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Die wahren Konsequenzen von Fake News

feedly (adapted) (image by Startup Stock Photos [CC0] via pexels)

Fake News, oder fehlerhafte Inhalte, die als tatsächliche Nachrichten verbreitet werden, haben seit der US-Präsidentenwahl im vergangenen Herbst viel Aufmerksamkeit erlangt. Auch wenn es kein neues Phänomen darstellt, kann durch den weltumspannenden Charakter dieser webbasierten Informationen internationaler Einfluss genommen werden. Infolgedessen ist dieses Thema nicht nur in den vereinigten Staaten, sondern auch in Frankreich, Italien und Deutschland relevant.

Auch wenn die Zunahme von Fake News in den letzten Monaten unverkennbar war, sind die Auswirkungen differenziert zu betrachten. Viele argumentieren, dass Fake News, die oft höchst parteiisch sind, Donald Trump dabei geholfen haben, gewählt zu werden. Es existieren sicherlich Beweise, dass Fake News hoch im Umlauf waren und zuweilen sogar wirkliche Nachrichten übertroffen haben. Jedoch zeigt nun eine nähere Analyse, dass die am meisten verbreiteten fehlerhaften Nachrichtenbeiträge lediglich von einer kleinen Anzahl von Amerikanern gesehen wurde. Die Überzeugungskraft dieser Beiträge wurde nicht getestet.

Es ist wahrscheinlich, dass diese vor allem geteilt wurden, um seine Unterstützung für einen der Kandidaten auszudrücken und nicht als Beweis, dass Nachrichtenkonsumenten den Inhalt des Nachrichtenbeitrags tatsächlich glauben. Dies wirft die Frage auf, ob Fake News überhaupt irgendwelche Auswirkungen haben und ob wir als Gesellschaft uns darüber Sorgen machen müssen.

Die Trennung von Fakt und Fiktion

Die wahre Auswirkung des steigenden Interesses in Fake News ist die Realisierung, dass die Öffentlichkeit nicht gut ausgestattet ist, um qualitativ hochwertige Informationen von falschen Informationen zu trennen. Tatsächlich ist eine Mehrheit der Amerikaner zuversichtlich, dass sie Fake News erkennen können. Als Buzzfeed amerikanische High-School-Schüler dazu befragte, waren diese überzeugt, dass sie in der Lage seien, Fake News online zu erkennen und zu ignorieren. In der Realität mag dies allerdings schwieriger sein, als die Leute denken.

Ich begann, diese Annahme in einer aktuellen Studie, die ich mit 700 Bachelorstudenten an der University of British Columbia durchgeführt habe, zu testen. Das Muster war einfach: ich zeigte Studenten eine Anzahl von Screenshots verschiedener Banner auf Webseiten – von etablierten Nachrichtenquellen wie dem Globe and Mail, eher parteiischen Quellen wie Fox News und der Huffington Post, Online-Aggregatoren wie Yahoo! News und Portalen auf sozialen Medien wie Upworthy. Ich habe sie gebeten, die Nachrichtenquellen auf einer Skala von null bis 100 auf ihre Legitimität zu prüfen.

Ich habe auch Screenshots von echten Webseiten, die Fake News verbreiten, mit aufgenommen. Einige von ihnen wurden während der US-Wahl 2016 recht schnell sehr beliebt. Eine dieser Quellen war eine Webseite mit dem Namen ABCnews.com.co. Sie sah der Webseite des Nachrichtenportals ABC News sehr ähnlich. Einige Fake-Inhalte gingen hier ziemlich schnell durchs Netz – wie beispielsweise die, die von Eric Trump retweetet wurden. Die anderen waren News zum Boston Tribune und World True News.

Die Erkenntnisse sind besorgniserregend. Obwohl die Probengruppe nach deren eigenen Angaben hauptsächlich aus politisch informierten und engagierten Nachrichtenkonsumenten bestand, sprachen die Befragten den Quellen wie ABCnews.com.co oder dem Boston Tribute mehr Legitimität zu als Yahoo! News, einer tatsächlichen Nachrichtenorganisation. Auch wenn diese Ergebnisse nur vorläufig und ein Teil einer größeren Studie sind, ergibt sich auch im Einklang mit anderen Studien folgendes Bild: Viele Menschen, besonders junge Leute, tun sich schwer daran, gute Nachrichtenquellen von fragwürdigen zu unterscheiden und ebenso zu unterscheiden, ob ein Foto authentisch ist oder nicht.

Darüber hinaus scheint Ideologie die Bewertung der Legitimität einer Nachrichtenquelle in einem besorgniserregenden Ausmaß zu beeinträchtigen. Linksorientierte Studenten sehen keinen Unterschied zwischen extremistischen Quellen wie Breitbart und Fox News. Hier werden von rechtsorientierten parteiischen Kommentaren bis hin zu den klassischen Nachrichten alle möglichen Ereignisse auf eine bestimmte Art und Weise präsentiert, die keineswegs mit journalistischen Normen im Einklang sind.

Als Ergebnis wird etwas, das wahr aussieht und sich vertrauenswürdig anfühlt – wie beispielsweise dem Boston Tribune – mehr Legitimität zugebilligt als einer tatsächlichen Nachrichtenquelle, mit der die Studenten vertraut sind, die sie aber aus ideologischen Gründen ablehnen. Im Gegenzug dazu wird etwas, das falsch aussieht und sich falsch anfühlt, wie die World True News, weniger Legitimität zugebilligt als eine richtige Nachrichtenquelle.

Doch auch wenn wir uns hier in Kanada größtenteils glücklich schätzen können, dieser Verbreitung von Fake News nicht ausgesetzt zu sein, die die aktuellen Wahlen in anderen Ländern beeinflusst haben, bedeutet dies nicht, dass wir diesem Phänomen gegenüber immun sind. In vielen Fällen wurde das Fundament dazu bereits gelegt.

Kanadier ebenso polarisiert

Studien zufolge, die von meinem Kollegen Eric Merkley durchgeführt wurden, sind Kanadier entlang ideologischer Linien zunehmend polarisiert. Diese affektierte Polarisierung hat die Auslösung von motivierter Argumentation zur Folge – eine unbewusste, beeinflusste Art, Informationen zu verarbeiten welche dazu führt, dass sogar intelligente Menschen an Unwahrheiten glauben, weil sie ihre ideologischen und parteiischen Veranlagungen unterstützen.

Darüber hinaus ist die Fragmentierung und Digitalisierung der Nachricht kein amerikanisches Phänomen, sondern weltweit vertreten. Der aktuellsten Studie zufolge beziehen 80 Prozent der Kanadier ihre Nachrichten online und nahezu 50 Prozent beziehen ihre Nachrichten auf sozialen Netzwerken, einer Plattform, welche für die Verbreitung von Fehlinformationen in den vereinigten Staaten größten verantwortlich gemacht wird. Zusammengenommen sind die Bedingungen gegeben, dass Fake News auch in Kanada Fuß fassen.

Leider gibt es keine einfache Lösung für das Problem. Die Optimierung von Algorithmen – hier versuchen Facebook und Google gerade, damit klarzukommen – kann helfen, die wahre Lösung muss allerdings von den Nachrichtenkonsumenten kommen. Sie müssen skeptischer und ebenso besser ausgerüstet sein, um die Qualität der Information, die sie antreffen, zu bewerten.

Ein wichtiger Teil dieser Strategie sollte eine gewisse Medienkompetenz beinhalten. Wir müssen die Nachrichtenkonsumenten mit Werkzeugen ausrüsten, mit denen sie die Legitimität der Nachrichtenquelle messen können. Sie müssen sich aber genauso ihrer kognitiven Voreingenommeneinheit bewusst werden. Das Problem wird ohne geeignete Maßnahmen nur größer werden, weil immer mehr Menschen ihre Nachrichten online beziehen und die politischen Strömungen sich immer mehr spalten und ins Extreme gehen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Feedly“ by Startup Stock Photos (CC0 Public Domain)


The Conversation

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Acht (oder mehr) Geschäftsmodelle für E-Mail Newsletter

mail-newsletter-home-mailbox (adapted) (Image by Anne-Onyme [CC0 Public Domain], via pixabay

Als ich vor einigen Jahren begann, die redaktionellen E-Mail-Newsletter der Financial Times zu überarbeiten, wurde ich schnell mit positiver Bestätigung, technischer Frustration und Quellen tiefer Zufriedenheit konfrontiert.

Die gute Nachricht war, dass wir am Höhepunkt eines wiedererstarkten Interesses für E-Mails von Medienfirmen waren, das gerade wieder angestiegen ist. Dies legte nahe, dass wir auf dem richtigen Weg waren. Von legendären Printunternehmen wie der New York Times bis hin zu digitalen Unternehmen wie BuzzFeed – fast jeder erkennt den Wert des Mediums.

Das Frustrierende war, dass E-Mails und das kommerzielle System, in das sie eingebunden waren, nur wenig an die Bedürfnisse von Journalisten und Lesern angepasst waren. Das Senden von E-Mails bedarf einer Navigation durch ein komplexes Labyrinth aus technischen Systemen und vermehrten regulatorischen Anforderungen. Es bedeutet, Systeme anzupassen, die hauptsächlich auf die Bedürfnisse von Spezialisten abgestimmt sind, die in Marketingabteilungen mit Programmierfähigkeiten für verschiedene Anwendungsfälle von Journalisten mit engen Deadlines sitzen.

Trotz dessen waren wir mit den Antworten, die wir erhielten, zufrieden: Viele gaben an, sich durchgängig für E-Mail-Newsletter einzutragen, diese dann auch zu öffnen und auf Artikel zu klicken. Viele gaben sogar ein regelmäßiges, positives Feedback. Das, was wir taten, hatte Ähnlichkeit mit einer „Heilung“: Wir durften die besten Stücke aus den Nachrichten und Analysen auswählen. Entwickelt werden sollte ein Narrativ für Leser, die unter Zeitdruck standen und geradezu in Informationen ertranken. Wir konnten so außerdem eine direkte Beziehung zu unseren Lesern herstellen.

Dan Oshinsky, Leiter der Newsletter-Abeilung bei BuzzFeed, berichtete mir: „Uns geht es darum, Geschichte zu erzählen, die die Leute teilen möchten. Deshalb ist die E-Mail so ein natürlicher Startpunkt. Es ist sicherlich nicht die schillerndste oder neueste Plattform. Aber sie hat eine gewisse Reichweite, bringt Leute zurück auf die Seite und verteilt unsere Inhalte.“

Wie bei so vielem in den Redaktionen sind auch die Ressourcen stark begrenzt und Medienunternehmen suchen immer noch den besten Weg, um E-Mails als Teil eines größeren Engagements zu monetarisieren. Dies brachte mich dazu, mit Kollegen von anderen Medienorganisationen zu sprechen – in Nachrichtenabteilungen und kommerziellen Abteilungen – um die Trends zu verstehen, die ich in einem neuen Bericht für das Reuters Institute for the Study of Journalism an der Universität Oxford hervorhob.

Es werden zurzeit mindestens acht verschiedene Geschäftsmodelle getestet:

  1. Internetraffic generieren oder konvertieren. Die Klicks, die durch die E-Mail-Newletter hereinkommen, können die Gesamtzahl der Pageviews erhöhen. Dies unterstützt das breitere Geschäftsmodell und erhöht Anmeldungen und Werbeumsätze. Die Washington Post, die mehr als 70 redaktionelle E-Mails betreut, nennt dies eine „Zugbrücke“. Sie erhöht die Reichweite und zieht eine größere Zahl potentieller Leser an. Der New Yorker sagt, dass die Antwortquote höher ist als in den sozialen Medien. Für kleinere und jüngere Organisationen ist es eine wertvolle Möglichkeit, um Aufmerksamkeit zu bekommen und Lesegewohnheiten bei den Nutzern aufzubauen. Blendle generiert so ein Drittel des Traffics. Die Firma hat ein Mikrozahlungsmodell adaptiert, das nach dem Prinzip „Pay as you go“ funktioniert. Man zahlt, wenn ein Link von einer teilnehmenden Mediengruppe angeklickt wird.
  2. Einzelabonnement: Der Espresso (und die App) von The Economist, The Browser und Brief.me in Frankreich rechnen alle für die E-Mail selbst ab und bieten einen einzigartigen Inhalt oder die Entdeckung von anderen Artikeln auf Grundlage eines starken Urteilsvermögens und einer besonderen Schreibqualität. Laurent Mauriac, Gründer von Brief.me sagt: „Der beste Weg, eine starke Beziehung mit dem Leser aufzubauen, ist, sie dszu zu bringen, zu zahlen.“ In Großbritannien überlegt die „Red Box“ der Times, die die aktuelle Politik behandelt, ein solches Modell einzuführen.“
  3. Spenden oder verschiedene Beiträge: Eine bestimmte Anzahl Newsletter wird umsonst gesendet, aber verlangt regelmäßig Beiträge, wie beispielsweise Johnson’s Russia List. Diese aggregiert Medien und akademische Artikel über Russland und die ehemalige Sowjetunion. Genauso ProMed, die Krankheitsausbrüche mit ansteckendem Charakter abbildet. Manche werden umsonst an Privatpersonen und Akademiker ausgegeben, aber an Geschäftskunden und gewerbliche Abonnenten verkauft.
  4. Zusatz zu Abonnement: Free Lunch, Brexit Briefing und andere spezielle Newsletter werden gratis an Standard oder Premium-Abonnenten versandt. Sie stellen einen alternativen Weg für Leser dar, um Inhalte zu konsumieren. Sie helfen auch dabei, Artikel von der Financial Times im Netz zu verbreiten und das Engagement zu erhöhen, indem mehr Artikel gelesen werden. Auf diese Weise bindet man seine Leser oder kann sie zu Upgrades bewegen.
  5. Werbung: Viele Newsletter enthalten Werbung oder Banner wie Red Box. Immer mehr beinhalten auch native Werbung oder gesponserten Inhalt, wie beispielsweise Quartz’s Daily Brief, The Monocle Minute und TTSO (Time to Sign Off) in Frankreich.
  6. Querverkauf: E-Mails enthalten oft eine Leseprobe, um die Reichweite durch neue Leser zu erhöhen. Man bekommt ungewohnte Inhalte präsentiert und generiert Loyalität und Klicks zu einem Abonnement oder einer Abo-Paywall. Manche tun dies mit ihren eigenen Seiten in Kopperation mit kommerziellen Seiten. Beispielsweise haben die Washington Post und BuzzFeed sich mit Amazon zusammengeschlossen. Andere bewerben Bezahl-Events oder bauen Adresslisten auf, mit denen man verschiedene Zielgruppen adressieren kann.
  7. Markenwahrnehmung: Kostenlose Newsletter sollen größeres Interesse an einer Nachrichtenorganisation oder einem Produkt auslösen. Auch kann das Wissen über die Organisation oder ihren Inhalt vergrößert werden, genau wie die Wahrnehmung von neuen Inhalten oder Services.
  8. Gemeinschaftsbildung: Newsletter, die bestimmte Interessen, Themen oder Leute in bestimmten Regionen ansprechen, bieten eine Möglichkeit, um eine tiefergehende Vernetzung zu speziellen Gruppen herzustellen und eine direkte Beziehung aufzubauen. Auch die Loyalität wird vergrößert und Mitgliedschaften und Eventteilnahmen werden angeboten.

Nicht jedes dieser Modelle funktioniert für jeden – und diejenigen ohne starkes, redaktionelles Urteilsvermögen, eigenen Inhalt oder andere Arten der Abgrenzung werden an dem zunehmend umkämpften Newslettermarkt sehr zu leiden haben. Der Newsletter closure of This, bei dem Leseempfehlungen erteilt werden, ist eines dieser Beispiele.

Neben größerer Experimentierfreude mit diesen Modellen müssen auch andere Zukunftsthemen für redaktionelle E-Mails berücksichtigt werden, wenn es um die Entwicklung von journalistenfreundlicheren Plattformen geht: die Veränderung der Regulierung (vor allem in Europa) und die Rolle der Algorithmen, die bei der Entdeckung von Inhalten eine Rolle spielt.

