All posts under privatsphäre

5 Lesetipps für den 13. Januar

In unseren Lesetipps geht es um Jelly, die Gamification des Arbeitsplatzes, das Ende der unbeobachteten Privatsphäre, den Hype um kurvige Fernseher und die Pressefreiheit in Deutschland. Ergänzungen erwünscht.

  • JELLY ReadWrite: Why I’ve Already Deleted Jelly: Vergangene Woche startete die App Jelly, mit der Nutzer via Facebook oder Twitter angemeldete Nutzer ein Foto mit einer Frage an die Community schicken können, die die diese dann im Idealfall beantwortet. Hierzulande hat die von Biz Stone entworfene App durchaus für Aufsehen gesorgt, doch nach einem Tag hat sich Readwrite-Redakteurin Selena Larson schon wieder abgemeldet und erklärt in diesem Artikel, wieso eigentlich.
  • GAMIFICATION Wall Street Journal: The ‚Gamification‘ of the Office Approaches: Die Gamification der Arbeitswelt ist ein beliebtes Thema unter Firmen voller Digital Natives, die die Arbeit zum Spiel machen wollen. Die Logik dahinter ist, dass Arbeit im Gegensatz zum Spielen keinen Spaß macht, doch wie sinnvoll ist es, alles als ein Spiel zu sehen? Und wenn jeder Bereich unserer Arbeit und unseres Lebens ein Spiel wird, wie lange wird das noch spaßig sein? Viele Fragen und einige Antworten darauf, findet Farhad Manjoo in seinem lesenswerten Artikel auf der Website des Wall Street Journal.
  • PRIVATSPHÄRE Zeit Online: Das Zeitalter der Videoüberwachung beginnt erst: Videoüberwachung gefährdet schon jetzt die Privatsphäre. Bald können Computer die Videos auswerten. Unsere eigenen Filme und Fotos werden helfen, uns zu identifizieren, wie Kai Biermann auf Zeit Online erklärt. Unbeobachtete Privatsphäre könnte damit der Vergangenheit angehören.
  • FERNSEHER Ars Technica: The flat-out truth on curved TVs: Vergangenes Jahr zeigte Samsung den ersten Fernseher mit geschwungenem Bildschirm und auf der CES 2014 sind viele Gerätehersteller diesem neuen Trend erlegen und präsentieren begeistert ihre kurvigen Fernseher. Auf Ars Technica fragt sich Casey Johnston, ob diese Begeisterung berechtigt ist und findet gute Gründe, warum potenzielle Kunden sachlicher an das Thema rangehen sollten.
  • PRESSEFREIHEIT Tagesspiegel: Pressefreiheit in Deutschland: In Deutschland ist die Pressefreiheit im Grundgesetz garantiert Allerdings gibt es auch Tendenzen in den von Bundeskanzlerin Angela Merkel geführten Bundesregierungen, die sie auszuhöhlen drohen. Im Berliner Tagesspiegel finden sich dazu vier Thesen von der Journalistin Claudia von Salzen.

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fukami: „Privatsphäre schützt man mit anonymer Kommunikation“

fukami (adapted) (Image by boellstiftung [CC BY SA 2.0], via flickr)
Auf einer gestern in Brüssel stattgefundenen Sitzung der Sonderuntersuchung im Europäischen Parlament zur Massenüberwachung sprach der von der grünen Europafraktion vorgeschlagene Hamburger IT-Experte Christian Horchert – besser bekannt als „fukami“ – über die technischen Möglichkeiten des Datenschutzes. Mit freundlicher Genehmigung von fukami dürfen wir hier die ausführlichere schriftliche Version seiner [...]
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5 Lesetipps für den 11. Dezember

In unseren Lesetipps geht es heute um Smartphone ersetzende Roboter, unsere sensiblen Daten auf Smartphones, Springer veröffentlicht Zahlen über BildPlus, Twitter aktualisiert seine Apps und ein Abend bei der Huffington Post Deutschland. Ergänzungen erwünscht.

