufen. Die meisten Retouren verzeichnet der Modehandel. Die meisten großen Unternehmen scheinen jedoch relativ unbeeindruckt von solch großen Verlusten.

  • SICHERHEIT chip: Manipulierte Geldautomaten: Eine Stadt trifft es besonders oft: Geldautomaten in größeren Städten machen viele Menschen nervös, die Chance ist ja groß, dass er manipuliert wurde, denkt man. Fakt ist nun, dass vor allem in Berlin solche Angriffe besonders häufig auftreten. Im letzten Jahr wurden ganze 159 Geldautomaten in der Hauptstadt geskimmt. „Skimming“ steht für „Abschöpfen“ oder „Absahnen“ bezeichnet eine Methode, illegal elektronische Daten von Zahlungskarten auszuspähen. Die Kollegen von Chip verraten, wie man sich dagegen schützen kann.

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Deutsche Unternehmen ohne Plattformkompetenz – Über die Silo-Politik der Hidden Champions

Roboter(image by Mixabest[CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons)

Ein Produkt ohne digitale Plattform ist völlig nutzlos, oder präziser formuliert: „Ein Produkt, das über keine Plattform verfügt, wird immer ersetzt werden durch ein äquivalentes Produkt, das mit einer Plattform ausgestattet ist“, so das Credo eines Google-Mitarbeiters, der die Netzstrategien seines Unternehmens in einem langen Kommentar zerstückelte und in einem kleinen Zeitfenster öffentlich lesbar war.

Google+ sei ein Musterbeispiel eines Unternehmens, das die Signifikanz von Plattformen absolut verkannt hat. „Das Nichterkennen dieser Bedeutung zieht sich von der höchsten Hierarchieebene der Geschäftsführung (hallo Larry, Sergey, Eric, Vic, wie geht´s Euch?) bis zur untersten Unternehmensebene der Mitarbeiter (hallo Ihr!). „Wir haben es alle nicht kapiert. Die goldene Regel der Plattformen lautet: ‚Eat your own dogfood‘. Die Google+ Plattform ist eine erbärmliche ‚Nachlese'“, bemerkt der Insider.

Die ‚Hundefutter-Regel‘ ist ganz einfach zu verstehen: Führungskräfte können ihren Entwicklern nicht einfaches Hundefutter vorsetzen, während sie sich selbst mit anderen Dingen beschäftigen. Das zu machen hieße, sich selbst des langfristigen Plattform-Wertes zu berauben, um einen kurzlebigen Erfolg zu erhaschen. Bei Plattformen ist eine langfristige Planung und Investition gefragt.

Falsches Kurzzeit-Denken bei Google

Bei Google+ handelte es sich um eine spontane Reflexreaktion, um eine Erforschung im Kurzzeit-Denken, orientiert an der falschen Vorstellung, dass der Siegeszug von Facebook darauf beruhe, ein geniales Produkt erfunden zu haben. Das sei nach Auffassung des zerknirschten Google-Mitarbeiters aber nicht der Grund, weshalb sie so erfolgreich sind. Facebook habe eine komplette Produktpalette aufgebaut, indem sie anderen Leuten gestatten, ihre Arbeit zu machen. Das mache den Zuckerberg-Konzern so einmalig. „Es gibt hundert oder sogar tausend unterschiedliche, zeitaufwändige Beschäftigungsformen mit hohem Qualitätsanspruch. Da ist für jeden etwas dabei.“

Google rekrutiert Leute

Das mittlerweile aufgelöste Google+Team habe den Anschlussmarkt für Dienstleistungen analysiert und dabei festgestellt: „‚Es wäre eine gute Idee, unser Angebotsspektrum um Computerspiele zu erweitern. Lasst uns jemanden rekrutieren, der diese Spiele für uns konzipiert‘. Verstehen Sie jetzt, wie unglaublich falsch dieser Gedankengang ist, vor allem aus heutiger Sicht? Das Problem ist, dass wir versuchen, zu prognostizieren, was die Leute wollen und es ihnen dann zur Verfügung stellen.“

Wer ist so gut wie Steve Jobs?

