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Netzpiloten @ //Slash

Chasing new tech ist für uns Netzpiloten natürlich von jeher ein großer Spaß! Deshalb lieben wir Hackathons und freuen uns, dass wir vom 29. bis 31.März beim Slash Hackathon in Berlin dabei sein werden. An der Berliner CODE Universität kommen für ein Wochenende 100 Teilnehmer aus mehr als 20 Ländern zusammen um coole Tech-Projekte anzugehen. Die Teilnehmer sind zugleich auch Vortragende, was die Veranstaltung in dieser Form einzigartig macht. Wir freuen uns drauf!

Welche Mentoren werden da sein?

Zu den Mentoren des Wochenendes gehört Jaycee Day, Senior UI/UX & Conversational Designer. Sie hat unter anderem einen Chatbot für Zalando entwickelt und Fallstudien für die UC Berkeley geschrieben. Spannend wird es sicherlich auch mit Philipp Adamidis, Incubation Manager beim Max-Planck IT Inkubator. Als Jungunternehmer und Mitbegründer eines E-Sport-Unternehmens bringt er die nötigen Kompetenzen und Erfahrungen in der Unternehmensgründung mit. Wir freuen uns auch auf den smarten Boas Bamberger, Co-Founder & Head of Data Science, AIVY. Der junge Doktorand hat Erfahrungen in verschiedenen Studien-und Arbeitsbereichen, unter anderem in professionellem Recruitment und wird ebenfalls sein fachliches Wissen mit den Anwesenden teilen.

Um welche Themen und Formate geht es?

  • Startup-Tour
  • Workshops
  • BarCamp
  • Get together & activities

Und sonst noch?

Die Slash Hackathon ist eine Initiative von Studierenden für Studierende. Applications sind bereits geschlossen, aber wir werden hier auf Netzpiloten.de über das Event berichten.

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Sphero Bolt im Test: Roboterball mit Bildungsauftrag

Auch vor der Spielzeugindustrie macht die Digitalisierung und Vernetzung nicht Halt. Das zeigt sich unter anderem beim französischen Hersteller Sphero, der bereits vor einiger Zeit mit dem Star-Wars-BB-8 für Aufsehen sorgte. Er lässt sich allein durch ein Armband steuern. Der neu vorgestellte Bolt geht noch einen Schritt weiter und bietet zusätzlich intelligente Apps und Software zum Programmieren des Spielgerätes. Schüler sollen so an entsprechende Informatik-Grundlagen herangeführt werden. Ich habe herausgefunden wie sich das Gadget im Alltag schlägt und ob man wirklich davon lernen kann.

Bereits äußerlich lässt der Sphero Bolt Nerdherzen höher schlagen. Unter dem transparenten Gehäuse lassen sich nämlich die einzelnen Bauteile haargenau erkennen. So wird etwa deutlich, dass sich die flinke Kugel durch zwei rotierende Räder bewegt und durch eine tiefsitzende Stahlkugel im Gleichgewicht gehalten wird. Auf der Oberseite findet sich zudem ein 8 x 8 Pixel messendes LED-Panel, über das Informationen und Emojis angezeigt werden können.

Steuern oder steuern lassen

Um den Sphero Bolt nutzen zu können, ist eine der beiden Sphero-Apps vonnöten. Für den schnellen Spaß zwischendurch empfiehlt sich Sphero Play. Mit ihr lässt sich der Roboterball manuell steuern. Das Verbinden sowie Ausrichten des Geräts geht schnell und unkompliziert von der Hand. Dann kann der Spielspaß auch schon los gehen.

Sphero bietet verschiedene Steuermodi an: Zum einen traditionell per Steuerkreuz oder Smartphone-Neigung. Andererseits lässt sich die clevere Kugel auch per virtuellem Kick, Schleuderbefehlen oder auch Stimme (also Lautstärke) bewegen. Zudem kann der Bolt als Joystick genutzt werden. Dafür bietet der Hersteller drei Minigames an, bei denen der verbaute Gyrosensor zum Einsatz kommt. Allesamt spannende Features, allerdings wird‘s so schnell langweilig.

Die flinke Kugel lässt sich unter anderem per Joystick steuern. Image by Jonas Haller

Edu-App bringt (nicht nur) Kindern das Programmieren nahe

Interessanter ist da schon die Edu-App. Mit ihrer Hilfe lassen sich kleine Programme zu steuern des Sphero Bolt schreiben. Dafür muss man allerdings kein Informatiker sein. Die einzelnen Befehle werden übersichtlich als Blöcke angezeigt. Zudem sind sie nach ihrem Typus kategorisiert. So finden sich selbst blutige Programmier-Anfänger schnell zurecht. Und das ist auch gut so, denn der Hersteller will mit der App vor allem Kinder für Programmcode begeistern und die informatischen Mechanismen nahebringen. Optional bietet Sphero auch den Zugang zu Programmen anderer Nutzer an – allerdings lediglich für Kunden mit kostenlosem Sphero-Konto.

Die Sphero Edu-App gibt Nachhilfe in Sachen Programmieren. Screenshot by Jonas Haller

Wer eher auf einfachere Eingabemethoden steht, dabei allerdings den Programmierfaktor nicht außer Acht lassen will, kann Bewegungen auch zeichnen. Dabei malt man in das entsprechende Feld einfach beliebige Geometrien oder Buchstaben und schon fährt Bolt die Spur ab. Wichtig ist dabei den Maßstab im Auge zu behalten, um Kollisionen mit Stühlen oder Möbelstücken zu vermeiden. Natürlich lassen sich die Programme jederzeit unterbrechen. Im Test funktionierte das Feature etwas ruckelig und Buchstabenfolgen waren nicht immer als solche erkennbar.

Zwei Stunden Akkulaufzeit sorgen für ausgedehntes Spielvergnügen

Im Inneren des Bolt verbaut Sphero ein schmales Akkumodul – zumindest was die geometrische Ausdehnung betrifft. Denn in der Praxis hält er mit zwei Stunden erstaunlich lang. Das innovative Gadget kann so problemlos in der Schulstunde eingesetzt werden. Zum Aufladen legen die Franzosen eine induktive Basisstation bei. Innerhalb von einer Stunde ist der Energiespendern wieder vollständig mit Strom versorgt.