  • ROBOTER Zeit Online: Roboter sollen in Zukunft das Smartphone ersetzen: Der Japaner Tomotaka Takahashi will winzige Roboter entwickeln, die das Smartphone ersetzen und mit uns reden sollen. Patrick Beuth hat den Tüftler und Visionär in Tokio besucht, der der nächste Steve Jobs sein will.
  • PRIVATSPHÄRE CNET News: The biggest secrets on people’s smartphones?: Wir alle haben Smartphones und speichern sensible Daten darauf. Eine Studie in den USA hat nun untersucht, wie intim die Geheimnisse sind, die wir auf Smartphones speichern. Angeführt wird die Liste nicht von der Sorge um Nacktfotos, sondern Gehaltsinformationen und E-Mails. Interessant ist, dass wir uns aber mehr davor fürchten, dass Freunde und Familie diese Daten zu sehen bekommen als Diebe.
  • BILDPLUS Meedia: Springer meldet 152.493 BildPlus-Abos: Nach sechs Monaten vermeldet der Bild-Verlag Axel Springer erste Zahlen zum Bezahlsystem BildPlus. Auf einer Veranstaltung für Journalisten nannte Donata Hopfen, die Geschäftsführerin der Bild KG, die Zahl von 152.493 voll zahlenden Abonnenten. Ein Drittel der Zahler hätten zusätzlich das Angebot „Bundesliga bei Bild“ gebucht, das 2,99 Euro im Monat kostet. Die Zahlen seien sauber gerechnet, ohne Gratis- und Testabos. Springer-Chef Mathias Döpfner findet das „extrem ermutigend“.
  • TWITTER Twitter Blog: Photos in direct messages and swipe between timelines: Im ersten Update seiner Apps nach dem Börsengang hat Twitter verschiedene Features etabliert, die in den letzten Monaten vereinzelt getestet wurden. Neben einer neuen Benutzeroberfläche und diversen Features können jetzt auch Fotos in Direktnachrichten gesendet werden. Zum Bug, dass keine Links in DM verschickt werden können, wird nichts gesagt, aber einige Nutzer melden, dass es wieder geht – andere bestreiten das.
  • HUFFINGTON POST Lousy Pennies: Der erste Blogger-Dialog der Huffington Post Deutschland: Die Huffington Post Deutschland lädt seine Blogger-Community ein und Karsten Lohmeyer gehörte zu den ersten Gästen in der Redaktion von Burda Medias Blogging-Plattform. Interessant ist, dass es demnächst weitere Ressorts geben wird – sogenannten Verticals – zum Beispiel zum Thema Sport. Kritisches scheint es nicht aus der Redaktion zu berichten zu geben, aber trotzdem ein spannender Einblick in das zwei Monate alte Medium, dass seinen Gästen einen netten Abend spendierte.

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Konferenz: „Whatever happened to privacy?“

Die Konferenz „Whatever happened to privacy?“ will die nach den Enthüllungen von Edward Snowden gestartete politische Debatte zum Thema Privatsphäre vorangetreiben // von Tobias Schwarz Ende März veranstaltete die Heinrich-Böll-Stiftung unter dem Motto „Energize, Polarize, Mobilize!“ eine internationale Konferenz mit einem starken Aktivismusbezug zu den Themen Menschenrechte und Meinungsfreiheit, die [...]
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Johannes Landvogt (BfDI): „Datenschützer sind doch keine Gouvernanten“

Im Netzpiloten-Interview redet Datenschützer Johannes Landvogt (BfDI) über Big Data, Smart Data und zeitgemäßen Datenschutz // von Tobias Schwarz

Johannes Landvogt

Auf dem „Smart Data“-Kongress des Bundeswirtschaftsministeriums haben wir uns vergangene Woche mit Ministerialrat Johannes Landvogt, Leiter des Referats „Technologischer Datenschutz, Informationstechnik, Datensicherheit“ beim Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI), über den Nutzen von Big Data und Smart Data, die Akzeptanz von Datenschutz im Alltag und die globale Überwachung durch den US-amerikanischen Geheimdienst NSA unterhalten. Für den studierten Mathematiker ist Datenschutz eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

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5 Lesetipps für den 15. August

In unseren Lesetipps geht es heute um Android und iOS, den uninteressanten Medienwandel, Instagram, Netzpolitik und keine Privatsphäre bei Gmail. Ergänzungen erwünscht.