Dieser Ansatz sei unrealistisch und absolut nicht verlässlich. Es habe nur ein paare wenige, hochkarätige Menschen in der gesamten Welt der Computer-Geschichte gegeben, die in der Lage waren, eine zuverlässige Prognose zu erstellen. „Steve Jobs war einer von ihnen. Leider haben wir keinen Steve Jobs bei uns. Das können wir nun einmal nicht ändern.“

Larry Tesler mag Bezos überzeugt haben, dass er kein Steve Jobs sei. Bezos habe jedoch erkannt, dass es nicht zwingend eines Steve Jobs bedarf, um Konsumenten mit den richtigen Produkten zu versorgen: Wichtig sei es, Anwenderschnittstellen und Unternehmensabläufe als Workflows zu schaffen, mit denen die Benutzer gut und gerne arbeiten. Bezos musste nur externe Entwickler damit beauftragen.

Alles andere würde dann automatisch passieren. „Ich entschuldige mich bei all denjenigen dafür, die meine Ausführungen zu diesem Thema als ganz offensichtlich und auf der Hand liegend betrachten. Es ist in der Tat unglaublich evident. Und trotzdem unternehmen wir nichts dagegen. Wir schaffen weder Plattformen noch die richtigen Zugangsmöglichkeiten.“ Plattformen lösen das Problem des Zugangs und das bekommt man nur hin, wenn man selbst mit den digitalen Werkzeugen leidenschaftlich arbeitet.

Kirchturm statt Plattform

Das Notiz-Amt wünscht sich auch von deutschen Unternehmern und leitenden Angestellten in den Vorstandsetagen soviel kritischen Sachverstand, um die Logik der Digitalisierung und die Matching-Prinzipien des Netzes nicht nur zu verstehen, sondern auch in Geschäftsmodelle zu gießen. Den gleichen Sachverstand sollten Autoren wie Marc Beise und Ulrich Schäfer kultivieren, wenn sie in einem Buchprojekt mit dem Titel „Deutschland digital – Unsere Antwort auf das Silicon Valley“ Beispiele präsentieren, wie wir mit digitalen Fabriken, Robotern, Sensoren und Künstlicher Intelligenz wieder in den Angriffsmodus kommen.

Sie huldigen den üblichen Verdächtigen unter den Hidden Champions, singen das Lied von der verkannten Industrienation und beschäftigen sich nur wenig mit der Frage, wie die in ihrem Opus erwähnten Protagonisten persönlich in der Lage sind, das eigene digitale Hundefutter zu konsumieren. Etwa Till Reuter, der Chef des Robotik-Herstellers Kuka. Anstatt auf den Angriff von Google und Co. zu warten, will das Augsburger Unternehmen selber zum digitalen Angreifer werden und sein Geschäftsmodell radikal verändern.

Wenn die Roboter über die Computerwolke miteinander kommunizieren, könne Kuka künftig nicht bloß einzelne Roboter liefern, sondern gleich komplette Fabriken steuern. „Reuter will dazu eine flexible Lösung schaffen, eine Plattform, die für andere Anbieter offen ist, steuerbar auch über das Smartphone; mit Apps, die man nach Bedarf zusammenstellen kann“, schreiben Beise und Schäfer.

Meine Cloud, meine Maschinen, meine Marke

Reuter möchte die Prinzipien eines App-Stores auf den Maschinenbau übertragen und damit Geld verdienen. Bisher habe das Unternehmen seine schlauen Maschinen verkauft. Die Cloud ermögliche es nun, die Anzahl der Roboterbewegungen über das Internet exakt zu messen; es wird dadurch erstmals möglich, Roboter nach Leistung zu bezahlen.

Man werde die Maschinen deshalb künftig wohl nur noch vermieten und bekomme dann für jedes gefertigte Werkstück einen bestimmten Beitrag. Kling zunächst sehr smart. Den Knackpunkt benennen die Buchautoren unfreiwillig mit einem Reuter-Zitat: „Aber die Oberfläche wollen wir liefern, das look and feel soll Kuka sein.“ Die Marke, das Branding sei für die Augsburger entscheidend. Hat Reuter das Spiel der Vernetzung wirklich verstanden? Am Kuka-Wesen solle die Plattform-Welt genesen.