Sphero liefert eine induktive Ladestation zum Bolt. Image by Jonas Haller

Fazit Sphero Bolt: Spannendes Spielzeug mit Wissensmehrwert

Kinder und Jugendliche für digitale Produkte zu begeistern ist heutzutage kein Kunststück mehr. Doch nur wenige interessieren sich für die Grundlagen der Geräte und die Software. Mit der spannenden Bolt-Kugel versucht Sphero bei den Heranwachsenden das Interesse zu wecken. Die Idee ist nicht schlecht und besonders die zugehörige Edu-App durchdacht und leicht verständlich. Zahlreiche Funktionen erlauben den einfachen und barrierefreien Einstieg in die Welt des Programmierens. Selbst „richtiger“ Programmcode kann mit JavaScript erlernt werden.

Doch gerade für ambitionierte Lerner findet das Vergnügen allzu schnell ein Ende. Es mangelt einfach an Sensoren, etwa zur Annäherung oder eine Kamera. Wie beeindruckend wäre es, wenn Sphero Bolt Hindernisse oder explizit Gegenstände erkennen könnte. Zwar können mehrere Roboterbälle miteinander über Infrarot kommunizieren, doch der Kreativität sind doch schnell Grenzen gesetzt.

Auf der Habenseite steht ein ausdauerndes Gadget, dass sicher nicht nur Kinder in Staunen versetzt. Die lange Akkulaufzeit sowie diversen Steuerungsoptionen und die Einsatzmöglichkeit als Game-Controller sind positiv. Mit 170 Euro bietet der Sphero Bolt ein gerade noch akzeptables Preis-Leistungsverhältnis. Wobei sicher nicht jede Familie im Stande ist ihrem Sprössling ein solch teures Spielzeug zu ordern.

Der Sphero Bolt lässt sich auch prima als Gamecontroller einsetzen. Image by Jonas Haller

Hier findet ihr den Amazon-Link zum Sphero Bolt (Provisions-Link)


Images by Jonas Haller

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  • FIREFOX QUANTUM chip: „Wir fangen gerade erst an“: Firefox-Chef verrät, wie er Chrome wieder einholen will: Mozilla sagt Google den Kampf an. Firefox Quantum soll dem Google-Browser Chrome mächtige Konkurrenz machen. Nach über einem Jahr hat Mozilla nun die neue Version des Open Source Broswers vorgestellt. Die Entwickler haben rund 75 Prozent der 6,8 Millionen Zeilen Code umgeschrieben. Was Firefox 57 vor allem konkurrenzfähig macht sind die hohe Geschwindigkeit und gleichzeitig der wenige Speicherplatz der Software. Bei Mozilla hat sich in den letzten Jahren wenig getan, Firefox Quantum oder 57 soll deswegen frischen Wind in den Browser-Markt wehen.

  • NETZSPERREN netzpolitik: EU-Parlament: Mit dem Verbraucherschutz kommen Netzsperren: Ob es eher als Schutz oder mehr als Zensur gelten soll ist Ansichtssache. Das EU-Parlament hat jetzt jedenfalls eine Regelung in die EU-Verordnung hinein verhandelt, die den europäischen Verbraucherschützern künftig das Recht verleiht, Netzsperren zu verhängen. Sie können damit unliebsame Inhalte aus dem Internet verbannen, ohne eine richterliche Genehmigung einholen zu müssen.

  • HYPERLOOP wired: Sieht so der realistischere Hyperloop aus?: “The End of Traffic” das möchte die US-amerikanische Firma Arrivo schaffen. Schon 2021 soll der Verkehr in Denver damit revolutioniert werden. Die Firma des Ex-Hyperloop-Mitarbeiters Brogan BamBrogan will damit eine realistischere Version des Hyperloops anbieten. Statt Vakuumröhren sollen eine Kombination aus PKWs und Magnetschlitten die Bevölkerung auf parallel Highway verlaufenden Trassen befördern .

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  • GOOGLE GLASS t3n: Google Glass ist zurück – und soll diesmal die Industrie erobern: 2014 wollte Google die Augmented-Reality-Brille im Konsumentenbereich etablieren und konnte sich im Handel nicht durchsetzen. Ein Jahr später wurde der Verkauf bereits gestoppt. Jetzt soll die Brille – jetzt nur noch Glass genannt, da sie nicht mehr von Google entwickelt wird – ein Hilfswerkzeug für Handwerker werden. In Kooperation mit verschiedenen Dienstleistungspartnern hat das Unternehmen „X“ individuell zugeschnittene Lösungen. Mögliche Einsatzbereiche sind Medizin, Logistik, Marketing oder Industrielle Arbeit wie Autoherstellung. Ersten Ergebnissen eines Testunternehmens zufolge, soll die Brille die Produktivität in der Fertigung um 25 Prozent gesteigert haben.

  • QR CODE wired: The Curious Comeback of the Dreaded QR Code: QR Codes schienen lange wie die Innovation der Zukunft, bis sie von ihre Popularität verloren. Ihre Handhabung war zu umständlich für viele Nutzer. Aber mit der Entwicklung von Social Media QR Codes hat das System ein schleichendes Comeback gefeiert. Unternehmen wie Snapchat, Facebook oder Spotify nutzen ein QR Code System um Nutzer schnell miteinander verbinden zu können. Grund für das Comeback ist unter anderem auch der Fortschritt der Kameras, die mittlerweile auch ohne spezielle QR Code App diese erkennen und scannen können. War das System also nur zu weit vor seiner Zeit?

  • ZALANDO handelsblatt: Warum Zalando Amazon nicht fürchten muss: Abo-Dienste für Premium Kunden sind in der heutigen Zeit keine Besonderheit mehr. Zalando führt nun in Konkurrenz zu Amazon Prime ebenfalls einen Premium Abo Service „Zet“ ein. Dienstleistungen des Service sollen taggleicher Versand oder ein Stylisten-Beratungsservice. Zuvor hatte Amazon mit „Prime Wardrobe“ ein neues Konzept angekündigt, mit welchem Kunden vor Bezahlung die Klamotten anprobieren konnten und Zalando so vor eine kommende Krise gestellt.

