Heimkino unter 1.000 Euro: So geht´s!

Filme 24/7 in würdiger Atmosphäre im Heimkino genießen – davon träumen nicht nur Liebhaber der Hollywood-Blockbuster. Wer diesen exklusiven Filmgenuss genießen möchte, braucht kein üppig gefülltes Sparschwein oder einen eigenen Kinosaal. Stattdessen geht es mit etwas Planungsgeschick auch deutlich günstiger und platzsparender.

Klangqualität à la Hollywood

Ohne die imposanten Kompositionen von Hans Zimmer und anderen Filmmusik-Komponisten wären die bekannten Hollywoodstreifen nur halb so gut. Damit die Klänge aus Stirb langsam, James Bond, Mission Impossible und Co. optimal zur Geltung kommen, ist ein ausgewogener Raumklang erforderlich. Ein Soundbar Test zeigt, dass es passende Systeme schon für den kleinen Geldbeutel gibt. Mehrere kleine Lautsprecher im Raum verteilt und eine Soundbar mit Subwoofer sorgen für imposante Töne wie im Kinosaal.

Leinwand kann auch platzsparend genutzt werden

Damit die Farben und Szenen besonders gut zur Geltung kommen, ist eine ausreichend große Projektionsfläche erforderlich. Fernseher im Kinoformat sind mit mehr als 80 Zoll (ca. 2 m) und mehr nicht nur besonders groß und brauchen viel stabile Wandfläche, sondern noch dazu äußerst kostspielig. Neue Geräte mit innovativer Technik haben einen Einstiegspreis von tausenden Euro.

Deutlich günstiger sind Leinwand-Lösungen, denn sie lassen sich sogar auf Wunsch ein- und ausfahren. Wird die Projektionsfläche nicht benötigt, verschwindet sie auf Wunsch und es bleibt genug Platz an der Wand, um beispielsweise Blumentöpfe und Co. zu arrangieren.

Günstige Leinwände gibt es sogar schon unter 50 Euro. Wer sich mehr Farbbrillanz und Komfort bei der Bedienung (beispielsweise durch eine Fernbedienung zum Hoch- und Runterfahren) wünscht, sollte etwas mehr für seinen Heimkino-Genuss ausgeben. Im Vergleich zum großflächigen TV-Gerät lassen sich die Leinwände deutlich einfacher an der Wand fixieren, denn sie haben weniger Eigengewicht und brauchen deshalb auch weniger Halterungen in der Wand.

Beamer: Das Herzstück des Filmgenusses

Der wichtigste Teil des Heimkinos ist der Projektor. Innovative Modelle sind durch ihre hohe Auflösung und Helligkeit ernst zu nehmende Konkurrenz zu hochwertigen TV-Geräten. Sie haben jedoch den echten Vorteil, denn durch ihr handliches Format lassen sie sich auf Wunsch rasch verstauen oder sogar an andere Orte mitnehmen.

Um das filmische Highlight mit gestochen scharfen Bildern genießen zu können, sollte ein guter Beamer Merkmale wie Kontrastverhältnis und Seitenverhältnis modifizieren lassen. Zusätzlich verfügen einige Projektoren über integrierte Lautsprecher und können damit zumindest einstweilige einen Soundanlagen-Ersatz bieten.

Da der Beamer das Herzstück des Heimkinos ist, darf er den größten Kostenposten einnehmen. Ein günstiges Modell mit leistungsstarken Parametern gibt es bereits ab etwa 600 Euro. Einige Modelle lassen sich nicht nur mit einer festen Stromversorgung, sondern auch mit einer Akku-Lösung betreiben. Wer weiß, dass er dem Filmgenuss gern flexibel sein möchte, sollte deshalb auf die akkubetriebenen Modelle oder sich für eine Hybridlösung entscheiden.

Beamer-Nachteil: Kein Filmgenuss mit Tageslicht

Ein Filmgenuss bei Tageslicht mit einem Beamer ist kaum möglich. Vor allem direkte Sonneneinstrahlung kann das Bild äußerst verwaschen machen und einen Blendeffekt hervorrufen. Um das Problem zu vermeiden, sollte der Beamer stets in einer abgedunkelten Umgebung aufgestellt werden. Ein schattiges Plätzchen oder eine Überdachung helfen, wenn der mobile Filmgenuss mit Beamer im Freien stattfinden soll. Ideal sind natürlich Beamer-Leinwand-Erlebnisse am Abend, wenn die Dunkelheit einsetzt.

Um auch in Innenräumen am Tag ungestörtes Filmerlebnis genießen zu können, helfen schwere Vorhänge im Heimkino. Ideal sind blickdichte Stoffe wie beispielsweise Samt oder lichtundurchlässiger Baumwollstoff. Vor allem roter Samt zaubert zusätzliches Kino-Flair in die heimischen vier Wänden, denn auch die Sessel im Kinosaal sind häufig aus gemütlichem Samtstoff in Rot gestaltet.

Tipp: Die Kinosnacks nicht vergessen

Snacks bereichern jedes Heimkino-Erlebnis

Beim Heimkino-Erlebnis dürfen auch die typischen Snacks nicht fehlen. (Selbst gemachtes) Popcorn, Nachos, Süßigkeiten und ein leckeres Getränk dürfen gern griffbereit stehen. Um alles gut sortiert und umfallsicher am Platz zu haben, helfen Couch-Tabletts oder kleine Beistelltische. Sie gibt es bereits ab ca. 10 Euro.

 

Lennart Brauer kann - nach eigener Aussage - von allem ein bisschen, aber nichts so richtig und versucht deshalb, immer genug dazuzulernen, um über diesen Fakt hinwegzutäuschen. In den letzten Jahren aktiv als Student unterwegs, ist er nun bereit, sein Spektrum zu erweitern und sich bei Netzpiloten als Redakteur zu beweisen. Dabei kann er mit ausgezeichnetem Halbwissen in den Bereichen Film, Serien, Games, Geschichte und Politik glänzen und solange niemand zu viel nachfragt, wird dieser Status auch erst einmal unverändert bleiben.


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