Mein digitaler Vorsprung, mein Stahlhandel

Und das ist kein Einzelfall im Opus der SZ-Autoren. So bringen sie Klöckner & Co.-Chef Gisbert Rühl ins Spiel, der zum Hoffnungsträger für den digitalen Wandel aufgehübscht wird. Er war einer der Ersten, die hierzulande nicht nur über Disruption sprachen, sondern diese Philosophie auch lebten.
Er reiste ins Silicon Valley und bekam die Empfehlung, Wetterdaten bei der Nachfrage nach Stahl zu berücksichtigen. Logik und Planung könnte man auf die Weise optimieren. Fein. Also mietete sich Rühl für eine Woche im Betahaus in Berlin-Kreuzberg ein, um neue Ideen für die Digitalisierung seiner Traditionsfirma aufzusagen. Schon mal nicht schlecht. Und was springt dabei raus. Silo-Denken: „Ob er eine Art Amazon für den Stahlhandel schaffen wolle, wird Rühl immer wieder gefragt. Ja warum nicht, antwortet er dann und fügt stolz hinzu, dass Klöckner & Co. bei der Digitalisierung weiter sei als alle Konkurrenten (jeder Bäckermeister lobt seine Brötchen); und zwar so weit, dass junge Programmierer den alten Stahlhändler mittlerweile als ziemlich hip empfinden: ein gewachsenes Traditionsunternehmen, das nun, der Plattform-Strategie von Airbnb oder Uber folgend, zur zentralen Plattform im modernen Stahlhandel aufsteigen will“, führen Beise und Schäfer aus. Am Klöckner-Wesen wird also wieder die Stahlwelt genesen. Mit Onlineshop-Weisheiten soll also ein offenes Ökosystem für die Stahlbranche entstehen? Was unterscheidet Alibaba von der Kirchturmpolitik des Klöckner-Chefs?

Viel Ego und wenig Eco

Wir könnten jetzt die führenden Köpfe der Hidden Champions von Trumpf bis Viessmann durchnudeln und würden erkennen, dass niemand auch nur in eine Richtung denkt, wie der offenherzige Google-Manager. Schaut Euch den Habitus dieser Top-Manager im Netz an und beurteilt dann, ob sie in ihrem persönlichen Verhalten auch nur ansatzweise eine digitale DNA mitbringen, um die Erkenntnis des Google-Insiders zu leben: „Ein Produkt, das über keine Plattform verfügt, wird immer ersetzt werden durch ein äquivalentes Produkt, das mit einer Plattform ausgestattet ist.“

Ist eine firmenunabhängige Plattform wie Alibaba für das industrielle Umfeld in Europa oder Deutschland in Sicht. Noch nicht einmal in Ansätzen. Die Mein-Label-Meine Marke-Mein digitaler Vorsprung-Fraktion der Industrie ist noch nicht einmal bereit, via Alibaba ins OEM-Geschäft einzusteigen.

„Original Equipment Manufacturer“ sind Unternehmen, die die Produkte des Herstellers in ihre eigenen Produkte einbauen; für den Endkunden ist nicht ohne weiteres erkennbar; welche Komponenten ein OEM in seinen Produkten verwendet. Mit deutschen Unternehmen sind solche Deals im Plattformgeschäft fast unmöglich, betont Nils Öldörp von der Agentur Minted Sourcing. Made in Germany wird heilig gesprochen. Da wird man dann irgendwann in Schönheit sterben, wie im Industrie 4.0-Konsortium.


Image „Roboter“ by Mixabest (CC BY-SA 3.0)


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Apple wird untergehen – ein Zwischenruf der letzten Woche

Für Julian Reichelt von Bild.de wird Apple untergehen – Philipp Biel setzt sich mit dieser mehr oder weniger aussagekräftigen „Analyse“ auseinander. // von Philipp Biel

Julian Reichelt (Screenshot aus einem Video von 20zwoelf.de)

Auch wenn ich als notorischer Nichtleser der Bild-„Zeitung“ gelte, zog sie letzte Woche doch meine Aufmerksamkeit auf sich, da sich vermehrt Freunde und Familie um meine Meinung zu speziell einem Artikel baten. „Warum Apple untergeht“ lautete der Titel der, aus meiner Sicht, erfolgten Pseudoanalyse des Bild.de-Chefredakteurs Julian Reichelt, der mit den unterschiedlichsten Argumenten, Mitteln und Wegen, sowie verschwiegenen Fakten, einen Untergang Apples zu prognostizieren versuchte.