E-Mails sind ein Hybridmedium, das weit davon entfernt ist, perfekt zu sein. Zur Zeit füllen sie aber eine Lücke für Nachrichtenabteilungen. Ihre Einschränkungen bieten eine wichtige Plattform für Experimente, deren Eigenschaften auch in anderen Medienformen tragen können, die sie vielleicht eines Tages ersetzen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „NiemanLab” unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image “mail-newsletter-home-mailbox” (adapted) by Anne-Onyme (CC0 Public Domain)


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  • AIRBUS Gründerszene: Selbstfahrende Autos? Airbus denkt noch ein paar Nummern größer: Selbstfahrende Autos sind, wenn es nach Airbus geht, bereits Schnee von gestern. Der Flugzeughersteller kündigt nun an selbstfliegende Taxis produzieren zu wollen. Dies soll dazu führen, dass die in Großstädten ohnehin schon verstopften Straßen entlastet werden. Bereits im nächsten Jahr will Airbus die ersten selbstfliegenden Taxis abheben lassen. Getüftelt wird im Silicon Valley an einer Plattform mit dem Codenamen Vahana, die fähig ist, Flugmaschinen für Personen- und Güterverkehr herzustellen.

  • APPLE WATCH Giga: Apple Watch 2: Ohne eigenen Mobilfunkchip, dafür mit GPS: Die Unabhängigkeit der Apple Watch vom iPhone lässt weiter auf sich warten. Die zweite Generation der Smartwatch soll zwar über GPS verfügen, jedoch ohne eigenen Mobilfunkchip bleiben. Ausschlaggebender Faktor soll eine zu geringe Akkulaufzeit sein. Dafür soll es Verbessrungen bei Gesundheits- und Fitness-Anwendungen geben. An der Entwicklung eines Mobilchips für spätere Generation wird aber auf Hochtouren gearbeitet.

  • TWITTER t3n: Qualitätsfilter: So will Twitter Trollen weniger Platz geben: Der Spruch „Don’t feed the troll!“ – sollte allen Social Media affinen Personen geläufig sein. Twitter hielt es aber bis vor kurzen nicht sonderlich wichtig gegen die zahlreichen Störenfriede vorzugehen. Nach den Vorwürfen des Nachrichtenportals Buzzfeed reagiert Twitter nun endlich auf das Problem. Wurden Trolle bisher ignoriert, führt Twitter nun zwei Qualitätsfilter ein. Einerseits ist es User nun möglich, sich nur mehr Nachrichten von Profilen denen sie folgen anzeigen zu lassen. Andererseits sollen Tweets anhand von bestimmten Kriterien automatisch gefiltert und ausgeblendet werden.

  • INFLUENCER MARKETING Horizont: Diese drei Instagram-Kampagnen verdienen Gold: Bei einem Mega-Event wie den Olympischen Spielen in Rio heißt es für Marken und Werbetreibende besonders kreativ zu sein, um in der Masse hervorzustechen. Vor allem um die jüngere Zielgruppe zu erreichen, stellt Influener-Marketing über beispielsweise Instagram eine gute Möglichkeit dar. Adidas, Diesel und Edeka haben sich laut Philipp John, COO und Mitgründer der Influencer-Marketing-Plattform ReachHero, besonders ins Zeug gelegt. Hier ein Kurzportrait der Kampagnen.

  • DATENSICHERHEIT Handelsblatt: Twitter sperrt Hunderttausende Konten: Es ist stets ein Balanceakt zwischen Meinungsfreiheit und Regulierungen zum Schutz vor Terror und Datenmissbrauch. Auch Social Media Plattformen wie Facebook und Twitter haben mit diesem Problem zu kämpfen. So sperrte der Microblogging-Dienst Twitter im vergangenen Halbjahr 235.000 Nutzerkonten wegen Terror-Verherrlichung. In einem Blog-Beitrag äußert sich Twitter dazu folgend: „Wir verurteilen diese Taten scharf und bleiben verpflichtet, die Förderung von Gewalt oder Terrorismus auf unserer Plattform zu eliminieren.“

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  • SNAPCHAT Digiday: NBC is using BuzzFeed for its Olympics Snapchat: Das US-amerikanische Hörfunk- und Fernseh-Network National Broadcasting Company (NBC) beauftragt das Medienunternehmen Buzzfeed und Influencer für die Snapchat Vermarktung der Olypischen Spiele in Rio. NBC plant insgesamt mehr als 6.700 Stunden zu streamen. Mit Materien bespielt wird unter anderem auch Snapchat, womit NBC vor allem die Zielgruppe im Alter zwischen 12-34 Jahren erreichen will. Gezeigt werden sollen aber nicht nur die Spiele selbst, sondern auch behind-the-scenes Eindrücke, wofür ein Snapchat Discover Channel während der Spiele eingerichtet wird.

  • FACEBOOK N24: Maas hat genug von Facebooks laxer Haltung: Bundesjustizminister Heiko Maas zufolge, zeigt Facebook bei der Bekämpfung von Hasskommentaren zu geringes Engagement, weshalb dieser nun indirekt mit einer Regulierung auf europäischer Ebene droht. Vor einigen Monaten verpflichtete sich Facebook freiwillig für ein strenges Vorgehen bei Hasskommentaren und Terror-Propaganda. Für den intransparenten Umgang bei der Löschung solcher Kommentare erhielt Facebook bereits einen Negativpreis von der Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche.

  • AUTONOME AUTOS t3n: Bundesregierung will autonome Autos schnell erlauben: Verkehrsminister Dobrindt will noch im Juli diesen Jahres eine Reform des Straßenverkehrsrechts vorlegen. Damit wird der notwenige Rechtsrahmen für den Bau von selbstfahrenden Autos und deren Einführung in Deutschland geschaffen und dafür gesorgt, dass deutsche Autohersteller den Anschluss betreffend autonome Autos nicht verlieren. Neben dem Eingreifen in das System seitens des Fahrers in brenzligen Situationen soll außerdem eine Blackbox in die Autos eingebaut werden, die Daten aufzeichnet.

  • DIGITALISIERUNG t3n: Warum digitale Zerstörung manchmal besser ist als digitale Transformation [Kolumne]: In Anbetracht einer sehr raschen Entwicklung von neuen Technologien und einer damit verbundenen Digitalisierung stehen zunehmend mehr Unternehmen vor einer Herausforderung. Sie fühlen sich verpflichtet ebenfalls auf den Zug der digitalen Revolution aufzuspringen und eine Transformation zu meistern. Der Kolumnist Alain Veuve hat sich mit der Problematik detaillierter auseinandergesetzt und im folgenden Artikel zusammengefasst.

  • APPLE Mashable: Video shows possible new iPhone 7 without headphone jack: Zahlreiche Spekulationen über das Design des neuen IPhone 7 gab es bereits. Am Sonntag tauchte nun ein Video auf YouTube auf, welches das vermeintlich neue IPhone 7 von Apple präsentieren soll. Das Video zeigt einen Vergleich zwischen dem aktuellen IPhone Model 6s und dem neu designten IPhone 7. Neuerungen soll es vor allem betreffend der Kamera und dem Kopfhörer Anschluss geben.

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BuzzFeed gibt es jetzt auch in Japan

Screenshot BuzzFeed Japan (Image by Buzzfeed)

Seit Kurzem gibt es eine japanische Version von BuzzFeed. Der Launch wäre ohne Yahoo nicht möglich gewesen. Anders als bei den früheren Erweiterungen, die voll und ganz BuzzFeed gehören, ist BuzzFeed Japan eine gemeinsame Partnerschaft mit Yahoo Japan. BuzzFeed hat 51 Prozent Beteiligung und Yahoo Japan 49 Prozent Beteiligung an dem Projekt. Die Financial Times berichtete im vergangenen August, als die neue Seite angekündigt wurde.

Yahoo Japan ist eine der größten Seiten in Japan. Laut der Firma werden monatlich 88 Prozent aller japanischen Internetnutzer erreicht, monatlich kommt das Portal auf 56 Milliarden Seitenaufrufe. In einem Artikel, der letzten Sommer veröffentlicht wurde, fasst Präsident Greg Coleman zusammen, wie die Partnerschaft funktionieren kann und erklärt außerdem, dass BuzzFeed hofft, Kapital daraus zu schlagen, dass Yahoo seinen eigenen Markt zu Hause gut genug kennt:

“Wir werden ein gemeinsames Projekt mit der Marke BuzzFeed anbieten. Dazu gehören die eigene technische Plattform, und die Idee sowie das Verfahren, um redaktionellen Inhalt zu entwickeln, und Native Advertising. Yahoo! Japan wird das gemeinsame Unternehmen in kulturellen Fragen beraten, die Besucher auf die Webseite BuzzFeed Japan lenken und den Verkaufskanal inne haben, um BuzzFeed Japan auf den Markt zu bringen.”

Was ist also anders, wenn man in Japan neu anfängt? Das Teilen auf den sozialen Netzwerken ist der Schlüssel zum Wachstum und Geschäftsmodell von BuzzFeed. Außerdem haben die Benutzer in Japan andere Social-Media-Gewohnheiten als wir in den USA oder Westeuropa. Laut einer Studie von Klout aus dem Jahr 2015 sind Facebook-  und Twitternutzer in Tokio eher außerhalb ihrer Arbeitszeiten aktiv, während hingegen in New York, San Francisco, Paris und London die meisten Beiträge in den sozialen Netzwerken während des Arbeitstages zustande kommen. BuzzFeed startete seine erste internationale Seite im Vereinigten Königreich im Jahr 2013 und expandierte dann rasch weltweit.


Das Unternehmen hatte ursprünglich geplant, die japanische Seite schon 2014 aufzubauen, aber in einem Interview aus dem letzten Frühling sagte mir Scott Lamb, BuzzFeeds Vizepräsident für Internationales, dass das Unternehmen mehr Zeit brauche, um die beste Strategie für Japan zu entwickeln:

“Ich denke, dass wir uns zwei Herausforderungen stellen müssen. Die erste ist eine interne. BuzzFeed wächst sehr schnell und die internationalen Start-Prozesse, verbrauchen viele Ressourcen. Wir haben den größten Teil des ersten Halbjahres damit verbracht, mehr interne Mitarbeiter einzustellen und eine Struktur innerhalb BuzzFeed zu generieren, die wir anpassen können, so dass wir all diese Dinge geschickter und schneller erledigen können.

Aber es gibt auch konkrete Herausforderungen in den unterschiedlichen Märkten. Als wir nach Deutschland kommen wollten, war es ein wenig einfacher für uns. Ich hatte dort vorher schon gearbeitet und hatte somit einige Verbindungen. Es gibt viele Leute bei BuzzFeed, die die Märkte in Frankreich und dem Vereinigten Königreich ähnlich gut kennen. Japan war einer der Märkte, von dem wir im Unternehmen sehr wenig wussten, und es hat einfach eine längere Zeit gedauert, um herauszufinden, welche die richtige Marketingstrategie für uns sein wird.”

BuzzFeed vertritt auch international sein typisches Modell. Angefangen hat es mit einem kleinen Team, das sich schnell verbreitende Geschichten, für die BuzzFeed berühmt ist, produziert, bevor es sich auch auf die traditionelle Berichterstattung ausgeweitet hat. Im Vereinigten Königreich wurde BuzzFeed zum Beispiel nur mit drei Mitarbeitern gestartet. Heute sind sie im Besitz einer ganze Nachrichtenzentrale in Großbritannien und haben am Sonntag zusammen mit der BBC die Ergebnisse einer jahrelangen Untersuchung über Spielmanipulation im Tennis veröffentlicht.

Allerdings berichtet BuzzFeed Japan schon seit Anfang an über Neuigkeiten. Am Dienstag veröffentlichte man eine japanische Übersetzung der redaktionellen Richtlinien, die der Chefredakteur Shani O. Hilton im letzten Jahr geschrieben hatte. Der Aufmacher und der am meisten aufgerufene Beitrag der Seite war der Bericht über das Atomkraftwerk Fukishima Daiichi rund fünf Jahre nach dem dortigen Unglück.

Es werden auch Artikel wie den über die Spielmanipulation auf Japanisch übersetzt. “Der Grundgedanke war, dass wir internationale Büros nicht nur als Begleiter betrachten wollten, sondern dass diese auch ihre eigene Anziehungskraft entwickeln”, teilte mir BuzzFeed-Entwicklungsmanager Luke Lewis im vergangenen Frühling mit, der auch der erste Redakteur der britischen Ausgabe von BuzzFeed war.

Dieser Artikel erschien zuerst auf “Nieman Journalism Lab” unter CC BY-NC-SA 3.0 US. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Teaser & Images by BuzzFeed Japan


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Man sollte nicht unterschätzen, wie oft Artikel via SMS geteilt werden

the silent one (adapted) (Image by frankieleon [CC BY 2.0] via Flickr)

Mit der News-App von BuzzFeed teilen Nutzer Artikel viel öfters via SMS als über Facebook oder Twitter. Bereits im letzten Herbst prophezeite Jamie Mottram, vom Unternehmen Gannett, in einer Zusammenstellung von journalistischen Vorhersagen für 2015 auf Niemanlab.org, eine Steigerung der Nutzung des Teilens von Informationen via SMS. Er zitierte dazu, welche Auswirkung der SMS-Share-Button auf seiner Sporthomepage FortheWin hatte.

 

Hier und da habe ich gesehen, dass ein paar weitere SMS-Share-Buttons aufgetaucht sind, aber es scheint unklar inwieweit sie sich für Traffic sorgen (Dark Social!). Also fragte ich eine Nachrichten-Organisation, die sich mit dem sozialen Bereich auskennt – BuzzFeed – was sie für Erfahrungen mit ihrer App gemacht haben.

BuzzFeed News steckt mehr Sorgfalt in ihre Erfahrung über das Teilen als andere, indem sie attraktive Story Cards entwerfen, wie beispielsweise eine zur Verwendung via SMS (zudem auch für andere Plattformen).

Ich habe Stacy-Marie Ishmael von BuzzFeed gefragt, ob sie Information darüber hat, welche Optionen zum Verbreiten am meisten verwendet werden. Ich denke, dass wenn man zwischen Facebook, Twitter und SMS entscheiden soll. Der übliche Gedanke ist, dass Facebook am populärsten ist (der Goliath!), Twitter darauf folgt (was alle Journalisten nutzen!) und SMS auf dem dritten Platz zu finden ist.

Aber es ist genau das Gegenteil:

(Man bemerke auch, dass Reading List vor Pocket und Instapaper gelistet ist. Außerdem wird die klassische Email nach wie vor stark verwendet.) Oft haben wir über den Aufstieg von Chat-Apps als Verbreitungsplattform geschrieben (Snapchat, WhatsApp, WeChat, Line, Kakao, Kik, etc.), was auch zutrifft. Aber man sollte die bescheidene SMS nicht vergessen. Wenn man es seinen Lesern einfacher macht via SMS vom Mobiltelefon zu teilen, werden sie das Angebot sicherlich wahrnehmen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf “Nieman Journalism Lab” unter CC BY-NC-SA 3.0 US. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) “the silent one” by frankieleon (CC BY 2.0)


 

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Nach Gutenberg: Journalismus muss Sprachgrenzen überwinden

Frontera Chile-Bolivia, Hito Cajo?n (4480 m) (adapted) (Image by Nico Kaiser [CC BY 2.0] via Flickr)

In einer globalisierten Welt stellen Sprachgrenzen die letzten Barrieren der Kommunikation dar. Besonders im Journalismus sind diese Hürden unsinnig, doch der Wandel fängt hier erst an. Wir wissen in Deutschland viel über die neuesten Innovationen in den USA, wie die Huffington Post, Buzzfeed & Co. den Medienwandel vorantreiben und sind gespannt auf die Pläne des Amazon-Gründer Jeff Bezos mit der Washington Post. Außerhalb des englischen Sprachraums kennen wir uns aber kaum aus, was vor allem an den fehlenden Sprachkenntnissen liegt. Doch auch in Brasilien, Polen und Schweden wird der Medienwandel vorangetrieben. Es wird Zeit über den sprachlichen Tellerrand zu schauen.

