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HD-Gesichtserkennung an der Haustür: Videotürklingel Nest Hello ab sofort erhältlich

Nest-Hello_Klingel

Der Hersteller Nest Labs hat mit der Videotürklingel namens Nest Hello eine smarte HD-Kamera für die Haustür auf den europäischen Markt gebracht. Diese benachrichtigt Nutzer via Smartphone, wenn Besucher vor der Tür stehen. Die Kamera mit einem 2K-Bildsensor mit Seitenverhältnis 4:3, einem Erfassungswinkel von 160 Grad und HD-Videoqualität nimmt Besucher in ganzer Größe auf, wenn sie klingeln. HDR-Bildverarbeitung und ein Nachtsicht-Modus mit Infrarot-LED sollen dabei für detailreiche Bilder sogar im Dunkeln sorgen. Besuchern zeigt ein Lichtring außerdem, wo sich der Klingelknopf befindet.

Nest Hello Videoklingel Inhalt-Box
Die neue Nest Hello-Videotürklingel bietet ein HD-Kamera mit einem 2K-Bildsensor und Nachtlicht. Image byNest Labs

Mit der Klingel-App von überall antworten

Über die App-Funktion „Sprechen und zuhören in HD-Qualität“ können sich Anwender mit dem Gast unterhalten. Echo- und Rauschunterdrückung sollen dabei für einen entsprechend verständlichen Klang sorgen. Die Kommunikation mit dem Besucher ist aber auch vorher aufgezeichnete Kurzantworten möglich, die man aus der App an Besucher senden kann. Über die App lässt sich außerdem der Klingelton deaktivieren.

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Über die App mit Kurznachrichten antworten und so mit Besuchern kommunizieren. Image by Nest Labs

Always on: Videostreaming rund um die Uhr

Mit durchgehendem Videostreaming haben Nutzer den Eingangsbereich ihrer Haustür jederzeit über Smartphone, Tablet oder Fernsehgerät im Blick. Über die Nest App, den kostenlosen dreistündigen Verlauf und die Ein-Blick-Funktion lassen sich Momentaufnahmen der wichtigsten Ereignisse wieder auffinden. Nest Hello lässt sich zudem mit Google-Assistant-Lautsprechern wie Google Home kombinieren. Kein Wunder, schließlich ist der Hersteller mit Sitz in Palo Alto seit Februar 2018 Teil von Googles Hardware-Abteilung. Und wer Nest Aware abonniert, kann sogar personalisierte Warnungen erhalten und erfährt, ob ein Bekannter vor der Tür steht.

Preise und Verfügbarkeit der Nest Hello-Videotürklingel

Kunden, die ihre Nest Hello-Videotürklingel mit einem Nest Aware-Abo kombinieren, können zudem Videoaufnahmen rund um die Uhr in der Cloud speichern. Zusätzliche Funktionen wie etwa bei der Suche oder eben der Gesichtserkennung sind im Abo ebenfalls enthalten. Nest Hello ist für 279 Euro auf www.nest.com verfügbar. Ab Mitte Juni wird Nest Hello auch im Einzelhandel angeboten. Der Hersteller empfiehlt vor dem Kauf die Kompatibilität über sein Online-Widget zu prüfen.


Images by Nest Labs

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Genomanalyse könnte Techniken zur Gesichtserkennung verändern

Kamera (adapted)_(Image_by_ollis_picture CC0 )via Pixabay

In Großbritannien macht die Auswertung von Material öffentlicher Überwachungskameras dank Genomanalyse zur Zeit starke Fortschritte. Die Genomanalyse umfasst die Untersuchung der Entwicklung von Genen im Laufe der Zeit durch die Untersuchung der aufgetretenen Mutationen. Warum dieses Verfahren auch wichtig für Überwachungstechniken ist, erklärt Jean-Christophe Nebel, Professor für Mustererkennung, an der Kingston-Universität. 

Als die Polizei in London vor Kurzem ein neues Gesichtserkennungssystem ausprobierte, machte sie einen beunruhigenden und peinlichen Fehler. Beim Notting Hill Karneval wurden etwa 35 falsche Übereinstimmungen zwischen bekannten Verdächtigen und Angehörigen der Menge gemacht. Eine Person wurde dabei „irrtümlich“ verhaftet.

Kamerabasierte Überwachungssysteme sollen eine sicherere Gesellschaft ermöglichen. Doch trotz jahrzehntelanger Entwicklung sind sie in der Regel nicht in der Lage, bestimmte Situationen so umzugehen, dass man ihre volle Tragweite überblickt. Während der Unruhen in London im Jahr 2011 trug beispielsweise die Gesichtserkennungssoftware nur zu einer Verhaftung von insgesamt 4.962 Personen bei.

Doch diese Art der Technologie ist anfällig. Das heisst, dass die visuelle Überwachung noch immer hauptsächlich auf den Menschen angewiesen ist, der in dunklen Räumen sitzen und stundenlange Kameraaufnahmen ansehen muss. Das ist völlig unzureichend, um die Menschen in einer Stadt zu schützen. Neueste Forschungsergebnisse deuten jedoch darauf hin, dass die Videoanalyse-Software dank der Software-Entwicklung in einem völlig anderen Bereich dramatisch verbessert werden könnte: Die Rede ist von der DNA-Sequenzanalyse. Die Software-Tools und Techniken könnten die automatisierte Überwachung umwandeln. Hier wird das Video als Szene betrachtet, die sich genauso entwickelt wie die DNA.

Analyse von Personengruppen oder Einzelpersonen immer noch schwierig

Seit die Metropolitan Police im Jahr 1960 in London die ersten CCTV-Kameras installiert hat, sind bis zu sechs Millionen Kameras in Großbritannien im Einsatz. Und die am Körper getragenen Kameras werden nun auch an die Grenzbeamten ausgegeben, so dass nicht nur noch mehr Videomaterial analysiert werden kann, sondern auch komplexere Daten durch die ständige Bewegung der Kamera.

Die automatische visuelle Überwachung beschränkt sich jedoch nach wie vor auf Aufgaben in relativ kontrollierter Umgebung. Sie kann Einbrüche erkennen, Menschenmassen zahlenmässig erfassen oder Kennzeichen erkennen. All diese Vorgänge können mittlerweile sehr genau durchgeführt werden. Aber die Analyse von Filmmaterial über Personengruppen oder die Identifizierung von Einzelpersonen in einer öffentlichen Straße ist unzuverlässig, denn die Aufnahmen im Freien sind von sehr unterschiedlicher Qualität und die Faktoren ändern sich ständig.

Um die automatisierte Videoanalyse zu verbessern, brauchen wir eine Software, die diese Variabilität beherrscht, anstatt sie als Unannehmlichkeit zu behandeln – eine grundlegende Änderung. Einer der wesentichen Bereiche, in dem oft mit großen Mengen sehr variabler Daten gearbeitet wird, ist die Genomik.

Genomanalyse kann bei Überwachung helfen

Im Jahr 2001 sind die drei Milliarden DNA-Codes des ersten menschlichen Genoms (der gesamte genetische Datensatz eines Menschen) analysiert worden. Seitdem ist die Produktion solcher genomischer Daten, also eine Genomanalyse, exponentiell angestiegen. Die schiere Menge dieser Daten und der Grad, in dem sie variieren können, bedeutet, dass riesige Mengen Geld und Ressourcen benötigt wurden. Vor allem, um spezielle Software und Rechenanlagen zu entwickeln, die damit umgehen können.

Heute ist es Wissenschaftlern möglich, relativ einfach auf die Genomanalyse zuzugreifen, um alle möglichen Dinge zu untersuchen. Von der Krankheitsbekämpfung über die Gestaltung personalisierter medizinischer Dienste bis hin zu den Geheimnissen der menschlichen Geschichte.

Die Genomanalyse umfasst die Untersuchung der Entwicklung von Genen im Laufe der Zeit durch die Untersuchung der aufgetretenen Mutationen. Dies ist ähnlich wie die Herausforderung in der kameragestützter Überwachung, die auf der Interpretation der Entwicklung einer Szene im Laufe der Zeit beruht. So nutzt man diese beispielsweise, um Fußgänger zu erkennen und zu verfolgen. Indem wir Unterschiede zwischen den Bildern eines Videos als Mutationen behandeln, können wir die Genomanalyse-Techniken auf Video anwenden.

Erste Tests waren vielversprechend. Meine Forschungsgruppe an der Kingston University hat zum ersten Mal gezeigt, dass Videos auch dann analysiert werden können, wenn sie von einer frei beweglichen Kamera aufgenommen wurden. Durch die Identifikation von Kamerabewegungen als Mutationen können diese kompensiert werden. So erscheint eine Szene wie von einer feststehenden Kamera gefilmt.

Kameragestützte Überwachung könnte Revolution erleben

Inzwischen haben Forscher der Universität Verona gezeigt, dass Bildverarbeitungsaufgaben so entschlüsselt werden können, dass genomische Standardwerkzeuge ausgenutzt werden können. Dies ist besonders wichtig, da ein solcher Ansatz die Kosten und den Zeitaufwand bei der Softwareentwicklung deutlich reduziert.

Wenn wir dies mit unserer Strategie verbinden, könnte die kameragestützte Überwachung revolutionär werden. Wenn das neue Erkennungs-Prinzip auf Grundlage der Genomanalyse eingeführt würde, könnte das kommende Jahrzehnt viel intelligentere Kameras liefern. In diesem Fall sollten wir uns besser daran gewöhnen, viel öfter auf Video gesehen zu werden.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Kamera“ by ollis_picture (CC0 Public Domain)


The Conversation

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  • ONEPLUS5T Chip: OnePlus 5T im ersten Eindruck: Das Smartphone ist eine Kampfansage: Zwar hat sich unter der Haube des OnePlus 5T nicht so viel getan, aber das Power-Handy überzeugt trotzdem in einem cooleren Look: So ist das neue Display des OnePlus 5T rießig, der Akku jedoch ordentlich und weiterhin mit starker Leistung. Zudem hat sich der Kameraaufbau ebenfalls ein wenig verändert, doch die Ausstattung bleibt gut, mit Bluetooth 5 und AC-WLAN. Alles in allem macht das OnePlus 5T einen prima ersten Eindruck und ist vor allem durch seinen Preis eine Kampfansage: Denn das Smartphone startet schon ab 499 Euro.