  • NOTE 7 heise: Samsung schlachtet Debakel-Smartphone Galaxy Note 7 aus: Das südkoreanische Unternehmen Samsung kündigte in einer Pressemitteilung an, dass sie konkrete Recycling Pläne für das zurückgerufene Smartphone Galaxy Note 7 erarbeitet haben. Die Smartphone sollen demnächst ausgeschlachtet werden, um zum Beispiel die Edelmetalle, die in der Technik der Geräte verarbeitet sind zu extrahieren. Noch intakte Bauteile wie OLED-Displays oder Kameramodule sollen als Ersatzteile für Reperaturen genutzt werden. Mit diesen und weiteren Maßnahmen möchte Samsung Nachhaltig handeln. Das Problem des Smartphones war in erster Linie der Akku, der bei Überhitzung in Flammen aufging.

  • KOOPERATION golem: Microsoft will an autonomen Autos mitentwickeln: Das Softwareunternehmen Microsoft ist eine strategische Partnerschaft mit dem chinesischen Unternehmen Baidu eingegangen, um an der Entwicklung von autonomen Autos mitzuwirken. Baidu hatte erst kürzlich ein Open-Source-Betriebssystem vorgestellt, dass jede Autofirma nutzen kann. Neben Microsoft sollen auch Nvidia, Ford und Intel an der Entwicklung dieses Open-Source-Systems beteiligen.

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  • E-COMMERCE t3n: 2017 ist da – und das sind die 4 wichtigsten E-Commerce-Trends: Trends sind im Allgemeinen vor allem eins – kurzlebig. Deswegen beleuchten die Kollegen von t3n vor allem langfristige Entwicklungen im E-Commerce 2017. Sogenannte „Monobrands“ sollen Markenerlebnisse schaffen, dabei stützt sich eine Marke auf ein einzelnes, zentrales Produkt und baut ihr gesamtes Konzept darum auf. „Neue Marken“ entstehen so auch direkt in Online-“Ökosystemen” wie den Amazon- oder eBay-Marktplätzen. Außerdem wird sich die Frage gestellt, ob der klassische Händler stirbt und wie wichtig eigene Produkte und Handelsmarken sind und Verbesserung, Modifizierung und Entwicklung von Produkten ist.

  • INTERNET zeit: Die große Angst vor dem Internet: “Das Internet ist für uns alle Neuland” ist ein Satz, den die Bundeskanzlerin Angela Merkel bereits vor Jahren äußerte. Tatsächlich sei die Angst der Politik vor dem Internet groß wie nie. Infolge des Medientrubels um die US-Wahl sind die Bedenken in Bezug auf Fake-News, Social Bots und bezüglich Leaks groß. Die Bundesregierung befürchtet eine ähnliche Welle an Fake-News (eine mazedonische Kleinstadt lebte während der US-Wahl quasi davon) wie in den USA und entsprechenden gezielten Desinformationskampagnen.

  • VORRATSDATENSPEICHERUNG heise: Wegen Vorratsdatenspeicherung: Threema prüft Wegzug aus der Schweiz: Vorratsdatenspeicherung ist ein leidiges Thema, denn wenn man in beliebten sozialen Netzwerken unterwegs ist, kommt man über kurz oder lang nicht darum herum. Threema ist ein im deutschsprachigen Raum beliebter Krypto-Messenger, das heißt er ist zumindest sicherer als andere beliebte Messagingdienste. Die Firma will sich jetzt aufgrund eines neuen Verordungsentwurfs ihrer Heimat, der Schweiz, entziehen. Gemeint ist das für den März angesetzte überarbeitete Bundesgesetz zur Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs (BÜPF).

  • AMAZON golem: Mehr Spaß mit Amazons Dash-Button: Das Prinzip des Amazon Dash-Buttons ist einfach, drückt man ihn, wird automatisch das jeweilige alltägliche Verbrauchsgut nachbestellt. Der Hardware-Hacker „hunz“ hat den Button jetzt auseinander genommen und es ermöglicht Code auf dem Gerät auszuführen. Dies hat er auf dem Chaos Communication Congress in Hamburg präsentiert und schilderte den Vorgang bis ins Detail und zeigte so auch Schwachstellen in der Firmware von Amazon und in Bezug auf den Verbraucherschutz auf. Hunz plant keine weitere Forschung am Gerät, steht Bastlern aber zur Seite.

  • BIG DATA ndr: Big Data: Gefahren für Journalisten: David Kriesel speichert jeden Artikel von Spiegel Online – und das seit zwei Jahren. Auf dem Hackerkongress 33c3 in Hamburg hat er die Ergebnisse seiner Analyse vorgestellt. Er zeigt auf, welche, teils sensible, Erkenntnisse durch solche öffentlich verfügbaren Daten gewonnen werden können, wie beispielsweise Kategorien wie Veröffentlichungszeitpunkt, Artikellänge oder Ressort (wie „News“, „Kultur“ oder „Politik“).

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Codemotion Berlin 2016

Partner-Codemotion

Am 24. und 25. Oktober findet die größte Tech-Konferenz in Europa statt. Die „Codemotion“ ist ein Konferenzkonzept, welches mittlerweile in über acht europäischen Städten wie Rom, Madrid oder Milan vertreten ist. Wie schon im letzten Jahr wird die Konferenz auch in Berlin in der Kulturbrauerei veranstaltet.

Es dreht sich alles um Themen wie Big Data, Internet of Things und Sicherheit. Mit mehr als 24 kooperierenden Communities wird die Veranstaltung ein wahres Fest für Programmier- und Techjunkies. Die Konferenz ist eine Plattform für internationale Entwickler, Ingenieure und Programmierer, auf der sie Ideen austauschen, auf neue Projekte aufmerksam machen und über die Facetten von Programmierung sprechen können. Auf der Codemotion geht es vor allem darum, den Enthusiasmus am Programmieren zu teilen und sich inspirieren zu lassen. Außerdem können die Besucher Wissenswertes lernen und sich vernetzen.