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Tim Cook tritt ins Rampenlicht – aber nicht aus Steve Jobs‘ Schatten

Apple CEO Tim Cook (adapted) (Image by Mike Deerkoski [CC BY 2.0] via Flickr)

Steve Jobs war schon immer das Gesicht von Apple und so recht kann und möchte man sich auch nicht von ihm trennen. Ein Faktor, der die Arbeit von Nachfolger Tim Cook nicht gerade leicht macht. Schon während der letztwöchigen Apple-eigenen Keynote zeigte sich der noch vorhandene Einfluss von Steve Jobs auf den neuen Apple Chef Tim Cook. Sei es begründet durch den Ursprung des Begriffs Keynote an sich, der Nähe zum Veranstaltungsort der Vorstellung des iPhones im Jahre 2007, der Nutzung der Phrase „One more thing“ oder gar der Vorstellung der Apple Watch, an der Steve Jobs noch maßgeblich mitgewirkt haben soll, die Omnipräsenz vom Apple Gründer scheint noch nicht verflogen zu sein.

Apple Watch – das letzte Jobs-Relikt?

Und wieder einmal begann die Vorstellung einer komplett neuen Produktkategorie aus dem Hause Apple mit den berühmten Worten „One more thing“, aber dennoch war es dieses Mal etwas Besonderes: Es war das erste Mal nach dem Tod von Steve Jobs, dass diese Worte öffentlich von Tim Cook ausgesprochen wurden.

Das Apple die Veröffentlichung einer eigenen Uhr plant, geht bereits auf Gerüchte aus 2010 zurück. Damals noch unter dem Namen iWatch vermutete man die Präsentation der ersten Smartwatch aus dem Hause Apple. Genauso revolutionär wie das iPhone sollte sie sein und vorgestellt von keinem anderen als Steve Jobs und das natürlich auf der Keynote im September.

Gerüchte kommen nicht von ungefähr und so hat sich Tim Cook in einem seiner jüngsten Interviews wohl selber im Namen geirrt und referierte zurück auf den Namen iWatch anstatt den offiziellen Namen Apple Watch zu verwenden.

Auch das Scroll Wheel war eines der größten Innovationen unter der Führung von Steve Jobs. Damals verwendet im iPod Classic und jetzt in der Apple Watch gewinnt es nun, als Funktion einer Digital Crown, eine neue Stellung im Smartwatch-Markt. Durch eine Kombination aus Gestensteuerung und Drehbewegungen am seitlich angebrachten Rad sollen lästige Zoom-Fingerspielchen, auf dem Mini-Display der Apple Watch, nicht zur Qual bei der Benutzung von Apples Smartwatch werden. Ein Feature, was sich wohl auch Steve Jobs nach dem Test anderer Smartwatches gewünscht hätte.

iPhone 6 und iPhone 6 Plus – der erste Eindruck täuschte

Keiner wird ein großes iPhone kaufen„, so noch die Worte Steve Jobs während der Q&A-Session auf der Keynote 2010. Dass Tim Cook, damals noch links von ihm sitzend, genau jenes in gleich zwei größeren Varianten 4 Jahre später vorstellen wird, damit hätte der verstorbene Apple Chef wohl nicht gerechnet. Es ist das erste Zeichen einer neuen Ära, Tim Cooks Loslösen von Steve Jobs, das erste Mal, dass Tim Cook etwas Eigenes vorstellt, ein Produkt, welches unter seiner Regie produziert wurde.

Das iPhone 6 kommt gleich in zwei Varianten: Dem Standardmodell mit einem 4,7 Zoll Display statt den bisherigen 4,0 Zoll, wie es noch im iPhone 5 und 5S verbaut war, und dem Phablet-ähnlichem iPhone 6 Plus in der 5,5 Zoll Variante. Beides Geräte, die Steve Jobs wohl niemals veröffentlicht hätte, obwohl der Markt schon seit geraumer Zeit danach zu schreien scheint.