  • KÜNSTLICHE INTELLIGENZ t3n: KI und Gesichtserkennung: So digitalisiert E-Commerce-Riese Alibaba die Läden: Innerhalb nur eines Tages hat der chinesische E-Commerce-Riese und Amazon-Rivale den Rekord gebrochen und rund 25 Milliarden US-Dollar umgesetzt: Beim Mega-Shopping-Event Singles‘ Day am 11. November. Diesen Erfolg hat Alibaba auch dem neuen System FashionAl zu verdanken, das in stationären Läden eingesetzt wurde: So erkennt die künstliche Intelligenz anhand von Sensoren, welche Kleidungsstücke die Kunden in die Kabine nehmen, sodass durch das Deep-Learning-System auf dem Bildschirm passende Outfit-Ergänzungen vorgeschlagen werden können. Das System soll unter anderem dazu anleiten, wieder vermehrt stationär einkaufen zu gehen – doch Alibaba hat während des Shopping-Fests noch mit weiteren Ideen experimentiert.

  • DATENSCHUTZ Heise: Quad9: Datenschutzfreundliche Alternative zum Google-DNS: Es gibt nun eine datenschutzfreundliche Alternative zum Google-DNS: Ein Konsortium, gebildet vom Packet Clearing House (PCH), der Global Cyber Alliance (GCA), IBM und weiteren Partnern, startet heute mit einem globalen Netz von DNS-Resolvern. So sollen der DNS-Dienst keine Daten der Nutzer sammeln, jedoch trotzdem alle Vorteile eines gut gemanagten, gegen Phishing und Malware-Attacken gewappneten Resolver-Netzes biete. Einhundert Quad9-Server, die auf der ganzen Welt verteilt sind, sollen diesen datenschutzfreundliche Alternative bieten – diese werden durch Spenden und Beiträge der öffentlichen Hand finanziert.

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  • FACE-ID Chip: Apple war stolz darauf: Hacker greifen sicherste Funktion des iPhone X an: So sicher wie versprochen, ist die Gesichtserkennung Face-ID des neuen iPhone X dann wohl doch nicht: Bereits beim ersten Versuch haben es Hacker mithilfe eines Maskenmix geschafft, das sicherste Merkmal des neuen iPhones auszutricksen. Hierfür haben IT-Forscher des vietnamesischen Sicherheitskonzerns Bkov das Gesicht eines iPhone-X-Besitzer mit einem 3-D- und 2-D-Drucker kopiert. Zusätzlich waren Silikon, Make-up und Papierschnipsel nötig (Materialkosten: 150 US-Dollar), um jedes iPhone X entsperren zu können. Nur fünf Tage haben die Forscher an der Maske gearbeitet. Ihr Fazit: „Das hat Apple nicht gut gemacht.“

  • DIGITALISIERUNG Süddeutsche: Fünf digitale Großbaustellen für Jamaika: Bei den Sondierungsgesprächen für eine Jamaika-Koalition der Grünen, FDP und Union für die kommenden Jahre, steht auch die Digitalisierung im Mittelpunkt. Im Wahlkampf wurde dem Thema viel Aufmerksamkeit geschenkt, umso größer sind jetzt auch die Erwartungen der Bürger und Bürgerinnen: Der Rückstand bei Breitbandausbau, digitaler Wirtschaft oder Online-Behördengängen muss aufgeholt werden. Vorschläge, wie eine Digitalpolitik aussehen könnte, gibt es viele – doch der Erfolgdruck für ein schnelles Internet deutschlandweit, sitzt der Politik im Nacken. Um kurzfristige Verbesserung herbeizuführen, sollen nun veraltete und überlastete Telefonnetze modernisiert werden. So steigt die Zahl der schnellen Internetanschlüsse kurzfristig – dies hält zwar die Kosten für den Breitbandausbau niedrig, doch echte Fortschritte werden damit nicht erreicht, da die langsame Verbindungn über die alten Kuperkabel bestehen bleibt.

  • QUANTENCOMPUTER Wired: Was genau sind Quantencomputer – und was können sie?: Quantencomputer werden als Superrechner betitelt, die schneller und besser sind als alles, das wir bisher kennen – die Erwartungen sind dementsprechend hoch. Das Besondere an dem Computer sind die Quantinbits oder auch Quibits genannt. Der Haken an der Sache: Die Quibits sind sehr empflindlich und verlieren schnell ihren Superpositionszustand – wenn das passiert, bevor die Rechnung durch ist, ist sie futsch. Dennoch sind Quantencomputer für Unternehemen wie VW, Google, IBM und Microsoft von großem Interesse. In der Industrie wird geschätzt, dass es noch zehn Jahre noch dauern wird, bis Quantencomputer so weit entwickelt sind, dass sie einen Vorteil bringen.

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  • GESICHTSERKENNUNG Netzpolitik: G20-Gipfel: Polizei durchsucht zehntausende Dateien mit Gesichtserkennungssoftware: Nach den heftigen Protesten und Ausschreitungen beim Gipfelprotest in Hamburg, wertet die Polizei derzeit massenhaft Bild- und Videodaten aus, um Kriminelle im Nachhinein identifizieren zu können. So soll eine Gesichterkennungssoftware das Material durchsuchen. Videodaten aus Verkehrsmitteln werden ebenfalls analysiert, diese wurden über ein Hinweisportal gesammelt und umfassen nach eigenen Angaben mittlerweile etwa 7.000 Dateien. Zudem werden auch Geo-Daten genutzt, um Bewegungsprofile von Verdächtigen zu erstellen. Zusätzlich wird auch wegen schweren Landfriedensbruchs und Hehlerei ermittelt.

  • E-AUTOS t3n: China macht Ernst mit der E-Auto-Quote: Das müssen Autobauer ab 2019 beachten: Vor einem Jahr hat die Ankündigung der Gesetzesvorlage für E-Autos in China in der Branche für Aufregung gesorgt – doch offizielle Regelungen gab es noch nicht. Die Lage hat sich am Donnerstag jedoch ein wenig entspannt: Das Pekinger Ministerium für Industrie- und Informationstechnologie hatte auf seiner Webseite angekündigt, dass die E-Auto-Quote erst 2019 in Kraft treten soll. Für chinesische Autohersteller, mit einer Produktion von mehr als 30.000 Autos pro Jahr, bedeutet dies somit eine Elektroquote von zehn Prozent. Für Hersteller mit reinen Elektroautos und sehr hoher Reichweite, ist die Quote jedoch deutlich niedriger.

  • WHATSAPP Chip: WhatsApp: Ein Symbol dürfen Sie bald nicht mehr benutzen: Die Einführung des Business Modells bei Whatsapp hält bald die erste Konsequenz für den Nutzer bereit: Firmen sollen durch die Implementierung des Businessbereichs nun mit ihren Kunden über die App kommunizieren können. Ein Verifizierungshaken soll dabei als eine Art Ausweis für die Unternehmen dienen, dieser wird auch bei Facebook, Twitter oder Instagram angewendet. Doch die Haken sollen künftig nur für Unternehmen vorbehalten ein: Die Dataminer von „WABetaInfo“ haben scheinbar entdeckt, dass gewöhnliche User den „normalen“ Haken in ihrem Usernamen bald nicht mehr verwendet werden dürfen – denn dieser soll dem Verifizierungshaken zu ähnlich sein.

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  • FACE ID sueddeutsche: Gesichtserkennung und Privatsphäre sind kein Widerspruch – sagt Apple: Erst vor etwa zwei Wochen wurde das neue Flagschiff von Apple auf der alljährlichen Keynote vorgestellt – das iPhone X. Das neue Smartphone wird per Face ID das Gesicht des Nutzers scannen und soll als Sicherheitsmechanismus und für Transkationen dienen. Aber wie sieht es mit der Privatsphäre bei diesem Feature aus und wo landen die darauf bezogenen persönlichen Daten? Erstens ist das Feature optional und zweitens hat Apple jetzt eine detaillierte Anleitung zur neuen biometrischen Technologie – aka Face ID – veröffentlicht, die genau erklärt, wie der Konzern das Gesicht scannt.

  • SMARTBENCH wired: Diese Londoner Parkbänke laden Handy-Akkus auf: Statt auf die Vernetzung von Fahrzeugen oder autonome Autos setzt der Konzern Ford jetzt auf Fußgänger in London. Dort wurden jetzt erstmals smarte Parkbänke aufgestellt, die die Passanten mit kostenlosem WLAN und Strom versorgen soll. Der Autohersteller hat zusammen mit dem Unternehmen Strawberry Energy jetzt 20 smarte Parkbänke in London aufgestellt. Die Bänke sind mit einem Solarpanel ausgestattet und laden Geräteakkus sowohl kabelgebunden via USB als auch drahtlos auf.

  • 5G golem: Hamburger Hafen und Venedig testen das Giganetz: Die Stadt Hamburg hat jetzt eine große Chance in Sachen Digitalisierung gesehen und genutzt. Am Hamburger Hafen soll bald, wie zuvor schon in Venedig, ein 5G Giganetz ausgebaut werden. Das Netz soll zunächst getestet werden und die Testphase dazu wird bis voraussichtlich Juni 2019 weiterlaufen. Wie auch Venedig ist auch der Hamburger Hafen ein Touristenmagnet, deswegen die Entscheidung für diesen Standort. Die EU-Kommission stellt für beide Standorte um die 7,7 Millionen Euro bereit. 5G soll Daten um ein Vielfaches schneller transportieren als LTE. Der Mobilfunkstandard sei eine Alternative zum Glasfasernetz, „die uns erlaubt, auch kritische Anwendungen per Funk anzubinden – wie beispielsweise die Steuerung einer Schleuse“, berichtet der Chef der Hafenbehörde HPA Jens Meier.

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  • FACE ID Curved: Touch ID ist nicht tot: Trotzdem wohl alle iPhones 2018 mit Face ID: Anfang November erscheint das neue iPhone X mit Gesichtserkennung. Allerdings kann es sein, dass die Touch ID dadurch bei den nächsten iPhones wegfallen wird – vorausgesetzt die Face ID-Technologie kommt bei den Nutzern gut an. Sofern die Nutzer mit Face ID jedoch nicht zufrieden sind, müsste Apple die Touch ID weiterentwickeln, was allerdings gar nicht so einfach in der Umsetzung wäre, wenn das randlose Design der iPhones beibehalten werden soll. Die 3D-Touch-Technik des iPhones sorgt für eine dickere Display-Einheit, wodurch ein eingebauter Fingerabdrucksensor unterhalb des Bildschirms nicht einwandfrei laufen würde. Jetzt liegt es an Apple eine der beiden Funktionen so gut weiterzuentwickeln, dass die Nutzer vor allem zufrieden sind.

