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Android Q – das erwartet uns im neuen Google Betriebssystem

Wir haben nun schon über einige Neuankündigungen von der diesjährigen Google I/O Keynote berichtet. Wie zum Beispiel über die Implementierung der Programmiersprache Kotlin oder der Ankündigung von gleich zwei neuen Smartphones aus dem Hause Google. Aber als Erfinder eines der meist genutzten Betriebssysteme ließ es sich Google natürlich nicht nehmen, schon mal die neuen Features aus dem nächsten Android Update mit bisherigem Beta-Namen „Android Q“ vorzustellen.

Erleichterte Bedienung

Eine der größten Neuerungen in Android Q ist das Erstellen von automatischen Untertiteln unter jedem Video, Podcast und sogar jeder Sprachnachricht. Ganz egal ob online oder offline. Das jeweilige Smartphone kann mit dem neuen Update selbstständig Untertitel generieren – in jeder Anwendung, in der eine Sprachausgabe erkannt wird. Zudem kommt Android Q, wie auch Apples neuestes Update, iOS 13, mit einem vollwertigen Dark Mode um die Ecke. Zum Schutze des Akkus und der Augen. Auch im Bereich „Digital-Wellbeing“ ändert sich etwas in Android Q. In Zukunft können Eltern die Benutzungszeit für Apps für ihre Kinder einschränken.

Für alle Menschen, die schnell vom Smartphone ablenken lassen, wenn sie eigentlich arbeiten sollten, hat sich Google noch etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Mit dem Update auf Android Q können User einen sogenannten „Focus Mode“ einrichten, bei dessen Aktivierung unwichtigen Apps nicht mehr angezeigt und Benachrichtigungen nicht mehr weitergeleitet werden. Wichtige Anrufe und Nachrichten erhalten die Nutzer weiterhin. Dieser Modus lässt sich natürlich in den Einstellungen auch wieder mit einem Klick zurücksetzen. Des Weiteren erweitert das US-Unternehmen die Funktionen der Smart Reply. Für Android-Nutzer soll es somit in Zukunft noch leichter sein, vorgefertigte Antworten auf Nachrichten zu geben oder direkt die relevanten Informationen aus den erhaltenen Messages zu filtern. Auch eine Bildschirm-Aufnahme-Funktion gesellt sich zu den Neuerungen.

Neue Features im Bereich Sicherheit und Kontrolle

Der diesjährige Fokus für Innovationen liegt für Google ganz klar bei der Verbesserung der Nutzer-Sicherheit. Deswegen können Benutzer jetzt auch in Android Systemen festlegen, welche Apps Zugriff auf ihren Standort bekommen dürfen. Außerdem werden Sicherheitsupdates direkt im PlayStore zum Download bereitgestellt, sodass Google einen stärkeren Einfluss auf die Datenschutzverbesserungen hat, als noch zuvor. Denn vor Android Q haben die jeweiligen Smartphone-Hersteller selbst für Sicherheitsupdates gesorgt. Das nimmt Google jetzt in die Hand.

Android Q – gemacht für Faltdisplays

Mit den ersten faltbaren Smartphones, die bereits in den Startlöchern stehen, ist auch der Bedarf nach kompatibler Software sehr groß. Google verspricht in seinem Android Q Update eine automatische Anpassung der App-Größe und Ausrichtung. Diese richtet sich danach, wie das Falt-Handy gehalten wird. Mit dem Feature „Screen Continuity“ für faltbare Smartphones soll es den Usern darüber hinaus auch beim Drehen und Klappen des Handys möglich sein, direkt an der gleichen Stelle wie zuvor weiterzuarbeiten.

Schon jetzt können User Android Q in der Beta-Version auf ausgewählten Smartphones testen. Allerdings auf eigene Gefahr, da vereinzelt noch Fehler zu Datenverlust oder anderen Software-Problemen führen können.


Image by Mohamed Hassan via pixabay.com

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Apple bringt iOS 12 auf den Markt: Das sind die neuen Features

ArtRoms/stock.adobe.com

Nach langem Ersehnen und Gespanntsein hat Apple das neue Betriebssystem iOS 12 am 17. September auf den Markt gebracht. Wie im Sommer schon berichtet wurde, gibt Apple seinen Nutzern nun sogar die Möglichkeit, sein Gerät weniger zu verwenden. Was steckt dahinter und welche neuen Funktionen bringt iOS 12 sonst noch mit? Ich habe mir das Update einmal genauer angeguckt. 

Das Betriebssystem iOS 12 läuft auf allen Geräten, die iOS 11 unterstützen, also auch auf dem iPhone 5s. Apple verspricht, dass mit dem neuen Update auch „ältere“ Geräte wesentlich schneller funktionieren sollen. Die Kamera soll bis zu 70 Prozent schneller geöffnet werden und auch die Tastatur und andere Apps sollen rund doppelt so schnell funktionieren.

Verbesserte Funktionen bei den Benachrichtigungen

Bei dem neuen Betriebssystem werden deine Nachrichten ab jetzt in Gruppen eingeteilt. Es werden zum Beispiel alle deine WhatsApp-Nachrichten in einer Gruppe angezeigt. Die Funktion ermöglicht dir, schnell einen besseren Überblick über deine Mitteilungen zu erhalten. Du kannst die Benachrichtigungen ab jetzt in Gruppen entfernen und musst nicht mehr jede Benachrichtigung einzeln löschen. Wenn du mehrere Nachrichten von einer Person erhältst, zeigt Apple sie ebenfalls gebündelt an und es erscheint zunächst nur die neueste Nachricht. Die anderen Nachrichten kannst du dir dann unter „weitere Mitteilungen“ ansehen. Die neue Funktion lässt sich in den Einstellungen konfigurieren und ausstellen.

Zudem gibt es jetzt eine überarbeitete Nicht-Stören-Funktion. Apple macht es jetzt möglich, diese Funktion für bestimmte Ereignisse und Orte zu aktivieren. Diese Funktion bietet sich also perfekt für Meetings und ähnliche Veranstaltungen an.

Neue Kategorien und Optionen für Kamera und Fotos

Wie vorher schon erwähnt, hat Apple versprochen, dass mit dem neuen Update die Kamera wesentlich schneller geöffnet werden soll. Ich besitze das Iphone 6 und hab direkt nach der Installation von iOS 12 gemerkt, dass meine Kamera sich tatsächlich deutlich schneller öffnet. Zudem gefällt mir die neue Funktion „Suchen“ bei den Fotos. Sie befindet sich unten rechts in der Leiste. Apple sortiert dort die Bilder nach Kategorien, wie zum Beispiel „Tiere“ oder „Essen“. Außerdem gibt es eine neue Ansicht für „Personen“ und „Orte“.

Ebenfalls neu ist der Tab „Für dich“. Hier werden Vorschläge zum Teilen mit Freunden angezeigt. Zudem stellt Apple verschiedene Rückblicke aus den tollsten Momenten für dich zusammen.

Die neue Funktion "Suchen" bei den Fotos, Screenshot by Lina Schilling
Die neue Funktion „Suchen“ bei den Fotos, Screenshot by Lina Schilling

Überprüfen, wie viel Zeit du am Smartphone verbringst

Smartphones gehören mittlerweile zum Alltag dazu und sind nicht mehr aus unserem Leben wegzudenken, aber jeder von uns weiß, dass wir auch gerne mal zu viel Zeit auf den sozialen Netzwerken verbringen. Mit dem neuen Tool „Bildschirmzeit“ lässt sich die Nutzung des Smartphones überprüfen und man erhält eine Übersicht, wie viel Zeit man auf bestimmten Apps verbracht hat. Auch für Eltern bringt die neue Funktion Vorteile mit sich. Eltern können nämlich jetzt den Gebrauch von iPad und iPhone ihrer Kinder begrenzen und überwachen. Wenn Geräte auf derselben iCloud angemeldet sind, kann die Funktion geräteübergreifend geteilt werden und eine kombinierte Bildschirmzeit wird aufgeführt.

„Bildschirmzeit“ ist nicht nur in den Einstellung abrufbar, sondern auch bei deinen Widgets, wenn du auf deinem Homescreen nach ganz rechts streichst. Apple zeigt dir die verbrachten Minuten auf den meist verwendetsten Apps an. Zusätzlich gibt dir das neue Tool eine Übersicht über bestimme Kategorien, wie „soziale Netzwerke“ oder „Unterhaltung“.

Besonders gut gefällt mir die neue Funktion „Auszeit“. Hier kann man einen Zeitraum für die bildschirmfreie Zeit festlegen. Während dieser Zeit sind nur von dir zugelassene Apps sowie Telefonanrufe verfügbar. Eine weitere Funktion, die ich gerne nutze, ist „App-Limits“. Hiermit setze ich mir ein tägliches Limit für die Nutzung von meinen sozialen Netzwerken, wie Facebook, Snapchat und Co. Seit dem neuen Update kann ich sagen, dass ich wesentlich bewusster mein Smartphone benutze und nicht mehr so oft aus Langeweile Zeit am Handy verbringe.

Bildschrimzeit überprüfen, Screenshot by Lina Schilling
Bildschrimzeit überprüfen, Screenshot by Lina Schilling

Neues Siri-Shortcuts-Feature

Das Softwareupdate iOS 12 bringt noch eine weitere nützliche Funktion mit: Die Kurzbefehle mit Siri. Die Funktion ist für alle interessant, die gerne mit ihrem iPhone sprechen. Zuerst sollte man in den Einstellungen unter „Siri & Suchen“ seine Kurzbefehle hinzufügen. Siri kann so favorisierte Kontakte anrufen oder zum Beispiel das Fotoalbum öffnen. Mit der „Shortcuts“-App kann man schnell und einfach verschiedene Tätigkeiten ausführen.

Die iOS-Anwender können Siri so noch stärker in ihren Alltag einbinden. Beispielsweise hat die App der Deutschen Bahn der „DB Navigator“ ein neues Update mit Siri-Shortcuts veröffentlicht. Jetzt muss man sein Smartphone nur noch fragen, wann die nächste S-Bahn fährt und man erhält eine Antwort. Das Siri-Shortcuts-Feature kann allerdings nur ab dem iPhone 6s verwendet werden. Da ich noch das iPhone 6 besitze, konnte ich diese Funktion leider nicht testen.

Weitere Neuheiten bei iOS 12

Für den Unterhaltungsfaktor gibt es für das iPhone X jetzt vier neue Animojis: Einen Koala, einen Tiger einen T-Rex und einen Geist. Die Animojis können jetzt eure Zunge erkennen, damit könnt ihr die Avatare eure Zunge rausstrecken lassen. Die Memojis sind die neuen individualisierten Avatare bei Apple. Ihr könnt eure digitalen Ebenbilder verschicken oder mit Bildern versehen.


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iPhone Xr und iOS 12 – weitere Neugikeiten von Apple

iPhone XR red back by Apple

Apple bringt, neben dem iPhone Xs und dem iPhone Xs Max, das iPhone Xr raus. In sechs verschiedenen Farben erinnert das Modell an das damalige iPhone 5c, welches keinen großen Erfolg gebracht hat.

Dieses Mal stellt Apple folgende Farben zur Verfügung: Blau, Weiß, Schwarz, Gelb, Koralle und (PRODUCT) RED. Wer sich für das rote Modell entscheidet, hilft mit seinem Kauf dem Global Fund HIV/AIDS, welcher unterschiedliche Behandlungs- und Präventionsprogramme ermöglicht.

iPhone Xr ähnlich mit dem iPhone Xs

Das farbenfrohe iPhone Xr verfügt über ein 6,1 Zoll Liquid Retina Display und ein All-Screen Display mit Face-ID, genauso wie das iPhone Xs und Xs Max. Ähnlich wie bei den anderen neuen Modellen  steckt im Inneren des iPhone Xr ein A12 Bionic Chip mit Neural Engine der nächsten Generation. Das Kamerasystem wurde mit einer Linse ausgestattet, die aber trotzdem Porträtaufnahmen schießen kann.

Das iPhone Xr zeigt viele Ähnlichkeiten mit den anderen X-Modellen. Es erhielt auch eine gläserne Rückseite, die eine drahtlose Ladung ermöglicht. Die Kamera mit 12 Megapixeln und einer f/1.8 Blende unterstützt die optische Bildstabilisierung und verfügt über einen fünffachen digitalen Zoom. Die Frontkamera ist auch eine TrueDepth Kamera mit einer Auflösung von 7 Megapixeln. Auch Xr unterstützt das Dual SIM System und nimmt Videos in Stereo auf.