In einem unbekannten Land

Gazeta Wyborcza” – auf Deutsch “Wahlzeitung”, ist die größte überregionale polnische Tageszeitung und entstand als Ergebnis der Beratungen des Runden Tisches während der politischen Wende im Frühjahr 1989. Ein Stück polnischer Geschichte, ein Stück der medialen Zukunft in Europa. Wenn die Zeitung nicht nur Medienexperten bekannt wäre, doch die auf Polnisch erscheinende Tageszeitung ist hierzulande relativ unbekannt. Dabei lässt sich von ihr vieles Lernen.

Die Gründe für die Schaffung dieser Zeitung sind zwar schon lange Vergangenheit, doch noch immer ist die Gazeta Wyborcza eines der wenigen Medien in Polen, dem die Bürger vertrauen und das sich eine gewisse moralische Unabhängigkeit bewahrt hat. Die Zeitung traut sich noch eine Position zu und für andere Meinungen eine Plattform zu sein. 2010 hatte sich das Blatt zum Ziel gesetzt, 10.000 Ärzte durch die Berichterstattung darin zu schulen, menschlicher mit den Patienten umzugehen. Motto der Zeitung ist: „Uns ist nicht alles egal“. Solche Artikelserien werden stark bei den Lesern beworben, die pointierte, präzise und auch unterhaltsame Berichterstattung über Missstände kommt gut an und hat zum Teil Züge von Sozial-Kampagne. Für seine Reportagen ist die Zeitung berühmt.

Grzegorz Piechota, der Sonderbeauftragte für Neue Medien bei der Gazeta Wyborcza, dessen Büro gleich neben dem von Chefredakteur Adam Michnik ist, erklärte dazu in einem Interview im Deutschlandfunk: “Wir von der Gazeta glauben, dass Zeitungen eine größere Aufgabe haben, als nur Nachrichten zu verbreiten: Wir sind ein Baustein im demokratischen System und tragen Verantwortung für diese Gesellschaft. Wenn wir also der Meinung sind, dass beispielsweise das polnische Gesundheitssystem marode ist, tun wir etwas, um das zu ändern.” Wann haben Sie das letzte Mal von einer deutschen Zeitung gedacht, dass diese Verantwortung für unsere Gesellschaft übernimmt? Wann hat das jemand mal laut gefordert?

Be of the web, not on the web

Um Sprachgrenzen zu überwinden ist Mut gefragt, in Zeiten der globalen Vernetzung durch das Internet aber auch ein Verständnis für die neuen Möglichkeiten. Buzzfeed hat dieses Verständnis schon oft bewiesen. Die von Jonah Peretti gegründete Nachrichtenplattform ist keine Übersetzung der analogen Presse in das Digitale, sie ist durch und durch digital. Deshalb mag die Lösung des Problems mit den Sprachbarrieren im Journalismus beeindrucken und verwundern, aber nicht das Buzzfeed sie gefunden hat. Die Sprachschüler der Duolingo-Lernapp in Stücke zerlegte Artikel als Teil ihrer Aufgaben übersetzen zu lassen ist der ultimativste Schritt die Möglichkeiten des vernetzten Miteinanders im Rahmen neuer Lern- und Arbeitswelten zu nutzen.

Digitales Lernen ermöglicht orts- und zeitunabhängig sich fortzubilden. Bei den Aufgaben in den Duolingo-Übungen stellen die Übersetzungen aber nur ein Nebenprodukt dar, dass bisher kaum genutzt wurde. Die Arbeit der Schüler sinnvoll einzusetzen war das Ziel von Duolingo-Gründer Luis von Ahn, der schon einmal soviel Weitsicht bewies und in ähnlichen digitalen Gefilden wie Peretti denkt. Ahn hat die Captchas erfunden, die etwas verzerrt dargestellten Buchstaben im Anmeldebereich von Websites, mit denen menschliche Nutzer von Bots unterschieden werden. Auch diese Tipparbeit war vergebene Mühe. Bis Ahn für die Identifizierung der Captchas Buchstaben aus eingescannten Büchern nahm. Mit reCaptcha konnten gescannte Bücher schnell digitalisiert werden. Google kaufte das Unternehmen 2009 und digitalisiert damit rund zwei Millionen Bücher im Jahr.

Die Zukunft liegt hinter dem Tellerrand

Das Beispiel der Gazeta Wyborcza ist ein Plädoyer für den mutigen Blick in andere Richtungen. Nicht jede Innovation muss aus dem Silicon Valley kommen und gerade im Journalismus lohnt sich der Blick auf andere Medien in anderen Ländern. Ein so konservativer und einmaliger Zeitungsmarkt wie der deutsche Markt kann davon noch viel lernen. Überhaupt sollten Medien mehr Mut beweisen, neue Sachen auszuprobieren. Dabei muss aber die Ausgangslage ein Verständnis für das Digitale sein. Das etwas wie reCaptcha nicht im Heimatland von Goethe und Schiller erfunden wurde, in dem man heute noch stolz auf seine riesigen Bibliotheken ist, zeugt von der Innovationsfeindlichkeit und digitalen Rückständigkeit in diesem Land. Aber auch der Regionalität unserer Medien. Auch die Süddeutsche Zeitung und die Frankfurter Allgemeine Zeitung sind im Zeitalter des Internets nicht mehr als deutschsprachige Regionalpresse, die selten über den eigenen Tellerrand schauen. Dabei würde mehr Offenheit für internationale Entwicklungen und eine Beteiligung daran nützlich sein. Für uns und für andere.


Dieser Beitrag ist in der Netzpiloten-Kolumne zum Medienwandel „Nach Gutenberg“ erschienen.


Image (adapted) „Frontera Chile-Bolivia, Hito Cajo?n (4.480 m)“ by Nico Kaiser (CC BY 2.0)


 

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BuzzFeed-Gründer Jonah Peretti mailt seinen Mitarbeitern

Jonah Peretti (image (adapted screenshot) by Re_code)

Am Dienstag wendete sich BuzzFeed-CEO und Gründer Jonah Peretti in einer Mail an die gesamte Belegschaft und verkündete ein paar Neuigkeiten, die es in sich haben. Unter anderem hat BuzzFeed einen Fernseh-Deal mit NBCU geschlossen, kommt mithilfe von Yahoo nach Japan und wird noch stärker Inhalte für andere Plattformen produzieren. Am Ende profitieren davon laut Peretti vor allem die BuzzFeed-Mitarbeiter, weshalb wir seine doch altbackene Mail mal in den BuzzFeed-Style übersetzt haben, damit sich auch alle an der frohen Kunde erfreuen können. Gern geschehen, Jonah.

1. BuzzFeed kommt ins Fernsehen!

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Das US-amerikanische Medienunternehmen NBCUniversal (NBCU) hat eingewilligt, 200 Millionen US-Dollar in BuzzFeed zu investieren und mit dem Unternehmen eine Partnerschaft einzugehen, sodass BuzzFeed seine Reichweite auch auf Film und Fernsehen ausweiten kann. Die Kooperation und vor allem die Investition versetzt BuzzFeed in die Lage, neue Projekte zu starten, die sie alleine niemals alleine auf die Beine hätten stellen können.

2. Nihongo wo hanasemasu ka? BuzzFeed bald schon.

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BuzzFeed goes Japan, zumindest zum japanischen Ableger von Yahoo, das eines der führenden Internet-Unternehmen auf dem japanischen Markt ist. Dadurch muss BuzzFeed nicht von selbst neu starten, sondern kann das Netzwerk von Yahoo nutzen, schnell Nutzer mit seinen eigenen Inhalten zu erreichen. BuzzFeed-Präsident Greg Colemann erklärt die Details der Kooperation in einem eigenen Beitrag.

3. BuzzFeed produziert mehr Inhalte für andere Plattformen.

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Facebook wandelt sich immer mehr zu einer Nachrichtenplattform und das wohl am meisten alles auf soziale Netzwerke setzende Medium BuzzFeed darf da natürlich nicht fehlen. Doch neben Instant Articles kooperiert BuzzFeed auch mit Snapchat Discover und Apples News App, ist also eigentlich überall vertreten, um ein an seinen Inhalten interessiertes Publikum zu erreichen. Noch nie war die URL eines Medienunternehmens wohl so bedeutungslos wie bei BuzzFeed.

4. BuzzFeed ist zu allem bereit und vor allem mit jedem.

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Die Plattform für die eigenen Inhalte ist BuzzFeed egal, redaktionelle und kreative Unabhängigkeit ist es laut Peretti aber nicht. Doch weder Geld (siehe dazu Punkt 1 zum Investment von NBCU) noch Reichweite (siehe BuzzFeeds Distributionsstrategie in Punkt 3) sollen daran was ändern. Am Ende muss alles BuzzFeed dienlich sein.

5. And the winner is: die BuzzFeed-Mitarbeiter!

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Wer jetzt aber glaubt, dass von den Investitionen und dem Zugang zu BuzzFeed über mehr Medien und Plattform, sogar in neuen Sprachen, vor allem das eigene Publikum profitiert, der irrt. Für Peretti sind es vor allem die Mitarbeiter, die durch die von ihm ausgehandelten Kooperationen am meisten profitieren. Denn neben mehr Möglichkeiten, innerhalb des Unternehmens Karriere zu machen, hat die Leistung der Mitarbeiter einen größeren Einfluss. Da bleibt uns wohl nur noch, allen Angestellten von BuzzFeed zu gratulieren. You rock!

6. Jonah Peretti will noch (einmal) überrascht werden!

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Ein erstaunliches und manchmal wunderliches Medienunternehmen wie BuzzFeed aufgebaut zu haben, kann noch nicht das Ende sein. Peretti freut sich vor allem auf das, was noch kommt und mit welcher überraschenden Entwicklung sein Unternehmen ihm noch eine Freude machen wird.


Teaser & Image „Jonah Peretti“ (adapted screenshot) by Re/code


CHIEF-EDITOR’S NOTE: Wenn Ihnen unsere Arbeit etwas wert ist, zeigen Sie es uns bitte auf Flattr oder indem Sie unsere Reichweite auf Twitter, Facebook, Google+, Soundcloud, Slideshare, YouTube und/oder Instagram erhöhen. Vielen Dank. – Tobias Schwarz

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5 Lesetipps für den 27. Mai

In unseren Lesetipps geht es heute um Snapchats Börsengang, BuzzFeeds neues Lab, Podcasts, Apples Design und Slack. Ergänzungen erwünscht.

  • SNAPCHAT DIE WELT: Fotodienst Snapchat will an die Börse gehen: Snapchat will an die Börse. Die App ist bis zu 19 Milliarden Dollar wert. Mitgründer und Chef Evan Spiegel sagt, dass der Börsengang notwendig sei, um unabhängig zu bleiben. Allerdings ist der Zeitraum für den Börstenstart noch unbekannt. Anfang des Jahres startete Facebook noch den Versuch, das Unternehmen aufzukaufen, jedoch lehnte das Snapchat Management das Angebot für drei Milliarden Dollar ab. Täglich hat die App 100 Millionen Nutzer, von denen 65 Prozent auch selber Fotos verschicken.

  • BUZZFEED WIRED: BuzzFeed Founder Launches New Lab for Open-Source Invention: BuzzFeed-Gründer Jonah Peretti startet ein neues Open Source Lab für neue Ideen und Erfindungen rund um Journalismus-Technologie. Neue Tools und Technologien, welche Journalismus und die Berichterstattung unterstützen werden als Open Source entwickelt und von 5 Spezialisten weiterentwickelt. Das Ziel des Lab ist es, verrückte neue Ideen zu kreieren, oder wie der Bureau Chef meint: „Screw it. Let’s fly drones.“. Diesen Sommer noch will BuzzFeed Hacker, Journalisten, Ingenieure und Künstler einladen, um deren Ideen zu sammeln. Daraus soll das ein Team zusammengestellt werden, um in dem Lab zu arbeiten.

  • PODCAST SWR2 DOKUBLOG 26.05.2015 Radio und Podcast? Da geht noch was: Sind Podasts lediglich ein Zweitverwertungskanal oder geht da noch mehr? Der Podcast galt als Vehikel einer neuen individualisierten Audiokultur, aber der prognostizierte Wandel ist nicht eingetroffen. Gerade erst hat der WDR 5 einige Podcasts aus Kostengründen eingestellt. Allerdings sollten gerade für öffentlich-rechtliche Sender Podcasts zur Pflichtveranstaltung werden, aus zwei Gründen: Zum Einen ist die Nachfrage gar nicht so gering, zum anderen ist die Kompetenz beim Radio vorhanden, muss also auch genutzt werden. Medien wie Spotify und Soundcloud setzten zunehmend verstärkt auf Podcasts. Zusammenfassend geht es darum, dass wir umschalten sollen, in das Ökosystem Internet.

  • APPLE Horizont: Jony Ive: Der Mann, der es zum Chief Design Officer bei Apple brachte: Jony Ive ist die Schlüsselfigur des Designs der Apple-Geräte. Dieser wurde jetzt zum Chief Design Officer befördert und wird sich damit in Zukunft mehr um das Design der Apple-Stores kümmern und weniger um das Tagesgeschäft. Allerdings wird Ive weiterhin die Verantwortung für das gesamte Apple-Design haben, so Apples Chef Tim Cook. Ive war ein enger Vertrauter von Apple-Gründer Steve Jobs. Ende der 90er Jahre befreite der CDO mit seinem Designkonzept für den iMac das Unternehmen aus der Krise. Auch im aktuellsten Betriebssystem sind Ives Einflüsse deutlich. Auch die Gestaltung des iPods kam aus Ives Feder.

  • SLACK Digiday: Slack is the new favorite tool of newsrooms: Slack ist das neue Lieblingstool der Redaktionen. Der Gruppenchat wird überwältigend in den Verlagen angenommen. Beispielsweise die New York Times: Hunderte von Nutzern posten täglich tausende Nachrichten auf Slack, es existieren über 200 Slack-„Channels“ für diverse Gruppierung innerhalb des Unternehmens. Slack ermöglicht eine verbesserte Zusammenarbeit auch über die eigene Abteilung hinaus, genauso wie es die Transparenz innerhalb der Unternehmenshierarchie vereinfacht. Vox-Media beispielsweise hat einen direkten Channel zur Kommunikation mit dem CEO des Unternehmens. Allerdings besteht das Risiko, dass eine zu häufige Nutzung von Slack die Produktivität senkt. Auch in der Redaktion der Netzpiloten wird Slack mit Begeisterung genutzt.

CHIEF-EDITOR’S NOTE: Wenn Ihnen unsere Arbeit etwas wert ist, zeigen Sie es uns bitte auf Flattr oder indem Sie unsere Reichweite auf Twitter, Facebook, Google+, Soundcloud, Slideshare, YouTube und/oder Instagram erhöhen. Vielen Dank. – Tobias Schwarz

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Die Klickmaschine

Das israelische Startup Playbuzz produziert virale Inhalte am Fließband und übertrumpft mittlerweile sogar sein großes Vorbild BuzzFeed. // von Angela Gruber

playbuzz

Welcher französische Revolutionär bist du? Wann wurde deine Seele geboren? Kannst du diese Disney-Tiere an ihrem Schwanz erkennen? Zugegeben: Es sind nicht die drängenden Fragen des Lebens, die auf der Seite von Playbuzz gestellt werden. Dennoch muss man sagen: Etliche Internetnutzer scheinen sich für Antworten auf genau diese Fragen zu interessieren und klicken sich durch die Quizze, Listicles und Umfragen.

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5 Lesetipps für den 21. April

In unseren Lesetipps geht es heute um Blogging, Regeln fürs Home Office, Kritik an Facebook und BuzzFeed, sowie digitale Rechte. Ergänzungen erwünscht.

