Studie: Tagsüber twittern und abends auf Facebook sein

Wer einen Blog führt oder für einen Online-Medium arbeitet, der kommt um Studien die sich mit optimalen Posting-Zeiten beschäftigen nicht herum. Wann sind User auf Twitter, Google+ und Facebook aktiv? Das ist eine zutiefst subjektive Frage dachte ich immer. Denn man muss grundsätzlich unterscheiden, wer zum Klientel gehört. Wer allerdings das breite Spektrum bedienen möchte, der bekommt mit einer neu-erschienen Studie von Buddy-Media einen guten Einblick in das Nutzerverhalten der User.

Tagsüber twittern und abends auf Facebook sein

Am interessantesten ist, dass sich die Schere in Bezug auf die Nutzungszeiten der Plattformen scheinbar immer weiter auseinander zieht. Während man vor einigen Monaten oftmals Parallelen erkennen konnte, was die Posting-Zeiten angeht. So kann man derzeit laut der Studie ganz klar messen, dass es sich lohnt tagsüber Twitter zu bedienen und in den Abendstunden eher Facebook.

Ein Grund könnte darin liegen, dass ein Twitter-Client oder ein Browser-Addon während der Arbeitszeiten leichter zu bedienen ist, als eine Page im Browser wie Facebook. Während man tagsüber grundsätzlich nur die kleinen Snippets im Newsfeed konsumiert und die schnelle Info sucht, ist es in den Abendstunden am heimischen Rechner eher möglich ausführlich Texte zu lesen oder eben – und das macht den Unterschied von Facebook zu Twitter ja ebenfalls aus – mit Freunden zu interagieren und zu kommunizieren.

Leere Newsfeeds am Wochenende

Eine andere Sache, die sich jedoch nach wie vor kaum verändert hat sind die Aktivitäten bezüglich des antizyklischen Postings. Denn sowohl auf Twitter als auch auf Facebook lohnt es sich auch am Wochenende Links und Meldungen zu veröffentlichen. Samstags und sonntags werden in der Regel nämlich weniger Tweets versendet, was darauf zurückzuführen ist, dass der Großteil der Redaktion geschlossen ist. Der Newsstream der Nutzer ist am Wochenende weniger prall gefüllt. Somit ist die Chance größer hier bei den Fans und Followern in die Wahrnehmung zu rutschen.

Diese Statistiken kann ich selber gefühlt ebenfalls bestätigen. Wobei ich immer der Meinung bin, wer etwas Interessantes zu erzählen hat, der wird auch gehört. Man darf nämlich nicht unterschätzen was es bewirkt, wenn Leser die Links die man versendet retweeten oder sharen. Eine Studie die allerdings belegt, wann User am liebsten Links teilen habe ich persönlich noch nie gesehen. Von daher schließt sich da zumindest bei mir wieder der Kreis, wenn ich sage, dies ist eine zutiefst subjektive Angelegenheit.

Andreas Weck

schreibt seit 2011 für die Netzpiloten und war von 2012 bis 2013 Projektleiter des Online-Magazins. Zur Zeit ist er Redakteur beim t3n-Magazin und war zuletzt als Silicon-Valley-Korrespondent in den USA tätig.


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