Im Vergleich mit dem iPhone 8 Plus und dem iPhone Xs liegt das iPhone Xr zwischen den beiden – zumindest was die Leistung angeht. Xr sticht heraus, wenn es um Stromversorgung und Batterielaufzeit geht. Es hält nämlich bis zu 90 Minuten länger als das iPhone 8 Plus, während das Xs nur 30 weitere Minuten bietet. Die drahtlose Sprechdauer beträgt beeindruckende 25 Stunden, die Internetnutzung ist bis zu 15 Stunden ohne Aufladen möglich. Wer gerne Musik unterwegs hört, kann sich über ganze 65 Stunden Audiowiedergabe freuen.

Verfügbarkeit und Preise

Das iPhone Xr ist erst in knapp einem Monat, nämlich ab dem 9. Oktober erhältlich und wird 849 Euro mit der Speicherkapazität von 64 GB kosten. Bei 128 GB muss man mit 909 Euro rechnen und bei dem Modell mit dem größten Speicherplatz von 256 GB – mit 1.019 Euro.

iOS 12 und die Verbesserungen

Am 17. September wird iOS 12 veröffentlicht. Das neue Betriebssystem sollte vor allem die Nutzung älterer Modelle angenehmer machen. Die Software läuft auf allen Geräten, die iOS 11 unterstützen, also auch auf dem fünfjährigen iPhone 5s. Für viele User, die nicht jedes jahr auf Neue vor dem Apple Store stehen, um das neueste Modell zu kaufen, wird die Nutzung älterer Modelle mühsam.

Alles läuft langsamer, die Kamera braucht vier bis fünf Sekunden, um überhaupt einsatzbereit zu sein. Anspruchsvolle Apps wie Facebook oder Instagram brauchen noch länger, um zu launchen. iOS 12 verspricht eine schnellere Reaktionszeit. Zum Beispiel soll die Kamera des iPhone 6 Plus bis zu 70 Prozent schneller starten.

Siri kann zum ersten Mal benutzerdefinierte Phrasen lernen, auf die sie dann bestimmte Antworten gibt und Aktionen durchführt. Desweiteren zählt die sogenannte Bildschirmzeit mit, wie viele Stunden man das Handy benutzt. So kann sich der User leichter kontrollieren und gegebenenfalls das iPhone weglegen.

Die iOS 12 Software wird von folgenden Modellen unterstützt: iPhone Xr, iPhone Xs, iPhone Xs Max, iPhone X, iPhone 8 Plus, iPhone 8, iPhone 7 Plus, iPhone 7, iPhone 6s Plus, iPhone 6s, iPhone 6 Plus, iPhone 6, iPhone SE, iPhone 5s.


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  • FACE ID Curved: Touch ID ist nicht tot: Trotzdem wohl alle iPhones 2018 mit Face ID: Anfang November erscheint das neue iPhone X mit Gesichtserkennung. Allerdings kann es sein, dass die Touch ID dadurch bei den nächsten iPhones wegfallen wird – vorausgesetzt die Face ID-Technologie kommt bei den Nutzern gut an. Sofern die Nutzer mit Face ID jedoch nicht zufrieden sind, müsste Apple die Touch ID weiterentwickeln, was allerdings gar nicht so einfach in der Umsetzung wäre, wenn das randlose Design der iPhones beibehalten werden soll. Die 3D-Touch-Technik des iPhones sorgt für eine dickere Display-Einheit, wodurch ein eingebauter Fingerabdrucksensor unterhalb des Bildschirms nicht einwandfrei laufen würde. Jetzt liegt es an Apple eine der beiden Funktionen so gut weiterzuentwickeln, dass die Nutzer vor allem zufrieden sind.

  • AMAZON Süddeutsche: Amazon plant eine Brille zum Hören und Befehlen: Es gibt ja schon viele intelligente Geräte, die unseren Alltag erleichtern sollen, aber Amazon setzt hier noch einen drauf und entwickelt derzeit eine intelligente Brille. Auch Google hat sich schon an eine intelligente Brille unter dem Namen „Google Glass“ herangewagt, die jedoch nicht gut bei den Nutzern ankam. Amazons Brille soll sich drahtlos mit dem Smartphone verbinden können und dabei wie eine ganz normale Brille aussehen. Die Besonderheit ist hier jedoch nicht die drahtlose Verbindung zum Smartphone sondern vielmehr Alexa, die in die Brille integriert werden soll. Mit dem eingebauten Sprachassistenten hat der Träger Alexa immer dabei und kann Befehle jederzeit an die intelligente Brille weiterleiten.

  • IOS11 Focus: iOS 11-Update sorgt für massive Probleme: Bei Apples neuem Betriebssystem iOS 11 gibt es derzeit einige Probleme. Seit Dienstag gibt es nun die offizielle Version und doch sind viele Nutzer bereits verärgert. Gerade bei älteren Modellen wie unter anderem dem iPhone 5s oder auch bei den iPads soll die Geschwindigkeit extrem nachgelassen haben. Auch 32-Bit-Apps soll das neue Betriebssystem ausschließen und nur noch 64-Bit-Apps bevorzugen. Zudem berichten einige Nutzer über Bildschirm- und Akkuprobleme. Allerdings ist auch Apple Maps mit Problemen behaftet und die Lautstärke des Weckers habe sich laut einigen Nutzern auch verändert. Bei iPhone 6s Plus-Nutzern wiederum soll das Betriebssystem fehlerfrei funktionieren. Den Nutzern wird dennoch derzeit geraten beim Update noch ein wenig zu warten, bis Apple die Probleme beseitigt hat und das Betriebssystem fehlerfrei läuft.

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  • AMAZON Onlinehändler-News: Bewertungen: Jede fünfte Amazon-Rezension ein Fake?: Eine Analyse des Softwareunternehmens Reviewmeta hat sich die Bewertungen auf dem Online-Marktplatz Amazon einmal genauer angesehen und ist zu dem Schluss gekommen, dass etwa jede fünfte Rezension auf Amazon gefälscht ist. Hierfür hat der Softwareanbieter rund sieben Millionen Bewertungen aus verschiedenen Ländern unter die Lupe genommen. Zudem bietet Reviewmeta ein Analyse-Tool auf seiner Webseite an, bei dem Nutzer die URL ihres gewünschten Produkts dort angeben und dies auf Fake-Rezensionen prüfen können.

  • DHL Welt: DHL und VW testen Paket-Zustellung in den Kofferraum: Beinahe jeder kennt das Warten auf den Postboten und auf das langersehnte Paket. Volkswagen hat sich jetzt etwas ganz Besonderes ausgedacht: Das Liefern von Paketen direkt in den Kofferraum. Das Pilotprojekt startet derzeit in Berlin und soll etwa ein halbes Jahr lang getestet werden. Die Art wie das Ganze ablaufen soll, ist ganz einfach. DHL bietet hierfür die Lieferoption an, dass das Paket im Kofferraum hinterlegt werden soll. Das Auto muss lediglich in einem Zeitfenster von zwei Stunden an einem angegeben Platz stehen. Der Zusteller bekommt dann einen Code gesendet, mit dem er sich einmal einen Zugang zum Kofferraum verschaffen kann. Wer als Tester zur Verfügung stehen möchte, kann sich bei VW bewerben.

  • YOUTUBE t3n: Youtube Kids: Kostenloses Angebot für Kinder ab sofort in Deutschland und Österreich nutzbar: YouTube für die Kleinen – bereits seit zwei Jahren läuft YouTube Kids schon in den USA, jetzt soll es auch für Deutschland und Österreich verfügbar sein. Hierbei handelt es sich um kindergerechte und familienfreundliche Inhalte, die von den Eltern kontrolliert und individuell angepasst werden können. YouTube Kids gibt es als App für Andorid und iOS und ist vor allem für Kinder im Vorschul- und im Grundschulalter gedacht. YouTube Kids eignet sich zudem gut dafür, auch die Eltern an die Mediennutzung der Kinder heranzuführen.

  • WINDOWS10 CHIP: Neue Zahlen zeigen: Windows 10 kommt nicht in die Gänge: Windows 10 kommt nicht gegen den Vorgänger Windows 7 an – das von Microsoft gesteckte Ziel, dass bis 2018 eine Milliarde Nutzer Windows 10 auf ihren Geräten installiert haben, hat das Unternehmen schon zurückgezogen. Die Zahlen stagnieren, das Wachstum läuft nur schleppend. Lediglich für die Gamer hat das Betriebssystem einen hohen Stellenwert und ist bei ihnen beliebter als Windows 7. Das mag daran liegen, dass Microsoft den Fokus bei dem aktuellen Betriebssystem auf den Bereich Gaming gelegt hat – was sich wenigstens hier bislang gut auszahlt.

  • APPS Focus: Kamera-Apps funken persönliche Daten nach China: Dass man mit seinen Daten vorsichtig sein soll, ist allen bekannt. Das gilt natürlich auch bei Apps für das Smartphone. Experten von Stiftung Warentest haben sich jetzt besonders Kamera-Apps genauer angesehen. Eigentlich dienen sie lediglich der Verbindung zwischen Kamera und Smartphone, doch einige Apps versenden persönliche Daten der App-Nutzer. Vor allem die App „Mirrorless“ des Herstellers Yi war besonders auffällig. Sie sendet auf Server in China unter anderem Daten wie Name und Kennwort des WLAN-Netzes.

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Alte Besen kehren schlecht: Wie gefährdet sind veraltete Computersysteme im öffentlichen Dienst?

PC (adapted) Image by Fifaliana (CC0) via Pixabay

Der kürzlich durchgeführte Cyber-Angriff via eines Verschlüsselungstrojaners (auch: Ransomware), der Krankenhäuser in ganz Großbritannien lahmgelegt hat, macht den nationalen Gesundheitssektor (NHS) zu einem der bekanntesten Opfer dieses globalen Vorfalls. Die Regierung stand in der Kritik, Unterstützungen im IT-Bereich des Gesundheitssektors gekürzt zu haben und veraltete Computersysteme nicht zu ersetzen. Unterdessen schlugen die Minister scharf zurück und warfen dem Management des NHS vor, ihre Cybersicherheit nicht zu verbessern – obwohl zur gleichen Zeit bekannt wurde, dass eine technische Weiterentwicklung, die den Angriff hätte verhindern können, einen Monat vor der Attacke fertiggestellt wurde.

Diese Geschichte ist nicht sonderlich überraschend. Jeder, der selbst regelmäßig mit dem öffentlichen Sektor zu tun hat, wird erlebt haben, dass Regierungsangestellte mit technisch veralteten Computersystemen kämpfen müssen. Sicher – auch andere bedeutende staatliche Organisationen, wie etwa die Deutsche Bahn oder das US-amerikanische Ministerium für Innere Sicherheit, waren von der Ransomware betroffen. Aber hängt der öffentliche Bereich wirklich hinterher, wenn es darum geht, die IT-Sicherheit auf dem neusten Stand zu halten, um Internetkriminalität zu verhindern?

Die neuste „WannaCry“-Attacke konnte aufgrund eines Defekts innerhalb des 15 Jahre alten Betriebssystems Windows XP ihr Ausmaß entfalten. Serviceanbieter erstellen und verkaufen Upgrades und Korrekturen für solche Fehler meist nachdem diese entdeckt werden. Damit soll verhindert werden, dass die Schwachstellen durch Internetkriminalität ausgenutzt werden. Nichtsdestotrotz hat Microsoft die regelmäßige Weiterentwicklung dieses Betriebssystems im Jahr 2014 eingestellt, sodass alle, die es noch nutzen, für Korrekturen einen Serviceaufschlag bezahlen müssen.

Sobald die Firma den WannaCry-Defekt bemerkte, war eine Fehlerkorrektur im März auch schnell auf dem Markt. Da viele Kunden jedoch immer noch veraltete Betriebssysteme in Benutzung hatten, verbreite sich der Trojaner binnen kürzester Zeit auf eine Vielzahl von Geräten, als er im Mai erstmals auftauchte. Microsoft stellte die Fehlerkorrektur dann schnell allen Betriebssystemen zur Verfügung. Viele von ihnen, die das Update nicht unverzüglich installiert hatten, waren aufgeschmissen. Das ist genau das, was dem NHS passierte. 