Und Tim Cook hatte Recht mit seinem Marktverständnis: Mehr als 4 Millionen Vorbestellungen sind am ersten Wochenende noch vor Verkaufsstart durchgeführt worden – ein neuer Rekordwert und doppelt so viel wie noch zum Verkaufsstart des iPhone 5 in 2012.

Dies machte sich auch im Aktienkurs bemerkbar, der nach der Apple Keynote erst einmal skeptisch behandelt wurde, um knapp 5 Euro sank der Kurs am Tag nach der Keynote. Doch die neuen Rekordprodukte zeigten Wirkung: Die Apple Aktie ist auf einem neuen Rekordhoch nach dem Aktiensplit im Juni diesen Jahres.

Tim Cook übt sich in Eigenständigkeit

Tim Cook ist am Puls, nicht nur der Zeit, sondern auch an dem der Nutzer: Erstmalig in Apples Historie werden Probleme offen und schnell angegangen und ggf. auch zugegeben, wie es bei den iPhone 5 Batterien erst kürzlich der Fall war.

Mit den berühmten Worten „One more thing“ übernimmt Tim Cook nicht nur endgültig seine offizielle Position als Apple CEO, sondern startet auch seine ersten eigenen Schritte als Chef des Technikgiganten. Es werden definitiv keine einfachen sein, wie die jüngste Vergangenheit gezeigt hat: Die Aktionäre sind skeptisch und der Markt hart umkämpft. Es scheint, als würde jeder auf einen Fehler des Anderen warten, doch mit seiner langsamen Art und Weise, die Führung Apples zu erlernen, ist Tim Cook auf dem richtigen Wege raus aus dem Schatten Steve Jobs‘, rein in das Rampenlicht.

Dieser Artikel ist ein Ergebnis der Kooperation von Netzpiloten.de mit dem renommierten Apple-Watchblog Appleunity.de. Appleunity ist auch auf Facebook, YouTube, Google+ und Twitter zu finden.


Image (adapted) „Apple CEO Tim Cook“ by Mike Deerkoski (CC BY 2.0)


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iPhone verliert gegen Android: Der lange Schatten des Steve Jobs

Der Kontrollwahn des Apple-Gründers könnte seinem Konzern das Genick brechen: Die Konkurrenz bietet mehr Freiheit – und damit auch bessere Produkte.

Während ihrer kompletten beruflichen Laufbahn stritten Bill Gates und Steve Jobs über zwei konkurrierende Philosophien für die digitale Welt: ob Hardware und Software eng integriert oder offen sein sollten. In seinem letzten Gespräch mit Steve Jobs machte der Microsoft-Gründer dann ein Eingeständnis: „Ich dachte immer, dass das offene horizontale Modell die Oberhand gewinnen würde, aber du hast bewiesen, dass auch das integrierte vertikale Modell großartig sein kann.“ Weiterlesen »

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„Woody the Cowboy goes wild“ pres. by Santlov

Was macht Woody der Cowboy eigentlich so privat? Die Antwort gibt euch der Künstler Santlov.

“Woody the Cowboy goes wild” pres. by Stanlov

Wenn Steve Jobs etwas mehr gemocht hat, als sein Macintosh-Baby, dann war das wohl der Toy-Story-Held Woody. Woody ist eine Figur, die von Jobs mit erdacht und entwickelt wurde, während seiner Zeit als Pixar CEO und die, so behaupten es manche, sogar ein Stück weit an seinem Aussehen angelehnt ist.

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Vom Verrat der Großen an der Community

e8_merkel_zuckerberg_schmithEs zeichnet sich bei fast allen großen Dienstleistern und Entwicklern im Netz ein Trend ab, der nur noch auf die Vermarktung von Daten sowie Services und komplett gegen die Nutzerfreundlichkeit ausgerichtet ist. Dabei ist der Datenschutzdiskurs in sozialen Netzwerken, der in immer wiederkehrenden Wellen die Nachrichten bestimmt, nur ein kleiner Teil der Diskussion. Fehlende Navigation, unendlich viele Verifizierungen, fehlerhafte Systeme und beständige Datenabfragen im Wochentakt verderben die Lust an Social Media und inzwischen sogar an Gadgets. Es scheint als haben die Nerds von gestern, die mächtige Unternehmen anhand von Innovationen, Rebellion und dem Mut zu etwas Neuem aufgebaut haben, vergessen wer sie sind und was den Erfolg Ihrer Visionen ausmacht(e). Nicht mehr der User in Person ist es, der angesprochen werden soll, sondern der Käufer seiner Daten ist die eigentliche Zielgruppe. Dabei laufen die Gründer Gefahr, alles zu verlieren, was sie einst aufgebaut haben. Der Internet-Nutzer und die Fans drum herum sind eine eigenwillige Gattung Mensch, die schon so manchem erfolgsversprechendem Konzept den Garaus gemacht haben, aufgrund von klaren Fehlentscheidungen.