Communities wie up.front, Women Who Code, Hacking Health und Rust Berlin zeigen euch zudem, wie ihr über den Tellerrand schauen und thematische Barrieren überwinden könnt.

Bereits letztes Jahr war die Veranstaltung in Berlin mit über 400 Besuchern ein voller Erfolg. Für dieses Jahr haben sich die Organisatoren noch ein paar Besonderheiten einfallen lassen. Neben den drei Bühnen für Vorträge, wird es eine separate Community Stage und spezielle Räume zum Austauschen und Vernetzen geben. Außerdem werden über 40 spannende Vorträge zu verschiedenen Themenbereichen wie Handys, Sprachen und Innovationen gehalten.

Zudem gibt es ein vielversprechendes Nebenprogramm, denn die Communities haben schon vor Beginn der Konferenz einen 20-minütigen Talk ihrer Wahl abseits des üblichen Call for Papers-Prozesses eingereicht – also lasst euch einfach überraschen.

Zu den Speakern zählen unter anderem Fred George, er ist Berater im Industriebereich und programmiert bereits seit mehr als 46 Jahren in über 70 Sprachen. Auch Jessica Rose, selbst erlernte Technologin, wird einen Vortrag halten. Sie beschäftigt sich vor allem mit der Förderung von dem Zugang zu technischer Bildung und digitalen Medien.

Auf der zweitägigen Entwicklerkonferenz werdet ihr etwa 70 Speakern begegnen und zwei innovative, kreative und vor allem spannende Tage erleben. Tolle Projekte, Ideen und Möglichkeiten erwarten euch. Für nur 165 Euro könnt ihr Teil der Konferenz werden.

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Coding da Vinci Nord: Der Kultur-Hackathon kommt nach Hamburg

Coding da Vinci 2015 - Auftakt (Image by Open Knowledge Foundation Deutschland [CC by 2.0] via Flickr

Coding da Vinci ist ein Event aus Berlin, das sich seit 2014 dafür einsetzt, dass digitalisierte Informationen von Kulturinstitutionen – wie beispielsweise Museen – für alle frei zugänglich und nutzbar gemacht werden. 2016 wird es unter dem Namen „Coding da Vinci Nord“ erstmals in Hamburg stattfinden. Ziel des Projektes ist die Vernetzung von Kulturinstitutionen mit Entwickler_innen, Designer_innen, Geisteswissenschaftler_innen und Künstler_innen: Im Rahmen von Kultur-Hackathons, die vom Kick-off-Wochende bis zur Präsentation der Projekte mehrere Wochen dauern, entstehen aus diesen frei nutzbaren Kulturdaten Apps, Dienste, Spiele und Visualisierungen. Das bringt für die Teilnehmer_innen vor allem Spaß an der Entwicklung mit ungewöhnlichen, nicht-kommerziellen Daten und Erfahrungsaustausch mit anderen.

 

Das ist der Hackathon, der wirklich Spaß macht, weil mal kein Business, sondern Kultur im Vordergrund steht – einfach Klasse!“, meinte Coding da Vinci-Teilnehmer Eric schon im vergangenen Jahr.

Die Projekte, die im Rahmen der Berliner Hackathons 2014 und 2015 entstanden sind, kann man sich auf der Website von Coding da Vinci ansehen. Darunter ist beispielsweise eine App zur Bestimmung von Pflanzenarten, welche Daten des Botanischen Gartens nutzt oder eine Anwendung, welche den Nutzer anhand von Bildern aus dem Stadtmuseum Berlin auf einen historischen Streifzug schickt. Auch Hardwareprojekte wie der Cyberbeetle oder der verspielte zzZwitscherwecker sind bei Coding da Vinci entstanden.

Ab in den Norden

Am 17. und 18. September startet Coding da Vinci Nord in Hamburg mit einem Auftakt-Event, zu dem ca. 125 Teilnehmer_innen erwartet werden. Im Anschluss können die Teams, die sich vor Ort finden, sechs Wochen lang an ihren Projekten tüfteln, bevor sie in einer Abschlussveranstaltung unter Beisein der Öffentlichkeit prämiert werden. Coding da Vinci Nord wird von einem Team von neun ehrenamtlichen Mitarbeiter_innen organisiert. Das Projektmanagement in der Hansestadt übernimmt Philipp Geisler, der auch bei „Code for Hamburg“ ehrenamtlich tätig ist.

CDV-Nord_Kacheln-2016

Im Unterschied zu den Berliner Veranstaltungen werden die Institutionen und Teilnehmer dieses Jahr vorwiegend aus dem norddeutschen Raum und nicht mehr aus ganz Deutschland stammen. „Die regionale Ausrichtung des Hackathons soll für mehr Nachhaltigkeit in den Beziehungen zwischen den Kulturinstitutionen und den Entwickler_innen sorgen“, erklärt Geisler den lokaleren Fokus. „Wir können den Entwicklerteams aus der Region persönliche Treffen und Workshops vor und während der Hackathon-Phase bieten.“ Auch die Unterstützung von kleineren Institutionen bei der Aufbereitung der Datensets sei so einfacher umsetzbar: „Kulturinstitutionen sind oft noch unsicher, ob sie ihre Daten freigeben sollen“, so Geisler. „Coding da Vinci ist auch entstanden, um diese Angst abzubauen.“

Hanseatisch hacken

Der Standort Hamburg für das erste lokale Event hat sich laut Philipp Geisler daraus ergeben, dass die hier angesiedelten Museen schon recht weit sind in der Digitalisierung ihrer Daten. Das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe hat beispielsweise seine Sammlung, soweit sie bereits digitalisiert wurde, öffentlich ins Netz gestellt und stellt diejenigen Werke unter Public Domain, bei denen die ursprünglichen Urheberrechte ausgelaufen sind. Neben dem Museum für Kunst und Gewerbe werden auch das Archäologische Museum Hamburg, die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky und das Museum der Arbeit beim Hackathon im September dabei sein. Aktuell ist das Team um Geisler damit beschäftigt, weitere Institutionen bei der Bereitstellung von Datensets zu unterstützen sowie finanzielle Mittel für das Projekt zu sichern.