Die Regierung hat die Notwendigkeit einer grundlegenden Erneuerung des internen IT-Systems schon lange zugegeben. Als der Support für Windows XP im Jahr 2014 eingestellt wurde, habe die Regierung mit einem Update der meisten Geräte innerhalb eines Jahres gerechnet. Berichten zu Folge endete es damit, dass NHS für benutzerdefinierten XP-Service draufzahlte, in dem Versuch, die Chefs des Gesundheitssektors dazu zu ermutigen, ihre Computersysteme auf dem neusten Stand zu halten.  Ein Bericht Ende 2016 deckte jedoch auf, dass 90 Prozent der NHS-Konzerne noch mindestens einen Computer mit Windows XP verwenden.

Der wahrscheinlichste Grund dafür, dass veraltete Systeme weiter genutzt werden, liegt darin, dass ein Update dieser sehr kostspielig ist. In den meisten Fällen verlangt eine neue Version eines Windows-Betriebssystems auch einen neuen, leistungsstärkeren Computer. Damit einher geht oftmals auch die individuelle Abstimmung von Hard- und Software der Firma auf das neue System, damit der alltägliche Betrieb fortgeführt werden kann. Die Röntgenabteilung eines Krankenhauses zum Beispiel, die bisher mit XP gearbeitet hat, benötigt mit einem neuen Computersystem möglicherweise auch eine neue Software, um die Röntgengeräte zu steuern.

Institutionen der öffentlichen Hand haben außerdem den Luxus, direkt auf Regierungsexperten der nationalen Internetsicherheit zurückgreifen zu können. Diese sind in der Lage sicherzustellen, dass entscheidende Dienste wie die des NHS in Betrieb bleiben. Auch wenn dieser jüngste Trojaner-Angriff die Szene notwendigerweise wachrüttelt, gibt es doch ein erkennbares Sicherheitsnetzwerk.

Ein privates Problem

Der WannaCry-Angriff traf jedoch nicht nur den öffentlichen Bereich. Um die 200.000 Opfer in über 150 Ländern waren davon betroffen – nach Angaben der europäischen Polizei Europol sogar bedeutende Großunternehmen wie Nissan, FedEx und Hitachi. Eine Quelle gibt an, dass mehr als 10 Prozent aller Desktop-Computer mit XP laufen und ein Großteil der oben genannten Opfer aller Wahrscheinlichkeit nach kleine Betriebe sind. Allgemein gibt es keinen Hinweis darauf, dass Organisationen des öffentlichen Bereichs überdurchschnittlich unter Cyber-Attacken leiden.

Obwohl das NHS engen finanziellen Rahmenbedingungen unterliegt, haben staatliche Institutionen ein großes Spektrum an Möglichkeiten, Cyber-Attacken auf ein Minimum zu reduzieren und können an signifikante Geldmengen gelangen, wenn die Politiker zustimmen. Allein in Großbritannien hat das Zentrum für nationale Internetsicherheit 1,9 Milliarden Euro zur Verfügung

Für kleine Betriebe, die keinen einfachen Zugang zu finanzieller Unterstützung für Systemupgrades haben und schwer an Regierungsexperten oder sogar IT-Abteilungen rankommen, sieht es dagegen ganz anders aus. Oftmals fehlt es hier schon an der Erkenntnis, dass es überhaupt ein Problem gibt. Es existieren einige staatlich unterstützte Initiativen, wie zum Beispiel die „British Cyber Essentials“, die kleinen Betrieben im Bereich der Internetsicherheit helfen. Diese haben meist jedoch weder die Reichweite noch die Möglichkeit, alle Firmen flächendeckend zu erreichen und denen zu helfen, die in Not sind. Man kann sich sicherlich fragen, ob sie einen großen Einfluss auf den Umfang des jüngsten Cyber-Angriffes hatten.

Cyber-Attacken in der Größenordnung des WannaCry-Angriffs erinnern Organisationen vielleicht daran, ihre IT-Systeme stets auf dem neusten Stand zu halten. Den Beteiligten nahezulegen, wie genau das geht, ist und bleibt eine ernsthafte Herausforderung. Organisationen der öffentlichen Hand vertrauen in vielen Fällen vielleicht zu oft auf veraltete Computersysteme – schlussendlich jedoch haben sie im Gegensatz zum privaten Sektor weit einfachere Möglichkeiten, etwas dagegen zu tun. 

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „PC“ by Fifaliana (CC0 Public Domain)


The Conversation

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Warum in naher Zukunft spielende Science-Fiction so beängstigend ist

Binär (adapted) (Image by geralt [CC0 Public Domain] via pixabay)

Von Humans bis Westworld, von Her bis Ex Machina, und von Agents of S.H.I.E.L.D bis Black Mirror – Science-Fiction, die in der nahen Zukunft spielt, gab dem Publikum in den letzten Jahren einige unangenehme und prophetische Visionen der Zukunft. Laut diesen alternativen oder ausgedachten Zukunftsszenarien steht uns eine posthumane Realität bevor, in der die eigenen Geschöpfe gegen die Menschen ankämpfen oder sie gar ersetzen. Diese Geschichten zeigen eine Zukunft, in der unsere Leben durch Wissenschaft und Technologie verändert werden, sodass der Mensch neu definiert wird.

Das Teilgenre der Science-Fiction in naher Zukunft umfasst eine Zukunft, die sich nicht weit vom Zeitpunkt der Entstehung der Geschichten befindet.

Die Serie Humans von Channel 4 AMC stellt sich eine nahe Zukunft oder alternative Welt vor, in der fortgeschrittene Technologie zur Entwicklung von anthropomorphischen Robotern geführt hat, die Syths genannt werden und schließlich ein Bewusstsein erlangen. Als die Syths immer weniger von den Menschen unterschieden werden können, ergründet die Serie Standpunkte darüber, was den Menschen ausmacht, und zwar gesellschaftlich, kulturell und psychologisch.

Die zweite Staffel beschäftigte sich vor allem mit den Rechten in Bezug auf die Fähigkeit, zu denken und zu fühlen – und das Recht auf ein faires Gerichtsverfahren. Odi, ein Syth des längst überholten NHS-Pflegesystems aus Großbritannien, der in beiden Staffeln mitspielt, wählt eine Form von Suizid (indem er in seine Werkseinstellungen zurückkehrt und ein Bewusstsein ablehnt), da er mit seinem neuen Leben nicht zurechtkommt.

Die Roboter, die den Zukunftsthemenpark in Westworld bewohnen, werden auch als Spielzeug der Superreichen vorgestellt. In beiden Fällen kreieren die fiktionalen Wissenschaftler David Elster (in Humans) und Robert Ford (bei Westworld), die diese Androiden geschaffen haben, Möglichkeiten für ihre Kreationen, so dass diese „menschlich werden“, und tun dies mit einer Vielzahl an Beweggründen und sowohl utopischen als auch schrecklichen Möglichkeiten. Beide Serien stellen die Unterscheidung zwischen „realem“ und „künstlichem“ Bewusstsein und die Schwierigkeiten einer Kreation, die zum Leben erwacht, in Frage.

Zu glaubwürdig

Die Herausforderung für Science-Fiction der nahen Zukunft liegt darin, dass sie sich nach den neuesten Entwicklungen in Wissenschaft und Technologie richten muss, um glaubwürdig zu sein. Dies bedeutet, dass es passieren kann, dass die Geschichte obsolet wird oder sich sogar zu Lebzeiten des Erschaffers abspielen kann. Nachrichtenübertragungen und Kommentare von Wissenschaftlern wie Stephen Hawking über die Gefahren von künstlicher Intelligenz und Bedenken, dass „die Menschheit der Architekt ihrer eigenen Zerstörung ist, wenn es eine Superintelligenz mit eigenem Willen schafft“, machen die Ängste in Filmen und Serien noch realistischer und furchteinflößender.

Einige der beliebtesten Werke der Science-Fiction heutzutage nehmen die Wissenschaftler der echten Welt als Grundlage und führen diese bis zu einem möglichen Ausgang weiter, was zeigt, dass sie einen direkten Einfluss auf unser Leben haben kann und nicht nur auf globale und intergalaktische Ereignisse in ferner Zukunft. Geschichten über die nahe Zukunft haben deutlich zugenommen, da sie beim Publikum und bei Filmemachern gleichermaßen beliebt sind. Sie bieten Raum für Diskussionen über die Auswirkungen von glaubwürdigen Veränderungen wie dem Betriebssystem mit künstlicher Intelligenz Samantha (gesprochen von Scarlett Johansson) im Film Her oder den Kontaktlinsen, die durch Gedanken gesteuert sind, die in verschiedenen Formen in Folgen von Charlie Brookers Black Mirror vorkommen.

Diese Fiktion in der nahen Zukunft bietet vorhersehende Alternativen zu anderer Science-Fiction, die in ferner Zukunft spielt. Man denke nur an die beängstigende Bedeutsamkeit von ‚The Handmaid’s Tale‘ (zu deutsch: ‚Der Report der Magd‘). Der Roman von Margaret Atwood wurde für das Fernsehen verfilmt und wird Ende April ausgestrahlt. Es spielt in einer getrenntgeschlechtlichen, theokratischen Republik, die auf Wohlstand und Klasse fixiert ist. Frauen werden nach ihrer Fähigkeit, zu gebären bewertet, in einer nahen Zukunft, in der Umweltkatastrophen und zahllose Geschlechtskrankheiten die Mehrheit der Bevölkerung unfruchtbar gemacht haben.

Inmitten von wachsender Angst vor religiösem Konservatismus in Amerika im Trump-Zeitalter bemerkt Samira Wiley, einer der Stars der neuen Verfilmung, dass es “uns die Atmosphäre zeigt, in der wir leben und besonders in Bezug auf Frauen und ihre Körper und wer darüber die Kontrolle hat“.

Die alternativen Welten und ausgedachte Zukunft von Science-Fiction, egal ob schrecklich oder utopisch, zwingt das Publikum, seine eigene Realität zu betrachten und zu bedenken, wie Veränderungen unserer Gesellschaften, Technologien und sogar unserer eigenen Körper aussehen und unsere eigene Zukunft direkt beeinflussen könnten. Ob sie eine positive oder negative Zukunft zeigt, Science-Fiction zielt auf eine Reaktion und betont Themen, die jeden einzelnen betreffen – nicht nur Wissenschaftler und Regierungen.

Vergangenheitsschock

In gewisser Wiese hat die Science-Fiction uns eingeholt. Die Idee, dass wir Androide als Diener oder eine persönliche Beziehung zu unseren Computern haben, hat sich durch den persönlichen Assistenten Siri von Apple herausgestellt. Die Forschung von selbstheilenden Implantaten hat die Aussicht eröffnet, dass unsere Körper übermenschliche Fähigkeiten annehmen.

Die Zukunft ist nicht so weit hergeholt, wie sie es einmal war – und oft fühlen sich Zukunftsszenarien, die wir auf den Bildschirmen sehen, so an, als müssten sie bereits da sein oder als seien sie bereits da, obwohl sie es nicht sind. Wir wechseln womöglich von einem „Zukunftsschock“, wie es der Futurologe Alvin Toffer nennt, zu einer Art „Vergangenheitsschock“.

Toffler definiert den Zukunftsschock als “zu viel Veränderung in einem zu kurzen Zeitraum“ – ein überwältigender psychologischer Zustand, der sowohl Gesellschaften als auch Individuen betrifft, die mit der Geschwindigkeit von technologischen Veränderungen, die scheinbar stetig die Auffassungen von sich selbst und der Gesellschaft verändern, nicht mithalten oder diese nicht verstehen können. Wir betreten nun aber möglicherweise ein Zeitalter des ‚Vergangenheitsschocks‘, in dem wir uns technologische Veränderungen vorstellen und diese akzeptieren können, bevor sie entwickelt oder gar patentiert wurden. Der Schock besteht nicht mehr aufgrund der Geschwindigkeit des technologischen Wandels, sondern eher aufgrund der scheinbaren Verlangsamung, da Wissenschaftler nicht mit unseren vorgestellten Zukunftsszenarien mithalten können. Wenn die Grenze zwischen der realen Welt und Science-Fiction schwammiger wird, fühlt sich die Zukunft näher an als je zuvor.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Binär“ by geralt (CC0 Public Domain)


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  • SAMSUNG heise: Galaxy S8 und S8+: Mehr Display und Desktop-Modus: Samsung hat am Mittwoch die aktuelle Version der Highend-Smartphones Galaxy S8 und S8+ vorgestellt. Dass die Displays von Handy-Generation zu Handy-Generation immer größer werden, ist nichts Neues. Doch Samsung hat es beim Galaxy S8 und S8+ geschafft, große Bildschirme in vergleichsweise kompakte Gehäuse zu bauen. Um das zu ermöglichen, sind alle Knöpfe von den Vorderseiten zugunsten der Anzeige verschwunden. Die seitlichen Display-Ränder sind leicht nach hinten gebogen. Dadurch wirkt der Display-Rand noch dünner – Samsung nennt dies „Edge“. Bis zum 19. April kann man die Geräte in Samsungs Onlineshop vorbestellen. Ab dem 28. April werden sie ausgeliefert und auch in anderen Geschäften erhältlich sein.