  • BLOGGING Petapixel: How I Make Money as a Travel Photographer in 2015: Am zweiten Mai-Wochenende bin ich wieder auf meinem liebsten Barcamp: dem MyBlögchen in Chemnitz. Thema der dritte Auflage ist das Blog und der Kommerz. Passend dazu kann ich den Bericht des fotografierenden Reiseblogger Brendan van Son empfehlen, der erklärt, wie es dazu kam, dass er von unterwegs arbeitet und mit seinen Reisefotos Geld verdient.

  • HOME OFFICE Beziehungsweise.de: Homeoffice und Partnerschaft: Noch ist unsere Blogger Business Lounge in Berlin nicht eröffnet (aber bald). Noch arbeite ich vor allem in Coworking Spaces und im Home Office. Genau wie meine Freundin, weshalb wir uns auf bestimmte Regeln einigen mussten, damit das Arbeiten zu Hause klappt. Auf Beziehungsweise.de schreibt Bernd Slaghuis über solche Regeln, von denen wir zu Hause einige selber entwickelt haben und deshalb empfehlen können.

  • FACEBOOK Techdirt: Facebook’s Zuckerberg Thinks Aggressively Violating Net Neutrality Is Fine…If You Just Mean Well: Gestern hat Jakob Steinschaden über die Initiative von Facebook geschrieben, mithilfe des Projekts Internet.org vor allem Entwicklungs- und Schwellenländer ans Internet anzsuchließen. Was in erster Linier wie ein ehrenwertes Ziel aussieht, verordnet Steinschaden dann zwischen Entwicklungshilfe und digitalen Rassismus. Auf Techdirt.com geht Karl Bode in die gleiche Richtung und erklärt vor allem Facebooks wirtschaftliche Interessen, die konträr zu einem freien und offenen Internet sind.

  • INTERNETRECHT The Conversation: What use would a digital bill of rights be?: Die beiden britischen Wissenschaftler Ansgar Koene und Chris James Carter gehen auf der britischen Seite von The Conversation der Frage nach, was eine „Digital Bill of Rights“ nützen würde und vor allem, was sie beinhalten könnte. Denn es gibt sehr viele verschiedene Interessen, manche sind ausgeprägter als andere. Wichtig ist aber vor allem der öffentliche Rückhalt für bestimmte Forderungen.

  • BUZZFEED FAZ: Löschung von Artikeln bei Buzzfeed: BuzzFeed gilt oft als Vorbild, wenn es um Reichweite geht. Scheinbar weiß BuzzFeed, was die Leute lesen wollen. Trotz der mathematischen Analysen glaubt man aber, dass Kritik an den Werbepartnern von BuzzFeed nicht gefragt ist, denn zuletzt wurden öfters Artikel gelöscht, die genau solch kritischen Content enthielten. Die versprochene „strikte und traditionelle Trennung zwischen Werbung und redaktionellen Inhalten“ scheint Buzzfeed nicht hinzubekommen, was ein Problem ist. Denn Blogs wie wir leben von der Online-Werbung, schaffen die Trennung, werden aber wegen Medien wie BuzzFeed stets kritisch beurteilt. BuzzFeed reißt Vertrauen ein, den andere Blogs brauchen und verdienen.

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Über die Macht von WhatsApp & Co. und das Teilen von Nachrichten

iOS iPhone (adapted) (Image by Álvaro Ibáñez [CC BY 2.0] via Flickr)

WhatsApp kann Websites viel Traffic bringen, manchmal sogar noch mehr als Facebook. Brauchen Medien einen WhatsApp-Button? Vor fünf oder sechs Jahren war es nicht unüblich, am Ende eines Blogposts reihenweise winzige Symbole zu sehen, die auf verschiedene soziale Netzwerke hinweisen sollten und dabei fast wie frei erfunden wirkten. In der letzten Zeit sind Facebook und Twitter enorm gewachsen, also reduzierten viele Seiten diese Stelle auf diese beiden Dienste.

Vor einigen Jahren wäre der Spitzenkandidat, der sich in diese Reihe einfügt, noch Google+ gewesen. Manchmal taucht der Dienst auch noch auf. Die neuen Anwärter hiefür kommen jedoch aus der Generation der Chat-Apps, allen voran WhatsApp, das mittlerweile von Facebook für 19 Milliarden US-Dollar aufgekauft wurde.

WhatsApps Primärfunktion ist der bilaterale Austausch, im Gegensatz zum Massencharakter von Twitter und Facebook. Mittlerweile haben Chat-Apps aber eine große und kontinuierlich wachsende Alltagspräsenz im Leben und auf den Mobilgeräten der Menschen, so dass sie immer wieder deren Aufmerksamkeit fordern.

Eine Sache haben Nachrichtenagenturen in ihren Berichten über Apps wie WhatsApp vergessen: eine ausführliche Analyse. Es gibt keine einfache Möglichkeit herauszufinden, ob der Besucher einer Internetseite durch eine Chat-App herfand, da diese keine Verweise hinterlassen. So definiert sich ein Phänomen namens „dark social„. Ohne Statistiken ist kaum zu ermitteln, wie man den WhatsApp-Datenverkehr weiter optimieren kann.

Recode berichtete im Februar 2014, dass bei BuzzFeed viel Traffic beim Teilen von Inhalten zu herrschen schien. Die Daten waren allerdings immer noch nur geschätzt:

Jedes Mal, wenn wir auf unsere WhatsApp-Zahlen geschaut haben, fielen wir beinahe hintenüber‘, sagte der damalige BuzzFeed-Präsident Jon Steinberg. ‚Wir wussten seit April, dass es sich hierbei um ein großes Netzwerk handelte, und wurden immer mehr davon eingenommen.‚ Im Oktober integrierte BuzzFeed einen Teilen-Button für WhatsApp in die iOS-Software, und seitdem wurde damit doppelt so oft geteilt, ließ BuzzFeed-Vizepräsident Ashley McCollum verlauten. Doch die Funktionen von WhatsApp sind noch immer eher einfach gehalten. ‚Wir haben nur die Datenangaben von Klicks, aber keine Verweisdaten‘, sagt McCollum. ‚Wir wissen durch die Mobilversion, wer den Teilen-Button angeklickt hat. Wir wissen aber (noch) nicht, ob man dies innerhalb einer Gruppennachricht an 15 Leute getan hat und ob diese 15 alle den Button angeklickt haben oder ob es nur an eine einzelne Person weitergeleitet wurde.‘

Anders ausgedrückt, haben vielleicht viele Leute den Teilen-Button benutzt, es gab nur bisher keine geeignete Möglichkeit herauszufinden, ob sich diese Tatsache zugleich wesentlich auf den Datenverkehr ausgewirkt hat.

Der soziale Eckball

Darum gibt es jetzt tolle Neuigkeiten für den Leser: Man ist nun in der Lage, ein paar konkrete Fakten benennen zu können, die sich sowohl auf den Aspekt des Teilens, als auch auf den Datenverkehr beziehen. Sie stammen aus einer ungewöhnlichen Quelle: der spanische Fußballclub FC Valencia.

Wie die meisten Fussballmannschaften besitzt auch der FC Valencia eine eigene Homepage, auf der Nachrichten über das Team veröffentlicht werden. Die Mobilversionen der Nachrichten enthalten vier Teilen-Buttons: Twitter, Facebook, Google+ und WhatsApp. Hier werden sowohl Klickzahlen erfasst (beispielsweise wie oft die jeweiligen Buttons angeklickt werden), als auch, was noch viel entscheidender ist, der Datenverkehr, indem man ein URL-Parameter einbaut, der bei der Datenerfassung hilft und anzeigt, von welcher Quelle der Leser auf die entsprechende Seite gelangt ist. So gerüstet, kann der FC Valencia herausfinden, auf welchen Plattformen am ehesten ein entsprechender Link geteilt wird. (Die Daten stammen von Daniel Ayers, Mitarbeiter von Seven League, einer sportaffinen digitalen Beratungsstelle, die auch für die aktuelle Leitung des Bereichs für digitale Marktleitung des FC Valencia tätig ist).

Und folgendes wurde herausgefiltert:

Welcher Anteil der Userklicks ging an welchen Button?

  • Facebook: 35 Prozent

  • WhatsApp: 33 Prozent

  • Twitter: 19 Prozent

  • Google+: 13 Prozent

WhatsApp schneidet hier bemerkenswert gut ab – und umso mehr, wenn man bedenkt, dass der WhatsApp-Button nicht auf der Desktopversion für Laptops oder am PC erscheint, sondern nur auf den mobilen Geräten (aus technischen Gründen erscheint er eigentlich in allen Browsern in einer Breite von maximal 740 Pixeln und entspricht dabei ziemlich genau der durchschnittlichen Smartphone-Größe.).

Was passiert also, wenn man sich die Zahlen für die Mobilversionen anschaut? Dann erreicht man folgende Zahlen:

  • Facebook: 25 Prozent

  • WhatsApp: 48 Prozent

  • Twitter: 15 Prozent

  • Google+: 11 Prozent

Hier geht beinahe die Hälfte der Anteile in der mobilen Version an WhatsApp.

Aber was ist mit dem Traffic? Haben diese Klicks viele Seitenaufrufe generiert? Werfen wir noch einmal einen Blick zurück auf den größeren Datensatz, der Mobilversion und PC-Version zusammenzählt.

Welcher Anteil der Seitenaufrufe wurde durch welchen Teil der Buttons produziert?

  • Facebook: 27 Prozent

  • WhatsApp: 48 Prozent

  • Twitter: 22 Prozent

  • Google+: 3 Prozent

Anders gesagt, über WhatsApp wurde öfter geteilt (48 Prozent), als dass es selbst Klickzahlen hervorrief (33 Prozent).

Und wenn wir nun noch einmal die Mobilversion anschauen? Dann kommt folgendes heraus:

  • Facebook: 15 Prozent

  • WhatsApp: 69 Prozent

  • Twitter: 16 Prozent

  • Google+: 0 Prozent

Verrückt, oder? Von all den Teilen-Buttons in der Mobilversion macht WhatsApp mehr als zwei Drittel der Besuche beim FC Valencia aus.

Tabelle 1: WhatsApp im Journalismus Tabelle 2: WhatsApp im Journalismus

Zwei gelbe Karten

Bevor jetzt jeder los zieht, um auf seiner Website einen riesigen grünen WhatsApp-Button zu integrieren, sollte er noch zwei Warnhinweise in Bezug auf die Daten beachten.

Der erste dreht sich um den nationalen Kontext. Das Nutzerverhalten in Spanien entspricht unter Umständen nicht dem Nutzerverhalten im eigenen Land. Zu einem früheren Zeitpunkt hat sich herausgestellt, dass 65 Prozent der Nutzer von mobilem Internet in Spanien WhatsApp benutzen, im Vergleich dazu aber nur etwa 8 Prozent in den USA. (Eine Auswahl aus anderen Ländern: Frankreich 6 Prozent, Australien 15 Prozent, Kanada 16 Prozent, Großbritannien 36 Prozent, Deutschland 57 Prozent, Brasilien 59 Prozent und Mexiko 64 Prozent. In anderen Ländern, vor allem in Asien, bestimmen andere Chat Apps den Markt: Kakao Talk, Line und WeChat).

In den USA haben sich Chat-Apps noch immer nicht durchgesetzt, zumindest nicht in dem Maße, wie in vielen anderen Teilen der Welt, in denen Betreiber von SMS- oder speziell auf Smartphone zugeschnittene Plattformen (iMessage, BBM) beliebter sind. Aber ob man nun WhatsApp oder andere Dienst nutzt, es ist ziemlich wahrscheinlich, dass diese Art der Plattformen weiter wachsen werden.

Der zweite Warnhinweis bezieht sich darauf, wenn Meldungen aufgeplustert werden und viral werden. Sicherlich hat der Leser bei den obigen Tabellen bemerkt, dass die Titel eine Veröffentlichung einer „Spitzenstory“ ausschließen. Das liegt daran, dass während der Zeit, in der die Daten vom FC Valenncia ausgewertet wurden, nur eine Story wirklich hervorgehoben wurde: Es handelt sich dabei um eine Anzeige, die besagt, dass der Club seinen Untestützern Eintrittskarten bezuschussen würde, wenn sie einem Spiel mit dem Gegner Levante beiwohnen wollen. Wie man sich sicher leicht vorstellen kann, explodierte die Meldung und bekam mehr als 1.800 Tweets und würde über 12.000 mal geliked, geteilt und ernete Kommentare bei Facebook.

In den oberen Tabellen wurde diese Gechichte ausgelassen, da dieses Ereignis so einmalig war. Berechnet man es mit ein, erscheint plötzlich ein völlig anderes Bild:

Tabelle 3: WhatsApp im Journalismus Tabelle 4: WhatsApp im Journalismus

Auf einmal gewinnen hier Facebook und Twitter deutlich an Einfluss, auch in der Mobilversion. Warum ist das so? Dies erklärt sich durch die Lücke zwischen den bilateralen/gruppeninternen und den massenbeschallenden Plattformen. Die meisten Tweets gehen ins Nichts – aber wenn einer doch mal hochgepusht wird, dann passiert dies teils bis ins Extreme. Da die öffentlichen Plattformen auf Grundlage von Followern und Freunden aufgebaut sind, ist es für Facebook und Twitter sehr viel einfacher, Meldungen zu generieren, die an eine größere Öffentlichkeit gelangen, als dies beim eher privaten und individualfokussierten WhatsApp passiert.

Dies hat auch Ayers vom FC Valencia in diversen Emails bestätigt:

Kurz gesagt, WhatsApp übertrifft Facebook, Twitter und Google+ bei weitem, wenn man ’normale‘ Bedingungen anbringt, z.B. nicht virale Meldungen, die auch keine ‚Spitzenstories‘ sind. Hier kommt man beinahe jedes Mal auf zwei Empfehlungen pro Teilung, im Vergleich zu wenigstens einer Empfehlung bei den anderen Plattformen.

Wenn man einen großen Artikel hat, funktioniert WhatsApp sehr zuverlässig und es wird entsprechend oft geteilt. Das größere Reichweitenpotential von Facebook und Twitter ist hier jedoch durchaus gegeben – diese Kanäle beginnen gerade, bis zu zehn Empfehlungen pro Teilung zu generieren…

Man kann also annehmen, dass sich für eine Seite mit einem Besucherprofil, das häufig durch Spitzenstories verfälscht wird (z.B. BuzzFeed, oder große Nachrichtenportale), der Einfluss von WhatsApp verringern wird, da dort das Reichweitenpotental von Twitter und Facebook tatsächlich mit einberechnet wird. Aber Viele Club- oder Markenseiten werden ein ähnliches Profil aufweisen, wie es valenciacf.com tut.

Gesamtbewertung

Was soll man nun also aus dieser Untersuchung ziehen, wenn man eine Nachrichtenseite betreibt?

Erstens: Befindet man sich in einem Land, in dem WhatsApp intensiv genutzt wird, scheint es ratsam, neben dem Blau der Facebook- und Twitter-Buttons einen kleinen grünen Button auf seine Website zu integrieren. Man sollte ein paar der größeren landesspezifischen Nachrichtenseiten ausfindig machen, denn dies findet bemerkenswert selten statt. Besonders interessant für die iPhone-Nutzer ist hier, dass WhatsApp sich nicht nahtlos in das Betriebssystem einfügt, wie es bei Facebook oder Twitter der Fall ist. Daher könnte der Button eine weitgehende Verhaltensänderung nach sich ziehen.

Zweitens: Beginnen Sie mit der Datenerfassung. Integrieren Sie ein Parameter in die WhatsApp-URLs und messen Sie das Nutzerverhalten, das sich hieraus ergibt.

Drittens: Befinden Sie sich in einem Land, in dem eine andere Chat-App den Markt bestimmt, wie es zum Beispiel in Asien der Fall ist, kann sich die Extraarbeit der Pixelgenerierung für einen spezifischen Button lohnen.