  • AMAZON Süddeutsche: Amazon plant eine Brille zum Hören und Befehlen: Es gibt ja schon viele intelligente Geräte, die unseren Alltag erleichtern sollen, aber Amazon setzt hier noch einen drauf und entwickelt derzeit eine intelligente Brille. Auch Google hat sich schon an eine intelligente Brille unter dem Namen „Google Glass“ herangewagt, die jedoch nicht gut bei den Nutzern ankam. Amazons Brille soll sich drahtlos mit dem Smartphone verbinden können und dabei wie eine ganz normale Brille aussehen. Die Besonderheit ist hier jedoch nicht die drahtlose Verbindung zum Smartphone sondern vielmehr Alexa, die in die Brille integriert werden soll. Mit dem eingebauten Sprachassistenten hat der Träger Alexa immer dabei und kann Befehle jederzeit an die intelligente Brille weiterleiten.

  • IOS11 Focus: iOS 11-Update sorgt für massive Probleme: Bei Apples neuem Betriebssystem iOS 11 gibt es derzeit einige Probleme. Seit Dienstag gibt es nun die offizielle Version und doch sind viele Nutzer bereits verärgert. Gerade bei älteren Modellen wie unter anderem dem iPhone 5s oder auch bei den iPads soll die Geschwindigkeit extrem nachgelassen haben. Auch 32-Bit-Apps soll das neue Betriebssystem ausschließen und nur noch 64-Bit-Apps bevorzugen. Zudem berichten einige Nutzer über Bildschirm- und Akkuprobleme. Allerdings ist auch Apple Maps mit Problemen behaftet und die Lautstärke des Weckers habe sich laut einigen Nutzern auch verändert. Bei iPhone 6s Plus-Nutzern wiederum soll das Betriebssystem fehlerfrei funktionieren. Den Nutzern wird dennoch derzeit geraten beim Update noch ein wenig zu warten, bis Apple die Probleme beseitigt hat und das Betriebssystem fehlerfrei läuft.

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  • MEDIENKONSUM horizont: Deutsche verbringen erstmals mehr Zeit mit digitalen Medien als mit TV: Laut einer zentralen Studie des Marktforschers E-Marketer verbringen die Deutschen neuerdings sogar mehr Zeit mit der digitalen Nutzung, als vor dem Fernseher. Die bis jetzt benötigten 214 Minuten stiegen auf 226 Minuten pro Tag an, die Zeit, die mit TV verbracht wurde, stieg nur um eine Minute. Die Zukunftsaussichten stehen gut für die sozialen Medien, ihre Beliebtheit wird zusätzlich angetrieben durch die mobilen Endgeräte, die diese Entwicklung weitgehend verstärken.

  • RÜSTUNGSEXPORT n24: An diese Länder liefert Deutschland die meisten Waffen: Deutschland und sein Waffenexport ist ein leidliches Thema und fügt noch mehr Leid zu. Laut dem aktuellsten Rüstungsbericht war der deutsche Waffenexport nun schon doppelt so hoch wie noch im Jahr zuvor. Gerade Gebiete wie Katar, zu dem Arabien und Ägypten noch letzte Woche den Kontakt abbrachen, aufgrund der angeblichen Unterstützung von Terroristen, gehören zu den größten Kunden. Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) rief zur Transparenz auf und forderte ein Mitspracherecht des Bundestages im Rüstungsexport. Zurzeit tagt das Gremium, welches den Bundessicherheitsrat beinhaltet und neben Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Vizekanzler Gabriel sieben weitere Kabinettsmitglieder, geheim. Es bleibt abzuwarten, was der Denkanstoß über eine mögliche Transparenz zum Thema Waffenlieferungen in Zukunft bringen wird.

  • CELONIS gruenderszene: Celonis: Erst in die USA – und schon bald an die Börse: Wie es ist unterschätzt und nicht wahrgenommen zu werden, darin kennen sich die Celonis Gründer aus. 2011 gründeten sie ihre Datenanalyse-Software in München und suchten nach Investoren, die ihnen ein kleines Startkapital biete. Doch das geringe Alter und die daraus angeblich resultierende fehlende Erfahrung schreckte viele ab. Sechs Jahre später hat es das Unternehmen geschafft und will sogar an die Börse gehen und auf dem amerikanischen Markt expandieren. Ob diese Pläne realisiert werden, wird sich nach dem Celonis-Gründer Alex Rinke 2020 zeigen.

  • GESICHTSERKENNUNG wired: Terrorfahndung: De Maizière fordert Gesichtserkennungs-Software: Nach dem Bundesaußenminister Thomas de Maizière soll jetzt eine Software zur Gesichtserkennung eingesetzt werden, um gegen mögliche Terroristen schnell und effektiv vorzugehen. Zusätzlich soll die Erlaubnis des Zugriffes auf Messenger-Dienste wie WhatsApp den Sicherheitsbehörden in Zukunft die Arbeit erleichtern. Die ersten Tests mit der neuen Software sollen im Sommer am Bahnhof Berlin Südkreuz durchgeführt werden. Grundrechte werden hierbei jedoch nur minimal eingeschränkt, so De Maizière, da die Gesichtserkennungssoftware nur bei eingespeicherten Terroristen Alarm schlägt. Wie beruhigend!

  • YAHOO gruenderszene: Während du schliefst- Marissa Mayer verabschiedet sich offiziell von Yahoo: Alles hat ein Ende. Yahoo-CEO Marissa Mayer teilte nun in einem Schreiben an ihre Mitarbeiter mit, dass sie sich nach fünf Jahren an der Spitze nun verabschiedet. Grund hierfür war die Übernahme von Yahoo durch Verizon. Wohin ihre nächste Reise gehen wird, ist noch unklar. Fest steht jedoch, dass knapp 2.000 Arbeitsplätze gestrichen werden sollen.

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Wie funktioniert eigentlich Gesichtserkennung?

Sicherheit (adapted) (Image by TBIT [CC0 Public Domain] via pixabay)

Die Regierung unter Trump hat bisher vor allem Aufmerksamkeit und Kritik auf sich gezogen, weil sie neue Einwanderungsregeln festsetzen will, vor allem was die Einschränkungen für taLeute aus bestimmten muslimischen Ländern angeht. In diesem Chaos aus Besorgtheit wurde eine unklare Durchführungsverordnung nicht geprüft oder bemerkt: die Erweiterung der Gesichtserkennung an großen US-Flughäfen. Mit ihrer Hilfe sollen Menschen, die die USA verlassen, überprüft werden. Man hofft, diejenigen Personen zu finden, die länger als in ihrem Visum angegeben dort waren, oder wegen krimineller Vergehen gesucht werden.

Dabei handelt es sich um eine deutlich leistungsfähigere Methode als jene, die unsere Handys und Computer nutzen, um unsere Freunde auf Fotos zu identifizieren. Indem man Computer nutzt, um Gesichter zu erkennen und Identitäten zu bestätigen, kann man den Zugriff für abgesicherte Firmen- und Regierungsgebäude und deren Geräte optimieren. Manche Systeme können bekannte und verdächtige Kriminelle erkennen. Unternehmen können die Gesichter ihrer Kunden analysieren, um Marketing-Strategien an verschiedene Geschlechter, Altersgruppen und den ethnischen Hintergrund anzupassen. Es gibt sogar Dienste, die die Vorteile der Gesichtserkennung nutzen, zum Beispiel beim virtuellen Anpassen von Brillen oder bei Umstylingservices.
Es gibt aber auch ernste Bedenken, was die Privatsphäre angeht, da staatliche Stellen und Unternehmen damit mehr Möglichkeiten haben, Einzelne in deren Umgebung oder rund um die Welt zu verfolgen. Der Markt der Gesichtserkennung ist gut drei Milliarden US-Dollar wert und soll bis zum Jahre 2021 auf bis zu 6 Milliarden US-Dollar wachsen. Überwachung ist dabei ein großer Faktor; Regierungseinheiten sind hierbei der Hauptverbraucher. Das FBI besitzt eine Datenbank mit Bildern von etwa der Hälfte der Bewohner der USA. Ein weitere Sorge ist, dass man die Gesichtserkennung nutzen könnte, um im Internet Menschen zu belästigen, oder sie sogar in der echten Welt zu stalken.
Zu einer Zeit, in der die Gesichtserkennung immer normaler wird, müssen wir wissen, wie sie funktioniert. Da ich die juristischen Konsequenzen neuer Technologie in strafrechtlichen Untersuchungen studiere und erforsche, empfinde ich es als äußerst wichtig, zu wissen, was hier getan und nicht getan werden kann und wie sich die Technologie entwickelt. Nur dann können wir sachkundige Diskussionen darüber führen, wann und wie Computer das menschlichste aller Merkmale erkennen: unser Gesicht.

So funktioniert die Erkennung

Die Gesichtserkennung ist eine von mehreren Methoden, die man „biometrische“ Identifikationssysteme nennt. Sie prüft physische Merkmale einer Person, um diese klar von anderen zu unterscheiden. Andere Formen dieser Erkennung sind zum Beispiel die Methode der Angleichung von Fingerabdrücken, das Scannen der Netzhaut oder der Iris (wobei ein Teil des Auges gescannt wird, der leichter zu beobachten ist), oder aber auch Stimmerkennung.

All diese Systeme nehmen Daten — zumeist ein Bild — einer unbekannten Person auf, analysieren diese und versuchen, sie mit bereits existierenden Einträgen abzugleichen, in der bekannte Gesichter und Stimmen abgespeichert sind. Die Gesichtserkennung macht dies in drei Schritten: Erkennen, Kreieren eines Gesichtabdrucks und Verifikation oder Identifikation.

Sobald ein Bild aufgenommen wurde, wird es durch Software analysiert, um die Gesichter zu identifizieren, beispielsweise in einer Menschenmenge. In einem Einkaufszentrum werden die Aufnahmen der Überwachungskameras einem Computer zugeführt, der mithilfe der Gesichtserkennung einzelne Gesichter auf dem Video identifiziert.

Sobald das System potentielle Gesichter gefunden hat, sieht es sich diese näher an. Manchmal muss das Bild dafür neu eingerichtet oder vergrößert und verkleinert werden. Ein Gesicht in der Nähe der Kamera erscheint vielleicht gekippt oder leicht gezerrt, jemand im Hintergrund kann kleiner erscheinen oder vielleicht auch verdeckt sein.