  • ANDROID & iOS Stevecheney.com: On The Future of iOS and Android: Auf seinem Blog sinniert Steve Cheney über die Zukunft von iOS und Android, die sich von Handys auf andere Gerätschaften und Ökosysteme ausbreiten werden. Seltsam ist nur, dass er dabei die Privatsphäre-Debatte, die auch Google und Apple betrifft, außer Acht lässt.
  • MEDIENWANDEL Vocer: Zeitungsdebatte #tag2020 – kein Thema für Twitter?: Die von Spiegel Online ausgerufene Zeitungsdebatte zum Stichwort #tag2020 ist bisher eher ein Nischenthema auf Twitter. Dagegen hatten auf „Spiegel Online“ durchaus viele Leser Interesse daran, in Kommentaren ihre Meinung zum Print-Journalismus zu teilen. Stefanie Brüning geht der Frage nach, wieso die Debatte verpuffte.
  • INSTAGRAM TechCrunch: Peter Deng Becomes Instagram Director Of Product: Instagram bekommt prominente Unterstützung. Peter Deng hat als Produktmanager still und leise Facebook zu dem gemacht, was es heute ist. Nun wird Deng als Produktdirektor die Weiterentwicklung von Instagram verantworten. Nach Jobs bei Microsoft und Google kam Deng 2007 zu Facebook. Instagram wird er aber nicht radikal verändern.
  • NETZPOLITIK Netzpolitik.org: Das Ende der Netzpolitik (wie wir sie kennen): Der Illustrator Gregor Sedlag meint in einem Gastbeitrag auf Netzpolitik.org, dass die Offenlegung der NSA-Aktivitäten den Durchbruch des globalen Informationszeitalters bedeutet. Die Folge ist, dass Netzpolitik als abgrenzbares Politikfeld nicht mehr existiert.
  • GOOGLE Netzwelt: Gmail-Nutzer können keine Privatsphäre erwarten: Im Zusammenhang mit einem Gerichtsprozess in den USA hat Google erklärt, dass kein Gmail-Nutzer erwarten darf, dass der Inhalt persönlicher E-Mails privat bleibt. Verbraucherschützer kritisieren diese Aussage. Im Prozess geht es um Googles Verhalten, E-Mails von Gmail-Nutzern zu scannen.

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Nach NSA-Skandal: Privacy-Startups sind das neue Schwarz

Please! (adapted) (Image by Josh Hallett [CC BY 2.0] via Flickr)
Privatsphäre im Internet sollte einerseits staatlich garantiert und geschützt werden, andererseits können auch wir Nutzer viel dafür tun, wie Jakob Steinschaden aufzeigt. Die skandalösen Enthüllungen durch Leaker Edward Snowden über die Überwachungspraktiken von NSA und dem britischen Geheimdienst GCHQ haben Internet-Dienste wie DuckDuckGo oder BoxCryptor, die sich Privatsphäre und Datenschutz [...]
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5 Lesetipps für den 13. Juni

In unseren Lesetipps geht es heute um die „geschlossene Gesellschaft“ von Kia auf Facebook, das neue iOS 7, Anonymität im Internet, mobile Optimierung von Websites und Sushi liefernde Drohnen. Ergänzungen erwünscht.