Und Viertens: Wenn Sie sich in den USA aufhalten, kann es ebenso passieren, dass keine dieser Apps überhaupt Aufmerksamkeit generieren – aber es geht langsam in diese Richtung. Die Nutzer sind noch unverhältnismäßig jung und nutzen hauptsächlich Mobilgeräte – hier muss man also die Neuigkeiten auf dem Markt im Auge behalten. Versuchen Sie, ein paar A/B-Test zu etablieren und Ihre eigene Datenbank zu verwalten, denn hier könnte sich ein Trend etablieren, dem es sich lohnen kann voraus zu sein.

Zuerst erschienen auf niemanlab.org. Übersetzung von Anne Jerratsch.


Image (adapted) „iOS / iPhone“ by Álvaro Ibáñez (CC BY 2.0)


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London calling: Ein Blick auf BuzzFeed in Großbritannien

Die viralen Meister von BuzzFeed sind nicht nur daran interessiert, ihr US-Modell auch in Übersee durchzusetzen:

Die Idee ist, dass wir internationale Büros nicht nur als Satellitenbüros wollen, sondern als eigene Zentralen ihrerseits.

BuzzFeed ist natürlich für einen Mix aus Nachrichten mit Listen und Quizze bekannt. Deshalb war es unausweichlich, dass der britische Premierminister David Cameron, als er sich am Montag mit BuzzFeed UK für ein Interview zusammensetzte, nicht nur Fragen zu seiner Position in der Wohnungspolitik und ob er mit seinen Konkurrenten vor den im Mai stattfindenden Wahlen debattieren würde, sondern auch, wer sein Lieblingscharacter in Game of Thrones ist und ob er auf Snapchat ist.

Cameron sagte (ahnungsvoll?), dass er Ned Stark möge und dass er kein Snapchat-Nutzer sei. Aber der Fakt, dass der Premierminister mit einem Interview mit dem britischen BuzzFeed einverstanden war, ist Beweis für das Wachstum der Seite in Großbritannien – auch wenn Cameron Berichten zufolge von „Das BuzzFeed“ und einer „digitalen Zeitung“ gesprochen hat.

Im März vor zwei Jahren gestartet, war BuzzFeed UK die erste internationale Seite von BuzzFeed und dessen Wachstum ist bezeichnend für das Model, welches für den Ausbau weiterer internationaler Seiten genutzt wird. „Die Idee ist, dass wir internationale Büros nicht nur als Satellitenbüros wollen, sondern als eigene Zentralen ihrerseits“, erzählte BuzzFeed UK-Redakteur Luke Lewis, als wir uns Anfang des Monats in einem Coffeeshop getroffen haben, während BuzzFeed im Umzug mit dem Büro war.

BuzzFeed UK hatte nur drei Mitarbeiter, als es im Jahr 2003 startete. Im Verlauf des Jahres expandierte BuzzFeed nach Australien und hat seitdem Ausgaben in Brasilien, Frankreich, Deutschland, Indien, Mexiko und Japan angekündigt oder bereits gestartet.

Die Belegschaft für die britische Ausgabe beträgt momentan rund 50 Mitarbeiter in allen Abteilungen. Es gibt 35 redaktionelle Mitarbeiter, jedoch sagte Lewis, dass er plant, die redaktionellen Mitarbeiter allein in diesem Jahr auf 50 aufzustocken. Während des ganzen Jahres 2013 fokussierte BuzzFeed UK sich auf etwas, was sie Buzz nennen, die Listen und Quizze, die am meisten mit der Seite identifiziert werden. Aber letztes Jahr wurde begonnen, das Berichterstattungsteam zu vergrößern, inklusive einer fünf Personen umfassenden politischen Belegschaft, die von Jim Waterson geleitet wird, welcher Cameron am Montag interviewte. BuzzFeed UK stellte außerdem letztes Jahr die für investigative Berichterstattung bekannte Heidi Blake ein, um ein dreiköpfiges Enthüllungsteam zu leiten.

Nachdem Lewis im Dezember 2011, vor den US-amerikanischen Präsidentschaftswahlen 2012, von BuzzFeed eingestellt worden war, erzählte BuzzFeeds Chefredakteur Ben Smith dem Blog the Lab, dass er„Reporter einstellen [möchte], welche Exklusivmeldungen auf dieselbe Art kriegen, wie sie die immer bekommen haben, mit Telefonanrufen, Trips nach Iowa und Drinks mit politischen Funktionären.“ Durch sein Vorgehen war BuzzFeed einer der größten Gewinner der Wahlperiode 2012 und das Wachstum der Nachrichten-Tätigkeiten wird fortgesetzt, sowie auch die Reichweite weltweit ausgedehnt wurde. Letzten Monat war BuzzFeed einer von einigen wenigen Vertretern der sogenannten neuen Medien, die sich ein Eins-zu-Eins-Interview mit US-Präsident Barack Obama sicherten. (Das Neuste ist bei Vice).

Diesem Schema folgt BuzzFeed UK, da Großbritannien sich der Wahl am 7. Mai nähert.

Die Idee mit der Wahl ist, dass wir auf die Straße gehen und mit Menschen reden – wirklich altmodische Berichterstattung draußen, sagt Lewis.

Wir sind nicht übermäßig darauf fokussiert, ausgefallene Protz-Infographiken oder – Interactives zu bauen. Wir meinen, dass das kein Bereich ist, in dem wir bestehen möchten. Wo wir bestehen möchten, ist auf die Straße zu gehen und kleine Exklusivgeschichten zu bekommen.

Letzten Monat zum Beispiel veranstaltete die konservative Partei eine Auktions-Benefizveranstaltung. BuzzFeed-Reporter Siraj Datoo beobachtete das Event und sprach mit Besuchern bei ihrer Ankunft. Er erhielt das Programm, welche alle Objekte auflistete, die zur Auktion standen, und berichtete, dass Spender 220.000 Pfund für ein Woche Urlaub in einer spanischen Zitadelle aus dem 17. Jahrhundert und 210.000 Pfund für eine Statue von Margaret Thatcher ausgaben.

Sicherlich eine kleine Story – aber Datoos Berichterstattung wurde dann in Pubilkationen wie The Guardian, The Telegraph und The Independent zitiert.

Das britische BuzzFeed zog diesen Februar mehr als 18,8 Millionen einzelne Besucher an; im Februar 2014 waren es noch 13,4 Millionen, zumindest laut Daten von Quantcast. BuzzFeed ist hoffnungsvoll, dass seine ziemlich große Zielgruppe in Großbritannien und auf seinen weiteren europäischen Seiten in der Lage sein wird, Werbekunden anzuziehen. Laut Berichten der Financial Times ersetze BuzzFeed erst letzte Woche seinen europäischen Vizepräsidenten für Werbung, Will Hayward, mit Kate Burns, einer ehemaligen Führungskraft der Huffington Post, welche geholfen hat, die internationale Präsenz der Seite auszubauen. Die Financial Times schreibt außerdem:

Greg Coleman, BuzzFeeds Präsident, sagte, dass das Unternehmen ein ‚Vertriebs-Vollblut‘ braucht, um seine Beziehung mit Werbeagenturen und Marken in Europa zu entwickeln.  Ende 2016 könnte der Kontinent [Europa] bis zu einem Viertel der US-amerikanischen Einnahmen generieren, fügte er hinzu.

BuzzFeed begann sein britisches Vertriebsteam im September 2013 aufzubauen, um mit britischen und europäischem Klienten zu arbeiten. Viele Marken in Großbritannien sind allerdings konservativer als deren US-amerikanische Pedanten, aber Inserenten sehen BuzzFeed UKs Wachstum auf der Nachrichtenseite als eine ansprechende Perspektive, wie Digiday Anfang des Monats berichtete.

Anfangs bemühte BuzzFeed sich um Marken, welche sich richtig für die Plattform anfühlen, erzählte Liam Brennan, Digital Atrategy Director der Werbeagentur Starcom Mediavest, gegenüber Digiday. „Um das zu steigern, müssen sie mehr seriöse Inhalte schaffen, um mehr Menschen an Bord zu bekommen.“ Dennoch, BuzzFeed UK muss auch daran arbeiten, seine eigene Identität zu entwickeln, sagt Lewis, da vieles, was in US-amerikanischen BuzzFeed-Beiträgen gut funktioniert – Nostalgie, Sentimentalität, Aufstiege – nicht immer mit der britischen Zielgruppe funktioniert.

Das Zeug floppt einfach komplett in Großbritannien, sagt Lewis. Niemand möchte etwas übertreiben, aber wenn du diese Artikel lustig und ein bisschen stachelnd und ein bisschen satirisch machst, dann funktionieren sie gut.

Es gibt einige Beiträge, wie #TheDress, welche trotzdem funktionieren und Lewis sagt, das BuzzFeed UK täglich um die 20 Artikel benutzt, welche ursprünglich aus den USA kommen.

Über den Content hinaus arbeitete BuzzFeed UK daran, die Bürokultur, welche den US-amerikanischen BuzzFeed Büros entspringt, zu übernehmen. Mitarbeiter in London kommunizieren kontinuierlich mit ihrem US-amerikanischen Gegenüber via Slack und es gibt einen regelmäßigen Strom von BuzzFeed-Mitarbeitern aus den USA, die das britische Büro besuchen und umgekehrt. BuzzFeed UK hat auch Mitarbeiter zu dem deutschen Unternehmensbüro geschickt, um den Prozess dort fortzusetzen.

Wir tauschen sozusagen Mitarbeiter für eine kurze Periode, sagt Lewis. Die wirklich wertvolle Sache an BuzzFeed ist die Bürokultur und ich denke, es ist wichtig zu versuchen diese so gut es geht zu übernehmen.

Ebenso ist BuzzFeed UK auf der technologischen Seite glücklich, die Produktentwicklung den Mitarbeitern in der USA zu überlassen – aber die britische Seite ist im Prozess der Gründung eines in London sitzenden Team, welches mit neuen Formaten zur Präsentation von BuzzFeed-Inhalten experimentieren soll. Unter dem Spitznamen BuzzFeed Hogwarts wird der Aufwand von BuzzFeed UKs Editorial Director Tim Phillips getragen, welcher ein vierköpfiges Team leiten wird. Der erste Entwickler des Teams startete Ende Februar. Es wird an Ideen wie einem Tool gearbeitet, das Lesern die Möglichkeit gibt, ihre Postleitzahlen einzugeben, um ortsbasierte Informationen zu bekommen. Ebenso sind sie an einer Neudefinition von BuzzFeeds Quiz interessiert, so dass sie sich den Antworten des Nutzer anpassen können und erlauben, dass

du deine eigene Abenteuer-Vorgehensweise wählen kannst, sagt Lewis. Wir wollen die Quizze intelligenter machen, also sie vielleicht abändern, sagt er. Also wenn du eines beantwortest, bringt es dich zu einem anderen Teil des Quiz. Während du das Quiz machst, wird es wandlungsfähig.

Egal was letztendlich gebaut wird, dem neuen Format-Team wird aufgetragen, Produkte zu kreieren, welche dazu bestimmt sind, im ganzen BuzzFeed genutzt zu werden. Häufig werden neue Tools auf BuzzFeed schnell verstanden – wie „Slider“ – weil die Mitarbeiter solche Geschichten an die Spitze von BuzzFeeds Charts steigen sehen und den Erfolg wiederholen. BuzzFeed nennt das „Schwärmen“ und deswegen werden so viele Beiträge um große virale Geschichten veröffentlicht.

Wir sind an der Schaffung neue Formate interessiert, welche die Menschen wirklich, wirklich nutzen und tatsächlich ein Template werden, welche eine Welle von Kreativität zwischen den umfangreichen BuzzFeed-Teams freisetzt, erklärt Lewis. Also kannst du neue Wege schaffen, ein Quiz zu machen und plötzlich hast du um die 200 Redakteure in New York und L.A., welche sagen ‚Das ist großartig‘, es nutzen werden und Tonnen neuer Ideen haben.


Zuerst erschienen auf niemanlab.org . Übersetzung von Alexandra von Heyl.


 

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Cates Holderness, die BuzzFeed-Mitarbeiterin hinter „The Dress“

Cates Holderness

Cates Holderness von BuzzFeed hat mit einer simplen Fragen das virale Highlight „The Dress“ entfacht und die Medienwelt etwas ratlos zurückgelassen. // von Lucia Moses

Cates Holderness

Das Foto von dem Kleid, oder The Dress, kommt ursprünglich von einer Frau aus Schottland, welche dieses auf Tumblr postete mit einer simplen Frage: Welche Farbe hat es? Aber erst nachdem Cates Holderness, die Community Growth Manager bei BuzzFeed, es gegen 18 Uhr online gepostet hat, hat es das Internet in Brand gesetzt. Es schien nach eine simplen Frage zu sein – denn bestimmt sind wir uns alle einig, welche Farbe das Kleid hat.

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5 Lesetipps für den 5. März

In unseren Lesetipps geht es heute um die deutsche Netzkultur, den Medienwandel, CSC Deutschland, Commons und Obamas Interview mit BuzzFeed. Ergänzungen erwünscht.

  • NETZKULTUR Spiegel Online: Deutschland, eine Belehrungsrepublik: Was treibt die Deutschen eigentlich an, wenn sie im Internet unterwegs sind? Spiegel-Online-Blogger Sascha Lobo hat den Grund gefunden: die Belehrung. Der oder die Deutsche hätte unglaublich gerne Recht und lasse auch andere gerne an seiner geistigen Überlegenheit teilhaben. Dieses Bedürfnis erstrecke sich auf alle gesellschaftlichen Gruppen und das gesamte politische Spektrum. In den Debatten, die sich zwischen den Meinungsfronten abspielen, pralle Hysterie auf Gegenhysterie – damit sei niemanden geholfen. Ein bissiger Kommentar zur Diskussionskultur im deutschsprachigen Internet.

  • MEDIENWANDEL taz.de: „Alle Ziele erreicht“: Vor allem Kritikern des umstrittenen Axel-Springer-Verlags dürfte die jüngst veröffentlichte Konzern-Bilanz des abgelaufenen Geschäftsjahrs nicht gefallen. Der Umsatz, den das Unternehmen erwirtschaftet ist nicht nur über acht Prozent gestiegen, der Axel-Springer-Verlag beweist auch, dass er einer der Vorreiter bei der Digitalisierung traditioneller Medien ist – 70 Prozent seines Gewinns erwirtschaftet der Konzern mit digitalen Angeboten. Die Angestellten des Axel-Springer-Verlag scheinen von der positiven Entwicklung jedoch nicht zu profitieren.

  • CSC DEUTSCHLAND Süddeutsche.de: Umstrittener NSA-Dienstleister verliert Ausschreibung: CSC Deutschland hat bei den jüngsten Ausschreibungen IT-Dienstleistungen im Millionenwert verloren, da die Firma mehrere Bundesländer nicht länger beraten darf. Das Unternehmen hat in den letzten 20 Jahren öffentliche Aufträge im Wert von 300 Millionen Euro ausgeführt – seine Aufgaben lagen in besonders sensiblen Bereichen wie Waffenregister und Überwachung. Der Clou: Der CSC-Mutterkonzern ist der größte Dienstleister des US-amerikanischen Geheimdienstes NSA.

  • BUZZFEED The Drum: Wooing a nation: Can British politicians ever embrace ‚BuzzFeedification‘ like Obama?: Nachdem der US-Präsident Barack Obama dem Medienportal BuzzFeed ein umfangreiches und sehr erfolgreiches Interview gegeben und damit bewiesen hat, dass er willig ist neue Wege zu gehen und dazu neue Medien mit ins Boot zu holen, wollen es ihm andere Politiker gleichtun. Vor allem in Großbritannien werfen viele Mitglieder des politischen Establishments einen Blick über den Großen Teich und wollen das Erfolgsrezept des Mannes ergründen, der Social Media unnachahmlich für sich nutzen kann.