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Doku: Steve Jobs Biografie in 60 Minuten

Doku: Steve Jobs Biografie in 60 MinutenDie Reihe „60 Minuten“ hat Walter Isaacson, den autorisierten Biografen von Steve Jobs interviewt. Ausgestrahlt wurde dieses zweiteilige Interview gestern Abend auf CBS. Es erscheint somit pünktlich zum Verkaufstart der Biografie in den USA und gibt schon einmal vorab einen Einblick in die Inhalte des Buches. Teil1 und Teil 2 haben wir unten einmal für euch eingebettet. Viel Spaß beim Anschauen.

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Apple: Neue Einblicke in Steve Jobs Spaceship!

Steve Jobs Pläne für ein neues Apple Hauptquartier sind bereits seit Juni bekannt. Im Web gab es bisher auch einige erste Bilder wie das Gebäude, das einem UFO ähnelt, aussehen soll. Die Stadt Cupertino hat nun ein paar weitere Bilder und Pläne veröffentlicht, die uns noch mehr detaillierte Einblicke geben sollen.apple hauptquartier

Das Projekt, das 12.000 Mitarbeiter einen Arbeitsplatz bieten soll, ist keineswegs ein einfaches Projekt. Steve Jobs war es wichtig, weiterhin in Cupertino ansässig zu bleiben, was bei der enormen Größe des Projektes erst gar nicht so einfach war. Doch wo Steve Jobs ist, da ist auch ein Weg und so wurde auch ein Grundstück gefunden, das zentral gelegen bleibt und dennoch in seiner Größe nicht eingeschränkt wird. Immerhin plant der Apple Firmenchef ein Areal von insgesamt 2,8 Millionen Quadratmeter auf vier Etagen ein. Um das umzusetzen hat Jobs Hewlett-Packard dieses Grundstück abgekauft. Die brauchten es aufgrund von Umstrukturierungsmaßnahmen nicht mehr.

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Vertrau mir, ich verarsch Dich! – Beobachtungen zur Reduktion sozialer Komplexität

Am 24. Oktober hat die Börsenaufsicht in den Vereinigten Staaten von Amerika festgestellt, dass der angebliche Herzanfall von Steve Jobs von einem Jugendlichen lanciert wurde (Focus berichtete). Nach Aussagen der US-Sicherheitsbehörden und der Börsenaufsicht gab es keine Hinweise auf ein finanzielles Motiv. Dennoch wirft der Vorfall zwei Fragen auf: Aus welchen anderen Gründen lancieren Menschen Falschmeldungen? Und was bringt andere dazu, diese zu glauben? Weiterlesen »

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Neues iPhone: Details live verfolgen

Heute Abend noch enthüllt Apple-Chef Steve Jobs die Details zum neuen iPhone. Während das für den Normalnutzer eher unbedeutend ist, hält die Apple-Fangemeinde (und ein guter Teil der Web 2.0-Community) den Atem an. Wer die Keynote-Rede von Steve Jobs auf der WWDC verfolgen möchte, kann das live tun: MacRumorsLive wird live berichten, auch VentureBeat hat einen einschlägigen Keynote Friendfeed eingerichtet. Um 19 Uhr unserer Zeit geht’s los.

Die Gerüchteküche brodelt derzeit fröhlich weiter – auch hier hilft ein Blick auf MacRumors. Engadget und Gizmodo berichten natürlich ebenfalls live.

Ein paar Fotos des neuen iPhone gibt es natürlich auch jetzt schon auf Flickr. Doch ist hier Vorsicht geboten: Ob die Fotos jeweils echt sind, ist nicht gesagt!

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