Sobald die Software eine geeignete Größe und Orientierung für das Gesicht gefunden hat, schaut sie noch genauer nach und versucht, den sogenannten „Gesichtsabdruck“ zu erstellen. Wie bei einem Fingerabdruck handelt es sich hierbei um die Sammlung von Charakteristika, die zusammen das Gesicht einer Person auf einzigartige Weise identifizieren. Zu einem Gesichtsabdruck gehört die Platzierung der Gesichtszüge, wie Augen, Augenbrauen und die Nasenform. Eine Person mit kleinen Augen, vollen Augenbrauen und einer langen, schmalen Nase hat einen anderen Gesichtsabdruck als eine Person mit großen Augen, schmalen Augenbrauen und einer breiten Nase. Die Augen spielen eine wichtige Rolle bei der Genauigkeit. Große und dunkle Sonnenbrillen schränken die Genauigkeit mehr ein als Gesichtsbehaarung oder normale Brillen.

Ein Gesichtsabdruck kann mit einem einzelnen Foto verglichen werden, um die Identität einer Person zu bestätigen, wie zum Beispiel bei einem Arbeitnehmer, welcher in ein gesichertes Gebiet möchte. Man kann sie außerdem mit Datenbanken vergleichen, in denen viele Bilder gespeichert sind, um eine unbekannte Person zu identifizieren.

Es ist nicht immer leicht

Einer der wichtigen Faktoren der Gesichtserkennung ist die Beleuchtung. Ein gleichmäßig von vorne ausgelichtetes Gesicht, ohne Schatten und ohne Störfaktoren, die die Kamera versperren, ist die beste Lösung. Außerdem kann die Art und Weise, in der ein Gesicht mit dem Hintergrund verschmilzt und wie weit es von der Kamera entfernt ist, die Gesichtserkennung erleichtern oder sie erschweren.

Facial recognition failure (adapted) (Image by antoine [CC BY 2.0] via flickr)
Ungleichmäßiges Licht, ein schlechter Winkel und ein merkwürdiger Gesichtsausdruck können dazu führen, dass die Gesichtserkennung fehlschlägt. Image (adapted) „Facial recognition failure“ by antoine (CC BY 2.0).

Eine andere wichtige Herausforderung, um eine erfolgreiche Gesichtserkennung durchzuführen, ist die Frage, inwieweit die zu identifizierende Person in dem Moment kooperiert oder ob ihr der Vorgang überhaupt bewusst ist. Menschen, die die Erkennung bewusst nutzen, wie beispielsweise Arbeitnehmer, die in einen eingeschränkt nutzbaren Raum haben wollen, sind dabei einfach anzuleiten. Sie gucken meistens bei guter Beleuchtung direkt in die Kamera und schaffen damit optimale Bedingungen für die Analyse.

Andere wissen allerdings nicht, dass ihre Gesichter analysiert werden — teilweise sind sie sich nicht einmal bewusst, dass sie von einem Überwachungssystem beobachtet werden. Diese Art von Aufnahmen ist schwieriger zu analysieren; ein Gesicht, das aus der Menge ausgewählt wird, muss eventuell digital bearbeitet oder herangezoomt werden, um eine Kopie erstellen zu können. Dadurch entsteht die Gefahr, dass das System jemanden falsch zuordnet.

Potentielle Probleme

Sobald ein Gesichtserkennungssystem jemanden falsch zuordnet, kann dies mehrere Probleme verursachen – dabei kommt es auf die Art des Fehlers an. Ein System, das den Zugang zu spezifischen Orten einschränkt, kann fälschlicherweise einer unerlaubten Person Zugang gewähren — wenn diese beispielsweise vermummt ist oder einem zugelassenen Menschen sehr ähnlich sieht. Es kann auch einer befugten Person den Zugang versperren, indem es diese falsch identifiziert.

In der Gesetzesvollstreckung gelingt es Überwachungskameras nicht immer, ein gutes Bild der verdächtigen Person aufzunehmen. Dies kann dazu führen, dass jemand Unschuldiges als Täter identifiziert wird — oder ein bekannter Krimineller eventuell nicht identifiziert wird.

Obwohl es in Fernseh-Krimis immer so akkurat aussieht, gibt es doch genug Möglichkeiten, Fehler zu machen, obwohl sich die Technik immer weiter entwickelt. Das „National Institute of Standards and Technology“ nimmt an, dass die Fehlerquote alle zwei Jahre um 50 Prozent sinkt, im Moment wären es dann etwa 0,8 Prozent. Somit ist diese Technologie besser als die Stimmerkennung, deren Fehlerquote bei über sechs Prozent liegt. Gesichtserkennung kann aber trotzdem fehleranfälliger sein als Iris– und Fingerabdruckscans.

Bedenken bei der Privatsphäre

Doch obwohl es alles korrekt ist und sich dies stetig verbessert, weckt die Gesichtserkennung Bedenken, was die Privatsphäre angeht. Die größte Sorge ist, dass, wie bei dem Anstieg der DNA-Datenbanken die Gesichtsmerkmale und Fotos von staatlichen Stellen gelagert werden, die dadurch Menschen verfolgen und so jegliche Vorstellung von Privatsphäre und Anonymität löschen können.

Neue Probleme mit der Privatsphäre treten außerdem andauernd auf. Eine neue Smartphone-App namens FindFace erlaubt es ihren Nutzern, das Foto einer Person aufzunehmen und mithilfe der Gesichtserkennung deren Accounts in sozialen Medien zu finden. Eine scheinbar praktische Möglichkeit, um Freunde und Kollegen zu finden – aber die App lädt dazu ein, die Funktion zu missbrauchen. Man kann sie benutzen, um Identitäten zu offenbaren und andere zu belästigen.

Diese neuen Möglichkeiten lassen Bedenken aufkommen, wenn es um andere böswillige Möglichkeiten geht, um öffentlich verfügbare Bilder zu nutzen. Wenn die Polizei zum Beispiel nach vermissten Kindern sucht, ist in der Berichterstattung oft ein Bild des Gesichts des Kinds zu sehen. Es gibt kaum Regulationen oder eine Aufsicht, also weiß niemand, ob diese Bilder in Gesichtserkennungssysteme eingegeben werden.

Dies reißt nicht einmal das Thema der weiten Nutzung von Gesichtserkennungswerkzeugen an, Technologien wie die Bodycams von Polizisten, Ortungssoftware und Maschinen, die bei dem Tracking in Echtzeit assistieren. Dies geht über die simple Identifikation hinaus und konzentriert sich eher darauf, wo jemand zu welcher Uhrzeit war und die Annahme, wohin die Person geht. Die Kombination bietet neue und attraktive Optionen der Verbrechensbekämpfung und vertieft die Risse in unserer Privatsphäre.

Die Technik bietet uns wirkungsvolle Werkzeuge, während das Gesetz oft zu schlecht ausgerüstet ist, um bei neuen Entwicklungen mitzuhalten. Sollten wir allerdings die Gesichtserkennung für die Einwanderung und Gesetzesvollstreckung nutzen, so müssen wir mit den Möglichkeiten und Nachteilen umgehen und dabei die Probleme der Genauigkeit, Privatsphäre und Moral verstehen, die dadurch nur zunehmen werden.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Sicherheit“ by TBIT (CC0 Public Domain)

Image (adapted) „Facial recognition failure“ by antoine (CC BY 2.0)


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  • DATENSCHUTZ heise: Test zur Gesichtserkennung laut Datenschützerin am Bahnhof akzeptabel: Der von den Sicherheitsbehörden geplante Test biometrischer Gesichtserkennung am Berliner Bahnhof Südkreuz geht aus Sicht der Bundesbeauftragen für Datenschutz in Ordnung. Das Projekt sei „für sich genommen noch nicht als schwerwiegender Eingriff zu sehen“, erklärte Andrea Voßhoff auf Anfrage. Das ändere allerdings nichts an „grundsätzlichen Bedenken“ gegen diese Technologie. „Sollten derartige Systeme später einmal in den Echtbetrieb gehen, wäre dies ein erheblicher Grundrechtseingriff“, so Voßhoff.

  • TECHNOLOGIE golem: Dells OLED-Monitor UltraSharp UP3017Q kommt doch: Der US-amerikanische Hardware-Hersteller hat hingegen anders lautender Aussagen nun doch angekündigt, den OLED-Monitor UltraSharp UP3017Q auf den Markt zu bringen. Zwischenzeitlich hieß es, das Modell würde eingestellt aufgrund von Blickwinkelproblemen. Für den Bereich der USA können Kunden das Gerät ab sofort bestellen, es ist mit einer Lieferzeit von ein bis zwei Wochen zu rechnen. Bisher hat sich OLED-Technik im IT-Bereich nur bei Wearables, Smartphones und Zusatzdisplays wie beim Macbook Pro 2016 verbreitet. Bei größeren Bildschirmdiagonalen sind vor allem Fernseher-Hersteller Panel-Abnehmer.

  • E-COMMERCE t3n: Die Zukunft von Magento: Das kommt auf Shopbetreiber zu: Nach gut einem Jahr Eigenständigkeit als Magento Inc. und mit Permira hat sich Magento im letzten Jahr sehr weiterentwickelt – und steht durch den neuen Investor besser da denn je. Die E-Commerce-Plattform wickelt inzwischen insgesamt ein Bestellvolumen von weltweit mehr als 100 Milliarden Dollar ab, das von mehr als 260.000 Kunden (davon gut 3.500 Enterprise-Kunden) generiert wird.

  • KI Welt: So stellt sich künstliche Intelligenz Menschen vor: Der Fernsehmaler und Unternehmer Bob Ross, leicht zu erkennen an seiner auffälligen Frisur, hat in einem neuen Kunstwerk dargestellt, wie es für eine künstliche Intelligenz unter Einfluss von LSD erscheinen muss, einen Menschen wahrzunehmen. Die Software, die zu dieser Wahrnehmung führt, sind Deep-Dream-Algorithmen von Google sowie der WaveNet Machine Learning Algorithm. Das Video zeige, so der Künstler, „wie sich ein Computer die Stimme von Bob Ross vorstellt und wie ein Computer ,halluziniert‘, was er in den einzelnen Videobildern sieht“, erklärt Alexander Reben, Künstler und Programmierer aus dem Silicon Valley.