  • COMMONS Berliner Gazette: Aufs Gemeinsame besinnen: Im EU-Parlament startet eine neue Arbeitsgruppe zu Commons: Innerhalb des EU-Parlaments formiert sich eine Arbeitsgruppe zu Commons. Commons sind Gemeingüter, die von jedem frei genutzt werden können und vor allem im Internet und Urheberrecht, aber auch in sozialen und ökonomischen Bereichen eine Rolle spielen. Arbeitsgruppen haben zwar keinen direkten Einfluss auf die Gesetzgebung, können aber zur Aggregation von Meinungen und Ressourcen dienen. Es stellt sich aber die Frage, wie effizient die Arbeitsgruppe aufgrund der Heterogenität seiner Mitglieder sein wird.

Die morgendlichen Lesetipps und weitere Linktipps am Tag können auch bequem via WhatsApp abonniert werden. Jeden Tag informiert dann Netzpiloten-Projektleiter Tobias Schwarz persönlich über die lesenswertesten Artikel des Tages. Um diesen Service zu abonnieren, schicke eine WhatsApp-Nachricht mit dem Inhalt arrival an die Nummer +4917622931261 (die Nummer bitte nicht verändern). Um die Nachrichten abzubestellen, einfach departure an die gleiche Nummer senden. Wir werden, neben dem Link zu unseren morgendlichen Lesetipps, nicht mehr als fünf weitere Lesetipps am Tag versenden.

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Barack Obama spricht mit Vox.com

Obama Interview (Bild by Center for American Progress Action Fund [CC BY-SA 2.0], via wikimedia)

Im Podcast „It’s All Journalism“ spricht Vox.com-Chefredakteur Matthew Yglesias über sein Interview mit Barack Obama und die Bedeutung digitaler Medien. US-Präsident Barack Obama ist ein ziemlich großer „Fisch“ in der Welt des Journalismus. Natürlich wäre das jeder amtierende Präsident. Aber Obama hat in in vielen Fällen bewiesen, dass er ein Meister darin ist, sich die Macht digitaler Technologien zunutze zu machen, um seine Botschaft an die Menschen zu senden, die er erreichen will – sei es durch die „We the People“-Seite für Online-Petitionen oder die Social-Media-Anteile seiner zwei Präsidentschaftskampagnen.

Im Podcast, spreche ich mit Matthew Yglesias, Chefredakteur von Vox.com, worum es im Interview von Vox.com mit Präsident Barack Obama ging. Yglesias hat für Slate über Politik und Wirtschaft berichtet, bevor er sich im April 2014 Ezra Klein und Melissa Bell anschloss, um Vox.com zu gründen. Er spricht über die Vorbereitungen vor dem Interview, die Entscheidungen, die dazu führten, wie das Interview online präsentiert wurde und wie es durch Social Media beworben wurde.

Es ist im Moment eine Tatsache, dass es keinen Unterschied macht, über welche Institution man redet.„, sagte Matthew Yglesias. „Es könnte eine Zeitung oder ein Magazin sein. Wenn jemand dieser Tage eine gute Story bekommt, geht diese Story normalerweise zuerst ins Netz, richtig? Ich denke, dass ist gesunder Menschenverstand. Nachrichten leben gewissermaßen in diesem digitalen Raum unabhängig davon was das Gesamtbild ist und wie sich die Webseite entwickelt hat.

Deshalb sollte es niemanden überrascht haben, dass Obama Vox.com, BuzzFeed und YouTube Interviews gegeben hat.

Ob du ein Digital Native bist, oder nicht, merkt jeder, ‚Hast du ein Publikum, mit dem wir reden wollen?‘, ich glaube, dass wir das haben, sagt Yglesias. Und ich denke, das ist die Art, wie es das Weiße Haus sieht.

Trotzdem murren einige Leute über diese digitalen Startups, die denselben Zugang bekommen, der auch traditionellen Medienunternehmen garantiert wird.

Ich erinnere mich an zahlreiche Wogen dieser Art, sagte Yglesias. Ich erinnere mich an das erste Mal, als es eine Digital-Native-Veröffentlichung im Presseraum des Weißen Hauses gab. Jemand, der in der digitalen Welt beheimatet war, wurde auf einer Pressekonferenz herangezogen, um auf eine Frage zu antworten. Jahre zuvor hatte ich dabei schon Schwierigkeiten, eine einfache Presseakkreditierung für den Kongress zu bekommen. Deshalb bin ich der Meinung, dass dies keine Veränderung ist, die mit einem Schlag passiert ist und dass es Menschen tatsächlich schockiert hat, als uns der Präsident ein Interview gab oder mit BuzzFeed gearbeitet hat. Ich denke immer noch, dass das erwähnenswert ist, weil es der Beginn einer Art lang andauernden Trends ist, der dafür sorgt, dass die Arbeit von Digital Natives in Washington umso ernster genommen werden, je mehr Menschen auf unseren Plattformen unterwegs sein werden.


Teaser & Image by Center for American Progress Action Fund (CC BY-SA 2.0)


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5 Lesetipps für den 3. März

In unseren Lesetipps geht es heute um WhatsApp, House of Cards, Interviews mit Juliane Leopold und Steffen Seibert, sowie das Leistungsschutzrecht. Ergänzungen erwünscht.

  • WHATSAPP Digiday: ‚WhatsApp alerts are easier said than done‘: Es ist eine Hassliebe, wie Ricardo Bilton auf Digiday schreibt. Einerseits sind Verlage von den Möglichkeiten fasziniert, die WhatsApp für die Content-Distribution bietet, andererseits sind nur sehr komplizierte Arbeitsabläufe nötig, damit das klappt. Wir selber testen seit Monaten WhatsApp und aus verschiedenen Gründen sehe ich das persönlich immer kritischer. Andere setzen darauf, ihre Leser trotz neuer Gewohnheiten des Konsums von Informationen zu erreichen.

  • HOUSE OF CARDS CNET: Some ‚House of Cards‘ viewers do whatever it takes to watch: Dieser Lesetipp hat einen leichten Hauch von „Ich habe es euch doch gesagt!“. Ob es nun Kurzsichtigkeit oder die Notwendigkeit mit Lizenzen Geld einzunehmen war, dass die dritte Staffel von „House Of Cards“ hierzulande (und woanders) nicht auf Netflix zu sehen ist, ist ein Abonnenten beleidigender Fehler. Wer sich nicht durch einen Wechsel seiner IP-Adresse helfen konnte, war zu unautosisierter Nutzung gezwungen und das waren scheinbar nicht wenige, denn wenn es um Zugang geht, interessieren veraltete Urheberrechtsgesetze auch den anständigsten Bürger nicht mehr.

  • BUZZFEED Vocer: Katzencontent… unterlegt mit Katzengejammer: Hmm, auf Vocer.org gibt Larissa Sartori sehr viel Raum für den Ärger von Juliane Leopold auf die hierzulande oft kritischen Reaktionen zum Start von BuzzFeed Deutschland. Als kleiner BuzzFeed-Fan und alles andere als ein Vertreter des Journalismus alter Schule, fühle sogar ich mich auch von dieser Kritik angesprochen, deshalb an dieser Stelle eine kritische Nachfrage (die eigentlich von Sartori hätte kommen sollen): Wenn eine sehr gute Journalistin von Zeit Online sich mit anderen Journalisten zusammen tut, darf man nicht irrtiert sein, wenn diese Leute über Monate hinweg etwas vollkommen belangloses machen? BuzzFeed kann ab und zu Journalismus, spannender sind die Kompetenzen im Publishing und neuen Strukturen von Redaktionen, aber dafür war wohl keine Zeit mehr in diesem Interview.

  • STEFFEN SEIBERT Daniel Bouhs‘ Blog: “Da gehört die Bundesregierung auch hin”: Im Interview mit dem Medienjournalisten Daniel Bouhs spricht Regierungssprecher Steffen Seibert über die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Regierung in den sozialen Netzwerken,wie man mit Trollen umgehen soll, das Verhältnis zur journalistischen Berichterstattung der Presse und die neue Facebook-Seite der Bundesregierung.

  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT Netzpolitik.org: Chronologie des Leistungsschutzrecht für Presseverlage: Vergangenen Freitag veranstaltete das Informationsportal iRights.info eine Diskussion zum Thema Leistungsschutzrecht für Presseverlage. Florian Gilberg von Netzpolitik.org war dabei und hat fleißig mitgeschrieben und für seinen Artikel auch gleich mal eine Chronologie des Gesetzes gemacht, dass sich die Presseverlage mit aller Macht gewünscht haben, es dann aber niemals selber anwendeten.

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5 Lesetipps für den 23. Februar

In unseren Lesetipps geht es heute um WhatsApp im Journalismus, die Agentur AP, Disruption à la Nordmänner, eine App für Sport-Fans und BuzzFeed. Ergänzungen erwünscht.

  • WHATSAPP Meedia: Wann Redaktionen ein eigener Account auf WhatsApp nützt: Eine Art Zwischenfazit nach der ersten Welle an Medien auf WhatsApp kann auf Meedia.de nachgelesen werden, wo sich aktive und nichtaktive Redaktionen dazu äußern. Interessant wird zu sehen sein, wie Medien eiens Tages auf WhatsApp unterwegs sind, wenn der Chat-Messenger sich wie seine Konkurrenz um Publishing-Features erweitert hat und damit auch zu einem unkomplizierten Tool für Redaktionen wird.

  • ASSOCIATED PRESS Spiegel Online: Interview mit AP-Chef Gary Pruitt: Ein interessantes Interview von SPON-Redakteur Christian Stöcker mit dem Chef der Agentur Associated Press, Gary Pruitt, über den Medienwandel im Journalismus, wie sich die Presseagentur immer auf die neueste Technologie einließ und die Reaktionen auf die Überwachung der Medien durch die US-Geheimdienste.

  • DISRUPTION Mashable: The Vikings were some of the first tech disruptors: Ein lesenswerter Text über Wikinker ist selten, besonders auf Mashable. Steven Ashby erklärt darin, dass die Wikinker mehr als nur Händler und Krieger waren, sondern vor allem auch hervorragende Ingenieure. Dies führte dazu, dass sie für ein paar technologische Disruptionen im Mittelalter verantwortlich sind, über die kein Feuilleton der Welt damals kulturkritisch berichten konnte.

  • APP Nieman Journalism Lab: USA Today’s new sports app wants to help cure your fear of missing out: Die Zeitung „USA Today“ bietet eine Sport-App an, die durch Push-Benachrichtigungen die Leser informieren soll und ihnen somit das Gefühl vermittelt, nichts mehr zu verpassen. Was im Sport funktioniert, kann allgemein für Medienkonsumenten nützlich sein, weshalb sich der Artikel von Justin Ellis lohnt durchzulesen.

  • BUZZFEED Horizont: Wie Scholz & Friends mit bunten Listen den Social-Traffic steigern will: Wer hat zuerst Publishing gerufen? Wer? Keine Ahnung er zuerst, aber spätestens seit dem Vortrag von Juliane Leopold im Hamburger Betahaus ist sicher nicht nur uns klar, dass es zwar auch mal Journalismus auf BuzzFeed geben kann, das Unternehmen aber in erster Linie an der Zukunft des Publishing arbeitet. Mit der Agentur Scholz & Friends gibt es jetzt ein hierzulande prominentes Beispiel dafür.

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BuzzFeed: Journalismus für das Zeitalter von Social Media?

Vortrag von Juliane Leopold über BuzzFeed (Bild: Alexandra von Heyl/Netzpiloten, CC BY 4.0)

Fünf Monate nach dem Start von BuzzFeed Deutschland stellt sich Gründungsredakteurin Juliane Leopold im Hamburger Betahaus den Fragen eines interessierten Publikums. // von Tobias Schwarz

Vortrag von Juliane Leopold über BuzzFeed (Bild: Alexandra von Heyl/Netzpiloten, CC BY 4.0)

Der erste betaclub im neuen Hamburger Betahaus konnte gleich mit einer längst überfälligen Premiere aufwarten: zum ersten Mal sprach mit Juliane Leopold eine Frau auf der Veranstaltungsreihe. Die Gründungredakteurin von BuzzFeed Deutschland sprach über die Pläne von BuzzFeed in Deutschland und welche Unterschiede sie zwischem dem deutschen und US-amerikanischen Markt im Bereich Online Content sieht.

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Wie BuzzFeed erfolgreich eine neue Zielgruppe erreicht hat

BuzzFeed Latino Tag (Bild: Screenshot, via BuzzFeed)

BuzzFeed hat seine lateinamerikanische Anhängerschaft auf altmodische Weise vergrößert: mit Content. // von Joseph Lichterman

BuzzFeed Latino Tag (Bild: Screenshot, via BuzzFeed)

Es ist in den meisten Fällen nicht einfach eine neue Zielgruppe zu erreichen, vor allem wenn sie bisher kaum beachtet wurde. Das Medienportal BuzzFeed hat sich zur Aufgabe gemacht, seine lateinamerikanische Leserschaft zu vergrößern und war damit erfolgreich. Dabei verzichtete das Unternehmen auf aufwändige Marketing-Aktionen und konzentrierte sich einfach darauf Inhalte zu veröffentlichen, die die Interessen der neuen Zielgruppe widerspiegeln. Dabei stellte sich heraus, wie wichtig die Vielfältigkeit innerhalb des Redaktion ist, um das thematische Spektrum des Medienportals zu verbreitern.

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5 Lesetipps für den 17. Oktober

In unseren Lesetipps geht es heute um die neueste Android-Version 5.0 Lollipop, die größten Datendiebstähle der letzten Jahre, Twitters jüngste Soundcloud-Integration, Paypals Abspaltung von Ebay und den Start der deutschen Buzzfeed-Ausgabe. Ergänzungen erwünscht.

  • ANDROID Androidnext: Android 5.0 Lollipop: In einem offiziellen Blogeintrag hat Google am Mittwoch nebst dem neuen Tablet Nexus 9 und dem Phablet Nexus 6 auch die neueste Android-Version 5.0 Lollipop vorgestellt. Zunächst wird sie mit den soeben erwähnten jüngsten Geräten veröffentlicht, soll aber in den kommenden Wochen auf weitere Nexus-Geräte ausgerollt werden. Die Version bietet viele neue Features, so soll nicht nur die Android-Oberfläche dreidimensionaler und weniger mechanisch wirken, sondern auch für eine verbesserte Akkulaufzeit dank der obligatorisch integrierten Laufzeitumgebung ART gesorgt werden. Ebenso sei die Kamerafunktion optimiert, die nun RAW-Formate speichern können soll. Alles in allem ziemlich interessante Neuerungen, die die jüngste Android-Version mit sich mitbringt.

  • DATEN t3n: Die 8 größten Datendiebstähle der Geschichte – und wie sie passierten (Infografik): Passend zum aktuellsten Artikel unseres Autors Daniel Kuhn über die Gleichgültigkeit der Internetnutzer gegenüber Sicherheitslücken wird in diesem Lesetipp-Link eine Infografik von WhoIsHosting zu den acht größten Datendiebstählen vorgestellt. Inzwischen ist das Internet nicht mehr aus unserem Leben wegzudenken, wir kaufen online ein, tätigen digitale Bankgeschäfte und vertreiben unsere Freizeit in Sozialnetzwerken. Damit geht aber auch der allbekannte Nachteil einher: Die Daten, die bei diesen Vorgängen übermittelt werden, sind beliebte Ware bei kriminellen Hackern sowie Geheimdiensten. So haben sich auch in den letzten Jahren viele Vorfälle ereignet, bei denen unter anderem Kreditkarten- und Login-Infos ausgespäht wurden. Aber nicht nur Unternehmen sind beliebte Ziele gewesen, auch behördliche Daten wurden liebend gern von politisch motivierten Hackern oder sogenannten Whistleblowern ausgespäht und verbreitet.