Für Hamburg selbst bietet die Veranstaltung großes Potenzial. Philipp Geisler meint:

Coding da Vinci macht die Diskussion rund um offene Daten einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich und und bringt durch die Vernetzung zwischen der Kultur- und Entwicklerszene sowie durch unsere Beratung etwas Schwung in die Entwicklung.

Auch werden unter den Projekten naturgemäß einige sein, die sich mit hanseatischer Historie auseinandersetzen und den Bürgern einen neuen Zugang zur Geschichte der eigenen Stadt ermöglichen.

Wer nun Lust bekommen hat, das Ganze selbst auszuprobieren, kann sich ab Ende Juni per Mail hier anmelden. Wir wünschen frohes Hacken!


Image by Kathrin Kaufmann
Beitragsbild „Coding da Vinci 2015 – Auftakt“ by Open Knowledge Foundation Deutschland [CC by 2.0]


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BotCamp 2016:?Der Weg zum ersten Chat-Bot für Festivals und Konferenzen

20160602 BotCamp 2016 01 Titelbild

Der erste BotCamp-Hackathon fand vom 28. bis 29. Mai 2016 im Ahoy! Berlin statt und wurde von kreait und Red Bull ausgerichtet. Ziel der Veranstaltung war es, sich mit Gesprächsalgorithmen auseinanderzusetzen und nach geeigneten Nutzungskonzepten zu suchen. Mein persönliches Ziel war es, mehr über die Vor- und Nachteile der schriftlichen und teil-automatisierten Interaktion mit Marken herauszufinden.

Build the conversation

Zusammen mit Denis Weber, Marvin Schramm, Andreas Böhm und Rouven Malecki habe ich mich innerhalb des 24-stündigen Hackathons dem Thema Events gewidmet. Wir sind alle große Musikfans und da war es schnell beschlossene Sache, dass wir uns an die Umsetzung eines Chat-Bots für Festivals und andere Großveranstaltungen machen wollten. Denn je mehr Menschen an einem Fleck zusammenkommen, desto leichter ist es, den Überblick zu verlieren ?—? und dabei können einem Bots super helfen.
Mit der Snapchat-Story kann man einen kleinen Eindruck vom Hackathon gewinnen:

Bevor wir mit dem Coden begonnen haben, mussten wir uns erst einmal darüber einig werden, welche Rolle so ein halb-intelligenter Begleiter auf einem Festival oder einer Konferenz einnehmen sollte. Als besonders großen Pain-Point haben wir empfunden, dass man sich für jede Veranstaltung eine eigene App herunterladen muss. Da wäre es doch viel einfacher, mit dem Organisator oder dem Veranstalter einfach eine Konversation im bestehenden Messenger am Laufen zu haben! Unser Bot sollte also die Identität des jeweiligen Events annehmen können. Um den Prototyp möglichst einfach zu halten und niemanden auf die Füße zu treten, überlassen wir den Teil mit der Persönlichkeit jedoch den späteren Markenvertretern. Wir waren viel mehr daran interessiert, den Funktionsumfang aufzuzeigen.
Und so sah das aus:

20160602 BotCamp 2016 02 Post-its
Funktionsübersicht für den Prototypen, Image by David Streit

Chat-Bots zeichnen sich durch eine dialogbasierte Nutzerführung aus. Unsere Frage lautete daher: Was könnte ein Nutzer vor, während und nach einem Event mit den Organisatoren absprechen wollen? Von Fragen über Problemmitteilungen waren erste Use-Cases schnell gefunden. Sollte eine Formulierung mal nicht einer eindeutigen Antwort aus den FAQs zugeordnet werden können, setzen wir auf menschlichen Support, der individuelle Anfragen bearbeitet und diese dann mit den richtigen Schlagworten neu in den Datenbestand einpflegt. So ließen sich mit der Zeit auch Nischenthemen automatisch beantworten. Daneben kann der Veranstalter natürlich auch Hinweise und Ankündigungen in die Konversation posten.

Als besonderes Highlight sollte der EventBot nicht nur mit mir sprechen können, sondern auch über die Personen Bescheid wissen, mit denen ich zusammen unterwegs bin. Dafür müssten alle Teilnehmer einer Gruppe zugewiesen werden, um sich untereinander austauschen und Informationen über die anderen abfragen zu können. Das wäre vergleichbar mit einem moderierten Themenkanal. Durch die Check-in-Funktion ist es möglich, abzufragen, wo sich meine Begleiter gerade aufhalten, weiterhin könnten Abstimmungen stattfinden, wann man das nächste Mal wieder gemeinsam eine Bühne besuchen möchte. Für den Veranstalter ergeben sich zahlreiche Vorteile, da er durch die geplanten und tatsächlichen Nutzerbewegungen auf dem Gelände sowohl die Bühnen-Auslastung als auch den Bedarf an Getränkewagen und Toiletten optimieren kann.

Zusammenhänge verstehen und Code entwickeln

Da ich kein Programmierer bin, habe ich das Coden den anderen überlassen und mich ganz um das Konzept, die Story und den Pitch gekümmert. Pro-Tipp für Designer und Nicht-Techies auf Hackathons: Helft, wo ihr könnt und lernt die ganzen technischen Zusammenhänge! Ich habe somit versucht, das große Ganze zu überblicken und die Funktionsweise der Plattformen zu verstehen, die wir im Code angesteuert haben. Der EventBot setzt etwa auf Smooch.io ?—? mit dem Dienst lassen sich diverse Messenger-Plattformen über ein einziges Interface bespielen (wie etwa Facebook Messenger, Telegram, WeChat etc.). Dieser wurde mit dem Textanalyse-Tool api.ai gekoppelt, welches unsere Logik mit einem Verständnis über die ausgelesenen Worte und deren Bedeutung verknüpfen konnte. Taucht beispielsweise der Name einer Band im Zusammenhang mit „I am at“ auf, gilt das als Check-in.
Als größte Herausforderungen sehen wir bisher die deutsche Spracherkennung. Während der Bot auf Englisch schon erstaunlich gut funktioniert, braucht es noch ein wenig Training in der Analyse deutscher Texte und Satzstrukturen.