  • HACKING Süddeutsche Zeitung: Mysteriöse Gruppe offenbart mutmaßliche Hacking-Angriffe der NSA: Eine mysteriöse Hackergruppe hat mehrere Datensätze veröffentlicht, aus denen hervorgehen soll, dass der US-Geheimdienst NSA Teile des globalen Geldverkehrs ausspioniert hat. Ebenfalls enthalten sind Werkzeuge, mit denen die Elite-Hacker der NSA wohl Windows-Betriebssysteme übernehmen konnten. Die Hacker nennen sich Shadowbrokers – in Anlehnung an das Computerspiel Mass Effect – und sind seit August 2016 unter diesem Namen aktiv. Ob und von wem sie Befehle erhalten, ist unklar. Sicher ist nur: Jede Veröffentlichung hat das Potenzial, die US-Beziehungen sowohl zur internationalen Gemeinschaft als auch zu amerikanischen Technik-Konzernen massiv zu beschädigen.

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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • TECHNOLOGIE digitaltrends: How snapping a quick selfie could help identify genetic diseases: Gesichtserkennung ist eine Technologie, die beispielsweise vor allem auch in der Kommunikation mit Menschen mit Behinderung Einzug hält und erfolgreich ist. Die US-Firma FDNA hat jetzt die AI-Software “Face2Gene” entwickelt, die per Gesichtsscan das Gesicht des Patienten analysieren soll. Vor allem genetische Krankheiten haben oft schwierig zu diagnostizierende Syntome, die App, die sich Gesichtserkennung und einer lernenden AI zusammensetzt, soll so die Ärzte bei einer Diagnose unterstützen.

  • VIRTUAL REALITY t3n: VR in Echtzeit: Facebook startet Live 360: Beinahe kein Medien-Kanal scheint mehr am VR-Hype vorbeizukommen! Am Montag hat jetzt auch Facebook den Start von 360-Grad-Videos bekannt gegeben. Dabei werden die Features von Facebook Live und der 360-Grad-Videos zusammengeführt. Einweihen durfte das Feature National Geographic mit einem Stream der Mars Desert Research Station facility in Utah, einer Forschungseinrichtung, in der sieben Wissenschaftler seit 80 Tagen das Leben auf dem Mars simulieren. Das 360-Grad-Live-Feature soll 2017 auf weiteren Seiten und Profilen verfügbar sein und auch konkurrierende Social-Media-Kanäle wollen mitziehen.

  • FAKE NEWS digiday: Why top publishers are still stuck distributing fake news: Die Anzahl der Nutzer, die tagesaktuelle Neuigkeiten über Social-Media-Plattformen wie Facebook oder Ähnliches aufnehmen, ist vor allem unter Schülern und Studenten hoch. Eine sogenannte „Filterblase“ entsteht, es werden also nur noch individuell herausgefilterte Inhalte im Feed angezeigt, ein differenzierter Diskurs geht anders. Vor allem „fake news” sind ein Problem, mit denen die Publisher zu kämpfen haben und die vermehrt Einzug in die Feeds der Nutzer halten.

  • URHEBERRECHT heise: Urheberabgabe: Pauschalvergütung für Online-Plattformen scheint alternativlos: Digitalisierung hält in vielen Branchen-Bereichen rasanten Einzug, so auch in der Kultur- und Kreativwirtschaft. Urheberrecht im Internet ist ein leidiges Thema, bei der täglichen Flut an Inhalten wird beinahe nie auf deren Ursprung verwiesen, sehr zum Leidwesen der Urheber. Inhalte werden gepostet, geteilt, jedoch der urheberrechtliche Rahmen ist dabei nicht konkret geklärt. Auf der Konferenz „Initiative Urheberrecht” am Montag in Berlin herrschte nun zumindest der Konsens, dass pauschale Ausgleichszahlungen für Nutzungsrechte von Inhalten, vor allem auf großen Pattformen wie Youtube, Amazon oder Facebook, eine Lösung wären.

  • FORSCHUNG golem: Unternehmen investieren mehr als zuvor in die Entwicklung: Rekordverdächtige drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts wurden letztes Jahr in die Forschung investiert. 2015 war ein gutes Jahr für die Forschung und Entwicklung (FuE) in deutschen Unternehmen, vor allem Autohersteller haben dabei viel Geld in die Hand genommen. Im Vergleich zum Vorjahr haben Unternehmen ganze 9,5 Prozent mehr für FuE ausgegeben. „Forschung ist die Basis für Deutschlands starke Position als Technologiestandort.“, so Ministerin Johanna Wanka. Aber nicht nur die großen Branchen-Player betreiben Entwicklungsarbeit, auch kleine Unternehmen trauen sich mehr und schaffen so Arbeitsplätze.

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Sind Selfies die neuen Sicherheitspasswörter?

Selfie (image by JudaM [CC0 Public Domain] via Pixabay)

Bei dem nächsten Online-Einkauf oder Anruf bei der Bank könnte es schon sein, dass man nicht mehr versuchen muss, sich an sein Passwort zu erinnern. Immer mehr Banken bevorzugen Spracherkennungstechnologien, um die Identität von Kunden zu überprüfen. Mastercard kündigte sogar an, Fingerabdrücke oder Selfies als Identitätsnachweis bei Online-Einkäufen zu akzeptieren.

Aber heißt das automatisch, dass man bald alle seine Passwörter vergessen kann? Noch lautet die Antwort: “Nein”. Banken führen Spracherkennungstechnologien (in der Forschungsliteratur oft bekannt als “Sprecher-Identifikation”) und Gesichtserkennung primär zur Verifizierung durch, nicht zur alleinigen Identifikation. Diese Technologien sind ein sinnvolles Werkzeug zur Überprüfung, ob eine Person diejenige ist, für die sie sich ausgibt, denn Maschinen können lernen, wie eine Person in Normalfall aussieht oder spricht. Aber um einen einzelnen Kunden aus einer großen Gruppe von möglichen Stimmen oder Gesichtern in der Datenbank einer Bank zu identifizieren, stellen sie noch keine gute Methode dar.

Damit Spracherkennung funktionieren kann, muss der Unterschied zwischen der eigenen und anderen Stimmen (Inter-Sprecher-Varianz) immer größer sein als der Unterschied zwischen der eigenen Stimme jetzt und zu einem anderen Zeitpunkt (Intra-Sprecher-Varianz). Dasselbe gilt für die “Selfie-Erkennung”: Man muss dem normalen Ich mehr ähneln als irgendwer anders. In der Praxis ist das nicht immer der Fall. Je mehr Stimmen oder Gesichter ein System miteinander vergleicht, desto wahrscheinlicher ist es, dass es zwei Beispiele findet, die sich sehr ähnlich sind.

Man denke nur an all das, was die Stimme beim Gespräch am Telefon verändern kann: ein verdecktes oder kaputtes Mikrofon, Müdigkeit, Schmerzen in Mund oder Hals, wenn man Alkohol getrunken hat, wenn man gerade etwas isst, ein schlecht sitzendes Gebiss – all diese Faktoren lassen die Intra-Sprecher-Varianz riesig werden. Bei der Gesichtserkennung verändern Bartwuchs, Hautveränderungen, Make Up, Brillen, Beleuchtung oder Kopfbedeckungen das Erscheinungsbild.

Daraus ergibt sich, dass Banken mit einer relativ großen Wahrscheinlichkeit die Identität des Anrufers oder Selfie-Knipsers “überprüfen”, aber keine unbekannte Stimme oder Fotografie “identifizieren” können. Daher muss es auch in naher Zukunft noch Mittel geben, seine Identität zu beweisen – und die beste Methode bleibt nach wie vor eine  geheime PIN oder ein Passwort.

In Malaysia musste ein Fahrer, der die Fingerabdruck-Authentifizierung in seine neue Mercedes S-Klasse einbauen ließ, musste im Jahr 2005 auf sehr schmerzhafte Weise erfahren, dass biometrische Daten durchaus gestohlen werden können. Als Diebe entdeckten, dass sein Wagen nur mit einem Fingerabdruck gestartet werden kann, raubten sie nicht nur sein Auto, sondern auch seinen Finger.

Ein “Stimmabdruck” kann auf die gleiche Art gestohlen werden. Alles was man dazu braucht, ist eine gute Sprachaufnahme der Person. Dasselbe gilt auch für Systeme, die den Benutzer auffordern, einen bestimmten Ausdruck oder PIN auszusprechen. Interaktive Systeme, die Challenge-Response-Protokolle (die den Benutzer beispielsweise bitten, einen ungewöhnlichen Ausdruck zu wiederholen) verwenden, erhöhen die Schwierigkeitsstufe für den Angreifer, können aber bereits mit aktuellster Technik überwunden werden.

Gesichtserkennung (wie die, die dazu benutzt wird, um Selfies zu identifizieren), Lippen lesen und Iris-Scanner sind alles visuelle Methoden, die gestohlen oder mit Bildern und Videos vorgetäuscht werden können.

Mehr biometrische Daten

Die Lösung scheint entweder aus zusätzlichen,geheimen Informationen zu bestehen (was allerdings bedeutet, sich an noch mehr erinnern zu müssen), oder verschiedene Arten von biometrischen Informationen miteinander zu kombinieren. Leider sind Methoden, die eine Kamera benötigen, nur bedingt nützlich: der Nutzer muss zum Beispiel in eine Kamera schauen, er darf keine Brille tragen und auch keine Kleidung, die Gesicht und Augen verdecken könnten, man benötigt ausreichend Beleuchtung – und das System sollte wohl eher nicht in Badezimmern benutzt werden.

Andere Forscher untersuchen zurzeit das biometrische Potential, die individuellen und einmaligen Gehirnströme einer Person mit einem Headset oder Kopfhörern aufzunehmen. Diese Technologie steckt allerdings noch in den Kinderschuhen.

Eine für mobile Geräte entwickelte Technologie ist ein Ultraschall-Scanner, der Teile der Gesichtsform einer sprechenden Person aufzeichnet. Das beinhaltet nicht einfach nur eine Aufnahme des Gesichts, sondern eine Aufnahme der Mundbewegungen, während die Person redet. Der biometrische Aspekt ist nicht nur an den Klang der Stimme gebunden, sondern beinhaltet auch die Art, wie sich der Mund bei der Stimmerzeugung verändert. Die benötigte Hardware ist in den meisten Smartphones bereits integriert.