  • iOS 7 Basic thinking: iOS 7 ohne Entwicker-Account und UDID-Aktivierung laden und testen: Auf der WWDC 2013 hat Apple u.a. iOS 7 vorgestellt, dass im Herbst, vermutlich zusammen mit neuer Hardware, veröffentlicht wird. Bis dahin hat Apple die Entwicklerversion online gestellt. Wie man sie sich trotz fehlendem Entwickler-Account und fehlender UDID-Aktivierung herunterladen kann, zeigt Tobias Gillen in einem kleinen How To auf Basic Thinking.
  • PRIVATSPHÄRE t3n: Anonymität im Netz: Auf t3n schreibt unser ehemaliger Netzpilot Andreas Weck, dass fehlende Anonymität im Netz eine Grundlage für Abhörskandale wie PRISM ist. Doch wie steht es um diese hohe Erwartung und welche Rolle kann Freie Software für die Nutzer spielen, wenn es darum geht, sich vor Datenschutz- und Privatsphäre-Eingriffen zu schützen?
  • FACEBOOK W&V: Geschlossene Gesellschaft bei Facebook: Der Automobilhersteller Kia möchte auf seiner Facebook-Seite einen exklusiven Kunden-Bereich einrichten, zu dem die Kunden durch die Eingabe ihrer Fahrgestellnummer Zugang bekommen. Wer diese vorweisen kann, wird besondere Service-Dienste und eine bessere Betreuungsqualität via Facebook erfahren.
  • MOBILE OPTIMIERUNG Online Marketing: Mobile Optimierung wird zum Ranking-Faktor: Die mobile Optimierung von Websites wird immer entscheidender, denn immer mehr Menschen gehen von unterwegs online. Die Optimierung von Websites für Smartphones wird in Zukunft auch das Google Ranking beeinflussen, weshalb Onlinemarketing.de hier 6 übliche Konfigurationsfehler aufgelistet hat und erklärt, wie es besser geht.
  • DROHNEN Mashable: Sushi Restaurant fliegt das Essen an den Tisch: Das Londoner Sushi-Restaurant YO! Sushi serviert das Essen mit Hilfe von Drohnen. Ähnlich dem „Running Sushi“-Prinzip fliegen Drohnen an die Tische der Kunden und bringen so das Essen, ohne das ein Kellner oder eine Kellnerin zu den Tischen gehen muss.

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Facebook Leitfaden für Politiker und Amtsträger – Datenschutz und Mythen

Facebook hat einen Leitfaden für Politiker und Amtsträger veröffentlicht, mit dem diesen Personen der Nutzen und die Vorteile des sozialen Netzwerkes näher gebracht werden soll.

Das Unternehmen, aber auch die beteiligten Politiker ernteten teilweise heftige öffentliche Kritik. Erst einmal ist diese Idee positiv aufzunehmen, da sich leider immer noch zu wenige Politiker mit den Möglichkeiten von sozialen Medien, wie z. B. Facebook, aber etwa auch Twitter, auseinandersetzen. Ein solcher Leitfaden könnte daher durchaus auch allgemein positive Wirkung entfalten und öffentliche Amtsträger animieren, den Web 2.0 Kontakt mit den Bürgern zu suchen. Unabhängig von einer rechtlichen Einschätzung, hat etwa kürzlich die Bundeskanzlerin Angela Merkel über ein Google Hangout gezeigt, dass Politik und soziale Medien heutzutage voneinander profitieren können.

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Google Glass: Smart-Brille von Google wird an Entwickler ausgeliefert

Die ersten Google Glass-Exemplare werden momentan ausgeliefert, zudem gibt es eine eigene API, eine Android-App, sowie ein von Google verhängtes Werbeverbot für die Datenbrille.

Smarthones sind zwar tolle Geräte, allerdings haben sie den Nachteil, dass man sie immer erst aus der Tasche kramen muss und dann für die Benutzung auf einen Bildschirm guckt und oftmals seine Umwelt nicht mehr wahrnimmt. Google will dies ändern und zwar mit Google Glass, einem Brillengestell mit integriertem Display. Dadurch kann das Smartphone, an das Google Glass via Bluetooth gekoppelt wird in der Tasche vergraben bleiben.