  • DATENSCHUTZ WIRED: Trump wird zur Gefahr für die Daten der EU-Bürger: Nach dem Senat hat auch das Repräsentantenhaus ein Verbot der Telekom-Aufsicht FCC gekippt, das noch unter Obama verabschiedet worden war. Unterschreibt Donald Trump diese Entscheidung beseitigt er damit eine Grundfeste des US-amerikanischen Datenschutzes. Internetprovider wie Verizon oder AT&T können dann ohne Zustimmung ihrer Kunden private Daten sammeln und verkaufen. Dazu gehören die Browser-History, heruntergeladene Apps, Ortsdaten und Sozialversicherungsnummern. Auch müssen sich die Unternehmen in Zukunft weniger stark gegen Hacker-Angriffe wappnen, was die Daten ihrer User zusätzlich gefährdet. Schon Ende Januar sorgte aber ein Erlass von Trump aber für Aufregung gesorgt, der auch ganz direkt die EU angeht. Darin nimmt der Präsident gezielt Nicht-US-Bürger vom Datenschutz aus.

  • GOOGLE golem: Kalender-App fürs iPad erweitert: Bisher gab es von Google nur eine für das iPhone optimierte Version des Google-Kalenders. Mit dem neusten Update kommt nun auch eine für das iPad angepasste Variante. Der Vorteil: es können mehr Daten parallel angezeigt und verschieden umfangreiche Ansichten eingestellt werden. Darüber hinaus kann der Kalender automatisch Termine aus Gmail erkennen, z. B. Flug- und Hotelbuchungen oder Einladungen. Für die Zukunft ist zudem noch ein Heute-Widget für die Mitteilungszentrale geplant.

  • ANDROID t3n: Android O: Das ändert sich mit der neuen Version für Entwickler: Seit dem 21. März 2017 steht Android O, die nächste Version von Googles Mobile-Betriebssystem, als Vorschauversion für Entwickler zum Download bereit. Diese werden eine Reihe von Änderungen beachten müssen, wenn sie Apps für die nächste Android-Version entwickeln möchten. Eine davon betrifft die Benachrichtigungen: Sie werden ab Android O in Kanälen organisiert. Ein Benachrichtigungskanal entspricht dabei einer Kategorie von Nachrichten aus einer bestimmten App. Darüber könnte eine Chat-App beispielsweise Benachrichtigungen zu zwei unterschiedlichen Kommunikationsverläufen ausspielen. Der Nutzer wiederum kann dann für jeden einzelnen davon festlegen, ob und wie er darüber informiert werden möchte.

  • ONLINESHOP Welt: Dürfen Online-Händler Kunden Hausverbot erteilen?: Manch einer bestellt immer wieder im großen Maßstab Ware bei Versandhäusern wie Amazon und schicken die Artikel dann kurz vor Ablauf der Frist zurück. Das legt den Schluss nahe, die Ware wird lediglich zurückgeschickt, um Kosten zu sparen. Tanya Stariradeff, Rechtsanwältin und Beraterin bei Trusted Shops, gibt Auskunft darüber, was Online-Händler tun können, wenn Kunden die Geduld der Verkäufer überstrapazieren. Prinzipiell könne der Inhaber eines Ladengeschäfts demnach frei darüber entscheiden, wem er Eintritt in seine Geschäftsräume gewährt. Es ereignete sich allerdings schon ein vergleichbarer Fall, in dem dem Betreiber eines Internetforums eine Art „virtuelles“ Hausrecht zugesprochen wurde, sofern er das Eigentum an der Hardware hat, auf der Beiträge der Nutzer gespeichert werden.

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PC-Tuning mal anders: Alte Geräte mit Linux reaktivieren

Repair (Image by Ady Satria Herzegovina [CC0 Public Domain], via Pexels)

Moderne Betriebssysteme zeichnen sich durch einen stetig wachsenden Ressourcen-Hunger und einen großen Bedarf an Arbeitsspeicher aus. Oftmals wirft man die zu langsamen und somit nutzlosen Geräte nach ein paar Jahren weg, statt sie mit einem anderen Betriebssystem zum Leben zu erwecken.

Der pensionierte Lehrer Wolf-Dieter Zimmermann möchte die negative Ökobilanz mit dem Projekt „Alte Laptops im neuen Gewand“ verbessern. Zimmermann hilft in Mülheim dabei, auf alten Laptops und Desktop-PCs das Betriebsprogramm Linux zu installieren, damit diese wieder lauffähig sind. Seine ehrenamtliche Tätigkeit wurde kürzlich mit dem RWE Klimaschutzpreis 2016 ausgezeichnet.

Wir sprechen mit ihm über die Ex- und Hopp-Mentalität unserer Gesellschaft und warum es keinen Sinn macht, die Benutzung von Software oder sozialen Netzwerken mit den eigenen Daten zu bezahlen.

Lars Sobiraj (LS): Wolf-Dieter, wie bist Du überhaupt zum Thema Linux und freie Software gekommen?

Wolf-Dieter Zimmermann (WZ): Als Student habe ich auf CP/M-Basis ganz ganz wenig mit Assembler Erfahrung gemacht. Insofern war mir immer klar, dass hinter einem Betriebssystem erkennbare Systeme und Schleifen stehen. Der nächste Schritt: Im Kontext mit einem Europaprojekt (EdiPed) habe ich mit dem damals am Projekt beteiligten Engländer dafür gesorgt, dass alles als freie Software entwickelt wird. Dabei ist mir klar geworden, was freie Software wirklich ist.

LS: Kannst Du uns bitte erklären, was freie Software für Dich ist?

WZ: Die Setzungen der Free Software Foundation Europe (FSFE) treffen meine Meinung am besten: Software ist dann frei, wenn sie mit den vier Freiheiten (nämlich sie zu verwenden, zu verbreiten, zu verstehen und zu ändern) ausgestattet ist.

LS: Wieso ist dieses Thema für Dich überhaupt so wichtig?

WZ: Vielleicht kommt da ein wenig meine Herkunft als Theologe ins Spiel. Die Grundlegungen des christlichen Glaubens ist für uns Evangelische daran gebunden, dass wir in der Lage sein können wollen, die Quellen selbst sprechen zu lassen. Martin Luther sprach davon, dass allein die Schrift (sola scriptura) entscheidet und nicht Päpste, Bischöfe oder ähnliches. Das bringt Evangelische in eine ganz andere Verantwortung.

Politisch argumentiert: Nur wenn ich die Quellen einsehen kann, ist Transparenz – ein demokratisches Grundgebot – gegeben, nur dann kann ich wirklich teilhaben an Entscheidungsprozessen. Demokratie gibt es nicht für weniger.

LS: Warum sollte man den Quellcode eines Programms einsehen können? Macht diese Offenheit es nicht leichter für Hacker, um gezielt nach Sicherheitslücken zu suchen?

WZ: Andersherum wird ein Schuh daraus. Stellen wir uns vor, die Schummelsoftware von VW wäre quelloffen gewesen. Vermutlich hätte sie nicht eine Woche unerkannt überlebt, weil eine zahlreiche und internationale Community (mit durchaus höchst unterschiedlichen Interessen) schnell erkannt hätte, welche Funktionalitäten diese Software wirklich gehabt hat. Insofern konnte diese Software nur dann den gewünschten Effekt haben, solange sie proprietär (und damit mit verschlossenem Quellcode) eingesetzt wurde. Damit dürften auch die Gründe benannt sein, weshalb viele Unternehmen ihre Software proprietär gestaltet sehen wollen. Teilen wollen und können ist aus meiner Sicht wertvoller als immer mehr haben wollen.

LS: Du hast kürzlich den RWE Klimaschutzpreis 2016 erhalten, weil Du Menschen im Ruhrgebiet aktiv dabei unterstützt, ihre alten Laptops und Desktop-PCs vor dem Mülleimer zu retten. Wie kam es eigentlich zu dieser Initiative?

WZ: Als ich mir klar machte, was alles im PC an seltenen Erzen, unter höchst problematischen Bedingungen zum Teil von Kindern ohne Schutzanzüge abgebaut, an Wasser, an Energie so enthalten ist, wurde mir diese Ex- und Hoppmentalität, die wir vielfach haben, noch mehr zuwider. Ich komme aus einer Familie und einer Generation, die gelernt hat, mit wenig auszukommen und das Wenige zu pflegen und möglichst auch zu reparieren.

Wolf-Dieter Zimmermann erhält den Klimaschutzpreis (Image by Netzwerk Bildung [CC BY SA] via Netzwerk Bildung)
Wolf-Dieter Zimmermann (Mitte) erhält den Klimaschutzpreis (Image by Netzwerk Bildung [CC BY SA] via Netzwerk Bildung)

WZ: Bei der Installation arbeiten wir aus zwei Gründen mit Xubuntu . Ein Grund: Xubuntu braucht wenig Ressourcen, läuft also (mit ganz wenigen Ausnahmen) auch auf alten Geräten.

Zweitens: Xubuntu enthält in den allermeisten Fällen bereits die richtigen Treiber. Problematischer sind derzeit Drucker, wenn sie nicht von HP sind. Insofern ist die Grundinstallation (bei inzwischen an die 100 Laptops und Notebooks) in einer halben Stunde erledigt.

Was glaubst Du, warum die herkömmlichen Betriebssysteme in den letzten Jahren zumeist umfangreicher statt kleiner wurden? Nur so sind Koppelgeschäfte mit neuerer Hardware (Arbeitsspeicher, Festplatten, komplette Rechner) erzielbar.

LS: Apples neues OS X „El Capitan“ läuft auf zahlreichen alten Geräten sehr viel flüssiger als Mavericks und wirkt weit weniger überfrachtet. Warum lehnst Du dieses Betriebssystem dennoch ab?

WZ: Ablehnen wäre zu viel gesagt. Ich verwende – wenn es irgend möglich ist – keine Systeme, die abgesperrt sind und mir nicht den Blick hinten dran erlauben. Hier in Mülheim war überdies erst ein Einziger mit einem Apple-Gerät da. Ich habe erfolgreich Linux darauf installiert.

LS: Thema: Vielfalt in der Linux-Community. Der Debian-Release-Manager Martin „Joey“ Schulze stellte mir vor einigen Jahren die Gegenfrage, warum es statt nur eines Fahrzeuges so viele unterschiedliche Autos gibt. Was ist Deine Lieblings Linux-Distribution? Welches Linux erfüllt Deine Bedürfnisse am besten?

Außerhalb dieses Mülheimer Projekts verwende ich nahezu grundsätzlich Debian. Im hiesigen Projekt, auch bei den Kursen in der VHS verwende ich Xubuntu, weil ich das aus didaktischen Gründen für am ehesten vermittelbar halte. Die Klientel, mit der ich arbeite, ist in der Regel weit über 50 Jahre alt. Da spielen solche Gründe eine große Rolle. Die Leute sollen ein Betriebssystem verantwortlich nutzen können. Das bedeutet nicht, dass sie eines herstellen können sollen.

In der Community gibt es immer wieder Auseinandersetzungen wegen der Fragestellung, wie offen das eigene OS bzw. alle mitgelieferten Programme sein müssen, weswegen Fedora auf die Unterstützung des Formates MP3 verzichtet. Die „Usability“ ist schon ein großes Thema. Hätte sich das Audioformat ogg/vorbis mehr durchgesetzt, könnte diese Diskussion um die MP3 auch anders geführt werden. Persönlich bin ich an diesen Stellen bereit, einen Kompromiss einzugehen.

LS: Wieder andere lehnen Ubuntu ab. Wohl auch, weil es von einem Unternehmen und nicht von Privatpersonen erstellt wird. Wie stehst Du zu diesem Streit innerhalb der Community? Und was hältst Du von der Canonical Foundation?