Man stelle sich vor, man kommt in eine Bäckerei und will ein knuspriges Bauernbrot erstehen. Man könnte es mit zur Theke nehmen und sagen: “Das würde ich gerne kaufen.” Der Bäcker würde antworten: “Das macht dann zwei Pfund. Möchten Sie mit dem Einkauf fortfahren?” – “Ja, bitte”, würde man antworten und auf das “Okay” warten, bevor man mit seinem neu erstandenen Brot aus dem Laden spaziert. Kein Bargeld, keine Zahlungskarte und keine persönlichen Details müssen preisgegeben werden.

Die Szene mag anmuten wie aus der guten alten Zeit, als man seinen Dorfbäcker noch persönlich kannte und alles anschreiben lassen konnte. Aber ambitionierte Forscher arbeiten hart an der Umsetzung, damit genau diese Zukunft möglich wird. Das Smartphone wird Sprachauthentifizierungs- und Spracherkennungs-Technologien verwenden, um die Bank zu bevollmächtigen, dass sie Zahlungen durchführen kann. Die Bank wird dem Bäcker elektronisch die Transaktion bestätigen. Währenddessen wird eine Videoaufnahme von dem Verkauf bei der Bank und dem Bäcker hinterlegt. Obwohl man sein Passwort noch nicht frühzeitig entsorgen sollte, kann man hier in den nächsten Jahren spannende Entwicklungen erwarten.

Dieser Artikel erschien zuerst auf “The Conversation” unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image „Selfie“ by JudaM (CC0 Public Domain)


The Conversation

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5 Lesetipps für den 28. Dezember

In unseren heutigen Lesetipps geht es um Open Source, Smartphones in unserer Gesellschaft, Anonymität, Big Data und Algorithmen, sowie Doppelgänger. Ergänzungen erwünscht.

  • OPEN SOURCE Wired: Open Source Software Went Nuclear This Year: Es ist der finale Satz von Cade Metz Artikel, der eine der wichtigsten Lektionen des Jahres in einfache Worte fasst: Wenn wir eines in 2015 gelernt haben, dann niemals die Macht von Open Source zu unterschätzen. Und es sind nicht mehr die kleinen Schritte, wie mit Linux betriebene Surfer oder Android-Smartphones (auch wenn Google hier dem Gedanken von Open Source nicht immer gerecht wird), sondern die großen Namen, wie Microsoft und Apple, die beide inzwischen auch unter Open Source veröffentlichen, und vor allem die Perspektiven, denn es wird das unsere Gesellschaft stärker als das Internet an sich verändernde Künstliche Intelligenz sein, die erst durch eine Forschung unter Open Source wirkliche Fortschritte erzielen wird, die dem Thema Open Source noch mehr Bedeutung verleihen wird.

  • SMARTPHONE Social Media Week: Smartphones and Social Media – Where Will it Take Us: Vor 17 Jahren hat meine jüngere Schwester zur Einschulung ein Kinder-Handy bekommen, das genau drei eingespeicherte Nummern wählen konnte. Weihnachten 1999 durfte ich dann auch ein Handy haben. Das ist alles noch nicht lange her und trotzdem ist die Welt durch diese mobilen Geräte eine andere als damals, sozusagen der Welt im letzten Jahrtausend. Smartphones sind Teil unserer westlichen Gesellschaft geworden und haben einen Status erreicht, der laut Dan Radak dazu führt, dass Menschen ohne ein Smartphone perspektivisch die schlechteren Berufsmöglichkeiten und ein wenig ausgeprägtes soziales Leben haben werden. Ohne dass diese negativen Punkte genauso eintreten müssen, kann ich das positive Gegenteil dazu schon nachvollziehen. Smartphones, in Kombination mit Social Media, hat mein Berufsleben geprägt und lässt mich egal wo und wann, stets mit Freunden und anderen Menschen kommunizieren. Über Radaks Visionen sollten wir uns aber mal unterhalten.

  • ANONYMITÄT Fast Company: Has This Man Unlocked The Secret To Internet Anonymity?: Jonathan Hirshon ist laut der BusinessWeek der Silicon Valley Guru wenn es um PR geht. Er hat wohl für mehrere große Internetunternehmen gearbeitet bzw. sie sind seine Kunden und trotzdem kennt das Internet nicht sein Gesicht. Für ein Hoax hat Hirshon zu viele Profile in diesem Netz, die Täuschung wäre in diesem Ausmaß wohl zu aufwending, weshalb man Daniel Terdimans These, dass Jonathan Hirshon durch mit seinem Namen vertaggte Bilder, die nicht ihn zeigen, und dem Versuch jegliches Bild von ihm aus dem Inetrnet fernzuhalten, wohl wirklich einen gewissen Status von Anonymität im Netz erreicht hat. Und es zeigt den Schwachpunkt von Gesichtserkennungssoftware: sie ist (noch) nicht smart.

  • ALGORITHMUS TechRadar: Forget big data – it’s time for big algorithms to change the world: Big Data ist mehr als ein Buzzword, dahinter steckt meiner Meinung nach wirklich ein Teil unserer Zukunft, Doch in erster Linie ist Big Datat erst einmal nur eine Ansammlung an Unmengen von Daten. Wie in dem vorgangegangenen Lesetipp beschrieben, können Algorithmen noch durch zu viele Daten verwirrt werden, gefragt sind deshalb auch mit Big Data umgehende Algorithmen, wie Jamie Carter in seinem Artikel auf TechRadar.com erklärt. Dies würde dann den nächsten Schritten, maschinelles Lernen durch Künstliche Intelligenz, wesentlich verbessern.

  • DOPPELGÄNGER Fusion: How my doppelgänger used the Internet to find and befriend me: Nach einem Lesetipp zu einer Person, die ihr Bild aus dem Internet fernhält und den Lesetipp zur Notwendigkeit von smarten Algorithmen, die mit Big Data umgehen können, zum Abschluss ein Lesetipp über zwei identisch aussehende Menschen, die das Internet und all seine vermeintlichen Segnungen, wenn es um digitale Fotografie geht, genutzt haben, um ihren jeweiligen Doppelgänger zu finden. Denn auch das macht das Internet möglich, beinahe egal wo auf der Welt, solange beide Zugang zum Internet haben und das gleiche Nutzungsverhalten an den Tag legen, wenn es um Selfies geht. Trotzdem eine schöne Geschichte.

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5 Lesetipps für den 8. Dezember

In unseren Lesetipps geht es heute um Kontrolle beim Datenschutz, Virtual Reality, Hashtags im Jahresrücklick, das Smartphone Comet und HP. Ergänzungen erwünscht.

  • DATENSCHUTZ Süddeutsche.de: Neues Safe-Harbor-Abkommen mit mehr Kontrolle – Digital: EU-Justizkommissarin V?ra Jourová plädiert für besseren Datenschutz für europäische Nutzer, sodass Tech-Konzerne wie Google oder Facebook weniger Personendaten in die USA übermitteln können. Jourová fordert ein neues Abkommen, welches im Januar mit den USA verhandelt werden und als Ergebnis ein “System von Vertrauen und Kontrolle” entstehen soll. Die bisherige Safe-Harbour-Vereinbarung wies in Bezug auf die ausreichende Kontrolle einige Mängel auf. Der EuGH hatte das Abkommen bereits im Oktober für ungültig erklärt, was durch die Klage von dem Österreicher Max Schrems, der seine Facebook-Daten in den USA nicht vor staatlicher Überwachung geschützt sieht, ausgelöst wurde.

  • VIRTUAL REALITY DIE WELT: Virtuelle Realität: Google und Facebook bringen neue Produkte: “Virtual Reality” und jeder möchte besser sein. Der Konkurrenzkampf um die beste Technik im Bereich der virtuellen Realität ist in vollem Gange. Google und Facebook sind zwei der Großkonzerne die kräftig mitmischen. Facebook setzt beispielsweise auf Oculus Rift, eine 3D-Videobrille, für die auf einem Event im Microsoft theatre aktuell eine neue Software live vorgestellt wurde, mit der man virtuell Teil einer Rockband sein kann. Google präsentierte fast zeitgleich eine neue App für Aufnahmen von virtueller Realität. Damit spricht Google vor allem die breite Masse an und macht VR für alle erschwinglich.

  • HASHTAGS horizont: 2015 auf Twitter: Das waren die weltweit wichtigsten Hashtags des Jahres: Jahresrückblick bei Twitter mit den wichtigsten Hashtags. Der Hashtag #JeSuisParis führt die Liste mit der weltweit größten Wirkung und Resonanz im Netz an. Zu den Anschlägen in Paris drückten hierdurch viele Menschen über den Globus ihr Mitgefühl und Solidarität für die Bewohner von Paris aus. Überhaupt ist durch die 10 ersten Plätze zu sehen, dass soziale Themen in diesem Jahr besonders im Fokus der Hashtags standen. Auf Platz 2 ist der Hashtag #BlackLivesMatter, der für die US-Bürgerrechtsbewegung und die Proteste gegen rassistische Polizeigewalt. Platz 3 und 4 belegen #MarriageEquality und #RefugeesWelcome.

  • COMET t3n: Comet: Erstes schwimmendes Smartphone der Welt erfolgreich finanziert: Mit dem Smartphone baden gehen. Das erste schwimmende Smartphone mit dem Namen Comet soll vorrausichtlich im nächsten Jahr auf den Markt kommen. Die Entwickler Comet Core mussten den ersten Versuch, das Gerät per Crowdfunding zu finanzieren, abbrechen. Via Indiegogo konnten sie aber nun genug Geld für das schwimmende Smartphone sammeln. Dennoch gibt es bisher nur einen Prototypen, der aber auf eine vielversprechende Qualität für den Markt hoffen lässt. Durch eine hochwertige Software soll das Smartphone an der Wasseroberfläche schwimmen können, das aber natürlich auch nur für kürzere Zeit.

  • HP Golem.de: Hewlett-Packard: HP gibt Produktion von preiswerten Tablets auf: Neue Produktions-Ausrichtung bei Hewlett Packard. Der Hersteller setzt bald nicht mehr auf die Produktion von preiswerten Tablets, um im Gegenzug mehr auf teurere und somit profitablere Geräte für das Unternehmen zu setzen. Ron Coughlin, President for Personal Systems bei HP, erklärt hierzu: “Wir konzentrieren uns auf Geschäftsmobilität, um Tablets für den Außendienst, Bildung, den Einzelhandel und das Gesundheitswesen anzubieten.” Im Fokus der Produktion stehen demnach Business-Tablets und-Detachables.