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Die 10 Gebote, des mündigen Anwenders

Moses (adapted) (Image by Pascal (CC0 Public Domain) via Flickr)
Du bist neu in diesem Internet und hast keine Ahnung von Computern? Welche 10 Gebote es für PC- und Internetanwender zu befolgen gilt, erfährst du hier. Jeder kennt sie, jeder hat sie. Ratschläge – die einem helfen sollen sich richtig im Umgang mit seinem Computer oder im World Wide Web [...]
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“Time to say goodbye?” – Facebook lässt über Wahlrecht abstimmen

Wie wichtig sind euch eure Daten und die Mitbestimmung über die Verwendung darüber tatsächlich? Setzt euch jetzt für ein Wahlrecht auf Facebook ein.

“Time to say goodbye?” – Facebook lässt über Wahlrecht abstimmen

Ihr wolltet doch immer mehr Mitsprache haben auf Facebook, oder? Entscheiden welche Datenschutz- und Privatsphäre-Einstellungen umgesetzt werden sollen? Was mit euren gesammelten Daten passiert und mit welchen Voraussetzungen Ihr überhaupt dem sozialen Netzwerk beitreten könnt? Setzt euch jetzt für euer Wahlrecht auf Facebook ein.

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Facebook – ein Unternehmen außer Rand und Band?

Facebook erpresst europäische Datenschützer und kippt sein Wahlrecht. Ein Unternehmen außer Rand und Band.

Nicht nur einmal hat das soziale Netzwerk Facebook seine Datenschutz- und Privacy-Bestimmungen über die Köpfe der Nutzer hinweg entschieden. Das führte nicht selten zu großen Frust und kleinen Shitstorms. Das Resultat? Die Zuckerberg-Gichtlinge boten ihren Nutzern ein Wahlrecht an, welches schlussendlich auch nicht angenommen wurde. Nun wird dieses Wahlrecht wieder gekippt und gegen eine noch uneffektivere Kommentarfunktion ersetzt. Der Aufschrei ist groß, doch auch zu Recht?

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Schnüffel-Cookies: Selbsthilfe in Sachen Privacy

Dass Facebook unsere Spuren im Netz verfolgt weiß inzwischen jeder und ist im Grunde auch legitim. Eine Datenbank zu erstellen über etwaige gesetzte Likes auf Facebook oder benutzter Like-Buttons auf anderen Seiten, ist eine gängige Methode, Profile aufzubauen. Google macht es mit seinem +1 nicht anders. Und auch Facebook ist – wie Google – nur ein Unternehmen, das sich primär durch Werbung und der persönlichen Daten seiner Nutzer refinanziert.Datenschützer hierzu Lande sehen das zwar kritisch, jedoch ist es in anderen EU-Staaten durchaus legitimiert worden. So auch im Land des europäischen Firmensitzes von Facebook – Irland. Der Inselstaat agiert unter dem Schirm des europäischen Datenschutzrechtes und man sollte von ausgehen können, dass die Gesetzeslage dort, auch in Deutschland übereinstimmen müsste. Die Debatte die zurzeit allerdings zwischen Facebook und einigen deutschen Datenschützern wie Thilo Weichert geführt wird, beweist jedoch das Gegenteil. Nichts stimmt überein und eine Einigkeit über die rechtlichen Rahmenbedingungen herrscht auch nicht.

