Wunderlist-Alternativen: 7 empfehlenswerte To-Do-Listen-Apps

Willst du das Kuddelmuddel deines Alltags in den Griff kriegen, sind To-Do-Listen-Apps ein guter Ansatzpunkt. Damit sortierst du deine Aufgaben, zerlegst sie in kleine Häppchen, teilst sie mit dem Team oder Freuden und lässt dich rechtzeitig von Handy und Computer daran erinnern. Eine der beliebtesten To-Do-Listen-Apps kam lange Zeit aus Deutschland: Wunderlist. Nach der Übernahme durch Microsoft wird sie am 6. Mai 2020 endgültig abgeschaltet. Aber keine Sorge. Es gibt genug Wunderlist-Alternativen. Eine kommt sogar von Microsoft selbst: Sie heißt schlicht To Do und wurde vom Wunderlist-Team entwickelt. Aber der Wettbewerb ist stark. Auch andere Aufgabenplaner für Smartphone und Computer können viel. Wir stellen die sieben besten To-Do-Listen-Apps vor.

Microsoft To Do: der Wunderlist-Nachfolger

Der Aufgabenplaner von Microsoft tritt die direkte Nachfolge von Wunderlist an. Nach längerer Nachholphase kann Microsoft To Do inzwischen genauso viel. Du kannst auf allen deinen Geräten und im Browser auf deine Aufgabenlisten zugreifen. Notiere Fälligkeitsdaten und lass dich daran automatisch erinnern. Zur besseren Übersicht markierst du Aufgaben farbig, teilst sie in leichter ausführbare Schritte ein und versiehst sie mit Hashtags, nach denen du in der Volltextsuche fahnden kannst.

Aufgaben mit Kollegen, Freunden und Familie zu teilen ist auch kein Problem mehr. Außerdem kannst du jeden Aufgabeneintrag mit Notizen versehen und mit Dateianhängen von bis 25 Megabyte Größe versehen. Im Unterschied zu Wunderlist verfügt To Do über eine Tagesansicht. Microsoft To Do ist kostenlos nutzbar und für iOS, Android, Windows und Mac und als Web-App erhältlich. Nur für die Smartwatch gibt es noch keine App.

 

Microsoft To-Do
Microsoft To Do tritt die Nachfolge von Wunderlist an und managt Aufgaben auf vielen gängigen Geräten. Image by Microsoft

Todoist: Aufgaben im Alltag und großen Teams managen

Todoist ist ein Aufgabenmanager, der trotz seines Umfangs für Einsteiger leicht und intuitiv zu bedienen ist. Darüber hinaus gehört er zu den am variabelsten einsetzbaren To-Do-Listen-Apps. Die App unterstützt noch mehr Plattformen als Microsoft To Do. Neben Versionen für iOS, Android, Mac, Windows und Linux gibt es auch Smartwatch-Apps für Apple Watch und Googles Wear OS sowie Plug-Ins für Browser und E-Mail-Programme. Mit Todoist lässt sich alles, was so anfällt, in Projekten, Unterprojekten, Aufgaben, Unteraufgaben und Notizlisten managen.

In der Gratis-Variante lassen sich 80 Projekte mit bis zu fünf Teammitgliedern pro Projekt verwalten. Der Datenabgleich über alle verknüpften Geräte hinweg ist auch inklusive. Doch das volle Funktionsangebot kostet Geld. Im Premium-Tarif für drei Euro pro Nutzer und Monat sind bis zu 300 Projekte mit jeweils maximal 25 Teilnehmern enthalten. Außerdem sind Erinnerungen, Kommentare, Datei-Uploads, Filter und vieles mehr erst mit dem Premium-Abo möglich.

Für den geschäftlichen Einsatz in größeren Unternehmen empfiehlt sich der Business-Tarif für fünf Euro pro User und Monat. Für den Aufpreis steigt die Zahl der Projekte (500) und Projektteilnehmer (50) abermals. Ferner können Nutzer dann zwischen Admin- und Teamrollen unterscheiden. Probleme löst der Support im Business Tarif bevorzugt.

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Any.do: Tausendsassa für viele Plattformen

Any.do ist ein quietschbunter Klassiker, der sich von einer einfachen Aufgaben-App zu einem Lebensplaner entwickelt hat. Neben To-Do-Listen verwaltest du darin auch deine Kalender und Einkaufslisten. Ein Tagesplaner ist ebenfalls am Start. Die Grundfunktionen sind weiterhin gratis. Aber von irgendwas müssen die Entwickler schon auch leben.

Daher schaltet Any.Do einige Funktionen nur gegen eine Abo-Gebühr von 4,99 Euro im Monat frei. Dazu gehören: wiederkehrende Erinnerungen, Farbcodes für Aufgaben, ortsbasierte Erinnerungen, Dateianhänge ohne Größenlimit sowie das Teilen von Aufgaben mit anderen. Any.Do gibt es als App für iOS, Android, Mac, Windows sowie Apple- und Google-Wear-Smartwatches. Plugins für Browser gibt es ebenso wie für Slack. Außerdem versteht Any.Do Sprachbefehle von Siri, Alexa und Google Assistant.

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Carrot: Nützliche Plaudertasche

Bist du auf der Suche nach To-Do-Listen-Apps, die dir nicht nur weiterhelfen, sondern dich auch noch unterhalten, bist du bei Carrot richtig. Die App ist nämlich nicht nur ein willfähriger Aufgabenerinnerer, sondern interagiert und spricht mit dir. So begrüßt einen die App zu Anfang mit den Worten: „Sei gegrüßt, fauler Mensch!“.