  • TWITTER The Wall Street Journal: Tweet the Beat: Twitter Users Can Now Listen to iTunes, SoundCloud Tracks: Nun gibt es in Twitter auch die Möglichkeit, innerhalb der Timeline Musikstücke zu genießen – dank der Kooperation und Integration von Soundcloud, einer Berliner Musikplattform. Gestern hat nämlich das Social Media-Kanal Twitter den Start von Twitter Audio Card verkündet, damit können User nicht nur beim Scrollen ununterbrochen bestimmte Lieder hören, sondern diese auch vom iTunes Store kaufen. Twitter wird dadurch zwar keine Einnahmen erwirtschaften, allerdings können mit der neuen Funktion mehr User auf die Social Media-Plattform geholt und zudem dazu motiviert werden, mehr Zeit auf dieser zu verbringen. Ursprünglich wollte Twitter Soundcloud sogar übernehmen, hat aber aufgrund des hohen Preises und der unklaren Rechtelage der Musikstücke doch davon abgesehen.

  • EBAY Die Welt: Ohne Paypal ist bei Ebay bald nichts mehr los: Der digitale Bezahldienst PayPal hat angekündigt, im nächsten Jahr an die Börse zu gehen. Mit dieser Abspaltung wird die Online-Auktionsplattform Ebay dan ohne PayPal, die Ebays erfolgreichste Bezahlfunktion ist, auskommen müssen und an Umsatz einbüßen. Der Onlineriese Ebay steht damit vor einer ungewissen Zukunft und hatte bereits die Ziele für das laufende Geschäftsjahr gesenkt, der Umsatz dürfte also geringer ausfallen als erwartet, wie Ebay mitgeteilt hat. Auch zwischenzeitlich fiel die Ebay-Aktie schon nachbörslich um fast fünf Prozent. Ebay-Chef John Donahoe zeigt sich allerdings – trotz Auflehnung gegen Carl Icahns Kampagne zur Abspaltung von PayPal Anfang des Jahres – zuversichtlich und ist nun der Meinung, dass Ebay und PayPal im raschen Wandel des Online-Marktes jeweils allein am meisten profitieren würde.

  • BUZZFEED FAZ: Buzzfeed startet in Deutschland – Mit Katzen auf Klickjagd: Das US-Medienportal Buzzfeed, das Journalismus mit einer Mischung aus Blog, Newsticker und Online-Magazin betreibt, ist mit einer offiziellen deutschen Ausgabe gestartet. Buzzfeed wird gerne für seine Masche – abwegiger, listenreicher Content und niedliche Katzen – belächelt, ist allerdings mit 150 Millionen Besuchern pro Monat eines der beliebtesten Portale im englischsprachigen Raum. In einem Berliner Katzencafé stellten die Macher ihre Pläne für die deutsche Version vor. Zunächst wird es viele Unterhaltungsinhalte geben und in etwa acht Monaten sollen auch Nachrichten und Inhalte zu Lifestyle-Themen geliefert werden. Sie setzen außerdem bewusst darauf, dass die Leser die Artikel und Bildersammlungen auch an ihre Freunde oder in Sozialnetzwerken verbreiten. So wird ein Großteil der Buzzfeed-Leser auf die Webseite geholt. In Deutschland hat Facebook stolze 25 Millionen Nutzer, bildet also eine gute Grundlage für das Buzzfeed-Team. Man darf gespannt bleiben.

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Kommentar: Ein Jahr Huffington Post in Deutschland

Huffington Post Deutschland (Bild: t3n)

Die Huffington Post Deutschland feiert am Freitag Geburtstag – Zeit für eine bis jetzt versäumte Kritik zum Jubiläum. // von Tobias Schwarz

Huffington Post Deutschland (Bild: t3n)

Diesen Herbst erlebt die deutsche Medienlandschaft eine Neuerung nach der anderen. BuzzFeed ist hierzulande gestartet, Krautreporter folgt bald und die deutsche Wired erlebt gerade einen Erneuerungsprozess. Mit einem Jahr Vorsprung startete das Blogging-Netzwerk Huffington Post im vergangenen Oktober. Man selbst scheint zufrieden mit dem Erreichten zu sein, aber in Wirklichkeit war es ein verschenktes Jahr.

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5 Lesetipps für den 15. September

In den Lesetipps geht es heute um das deutschsprachige BuzzFeed, eine Smartwatch für Nachrichten, Günther Oettinger, die Wikipedia im Bundestag und Netflix. Ergänzungen erwünscht.

  • BUZZFEED medienrauschen: Buzzfeed startet sanft in Deutschland – was ist das Erfolgrezept?: Persönlich erhoffe ich mir sehr viel vom deutschen BuzzFeed-Ableger, denn das enorme Verständnis für Social Media gepaart mit deutschen Journalisten könnte mehr als nur spannend werden, im besten Fall sehen wir hier die Zukunft. Doch der erste deutschsprachige BuzzFeed-Beitrag von Sebastian Fiebrig unterwältigte mich eher als alles andere. Jetzt kann nur noch mit Bauchschmerzen abgewartet werden, was Juliane Leopold da aufbaut.

  • SMARTWATCH techletter.de: „Eine eigene Vision einer Smartwatch-Nachrichten-App entwickeln.“: Auf dem vorm Hamburger Scoopcamp veranstalteten Hackathon bastelte ein Team unter Leitung von Mark Heywinkel an einer Nachrichten-App für lokale News – und zwar nicht für Smartphone oder Tablet, sondern für die Smartwatch und das entsprechend kleine Display. “LocalWatch” heißt ihr Produkt, über das sich Julian Heck auf Techletter.de mit Heywinkel unterhalten hat.

  • EU-KOMMISSION Wirtschaftswoche: Kritik an Oettinger ist fehl am Platz: Mit Günther Oettinger hat Jean-Claude Juncker den Posten für die Digitalisierung Europas einem Deutschen gegeben, der wie kaum ein anderer Politiker als ungeeignet für dieses Amt betrachtet werden kann. Es ist Oettinger natürlich zuzutrauen, dass er sich schnell in die Materie einarbeitet und Politik machen wird, nur die Art und Weise seiner Politik könnte das größere Problem sein als seine derzeitige Inkompetenz. Silke Wettach gibt in der Wirtschaftswoche einen Ausblick auf Oettingers „abgestufte“ Netzneutralität und seine Pläne einer digitalen Industriepolitik.

  • WIKIPEDIA Politik & Kommunikation: „Ist auf Wikipedia-Informationen Verlass, Herr Kosinsky?“: 40 Unterstützer der Online-Enzyklopädie Wikipedia waren eine Woche lang im Bundestag und Bundestagsabgeordnete eingeladen, sich professionell für die Wikipedia fotografieren zu lassen und sich in kurzen Video-Statements vorzustellen. Mit dem Organisator des Projekts, Olaf Kosinsky, sprach p&k über den Besuch in Berlin und die Qualität von Wikipedia-Artikeln.

  • NETFLIX Wirtschaftswoche: Netflix kooperiert mit Telekom und Vodafone: Laut einem Bericht der Wirtschaftswoche stellt sich Netflix in Deutschland auf, unter anderem durch Kooperationen mit Vodafone und der Deutschen Telekom. Mit Vodafone arbeitet der US-Streamingdienst auch in anderen europäischen Ländern zusammen, in Deutschland sollen aber auch eigene Produktionen auf der IP-TV-Plattform Entertain der Telekom bereitstellen. „Netflix stellt sich in Deutschland so breit auf wie noch in keinem anderen Land zuvor“, sagte ein Insider der Wirtschaftswoche. Morgen geht es dann auch hierzulande los.

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5 Lesetipps für den 3. September

In unseren Lesetipps geht es heute um Crowdfunding im Journalismus, BuzzFeed, die Startseite, Kritik am Nacktfoto-Hack und die Paywall. Ergänzungen erwünscht.

  • CROWDFUNDING Fachjournalist: Crowdfunding im Journalismus – wenn Leser Magazine mitfinanzieren: Auf Fachjournalist.de schreibt unsere Autorin Katharina Brunner über journalistische Startups. Im ersten Teil ihrer zweiteiligen Artikelserie stand die Finanzierung durch Werbung im Vordergrund. Doch Werbung ist nicht der einzige Weg, um mit Journalismus Geld zu verdienen. Im zweiten Teil ihrer damit beendeten Artikelserie stellt sie journalistische Crowdfunding-Projekte vor, bei denen die Leser die Magazine mitfinanzieren.

  • BUZZFEED Inc.com: The Data Genius Behind Buzzfeed’s Success: Auf Inc.com stellt Christine Lagorio-Chafkin die Geheimwaffe von BuzzFeed vor: Dao Nguyen. Mit fast der gleichen Überschrift habe ich zwar BuzzFeeds Wundermathematiker Ky Harlin schon vorgestellt, aber das ist hier keine Highlander-Situation. Der Erfolg von BuzzFeed kann durchaus auch auf zwei Geheimwaffen beruhen. Nguyen ist bei BuzzFeed für Daten und Wachstum zuständig und hat es geschafft, dass sich de Traffic von BuzzFeed in den letzten zwei Jahren verfünffacht hat. Und auch wenn Journalismus nur eine Facette von BuzzFeed ist, zeigen Leute wie Nguyen, worauf es in Zukunft stärker ankommt.

  • STARTSEITE The Guardian: i100 and Quartz prove homepages are increasingly irrelevant: Auf der Website des The Guardian schreibt der Medienberater Jon Bernstein über die totgesagte Startseite. Quartz hat es mit seinem Redesign erst vor wenigen Tagen wieder deutlich gemacht, die Leser sehen bei ihrem Einstieg in Medien niemals die Startseite als erstes, weshalb die Darstellung jedes einzelnen Artikels wichtig ist, um die Website angemessen zu präsentieren. Doch diese Logik ist die Folge der von mir erst gestern kritisierten Abhängigkeit von sozialen Netzwerken. Jede Seite sollte das Medium als ganzes präsentieren, aber unsere meist aufgerufene Seite ist jeden Tag aufs neue die Startseite. Entweder geht der Medienwandel an uns vorbei (Ha!) oder Startseiten sind und bleiben für Marken eine relevante Seite, wie jede andere Seite auch.

  • NETZKRITIK ReadWrite: For Once, The Entire Internet Isn’t Blaming The Victims Of This Nude Celebrity Photo Leak: Der jüngste Hack samt Veröffentlichung von Nacktfotos zahlreicher Prominente zeigte einmal wieder deutlich, dass absolute Sicherheit eine technische Utopie ist und dass das Internet alles andere als ein für Frauen angenehmer Ort sein kann. In den ersten Reaktionen mischte sich wie immer das Slut-shaming, Victim-blaming und soziale Verurteilung der vom Leak betroffenen Frauen. Doch Helen Popkin schreibt auf ReadWrite über ihre Beobachtung, dass es diesmal auch differenziertere Stimmen gab. Denn nicht das Aufnehmen von privaten Nacktfotos ist ein Verbrechen, sondern der Hack und die Veröffentlichung. Nur Kritik daran, liest man leider selten in Kommentaren.

  • PAYWALL Rhein-Zeitung: So entwickelt sich Rhein-Zeitung.de seit Einführung der verschärften Bezahlschranke: Im Blog der Rhein-Zeitung kommentiert Marcus Schwarze die Auswirkungen der seit August aktiven, verschärften Bezahlschranke. Zwar brachen die Seitenaufrufe um 17 Prozent ein, doch es wurden 430 mehr Tagespässe verkauft – vier Mal so viele wie im Juli. Das klingt zwar nicht danach, dass der eine Paywall rechtfertigende Mehrwert hinter der Bezahlschranke ein Grund für das Plus war, sondern mehr nach Ausnutzung der regionalen Bedeutung der Zeitung, aber Schwarze hat verstanden, dass zu der Paywall mehr Abonnenten-Service gehört, um eine stärkere Bindung mit den Lesern zu erreichen. Mich überzeugt die Paywall zwar immer noch nicht als gangbarer Weg, aber kurzfristig scheinen Online-Medien damit Geld zu verdienen.

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5 Lesetipps für den 22. August

In unseren Lesetipps geht es heute um die Digitale Agenda, die Deutsche Welle kündigt einer Bloggerin, BuzzFeed, Bürgerpflicht gegen Trolle und die Top 25 mobiler Apps. Ergänzungen erwünscht.

  • DIGITALE AGENDA EAID: Was bringt die Digitale Agenda für den Datenschutz und die Informationsfreiheit?: Über das Digitalprogramm der Bundesregierung namens „Digitale Agenda“ gibt es leider kaum was Gutes zu sagen, denn im Jahr 2014 hätte die Politik weiter sein sollen und sich Ziele setzen, die nicht schon das Erreichte anderer Länder unterbieten und sogar teilweise einen Rückschritt zum Koalitionsvertrag darstellen. Der ehemalige Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hat sich mit dem Bereich Datenschutz und Informationsfreiheit beschäftigt und trotz des durchwachsenen Ergebnisses positive Anknüpfungspunkte entdeckt.

  • DEUTSCHE WELLE NYTimes.com: German Broadcaster Fires Chinese Blogger: In China entwickelt sich für die Deutsche Welle eine kleine Staatsaffäre, die es in sich hat. Hauptakteure sind die Bloggerin Su Yutong, der mir aus langen Nächten des Politikstudiums bekannte Autor Frank Sieren und das Tiananmen-Massaker von 1989. Ytong wurde wegen kritischer Tweets gekündigt, in dem sie sich darüber beschwerte, dass weniger kritischen Artikeln, vornehmlich von Frank Sieren, mehr Platz eingeräumt wurde und dieser auch noch die Geschehnisse des Sommers 1989 relativierte. Eine heikle Entscheidung der Deutsche Welle, denn auch wenn Yutongs Art und Weise der Kritik gegenüber einem Kollegen unangebracht war, scheint ihre Kritik nicht unberechtigt zu sein.

  • BUZZFEED Badoink: Things Are Looking Good for BuzzFeed: Neuigkeiten stehen in Ivor Irwins Artikel über BuzzFeed nicht drin, aber er führt einem mit wenigen Worten nochmals vor Augen, wie extrem anders BuzzFeed funktioniert, wieso sie damit Erfolg haben und warum Algorithmen in Zukunft der wichtigste Aspekt für Medienunternehmen sein werden. Das die das einem nicht glauben, ist klar. Aber hier stand es dann, lange bevor es passierte. Zeitungen haben nur noch als Nischenprodukt eine Zukunft.

  • TROLLE Zeit Online: Lasst die Trolle verhungern: Einen x-ten „Füttere die Trolle nicht!“-Artikel würde ich hier kaum empfehlen, auch wenn er von Zeit Online-Chefredakteur Jochen Wegner kommt, aber es sind seine hier tiefer gehenden Gedanken, die den Artikel lesenswert machen. Er sorgt sich zwar darum, dass die nicht existierende Utopie „einer digitalen Agora, in der Gleiche mit Gleichen frei kommunizieren, ungefiltert und unverfälscht“ in Gefahr ist, trifft aber einen Punkt, wenn er als neue Bürgerpflicht ansieht, auch bei der Kommunikation im Internet eine Form von Courage zu zeigen, denn Gesetze wie ein „Vermummungsverbot im Internet“ würde mehr Freiheiten kosten als uns lieb wäre. Es liegt wohl an uns allen Trollen entgegen zu treten, wenn wir sie sehen, auch wenn das im Widerspruch zur Überschrift steht.

  • MOBILE FIRST Quartz: These are the 25 most popular mobile apps in America: Dan Frommer listet auf Quartz die 25 meistgenutzten Mobile-Apps in den USA auf und zu meiner Überraschung ist der von Facebook gekaufte Messenger WhatsApp nicht dabei, aber der Kik Messenger auf Platz 25. Ansonsten bleibst festzuhalten, dass Facebook die Liste mit Abstand anführt, Google aber die meisten Apps auf der Liste platzieren konnte und Yahoo sich ganz ordentlich anstellt. Microsoft sollte mal (wieder) alles grundlegend überdenken.