Neben der gesetzmäßigen Legitimierung des Geschäftsgebarens stehen aber noch ganz andere Fragen unbeantwortet im Raum. So ist Facebook auch der Transparenz-Frage, die sich mehr und mehr User selbst und dem Unternehmen stellen, eine konkrete Antwort schuldig geblieben. Zwar haben findige Nutzer, wie der Jurastudent Max Schrems, einen Weg veröffentlicht, wie man an die Daten von Facebook kommt, jedoch werden hier einige Informationen zurückgehalten. Man erhält durchaus Auskunft darüber, wann man sich eingeloggt hat oder wie lange man online war. Man bekommt auch detaillierte Informationen über gesendete Nachrichten sowie der gesammelten Geolocation-Daten, die sich vornehmend aus der mobilen Nutzung von Facebook durch Smartphones ergeben. Jedoch weist das Unternehmen Anfragen zum Datenbestand der Gesichtserkennung sowie der Likes entschieden zurück. „Firmengeheimnis!“ entgegnet das Unternehmen.

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Der Begriff Privacy

Im Jahr 1890 hatten der amerikanische Richter Louis Brandeis und der Anwalt Samuel Warren den Begriff privacy zum ersten Mal als Recht formuliert, den Schutz des privaten Bereichs als Teil der persönlichen Freiheit durchzusetzen. Es handelte sich dabei vor allem um ein Abwehrrecht gegen die anstürmenden Kräfte der Presse, des Staates und öffentlicher Behörden. Denn zu jenem Zeitpunkt begann ein organisatorischer und technischer Fortschritt bei Medien und behörden den Bereich der persönlichen Aktivitäten zu beobachten, die vorher schlicht nicht der öffentlichen Hand zugänglich waren und auch die Presse bis dato unangetastet gelassen hatte. Zwar war das eigene Land und die körperliche Unversehrtheit schon vorher geschützt, die beiden Juristen sahen jedoch in der zunehmend ökonomisch agierenden Presse sowie den Aufzeichnungsmöglichkeiten für Bild und Ton eine neue Form des externen Übergriffs auf die persönliche Schutzzone. Sie mahnten daher an in ihrem Grundsatzartikel The Right To Privacy an, das Recht an der eigenen Person müsse angesichts der modernen invasiven Praktiken durch Staat und Firmen gestärkt werden, damit die Grenzen zwischen privatem und öffentlichem Leben gewahrt blieben…

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Infographic: Google vs. FB on Privacy and Security

Google vs. FacebookSeit dem Launch von Google Plus steht das Unternehmen, das seinen Namen einer mathematischen Bezeichnung verdankt (Googol), mehr den je in Konkurrenz zu Facebook. Diese Infografik vergleicht die beiden Datensammler einmal in Sachen Privatsphäre und Sicherheit und peppt das Thema mit ein paar Anekdoten auf. Besonders interessant ist die Aussage über den Zeitraum der Datensicherung.

Google: 18 Monate. Facebook: forever. Erschreckend oder?

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Mehr Sicherheit im Netz: HTTPS Everywhere 1.0

Im Grunde geht man beim Surfen im Netz eine Menge Risiken ein. Durch das standardmäßige HTTP-Protokol ist es so gut wie jedem möglich, unverschlüsselte Daten zwischen dem Client (Nutzer) und dem Server (Anbieter) abzufangen und mitzulesen. Viele Seiten rüsten dahingehend nach. Auf Online-Banking Seiten ist das HTTPS-Protokol, welches eine erhöhte Sicherheit bietet, schon ewig Normalität. Das kürzlich erschienene Firefox Plugin „HTTPS Everywhere 1.0“ soll euch noch mehr Sicherheit bringen, auch auf Seiten die nicht HTTPS nutzen.

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INTERVIEW: Constanze Kurz zu Datenschutz

Auf der re:publica11 hat Constanze Kurz vom CCC den Netzpiloten und dem SAE-Team ein Interview zum Thema persönliche Daten, deren Schutz bzw. Transparenz der Speicherung gegeben.

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Review: Der maschinenlesbare Mensch

Der maschinenlesbare Mensch wird immer mehr zur Tatsache. Dass dabei die Einwilligung der Betroffenen zunehmend überflüssig wird, zeigt ein Artikel in der deutschsprachigen Ausgabe von LE MONDE diplomatique. Eine Leseempfehlung.