Durch erledigte Aufgaben sammelst du Punkte, mit denen du Belohnungen freischaltest. Dabei handelt es sich mal um Mini-Spiele, mal um unnütze, aber witzige Fakten. Vernachlässigst du eine Aufgabe, schimpft Carrot und wechselt die Hintergrundfarbe. Die Carrot To-Do-App gibt es nur für iOS. Im App Store kostet sie einmalig 3,49 Euro. Gefällt dir der abgedrehte Charme dieses App-Konzepts, findest du auf der Carrot-Webseite auch Varianten, die als Fitnesstrainer, Wecker, Kalorienzähler und Wettervorhersage fungieren.

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Habitica: Wenn der Alltag zur Quest wird

Der Alltag macht es einem nicht leicht, ein Held zu sein. Diese Aufgaben-App schon. Habitica, ehemals HabitRPG, erfüllt Funktionen klassischer To-Do-Listen-Apps, erweitert diese aber um spielerische Elemente. Zum Start der App erstellst du dir einen Avatar, den die App abhängig von deiner Tatkraft belohnt oder bestraft. Kommst du einer Erinnerung nicht nach, verliert dein Charakter Lebenspunkte.

Erfüllst du Aufgaben, erhältst du Erfahrungspunkte. Damit schaltest du für deinen Avatar neue Schlacht-Rüstungen, mysteriöse Haustiere, magische Talente und neue Mini-Spiele frei. In Form von Challenges kannst du dich mit Freunden oder anderen Nutzern aus der Habitica-Community messen.

Die Aufgabenplaner-App mit Gamification-Charakter lässt sich auf Android- und iOS-Geräten gratis installieren. Habitica finanziert sich über In-App-Käufe. Für Beträge zwischen einem und 54 Euro kannst du dir Einheiten einer Spielwährung kaufen und damit deinen Avatar auch ohne Aufgabendisziplin aufmöbeln.

Todo Cloud

Todo Cloud, ehemals ToDo7, ist nicht so bekannt wie andere To-Do-Listen-Apps, wird aber von Nutzern trotzdem hoch geschätzt. Es handelt sich um einen klassischen Aufgaben- und Zielplaner, mit dem sich anstehende Verpflichtungen in verschiedenen Arten von Listen organisieren lassen. Dabei lassen sich Aufgaben aus E-Mails erstellen und – auf dem iPhone – durch Siri-Kurzbefehle hinzufügen.

Unterschiedliche Benachrichtigungstypen sowie Farbcodes für überfällige, laufende und abgeschlossene Aufgaben helfen dabei, immer im Bilde zu bleiben. Vieles davon lässt sich unter Android, iOS, Mac, Windows und in der Web-App gratis nutzen. Einen Datenabgleich über alle Geräte hinweg sowie das Teilen von Aufgaben mit anderen schaltet Todo Cloud aber nur gegen eine Abo-Gebühr ab 2,29 Euro pro Monat frei.

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Pocket Lists: Aufgabenplanung für Familien mit iPhones

Die iOS-App Pocket Lists will sich vom Wettbewerb mit anderen To-Do-Listen-Apps absetzen, indem sie sich speziell an Familien richtet. Zu diesem Zweck lassen sich Profile für Familienmitglieder einrichten. Eine Übersichtsseite listet Aufgaben für die ganze Familie auf. Zusätzlich lassen sich Verpflichtungen einzelnen Nutzern zuweisen. Eine bunte Nutzeroberfläche mit verspielten Icons rundet den Freizeitcharakter dieser Aufgabenplaner-App ab.

Viele Grundfunktionen sind gratis nutzbar. Wer aber beispielsweise Unteraufgaben einrichten oder Dateien anhängen möchte, zahlt als einzelner zwei Euro pro Monat und als Familie mit bis zu sechs Mitgliedern vier Euro pro Monat.

Fazit: Die besten To-Do-listen-Apps für jeden Geschmack

Neben klassischen To-Do-Listen-Apps wie Microsoft To Do, Todoist, ToDo und Any.Do gibt es auch Aufgabenplaner, die das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden. So bringen Carrot und Habitica spannende Gamification-Ansätze in die tägliche Aufgabenplanung. Und wer sagt, dass To-Do-Listen-Apps nur für individuelle Selbstoptimierer oder Teams im Business-Kontext da sein müssen? Pocket Lists zeigt, dass auch Familien von Aufgabenplanern auf dem Smartphone profitieren können.

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Teaser Image by Apugraphics / Adobe Stock

Berti Kolbow-Lehradt

ist Freier Technikjournalist. Für die Netzpiloten befasst er sich mit vielen Aspekten rund ums Digitale. Dazu gehören das Smart Home, die Fotografie, Smartphones, die Apple-Welt sowie weitere Bereiche der Consumer Electronics und IT. Mitglied des Netzpiloten Blogger Networks.


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2 comments

  1. Hier fehlt ganz klar eine: Evernote!
    Mit Evernote kann ich wunderbar „Abhaklisten“ gestalten, die zudem völlig frei in der Gestaltung sind (Screenshots usw.). Zudem lässt sich Evernote zusätzlich als eine wunderbare Note-App einsetzen. So habe ich mehrere Funktionen in einer einzigen App, so dass ich nicht dauernd hin und her switchen muss.

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