Angriff der Klone – twittern mit kwippy

Was sind die größten Nebenwirkungen von Erfolg? – Die Nachahmer! Microblgging- Dienste à la Twitter schießen zurzeit wie Unkraut aus dem Boden. Einer davon kommt jetzt aus Indien nach Deutschland und nennt sich kwippy. Die Macher versprechen viel; kwippy soll das Bloggen und Netzwerken verändern. Klingt äußerst revolutionär, doch gibt es wirklich so viele Unterschiede zu Twitter?

Wie funktioniert kwippy?

Zurzeit ist kwippy noch in einer Closed-Beta-Phase. Es ist aber möglich, sich für eine Einladung registrieren zu lassen. Dann bekommt man auch ziemlich zügig die Zugangsdaten. Bereits registrierte Mitglieder können zahlreiche Leute einladen, denn die Werbetrommel soll ordentlich gerührt werden.

kwippy legt seinen Schwerpunkt auf die Einbindung der Instant Messengers Gtalk und Yahoo. Nachrichten können von dort aus direkt an den Dienst gesendet werden und der jeweilige persönliche Status wird ebenfalls übertragen und bei Bedarf gespeichert. So lässt sich eine „emotionale Zeitleiste“ aufbauen und man kann auch nach Wochen noch sehen, wie der eigene Gefühlszustand am 5. Juni war. Ansonsten ist es natürlich auch möglich, direkt Nachrichten zu senden – sogenannte kwips. Eine Zeichenbeschränkung gibt es dabei nicht.

Wie bei Twitter besteht auch hier die Möglichkeit, den Beiträgen anderer zu folgen. Neue Freunde können aus den Messengern integriert werden und die bereits vorhandenen Kontakte aus Twitter eingeladen werden. Zusätzlich lassen sich alle Beiträge kommentieren.

 

Für wen ist kwippy gedacht?

Wer bereits im Microblogging Fieber ist und sich mit Twitter allein nicht mehr zufrieden gibt, der kann sich auch bei kwippy austoben. Anreize zum Wechseln gibt es eher weniger. Nur die Einbindung der Messenger bietet einen gewissen Mehrwert, ob man aber mit Gtalk und Yahoo massenhaft User anziehen wird, bleibt abzuwarten.

Blogpiloten-Urteil:

Um sich vom großen Bruder abzusetzen, fehlt kwippy leider das gewisse Etwas. Das Angebot unterscheidet sich nur in Details von twitter und kann mit seinen Zusatzfunktionen nicht so richtig überzeugen. Gelobt wird allerdings die Technik, welche dafür sorgen könnte, dass kwippy wesentlich stabiler läuft. Das wäre ein echtes Plus. Momentan ist das schlecht zu beurteilen, da die Nutzerzahlen natürlich noch gering sind.
Aber ganz abgesehen von den Fakten, finde ich den Twitter Vogel viel niedlicher als die kwippy Sprechblase mit Gesicht. Gerade diese Kleinigkeiten können am Ende den Ausschlag geben :-)

Meike Ullrich

Meike hat während des Studiums der Politikwissenschaft die digiatlen Potenziale für die Demokratie entdeckt und das Ganze u.a. mehrere Jahre in einer Public Affairs und PR-Agentur erprobt. Mittlerweile arbeitet sie im Kommunikationsbereich der Stiftung der Deutschen Wirtschaft und setzt dort Maßnahmen für verschiedene Bildungsprogramme um – digital und auch ganz klassisch, aber immer auf der Suche nach neuen Ideen und Entwicklungen.


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1 comment

  1. Bitte nicht kwippy !! Wo es doch jetzt bleeper.de gibt. Endlich ist ein vernünftiger deutscher Dienst am Start und ihr wollt schon einen indischen bevorzugen. Wer jetzt jammert, dass auf bleeper noch zu wenig los ist, kann das ja ändern !

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