Legen Videos das Internet lahm?

Eine Studie sagte jüngst voraus, dass das Internet bis zum Jahr 2010 kollabieren wird. Schuld daran sollen vor allem die Massen von Onlinevideos sein. Der Ausbau der Kommunikationsnetze könne da nicht mithalten, allein in den USA seien Investitionen zwischen 28 und 27 Milliarden Euro nötig, um die nötige Infrastruktur zu schaffen.

Ganz objektiv dürfte die Studie aber nicht sein.

Wie Golem berichtet, wurde sie von der amerikanischen Internet Innovation Alliance (IIA) finanziert, einem Zusammenschluss der großen Datennetzbetreiber. Diese wiederum versuchen schon lange, weitere Einkommensquellen zu erschließen. So sollen nicht nur die Nutzer, sondern auch die Anbieter von Websites mit Gebühren belastet werden. Nur wer bezahlt, dessen Inhalte würden auch mit Topgeschwindigkeit übertragen.

Klingt auf Anhieb nicht unvernünftig? Ist es aber: Denn eines der Stützpfeiler des Webs ist das Prinzip der Netzneutralität, das besagt, dass alle Inhalte und Inhalteanbieter gleichrangig sind. Die Pläne der amerikanischen Netzbetreiber, so Kritiker, würden das Internet in ein Zweiklassensystem verwandeln, in der kleine Inhalteanbieter untergehen würden.

 

Trotzdem können neue Lösungsansätze nicht schaden. So könnte man natürlich auch ein Zweitinternet aufbauen, dass ausnahmslos für Porno-Inhalte zuständig ist:

Immerhin sind angeblich fast ein Drittel der Inhalte im Netz eher einschlägiger Art. Dann lägen dann wieder Kapazitäten frei. Beispielsweise für Katzenfotos.

Volker Agüeras Gäng

arbeitet als freier Medienberater, Journalist und Videoproduzent in Berlin. Nebenberuflich Vater der (O-Ton) großartigsten Tochter der Welt, schreibt Volker neben den Netzpiloten auch für politik-digital.de und ViertelBerliner. Sein Alter Ego, Hausmeister Hermann Pachulke bloggt unter pachulke.blogspot.com.


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