In ihrem Text „Big Brother war gestern“ lenkt die Diplominformatikerin Constanze Kurz die Aufmerksamkeit der Leserin, des Lesers auf ein Thema, das noch wenig bekannt ist und der Diskussion um die Vorratsdatenspeicherung zusätzliche Brisanz verleiht. Denn der Mensch ist heute nicht mehr nur in seinen körperlichen Merkmalen vermessbar (Biometrie), auch sein Verhalten – etwa sein charakteristischer Gang oder seine Stimme – kann automatisiert erfasst und analysiert werden…

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Facebook: Neue Privacy-Einstellungen – Was ist anders?

Facebook gelobte Besserung hinsichtlich der Bedienung seiner Einstellungen für die Privatsphäre. Was hat sich nun seit Mittwoch Abend geändert? Bei CNET konnte man es live verfolgen, was CEO Mark Zuckerberg aufgrund vieler Hinweise von Nutzern und Gesetzgebern ändern musste: Eine übersichtlichere Oberfläche zum Einstellen der Zugriffsmöglichkeiten Dritter auf persönliche Inhalte.

  • Man kann jetzt verschieden Inhaltstypen genauso einstellen, wie man es möchte in bezug auf den Kreis derjenigen, die drauf zugreifen dürfen. Facebook liefert verschiedene Vorschläge, die man übernehmen kann, aber man kann auch alles haarklein selbst bestimmen. Es sieht dann ein bißchen aus wie eine Access Control List (ACL), wie sie aus diversen CMS bekannt ist, um Inhalte und Benutzergruppen in sinnvolle Relationen zu setzen. Die Einstellungen beziehen sich auch rückwirkend auf alles, was man schon hochgeladen hat. Kurz: Man kann jeden Inhaltstype einer der folgenden Gruppen zuordnen: Freunde, Freunde der Freunde, Alle.
  • Man braucht nicht mehr die Freundeslisten, Pages und das was einem gefällt, öffentlich allen Bekannten zu zeigen. Der Aspekt mit den Interessen ist für Gemeinschaftsseiten von Belang. Das Ausblenden kann man nun anpassen, also nur für Applikationen oder Suchdienste.
  • Es erfolgt eine Überprüfung nach der Änderung von Einstellungen der Privatsphäre.
  • Man kann sich per Opt-Out vollkommen vor der Facebook Plattform (Anwendungen von Drittanbietern) abschirmen, in dem man keine Daten mehr an Dritte weitergibt und auch über die eigenen Freunde nichts mehr an diese Drittfirmen gelangt. Das hat aber auch Einschränkungen zur Folge, weil man eben bestimmte Dienste und Anwendungen nicht mehr (gemeinsam) nutzen kann. Oder man wartet auf den nächsten Monat, dann werden Drittfirmen und Applikationen dazu verdonnert, dass sie den Nutzer direkt all die Informationen abfragen, die die Firmen bzw. ihre Apps brauchen und der Facebook-User ist dann in der Lage von Fall zu Fall zu enstscheiden, welche Daten er welchen Applikation weitergibt.
  • Es gibt ein Manual (Anleitung) für die Einstellungen.
  • Hier publizierte Zuckerberg gestern um kurz vor 20 Uhr europäischer Zeit im facebook-blog, was, wie warum geändert wurde.
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republica10 Video: Jarvis – Kontrolle über Information

Netzpiloten-Interview mit Jeff Jarvis. Er ist Journalist und Blogger, er war früher auch TV-Kritiker und berät einige amerikanische Medienhäuser rund um den Medienwandel online. Er ist regelmäßiger Kolumnist beim britischen Guardian und seit 2006 Dozent im Fachbereich Journalismus an der CUNY, New York. Seine Karriere als Blogger begann als direkte Auswirkung der Anschläge auf die Twin Towers, von deren Einsturz er im September 2001 direkt vor Ort berichtete.