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5 Lesetipps für den 14. August

In unseren Lesetipps geht es heute um den „Nachteil“ von Open Source für Google, den Medienwandel, gefährlichen Journalismus, Reddit vs. BuzzFeed und ein mögliches Uber-Verbot in Berlin. Ergänzungen erwünscht.

  • ANDROID Time.com: This Is the Biggest Threat Facing Google Right Now: Mit der Überschrift hat Jacob Davidson etwas übertrieben, aber vielleicht kann auch nur ein Journalist über den Verlust von Kontrolle so dramatisch schreiben. Lesenswert ist der Artikel trotzdem, auch wenn es Google überleben wird, dass Amazon mit dem Kindle Fire ein Smartphone entwickelt hat, das Googles mobiles Betriebssystem Android nutzt, dabei aber jegliche Google-Dienste von dem Gerät verbannt. Android ist eben ein auf Linux basierendes System, also Open Source. Vor dem Hintergrund dieser Tatsache, dürfte die zukünftige Strategie von Google durchaus interessant zu beobachten sein. Sie kann beweisen, dass entweder immer noch ein Marktriese fallen kann, egal wie dominant er momentan ist oder wie ein offenes System wirtschaftlich erfolgreich sein kann.

  • MEDIENWANDEL Operation Harakiri: Jeder Satz ein Seufzer: Anfang der Woche haben die FAZ-Autoren Patrick Bernau, Rainer Hank und Winand von Petersdorff einen Debattenbeitrag zum Medienwandel veröffentlicht, den ich aufgrund seiner Belanglosigkeit nicht in unseren Lesetipps erwähnte. Im Jahr 2014 einen ratlosen Text zu schreiben, der auch aus dem Jahr 1999 hätte sein können, war dann irgendwie nichts, was wir hätten empfehlen können. Lesenswerter ist die Antwort von Ralf Heimann, die ich hier ausdrücklich empfehlen möchte. Besonders seinen Schlusssatz, einen wirklichen Beitrag zur Debatte: „Alle Journalisten, die mehr wollen, als nur ihre Privilegien zu retten, können sich über diese Entwicklung nur freuen. Allen anderen wünsche ich viel Glück!“

  • JOURNALISMUS BILDblog: Gefährlicher Journalismus: Im BILDblog schreibt Mats Schönauer über den sogenannten „Werther-Effekt“, also dem Phänomen, dass nach einer Berichterstattung über einen prominenten Selbstmord, die Selbstmordrate allgemein steigt. In den letzten zwei Tagen berichteten die Medien über den Suizid des Schauspielers Robin Williams, dies aber auf eine detaillierte und boulevardeske Art und Weise. Dadurch sollte dieser Teil des Journalismus durchaus als gefährlich eingestuft werden, denn ohne Rücksicht auf Folgeerscheinungen wie dem „Werther-Effekt“, verhalten sich die Medien hier verantwortungslos und das nur für mehr Klicks.

  • REDDIT ReadWrite: Is Reddit Dropping The Ban Hammer On BuzzFeed?: Nutzungsrechte sind im Urheberrecht oft eine spaßbefreite Angelegenheit, aber die neuesten Richtlinien von Reddit, wie mit Inhalt von der Seite des News Aggregators umgegangen werden soll, wenn man sie für ein Medium nutzen möchte, haben mich dann doch einmal zum Schmunzeln gebracht. Wenn z.B. Journalisten oder Blogger etwas schreiben und dabei Inhalte von Reddit nutzen, müssen sie vorher die Nutzer, die oft nur die URL von Inhalten hier veröffentlicht haben, um Erlaubnis fragen. Das bedeutet dann z.B., dass die Person, die einen unserer Netzpiloten-Artikel auf Reddit veröffentlicht, von da an die Nutzungsrechte verwaltet und nicht unsere Autoren. … Ja, wir verstehen es auch nicht, aber es soll wohl BuzzFeed ärgern oder so.

  • UBER Golem.de: Uber soll in Berlin verboten werden: Nach einem Wochenende in Magdeburg, in der es keinen Carsharing-Anbieter gibt, dessen Geschäftsgebiet gefühlt größer als zwei Fußballfelder ist und in der lokale Taxi-Unternehmen mit keiner Taxi-App zusammenarbeiten oder auch nur den Sinn elektronischer Bezahlung verstehen, fällt es mir gerade wieder etwas schwerer einzusehen, was an UberPop schlecht sein soll. Doch die Berliner Senatsverwaltung wird es mir vielleicht bald sagen können, denn es wird ein Verbot des Dienstes, vielleicht sogar von Uber an sich, in der Bundeshauptstadt geprüft. Ach ja, nach Magdeburg bin ich übrigens mit einer via Smartphone organisierten Mitfahrgelegenheit gekommen, dessen Fahrer von der Charakteristika irgendwie identisch mit den UberPop-Fahrern ist, nur mit den Unterschied, dass Taxis keine so langen Strecken fahren wollen und deshalb solche Dienste nicht im eigenen Interesse kriminalisieren.

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5 Lesetipps für den 12. August

In unseren Lesetipps geht es heute um den Wandel von der MP3 zum Streaming von Musik, Selfies und Feminismus, Christian Bollert über detektor.fm, BuzzFeed und wie Landesregierung sich auf Facebook bewegen. Ergänzungen erwünscht.

  • MUSIK Netzwertig.com: Vom MP3-Sammler zum Streamer: Auf Netzwertig.com lässt Martin Weigert seine persönliche Wandlung vom MP3-Sammler zum Streaming-Nutzer rekapitulieren und zeigt damit den Einfluss von Technologien auf unser Nutzungsverhalten. Bis auf eine stete Liebelei zu Vinyl erging es mir genauso und sicher auch noch vielen anderen Musikliebhabern, was Weigerts Fazit, „dass das beste Mittel gegen Piraterie tatsächlich die Bereitstellung von leistungsfähigen legalen Alternativen darstellt„, noch einmal kräftig unterstreicht.

  • SELFIES Time.com: The Feminist Photo Revolution: Auf Time.com schreibt die Journalistin Jessica Bennett über die Rolle von Selfies für die Selbstdarstellung von Frauen und wie diese von Natur aus narzisstischen Bilder es Frauen ermöglichen, selbst das Bild von sich in den Medien zu prägen. Ich bin mir über die Auswirkung auf den Feminismus unsicher, da ich mich in dem Thema auch nicht auskenne, aber es ist ein interessanter Gedanke, dass Social Media (laut einer Studie) heute einen größeren Einfluss auf unsere Schönheitsideale hat und Frauen durch Selfies selber den Maßstab setzen.

  • DETEKTOR.FM torial Blog: “Machen statt Quatschen”: Auch wenn man selbst sich nicht für das Medium Radio interessiert, muss einem das Leipziger Internetradio detektor.fm imponieren. Im Interview mit Ben Schwan erzählt Christian Bollert, Chef von detektor.fm, wie eine Gruppe freier Radiojournalisten ein unabhängiges Internet-Radio für Deutschland hochgezogen hat. Ich kenne die Geschichte schon, bin aber immer wieder neu davon fasziniert.

  • BUZZFEED Siliconrepublic.com: BuzzFeed to spend US$50m investment on major expansion: Während traditionelle Medien über den Anzeigen- und Bedeutungsverlust durch den Medienwandel klagen, hat BuzzFeed ein Erfolgsmodell entdeckt, dass zumindest teilweise etwas mit Journalismus zu tun hat. Das hat Investoren überzeugt und der von Jonah Peretti gegründeten Plattform über 50 Millionen US-Dollar gegeben, damit das Unternehmen sich zu einem der führenden Online-Medien der Welt entwickeln kann. Wann hatte zuletzt jemand so viel Vertrauen in eine Zeitung?

  • FACEBOOK Hamburger Wahlbeobachter: Landesministerien bei Facebook: Der „Hamburger Wahlbeobachter“ Martin Fuchs hat sich angesehen, wie sich die deutschen Landesregierungen im sozialen Netzwerk Facebook bewegen. Mit über 26 Millionen deutschen Nutzern ist Facebook für Regierungsorganisationen durchaus interessant, um die Bürger zu erreichen, aber noch gibt es viel Optimierungsbedarf.

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5 Lesetipps für den 4. August

In unseren Lesetipps geht es heute um die deutsche Haltung im Fall Snowden, Konservatismus, BuzzFeed plant eine Nachrichten-App, Stars auf YouTube und die Folgen des Recht auf Vergessen. Ergänzungen erwünscht.

  • WHISTLEBLOWER Mainpost: Die Feigheit vor dem Freund: Diesen Leitartikel von Manfred Schweidler mit dem Untertitel „Die deutsche Haltung im Fall Snowden ist beschämend“ möchte ich nicht einmal kommentieren. Ich möchte ihn einfach nur verbreiten, damit mehr Menschen ihn lesen.
  • KONSERVATISMUS Zeit Online: Wir müssen den Konservatismus überwinden: Auf Zeit Online ist ein sehr lesenswertes Interview von Daniel Herbstreit mit dem Musiktheoretiker Mark Fisher erschienen, der sich vor dem Hintergrund von Popmusik mit dem (auch in Deutschland) vorherrschenden Konservatismus auseinandersetzt. Doch was für die Musik gilt, dass ohne die Vorstellung von einer radikal anderen Zukunft, es nie möglich sein wird, den herrschenden Konservatismus zu überwinden, weder auf politischer noch auf kultureller Ebene, gilt auf jeglicher Ebener unserer Gesellschaft und limitiert unser Innovationspotenzial im digitalen Wandel.
  • BUZZFEED Nieman Journalism Lab: BuzzFeed is building a new mobile app just for news — theirs and everyone else’s: Bei Foursquare war die Strategie verschiedene Apps für verschiedene Aufgaben anzubieten ein Reinfall, Facebook setzt sie mit Druck durch und ob BuzzFeed damit Erfolg haben wird, werden wir sehen. Im Blog des Nieman Journalism Lab erklärt Caroline O’Donovan die Pläne des bekannten Blogs, eine eigene App für Nachrichten anzubieten, auf der dann die neben Listicles und Katzen-Lobhudelei auch existierenden ernsthaften Beiträge der Seite gebündelt angeboten werden. Doch auch die Nachrichten anderer Seiten sollen hier ihren Platz finden.
  • YOUTUBE Blog von Andreas Rickmann: Wie wir* ignorieren, was junge Menschen bei Facebook, Twitter und Youtube interessiert: Auf seinem Blog stellt Andreas Rickmann das an sich nicht unbekannte Phänomen der YouTube-Stars vor, die aber von den zu gerne über sich selber und den negativen Seiten des sie selbst betreffenden Medienwandels schreibenden Medien gerne übersehen werden. YouTube-Blogger wie Dagi Bee, die mehr Follower hat also Sascha Lobo oder Stefan Niggemeier (sehr viel mehr Follower hat als wir), leben abseits der Aufmerksamkeit von vermeintlich Öffentlichkeit schaffenden Medien die Möglichkeiten des digitalen Wandels von Kommunikation vor.
  • RECHT AUF VERGESSEN The Guardian: Wikipedia link to be hidden in Google under ‚right to be forgotten‘ law: Neuster (und wohl bisher auch traurigster) Höhepunkt der Folgen des unzureichend gestalteten „Recht auf Vergessen durch den Europäischen Gerichtshof ist die Löschung eines Links zu einem Wikipedia-Artikel. Vor zwei Wochen habe ich in meiner Kolumne und noch einmal am Samstag in der Radiosendung Trackback vor den Gefahren des Urteils für die Presse- und Meinungsfreiheit gewarnt. Was leider immer wieder vergessen wird ist die enorme Bedeutung von Suchmaschinen in unserer Daten produzierenden Gesellschaft. Die Löschung des Links kommt der Zensur des Inhaltes gleich. Ich wünsche mir, dass Wikipedia diesen Artikel bis zur Schaffung von klaren und transparenten Regeln weltweit zum Artikel des Tages macht und das jeden einzelnen Tag.

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5 Lesetipps für den 30. Juli

In den Lesetipps geht es heute um das Silicon Valley, warum Plagiate an sich kein Problem sind, BuzzFeed in Deutschland, der Einfluss von Technologie und Medium. Ergänzungen erwünscht.

  • SILICON VALLEY Tagesspiegel: Goldrausch im Silicon Valley: Jens Mühling war für den Berliner Tagesspiegel im Silicon Valley unterwegs, dem Land von Google, Apple, Facebook, WhatsApp & Co, in dem das Internet ständig revolutioniert wird. Sein Besuch führt ihn in die lokale Startup-Szene und zu ihren Gegner, die mit den Folgen des IT-Booms in San Francisco zu kämpfen haben.
  • PLAGIATE PandoDaily: The issue of Plagiarism in the Internet age isn’t copying, it’s attribution: Im Zuge der Debatte um den Artikel anderer kopierenden BuzzFeed-Journalisten Benny Johnson kommt der wohl beste Gedanke zu dem Thema von David Holmes auf PandoDialy. Das Plagiat an sich ist in einem auf Kopiervorgänge basierenden Netzwerk wie dem Internet nicht das eigentliche Problem, denn nie war es leichter Inhalte zu kopieren und zu teilen. Das Problemen bei Plagiaten ist die fehlende Nennung des Urhebers, dem die Anerkennung und Vorteile von erhöhten Reichweiten verloren geht.
  • BUZZFEED Gründerszene: Wird BuzzFeed in Deutschland verstanden, Juliane Leopold?: Noch diesen Herbst startet BuzzFeed auch in Deutschland und mit Juliane Leopold hat das Unternehmen eine bekannte Journalistin als Chefredakteurin ernannt. Im Interview mit Niklas Wirminghaus auf Gruenderszene.de legt sie erstmals dar, wie das Viral-Portal in Deutschland aussehen könnte. Schon jetzt steht fest, BuzzFeed wird „keine deutschsprachige Nachrichtenwebsite“.
  • TECHNOLOGIE CNET: Gadgets got Obama elected: In einer Sendung des US-amerikanischen Fernsehsender Fox News konnten die Zuschauer eine an sich interessante Unterhaltung zwischen der Moderatorin Mega Kelly und dem bekannten Journalisten Bill O’Reilly erleben, die über den Einfluss von Technologien auf junge Menschen diskutierten. Der für seine Schwarz-Weiß-Sicht der Dinge bekannte O’Reilly kritisierte, dass Geräte wie iPads den Konsum von Nachrichten und den Blick auf die Welt manipulierten. Chris Matyszczyk schreibt lesenswert über diese zum Teil absurde, aber auch aussagekräftige Sendung auf CNET.
  • MEDIUM Medienrauschen: Medium – Von der Plattform zum Publisher: Vor ein paar Tagen haben wir über die Blogging-Plattform Medium berichtet und sie auf Netzpiloten.de vorgestellt. Jetzt zeigt sich, dass Medium sein Engagement verstärkt, von der reinen Plattform selbst zum Publisher zu werden. Nach der Ankündigung künftig eigene Sammlungen und Magazine unterhalb der Nutzer-Plattform zu realisieren, zeigt man mit der Kollektion “re:form” nun, wie diese aussehen könnten. Thomas Gigold stellt das Vorhaben im medienrauschen-Blog vor.

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Whisper kooperiert mit dem TV-Startup Fusion

Die Smartphone-App Whisper startet mit ihrer neusten Content-Sharing Kooperation eine Teilhabe am TV-Geschäft – was Fragen der grundsätzlichen Validität von Fusion aufwirft. //von Anna Maria Landgraf

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Whisper dealt mit Geheimnissen. Das muss den Usern bewusst sein, die insgesamt mehr als sechs Milliarden anonyme Nachrichten pro Monat in die Netzwelt verschicken – mit dem Versprechen des App-Betreibers, die Identitäten nicht preiszugegeben. Durch die neuste Kooperation mit dem TV-Broadcast Unternehmen Fusion sind nun einige dieser Nachrichten auch als Stream im Netz zu sehen. Weiterlesen »

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