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Tipps zum Schutz vor ausspionierender Technologie

Ferngläser (adapted) (Image by stevepb [CC0 Public Domain] via Pixabay)Ferngläser (adapted) (Image by stevepb [CC0 Public Domain] via Pixabay)

Nicht nur die Geheimdienste, auch die uns im Alltag umgebende Technologie spioniert uns aus. Wir müssen den großen Tech-Unternehmen aber nicht zu viel von uns preisgeben. Wir werden täglich ausspioniert, jeder Klick, jeder Like und unsere Positionsdaten werden von den verschiedenen Geräten, die wir täglich nutzen, mitgeschnitten und an diverse Unternehmen übermittelt. Mit diesen persönlichen Daten zahlen wir letztendlich für die vielen kostenlosen Dienste von Google, Facebook und Co. – der Nutzer ist nicht Kunde sondern das Produkt. Doch mit wie vielen Informationen wir für diese Dienste bezahlen, können wir zu einem gewissen Grad selber bestimmen, auch wenn dies immer mit Kompromissen verbunden ist.

1. Facebook ‚Gefällt mir‘-Button

egal ob man Facebook nutzt oder nicht, der „like„- oder „Gefällt mir„-Button des Social Network ist auf jeder Website zu finden. Der Zweck ist ganz klar, dass man Websites, Personen, Artikel oder Marken liken kann, ohne die jeweilige Website verlassen zu müssen.
Ähnlich verhält es sich mit den „Share„-Buttons, über die sich Inhalte aus dem Web direkt in das Social Network teilen lassen. Doch beide Optionen funktionieren nicht nur einseitig: Der Preis, den der Nutzer für die Möglichkeit, überall und jederzeit mit Facebook interagieren zu können ist, dass das Unternehmen sehen kann, welche anderen Websites man besucht, auch wenn man auf diesen nicht interagiert, um dem Nutzer durch diese Informationen gezieltere Werbeanzeigen zu präsentieren. Das gleiche Prinzip gilt natürlich für alle anderen Social Buttons wie etwa von Google oder Twitter genauso.

Was kann man dagegen tun?

Wenn man sich jedes Mal abmeldet, wenn man Facebook schließt, kann das Unternehmen einen nicht mehr verfolgen und Informationen über das Surfverhalten sammeln. Der Nutzer muss allerdings den Kompromiss in Kauf nehmen, dass dies die Möglichkeit, immer und überall Inhalte liken oder teilen zu können, massiv einschränkt.

2. Smartphone-Ortungsdienste

iPhone-Besitzer, versucht mal folgendes: Geht auf „Einstellungen„, dann „Datenschutz“ und dann „Ortungsdienste„. Hier findet ihr eine Liste von allen Städten, in denen ihr euch regelmäßig aufhaltet. Wenn ihr auf eine bestimmte Stadt klickt, werdet ihr sehen, dass euer Smartphone all die Orte kennt, die ihr regelmäßig besucht, egal ob Zuhause, Arbeit, den Supermarkt um die Ecke oder die Stammkneipe.
Android-Nutzer sollten sich jetzt allerdings mit Häme zurückhalten, denn auch Google speichert die besuchten Orte inklusive kompletter Bewegungshistorie – schlimmer ist hier im Vergleich zu Apple sogar, dass diese Daten in der Cloud gesichert werden.

Was kann ich dagegen tun?

Sowohl unter iOS als auch Android gibt es die Option, die Ortungsdienste auszuschalten. Aber auch hier muss man wieder zwischen Privatsphäre und Komfort abwägen, denn ohne diese Ortungsdienste werden die Smartphones bedeutend schlechter darin, dem Nutzer brauchbare Vorschläge in der unmittelbaren Umgebung zu machen.

3. Uber

Okay, in Deutschland ist Uber derzeit ohnehin nur auf Sparflamme unterwegs, aber selbst in diesem Fall, oder natürlich bei der Nutzung im Ausland, speichert das Unternehmen sämtliche Reisedaten. Vordergründig um nachträgliche Dispute über die Reiseroute auszuschließen, oder im schlimmsten Fall, für die Versicherung. Doch auch wenn Uber immer wieder versichert, dass die Nutzerdaten sicher seien, hat sich das Unternehmen in der Vergangenheit selber nicht immer ganz daran gehalten.

Was kann ich dagegen tun?

In Deutschland ist die Antwort einfach: Uber nicht benutzen – einfach weil der Dienst nur sehr eingeschränkt verfügbar ist. Im Ausland wie etwa den USA wird dies schon schwieriger, da die althergebrachten, dafür aber anonymen Taxis oftmals deutlich teurer sind.

4. Mobiltelefonnetze

Ein Mobiltelefon verbindet sich über Funkmasten, sogenannten Zellen, mit dem entsprechenden Netz. Außer in sehr abgelegenen Regionen ist die Wahrscheinlich, dass sich mehr als ein Funkmast in der unmittelbaren Umgebung befindet, sehr hoch. Damit es aber nicht zu Mehrfachverbindungen und somit zu Chaos kommt, verbindet sich das Telefon zu einem Mast und wird an einen anderen übergeben, sobald man sich aus der einen Zelle rausbewegt. Daraus resultiert nun wenig überraschend, dass die Mobilfunkbetreiber ziemlich genau den derzeitigen und alle vergangenen Aufenthaltsorte ihrer Kunden kennen.

Was kann ich dagegen tun?

Benutze kein Mobiltelefon. Ernsthaft, das ist die einzige Möglichkeit, die man als Nutzer hat. Man kann zwar auch bei Telefonen mit wechselbarem Akku versuchen, diesen herauszunehmen, doch wenn immer man das Telefon wieder anschaltet, weiß der Netzbetreiber, wo man sich aufhält und außerdem muss man sich mit den lästigen Boot-Zeiten abfinden.

5. Ortstangaben in Exif-Daten

Jedes digitale Foto enthält eine Unmenge Informationen, die unter dem Exif-Standard gespeichert werden. Ursprünglich waren diese Daten vor allem für Fotografen gedacht, die an Angaben zu Belichtungszeit, Blende etc. eines Fotos interessiert sind. Der Exif-Standard wurde wie Digitalfotografie generell auch stetig weiterentwickelt und beinhaltet nun in vielen Fällen auch Ortsangaben, sobald die Kamera oder das Smartphone über GPS verfügt. Für Urlaubsfotos kann dies noch ganz spannend sein, aber wenn man die Fotos im Internet Fremden zugänglich macht, wird es schon deutlich heikler.

Was kann ich dagegen tun?

Nahezu alle Kameras erlauben es dem Nutzer, die Einbettung der Ortsangaben auszuschalten. Doch wenn man dies nicht getan hat, helfen zumindest die Social Networks wie Twitter oder Facebook den Nutzern, indem sie jegliche Metadaten aus den geposteten Bildern entfernen.

6. Gesichtserkennung

Wer schon mal Fotos mit Freunden auf Facebook oder Google+ gepostet hat wird wahrscheinlich überrascht und erschrocken gewesen sein, dass die Plattformen sehr treffsichere Vorschläge machen, wer sich auf dem Foto befindet. Auf der anderen Seite sind es nicht immer die Freunde, die einen bewusst auf einem Foto taggen, sondern die Gesichtserkennungs-Software des jeweiligen Unternehmens. Auch wenn es in einigen Fällen eine große Zeitersparnis darstellt, ist es in den meisten Fällen doch eher einfach gruselig, dass eine Website genau weiß, mit wem man da ein Selfie gemacht hat.

Was kann ich dagegen tun?

Vermeiden fotografiert zu werden, oder Freunde zu haben. Oder, wenn das vielleicht doch beides etwas unrealistisch ist, kann man zumindest ausschalten, dass man selber in Fotos anderer getaggt werden kann.

7. Spracherkennung

Siri lauscht zwar nur auf Befehl, Google Now kann auf Wunsch aber dauerhaft zuhören. Ebenso das von Amazon vorgestellte Echo, bei dem es mich nach wie vor verstört, mit welcher Begeisterung ein Gerät von der amerikanischen (und deutschen) Fachpresse aufgenommen wird, das einer Verwanzung des Hauses gleicht, für die man auch noch Geld bezahlt. Und zuletzt hat Samsung mit neuen Privatsphärerichtlinien für die eigenen Smart TVs für Schlagzeilen gesorgt, in denen den Nutzern geraten wird, keine persönlichen oder sensiblen Informationen vor den schlauen Fernsehern auszusprechen, da diese dauerhaft offene Ohren haben.

Was kann ich dagegen tun?

Schweigen ist Gold… Nein, die einfachste Möglichkeit sich vor eventuellen Lauschangriffen zu schützen ist, die Funktionen auszuschalten, seinen Smart TV verdummen zu lassen und Geräte wie Amazon Echo generell zu meiden. In diesen Fällen sollten die Nachteile recht gut zu verkraften sein.


Image (adapted) „Ferngläser“ by stevepb (CC0 Public Domain)

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5 Lesetipps für den 9. Oktober

In unseren Lesetipps geht es heute um DDoS-Trolle, Netzneutralität vs. Breitband, Verbraucherschutz, Gesichtserkennung im Teatreneu und Axel Springer ist beleidigt. Ergänzungen erwünscht.

  • THE GODS OF THE INTERNET CNET: Interview with a DDoS troll: Sich selber „The Gods of the Internet“ zu nennen deutet auf viele Probleme hin, aber scheinbar gibt einem die Fähigkeit DDoS-Attacken durchzuführen auch ein unglaubliches Gefühl von Macht. Michelle Starr hat sich mit Mitglieder der Gruppe DerpTrolling getroffen, die ihr einen Einblick in die DDoS-Trollszene gaben, für die derartige Angriffe eine zeitgemäße Form von Protest sind.

  • NETZNEUTRALITÄT Golem.de: Telekom-Unternehmen fordern „Qualitätsklassen“ fürs Netz: Auf Golem.de berichtet Thorsten Schröder, dass die Deutsche Telekom und Vodafone sich offen für die Einführung von „Qualitätsklassen“ im Internet aussprechen. Gegner nennen den Vorstoß zu Recht einen Angriff auf die Netzneutralität. Doch ähnliches plant scheinbar auch die CDU, wie Stefan Krempl auf Heise.de berichtet. Jens Koeppen (CDU), Vorsitzender des Bundestagsausschusses für die digitale Agenda, will Providern zusätzliche „Servicedienste“ erlauben, wenn sie ländliche Regionen an die Datenautobahn anschließen. Die SPD hält (noch) dagegen.

