CULTURE&VIDEO TIPPS vom 18. Juli

Bei CULTURE&VIDEO kann man diese Woche was lernen – vom Leben Schwuler in der DDR, wie man einen Flügel oder Gummibärchen macht. Und: Wir finden Fehler im Pop-Kulturgut.

HOMOSEXUELLE IN DER DDR: DDR unter’m Regenbogen

Viel geht verloren aus dem Alltag in der DDR. Aufgehübscht für schmackhafte Komödien oder mit der Extraportion Stasi-Grusel: Wie wirklich gelebt wurde, verwischt immer mehr im Historien-Kitsch. Das betrifft auch Lebensgeschichten, die sich zwar (anders als Im Westen) in der Legalität abspielten, aber doch am Rande der Gesellschaft. Jochen Hick erzählt von den Homosexuellen in der DDR streng an ihrer eigenen Geschichte entlang.

SCHÖNE PRODUKTE I: The Making of Steinway

Produktvideos und Imagespots sind ja selten schön. Und einfach so Werbung machen ziemt sich auch nicht in einer unabhängigen Linkempfehlung. Heute gibt’s mal eine Ausnahme: Steinway & Sons zeigt in diesem wunderschönen Video, wie ein Flügel gebaut wird. Zu treibender klassischer Musik wird jeder Arbeitsschritt von einer sonoren 60-er-Jahre-Erklärstimme durchgespielt. Eine Massage für die Seele.

SCHÖNE PRODUKTE II: Gummibärchen

Und woran erinnert uns das? Richtig, die Sendung mit der Maus. Grund genug, diese Version des berühmten Gummibär-Erklärvideos wieder rauszukramen. Ohne viel Musik, aber in ähnlichem Tonfall. Und ganz ohne Markenhinweis. Schön ist übrigens diese Seite, auf der alle Lach- und Sachgeschichten im Netz alphabetisch geordnet verlinkt sind.

ACTUALLY IRONIC

Und wo wir schonmal beim Erklären sind. Die ganze Welt sang 1995 mit, als Alanis Morissette ihren Smash-Hit “Ironic” landete. Die wenigsten haben mitbekommen, dass kaum eines der im Liedtext aufgezählten Beispiele tasächlich ironisch ist. Die Könige unter den Klugscheißern sagen sogar kein einziges! Gut, dass es sich im Internet eine textlich leicht korrigierte Variante findet.

 

Hannes Richter

wanderte schon früh zwischen den Welten, on- und offline. Der studierte Kulturarbeiter arbeitete in der Redaktion eines schwulen Nachrichtenmagazins im Kabelfernsehen, produzierte Netzvideos und stellte eine Weile Produktionen im Cabaret-Theater Bar jeder Vernunft auf die Beine, bevor er als waschechter Berliner nach Wiesbaden zog, um dort am Staatstheater Erfahrungen im Kulturmarketing zu sammeln. Er baute später die Social-Media-Kanäle der Bayreuther Festspiele mit auf und schoss dabei das erste Instagram-Bild und verfasste den ersten Tweet des damals in der Online-Welt noch fremden Festivals. Seitdem arbeitete er als Online-Referent des Deutschen Bühnenvereins und in anderen Projekten an der Verbindung von Kultur und Netz. 


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