WZ: Ich finde von Unternehmen bezahlte Entwickler, wie das ja oft der Fall ist, nicht von vornherein problematisch oder verdächtig. Und ich bin mir sicher: Eine aufgeweckte Community wird jedes Mal aufschreien, wenn die Unternehmensinteressen die Idee der freien Software zu zu decken drohen.

LS: Warum hört man eigentlich so selten etwas von Notebooks, die für eine bestimmte Linux-Distribution optimiert wurden, um diese vorinstalliert zu verkaufen?

WZ: Gegen Aldi, Mediamarkt und Saturn ist ein Notebook wie ein Tuxedo eben einfach ein Winzling.

LS: Hast Du das von Edward Snowden favorisierte OS Tails einmal ausprobiert, bei dem man bei jeder Daten-Übertragung zur Verschlüsselung gezwungen wird? Was hältst Du davon?

WZ: Nur im Ansatz gut und richtig. Das Wissen um Verschlüsselung und den Sinn dahinter ist aus meiner Sicht noch sooo wenig in der Bevölkerung präsent. Wer hat denn auch ein Interesse, dass die Bevölkerung in dieser Frage informierter wird?

LS: Andere Gesprächspartner vertreten die Ansicht, IT-Sicherheit erfordere „nicht automatisch Anonymität“. Stimmt das? Wie oft nutzt Du Tor
oder andere Anonymisierungs-Dienste?

WZ: Eher weniger. Muss ich mich einarbeiten. Tor habe ich wegen Langsamkeit wieder abgeschafft. Die Idee finde ich im Prinzip sehr gut. Verschlüsselung von E-Mails ist bei mir, wenn auch hakelig, mittlerweile Standard.

LS: Das Upgrade auf Windows 10 ist noch kostenlos. Dafür wird die Suchmaschine von Microsoft bevorzugt und jede Menge Nutzerdaten an den Hersteller übertragen. Sind Daten die neue Währung der Softwarekonzerne? Was hältst Du von dieser „Bezahlung“ ?

WZ: Natürlich überhaupt nichts. Diese „Bezahlung“ ist eines der am meisten genannten Antriebe, wenn Leute zu uns kommen und Linux installiert haben wollen.

In dem Folgeangebot „Einsteigerberatung“ machen wird den Leuten klar, dass die Installation von Linux nur ein erster Schritt sein kann. Auch von einem Linuxrechner können theoretisch Nutzerdaten abgesaugt werden. Die sinnvoll-kritische Nutzung des Internets und eine gewisse Vorsicht bei E-Mails sind der wesentliche zweite Teil der Maßnahmen gegen die „Bezahlung mit Daten“.

LS: Bei der immer häufiger durchgeführten Überwachung des Nutzerverhaltens von Google, Facebook, Apple & Co. argumentieren viele Anwender, es sei ihnen egal weil sie ja doch nichts zu verbergen hätten. Wie stehst Du dazu?

WZ: Stammtische waren noch nie differenziert in ihren Argumenten. Spätestens dann, wenn Google die richtige Salbe gegen Hämorrhoiden empfiehlt und wenn Google weiß, welche Tabletten man gegen Bluthochdruck nimmt, kann dieser dämliche Satz verzichtbar werden. Die Unkenntnis vieler darüber, wie das Ausspähen von Nutzerdaten funktioniert und wer eine Interesse an diesen Daten hat, kann aus meiner Sicht nicht eine Sekunde ein ernsthaftes Argument sein, sich dagegen nicht schützen zu sollen.

Wir empfehlen hier immer schon Dienste wie ixquick als Suchmaschine, die keine Daten abfordert. Bei Ixquick wird auch schnell deutlich, bei welchen Angeboten Werbung enthalten ist. Man nutzt einfach ublock als Addon für die Werbeverhinderung – schon ist mehr Ruhe und das Internet kann seine Stärke in der Informationsvermittlung ausspielen. Dabei beleibt es die Aufgabe des verantwortlichen Lesers, sich seine Meinung über Qualität und Wert der Information selbst zu bilden. Das ist aber nicht wirklich etwas Neues.

LS: Im Gegensatz zu einigen Veranstaltern aus dem näheren Umkreis lehnst Du englischsprachige Bezeichnungen für Deine Veranstaltungen komplett ab.

WZ: Nein, das stimmt so nicht ganz. Die Klientel, die zumeist bei mir vorbei kommt, spricht einfach kein Englisch. Da wäre es mehr als unhöflich, sie mit Englisch zu traktieren. Ich selbst spreche sehr wohl Englisch, kann mich darin auch verständlich machen, finde aber oftmals das denglisch unüberlegt und unnötig. Coffee-to-go, Infopoint, Powerpoint und vieles andere mehr sind sprachlich überhaupt kein Gewinn. Als Kabarettist bin ich sehr sprachbewusst und leide unter Missbräuchen.

Als Beispiel: Internettechnologie. Wir wissen, dass die Anthropologie die Lehre vom Menschen ist, die Biologie ist die Lehre vom Leben, die Theologie die Lehre von Gott. Also heißt es: Internettechnologie ist die Lehre vom Internet. Schön wäre es, wenn wir so etwas hätten. Gemeint ist in den allermeisten Fällen die Internettechnik, nicht mehr. Im Englischen wird technology sowohl für Technik wie für die Lehre von der Technik verwendet. Da rächt sich die Ungenauigkeit, selbst wenn renommierte Zeitungen und Journalisten diesen Fehler nachzuvollziehen, wird er dadurch nicht richtiger.

LS: Wodurch grenzt Du Dich von anderen Organisatoren ab, die beispielsweise den Linux Presentation Day durchführen?

WZ: Da grenze ich mich nicht ab, der LPD ist eine hervorragende Idee, die Hauke Laging da voran bringt. Ich muss hier Leuten mitunter übersetzen, was LPD heißt. Das finde ich einfach überflüssig. In den Zeitungsmeldungen wird auch immer darauf hingewiesen, dass unser „Linux im Alltag“ anderswo eben Linux Presentation Day heißt. Vielleicht können ja auch in Berlin alle Englisch, hier ist das nicht so.

LS: Womit erklärst Du den Erfolg von „Linux im Alltag“?

WZ: Mit der grundsätzliche Verwendung einer alltäglich verstehbaren Sprache, dir am Verstehen des Gegenübers ausgerichtet ist und nicht an der Demonstration eigenen Wissens – denn Wissen ist die Voraussetzung von Aufklärung, nicht ihr Medium. Mit Folgeangeboten an Linuxeinsteiger unter den gleichen Sprachbedingungen. Mit dem zunehmenden Unbehagen der Bevölkerung an der „Bezahlung“ mit Daten und mit dem Wissen darum, dass nachhaltige Nutzung wertvoller Güter einfach besser ist als die ewige Neuanschaffung solcher Geräte.

Größeren Teilen der Bevölkerung wird die zunehmende Vermüllung der Umwelt als Thema inzwischen ein wenig bewusster. Meine Mitarbeit im hiesigen Repair Café zeigt mir überdies jedes Mal, dass es zunehmend Leute gibt, die den Wert hergestellter Güter zu schätzen wissen und deshalb Produkte ablehnen, die zu einem vorgesehenen Zeitpunkt kaputt gehen. Wenn die Reparierbarkeit von Geräten wieder ein Kriterium würde, fände ich das außerordentlich gut.


Image „Repair“ by Ady Satria Herzegovina (CC0 Public Domain)

Image by Netzwerk Bildung


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Microsoft: kann eigene Hardware Windows 10 zum Hit machen?

Microsoft sign outside building 99 (adapted) (Image by Robert Scoble [CC BY 2.0] via Flickr)

Oft wird der Hightech-Konzern aus Seattle neben Google, Apple, Facebook und Amazon als wichtiger Player vergessen. Doch jetzt gibt es wieder kräftige Lebenszeichen. In all den Storys über die baldige Weltherrschaft der IT-Konzerne über die Welt kommt eine Firma eher selten vor: Microsoft. Dem einstigen PC- und Windows-Giganten wird derzeit im Vergleich zu Apple und Google wenig zugetraut und hat nicht das Image, innovativ zu sein. Doch unter dem neuen CEO Satya Nadella soll sich das schrittweise ändern.

Die Überraschung des Hightech-Herbsts hat weder Google noch Apple abgeliefert, sondern Microsoft. Während die beiden Silicon-Valley-Riesen erwartbare Hardware (neue Nexus-Smartphones bzw. iPhone 6s und iPad Pro) ablieferten, zeigte Microsoft vergangene Woche neben neuen Lumia-Smartphones, einer neuen Version des Surface-Tablets und einem Sport-Tracker-Armband auch sein erstes Notebook: Das Surface Book (ab 1.500 US-Dollar) punktet bei ersten Begutachtern mit abnehmbarem Tablet-Display, starker Performance und schickem Design und wurde sogar schon als “MacBook-Pro-Killer” bezeichnet.

Dass Microsoft immer mehr mit eigener Hardware in den Markt geht, hat seinen Grund. Zwar laufen bis dato 110 Millionen PCs weltweit Windows 10 mit dem neuen Betriebssystem Windows 10, doch die einstige Größe hat Windows in einer immer mobileren Welt, die von Apples iOS und Googles Android dominiert wird, nicht mehr. Der PC-Markt, den Microsoft immer dominierte, ist weiter am Schrumpfen: Sowohl Gartner als auch IDC sehen weiter sinkende PC-Verkäufe und gehen von 74 bzw. 71 Millionen verkauften PCs im dritten Quartal 2015 aus – jeweils bei einem Minus von 8 bzw. 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Marktforscher von Gartner meinen, dass Windows 10 wenig Effekt auf den Verkauf von neuen PCs sondern sich eher dort zeige, wo alte Windows-Versionen auf einem bestehenden PC erneuert werden (v.a. in Unternehmen). IDC erwartet immerhin, dass neue Windows-Hardware 2016 den Markt wieder beleben könnte.

Bestärken des Marktes durch eigene Hardware

Um den Markt zu beleben, hat Microsoft nun selbst das Zügel in die Hand genommen. Eigene Hardware, das hat man von Apple gelernt, sollen Konsumenten scharf auf die neue Software machen und außerdem anderen Herstellern vorzeigen, wie Notebooks, Tablets und Smartphones mit Windows 10 funktionieren können. Keine blöde Idee auch deswegen nicht, weil Microsoft hinter Apple, Google und Coca-Cola immer noch die viert wertvollste Marke der Welt ist. Da das Logo auf teure Hardware zu kleben, kann den Absatz ankurbeln.

Dass Microsoft aber künftig so wie Apple den Gros seines Umsatzes mit Hardware machen wird, davon ist nicht auszugehen. Ein Blick in die Umsatzzahlen zeigt, dass die Seattler mittlerweile äußert breit aufgestellt sind und verschiedenste Einnahmequellen haben. Während die zwei einstigen Cashcows Windows und Office im Sinken sind, gewinnen andere Sparten (Search, Azure-Cloud, Online-Abos für Office 365, Xbox, Dynamics CRM) an Bedeutung. Wenn es Microsoft nun schafft, sein Hardware-Geschäft (mit Surface setzt man bereits pro Jahr fast eine Milliarde US-Dollar um) auf stabile Beine zu stellen und die Milliardenkosten der Nokia-Übernahme wieder hereinzuholen, hat man die Diversifizierung geschafft. Anders als Apple (= iPhone) und Google (=Search Advertising) ist man dann nicht von einer einzigen Einnahmequelle abhängig und kann als Dachmarke unterschiedlichste Sparten (von Surface über Azure bis Office) bedienen.

Das erklärt letztendlich auch das Kuriosum bei der Apple-Präsentation des iPad Pro, bei der auch ein Microsoft-Manager zugegen war. Microsoft sieht sich selbst nicht mehr als die alles beherrschende Software-Plattform, sondern sucht sich für seine Produktsparten die jeweils wichtigsten anderen Plattformen (in diesen Fall iOS für Office 365), um so an möglichst viele potenzielle Kunden zu kommen.


Image (adapted) “Microsoft sign outside building 99” by Robert Scoble (CC BY 2.0)


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Ein unhackbarer Kernel zur Sicherheit des Internet Of Things?