Auswertung

Nach 24 Stunden Hacken dann die große Überraschung: Unser EventBot wurde von der Jury am Ende als beste Idee auszeichnet! Besonders gefielen die Fokussierung auf ein reales Problem, unser sozialer Ansatz (Freunde verbinden), die Vermarktungschancen als Whitelabel-Lösung für Organisatoren von Events jeder Größe sowie auch die gestalterische und technische Umsetzung. Yippieh! Im Event-Bereich kommt erschwerend hinzu, dass auf dem Gelände selbst oft “Verhältnisse wie in der Dritten Welt” herrschen (so ein Teilnehmer bezogen auf Infrastruktur und Netzverfügbarkeit) und man tausende Menschen dabei unterstützen muss, ihren individuellen Interessen nachzugehen. Ein Bot könnte diese Aufgabe erfüllen.

Meiner Meinung nach haben Chat-Bots spitzenmässige Aussichten, die Interaktion mit Marken zu revolutionieren. Und dabei rede ich nicht von eindimensionalen Kaufabsichten, wie uns Facebook zur f8-Konferenz gezeigt hat, sondern von realen Bedürfnissen: Ich möchte mich mit einem Problem vertrauensvoll an eine Marke wenden können, von der ich hoffe, dass sie mir zur Seite steht. Und so lange man mir hilft und sich die Konversation zweckgebunden entwickelt, ist es mir auch egal, dass ich mich mit einem Bot unterhalte. Hauptsache, ich erreiche bei Bedarf eben auch einen echten Support-Mitarbeiter (siehe Amazon Mayday). Die Kür wäre es nun, wenn es Firmen im Gespräch gelingt, einen positiven Eindruck von ihren Werten zu vermitteln und dem Bot etwas Identität zu verleihen. Dafür braucht es nicht zwangsläufig ein ausgefallenes Maskottchen. Aber als Company muss man sich doch erstmals die Frage stellen, wie man eigentlich „klingen“ möchte.


Images by David Streit


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Schöne neue Zukunft im Journalismus?

tech-startup-computer-matrix (Image by Tumisu (CC0) via Pixabay)

Ist der traditionelle Journalismus tot? US-amerikanische Journalisten und Programmierer zeigen, welche neuen Wege der Journalismus gehen kann. Journalismus fusioniert immer mehr mit Technik. Das ist vor allem im Online-Journalismus sichtbar, geht aber weit darüber hinaus. Viele US-amerikanische Journalisten, Programmierer und Webdesigner glauben, dass die Zukunft der Branche in einer Kombination von Journalismus und Technik liegt. Sie zeichnen eine neue Welt der unbegrenzten technischen Möglichkeiten für den Journalismus der Zukunft.


Warum ist das wichtig? Journalismus beeinflusst, wie Menschen Informationen aufnehmen, verarbeiten und interpretieren. Neue interdisziplinäre und interaktive Wege im Journalismus könnten auch unsere Wahrnehmung von Informationen komplett verändern.

  • Eine bisher unbekannte Vielfalt an verschiedenen Disziplinen wie Forscher, Webdesigner, Programmierer, Code-Experten sowie Redakteure kommen zusammen, um gemeinsam journalistische Inhalte aufzubereiten.

  • Informationen werden nicht mehr linear, sondern können nun durch neue Technologien visuell dargestellt werden. Komplexe Sachverhalte können so im Journalismus einfacher präsentiert werden.

  • Nachrichtenleser bekommen eine aktivere Rolle – anstatt Nachrichten nur zu passiv zu konsumieren, können sie mit den neuen journalistischen Formen die Daten selbst nachvollziehen und interpretieren.


Der Nachrichtenjournalismus ist tot, es lebe der Datenjournalismus – das verkündete vor Kurzem das Laboratorium der New York Times. Daran sind drei Dinge interessant. Zum Einen: Die Voraussage, dass Journalismus in seiner klassischen Form der Nachrichtenberichterstattung ausgedient hat. Zum Zweiten: Die New York Times beschäftigt ein eigenes Laboratorium, das sich mit Fragen zur Zukunft des Journalismus befasst. Zum Dritten: Die New York Times hat ein Laboratorium! Die Zeichen im Journalismus stehen auf Forschung, Entdeckung und vor allem Umbruch. Alle Regeln, die bisher galten, werden in Frage gestellt, neu interpretiert, überworfen. Kein Wunder, dass eine der größten Tageszeitungen der Welt in der Zukunft im Journalismus auch ganz vorne mitspielen will.

Doch wie sieht diese Zukunft aus? Wenn es nach dem NYT Lab geht, sind klassische Artikel out. Lineares Lesen gehört zur 1.0 Generation. Im Kommen sind dagegen interaktive Artikel sowie Algorithmen, die selbst Links und Zusammenhänge zwischen Artikeln erkennen. Das NYT Lab träumt von einer Welt, in der Journalisten nicht mehr selbst mühsam Links suchen und einbetten und alte Zusammenhänge in jedem Artikel neu aufrollen müssen. Das könnten Computer viel besser: “Es wäre ja schließlich auch Unsinn, wenn jedes Mal, wenn etwas neues in Syrien passiert, Wikipedia einen neuen Syrien-Artikel verfassen würde.”

Eine Graphik sagt mehr als tausend Worte

Mit diesen Ideen steht die New York Times nicht alleine da. Auch die Finanzpublikation Bloomberg vertraut immer mehr auf Codes, wenn es um das Schreiben von Artikeln geht.