  • VERBRAUCHERSCHUTZ iRights.info: Meine Daten, meine Rechte und wie man sie durchsetzt: Fast jeder Dienst im Netz erfordert eine Anmeldung mit einem Benutzerkonto, selbst die App zum Pizzabestellen. Zugleich sind unsere Daten begehrte Ware im digitalen Markt. Michaela Zinke vom Verbraucherzentrale Bundesverband fasst auf iRights.info zusammen, welche Rechte man hat, an wen man sich wendet und welche Mühen und Überraschungen man dabei erleben kann.

  • GESICHTSERKENNUNG Digital Trends: Comedy club charges by the laugh using facial recognition tech: Das Comedy-Theater Teatreneu in Barcelona hat scheinbar einen neuen Weg gefunden, Geld zu verdienen und das auch noch erfolgsabhängig, was wahrscheinlich der Standup Comedy neue Impulse bringen wird. Oder auch eine sicherlich interessante Debatte über Datenschutz, denn das Teatreneu verwendet eine Gesichtserkennungssoftware, um die Lacher der einzelnen Zuschauer im Publikum zu erfassen. Einmal Lachen kostet 30 Cent, die auf den Ticketpreis aufgeschlagen werden. Bei 24 Euro gibt es eine Bremse, damit besonders vergnügte Gäste nicht arm werden.

  • AXEL SPRINGER Macnotes.de: Springer-Presse schießt jetzt gegen Apple und Google: Thank you for pointing out the obvious, Macnotes. Alexander Trust hat noch einmal schön aufgezeigt, wie sich die Berichterstattung über Apple und Google in Medien des Axel Springers Verlag von deren Beziehungen zu diesen Firmen verhalten. Und die kühlten zuletzt ab, was Computer BILD und BILD-„Zeitung“ zu teils sehr obskuren Meldungen über die beiden Konzerne veranlasste. Zum Beispiel darüber, dass das neue iPhone 6 zur Haarausfall führt, also dem Ausfallen bzw. Ausreißen eines einzigen Haares. Mit ähnlichen Berichten der Computer BILD hat sich Philipp Biel erst letzte Woche auseinandergesetzt.

Auf Startnext.de kann noch die nächsten 22 Tage das Crowdfunding-Projekt unserer Autorin Gina Schad unterstützt werden: „Durchgedreht mit…„.

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5 Lesetipps für den 18. August

In unseren Lesetipps geht es um mobile Nachrichten-Apps, Cyberpunk, die Zukunft von LinkedIn, Überwachung und Startups, die auf Datenschutz setzen. Ergänzungen erwünscht.

  • MOBILE FIRST Monday Note: The Future of Mobile Apps for News: Auf Mondaynote.com haben Frédéric Filloux und Jean-Louis Gassée einen Artikel über die Zukunft mobiler Nachrichten-Apps geschrieben und mir klar gemacht, warum ich die Apps von Süddeutsche.de, Stern.de & Co. so schlimm finde, warum das auch sieben Jahre nach dem ersten Smartphone noch so ist und wie sich Nachrichten-Apps in Zukunft entwickeln werden. Die Antwort hat viel mit dem Verständnis von Technologie und die Auswertung von Nutzerdaten zu tun, also zwei Sachen mit denen man sich in Deutschland gerne schwer tut.

  • CYBERPUNK Open Culture: 1990 Documentary Featuring William Gibson & Timothy Leary Introduces the Cyberpunk Culture: Unmittelbar mit der Digitalisierung unser Gesellschaft entstand der Begriff „Cyberpunk“, der seit den 80er Jahren in Videospielen, der Literatur, Filmen und natürlich der Berichterstattung über Technologisierung verwendet und geprägt wurde. Colin Marshall hat auf Openculture.com ein interessante Dokumentation aus dem Jahr 1990 ausgegraben, die man sich hierzulande mithilfe der Umleitung über einen Proxy-Server anschauen kann und die einen spannenden Einblick in Cyberpunk gibt.

  • LINKEDIN The Economist: Workers of the world, log in: Das kommt jetzt vielleicht aus der Schublade mit den Aufschrift „Phantasievolle Geschäftsmodelle“, aber im The Economist ist ein interessanter Artikel erschienen, der erst lesenswert erklärt, wie LinkedIn die Vermittlung von professionellen Berufstätigen revolutionierte, durch das enorme Mitgliederwachstum in Zukunft aber höhere Ziele haben könnte. Wohl kein Unternehmen sammelt global so viele Daten über Arbeitsmärkte wie LinkedIn. Was liegt da näher als den weltweiten Arbeitsmarkt zu analysieren und damit der größte Wirtschaftsversteher der Welt zu werden? Das ist nicht nur für die Wissenschaft interessant, sondern auch für die Politik und expansionsfreudige Unternehmen. Sie sind am Zug, Mr. Weiner.

  • ÜBERWACHUNG Noisey: How Boston Police Used Facial Recognition Technology to Spy on Thousands of Music Festival Attendees: Nach dem Bombenanschlag beim Boston-Marathon wirkte es so, dass die Stadt vor allem durch Gesten der Solidarität auf den Terrorismusakt reagiere. Die Polizei natürlich nicht, wie sich jetzt über ein Jahr später bei einem weiteren Bostoner Großevent zeigt. Zwar war wenig Polizei auf dem Musik-Festival zu sehen, das lag aber daran, dass fast das gesamte Publikum elektronisch überwacht wurde und Gesichtserkennungssoftware zum Einsatz kam. In Vices Musikableger Noisey schreibt Luke O’Neil über die Überwachung des Festivals und das Gefühl, wie ein Verdächtiger behandelt zu werden.

  • STARTUPS Wall Street Journal: Snowden wird zum Geburtshelfer für Startups: Im Wall Street Journal schreibt Stephan Dörner über Startups, die die durch Edward Snowden aufgedeckte Überwachung zum Anlass genommen haben, ihr Geschäftsmodell auf den europäischen Standortvorteil Datenschutz aufzubauen. Wenn aber ein paar Mailanbieter, wenig erfolgreiche und schlecht umgesetzte Messenger, sowie ein Serveranbieter, von dem Sicherheit auch schon vor Snowden erwartet wurde, alles sind, was als Reaktion der Startup-Szene angesehen werden kann, sehe ich eigentlich keine richtige Wirkung. Und warum sollten sich auch Firmen nach einem angeblichen Sicherheitsbedürfnis der Kunden ausrichten, wenn diese weiterhin Dienste wie Facebook, Dropbox, Google. Skype oder WhatsApp nutzen? Die deutschen Standards im Datenschutz sind wirklich gut, aber Nutzungsverhalten macht nicht an Ländergrenzen halt.

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Facebook schließt Gesichtserkennung – und jetzt, Herr Weichert?

Die Sammlung biometrischer Daten durch Facebook ist vorerst gestoppt. Doch wie sieht es in anderen Bereichen des öffentlichen Lebens aus?

Facebook bekommt ein Lob für seinen Datenschutz. Was vor ein paar Monaten noch undenkbar war, ist tatsächlich eingetreten. Heute Nachmittag haben die irischen Datenschützer ihren Bericht der monatelang zusammengetragenen Untersuchung in der Causa „Facebook vs. Europe“ veröffentlicht. Das Ergebnis so scheint es, ist zufriedenstellend. Facebook habe den Großteil seiner Mängel behoben. Der größte Vorstoß aber wird wohl sein, dass das soziale Netzwerk seine Gesichtserkennungs-Software vorerst einstellt. Weiterlesen »

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Werden Passwörter und PINs bald überflüssig sein?

Passwörter und PINs sind ja ganz nett. Aber seien wir doch mal ehrlich. Für jeden halbwegs talentierten Hacker ist es ein leichtes sie auszulesen und zu nutzen. Etwas sicherer wird es da schon mit biometrischen Daten. Der Fingerabdruck-Scan beispielsweise ist inzwischen in weiten Teilen der Informationstechnologie gang und gäbe. Es gibt ihn bekanntlich auch bereits als Hardware-Komponente an vielen PCs und Laptops für den privaten Gebrauch. Weitere Möglichkeiten, wie z.B. die Iris-Erkennung sind ebenfalls schon lange erforscht und entwickelt, aber haben es bisher eher auf Systeme im unternehmerischen Umfeld geschafft. Diese Möglichkeiten, so einzigartig sie auch sind, haben allerdings einen Makel: die Informationen werden sich nie ändern, da sich sowohl der Fingerabdruck sowie auch die Iris von der Geburt an nicht weiterentwickeln.

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Facebook: Gesichtserkennung in Deutschland gestartet!

Facebook DatenschutzEin neuer Facebook-Algorithmus scannt die Bilder aller User und benachrichtigt sie, die Freunde zu markieren, deren Gesicht erkannt wurde. Technisch eine Meisterleistung! Aus Sicht des Datenschutzes ist das allerdings wieder einmal eine Katastrophe. Diese smarte Funktion wurde erneut aktiviert, ohne die Facebook-Nutzer vorher zu benachrichtigen. Nach einer halbjährigen Betaphase in den USA, wurde die Erkennung vorgestern freigegeben und ließ Datenschützer bereits aufhorchen!

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Flickr jetzt mit Gesichtserkennung

Mit Hilfe von PolarRose kann die Foto-Sharing-Plattform Flickr jetzt auch Gesichter erkennen. Noch nicht ganz allein und auch nicht hundertprozentig zuverlässig, aber hier entsteht etwas sehr spannendes. PolarRose, ein schwedisches Startup, arbeitet schon lange an Gesichtserkennungssoftware. Durch die Kopplung an Flickr und Facebook ist der Dienst jetzt erstmals in freier Wildbahn verfügbar. Bislang ist das Ganze noch etwas umständlich: PolarRose gleicht Facebook- und Flickr-Kontakte ab, findet auf Flickr Fotos der Facebook-Freunde und markiert sie mit dem entsprechenden Namen auf Flickr. (Grund hierfür ist offenbar ein Detail in den Nutzungsbedingungen der Facebook-Schnittstelle.) Wir können aber wohl davon ausgehen, dass die Integration beider Dienste schon sehr bald runder laufen wird. Nachdem Google Picasa und Apple iPhoto ist damit schon der dritte Dienst am Start, der Ernst macht mit halbautomatisierter Gesichtserkennung. Und das ist sicherlich erst der Anfang. Persönlich bin ich immer ein wenig hin- und hergerissen zwischen Faszination über die Technik und Bedenken hinsichtlich der Privatsphäre. Mich würde interessieren, wie ihr das seht – lasst mich wissen, wie ihr dazu steht!

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