System Code (adapted) (Image by Yuri Samoilov [CC BY 2.0] via Flickr)

Das Internet Of Things hat ein großes Problem: die Sicherheit. Ein unhackbarer Kernel könnte nun Abhilfe schaffen. Doch ist dies realistisch oder klingt es einfach zu schön um wahr zu sein? Sicherheit ist ein immer schwer zu erreichender Zustand im Internet. Manche behaupten gar, er wäre unmöglich zu erreichen. Gerade diese Behauptung haben zu Bestrebungen geführt, das Unmögliche wahr und unsere Computer, sowie das Internet Of Things, sicher zu machen. Gelingen soll dies mit einem unhackbaren Kernel. Wenn das Betriebssystem im Kern sicher ist, kann ein Hacker auch keinen Schaden anrichten. Doch ist ein unhackbarer Kernel überhaupt möglich?

Sicher ist sicher

Welches Betriebssystem ist das sicherste? Windows, Mac OS oder Linux? Windows werden die meisten wohl gleich ausschließen, obwohl Microsoft sehr stark nachgebessert hat, doch selbst die auf Sicherheit ausgerichteten Linux-Distributionen sind immer wieder anfällig für Sicherheitslücken. Das liegt vor allem daran, dass nahezu alle Linux-Distributionen den gleichen Kernel verwenden und die Hacker-Angriffe eben genau auf diesen Teil des Betriebssystems abzielen.

Der Kernel ist der Kern eines Betriebssystems, der die Hauptaufgaben verarbeitet und die Sicherheitsmaßnahmen für das ganze Betriebssystem regelt. Um ein Betriebssystem also sicher zu machen, muss der Kernel frei von Sicherheitslücken sein. Eine Aufgabe, die bisher kein Betriebssystem zufriedenstellend umsetzen konnte.

Vor Kurzem hat ein Artikel auf New Scientist für Aufsehen gesorgt. Der Artikel beschreibt ein Szenario, in dem ein unbemannter Helikopter mit einem angeblich unhackbaren Kernel ausgestattet, in der Luft für Angriffe durch Hacker freigegeben wurde.

Der Helikopter konnte allerdings nicht ferngesteuert “entführt” werden, da es den Hackern nicht gelang, an die kritischen Teile des Betriebssystems zu gelangen. Der Test wurde als großer Erfolg und als Beweis für die Unhackbarkeit des Kernels mit dem Namen seL4 gewertet, der von einer Gruppe Sicherheitsforscher, Luftfahrtspezialisten und der Forschungsabteilung des US-amerikanischen Militärs, DARPA, entwickelt wurde.

Um diesen Praxistest auch in der Theorie zu bestätigen, wurde die angebliche Unhackbarkeit des seL4-Kernels sogar mathematisch bewiesen. Außerdem hat man den Kernel als Open-Source-Projekt auf Github online gestellt. Zum einen, damit die Community die Behauptungen der Unhackbarkeit überprüfen kann, zum anderen soll dieser Kernel als Grundlage für allerhand andere Projekte dienen.

Das Ziel ist es laut dem Entwicklerteam, dass in spätestens 10 Jahren alle kritischen Systeme um uns herum absolut sicher sind. Szenarien wie das gehackte Auto, das vor einigen Wochen für Schlagzeilen gesorgt hat, sollen also künftig ausgeschlossen sein.

Die Illusion von Sicherheit?

Das klingt soweit alles ganz toll und könnte vor allem für das Internet Of Things einen gewaltigen Durchbruch bedeuten, denn hier treiben derzeitige Sicherheitshorrorszenarien, in denen die vernetzten Geräte um uns herum zu Zielen von Hackerangriffen und somit zu gewaltigen Sicherheitsrisiken werden, den meisten Leuten noch Angstschweiß auf die Stirn. Aber können die Behauptungen denn überhaupt stimmen und der seL4-Kernel wirklich unhackbar sein?

Realistisch betrachtet muss die Antwort hier nein heißen. Sicherheitslücken in Computersystemen existieren, da sie von Menschen erschaffen sind und Menschen nun mal nicht perfekt sind. Mit anderen Worten, egal wie gründlich die beteiligten Entwickler gearbeitet haben und wie oft der Code kontrolliert wurde, es gibt immer Fehler, die übersehen werden. Das erklärt auch, warum in allen großen Betriebssystemen immer wieder Sicherheitslücken auftauchen.

Nun haben die seL4-Entwickler aber allerhand Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Der SeL4 ist ein Microkernel, der kreiert wurde, um Hackerangriffe zu erkennen und zu vereiteln. Außerdem sollen die Systeme getrennt gehalten werden, so dass Hacker auch nicht über Sicherheitslücken in der angeschlossenen Hardware Zugriff auf den Kernel erhalten. Genau auf diesem Weg, über das Entertainment-System, hatten Hacker Zugriff auf den Betriebssystem-Kern des gehackten Autos erhalten.

Wichtiger Schritt für das Internet Of Things

Die Regel, dass alles gehackt werden kann, gilt allerdings auch für den seL4-Kernel, wie Khyati Jain auf thehackernews schreibt, denn wenn sich eine Tür schließt, finden Hacker einen anderen Weg in das System. Es gilt nach wie vor die Regel, dass alles hackbar ist, wenn genügend Zeit, Talent und Ressourcen vorhanden sind. Doch selbst wenn der seL4-Kernel das Versprechen der Unhackbarkeit nicht einhalten kann, könnte er doch einen wichtigen Schritt für das Internet Of Things und andere wichtige Computersysteme bedeuten, da er die Zugriffe durch Hacker zwar nicht komplett unterbinden, diese aber zumindest deutlich aufwändiger machen kann, so dass sich Angriffe aufgrund des hohen Aufwandes für Angreifer schlicht nicht lohnen und sie sich erfolgversprechenderen Zielen zuwenden.


Image (adapted) „System Code“ by Yuri Samoilov (CC BY 2.0)


 

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Microsoft veröffentlicht sein neues Betriebssystem Windows 10

Mit Windows 10 möchte Microsoft mehr als nur ein Betriebssystem anbieten, doch die Erwartungen sind wohl etwas zu hoch gesteckt. // von Tobias Schwarz

Microsoft Windows 10 (Image by Microsoft)

Seit gestern ist Windows 10 weltweit verfügbar. Persönlich anschauen konnte ich es mir bisher nur auf dem Surface meiner Freundin, denn ich bin vor sechs Jahren zu Ubuntu und anderen Linux-Distributionen gewechselt und nie wieder zurück gekommen. Mein Mailfach wird aber gerade mit Microsoft-Pressemitteilungen nur so zu geflutet, weshalb ich mir die Neuerungen an dem “mehr als ein neues Betriebssystem” mal in der Theorie anschaue. Weiterlesen »

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Chrome OS: Wie viel Betriebssystem braucht ein Blogger?

Desktop des Toshiba Chromebook mit Chrome OS

Google will mit seinem Betriebssystem Chrome OS Marktanteile von Apple und Microsoft für sich gewinnen. Doch lohnt sich der Umstieg auch für Blogger? // von Jonas Haller

Es ist wohl eine Philosophiefrage mit welchem Endgerät und zugehörigem Betriebssystem Journalisten und Blogger arbeiten. Ein nicht geringer Anteil schwört auf Apples Ökosystem, andere auf Microsoft Windows OS. Seit einiger Zeit buhlt auch Google mit dem auf Onlinefunktionen reduziertem Chrome OS um die Gunst der Nutzer. Doch inwieweit lohnt sich das abgespeckte Betriebssystem für die mobile Berichterstattung?

Warum ist das wichtig? Journalisten und Blogger nutzen oft nicht den vollen Funktionsumfang eines Notebooks oder Macbooks. Genau dort setzt Googles Chrome OS an.

  • Vernetzung ist das Schlagwort bei Bloggern als auch beim Chrome OS von Google, das quasi immer online ist.

  • Chromebooks besitzen eine hohe Mobilität bei langer Akkulaufzeit und könnten deshalb gerade unterwegs sehr praktisch sein.

  • Sie sind eine preiswerte Alternative gegenüber Notebooks mit umfangreichen Systemen, jedoch noch beschränkt in ihren Funktionen.


Google steht schon immer für die Vereinfachung aller Dienste sowie dem Umgang im weltweiten Datennetz. Mit Chrome OS wollte und will das Unternehmen auch im Bereich der Betriebssysteme mitmischen. Der Fokus liegt dabei klar auf der Online-Nutzung, der Chrome-Browser stellt den Mittelpunkt dar. Etwas gewöhnungsbedürftig ist im ersten Moment die an die Systemgegebenenheiten angepasste Tastatur: Caps Lock sowie Entf-Taste fehlen, Windows- und MacOs-Nutzer suchen vergebens nach Systemtasten. Nach dem schnellen Booten folgt die Anmeldung mit dem eigenen Google-Account, das für die Nutzung zwingend notwendig ist. Anschließend begrüßt der gewohnte Desktop mit Taskleiste den Anwender. Ähnlich dem Startmenü können installierte Programme durchstöbert und geöffnet werden. Genauer gesagt handelt es sich dabei jedoch um Apps, die aus dem Chrome-Store geladen werden können. Installationen von außerhalb sind ohne weiteres nicht möglich.

Der Store an sich deckt die wichtigsten Themenbereiche ab. So können unter anderem entsprechende Applikationen für Outlook und Office oder auch WordPress kostenlos auf das Gerät gespeichert werden. Dabei wird jedoch nicht das Programm, sondern nur eine Verlinkung zu den Online-Diensten installiert. Doch es gibt auch Apps, die keine Internetverbindung benötigen und offline ausführbar sind. Zu diesen zählen einige interessante Programme für Blogger, wie Polarr. Dahinter verbirgt sich eine umfangreiche Fotosoftware, die sogar mit dem RAW-Format umgehen kann. Die Bildbearbeitung geht schnell von der Hand und das Ergebnis kann direkt gespeichert oder auf den Online-Speicher geladen werden. Vorher sollte die Bilddatei jedoch am besten per Simple Image Resizer komprimiert werden. Es empfiehlt sich anschließend die Originaldateien auf einem externen Speichermedium zu archivieren – der interne Speicher der Chromebooks beträgt zum Großteil magere 32 oder gar 16 GB.

In die sprichwörtliche Röhre schauen Video-Blogger, die mal schnell einen Clip bearbeiten und auf YouTube stellen wollen. Neben der Software mangelt es oft an Rechenpower, da die Notebooks nur Hardware der Mittelklasse beherbergen. So können bestenfalls die Online-Bearbeitungsfunktionen des populären Video-Dienstes genutzt werden. Apropos Online: Leider setzt Chrome OS für einen Großteil der nutzbaren Anwendungen eine schnelle Internetverbindung voraus. Selbst Googles Office-Dienste zur Textverarbeitung, der Tabellenkalkulation sowie der Präsentation werden per Web ausgeführt. Schnelles Arbeiten unterwegs in Taxi, Bus und (Regional-)Bahn oder auch Draußen im Grünen fällt also größtenteils flach. Es sei denn, man besitzt einen Surfstick oder errichtet via Smartphone ein kleines, eigenes WLAN-Netzwerk (Tethering).

Zu den wenigen Offline-Programmen, die für Blogger interessant sein dürften, zählen Notizen-Apps wie Evernote oder Wunderlist, die Gmail-Offline-App sowie ein simpler PDF-Viewer. Vorteil des Software-Purismus ist dabei die Akkulaufzeit. Aufgrund der spartanischen Ausstattung der Chromebooks sind nicht selten neun Stunden Laufzeit und mehr möglich. Für den kompletten Arbeitstag eines Bloggers also durchaus ausreichend.

Fazit: Chrome OS ist noch nicht so weit

Das Experiment, mein Alltags-Windows-Notebook gegen eines der Chromebooks zu tauschen, war nicht von allzu langer Dauer. Zwar bildet die Online-Nutzung den Kernpunkt eines Bloggers, jedoch ist das noch lange nicht alles. Die fehlende Offline-Fähigkeit sowie die eingeschränkte App-Auswahl des Systems brechen der an sich brillianten Google-Idee jedoch das Genick. Öffentliche Hotspots sucht man besonders in kleineren Städten vergebens. Hinzu kommt, dass die Hardware höchstens sehr textlastigen Bloggern genügt, die nur wenige Artikelbilder in ihren Beiträgen nutzen. Berichterstattung per Video gestaltet sich eher als ein Krampf, eine Bearbeitung kann nur innerhalb der Videoplattform erfolgen.