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Insgesamt sehen viele Journalisten die Zukunft der Branche in Codes und Algorithmen. So behauptet etwa der US-amerikanische Forscher Daniel Miller, dass Programmierer und Code-Experten die neuen Helden im Journalismus sind. Komplexe Zusammenhänge können viel einfacher in interaktiven Graphiken erklärt werden. Themen, vor denen Journalisten bisher zurückgeschreckt sind, weil sie einfach zu umständlich zu erklären waren, können jetzt mit Codes und D3 Technologie ganz einfach in verständliche Graphiken gepackt werden.

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Diese Graphiken sehen nicht nur viel schicker aus als ein klassisches Balkendiagramm, sie erlauben es den Lesern auch, eigene Rückschlüsse zu ziehen. Die Daten werden mit wenigen Worten anschaulich präsentiert und die Leser stellen ihre eigenen Fragen und finden selbst Antworten dazu. Diese neue Form der Darstellung im Journalismus nennt sich Explorable Explorations (etwa: erkundbare Erforschungen).

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Dabei beschränkt sich dieser codierte Journalismus nicht nur auf Graphiken und Darstellungsformen. Zeitungen wie die L.A. Times experimentieren etwa schon seit Jahren damit, Algorithmen ganze Artikel selbst schreiben zu lassen. Diese neue Form des Datenjournalismus ist das genaue Gegenteil vom klassischen Nachrichtenjournalismus, in dem Redakteure die Informationen für die Leser aufbereiten und interpretieren.

Hier haben die Leser die Macht. Sie haben einen direkten Zugriff auf die Daten und können die Informationen selbst analysieren und deuten. Ein eindrucksvolles Beispiel, wie ein solcher interaktiver, multimedialer Artikel der Zukunft aussehen könnte, liefert der U.S. TV-Sender Frontline. Hier werden in einem Artikel über ein verlorenes Notizbuch Bilder mit Tönen vereint, historische Dokumente können virtuell durchgeblättert werden, Leser können entscheiden, welches Kapitel sie interessiert und worüber sie mehr erfahren möchten.

Die Zukunft ist bunt

Doch das scheint erst der Anfang zu sein. Ganze Denkschulen widmen sich derzeit in den USA der Zukunft des Journalismus. So will etwa das Nieman Lab, der prestigeträchtige Journalisten Think Tank der U.S. Eliteuniversität Harvard, nicht auf die Zukunft im Journalismus warten, sondern diese selbst miterfinden.

Im Nieman Visiting Fellowship werden junge Denker aus aller Welt eingeladen, um neue Wege im Journalismus auszukundschaften. Die Teilnehmer sollen dabei bewusst nicht nur Journalisten sein, sondern aus allen Bereichen und aus allen Ländern dieser Welt kommen. Von Programmierern über Künstler bis hin zu Architekten, sind alle Interessierten eingeladen, sich über neue Konzepte und Ideen auszutauschen und so den Journalismus neu zu gestalten.

Momentan scheinen all diese Entwicklungen vorwiegend in den USA abzulaufen. In Deutschland werden mit 3D Artikeln erste zögerliche Versuche gewagt, den Journalismus mit den neuen Möglichkeiten der Technik weiter auszuloten. Vielleicht ist hier einfach mehr Experimentierfreude gefragt, denn das Internet und die Weiterentwicklung von Technologien bieten Journalisten bereits jetzt viele neue, bisher unbekannte Möglichkeiten, um mit Darstellungsformen und interdisziplinären Arbeitsweisen zu experimentieren. Denn eines ist klar, welche Form der Journalismus der Zukunft auch annimmt, er ist auf jeden Fall bunt.


Teaser & Image “tech-startup-computer-matrix” by Tumisu (CC0).


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Jugend hackt! – Jugendliche programmieren die Gesellschaft

Willkommen bei Jugend Hackt 2014 (adapted) (Image by Open Knowledge Foundation Deutschland [CC BY 2.0] via Flickr)

Am Wochenende fand in Berlin das 3-tägige Camp „Jugend hackt“ statt, bei dem sich 120 Jugendliche aus Europa zum Hacken trafen. Nach den Enthüllungen von Edward Snowden ist die digitale Überwachung überall in unseren Köpfen präsent. So fand sich das Thema auch bei der Veranstaltung „Jugend hackt“ in Berlin wieder. Das ganze Wochenende gehörte die Bühne den Jugendlichen, am Sonntag wurden deren Projekte erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Das Camp ist ein Gemeinschaftsprojekt von Young Rewired State und der Open Knowledge Foundation Deutschland. Nach der Präsentation der Projekte wurde deutlich: Wir brauchen mehr solcher Veranstaltungen – und nicht nur in Berlin!

„Jugend hackt“ – so lautete der Titel des 3-tägigen Camps, zu dem die Open Knowledge Foundation Deutschland im Jugendhaus Königstadt in Berlin-Mitte eingeladen hatte. Getroffen haben sich dort 120 TeilnehmerInnen zwischen 12 und 18 Jahren, die aus ganz Deutschland, Österreich und den Niederlanden angereist sind, um mit Gleichgesinnten eigene Projekte zu realisieren. Am Sonntag war die Veranstaltung auch zwischen 11:30 Uhr und 14:00 Uhr der Presse zugänglich – und so hatte ich die Möglichkeit, an der Präsentation der Jugendlichen teilzunehmen.

Das Schöne an der Veranstaltung war, dass die jugendlichen Nachwuchsprogrammierer die Möglichkeit hatten, eigene Projektideen einzubringen. Es ist wirklich bewundernswert, welche Tiefgründigkeit teilweise hinter den Ideen der Jugendlichen steckte. Eine Gruppe wollte beispielsweise den Versuch starten, der Zivilgesellschaft aufzuzeigen, wie sie ihre Daten sichern könne: ein Erinnerungsarmband vibriert, wenn man an etwas erinnert werden möchte – aufgezeigt am Beispiel der Überwachung. Dabei wurde extra eine Android-App für das Armband programmiert, das u.a. erkennen soll, wann man sich einer Überwachungskamera nähert. Es ging der Gruppe dabei nicht nur darum, dass die NSA am Gucken gehindert werden kann, sondern auch Kriminelle. Dazu bemerkte der Präsentierende: „Wobei, der Unterschied zwischen NSA und Kriminellen ist nicht besonders groß.“ Dieses Armband könnte jedoch auch anzeigen, wo sich der nächste Sparkassenautomat befindet. Bei einem anderen Projekt ging es darum, Verschlüsselung von E-Mails möglichst einfach zu machen.