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Post-Privacy oder Hoffen auf die Ignoranz

Christian Heller, online auch bekannt als @plomlompom, hat eine Idee: Warum löst man die gesamte olle Datenschutzdebatte nicht, indem einfach jeder möglichst viele Informationen über sich publiziert und so die althergebrachte Intoleranz gegenüber dem Individuum auflöst? „Die gegenwärtige Daten-Explosion und Erosion des Privaten lässt sich als Bedrohung oder als Chance begreifen“, schreibt er in einem Artikel auf carta.info. Er argumentiert klar für die Chance, bezeichnet die deutsche Datenschutzbewegung als „konservativ“, bescheinigt ihrem Bedürfnis, Informationsflüsse im Netz zu kontrollieren, Gemeinsamkeiten mit Rechteverwertungsindustrie und Zensurstrukturen.

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Moli.com: Ein Profil für alle Fälle?

Wie wichtig ist es, verschiedene Profile auf Social Networks zu pflegen? Sehr wichtig, sagt Judy Balint, Chefin von Moli, eines sozialen Netzwerks für Erwachsene und Unternehmen, das heute in Deutschland ans Netz geht.

Datenschützer sind sich einig: Die Art, wie die meisten Nutzer im Netz mit Informationen um sich werfen, kann nicht gesund sein. Trotzdem produzieren viele von uns durchaus bereitwillig eine Datenspur wie eine fünfspurige Autobahn, sei es auf Blogs, Twitter, Flickr oder Friendfeed. Ob das gut oder schlecht ist, sei hier mal hintenangestellt. Sicher ist: Tauchen Partybilder im Netz auf, wird es den meisten Arbeitnehmern eher mulmig.

Am Rande des heutigen Deutschen Multimedia Kongesses (DMMK) haben wir mit Moli-Chefin Judy Balint über die Bedeutung von Privacy in Social Networks gesprochen, während sie uns die Website präsentiert hat.

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Studie zum digitalen Fußabdruck zeigt: Ego-Googlen wird normal

In seiner jüngsten Studie hat das Pew Internet & American Life Project untersucht, wie Internetnutzer mit ihren digitalen Fußabdrücken umgehen. Wie die Studie Digital Footprints zeigt, sind sich die Nutzer zunehmend der Spuren bewusst, die sie im Netz hinterlassen.

Was heißt das konkret? Ego-Googlen wird normal: 47% der Befragten haben angegeben, Informationen über sich selbst gesucht zu haben, vor fünf Jahren waren es lediglich 22%. Nur die Wenigsten (3%) checken ihre eigene Onlinepräsenz regelmäßig, rund drei Viertel der Nutzer haben das nur ein- oder zweimal getan.

Doch nicht nur sich selbst, auch Bekannte werden gerne online gesucht: „Nostalgie scheint ziemlich viele Internetnutzer zu motivieren“, sagt Susannah Fox, Mitverfasserin des Reports. „Das beliebteste Suchziel ist jemand aus der eigenen Vergangenheit – ein alter Freund, eine alte Flamme oder ein früherer Kollege.“

Durch YouTube, Flickr, Weblogs und Co ist diese Art von Suche natürlich deutlich interessanter geworden, der digitale Fußabdruck vergrößert sich enorm. Dennoch haben es sich zumindest die Erwachsenen im Netz, so der Report, nicht angewöhnt, ihre Onlineidentitäten regelmäßig zu überprüfen. (Deutlich mehr Jugendliche als Erwachsene beschränken den Zugriff auf ihre YouTube- und Flickr-Accounts.)

Die gerade veröffentlichte Studie beruht auf einer Telefonbefragung von 2373 Erwachsenen in den USA, von denen 1623 das Internet nutzen. Die Befragung wurde im Dezember 2006 durchgeführt.

Link zum PEW-Report Digital Footprints, Link direkt zur PDF-Datei

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