Schade, denn in Sachen Mobilität und besonders Akkulaufzeit sind die kleinen Helferlein den meisten Konkurrenzgeräten weit überlegen. Chromebooks sind deutlich schneller einsatzbereit als aufgeblasene Betriebssysteme, die erst umständlich gebootet werden müssen. Alle erdenklichen Treiber sind bereits vorinstalliert, das heißt ein Einrichten der Peripherie entfällt. Preislich unterscheiden sich die Google-Laptops nicht wirklich von vergleichbaren Windows-Geräten. Bleibt zu hoffen, dass der Software-Riese weiter an den Chromebooks arbeitet und in Zukunft vielleicht die ein oder andere Offline-Anwendung zusätzlich bereitstellt.

CHIEF-EDITOR’S NOTE: Wenn Ihnen unsere Arbeit etwas wert ist, zeigen Sie es uns bitte auf Flattr oder indem Sie unsere Reichweite auf Twitter, Facebook, Google+, Soundcloud, Slideshare, YouTube und/oder Instagram erhöhen. Vielen Dank. – Tobias Schwarz

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Wird aus Android und Chrome OS ein Betriebssystem?

chromebook foto test (adapted) (Image by Sungmin Yun [CC BY-SA 2.0] via Flickr)

Offiziell hat Google immer Gerüchte dementiert, dass Android und Chrome OS verschmelzen, doch die Indizien sprechen eine andere Sprache. Gerüchte, dass aus dem Mobile OS Android und dem Cloud-zentrierten Betriebssystem Chrome OS eins wird, keimen schon seit Jahren regelmäßig auf. Doch genauso regelmäßig dementiert Google diese Gerüchte immer wieder. Allerdings unternimmt Google immer wieder Schritte, die an diesen Aussagen zweifeln lassen, wie etwa zuletzt das neue Arc-Welder-Tool, mit dem Entwickler ihre Android-Apps spielend leicht für Chrome anpassen können.

Es ist gar nicht so leicht, die Gerüchte über die Verschmelzung beider Betriebssysteme bis zu ihrem Ursprung zurück zu verfolgen. Sie dürften aber bereits kurz nach der Einführung von Chrome OS begonnen haben. Als im März 2013 dann plötzlich Andy Rubin die Führung der Android-Sparte bei Google an Sundar Pichai übergab, der bereits die Chrome-Abteilung leitete, fühlten sich viele Beobachter in ihrer Vermutung bestätigt. Auch wenn Android mit der massiven Marktdominanz im Smartphone-Bereich von Larry Page deutlich als die Zukunft von Google bezeichnet wurde, scheint eine Verschmelzung mit dem im Vergleich eher nischigen Cloud-zentrierten Chrome OS durchaus sinnvoll.

Aber nein, Android und Chrome OS sollen nicht zu einem OS verschmolzen werden, erklärt Brian Rakowski, Googles Produktmanager für Android. Es gibt angeblich keine Pläne, etwas an der Funktionsweise beider Produkte zu ändern. Allerdings ist es nicht von der Hand zu weisen, dass die beiden Betriebssysteme immer näher miteinander verzahnt werden. Diese engere Verzahnung ist aus Googles Sicht sogar dringend nötig, denn Apple hat dies bereits mit der Einführung von OSX Yosemite vorgemacht, indem OSX- und iOS-Geräte auf beeindruckende Weise zusammenspielen. Ähnliche Schritte hatte Google auch schon auf der letztjährigen Entwicklerkonferenz Google I/O vorgestellt – so können etwa Android-Benachrichtigungen auf dem Chromebook angezeigt werden, Chromebooks automatisch entsperrt werden, wenn ein vertrautes Android-Gerät in der Nähe ist und eben Android Apps auf Chrome-OS-Geräten ausgeführt werden. Google und die Konkurrenz vollziehen also eine ganz ähnliche Entwicklung.

Microsoft geht hier allerdings noch einen Schritt weiter – mit Windows 10 reißt der Konzern aus Redmond die Grenzen zwischen Mobile und Desktop noch weiter ein. Es wird nur noch ein Betriebssystem für alle Plattformen geben, egal ob Desktop, Tablet oder Smartphone. Also letztendlich der Schritt, den Google gerüchteweise schon lange unterstellt wird. Und es würde auch für Google sinnvoll sein, Chrome OS und Android zu verschmelzen. Wahrscheinlich wird der Schritt sogar irgendwann notwendig, denn während der Mobile-Markt immer noch ungebremst wächst, klagen Hersteller von Desktop- und Laptop-PCs doch über stetig sinkende Umsätze. Außerdem verschmelzen die Geräteklassen immer mehr. Smartphones sind immer größer geworden, Tablets eher kleiner und Laptops kommen immer häufiger mit Touchscreens, oder gar als Hybriden zwischen Laptop und Tablet daher.

Es gab immer wieder Versuche, Android auf Desktop- oder Laptop-Rechnern einzusetzen und bisher sind diese ausnahmslos am eingeschränkten Funktionsumfang gescheitert. Ein Laptop mit Android und einer ausgewachsenen, voll funktionsfähigen Version von Chrome, erscheint dagegen so sinnvoll, dass man sich fragt, warum Google diesen Schritt nicht schon längst gegangen ist, etwa mit dem neuen Chromebook Pixel. Aber mit dem ARC-Welder-Tool macht Google zumindest einen weiteren Schritt in diese Richtung und lässt somit die ständigen Dementi ein bisschen unglaubwürdiger erscheinen.


Image (adapted) „chromebook foto test“ by Sungmin Yun (CC BY-SA 2.0)


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Die Politik begreift die Herausforderungen der Industrie 4.0 nicht

Müllverbrennung (adapted) (Image by JuergenPM [CC0 Public Domain] via Pixabay)

Bundeskanzlerin Angela Merkel macht sich heute ein Bild von der Industrie 4.0 in Deutschland, doch wird es unvollständig bleiben. Für die Bundesregierung hat die Digitalisierung der Industrie eine entscheidende Bedeutung für den Wohlstand in Deutschland. In Bayern will sich Bundeskanzlerin Angela Merkel deshalb heute einen Überblick darüber verschaffen, wie die Industrie 4.0 hierzulande aufgestellt ist. Doch ihr Konzept für einheitliche Standards auf europäischer Ebene ist nur auf die unambitionierten Belange der deutschen Unternehmen ausgelegt, nicht aber der globalen Realität.

Es fehlt ein Verständnis für die Industrie 4.0

Auf der Bundespresskonferenz am vergangenen Freitag, kündigte die stellvertretende Sprecherin der Bundesregierung, Christiane Wirtz, den heutigen Besuch der Bundeskanzlerin beim Maschinenbauunternehmen KUKA AG und des Siemens Elektronikwerk in Amberg an. Angela Merkel möchte sich laut Wirtz einen „Überblick darüber verschaffen, wie die Industrie 4.0 in Deutschland aufgestellt ist„. Auf die naive Frage des Vloggers Tilo Jung, ob Frau Wirtz kurz den Begriff „Industrie 4.0“ definieren könne, kam die stellvertretende Regierungssprecherin etwas aus dem Konzept. „Es geht ja darum„, erklärt Wirtz, „dass es sozusagen ein bestreben der Industrie gibt, auch Roboter und Steuerungstechnologien durchaus in konventionellen oder altgewohnten Verfahrensweisen zu etablieren. Eben genau darum geht es, dass man sozusagen auch neue Technologien, die computergestützt sind, in herkömmlichen Produktionsweisen etabliert. Dafür gibt es ja verschiedene Ansätze, und das wird sich die Bundeskanzlerin eben am Montag wie erötert ansehen.

Aus dieser einseitigen Antwort strömt geradezu die sehr deutsche Denkweise über den Begriff „Industrie 4.0“. Es geht um Produktionsmittel, um Infrastruktur und die physische Kontrolle über Prozesse. Die Smarter-Service-Initiative kritisiert das seit Jahren und benennt mit einem nachvollziehbaren Beispiel den Fehler im deutschen Denken: „Wer sich beispielsweise das Geschäftsmodell von iTunes anschaut, wird verstehen, dass bei Apple der angeschlossene Service-Umsatz bis zum achtfachen den Produktumsatz je iPhone-Kunde übersteigt.“ Dies wird vor allem beim „Internet der Dinge“ offensichtlich: „Während in Deutschland intensiv an komplexen Netzwerkplänen gebastelt wird, betrachten viele amerikanische Unternehmen den vernetzten Kunden als Ausgangspunkt für die Entwicklung von smarten Services. Sie nehmen sich einen Markt nach dem anderen vor, anstatt alles mit allem vernetzen zu wollen. Statt komplizierter Steuerung wird die einfache, elegante und spielerische Bedienung per App zum Dreh- und Angelpunkt jedes Service Designs.

Das Betriebssystem für die Industrie 4.0 entwickeln andere

Netzpiloten-Autor Gunnar Sohn kommentiert dieses spürbare Unverständnis für die tiefgreifende Digitalisierung der Wirtschaft folgendermaßen: „Die innere Uhr der politischen Entscheider ist immer noch auf die industrielle Produktion gepolt. Man merkt es an der wenig ambitionierten Digitalen Agenda der Bundesregierung, man erkennt es an den lausigen Akzenten, die in der Bildungspolitik gesetzt werden, und man hört es bei den Sonntagsreden der Politiker, wenn es um Firmenansiedlungen geht. Es gibt keine Konzeption für eine vernetzte Ökonomie jenseits der industriellen Massenfertigung aus den Zeiten des Fordismus.

Auch die Bundeskanzlerin hat keinen besseren Weitblick als ihre stellvertretende Regierungssprecherin oder die deutsche Industrie. In ihrem Videopodcast lässt sich Angela Merkel von Dipl.-Ing. Eckhard Hohwieler, Abteilungsleiter für Produktionsmaschinen und Anlagenmanagement im Berliner Fraunhofer-Indstitut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (IPK), interviewen und erklärt, dass es in Deutschland um die „Digitalisierung der Produktion“ gehen muss und „Standards zu entwickeln“ sind, damit „Unternehmen eine einheitliche Plattform“ nutzen können. Gemeinsame Standards sind wichtig, aber die Bundeskanzlerin, und mit ihr die deutsche Industrie, verkennt dabei die Rolle von Software. Das Betriebssystem für die Infrastruktur wird nämlich in den USA und China entwickelt.

Die von Wirtz angesprochenen „Roboter und Steuerungstechnologien„, aber auch Autos, Kaffeemaschinen, Waschmaschinen und Geschirrspüler, zum Beispiel das Google-Betriebssystem Android installiert, um die Vernetzung voranzutreiben. „Man wartet, bis Google über die Unterhaltungselektronik ausliest, welche Fehler ein Auto hat – da ist in Deutschland keiner dran„, warnt der ehemalige IBM-Cheftechnologe Gunter Dueck. Merkel verweist nur darauf, dass zwar „in der klassischen Produktion sehr vielmehr Softwarefähigkeiten brauchen“ wird, ihre Antwort darauf sind aber erst in frühestens einem Jahrzehnt greifende Bildungskonzepte, die aber gleichzeitig in der Digitalen Agenda noch viel zu kurz kommen.

Die Politik ignoriert den digitalen Wandel – wieder einmal

Das die Bundeskanzlerin in einem nicht-journalistischen Video-Podcast des Bundespresseamt viele eigene und gut formulierte Ansichten unterbringt, die auch sehr industriefreundlich sind, ist kein Grund zur Verwunderung. Standards und Plattformen für die deutsche Industrie zu entwickeln, klingt ambitioniert und schaffbar – einem vermeintlichen Erfolg steht also kaum noch etwas im Wege. Doch die Dampfmaschinen der Zukunft zu entwickeln, ihnen stählerne Räder zu verpassen und sie auf hier produzierte Gleise zu setzen, wird nicht ausreichen, um auch die nächste industrielle Revolution zu meistern. Der Grund ist einfach, denn wenn – um im Bilde von der Eisenbahn zu bleiben – der alles antreibende Dampf in Südkorea, China oder dem Silicon Valley entwickelt wird, kann hier schnell alles zum Stillstand kommen.

In seiner Hangout-Sonntagsmatinee diskutierte Gunnar Sohn gestern Vormittag mit Winfried Felser von Competence Site und Karl Tröger von der PSI AG über die Titel gebende Frage, wie Regierung und Wirtschaft den „Industrie 4.0“ Vorsprung versemmeln. Die Arbeitswelt von morgen braucht nicht nur vernetzte Maschinen und Produkte in einer Smart Factory, erklärt Tröger und verweist, dass es noch immer an Innovation auslösenden Richtlinien und Anwendungsbeispielen fehlt. Um diese zu erreichen, plädiert er dafür, dass heute vorhandene Technologien und marktführende Systeme, neu kombiniert und weiterentwickelt werden müssen, um durch die Nutzung schrittweise ein Basissystem 4.0 entstehen lassen, denn „wir müssen Beispiele finden, um eine Idee zu zeigen, wie man so etwas hinbekommen kann.“ Ein funktionierendes Beispiel würde eine Vision von der Zukunft wahrscheinlich wirklich am besten erklären.