Ob die Jugendlichen sozial isoliert sind, nur weil sie sich gerne mit Technik beschäftigen? Wer bei der Veranstaltung nerdige Jugendliche erwartet, liegt falsch. Offene, mutige und kreative junge Menschen haben offensichtlich einfach Spaß daran, gemeinsam etwas zu entwickeln und sich austauchen zu können. Beeindruckend war, wie viele Jugendliche sich für die digitale Technik auf dem Hintergrund von gesellschaftlichen, politischen und sozialen Prozessen interessieren.

Nach der Präsentation der 26 Projekte stand die Jury vor der schweren Herausforderung, die besten Projekte auszuwählen. Die Jury, die am Ende des Camps die besten Projektideen prämiert hat, bestand aus Petra Sorge (Cicero), Sabine Geithner (Rail Girls Berlin), Sebastian Seitz (Technologiestiftung Berlin), Daniel Dietrich (Open Knowledge Foundation Deutschland e.V.) und Michael Kreil (Open Data City). Die Jury zeigte sich tief beeindruckt von der Vielfältigkeit der gesellschaftlichen Bereiche, die von den Jugendlichen abgedeckt worden seien. Einer der Juroren meinte, man könne sogar regelrecht Angst vor ihnen haben. Und damit hatte die Jury nicht übertrieben: Die Projekte hatten ein solch hohes Niveau, dass man dachte, man habe sich bei einem Studentenwettbewerb verirrt.

Die Jugendlichen wurden am Ende dazu ermutigt, sich bei weiteren Veranstaltungen und Ausschreibungen zu bewerben und über „Jugend hackt“ zu reden, denn nur wenn die Anmeldebögen platzten, würden die Veranstalter Argumente und weitere Finanzmittel haben, dass „Jugend hackt“ im nächsten Jahr größer werden kann. Da ist den Veranstaltern nur zuzustimmen.


Image (adapted) „Willkommen bei Jugend Hackt 2014“ by Open Knowledge Foundation Deutschland (CC BY 2.0)


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5 Lesetipps für den 4. April

In unseren Lesetipps geht es um Amazon, Schleichwerbung auf YouTube, die Zukunft von Facebook, Anonymität und programmierende Frauen. Ergänzungen erwünscht.

  • AMAZON CNET: World domination through video games: Last, but not least hat jetzt auch Amazon eine Box für den heimischen Fernseher im Angebot, die aber gleich sämtliche andere Konkurrenten herausfordert. Apple und Google sind mit ihren TV-Sticks genauso im Visier von Jeff Bezos wie Microsoft und Sony mit ihren Spielekonsolen. Auf CNET gehen Nick Statt und Joan Solsman der Frage nach, ob Amazon endlich sein perfektes Werkzeug für die Beherrschung der Welt gefunden hat.
  • YOUTUBE W&V: Youtube-Blogger_innen starten Kampagne gegen Schleichwerbung: YouTube-Blogger wie Sami Slimani oder die Comedy-Truppe Y-Titty fallen immer mehr durch Schleichwerbung auf und beschädigen damit den Ruf anderer Blogger und Bloggerinnen auf YouTube. Mit den beiden Hashtags #angeber und #Youtuberfürtransparenz ergreifen jetzt vornehmlich Youtuberinnen die Initiative, sprechen sich gegen Schleichwerbung aus und versprechen mehr Transparenz.
  • ANONYMITÄT Techdirt: Yes, Federal Agents Can Identify Anonymous Tor Users, Because Most People Don’t Know How To Be Anonymous: Klare Antwort von Mike Masnick auf TechDirt: „Ja, Bundesagenten können die anonymen Nutzer von Tor identifizieren, weil die meisten Leute gar nicht wissen, wie sie anonym verhalten sollen.“ Kein Wunder, denn auch wenn Verschlüsselung in den letzten Jahren einfacher geworden ist, sich im Internet zu anonymisieren ist immer noch eine etwas kompliziertere Geschichte, weshalb es sich nur um eine vermeintliche Sicherheit handelt.
  • FACEBOOK ReadWrite: Why No One Trusts Facebook To Power The Future: Wer könnte besser über die Zukunft von Facebook Bescheid wissen als die Mitglieder des sozialen Netzwerks, die es tagtäglich nutzen, neben anderen Diensten? Oder doch nicht? Denn trotz der Einkaufstour von Mark Zuckerberg um sein Facebook für die (mobile) Zukunft zu rüsten, haben die Nutzer und Nutzerinnen selbst ihre Zweifel daran. Selena Larson erklärt auf ReadWrite warum.
  • RAILS GIRLS Kleinerdrei: Von der Redakteurin zur Programmiererin in einem Sommer: Anika Lindtner leitet die Travis Foundation und ist Mitgründerin der Berliner Initiative „Rails Girls Summer of Code“, die dreimonatige Stipendien an lernende Frauen (und Männer) vergibt, die an Open Source*-Projekten arbeiten. In einem Gastbeitrag auf kleinerdrei.org schreibt sie über die bisherigen Projekterfahrungen und wie schnell den Wandel von einer Redakteurin zur Programmiererin gehen kann.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

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„Jugend hackt!“

An diesem Wochenende findet in Berlin das von der Young Rewired State und der Open Knowledge Foundation organisierte „Jugend hackt!„-Camp statt. Die Netzpiloten sind mit dabei.

jugendhackt

Bereits seit 2009 organisiert die gemeinnützige Initiative Young Rewired State in Großbritannien Hackdays für Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahre. Die minderjährigen Teilnehmer lernen mit unterschiedlichen Mentoren Projekte zu den Themen Schule/Bildung und Freizeit/Umwelt in Code umzusetzen. Je nach Kenntnisstand und Interesse erhalten die jungen Hacker Unterstützung von Mentoren.

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