Image (adapted) „Müllverbrennung“ by JuergenPM (CC0 Public Domain)


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Android: Wie frei ist Googles mobiles Betriebssystem wirklich?

Android & Puppy (adapted) (Image by Jyri Engestrom [CC BY 2.0) via Flickr)

Die Smartphone-Software Android ist prinzipiell Open Source – doch tatsächlich wird der Griff von Google immer fester. Im weltweiten Rennen um Anteile mobilen Betriebssystemen hat Google mit Android längst die Nase vorne. Doch unangreifbar ist seine Position nicht. Die Android-Distribution CyanogenMod fasst derzeit vor allem in den boomenden Märkten China und Indien Fuß, was bei Google Übernahmegelüste ausgelöst hat. Hinter den Kulissen versucht der Internetkonzern aus Mountain View derweil, seine Services noch stärker an Android zu knüpfen, was wiederum die europäischen Wettbewerbshüter auf den Plan gerufen hat.

Will Google etwas CyanogenMod kaufen?

Mit einem weltweiten Marktanteil bei Smartphones von 85 Prozent ist da Betriebssystem Android eine Macht in der mobilen Welt. Doch für seinen Macher Google wird es zunehmend schwerer, die Software unter Kontrolle zu halten. Denn anders als Apples iOS ist Android eine Open-Source-Software, sprich: Jeder mit den nötigen Programmierkenntnissen kann sie nach Belieben verändern. Besonders erfolgreich dabei ist CyanogenMod (ausgesprochen wird es “sigh-AN-oh-jen-mod”), eine Community, die aus Googles Tochter-Software ein eigenständiges Betriebssystem gemacht und mit spannenden Zusatzfunktionen versehen hat. Wer will, kann sich CyanogenMod auf seinem Smartphone oder Tablet (Amazon Kindle, Fire, Nexus 5, HTC One, Samsung Galaxys, uvm., volle Liste hier) installieren und Features wie erweiterten Datenschutz, alternative Designs oder bessere Prozessorleistung nutzen. Wer sich das Betriebssystem installiert, der verliert allerdings auch die Garantie auf sein Gerät.

War CyanogenMod bisweilen eher als eine Sache für Geeks, die sich ihr Smartphone nach den eigenen Vorstellungen gestalten wollten, hat das Start-up von Steve Kondik und Kirt McMaster Fahrt in den letzten Monaten aufgenommen – vor allem in den beiden Zukunftsmärkten Indien und China: CyanogenMod ist auf dem OnePlus One, einem sehr guten und gleichzeitig sehr günstigen Smartphone aus China bereits vorinstalliert und erreicht so immer mehr Nutzer. Auch das Oppo N1 aus China gibt es mit dem Android-Fork. Und in Indien hat CyanogenMod einen Deal mit Micromax (eigenen Angaben zufolge der zehntgrößte Smartphone-Hersteller) eingesackt, der das Betriebssystem bald auf seinen Geräte vorinstallieren wird.

Für Google, dass mit seinem Programm “Android One” genau diese Wachstumsmärkte im Visier hat und dessen Verwaltungsratsvorsitzender Eric Schmidt ständig davon spricht, wie man die nächsten fünf Milliarden Menschen via Mobile ins Internet holen will, könnte CyanogenMod ein Dorn im Auge darstellen. So überraschen die Gerüchte, dass Android-Chef Sundar Pichai kürzlich an Kondik und McMaster bezüglich Übernahmegelüsten herangetreten ist, nicht (McMaster soll abgelehnt haben und das Startup bereits auf eine Milliarde US-Dollar schätzen). Zwar hält man sich bei CyanogenMod an die Google-Vorgaben und installiert Google-Apps (u.a. Maps, Chrome, Gmail, etc.) vor – doch je populärer die Software wird und je mehr Hersteller darauf setzen, desto größer könnten die Unabhängigkeitsbestrebungen des Startups werden.


Im Guardian-Podcast erklärt Ben Edelman von der Harvard Business School, warum Googles Android doch nicht so offen ist:


Google setzt die Gerätehersteller unter Druck

Neben CyanogenMod bekommen derzeit auch andere Firmen den Druck von Google in Sachen Android zu spüren. Geleakte Lizenzvereinbarungen (“Mobile Application Distribution Agreement”, kurz MADA) zwischen dem Internet-Riesen und Geräte-Herstellern wie Samsung, HTC oder LG zeigen, dass diese ganze 18 Google-Apps vorinstallieren müssen, wenn sie Android verwenden. Dabei müssen die Google-Suche und der Play Store direkt am Startbildschirm platziert werden, alle anderen Apps wie Maps, Google+, Kalander oder YouTube dürfen nur einen Klick vom Startbildschirm entfernt sein.

Auch das zeigt deutlich: So frei, wie Google tut, ist Android dann doch nicht. Das mobile Betriebssystem hat sich zu einem wesentlichen Standbein des Internetkonzerns entwickelt, über das man seine werbefinanzierten (Search, Gmail, YouTube) bzw. kostenpflichtigen (Play Music, Play Movies, Play Books, Play Kiosk, Play Games) Services vertreiben kann. Zwar ist niemand gezwungen, diese Apps auch zu benutzen, nur ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass User bei vorinstallierten Angeboten bleiben werden. Zudem können die Google-Apps nicht deinstalliert, sondern nur deaktiviert werden.

Die Bündelung von Android und den Google-Services ist wettbewerbsrechtlich problematisch. Die EU-Kommission soll Reuters zufolge seit Juli ein Kartellverfahren gegen den Internetkonzern, konkret wegen Android, vorbereiten. In den USA und Südkorea hatten die Wettbewerbsbehörden keine Bedenken, doch Europa, das weiß man aus der Vergangenheit, tickt anders. Microsoft etwa wurde von der EU vor einigen Jahren mit einer hunderte Millionen schweren Strafe wegen der Kopplung seines marktbeherrschenden Windows-Betriebssystems und seinem Browser “Internet Explorer” belegt. Google droht nun bei Android ähnliches.


Image (adapted) „Android & Puppy“ by Jyri Engestrom (CC BY 2.0)


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5 Lesetipps für den 26. August

In unseren Lesetipps geht es heute um die Akquise von Twitch durch Amazon, die New York Times, WhatsApps Höhenflug, China und ein Interview mit Hal Varian. Ergänzungen erwünscht.

  • TWITCH Golem: Amazon schnappt Google Twitch weg: Dass das Streaming-Portal Twitsch an dem interessanten Projekt DERP teilnahm (wir berichteten), ließ erahnen, welchen Wert die Nutzerdaten haben. Das passte in die Gerüchte, dass Google seit Monaten das Unternehmen aufkaufen möchte, doch gestern vor Börsenschluss gab es Überraschung. Amazon kaufte Twitch für 970 Millionen US-Dollar, was abseits vom WhatsApp-Kauf, wirklich viel Geld ist. Dafür bekommt der Online-Versandhandel Zugang zu 55 Millionen Nutzer pro Monat, die sich in einem Monat mehr als 15 Milliarden Minuten Spiele-Übertragungen ansehen. Um sich das so bequem wie möglich zu machen, werden die Nutzer sicher bald bei Amazon das passende Zubehör finden.

  • NEW YORK TIMES Re/code: New York Times’ Digital Subscription Growth Story May Be Ending: Vor vier Jahren machte sich die New York Times zum Vorreiter von Paywalls, also den ach so beliebten Bezahlschranken um Inhalte im Internet. Zeitgleich ließ der Verlag von einer Unternehmensberatung ermitteln, wie viele Abonnenten denn bereit wären, einen Abo-Preis zwischen 15 und 30 US-Dollar zu bezahlen. Lange Rede, kurzer Sinn: das beeindruckende Wachstum der New York Times könnte zu Ende sein. Die Zeitung hat die prophezeiten 800.000 bis 900.000 Online-Abonnenten erreicht. Mehr ist wohl nicht drin, das Wachstum zu Ende, außer der Verlag kommt mit der nächsten Ideen um die Ecke. Die kürzlich vorgestellte und äußerst schicke „NYT Now“-App scheint es aber wohl nicht zu sein.

  • WHATSAPP Digital Trends: WhatsApp hits 600 million active users: Die sogenannte German Angst ist eher ein Standortvorteil für die Sicherheitsindustrie als ein globaler Wirtschaftsfaktor. Während sich hierzulande einige nach der Übernahme von dem überhaupt nicht Datenschutz-freundlichen WhatsApp durch das ebenso nicht Datenschutz-freundliche Facebook von dem Messenger verabschiedeten, wächst WhatsApp international weiter. Gestern verkündete Firmenchef und Gründer Jan Koum in einem Tweet, dass auf WhatsApp nun mindestens 600 Millionen Nutzer aktiv sind.

  • CHINA PandoDaily: China works to improve its operating systems to reduce dependence on Western companies: Noch kurz vor Abgabefrist hat Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel ein paar Textstellen in die letzte Woche vorgestellte Digitale Agenda einbauen lassen, die direkt an die mächtigen Internet-Konzerne aus den USA gerichtet waren. Mehr Schein als Sein, denn Gabriel weiß genau, dass er nicht einfach so globale Internet-Unternehmen auf deutschem Boden zerschlagen kann, ohne das sowieso hinterherhinkende Land endgültig auf eine Ebene mit Nordkorea hinab zu stoßen. Aber das Volk ließt solche Sätze gerne, zumindest glaubt wohl Gabriel das. Ganz anders reagiert eine andere Wirtschaftsmacht auf diese Dominanz der Technologie-Firmen aus den USA. China lässt ein eigenes Betriebssystem für seine Bürger entwickeln. Das hat in einer Diktatur natürlich auch andere Gründe und Folgen, ist aber wirtschaftlich gesehen der bessere Weg als ihn unser Wirtschaftsminister gewählt hat.

  • HAL VARIAN FAZ: Interview mit dem Google-Chefökonomen Hal Varian: Vergangene Woche war Googles Chefökonom Hal Varian in Berlin und hielt in Googles Berliner Büro seinen viel beachteten Vortrag über die Ökonomie der Zeitungsbranche. Im Raum saßen die Vertreter von wohl fast allen großen Zeitungen des Landes, Netzpiloten-Kolumnist Nico Lumma und ich. Besonders interessant fand ich die vielen Fragen der anwesenden FAZ-Journalisten, neugierig auf die Ausführungen des berühmten Wirtschaftswissenschaftler und mit Fragen ohne das Wort Angst, oft typisch für einen FAZ-Artikel über Google. Dafür haben es Patrick Bernau und Corinna Budras dann im Interview mit Varian gleich sechs Mal unter bekommen und trotzdem ein interessantes Gespräch führen können.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

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Gelernter und die Kritik an lausiger Software

David Gelernter ist ein Computer- und Internet-Urgestein, der sich schon frühzeitig über Fehlentwicklungen des Netzes Gedanken gemacht hat. Im Fokus seines kritischen Gedankenausfluges, den er auf dem Frankfurter Fachkongress Contact Center Trends vorstellte, steht die unausgereifte Software: „Die Betriebssysteme sind zu kompliziert, schlecht gemacht und nicht intuitiv. Da hat sich in den vergangenen zwanzig Jahren kaum etwas gebessert. Ich beobachte viele hochintelligente Leute, die es gerade noch so knapp schaffen, einen Computer zu bedienen. Viele geben sich selber die Schuld – dabei liegt es an der lausigen Software. Sie erleichtern nicht unseren Alltag und sind eine einzige Quelle des Ärgers“, so Gelernter…

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Infographic & Video: Linux – Then and Now

linuxLinux feierte am 17. September 1991 sein Debüt, nachdem der Entwickler Linus Torvalds die erste Version, mit der Versionsnummer 0.0.1. fertigstellte. Linux wurde damals zunächst noch als Freax bezeichnet und war anfangs nicht viel mehr als ein modifiziertes Minix-System. Nach 20 Jahren ist es jedoch gewachsen und für viele Techies, das Betriebsprogramm schlechthin. Zum nachträglichen Geburtstagsgruß gibt’s ein Video zur Geschichte von Linux und ein paar Zahlen zum Vergleichen. Linux – Then and Now!

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